-
Die Erfindung betrifft einen Sitz mit verstellbarer Rückenlehne für Kleinwagen.
-
Der Ausdruck Kleinwagen bezeichnet Fahrzeuge mit leistungsschwachem Motor
mit begrenzter Fortbewegungsgeschwindigkeit, die dieselben, allerdings
kostengünstiger hergestellten Ausrüstungsteile wie Kraftwagen aufweisen.
-
Die Sitze sind daher einfacher und leichter konzipiert, um die Leermasse des
Fahrzeugs zu reduzieren und dabei für einen zufriedenstellenden Komfort und eine
Möglichkeit zur Rückenlehnenverstellung zu sorgen.
-
Derartige Sitze umfassen ein Basis-Tragwerk, ein Rückenlehnen-Tragwerk, die
je durch einen Rohrrahmen gebildet sind, Gelenkmittel zum Schwenken um eine
horizontale Querachse, wobei diese Mittel zwischen den zwei Tragwerken angeordnet
sind, Federmittel, die dazu neigen, die Rückenlehne auf das Vorderteil des Sitzes
umzuklappen, Rückenlehnen-Verriegelungsmittel in mit Bezug auf das Basis-Tragwerk
unterschiedlichen Winkelstellungen und Betätigungsmittel zur Entriegelung der
Verriegelungsmittel.
-
Die derzeit verfügbaren Sitze bestehen aus einer Vielzahl von Teilen, die
hergestellt und zusammengesetzt werden müssen, was nicht nur zu erhöhten
Produktionskosten führt, sondern auch zu überhöhtem Gewicht.
-
Mitunter sind die Blockier- und Betätigungsmittel der gelenkigen Anbringung von
der Rückenlehne auf dem Sitz auf jeder Seite des Sitzes verteilt und erschweren die
Herstellung von Sitzarmaturen, die daher kostenaufwendiger und zum Gelenk hin
empfindlicher sind.
-
Im übrigen führen die Benutzung des Gelenks sowie Fahrzeugschwingungen zu
Stauchungen und Spiel im Gelenk und in seinen Blockiermitteln, so dass die
Blockierung der Rückenlehne ungenügend ist und zu Komfortmangel für den Benutzer
führt.
-
In der (dem Oberbegriff des Anspruchs 1 entsprechenden) Druckschrift EP-A-
121452 soll dies dadurch behoben werden, dass die Blockierung der Rückenlehne
mittels eines gezahnten Zwischenstücks gewährleistet wird, das verschiebbar auf
einem Basis-Beschlag angebracht ist und mit einem von der Rückenlehne getragenen
Zahnsegment zusammenwirkt. Die Stütz- und Führungsmittel des Zwischenstücks sind
so angeordnet, dass, unter der Kraft der Betätigungsmittel desselben, seine
Verzahnung einer Bewegung ausgesetzt ist, die sie gegen eine der
Verzahnungsflächen des Zahnsegments der Basis führt, um Spiel und Verschleiß
auszugleichen.
-
Ferner ist das Gelenklager der Rückenlehne auf der Gelenkachse der Basis
nach oben hin unrund ausgebildet, um mit dieser Achse lokal nur an zwei Punkten in
Kontakt zu kommen und auch um das Halten der Rückenlehne unter der durch das
Zwischenstück auf sie ausgeübten Belastung zu gewährleisten.
-
Zwar wird durch diese Konstruktion das Auftreten von durch Spiel bedingten
Nachteilen zeitlich verschoben, jedoch nicht unterdrückt, und sei dies allein aufgrund
des Verschleißes der Verzahnung des Zahnsegments durch die des Zwischenstücks,
das aus einem härteren Material als das das Zahnsegment bildende schweißbare
Blech hergestellt ist.
-
Die Druckschrift DE A-39 15 336 beschreibt eine Gelenkvorrichtung mit
Zahnsegment, schwenkbarem gezahnten Blockierzwischenstück und
Verriegelungsnocken, die zwischen dem Basis-Beschlag und dem Rückenlehnen-
Beschlag untereinander angeordnet sind.
-
Diese Vorrichtung umfasst ferner Mittel zur Begrenzung des Kippwegs der
Rückenlehne, bestehend aus einer vom Basis-Beschlag hervorstehenden Achse und
einer Kreisbogenöffnung, die in einem gezogenen Zusatzteil vorgesehen ist, das auf
dem Basis-Beschlag so angebracht ist, dass der Rückenlehnen-Beschlag
sandwichartig aufgenommen ist. Diese Konstruktion bietet keine Lösung zur
Unterdrückung von Verschleiß, Stauchungen und Spielbildung im Gelenk, in den
Blockiermitteln und in den Mitteln zur Begrenzung des Kippwegs des Sitzes.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile durch Bereitstellung
eines aus einer verringerten Anzahl von Teilen bestehenden Sitzes mit verstellbarer
Rückenlehne zu beheben, wodurch Herstellungskosten und Gewicht gesenkt werden
und dabei die Herstellung von Komfortarmaturen vereinfacht und der durch
funktionelles und verschleißbedingtes Spiel hervorgerufene Mangel an Komfort deutlich
begrenzt wird.
-
Die Erfindung betrifft einen Sitz mit den Merkmalen des Anspruchs 1, und zwar
-
- ein Basis-Tragwerk, ein Rückenlehnen-Tragwerk, die je durch einen in Form
gebogenen Rohrrahmen gebildet sind, der zumindest auf einer Seite mit einem
Basis-Gelenkbeschlag und einem Rückenlehnen-Gelenkbeschläg, die auf das
entsprechende Tragwerk geschweißt sind, versehen ist,
-
- Gelenkmittel der zwei Tragwerke zum Schwenken um eine horizontale
Querachse, wobei die Mittel mit den vorgenannten Beschlägen
zusammenwirken,
-
Rückenlehnen-Verriegelungsmittel, die auf einer Seite des Sitzes zwischen zwei
Beschlägen angeordnet sind und, von oben nach unten verlaufend, aus einem
mit der Rückenlehne verbundenen Zahnsegment, einem gezahnten
Schwenkriegel und einem Sperrnocken des Riegels, der durch einen entgegen
einer Rückholfeder wirkenden Hebel entriegelbar ist, bestehen,
-
- und Mittel zur Begrenzung des Kippwegs der Rückenlehne bestehend aus
einem in einer Kreisbogenöffnung umlaufenden Anschlagfinger.
-
Erfindungsgemäß sind der Gelenkdrehzapfen und der
-
Schwenkbegrenzungsfinger in einer Bohrung beziehungsweise einer
Kreisbogenöffnung angebracht, die im Zahnsegment vorgesehen sind, wobei das
Segment aus wärmebehandeltem Stahl hergestellt ist und auf dem Rückenlehnen-
Beschlag einerseits durch Einlassen von zwei durch Herausdrückbearbeitung des
Segments geformten Höckern in kreisförmige im Beschlag vorgesehene Lochungen
und andererseits durch Punktschweißen der Höcker auf dem Beschlag angebracht ist.
-
Diese Montage ermöglicht die Herstellung einer hervorragenden Verbindung
zwischen einerseits dem normalerweise aus zieh- und schweißbarem Stahlblech
hergestellten Rückenlehnen-Beschlag und dem Zahnsegment, das aus für
Wärmebehandlung geeignetem und daher weniger schweißgeeignetem Stahlblech
hergestellt ist, wobei durch die Wärmebehandlung die Verschleißfestigkeit des Lagers
für den Drehzapfen und der Öffnung für den Anschlagfinger erheblich verbessert wird.
Dies führt zu einer deutlichen Verschleißreduzierung sowohl beim Gelenk als auch bei
den Zahnungen, da der Riegel in bekannter Art und Weise ebenfalls aus vergütetem
Stahl hergestellt ist. Dadurch werden die Lebensdauer des Gelenks erhöht und die
Risiken von Komfortmangel über die Haltbarkeit des mit dem Sitz ausgestatteten
Fahrzeugs hinaus gezögert.
-
In einer Ausführungsform ist der Drehzapfen auf einer Seite mit einem sich auf
dem Rückenlehnen-Beschlag abstützenden mit Schulter versehenen Kopf und auf der
anderen Seite mit einem den Basis-Beschlag durchsetzenden und auf diesen
genieteten Lagerzapfen versehen, während der Anschlagfinger einen in einer Öffnung
des Rückenlehnen-Beschlags aufgenommenen mit Schulter versehenen Kopf und
einen den Basis-Beschlag durchsetzenden und auf diesen genieteten Lagerzapfen
umfasst.
-
Zur Ausführung des Gelenks muss also außer dem Zusammenbau seiner
Bestandteile nur ein Schweißarbeitsgang und ein Nietungsarbeitsgang durchgeführt
werden, um eine endgültige und unzerlegbare Verbindung der zwei Beschläge zu
gewährleisten. Diese Konstruktion hat ferner den Vorteil, Platz sparend und leichter als
die derzeitig verfügbaren zu sein. Ihre geringe Dicke vereinfacht den Einsatz von
Auskleidungsschäumen, die zeitlich gesehen widerstandsfähiger sind, da sie keine
Freiräume oder Durchlässe mehr aufweisen.
-
Vorteilhafterweise ist jeder der Rahmen der Tragwerke von Basis bzw.
Rückenlehne aus einem einzigen in Form gebogenen Rohrstück hergestellt derart,
dass seine Enden rechtwinklig und nahe der Gelenkbereiche der zwei Tragwerke
angeordnet sind, wobei die Enden durch Schweißstellen verbunden sind, die auch ihre
Verbindung mit einem Basis-Beschlag bzw. einem Rückenlehnen-Beschlag
gewährleisten, wobei der zweite Basis-Beschlag dem mit dem Rückenlehnen-Beschlag
zusammenwirkenden Beschlag gegenüber liegt.
-
Diese Anordnung verkürzt die Herstellungszeiten, da das Schweißen der
Beschläge gleichzeitig mit dem Schweißen der Tragwerke durchgeführt wird, und führt
ferner zur Freigabe der Tragwerke und erleichtert dabei das spätere Anbringen von
Schäumen.
-
Weitere Merkmale und Vorteile sind aus der nachfolgenden Beschreibung mit
Bezug auf die beigefügte schematische Zeichnung ersichtlich, die eine
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sitzes darstellt.
-
Fig. 1 ist eine Perspektivansicht des Sitzgerüsts,
-
Fig. 2 ist eine Seitenansicht von innen, die im Aufriss eine Ausführungsform des
Gelenks zwischen dem Rückenlehnen-Tragwerk und dem Sitz-Tragwerk zeigt,
-
Fig. 3 ist eine Schnittansicht gemäß III-III der Fig. 2 und zeigt die
Verbindungsmittel zwischen dem Rückenlehnenflansch und dem Zahnsegment in
vergrößertem Maßstab,
-
Fig. 4 ist eine Draufsicht des Sitzgerüsts,
-
Fig. 5 ist eine Explosionsperspektivansicht seines Gelenks,
-
Fig. 6 ist eine unterbrochene Schnittansicht gemäß VI-VI der Fig. 2.
-
Wie aus Fig. 1 und 4 ersichtlich ist, besteht der Sitz aus einem Basis-Tragwerk
A, einem Rückenlehnen-Tragwerk B und Gelenkmitteln C1, C2.
-
Jedes der Tragwerke A und B wird aus einem Rohrrahmen 2 bzw. 3 gebildet,
der aus einem in Form gebogenen Metallrohr geformt wird. Dieses Biegen wird so
durchgeführt, dass die Enden 2a, 2b und 3a, 3b des Rohrstücks rechtwinklig und nahe
des Gelenkbereichs der zwei Tragwerke angeordnet sind, das heißt in einem der
unteren Winkel des Rückenlehnen-Rahmens und in einem der hinteren Winkel des
Basis-Rahmens. Die Verbindung der Enden 2a, 2b und 3a, 3b erfolgt durch
Schweißung bei einem Arbeitsgang, während dessen sie auch mit einem Beschlag
verbunden werden, und zwar einem Basis-Beschlag 4a für die Enden 2a, 2b des
Rahmens 2 und einem Rückenlehnen-Beschlag 5 für die Enden 3a, 3b des Rahmens 3
der Rückenlehne.
-
Fig. 2 zeigt, dass der Rückenlehnen-Beschlag 5 durch zwei Flügel 5a, 5b
verstärkt ist, wodurch ihm im Querschnitt eine U-Form verliehen wird. Diese zwei Flügel
tragen zur Versteifung des Rückenlehnen-Tragwerks bei, aber auch des unterhalb
dieses Tragwerks überstehenden unteren Teils des Beschlags.
-
Der Rückenlehnen-Beschlag 5 gehört zu den Gelenkmitteln C2 und wirkt mit
einem Basis-Beschlag 4b zusammen, der durch Schweißung auf dem hinteren Teil des
Längsrandes des Basis-Rahmens 2 befestigt ist, der dem Rand gegenüberliegt, der
den zu den Gelenkmitteln C1 gehörenden Beschlag 4a trägt.
-
In bekannter Weise werden die Beschläge 4a, 4b und 5 in zieh- und
schweißbaren Stahlblechen ausgeführt.
-
Wie in Fig. 5 detaillierter gezeigt, ist zwischen dem Basis-Beschlag 4b und dem
Rückenlehnen-Beschlag 5 ein Zahnsegment 6 angeordnet, dessen Zahnung 6a
geeignet ist, mit einer Zahnung 7a eines um einen Achsbolzen 8 schwenkbar
gelagerten Riegels 7 zusammenzuwirken. Der Riegel wird durch einen Nocken 9
betätigt, der in Drehverbindung mit einem Achsbolzen 10 steht. Der Riegel 7 und sein
Nocken 9 sind unterhalb des Zahnsegments 6 angeordnet.
-
Fig. 6 zeigt, dass die verschiedenen Elemente zur Gewährleistung der
Schwenkbarkeit und der Ver und Entriegelungsfunktionen der Rückenlehne in Bezug
auf die Basis sehr Platz sparend in Querrichtung sind.
-
Das Zahnsegment 6 wird in einem für eine Wärmebehandlung geeigneten Stahl
ausgeführt, wodurch die mechanische Festigkeit seiner Zahnung 6a erhöht wird, und
ist, wie in Fig. 3 dargestellt, mit dem Beschlag 5 einerseits durch Eingriff in zylindrische
Lochungen 12 des Beschlags 5 von durch Herausdrückbearbeitung des Segments 6
gebildeten zylindrischen Höckern 13 und andererseits durch Schweißpunkte 14
verbunden. Selbstverständlich wird das Zahnsegment 6 nach allen Lochungs- und
Herausdrückarbeitsgängen einer Wärmebehandlung unterzogen.
-
Wie in Fig. 5 ersichtlich, wird das Zahnsegment 6 durchsetzt von einer Bohrung
16 für den Durchgang des Drehzapfens 17 des Gelenks C2 und von einer Öffnung 18
für den Durchgang eines Anschlagfingers 19, der den Kippweg der Rückenlehne
begrenzt.
-
Der Drehzapfen 17 durchsetzt ferner eine Bohrung 20 des Beschlags 5 und
weist einen mit Schulter versehenen Kopf 17a auf, der sich gegen die Innenfläche des
Beschlags 5 stützt. Sein anderes Ende in Form eines Lagerzapfens 17b mit kleinerem
Durchmesser wird vor Festlegung durch Verformung in eine Bohrung 22 des Basis-
Beschlags 4b gepresst. Gleiches gilt für den in der Öffnung 18 des Zahnsegments 6
frei, jedoch mit reduziertem Radialspiel umlaufenden Finger 19, der einen in einer
Öffnung 23 des Beschlags 5 umlaufenden Kopf 19a umfasst und einen Lagerzapfen
19b, dessen Schaft einen kleineren Durchmesser hat und eine Bohrung 24 des Basis-
Beschlags 4b vor Festlegung durch Verformung auf dieser Achse durchsetzt.
-
Der Achsbolzen 8 für den Riegel 7 ist auf jeder Seite von zwei zylindrischen
Abschnitten mit kleinerem Durchmesser 8a, 8b eingefasst, die vor Festlegung durch
Verformung eine Bohrung 25 des Beschlags 4b bzw. eine Bohrung 26 eines Stegs 27
durchsetzen. Das andere Ende des Stegs wird von einer Bohrung 28 durchsetzt, in
welcher das Ende 10a des Nockenachsbolzens 10 in freier Rotation angebracht ist,
dessen anderes zylindrisches Ende 10b in freier Rotation in einer Bohrung 29 des
Basis-Beschlags 4b angebracht ist. Der über die Außenseite des Beschlags 4b
hervorstehende Abschnitt 10b ist, beispielsweise durch Schweißung 30 in Fig. 6, in
Drehverbindung mit dem Stift 32 eines Betätigungshebels 33.
-
Das eben beschriebene Gelenk C2 wird durch zwei Rückholmittel
vervollständigt, und zwar zwei Schraubenzugfedern 34 und 37. Das vordere Ende 34a
der Feder 34 ist an eine Verlängerung 35 des hinteren Flügels 5a des Beschlags 5
gehakt, wie in Fig. 2 gezeigt, während sein anderes hinteres Ende 34b auf eine
gebogene Lasche 36 gehakt ist, die mit dem Basis-Beschlag 4b fest verbunden ist. Die
Feder 34 unterwirft das Rückenlehnen-Tragwerk B einem Schwenkmoment, das dazu
neigt, es nach vorne zu schwenken.
-
Die andere Zugfeder 37 ist mit einem ihrer Enden 37a an eine seitlich vom
Basis-Beschlag 4b hervorstehende Auskragung 38 gehakt, während das Ende 37b auf
den Betätigungshebel 33 gehakt ist.
-
Das auf der anderen Seite des Sitzes angeordnete und in Fig. 1 sichtbare
Gelenk C1 ist sehr viel einfacher, da es aus einer zylindrischen Stange 40 besteht, die
mit einem ihrer Enden auf den Rahmen des Rückenlehnen-Tragwerks geschweißt ist.
Ihr anderes Ende 40a ist koaxial zum Drehzapfen 17 des Gelenks C2 und bildet einen
Drehzapfen, der in einem Lager des Basis-Beschlags 4a drehbar gelagert ist.
-
Fig. 1 verdeutlicht, dass die Gesamtheit der jeweiligen Mittel zur
Gelenkblockierung, Entriegelung des Gelenks, Betätigung, Rückholung und
Wegbegrenzung auf einer selben Seite angeordnet sind und eine Platz sparende
Struktur bilden, wodurch eine sehr vereinfachte und kostengünstige Ausführung von
Komfortarmaturen ermöglicht wird. Insbesondere ist festzustellen, dass die Feder 34
zum Aulichten der Rückenlehne in dem durch die abgerundete Biegung des Rahmens
des Basis-Tragwerks freigelassenen Zwischenraum angeordnet ist, um zu vermeiden,
dass in der Armatur ein Freiraum vorgesehen werden muss.
-
In der Ruhestellung des Sitzes wird die Zahnung 7a des Riegels 7 durch den
Betätigungsnocken 9 unter der Rückholwirkung der Feder 37 in die Zahnung 6a des
Zahnsegments 6 gepresst.
-
Zum Entriegeln reicht es aus, den Betätigungshebel 33 in Richtung des Pfeils 41
der Fig. 5 zu schwenken, um den Nocken aus seiner Kontaktreichweite zum Riegel zu
entfernen und sein Ende in Kontakt mit einer rückwärts gerichteten Umbiegung 7b des
Riegels 7 zu bringen. Durch diesen Kontakt wird der Riegel nach unten geschwenkt
und seine Zahnung 7a von der Zahnung 6a des Zahnsegments 6 entfernt. Es ist dann
möglich, die Rückenlehne um ihre Gelenkachse zu schwenken, indem man sie nach
hinten zieht oder sie in ihrem Vorwärtskippen unter der Einwirkung der Feder 34 hält.
Das Schwenken in beide Richtungen ist durch den Weg der Kreisbogenöffnung 18 des
Zahnsegments 6 um den Anschlagfinger 19 begrenzt. Nach Auswahl der gewünschten
Stellung für die Rückenlehne wird es der Feder 37 durch die Freigabe des
Betätigungshebels 33 ermöglicht, den Nocken 9 in seine Ursprungsstellung durch
Heben des Riegels 7 und durch Gewährleistung des Eingriffs seiner Zahnung 7a in die
Zahnung 6a des Segments 6 zurückzubringen.
-
Dank der verbesserten Festigkeit des Zahnsegments führt seine Drehung in
Bezug auf den Drehzapfen zu wenig Verschleiß und zögert die Bildung von Spiel über
die Nutzungsdauer des mit dem Sitz ausgestatteten Fahrzeugs hinaus. Gleiches gilt für
den Verschleiß zwischen der Öffnung 18 und dem Anschlagfinger 19 und für den
Verschleiß der Zahnung 7a des Riegels 7, der ebenfalls aus vergütetem Stahl
hergestellt ist. Die durch Vernietung oder Festlegung durch Verformung hergestellte
Verbindung des Achsbolzens 17 und des Anschlagfingers 19 mit dem Tragwerk-
Beschlag 4b ist unempfindlich gegenüber den Bewegungen der Rückenlehne, da
nämlich die mit Schultern versehenen Köpfe 17a und 19a dieser Elemente den durch
Rotation bedingten Reibungen ausgesetzt sind. Die Abmessung dieser Köpfe ist
ausreichend, um die Bildung von unter Umständen zu axialem Spiel führenden
Stauchungen zu vermeiden.