DE60002447T2 - Sattelstütze für fahrräder - Google Patents

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Description

  • Diese Erfindung betrifft einen Sattel für ein pedalbetriebenes Gerät und insbesondere, aber nicht ausschließlich, einen Sattel für ein Zweirad, ein Dreirad, ein Gebrauchszweirad oder Ähnliches.
  • Der Sattel dieser Erfindung ist primär für die Verwendung mit einem Zweirad gedacht, das anschließend einfach als ein "Fahrrad" bezeichnet wird. Obwohl die Erfindung anschließend ausschließlich unter Bezugnahme auf Fahrräder beschrieben ist, soll verstanden werden, dass der Sattel bei einer breiten Vielfalt von pedalbetriebenen Geräten geeignet ist, einschließlich jener, die oben genannt sind, und der Begriff "Fahrrad" soll nicht so verstanden werden, als dass die Erfindung auf Fahrräder beschränkt ist.
  • Die Funktion von einem Fahrradsattel besteht darin, den größeren Teil des Gewichts des Fahrers abstützend zu halten und gleichzeitig zu verhindern, dass das Gesäß des Fahrers von dem Sattel herunterrutscht, wobei die Beine des Fahrers frei beweglich bleiben, um die Pedale in Drehung zu versetzen. Ein herkömmlicher Fahrradsattel hat eine hintere, relativ breite Plattform, auf der der innere Teil von dem Gesäß eines Fahrers aufliegen kann, wobei die Plattform in ein einziges, nach vorne gerichtet vorstehendes, relativ schmales Sattelhorn übergeht. Die primäre Funktion von dem Horn besteht darin, zu verhindern, dass der Fahrer von dem Sattel abrutscht, aber in der Praxis kann ein wesentlicher Teil des Gewichts des Fahrers durch das Horn getragen werden. Unglücklicherweise kann ein Fahrer unter körperlichen Problemen oder anderen medizinischen Folgen leiden, und zwar beim längeren oder übermässigen Radfahren auf einem herkömmlichen Sattel dieser Art, und zwar infolge des Drucks, der durch das Horn auf den Schritt des Fahrers ausgeübt wird.
  • Es gibt Vorschläge für Fahrradsättel, die kein Horn haben und das Ziel verfolgen, die Wahrscheinlichkeit der Probleme zu minimieren, die sich aus der übermäßigen Benutzung eines mit einem Horn versehenen Sattels ergeben. Es gibt darüber hinaus Vorschläge für Sättel, die sich bewegen können oder relativ bewegliche Teile haben, mit dem Ziel, das Fahren auf dem Fahrrad bequemer oder weniger ermüdend zu machen, wie zum Beispiel der Sattel aus dem Dokument WO-A-97/32774, das als nächstliegender Stand der Technik betrachtet wird. Jedoch leiden alle diese Sättel unter verschiedenen Nachteilen einschließlich des oft auftretenden Gefühls von Unsicherheit für den Fahrer.
  • Es ist ein primäres Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Fahrradsattel zur Verfügung zu stellen, der dazu ausgestaltet ist, das Gesäß eines Fahrers in einer besonders bequemen und wirksamen Weise abstützend zu halten, und der nicht die freie Bewegung der Beine behindert, um die Pedale von dem Fahrrad in Drehung zu versetzen.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung ist ein Sattel für ein pedalbetriebenes Gerät vorgesehen, wobei der Sattel einen Sitzbereich mit einer oberen Fläche, um das Gesäß eines Benutzers abzustützen, und eine Montageanordnung für den Sitzbereich aufweist, wobei die Montageanordnung ermöglicht, dass der Sitzbereich eine seitliche Schwenkbewegung durchführt, deren wirksame Schwenkachse sich bei Benutzung oberhalb der oberen Fläche des Sitzbereiches befindet.
  • Wenn ein Fahrer die Pedale eines Fahrrades betätigt, führt seine Hüfte eine Art Rollbewegung durch, wobei das Becken von einer Seite zur anderen schwenkt. Der Sattel der vorliegenden Erfindung ermöglicht es, dass diese Beckenbewegung auf eine natürliche und unbeschränkte Art und Weise stattfinden kann, wobei die Aufbringung der maximalen Antriebskraft für das sich nach unten bewegende Pedal des Fahrrades unterstützt wird. Dies ist der Fall, da der Sattel in einer solchen Weise schwenken kann, dass die Seite des Sattels auf der gleichen Seite des Fahrrades wie das sich nach unten bewegende Pedal bezüglich der anderen Seite des Sattels nach unten schwenken kann, um so die Bewegung des Beines an dem sich nach unten bewegenden Pedal nicht zu beschränken. Die gegenüberliegende Seite des Sattels hebt sich leicht an, um so das Gewicht des Fahrers auf diesem Gesäßteil an dieser Seite des Sattels besser aufzunehmen. Wenn sich dann die Pedale drehen und das andere Pedal mit der nach unten gerichteten Bewegung beginnt, kann der Sattel in die andere Richtung schwenken, um so das Bein, das das andere Pedal antreibt, für eine einfache Bewegung frei zu machen.
  • Bei einem Ausführungsbeispiel ist der Sattel für eine Bewegung seitlich von einem Fahrrad montiert, und wenn diese seitliche Bewegung durchgeführt wird, erfährt der Sattel gleichzeitig eine Drehbewegung um den Krümmungsmittelpunkt oberhalb der oberen Fläche des Sattels. Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel ist der Sattel in einer solchen Weise gehalten, dass er eine Schwenkbewegung durchführt, deren Krümmungsmittelpunkt oberhalb der oberen Fläche des Sattels liegt. In diesem Fall, obwohl sich der Sattel in einem kleinen Ausmaß seitlich bewegen kann, ist die primäre Bewegung eine Schwenkbewegung um den Krümmungsmittelpunkt oberhalb der oberen Fläche.
  • Obwohl die Schwenkbewegung so beschrieben wurde, als hätte sie eine wirksame Achse über der oberen Fläche des Sattels, kann die Schwenkbewegung auch eine komplizierte Schwenkbewegung und nicht eine einfache teilkreisförmige Bewegung mit einem festen Krümmungsmittelpunkt sein. Daher kann der wirksame Krümmungsmittelpunkt für die Schwenkbewegung, wenn sie eine komplizierte Form hat, selbst ein Ort mit gekrümmter Gestalt sein.
  • Die Montageanordnung weist vorzugsweise eine Montageeinrichtung auf, wie zum Beispiel ein Träger, um die Anbringung des Sattels an einem Fahrrad zu ermöglichen, das normalerweise ein Zweirad oder ein Dreirad sein kann. Eine solche Montageeinrichtung kann im wesentlichen von herkömmlicher Art sein und weist daher eine Klammer auf, die dazu ausgestaltet ist, um um eine Stange herum festgezogen zu werden, die sich von dem Fahrradrahmen allgemein nach oben erstreckt.
  • In dem erstgenannten Ausführungsbeispiel weist die Montageanordnung eine Laufbahn mit im wesentlichen gekrümmter Form auf, die einen gekrümmten Bewegungspfad für den Sitzbereich des Sattels definiert. Eine solche Laufbahn kann die Form eines Kreisbogens haben – d. h. mit einem festen Radius – wobei sich der Mittelpunkt des Kreisbogens über der oberen Fläche des Sattels befindet und sich im wesentlichen entlang der Ebene erstreckt, die den Rahmen des Fahrrades beinhaltet. Obwohl diese Achse vorzugsweise im wesentlichen horizontal ist, kann sie mit einem kleinen Winkel bezüglich der Horizontalen verlaufen, um für den Fahrer die wirksamste Abstützung zu bewirken.
  • Die Laufbahn kann die Form einer Schiene haben, die an dem Träger der Montageeinrichtung montiert ist, wobei der Sitzbereich zumindest zwei Rollen aufweist, die auf der Schiene laufen. Alternativ kann die Schiene an der Unterseite von dem Sitzbereich vorgesehen sein, wobei die Schiene entlang geeigneter Rollen läuft, die an dem Träger der Montageeinrichtung vorgesehen sind. In beiden Fällen ermöglicht es die Anordnung der Schiene und der Rollen, dass sich der Sattel bezüglich des Fahrrades zur Seite bewegen kann, an dem er angebracht ist, und zwar dem gekrümmten Pfad folgend, der durch die Schiene definiert ist, und mit einem wirksamen Krümmungsmittelpunkt oberhalb der oberen Fläche des Sitzbereiches. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel hat die Schiene eine obere Fläche, und die Rollen laufen entlang dieser oberen Fläche. Die Schiene kann einen T-förmigen Querschnitt haben, wobei zumindest zwei weitere Rollen angeordnet sind, um auf den Unterseiten der Schiene zu laufen, gegenüber den zumindest zwei Rollen, und zwar eine an jeder Seite von dem mittleren Steg der T-förmigen Schiene. Auf diese Weise kann der Sitzbereich durch die Montageeinrichtung sicher angeordnet sein, um für eine Bewegung entlang der Länge der Schiene frei zu sein, aber an einer Bewegung in alle anderen Richtungen behindert zu sein.
  • Bei der alternativen Ausführung kann die Schiene eine kanalförmige Nut bilden, und es sind zumindest zwei Rollen vorgesehen, die in der Nut laufen. Um den Sitzbereich vollständig zu lokalisieren, können zwei kanalförmige Nuten, die in einer Richtung parallel zur Achse der Schwenkbewegung des Sitzbereichs beabstandet sind, und Rollen vorgesehen sein, die in jeder der Nuten laufen. Bei einer solchen Anordnung ist es bevorzugt, dass die Öffnungen in die beiden Nuten aneinander zugewandt sind, um die Wahrscheinlichkeit des Eindringens von Fremdkörpern, das Einklemmen von Fingern oder Ähnliches zu minimieren.
  • Die Bewegung des Sitzbereichs kann gedämpft sein, zum Beispiel durch Vorsehen von Blöcken aus einem elastisch zusammendrückbaren Material, die dazu neigen, den Sitzbereich in seiner mittleren Position zu halten, und durch eine Bewegung weg davon wird der eine oder der andere Block zusammengedrückt. Bei einer alternativen Anordnung können Feder vorgesehen sein, die auf geeignete weise zwischen dem Sitzbereich und dem Träger der Montageeinrichtung angeordnet sind.
  • Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel der Montageanordnung sind zwei Verbindungen vorgesehen, die jeweils an ihren oberen Ende mit dem Sattelbereich und an ihrem unteren Ende mit dem Montageträger verbunden sind, wobei die Schwenkbewegung durch die kombinierte Wirkung der beiden Verbindungen definiert wird. Somit ist eine Art von Kopplung aus vier Stangen definiert, wobei die Verbindungen die beiden gegenüberliegenden Seiten dieser Kopplung bilden, die es ermöglicht, dass der Sattel eine Schwenkbewegung mit einer gewissen seitlichen Translation durchführt. Die Verbindungen können elastisch verformbar sein, wobei die unteren Enden davon dann an dem Montageträger festgeklemmt sind, wodurch die Verbindungen entlang ihrer Längen elastisch verformt werden, um zu ermöglichen, dass der Sattel seine Schwenkbewegung durchführen kann. Dies hat den Vorteil, dass der Sattel bezüglich eines Fahrrades zentriert ist, an dem er befestigt ist, wenn der Sattel von einem Fahrer nicht benutzt wird.
  • Der Krümmungsradius der Schwenkbewegung des Sitzbereichs muss bezüglich der beabsichtigten Benutzung des Gerätes ausgewählt werden. In dem Fall beispielsweise, wenn ein Fahrrad für die Verwendung durch einen Erwachsenen gedacht ist, sollte der Krümmungsradius in der Größenordnung von 200 mm liegen. Für andere beabsichtigte Benutzungen, wie zum Beispiel bei einem Fahrrad für ein Kind, kann ein anderer Radius geeignet sein, der in dem Bereich von etwa 175–250 mm liegt.
  • Diese Erfindung erstreckt sich auf ein Fahrrad, und zwar immer dann, wenn es mit einem Sattel gemäß dieser Erfindung versehen ist, wie vorstehend beschrieben. Anhand lediglich eines Beispiels werden zwei spezielle Ausführungsbeispiele des Sattels dieser Erfindung detailliert beschrieben, und zwar unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen, in denen:
  • 1 eine Endansicht von den wichtigen Teilen des ersten Ausführungsbeispiels des Sattels ist;
  • 2 und 3 teilweise Querschnittsansichten entlang der Linien II-II und III-III sind, die in 1 eingezeichnet sind;
  • 4 eine Seitenansicht von dem zweiten Ausführungsbeispiel des Sattels ist;
  • 5 eine Endansicht von dem Sattel aus 4 ist;
  • 6 eine Draufsicht von der Montageanordnung für das zweite Ausführungsbeispiel ist, wobei jedoch der Sattel aus Gründen der Deutlichkeit weggelassen und in langen gestrichelten Linien dargestellt ist;
  • 7 eine allgemein perspektivische Ansicht von der Sattelanordnung aus 4 bis 6 ist;
  • 8 die Komponenten des zweiten Ausführungsbeispiels in einer Explosionsansicht zeigt;
  • 9A bzw. 9B den Sattel aus 4 bis 8 jeweils in einer zentralen Position bzw. seitlich verlagert zeigen, um die Schwenkbewegung durchzuführen; und
  • 10 den Ort der Bewegung des Sattels darstellt.
  • Der Sattel dieser Erfindung weist einen Montageträger 10 auf, der mit einer einstellbaren Klammer versehen, wie in 1 und 2 gezeigt, und dazu ausgestaltet ist, um an dem oberen Ende von einer Sattelstange von einem Fahrrad angebracht zu werden. Eine solche Klammer bildet keinen Teil von dieser Erfindung und ist in der Technik allgemein bekannt; sie wird daher hier nicht in weiterem Detail beschrieben. Der Träger 10 trägt eine quer verlaufende Schiene 11 mit einem T-förmigen Querschnitt, wobei der Steg 12 der Schiene allgemein vertikal verläuft. Die Schiene hat eine gekrümmte Form, wie in 1 gezeigt, wobei jedoch der Krümmungsradius in der Zeichnung übertrieben dargestellt ist und typischerweise etwa 200 mm betragen sollte. Der Mittelpunkt der Krümmung befindet sich somit etwa 200 mm über der Mitte des Montageträgers 10.
  • Der Sattel hat einen Sitzbereich, der in den Zeichnungen lediglich schematisch dargestellt aber geeignet konstruiert ist, um das Gesäß von einem Fahrer des Fahrrades abstützend zu halten. Der Sitzbereich kann daher normalerweise eine polsterförmige Plattform sein, die an der oberen Fläche 13 von einem Schlitten 14 befestigt ist, der an der Schiene 11 abstützend gehalten ist, um von einer Seite zur anderen entlang der Länge der Schiene zu laufen. Der Träger 14 weist drei Rollen 15 auf, die auf der oberen Fläche 16 der Schiene 11 laufen, und untere Rollen 17, die entlang der unteren Seite von dem Flansch 18 der Schiene 11 laufen.
  • Der Schlitten 14 hat allgemein einen kastenförmigen Querschnitt mit einem Schlitz 19 in seiner unteren Fläche, um den Steg 12 der Schiene 11 aufzunehmen. Jede Rolle 15 ist an einem Stift gehalten, der zwischen den Seitenwänden des Schlittens verläuft, und jede Rolle 17 ist an einem freitragenden Stift gehalten, der sich von der zugehörigen Seitenwand des Schlittens nach innen erstreckt.
  • Bei Benutzung ist die Klammer des Montageträgers 10 an der Sattelstange von einem Fahrrad befestigt, so dass der Steg 12 der Schiene allgemein in einer vertikalen Ebene verläuft, quer zu der Mittelebene von einem Fahrrad, mit dem der Sattel verwendet wird. Daher verläuft die Achse des Krümmungsmittelpunkts der Schiene 11 im wesentlichen horizontal, und zwar in der Mittelebene des Fahrrades, so dass der Schlitten 14 von einer Seite zur anderen schwenken kann, wobei die Rollen 15, 17 auf der Schiene 11 laufen. Da der Schlitten 14 im wesentlichen geschlossen ist und außerdem mit Endkappen (nicht gezeigt) versehen sein kann, die enganliegend um die Schiene angeordnet sind, wird das Eindringen von Schmutz oder anderen Fremdkörpern minimiert, wie auch das Einklemmen von Fingern (beispielsweise), wenn sich der Sattel in seitlicher Richtung weiter bewegt, als wenn das Fahrrad von einem Fahrer angetrieben wird.
  • Der Sattel schwenkt von einer Seite zur anderen, wenn die Pedale des Fahrrades betätigt werden. Das Bein, das das sich nach unten bewegende Pedal antreibt, neigt dazu, auf diese Seite des Sattels zu drücken, was bewirkt, dass der Sattel auf die andere Seite der Mittelebene des Fahrrades schwenkt und somit besser das andere Gesäßteil abstützt. wenn das andere Pedal den oberen Totpunkt erreicht und zu dem sich nach unten bewegenden Pedal wirkt, durchläuft der Sattel die Mittelebene des Fahrrades und ermöglicht, dass sich das Bein, das dieses Pedal antreibt, frei bewegen kann, um so auf dieses Pedal die maximale Kraft aufzubringen. Obwohl in dieser Ausführung nicht gezeigt, können zwischen dem Montageträger 10 und dem Schlitten 14 Federn vorgesehen sein, um so den Schlitten im wesentlichen in Richtung auf die mittlere Position zu drücken, wie in 1 gezeigt, wobei dann eine Bewegung aus dieser mittleren Position gegen die Wirkung der Federkräfte erfolgt.
  • Es wird nun auf 4 bis 10 Bezug genommen, in denen ein zweites Ausführungsbeispiel des Sattels dieser Erfindung gezeigt ist, der eine ähnliche Wirkung wie jener hat, der vorstehend beschrieben wurde, wobei diese aber auf eine andere Art und Weise erreicht wird. Der Sattel hat einen Sitzbereich 20, der in 4 bis 6 nur schematisch gezeigt, aber in größerem Detail in 7 bis 9 dargestellt ist. Der Sitzbereich 20 hat im wesentlichen kein Horn aber trotzdem einen kleinen, nach vorne vorstehenden Bereich 21, um die Positionierung von einem Benutzer auf dem Sattel zu unterstützen. Um die Bequemlichkeit zu erhöhen, kann der Sattel aus einem leicht elastischen Material hergestellt oder mit einem solchen Material überzogen sein, und zwar eine solche Art und Weise wie in der Technik bekannt.
  • Eine Montageanordnung ist vorgesehen, um den Sitzbereich 20 an dem oberen Ende einer Sattelstange 22 zu befestigen, die vollständig eine herkömmliche Form hat und normalerweise einen Teil eines Fahrrades bildet, an dem der Sattel montiert ist. Die Montageanordnung beinhaltet eine Sattelstangenklammer 23 mit U-förmiger Gestalt und auch hier von allgemein herkömmlicher Konstruktion, durch die sich ein Klammerbolzen 24 erstreckt, der mit einer Mutter 25 versehen ist. An dem Bolzen 24 sind außerdem zwei Paare von Klammer-Unterlegscheiben 26 und 27 angeordnet, wobei zugehörige Montagestangen 28 und 29 zwischen diesen Paaren von Unterlegscheiben 27 festgeklemmt sind.
  • Jede Montagestange 28, 29 hat einen U-förmigen unteren Bereich 30, in dem der Klammerbolzen 24 aufgenommen ist, und nach oben vorstehende Seitenbereiche 31 mit Endbereichen 32, die gebogen sind, um einander zugewandt zu sein. Obwohl die hintere Seitenbereiche 31 im wesentlichen geradlinig sind, sind die vorderen Seitenbereiche beide nach innen gekrümmt, und zwar in Richtung aufeinander, wie am besten in 5 und 8 zu sehen.
  • An jedem Endbereich 32 ist eine zugehörige Hülse 33 angeordnet, die in einer Aussparung 34 aufgenommen ist, die in einem Montageblock 35 vorgesehen ist, der an der Unterseite des Sitzbereichs 20 befestigt ist. Die Hülsen 33 sind in der Aussparung durch eine Platte 36 gehalten, die durch zwei Schrauben 37 in ihrer Position gehalten wird, die sich durch die Platte in Gewindebohrungen in den Block 35 erstrecken.
  • Bei vollständiger Montage wird der Sattel durch die oben beschriebene Montageanordnung in der Mitte der Mittelebene von einem Fahrrad gehalten, wie in 5 und 9A gezeigt. Beim Fahren auf einem mit diesem Sattel versehenen Fahrrad neigt das Bein, das das sich nach unten bewegende Pedal antreibt, dazu, auf diese Seite des Sattels einen Druck aufzubringen, was ein Schwenken des Sattels bewirkt, wie in 9B gezeigt, wodurch der Druck von dem sich nach unten bewegenden Bein nachlässt und eine Bewegung des Beckens ermöglicht wird. Diese Schwenkbewegung wird durch die Stangen 28 und 29 durchgeführt, die sich in einem gewissen Ausmaß elastisch verformen, bis eine Gleichgewichtsposition erreicht ist. Wenn das sich nach unten bewegende Pedal die untere tote Mittel und das andere Pedal die obere tote Mittel erreicht, fängt der Fahrer an, das andere Pedal nach unten zu drücken, und dadurch wird ermöglicht, dass der Sattel in die entgegengesetzte Richtung schwenkt, wodurch der Druck auf das sich nach unten bewegenden Bein nachlässt. Diese Schwenkbewegung ist schematisch in 10 dargestellt, die den Ort der Endbereiche 32 der Stangen 28 und 29 zeigt. Wenn ein Fahrer von dem Fahrrad absteigt, kehrt der Sattel in seine mittlere Position zurück, wie in 9A gezeigt.

Claims (16)

  1. Sattel für ein pedalbetriebenes Gerät, wobei der Sattel einen Sitzbereich (20) mit einer oberen Fläche, um das Gesäß eines Benutzers abzustützen, und eine Montageanordnung (2337) für den Sitzbereich aufweist, wobei die Montageanordnung ermöglicht, dass der Sitzbereich eine seitliche Schwenkbewegung durchführt, dadurch gekennzeichnet, dass die seitliche Schwenkbewegung bei Benutzung eine wirksame Schwenkachse hat, die sich oberhalb der oberen Fläche des Sitzbereiches befindet.
  2. Sattel nach Anspruch 1, bei dem die wirksame Achse der Schwenkbewegung des Sitzbereiches im wesentlichen horizontal verläuft.
  3. Sattel nach Anspruch 1 oder nach Anspruch 2, bei dem die Montageanordnung einen Montageträger (10) aufweist, um das Montieren des Sattels an dem Gerät zu ermöglichen.
  4. Sattel nach Anspruch 3, bei dem die Montageanordnung eine Laufbahn (11) mit im wesentlichen gekrümmter Form aufweist, die einen gekrümmten Pfad definiert, entlang dessen sich der Sitzbereich bei Benutzung bewegen kann.
  5. Sattel nach Anspruch 4, bei dem die Laufbahn (11) die Form eines Kreissegments hat, das um eine Achse zentriert ist, die sich oberhalb der oberen Fläche des Sitzbereiches (20) befindet.
  6. Sattel nach Anspruch 4 oder nach Anspruch 5, bei dem die Laufbahn die Form einer Schiene (11) hat, die an einem von dem Sitzbereich und dem Träger (10) montiert ist, und wobei das andere von dem Sitzbereich und dem Träger mit zumindest zwei Rollen (15, 17) versehen ist, die auf der Schiene laufen.
  7. Sattel nach Anspruch 6, bei dem die Schiene eine obere Fläche hat und die zumindest zwei Rollen auf der oberen Fläche der Schiene laufen.
  8. Sattel nach Anspruch 7, bei dem die Schiene einen T-förmigen Querschnitt mit einem Flansch hat, der seitlich von einem mittleren Steg (12) vorsteht, und zumindest zwei weitere Rollen vorgesehen sind, die eine an jeder Seite von dem mittleren Steg der Schiene angeordnet und dazu ausgestaltet sind, auf den Unterseiten von dem Flansch gegenüber von den zumindest beiden Rollen zu laufen.
  9. Sattel nach Anspruch 4 oder nach Anspruch 5, bei dem die Laufbahn eine kanalförmigen Nut bildet und zumindest zwei Rollen vorgesehen, die in der Nut laufen.
  10. Sattel nach Anspruch 9, bei dem zumindest zwei kanalförmige Nuten vorgesehen sind, die in einer Richtung parallel zu der Achse der Schwenkbewegung des Sitzbereiches beabstandet sind, und bei dem Rollen vorgesehen sind, die in beiden Nuten laufen.
  11. Sattel nach einem der Ansprüche 4 bis 10, bei dem der Träger (10) mit der Laufbahn verbunden ist und der Sitzbereich mit den Rollen versehen ist, die auf der Laufbahn laufen.
  12. Sattel nach Anspruch 3, bei dem die Montageanordnung zwei Verbindungen (28, 29) aufweist, die jeweils mit ihren oberen Enden an dem Sitzbereich (20) und mit ihren unteren Enden an dem Montageträger (10) angebracht sind, wodurch die Schwenkbewegung durch die kombinierte Wirkung der Verbindungen definiert ist.
  13. Sattel nach Anspruch 12, bei dem die Verbindungen (28, 29) elastisch verformbar sind und deren untere Enden an dem Montageträger festgeklemmt sind, wodurch die Verbindungen elastisch verformt werden, wenn der Sattel seine Schwenkbewegung durchführt.
  14. Sattel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Sitzbereich (20) elastisch in eine mittlere Position vorgespannt ist und sich gegen die Vorspannung verlagert, wenn eine Schwenkbewegung durchgeführt wird.
  15. Sattel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Radius der Krümmung der Schwenkbewegung des Sitzbereiches in dem Bereich von 175 bis 250 mm liegt.
  16. Pedalbetriebenes Gerät, das mit einem Sattel nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgestattet ist.
DE60002447T 1999-03-03 2000-03-03 Sattelstütze für fahrräder Expired - Lifetime DE60002447T2 (de)

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