DE60002485T2 - Ein flugzeugrumpf mit einer hinteren öffnung für das ausladen von fracht - Google Patents
Ein flugzeugrumpf mit einer hinteren öffnung für das ausladen von frachtInfo
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Description
- Die Erfindung bezieht sich auf einen Flugzeugrumpf mit einer hinteren Öffnung für das Ausladen von Fracht, und insbesondere betrifft die Erfindung einen druckdichten Flugzeugrumpf, der die Beladung von Frachtgut, insbesondere von langgestrecktem Frachtgut, ermöglicht.
- Es ist seit vielen Jahren bekannt, eine große hintere Türöffnungsanordnung an der Rückseite eines Frachtflugzeugs vorzusehen, wodurch der gesamte Stauraum des Rumpfes offengelegt werden kann, damit die im Flugzeug befindliche Fracht entladen werden kann, während sich das Flugzeug im Flug befindet. Im typischen Fall können raumgreifende Ausrüstungen, wie z. B. Versorgungsbehälter und sogar Fahrzeuge, auf diese Weise vom Flugzeug abgeworfen werden. Das Flugzeug ist gewöhnlich ein Flugzeug, dessen Innenraum unter Druck gesetzt ist, und die Entladung der Fracht wird aus einer relativ geringen Höhenlage durchgeführt, wo die Tür geöffnet werden kann, nachdem der Rumpf entlüftet wurde. Die US-A- 2,942,812 und die DE-A-2426417 beschreiben derartige Anordnungen. Die Benutzung einer großen rückwärtigen Türöffnung erfordert die Benutzung einer Flugzeugzelle mit genügender Festigkeit, um Verzerrungen infolge eines Fehlens einer Versteifung im Türrahmen und infolge des Gewichts der Tür zu vermindern, wenn die Tür im Flug geöffnet wird. Wenn ein Passagierflugzeug Frachten befördern soll, dann würde die Benutzung einer großen Türanordnung im hinteren Teil zahlreiche Modifikationen des Flugzeugs erfordern, was natürlich unerwünscht ist.
- Die vorliegende Erfindung befasst sich mit der Entladung von langgestrecktem Frachtgut mit geringen Querabmessungen aus einem Flugzeug, und insbesondere bezieht sich die Erfindung auf ein Flugzeug mit einem druckdichten Rumpf, bei dem eine derartige Entladung in wirksamer Weise durchgeführt werden kann.
- Gemäß einem ersten Merkmal betrifft die Erfindung einen druckdichten Flugzeugrumpf mit einem Frachtraum mit einer hinteren Trennwand für den Frachtraum, die dem Innendruck im Rumpf standhält mit einer schließbaren Öffnung in der hinteren Trennwand, durch die ein Frachtgut überführt werden kann, wobei die schließbare Öffnung auf einer Seite eines Kielträgers für den Rumpf angeordnet ist und eine Tür für die schließbare Öffnung zwischen einer Öffnungsstellung und einer Schließstellung überführbar ist und in Schließstellung einer Dichtung anliegt und wobei der Druck im Frachtraum die Tür gegen die Dichtungsmittel drückt und eine Öffnung im hinteren Rumpfteil vorgesehen ist, durch die das Frachtgut hindurch tritt, um vom Flugzeug entladen zu werden, wenn der Rumpf drucklos ist.
- Die Benutzung einer schließbaren Öffnung in der Trennwand bedeutet, dass ein langgestreckter Gegenstand mit relativ kleinen Querabmessungen leicht in Längsrichtung durch die Öffnung geschoben werden kann, um vom Flugzeug abgeworfen zu werden. Um ein Passagierflugzeug so umzubauen, dass es derartige Frachten mit sich führen kann, erfordert die Modifizierung der Trennwand eine relativ einfache Abwandlung im Vergleich mit einer Anordnung mit einer großen Tür, wie dies oben beschrieben wurde.
- Die Tür kann zwischen ihrer Öffnungsstellung und ihrer Schließstellung durch Verschiebung bewegt werden.
- Es können Führungsmittel vorgesehen sein, um das langgestreckte Frachtgut wenigstens aus dem Frachtstauraum durch die abschließbare Öffnung nach der Öffnung im Rumpf zu überführen. Es kann wenigstens ein Teil der Führungsmittel derart angeordnet werden, dass die Fracht daran hängt, wenn sie in der Führung bewegt wird. Stattdessen oder zusätzlich können die Führungsmittel Seitenträger für die Fracht während ihrer Führungsbewegung aufweisen. Die Führungsmittel können wenigstens eine Schiene umfassen. Falls erforderlich, können die Führungsmittel in jeder beliebigen Winkelorientierung entweder nach oben, nach unten oder seitlich in Bezug auf die Geradeausflug-Richtung des Flugzeugs angeordnet sein.
- Gemäß einem Ausführungsbeispiel können die Führungsmittel zunächst das Frachtgut aus dem Frachtraum im Rumpf nach der abschließbaren Öffnung fördern, und danach kann das Frachtgut durch die abschließbare Öffnung nach der Öffnung im Rumpf überführt werden.
- Bei diesem Ausführungsbeispiel können die Führungsmittel Schienen aufweisen, die im Bereich der abschließbaren Öffnung unterbrochen sind, wobei hiermit zusammenwirkende Schlittenanordnungen zum Tragen des Frachtgutes vorgesehen und derart gestaffelt sind, dass ständig die Fracht abgestützt wird, selbst wenn ein Schlitten zwischen den Schienen hindurchtritt.
- Die Schlitten können Räder aufweisen, und sie können starr an einem Frachtträger angeordnet sein.
- Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht eines Teils des Hinterendes eines Flugzeugrumpfes gemäß der Erfindung, aus dem Frachtgut entladen werden kann;
- Fig. 2 ist eine Ansicht des hinteren Rumpfendes, der in Fig. 1 dargestellt ist;
- Fig. 3 ist eine Stirnansicht des in Fig. 2 dargestellten Rumpfes, betrachtet in Richtung des Pfeiles III gemäß Fig. 2, wobei die rechte Hälfte weggeschnitten ist, um eine Öffnung in der hinteren Drucktrennwand zu zeigen;
- Fig. 4 ist eine Grundrissansicht des Hinterendes des Rumpfes gemäß Fig. 2; und
- Fig. 5 ist eine Rückansicht eines Flugzeugs mit dem Rumpf gemäß Fig. 1 bis 4, wobei sich die hintere Tür im Rumpf in einer Öffnungsstellung befindet. Ein Rumpf 10 besitzt ein hinteres Ende 12 mit einem Profil, das durch Formkörper oder Rahmen 14 definiert ist, die mit einem nicht dargestellten Überzug versehen sind. Ein Kielträger 15 ist in der üblichen Weise angeordnet.
- Der Rumpf 10 ist druckdicht aufgebaut, und eine hintere Drucktrennwand 16 ist an der Rückseite der Frachtgutkammer 18 angeordnet. Wie aus Fig. 1 und 3 ersichtlich, ist die rückwärtige Trennwand 16 mit zwei Öffnungen 20 ausgestattet, die jeweils seitlich des Kielträgers 15 angeordnet sind und einen unbehinderten Zugang nach der Frachtgutkammer von der Außenseite der hinteren Rückwand ermöglichen. Die Öffnungen sind durch Türen 21 (in Fig. 2 angehoben dargestellt) abschließbar, die vorzugsweise in ihre Schließstellung und aus dieser heraus verschoben werden können. Die Türen 21 stehen mit nicht dargestellten Dichtungen in Berührung, und wenn die Türen in Schließstellung befindlich sind, dann drückt der Innendruck im Rumpf die Türen gegen die Dichtungen, um eine Abdichtung herbeizuführen.
- Es sind zwei Gruppen von oberen und seitlichen Schienen 22, 24 vorgesehen, und zwar jeweils eine Gruppe auf jeder Seite des Kielträgers 15, um die jeweiligen langgestreckten Frachtgüter 25 zu tragen und zu führen. Ein Frachtgutstück 25 ist strichpunktiert schematisch in den Fig. 2 und 3 dargestellt. Diese Art von Frachtgut 25 hat eine relativ kleine Querabmessung im Vergleich mit der Länge, und die abschließbaren Öffnungen 20 können demgemäß dimensioniert werden, und es ist ersichtlich, dass die abschließbaren Öffnungen einen idealen Durchtritt für derartige Frachtstücke ermöglichen, denn sie sind klein bemessen, aber wegen ihrer Endstellung sind sie sehr langen Frachtstücken angepasst, um diese aus dem Flugzeug abzuwerfen. Die Schienen 22, 24 erstrecken sich zwischen der Frachtgutkammer 18 und zwei Öffnungen 26 an der Unterseite des Rumpfes. Jede der beiden Öffnungen 26 kann durch zwei Türen 28, 29 (Fig. 2 und 5) abgeschlossen werden. Aus Fig. 5 ergibt sich, dass die Tür 28 von der Schließstellung nach außen in eine Öffnungsstellung schwenkt, und die Türen fallen nach unten und innen aus ihrer Schließstellung in ihre Öffnungsstellung. Das Frachtgut 25 hängt an der jeweiligen oberen Schiene 22, wenn das Frachtgut nach der zugeordneten Öffnung 26 im hinteren Ende 12 bewegt wird. Die zugeordnete seitliche Schiene 24 bewirkt eine seitliche Abstützung für das Frachtgut, wenn dieses nach hinten bewegt wird.
- Aus Fig. 2 ist ersichtlich, dass die Schienen 22, 24 unter einem Winkel gegenüber der Geradeausflug-Richtung S nach unten geneigt sind. Auf diese Weise können die Frachtgüter 25 erforderlichenfalls unter Schwerkraft durch die Trennwand 16 wandern, um über die Öffnungen 26 im Rumpf abgeworfen zu werden.
- Falls erforderlich, kann eine geeignete Antriebsvorrichtung, beispielsweise ein Elektromotor, vorgesehen werden, um die Frachtgüter 25 längs der Schienen 22, 24 und durch die hintere Öffnung 26 zu bewegen.
- Die Anordnung der Schienen 22, 24 ist derart, dass eine Störung mit dem Leitwerksantrieb 30 verhindert ist. Wenn daher ein bestehendes Flugzeug so modifiziert werden soll, dass es langgestreckte Frachten 25 mit sich führen kann, die aus dem Flugzeug abgeworfen werden sollen, dann brauchen diese Modifikationen die Leitwerk-Lagerung und -Betätigung in den meisten Fällen nicht zu verändern. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, kann der Leitwerksantrieb 30 zwischen einer voll ausgezogenen Stellung und einer strichlierten Stellung mittels eines Antriebs 32 verschoben werden.
- Der Rumpf 10 kann so konstruiert sein, dass eine langgestreckte nicht dargestellte Öffnung in der Nähe der Vorderseite definiert wird, um langgestreckte Frachtstücke 25 in den Frachtraum 18 einzuladen. Im Betrieb fliegt das Flugzeug in einer normalen Reiseflughöhe nach einer Zone, wo ein bestimmtes Frachtstück 25 abgeworfen werden soll. Dann sinkt das Flugzeug auf eine Höhe, bei der der Rumpf sicher entlüftet werden kann, und eine oder beide Türen 21 in der Trennwand werden dann in eine Öffnungsstellung angehoben. Ein Frachtstück 25 im Frachtraum 18 wird dann auf geeignete Weise (erforderlichenfalls automatisch) angehoben und auf die Schienen 22, 24 geführt. Nach Lagerung an den Schienen 22, 24 werden die zugeordneten Türen 28, 29 im Rumpf geöffnet, und das Frachtstück 25 wird längs der Schienen 22, 24 verschoben und durch die jeweilige Öffnung 26 abgeworfen.
Claims (14)
1. Druckdichter Flugzeugrumpf (10) mit einem Frachtraum (18) mit einer
hinteren Trennwand (16) für den Frachtraum, die dem Innendruck im Rumpf
standhält mit einer schließbaren Öffnung (20) in der hinteren Trennwand, durch die
ein Frachtgut (25) überführt werden kann, wobei die schließbare Öffnung (20) auf
einer Seite eines Kielträgers (15) für den Rumpf angeordnet ist und eine Tür (21)
für die schließbare Öffnung zwischen einer Öffnungsstellung und einer
Schließstellung überführbar ist und in Schließstellung einer Dichtung anliegt und
wobei der Druck im Frachtraum die Tür (21) gegen die Dichtungsmittel drückt und
eine Öffnung (26) im hinteren Rumpfteil vorgesehen ist, durch die das Frachtgut
hindurch tritt, um vom Flugzeug entladen zu werden, wenn der Rumpf drucklos ist.
2. Flugzeugrumpf nach Anspruch 1, bei welchem die Tür (21) zwischen ihrer
Öffnungsstellung und ihrer Schließstellung gleitbar ist.
3. Flugzeugrumpf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem
Führungsmittel (22, 24) vorgesehen sind, um das Frachtgut (25) von der
schließbaren Öffnung (20) nach der Öffnung (26) im Hinterteil des Rumpfs zu
überführen.
4. Flugzeugrumpf nach Anspruch 3, bei welchem wenigstens ein Teil der
Führungsmittel (22) derart angeordnet ist, dass das Frachtgut (25) hiervon herab
hängt, wenn es nach der Öffnung (26) im Rumpf überführt wird.
5. Flugzeugrumpf nach den Ansprüchen 3 oder 4, bei welchem wenigstens ein
Teil der Führungsmittel (24) eine seitliche Abstützung für das Frachtgut (25) bewirkt,
wenn dieses nach der Öffnung (26) im hinteren Teil des Rumpfes überführt wird.
6. Flugzeugrumpf nach den Ansprüchen 3, 4 oder 5, bei welchem die
Führungsmittel (22, 24) gegenüber der Geradeausflug-Richtung (S) des Flugzeugs
angestellt sind.
7. Flugzeugrumpf nach einem der Ansprüche 3 bis 6, bei welchem die
Führungsmittel wenigstens eine Schiene (22, 24) aufweisen.
8. Flugzeugrumpf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem
die Trennwand mehrere schließbare Öffnungen (20) aufweist, um Frachtgut (25)
vom Flugzeug über jede dieser schließbaren Öffnungen zu entladen.
9. Flugzeugrumpf nach Anspruch 8, bei welchem eine Anzahl von Öffnungen
(26) im Rumpf vorgesehen ist, durch die Frachtgut entladen wird.
10. Flugzeugrumpf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem
die oder jede Öffnung (26) im Rumpf schließbar ist.
11. Flugzeugrumpf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem
die oder jede Öffnung (26) an der Unterseite des Rumpfhinterteils angeordnet ist.
12. Flugzeugrumpf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem
der Rumpf eine weitere schließbare Öffnung besitzt, über die der Rumpf mit dem
langgestreckten Frachtgut (25) beladen werden kann.
13. Flugzeugrumpf nach Anspruch 12, bei welchem die weitere schließbare
Öffnung in der Nähe der Vorderseite des Rumpfes angeordnet ist.
14. Flugzeug mit einem Rumpf nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
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