-
Die vorliegende Erfindung betrifft
eine Zählvorrichtung
für Dosen
und eine Abgabevorrichtung für
ein fluidförmiges
Produkt, die einen solchen Dosenzähler umfasst.
-
Es sind Dosenzählsysteme für Abgabevorrichtungen für fluidförmige Produkte
aus dem Stand der Technik bekannt. Sie umfassen im allgemeinen Zählmittel,
die am häufigsten
in Form von drehbaren Scheiben ausgebildet sind, die bei jeder Betätigung der
Abgabevorrichtung für
das fluidförmige
Produkt um einen vorbestimmten Winkel gedreht werden. Diese Scheiben
umfassen im allgemeinen Zahlen, um die Anzahl der abgegebenen Dosen
oder der zum Abgeben noch verbleibenden Dosen anzuzeigen, wobei
diese Zahlen am häufigsten
auf dem äußeren Umfangsrand
der Zählscheiben,
d.h. auf dem äußeren Stirnrand
vorgesehen sind, der die Dicke der betreffenden Zählscheibe
definiert. Somit läuft
bei jeder Betätigung
der Abgabevorrichtung für
das fluidförmige
Produkt eine entsprechende Zahl an einem Fenster vorbei, das in
geeigneter Weise vorgesehen ist und es ermöglicht, die betreffende Zahl
von der Außenseite
der Vorrichtung her zu sehen. Zählvorrichtungen
dieser Art sind insbesondere in den Dokumenten EP-0 484 188, EP-0
472 915, EP-0 539 469, EP-0 764 312 und WO 98/01822 beschrieben.
-
Diese Zählvorrichtungen weisen eine
gewisse Anzahl von Nachteilen auf. Einerseits hat ihr Vorhandensein
in einer Abgabevorrichtung für
ein fluidförmiges
Produkt eine Vergrößerung der
Abmessungen dieser Vorrichtung zur Folge, wobei der Platz, den ein
Zählsystem
einnimmt, um so größer ist,
je größer die
Anzahl der zu zählenden
Dosen ist. Damit eine beträchtliche
Anzahl von Dosen gezählt
werden kann, ist es insbesondere erforderlich, entweder den Durchmesser
der Zählscheibe
zu vergrößern, damit mehr
Zahlen auf ihren Stirnrand geschrieben werden können, oder zwei oder mehr einander überlagerte Zählscheiben
vorzusehen, die beispielsweise mit Hilfe eines Nockensystems zusammenwirken,
wobei diese Scheiben jeweils die Einer, Zehner, Hunderter usw. darstellen.
Die Abmessungen des Zählsystems sind
in diesem Fall sehr stark in Richtung der Drehachse dieser Zählscheiben
vergrößert. Andererseits können derartige
Dosen-Zählsysteme
nicht auf einfache Weise an eine Abgabevorrichtung angepasst werden,
und es sind im allgemeinen relativ komplexe Betätigungseinrichtungen für den Zähler erforderlich, um
die Betätigung
des Zählers
an die der Abgabevorrichtung für
das fluidförmige
Produkt zu koppeln. Darüber
hinaus ist diese Art von Zählvorrichtung
im allgemeinen nicht an Abgabevorrichtungen anpassbar, die veränderliche
Betätigungshübe besitzen.
So kann z.B. im Fall eines Dosierventils der Betätigungshub des Ventils je nach
dem Modell des verwendeten Dosierventils variieren, so dass. spezielle
Betätigungsvorrichtungen
für jedes
Ventilmodell vorgesehen werden müssen.
Andererseits kann der Betätigungshub
des Ventils eines Dosierventils zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Betätigungen
dieses Ventils variieren, was eine Fehlfunktion beim Zählen der
Dosen zur Folge haben kann, so dass eine Dose entweder nicht gezählt oder
im Gegensatz hierzu zweimal gezählt
wird, weil der veränderliche
Betätigungshub
zu gering bzw. zu groß ist.
-
Die vorliegende Erfindung hat zum
Ziel, eine Dosen-Zählvorrichtung
für eine
Abgabevorrichtung für
ein fluidförmiges
Produkt zu schaffen, die die oben erwähnten Nachteile nicht mehr
aufweist.
-
Insbesondere hat die vorliegende
Erfindung zum Ziel, eine Dosen-Zählvorrichtung
zu schaffen, die einfach und mit geringen Kosten herzustellen und zusammenzubauen
ist.
-
Die vorliegende Erfindung hat ebenfalls
zum Ziel, eine derartige Dosen-Zählvorrichtung
zu schaffen, die die Außenabmessungen
der Abgabevorrichtung für
das fluidförmige
Produkt, an der sie angebracht wird, nicht wesentlich verändert.
-
Die vorliegende Erfindung hat auch
zum Ziel, eine derartige Dosen-Zählvorrichtung
zu schaffen, die in der Lage ist, eine beliebige Anzahl von Dosen zu
zählen,
wozu auch sehr große
Zahlen gehören, ohne
dass die Abmessungen der Abgabevorrichtung für das fluidförmige Produkt
wesentlich verändert werden.
-
Die vorliegende Erfindung hat weiterhin
zum Ziel, eine derartige Dosen-Zählvorrichtung
zu schaffen, die mit Betätigungsorganen,
insbesondere Ventilen verwendbar ist, die variierende Betätigungshübe besitzen.
-
Die vorliegende Erfindung hat somit
eine Dosen-Zählvorrichtung
für eine
Fluid-Abgabevorrichtung zum Gegenstand, die Zählmittel umfasst, die durch
Betätigungsmittel
bei jeder Verwendung der Abgabevorrichtung betätigt werden, und die dadurch gekennzeichnet
ist, dass die Zählmittel
wenigstens ein drehbares, flexibles Zählelement umfassen, das an
einer gekrümmten
Tragoberfläche
anliegt und sich auf dieser dreht.
-
Vorzugsweise verformt sich das flexible Zählelement
bei jeder Betätigung,
um mit der gekrümmten
Tragoberfläche
in Berührung
zu bleiben.
-
Vorteilhafterweise besitzt das flexible
Zählelement
die Form einer Scheibe und weist eine ringförmige Zahnung oder dergleichen
an seinem Außenrand
auf, die mit besagten Betätigungsmitteln
zusammenwirken kann.
-
Gemäß einer speziellen Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung umfassen die Zählmittel zwei drehbare, flexible,
einander überlagerte
Zählelemente,
wobei die Betätigungsmittel
mit dem ersten Zählelement
zusammenwirken, und Kopplungsmittel zwischen den beiden Zählelementen
vorgesehen sind, um das zweite Zählelement
für eine
Drehung anzutreiben, wobei die Kopplungsmittel zwischen einer Stellung,
in der sie keine Verbindung herstellen, und einer Kopplungsstellung
verschiebbar sind.
-
Vorteilhafterweise drehen sich die
Zählelemente
um eine gemeinsame Drehachse, wobei die Kopplungsmittel eine elastische
Zunge umfassen, die fest mit einem der beiden Zählelemente verbunden ist und
mit einem Schlitz zusammenwirkt, der in dem anderen Zählelement
vorgesehen ist, wobei diese Zunge bei jeder vollständigen Umdrehung
des er sten Zählelementes
durch Nockeneinrichtungen in die Kopplungsstellung vorgespannt wird.
-
Alternativ hierzu drehen sich die
beiden Zählelemente
um gegeneinander versetzte, zueinander parallele Rotationsachsen,
wobei die Kopplungsmittel einen Nocken umfassen, der mit einem der
beiden Zählelemente
fest verbunden ist und mit einem Vorsprung zusammenwirkt, der mit
dem anderen Zählelement
fest verbunden ist und bei jeder vollständigen Umdrehung des ersten
Zählelementes
in eine Kopplungsposition gelangt.
-
Vorteilhafterweise ist das zweite
Zählelement
in Form einer flexiblen Scheibe oder eines Winkelsegments einer
flexiblen Scheibe ausgebildet.
-
Vorteilhafterweise umfasst eines
der beiden flexiblen, einander überlagerten
Zählelemente
ein Fenster, um das andere Zählelement
teilweise sichtbar zu machen.
-
Vorteilhafterweise ist eines der
beiden flexiblen, einander überlagerten
Zählelemente
in transparenter Weise ausgeführt,
um das andere Zählelement sichtbar
zu machen.
-
Die vorliegende Erfindung hat auch
eine Abgabevorrichtung für
ein fluidförmiges
Produkt zum Gegenstand, die einen Produktbehälter, ein Abgabeorgan, wie
z.B. eine Pumpe oder ein Ventil, und eine Abgabeöffnung umfasst, um wahlweise
das Produkt abzugeben, wobei die Abgabevorrichtung eine Scheibe
zum Zählen
der Dosen umfasst.
-
Vorzugsweise ist dieses wenigstens
eine Zählelement
zwischen zwei in etwa zylindrischen, konzentrischen Oberflächen angeordnet,
wobei die Rotationsachse des wenigstens einen Zählelementes ungefähr senkrecht
zu den in etwa zylindrischen Oberflächen verläuft.
-
Vorteilhafterweise ist das wenigstens
eine Zählelement
zwischen dem Außenkörper der
Abgabevorrichtung und einem Innenkörper angeordnet, in dessen
Inneren der Behälter
montiert ist.
-
Bei einer ersten Ausführungsform
gemäß der Erfindung
ist der Behälter
im Inneren des Innenkörpers
gleitend montiert, wobei der Behälter
mit den Betätigungsmitteln
der Dosen-Zählvorrichtung
derart zusammenwirkt, dass eine Verschiebung des Behälters eine
Betätigung
der Zähleinrichtung
bewirkt.
-
Vorteilhafterweise umfassen die Betätigungsmittel
einen Betätigungszapfen,
der zusammen mit dem Behälter
verschiebbar ist, um mit dem Zählelement
zusammenzuwirken, wobei der Zapfen zumindest in der Verschieberichtung
des Behälters derart
flexibel ist, dass er sich an die variablen Verschiebungshübe des Behälters anpassen
kann.
-
Vorteilhafterweise ist das Abgabeorgan
ein Dosierventil, das in der Lage ist, ein Produkt mit einem Treibgas
abzugeben, wobei der Verschiebungshub des Behälters dem Betätigungshub
des Ventils des Dosierventils entspricht.
-
Vorteilhafterweise bildet der flexible
Zapfen einen Teil eines Betätigungsorgans,
das in gleitender Weise zwischen dem Innenkörper der Abgabevorrichtung
und dem Behälter
montiert ist, wobei der Innenkörper
ein Fenster aufweist, durch das hindurch der flexible Zapfen mit
dem Zählelement
zusammenwirkt, wobei das Fenster einen Anschlag für die axiale
Verschiebung des flexiblen Zapfens derart umfasst, dass eine ergänzende axiale
Verschiebung eine elastische Verformung des flexiblen Zapfens bewirkt.
-
Bei einer zweiten Ausführungsform
gemäß der vorliegenden
Erfindung ist der Behälter
fest im Körper
der Abgabevorrichtung montiert, wobei die Abgabevorrichtung ein
Abgabeelement umfasst, das dazu dient, das Abgabeorgan zu betätigen, wobei
die Betätigungsmittel
der Dosen-Zählvorrichtung
fest mit dem Abgabeelement verbunden sind.
-
Vorteilhafterweise ist das Abgabeelement eine
Kappe, die zwischen einer Verschlussstellung für die Abgabeöffnung und
einer Abgabestellung verschwenkbar ist, wobei das Abgabeorgan eine
durch Inhalation auslösbare
Pumpe ist.
-
Weitere Merkmale und Vorteile der
vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der folgenden, detaillierten
Beschreibung von zwei speziellen Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung, die unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung als nicht einschränkend zu
verstehende Beispiele beschrieben werden; in der Zeichnung zeigen:
-
1 eine
schematische, teilweise weggeschnittene Schnittansicht einer Abgabevorrichtung für ein fluidförmiges Produkt,
die einen Dosen-Zähler gemäß der vorliegenden
Erfindung umfasst,
-
2 eine
schematische Horizontal-Schnittansicht längs der Linie I-I durch die
Vorrichtung, die in 1 wiedergegeben
ist,
-
3 eine
schematische, teilweise weggeschnittene Transversal-Schnittansicht
einer Abgabevorrichtung für
ein fluidförmiges
Produkt, die eine Dosen-Zählvorrichtung
gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfasst,
-
4 eine
der 3 ähnliche
Ansicht in der Betätigungsstellung
der Abgabevorrichtung für
das fluidförmige
Produkt,
-
5 eine
schematische Horizontal-Schnittansicht längs der Linie I-I der Vorrichtung
aus 4,
-
6 und 7 schematische Ansichten
einer Dosen-Zählvorrichtung,
die zwei einander überlagerte
Zählelemente
umfasst gemäß einer
ersten Ausführungsvariante
der vorliegenden Erfindung, und
-
8 und 9 schematische Darstellungen
einer Dosen-Zählvorrichtung,
die zwei einander überlagerte
Zählelemente
umfasst gemäß einer
zweiten Ausführungsvariante
der vorliegenden Erfindung.
-
Die Abgabevorrichtung mit einem Dosen-Zähler gemäß der vorliegenden
Erfindung umfasst ein oder mehrere drehbare, flexible Zählelemente.
Vorteilhafterweise ist dieses Zählelement
in Form einer nachgiebigen oder flexiblen Scheibe 10 ausgebildet,
die an einer gekrümmten
Tragoberfläche,
insbesondere einer ungefähr
zylindrischen Oberfläche
anliegt. Die flexible Scheibe 10 kann an einer konvexen
Oberfläche
oder an einer konkaven Oberfläche
anliegen, je nachdem, wie sie im Inneren oder auf der Außenseite
der betreffenden Tragoberfläche
angeordnet ist. Jedenfalls ist in der folgenden Beschreibung und
bei den bevorzugten Ausführungsformen
die Zählscheibe 10 vorteilhafterweise zwischen
zwei konzentrischen Oberflächen
angeordnet, die zwischen sich einen kleinen Freiraum umschließen, in
dem die nachgiebige Scheibe 10 angeordnet ist. Vorteilhafterweise
werden diese beiden Oberflächen
von dem Außenkörper 1 der
Abgabevorrichtung für
das fluidförmige
Produkt und einem Innenkörper 2 gebildet,
der am Außenkörper 1 befestigt ist.
-
Das oder die Zählelemente 10 drehen
sich vorteilhafterweise um eine Rotationsachse, die ungefähr senkrecht
zu der oder den gekrümmten
Tragoberflächen
verläuft.
Wie dies im folgenden im Einzelnen beschrieben ist, können sich
dann, wenn zwei oder mehr Scheiben vorgesehen sind, diese um eine gemeinsame
Rotationsachse 60 oder um zwei gegeneinander versetzte
Rotationsachsen 60, 61 drehen.
-
Die flexible Zählscheibe 10 wirkt
mit Betätigungsmitteln 20 zusammen
und die Zählscheibe 10 umfasst
vorteilhafterweise auf ihrem äußeren Umfangsrand
eine ringförmige
Zahnung 15 oder dergleichen. Die Betätigungsmittel 20 kommen
bei jeder Betätigung
der Abgabevorrichtung für
das fluidförmige Produkt
nacheinander mit jeweils einem Zahn der ringförmigen Zahnung 15 in
Eingriff. Vorteilhafterweise umfassen diese Betätigungseinrichtungen einen Betätigungszapfen 20.
Dieser Betätigungszapfen 20 ist
vorzugsweise flexibel, wie dies im folgenden noch mehr im Einzelnen
beschrieben wird. Man kann auch Anti-Rückbewegungsmittel 40 vorsehen,
um eine Drehung der Zählscheibe
oder Zählscheiben
in einer Richtung zu verhindern, die derjenigen entgegengesetzt
ist, die ihr bzw. ihnen durch die Betätigungsmittel 20 aufgeprägt wird.
Diese eine Rückbewegung verhindernden
Mittel können
eine flexible Klaue 40 umfassen, die mit der ringförmigen Zahnung 15 in
bekannter Weise zusammenwirkt.
-
In den 6 bis 9 sind zwei Ausführungsvarianten
einer Dosen-Zählvorrichtung
wiedergegeben, die zwei einander überlagerte Zählelemente 10 und 11 umfassen.
Die erste, in den 6 und 7 dargestellte Ausführungsform
zeigt ein erstes Zählelement 10,
das in Form einer nachgiebigen Scheibe ausgebildet ist, die an ihrem äußeren Umfangsrand
eine ringförmige
Zahnung 15 aufweist, die mit Betätigungsmitteln 20 (in
diesen Figuren nicht dargestellt) zusammenwirkt. Jeder Zahn der
ringförmigen
Zahnung 15 entspricht einer Zahl, wobei diese Zahlen bei dem
dargestellten Ausführungsbeispiel
von 0 bis 99 gehen, d.h., dass die ringförmige Zahnung 15 100 Zähne umfasst.
Die besagte erste nachgiebige Scheibe 10 dreht sich um
eine Achse, die zur zentralen Längsachse
der ge krümmten
Oberfläche
senkrecht ist, an der diese nachgiebige Zählscheibe 10 anliegt.
Ein zweites, drehbares, nachgiebiges Zählelement 11 ist der
ersten Zählscheibe 10 überlagert und
bildet bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel einen Scheibensektor.
Es könnte
jedoch auch in Form einer vollständigen
Scheibe in Abhängigkeit des
gewünschten
Anzeige-Maßstabes
sein. Die beiden Zählelemente,
d.h. die erste flexible Scheibe 10 und der überlagerte
flexible Scheibensektor 11 drehen sich um die gleiche Drehachse 60,
und es sind Kopplungsmittel 70, 80 zwischen den
beiden Zählelementen 10 und 11 vorgesehen,
um diese beiden Zählelemente
in vorbestimmter Weise so miteinander zu verbinden, dass eine Drehung
der ersten nachgiebigen Zählscheibe 10 die
gleichzeitige Drehung des überlagerten,
nachgiebigen Scheibensektors 11 antreibt. Diese Koppelelemente
können
vorteilhafterweise eine flexible Zunge 70 umfassen, die
an ihrem Ende mit einem Vorsprung 71 versehen ist, der
eine Art Haken bildet. Das zweite Zählelement, d.h. im vorliegenden
Fall der Scheibensektor 11 ist seinerseits mit einem oder
mehreren Schlitzen 80 versehen, die derart angeordnet sind,
dass sie besagten Vorsprung 71 aufnehmen, wenn die beiden
Zählscheiben
miteinander gekoppelt werden müssen. Nockeneinrichtungen 90 sind
vorgesehen, um die flexible Zunge 70 vorzuspannen und sie
derart zu verformen, dass der Vorsprung 71 in den Schlitz
eintritt, wodurch die beiden Zählelemente 10 und 11 miteinander
verbunden werden. Diese Kopplung wird vorzugsweise bei jeder vollständigen Umdrehung
der ersten Zählscheibe 10 hergestellt.
Besagte Nockeneinrichtungen 90 können insbesondere durch eine Erhebung
oder dergleichen gebildet werden, die an der Tragoberfläche vorgesehen
ist, an welcher die erste Zählscheibe 10 anliegt.
Es sei darauf hingewiesen, dass alle äquivalenten Mittel vorstellbar
sind, die es ermöglichen,
die flexible Zunge 70 der ersten Zählscheibe 10 in den
Schlitz 80 der zweiten Zählscheibe 11 hinein
vorzuspannen. Auch können
die Koppeleinrichtungen 70 und 80 auf andere Art
und Weise realisiert sein. Insbesondere könnten diese Koppeleinrichtungen
vertauscht sein, d.h., dass das zweite Zählelement 11 die elastische
Koppeleinrichtung 70 trägt
und dass in der ersten Zählscheibe 10 der
oder die Schlitze 80 ausgebildet sind.
-
In den 8 und 9 ist eine zweite Ausführungsvariante
dargestellt, bei der sich die beiden drehbaren Zählelemente jeweils um unterschiedliche Drehachsen 60 und 61 drehen.
Auch bei diesem Beispiel ist das zweite Zählelement 11 in Form
eines Scheibensektors ausgebildet, doch könnte es auch gewünschtenfalls
in Form einer vollständigen
Scheibe ausgebildet sein. Bei diesem Beispiel umfassen die Kopplungsmittel
einen Zapfen 70, der fest mit dem ersten Zählelement
verbunden und geeignet ist, mit Vorsprüngen 80 zusammenzuwirken,
die am zweiten Zählelement 11 vorgesehen
sind. Bei jeder vollständigen
Umdrehung des ersten Zählelementes treibt
der Zapfen 70 einen Vorsprung 80 des zweiten Zählelementes 11 an,
wodurch die beiden Zählelemente
miteinander gekoppelt werden. Jede andere Variante von Kopplungseinrichtungen
ist hier ebenfalls denkbar.
-
Bei den beiden oben, unter Bezugnahme
auf die 6 bis 9 beschriebenen Ausführungsbeispielen
ist das zweite Zählelement 11 vorteilhafterweise in
der Blickrichtung des Verwenders über dem ersten Zählelement 10 angeordnet,
d.h., dass das zweite Zählelement 11 zwischen
dem ersten Zählelement 10 und
einem Sichtfenster 50 angeordnet ist, das im Außenkörper 1 der
Abgabevorrichtung für
das fluidförmige
Produkt vorgesehen ist. In diesem Fall sind die Zahlen oder Anzeigen
auf dem zweiten Zählelement
vor teilhafterweise auf eine transparente Oberfläche derart aufgedruckt, dass
das zweite Zählelement 11 nicht
die Zahlen oder Anzeigen auf dem darunter angeordneten ersten Zählelement 10 verdeckt. Vorteilhafterweise
könnte
man auch ein Sichtfenster vorsehen, das es ermöglicht, die auf das zweite
unterhalb angeordnete Zählelement 10 aufgeschriebenen
Zahlen zu sehen.
-
In vorteilhafter Weise umfasst das
zweite Zählelement 11 einen
abgedeckten Teil, der sich in das Sichtfenster 50 der Abgabevorrichtung
für das fluidförmige Produkt
nach der Abgabe der letzten Dosis des Produktes hinein bewegt. Dies
ermöglicht
es, eine theoretische Anzahl von maximalen Dosen vorzubestimmen,
die durch die Vorrichtung für
das fluidförmige
Produkt abzugeben sind, so dass nach der Abgabe der letzten theoretischen
Dosis das Sichtfenster verdeckt wird und der Verwender weiß, dass die
Vorrichtung nicht weiterhin benutzt werden soll. Im Gegensatz hierzu
ist die Betätigung
der Vorrichtung nicht blockiert oder verhindert und es sind zusätzliche
Betätigungen
der Abgabevorrichtung für das
fluidförmige
Produkt möglich,
ohne dass irgendeine Anzeige im Sichtfenster 50 angezeigt
wird.
-
Die Dosen-Zählvorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung ist für
jede Art von Abgabevorrichtung für
ein fluidförmiges
Produkt geeignet, und die folgende detaillierte Beschreibung erfolgt
unter Bezugnahme auf zwei spezielle Ausführungsformen, bei denen die
Dosen-Zählvorrichtung
einerseits in Verbindung mit einem Inhalationsgerät verwendet wird,
das durch Inhalation betätigt
wird (BAI), und andererseits in Verbindung mit einem Inhalatorgerät für ein Aerosol
(MDI). Es versteht sich, dass die vorliegende Erfindung nicht auf
diesen beiden Beispiele beschränkt
ist.
-
In den 1 und 2 ist ein Inhalator, insbesondere
ein durch die Inhalation des Patienten auslösbarer Inhalator dargestellt.
Die Vorrichtung umfasst einen Außenkörper 1, der mit einem
Sichtfenster 50 versehen ist. Das Zählelement 10 liegt
im Inneren dieses Außenkörpers 1 an
einem Innenkörper 2 an,
der eine gekrümmte
Tragoberfläche
bildet. Wie in 2 dargestellt,
ist die gekrümmte
Oberfläche
nicht notwendiger Weise zylindrisch, wobei die Flexibilität des Zählelementes 10 es
diesem ermöglicht,
eine Drehung um seine Drehachse 60 auszuführen und dabei
permanent mit den beiden es umgebenden, gekrümmten Oberflächen unabhängig von
der Form dieser gekrümmten
Oberflächen
in Berührung
zu bleiben, d.h. mit dem Außenkörper 1 und
dem Innenkörper 2 der
Abgabevorrichtung. Die Betätigungsmittel
umfassen einen Betätigungszapfen 20,
der in axialer Richtung verschiebbar ist, und dessen Ende mit einer
Umfangszahnung des Zählelementes 10 zusammenwirkt.
Vorteilhafterweise ist dieser Betätigungszapfen 20 fest
mit einem Drücker
oder einem anderem Abgabeelement dieser Art verbunden. Insbesondere
kann der Betätigungszapfen 20 fest
mit einer Kappe verbunden sein, die zwischen einer Verschlussstellung
der Abgabeöffnung 5 und
einer Abgabestellung bewegbar ist, wobei die Kappe in schwenkbarer
Weise am Außenkörper der
Abgabevorrichtung montiert ist und das Schwenken dieser Kappe den
Axialhub des Betätigungszapfens 20 und somit
die Drehung des Zählelementes 10 bewirkt.
-
In den 3 bis 5 ist eine zweite Ausführungsform
dargestellt, die mit einem Aerosol-Inhalator verbunden ist, der
allgemein als MDI bezeichnet wird. Diese Art von Vorrichtung umfasst
im wesentlichen einen Außenkörper 1,
der einen Mundansatz umfasst, welcher die Abgabeöffnung 5 enthält. Der Produktbehälter 4,
der das in einem Treibgas dispergierte Produkt enthält, ist
in gleitender Weise im Inneren des Außenkörpers 1 montiert und
mit einem Dosierventil versehen. Die Verschiebung des Behälters 4 treibt
somit eine Verschiebung des Ventils des Dosierventils 3 (nicht
im Einzelnen dargestellt) an und durch diese das Ausstoßen einer
Dosis des Produktes. Ein Innenkörper 2 ist
im Inneren des Außenkörpers 1 montiert,
wobei das Zählelement 10 zwischen dem
Innenkörper 2 und
dem Außenkörper 1 vorgesehen
ist. Vorteilhafterweise ist der Behälter 4 ebenso wie
der Innenkörper
und der Außenkörper zylindrisch,
so dass das Zählelement 10 an
einer zylindrischen Oberfläche
anliegt. Die vorliegende Erfindung ist jedoch in gleicher Weise
für gekrümmte, nicht
zylindrische Oberflächen
geeignet. Ein Betätigungsorgan 7 ist
in gleitender Weise zwischen dem Innenkörper 2 und dem Behälter 4 montiert,
wobei das Betätigungsorgan 7 einen
flexiblen Betätigungszapfen 20 umfasst,
dessen Ende dazu bestimmt ist, mit der Umfangszahnung 15 des
Zählelementes 10 zusammenzuwirken.
Das Betätigungsorgan 7 ist
in axialer Richtung gegen ein elastisches Element 8, wie
z.B. eine flexible Klaue oder eine Feder verschiebbar, das geeignet
ist, das Betätigungsorgan 7 nach
einem vollständigen
Betätigungszyklus
in die Ausgangslage zurück
zu bringen. Das Betätigungselement 7 umfasst
auch in vorteilhafter Weise eine Steuerschulter 9, die
am Hals 4' des
Behälters 4 anliegt,
der das Produkt enthält.
Die Betätigungsvorrichtung 7,
die im Inneren des Innenkörpers 2 gleitet,
ist vorteilhafterweise auf einem Tragsitz gleitend montiert, der
teilweise vom Innenkörper 2 gebildet
und durch eine Rippe 1' vervollständigt wird,
die im Außenkörper 1 ausgebildet
ist. Eine Seitenwand 32 des Sitzes und der Rippe 1' definiert eine Öffnung oder
ein Fenster 30, durch das das Ende des flexiblen Zapfens 20 hindurchtreten
kann, um mit dem Zählelement 10 zusammenzuwirken.
Vorteilhafterweise ist die Rippe 1' mit einer Schulter 31 versehen,
die einen Anschlag für
die axiale Verschiebung des flexiblen Betätigungszapfens 20 bildet.
-
Die Arbeitsweise des in den 3 bis 5 dargestellten Systems ist folgende:
Bei der Betätigung der
Abgabevorrichtung für
das fluidförmige
Produkt wird der Behälter 4 in
Bezug auf die Darstellung in den 3 und 4 vertikal nach unten verschoben.
Unter der Wirkung der Steuerschulter 9 gleitet das Betätigungsorgan 7 zusammen
mit dem Behälter 4.
Somit tritt das Ende des elastischen Betätigungszapfens 20 in
das Fenster 30 ein und wirkt mit einem Zahn des flexiblen
Zählelementes 10 so
zusammen, dass es dieses zu einer Drehung antreibt. Der Drehwinkel
des Zählelementes 10 wird
durch die Position der Schulter 31 festgelegt und begrenzt,
so dass dieser Drehwinkel von der Länge des Betätigungshubs des Behälters 4 unabhängig ist.
Tatsächlich
wird dann, wenn der Betätigungshub
des Behälters 4 größer ist,
das Ende des flexiblen Zapfens 20 durch die Anschlagsschulter 31 angehalten,
und jede weitere axiale Verschiebung wird durch ein Verbiegen dieses
flexiblen Zapfens 20 absorbiert. Vorteilhafterweise ist
dieser Zapfen sowohl horizontal als auch vertikal flexibel. In ähnlicher
Weise tritt während
der Rückbewegung
des Betätigungsorgans 7 in
seine Ruhelage unter der Wirkung des elastischen Elementes 8 das
Ende des Betätigungszapfens 20 aus
dem Fenster 30 immer in derselben Stellung aufgrund des
Vorhandenseins der Seitenwand 32 aus und jede zusätzliche
Vertikalbewegung wird durch eine horizontale Verbiegung des flexiblen
Zapfens 20 absorbiert. Da der Betätigungshub des Behälters 4 dem
Betätigungshub
des Dosierventils 3 entspricht, das auf diesem Behälter montiert ist,
ist das Zählsystem
der vorliegenden Er findung somit für verschiedene Ventile geeignet,
die unterschiedliche Betätigungshübe besitzen.
Es ermöglicht auch
in sicherer Weise die durch ein Dosierventil abgegebenen Dosen zu
zählen,
das zwischen zwei aufeinanderfolgenden Betätigungen unterschiedliche Betätigungshübe aufweist.
-
Gemäß der Positionierung des Fensters 30, das
zwischen der Schulter 31 der Rippe 1' und der Seitenwand 32 des
Sitzes des Betätigungsorgans 7 definiert
ist, wird die Drehung des Zählelementes 10 am
Anfang des Betätigungshubes
des Behälters 4, an
dessen Ende oder dazwischen ausgeführt.
-
Es sei darauf hingewiesen, dass verschiedene
Abwandlungen denkbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung
zu verlassen, dessen Umfang durch die beigefügten Ansprüche definiert wird.