-
Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1, vom Typ Druckknopf, zur Betätigung eines Ausgabeorgans,
insbesondere eines Ventils, und zur Ausgabe eines insbesondere mittels
eines verdichteten oder verflüssigten
Gases druckbeaufschlagten Produkts unter Druck.
-
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann in ihrer
einfachsten Form aus einem Druckknopf bestehen, der insbesondere
mit Presssitz auf eine Ventilstange oder Pumpenstange aufgeschoben
wird. Alternativ kann es sich um eine Vorrichtung der Art handeln,
die einen Bundring, der zur Befestigung der Vorrichtung auf einem
das auszugebende Produkt enthaltenden Behälter bestimmt ist, und ein
insbesondere über
einen Folienscharnier in bezug auf den Bundring bewegliches Teil
aufweist, um eine Auflagefläche
zur Betätigung
des Ventils oder der Pumpe zu bilden.
-
Die Brennbarkeit flüchtiger
Verbindungen, die in manchen Haarpflegeprodukten wie Haarlacken enthalten
sind, hat die kosmetische Forschung zur Entwicklung von Lacken auf
wässriger
Basis geführt. Solche
Lacke werden mittels Druckluft oder anderen Gasen, wie zum Beispiel
DME, vorwärtsgetrieben.
-
Eines der mit der Verwendung solcher
Produkte verbundenen Probleme liegt darin, dass die in ihnen enthaltenen
Harze beim Trocknen das Verkleben der Öffnungen, Kanäle oder
anderer enger Durchlässe
der Ausgabevorrichtung bewirken, die sich insbesondere in der Nähe der Ausgabeöffnung befinden,
wodurch die Vorrichtung nach einigen Benutzungen völlig unbrauchbar
wird.
-
Das Patent FR-A-2 639 259 im Namen
der Anmelderin beschreibt ein Ansatzstück zur Ausgabe eines Produkts,
und insbesondere eines schäumenden
Produkts, das eine elastisch verformbare Schürze aufweist, insbesondere
einen Faltenbalg, die dazu bestimmt ist, sich in der eingebauten
Stellung des Ansatzstücks
zwischen einem das Produkt enthaltenden Behälter und dem eigentlichen Ausgabe-Ansatzstück anzuordnen,
um eine Kammer mit variablem Volumen zu definieren. In der Ruhestellung
hat die Kammer mit variablem Volumen ihr maximales Volumen. In dieser
Stellung ist die Eingangsöffnung des
Ansatzstücks
nicht mit der Ventilstange des Behälters verbunden. Durch Ausüben eines
Drucks auf eine Auflagefläche
des Ansatzstücks
wird die dichte Verbindung der Ventilstange mit der Eingangsöffnung des
Ansatzstücks
bewirkt, um die Ausgabe des Produkts über eine Ausgabeöffnung zu
erhalten, die mit der Eingangsöffnung über einen
Kanal verbunden ist. Bei Nachlassen des Betätigungsdrucks nimmt der Faltenbalg
wieder seine maximale Ausdehnungsstellung ein, was einerseits zur
Unterbrechung der Verbindung zwischen der Ventilstange und der Eingangsöffnung des
Ansatzstücks
führt und
andererseits einen Unterdruck im Inneren des Ansatzstücks erzeugt,
so dass das ganze restliche, insbesondere im Kanal befindliche Produkt
angesaugt wird. Das angesaugte Produkt wird über die Eingangsöffnung des
Ansatzstücks
in einen von der Ventilträgerschale des
Behälters
gebildeten Rücksprung
geleitet. Eine solche Struktur, bei der das angesaugte Produkt am Boden
der Ventilträgerschale
wiedergewonnen wird, ist auch in der Patentanmeldung FR-A-2 196949 beschrieben.
-
Eine solche Gestaltung hat mehrere
Nachteile. Zunächst
muss bei der Entleerung des Ansatzstücks dieses von der Ventilstange
abgebaut werden, damit das angesaugte Produkt sich in die zu diesem Zweck
vorgesehene Ringzone ergießen
kann. Das in den Kanälen,
die sich in der Nähe
der Ausgabeöffnung
befinden, vorhandene Restprodukt wird nämlich über die Eingangsöffnung des
Ansatzstücks
aus diesen Kanälen
gesaugt, das heißt über die
gleiche Öffnung, über die
es bei der Betäti gung
des Ventils eingetreten ist. Daraus folgt, dass die Verbindung bei jeder
neuen Betätigung
des Ventils wieder hergestellt werden muss, was aufgrund der Geschmeidigkeit des
das Anschlussteil zwischen dem eigentlichen Ansatzstück und dem
Behälter
bildenden Materials nicht problemlos ist. Zudem kann eine solche
Gestaltung nur bei Ventilen verwendet werden, die durch Eindrücken betätigt werden.
Außerdem
zwingt sie dazu, einen dichten Einbau des Ansatzstücks auf dem
Behälter
zu gewährleisten.
Schließlich
ist die Gestaltung eines solchen Ansatzstück teuer in der Herstellung.
-
Das Patent FR-A-2 677 617 beschreibt
eine Ausgabeeinheit mit Pumpe, bei der nach der Betätigung der
Pumpe vorgesehen ist, im Inneren der Kanäle, die sich in der Nähe der Austrittsdüse befinden einen Überdruck
zu erzeugen, um das an dieser Stelle ggf. stagnierende Produkt auszustoßen. Ein
solcher Mechanismus kann bei einer Ausgabevorrichtung mit Ventil
nicht funktionieren. Außerdem
kann nur ein Teil der Kanäle
entleert werden. Schließlich
ist die Gestaltung kompliziert und teuer.
-
Das Patent US-A-2 894 660 beschreibt
einen Ausgabekopf für
eine Zahnpasta, der Mittel aufweist, die in der Lage sind, das Restprodukt,
das sich in den Leitungen des Ausgabekopfes befinden kann, in einen
Abstand zur Ausgangsöffnung
des Ausgabekopfes zurückzudrängen. Das
Zurückweichen
des Produkts in einen Abstand zur Ausgangsöffnung wird erhalten, indem
ein Unterdruck im Inneren einer Kammer mit variablem Volumen erzeugt
wird, die mit den Leitungen des Ausgabekopfes in Verbindung steht, wobei
die Kammer aufgrund ihrer Anordnung in einer Höhe wesentlich oberhalb einer
mit den Leitungen in Verbindung stehenden Eingangsöffnung das
Sammeln des Restprodukts nicht gewährleisten kann. Abgesehen davon,
dass eine solche Kammer nicht in der Lage ist, Produkt zu sammeln,
wäre die
Leitung dieses Produkts in die Kammer mit variablem Volumen über eine Öffnung mit
sehr kleinem Querschnitt in Anbetracht der bekannten Viskosität einer
Zahnpasta in jedem Fall völlig
illusorisch.
-
Daher ist es eines der Ziele der
Erfindung, ein Ansatzstück
herzustellen, das insbesondere auf ein Ventil aufgesetzt werden
kann und das die in bezog auf die Vorrichtungen des Stands der Technik
erörterten
Problemen ganz oder teilweise löst.
-
Es ist insbesondere ein Ziel der
Erfindung, ein mit Mitteln, die es ermöglichen, die Kanäle oder anderen
Durchgänge
und engen Zonen in der Nähe der
Ausgabeöffnung
zu entleeren, ausgestattetes Ansatzstück herzustellen, das sowohl
zuverlässig
als auch einfach anzuwenden ist.
-
Es ist noch ein Ziel der Erfindung,
ein derartiges Ansatzstück
herzustellen, das von ähnlichem Aussehen
wie diejenigen der üblichen
Vorrichtungen ist, und bei dem insbesondere der Raumbedarf nicht wesentlich
verändert
ist.
-
Es ist noch ein weiteres Ziel der
Erfindung, ein solches Ansatzstück
herzustellen, das eine integrierte Sammelzone für das Restprodukt aufweist und
wirtschaftlich herstellbar ist.
-
Es ist noch ein weiteres Ziel der
Erfindung, ein Ansatzstück
zu liefern, das nicht dicht auf dem Behälter befestigt werden muss,
für den
es bestimmt ist.
-
Weitere Ziele gehen aus der nachfolgenden ausführlichen
Beschreibung hervor.
-
Erfindungsgemäß werden diese Ziele durch die
Herstellung einer Vorrichtung zur Betätigung eines Ausgabeorgans,
insbesondere eines Ven tils, und zur Ausgabe eines Produkts, insbesondere
eines Kosmetikprodukts, unter Druck durch eine Ausgabeöffnung,
erreicht, wobei die Vorrichtung eine Eingangsöffnung, die dazu bestimmt ist,
mit dem Ausgabeorgan in Verbindung gesetzt zu werden, und mindestens
einen Durchgang aufweist, der dazu bestimmt ist, das unter Druck
stehende Produkt von der Eingangsöffnung bis zur Ausgabeöffnung zu
leiten, wobei die Vorrichtung Mittel aufweist, die in der Lage sind,
im Inneren des Durchgangs einen Unterdruck zu erzeugen, damit nach
jeder Betätigung
des Ausgabeorgans das ganze im Durchgang befindliche Restprodukt
oder ein Teil davon über
eine Ansaugöffnung,
die sich von der Eingangsöffnung
der Vorrichtung unterscheidet, in eine Sammelzone einer Kammer mit
variablem Volumen angesaugt wird, die ganz im Inneren der Vorrichtung
ausgebildet ist, wobei die Sammelzone zumindest teilweise unterhalb
der Höhe
einer Eingangsöffnung
der Kammer mit variablem Volumen ausgebildet ist.
-
So erfordert eine solche Gestaltung
beim Entleeren nach jeder Betätigung
des Ausgabeorgans kein Abtrennen des Ausgabe-Ansatzstücks vom
Behälter,
auf den es aufgesetzt ist, was den Betrieb in großem Maße vereinfacht.
Aufgrund der relativen Anordnung der Sammelzone in bezug auf die
Eingangsöffnung
der Kammer mit variablem Volumen sind die Gefahren, dass ein Teil
des angesaugten Produkts direkt in die Pumpenstange oder Ventilstange
zurückfallt,
wo es koagulieren könnte,
wesentlich verringert. Das erfindungsgemäße Ansatzstück kann mit einem ähnlichen
Aussehen wie die üblichen
Ansatzstücke
hergestellt werden. Die Gestik der Handhabung kann ebenfalls ähnlich derjenigen
der üblichen
Ansatzstücke
sein. Die erfindungsgemäße Vorrichtung
kann sowohl für
eine Pumpe als auch für
ein Ventil verwendet werden. Alle Kanäle, die sich zwischen der Eingangsöffnung und
der Ausgabeöffnung befinden,
können
entleert werden.
-
Außerdem wird erfindungsgemäß das aus dem
Durchgang heraus gesaugte Restprodukt in eine Sammelzone geleitet,
die integrierender Bestandteil der Vorrichtung ist. In anderen Worten
ist gemäß diesem
Merkmal der Erfindung die Sammelzone in ihrer Gesamtheit innerhalb
der Betätigungsvorrichtung
definiert. In den oben erwähnten
Patentanmeldungen FR-A-2 639 259 und FR-A-2 196 949 bestand die
Sammelzone aus einem hohlen Abschnitt, der von der Ventilträgerschale
gebildet wurde, die zur Ausstattung des Behälters gehört, wodurch notwendig war,
eine dichte Befestigung des Ausgabe-Ansatzstücks auf dem Behälter herzustellen.
Erfindungsgemäß ist es
nicht notwendig, eine solche dichte Befestigung der Betätigungsvorrichtung
auf dem Behälter
herzustellen, für
den sie bestimmt ist.
-
Das erfindungsgemäße Ansatzstück kann insbesondere zur Betätigung eines
Ventils vom Typ mit Eindrücken
oder mit Kippen verwendet werden. Das Ventil kann vom Einsteck-
oder Aufnahmetyp sein.
-
Gemäß einer spezifischen Ausführungsform enthalten
die Mittel, die im Inneren des Durchgangs einen Unterdruck erzeugen
können,
ein bewegliches Element, insbesondere eine Membran, die zum Teil die
Kammer mit variablem Volumen begrenzt, wobei das bewegliche Element
in der Lage ist, als Reaktion auf einen Druck, der ausreicht, um
die Betätigung des
Ausgabeorgans zu bewirken, von einer ersten Stellung, in der das
Volumen der Kammer maximal ist und in der eine Eingangsöffnung der
Kammer, die mit der Ansaugöffnung
verbunden ist, freigegeben wird, in eine zweite Stellung überzugehen,
in der das Volumen der Kammer minimal und die Eingangsöffnung verschlossen
ist, wobei elastische Rückholmittel
das bewegliche Element in die erste Position zurückholen, wenn der Druck endet.
-
Vorzugsweise bildet das bewegliche
Element eine Auflagefläche
für die
Vorrichtung. Dieses Merkmal trägt
dazu bei, die Benutzungs-Gestik so einfach wie möglich zu halten und den Raumbedarf des
Ansatzstücks
im Vergleich mit üblichen
Ansatzstücken
nicht merklich zu vergrößern.
-
Vorteilhafterweise wird das bewegliche
Element in Form einer Membran aus einem elastisch verformbaren Material,
insbesondere aus thermoplastischem Elastomermaterial, hergestellt,
damit es unter der Wirkung der Elastizität des Materials in die erste
Position zurückkommt,
wenn der Druck endet. Eine solche Membran kann insbesondere durch Bi-Injektion,
durch mechanisches Befestigen, durch Kleben oder Schweißen auf
die Vorrichtung aufgebracht werden. Der Körper des Betätigungs-Ansatzstücks gemäß der Erfindung
kann aus einem steifen oder halbsteifen Material hergestellt werden,
wie zum Beispiel einem Polyethylen oder einem Polypropylen. Die
elastisch verformbare Membran kann aus einem Elastomermaterial auf
der Basis eines solchen Polyolefins hergestellt werden.
-
Vorzugsweise ist die Sammelzone um
die ganze Eingangsöffnung
der Kammer mit variablem Volumen herum ausgebildet.
-
Genauer gesagt, weist der Durchgang
einen Abschnitt auf, der mit einer Ausgangsdüse, in der die Ausgabeöffnung ausgebildet
ist, eine Kammer bildet, insbesondere eine Wirbelkammer. Alternativ
kann das Ausgabe-Ansatzstück in einem
Diffusionsorgan von der Art Gitter, Schaumstoff mit offenen oder
halboffenen Zellen, oder einem Sintermaterial ausgebildet sein.
-
Vorteilhafterweise mündet der
Durchgang über
die Eingangsöffnung
in einen Abschnitt, der dauerhaft mit einer austretenden Stange
des Ausgabeorgans verbunden sein kann, wobei der Unterdruck außerdem in der
Lage ist, das Restprodukt, das sich nach jeder Betätigung des
Ausgabeorgans in der austretenden Stange befindet, ganz oder teilweise
anzusaugen.
-
Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft
die Erfindung auch eine Einheit zur Verpackung und Ausgabe eines
Produkts unter Druck, insbesondere eines Kosmetikprodukts, die einen
das Produkt enthaltenden Behälter
aufweist, auf den ein Ausgabeorgan, insbesondere ein Ventil, montiert
ist. Erfindungsgemäß sitzt über dem
Ausgabeorgan eine wie oben beschriebene Betätigungs- und Ausgabevorrichtung.
-
Wenn das Ausgabeorgan ein Ventil
ist, kann das Produkt mit Hilfe eines Treibmittels, insbesondere
Luft oder DME, druckbeaufschlagt werden.
-
Es können Mittel vorgesehen werden,
um die Betätigungs-
und Ausgabevorrichtung in einer Blockierstellung zu positionieren,
in der das Ausgabeorgan nicht betätigt werden kann und in der,
indem es von der ersten in die zweite Stellung übergeht, das bewegliche Element
das in der Kammer mit variablem Volumen enthaltene Produkt durch
die Ausgabeöffnung
aus der Betätigungs-
und Ausgabevorrichtung ausstößt. Typischerweise
kann die Betätigungs- und
Ausgabevorrichtung drehbeweglich in bezug auf den Behälter oder
in bezug auf einen Befestigungs-Bundring
montiert werden. In einer ersten "Betriebs"-Winkelstellung kann
die Betätigungsvorrichtung
eingedrückt
oder gekippt werden, um die Betätigung
des Ventils oder der Pumpe zu bewirken. In einer zweiten "Blockier"-Winkelstellung
befindet sich die Betätigungsvorrichtung
vor einem Anschlag, der sie axial oder radial blockiert, wodurch
jede Betätigung
des Ventils oder der Pumpe verhindert wird. Durch Ausüben eines
Drucks auf das bewegliche Element wird so das in der Sammelzone
enthaltene Produkt verdichtet und über die Ausgabeöffnung aus der
Vorrichtung nach außen
ausgestoßen.
-
Abgesehen von den oben beschriebenen Maßnahmen
besteht die Erfindung aus einer gewissen Anzahl weiterer Maßnahmen,
die nachfolgend anhand von nicht einschränkend zu verstehenden Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die beiliegenden Figuren erklärt werden,
in denen:
-
1 eine
Teilansicht einer Ausgabeeinheit darstellt, die mit einem Betätigungs-Ansatzstück gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ausgestattet ist; und
-
die 2A–2D schematisch die verschiedenen Betriebsstufen
der in 1 dargestellten
Betätigungsvorrichtung
zeigen.
-
Die in 1 dargestellte
Einheit enthält
einen Behälter 2 (der
nur teilweise dargestellt ist), der aus einem Kanister, insbesondere
aus Kunststoff, Aluminium oder Weißblech, besteht. Der Behälter 2 hat
einen freien Rand in Form eines "Rollkragens" 3, der eine Öffnung 4 begrenzt,
in die insbesondere durch Einquetschen ein Ventil 5 eingesetzt
ist, das selbst auf einer Ventilträgerschale 6 sitzt.
-
Das Ventil 5 ist von der
Art mit Eindrücken, und
besitzt eine hohle Stange 7, die axial aus einem Ventilkörper 8 austritt,
in dessen Inneren sie sich axial bewegen kann. Eine Feder 9 zwingt
die Ventilstange 7 in eine Schließstellung, in der eine radial
innerhalb der Ventilstange 7 mündende Öffnung 10 dicht gegen
eine Dichtung 11 anliegt. Der Behälter 2, das Ventil 5 und
die Betätigungsvorrichtung,
die nun ausführlich
beschrieben wird, sind gemäß einer
Achse X fluchtend angeordnet.
-
Auf den austretenden Abschnitt 12 der
Ventilstange 7 ist ein Verbindungs-Ansatzstück 21 einer Betätigungsvorrichtung 20 gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung selbstklemmend montiert.
-
Die Betätigungsvorrichtung 20 ist
in Form eines Druckknopfs ausgebildet. Sie weist einen ersten Schürzenabschnitt 22 auf,
von dem ein freier Rand 23 sich in Abstand zum Boden der
Ventilträgerschale 6 befindet,
um das zum Betätigen
des Ventils 5 notwendige Eindrücken zu ermöglichen. Die Schürze 22 ist über eine
Schulter 24 mit einer Schürze 25 mit geringerem
Durchmesser als die Schürze 22 verbunden.
-
In den Schürzenabschnitt 25 ist
insbesondere durch Einschnappen eine Düsen 26 montiert, die eine
Wirbelkammer 27 begrenzt und deren Mitte von einer Ausgabeöffnung 28 durchbohrt
wird. Die Wirbelkammer 27 steht mit einem Durchgang 29 in
Verbindung, der radial ausgerichtet ist und sich im wesentlichen
bis zur Achse X erstreckt, damit ein Abschnitt vor der Ventilstange 7 liegt.
-
Auf der Seite des Durchgangs 29,
die zum Reservoir hin gerichtet ist, wird der Durchgang 29 von
einer axialen Öffnung 30 durchbohrt,
die eine Eingangsöffnung
der Betätigungsvorrichtung 20 bildet.
Die Öffnung 30 mündet innerhalb
der Verbindungsmuffe 21 und steht mit der Ventilstange 7 in Verbindung.
-
Gegenüber der Öffnung 30 wird der
Durchgang 29 von einer zweiten axialen Öffnung 31 durchbohrt,
der sogenannten "Ansaugöffnung".
Die Ansaugöffnung 31 ist
an einem Ende eines Kanals 33 ausgebildet, dessen anderes
Ende über
eine Eingangsöffnung 34 einer
Kammer mit variablem Volumen 32 in diese Kammer mit variablem
Volumen mündet.
Die Kammer mit variablem Volumen 32 weist einen Boden 35 auf,
dessen Mitte überhöht ist und
auf deren Höhe
die Eingangsöffnung 34 der Kammer 32 mündet. Um
die Eingangsöffnung 34 herum
bildet der Boden eine ringförmige
Schale. Gegenüber
dem Boden wird die Kammer mit variablem Volumen 32 von
einer Membran aus thermoplastischem Elastomermaterial 36 verschlossen,
von der eine Umfangsrandleiste 38 durch Einschnappen in einer
entsprechenden Aussparung 37 in der Nähe eines freien Rands der Schürze 25 befestigt
ist, die von der Betätigungsvorrichtung 20 gebildet
wird. In der in 1 dargestellten
Ruhestellung bildet die Elastomermembran 36 im wesentlichen
eine Kuppel, deren Höhepunkt
entgegengesetzt zum Behälter 2 gerichtet
ist. Auf ihrer innerhalb der Kammer mit variablem Volumen 32 angeordneten
Seite hat die Elastomermembran 36 in ihrer Mitte einen
Nocken 39, der in der eingedrückten Stellung der Membran 36 in
der Lage ist, die Eingangsöffnung 34 der
Kammer mit variablem Volumen 32 dicht zu verschließen.
-
Der Betrieb der in 1 dargestellten Einheit wird nun unter
Bezugnahme auf die 2A bis 2D beschrieben. In 2A übt
der Benutzer einen axialen Druck auf die Elastomermembran 36 aus.
Diese letztere wird eingedrückt,
bis der Nocken 39 die Eingangsöffnung 34 der Kammer
mit variablem Volumen 32 verschließt.
-
Durch weiteres Drücken auf die Membran 36 drückt sich
die Ventilstange 7 so weit ein, bis die Öffnung 10 der
Ventilstange nicht mehr vor der Dichtung 11 liegt, wodurch
das im Inneren des Ventilkörpers 8 enthaltene
Produkt in der Ventilstange 7 hochsteigen, über die
Eingangsöffnung 30 in
den Durchgang 29 eindringen, in die Wirbelkammer 27 übergehen und
insbesondere in Form einer Wolke aus feinen Tröpfchen über die Ausgabeöffnung 28 austreten kann.
Diese Ausgabeposition ist in 2B dargestellt.
In dieser Position kann das Produkt nicht in die Kammer mit variablem
Volumen 32 eintreten, da die Eingangsöffnung 34 der Kammer
von dem von der Innenfläche
der Membran 36 gebildeten Nocken 39 verschlossen
wird.
-
Nachdem die gewünschte Produktmenge ausgegeben
wurde, beendet der Benutzer den Druck auf die Membran 36.
Zuerst (2C) kommt die Öffnung 10 der
Ventilstange 7 in die dichte Stellung gegen die Dichtung
11 zurück, wodurch
das Schließen des
Ventils 5 und die Beendigung der Ausgabe von Produkt bewirkt
werden. In diesem Moment befindet sich noch Restprodukt in der Ventilstange 7,
stromabwärts
hinter der Öffnung 10,
sowie im Durchgang 29, der sich von der Eingangsöffnung 30 bis
zur Ausgabeöffnung 28 erstreckt.
-
Dann kommt die elastische Membran
in ihre ursprüngliche
Stellung in Kuppelform zurück
(siehe 2D). In diesem
Moment wird die Eingangsöffnung 34 der
Kammer mit variablem Volumen 32 freigegeben. Dadurch entsteht
ein Unterdruck im Inneren der Kammer mit variablem Volumen 32,
der das Ansaugen des oben erwähnten
Restprodukts in die Kammer mit variablem Volumen 32 über die
Ansaugöffnung 31,
den Kanal 33 und die Eingangsöffnung 34 der Kammer 32 bewirkt.
Während
dieses Ansaugens kann in der durch den Pfeil 40 dargestellten Weise
Luft über
die Ausgabeöffnung 28 angesaugt werden.
Das so angesaugte Produkt setzt sich im schalenförmigen Ringabschnitt ab, der
vom Boden 35 der Kammer mit variablem Volumen 32 gebildet wird.
-
Die anzusaugenden Restprodukt-Volumina sind
sehr klein. Sie liegen zum Beispiel in der Größenordnung von einem Milliliter.
Das Restprodukt kann dann im Boden 35 der Kammer mit variablem Volumen 32 bleiben.
Die in ihm enthaltenen Lösungsmittel
können
ggf. durch das die Elastomermembran 36 bildenden Material
entweichen. Dann bleibt auf dem Boden 35 der Kammer mit
variablem Volumen 32 eine dünne Schicht aus festen Harz.
Vorzugsweise ist die Sammelzone, die vom Boden 35 der Kammer
mit variablem Volumen 32 gebildet wird, so bemessen, dass
sie ihre Aufgabe während
der ganzen Lebendsauer des Produkts wirksam erfüllen kann, ohne dass der Inhalt
der Sammelzone 35 beim Entleeren des Inhalts des Behälters 2 entleert
werden muss.
-
Alternativ kann man vorsehen, dass
die Sammelzone 35 insbesondere nach einer oder mehreren
Benutzungen entleert wird. Zu diesem Zweck kann die Betätigungs-
und Ausgabevorrichtung 20 in bezog auf einen Befestigungs-Bundring
(nicht dargestellt) des Betätigungskopfes 20 drehbeweglich
auf dem Behälter 2 montiert
werden. In einer ersten Winkelstellung des Bundrings in bezog auf
die Betätigungsvorrichtung 20 kann
diese letztere so eingedrückt
werden, dass die Betätigung
des Ventils 5 bewirkt wird. In einer zweiten Winkelstellung
des Bundrings in bezog auf die Betätigungsvorrichtung 20 befindet
diese letztere sich vor einem Anschlag, der sie axial blockiert,
wodurch jede Betätigung
des Ventils 5 verhindert wird. Wenn dann ein Druck auf
die Membran 36 ausgeübt
wird, wird das in der Sammelzone 35 der Kammer mit variablem
Volumen 32 enthaltene Produkt von der Membran 36 zusammengedrückt und über den
Kanal 29, die Wirbelkammer 27 und die Ausgabeöffnung 28 aus
der Vorrichtung 20 ausgestoßen.
-
In der obigen ausführlichen
Beschreibung wurde Bezug genommen auf bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung. Selbstverständlich
können
Varianten hinzugefügt
werden, ohne sich von der Erfindung, wie sie nachfolgend beansprucht
wird, zu entfernen.