DE60003197T2 - Kabinendruckregelungssystem, Verfahren zur Regelung des Kabinendruckes und Luftaustrittsventil - Google Patents

Kabinendruckregelungssystem, Verfahren zur Regelung des Kabinendruckes und Luftaustrittsventil Download PDF

Info

Publication number
DE60003197T2
DE60003197T2 DE60003197T DE60003197T DE60003197T2 DE 60003197 T2 DE60003197 T2 DE 60003197T2 DE 60003197 T DE60003197 T DE 60003197T DE 60003197 T DE60003197 T DE 60003197T DE 60003197 T2 DE60003197 T2 DE 60003197T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
signal
cabin
control
actual
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE60003197T
Other languages
English (en)
Other versions
DE60003197D1 (de
Inventor
Friedrich-Joachim Scheerer
Thomas Willenbrink
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Nord Micro AG and Co OHG
Original Assignee
Nord Micro AG and Co OHG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Nord Micro AG and Co OHG filed Critical Nord Micro AG and Co OHG
Application granted granted Critical
Publication of DE60003197D1 publication Critical patent/DE60003197D1/de
Publication of DE60003197T2 publication Critical patent/DE60003197T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64DEQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
    • B64D13/00Arrangements or adaptations of air-treatment apparatus for aircraft crew or passengers, or freight space
    • B64D13/02Arrangements or adaptations of air-treatment apparatus for aircraft crew or passengers, or freight space the air being pressurised
    • B64D13/04Automatic control of pressure
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02TCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO TRANSPORTATION
    • Y02T50/00Aeronautics or air transport
    • Y02T50/40Weight reduction

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Pulmonology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Safety Devices In Control Systems (AREA)
  • Control Of Fluid Pressure (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Kabinendruckregelungssystem, insbesondere für eine Flugzeugkabine, das mindestens einen Druckmessfühler zur Messung des tatsächlichen Druckes in der Kabine, mindestens ein Auslassventil zur Regelung eines Druckunterschiedes zwischen dem tatsächlichen Druck und dem Druck der die Kabine umgebenden Atmosphäre, mindestens einen Regler zur Berechnung eines Steuerungssignals zur Übermittlung an mindestens ein Auslassventil auf Grundlage des tatsächlichen Druckes und des atmosphärischen Druckes oder des Druckunterschiedes, beinhaltet.
  • Zusätzlich bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein Verfahren zur Regelung des tatsächlichen Druckes in einer Kabine, insbesondere in einer Flugzeugkabine, das die Schritte der Messung des tatsächlichen Druckes in der Kabine, der Messung des Druckes in der umgebenden Atmosphäre, der Berechnung eines Druckunterschiedes zwischen dem tatsächlichen Druck und dem atmosphärischen Druck oder als Alternative die Messung eines Druckunterschiedes zwischen dem tatsächlichen Druck und dem atmosphärischen Druck, sowie die Übermittlung eines Signals für den tatsächlichen Druck und eines Signals für den atmosphärischen Druck und/oder eines Signals für den Druckunterschied an mindestens einen Regler zur Berechnung eines Steuerungssignals für mindestens ein Auslassventil zur Regelung des Druckunterschiedes zwischen dem tatsächlichen Druck und dem atmosphärischen Druck beinhaltet.
  • Unter einem weiteren Gesichtspunkt richtet sich die vorliegende Erfindung auf ein Auslassventil zur Regelung eines Druckunterschiedes zwischen dem tatsächlichen Druck in einer Kabine und dem Druck der umgebenden Atmosphäre, wozu ein Eingang zum Empfang eines Steuerungssignals von einem Regler und mindestens eine Steuerungseinheit vorgesehen ist und wobei das Auslassventil zum Einsatz in einem Kabinendruckregelungssystem oder einem Verfahren wie vorstehend be-schrieben geeignet ist.
  • Der Druckunterschied zwischen dem tatsächlichen Druck in der Kabine und dem Druck der umgebenden Atmosphäre lässt sich berechnen durch Messung der beiden Drücke und Subtraktion von einander. Alternativ kann der Druckunterschied mit einem geeigneten Messfühler direkt gemessen werden. Natürlich ist es möglich, auch Informationen von anderen Flugzeugsystemen zu benützen. Der Druckunterschied wird als positiv bezeichnet, wenn der Druck in der Kabine höher ist, als der atmosphärische Druck und als negativ, wenn es sich umgekehrt verhält.
  • Ein Kabinendruckregelungssystem und ein Auslassventil und ein Verfahren zur Regelung des tatsächlichen Druckes in einer Kabine ist in US-A-5,934,614 offengelegt, wo alle Merkmale der Präambel zu den unabhängigen Ansprüchen 1, 5 und 11 aufgeführt sind.
  • Ein Regler, ein Kabinendruckregelungssystem und ein Verfahren zur Regelung des tatsächlichen Druckes in einer Kabine ist aus EP 0 625 463 B1 bekannt, das dem Anmelden der vorliegenden Erfindung erteilt wurde.
  • In diesem Dokument zum Stand der Technik wird ein Kabinendruckregelsystem offengelegt, das einen Regler, ein Auslassventil und zwei Sicherheitsventile beinhaltet. Der Regler berechnet ein Ausgangssignal auf Grundlage des Druckunterschiedes zwischen der Kabine und der umgebenden Atmosphäre und zusätzlicher kritischer Parameter, wie der endgültigen Reiseflughöhe. Das Auslassventil wird betätigt, um den tatsächlichen Druck in der Kabine nahe an einem vorbestimmten Regelungsdruck für die Kabine zu halten. Das bekannte System bietet einen geschlossenen Regelkreis.
  • Das System muss zwei Anforderungen erfüllen. Erstens darf der Druckunterschied einen bestimmten Schwellenwert nicht überschreiten, weil sonst der Flugzeugrumpf beschädigt oder zerstört werden könnte. Zweitens legt der Betreiber gewöhnlich eine bestimmte bestimmte Druck-Änderungsgeschwindigkeit fest, die eingehalten werden muss. Eine hohe Geschwindigkeit der Luftdruckänderung in der Kabine ist schädlich für Besatzung und Passagiere und deshalb nicht annehmbar.
  • Bei einer Funktionsstörung des Auslassventils oder des Reglers kann der Druckunterschied zwischen Kabine und Atmosphäre einen vorbestimmten Schwellenwert überschreiten. Bei einem positiven Druckunterschied öffnen sich die Sicherheitsventile mechanisch auf Grundlage des Druckunterschiedes. Diese Öffnung verhindert eine durch den Druckunterschied bedingte Beschädigung oder Zerstörung der Kabine. Zur Kompensation eines negativen Druckunterschiedes sieht das bekannte System ferner ein Unterdruck-Entlastungsventil vor, das Luft in die Kabine zuführen kann.
  • Das bekannte Regelungssystem für den Druck in der Kabine ist zuverlässig. Es erfordert jedoch den Einsatz von einem Auslassventil und von zwei Sicherheitsventilen zur Vermeidung von Überdruckzuständen, was ein für Flugzeuge höchst unerwünschtes Mehrgewicht bedeutet. Nach den Vorschriften für die Luftfahrt sind zwei voneinander unabhängige Überdruck-Entlastungsventile erforderlich.
  • Normalerweise arbeiten Druckregelungssysteme nach dem Stand der Technik mit zwei Regelkanälen und einem zusätzlichen manuellen Strang. Im Fall des Versagens gehen die Systeme schrittweise auf Einfachbetrieb und manuelle Steuerung über. Die geforderten autonomen Sicherheitsfunktionen sind in den Sicherheitsventilen realisiert.
  • Neue Anforderungen für eine erhöhte Sicherheit der Einheitssysteme, insbesondere die von FAR geforderten Verbesserungen, akzeptieren die Kabinendruckregelungssysteme nach dem Stand der Technik nicht mehr. Das Redundanzniveau muss erhöht werden. Ferner haben die Flugzeugbetreiber eine verbesserte Abfertigung der Regelungssysteme verlangt, was die Systemarchitektur in Bezug auf die Wahrscheinlichkeit, dass es notwendig wird, fehlerhafte Komponenten zu ersetzen, beeinträchtigt hat.
  • Deshalb ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Kabinendruckregelsystem, ein Verfahren zur Regelung des Kabinendruckes und ein Auslassventil vorzusehen, womit eine wirksame Druckregelung und Verhinderung eines übermäßig hohen Druckes in der Kabine bei verringertem Gewicht und erhöhter Redundanz ermöglicht wird. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Aufrechterhaltung einer hochwertigen Kabinendruckregelung, auch wenn eine oder mehrere Komponenten des Kabinendruckregelungssystems ausfallen sollten.
  • Zur Lösung dieser Aufgaben bringt die Erfindung in einer ersten Ausführungsform ein Kabinendruckregelungssystem der verstehend erwähnten Art vor, das dadurch gekennzeichnet ist, dass mindestens ein Auslassventil an mindestens einen Regler und mindestens einen Druckmessfühler angeschlossen ist, um sowohl das Steuerungssignal von mindestens diesem einem Regler und ein Signal eines tatsächlichen Drucks von min-destens einem Druckmessfühler aufzunehmen. Vorteilhafter Weise bein-haltet das Kabinendruckregelungssystem mehrere Regler, mehrere Druck-messfühler für den Druck in der Kabine und mehrere Auslassventile, die aneinander angeschlossen sind. Dann kann ein Austausch von Signalen aller Regler, Druckmessfühler und Auslassventile über eine gemeinsame Datenaustauschleitung erfolgen.
  • In einer zweiten Ausführungsform werden die vorstehend aufgeführten Aufgaben durch ein Kabinendruckregelungssystem der erwähnten Art gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist, dass mindestens ein Druckmessfühler, mindestens ein Auslassventil und mindestens ein Regler über eine gemeinsame Datenaustauschleitung miteinander verbunden sind und Signale untereinander austauschen können.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform beinhaltet das Kabinendruckregelungssystem mindestens einen weiteren Druckmessfühler zur Messung des atmosphärischen Druckes. Dieser Druckmessfühler kann als integraler Bestandteil in das Kabinendruckregelungssystem einbezogen und an die gemeinsame Datenaustauschleitung angeschlossen sein. Als Alternative kann der Druckmessfühler zur Messung des atmosphärischen Druckes an mindestens einen Regler angeschlossen sein. In diesem Fall kann der Druckmessfühler Teil eines anderen Avioniksystems, zum Beispiel eines Systems zur Bestimmung von Flugparametern, sein.
  • Die Datenaustauschleitung kann als Duplex-Bussystem konfiguriert sein und vorzugsweise eine dreifache Redundanz aufweisen. Sie kann an eine Schalttafel zur Ausgabe von Informationen an und zur Eingabe von Anweisungen durch eine Bedienungsperson angeschlossen sein.
  • Alle Hauptfunktionen des neuen Kabinendruckregelungssystems sind vorzugsweise dreifach ausgeführt. Sie können mit dem dreifach redundanten Duplex-Bussystem für die beidseitige Datenübermittlung untereinander verbunden sein. Dieses System ist vorzugsweise zeitsynchron. Eine Datensynchronisation und Symmetrierung erfolgt zwischen allen an den Bus angeschlossenen Komponenten.
  • Im Gegensatz zu den Systemen nach dem Stand der Technik ist für den Regelvorgang kein Kanal vorhanden, der die zugehörigen Ansteuerungen für alle Auslassventile leitet. Die Erfindung sieht vielmehr eine Druck-regelung vor, die von den durch eine Enscheidungslogik gewählten Kom-ponenten durchgeführt wird. Die angewählten Komponenten können in jedem größeren Zeitrahmen der Echtzeit-Regelfunktion variieren.
  • Bei einem Ausfall in einer Funktion findet keine Systembeinträchtigung, wie etwa der Verlust eines Kanals bei Systemen nach dem Stand der Technik, statt. Nur die betroffene Funktion hat einen Defekt oder ist fehlerverdächtig. Sie kann durch eine andere Komponente ersetzt werden, welche die gleiche Funktion wahrnimmt. Kann der Ausfall behoben werden, dann wird die defekte Komponente auf Grundlage der Ergebnisse einer eingebauten Testlogik wieder in Betrieb genommen.
  • Die Erfindung sieht aber noch eine manuelle Betriebsart vor, die als Funktion der Betriebsmittel des bereits vorhandenen Regelungssystems läuft. Es ist nicht notwendig, für die Funktion der manuellen Betriebsart zusätzliche Systembetriebsmittel zuzuordnen. Die Komponenten und der Bus brauchen nicht modifiziert zu werden.
  • Die Einführung des Bus ermöglicht eine hohe Flexibilität des Kabinendruckregelungssystems. Defekte Komponenten werden vom Bus getrennt und sie lassen sich leicht ersetzen. Zusätzliche Komponenten lassen sich ohne komplizierte Änderungen in der Systemarchitektur anfügen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass das Signal für den tatsächlichen Druck zusätzlich an mindestens ein Auslassventil zur Regelung des Druckunterschiedes zwischen dem tatsächlichen Druck und dem atmosphärischen Druck übermittelt wird, um den Druckunterschied zwischen einem vorbestimmten oberen Niveau und einem vorbestimmten unteren Niveau zu halten. Zusätzlich kann das Signal für den atmosphärischen Druck an mindestens ein Auslassventil übermittelt werden. Vorteilhafter Weise sind wieder mehrere Regler, Druckmessfühler und Auslassventile vorgesehen, die Informationen über eine gemeinsame Datenaustauschleitung austauschen. Jeder Regler kann sein eigenes Steuerungssignal berechnen. Die Steuerungssignale aller Regler werden dann miteinander verglichen, um etwaige ungenaue Berechnungen festzustellen. Zusätzlich erhalten die Auslassventile Druckinformationen und können die Genauigkeit der von den Reglern kommenden Steuerungssignale überprüfen.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform werden die Positionen der Steuereinheiten von jedem Auslassventil überwacht und an andere Auslassventile und/oder an die Regler übermittelt. Eine Fehlfunktion einer Steuereinheit kann beim Datenaustausch zwischen den Auslassventilen ohne Beteiligung der Regler festgestellt werden. Ungenaue Positionen lassen sich ohnen weiteres feststellen. Die Stromversorgung eines Auslassventils, dessen Steuereinheit eine ungenaue Position aufweist, kann abgeschaltet werden. Vorzugsweise tauschen die Auslassventile Informationen über die Positionen ihrer Steuereinheiten über die gemein-same Datenaustauschleitung aus. Als Alternative kann ein getrennter Da-tenaustauschkanal vorgesehen werden.
  • Die Positionen der Steuereinheiten aller Auslassventile werden durch den jeweils beteiligten Regler gesteuert. Dieser Regler kann mit den anderen Reglern, den Druckmessfühlern und Auslassventilen in Verbindung stehen. Das System kann vom beteiligten Regler automatisch auf einen anderen umschalten.
  • Sendet der jeweils beteiligte Regler ein falsches Steuerungssignal aus, dann wird dieses als falsch erkannt. Die Regelung und Berechnung des Steuerungssignals wird auf einen anderen Regler übertragen. Es erfolgt keine Beeinträchtigung des Systems.
  • Das erfindungsgemäße Auslassventil ist dadurch gekennzeichnet, dass es zusätzlich einen Eingang zur Aufnahme des Signals für den tatächlichen Druck und mindestens eine Schaltlogik zur Betätigung seiner Steuerungseinheit aufweist.
  • Im Gegensatz zu den Auslassventilen nach dem Stand der Technik sieht die vorliegende Erfindung ein Auslassventil mit einer eigenen Logikeinheit vor. Diese Logikeinheit ist vorzugsweise weniger kompliziert, als die Logikeinheiten des Reglers. Sie sieht eine Sicherheitsspeicherung für den Fall vor, dass alle Regler ausfallen und überwacht ständig die vom jeweils beteiligten Regler kommenden Steuerungssignale. Zu diesem Zweck ist das Auslassventil mit einem Eingang zur Aufnahme des Sigals für den tatsächlichen Druck ausgestattet.
  • Zur weiteren Verbesserung der Redundanz beinhaltet das Auslassventil vorzugsweise einen weiteren Eingang für das Signal des atmosphärischen Drucks und/oder ein Signal für den Druckunterschied. Alternativ oder zusätzlich kann das Auslassventil mit einem Ein-/Ausgang zum Anschluss an eine gemeinsame Datenaustauschleitung versehen sein. Alle relevanten Informationen können an jedes Auslassventil übermittelt werden. Die Logikeinheiten nehmen alle erforderlichen Informationen für die Betätigung ihrer zugehörigen Steuerungseinheiten auf. Das Betäti-gungssignal und die Position der Steuerungseinheit wird ständig überwacht und mit den Steuerungssignalen der Regler verglichen.
  • Das Auslassventil kann vorteilhafter Weise zwei Steuerungseinheiten aufweisen. Es kann eine einzige Logikeinheit zur Betätigung aller Steuerungseinheiten vorgesehen werden. Alternativ kann jede Steuerungseinheit mit einer eigenen Logikeinheit ausgestattet werden. Im letzteren Fall stehen die Logikeinheiten von jedem Auslassventil miteinander in Verbindung. Die Verbindung kann über die gemeinsame Datenaustauschleitung oder über einen direkten Datenaustauschkanal zwischen den Logikeinheiten innerhalb des Auslassventils erfolgen.
  • Nachstehend wird die Erfindung anhand der in den Zeichnungen als Beispiel gezeigten Ausführungsformen ausführlich beschrieben, wie folgt:
  • 1 zeigt ein Kabinendruckregelungssystem nach dem Stand der Technik;
  • 2 ist eine schematische Darstellung eines Kabinendruckregelungssystems in Übereinstimmung mit der Erfindung;
  • 3 ist eine schematische Darstellung des Datenaustausches des Kabinendruckregelungssystems in Übereinstimmung mit der Erfindung;
  • 4 ist eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform eines Luftaustrittsventils;
  • 5 ist eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform eines Luftaustrittsventils;
  • 6 zeigt schematisch die Kommunikation und Signalverarbeitung nach einer ersten Ausführungsform der Erfindung; und
  • 7 zeigt schematisch die Kommunikation und Signalverarbeitung nach einer zweiten Ausführungsform der Erfindung;
  • 1 zeigt ein Kabinendruckregelungssystem nach dem Stand der Technik, das einen Druckmessfühler A, einen Regler B, ein Auslassventil C und eine Anzeige D beinhaltet. Bei einem Ausfall des Druck-messfühlers A, des Reglers B und/oder des Auslassventils C wird der Druckunterschied zwischen einem oberen und unteren Niveau durch ein getrenntes, vollständig pneumatisch betriebenes Sicherheitsventil E aufrecht erhalten. Die Kabine ist schematisch als F gekennzeichnet.
  • Die Regelung des Druckunterschiedes erfolgt durch Messung sowohl des tatsächlichen Druckes in der Kabine F, als auch des Druckes der Atmosphäre, welche die Kabine F umgibt. Die Werte werden im Regler B verarbeitet und an das Auslassventil C übertragen. Es besteht keine direkte Verbindung zwischen dem Druckmessfühler A und dem Auslassventil C. Die Signale von Druckmessfühler A und die Berechnungsergebnisse von Regler B lassen sich auf der Anzeige D darstellen. Zusätzlich sieht die Anzeige D eine manuelle Betriebsart mit direktem Einfluss auf das Auslassventil C vor.
  • Bei einem Ausfall des Reglers B kann das System nach dem Stand der Technik die komplizierten Mechanismen des Kabinendrucks nicht mehr aufrecht erhalten und wird auf Simplexbetrieb zurückgeführt. Das Sicherheitsventil E ist schwer, sperrig und erhöht das Gewicht und die Kosten des Systems. Obwohl in einem System nach dem Stand der Technik mehrere Regler B vorgesehen werden können, erfolgt der Informationsaustausch immer über definierte Kanäle. Es findet keine freie Kommunikation zwischen den Systemkomponenten statt.
  • 2 und 3 zeigen schematisch ein erfindungsgemäßes Kabinendruckregelungssystem 10 und den Datenaustausch zwischen den Systemkom ponenten. Das System 10 beinhaltet drei Regler 11, 12, 13 für die Auslassventile 14, 15, 16, 17 und drei Druckmessfühler 18, 19, 20 zur Messung des tatsächlichen Druckes in der Kabine. Die Komponenten sind miteinander verbunden durch einen dreifach redundanten Duplex-Bus 22 für die beidseitige Datenübermittlung. Der Bus 22 ist an eine Schalttafel 21 zur Anzeige der Information und zur Eingabe von Anweisungen durch eine Bedienungsperson angeschlossen. Zusätzlich sind am Bus 22 Anschlüsse 23, 24 zur Verbindung mit anderen Avioniksystemen vorgesehen. Die Kabine ist schematisch mit der Ziffer 50 gekennzeichnet.
  • Jedes Auslassventil 14, 15, 16, 17 beinhaltet zwei Steuerungseinheiten 25, 26, die über einen Kanal 27 miteinander kommunizieren können. Jede Steuerungseinheit 24, 25 ist am Bus 22 angeschlossen.
  • Bei der in 2 und 3 gezeigten Ausführungsform beinhaltet das Kabinendruckregelungssystem 10 zusätzlich drei Druckmessfühler 28, 29, 30 zur Messung des atmosphärischen Druckes, die direkt am Bus 22 angeschlossen sind. Zusätzlich oder alternativ kann der atmosphärische Druck durch einen Druckmessfühler 28' gemessen werden, dessen Ausgangssignale über einen Anschluss 31 an die Regler 11, 12, 13 übertragen werden. Der Druckmessfühler 28' kann Teil eines Systems zur Bestimmung von Flugparametern, wie Gesamtdruck, atmosphärischer Druck und Anstellwinkel sein.
  • Der Bus 22 gestattet die volle Kommunikation aller gezeigten Komponenten miteinander. Die Regler 11, 12, 13, die Auslassventile 14, 15, 16, 17 und ihre Steuerungseinheiten 25, 26, sowie die Druckmessfühler 18, 19, 20 und die Druckmessfühler 28, 29, 30 können ohne weiteres Informationen austauschen. Eine Entscheidungslogik bestimmt jeweils, welcher Regler 11, 12, 13 beteiligt ist. Zusätzlich wird bestimmt, welcher Druckmessfühler 18, 19, 20, beziehungsweise 28, 29, 30 zur Berechnung herangezogen wird. Jeder Regler 11, 12, 13 kann mit jeder Steuerungseinheit 25, 26 kommunizieren. Der Informationsaustausch zwischen den Steuerungseinheiten 25, 26 erfolgt über den Bus 22 oder den Kanal 27. Zusätzlich kommunizieren die Auslassventile 14, 15, 16, 17 miteinander und überwachen die Position ihrer jeweiligen Steuerungseinheiten 25, 26. Jede unrichtige Position einer Steuerungseinheit wird an alle Auslassventile 14, 15, 16, 17 und an die Regler 11, 12, 13, sowie an die Schalttafel 21 übermittelt. Die Stromversorgung einer Steuerungseinheit 25, 26 mit einer unrichtigen Position wird abgeschaltet.
  • An den Bus 22 können leicht neue Komponenten angefügt werden. Defekte Komponenten des Kabinendruckregelungssystems 10 können ohne weiteres getrennt und ersetzt werden. Falls einer der Regler 11, 12, 13 oder einer der Druckmessfühler 18, 19, 20, 28, 29, 30 ausfällt oder als defekt vermutet wird, werden die erforderlichen Berechnungen zur Aufrechterhaltung des vorbestimmten Druckunterschiedes auf einen der verbleibenden Regler 11, 12, 13 übertragen. Demzufolge besteht eine hohe Redundanz.
  • 4 und 5 zeigen zwei verschiedene Ausführungsformen eines Auslassventils 14. Die anderen Auslassventile 15, 16, 17 weisen die gleiche Konstruktion auf. In beiden Ausführungsformen ist das Auslassventil 14 mit einem Eingang zum Empfang eines Signals 32 für den tatsächlichen Druck in der Kabine ausgestattet. Zusätzlich ist ein Eingang 42 für ein Signal des atmosphärischen Drucks in der umgebenden Atmosphäre vorgesehen. Ein Eingang 43 ist zum Empfang eines Steuerungssignals 34 vom beteiligten Regler 11, 12, 13 bestimmt. Als weitere Sicherheitsmaßnahme kann ein zusätzlicher Eingang 44 vorgesehen wer-den, um ein Signal 40 für den Druckunterschied aufzunehmen, das den Druckunterschied zwischen der Kabine F und der umgebenden Atmosphäre anzeigt. Das Auslassventil 14 weist ferner einen Ein-/Ausgang 45 auf, zum Austausch von Signalen mit dem Bus 22, wie mit dem Pfeil 39 angedeutet. Die Eingänge 43, 44 und der Ein-/Ausgang 45 können in der Praxis als eine einzige Komponente, zum Beispiel als Steckverbindung, gestaltet werden.
  • Alle Eingänge 41, 42, 43, 44 und der Ein-/Ausgang 45 sind in einer Logikeinheit 35, 36, 37 angeordnet oder daran angeschlossen. In der Ausführungsform von 4 ist das Auslassventil 14 mit einer einzigen Logikeinheit zur Betätigung der beiden Steuerungseinheiten 25, 26 verse-hen, wie mit dem Pfeil 38 schematisch angedeutet. Die beiden Steuer-ungseinheiten 25, 26 sind so gestaltet, dass sie ein schematisch darge-stelltes Stellglied 46 zur Regelung des Luftstroms in die Kabine F hinein oder aus der Kabine F heraus betätigen können.
  • Die Ausführungsform von 5 zeigt ein Auslassventil 14 mit zwei Logikeinheiten 36, 37. Jede Logikeinheit 36, 37 ist für die Betätigung des Stellgliedes 46 einer Steuerungseinheit 25, 26 zugeordnet. Für eine voll redundante Ausführung ist jede Logikeinheit 36, 37 mit den Eingängen 41, 42, 43 und dem Ein-/Ausgang 45 ausgestattet. Als zusätzliche Sicher-heitsmaßnahme kann ein zusätzlicher Eingang 44 vorgesehen werden, um ein Signal 40 für den Druckunterschied aufzunehmen.
  • 6 und 7 zeigen verschiedene Ausführungsformen für Kommunikation und Signalverarbeitung. In der Ausführungsform von 5 wird das Signal 32 für den tatsächlichen Druck vom Druckmessfühler 18 und das Signal 33 für den atmosphärischen Druck vom Druckmessfühler 28 an den Bus 22 und vom Bus 22 auf den Regler 11 übermittelt. Der Regler 11 berechnet ein Steuerungssignal 34 auf Grundlage des Signals 32 für den tatsächlichen Druck, des Signals 33 für den atmosphärischen Druck und zusätzlicher Parameter, wie Höhe über Grund, Schätzwert der Flugzeit, etc.. Dieses Steuerungssignal 34 wird ebenfalls an den Bus 22 übermittelt.
  • Alle Signale 32, 33, 34 werden auf die Logikeinheit 35 des Auslassventils 14, 15, 16, 17 übertragen. Diese Logikeinheit vergleicht das Steuerungssignal 34 mit dem Signal 32 für den tatsächlichen Druck und dem Signal 33 für den atmosphärischen Druck. Zeigt dieser Vergleich, dass das Steuerungssignal nicht fehlerhaft ist, dann betätigt die Logikeinheit 35 die zugehörigen Steuerungseinheiten 24, 25. Geht jedoch aus dem Vergleich hervor, dass das Steuerungssignal 34 fehlerhaft sein könnte, wird die Information an den Bus 22 zurück übermittelt, wie bei 47 schematisch dargestellt, und an die anderen Regler 12, 13. Die Signale 34 vom Regler 11 werden dann ignoriert und einer der übrigen Regler, 12, 13 übernimmt den Regelungsvorgang.
  • Zusätzlich oder als Alternative können die übrigen Regler 12, 13 das Signal 32 für den tatsächlichen Druck und das Signal 33 für den atmosphärischen Druck oder das Signal 40 für den Druckunterschied ständig aufnehmen. Dann sind alle drei Regler 11, 12, 13 parallel geschaltet. Eine Entscheidungslogik (nicht gezeigt) entscheidet, welcher Regler 11, 12, 13 den Regelungsvorgang übernimmt. Von der Logikeinheit 35 werden dann nur die von diesem Regler kommenden Steuerungssignale ausgewertet. Selbstverständlich werden die Signale 32, 33 von den übrigen Druckmessfühlern 19, 20, 29, 30 ebenfalls an den Bus 22 und an die Regler 11, 12, 13 zur Auswertung übermittelt. Ist ein Druckmessfühler defekt, dann wird sein Ausgangssignal 32, 33 als fehlerhaft betrachtet und nicht mehr berücksichtigt.
  • 7 zeigt die Kommunikation und Signalverarbeitung mit einem Auslassventil, das zwei Logikeinheiten 36, 37 beinhaltet. Die Signale 32, 33, 34 werden über den Bus 22 an beide Logikeinheiten 36, 37 übermittelt. Die beiden Logikeinheiten 36, 37 stehen miteinander entweder über den Bus 22, wie beim Pfeil 39 schematisch dargestellt oder alternativ über die Kanäle 27 in Verbindung. Jede Logikeinheit 36, 37 überwacht die Position der zugehörigen Steuerungseinheit 25, 26. Diese Position wird an die anderen Logikeinheiten 35, 36, 37 und an die Regler 11, 12, 13 übermittelt, wie bei 39 gezeigt. Wird die Position einer Steuerungseinheit als ungenau befunden, dann wird die Stromversorgung für die Steuerungseinheit 24 abgeschaltet. Die Steuerungseinheiten 25, 26 können so konstruiert sein, dass sie inaktiv sind, sobald sie kein Eingangssignal mehr erhalten. Bei dieser Konstruktion genügt es, die Stromversorgung für die zugehörige Logikeinheit 36, 37 abzuschalten. Die Positionen der übrigen Steuerungseinheiten 25, 26 werden werden so eingestellt, dass die fehlerhafte Position kompensiert wird.
  • In einer weiteren Ausführungsform stehen die Auslassventile 14, 15, 16, 17 miteinander in Verbindung und bestimmen die Position einer fehlerhaften Steuerungseinheit ohne Beteiligung der Regler 11, 12, 13. Die Kommunikation erfolgt über den Bus 22. Durch Vergleich der jeweiligen Positionen der Steuerungseinheiten 25, 26 lässt sich eine fehlerhafte Position ohne weiteres bestimmen.
  • Die Erfindung sieht ein Kabinendruckregelungssystem 10 vor, das eine wirksame Druckregelung durch Verbindung aller Komponenten des Kabinendruckregelungssystems 10 miteinander ermöglicht. Das vorher erforderliche Sicherheitsventil E kann vollständig eliminiert werden, wodurch sich eine Gewichtseinsparung ergibt. Durch den Informationsaustausch und die Kommunikation zwischen den Komponenten kann die Redundanz des erfindungsgemäßen Kabinendruckregelungssystems signifikant erhöht werden. Selbst wenn eine oder mehrere Komponenten ausfallen, ist es immer noch möglich, eine hochwertige Regelung des Drucks in der Kabine aufrecht zu erhalten. Sollten alle Regler 11, 12, 13 ausfallen, dann ist eine Sicherheitsfunktion auf Grundlage der Logikeinheiten 35, 36, 37 des Auslassventils 14, 15, 16, 17 vorgesehen. In ähnlicher Weise lässt sich der Ausfall eines Druckmessfühlers 18, 19, 20, 28, 29, 30 leicht kom-pensieren. Der Druckunterschied zwischen dem tatsächlichen Druck in der Kabine und dem Druck der umgebenden Atmosphäre wird zuverlässig zwischen einem vorbestimmten oberen und unteren Niveau aufrecht erhalten.

Claims (14)

  1. Kabinendruckregelungssystem für eine Kabine (50), insbesondere eines Flugzeugs, aufweisend: a) mindestens einen ersten Druckmessfühler (18; 19; 20), der den tatsächlichen Druck in der Kabine (50) misst und ein Signal (32) für den tatsächlichen Druck erzeugt; b) mindestens einen zweiten Druckmessfühler (28; 29; 30), der den atmosphärischen Druck der die Kabine (50) umgebenden Atmosphäre misst und ein Signal (33) für den atmosphärischen Druck erzeugt; c) mindestens einen an den ersten Druckmessfühler (18; 19; 20) und an den zweiten Druckmessfühler (28; 29; 30) angeschlossenen Regler (11; 12; 13), der auf Grundlage des tatsächlichen Druckes und des atmosphärischen Druckes oder eines Druckunterschiedes zwischen dem tatsächlichen Druck und dem atmosphärischen Druck ein Steuerungssignal (34) berechnet, und d) mindestens ein Auslassventil (14; 15; 16; 17), dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Auslaßventil (14, 15, 16, 17) an den ersten Druckmessfühler (18; 19; 20) und den Regler (11; 12; 13) angeschlossen ist, wobei das Auslassventil (14; 15; 16; 17) das Steuerungssignal (34) und das Signal (32) für den tatsächlichen Druck empfängt und den Druckunterschied zwischen dem tatsächlichen Druck und dem atmosphärischen Druck regelt.
  2. Kabinendruckregelungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Datenaustauschleitung (22) an den ersten Druckmessfühler (18; 19; 20), den zweiten Druckmessfühler (28; 29; 30), den Regler (11; 12; 13) und das Auslassventil (14; 15; 16; 17) an geschlossen ist, wobei die Datenaustauschleitung (22) mindestens das Signal (32) für den tatsächlichen Druck, das Signal (33) für den atmosphärischen Druck und das Steuerungssignal (34) austauscht.
  3. Kabinendruckregelungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenaustauschleitung (22) einen Duplexbus oder einen dreifach redundanten Bus aufweist.
  4. Kabinendruckregelungssystem nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schalttafel (21) zur Eingabe von Anweisungen durch eine Bedienungsperson und zur Ausgabe von Informationen an eine Bedienungsperson an die Datenaustauschleitung (22) angeschlossen ist.
  5. Verfahren zur Regelung des tatsächlichen Druckes in einer Kabine (50), insbesondere eines Flugzeugs, aufweisend: a) Messung des tatsächlichen Druckes in der Kabine (50) und Erzeugung eines Signals (32) für den tatsächlichen Druck; b) Messung des die Kabine (50) umgebenden atmosphärischen Druckes und Erzeugung eines Signals (33) für den atmosphärischen Druck; c) Berechnung oder Messung eines Druckunterschieds zwischen dem tatsächlichen Druck und dem atmosphärischen Druck und Erzeugung eines Signals (40) für den Druckunterschied; d) Übertragung des Signals (32) für den tatsächlichen Druck, des Signals (33) für den atmosphärischen Druck und/oder des Signals (40) für den Druckunterschied an einen Regler (11; 12; 13), der ein Steuerungssignal (34) für ein Auslassventil (14; 15; 16; 17) berechnet, das den Druckunterschied zwischen dem tatsächlichen Druck und dem atmosphärischen Druck regelt und e) dadurch gekennzeichnet, dass das Signal (32) für den tatsächlichen Druck zusätzlich zu dem Auslassventil (14; 15; 16; 17) übertragen wird, um den Druckunterschied zwischen einem vorbestimmten oberen Niveau und einem vorbestimmten unteren Niveau aufrechtzuhalten.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Signal (33) für den atmosphärischen Druck zusätzlich an das Auslassventil (14; 15; 16; 17) übertragen wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Signal (32) für den tatsächlichen Druck, das Signal (33) für den atmosphärischen Druck, das Signal (40) für den Druckunterschied und das Steuerungssignal (34) über eine Datenaustauschleitung (22) ausgetauscht wird.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der atmosphärische Druck und der tatsächlichen Druck wiederholt gemessen und der Druckunterschied wiederholt berechnet oder gemessen wird, wobei aus jedem Druckunterschied ein Steuerungssignal (34) erzeugt wird und wobei die Steuerungssignale (34) verglichen werden, um ungenaue Berechnungen festzustellen.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionen einer Vielzahl von Steuerungseinheiten (25; 26), die mit einer Vielzahl von Auslassventilen (14; 15; 16; 17) verbunden sind, gemessen werden und dass die Messungen verglichen werden, um ungenaue Positionen festzustellen.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Auslassventil (14; 15; 16; 17) abgeschaltet wird, wenn festgestellt wurde, dass die mit dem Auslassventil (14; 15; 16; 17) verbundene Steuerungseinheit (25, 26) eine ungenaue Position hat.
  11. Auslassventil zur Regelung eines Druckunterschiedes zwischen einem tatsächlichen Druck in einer Kabine (50) und einem atmosphärischen Druck der die Kabine (50) umgebenden Atmosphäre, aufweisend: a) mindestens eine Steuerungseinheit (25; 26); b) einen ersten Eingang (43) zum Empfang eines Steuerungssignals (34) von einem Regler (11; 12; 13), gekennzeichnet durch c) einen zweiten Eingang (41) zum Empfang eines Signals (32) für den tatsächlichen Druck und d) mindestens eine Schaltlogikeinheit (35; 36; 37), die auf das Steuerungssignal (34) und auf das Signal (32) für den tatsächlichen Druck anspricht, um die Steuerungseinheit (25; 26) zu betätigen.
  12. Auslassventil nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein dritter Eingang (42) ein Signal (33) für den atmosphärischen Druck aufnimmt.
  13. Auslassventil nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein vierter Eingang (44) ein Signal (40) für den Druckunterschied aufnimmt.
  14. Auslassventil nach einem der Ansprüche 11 bis 13, gekennzeichnet durch einen Ein-/Ausgang (45), der an eine Datenaustauschleitung (22) anschließbar ist.
DE60003197T 2000-11-28 2000-12-04 Kabinendruckregelungssystem, Verfahren zur Regelung des Kabinendruckes und Luftaustrittsventil Expired - Lifetime DE60003197T2 (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
EP00125999 2000-11-28
EP00125999 2000-11-28
EP00126639A EP1209079B1 (de) 2000-11-28 2000-12-04 Kabinendruckregelungssystem, Verfahren zur Regelung des Kabinendruckes und Luftaustrittsventil

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE60003197D1 DE60003197D1 (de) 2003-07-10
DE60003197T2 true DE60003197T2 (de) 2004-06-09

Family

ID=26071618

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE60003197T Expired - Lifetime DE60003197T2 (de) 2000-11-28 2000-12-04 Kabinendruckregelungssystem, Verfahren zur Regelung des Kabinendruckes und Luftaustrittsventil

Country Status (13)

Country Link
US (1) US6746322B2 (de)
EP (2) EP1209079B1 (de)
JP (1) JP4025198B2 (de)
KR (1) KR100470120B1 (de)
CN (1) CN1176829C (de)
AU (1) AU2002227950A1 (de)
BR (1) BR0107854B1 (de)
CA (1) CA2398178C (de)
CZ (1) CZ20022473A3 (de)
DE (1) DE60003197T2 (de)
ES (1) ES2200775T3 (de)
PL (1) PL355682A1 (de)
WO (1) WO2002044023A1 (de)

Families Citing this family (16)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6945278B2 (en) * 2003-04-30 2005-09-20 Honeywell International, Inc. Fully integrated aircraft cabin pressure control system valve
US20060019594A1 (en) * 2004-07-22 2006-01-26 Honeywell International, Inc. Cabin pressure control system and method
US7462098B2 (en) * 2005-03-16 2008-12-09 Honeywell International, Inc. Cabin pressure control system and method that accommodates aircraft take-off with and without a cabin pressurization source
US7549916B2 (en) * 2005-07-08 2009-06-23 Honeywell International Inc. Cabin pressure control system and method that implements high-speed sampling and averaging techniques to compute cabin pressure rate of change
FR2890042B1 (fr) 2005-08-26 2007-10-26 Liebherr Aerospace Toulouse Sa Systeme de pressurisation d'une cabine d'aeronef
US7454254B2 (en) * 2005-08-30 2008-11-18 Honeywell International, Inc. Aircraft cabin pressure control system and method for reducing outflow valve actuator induced cabin pressure oscillations
DE102005059369B4 (de) 2005-12-13 2012-06-14 Airbus Operations Gmbh Verfahren und Einrichtung zur automatischen Entlastung eines Hochauftriebsflächensystems, insbesondere eines Landeklappensystems, eines Flugzeugs
DE102006001685B4 (de) * 2006-01-12 2009-11-12 Airbus Deutschland Gmbh Verfahren und System zur Steuerung des Drucks in einer Flugzeugkabine
US8808072B2 (en) * 2007-03-22 2014-08-19 Honeywell International Inc. Cabin pressure control system dual valve control and monitoring architecture
US8240331B2 (en) * 2008-10-16 2012-08-14 Honeywell International Inc. Negative pressure relief valve assembly
US8864559B2 (en) * 2009-01-08 2014-10-21 Honeywell International Inc. Multiple outflow valve cabin pressure control system
US8376818B2 (en) * 2009-01-29 2013-02-19 Honeywell International Inc. Thrust recovery, or other valve, containing two independently actuated doors and control system
CN103569370A (zh) * 2013-11-01 2014-02-12 成都飞机工业(集团)有限责任公司 一种控制封闭腔体内气体压力的机电式通气活门
US10106263B2 (en) 2016-02-29 2018-10-23 Honeywell International Inc. Wireless aircraft cabin pressure control system utilizing smart pressure sensors
DE102016204038B4 (de) * 2016-03-11 2020-01-30 Airbus Operations Gmbh Verfahren und System zur Erkennung von Schäden an Komponenten eines Luftfahrzeugs
CN114275164B (zh) * 2022-01-18 2023-10-20 中国兵器工业集团第二一四研究所苏州研发中心 一种高空连续供氧压力调控系统及方法

Family Cites Families (15)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
USRE24990E (en) * 1961-05-23 Cabin pressure control
US2450881A (en) * 1941-10-18 1948-10-12 Boeing Co Pressure cabin control
US2539430A (en) * 1941-10-18 1951-01-30 Boeing Co Pressure cabin system
US2513332A (en) * 1946-11-18 1950-07-04 Garrett Corp Cabin pressure control system
US2725007A (en) * 1953-06-25 1955-11-29 Sncaso Cabin pressure control
US3376803A (en) * 1966-07-11 1968-04-09 United Aircraft Corp Cabin pressure regulator
US3473460A (en) * 1968-01-17 1969-10-21 United Aircraft Corp Cabin pressure rate controller
US4164899A (en) * 1977-06-13 1979-08-21 The Garrett Corporation Pressure differential system
US4164900A (en) * 1977-06-13 1979-08-21 The Garrett Corporation Flow annunciation system
US4553474A (en) * 1981-11-25 1985-11-19 The Garrett Corporation Aircraft cabin pressurization system
AU1587592A (en) * 1991-03-18 1992-10-21 Echelon Corporation Networked variables
US5273486A (en) * 1992-11-27 1993-12-28 United Technologies Corporation Adaptive aircraft cabin pressure control system
DE4316886C2 (de) * 1993-05-19 1995-05-18 Nord Micro Elektronik Feinmech Kabinendruckregelanlage für Flugzeuge
DE19628395C2 (de) * 1996-07-13 1998-06-04 Daimler Benz Aerospace Airbus System zur Regelung der Abluftmengenströme eines Flugzeuges
DE19963211A1 (de) * 1999-12-28 2001-07-12 Bosch Gmbh Robert Verfahren und Vorrichtung zur Manipulationssicherung eines Wegstreckenzählers oder eines Fahrtenschreibers

Also Published As

Publication number Publication date
AU2002227950A1 (en) 2002-06-11
JP2004514596A (ja) 2004-05-20
EP1209079A1 (de) 2002-05-29
PL355682A1 (en) 2004-05-17
EP1250258A1 (de) 2002-10-23
BR0107854B1 (pt) 2009-05-05
US6746322B2 (en) 2004-06-08
US20020193063A1 (en) 2002-12-19
CA2398178A1 (en) 2002-06-06
EP1209079B1 (de) 2003-06-04
CZ20022473A3 (cs) 2003-05-14
KR20020086476A (ko) 2002-11-18
WO2002044023A1 (en) 2002-06-06
KR100470120B1 (ko) 2005-02-05
JP4025198B2 (ja) 2007-12-19
ES2200775T3 (es) 2004-03-16
CA2398178C (en) 2007-08-14
DE60003197D1 (de) 2003-07-10
CN1396876A (zh) 2003-02-12
BR0107854A (pt) 2002-10-29
CN1176829C (zh) 2004-11-24

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE60003197T2 (de) Kabinendruckregelungssystem, Verfahren zur Regelung des Kabinendruckes und Luftaustrittsventil
EP0616941B1 (de) Anordnung zur Verhinderung des selbsttätigen Öffnens einer nicht ordnungsgemäss geschlossenen und verriegelten Tür oder Klappe im Flugzeugrumpf
DE60100098T2 (de) Regler, kabinendruckregelsystem und -verfahren
DE102015008754B4 (de) Zustandsüberwachung eines Stellantriebs in einem Fluggerät
DE69515847T2 (de) System zur Abgabe eines Boden-/Luft-Signals für Flugregelsysteme von Flugzeugen
DE69936255T2 (de) Elektromagnet- vorrichtung mit zwei von drei elektromagneten die immer betätigt sind
DE4316886C2 (de) Kabinendruckregelanlage für Flugzeuge
EP0447750B1 (de) Bremsanlage mit wenigstens einem Bremskreis
DE69626484T2 (de) Gerät und verfahren zur anwendung beim testen von gasdruckverminderungsausrüstung
DE3432890C2 (de)
DE19919504A1 (de) Triebwerksregler, Triebwerk und Verfahren zum Regeln eines Triebwerks
DE102004039669A1 (de) Kühlung von Luft in einem Flugzeug
DE2921464A1 (de) Steuersysteme
EP0372218A2 (de) Verfahren zur Regelung einer druckluftgestützten Fahrzeugfederung
DE3423944A1 (de) Fahrzeugbremsanlage
DE102007017601A1 (de) Redundante Sauerstoffversorgung für ein Luftfahrzeug
DE69811991T2 (de) Kraftstoffregler für eine Gasturbine
WO1991014861A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur überwachung des konvertierungsgrades eines katalysators im abgassystem einer brennkraftmaschine
DE19622095A1 (de) Druckmittelanlage
DE2933780C2 (de) Redundante Steuereinrichtung
EP0569697B1 (de) Verfahren zur Überwachung der wenigstens einen Anhängerbremse des Anhängers eines Fahrzeugzuges auf Überlast
DE102006014572B4 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Luftverteilung in einem Frachtflugzeug
DE69311386T2 (de) Vorrichtung zur Steuerung des Injektionsdruckes eines Fluidiums in einer Hilfsdüse einer Düsenwebmaschine
WO2009100734A1 (de) Softstartvorrichtung für druckluftsysteme und verfahren zum betreiben einer softstartvorrichtung
DE3812806A1 (de) Pneumatische filter-regler-anordnung

Legal Events

Date Code Title Description
8332 No legal effect for de
8370 Indication of lapse of patent is to be deleted
8364 No opposition during term of opposition