DE60004502T2 - Herstellung von bersteinsäure und derivaten mit polyaminofunktionalitäten - Google Patents

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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C227/00Preparation of compounds containing amino and carboxyl groups bound to the same carbon skeleton
    • C07C227/04Formation of amino groups in compounds containing carboxyl groups
    • C07C227/06Formation of amino groups in compounds containing carboxyl groups by addition or substitution reactions, without increasing the number of carbon atoms in the carbon skeleton of the acid

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Description

  • Diese Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Polyaminosuccinsäuren und Derivaten davon, wobei in den Verfahren ein primärer Alkohol als Lösungsmittel verwendet wird. Insbesondere bezieht sich diese Erfindung auf ein Verfahren zur Herstellung von Ethylendiaminmonosuccinsäure, Salzen oder Chelaten davon, Estern und Lactamen davon.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Chelatoren oder Chelatbildner sind Verbindungen, die koordinative kovalente Bindungen mit einem Metallion bilden, um Chelate zu bilden. Chelate sind Koordinationsverbindungen, in welchen ein zentrales Metallatom an zwei oder mehrere andere Atome in mindestens einem anderen Molekül (Ligand genannt) so gebunden ist, dass mindestens ein, heterocyclischer Ring gebildet wird, wobei das Metallatom Teil von jedem Ring ist.
  • Chelatoren werden in einer Vielfalt von Anwendungen eingesetzt, Nahrungsmittelverarbeitung, Seifen, Detergenzien, Reinigungsprodukte, Körperpflegemittel, Pharmazeutika, Zellstoff- und Papierverarbeitung, Gasreinigung, Wasserbehandlung, Metallbearbeitung und Metallüberzugslösungen, Textilverarbeitungslösungen, Düngemittel, Futtermittel, Herbizide, Gummi- und Polymerchemie, Photooberflächenbehandlung und Ölfeldchemie eingeschlossen. Manche dieser Aufgabengebiete führen dazu, dass Chelatoren in die Umgebung eintreten. Z. B. können landwirtschaftliche Verwendungen oder Detergens-Verwendungen zu messbaren Mengen der Chelatoren im Wasser führen. Es ist daher wünschenswert, dass sich Chelatoren nach der Verwendung abbauen.
  • Die biologische Abbaubarkeit, welche die Empfänglichkeit für den Abbau durch Mikroben ist, ist insbesondere nützlich, da die Mikroben im Allgemeinen in Umgebungen, in welche die Chelatoren eingebracht werden können, natürlich vorhanden sind. Gewöhnlich verwendete Chelatoren wie Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) sind biologisch abbaubar, aber in Raten, die etwas langsamer sind und unter Bedingungen, die als nicht optimal angesehen werden. (Siehe z. B. Tiedje, "Microbial Degradation of Ethylenediaminetetraacetate in Soils and Sediments", Applied Microbiology, Aug. 1975, S.327–329.)
  • Es wäre wünschenswert, einen Chelator zu haben, der nützlich ist in Bereichen wie den oben erwähnten, wobei ein solcher Chelator zu mehr als ungefähr 60% biologisch abbaubar innerhalb von weniger als 28 Tagen gemäß dem OECD 301 B Modified Sturm Test oder zu mehr als ungefähr 80% biologisch abbaubar innerhalb von weniger als 28 Tagen gemäß dem Semicontinuous Activated Sludge Test (ASTM D 2667 89) ist.
  • Es wurde gefunden, dass racemische Ethylendiaminmonosuccinsäure (EDMS); auch als N-(2-Aminoethyl)asparaginsäure (AEA) bezeichnet, und die Salze davon ausgezeichnete Chelatoren und leicht biologisch abbaubar sind. Einige Chelate von EDMS sind auch leicht biologisch abbaubar, und in manchen Fällen können sie ihre Metalle leicht gegen andere Metalle austauschen. Diese Chelate weisen den Vorteil auf, dass sie nicht-hygroskopische Feststoffe bilden. Da EDMS und die Salze und Chelate davon recht nützlich in den oben erwähnten Anwendungen sind; wäre es vorteilhaft, ein einfaches und ökonomisches Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen zu haben.
  • Das britische Patent Nr.757,704 und das US-Patent Nr.2,761,874, beide von Bersworth, lehren die Herstellung von EDMS durch Auflösen von Ethylendiamin in tertiärem Butanol und langsame Zugabe von Diethylmaleat, während die Temperatur unterhalb von 50°C, vorzugsweise unterhalb von 35°C gehalten wird. Die niedrigere Temperatur war notwendig, um die Bildung ungewünschter Nebenprodukte zu verringern. Der entstehende Diethylester von EDMS wird dann mit Natriumhydroxid hydrolysiert, um Dinatrium-EDMS zu ergeben. Dieses Verfahren zur Herstellung ist umständlich und teuer.
  • Die japanische Patentanmeldung Kokai Nr.57116031 A2 (Tokyo Organic Chemical Industries, Ltd.), Chemical Abstracts Nr.98:54482, lehrt, dass Dinatrium-EDMS hergestellt werden kann, indem Natriummaleathydrat (89 g, 0,50 Mol für das Monohydrat, 0,45 Mol für das Dihydrat) in Wasser mit 250 ml (224,9 g, 3,74 Mol) Ethylendiamin für 8,5 h zum Rückfluss erhitzt wird, um 125 g (0,57 Mol) Dinatrium-EDMS herzustellen. Versuche, diese Herstellung zu reproduzieren, waren zur Herstellung von reiner EDMS nicht erfolgreich. Es ist eine beträchtliche Kontamination mit Tetranatrium-Ethylendiamindisuccinat (EDDS) vorhanden.
  • In J, Am. Chem. Soc. 1984, 106, 2819–2837 wird die Herstellung von (R)-N-(2-Aminoethyl)asparaginsäure und (S)-N-(2-Aminoethyl)asparaginsäure in kleinen Mengen beschrieben. Diese Verbindungen werden hergestellt, indem Maleinsäure (18 g) mit [Co(en)2CO3]Br (50 g) in einem Liter kochendem Wasser zur Reaktion gebracht wird, auf 100 ml aufkonzentriert wird, über Nacht kristallisiert wird, die entstehenden Kristalle zuerst mit Methanol/Wasser und dann mit Methanol gewaschen werden. Die Kristalle (9,9 g) werden dann in 50 ml kochendem Wasser gelöst und mit 17 g NaClO4 × H2O zur Reaktion gebracht, und das Produkt wird durch Abkühlen auf 0°C kristallisiert. Die Kristallisation wurde wiederholt, und die Kristalle (7,7 g) wurden mit Methanol gewaschen. Die gewaschenen Kristalle (3,9 g) wurden in 100 ml flüssigen Ammoniak eingebracht und mit 0,2 g NaNH2 für zwei Minuten gerührt, gefolgt von Quenchen mit 2 g Ammoniumbromid und Suspendieren in 15 ml 1 M Perchlorsäure, Filtration, Umkristallisation aus 25 ml kochendem Wasser unter Zugabe von 1 g Natriumperchlorat und 5 ml Ethanol, um 1,9 g Feststoff zu ergeben. Dieser Feststoff wird dann in 41 ml Wasser gelöst und mit H2S behandelt, an eine Säure-beladene AG 50W-X2-Harzsäule (4,5 × 10 cm) sorbiert, mit 14 ml Wasser gespült und mit wässrigem Ammoniumhydroxid eluiert, aufkonzentriert und unter Zugabe von Methanol kristallisiert. Nach der Wiederauflösung in Wasser, Umkristallisation mit Ethanol und Trocknen über P4O10 im Vakuum, wurden 0,62 g N-(2-Aminoethyl)asparaginsäure mit einer Gesamtausbeute von 4,4% isoliert. Diese schlechte Ausbeute würde die Herstellung in einem industriellen Verfahren zu teuer gestalten.
  • Da Polyaminomonosuccinsäuren wie EDMS und Derivate davon erwünschte Produkte sind, besteht in der Industrie ein großes Bedürfnis und Interesse für ein einfaches Verfahren zur Herstellung derselben, wobei das Verfahren ökonomischer als bekannte Verfahren sein soll.
  • Es wurde überraschenderweise gefunden, dass das Umsetzen eines Maleatoder Fumaratdialkylesters, wie z. B. Dimethylmaleat, mit einer Polyamino-Verbindung wie Ethylendiamin zu einem deutlich reineren Polyaminomonosuccinsäure-Produkt und einfacheren Reaktionsbedingungen führt, wenn das Lösungsmittel der Reaktion ein primärer Alkohol anstelle von Lösungsmitteln, die gegenwärtig verwendet werden oder in der Literatur beschrieben sind, ist.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Polyaminomonosuccinsäure, eines Salzes oder Chelates davon, umfassend:
    • (a) Umsetzen eines Diesters von Malein- oder Fumarsäure oder einer Mischung davon mit einer Polyamino-Verbindung in einem primären Alkohol als Lösungsmittel;
    • (b) Hydrolysieren des in Schritt (a) erhaltenen Produkts; und
    • (c) Abtrennen des primären Alkohols.
  • Detaillierte Beschreibung der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung stellt einen einfachen, zweckmäßigen und ökonomischeren Weg zur Herstellung einer Polyaminomonosuccinsäure, eines Salzes oder Chelates davon, bereit. Es wurde überraschenderweise festgestellt, dass das Umsetzen eines Esters von Malein- oder Fumarsäure mit einer Polyamino-Verbindung in einem primären Alkohol als Lösungsmittel zur Herstellung des Monoalkylesters von Polyaminomonosuccinsäurelactam, gefolgt von einer Hydrolyse mit einem Hydroxid oder Oxid eines Alkalimetalls oder eines Erdalkalimetalls zu einem Produkt mit weniger Nebenprodukten führt, als wenn sekundäre oder tertiäre Alkohole als Lösungsmittel verwendet werden, und dass kein Kühlen des Reaktionsbehälters erforderlich ist.
  • Die Verwendung der primären Alkohole anstelle des tertiären Butanols, das in der Literatur beschrieben ist, erlaubt, dass die Reaktion von Alkylendiamin und Dialkylmaleat oder Dialkylfumarat bei Umgebungstemperatur durchgeführt wird, und dass ein reineres Produkt (weniger EDDS-, Maleat- und Fumarat-Kontamination)erzeugt wird.
  • Die Hydrolyse in Schritt (b) des vorliegenden Verfahrens ist ein wohlbekanntes Verfahren und kann entweder unter alkalischen oder sauren Bedingungen durchgeführt werden. Wenn die Hydrolyse unter alkalischen Bedingungen durchgeführt wird, wird sie gewöhnlich unter wässrigen Bedingungen mit einem Metalloxid oder Metallhydroxid durchgeführt. Die bevorzugten Metalloxide und Metallhydroxide sind Oxide und Hydroxide von Alkalimetallen und Erdalkalimetallen. Natriumhydroxid und Kaliumhydroxid sind insbesondere bevorzugte Metallhydroxide.
  • Wenn , die Hydrolyse unter sauren Bedingungen durchgeführt wird, wird sie gewöhnlich unter wässrigen Bedingungen durchgeführt. Schwefel- und Chlonrwasserstoffsäuren sind insbesondere bevorzugte Säuren.
  • Die Abtrennung des primären Alkohol-Lösungsmittels von dem Polyaminomonosuccinsäure-Produkt in Schritt (c) des vorliegenden Verfahrens kann durchgeführt werden, indem jedes beliebige konventionelle Trennverfahren verwendet wird, wie z. B. Extraktion, Destillation, Abdampfen im Vakuum und ähnliche Verfahren. Wenn erwünscht, kann der in Schritt (c) abgetrennte primäre Alkohol nach Schritt (a) des vorliegenden Verfahrens rückgeführt werden. Die Abtrennung des primären Alkohol-Lösungsmittels kann auch während der Hydrolyse in Schritt (b) des vorliegenden Verfahrens durchgeführt werden.
  • Jeder beliebige niedere Alkylester von Malein- oder Fumarsäure oder eine Mischung davon ist zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung geeignet. Wie es hierin verwendet wird, bedeutet "niederes Alkyl" eine Alkylgruppe mit 1 bis 6, vorzugsweise 1 bis 4, am meisten bevorzugt 1 bis 2 Kohlenstoffatomen.
  • Nicht begrenzende Beispiele geeigneter niederer Alkylester von Maleinsäure schließen z. B. Dimethylmaleat, Diethylmaleat, Dipropylmaleat, Dibutylmaleat, Methylethylmaleat, Methylpropylmaleat, Methylbutylmaleat, Ethylpropylmaleat, Ethylbutylmaleat, Propylbutylmaleat, Mischungen davon und dgl. ein.
  • Nicht begrenzende Beispiele geeigneter niederer Alkylester von Fumarsäure schließen z. B. Dimethylfumarat, Diethylfumarat, Dipropylfumarat, Dibutylfumarat, Methylethylfumarat, Methylpropylfumarat, Methylbutylfumarat, Ethylpropylfumarat, Ethylbutylfumarat, Propylbutylfumarat, Mischungen davon und dgl. ein.
  • In der vorliegenden Erfindung kann jede beliebige Polyamino-Verbindung wie z. B. Diamino- und Triamino-Verbindungen verwendet werden, vorausgesetzt, dass sie mindestens ein reaktives Aminowasserstoffatom enthalten. Alkylendiamine sind bevorzugte Polyamino-Verbindungen. Nicht begrenzende Beispiele geeigneter Alkylendiamine schließen Ethylendiamin, 1,6-Hexamethylendiamin, 1,2-Propylendiamin, 1,3-Propylendiamin, cis-Cyclohexandiamin und trans-Cyclohexandiamin ein.
  • Jeder beliebige primäre Alkohol mit 1 bis 6, vorzugsweise 1 bis 4, am meisten bevorzugt 1 bis 2 Kohlenstoffatomen oder eine Mischung von zwei oder mehreren solcher primären Alkohole ist zur Verwendung als Lösungsmittel in der vorliegenden Erfindung geeignet. Nicht begrenzende Beispiele für geeignete primäre Alkohole schließen z. B. Methanol, Ethanol, 1-Propanol, 1-Butanol, 1-Pentanol, 1-Hexanol, jede beliebige Mischung davon und dgl. ein. Methanol, Ethanol, 1-Propanol, 1-Butanol oder eine Mischung davon sind bevorzugt. Die ökonomische Verfügbarkeit von Methanol und Ethanol machen diese insbesondere wünschenswert zur Verwendung als Lösungsmittel in dieser Reaktion. Methanol ist insbesondere zweckmäßig, da es keine azeotrope Mischung mit Wasser bildet und von der Endreaktionsmischung nach der Zugabe von wässrigen Alkalilösungen, die zur Hydrolyse des Additionsprodukts verwendet werden, leicht abdestilliert werden kann.
  • Es wurde überraschenderweise festgestellt, dass die Umsetzung eines Esters von Malein- oder Fumarsäure in einem primären Alkohol als Lösungsmittel weit weniger drastische Reaktionsbedingungen erfordert, als die gleiche Reaktion unter Verwendung eines tertiären Alkohols als Lösungsmittel, wie es in der Literatur beschrieben ist. Z. B. erfordert die Reaktion von Dimethylmaleat mit Ethylendiamin in tertiärem Butanol die sorgfältige Kontrolle der Reaktionsbedingungen. Die Reaktion muss unter Zugabe von Dimethylmaleat zu einer Lösung von Ethylendiamin in tertiärem Butanol über eine längere Zeitdauer durchgeführt werden, um das Abführen von durch die exotherme Reaktion gebildeter Hitze zu ermöglichen. Wenn man die Temperatur während der Zugabe des Dimethylmaleats über 35°C ansteigen lässt, wird die gebildete EDMS mit mehr als 5% Ethylendiamindisuccinsäure (EDDS) kontaminiert sein. Die Kontrolle der Temperatur, damit die Reaktion 20°C nicht überschreitet, ist notwendig, um an eine 4%-EDDS-Kontamination heranzukommen. Es ist erforderlich, die Temperatur unterhalb von 15°C zu halten, um EDMS routinemäßig mit weniger als 1% EDDS-Kontamination herzustellen. Jedoch ist der Erstarrungspunkt von ertiärem Butanol 26°C, so dass die Reaktionsmischung bei Temperaturen, die erforderlich sind, um reine EDMS herzustellen, recht viskos ist. Die Reihenfolge der Zugabe von Stoffen ist, wenn tertiäres Butanol als Lösungsmittel verwendet wird, wichtig, da dies die Reinheit des Produkts beträchtlich beeinflusst.
  • Im Gegensatz dazu ist in dem Verfahren der vorliegenden Erfindung die Zugaberate der Stoffe nicht wichtig, und die Zugabereihenfolge der Stoffe kann verändert werden. Folglich kann die Reaktion in einem primären Alkohol unter Zugabe von Dimethylmaleat zu einer Lösung von Ethylendiamin oder alternativ unter Zugabe von Ethylendiamin zu einer Lösung von Dimethylmaleat ohne wesentliche Veränderung der Reinheit der isolierten EDMS durchgeführt werden. Die Zugaberate kann eher durch die Geschwindigkeit, bei welcher die Flüssigkeiten gemischt werden können, und durch den Siedepunkt des Lösungsmittels bestimmt werden, als dass versucht wird, die Temperaturerhöhung, die durch die entstehende Wärme verursacht wird, zu minimieren. Da Methanol viel weniger viskos ist als tertiäres Butanol, können die Flüssigkeiten effizienter und mit weniger Energieaufwand gemischt werden.
  • In dem Verfahren der vorliegenden Erfindung kann der als Lösungsmittel zu verwendende primäre Alkohol auch verwendet werden, um mit Maleinsäureanhydrid, Maleinsäure oder Fumarsäure umgesetzt zu werden, um den Diester zu bilden. Dieser Diester kann dann verwendet werden, um mit der Polyaminoalkyl-Verbindung unter Verwendung des gleichen primären Alkohols als Lösungsmittel umgesetzt werden. Nachdem die Zugabereaktion zur Bildung der Esterform des Polyaminomonosuccinats geführt hat, kann die Hydrolyse entweder durch saure oder basische Mittel leicht unter Rückgewinnung des primären Alkohols sowohl von dem Lösungsmittel als auch von dem während der Hydrolyse gebildeten Alkohols leicht durchgeführt werden. Dieser primäre Alkohol kann dann in darauffolgende Durchläufe des Verfahrens rückgeführt werden, ohne dass es erforderlich ist, zwei verschiedene Alkohole fraktioniert zu destillieren. Dies ist eine Verbesserung gegenüber der Verwendung tertiärer oder sekundärer Alkohole als Lösungsmittel, da diese nicht leicht Diester mit Maleat oder Fumarat bilden. Die Verwendung dieser Alkohole als Lösungsmittel würde die Trennung des als Lösungsmittel verwendeten Alkohols von dem Alkohol, der zur Bildung des Diesters verwendet wird, erfordern.
  • Das Verfahren kann als diskontinuierliche Reaktion oder als kontinuierliche Reaktion durchgeführt werden. Ein verallgemeinertes Schema des Verfahrens, welches sowohl die diskontinuierlichen als auch kontinuierlichen Verfahren einschließen soll, wäre:
  • Figure 00090001
  • Wenn erwünscht, kann die Herstellung von Dialkylmaleat oder Dialkylfumarat zu einem integrierten Teil des vorliegenden Verfahrens gemacht werden. Dialkylmaleat und Dialkylfumarat können durch jedes beliebige verschiedener bekannter Verfahren hergestellt werden. Zur Herstellung von Dialkylestern wird häufig eine saure Katalyse der Umsetzung von Alkylalkoholen mit Carbonsäuren, Anhydriden oder Salzen von Carbonsäuren mit einhergehender Entfernung des während der Veresterung erzeugten Wassers verwendet. Der Säurekatalysator ist vorzugsweise ein Kationenaustauscherharz wie Dowex®-MSC-1-Harz oder Nafion®-Harz in der Säureform. Die Wahl des Säurekatalysators für die Veresterung von Maleinsäureanhydrid, Maleinsäure oder Salzen von Maleinsäure ist für das Verfahren kritisch. Die Verwendung einer flüssigen Säure erfordert die Entfernung der Säure von dem Endprodukt, z. B. durch Destillation des Dialkylesters, was typischerweise Temperaturen von ungefähr 200°C erfordert. Die Verwendung einer festen Säure oder Lewis-Säure kann die Separation des Katalysators von dem Dialkylester durch Filtration ermöglichen. Die Wahl der Säure beeinflusst auch das Verhältnis zwischen Dialkylmaleatestern und Dialkylfumaratestern. Schwefelsäure begünstigt Maleatester während Chlorwasserstoffsäure Fumaratester begünstigt.
  • Ebenso können Maleinsäureanhydrid, Maleinsäure oder Maleatsalze mit Alkylalkoholen umgesetzt werden. Die Abtrennung von Wasser kann durch fraktionierte Destillation der Reaktionsmischung, das Durchleiten des Dampfes von der Reaktion durch ein Trockenmittel oder sonstige Erwärmung der Reaktionsmischung über 100°C zur Entfernung von Wasser und variierender Mengen des Alkohols und der Ester erreicht werden.
  • Die reaktive Destillation ist ein weiteres bekanntes Verfahren zur Bildung des Dialkylesters aus Maleinsäureanhydrid. Bei dieser Technik wird der Alkohol in einem Behälter platziert und zum Kochen erhitzt, wobei die Dämpfe in eine Destillationskolonne mit dem Säurekatalysator geleitet werden und über 100°C gehalten werden. Maleinsäureanhydrid wird geschmolzen und in den oberen Teil der Destillationskolonne eingebracht. Der resultierende Dialkylester wird in dem unteren Behälter gesammelt, während Wasser im oberen Teil der Destillationskolonne gewonnen wird. Es sind Modifikationen möglich, einschließlich der fraktionierten Destillation von Wasser und überschüssigen Alkohols von dem oberen Teil der Destillationskolonne, der Umsetzung von Maleinsäureanhydrid mit einer äquimolaren Menge des Alkylalkohols, bevor dieser in die Kolonne geleitet wird, Verwendung von Maleinsäure anstelle von Maleinsäureanhydrid und anderer solcher Variationen, die dem Fachmann offensichtlich sein werden.
  • Die folgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung weiter veranschaulichen, sollen den Umfang der Erfindung aber nicht auf irgendeine Weise beschränken, und sollten auch nicht so ausgelegt werden.
  • VERGLEICHSBEISPIEL A
  • Ethylendiamin (1 Mol, 60,1 g) wurde in tertiärem Butanol (500 ml) unter kräftigem Rühren unter Verwendung eines magnetischen Rührstäbchens in einem 1 l-Rundkolben gelöst. Dimethylmaleat (1 Mol, 144,1 g) wurde über ungefähr 2 Minuten zugegeben. Man ließ die Reaktion über Nacht weiterlaufen. Dem Kolben wurde eine Natriumhydroxid-Lösung (160,0 g einer 50%-Lösung) zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde erhitzt und dann wurden die Alkohole durch Abdampfen im Vakuum entfernt. Das resultierende Produkt wurde durch Flüssigchromatographie analysiert, und es wurde festgestellt, dass es 85,8% Dinatrium-EDMS und 14,2% Tetranatrium-EDDS enthielt.
  • VERGLEICHSBEISPIEL B
  • Ethylendiamin (1 Mol, 60,1 g) wurde in 2-Butanol (500 ml) unter kräftigem Rühren unter Verwendung eines magnetischen Rührstäbchens in einem 1 l- Rundkolben gelöst. Dimethylmaleat (4 Mol, 144,1 g) wurde über ungefähr 2 Minuten zugegeben. Man ließ die Reaktion über Nacht weiterlaufen. Dem Kolben wurde eine Natriumhydroxid-Lösung (160,0 g einer 50%-Lösung) zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde erhitzt, und dann wurden die Alkohole durch Abdampfen im Vakuum entfernt. Das resultierende Produkt wurde durch Flüssigchromatographie analysiert, und es wurde festgestellt, dass es 84% Dinatrium-EDMS und 16% Tetranatrium-EDDS enthielt.
  • VERGLEICHSBEISPIEL C
  • Ethylendiamin (1 Mol, 60,1 g) wurde in 2-Propanol (500 ml) unter kräftigem Rühren unter Verwendung eines magnetischen Rührstäbchens in einem 1 l-Rundkolben gelöst. Dimethylmaleat (1 Mol, 144,1 g) wurde über ungefhär 2 Minuten zugegeben. Man ließ die Reaktion über Nacht weiterlaufen. Dem Kolben wurde eine Natriumhydroxid-Lösung (160,0 g einer 50%-Lösung) zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde erhitzt, und dann wurden die Alkohole durch Abdampfen im Vakuum entfernt. Das resultierende Produkt wurde durch Flüssigchromatographie analysiert, und es wurde festgestellt, dass es 87,1% Dinatrium-EDMS und 12,9% Tetranatrium-EDDS enthielt.
  • BEISPIEL 1
  • Ethylendiamin (1 Mol, 60,1 g) wurde in Methanol (500 ml) unter kräftigem Rühren unter Verwendung eines magnetischen Rührstäbchens in einem 1 l-Rundkolben gelöst. Dimethylmaleat (1 Mol, 144,1 g) wurde über ungefähr 2 Minuten zugegeben. Man ließ die Reaktion über Nacht weiterlaufen. Eine Analyse mittels magnetischer Kernresonanz zu dieser Zeit zeigt die Bildung des Monomethylesters von EDMS-Lactam (CAS 89852-17-5) an. Dem Kolben wurde eine Natriumhydroxid-Lösung (160,0 g einer 50%-Lösung) zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde erhitzt, und der Alkohol wurde durch Abdampfen im Vakuum entfernt. Das resultierende Produkt wurde mittels Flüssigchromatographie analysiert, und es wurde gefunden, dass es 98,8% Dinatrium-EDMS und 1,2% Tetranatrium-EDDS enthielt.
  • BEISPIEL 2
  • Ethylendiamin (1 Mol, 60,1 g) wurde in Ethanol (500 ml) unter kräftigem Rühren unter Verwendung eines magnetischen Rührstäbchens in einem 1 l-Rundkolben gelöst. Dimethylmaleat (1 Mol, 144,1 g) wurde über ungefähr 2 Minuten zugegeben. Man ließ die Reaktion über Nacht weiterlaufen. Dem Kolben wurde eine Natriumhydroxid-Lösung (160,0 g einer 50%-Lösung) zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde erhitzt, und dann wurden die Alkohole durch Abdampfen im Vakuum entfernt. Das resultierende Produkt wurde durch Flüssigchromatographie analysiert, und es wurde festgestellt, dass es 95,7% Dinatrium-EDMS und 4,3% Tetranatrium-EDDS enthielt.
  • BEISPIEL 3
  • Ethylendiamin (1 Mol, 60,1 g) wurde in 1-Butanol (500 ml) unter kräftigem Rühren unter Verwendung eines magnetischen Rührstäbchens in einem 1 l-Rundkolben gelöst. Dimethylmaleat (1 Mol, 144,1 g) wurde über ungefähr 2 Minuten zugegeben. Man ließ die Reaktion über Nacht weiterlaufen. Dem Kolben wurde eine Natriumhydroxid-Lösung (160,0 g einer 50%-Lösung) zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde erhitzt, und dann wurden die Alkohole durch Abdampfen im Vakuum entfernt. Das resultierende Produkt wurde durch Flüssigchromatographie analysiert, und es wurde festgestellt, dass es 93,2% Dinatrium-EDMS und 6,8% Tetranatrium-EDDS enthielt
  • BEISPIEL 4
  • Methanol (500 ml, 390 g) und Ethylendiamin (1 Mol, 60,1 g) wurden gemischt, und man ließ sie auf Raumtemperatur kühlen. Dimethylmaleat (1 Mol, 144,1 g) wurde langsam unter Rühren unter Verwendung eines magnetischen Rührstäbchens zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde gerührt und bei Raumtemperatur gehalten. Die Reaktionsmischung wurde mit Methanol auf ein Gewicht von 600 g verdünnt. Eine Aliquote von 200 g der Reaktionsmischung wurde in einem Kolben platziert und mit Calciumoxid (0,33 Mol, 18,7 g) und Wasser (3 Mol, 53,4 g) gemischt. Die Lösung wurde dann an einem Rotationsverdampfer bei 100°C zur Trockene eingedampft. Der resultierende Feststoff ließ sich einfach als trockenes Pulver aufbewahren.
  • BEISPIEL 5
  • Methanol (500 ml, 393 g) und Ethylendiamin (1 Mol, 60,1 g) wurden gemischt. Dimethylmaleat (1 Mol, 144,1 g) wurde langsam unter kräftigem Rühren zugegeben. Eine Aliquote von 295 g der Reaktionsmischung wurde in einem Kolben platziert und im Vakuum zur Entfernung des gesamten Methanols abgedampft. Die resultierenden 85,1 g an Flüssigkeit wurden von 80°C auf Raumtemperatur abgekühlt, bei welcher sie verfestigte. Sie wurde mit Kaliumhydroxid (0,99 Mol, 121,6 g einer 45,7%-Lösung) und Wasser gemischt. Die Lösung wurde dann am Rotationsverdampfer bei 100°C eingedampft. Es bildete sich kein Feststoff, selbst wenn kein weiteres Wasser oder Methanol entfernt werden konnten. Das resultierende Dikalium-EDMS wurde bei Raumtemperatur aufbewahrt.
  • BEISPIEL 6
  • Methanol (500 ml, 390 g) wurde in einem Reaktionsbehälter platziert. Ethylendiamin (1 Mol, 60,1 g) wurde in das Methanol gemischt, und die Lösung wurde auf –4°C gekühlt. Dimethylmaleat (1 Mol, 144,1 g) wurde langsam in die Ethylendiaminlösung getropft, während die Temperatur unterhalb von 10°C gehalten wurde. Die Reaktion wurde über Nacht weitergeführt. Die Reaktionsmischung bildete feine Kristalle des Produkts, blieb aber recht flüssig ohne Schwierigkeiten beim Rühren. Die resultierende Mischung wurde mit Natriumhydroxid-Lösung (2 Mol, 160 g, 50%) hydrolysiert, und dann wurde das Methanol durch Abdampfen entfernt. Die Analyse durch Flüssigchromatographie ergab, dass das Produkt 99,5% Dinatrium-EDMS und 0,5% Tetranatrium-EDDS war, wobei kein Maleat vorhanden war.
  • BEISPIEL 7
  • Methanol (32 ml, 25,0 g) wurde in einem 100 ml-Reaktionsgefäß platziert und mit Ethylendiamin (0,019 Mol, 1,16 g) und Dimethylfumarat (0,019 Mol, 2,78 g) gemischt. Die Reaktionsmischung wurde für 16 h gerührt. Die resultierende Reaktionsmischung würde dann mit einer Natriumhydroxid-Lösung (0,038 Mol; 3,09 g, 50%) hydrolysiert, dann wurde Methanol durch Abdampfen entfernt. Die Analyse durch Flüssigchromatographie ergab, dass das Produkt 99,6% Dinatrium-EDMS und 0,4% Tetranatrium-EDDS war.
  • BEISPIEL 8
  • Methanol (500 ml, 390 g) und Ethylendiamin (1 Mol, 60,1 g) wurden gemischt, und man ließ sie auf Raumtemperatur kühlen. Dimethylmaleat (1 Mol, 144,1 g) wurde langsam unter Rühren unter Verwendung eines magnetischen Rührstäbchens zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde gerührt und bei Umgebungstemperatur gehalten. Die Reaktionsmischung wurde mit Methanol auf ein Gewicht von 600 g verdünnt. Eine Aliquote von 100 g der Reaktionsmischung wurde in einem Kolben platziert und mit Bariumhydroxid (0,17 Mol, 52,6 g) und Wasser (14 Mol, 200 g) gemischt. Die Lösung wurde dann an einem Rotationsverdampfer bei 100°C zur Trockene eingedampft. Der resultierende Feststoff konnte einfach als trockenes Pulver aufbewahrt werden.
  • BEISPIEL 9
  • Methanol (500 ml, 390 g) und Ethylendiamin (1 Mol, 60,1 g) wurden gemischt, und man ließ sie auf Raumtemperatur kühlen. Dimethylmaleat (1 Mol, 144,1 g) wurde langsam unter Rühren unter Verwendung eines magnetischen Rührstäbchens zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde gerührt und bei Umgebungstemperatur gehalten. Die Reaktionsmischung wurde mit Methanol auf ein Gewicht von 600 g verdünnt. Eine Aliquote von 100 g der Reaktionsmischung wurde in einem Kolben platziert und mit Aluminiumhydroxid (0,17 Mol, 8,67 g) und Wasser (6 Mol, 108 g) gemischt. Die Lösung wurde dann an einem Rotationsverdampfer bei 100°C zur Trockene eingedampft. Der resultierende Feststoff wurde einfach als trockenes Pulver für eine längere Zeitdauer aufbewahrt.

Claims (12)

  1. Verfahren zur Herstellung einer Polyaminomonosuccinsäure, eines Salzes oder Chelates davon, umfassend: (a) Umsetzen eines Diesters von Malein- oder Fumarsäure oder einer Mischung davon mit einer Polyamino-Verbindung in einem primären Alkohol als Lösungsmittel; (b) Hydrolysieren des in Schritt (a) erhaltenen Produktes; und (c) Abtrennen des/der Alkohols/Alkohole.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Diester von Malein- oder Fumarsäure ein Alkyldiester mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen ist.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei der Diester ein Methyl- oder Ethyldiester von Maleinsäure ist.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Polyamino-Verbindung eine Diamino-Verbindung ist.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei die Diamino-Verbindung Ethylendiamin ist.
  6. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der primäre Alkohol Methanol, Ethanol, 1-Propanol oder 1-Butanol ist.
  7. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der primäre Alkohol von Schritt (c) nach Schritt (a) rückgeführt wird.
  8. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der primäre Alkohol durch Destillation abgetrennt wird.
  9. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Hydrolyse in Schritt (b) unter alkalischen Bedingungen durchgeführt wird.
  10. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Hydrolyse in Schritt (b) unter sauren Bedingungen durchgeführt wird.
  11. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Abtrennen des Alkohols während des Hydrolyse-Schrittes (b) durchgeführt wird.
  12. Verfahren nach Anspruch 1, wobei in Schritt (a) Methylmaleat mit Ethylendiamin in Methanol umgesetzt wird.
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