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Die vorliegende Erfindung betrifft
eine Zusammensetzung zur Verabreichung von wasserunlöslichen Paclitaxelderivaten
und diese Zusammensetzung zur Behandlung von Restenose.
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Paclitaxel ist ein anti-Mikrotubuli-Wirkstoff,
der aus den Nadeln und der Rinde der pazifischen Eibe, Taxus brevifolia,
gewonnen wird und umfangreich auf seine Verwendung als ein anti-neoplastischer
Wirkstoff zur Behandlung von Krebserkrankungen, besonders von Eierstocks-
und Brustkrebs, untersucht worden ist. Vor einiger Zeit wurden die
anti-angiogenetischen
Eigenschaften von Paclitaxel und seine Nutzbarkeit bei der Behandlung
von Zuständen
bekannt, wie sie durch Gefäßwachstum,
etwa bei Tumoren, Artherosklerose und Restenose auftreten (Kinsella,
US-Patent Nr. 5,616,608; Kunz, US-Patent Nr. 5,733,925; Hunter,
US-Patent Nr. 5,716,981).
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Eine der Schwierigkeiten bei der
Entwicklung des Medikaments für
die klinische Anwendung ist seine extrem geringe Löslichkeit
in Wasser. Darüber
hinaus fehlen der Verbindung funktionelle Gruppen, die Salzbildung
ermöglichen
würden.
Es sind daher zahlreiche Derivate und Analoga von Paclitaxel mit
einer verbesserten Wasserlöslichkeit
beschrieben worden (Haugwitz, US-Patent Nr. 5,157,049; WO 97/33552;
Mathew, J. Med. Chem. 35(1):145 (1992)). Ein an mehreren Positionen,
einschließlich
der von C-2, C-7, C-10, C-2' und C-3', derivatisiertes
Paclitaxel ist beschrieben worden (Grover et al., Biochemistry 34,(12):3927,
(1995); Mathew, J. Med. Chem. 35(1):145, (1992); Sengupta et al.,
Biochemistry 36 (17):5179. (1997)). Während Derivate mit verbesserter
Wasserlöslichkeit
ohne Schwierigkeiten hergestellt werden können, ist die biologische Aktivität und Stabilität der Derivate
weniger sicher.
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Ein anderer Ansatz zur Überwindung
der geringen Wasserlöslichkeit
von Paclitaxel war die Formulierung des Wirkstoffes in Liposomen
(Balasubramanian et al., Biochemistry 33(30):8941, (1994); Sharma
et al., Melanoma Res. 8(3):240, (1998); Sharma et al., Pharm. Res.
11(6):889, (1994)).
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Ein anderer Ansatz beruhte darauf,
den Wirkstoff in ein im Körper
abbaubares Implantat zur örtlichen Freisetzung
zu formulieren, wie etwa an der Stelle einer Tumorresektion (Park
et al., J. Controlled Release 52 (1-2):179, (1998)). Zum Beispiel
beschreibt das US-Patent Nr. 5,733,925 von Kunz eine Dosierungsart
für einen
Wirkstoff zur Hemmung der Proliferation von unwillkürlicher
Muskulatur, bei der die Dosierungsart eine Polymermatrix sein kann,
in die das therapeutische Agens eingelagert ist. Wenn das Agens
in der Polymermatrix löslich
ist, kann es durch Diffusion durch die Matrix hindurch und in das
umgebende Gewebe freigesetzt werden. Wenn das Agens, wie Paclitaxel,
in der Polymermatrix nicht löslich
ist, wird die Dosierungsart aus einer abbaubaren Polymermatrix hergestellt,
die das Agens mit dem Abbau der Matrix freisetzt.
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Das US-Patent Nr. 5,716,981 von Hunter
beschreibt einen anderen Ansatz zur Formulierung des kaum wasserlöslichen
Paclitaxel in einem polymerisierten Trägerstoff zur Verwendung in
vivo. Die Verbindung wird mit einer Kohlehydrat-, Protein- oder
Peptidmatrix verbunden, und die Matrix wird mit dem polymerisierten
Trägerstoff
verbunden. Auf diese Weise wird der kaum lösliche Wirkstoff zur Formulierung
in den polymerisierten Trägerstoff
mit einer hydrophilen Hülle überzogen
oder umgeben.
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WO 97/45105 offenbart Paclitaxelderivate,
die zur Behandlung von Restenose in ein Polymermaterial eingeschlossen
werden können.
Das Dokument betrifft jedoch nicht Paclitaxelderivate mit einer
Wasserlöslichkeit,
die geringer ist als die von Paclitaxel.
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Zusammenfassend ist das Bestreben
im Fachgebiet, ein wasserlösliches
Derivat oder Analog von Paclitaxel und von anderen Verbindungen
zur Erleichterung der Formulierung und Verabreichung herzustellen.
In dem Fachgebiet ist der Wert von kaum wasserlöslichen Paclitaxelderivaten
zur in vivo Therapie bisher nicht erkannt worden.
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In einem Anspruch umschließt die Erfindung
eine Verbindung zur Verabreichung eines Paclitaxelderivates, das
aus einem Paclitaxelderivat mit einer geringeren Wasserlöslichkeit
als Paclitaxel und einem Polymermaterial besteht, das das Paclitaxelderivat
enthält,
wobei das Polymermaterial in einer Form vorliegt, ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus einer Beschichtung, einer Hülse, einer
Hülle oder
einer implantierbaren medizinischen Vorrichtung.
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In einer Ausführungsform ist das Paclitaxelderivat
eine Verbindung, die an den Positionen 2', 10 oder 7 von Taxol derivatisiert
ist. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist das Paclitaxelderivat 7-Hexanoyltaxol.
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In einer anderen Ausführungsform
bildet die medizinische Vorrichtung einen Stent, der zur Platzierung in
einem Zielhohlraum geeignet ist, und beispielhafte polymerisierte
Materialien sind Acrylat-, Methacrylat- und Polyalkylenoxid-Polymere.
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In einer anderen Ausführungsform
ist das Paclitaxelderivat in Partikelform in das polymerisierte
Material eingelagert.
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In einem anderen Aspekt umschließt die Erfindung
eine Zusammensetzung, wie vorstehend beschrieben, zur Behandlung
von Restenose.
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Hierin beschrieben sind Polymerverbindungen
zur Verabreichung eines Paclitaxelderivates mit geringer Löslichkeit.
Eine beispielhafte Verbindung ist zusammengesetzt aus einem Acrylat-Monomer
mit mehr als etwa 40 Gewichtsprozent und einem Polyalkylenoxid-Monomer mit etwa
2–40 Gewichtsprozent
und einem Paclitaxelderivat, das eine geringere Wasserlöslichkeit
als Paclitaxel aufweist. Wenn die Monomere polymerisieren, bilden
sie ein Polymer, in das das Paclitaxelderivat eingelagert werden
kann, wie nachstehend genauer beschrieben wird. Die Polymerzusammensetzung
umschließt
darüber
hinaus in einigen Ausführungsformen zwischen
3–30 Gewichtsprozente
eines Methacrylats.
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In einer anderen Ausführungsform
ist das Acrylat-Monomer Butylacrylat. In einer noch weiteren Ausführungsform
ist das Polyalkylenoxid-Monomer ein Polyethylenoxid, wie etwa Polyethylenoxid-monomethylether-monomethacrylat
oder Polyethylenglycol-monomethacrylat.
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Die Polymerzusammensetzung umschließt darüber hinaus
in einer weiteren Ausführungsform
zwischen 2–15
Gewichtsprozent eines organischen Lösungsmittels, das mit den Monomeren
mischbar ist.
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Die beschriebenen Polymerzusammensetzungen
sind geeignet, innerhalb eines Stents zum Einsatz in einen Ziel-Hohlraum
hergestellt zu werden.
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In einem weiteren Anspruch der Erfindung
wird die Verwendung der vorstehenden Zusammensetzung zur Herstellung
eines Medikaments zur Behandlung von Restenosis beschrieben. Dies
beinhaltet die Herstellung einer pharmazeutischen Zusammensetzung,
die aus einem Paclitaxelderivat mit einer geringeren Wasserlöslichkeit
als der von Paclitaxel besteht, wobei das Paclitaxelderivat in ein
Polymermaterial eingelagert ist. Die Zusammensetzung eignet sich
zur Verabreichung an bedürftige
Patienten.
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Diese und andere Aspekte und Eigenschaften
der Erfindung werden deutlicher, wenn die nachstehende genaue Beschreibung
der Erfindung zusammen mit den begleitenden Abbildungen gelesen
wird.
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1A stellt
die Struktur von Paclitaxel dar, wobei die Positionen der Kohlenstoffe
2', 7 und 10 gekennzeichnet
sind.
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1B stellt
die Struktur eines Paclitaxelderivates dar, das durch Ersetzten
der Hydroxylgruppe des Kohlenstoffs an Position 7 durch einen Ester
gebildet wurde.
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2 ist
die Darstellung einer HPLC-Analyse, der die relativen Wasserlöslichkeiten
von Paclitaxel und 7-Hexanoyltaxol zeigt;
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3A–3C zeigen einen Stütz-Stent
(3A), der geeignet ist, eine Polymerhülle zu tragen (3B) oder Mitglieder der Polymergruppe
(3C), die ein wasserunlösliches
Paclitaxelderivat oder eine andere Verbindung beinhalten.
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4A–4C illustrieren eine andere
Ausführungsform
eines Stütz-Stents
in seiner schmalen, nicht erweiterten Form (4A) und in seiner erweiterten Form mit
größerem Durchmesser
(4B), der geeignet ist,
Polymergruppen aufzunehmen, die an den steifen Zonen des Stütz-Stents positioniert
sind (4C); und
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5A–5C zeigen noch eine andere
Ausführungsform
eines Stütz-Stents
in seiner schmalen, nicht erweiterten Form (5A) und in seiner erweiterten Form mit
größerem Durchmesser
(5B), der geeignet ist,
Polymergruppen an den steifen Zonen des Stütz-Stents aufzunehmen (5C).
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I. Definitionen
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Der hierin verwendete Ausdruck "Acrylat-Monomer" bezeichnet ein Monomer,
das in der Lage ist, ein Polymer aus Acrylsäure oder deren Estern mit einer
-(CH2-CH(OOOR))☐-Struktur zu bilden.
Die R-Gruppe ist typischerweise eine Gruppe, die zwischen 1–50 Kohlenstoffatome
hat, mehr bevorzugt zwischen 1–20
Kohlenstoffatome.
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"Acrylat" oder Acrylat-Polymer" bezeichnet ein Polymer,
gewöhnlich
ein Copolymer, das aus einem Acrylat-Monomer hergestellt wurde.
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Der hierin verwendete Ausdruck "Methacrylat-Monomer" bezeichnet ein Monomer
zur Bildung eines Polymers aus Methacrylsäure oder ihren Estern mit einer
-(CH2-C(CH3)(OOOR))☐-Struktur.
Die R-Gruppe ist typischerweise eine Gruppe, die zwischen 1–50 Kohlenstoffatome
hat, mehr bevorzugt zwischen 1–20
Kohlenstoffatome.
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"Methacrylat" oder "Methacrylat-Polymer" bezeichnet ein Polymer,
gewöhnlich
ein Copolymer, das aus einem Methacrylat-Monomer hergestellt wurde.
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"Polyalkylenoxid" bezeichnet ein Polymer
mit der allgemeinen Struktur R1(OCH2(CHR2OCHR3)CH2O)nR4, wobei die R2 und
R3 H oder ein C1-C10-Alkan sein können, und
die Endgruppen R1 und R4 können ein
H oder jede andere geeignete Endeinheit, wie etwa CH3 sein, um eine
Methoxygruppe oder verschiedene Ester zu bilden. Beispielhafte Polyalkylenoxide
beinhalten Polyethylenoxid (Polyethylenglycol), Polyethylenoxid-monomethylether-monomethacrylat,
Polypropylenglycol.
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Der hierin verwendete Ausdruck "Polymer" bezeichnet Homopolymere
und Copolymere, einschließlich zufälliger,
wechselnder und Block-Copolymere.
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II. Paclitaxelderivate
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In einem Aspekt umschließt die Erfindung
eine Zusammensetzung zur Verabreichung eines Paclitaxelderivates,
das schlecht wasserlöslich
ist, wie nachstehend erörtert
wird. Paclitaxel (Taxol®) ist ein anti-Mikrotubuli
Agens, das aus den Nadeln und der Rinde der pazifischen Eibe, Taxus
brevifolia, gewonnen wird. Die Struktur dieses Wirkstoffes wird
in 1A gezeigt, und die
Referenzziffern 2',
7 und 10 in der Abbildung bezeichnen einige der Kohlenstoffpositionen
im Taxanring, von denen bekannt ist, dass sie sich zur Derivatisierung
oder Veränderung
eignen (vgl. zum Beispiel US-Patente Nr. 5,412,116; 5,629,433; 5,283,253;
5,294,637).
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1B stellt
die Struktur eines Beispiels eines Paclitaxelderivates dar, das
für den
Einsatz in der vorliegenden Erfindung geeignet ist. Wie man sieht,
ist die Verbindung in 1B an
der Kohlenstoffposition 7 durch das Ersetzen einer Hydroxylgruppe
durch einen Hexanoylester verändert.
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Entsprechend einer wichtigen Eigenschaft
der Erfindung ist das Paclitaxelderivat, das in der Erfindung eingesetzt
wird, wie etwa das 7-Hexanoyltaxol aus 1B, weniger wasserlöslich als Paclitaxel (1A). Die Wasserlöslichkeit
von 7-Hexanoyltaxol im Vergleich zu Paclitaxel wurde mit einer HPLC-Analyse
unter Verwendung einer Umkehrphasen-Säule bestimmt, und Abbildungen
der HPLC-Aufzeichnungen sind in 2 dargestellt.
Die verwendete Säule
bestand aus Silicagel, wobei die funktionellen hydrophilen Si-OH-Gruppen in
funktionelle hydrophobe Diphenylmethyl-Gruppen gewandelt wurden.
Die mobile Phase bestand aus Acetonitril/Wasser. Bei dieser Säule wird
ein hydrophiles oder wasserlösliches
Testmaterial überwiegend
in der wässrigen
mobilen Phase zurück
gehalten, wodurch die wasserlöslichen
Bestandteile früher
als die hydrophoben oder wasserunlöslichen Bestandteile aus der
Säule eluiert
werden. Wie in 2 zu
sehen, hat Paclitaxel (ausgezogene Linie) eine Retentionszeit von
18,5 Minuten. Das 7-Hexanoyltaxol (unterbrochene Linie) hat eine
Retentionszeit von 30,9 Minuten. Die längere Retentionszeit des 7-Hexanoyltaxol,
d. h. der hydrophobe Wechsel, zeigt an, dass das Derivat weniger
wasserlöslich
als Paclitaxel ist.
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Dass das 7-Hexanoyltaxol weniger
wasserlöslich
als Paclitaxel ist, stimmt mit der Tatsache überein, dass ein Ester weniger
wasserlöslich
ist als seine einzelnen Komponenten. Zum Beispiel ist Ethylacetat
ein Ester aus Ethanol und Essigsäure,
die beide wasserlöslich
sind, der Ethylacetat-Ester aus den beiden Stoffen ist jedoch nicht
wasserlöslich.
Auf ähnliche
Weise trägt
7-Hexanoyltaxol einen Hexanoyl-Ester am Kohlenstoff an Position
7. Allgemeiner betrachtet die Erfindung Ester an Position 7, jeglicher
Länge,
vorausgesetzt, dass das Derivat weniger wasserlöslich als Paclitaxel ist.
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Unter Verwendung solcher Vorgaben
können
Fachleute eine Reihe von Derivaten von Palitaxel in Betracht ziehen,
von denen anzunehmen ist, dass sie weniger wasserlöslich als
Paclitaxel sind. Die Erfindung betrachtet den Nutzen solcher Derivate.
Solche Derivate können
von Fachleuten leicht hergestellt werden.
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In Studien, die zur Unterstützung dieser
Erfindung durchgeführt
wurden, wurde die in vitro Zytotoxizität von 7-Hexanoyltaxol mit Paclitaxel
verglichen. Wie in Beispiel 1 beschrieben, wurden die LC50-Werte, die die Konzentration des Wirkstoffes
kennzeichnen, bei der 50 der Zellen absterben, für fünf Zelllinien bestimmt. Die Ergebnisse
werden in Tabelle 1 dargestellt.
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Wie aus Tabelle 1 zu ersehen, wirkte
das 7-Hexanoyltaxol stärker
zytotoxisch auf Melanom/M14-Zellen und Ovarialkrebs/OVCAR-5-Zellen.
7-Hexanoyltaxol und Paclitaxel hatten für Darmkrebs/HT 29-Zellen gleiche
Toxizitäten.
Paclitaxel wirkte stärker
zytotoxisch auf Melanom/SK-MEL-2-Zellen und auf die Zellen der Lungenkrebserkrankung
der nicht kleinen Zellen ("non-small
cell lung cancer").
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III. Dosierungsarten für die unlöslichen
Derivate
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Die wasserunlöslichen Paclitaxelderivate
der Erfindung werden hinsichtlich ihrer Verwendung in verschiedenen
Dosierungsarten zur Abgabe und Behandlung von Zuständen betrachtet,
die durch eine unerwünschte
Zellproliferation gekennzeichnet sind. Besonders Atherosklerose
und Restenose sind zwei Zustände,
die durch abnorme Zellproliferation gekennzeichnet sind und die,
in bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung, durch Verwendung der wasserunlöslichen Derivate der Erfindung
behandelt werden. Atherosklerose ist eine Form chronischer Verletzung
der Gefäße, bei
der sich einige der normalen unwillkürlichen Muskelzellen in der
Arterienwand verändern
und "krebsartiges" Verhalten entwickeln.
Die Zellen werden abnorm proliferativ, durchbrechen die innere Gefäßbegrenzung
und breiten sich aus, wodurch sie den Blutfluss blockieren und das
Gefäß durch
Bildung von Blutgerinseln anfällig
für einen
vollständigen
Verschluss machen.
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Restenose ist das Wiederauftreten
von Stenose oder Arterienverschluss nach korrektiver Operation und
ist auch als eine Form der beschleunigten Atherosklerose bezeichnet
worden. Restenose geht auf eine komplexe Reihe von fibroproliferativen
Reaktionen als Antwort auf Verletzung des Gefäßes zurück und ist durch Proliferation,
Wanderung und Akkumulation in der neuen Intima gekennzeichnet.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird eine Dosierungsart mit verzögerter Freisetzung eingesetzt,
um Restenose zu behandeln. Restenose tritt nach Bypass-Operation
der Koronararterie, Artherectomie, Laserablation, Herztransplantation
und besonders nach koronarer Ballon-Angioplastie und endovascularem
Stent auf. Im Allgemeinen entwickeln ein Drittel der Patienten,
bei denen eines einem dieser Verfahren angewandt wird, Restenose
innerhalb von 6 Monaten. Demzufolge wird eine therapeutische Dosierungsart
betrachtet, die dazu bestimmt ist, ein wasserunlösliches Paclitaxelderivat über einen
Zeitraum von mindestens 2 Monaten, bevorzugt für etwa 4 Monate und mehr bevorzugt über etwa
6 Monate freizusetzen.
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Einige therapeutische Dosierungsarten,
die eine solche verzögerte
Freisetzung ermöglichen,
werden nachstehend beispielhaft beschrieben.
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A. Implantierbare medizinische
Gegenstände
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Die wasserunlöslichen Paclitaxelderivate
sind für
den Einsatz als Überzug
auf implantierten medizinischen Gegenständen wie etwa Tuben, Shunts,
Kathetern, künstlichen
Implantaten, Nägeln,
elektrischen Implantaten wie etwa Schrittmachern und besonders für arterielle
oder venöse
Stents gedacht, die nachstehend genau beschrieben werden. An diese
Gegenstände
kann das Derivat durch eine implantierbare medizinische Vorrichtung
gebunden, oder es kann passiv an der Oberfläche des Gegenstandes adsorbiert
werden. Zum Beispiel können Vorrichtungen
aus Metall mit einer Polymer-Wirkstoff Lösung durch Eintauchen der Vorrichtung in
die Lösung
oder durch Besprühen
der Vorrichtung mit der Lösung überzogen
werden.
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1. Stents
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In einer bevorzugten Ausführungsform
ist die medizinische Vorrichtung ein im Durchmesser erweiterbarer
Stent, der das wasserunlösliche
Paclitaxelderivat an eine Zielstelle in einem Gefäß bringt.
Endovaskulare Stents sind auf dem Fachgebiet gut bekannt und käuflich zu
erwerben. Solche Stents sind typischerweise aus einem bioverträglichen
Metall, wie etwa Nickel-Titan Legierungen und Edelstahl, oder sie
bestehen aus einer Polymerverbindung, wie zum Beispiel in den US-Patenten
Nr. 5,163,952 und 5,603,722 beschrieben wurde.
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Für
Zwecke der vorliegenden Erfindung wurde ein metallener Stent als
ein Stütz-Stent
für eine
polymerisierte Hülse,
einen Überzug
oder ein Bauteil, das das wasserunlösliche Paclitaxelderivat enthält, verwendet.
Fachleuten sind eine Reihe von Polymerverbindungen bekannt, die
sich für
die Einlagerung eines wasserunlöslichen
Paclitaxelderivats und zur Bildung einer überziehenden Schicht oder Hülle auf
dem metallenen Stent eignen, und besonders Methacrylat und Acrylatpolymere
sind geeignet.
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Der Stütz-Stent aus Metall kann eine
Reihe von Formen annehmen und ist generell geeignet, in einem kollabierten
Zustand oder Zustand mit kleinem Durchmesser in einen Körperhohlraum
implantiert zu werden und sich bei Platzierung an der zu behandelnden
Stelle in einen Zustand mit größerem Durchmesser
auszudehnen. Stents, die auf dem Fachgebiet bekannt und zum Einsatz
in der vorliegenden Erfindung geeignet sind, umschließen durch
Druck erweiterbare Stents, selbst erweiternde Stents, und Stents,
die sich als Reaktion auf einen verabreichten Stimulus, wie etwa
Hitze, erweitern. Als Beispiel ist ein durch Druck erweiterbarer
Stent in den US-Patenten Nr. 4,776,377 und 4,733,665 von Palmaz
beschrieben worden. Durch Druck erweiterbare Stents werden typischerweise
mit Hilfe eines angioplastischen Ballon-Katheters radial erweitert,
wie auf dem Fachgebiet bekannt ist. Selbst erweiternde Stents, wie
etwa der Stent, der von Gianturco im US-Patent Nr. 4,580,568 und
von Wallsten im US-Patent Nr. 4,544,771 beschrieben wird, erweitern
sich aufgrund der inneren Federspannung des Stents radial. Die Stents
erweitern sich auf einen größeren Durchmesser,
nachdem sie von einer zusammenhaltenden Kraft, die sie zu einem
kleineren Durchmesser zwingt, befreit wurden. Eine andere An selbst
erweiternder Stents umschließt
Stents, die aus Material mit einem Formgedächtnis bestehen, wie etwa Nitinol
oder Polymerverbindungen mit einem Formgedächtnis, die von Froix im US-Patent
Nr. 5,163,952 beschrieben werden.
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Stents, die aus Polymerverbindungen
hergestellt werden und mit dem wasserunlöslichen Paclitaxelderivat beladen
sind, werden ebenfalls betrachtet. Besonders Stents, die aus auf
Acrylat und Methacrylat basierenden Polymerverbindungen aufgebaut
sind, wie die Polymerverbindungen mit Formgedächtnis, die von Froix im US-Patent
Nr. 5,163,952 beschrieben sind und mit dem Wirkstoff beladen werden,
sind geeignet.
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Zur Unterstützung der vorliegenden Erfindung
wurden Untersuchungen durchgeführt,
bei denen ein Stütz-Stent
aus Metall verwendet wurde, der eine oder mehrere Hüllen aus
Polymerverbindungen auf seiner Außenseite trug. Die Polymer-Hülle(n) enthielten)
das wasserunlösliche
Paclitaxelderivat 7-Hexanoyltaxol. Die Herstellung einer Polymer-Hülle, die
7-Hexanoyltaxol enthält,
wird in Beispiel 2 beschrieben. Die als Beispiel dienenden Polymer-Hüllen wurden aus einem Gemisch
aus Acrylat/Methacrylat-Monomeren hergestellt und mit Hilfe eines
Methacrylat-Kreuzbinders polymerisiert. 7-Hexanoyltaxol wurde der
Polymerverbindung dadurch zugegeben, dass die Polymerverbindung
mit einer konzentrierten Lösung
aus 7-Hexanoyltaxol in einem geeigneten organischen Lösungsmittel
in Kontakt gebracht wurde.
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Wie nachstehend beschrieben wird,
wurde der mit dem Wirkstoff beladene Stütz-Stent, der eine oder mehrere
Polymer-Hüllen
trug, zur Bewertung in die Koronararterien von Schweinen eingesetzt
und mit dem gleichen, Paclitaxel enthaltenen Stent verglichen.
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Die in Beispiel 2 beschriebene Polymerzusammensetzung
ist auch zur Herstellung eines Polymer-Stents geeignet, der in der
Lage ist, das wasserunlösliche
Paclitaxelderivat aufzunehmen. Die Polymerformulierung ist auch
geeignet, einen dünnen Überzug aus
der Polymerverbindung entweder auf einen metallenen oder einen aus
einer Polymerverbindung bestehenden Stent aufzubringen, um das wasserunlösliche Paclitaxelderivat
aufnehmen zu können.
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IV. In vivo Untersuchung
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In Untersuchungen, die zur Unterstützung der
Erfindung durchgeführt
wurden, wurde ein Stent, der das wasserunlösliche Paclitaxelderivat 7-Hexanoyltaxol
enthielt, hergestellt und in die Arterien von Schweinen eingesetzt.
Der Stent bestand aus einem Stütz-Stent
aus Metall mit einem darauf liegenden Polymerstent und ist in 3A–3C abgebildet. 3A zeigt den metallenen
Stütz-Stent 10 allein
in einer erweiterten Form mit großem Durchmesser. Der Stent
ist aus Untereinheiten zusammengesetzt, wie etwa den Untereinheiten 12, 14, 16,
die in einer radialen Ausrichtung verbunden sind, um eine Wiederholung
der Untereinheiten 18 zu bilden. Jede Untereinheit ist
erweiterbar, um den Stent mit kleinem Durchmesser zum Einsatz in
einem Körperhohlraum
zu bewegen und ihn im Zustand mit großem Durchmesser im Körperhohlraum
zu verankern. Der Stütz-Stent 10 besteht,
wie gezeigt, aus vier Wiederholungseinheiten der Untereinheiten 18, 20, 22 und 24. Die
Wiederholungseinheiten der Untereinheiten werden radial durch ein
Verbindungssegment verbunden, wie etwa durch die Verbindungssegmente 26a, 26b, 26c,
die die Einheiten 18, 20; 20, 22;
beziehungsweise 22, 24 verbinden. Wie sich vermuten
lässt,
kann der Stent aus einer beliebigen Anzahl von Wiederholungseinheiten zusammengesetzt
sein, um einen Stent beliebiger Länge herzustellen, und die Abmessungen
jeder Untereinheit können
leicht verändert
werden, um Länge
und Durchmesser des Stents festzulegen. Der Stent ist in den Abschnitten
der einzelnen Wiederholungseinheit relativ steif, wenn man ihn mit
Abschnitten vergleicht, die zwischen jeder Wiederholungseinheit
liegen und sich auf die Verbindungssegmente beziehen. Dies ist eine
wichtige Eigenschaft des Stents, da die flexibleren Abschnitten,
die zu den Verbindungssegmenten gehören, dem Stent eine bessere
Flexibilität
und Handhabbarkeit zur leichteren Navigation und Platzierung in
Gefäßen verleihen.
Der Stent aus 3A wird
im Einzelnen in der gemeinsamen PCT-Veröffentlichung WO 99/49811 beschrieben.
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3B zeigt
den metallenen Stent aus 3A mit
einer fortlaufenden Polymerhülle 30,
die den metallenen Stütz-Stent
einschließt.
Die äußere Polymerhülle wird
zum Beispiel wie in Beispiel 2 ausgeführt hergestellt und enthält das 7-Hexanoyltaxol
oder eine andere Verbindung. Die Hülle ist koaxial um den äußeren Umfang
des Stütz-Stents
gewickelt und nimmt die Form eines glatten Blatts Papier an, das
durch Überlappen der
Ecken 32, 34 des Blatts in eine zylindrische oder
röhrenförmige Form
gerollt wurde. Es ist offensichtlich, dass die anfängliche
Konfiguration des röhrenförmigen Materials
nicht auf die Form eines glatten Blatts Papier begrenzt ist, sondern
auch aus einer ausgezogenen Röhre
hergestellt werden kann.
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3C zeigt
eine weitere Ausführungsform
eines Stents zur Verwendung in der Erfindung, wobei Stent 40 aus
dem metallenen Stent 10 der 3A besteht
und eine Wiederholungseinheit aus polymerem Material um den äußeren Durchmesser
enthält.
Stent 10 hat vier steife Abschnitten, die sich auf die
Wiederholungseinheiten der Untereinheiten 18, 20, 22, 24 (vgl. 3A) beziehen. Mit "steif" ist gemeint, dass
in dieser Abschnitt des Stents die Biegsamkeit in radialer Ausrichtung
minimal ist, besonders, wenn sie mit der radialen Biegsamkeit der
Abschnitte verglichen werden, in denen die Verbindungssegmente die
streifen Abschnitte verbinden. Diese flexiblen Abschnitte sind in 3C als Abschnitte 42a, 42b, 42c gekennzeichnet.
Die polymeren Materialien sind nur in den steifen Abschnitten des
Stents koaxial um die äußere Oberfläche des
Stents angebracht, wie die polymeren Materialien 44, 46, 48, 50,
die die flexiblen Abschnitte 42a, 42b, 42c exponiert
oder unbedeckt lassen. Diese Positionierung des polymeren Materials
bietet den Vorteil des Überzugs
aus einem polymeren Material zur Verabreichung einer therapeutischen
Verbindung, wobei die Biegsamkeit durch die Gelenke des Stents erhalten
bleibt. Diese Anordnung löst
auch die Probleme von Faltung und Zug des polymeren Materials beim Überziehen
der biegsamen Abschnitte (wie in der Ausführungsform von 3B), denn strukturelle Unterstützung für die Polymerverbindung
ist hier weniger ausreichend als in den steifen Abschnitten des Stütz-Stents.
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4A–4C zeigen einen weiteren
beispielhaften Stütz-Stent,
der zum Einsatz in der Erfindung geeignet ist. In 4A wird ein metallener Stent 60 in
seiner nicht erweiterten Form mit kleinem Durchmesser gezeigt. Stent 60 besitzt
zwei steife Abschnitte, 62, 64, in denen Biegung
in radialer Ausrichtung nur minimal möglich ist. Die beiden steifen
Abschnitte sind durch ein oder mehrere Verbindungssegmente miteinander
verbunden, wie etwa die Segmente 66a, 66b, und
bilden einen flexiblen Abschnitt 68 des Stents. Der selbe
Stent wird in 4B in
seinem erweiterten Zustand mit großem Durchmesser gezeigt, wobei
die steifen Abschnitte 62, 64 und der biegsame
Abschnitt 68 deutlich gekennzeichnet sind. Stent 60 trägt schließlich ein
Polymermaterial, das auf einen oder mehrere steife Abschnitte des
Stents aufgebracht ist. Wie in 4C gezeigt
wird, bedecken die polymeren Materialien 70, 72 die
steifen Abschnitte 62 beziehungsweise 64, den
biegsamen Abschnitt 68 unbedeckt und exponiert lassend.
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Ein weiteres Beispiel eines Stütz-Stents
mit polymerem Material ist in 5A–5C abgebildet. Hier ist der
Stütz-Stent 80 in
seinem Zustand mit kleinem Durchmesser in 5A abgebildet, wobei steife Abschnitte 82, 84 des
Stents durch ein oder mehrere Verbindungssegmente 86a, 86b miteinander
verbunden sind, die einen biegsamen Abschnitt 88 bilden.
In 5B wird der Stent
in seinem erweiterten Zustand mit großem Durchmesser nach Platzierung
in einem Gefäß gezeigt.
Der Stent mit polymeren Materialien, die die steifen Abschnitte
des Stents überziehen,
ist in 5C abgebildet,
wobei die polymeren Materialien 90, 92 über den steifen
Abschnitten 82 beziehungsweise 84 positioniert
sind.
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Der Stütz-Stent besteht aus einem
bioverträglichen
Material, und geeignete Materialien sind Metalle wie Edelstahl,
Wolfram, Titan, Gold, Platin und Tantal, Legierungen dieser Stoffe
und anderer, ebenso wie Legierungen mit Formgedächtnis, hochstabile thermoplastische
Polymerverbindungen, Copolymerverbindungen, einschließlich der
Polymerverbindungen mit Formgedächtnis.
Es werden Copolymerverbindungen mit Formgedächtnis, einschließlich Homopolymerverbindungen
und Copolymerverbindungen betrachtet.
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Die polymeren Materialien bestehen
aus bioverträglichen
Polymerverbindungen wie etwa Polyamiden, Polyimiden, Silikonen und
fluorierten Polyolefinen. Ein bevorzugtes fluoriertes Polyolefin
ist Polytetrafluoroethylen, welches entweder biaxial ausgerichtetes
Polytetrafluoroethylen oder uniaxial ausgerichtetes Polytetrafluoroethylen
sein kann. In einer Ausführungsform
der Erfindung wird das polymere Material aus 10–98 Gewichtsprozent des Acrylat-Monomers,
mehr bevorzugt aus mehr als 40 Gewichtsprozent, und aus 2–40 Gewichtsprozent
eines Polyalkylenoxid-Monomers, mehr bevorzugt aus etwa 10–30 Gewichtsprozent,
hergestellt. Ein beispielhaftes Polyalkylenoxid-Monomer ist Polyethylenoxid-monomethylether-Monomethacrylat.
In einer anderen Ausführungsform
werden zu dem Acrylat-Monomer und dem Polyalkylenoxid-Monomer 3–30 Gewichtsprozent
eines Methacrylat-Monomers zugegeben. Polymerverbindungen, die aus
diesen Monomeren gebildet werden, werden genauer in einer weiteren
gemeinsamen Patentanmeldung beschrieben, die hierin als Referenz
eingeschlossen ist.
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Das polymere Material wird in eine
zylindrische Konfiguration gebracht, indem es entweder durch Herstellung
oder Ausziehen direkt oder durch das Wickeln einer polymeren Blattform
in eine zylindrische Form gebracht wird. Die polymeren Materialien
werden in einem Stütz-Stent in seinem nicht
erweiterten Durchmesser durch mechanische Mittel, wie etwa Faltung
mittels Ultraschall, Widerstandserhitzung und Laserbestrahlung, befestigt.
Alternativ wird das zylindrische Polymermaterial an dem Stütz-Stent
in seinem nicht erweiterten Durchmesser durch einen bioverträglichen
Adhäsivstoff,
etwa einen fluoridierten thermoplastischen polymeren Adhäsivstoff,
befestigt. Beispiele fluoridierter Thermoplasten umschließen Ethylen/Propylen-Copolymere,
Perfluoralkoxy-Fluorkohlenstoffe Ethylen/Tetrafluorethylen-Copolymere, Fluoracrylate
und fluoridierte Polyvinylether. Es ist auch möglich, dass das Polymermaterial
sowohl genügend
eigene Elastizität
hat, um am Stütz-Stent
in seinem kleinen, nicht expandierten Durchmesser befestigt zu bleiben,
als auch für
die Erweiterung mit dem Stütz-Stent.
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Der therapeutische Wirkstoff kann
durch eine Reihe von Verfahren in das Polymermaterial eingelagert werden.
Zum Beispiel können
die Polymermaterialien mit einer Lösung getränkt werden, die den Wirkstoff
enthält,
um das Medikament in die Polymerverbindung aufzunehmen. Das Lösungsmittel
kann dann durch Erhitzen oder Druckverminderung entfernt werden.
Die Polymermaterialien können
gebildet werden, indem die Polymerverbindung in einer Lösung, die
den Wirkstoff enthält,
gelöst
wird, und man das Lösungsmittel
verdunsten lässt,
um ein ebenes Polymerblatt zu erhalten, das dann in Stücke geschnitten
wird, die zur Bildung des Polymermaterials geeignet sind. Andere
Verfahren sind Fachleuten auf diesem Gebiet geläufig.
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In einer anderen Ausführungsform
der Erfindung trägt
das Polymermaterial zwei therapeutische Wirkstoffe, wobei in einer
bevorzugten Ausführungsform
der erste Wirkstoff Paclitaxel oder ein Paclitaxelderivat ist, und
der zweite Wirkstoff ist einer der vorstehend aufgeführten Stoffe,
bevorzugt Camptothecin, Colchizin, Dexamethason, Melphalan, Econozol
oder Tamoxifen.
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In Untersuchungen, die zur Unterstützung der
vorliegenden Erfindung durchgeführt
wurden, wurden Polymermaterialien, die 7-Hexanoyltaxol enthielten,
aus einem Gemisch aus Acrylat/Methacrylat-Monomeren hergestellt
und mit Hilfe eines Methacrylat-Kreuzbinders polymerisiert, wie
in Beispiel 2 beschrieben. 7-Hexanoyltaxol wurde in die Polymerverbindung
eingelagert, indem die Polymerverbindung mit einer konzentrierten Lösung aus
7-Hexanoyltaxol in einem geeigneten organischen Lösungsmittel
in Kontakt gebracht wurde. Solche Polymermaterialien und ähnlich gebildete
Polymermaterialien, die aber Paclitaxel anstatt 7-Hexanoyltaxol enthielten,
wurden in Verbindung mit einem Stütz-Stent, wie in 3C abgebildet, verwendet. Die Versuchs- und
Kontrollstents wurden in den Koronararterien von Schweinen platziert,
wie in Beispiel 3 beschrieben, und für 28 Tage in vivo belassen.
Ein Stent aus Metall, der kein Polymermaterial trug, wurde ebenfalls
in einer Arterie platziert. Zum Zeitpunkt des Einsetzens der Versuchs-
und Kontrollstents wurde die Koronararterie mit einem Computer gesteuerten
Koronar-Angiographie-Analysesystem (Umans, V.A. et al., JACC 21(6): 1382–1390, (1993))
vermessen. Grenzen eines ausgewählten
Bereichs der Koronararterie wurden automatisch aus optisch vergrößerten und
video-digitalisierten
interessierenden Abschnitten aufgedeckt. Der Katheter, der zum Einsetzen
der Stents verwendet worden war, diente als Größenvergleich, um die Dimensionen
der Arterie an der Stelle der Implantation zu bestimmen. Der ursprüngliche
Gefäßdurchmesser
zum Zeitpunkt der Implantation wurde bestimmt.
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Nach der Untersuchungszeit von 28
Tagen wurden die Arterien aus den Schweinen entnommen und für die morphometrische
Analyse druckfixiert. Der minimale Innenraumdurchmesser des Gefäßes nach
dem Behandlungszeitraum wurde ermittelt, indem der kleinste Innenraumdurchmesser
im Bereich der Stent-Platzierung bestimmt wurde. Die prozentuale
Stenose wurde als eins minus dem minimalen Innenraumdurchmesser
des erweiterten Gefäßes geteilt
durch den Durchmesser eines Vergleichsgefäßes ohne Stent mal einhundert
gesetzt. Das prozentuale intimate Wachstum wurde auch aus der folgenden
Gleichung bestimmt: 1 – [(kleinster
innerer Durchmesser des Gefäßes mit
Stent)/(Durchmesser des unterstützten
Abschnitts vor Einsetzen des Stents)] × 100. Das Verhältnis von
Ballon zu Arterie wurde ebenfalls als ein Maß für den Dehnungsgrad des Gefäßes durch
den Ballon gemessen. Die Ergebnisse werden in Tabelle 2 dargestellt.
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Wie aus den Daten der Tabelle 2 ersehen
werden kann, hatten die Arterien, die mit 7-Hexanoyltaxol enthaltenden Stents behandelt
worden waren, die geringste prozentuale Stenose. Im Vergleich mit
dem Paclitaxel enthaltenden Stent wies der Stent mit 7-Hexanoyltaxol in
einem Fall eine etwa zweifache Reduzierung der prozentualen Stenose
auf, in dem anderen Falle eine etwa 8-fache Reduzierung der prozentualen
Stenose. Das prozentuale intimale Wachstum war bei den 7-Hexanoyltaxol
enthaltenden Stents ebenfalls signifikant besser als im Vergleich
zu dem Paclitaxel enthaltenden Stent und den Kontrollstents aus
Metall.
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Der Befund, dass 7-Hexanoyltaxol
in vivo bei der Behandlung von Restenose signifikant wirkungsvoller
als Paclitaxel ist, war im Hinblick auf die zytotoxischen Ergebnisse
in vitro, die vorstehend mit Tabelle 1 besprochen wurden, überraschend.
In jenen Untersuchungen war in einigen Zelllinien das 7-Hexanoyltaxol
wirkungsvoller, in anderen Zelllinien jedoch war das Paclitaxel
von größerer Wirksamkeit.
Hierauf basierend war die erhebliche Verbesserung, die mit 7-Hexanoyltaxol
in vivo erreicht wurde, unerwartet.
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In einer anderen Untersuchung zur
Unterstützung
der Erfindung wurden Stents wie in den Beispielen 2 und 3 beschrieben
hergestellt. Die Polymerstoffe trugen entweder 7-Hexanoyltaxol, Paclitaxel oder 7-Xylosyltaxol.
7-Xylosyltaxol ist ein Zuckerderivat von Paclitaxel und ist in WO
96/11683 beschrieben worden. Das 7-Xylosyltaxol mit der hydrophilen
Zuckereinheit ist besser wasserlöslich
als Paclitaxel. Die Stents wurden nach dem vorstehend beschriebenen
Verfahren in Koronararterien von Schweinen platziert. Nach der Versuchszeit
wurden die prozentuale Stenose im Durchmesser und die neointimale
Dicke der Arterien bestimmt. Die prozentuale Stenose im Durchmesser
wurde mit zwei Verfahren gemessen, nämlich über die quantitative Koronarangiographie
(QCA) und über
die morphometrische Vermessung der Gefäße. Letzteres Verfahren wird in
Beispiel 3 beschrieben. Das erste Verfahren, QCA, wurde nach dem
Verfahren von Umans, et al., vorstehend beschrieben, durchgeführt, wobei
die Maße
des Hohlraums vor Entnahme der Gefäße für morphometrische Analysen
bestimmt wurden. Die Ergebnisse werden in Tabelle 3 angeführt.
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Die Daten in Tabelle 3 zeigen, dass
das wasserunlösliche
Paclitaxelderivat zu erheblich niedrigerer prozentualer Stenose
im Durchmesser führte
als das wasserlösliche
Derivat 7-Xylosyltaxol.
Die Untersuchung stützt
auch die Daten aus Tabelle 2, dass mit dem wasserunlöslichen
Derivat niedrigere prozentuale Stenose und geringere Verdickung
der Intima als mit Paclitaxel erreicht wurden.
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In noch einer anderen Untersuchung,
die zur Unterstützung
der Erfindung durchgeführt
wurde, wurden Stütz-Stents
aus Metall, die eine Vielzahl von Polymerhüllen trugen, wie in 3C abgebildet, hergestellt
und in Menschen auf ihr Risiko für
Restenose untersucht. Die wie in Beispiel 2 beschrieben hergestellten
Polymerhüllen
wurden mit 800 μg
7-Hexanoyltaxol
geladen. Stents aus Metall, wie in 3A abgebildet
und in der mitgehörenden
PCT-Veröffentlichung
Nr. WO 99/49811 genau beschrieben, wurden als die stützende Struktur
für die
mit Wirkstoff beladenen Polymerhüllen
verwendet. Die Größen der
Stents betrugen 13–17
mm in der Länge und
3,0–3,5
mm im Durchmesser (nach Erweiterung), abhängig von der Schädigung und
der Größe der Gefäße. Stents
mit 13 mm Länge
trugen 4 Polymerhüllen,
jede einzelne mit 800 μg
7-Hexanoyltaxol beladen. Die Stents mit 17 mm Länge trugen 5 Polymerhüllen, jede
einzelne mit 800 μg
7-Hexanoyltaxol beladen.
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31 Patienten mit einem Risiko für Restenose
und mit Gefäßschädigungen
wurden nach dem Zufallsprinzip auf zwei Behandlungsgruppen mit 16
Personen, die den Stent mit dem Wirkstoff-beladenen Polymer erhielten,
und 15 Personen, die einen Stütz-Stent
ohne Polymerhülle
oder Wirkstoff erhielten, aufgeteilt. Von den 31 Patienten hatten
46 % Typ A-Schädigungen
und 54 % hatten Typ B2- und C-Schädigungen, nach der Klassifizierung
der American College of Cardiology /American Heart Association (ACC/AHA)
für Morphologie der
Schädigung
(Kastrati, A. et al., Circulation 100 (12): 1285, (1999)).
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Die Test- und Kontrollstents wurden
den Patienten mit einem Ballonkatheter eingesetzt, und alle Stents
wurden erfolgreich in dem ausgewählten
Gefäß des jeweiligen
Patienten platziert, was durch intravaskulären Ultraschall (IVUS; Erbel,
R. et al., Coron. Artery Dis. 10 (7): 489, (1999)) bestätigt wurde. Über 3–8 Monate
nach der Einsetzung des Stents wurde jeder Patient klinisch, angiographisch
und durch intravaskulären
Ultraschall überwacht.
Quantitative Koronarangiographie (vorstehend beschrieben) und quantitativer
koronarer Ultraschall wurden bei 25 Patienten durch ein unabhängiges Labor
durchgeführt,
um die Befunde zu überprüfen.
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Tabelle 4 fasst die Daten aus dem
Versuch am Menschen zusammen. Es werden sowohl der mittlere kleinste
Hohlraumdurchmesser (MLD) in mm vor Einsetzung des Teststents und
der kleinste Hohlraumdurchmesser in mm nach Einsatz und Erweiterung
des Stents in den beiden Testgruppen gezeigt, als auch der mittlere
kleinste Durchmesser in mm bei der Nachuntersuchung (nach 3–8 Monaten).
Die prozentuale Stenose im Durchmesser als [MLD (nach Einsetzung) – MLD (Nachuntersuchung)]/MLD
(nach Einsetzung) wurde berechnet.
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Wie aus Tabelle 4 zu ersehen ist,
hatten die Patienten-Testgruppen vor Einsetzen der Stents ähnliche mittlere
Hohlraumdurchmesser mit Werten zwischen 1,2 ± 0,7 mm und 1,4 ± 0,4 mm
in Gefäßen, die
normalerweise einen Durchmesser von 3–3,5 mm aufweisen. Nach der
Stent-Erweiterung
waren die Gefäße der Patienten
in allen Testgruppen in ähnlicher
Weise erweitert, auf 2,9 ± 0,4
mm bei der Kontroll-Testgruppe und 2,8 ± 0,5 mm bei der Gruppe die
den Stent im Zusammenhang mit dieser Erfindung erhalten hatte. Bei
der Nachuntersuchung wurde wiederum bei jedem Patienten der kleinste
Hohlraumdurchmesser bestimmt (durch IVUS und/oder angiographisch),
und die gemittelten Werte sind in Tabelle 4 dargestellt. Die Gruppe,
die einen Stent aus Metall ohne wasserunlösliches Paclitaxelderivat erhalten
hatten, hatte einen mittleren kleinsten Hohlraumdurchmesser von
0,9 ± 0,9
mm, während
die mit dem Wirkstoff-beladenen Stent der Erfindung behandelten Patienten
einen kleinsten Hohlraumdurchmesser von 2,2 ± 0,4 mm aufwiesen. Die mit
dem Wirkstoff-beladenen Stent behandelten Patienten wiesen ein nahezu
völliges
Fehlen von intimaler Proliferation am Ort der Schädigung auf,
einschließlich
der Endregionen der Schädigung.
Im Gegensatz dazu zeigten die Patienten in der Kontrollgruppe signifikante
Restenose.
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In dieser Untersuchung enthielten
die Stents in Abhängigkeit
ihrer Länge
entweder 3,2 mg 7-Hexanoyltaxol
oder 4,0 mg 7-Hexanoyltaxol. Diese Wirkstoffmenge wird örtlich an
die Stelle der Behandlung über
einen Zeitraum von mindestens 2 Monaten, bevorzugt über 3 Monate
und am meisten bevorzugt über
einen Zeitraum von 6 Monaten verabreicht. Die einzigartige Kombination
einer hohen Wirkstoffkonzentration, die mit ausgewählten Polymerstoffen
erreicht werden kann und die unlösliche
Natur des Paclitaxelderivats stellen ein Mittel zur Verfügung, das
ausreichende Wirkstoffversorgung über den benötigten Zeitrahmen (mindestens
2–6 Monate
oder 3–6
Monate) gewährleistet.
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Tabelle 5 vergleicht die Dosierung
von 7-Hexanoyltaxol, die zur Behandlung und/oder Prävention
von Restenose bei Verabreichung über
einen Stent notwendig ist, der mit 4 mg 7-Hexanoyltaxol beladen ist, mit der Dosierung
von Paclitaxel und Docetaxel, die in der Chemotherapie eingesetzt
wird. Zum besseren Vergleich wurde angenommen, dass die 4 mg Dosis
aus dem Stent als Bolus freigesetzt wird.
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Tabelle 5 zeigt, dass die Dosis des
wasserunlöslichen
Taxolderivats signifikant geringer als die in der Chemotherapie
verwendete ist. Entsprechend ist in einer Ausführungsform der Erfindung die
Dosis des wasserunlöslichen
Taxolderivats, das zur Behandlung/Prävention von Restenose eingesetzt
wird, 10-fach, bevorzugt 25-fach, mehr bevorzugt 50-fach niedriger
und noch mehr bevorzugt 100-fach niedriger als die in der Chemotherapie
verwendete. Die tägliche
Dosis 7-Hexanoyltaxol, die zur Behandlung von Restenose angenommen wird,
beträgt
0,02–0,03
mg/m2 bei Verwendung eines Stents, der ausgelegt
ist 2,7 mg/m2 über 3–6 Monate abzugeben.
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Aus dem Vorstehenden wird deutlich,
wie verschiedene Merkmale der Erfindung getroffen werden. Die Zusammensetzung
der Erfindung, bestehend aus einem wasserunlöslichen Paclitaxelderivat,
wird in ein geeignetes Polymermaterial zur Verabreichung in einen
Ziel-Hohlraum eingelagert.
In einer bevorzugten Ausführungsform
wird das Derivat in einen Stent eingelagert, der zur Vorbeugung
vor Restenose nach Angioplastie in eine Hohlraum platziert wird.
Geeignete Dosierungen des wasserunlöslichen Derivats können von
Fachleuten auf diesem Gebiet unter Zuhilfenahme der wirksamen Dosen
von Paclitaxel und ähnlichen
Verbindungen erstellt werden.
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V. Beispiele
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Die folgenden Beispiele veranschaulichen
die Aspekte der Erfindung und sind in keiner Weise als Begrenzung
des Umfanges und Geistes der Erfindung anzusehen.
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Beispiel 1
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In vitro Zytotoxizität
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Eine Suspension jeder Zelllinien,
die entsprechend des jeweiligen Zelltyps und der erwarteten Dichte der
Zielzellen (5.000–40.000
Zellen pro Vertiefung, basierend auf Eigenschaften des Zellwachstums)
verdünnt wurde,
wurde mit eine Pipette (100 μl)
auf eine Mikrotiterplatte mit 96 Vertiefungen aufgetragen. Den Zellen wurde
eine Präinkubationszeit
von 24 Stunden bei 37 °C
zur Stabilisierung zugestanden. Am Ende der Präinkubationszeit (T0)
wurden Verdünnungen
von 7-Hexanoyltaxol oder Paclitaxel in Aliquots von 100 μl in die
Vertiefungen der Mikrotiterplatten zugegeben. Die Zellen wurden
in Anwesenheit des Wirkstoffes über
48 Stunden unter 5 % CO2-Atmosphäre bei 100
% Luftfeuchtigkeit inkubiert. Die Zellen wurden mit dem Sulforhodamin B-Test
untersucht. Ein Plattenlesegerät
wurde zur Bestimmung der optischen Dichte verwendet.
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Die LC50-Werte
wurden genommen, sobald die Konzentration der Verbindung bei 100 × (T-T0)/T0 = –50 betrug.
Die Ergebnisse werden in Tabelle 1 dargestellt.
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Beispiel 2
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Herstellung
der Polymer-Hülle
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Das nachstehende Gemisch aus Monomeren
wurde in einen geeigneten Behälter
eingewogen: 60,1 % Butylacrylat (Aldrich Chemical, St. Paul MN);
30 % Polyethylenoxid-monomethylether-monomethacrylat (MW
1000 Dalton) (NOF Corp., Tokio, Japan) und 9,8 % Mehtylmethacrylat
(Aldrich Chemical). 0,05 % Hexandiol-dimehtacrylat (Aldrich Chemical),
ein Kreuzbinder und 0,10 % Darocur® 1173
(E. Merck, Darmstadt, Deutschland), ein Fotoinitiator, wurden zugegeben,
um die Polymerisation zu starten. Die Monomere werden vermischt,
mit Stickstoff gereinigt und dann zwischen Glasplatten polymerisiert,
um dünne
Filme mit einer Dicke von etwa 0,14 mm zu bilden. Der Copolymer-Film
wird auf die gewünschte
Größe für die Bildung
des Überzugs
zurechtgeschnitten.
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Ein Lösung aus 7-Hexanoyltaxol in
Dimethylformamid wurde hergestellt, wobei sich das 7-Hexanoyltaxol gerade
unterhalb der Löslichkeitsgrenze
in dem Lösungsmittel
bei Zimmertemperatur befand. Eine bekannte Lösungsmenge, die man in das
Copolymer absorbieren ließ,
wurde mit einer Mikropipette auf der Polymerhülle platziert.
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Beispiel 3
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In vivo Test des 7-Hexanoyltaxol
enthaltenden Polymer-Stents Eine Polymerhülle, hergestellt, wie in Beispiel
2 beschrieben, wurde auf einem mit Rillen versehenen Stent aus Metall
aufgebracht. Die Polymerhülle enthielt
1500 μg
7-Hexanoyltaxol. Zur vergleichenden Kontrolle wurde ein ähnlicher
Stent hergestellt, um 1500 μl
Paclitaxel aufzunehmen.
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Die beiden mit Wirkstoff beladenen
Stents und zwei metallene Stents ohne Polymerhülle wurden mit herkömmlichen
Techniken unter Verwendung eines käuflich zu erwerbenden Katheters
(Advanced Cardiovascula Systems) in die Koronararterien von gesunden
Domestic Farm Swine-Schweinen (Pork Power, Inc.) eingesetzt. Die
Stents wurden während
und nach des Einsetzungsverfahrens mit herkömmlichen angiographischen Abbildungstechniken überwacht,
um richtige Platzierung sicher zu stellen. Die Kontrollstents aus
Metall wurden in zwei verschiedenen Schweinen platziert, im einen
Schwein wurde der Stent in der linken vorderen absteigenden Arterie
positioniert, und in dem anderen Schwein in der rechten Koronararterie.
Der Paclitaxel enthaltende Kontrollstent zum Vergleich wurde einem
Tier in die rechte Koronararterie eingesetzt. Die 7-Hexanoyltaxol
enthaltenden Teststents wurden in zwei Schweinen platziert, ein
Stent in der rechten Koronararterie und der andere Stent in dem
anderen Schwein in der linken Zirkumflexarterie.
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28 Tage nach dem Einsetzen wurden
die Schweine getötet
und das Herz und die Koronararterien entnommen. Die Arterien wurden
für die
morphometrische Analyse druckfixiert, um die prozentuale Stenose
im Durchmesser und das prozentuale Wachstum der Intima zu vermessen.
Die prozentuale Stenose im Durchmesser wurde nach der Gleichung
1–[(kleinster
Hohlraumdurchmesser des Gefäßes mit
Stent)/(Durchmesser des Referenzgefäßes ohne Stent)] × 100 berechnet.
Das prozentuale Wachstum der Intima wurde nach der Gleichung 1–[(kleinster
Hohlraumdurchmesser des Gefäßes mit
Stent)/(Durchmesser des Abschnittes mit Stent vor Einsetzen des
Stents)] × 100
berechnet. Das Verhältnis
von Ballon zu Arterie wurde ebenfalls als ein Maß für den Grad der Erweiterung
des Gefäßes durch
den Ballon bestimmt. Die Ergebnisse werden in Tabelle 2 dargestellt.
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Obwohl die Erfindung im Hinblick
auf besondere Ausführungsformen
beschrieben worden ist, wird es Fachleuten offensichtlich sein,
dass verschiedene Änderungen
und Modifikationen durchgeführt
werden können,
ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.