DE60004936T2 - Vorrichtung und Verfahren zur Positionierung lenkbarere Räder - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zur Positionierung lenkbarere Räder Download PDF

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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf landwirtschaftliche Arbeitsgeräte, die für eine Anbringung an einem Zugfahrzeug bestimmt sind, und insbesondere auf Arbeitsgeräte, die zwei lenkbare Räder aufweisen, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, sowie auf ein Verfahren zum Blockieren der lenkbaren Räder nach dem Oberbegriff des Anspruchs 9.
  • Traditionell wurden landwirtschaftliche Traktoren für niedrige Straßengeschwindigkeiten ausgelegt, die 25 km/h nicht übersteigen. Mehr und mehr sind jedoch moderne Traktoren in der Lage, Spitzengeschwindigkeiten von 50 km/h ohne Unbequemlichkeiten für den Benutzer oder Gefahren für die Traktorstruktur zu erreichen. In der Praxis muß die Geschwindigkeit des Traktors jedoch immer noch begrenzt werden, weil die an dem Traktor angebrachten Arbeitsgeräte keine hohen Geschwindigkeiten erlauben. Dies ist bestimmt dann der Fall, wenn keine Federung für die Räder des Arbeitsgeräts vorgesehen ist.
  • Entsprechend wurden geeignete Aufhängungs- oder Federungssysteme an Arbeitsgeräten vom gezogenen Typ angebracht, die Straßengeschwindigkeiten von mehr als 25 km/h für die gesamte Traktor-Arbeitsgeräte-Kombination ermöglichen. Bei einer Ausführungsform wurde das Arbeitsgerät mit einer Art von Fahrgestell versehen, das über zwei Sätze von Blattfedern an dem Rahmen des Arbeitsgeräts befestigt ist. Das Fahrgestell umfaßt vier Räder, die an einer vorderen und einer hinteren Achse befestigt sind. Eine derartige Konstruktion verhält sich in befriedigender Weise während der Straßenfahrt, wenn große Kurven gemacht werden müssen, beeinträchtigt jedoch in schwerwiegender Weise den Betrieb auf dem Feld, wo das Arbeitsgerät in manchen Fällen sehr enge Kurven fahren muß. Das zweite Paar von Rädern behindert dann in schwerwiegender Weise die Bewegung der Ballenpresse und kann sogar den Boden des Wendebereichs beschädigen.
  • Als Ergebnis hiervon wurde vorgeschlagen, die hinteren Räder des Arbeitsgeräts lenkbar zu machen, so daß sie sich frei an enge Kurven anpassen können. Für die Straßenfahrt müssen jedoch alle Räder in einer festen Position gehalten werden, um zu verhindern, daß die Räder in einer unkontrollierten Bewegung, insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten, flattern. Weiterhin kann die freie Bewegung der Hinterräder die Rückwärtsbewegung des Arbeitsgeräts schwieriger machen, weil die Räder dazu neigen, sich zu verschwenken und das Arbeitsgerät nach links oder rechts auszulenken.
  • Entsprechend besteht ein Bedarf an einer Einrichtung, die die freie Bewegung der lenkbaren Räder unwirksam macht.
  • Gemäß einem Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung wird ein landwirtschaftliches Arbeitsgerät geschaffen, das folgendes umfaßt:
    einen Hauptrahmen;
    eine Zugstange, die an dem Hauptrahmen zur Anbringung des Arbeitsgeräts an einem Schleppfahrzeug befestigt ist;
    ein Paar von lenkbaren Rädern, die den Hauptrahmen tragen;
    Einrichtungen zum Blockieren der lenkbaren Räder in einer Vorwärts/Rückwärts-Richtung;
    einen Hydraulikkreis zur Steuerung der Funktionen des Arbeitsgeräts, wobei der Hydraulikkreis eine Speiseleitung und eine Rücklaufleitung zur Verbindung mit einer Hydraulikpumpe bzw. einem Öltank umfaßt, wobei die Verbindung einen normalen Betrieb der Funktionen ermöglicht,
    dadurch gekennzeichnet, daß der Hydraulikkreis Einrichtungen zur Betätigung der Blockiereinrichtungen durch Zuführen von Hydraulikdruck von der Pumpe an die Rücklaufleitung umfaßt.
  • Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Blockieren lenkbarer Räder an einem landwirtschaftlichen Arbeitsgerät geschaffen, wobei das Arbeitsgerät folgendes umfaßt:
    einen Hauptrahmen;
    eine Zugstange, die an dem Hauptrahmen zur Anbringung des Arbeitsgeräts an einem Schleppfahrzeug befestigt ist;
    ein Paar von lenkbaren Rädern, die den Hauptrahmen tragen;
    Einrichtungen zum Blockieren der lenkbaren Räder in einer Vorwärts-/Rückwärts-Richtung;
    einen Hydraulikkreis zur Steuerung von Funktionen des Arbeitsgeräts, wobei der Hydraulikkreis eine Speiseleitung und eine Rücklaufleitung zur Verbindung mit einer Hydraulikpumpe bzw. einem Öltank umfaßt;
    wobei das Verfahren den Schritt der Betätigung der Blockiereinrichtungen durch Zuführen von Hydraulikdruck von der Pumpe an die Rücklaufleitung umfaßt.
  • Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird nunmehr mit weiteren Einzelheiten in Form eines Beispiels unter der Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in denen:
  • 1 eine Seitenansicht einer Rechteckballenpresse ist, die einen auf einem Fahrgestell mit festen und lenkbaren Rädern befestigten Rahmen aufweist;
  • 2 eine Draufsicht auf das Fahrgestell nach 1 ist, wobei zwei Hydraulikkolben zum Blockieren der lenkbaren Räder gezeigt sind;
  • 3 eine Seitenansicht des Fahrgestells nach 2 ist;
  • 4 eine Querschnittsansicht eines der Hydraulikkolben nach 2 ist, und
  • 5 ein Hydraulikschaltbild ist, das die Betriebsweise der Blockier-Hydraulikkolben zeigt.
  • Es ist zu erkennen, daß die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf eine Rechteckballenpresse beschrieben wird, daß die Erfindung jedoch nicht hierauf beschränkt ist, und daß sie ohne weiteres an andere Arten von mit Rädern versehenen landwirtschaftlichen Ausrüstungen angepaßt werden kann, die für eine Befestigung an einem Schleppfahrzeug ausgebildet sind.
  • Die Ausdrücke „vorne", „hinten", „vorwärts", „rückwärts", „links" und „rechts", die insgesamt in dieser Beschreibung verwendet werden, werden unter Bezugnahme auf die normale Fahrtrichtung der Maschine im Betrieb bestimmt. Sie sollten jedoch nicht als beschränkende Ausdrücke betrachtet werden.
  • 1 zeigt eine landwirtschaftliche Ballenpresse 10 mit einem Rahmen 11, der mit einer sich nach vom erstreckenden Zugstange 12 ausgerüstet ist, die mit (nicht gezeigten) Anhängeeinrichtungen an ihrem vorderen Ende versehen ist, um die Ballenpresse 10 an ein Schleppfahrzeug, wie zum Beispiel einen landwirtschaftlichen Traktor, anzukuppeln. Eine übliche Aufnehmerbaugruppe 14 hebt in Schwaden angeordnetes Erntematerial von dem Feld hoch, während die Ballenpresse 10 über dieses bewegt wird, und liefert dieses Material in das vordere Ende eines nach hinten und nach oben gekrümmten, Packungen bildenden Zuführungskanals 16. Der Kanal 16 steht an seinem oberen Ende mit einer darüberliegenden, sich in Vorwärts-/Rückwärts-Richtung erstreckenden Ballenkammer 18 in Verbindung, in die Erntematerial-Packen durch einen zyklisch arbeitenden Stopferme chanismus 20 geladen werden. Ein kontinuierlich arbeitender Packermechanismus 22 am unteren vorderen Ende des Zuführungskanals 16 speist kontinuierlich Material in den Kanal 16 ein und packt dieses, damit diese Packen des Erntematerials die Innenform des Kanals 16 vor dem periodischen Eingriff mit dem Stopfer 20 und der Einführung in die Ballenkammer 18 annehmen. Jede Betätigung des Stopfers 20 führt eine „Ladung" oder „Schuppe" aus Erntematerial von dem Kanal 16 in die Kammer 18 ein.
  • Ein Preßkolben 24 bewegt sich in Vorwärts-/Rückwärts-Richtung im Inneren der Ballenkammer 18 unter der Wirkung von zwei Pleuelstangen 25 hin und her, die mit den Kurbelarmen 26 eines Getriebes 27 verbunden sind, das durch eine Welle 29 angetrieben wird, die mit der Zapfwelle des Traktors verbunden ist. Der sich hin und her bewegende Preßkolben 24 drückt jede neue in die Ballenkammer 18 eingeführte Ladung nach hinten und bildet aufeinanderfolgende Ladungen zu einem Packen aus Erntematerial, der von dem Preßkolben 24 in Richtung auf die am weitesten hinten liegende Auslaßöffnung 28 der Kammer 18 gedrückt wird.
  • Die Ballenkammer 18 umfaßt zumindest einen beweglichen Wandabschnitt 30, dessen Position eingestellt werden kann, um den Querschnitt der Öffnung 28 zu ändern. Die Position der Wandabschnitte 30 wird durch zwei Stellglieder in Form von Hydraulikzylindern 31 (von denen lediglich einer in 1 gezeigt ist) gesteuert, die zwischen dem Rahmen 11 und dem Wandabschnitt 30 angeordnet sind. Eine Verringerung des Querschnitts vergrößert den Widerstand gegen eine Rückwärtsbewegung der Erntematerialpacken und damit die Dichte des darin enthaltenen Erntematerials. In ähnlicher Weise verringert eine Vergrößerung des Querschnitts den Widerstand gegen die Bewegung und die Dichte der neu gebildeten Packen.
  • Jeder Packen wird fest in seiner abschließenden verdichteten Form durch einen Bindemechanismus 32 gebunden, bevor er die Umgrenzungen der Ballenkammer 18 verläßt. Die Länge jedes von der Ballenpresse 10 erzeugten Ballens kann in einstellbarer Weise durch übliche, nicht gezeigte Einrichtungen vorherbestimmt werden.
  • Die Ballenpresse ist mit einer Ballenauswurfeinrichtung 36 in Form einer Ballenrutsche versehen, die am hinteren Ende des Rahmens 11 benachbart zur Auslaßöffnung 28 der Ballenkammer 18 befestigt ist. Der fertige Ballen wird auf dieser aufgenommen und auf dieser abgestützt, bis das hintere Ende des Ballens vollständig die Umgrenzungen der Ballenkammer 18 verlassen hat. Die Abgabeeinrichtungen 36 umfassen einen vorderen Rutschenabschnitt 37 und einen hinteren Rutschenabschnitt 38. Der vordere Abschnitt 37 ist mit Hilfe von zwei Schwenkzapfen 43 an dem hinteren Ende des Ballenpressen-Rahmens 11 befestigt. Andererseits ist der hintere Abschnitt 38 über zwei Schwenkzapfen 46 an dem hinteren Ende des vorderen Rutschenabschnitts 37 befestigt.
  • Die Ballenauswurfeinrichtung 36 kann mit Hilfe eines Hydraulikzylinders 74 in eine Transportposition bewegt werden, der hinter dem vorderen Rutschenabschnitt 37 zwischen einer Halterung 75, die an dem hinteren Ende des Ballenpressenrahmens 11 angeschweißt ist, und einer Hebelanordnung 76 befestigt ist, die an den vorderen und hinteren Rutschenabschnitten 36,37 angebracht ist. Wie in 5 gezeigt ist, ist der Zylinder 74 über ein manuell betätigtes Ventil 77 auf der linken Seite des Ballenpressenrahmens 11 mit einem Hydraulikkreis 78 der Ballenpresse verbunden, der eine Druckleitung 79 und eine Rücklaufleitung 83, 80 umfassen. Die eine Leitung 79 weist eine Druckverbindung 81, und die andere 80 eine Rücklaufverbindung 82 zum Koppeln der Leitungen 79, 80 mit entsprechenden Leitungen des Hydraulikkreises des Traktors auf, der eine Hydraulikpumpe und einen Öltank umfaßt.
  • Das Hydraulikventil 77 kann betätigt werden, um den hinteren Rutschenabschnitt 38 nach oben um die Schwenkzapfen 46 unter einem Winkel von 90° zum vorderen Rutschenabschnitt 37 zu verschwenken, und dann beide Abschnitte 37, 38 nach oben und nach vorn um die Schwenkzapfen 43 zu verschwenken, bis der hintere Rutschenabschnitt auf einer Wiege 92 auf der Oberseite der Ballenkammer 18 ruht.
  • Die Ballenpresse 10 ist weiterhin mit einem System zur Entfernung derartiger Ballen aus der Ballenkammer 18 selbst dann ausgerüstet, wenn kein frisches Erntematerial in den vorderen Bereich der Ballenkammer eingeführt wird, um mit dem Preßkolben 24 in Eingriff zu kommen. Das System umfaßt zwei in Längsrichtung angeordnete (nicht gezeigte) Leisten, die mit schwenkbaren Zinken (ebenfalls nicht gezeigt) ausgerüstet sind, die unterhalb der Ballenkammer 18 angeordnet sind. Ein doppelt wirkender Hydraulikzylinder 60 (5) kann betätigt werden, um die Zinken in die Ballenkammer hinein über Schlitze in deren unterer Wand anzuheben. In dieser Position können die Zinken mit der Unterseite des Ballens in der Kammer 18 in Eingriff kommen. Ein weiterer doppelt wirkender Zylinder 61 ist zur Hin- und Herbewegung der Leisten betätigbar. Beide Zylinder 60, 61 sind mit dem Hydraulikkreis 78 verbunden, in dem eine Drossel 62 dazu führt, daß der Zylinder 60 bevorzugt eine Ölströmung empfängt, wenn die Leitung 63 durch Betätigung eines Ventils 65 mit Druck beaufschlagt wird, das die Leitung 63 mit der Druckleitung 79 verbindet. Die Zylinder 60, 61 heben die Zinken an und drücken die Leisten und Zinken nach hinten, wodurch der Ballen aus der Ballenkammer 18 heraus angetrieben wird. In diesem Zustand kann Rücklauföl von beiden Zylindern zurück zur Rücklaufleitung 80 über die Leitung 64 und das Ventil 65 strömen. Wenn das Ventil 65 umgekehrt wird, fließt unter Druck stehendes Öl durch die Leitung 64 zu den kolbenstangenseitigen Enden der Zylinder 60, 61, um die Zinken einzuziehen und die Leisten nach vorn auf ihre Ruhestellungen zu ziehen. Eine wiederholte Betätigung des Ventils 65 bewegt den Ballen vollständig aus der Ballenkammer 18 heraus.
  • Der maximale Druck in dem Hydraulikkreis 78 wird durch das Druckentlastungsventil 86 bestimmt, das zwischen der Druckleitung 79 und der Rücklaufleitung 83 eingebaut ist.
  • Der Ballenpressenrahmen 11 ist an den Befestigungsplatten 101 eines Fahrgestells 100 befestigt, das in den 2 und 3 gezeigt ist. Das Fahrgestell umfaßt zwei Sätze von Blattfedern 103, die an den Befestigungsplatten 101 angebracht sind, eine Vorderachse 107, die mit zwei festen Vorderrädern 102 ausgerüstet ist, und eine Hinterachse 108 mit zwei lenkbaren Hinterrädern 104. Die letzteren sind drehbar an der Achse 108 über Achsschenkelbolzen 105 befestigt, die um im wesentlichen vertikale Achsen verschwenkt werden können. Eine Verbindungsstange 108 stellt eine gleiche und gleichzeitige Bewegung der Achsschenkelbolzen 105 sicher. Die Hinterräder 104 werden nicht aktiv gesteuert, sie passen sich frei an die Bahn an, die das Schleppfahrzeug und die Vorderräder 102 verfolgen. Als solche ermöglichen sie enge Kurven der Ballenpresse, ohne daß sich die Hinterräder 104 in den Boden „eingraben".
  • Der hintere Träger 108 des Fahrgestells 100 ist mit zwei ausfahrbaren Blockier-Hydraulikkolben 110 versehen, die mit weiteren Einzelheiten in 4 gezeigt sind. Jeder Hydraulikkolben weist einen zylindrischen Körper 111 auf, der in einer Querrichtung entlang des Trägers 108 befestigt ist. Der Körper 111 weist eine Kammer auf, die eine Stange 112 enthält, die mit einem Kopf 113 versehen ist, der auf die Nabe des lenkbaren Rads 104 gerichtet ist. Eine im Inneren des Körpers 111 befestigte Feder 114 übt eine nach innen gerichtete Kraft auf einen Fuß 115 der Stange 112 aus. Ein Öffnung 116 verbindet die Kammer des Preßkolbens 108 mit einer Leitung 119, die sich zur Rücklaufleitung 80 des Hydraulikkreises 78 verzweigt (5).
  • Wenn den Preßkolben 110 kein Hydraulikdruck zugeführt wird, stellen die Federn 114 sicher, daß die Köpfe 113 nicht mit den Rädern 104 in Eingriff kommen, so daß sie sich immer noch frei um die Achsen der Achsschenkelbolzen 105 verschwenken können. Wenn unter Druck stehendes Öl den Preßkolben 110 zugeführt wird, werden die Stangen 112 gegen die Kraft der Federn 114 nach außen gedrückt. Sie kommen mit dem einen oder dem anderen der Hinterräder 104 in Berührung und drücken diese nach außen auf eine Vorwärts-/Rückwärts-Richtung. Die Preßkolben 110 verschwenken die Hinterräder, bis die Stangenfüße 115 mit Schultern 117 im Inneren des Körpers 111 in Berührung kommen. In dieser Position sind die Hinterräder 104 in Ausrichtung mit den Vorderrädern 102.
  • Wie dies in 5 gezeigt ist, sind beide Preßkolben 110 über die Zweigleitung 119 mit der Rücklaufleitung 80 des Ballenpressen-Hydraulikkreises 78 verbunden. Die Zweigleitung 119 weist ein manuell betätigtes Abschaltventil 120 auf. Im Normalbetrieb ist das Ventil 120 offen, um eine Fernsteuerung der Preßkolben 110 zu ermöglichen. Ein Rückschlagventil 121 ist zwischen den Abschnitten 83 und 80 der Rücklaufleitung angeordnet und ermöglicht die freie Strömung von Öl von den Steuerventilen 65, 77 zur Rücklaufverbindung 82.
  • Wenn die Ballenpresse 10 auf dem Feld betrieben wird, ist es nicht erforderlich, die Hinterräder 104 des Fahrgestells 100 zu blockieren. Das Ventil 120 wird geöffnet und die Rücklaufverbindung 82 wird mit der Rücklaufleitung des Traktor-Hydraulikkreises verbunden, wodurch Öl zum Öltank abgelassen wird. Kein unter Druck stehendes Öl steht an den Anschlüssen 116 zur Verfügung, und die Federn 114 der Preßkolben 110 halten die Preßkolbenköpfe 113 in ihrer zurückgezogenen Stellung, so daß sich die Räder 104 an die Bewegung der Ballenpresse 10 anpassen können. Die Druckverbindung 81 empfängt unter Druck stehendes Öl von dem Traktor für eine mögliche Betätigung der Ballenauswurfzylinder 60, 61 oder des Ballenrutschenzylinders 74.
  • Eine freie Verschwenkung der Hinterräder 104 ist nicht immer erwünscht: es kann beispielsweise erforderlich sein, sie zu blockieren, um die geschleppte Ballenpresse 10 während des Straßentransports zu stabilisieren. Dies kann sehr einfach durch Umkehren der Richtung der Ölströmung an den Verbindungen 81 und 82 erreicht werden. Durch Zuführen von unter Druck stehendem Öl an der Rücklaufverbindung 82 wird das Rückschlagventil 121 auf seine geschlossene Stellung gebracht, wodurch die Leitung 80 von der Leitung 83 getrennt wird. Ein Druck baut sich in den Kammern der Preßkolben 110 auf und drückt die Preßkolbenköpfe 113 nach außen. Auf diese Weise werden die Räder 104 blockiert, so daß sie nicht flattern können, wenn die Ballenpresse 10 mit hohen Geschwindigkeiten während des Straßentransports gefahren wird. Es ist weiterhin vorteilhaft, die Räder 104 zu blockieren, wenn die Ballenpresse 10 entlang eines Hanges oder einer Hangseite gefahren wird, um die Ballenpresse hinter dem Traktor in ihrer Spur zu halten. Weiterhin ist eine Blockierung erforderlich, wenn die Ballenpresse in Rückwärtsrichtung gefahren werden muß: andernfalls würden sich die freien Hinterräder 104 drehen und die Ballenpresse 10 nach links oder nach rechts auslenken.
  • Wenn man die Räder 104 über eine längere Zeitperiode blockieren möchte und/oder zu einer Zeit, zu der kein dauernder Hydraulikdruck zur Verfügung steht, können die unter Druck stehenden Preßkolben 110 durch Verriegeln des Abschaltventils 120 an ihrem Platz gehalten werden.
  • Wenn das Ventil 120 geöffnet wird, können die Preßkolben 110 unmittelbar dadurch zurückgezogen werden, daß die Rücklaufverbindung 82 mit der Rücklaufleitung des Traktor-Hydraulikkreises verbunden wird. Die Steuerung der Preßkolben 110 kann in vorteilhafter Weise dadurch verwirklicht werden, daß sie Verbindungen 81, 82 aufweisen, die mit dem Hydraulikkreis verbunden sind, der ein Ventil der gleichen Art wie die Ventile 65 und 77 aufweist, das heißt mit vier Anschlüssen und drei Stellungen. Ein derartiges Ventil in dem Traktor-Hydraulikkreis ermöglicht ein unmittelbares Umschalten zwischen einem verriegelten und entriegelten Zustand der Hinterräder 104.
  • Es ist zu erkennen, daß die Erfindung nicht auf die beschriebene Ausführungsform beschränkt ist, sondern ohne weiteres bei anderen Arten von landwirtschaftlichen Ausrüstungen vom gezogenen Typ verwendet werden kann, wie zum Beispiel Anhängern, Futterwagen, Mähern, usw. Es ist weiterhin vorstellbar, die Zweigleitung 119 mit der Rücklaufleitung eines anderen Hydraulikkreises zu verbinden, beispielsweise mit dem System zur Steuerung der Position der Zylinder 31 zur Einstellung der Ballendichte.

Claims (11)

  1. Landwirtschaftliches Arbeitsgerät (10), mit: – einem Hauptrahmen (11); – einer Zugstange, die an dem Hauptrahmen (10) zur Anbringung des Arbeitsgeräts (10) an einem Schleppfahrzeug befestigt ist; – einem Paar von lenkbaren Rädern (104), die den Hauptrahmen (11) tragen; – Einrichtungen (110) zum Blockieren der lenkbaren Räder (110) in einer Vorwärts-/Rückwärts-Richtung; – einen Hydraulikkreis (78) zur Steuerung der Funktionen des Arbeitsgerätes (10), wobei der Hydraulikkreis eine Speiseleitung (79) und eine Rücklaufleitung (80, 83) zur Verbindung mit einer Hydraulikpumpe bzw. einem Öltank umfaßt, wobei die Verbindung einen normalen Betrieb der Funktionen ermöglicht; – dadurch gekennzeichnet, daß der Hydraulikkreis (78) Einrichtungen (121) zur Betätigung der Blockiereinrichtungen (110) durch Zuführen von Hydraulikdruck der Pumpe an die Rücklaufleitung (80) umfaßt.
  2. Landwirtschaftliches Arbeitsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtungen (121) ein Rückschlagventil (121), das in die Rücklaufleitung (80, 83) eingebaut ist, und eine Zweigleitung (119) umfassen, die die Blockiereinrichtungen (110) mit der Rücklaufleitung (80) zwischen dem Tank und dem Rückschlagventil (121) verbindet.
  3. Landwirtschaftliches Arbeitsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Hydraulikkreis Ventileinrichtungen (120) umfaßt, die auf die Zweigleitung (119) angewandt sind, um die Blockiereinrichtungen (110) in ihrer betätigten Position zu halten.
  4. Landwirtschaftliches Arbeitsgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventileinrichtungen ein manuell betätigtes Ventil (120) umfassen.
  5. Landwirtschaftliches Arbeitsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführungsleitung (79) und die Rücklaufleitung (80, 83) Einrichtungen (81, 82) zur Verbindung mit Hydraulikkreisen umfassen, die die Pumpe und den Tank auf dem Schleppfahrzeug einschließen.
  6. Landwirtschaftliches Arbeitsgerät nach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Arbeitsgerät (10) weiterhin ein Paar von festen Rädern (102) umfaßt, die vor den lenkbaren Rädern (104) angeordnet sind.
  7. Landwirtschaftliches Arbeitsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß: – das Arbeitsgerät eine landwirtschaftliche Ballenpresse (10) mit einer beweglichen Ballenrutsche (36) ist; und – der Hydraulikkreis (78) Kreise einschließt, die mit Einrichtungen (74) zum Ändern der Position der Ballenrutsche (36) zwischen einer ausgefahrenen Betriebsstellung und einer zurückgezogenen Transportstellung verbunden sind.
  8. Landwirtschaftliches Arbeitsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß: – das Arbeitsgerät eine landwirtschaftliche Ballenpresse (10) mit einer Ballenkammer (18) und Hydraulikeinrichtungen (60, 61) zur Entfernung eines Ballens aus der Ballenkammer (18) ist; und – der Hydraulikkreis (78) Schaltungen einschließt, die mit den hydraulischen Entfernungseinrichtungen (60, 61) verbunden sind.
  9. Verfahren zum Blockieren lenkbarer Räder an einem landwirtschaftlichen Arbeitsgerät (10), wobei das Arbeitsgerät folgendes umfaßt: – einen Hauptrahmen (11); – eine Zugstange, die an dem Hauptrahmen (11) zur Anbringung des Arbeitsgeräts an einem Schleppfahrzeug befestigt ist; – ein Paar von lenkbare Rädern (104), die den Hauptrahmen (11) tragen; – Einrichtungen (110) zum Blockieren der lenkbaren Räder in einer Vorwärts/Rückwärts-Richtung; – einen Hydraulikkreis (78) zur Steuerung von Funktionen (60, 61, 74) des Arbeitsgerätes (10), wobei der Hydraulikkreis eine Speiseleitung (79) und eine Rücklaufleitung (80, 83) zur Verbindung mit einer Hydraulikpumpe bzw. einem Öltank umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren den Schritt der: – Betätigung der Blockiereinrichtungen (110) durch Zuführen von Hydraulikdruck von der Pumpe an die Rücklaufleitung (80) umfaßt.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungsschritt folgendes umfaßt: – Zuführen von Hydraulikdruck durch Umkehren der Ölströmung an die Speiseleitung (79) und die Rücklaufleitung (80) von dem Schleppfahrzeug.
  11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß es den weiteren Schritt des: – Blockierens der Rücklaufleitung durch manuell betätigte Ventileinrichtungen (120) umfaßt.
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