DE60005809T2 - Integrierter und elektrisch betätigter mechanischer auslösemechanismus - Google Patents

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Description

  • Technisches Gebiet
  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen integrierten, elektrisch zu betätigenden mechanischen Auslösungsmechanismus nach dem Oberbegriff von Anspruch 1, wie er beispielsweise aus FR-A-1022617 bekannt ist, und insbesondere einen derartigen Mechanismus, wenn er als Teil einer elektrischen Sicherheitsvorrichtung, wie beispielsweise eines Fehlerstromschutzschalters, eingesetzt wird.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Es sind in der Technik verschiedene Mechanismen bekannt, die elektrischen Schutz vor einer Reihe möglicher elektrischer Fehlerzustände bieten. Ungünstigerweise ist jeder Mechanismus normalerweise so ausgelegt, dass er Schutz gegenüber einem bestimmten Typ von elektrischem Fehlerzustand bietet. Verschiedene relevante Typen elektrischer Fehlerzustände, die auftreten können, sind beispielsweise ein Stark-Überstromzustand, wie er bei einem Kurzschluss auftreten kann, ein Ungleichgewichts-Fehlerzustand in den Anschlüssen, die zu und von der Spannungsquelle führen, oder ein Schwach-Fehlerstromzustand, der, obwohl er nicht ausreicht, einen Kurzschluss-Schutzmechanismus auszulösen, dennoch empfindliche elektronische Bauteile in einer Vorrichtung schädigen kann, bei der der Sicherheitsmechanismus eingesetzt wird. Normalerweise ist bisher ein separater Erfassungs- und Betätigungs- bzw. Steilmechanismus für jeden Typ Fehlerzustand erforderlich gewesen, d.h., dass elektrische Sicherheit nur innerhalb bestimmter elektrischer Betriebszustände gewährleistet werden konnte.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen integrierten, aus einem Teil bestehenden elektrisch betätigten Auslösemechanismus zu schaffen, der elektrischen Schutz in mehreren Ebenen in ein einzelnes System integriert.
  • Um die oben genannte Aufgabe zu erfüllen, schafft die vorliegende Erfindung einen integrierten, elektrisch zu betätigenden mechanischen Auslösemechanismus, wie er in Anspruch 1 definiert ist.
  • Der erste Fehlerzustand ist vorzugsweise ein Schwach-Fehlerstromzustand, der nicht ausreicht, um einen Kurzschluss-Schutzmechanismus auszulösen. Der zweite Fehlerstromzustand kann vorzugsweise ein Stromungleichgewicht zwischen zwei oder mehr Teilen einer Schaltung bzw. eines Stromkreises sein. Der dritte Fehlerstromzustand kann vorzugsweise ein Stark-Überstromzustand sein, wie er beispielsweise mit einem Kurzschlusszustand verbunden ist.
  • In einer bevorzugten Ausführung umfasst die erste Fehlererfassungseinrichtung vorzugsweise einen Bimetalllstreifen, der so eingerichtet ist, dass er sich in Reaktion auf das Auftreten des ersten Fehlerzustandes in dem Stromkreis biegt. Des Weiteren enthält die zweite Fehlererfassungseinrichtung vorzugsweise ein Biegeglied aus aktivem Material, das so eingerichtet ist, dass es sich in Reaktion auf das Auftreten des zweiten Fehlerzustandes biegt. Des Weiteren umfasst in der bevorzugten Ausführung die dritte Fehlererfassungseinrichtung vorzugsweise eine Spule, die um einen Kern herum gewickelt ist, wobei der Kern beim Auftreten des dritten Fehlerzustandes aus der Spule ausgestoßen wird.
  • Vorzugsweise ist das Biegeglied aus aktivem Material ein Piezo-Biegeglied aus aktivem Material, wie es in unserer früheren internationalen Anmeldung WO-A-98/40917 offenbart ist, wobei die relevanten Merkmale desselben, die für ein umfassendes Verständnis der vorliegenden Erfindung erforderlich sind, hiermit durch Verweis einbezogen werden.
  • Das Biegeglied aus aktivem Material kann vorzugsweise aus einer Vielzahl von Schichtelementen hergestellt werden, die übereinander gestapelt sind, um eine Vorrichtung mit geringem Profil zu erzeugen.
  • Des Weiteren ist eine Treiberschaltung für das Biegeglied aus aktivem Material vorhanden, die einen Toroidtransformator mit einer Primär- und einer Sekundärspule enthält, die daran angeordnet sind, um Stromungleichgewichte in zwei oder mehr Teilen des Stromkreises zu erfassen. Der Transformator ist vorzugsweise des Weiteren so einge richtet, dass er Sättigung bei einem Pegel des Stromungleichgewichtes erreicht, der niedriger ist als ein Pegel, der einen zweiten Fehlerzustand anzeigt, wobei die Sättigung des Kerns ein Ausgangs-Treibersignal mit hoher Spannung und niedriger Leistung verursacht, das verwendet werden kann, um das Biegeglied aus aktivem Material anzutreiben.
  • Alle Erfassungseinrichtungen (das Bimetallelement, das Biegeglied aus aktivem Material und die Spule) sind vorzugsweise insofern leitungsunabhängig, als die Energie des Fehlerstroms verwendet wird, um die Erfassungseinrichtungen zu betätigen. Des Weiteren werden alle Fehlerzustände vorzugsweise durch Strom verursacht.
  • Ein Hauptvorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass sie ein integriertes, aus einem Teil bestehendes Stellglied schafft, das elektrischen Schutz vor einer Vielzahl verschiedener elektrischer Fehlerzustände bietet. Die elektrische Sicherheit kann daher über ein breites Spektrum elektrischer Betriebszustände aufrechterhalten werden.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführung derselben, die lediglich als Beispiel dargestellt wird, und unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen ersichtlich, wobei:
  • 1 einen schematischen Aufbau des integrierten Mechanismus der vorliegenden Erfindung zeigt;
  • 2 eine als Perspektivansicht ausgeführte Explosionsdarstellung einer besonders bevorzugten Konstruktion des Piezo-Biegegliedes aus aktivem Material zeigt, das in dem integrierten Mechanismus der vorliegenden Erfindung eingesetzt wird;
  • 3 einen Schnitt durch die bevorzugte Konstruktion des Biegegliedes aus aktivem Material entlang der Linie A-A in 2 in Richtung der Pfeile gesehen zeigt;
  • 4 ein Blockschaltbild der Integration des Biegemechanismus aus aktivem Material in einen Mechanismus zum Öffnen elektrischer Kontakte zeigt, die bei der vorliegenden Erfindung benutzt wird; und
  • 5 eine bevorzugte Treiberschaltung zeigt, die bei dem bevorzugten Biegeglied aus aktivem Material der vorliegenden Erfindung einzusetzen ist.
  • Beschreibung der bevorzugten Ausführung
  • Eine Ausführung des integrierten, elektrisch betätigten mechanischen Auslösungsmechanismus der vorliegenden Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf 1 beschrieben.
  • In 1 ist zu sehen, dass ein elektrischer Kontakt 94 so eingerichtet ist, dass er elektrischen Strom von einer Netzstromversorgung über dazugehörige elektrische Kontakte (nicht dargestellt) empfängt. Der elektrische Kontakt 94 kann je nach Erfordernis mit den Netzkontakten in Kontakt gebracht und von ihnen getrennt werden. Verschiedene Mechanismen und Anordnungen dafür sind in der Technik bekannt.
  • Der elektrische Strom von dem elektrischen Kontakt 94 wird einer Schalteinrichtung 80 zugeführt, die entsprechende Schalter und Verbindungen enthält, um den erforderlichen Strom jeder der drei Erfassungseinrichtungen der vorliegenden Erfindung zuzuführen.
  • Eine erste Erfassungseinheit umfasst einen Bimetallstreifen 82, der aus zwei oder mehr laminierten Platten aus unterschiedlichem Material besteht, wobei jedes Material einen anderen Wärmeausdehnungskoeffizienten hat. Der Streifen 82 ist an einem ersten Ende befestigt und mit einem Stellglied 84 versehen, das am gegenüberliegenden Ende angeordnet ist. Verbindungen von der Schalteinrichtung 80 zu einem Ende des Streifens sind vorhanden.
  • Eine zweite Erfassungseinrichtung umfasst ein Piezo-Biegeglied 62 aus aktivem Material, das aus piezoaktiven Materialien, wie beispielsweise Piezokeramik, besteht. Ein Merkmal aller aktiven Materialien besteht darin, dass sie einen relativ geringen Wirkungsgrad aufweisen und Kopplungskoeffizienten zwischen der elektrischen Steuerein richtung und dem eigentlichen mechanischen Ausgang von Bruchteilen eines Prozent haben. Daher sind für Stellglieder, bei denen derartige Materialien eingesetzt werden, starke Antriebsfelder erforderlich. Um ein derartiges starkes Feld bereitzustellen, sind Verbindungen zwischen dem Bimetallstreifen 82 und einem Toroidtransformator 70 und von dort zu einem Spannungsvervielfacher 61 vorhanden. Die Verbindungen sind so, dass der Strom durch den Bimetallstreifen fließt, bevor er zu dem Transformator und dann zu dem Spannungsvervielfacher fließt. Der Toroidtransformator stellt dem Vervielfacher ein Signal mit hoher Spannung und niedriger Leistung auf eine weiter unten beschriebene Weise bereit, und der Spannungsvervielfacher vervielfacht die umgewandelte Spannung und führt sie einem Ende des Biegegliedes 62 aus aktivem Material zu. Weitere Verbindungen sind dann vom hinteren Ende des Biegegliedes aus aktivem Material zurück zu der Schalteinrichtung 80 vorhanden, um den Stromkreis zu schließen. Das Biegeglied aus aktivem Material ist des Weiteren mit einem Stellglied 86 und einer beweglichen Spitze 44 versehen, die sich in Reaktion auf die von dem Strom angelegten Felder bewegt, wie dies weiter unten beschrieben ist.
  • Eine dritte Fehlererfassungseinrichtung umfasst eine Spule 88, die so eingerichtet ist, dass sie um einen Metallkern 90 herumgewickelt wird. Verbindungen sind von jedem Ende der Spule zu der Schalteinrichtung 80 vorhanden, so dass der Spule Strom zugeführt werden kann. Die Funktion einer solchen Spule beim Erfassen von Fehlerbedingungen ist die Folgende. Beim Vorhandensein eines plötzlichen Kurzschlusses geht der plötzliche Anstieg des Stromflusses mit einem plötzlichen Anstieg des Magnetflusses um den Draht herum einher, in dem der Strom fließt. Der erhöhte Magnetfluss wirkt, wenn er durch den zu einer Spule gewickelten Draht verstärkt wird, auf den Metallkern 90 und stößt den Kern aus der Spule aus. Der Ausstoß muss nicht vollständig sein, sondern er muss leicht erfassbar sein und dazu dienen, einen Auslösemechanismus zu betätigen.
  • Als Teil eines Auslösemechanismus zum Öffnen des elektrischen Kontaktes 94 beim Erfassen eines Fehlerzustandes, der mit einem Kurzschluss zusammenhängt, stellt die vorliegende Erfindung einen Kurzschlusskolben 92 bereit. Dieser ist so eingerichtet, dass er in Reaktion auf das Erfassen eines Kurzschlusses durch die Spule 88 und den Kern 90 wirksam wird, und er kann sogar einen Teil des Kerns 90 bilden oder direkt an ihm angebracht sein, obwohl dies nicht unbedingt notwendig ist. Unabhängig davon, welche Anordnung verwendet wird, um den Kolben auszulösen, muss die Funktion des Kolbens beim Unterbrechen von Kontakt des elektrischen Kontaktes 94 mit dem Netzkontakt jedoch so schnell wie möglich sein, da ansonsten der Überstrom bei einem Kurzschluss bewirkt, dass der elektrische Kontakt 94 schmilzt oder mit den Netzkontakten verschweißt wird.
  • In Funktion erfasst die Anwendung der vorliegenden Erfindung mehrere Typen elektrischer Fehlzustände. Die Spulenanordnung 88 dient, wie bereits oben erläutert, dazu, Kurzschlüsse zu erfassen, die einen Stark-Überstromzustand verursachen und die ein sehr schnelles Ansprechen erforderlich machen, um ernsthafte oder irreparable Schäden zu vermeiden. Der Bimetallstreifen dient dazu, relativ geringe Fehlerströme zu erfassen, die keine unmittelbare Gefahr darstellen. Das Biegeglied aus piezoelektrischem Material zusammen mit dem Toroidtransformator dient dazu, Stromungleichgewichte zu erfassen, die einen Fehlerzustand anzeigen.
  • Der Bimetallstreifen beruht auf dem Effekt der Erwärmung durch den Strom, der durch den Streifen hindurchtritt und unterschiedliche Ausdehnung jeder Schicht des Streifens und damit Biegen des Streifens verursacht, und der daher einen relativ langsames Ansprechverhalten hat. Das Stellglied 84 drückt, wenn sich der Bimetallstreifen aufgrund eines Fehlerstroms biegt, auf das Piezo-Material 62 und bewirkt, dass sich das Piezomaterial biegt. Dieses Biegen kann mechanisch über die weiter unten beschriebene Anordnung des Piezomaterials oder elektrisch über den durch das sich biegende Piezomaterialerzeugten Strom erfasst werden. Unabhängig davon, welcher Mechanismus genutzt wird, wird das erfasste Biegen genutzt, um den Auslösemechanismus auszulösen und zu bewirken, dass der elektrische Kontakt 94 geöffnet wird.
  • Eine ausführliche Beschreibung einer bevorzugten Ausführung eines Auslösemechanismus, der das Piezo-Biegeelement aus aktivem Material enthält, wird im Folgenden als Beispiel unter Bezugnahme auf 2 und 3 gegeben.
  • Der Auslösemechanismus gemäß der bevorzugten Ausführung, der in den beigefügten Zeichnungen dargestellt ist, besteht aus einer Anzahl von Schichten aus Plattenmaterial. Die relativen Dicken der verschiedenen Schichten werden bezüglich der unterschiedlichen Funktionen, die die Schichten zu erfüllen haben, gewählt, und dies gilt auch für die eingesetzten Materialien. Bei dem Material handelt es sich, um die Handhabung bei dieser speziellen Konstruktion zu erleichtern, um Metallstreifen, wobei die Dicke ohne Weiteres durch das Herstellungsverfahren auf akzeptable Grenzwerte gesteuert werden kann. Dicken von 0,15 Millimeter bis 0,2 Millimeter haben sich als geeignet erwiesen, jedoch können auch andere Dicken und andere Materialien für bestimmte der Schichten verwendet werden. Die Schichten müssen nicht aus Metall oder leitend sein, und in einigen Fällen kann es von Vorteil sein, wenn die Schichten isolierend oder selbstschmierend sind, indem sie aus einem geeigneten Kunststoffmaterial hergestellt werden. Wenn diese bevorzugte Konstruktion in dem integrierten Stellglied der vorliegenden Erfindung eingesetzt wird, entsprechen jedoch die Legierungen, die Teil des Biegegliedes aus aktivem Material bilden, und/oder die der anderen laminierten Schichten, den Legierungen des Bimetallstreifens, um Größenänderungen oder Biegen aufgrund natürlicher Änderungen der Umgebungstemperatur zu vermeiden.
  • Der Auslösemechanismus gemäß der bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung umfasst ein Substrat 10, an dem ein Stapel anderer Schichten angebracht ist, wobei der Stapel einen Rahmen 12, einen Abstandshalter 14 und eine plane Bimorph-Schicht 16 in dieser Reihenfolge von dem Substrat 10 her umfasst. Ein Gleitelement 18 ist des Weiteren so angeordnet, dass es in einem Profilschlitz 30 gleitet, der in dem Rahmen 12 ausgebildet ist, und das Gleitelement ist mit einer Verlängerung 32 versehen, die sich über das offene Ende des Profilschlitzes 30 in dem Rahmen 12 hinauserstreckt.
  • Das Gleitelement 18 ist mit einem Schlitz 34 versehen, der in der Verlängerung 32 vorhanden ist, wobei der Schlitz so eingerichtet ist, dass er eine Feder 36 aufnimmt und sich ein Ende der Feder auf einem Federsitz 37 befindet, mit dem der Schlitz versehen ist, und das andere Ende der Feder 36 mit einem Federsitz 38 in Eingriff ist, der an einer der anderen Schichten vorhanden ist, in diesem Fall der Abstandshalterschicht 14. Das Gleitelement kann mittels einer drehbaren Klinke 40 gegen die Wirkung der Feder 36 arretiert werden. Die Klinke 40 ist mittels eines Lagers 41, das in der bevorzugten Ausführung an dem Abstandshalter 14 vorhanden ist, drehbar angebracht, wobei es auch an dem Substrat 10 vorhanden sein kann. Der Abstandshalter ist des Weiteren mit einer Öffnung 42 versehen, durch die die zu betätigende bewegliche Spitze 44 des Piezo- Bimorphs sich hindurcherstreckt, um die Drehung der Klinke 40 und damit das Lösen oder Arretieren des Gleitelementes 18 zu steuern.
  • Ehe die Funktion des oben beschriebenen Mechanismus beschrieben wird, ist es wichtig zu verstehen, dass der Profilschlitz 30 in dem Rahmen 12 speziell so geformt ist, dass das Gleitelement 18, obwohl es größtenteils unter der Wirkung der Feder 36 linear in der Richtung des Pfeils X bewegt werden kann, auch leichte seitliche bzw. Drehbewegung ausführen kann. Des Weiteren wird der Profilschlitz in der Nähe des offenen Endes 64 des Schlitzes schmaler, so dass der Hub des Gleitelementes eingeschränkt wird, das mit Vorsprüngen 46 versehen ist, die breiter sind als das schmale offene Ende des Schlitzes 64. Des Weiteren hat die Klinke 40 einen halbkreisförmigen Abschnitt 48, der so eingerichtet ist, dass er in einem entsprechenden Abschnitt 50 des Profilschlitzes so aufgenommen wird, dass er Winkelbewegung in der Richtung des Pfeils A (in der Zeichnung im Uhrzeigersinn dargestellt) in dem Profilschlitz ausführen kann. Die Klinke ist des Weiteren mit einer geformten Aussparung 52 versehen, die so eingerichtet ist, dass sie einen entsprechend geformten Vorsprung 54 an dem Ende des Gleitelementes 18 von der Feder 36 entfernt aufnimmt. Die Form und die Größe des Vorsprungs 54 und der Aussparung 52, die ineinander greifen, sind sorgfältig so ausgeführt, dass eine bestimmte Stoßkraft erzeugt wird, und das Gleitelement ist des Weiteren mit einer zusätzlichen angewinkelten Arretiertläche 56 versehen, die so eingerichtet ist, dass sie gleitend mit einer entsprechenden angewinkelten Arretierfläche 58 in Eingriff kommt, die an dem Rahmen 12 vorhanden ist. Die Winkel der entsprechenden Arretierflächen 56 und 58 sind so, dass die Kraft, die durch die Feder 36 auf das Gleitelement 18 ausgeübt wird, wenn das Gleitelement 18 arretiert ist, bewirkt, dass die Arretiertläche 56 an die Arretierfläche 58 presst, wobei die Gegenwirkungskraft, die durch die Arretiertläche 58 erzeugt wird, bewirkt, dass eine Drehbewegung in der Richtung von Pfeil B auf das Gleitelement 18 wirkt, wie sie in der Zeichnung entgegen dem Uhrzeigersinn dargestellt ist.
  • 3 zeigt einen Schnitt durch die verschiedenen Schichten, wenn diese zusammengesetzt sind. In 3 ist zu sehen, dass der Piezo-Bimorph 16 mit einem Zapfenelement 44 versehen ist, das sich durch Öffnung 42 hindurch erstreckt, die in dem Abstandshalter vorhanden ist, um mit der Klinke 40 in Eingriff zu kommen. Normalerweise entspricht das Zapfenelement 44 der Tiefe des Abstandshalters 14 und des Gleitelementes 18, und diese beträgt normalerweise 0,35 Millimeter. Das Zapfenelement 44 ist am Betätigungsende des Piezo-Bimorphs 16 so vorhanden, dass, wenn der Piezo-Bimorph 16 betätigt wird, das Zapfenelement 44 aus der Drehebene der Klinke 40 in der Richtung des Pfeils C soweit herausbewegt wird, dass sich die Klinke 40 in der Richtung des Pfeils A drehen kann. In 3 ist die Klinke 40 an einem Lager 41 (nicht dargestellt) angebracht dargestellt, das an dem Abstandshalter 14 vorhanden ist, obwohl es auch möglich ist, das Lager 41 an dem Substrat 10 anzuordnen.
  • Was die Funktion des Mechanismus angeht, wird davon ausgegangen, dass die verschiedenen Schichten sämtlich zusammengesetzt und übereinander geschichtet sind, wie dies in 3 dargestellt ist, wobei sich das Gleitelement in Position in dem Schlitz 30 befindet, so dass die Arretierfläche 56 mit der Arretierfläche 58 an dem Rahmen 12 in Eingriff ist und die Feder 36 so zwischen den Federsitzen 37 und 38 zusammengedrückt ist. Die Flächen 56 und 58 sind so angewinkelt, dass die Federkraft in eine Drehkraft umgewandelt wird, wie dies mit dem Pfeil B angedeutet ist. Diese Drehung wird dadurch eingeschränkt, dass der Vorsprung 54 an dem Gleitelement 18 durch die Aussparung 52 in der Klinke 40 gehalten wird. Bewegung der Klinke 40 in der Richtung des Pfeils A wird dadurch eingeschränkt, dass das Zapfenelement 44 an dem beweglichen Ende des Piezo-Bimorphs 16 vorhanden ist.
  • Wenn der Mechanismus betätigt werden soll, wird ein elektrisches Signal an den Piezo-Bimorph 16 angelegt, das bewirkt, dass sich der Bimorph so biegt, dass der Zapfen 44 nach oben aus der Ebene des Papiers in 2 und in der Richtung des Pfeils C in 3 sowie aus dem Eingriff mit der Klinke 40 herausgezogen wird. Die Form der aneinanderliegenden Flächen des Vorsprungs 54 und der Aussparung 52 in Kombination mit der Form der aneinanderliegenden Flächen 56 und 58 unter der Wirkung der durch die Feder 36 ausgeübten Kraft bewirkt, dass das Gleitelement 18 beginnt, sich in der Richtung des Pfeils B zu drehen, wodurch wiederum die Klinke 40 gezwungen wird, sich in der Richtung des Pfeils A zu drehen, bis die Klinke 40 den Vorsprung 54 freigibt, wodurch ungehinderte Bewegung des Gleitelementes 18 zuerst bogenförmig in der Richtung des Pfeils B und anschließend in der Richtung des Pfeils X möglich wird, so dass die Verlängerung 32 des Gleitelementes 18 genutzt werden kann, um einen weiteren Mechanismus bzw. eine weitere Vorrichtung zu aktivieren, so beispielsweise den Auslösemechanismus des Kolbens 76.
  • Um den Mechanismus zurückzusetzen und wieder zu verriegeln, wird davon ausgegangen, dass kein elektrisches Signal an dem Bimorph 16 anliegt, so dass sich der Zapfen 44 in seiner untersten Position befindet. Indem das Gleitelement 18 gegen die Feder 36 in der Richtung entgegengesetzt zur Richtung X bewegt wird, wird die Feder 36 zusammengedrückt, und das Gleitelement wird an dem Arretiervorsprung 58 vorbeibewegt, so dass der Vorsprung 54 am Ende des Gleitelementes in der Aussparung 52 in der Klinke aufgenommen werden kann. Die Klinke wird durch eine geringfügige Federkraft in einer Richtung entgegengesetzt zu der Richtung des Pfeils A elastisch gespannt, so dass der Vorsprung 54 durch die Aussparung gehalten werden kann und der Zapfen 54 die Halteposition aufrechterhalten kann.
  • Aus der oben stehenden Beschreibung wird ersichtlich, dass die Gegenwirkungskraft, die durch Arretierflächen 56 und 58 aufgrund des Zusammendrückens der Feder 36 erzeugt wird, die Stoßkraft von Vorsprung 53 und Aussparung 52 sowie die Rückstellfederkraft der Klinke 40 sorgfältig ins Gleichgewicht gebracht werden müssen, um ordnungsgemäße Funktion zu erreichen. Das heißt, obwohl für den Fachmann auf der Hand liegt, dass ein breites Spektrum an Abwandlungen möglich ist, ist klar, dass die Summe der Rückstell-Federkraft, die wirkt, um die Klinke 40 in die Arretierposition zurückzuführen und der Stoßkraft, die durch die angewinkelten Flächen der Aussparung 52 und des Vorsprungs 54 erzeugt wird, geringer sein muss als die Gegenwirkungskraft, die durch die angewinkelten Arretierflächen 56 und 58 unter dem Druck der Feder 36 erzeugt wird, damit das Gleitelement 18 gelöst werden kann, wenn das Piezo-Bimorphelement 16 betätigt wird. Wenn diese Voraussetzung nicht erfüllt ist, überwindet die Rückwirkungskraft der Arretierflächen 56 und 58 die Stoßkraft von Aussparung und Vorsprung sowie die Rückstellkraft auf die Klinke nicht, so dass Gleitelement nicht gelöst wird.
  • Aufgrund der geringen Eingriffstiefe und der Auslösekraft ist es möglich, die starke Bewegung des planen Bimorphs auszunutzen, um ein System zu schaffen, das mit geringer Energie arbeitet.
  • Es liegt auf der Hand, dass die oben beschriebene Konstruktion in jeder beliebigen Abmessung hergestellt werden kann. Sie eignet sich aufgrund der Schichteigenschaften der Struktur sehr gut für Mikrobearbeitungsverfahren.
  • Eine bevorzugte Treiberschaltung, die eingesetzt wird, um den zweiten Fehlerzustand in Bezug auf Stromungleichgewichte in den stromführenden und den neutralen Leitungen zu erfassen und ein entsprechendes Steuersignal für das Biegeglied aus aktivem Material zu erzeugen, wird im Folgenden unter Bezugnahme auf 5 beschrieben.
  • In 5 umfasst die Treiberschaltung für das Biegeglied aus aktivem Material den bereits erwähnten Toroidtransformator 70, wobei der Transformator eine erste Primärspule 66 hat, die einen Laststrom il von dem stromführenden Kontakt einer Spannungsquelle 64, so beispielsweise dem Netz, zu einer Last 74 leitet. Wie aus der vorangehenden Beschreibung deutlich wird, wird bei der bevorzugten Ausführung der Strom aus dem Netz zunächst durch die Schalteinrichtung 80 und dann durch den Bimetallstreifen 82 geleitet, bevor er dem Toroidtransformator zugeführt wird. Die erste Primärspule 66 besteht aus einer einzelnen Wicklung um die Toroidspule des Transformators 70 herum. Des Weiteren ist eine zweite Primärspule 72 vorhanden, die aus einer einzelnen Wicklung der Toroidspule besteht und die einen Strom in von der Last 74 zurück zu dem neutralen Kontakt der Spannungsquelle 64 leitet, und zwar vorzugsweise über die Schalteinrichtung 80, obwohl dies nicht unbedingt der Fall sein muss.
  • Zusätzlich zu der ersten und der zweiten Primärspule ist des Weiteren eine Sekundärspule 68, die eine Vielzahl von Wicklungen umfasst, an dem Kern des Toroidtransformators 70 vorhanden, wobei eine induzierte Ausgangsspannung E über die Sekundärspule 68 einem Dioden-Brückengleichrichter 76 zur Gleichrichtung zugeführt wird, und die gleichgerichtete Ausgangs-Treiberspannung von der Sekundärspule 68 dann zu einem Spannungsvervielfacher 61 zur Spannungsvervielfachung der Ausgangs-Treiberschaltung auf eine Betriebsspannung V geleitet wird. In der bevorzugten Treiberschaltung ist des Weiteren ein Glättkondensator 78 vorhanden, der über den Ausgang des Dioden-Brückengleichrichters 76 geschaltet ist, um die gleichgerichtete Spannung vor der Vervielfachung in dem Spannungsvervielfacher 61 zu glätten. Bei dem Spannungsvervielfacher 61 kann es sich um jede beliebige Vervielfachungseinrichtung oder Schaltungselemente handeln, wie dies für den Fachmann auf der Hand liegt.
  • Obwohl in der bevorzugten Treiberschaltung, die oben beschrieben und in 5 dargestellt ist, dargestellt ist, dass die Ausgangs-Treiberspannung von der Sekundärspule vor der Vervielfachung in dem Vervielfacher 61 durch den Dioden-Brückengleichrichter 76 gleichgerichtet wird, ist dies für die Funktion der vorliegenden Erfindung nicht ausschlaggebend, und es ist natürlich auch möglich, dass die Reihenfolge von Gleichrichter 76 und Vervielfacher 61 umgekehrt wird, so dass die Wechselspannungsspitzen, die von der Sekundärspule ausgegeben werden, von dem Vervielfacher 61 vor Gleichrichtung durch den Brückengleichrichter 76 vervielfacht werden.
  • Die Treiberschaltung, wie sie oben beschrieben ist, wirkt als die Erfassungseinrichtung der vorliegenden Erfindung, die den zweiten Fehlerzustand erfasst, bei dem es sich um ein Stromungleichgewicht handelt, und insbesondere das Vorhandensein des Transformators ermöglicht genaue Erfassung von Stromungleichgewicht, wie dies im Folgenden ausführlicher erläutert wird. Vorzugsweise umfassen die Primärspulen 66 und 72 nur eine einzige Wicklung, während die Sekundärspule 68 eine große Anzahl von Wicklungen und normalerweise mehr als 1000 Wicklungen hat. Stark permeable Materialien, wie beispielsweise Nickeleisen, werden eingesetzt, um die Gesamtinduktivität des Systems zu erhöhen.
  • Die Treiberschaltung des Biegegliedes aus aktivem Material mit dem beschriebenen Aufbau arbeitet wie folgt. Die über die Sekundärspule 74 des Toroidtransformators 70 erzeugte Spannung ist die elektromotorische Gegenspannung (back-EMF), die jeder Änderung der Ströme entgegenwirkt, die in einer der Primärspulen fließen, und ist mit der bekannten Gleichung E = -Ldi/dt gegeben. Unter normalen Umständen, d.h. beim Nichtvorhandensein eines Fehlerzustandes, sind die jeweiligen Ströme, die in der spannungsführenden Spule 66 (II) und der neutralen Spule 72 (IN) fließen, einander gleich und entgegengesetzt, so dass sich die mit den jeweiligen Strömen verbundenen Magnetfelder aufheben, und daher kaum oder kein Strom in der Sekundärspule 68 induziert wird.
  • Wenn ein Teil des eingehenden Stroms II beginnt, aufgrund eines Fehlerzustandes, wie beispielsweise eines Kurzschlusses oder einer Person, die Gefahr läuft, einen Stromschlag zu erhalten, aus der Last fließt, hören die mit den entsprechenden Strömen, die durch die zwei Primärspulen fließen, verbundenen Magnetfelder auf, gleich und entgegengesetzt zu sein, so dass eine Spannung in der Sekundärspule 68 induziert wird. Zunächst ist die induzierte Wellenform sinusförmig und hat die gleiche Frequenz und Phase wie die der Spannungsquelle 64, so dass sie dem Fehlerstrom entspricht, wenn jedoch der Fehlerstrom ansteigt, erreicht der Toroidtransformator Sättigung, und die Ausgangsspannungs-Wellenform E über die Sekundärspule 74 wird zackenförmig. Bei herkömmlichen elektromechanischen Relais stellt dies einen Nachteil dar, da die abgegebene Leistung abnimmt. Piezoelektrische und elektrostriktive Materialien jedoch zeichnen sich dadurch aus, dass sie sehr niedrige Leistung brauchen, jedoch ein starkes elektrisches Feld benötigen, um zu arbeiten. Die Ausgangsspannung eines Induktors wird, wie oben erwähnt, mit der Gleichung E = -L di/dt berechnet, wobei E die Spannung ist, L die Induktivität des Systems ist und di/dt die Rate der zeitlichen Änderung des Stroms ist. Die Sättigung des Magnetkerns führt zu einem sehr hohen Verhältnis di/dt, so dass die Spannung über die Sekundärspule ansteigt. Die Treiberschaltung, die in der bevorzugten Ausführung der vorliegenden Erfindung eingesetzt wird, nutzt dieses Verhalten, um eine anfänglich hohe Spannung von dem Toroidtransformator zu erzeugen. Der Magnetkern des Transformators ist vorzugsweise so ausgelegt, dass er Sättigung an einem Punktum 50 % des Auslösewertes erreicht, wobei dies der Pegel von Stromungleichgewicht zwischen den zwei Primärspulen ist, der einen Fehlerzustand anzeigt.
  • In der Treiberschaltung, die in 5 dargestellt ist, wird die induzierte Spannungs-Wellenform über die Sekundärspule vorzugsweise in einer Brückendiodenschaltung 76 gleichgerichtet und mit einem Glättungskondensator 78 geglättet. Das so gleichgerichtete und geglättete Signal wird dann einer Spannungsvervielfacherschaltung 61 zum Vervielfachen um einen geeigneten Faktor, wie beispielsweise 2 oder 3, auf einen Betriebspegel V zugeführt. Das Ausgangssignal V wird dann genutzt, um das Biegeglied aus aktivem Material anzusteuern.
  • Als eine alternative Treiberschaltung können des Weiteren ein Schwingkreis und ein geeigneter Steuerchip vorhanden sein, die das Schalten des Stroms über die Sekundärspule von dem Transformator steuern. Ein derartiger Vorgang ähnelt dem einer Schaltstromversorgung, bei der das plötzliche Abschalten des Stroms in einem Induktor genutzt wird, um einen Hochspannungsimpuls zu erzeugen, wobei der Zeitpunkt der Trennung durch die Spannung über einen Bezugswiderstand gesteuert wird. Wenn ein derar tiges Schalten unter Verwendung des Schwingkreises sehr schnell durchgeführt wird, können hohe Spannungen erzeugt werden. Indem die Frequenz und das Tastverhältnis des Schwingkreises gesteuert werden, können die erforderlichen Betriebsspannungen von dem Toroidtransformator gewonnen werden. Um eine geeignete Spannung zu erreichen, ist es auch notwendig, den Toroid-Ausgang gleichzurichten und auch den Ausgang von dem Treiber-Chip auszurichten. Dies wird in beiden Fällen mit einem Dioden-Brückengleichrichter getan.
  • 4 zeigt ein Blockschaltbild, das darstellt, wie die Treiberschaltung und der Auslösemechanismus, der das Biegeglied aus aktivem Material enthält, zusammengefasst werden können. Wie unter Bezugnahme unter 4 zu sehen ist, ist ein Paar Kontaktschalter 63 in dem stromführenden Kreis zwischen dem Toroidtransformator 70 und der Last 74 vorhanden, die so eingerichtet sind, dass sie den stromführenden Kreis unterbrechen und so verhindern, dass Strom durch die Spulen des Toroidtransformators 70 fließt. Die Kontakte 63 sind mechanisch mit dem Auslösemechanismus verbunden, der das Biegeglied aus aktivem Material enthält, das in dem Schaltbild mit 62 gekennzeichnet ist. Das heißt, die Kontakte 63 sind vorzugsweise mechanisch mit der Verlängerung 32 des Gleitelementes 18 des elektrischen Schaltelementes verbunden und so eingerichtet, dass die elektrischen Kontakte 63 geöffnet werden, wenn das Gleitelement 18 aus seiner arretierten Position in dem Profilschlitz 30 gelöst wird, so dass der Vorsprung 32 um ein erhebliches Maß über das Ende des Schlitzes 30 hinaus vorsteht. Die Kontakte 63 können direkt an der Verlängerung 32 des Gleitelementes 18 angebracht sein, oder eine mechanische Verbindungseinrichtung oder ein weiterer Mechanismus können zwischen dem Gleitelement 18 und den elektrischen Kontakten 63 vorhanden sein.
  • Vorzugsweise sind die elektrischen Kontakte 63 die gleichen Kontakte wie die Kontakte 94, die durch den Kolbenmechanismus geöffnet werden, wobei in diesem Fall eine mechanische Verbindung oder ein weiterer Mechanismus zwischen dem Gleitelement 18 und dem Auslösemechanismus des Kolbens 92 vorhanden ist, der so eingerichtet ist, dass der Kolben ausgelöst wird, um die Kontakte 94 zu öffnen, wenn das Gleitelement aus dem Profilschlitz 30 gelöst wird.
  • In Funktion erfasst daher, wenn davon ausgegangen wird, dass die elektrischen Kontakte 63 (94) geschlossen sind und Strom durch die Last 74 fließt, der Toroidtransformator 70 jegliches Stromungleichgewicht zwischen dem Strom il und in, die in der stromführenden bzw. neutralen Leitung fließen, anhand der Ausgabe der Ausgangs-Treiberspannung E, bei der es sich um die elektromotorische Gegenspannung über die Sekundärspule handelt, wobei diese elektromotorische Gegenspannung dann, wenn erforderlich, gleichgerichtet und dem Spannungsvervielfacher 61 zur Vervielfachung auf die Betriebsspannung V zugeführt wird, wobei die Betriebsspannung V je nach Erfordernis über den Piezo-Bimorph von Biegeglied 16 angelegt wird, um den Piezo-Bimorph 16 zu betätigen und aus der Wirkebene der Klinke 40 zu biegen und damit das Gleitelement 18 aus dem Profilschlitz 40 zu lösen und den Kolben 92 auszulösen, um die Kontakte zu öffnen.
  • Die Funktion des Bimetallstreifens beim Erfassen von Schwach-Fehlerstromzuständen wird im Folgenden ausführlicher erläutert.
  • Das Stellglied 84 des Bimetallstreifens 62 presst, wie bereits erwähnt, beim Vorhandensein eines Schwach-Fehlerstromzustandes auf das Biegeglied aus aktivem Material. Wie nunmehr aus der oben stehenden Beschreibung des Auslösemechanismus in 2 verständlich wird, ist das Stellglied 84 des Streifens 82 vorzugsweise so eingerichtet, dass es den Piezo-Bimorph 16 des Auslösemechanismus aus der Wirkebene der Klinke 40 herausbewegt und so das Gleitelement 18 aus dem Schlitz 30 löst. Das Lösen des Gleitelementes 18 aus dem Schlitz bewirkt, wie oben erläutert, vorzugsweise, dass der Kolben ausgelöst wird und somit den Stromkreis unterbricht. Der Auslösemechanismus in 2 kann daher veranlasst werden, entweder dadurch auszulösen, dass der Bimetallstreifen einen Schwach-Fehlerstromzustand erfasst oder das Biegeglied aus aktivem Material und die dazugehörige Treiberschaltung ein Stromungleichgewicht erfassen. Dies hat den Vorteil, dass ein und derselbe Auslösemechanismus wirkungsvoll eingesetzt werden kann, um zwei verschiedene Typen von strombedingten Fehlerzuständen zu erfassen und auf sie zu reagieren.
  • Die vorliegende Erfindung stellt, wie aus dem Obenstehenden ersichtlich wird, ein integriertes Stellglied dar, das verwendet werden kann, um mehrere elektrische Fehlerzustände zu erfassen, und das wenigstens drei verschiedene Erfassungsmechanismen zu einem integrierten Mechanismus zusammenfasst.

Claims (21)

  1. Integrierter, elektrisch zu betätigender mechanischer Auslösungsmechanismus, der eine erste Fehlererfassungseinrichtung (82), die so eingerichtet ist, dass sie einen ersten Fehlerzustand in einem Stromkreis erfasst; eine zweite Fehlererfassungseinrtchtung (62), die so eingerichtet ist, dass sie einen zweiten Fehlerzustand in dem Stromkreis erfasst; eine dritte Fehlererfassungseinrichtung (82), die so eingerichtet ist, dass sie einen dritten Fehlerzustand in dem Stromkreis erfasst; und eine Einrichtung (92) umfasst, die den Stromkreis in Reaktion auf die Erfassung des ersten, des zweiten oder des dritten Fehlerzustandes unterbricht, wobei der Mechanismus dadurch gekennzeichnet ist, dass die erste, die zweite und die dritte Fehlererfassungseinrichtung leitungsunabhängig sind.
  2. Mechanismus nach Anspruch 1, wobei der erste Fehlerzustand ein Schwach-Fehlerstromzustand ist.
  3. Mechanismus nach Anspruch 1 oder 2, wobei der zweite Fehlerzustand ein Stromungleichgewicht zwischen zwei oder mehr Teilen des Stromkreises ist.
  4. Mechanismus nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der dritte Fehlerzustand ein Stark-Überstromzustand ist.
  5. Mechanismus nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die erste Fehlererfassungseinrichtunq einen Bimetallstreifen umfasst. der so eingerichtet ist er sich in Reaktion auf das Auftreten des ersten Fehlerzustandes in dem Stromkreis biegt.
  6. Mechanismus nach Anspruch 5, wobei der Bimetallstreifen des Weiteren mit einem Stellglied versehen ist und das Stellglied so eingerichtet ist, dass es auf die zweite Fehlererfassungseinrichtung einwirkt, um die zweite Fehlererfassungseinrtchtung zu veranlassen, einen Fehler anzuzeigen.
  7. Mechanismus nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die zweite Fehlererfassungseinrichtung ein Biegeglied aus aktivem Material umfasst, das so eingerichtet ist, dass es sich in Reaktion auf das Auftreten des zweiten Fehlerzustandes in dem Stromkreis biegt.
  8. Mechanismus nach Anspruch 7, wobei die zweite Fehlererfassungseinrichtung des Weiteren eine Treiberschaltung für das Biegeglied aus aktivem Material umfasst und die Schaltung einen Toroidtransformator sowie eine Spannungsvervielfachereinrtchtung umfasst.
  9. Mechanismus nach Anspruch 8, wobei der Transformator eine erste Primärspule und eine zweite Primärspule sowie eine Sekundärspule aufweist, die in Reaktion auf jegliches Stromungleichgewicht zwischen den entsprechenden Strömen, die in der ersten und der zweiten Primärspule fließen, eine Ausgangs-Treiberspannung erzeugt, wobei der Transformator des Weiteren so eingerichtet ist, dass er Sättigung bei einem Pegel des Stromungleichgewichts erreicht, der niedriger ist als ein Pegel, der den zweiten Fehlerzustand anzeigt.
  10. Mechanismus nach Anspruch 9, wobei der Transformator so eingerichtet ist, dass . er Sättigung bei 50% des Stromungleichgewicht-Pegels erreicht, der den zweiten Fehlerzustand anzeigt.
  11. Mechanismus nach Anspruch 8, 9 oder 10, wobei die Treiberschaltung des Weiteren eine Spannungsgleichrichteinrichtung umfasst, die so eingerichtet ist; dass sie die Ausgangs-Treiberspannung gleichrichtet.
  12. Mechanismus nach einem der Ansprüche 7 bis 11, wobei das Biegeglied aus aktivem Material in einen Auslösemechanismus integriert ist und der Auslösemechanismus ein planes Rahmenelement, das mit einem Profilschlitz versehen ist; ein planes Gleitelement, das so eingerchtet ist, dass es in dem Profilschlitz aufgenommen wird; und eine Arretiereinrichtung umfasst, die so eingerichtet ist, dass sie das plane Gleitelement in dem Profilschlitz arretiert, wobei die Arretiereinrichtung auf das Biegeglied aus aktivem Material anspricht und das Gleitelement arretiert oder freigibt, um den einen oder die mehreren elektrischen Kontakte zu schließen oder zu öffnen.
  13. Mechanismus nach Anspruch 12, wobei das Biegeglied aus aktivem Material auf das plane Rahmenelement laminiert ist.
  14. Mechanismus nach den Ansprüchen 12 oder 13, wobei das Biegeglied aus aktivem Material des Weiteren so eingerichtet ist, dass es sich bei Betätigung aus der Wirkungsebene der Arretiereinrichtung heraus bewegt.
  15. Mechanismus nach den Ansprüchen 12, 13 oder 14, der des Weiteren ein planes Abstandshalteelement umfasst, das zwischen das plane Biegeglied aus aktivem Material und das plane Rahmenelement laminiert ist.
  16. Mechanismus nach einem der Ansprüche 12 bis 15, wobei die Arretiereinrichtung eine drehbare Klinke umfasst, die so eingerichtet ist, dass sie das Gleitelement arretiert, wenn sie durch das Biegeglied aus. aktivem Material in einer ersten Position gehalten wird:
  17. Mechanismus nach Anspruch 16, wobei die drehbare Klinke des Weiteren mit einer geformten Aussparung versehen ist, die so eingerichtet ist, dass sie einen entsprechend geformten Vorsprung aufnimmt, der an dem Gleitelement vorhanden ist, wobei in einer Arretierbetriebsart die drehbare Klinke durch das Biegeglied aus aktivem Material an Drehung gehindert wird, so dass der geformte Vorsprung in der geformten Aussparung gehalten wird, um das Gleitelement zu arretieren, und in einer Freigabe-Betrtiebsart sich das Biegeglied aus aktivem Material bewegt, so dass sich die drehbare Klinke drehen kann und so den geformten Vorsprung aus der geformten Aussparung löst, um das Gleitelement freizugeben.
  18. Mechanismus nach einem der Ansprüche 12 bis 17, wobei der Profilschlitz mit einer ersten angewinkelten Arretierfläche versehen ist und das Gleitelement mit einer zweiten angewinkelten Arretierfläche versehen ist und die Anordnung so ist, dass die zweite angewinkelte Arretiertläche in gleitendem Berührungseingriff mit der ersten angewinkelten Arretierfläche gehalten wird, wenn das Gleitelement arretiert ist.
  19. Mechanismus nach einem der Ansprüche 12 bis 18, der des Weiteren eine Federeinrichtung umfasst, die so eingerichtet ist, dass sie das Gleitelement aus dem Profilschlitz herausdrückt.
  20. Mechanismus nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die dritte Fehlererfassungseinrichtung eine Spule umfasst, die um einen Kern herum angeordnet ist, und die Anordnung so ist, dass der Kern beim Auftreten des dritten Fehlerzustandes aus der Spule ausgestoßen wird.
  21. Mechanismus nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Einrichtung zum Unterbrechen des Stromkreises einen Kolben umfasst, der so eingerichtet ist, dass er elektrische Kontakte, die in dem Stromkreis vorhanden sind, beim Erfassen eines Fehlerzustandes öffnet.
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