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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung betrifft
eine Loratadin und Pseudoephedrin enthaltende pharmazeutische Kapselzusammensetzung
und, insbesondere eine pharmazeutische Kapselzusammensetzung zur
oralen Verabreichung, welche Loratadin und Pseudoephedrin oder ein
pharmazeutisch verträgliches
Salz desselben enthaltende Pellets zur schnellen Wirkstoff-Freisetzung
(Pellets A) umfaßt
und Pseudoephedrin oder ein pharmazeutisch verträgliches Salz desselben enthaltende
Pellets zur verzögerten
Wirkstoff-Freisetzung (Pellets B), wobei die Pellets B mit einem
wasserunlöslichen
Polymer und einem feuchtigkeitsblockierenden Mittel beschichtet
sind.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Pseudoephedrin oder ein pharmazeutisch
verträgliches
Salz desselben, z. B. Pseudoephedrinsulfat, ist von den auf dem
vorliegenden Gebiet tätigen
Fachleuten als ein sympathomimetisches Arzneimittel anerkannt, das
wirksam bei der Behandlung von Nasenverstopfung ist. Loratadin,
ein nicht-sedierendes Antihistamin, ist auch als für die Behandlung
von saisonalen allergischen Rhinitis-Symptomen, wie Niesen und Jucken, verwendbar
bekannt. Daher ist eine beides, Loratadin und Pseudoephedrin oder
ein pharmazeutisch verträgliches
Salz desselben, enthaltende Zusammensetzung zur oralen Dosierung
zur Behandlung von Patienten verwendbar, welche Signale und Symptome
zeigen, die mit Erkrankungen der oberen Atemwege und allergischer
Rhinitis in Zusammenhang stehen (siehe US-Patent Nr. 5,314,697).
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Die biologische Halbwertszeit von
Pseudoephedrinsulfat beträgt
jedoch nur ungefähr
6,3 Stunden, während
Loratadin, welches nach der Absorption durch den Verdauungstrakt
mit Plasmaproteinen kombiniert, eine wesentlich längere Halbwertszeit
von 12 bis 15 Stunden besitzt. Ferner besitzt Loratadin eine geringe Wasserlöslichkeit
und zeigt eine sehr niedrige Auflösungsrate. Daher ist eine herkömmliche,
durch ein faches Mischen von Loratadin und Pseudoephedrin oder dessen
Salz hergestellte Formulierung nicht zur Aufrechterhaltung therapeutisch
wirksamer Blutkonzentrationen von beiden Inhaltsstoffen zur selben
Zeit für
einen vorher festgelegten Zeitraum in der Lage.
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Zur Lösung des obigen Problems schlägt das US-Patent
Nr. 5,314,697 eine filmbeschichtete Tablette vor, welche einen Pseudoephedrinsulfat
und ein hydrophiles Gel enthaltenden Kern einer Matrix zur verzögerten Wirkstoff-Freisetzung
umfaßt,
wobei eine Loratadin enthaltende Überzugsschicht auf diesem Kern
ausgebildet ist. Wenn diese Formulierung verdaut wird, wird Loratadin
mit einer längeren
biologischen Halbwertszeit aus der Überzugsschicht freigesetzt,
bevor die Auflösung
von Pseudoephedrinsulfat mit einer kürzeren biologischen Halbwertszeit
von dem Kern der Matrix zur verzögerten
Wirkstoff-Freisetzung erfolgt.
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Die Löslichkeit und Auflösungsrate
von Loratadin aus der äußeren Schicht
verringert sich merklich in einer Umgebung mit einem hohen pH und
aus diesem Grund kann die Auflösung
von Pseudoephedrinsulfat aus dem Kern der Matrix zur verzögerten Wirkstoff-Freisetzung
unangemessenerweise verzögert
werden. Das heißt,
das Auflösen
von Pseudoephedrinsulfat wird stark von dem Grad der Benetzung und
der Auflösung
von Loratadin in der äußeren Schicht
beeinflußt,
und deshalb fluktuiert das Freisetzungsprofil von Pseudoephedrinsulfat
in unvorhersehbarer Weise mit dem pH der Verdauungsflüssigkeit,
welcher in Abhängigkeit
von verschiedenen Faktoren, wie die Menge und Art von aufgenommenem
Essen in weitem Rahmen variiert.
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US-Patent Nr. 5,807,579 offenbart
ferner eine Tablettenzusammensetzung, umfassend Pellets zur verzögerten Wirkstoff-Freisetzung
enthaltend Pseudoephedrin oder dessen Salze, welches) in einer ein
Antihistamin und optional Pseudoephedrin oder dessen Salze enthaltenden
Matrix dispergiert ist/sind. Diese Zusammensetzung leidet jedoch
auch unter dem Problem der schlechten Benetzung von Loratadin bei
Bedingungen eines hohen pHs, was zu einer unbefriedigenden Art der
Pseudoephedrin-Freisetzung führen
kann.
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Die gegenwärtigen Erfinder haben zur Lösung der
vorgenannten Probleme umfangreiche Untersuchungen vorgenommen, und
gefunden, daß eine
pharmazeutische Kapselzusammensetzung, welche Loratadin und Pseudoephedrin
oder ein Salz desselben enthaltende Pellets zur schnellen Wirkstoff-Freisetzung
umfaßt
und Pseudoephedrin oder ein Salz desselben enthaltende Pellets zur
verzögerten
Wirkstoff-Freisetzung, die mit einem wasserunlöslichen Polymer und einem feuchtigkeitsblockierenden
Mittel frei von obigen Problemen ist und steuerbare, zufriedenstellende
Freisetzungsprofile beider Inhaltsstoffe zeigt.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Demgemäß ist eine Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine verbesserte pharmazeutische Kapselzusammensetzung
zur oralen Verabreichung bereitzustellen, die Loratadin und Pseudoephedrin
oder ein pharmazeutisch verträgliches
Salz desselben enthält.
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Erfindungsgemäß wird eine pharmazeutische
Kapselzusammensetzung zur oralen Verabreichung bereitgestellt, welche
aufweist:
- (a) eine Mehrzahl von Pellets zur
schnellen Wirkstoff-Freisetzung (Pellets A) wobei jedes Pellet (i)
eine therapeutisch wirksame Menge von Loratadin (ii) Pseudoephedrin
oder eines pharmazeutisch verträglichen Salzes
hiervon und (iii) einen oder mehrere pharmazeutisch verträgliche Arzneistoffträger aufweist;
und
- (b) eine Mehrzahl von Pellets zur verzögerten Wirkstoff-Freisetzung
(Pellets B), wobei jedes Pellet (i) Pseudoephedrin oder ein pharmazeutisch
verträgliches
Salz hiervon enthält
und (ii) einen oder mehrere pharmazeutisch verträgliche Zusatzstoffe aufweist,
welche mit einem wasserunlöslichen
Polymer in einem Mengenbereich von 2–30 Gew.-% und einem feuchtigkeitsblockierenden
Mittel, welches aus der Gruppe bestehend aus Magnesiumstearat, Talk,
Fett säureester
und einer Mischung hiervon besteht, in einem Mengenbereich von 2
bis 30 Gew.-%, basierend auf dem Gesamtgewicht der Pellets B.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Wie hierin verwendet, bedeutet der
Ausdruck "Pellets" Pharmazeutika enthaltende
Partikel mit einem Durchmesser im Bereich von ungefähr 300–1500 Mikrometer.
Der Ausdruck "zur
schnellen Wirkstoff-Freisetzung" bezieht
sich auf eine Eigenschaft der pharmazeutischen Zusammensetzung,
wobei die gesamte Dosis des aktiven Medikaments ohne wesentliche
Verzögerung
bioverfügbar
wird. Der Ausdruck "zur
verzögerten Wirkstoff-Freisetzung" ist wie in der US
Pharmacopoeia (USPXXIV, 1999) ausgedrückt und bezieht sich auf eine
Eigenschaft der pharmazeutischen Zusammensetzung, wobei das enthaltene
aktive Medikament über
einen ausgedehnten Zeitraum nach der Einnahme verfügbar wird.
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Wie hierin verwendet, bezieht sich
der Ausdruck "therapeutisch
wirksame Menge" von
Loratadin und Pseudoephedrin auf eine zur Erzeugung der erwünschten
therapeutischen Reaktion auf die orale Verabreichung erforderliche
Menge und kann leicht durch den Fachmann bestimmt werden. Bei der
Bestimmung der therapeutisch wirksamen Menge werden eine Anzahl
von Faktoren berücksichtigt,
sind aber nicht beschränkt auf:
die Bioverfügbarkeits-Charakteristika
der verabreichten pharmazeutischen Zusammensetzung, das ausgewählte Dosisregime
und andere bedeutende Umstände.
Die wirksamen Dosen von Loratadin und Pseudoephedrinsulfat können z.
B. je 10 mg und 240 mg pro Tag sein. Ferner können, im Fall einer Dosierungsformeinheit
zur zweimal täglichen
Verabreichung, die Mengen von Loratadin und Pseudoephedrinsulfat
je 5 mg und 220 mg betragen.
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Die Pellets zur schnellen Wirkstoff-Freisetzung
(Pellets A) der erfindungsgemäßen pharmazeutischen Kapselzusammensetzung
enthalten eine therapeutisch wirksame Menge von Loratadin, Pseudoephedrin
oder ein pharmazeutisch verträgliches
Salz hiervon, und eine oder mehrere pharmazeutisch verträgliche Zusatzstoffe.
Wenn die erfindungsgemäße Zusammensetzung
verabreicht wird, wird das stark wasserlösliche Pseudoephedrin oder
dessen Salz leicht aus den Pellets zur schnellen Wirkstoff-Freisetzung
ausgewaschen, woraufhin die Pellets zur Freisetzung von Loratadin-Partikeln
in die wäßrige Verdauungsumgebung
zerfallen, wodurch die Auflösungsrate
von Loratadin verbessert wird, während
eine therapeutisch wirksame Blutkonzentration an Pseudoephedrin
oder dessen Salzen schnell von Anfang an erreicht wird.
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Die Pellets A enthalten Pseudoephedrin
oder dessen Salz in einer ausreichenden Menge, um eine therapeutisch
wirksame Anfangskonzentration von Pseudoephedrin zu erzeugen, und
diese Menge kann von 5 bis 50 Gew.-% reichen, basierend auf der
Gesamtmenge an Pseudoephedrin oder dessen Salz in den Pellets A
und B.
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Die Pellets zur schnellen Wirkstoff-Freisetzung
der erfindungsgemäßen pharmazeutischen
Zusammensetzung können
ein oder mehrere pharmazeutisch verträgliche Zusatzstoffe enthalten,
einschließlich
eines Sprengmittels, eines Bindemittels oder eines Gleitmittels.
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Geeignete Sprengmittel, welche zur
Verbesserung der Auflösungsrate
von Loratadin verwendet werden können,
schließen
mikrokristalline Cellulose, niedrigsubstituierte Hydroxypropylcellulose
(USPXXIV, 1999), Sucrose, Crospovidon, Natriumstärkeglucolat und Mischungen
davon ein. Unter den Sprengmitteln sind Crospovidon, niedrigsubstituierte
Hydroxypropylcellulose und eine Mischung von diesen bevorzugt. Die Sprengmittel
können
in einer Menge im Bereich von ungefähr 5 bis ungefähr 50 Gew.-%,
bevorzugt von 10 bis 30 Gew.-%, basierend auf dem Gewicht der Pellets
zur schnellen Wirkstoff-Freisetzung, zur Erzeugung eines befriedigenden
Auflösungsprofils
von Loratadin verwendet werden.
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Die Pellets zur schnellen Wirkstoff-Freisetzung
können
auch ein oder mehrere herkömmliche
Zusatzstoffe wie Bindemittel (z. B. Polyvinylpyrrolidon, Hydroxypropyl cellulose,
Gelatine und dergleichen) und Gleitmittel (z. B. colloidales Siliziumdioxid,
Siliziumdioxid, Talk und dergleichen) enthalten.
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Die Pellets zur schnellen Wirkstoff-Freisetzung
können
gemäß auf dem
Fachgebiet allgemein bekannter Verfahren hergestellt werden, d.
h. dem Extrusions- und Sphäronisierungsverfahren
(siehe Pharmaceutical Pelletization Technology, 1989, S. 187–216), Lösungs- und
Suspensions-Schichtbildungsverfahren (siehe Drug Dev. Ind. Pharm,
1989, 15(8), S. 1137–1159)
und dem Trockenpulver-Schichtbildungsverfahren (siehe Pharmaceutical
Pelletization Technology, 1989, S. 187–216).
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Bei der Herstellung der Pellets zur
schnellen Wirkstoff-Freisetzung nach dem Trockenpulver-Schichtbildungsverfahren
wird eine Puffermischung von Loratadin, Pseudoephedrin oder dessen
Salzen und pharmazeutischen Zusatzstoffen auf den inerten Träger gegeben,
während
eine Bindemittellösung
in einem Zentrifugengranulator auf einen inerten Träger, wie
kristalline Sucrosekeime und mikrokristalline Cellulosekeime (z.
B. Celphere®,
Asahi Chemical Co.), gesprüht
wird, um die erfindungsgemäßen Pellets
zur schnellen Wirkstoff-Feisetzung zu ergeben.
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Die Pellets zur verzögerten Wirkstoff-Freisetzung
(Pellets B) der erfindungsgemäßen, pharmazeutischen
Kapselzusammensetzung enthalten Pseudoephedrin oder ein pharmazeutisch
verträgliches
Salz hiervon und einen oder mehrere pharmazeutisch verträgliche Zusatzstoffe
und sind mit einem wasserunlöslichen Polymer
in einer Menge im Bereich von 2 bis 30 Gew.-%, basierend auf dem
Gesamtgewicht der Pellets B, und einem feuchtigkeitsblockierenden
Mittel, ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Magnesiumstearat, Talk, Fettsäureester
und einer Mischung hiervon in einer Menge im Bereich von 2 bis 30
Gew.-%, basierend auf dem Gesamtgewicht der Pellets B, beschichtet.
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Die Auflösung von Pseudoephedrin aus
den Pellets zur verzögerten
Freisetzung wird nicht durch die Auflösung von Loratadin beeinflußt und somit
kann ein gewünschtes
Freisetzungsprofil dieses aktiven Inhaltsstoffs erhalten werden.
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Die Pellets zur verzögerten Wirkstoff-Freisetzung,
d. h. Pellets B, können
durch Beschichten von Pseudoephedrin oder dessen Salz enthaltende
Kernpellets mit einem wasserunlöslichen
Polymer und einem feuchtigkeitsblockierenden Mittel hergestellt
werden oder durch Dispergieren von Pseudoephedrin oder dessen Salz
in eine wasserunlösliche
Polymer-Matrix, die ein feuchtigkeitsblockierendes Mittel enthält.
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Im Falls, daß das Pseudoephedrin enthaltende
Kernpellet mit dem wasserunlöslichen
Polymer und einem feuchtigkeitsblockierenden Mittel zur Bildung
einer Beschichtung auf dem Kernpellet beschichtet wird, kann der
Aufbau und/oder die Dicke der Beschichtung der Pellets B leicht
gesteuert werden, wodurch eine gewünschtes Auflösungsprofil
(sigmoidales Auflösungsprofil)
von Pseudoephedrin erhalten wird, das nicht vom pH der Verdauungsflüssigkeit
abhängt.
Aus diesem Grund werden Pellets vom Beschichtungstyp bevorzugt als
Pellets zur verzögerten
Wirkstoff-Freisetzung bei der erfindungsgemäßen Zusammensetzung verwendet.
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Geeignete wasserunlösliche Polymere,
die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, können aus
der Gruppe bestehend aus Ethylcellulose, Methacrylsäure-Copolymer
(z. B. Eudragit L, Eudragit RS, Eudragit RL und Eudragit S), einem
hydrierten Rizinusöl,
Schellack und einer Mischung derselben, ausgewählt werden.
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Die Kernpellets der Pellets zur verzögerten Wirkstoff-Freisetzung
können
nach auf dem Fachgebiet allgemein bekannten Verfahren hergestellt
werden, d. h. dem Extrusions- und Sphäronisierungsverfahren (siehe Pharmaceutical
Pelletization Technology, 1989, S. 187–216), dem Lösungs- und
Suspensions-Schichtbildungsverfahren (siehe Drug Dev. Ind. Pharm.
1989, 15(8), S. 1137–1159)
und dem Trockenpulver-Schichtbildungsvefahren (siehe Pharmaceutical
Pelletization Technology, 1989, S. 187–216).
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Nach dem Trockenpulver-Schichtbildungsverfahren
z. B. wird, während
eine Bindemittellösung
in einem Zentrifugengranulator auf einen inerten Träger, wie
kristalline Sucrosekeime und mikrokristalline Cellulosekeime (z.
B. Celphere®,
Asahi Chemical Co.), gesprüht
wird, eine Pulvermischung von Pseudoephedrin oder dessen Salz und
pharmazeutischen Zusatzstoffen auf den inerten Träger gestäubt, um
die Kernpellets der erfindungsgemäßen Pellets mit verzögerter Wirkstoff-Freisetzung
zu ergeben. Dann werden die Kernpellets mit einer ein wasserunlösliches
Polymer und ein feuchtigkeitsblockierendes Mittel in einem geeigneten
Lösungsmittel
enthaltenden Lösung
beschichtet, um die erfindungsgemäßen Pellets zur verzögerten Wirkstoff-Freisetzung
zu ergeben. Geeignete Lösungsmittel,
welche in der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, schließen Aceton,
Ethanol, Isopropylalkohol, Methylenchlorid und die Mischung derselben
ein.
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Pharmazeutische Zusatzstoffe, die
bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Pellets zur verzögerten Wirkstoff-Freisetzung
verwendet werden können,
schließen
einen oder mehrere herkömmliche,
auf dem Fachgebiet bekannte Zusatzstoffe, ein, z. B. Plastifizierungsmittel,
wie Polyethylenglycol 6000, Diethylenphthalat und Dibutylsebacat;
Verdünnungsmittel,
wie mikrokristalline Cellulose und Sucrose; Sprengmittel, wie niedrigsubstituierte
Hydroxypropylcellulose, Crospovidon, Natriumstärkeglycolat und eine Mischung
von diesen; Bindemittel, wie Polyvinylpyrrolidon, Hydroxypropylcellulose
und Gelatine; und Gleitmittel, wie colloidales Siliziumdioxid, Siliziumdioxid,
Magnesiumstearat und Talk.
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Die erfindungsgemäße pharmazeutische Kapselzusammensetzung
kann durch Einfüllen
der vorgenannten Pellets zur schnellen Wirkstoff-Freisetzung und
der Pellets zur verzögerten
Wirkstoff-Freisetzung in eine geeignete Kapsel leicht formuliert
werden.
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Wenn die erfindungsgemäße Kapselzusammensetzung
oral verabreicht wird, wird Loratadin leicht bei einer höheren Rate
aus der Kapselzusammensetzung freigesetzt als aus einer herkömmlichen
Tablettenzusammensetzung.
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Weiterhin wird Pseudoephedrin oder
dessen Salz mit einer kürzeren
biologischen Halbwertszeit als Loratadin als erstes für eine sofortige
und verlängerte
Lösungsfreisetzung
von Pseudoephedrin als erstes aus den Pellets zur schnellen Wirkstoff-Frei setzung
herausgelöst
und nachfolgend aus den Pellets zur verzögerten Wirkstoff-Freisetzung.
Die Pellets zur verzögerten
Wirkstoff-Freisetzung sind mit einem wasserunlöslichen Polymer beschichtet,
um eine wirksame Aktivität
der verzögerten
Freisetzung zu ergeben. Insbesondere besitzt die Beschichtung der
Pellets zur verzögerten
Wirkstoff-Freisetzung
ein feuchtigkeitsblockierendes Mittel, wodurch sich ein pseudomultiples
Lösungsprofil
ergibt.
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Die erfindungsgemäße pharmazeutische Kapselzusammensetzung
zeigt daher sofortige und langanhaltende Wirkungen nach der Verabreichung,
unabhängig
von verschiedenen mit der Umgebung im Verdauungstrakt verbundenen
Faktoren.
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Die folgenden Beispiele und Testbeispiele
dienen ausschließlich
der Erläuterung
und sind nicht zur Beschränkung
des Rahmens der Erfindung vorgesehen.
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Beispiel 1: Herstellung
von Loratadin und Pseudoephedrinsulfat enthaltenden Pellets zur
schnellen Wirkstoff-Freisetzung
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Eine Bindemittellösung wurde durch Auflösen von
5,0 Gramm Polyvinylpyrrolidon in 120 g Wasser hergestellt. 25 g
Loratadin, 180 g Pseudoephedrinsulfat, 25 g mikrokristalline Cellulose,
75 g niedrigsubstituierte Hydroxypropylcellulose, 75 g Crospovidon
und 1,5 g colloidales Siliziumdioxid wurden gemischt und durch ein 20
Mesh-Sieb gesiebt,
um eine Pulvermischung zu ergeben. Während die oben hergestellte
Bindemittellösung in
einem Zentrifugengranulator auf 250 g kristalliner Zuckerkeime gesprüht wurde,
wurde die Pulvermischung in dem Zentrifugengranulator auf die kristallinen
Zuckerkeime gestäubt,
um Pellets zu ergeben (Rotationsgeschwindigkeit 150–200 UpM,
Sprührate
der Bindemittellösung:
2 bis 20 ml/min, Luftsprühdruck:
2 kg/cm2, Luftsprühvolumen: 5–300 l/min, Pulversprührate: 5–30 g/min).
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Beispiele 2 und 3: Herstellung
von Loratadin und Pseudoephedrinsulfat enthaltenden Pellets zur
schnellen Wirkstoff-Freisetzung
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Das Verfahren aus Beispiel 1 wurde
wiederholt, außer
daß die
Mengen der Bestandteile wie in Tabelle 1 gezeigt variiert wurden,
um weitere Proben von Pellets zur schnellen Wirkstoff-Freisetzung
zu erhalten, die beides enthielt, Pseudoephedrinsulfat und Loratadin.
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Beispiel 4: Herstellung
von Pseudoephedrinsulfat enthaltenden Kernpellets
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Eine Bindemittellösung wurde durch Auflösen von
20 g Hydroxypropylcellulose in 480 g Wasser hergestellt. 1200 g
Pseudoephedrinsulfat und 3 g colloidales Siliciumdioxid wurden gemischt
und durch ein 20 Mesh-Sieb gegeben, um eine Pulvermischung zu ergeben.
Während
die oben hergestellte Bindemittellösung auf 600 g kristalliner
Zuckerkeime in einer Zentrifugengranulator gesprüht wurde, wurde die Pulvermischung
in der Zentrifugengranulator auf die kristalline Zuckerkeime gestäubt, um
Pellets zu ergeben. Die erhaltenen Pellets wurden bei 50°C getrocknet,
bis der Wassergehalt derselben, gemessen mit einem Kett-Feuchtigkeitsanalysator,
geringer als 2% wurde, um Pseudoephedrinsulfat enthaltende Kernpellets
zu ergeben.
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Beispiele 5 und 6: Herstellung
von Pseudoephedrinsulfat enthaltenden Kernpellets
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Das Verfahren aus Beispiel 4 wurde
wiederholt, außer
daß die
Mengen der Bestandteile wie in Tabelle 2 gezeigt variiert wurden,
um weitere Proben von Pseudoephedrinsulfat enthaltenden Kernpellets
zu erhalten.
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Beispiele 7 bis 10: Herstellung
von Pseudoephedrinsulfat enthaltenden Pellets zur verzögerten Freisetzung
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Unter Verwendung der in Beispiel
4 hergestellten Kernpellets und der in Tabelle 3 dargestellten Materialien
wurden Pseudoephedrinsulfat enthaltende Pellets zur verzögerten Wirkstoff-Freisetzung
nach dem folgenden Verfahren hergestellt:
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Eine Suspension des wasserunlöslichen
Polymers, Magnesiumstearat und anderen Inhaltsstoffen in einer Mischung
von Aceton und Isopropylalkohol wurde auf die Pseudoephedrinsulfat
enthaltenden Kernpellets in einem Zentrifugen-360-Granulator aufgesprüht und nachfolgend
bei 50°C
getrocknet, bis der Wassergehalt unter 2% fiel, um Pseudoephedrinsulfat
enthaltende Pellets zur verzögerten
Wirkstoff-Freisetzung zu ergeben.
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Beispiel 11: Herstellung
von Pseudoephedrinsulfat enthaltenden Pellets zur verzögerten Wirkstoff-Freisetzung
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Das Verfahren der Beispiele 7 bis
10 wurde zum Erhalt von Pseudoephedrinsulfat enthaltenden Pellets zur
verzögerten
Wirkstoff-Freisetzung unter Verwendung der in Beispiel 6 erhaltenen
Kernpellets und der in Tabelle 3 gezeigten Materialien wiederholt.
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Beispiele 12 bis 15: Herstellung
von Kapseln
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127,3 g, 139,3 g und 135,3 g der
in den Beispielen 1, 2 und 3 hergestellten Pellets zur schnellen
Wirkstoff-Freisetzung wurden jeweils mit 143,3 g, 122,9 g und 112,6
g der in Beispiel 7 hergestellten Pellets zur verzögerten Wirkstoff-Freisetzung
gemischt, um 3 Chargen gemischter Pellets zu ergeben, welche in
Kapseln Nr. 1 gefüllt
wurden, um jeweils die Kapseln der Beispiele 12, 13 und 14 zu ergeben.
Es wurden auch 127,3 g der in Beispiel 1 hergestellten Pellets zur
schnellen Wirkstoff-Freisetzung mit 153,1 g der in Beispiel 10 hergestellten
Pellets zur verzögerten
Wirkstoff-Freisetzung gemischt, um einen Pelletmischung zu erhalten,
die in Kapseln Nr. 1 gefüllt
wurden, um die Kapsel aus Beispiel 15 zu ergeben. Die Mengen der
in jeder der Kapseln vorliegenden Inhaltsstoffe sind dieselben wie
in Tabelle 4.
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Testbeispiel 1: Auflösungstest
(1)
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Eine abgemessene Menge jeder der
in den Beispielen 7 bis 11 hergestellten Pellets zur verzögerten Wirkstoff-Freisetzung
wurde in einen Korb gefüllt
und unter den folgenden Bedingungen einem Auflösungstest unterworfen. Die
Ergebnisse sind in Tabelle 5 dargestellt. Bedingung
des Auflösungstests:
| Testlösung: | 0,1
N Salzsäure,
900 ml |
| Temperatur: | 37 ± 0,5°C |
| Verfahren: | Korbverfahren
(U.S. Pharmacopoeia) |
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Tabelle
5. Auflösung
(%) von Pseudoephedrinsulfat
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Wie in Tabelle 5 dargestellt, zeigen
die erfindungsgemäßen Zellen
Pellets zur verzögerten
Wirkstoff-Freisetzung in jedem Fall ein befriedigendes Auflösungsprofil
von Pseudoephedrinsulfat über
einen Zeitraum von mehr als 6 Stunden.
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Testbeispiel 2: Auflösungstest
(2)
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Eine abgemessene Menge jeder der
in den Beispielen 12 bis 15 hergestellten Kapseln wurden in einen Korb
gefüllt
und nachfolgend einem Auflösungstest
unter den folgenden Bedingungen unterworfen. Dieselbe Menge an Clarinase
(Shering Plough, USA) wurde ebenfalls in den Korb gefüllt und
dem Test unterworfen. Die Ergebnisse sind in den Tabellen 6 und
7 angegeben. Bedingungen
des Auflösungstests
| Testlösung: | 0,1
N Salzsäure,
900 ml pH 4,0 Acetatpuffer, 900 ml pH 6,8 Phosphatpuffer, 900 ml |
| Temperatur: | 37 ± 0,5°C |
| Verfahren: | Korbverfahren
(U.S. Pharmacopoeia) |
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Tabelle
6: Auflösung
(%) von Loratadin in 1 Stunde
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Tabelle
7: Auflösung
(%) von Pseudoephedrinsulfat
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Wie in Tabelle 6 gezeigt, wurde Loratadin
bei pH 1,0 schnell von jeder der untersuchten Zusammensetzungen
freigegeben. Bei pH 4,0 und 6,8 wurde die Auflösung von Loratadin durch Clarinase
jedoch vollständig
unterdrückt.
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Wie in Tabelle 7 dargestellt, war
die Auflösungsrate
von Pseudoephedrinsulfat bei pH 1,0 bei den untersuchten Zusammensetzungen
nicht signifikant unterschiedlich.
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Bei pH 4,0 oder 6,8 blieb die Menge
an von Clarinase freigesetztem Pseudoephedrinsulfat jedoch niedrig
bei ungefähr
50% über
den Testzeitraum von 6 Stunden. Dies legt nahe, daß Loratadin,
welches unter Bedingungen eines hohen pHs ungelöst bleibt, das Auflösen von
Pseudoephedrin blockiert. In scharfem Kontrast dazu wird das Auflösen von
Pseudoephedrinsulfat aus der erfindungsgemäßen Zusammensetzung nicht durch
den pH beeinflußt,
wobei das Freisetzungsprofil über
einen pH-Bereich von 1,0 bis 6,8 dasselbe bleibt.
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Auch ist die Tatsache, daß das Auflösungsprofil
von Pseudoephedrinsulfat aus der erfindungsgemäßen Zusammensetzung eine sigmoidale
Kurve zeigt, besonders vorteilhaft, um eine pseuodomultiple Verabreichung
von Pseudoephedrin in Sulfat zu ergeben.
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Während
die Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung beschrieben und erläutert wurden, ist offensichtlich,
daß verschiedene
Veränderungen
und Modifikationen an diesen durchgeführt werden können, ohne
vom Geist der Erfindung abzuweichen, welche ausschließlich durch
den Rahmen der beigefügten
Ansprüche
beschränkt
wird.