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Gebiet der
Erfindung
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Die vorliegende Erfindung betrifft
ein Verfahren zur Mikrovermehrung von pharmazeutisch nutzbaren Pflanzen.
Darüber
hinaus betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Anreicherung
von pharmazeutisch nutzbaren Pflanzen mit Nährstoffen, Mineralien oder
anderen Verbindungen sowie Pflanzen, die durch Verwendung dieses
Verfahrens erhalten wurden.
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Hintergrund
der Erfindung
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Medizinische Pflanzen spielen in
der Gesundheitsvorsorge auf der ganzen Welt eine wichtige Rolle – besonders
in nicht industrialisierten Kontinenten wie Afrika, Südamerika
und Teilen Asiens. Eine Anzahl von traditionellen Pflanzen werden
von der Mehrheit der Bevölkerung
selbst in vielen industrialisierten Ländern zur Selbst-Medikation
kleinerer und mittlerer Erkrankungen des Alltags verwendet.
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Obwohl viele traditionelle medizinische
Pflanzenheilmittel keinen unfangreichen wissenschaftlichen Tests
unterzogen wurden, sind sie sehr beliebt und ihr Verkauf ist nicht
durch Zulassungsbehörden
der Regierung eingeschränkt.
Einige medizinische Pflanzen wurden in Labor und Klinik umfangreich
untersucht, und Pflanzen, die zu dieser Kategorie gehören, werden
als Phytopharmazeutika bezeichnet.
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Eines der mit Zubereitungen pharmazeutisch
nutzbarer Pflanzen verbunden Hauptprobleme ist die Variabilität des Gehalts
der medizinisch aktiven Bestandteile. Dies Problem wurde 1997 in
Belgien deutlich, als bei mehr als 100 Menschen eine völlige Zerstörung ihrer
Nieren durch irreversible interstitielle Fibrose diagnostiziert
wurde, die durch eine falsch bestimmte chinesische Medizinpflanze
verursacht wurde (Betz, 1998). Dies hat zu strikten Regierungskontrollen
von Reinheit und Gehalten an aktiven Bestandteilen in phytopharmazeutisch
Produkten in Europa geführt.
Solche strikten Regulierungen sind jedoch momentan in den meisten Ländern, einschließlich Kanada
und den Vereinigten Staaten nicht vorhanden.
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Die Variabilität im medizinischen Gehalt pharmazeutisch
nutzbarer Pflanzen ist vermutlich das Ergebnis einer Vielfalt von
Faktoren, die Jahr-zu-Jahr- und Pflanze-zu-Pflanze-Variabilität im medizinischen
Gehalt, Verfälschung
von medizinischen Präparaten
mit falsch identifizierten Pflanzenarten, Fehlen von geeigneten Verfahren
zur Erzeugung und Standardisierung der Ernte, fehlendes Verständnisses
der besonderen Pflanzenphysiologie oder Effektivität bei menschlichem
Verzehr und Verbrauchertäuschung
beinhalten. Zudem werden Zubereitungen pharmazeutisch nutzbarer
Pflanzen typischerweise aus Feldfrüchten hergestellt und sind daher
gegenüber
Befall durch Bakterien, Pilze und Insekten anfällig, die den medizinischen
Gehalt der Zubereitungen verändern
können.
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Vergangene und gegenwärtige Bemühungen sind
darauf gerichtet zu gewährleisten,
dass Zubereitungen von pharmazeutisch nutzbaren Pflanzen das richtige
Pflanzenmaterial enthalten, dass das Pflanzenmaterial entsprechend
einem standardisierten Protokoll bearbeitet wird und dass das fertige
Produkt spezifische Mengen einer spezifischen Markersubstanz enthält. Ein
anderer Ansatz liegt in der Anwendung traditioneller pharmazeutischer
Entwicklungsverfahren zur Isolierung einer einzelnen "aktiven" Komponente und zur
Synthese von Abwandlungen des sogenannten "Medikaments". Dieses Verfahren beinhaltet gewöhnlich die
Zerlegung der Pflanze in chemische Bestandteile und Versuche, einen
einzelnen, für
die Auslösung
der gewünschten
Wirkung in Säugetieren
verantwortlichen Bestandteil zu identifizieren. Die meisten Zubereitungen pharmazeutisch
nutzbarer Pflanzen werden aus ganzen Pflanzen gewonnen und enthalten
eine Vielfalt von Verbindungen, die bei der Hervorrufung der gewünschten
Wirkung synergistisch wirken können.
Obwohl für verschiedene
Zubereitungen medizinische Identifizierungsnummern ("drug identification
numbers", DIN) auf der
Grundlage einer Standardkonzentration einer Markerverbindung vergeben
wurden, kann es im Menschen physiologische Wirkungen geben, die
dieser Markerverbindung nicht direkt zugeordnet werden können. Das Fehlen
einer tatsächlichen
Wissensgrundlage für
die phytopharmazeutische Industrie hat zu der jetzigen Situation
geführt,
in welcher der Verkauf von Zubereitungen pharmazeutisch nutzbarer
Pflanzen hauptsächlich
von Enthusiasmus anstelle zuverlässiger
wissenschaftlicher Forschung angetrieben wird. Daher gibt es mit
den gegenwärtig
verfügbaren
Verfahren keine Möglichkeit,
die Qualität,
Effizienz oder Sicherheit von Zubereitungen pharmazeutisch nutzbarer
Pflanzen zu gewährleisten.
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Mangel an Spurenelementen in Menschen
kann als Folge unzureichender Aufnahme des Minerals in die Ernährung oder
verminderter oder gestörter
Absorption in Gegenwart von ausreichender Nahrungszufuhr auftreten
(Whittaker, 1998). Das Problem des Mineralienmangels ist in Entwicklungsländern am
meisten verbreitet, wo es ein diätisches
Ungleichgewicht in der Nahrungsmittelzusammensetzung geben kann.
Es wird geschätzt,
dass weltweit mehr als 2 Millionen Menschen unter Mineralienmangel
leiden, die in Form von gewöhnlichen
Erkrankungen und Krankheiten auftritt (z. B. kann Zinkmangel zu
erniedrigter Fruchtbarkeit führen,
Jodmangel kann als Muskel- und Schilddrüsen-betreffende Erkrankungen
auftreten, Vitamin C-Mangel macht gegenüber gewöhnlichen Viren und Erkältungen
empfänglich).
Faktoren, welche die Absorption von Mineralien und Nährstoffen
verringern oder verschlechtern, schließen Nahrungsmittelbestandteile,
wie Phytat oder Faser, Medikamente oder andere Chemikalien, die
mit den lebensnotwendigen Spurenmineralien interagieren können, und
Interaktionen zwischen essentiellen Nährstoffen ein (Whittaker, 1998).
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Die üblichen Ansätze zur Überwindung dieser durch Mängel verursachten
Erkrankungen sind Nahrungsmittelzusätze (z. B. Vitamin C-Tabletten,
Zink-Bonbons), und Verzehr von angereicherter Nahrung (mit Eisen
angereicherte Babynahrung, Vitamin D-angereicherte Milch, jodiertes
Salz). Nahrungsmittel, die gewöhnlich
mit mineralischen Nährstoffen
angereichert sind, schließen
Mehl, Backwaren, Reis, Makkaroni-Produkte, Frühstückscerealien und Säuglingsnahrung
ein (Whittaker, 1998). Die Wirksamkeit der Anreicherung von Nahrungsmitteln
mit anorganischen Mineralverbindungen, z. B. Zn(SO4)2, wird durch die niedrige Bioverfügbarkeit
der Ionen und dem hohen Grad des Verlusts durch Ausscheidung eingeschränkt. Neueste
Studien zur Bioverfügbarkeit
angereicherter Nährstoffe
und Vitamine in Menschen haben gezeigt, dass mehr als 2/3 der Nährstoffe
und Zusatzstoffe nicht durch das menschliche Gastrointestinalsystem
absorbiert werden können,
da sie nicht in bioverfügbarer
Form vorliegen. 1993 schlug die Beratungsgruppe Internationale Agrarforschung
("Consultant Group
on International Agricultural Research", CGIAR) vor, dass eine Steigerung der pflanzlichen
Mineralienaufnahme genutzt werden könnte, um den mit einem Mangel
an Zink und anderen Nährstoffen
verbunden Problemen zu begegnen (Ruel und Bouis, 1998) .
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Echinacea-Produkte gehören momentan
zu den bestverkauften Kräuterheilmitteln
in Nordamerika und waren dies seit mehreren Jahren (Schardt, 1998).
Zubereitungen von Echinacea sp. wurden historisch für die Behandlung
von gewöhnlichen
menschlichen Erkrankungen wie Erkältungen und Grippe verwendet
(Kindscher, 1992). Kommerziell hergestellte Extrakte und Zubereitungen
ganzer getrockneter Gewebe werden aus der Wurzel einer Echinacea-Art hergestellt,
einer Feldfrucht, die ungefähr
drei Jahre braucht, um ein verkäufliches
Produkt herzustellen.
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Kommerziellen Zubereitungen von Echinacea
wird häufig
anorganisches Zink zugesetzt, um die medizinische Wirkung zu erhöhen. Zinkzusätze werden
zur Erhaltung einer guten Gesundheit, für verbesserte Funktion des
Immunsystems, verringerte Ausbildung viraler Symptome, Gewebsbildung
und für
den Metabolismus von Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten empfohlen
(Gison et al., 1998). In käuflichen
Zubereitungen wird Zink dem Echinacea-Wurzelmaterial während der
Verarbeitung in der anorganischen Form Zn(SO4)2 zugegeben. Daher ist die Absorbierbarkeit
des zugegebenen Zn durch die niedrige Bioverfügbarkeit begrenzt. Forscher
haben berichtet, dass bestimmte Aminosäuren, Cystein-enthaltende Peptide
und organische Säuren, die
während
der Verdauung freigesetzt werden, die Zinkabsorption erhöhen können, wahrscheinlich
durch die Bildung löslicher
Liganden mit Zink oder durch Verhinderung einer Bildung des unlöslichen
Zink-Phytat-Komplex (Gibson et al., 1998).
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Zinkmangel ist eine der Hauptgründe in Säugetieren
für eingeschränkte Wachstumsrate,
Appetitverlust, Hautläsionen,
verzögerte
Wundheilung, Hypgonadismus, verzögerte
sexuelle Reife und gestörte
Immunantworten (Whittaker, 1998).
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Der Prozess der Zinkstatuskontrolle
ist ein straff reguliertes Gleichgewicht von Absorption- und Exkretionsprozessen.
Zink wird in kleinen Mengen effizienter als in höheren Konzentrationen absorbiert
und andere diätetische
Faktoren wie Faser und Phytat inhibieren die Zinkabsorption. Zusätzlich kann
die Praxis einer Anreicherung von Nahrungsmitteln mit Eisen einen
negativen Einfluss auf den Zinkstatus haben (Whittaker, 1998). Daher
ermutigen die Empfehlungen der amerikanischen "Food and Drug Administration" zur besonnenen Verwendung
von Nährstoffen
als Nahrungsmittelergänzung,
ermutigen aber nicht zur die Anreicherung von Nahrungsmittelhaupterzeugnissen.
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Gleichermaßen wird die Zinkanreicherung
von Tierfutter nach den Richtlinien der "Agriculture and Agri-Food Canada" überwacht und auf weniger als
250 ppm beschränkt.
In den USA haben laufende Forschungen angedeutet, dass Ergänzung von
Tierfutter mit 3000 ppm anorganischem Zink zu schnellerem Muskel-
und Proteinzuwachs und einer allgemeinen Beschleunigung der Wachstumsrate
führen.
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Eine der beliebtesten medizinischen
Pflanzen in Nordamerika ist Johanniskraut (Hypericum perforatum).
Basierend auf der in zahlreichen klinischen Versuchen gezeigten
Wirksamkeit (Linde et al., 1996) benutzten 1998 7,5 Millionen Amerikaner
Johanniskraut zur Behandlung von neurologischen Störungen und
Depressionen (Greenwald, 1998). 1997 investierte das Büro für alternative
Medizin des nationale Gesundheitsamts 4,3 Million Dollar in einen
dreijährigem
klinischen Versuch, um die Wirkungen von Jo hanniskraut, einem Plazebo
und einem Standard-Antidepressivum bei Patienten zu vergleichen,
die unter milder Depression litten (NIH, 1997). Der Standard für Johanniskrautzubereitungen
ist "die gesamte
frische oder getrocknete Pflanze oder ihre Bestandteile, einschließlich nicht
weniger als 0,04% Naphthodianthrone der Hyperizingruppe, berechnet
als Hyperizin" (Johanniskraut-Monographie, 1997),
jedoch zeigte ein neuerer klinischer Versuch, dass die therapeutische
Wirkung von Johanniskraut mit der Konzentration von Hyperforin als
zweiter Verbindung korreliert war (Laakmann et al., 1998). Vergleichbar
mit synthetischen Antidepressiva wurde festgestellt, dass die Aktivität von Hyperforin
eine Inhibierung der Aufnahme von Serotonin, Dopamin, Noradrenalin,
GABA und L-Glutamat in tierischen Zellkulturen verursacht (Chatterjee
et al., 1998). Zur weiteren Verwirrung der Situation haben Untersuchungen
der besonderen Physiologie von Johanniskraut mehr als 25 zusätzliche
Verbindungen identifiziert, die medizinische Aktivität haben
könnten
(Miller, 1998; Nahrstedt und Butterweck, 1997; Evans und Morgenstern,
1997), einschließlich
des kürzlichen
Berichts über
das Vorkommen von relativ hohen Gehalten des Säugetierneurohormons Melatonin
(Murch et al., 1997). Daher ist es verständlich, dass für die neurologische
Wirksamkeit Gesamtpflanzenzubereitungen von Johanniskraut benötigt werden.
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Lithium ist ein ebenfalls in der
Behandlung von Depression und neurologischen Störungen verwendetes Mineralelement.
Häufig
können
traditionelle pharmazeutische Antidepressiva-Therapien in Situationen,
in denen die Depression eines Patienten entweder behandlungsresistent
oder nur teilweise und/oder ungenügend auf die Behandlung anspricht,
mit Lithium verbessert werden (Schweitzer & Tuckwell, 1998). Lithiumbehandlung
ist seit mehr als 40 Jahren eingesetzt worden und stellte sich in
60–80
aller Patienten als effektiv heraus, obwohl die Art der Wirkung
unklar ist. Toxizität
von Lithiumsalzen kann auftreten, wenn das Blutlithium als Ergebnis
von Fieber, Diabetes, Gewichtsverlustdiäten, Salz-beschränkter Diäten oder
Diarrhö erhöht ist.
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Es ist wichtig, das Problem der Variabilität im medizinischen
Gehalt von Zubereitungen pharmazeutisch nutzbarer Pflanzen zu lösen, so
dass sie verlässlich
und effektiv verwendet werden können.
Eine Lösung zur
Herstellung einer verlässlichen
Quelle pharmazeutisch nutzbarer Pflanzen ist die Entwicklung und
Anwendung von in vitro-Mikrovermehrungsverfahren auf diese Pflanzen.
Jedoch gibt es bis heute kein bekanntes allgemeines Verfahren für die in
vitro-Mikrovermehrung von pharmazeutisch nutzbaren Pflanzen.
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Darüber hinaus ist die Phytoanreicherung
von pharmazeutisch nutzbaren Pflanzen erwünscht, um Pflanzen herzustellen,
die gewünschte
Zusatzstoffe, Nährstoffe
und andere ausgewählte
Verbindungen, die in einer biokompartiblen Form erhältlich sind,
umfassen.
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Daher besteht in der Industrie für pharmazeutisch
nutzbare Pflanzen ein Bedarf für
die Entwicklung eines in vitro-Systems für die zuverlässige und
reproduzierbare Vermehrung von pharmazeutisch nutzbaren Pflanzen,
und, wenn die erwünscht
ist, für
die Phytoanreicherung von pharmazeutisch nutzbaren Pflanzen mit gewünschten,
ausgewählten
Verbindungen.
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Die Überwindung der Nachteile des
Standes der Technik ist ein Ziel dieser Erfindung.
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Das oben genannte Ziel wird durch
Kombinationen der Merkmale aus den Hauptansprüchen erreicht, die Unteransprüche offenbaren
weitere vorteilhafte Ausführungsformen
der Erfindung.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung betrifft
ein Verfahren zur Mikrovermehrung von pharmazeutisch nutzbaren Pflanzen.
Ferner betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Anreicherung
von pharmazeutisch nutzbaren Pflanzen mit Nährstoffen, Mineralien oder
anderer Verbindungen, und Pflanzen, die durch Anwendung dieses Verfahrens
hergestellt werden.
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Die vorliegende Erfindung stellt
ein Verfahren (A) zur in vitro-Mikrovermehrung
von pharmazeutisch nutzbaren Pflanzen zur Verfügung, Schritte umfassend, bei
denen man:
- a) ein steriles Explantat der pharmazeutisch
nutzbaren Pflanze auf einem Induktionsmedium zieht, das mindestens
einen Pflanzenwachstumsregulator mit Zytokininaktivität umfasst,
um regeneriertes Gewebe zu bilden; und
- b) das regenerierte Gewebe auf ein Grundmedium überführt und
kultiviert, um Pflänzchen
zu bilden.
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Die Erfindung ist ferner auf das
Verfahren (A) wie oben definiert gerichtet, bei dem die pharmazeutisch nutzbare
Pflanze aus Johanniskraut (Hypericum perforatum cv. Anthos), Huang-qin
(Scutellaria baicalensis), Echinacea sp., Mutterkraut (Tanacetum
parthenium) und Knoblauch (Allium sp.) ausgewählt ist.
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Die Erfindung betrifft das Verfahren
(A) wie oben definiert, bei dem der Pflanzenwachstumsregulator mit
Zytkininaktivität
natürlich
oder synthetisch sein kann und ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend
aus Thidiazuron (TDZ, N-Phenyl-N'-(1,2,3-thidiazolyl)harnstoff),
Benzylaminopurin (BAP), Zeatin, CPPU (N-(2-Chloro-4-pyridyl)-N-(phenylharnstoff)
und 2-i-P(N6-(2-Isopentenyl)-adenin
oder 6-gamma, gamma-Dimethylallylaminopurin).
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Die vorliegende Erfindung betrifft
in einem weiteren ihrer Aspekte ein Verfahren (B) zur in vitro-Mikrovermehrung
einer pharmazeutisch nutzbaren Pflanze, Schritte umfassend, bei
denen man:
- a) ein steriles Explantat der pharmazeutisch
nutzbaren Pflanze auf einem Induktionsmedium zieht, das eine geeignete
Konzentration von mindestens einem Pflanzenwachstumsregulator mit
Zytokininaktivität
umfasst, um regeneriertes Gewebe zu bilden;
- b) das regenerierte Gewebe auf ein Grundmedium überführt und
subkultiviert, um die Bildung von regeneriertem Gewebe zu optimieren;
und
- c) das regenerierte Gewebe auf ein Grundmedium überführt und
kultiviert, um Pflänzchen
zu bilden.
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Diese Erfindung betrifft ferner das
Verfahren (B) wie oben definiert, bei dem die pharmazeutisch nutzbare
Pflanze ausgewählt
ist aus Johanniskraut (Hypericum perforatum cv. Anthos) Huangqin
(Scutellaria baicalensis), Echinacea sp., Mutterkraut (Tanacetum
parthenium) und Knoblauch (Allium sp.).
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Die vorliegende Erfindung betrifft
ferner das Verfahren (B) wie oben definiert, bei dem der Pflanzenwachstumsregulator
mit Zytokininaktivität
natürlich
oder synthetisch sein kann und aus der Gruppe bestehend aus Thidiazuron
(TDZ, N-Phenyl-N'-(1,2,3-thidiazol-yl)harnstoff),
Benzylaminopurin (BAP), Zeatin, CPPU (N-(2-Chloro-4-pyridyl)-N-(phenylharnstoff)und2-i-P(N6-(2-Isopentenyl)adenin
oder 6-gamma, gamma-Dimethylallylaminopurin) ausgewählt ist.
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In einem Aspekt stellt die vorliegende
Erfindung ein Verfahren (C) zur Anreicherung einer in vitro angezogenen
pharmazeutisch nutzbaren Pflanze zur Verfügung, Schritte umfassend, bei
denen man:
- a) einen sterilen Sämling, ein
Explantat oder regeneriertes Gewebe kultiviert, um ein Pflänzchen zu
bilden; und
- b) das Pflänzchen
auf einem Grundmedium subkultiviert, welches mindestens einen ausgewählten Zusatzstoff
enthält
und die Aufnahme und Anreicherung des mindestens einen ausgewählten Zusatzstoffes
in einer bioverfügbaren
Form in dem Pflänzchen
ermöglicht.
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Bevorzugt wird das sterile Explantat
in Schritt (a) von Verfahren (c) auf einem Medium, das mindestens einen
Wachstumsregula tor mit Zytokininaktivität umfasst, unter Bedingungen
kultiviert, die geeignet sind, regeneriertes Gewebe zu bilden.
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In einem anderen Aspekt stellt die
vorliegende Erfindung ferner ein Verfahren (D) für die in vivo-Anreicherung
einer pharmazeutisch nutzbaren Pflanze zur Verfügung, Schritte umfassend, bei
denen man:
- a) ein Pflänzchen oder Sämling unter
Verwendung des Verfahrens (A) wie oben beschrieben unter Bedingungen
kultiviert, die für
klonale Mikrovermehrung und Wachstum des Pflänzchens oder Sämlings ausreichend
sind; und
- b) das Pflänzchen
oder den Sämling
an eine Hydrokulturumgebung mit einer Recyclinglösung anpasst, die mindestens
einen ausgewählten
Zusatzstoff enthält,
um Aufnahme und Anreicherung des mindestes einen ausgewählten Zusatzstoffes
in einer bioverfügbaren
Form innerhalb des Pflänzchens
zu ermöglichen.
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Die pharmazeutisch nutzbare Pflanze,
die in einem der Verfahren (A), (B), (C) und (D) verwendet wird, kann
ausgewählt
werden aus:
Achillea millefolium
Achyranthes bidentata
Aconium
napellus
Adonis aestivalis
Agastache mexicana
Agrimonia
eupatoria
Agathosma betulina
Allium sp
Anchusa officinalis
Anemopsis
californica
Angelica dahurica
Angelica polymorpha sinensis
(A. sinensis)
Arnica montana
Ammi visnaga
Arctostaphylos
uva-ursi
Asclepias tuberosa
Astragalus membranaceus
Astragalus
chinensis
Baphicacanthus cusia
Bixa orellana
Bupleurum
falcatum
Brugmansia (Datura) spp.
Campanula rapunculus
Carum
roxburianum
Carum copticum
Cassia tora
Chamaelirium
luteum
Chimaphila umbellata
Commiphora africana
Conium
maculatum
Crithium maritimum
Datura metel (Datura alba)
Datura
inoxia
Dracocephalum moldavica
Echinacea sp.
Eclipta
alba (E. prostrata)
Ephedra nevadensis
Eriodictyon californicum
Eucommia
ulmoides
Eupatorium perfoliatum
Filipendula vulgaris (F.
hexapetala)
Gaultheria procumbens
Geum urbanum
Houttuynia
cordata
Hydrocotyle asiatica (Centella asiatica)
Hypericum
perforatum cv. Anthos
Inula helenium
Jastropha curcas
Leptospermum
scoparium
Lespedeza capitata
Ligusticum porteri
Ligustrum
lucidum
Lithospermum officinale
Lycium barbarum
Mucuna
pruriens
Mandragora officinarum
Origanum dictamnus
Patietaria
judaica (P. officinalis)
Phyllanthus emblica
Picrasma
excelsa
Piniella ternate
Pogostemon patchouli
Polygonum
multiflorum
Porophyllum ruderale ssp. macrocephalum
Prunella
vulgaris
Pueraria lobata (P. thunbergiana)
Rauvolfia serpentina
Rivea
corymbosa
Sanguinaria canadensis
Satureja douglasii
Schizonepeta
tenuifolia
Scutellaria baicalensis
Solanum xanthocarpum
(S. surattense)
Sutherlandia frustescens
Tabebuia impetiginosa
Tanacetum
parthenium
Tribulus terrestris
Trichosanthes kirilowii
Turnera
diffusa
Voacanga africana
Withania somnifera.
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Der in Verfahren (C) oder (D) verwendete
Nährstoff
kann ausgewählt
werden aus, ist aber nicht beschränkt auf Bor, Calcium, Chlor,
Chrom, Kobalt, Kupfer, Eisen, Lithium, Iod, Magnesium, Mangan, Molybdän, Nickel,
Phosphor, Kalium, Selen, Silicium, Natrium, Schwefel, Zinn, Vanadium
und Zink.
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Die Herstellung von pharmazeutisch
nutzbaren Pflanzen in vitro hat verschiedene Vorteile:
- – Pflanzen
werden unter sterilen, standardisierten Bedingungen angezogen;
- – einzelne überlegene
Pflanzen können
identifiziert und klonal erzeugt werden;
- – Pflanzenmaterial
ist einheitlich und es kann daher eine genaue biochemische Charakterisierung
erhalten werden; und
- – letztendlich
können
Protokolle zur Verbesserung der Feldfrucht durch genetische Manipulation
entwickelt werden.
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Diese Zusammenfassung der Erfindung
beschreibt nicht notwendigerweise alle notwendigen Merkmale der
Erfindung, sondern das die Erfindung sich auch in einer Unterkombination
der beschriebenen Merkmale befinden kann.
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Diese und andere Aspekte der vorliegenden
Erfindung werden hier genauer weiter unten beschrieben.
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Kurze Beschreibung der
Zeichnungen:
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Die Merkmale der vorliegenden Erfindung
werden aus der folgenden Beschreibung besser ersichtlich, in denen
Bezug genommen wird auf die angehängten Zeichnungen, in denen:
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1 eine
Skizze eines Bioreaktorsystems darstellt, das geeignet zur Verwendung
mit den Verfahren der Erfindung ist.
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2 Johanniskraut
darstellt, das entsprechend der vorliegenden Erfindung hergestellt
wurde. 2(a) zeigt TDZ-induziertes
regeneriertes Gewebe auf der Grundlage von etiolierten Hypokotylexplantaten von
Johanniskraut mit 10 μmol × 1–1 TDZ.
An der Spitze von Johanniskrautsprossprimordien ist Pigmentierung sichtbar,
die durch die Anwesenheit der Verbindung Hyperizin verursacht wird.
(Balken = 1 mm). 2(b) zeigt die
Entwicklung von regeneriertem Gewebe auf der Grundlage von Hypokotylexplantaten
nach 9 Tagen Kultur auf TDZ-enthaltendem Induktionsmedium und 9
Tagen Subkultur auf Grundmedium. De novo-Triebe entwickelten sich
in Johanniskraut aus allen Bereichen des Explantats ohne eine intermediäre Kallusphase
(Balken = 0,75 cm).
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2(c) zeigt
steril kultivierte Pflänzchen,
die aus einem einzelnen Hypokotylanschnitt nach zwei Monaten auf
Grundmedium in einer Magenta-Box auswuchsen. (Balken = 1,2 cm).
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3 zeigt
entsprechend der vorliegenden Erfindung erzeugtes Johanniskraut. 3(a) ist eine histologische
Charakterisierung, welche de novo-Induzierung von Trieben des Johanniskrauts
und meristematische Zonen, die an der hypodermalen Region des Hypokotylexplantats
(Pfeile) gebildet wurden, nach 7 Tagen Kultur auf TDZ-enthaltendem
Induktionsmedium zeigt. (Balken = 50 μm). 3(b) ist eine histologische Charakterisierung,
welche die weitere Entwicklung des Meristems hin zu der Epidermis
in auf TDZ-enthaltendem Induktionsmedium kultiviertem Johanniskrauthypokotyl
zeigt. (Balken = 50 μm). 3(c) ist eine histologische Charakterisierung,
welche die Entwicklung von Sprossprimordien und die Entwicklung
einer Gefäßverbindung (Pfeil)
in Johanniskrauthypokotyl, welches für zwei Wochen auf TDZ-enthaltendem
Induktionsmedium kultiviert wurde, zeigt (Balken = 166 μm). 3(d) ist eine histologische
Charakterisierung, die einen gut entwickelten Spross (Balken = 166 μm) und Gefäßverbindungen
zwischen der Adventivknospe am Trieb und dem Parentalgewebe (Pfeil)
in Johanniskrauthypokotyl zeigt, welches für 18 Tage auf TDZ-enthaltendem
Induktionsmedium kultiviert wurde. (Balken = 166 μm).
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4 zeigt
verschiedene Aspekte von entsprechend der hier beschriebenen Verfahren
erzeugtem Echinacea. 4(a) stellt
Kallusbildung und Triebregeneranten dar, die an der Kallusgrenzschicht
auf Blattstielexplantaten von Echinacea purpurea erscheinen, die
auf BAP-enthaltendem Induktionsmedium kultiviert wurden. 4b stellt einzelne Triebregeneranten
mit gut definierten Blattinitialen auf Blattstielexplantaten von Echinacea
purpurea nach 33 Tagen Kultur auf BAP-enthaltendem Induktionsmedium
dar. 4c stellt einen Embryo
im späten
Keimblattstadium auf einem BAP-induzierten Blattstielexplantat von
Echinacea purpurea dar. 4(d) stellt
vollständige
Pflänzchen
dar, die aus Embryonen angezogen wurden, die aus Blattstielen von
Echinacea purpurea regeneriert wurden, die auf BAP-enthaltendem
Induk tionsmedium kultiviert und für zwei Monate auf Grundmedium
kultiviert wurden.
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5 stellt
verschiedene Aspekte von Echinacea dar, das entsprechend der Verfahren
der vorliegenden Erfindung erzeugt wurde. 5(a) stellt eine histologische Charakterisierung
dar, die perikline Zellteilung in den subepidermalen Schichten des
Blattstielexplantats von Echinacea purpurea an Tag 3 der Kultur
auf BAP-enthaltendem Kulturmedium zeigt. (Balken = 20 μm). 5(b) stellt eine histoligische
Charakterisierung dar, welche die Bildung von promeristematischen
Zentren (Pfeile) in dem Kallusgewebe von Blattstielexplantaten von
Echinacea purpurea am Tag 14 der Kultur auf BAP-enthaltendem Induktionsmedium
zeigt. (Balken = 680 μm). 5(c) stellt eine histologische
Charakterisierung dar, die promeristematische Zentren zeigt, die Zellen
haben, die kleiner sind und ein dichtes Zytoplasma und einen hervortretenden
Kern aufweisen (Pfeile), die in dem Kallusgewebe der Blattstielexplantate
von Echinacea purpurea am Tage 14 der Kultur auf BAP-enthaltendem
Induktionsmedium beobachtet wurden. (Balken = 50 μm). 5(d) stellt eine histologische
Charakterisierung dar, die zeigt, wie sich die promeristematischen
Zentren zur Bildung von kuppelförmigen
Meristemzonen weiter entwickelten, die auf den Blattstielexplantaten
von Echinacea purpurea am Tag 21 der Kultur auf BAP-enthaltendem
Induktionsmedium gut definiert waren. (Balken = 50 μm). 5(e) ist eine histologische Charakterisierung,
welche die Entwicklung eines Sprossmeristems und Blattprimordien
auf Blattstielexplantaten von Echinacea purpurea nach 21 Tagen Kultur
auf einem BAP-enthaltendem
Induktionsmedium zeigen. (Balken = 320 μm). 5(f) ist eine histologische Charakterisierung,
die eine gut entwickelte Sprossknospe umringt von Blattprimordien
nach 25 Tagen Kultur auf einem BAP-enthaltendem Induktionsmedium
zeigt, die auf Blattstielexplantaten von Echinacea purpurea gebildet
wurde. Zu erwähnen
ist, dass Trichome beobachtet wurden, die mit den Blattprimordien
verbunden sind, und dass Xylemelemente an der Basis der Sprossknospe vorhanden
sind. (Balken = 166 μm).
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6 stellt
verschiedene Aspekte von Echinacea dar, das entsprechend der vorliegenden
Erfindung erzeugt wurde. 6(a) stellt
eine histologische Charakterisierung dar, die eine Serie von antiklinen
und periklinen Teilungen am Tag 14 der Kultur auf einem BAP-enthaltendem
Induktionsmedium zeigt, die zur Bildung eines gut definierten Protoderms
führt,
das aus Blattstielexplantaten von Echinacea purporea regeneriert
wurde. (Balken = 50 μm). 6(b) ist eine histologische
Charakterisierung, die einen gut entwickelten herzförmigen somatischen
Embryo mit einem voll entwickelten Protoderm nach 20 Tagen Kultur
auf einem BAPenthaltendem Induktionsmedium zeigt, der aus Blattstielexplantaten
von Echinacea purpurea regeneriert wurde. (Balken = 320 μm).
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7 stellt
eine Balkengraphik des Einflusses der Zinkzugabe in das Kulturmedium
auf die Zinkanreicherung in Echinacea-Pflänzchen
nach 30 Tagen Kultur dar.
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8 ist
eine Balkengraphik, welche die Lithiumanreicherung in Johanniskrautpflänzchen zeigt,
die für
30 Tage auf einem Medium kultiviert wurden, dem 0–200 mg/l
Lithium zugegeben wurden.
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Detaillierte Beschreibung
der Erfindung:
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Die vorliegende Erfindung betrifft
Verfahren zur Mikrovermehrung von pharmazeutisch nutzbaren Pflanzen
und Pflanzen, die durch Verwendung dieses Verfahrens erhalten werden.
Ferner betrifft die vorliegende Erfindung Verfahren zur Anreicherung
von pharmazeutisch nutzbaren Pflanzen mit Nährstoffen, Mineralien oder
anderen Verbindungen und Pflanzen, die durch Verwendung dieser Verfahren
erhalten werden.
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Im folgenden wird eine bevorzugte
Ausführungsform
als Beispiel beschrieben und ohne Beschränkung auf die zur Verwirklichung
der Erfindung notwendige Merkmalskombination.
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Der Begriff pharmazeutisch nutzbare
Pflanze, wie er hier benutzt wird, meint jede Pflanze, die eine heilsame
der medizinische Wirkung aufweist, wenn sie über einen beliebigen weg einem
Menschen oder einem Tier verabreicht wird. Die heilsame oder medizinische
Wirkung der pharmazeutisch nutzbaren Pflanze kann durch Labor- oder
klinische Studien verifiziert werden. Eine pharmazeutisch nutzbare
Pflanze kann ferner einen oder mehrere aktive Wirkstoffe, deren
Identität
identifiziert wurde, umfassen. Bevorzugt ist die pharmazeutisch
nutzbare Pflanze eine medizinische Pflanze, zum Beispiel, aber nicht
beschränkt
auf:
Achillea millefolium
Achyranthes bidentata
Aconitum
napellus
Adonis aestivalis
Agastache mexicana
Agrimonia
eupatoria
Agathosma betulina
Allium sp
Anchusa officinalis
Anemopsis
californica
Angelica dahurica
Angelica polymorpha sinensis
(A. sinensis)
Arnica montana
Ammi visnaga
Arctostaphylos
uva-ursi
Asclepias tuberosa
Astragalus membranaceus
Astragalus
chinensis
Baphicacanthus cusia
Bixa orellana
Bupleurum
falcatum
Brugmansia (Datura) spp.
Campanula rapunculus
Carum
roxburgianum
Carum copticum
Cassia tora
Chamaelirium
luteum
Chimaphila umbellata
Commiphora africana
Conium
maculatum
Crithium maritimum
Datura metel (Datura alba)
Datura
inoxia
Dracocephalum moldavica
Echinacea sp.
Eclipta
alba (E. prostrata)
Ephedra nevadensis
Eriodictyon californicum
Eucommia
ulmoides
Eupatorium perfoliatum
Filipendula vulgaris (F.
hexapetala)
Gaultheria procumbens
Geum urbanum
Houttuynia
cordata
Hydrocotyle asiatica (Centella asiatica)
Hypericum
perforatum cv. Anthos
Inula helenium
Jatropha curcas
Leptrospermum
scoparium
Lespedeza capitata
Ligusticum porteri
Ligustrum
lucidum
Lithospermum officinale
Lycium barbarum
Mucuna
pruriens
Mandragora officinarum
Origanum dictamnus
Parietaria
judaica (P. officinalis)
Phyllanthus emblica
Picrasma
excelsa
Piniella ternate
Pogostemon patchouli
Polygonum
multiflorum
Porophyllum ruderale ssp. macrocephalum
Prunella
vulgaris
Pueraria lobata (P. thunbergiana)
Rauvolfia serpentina
Rivea
corymbosa
Sanguinaria canadensis
Satureja douglasii
Schizonepeta
tenuifolia
Scutellarias baicalensis
Solanum xanthocarpum
(S. surattense)
Sutherlandia frustescens
Tabebuia impetiginosa
Tanacetum
parthenium
Tribulus terrestris
Trichosanthes kirilowii
Turnera
diffusa
Voacanga africana
Withania somnifera.
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Besonders bevorzugt ist die Pflanze
ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Johanniskraut (Hypericum perforatum
cv. Anthos), Huang-qin (Scutellaria baicalensis), Echinacea sp.,
Mutterkraut (Tanacetum parthenium), Knoblauch (Allium sp.).
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Die vorliegende Erfindung betrifft
ferner das Verfahren der pflanzlichen Anreicherung. Pflanzliche
Anreicherung bezieht sich auf die Aufnahme eines oder mehrerer ausgewählter Zusatzstoffe
in die Pflanze, z. B. einer der oben genannten Pflanze, wobei der
eine oder die mehreren Zusatzstoff (e) in einer bioverfügbaren Form
geeignet zum menschlichen oder tierischen Konsum bereitgestellt
werden. Bevorzugt ist der eine oder sind die mehreren ausgewählten Zusatzstoff
(e) ausgewählt
aus, aber nicht beschränkt
auf, einen essentiellen Nährstoff,
Vitamin, Metabolit oder Kombinationen daraus. Pflanzliche Anreicherung
nutzt die inhärente
Fähigkeit
einer Pflanze oder eines Pflänzchens
zur Aufnahme eines oder mehrerer Zusatzstoffe aus einem Wachstumsmedium.
Pflänzchen
werden in einer kontrollierten Umgebung angezogen und reichern die
Nährstoffe
in der konsumierbaren Biomasse an. Das Verfahren der pflanzlichen
Anreicherung nutzt die natürlichen
biologischen Prozesse aus, die anorganische Nährstoffe und andere Zusatzstoffe
in komplexe organische Moleküle in
den Pflanzengeweben umwandeln. Dieses Verfahren macht Nährstoffe
und Zusatzstoffe einer effizienten Assimilation zugänglich und
erhöhte
die Effizienz einer Absorption durch den Verdauungstrakt von Menschen oder
Vieh durch Verdauung von aus Pflanzen bezogenen Makromolekülen. Die
Bioverfügbarkeit
der pflanzenangereicherten Zusatzstoffe und Ergänzungsstoffe in den Pflanzenprodukten
erleichtert die Nutzung der Nährstoffe
für Ernährungs-
und medizinische Prozesse.
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Die vorliegende Erfindung stellt
daher ein Verfahren für
die pflanzliche Anreicherung von in vitro oder in vivo angezogenen
pharmazeutisch nutzbaren Pflanzen zur Verfügung.
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Der Begriff "Zusatzstoff" schliesst Mineralelemente, Vitamine,
Metaboliten und andere Nährstoffe,
wie sie im Fachgebiet bekannt sind, ein. Beispiele für einen
Zusatzstoff, die nicht als in irgendeiner Weise beschränkend angesehen
werden, beinhalten die Mineralelemente, Bor, Calcium, Chlor, Chrom,
Kobalt, Kupfer, Eisen, Lithium, Iod, Magnesium, Mangan, Molybdän, Nickel,
Phosphor, Kalium, Selen, Silicium, Natrium, Schwefel, Zinn, Vanadium
und Zink.
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In vitro-Mikrovermehrung
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Allgemein ausgedrückt umfasst eines der Verfahren
dieser Erfindung das Erhalten eines sterilen Explantats einer pharmazeutisch
nutzbaren Pflanze und sein Kultivieren auf einem Induktionsmedium,
das eine geeignete Konzentration mindestens eines Pflanzenwachstumsregulators
mit Zytokininaktivität
umfasst, für eine
geeignete Zeitspanne, um regeneriertes Gewebe zu bilden. Das Explantat
kann von jedem Teil der Pflanze gewählt werden, einschließlich Samen,
Blattstiel, Hypokotyl, Keimblatt, Stamm und Blätter. Wenn das Gewebe Hypokotyl
ist, ist es bevorzugt etioliertes Hypokotyl.
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Der Pflanzenwachstumsregulator mit
Zytokininaktivität
kann ein bliebiger derartiger synthetischer oder natürlicher
Pflanzenwachstumsregulator sein, einschließlich zum Beispiel, aber nicht
limitiert auf, Tidiazuron (TDZ, N-phenyl-N'-(1,2,3-thidiazolyl)- harnstoff), Benzylaminopurin (BAP),
Zeatin, CPPU (N-(2-chloro-4-pyridyl)-N-(phenylharnstoff)
und 2-i-P(N6-(2-isopentenyl)adenin oder 6-gamma, gamma-Dimethylallylaminopurin). Bevorzugt
wird der Pflanzenwachstumsregulator mit Zytokininaktivität aus Tidiazuron
(TDZ) und Benzylaminopurin (BAP) ausgewählt.
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Die Konzentration des/der Pflanzenwachstumsregulator(en)
mit Zytokininaktivität
und die Dauer dessen/deren Einwirkung auf das sterile Explantat
kann abhängig
von der Art der Pflanze variieren. Der Fachmann kann die Konzentration
des Wachstumsregulator und die Dauer der Einwirkung durch Kultivieren
eines Explantats der pharmazeutisch nutzbaren Pflanze bei verschiedenen
Konzentrationen des/der Pflanzenwachstumsregulators(en) und für verschiedene
Einwirkzeiten ermitteln und die optimalen Bedingungen für die Erzeugung der
gewünschten
Menge regenerierten Gewebes bestimmen. Das regenerierte Gewebe kann
in Form von Trieben, Kalli oder somatischen Embryonen vorliegen.
Am häufigsten
liegt das regenerierte Gewebe in Form von Trieben vor. Es ist erwünscht, eine
Konzentration und Einwirkzeit des/der Pflanzenwachstumsregulators(en)
mit Zytokininaktivität
zu verwenden, die Störeffekte
einschließlich
einer Abnahme der Anzahl der regenerierten Gewebe, Vitrifizierung
der Triebe und schlechte Bewurzelung der regenerierten Gewebe vermeiden.
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Nach Kultur des Explantats der pharmazeutisch
nutzbaren Pflanze auf dem mindestens einen Pflanzenwachstumsregulator
mit Zytokininaktivität
enthaltenden Medium kann das Explantat mit regeneriertem Gewebe
auf Grundmedium überführt und
unter Standardbedingungen, wie sie dem Fachmann bekannt sind, kultiviert
werden, um Pflänzchen
zu bilden. Alternativ kann das Explantat mit regenerierten Geweben
auf Grundmedium überführt und
für eine
weitere Zeitspanne subkultiviert werden, um die gewünschte Menge
gebildetes, regeneriertes Gewebes zu erhalten. Nach dieser Subkultivierung
kann das regenerierte Gewebe auf entweder festes oder flüssiges Grundmedium überführt und
unter Standardbedingungen kultiviert werden, um Pflänzchen zu
bilden.
-
Beispiele für Medien, die für dieses
Verfahren verwendet werden können
und als nicht beschränkend betrachtet
werden, sind in Tabelle 1 dargestellt:
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Sterile Explantate von pharmazeutisch
nutzbaren Pflanzen können
durch Verwendung von Standardverfahren erhalten werden, zum Beispiel,
aber nicht beschränkt
auf, von aus sterilen Samen auf Wasser-Agar in Dunkelheit in einer
Wachstumskammer bei einer geeigneten Temperatur, z. B. im Bereich
von ungefähr
22 bis ungefähr
28°C, bevorzugt
bei ungefähr
24°C, für eine geeignete
Zeitspanne, z. B. ungefähr
10 bis ungefähr 60
Tage, angezogenen Sämlingen.
Samen können
durch Eintauchen in Alkohol, z. B. ungefähr 70 bis ungefähr 95 Ethanol,
für eine
kurze Zeitspanne, z. B. 5 Sekunden bis ungefähr 5 Minuten, gefolgt von Tränkung in
einer Lösung,
die ungefähr
1 bis ungefähr
3%, bevorzugt 1,5% (v/v) Natriumhypochlorid (Javex) oder andere
geeignete Bleichmittel enthält,
für eine
Zeitspanne, z. B., aber nicht beschränkt auf, ungefähr 15 bis
ungefähr
25 min, bevorzugt ungefähr
17 bis ungefähr
22 min sterilisiert werden. Die Bleichmittellösung enthält bevorzugt außerdem ungefähr 1 bis
ungefähr
10 Tropfen Tween-20 pro 100 ml der Lösung. Nach dieser Sterilisierungsprozedur
werden die Samen sorgfältig
mit sterilem deionisiertem oder destilliertem Wasser gespült.
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Einige Samen von pharmazeutisch nutzbaren
Pflanzen sind wegen einer großen
Menge pilzlicher Kontaminierungen besonders schwer zu sterilisieren.
In diesen Fällen
kann ein biostatischer Wirkstoff wie "Plant Preservative Mixture" (PPM) dem Wasser-Agar
während
der Kultur zugegeben werden. Die Menge des zu verwendenden biostatischen
Wirkstoffs kann durch Kultivieren des Samens oder Explantats auf
Wasser-Agar mit verschiedenen Mengen des biostatischen Wirkstoffs
und Bestimmung der niedrigsten Konzentration, die biostatisch für das Pilzwachstum
wäre und
dennoch Samenkeimung oder Explantatregeneration erlaubt, bestimmt
werden.
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Ein altenatives Verfahren für die Sterilisierung
von Explantaten kann Oberflächensterilisierung
von auf dem Feld oder im Gewächshaus
angezogenem Pflanzenmaterial beinhalten. Bei diesem Verfahren wird
Gewebe von der intakten Pflanze abgeschnitten und sofort in sterilem
Wasser untergetaucht. Ein ähnliches
Sterilisierungsprotokoll wird dann durchgeführt, bei dem das Gewebe mit
einem Alkohol, von ungefähr
70 bis ungefähr
90, für
30 Sekunden bis 5 Minuten gespült
wird, gefolgt von Untertauchen in einer Bleichmittellösung für 15–40 Minuten,
die ungefähr
1 bis ungefähr
10 Tropfen Tween-20 pro 100 ml enthält. Der Alkohol ist bevorzugt
Ethanol. Auf dieses Sterilisierungsprotokoll folgend sollte das
Gewebe sorgfältig
in sterilem deionisierten oder destilliertem Wasser gespült und auf
Induktionsmedium kultiviert werden.
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In einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung wird ein Verfahren zur in vitro-Mikrovermehrung von Johanniskraut
zur Verfügung
gestellt. De novo-Triebregenerierung kann im wirksamer Weise durch
Kultur steriler Explantate von Johanniskraut auf einem Medium induziert
werden, das mindestens einen Pflanzenwachstumsregulator mit Zytokininaktivität wie oben
definiert enthält.
Bevorzugt ist TDZ der Pflanzenwachstumsregulator mit Zytokininaktivität. Die Gewebequelle
für dieses
verfahren kann jedes geeignete sterile Gewebe von Johanniskraut
sein, zum Beispiel, aber nicht beschränkt auf Samen, Stiele, Blattstiele,
Hypokotyl, Keimblatt und Blätter.
Bevorzugt ist das Gewebe etio- 1iertes
Hypokotyl. Die Konzentration des Pflanzenwachstumsregulators mit
Zytokininaktivität
kann im Bereich von ungefähr
0,001 bis 25 μmol × l–1,
bevorzugt von ungefähr
1,5 bis ungefähr μmol × l–1,
besonders bevorzugt ungefähr
3 bis ungefähr
15 μmol × l–1 und
am bevorzugtesten ungefähr
4 bis ungefähr
10 μmol × l–1 sein.
Das Explantat ist dem den Pflanzenwachstumsregulator mit Zytokininaktivität umfassenden
Induktionsmedium ungefähr
1 bis ungefähr
15 Tage, bevorzugt ungefähr
6 bis ungefähr
12 Tage, besonders bevorzugt ungefähr 8 bis ungefähr 10 Tage
ausgesetzt.
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Nach anfänglicher Kultur auf dem Induktionsmedium
können
die Explantate des Johanniskrauts gegebenenfalls auf ein festes
Grundmedium überführt und
für eine
weitere Zeitspanne subkultiviert werden, um die maximale Menge regenerierte
Triebe/Explantate zu erhalten. Die Zeitspanne für die Subkultur wird von der
Anzahl der gewünschten
Triebe/Explantate und den Größenbeschränkungen
des Kulturgefäßes abhängen. Die Explantate
des Johanniskrautes können
optimal für
ungefähr
1 bis ungefähr
15 Tage, bevorzugt für
ungefähr 5
bis ungefähr
12 Tage, und geeigneter für
ungefähr
8 bis ungefähr
10 Tagen subkultiviert werden. Die regenerierten Triebe können dann
auf geeignetes Kulturmedium überführt werden,
um Wachstum der Wurzeln und Pflänzchen
zu ermöglichen.
Zum Beispiel können
die Wurzeln in festes Grundmedium enthaltende Kulturboxen, oder
in flüssiges
Grundmedium enthaltende Kolben überführt werden.
Mindestens 90% der regenerierten Gewebe entwickeln sich in vollentwickelte
Pflänzchen,
die morphologisch gleich mit aus Samen angezogenen Pflanzen sind,
die in einem Gewächshaus
angezogen wurden. Alternativ können
die Explantate und/oder regenerierten Triebe direkt vom Induktionsmedium
auf festes oder Grundmedium überführt und
unter zur Bildung von Pflänzchen
geeigneten Konditionen kultiviert werden.
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Das Kultivieren von Johanniskrauthypokotylsegmenten
auf Medium in Abwesenheit von exogenen Wachstumsregulatoren erzeugt
eine große
Anzahl von Explantaten, die eine oder zwei Adventivwurzeln bilden.
Diese spontane Wurzelbildung ist wahrscheinlich bezeichnend für einen
hohen Gehalt an endogenem Auxin in den etiolier ten Hypokotylen.
Ergänzung
des optimierten Kulturmediums mit einem Pflanzenwachstumsregulator
mit Zytokininaktivität
unterdrückt
diese Reaktion. Ohne den Willen, an diese Theorie gebunden zu sein,
kann diese Wirkung das Ergebnis einer Veränderung in dem Auxin/Zytokinin-Verhältnis in
den Geweben sein.
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Ferner wird hier ein Verfahren für die in
vitro-Mikrovermehrung von Echinacea sp., besonders von Echinacea
purpurea, beschrieben. Sterile Explantate von Echinacea können auf
einem Induktionsmedium in Anwesenheit von mindestens einem Pflanzenwachstumsregulator
mit Zytokininaktivität
wie oben definiert kultiviert werden. Der Pflanzenwachstumsregulator
mit Zytokininaktivität
wird bevorzugt aus TDZ und BAP ausgewählt. Die Konzentration des
Pflanzenwachstumsregulators mit Zytokininaktivität kann im Bereich von ungefähr 0,001
bis ungefähr
25 μmol × l–1,
bevorzugt von ungefähr
0,5 bis ungefähr
20 μmol × l–1,
besonders bevorzugt ungefähr
1 bis ungefähr
15 μmol × l–1 liegen.
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Die Gewebequelle für dieses
Verfahren kann jedes geeignete sterile Gewebe von Echinacea sein, zum
Beispiel, aber nicht beschränkt
auf, Samen, Stiele, Blattstiele, Hypokotyl, Keimblatt und Blätter. Besonders
bevorzugt ist das Gewebe Blattstiel.
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Das Explantat wird dem den Pflanzenwachstumsregulator
mit Zytokininaktivität
enthaltendem Induktionsmedium für
ungefähr
1 bis ungefähr
50 Tage, bevorzugt für
ungefähr
1 bis ungefähr
40 Tage, besonders bevorzugt für
ungefähr
10 bis ungefähr
35 Tage ausgesetzt. Wenn das Induktionsmedium ferner ein Auxin enthält, könnte eine
Dauer der Exponierung gegenüber
dem Wachstumsregulator am oberen Ende dieses Bereiches benötigt werden,
z. B. für
bis zu ungefähr
25 bis ungefähr
40 Tage.
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Histologische Beobachtungen deuteten
an, das Regenerierung in Blattstielkulturen von Echinacea unter
den hier verwendeten Bedingungen vor allem als ein Ergebnis von
de novo-Sprossbildung aus wucherndem ("callusing") Gewebe eintrat. Andere Kulturbedingungen
können
regenerierte Triebe direkt hervorbringen. Histologische Befunde
deuten an, dass ebenfalls einige somatische Em bryonen während der
Kultur von Echinacea-Blattstielexplantaten auf BAP-enthaltendem
Induktionsmedium gebildet werden. Diese somatischen Embryonen können auf
Grundmedium überführt und
unter geeigneten Bedingungen zur Bildung von Pflänzchen kultiviert werden.
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Nach der anfänglicher Kultur auf dem Induktionsmedium
können
die Explantate von Echinacea gegebenenfalls auf festes Grundmedium überführt und
für eine
weitere Zeitspanne subkultiviert werden, um die maximale Menge regenerierter
Triebe/Explantate zu erhalten. Die Zeitspanne der Subkultur wird
von der gewünschten
Menge regenerierter Triebe/Explantate und den Größenbeschränkungen des Kulturgefäßes abhängen. Optimal
können
die Explantate von Echinacea für
ungefähr
1 bis ungefähr
15 Tage, bevorzugt für
ungefähr
5 bis ungefähr
12 Tage, besonders bevorzugt für
ungefähr
8 bis ungefähr
10 Tage subkultiviert werden. Das regenerierte Gewebe kann dann
auf geeignetes Kulturmedium überführt werden,
um Wachstum von Wurzeln und Pflänzchen
zu ermöglichen.
Zum Beispiel können
die Triebe oder somatischen Embryonen in festes Basalmedium enthaltende
Kulturboxen oder in flüssiges
Basalmedium enthaltende Kolben überführt werden. Unter
den oben definierten Bedingungen entwickeln sich ungefähr 70% der
regenerierten Gewebe in vollentwickelte Pflänzchen. Diese Pflänzchen sind
morphologisch gleich mit aus Samen angezogenen Pflänzchen, die
im Gewächshaus
angezogen wurden. Alternativ können
die Explantate oder das regenerierte Gewebe direkt vom Induktionsmedium
auf festes oder Grundmedium überführt und
unter zur Bildung von Pflänzchen
geeigneten Konditionen kultiviert werden.
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Indirekte Morphogenese ist die Bildung
von Kallus aus Explantaten, die anschließend zu Trieben oder somatischer
Embryogenese führt
(Sharp 1980). Kallusbildung und Zellvergrößerung in Geweben kann auf hohe
endogene Auxine hinweisen (Skoog & Miller,
1957). Ohne den Willen, durch eine Theorie eingeschränkt zu sein,
scheint die Bildung von Kallus an den Schnittenden der Blattstiele
auf den Kontrollplatten ebenso wie die Verlängerung der Explantate auf
hohe Gehalte endogener Auxine in den Blattstielen von Echinacea
purpurea hinzuweisen. In Echinacea-Blatt stielkulturen werden benachbarte
Zellen angeregt, in Anwesenheit des gleichen Zytokinins verschiedenen
regenerativen Richtungen zu folgen. Ohne den Willen, durch eine
Theorie gebunden zu sein, können
diese Daten darauf hinweisen, dass die endogenen Metabolite und
Wachstumsregulatoren in einzelnen Zellen unterschiedlich sein können, und
dadurch entweder das Schicksal der Zellen während der Regenerierung vorherbestimmen
oder auslösen.
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Die vorliegende Erfindung stellt
ferner ein Verfahren für
die in vitro-Mikrovermehrung von Huang-qin (Scutellaria baicalensis)
zur Verfügung.
Sterile Explantate von Huang-qin können auf Induktionsmedium in
Anwesenheit von mindestens einem Pflanzenwachstumsregulator mit
Zytokininaktivität
kultiviert werden. Der Pflanzenwachstumsregulator mit Zytokininaktivität wird bevorzugt
aus TDZ und BAP ausgewählt.
Besonders bevorzugt ist TDZ der Pflanzenwachstumsregulator mit Zytokininaktivität. Die Konzentration
des Pflanzenwachstumsregulators mit Zytokininaktivität kann im
Bereich von ungefähr
0,001 bis ungefähr
25 μmol × l–1,
bevorzugt von ungefähr
0, 05 bis ungefähr
20 μmol × l–1,
besonders bevorzugt von ungefähr
1,5 bis ungefähr
20 μmol × l–1 und
am bevorzugtesten ungefähr
2,0 bis ungefähr
20 μmol × l–1 liegen.
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Die Gewebequelle für dieses
Verfahren kann jedes geeignete sterile Gewebe von Huang-qin sein,
z. B. Samen, Stiele, Blattstiele, Hypokotyl, Keimblatt und Blätter, bevorzugt
ist das Gewebe Samen, Hypokotyl oder Stiel. Besonders bevorzugt
ist das Gewebe Samen.
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Das Explantat ist dem Induktionsmedium,
das den Pflanzenwachstumsregulator mit Zytokininaktivität umfasst,
für ungefähr 1 bis
ungefähr
30 Tage, bevorzugt für
ungefähr
10 bis ungefähr
25 Tage, besonders bevorzugt für
ungefähr
14 bis ungefähr
20 Tage ausgesetzt.
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Nach der anfänglicher Kultur auf Induktionsmedium
können
die Explantate von Huang-qin gegebenenfalls auf festes Grundmedium überführt und
für eine
weitere Zeitspanne zur Erlangung der maximalen Anzahl Triebe/Explantate
subkultiviert werden. Die Zeitspanne für die Subkultur wird von der
gewünschten
Anzahl Triebe/Explantate und den Größenbeschränkungen des Kulturgefäßes abhängen. Optimal
können
die Explantate von Huang-qin für
ungefähr
1 bis ungefähr
15 Tage, bevorzugt für
ungefähr
5 bis ungefähr
12 Tage, besonders bevorzugt für
ungefähr
8 bis ungefähr
10 Tagen subkultiviert werden. Die regenerierten Triebe können dann
auf geeignetes Kulturmedium überführt werden,
um Wachstum von Wurzeln und Pflänzchen
zu ermöglichen.
Zum Beispiel können
die Triebe in festes Grundmedium enthaltende Kulturboxen oder flüssiges Grundmedium
enthaltende Kolben überführt werden.
Unter den hier beschriebenen Bedingungen entwickeln sich ungefähr 90 der
regenerierten Gewebe in vollentwickelte Pflänzchen, die morphologisch gleich
mit aus Samen angezogenen Pflänzchen
sind, die in dem Gewächshaus
angezogen wurden. Alternativ können
die Explantate und/oder regenerierten Triebe direkt vom Induktionsmedium
auf festes oder Grundmedium überführt und
unter zur Bildung von Pflänzchen
geeigneten Konditionen kultiviert werden.
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Die Bereitstellung eines Verfahrens
für die
in vitro-Mikrovermehrung von Mutterkraut (Tanacetum parthenium)
ist eine andere Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Sterile Explantate des Mutterkrauts können auf
Induktionsmedium in Anwesenheit von mindestens einem Pflanzenwachstumsregulator
mit Zytokininaktivität
kultiviert werden. Bevorzugt ist TDZ der Pflanzenwachstumsregulator
mit Zytokininaktivität.
Die Konzentration des Pflanzenwachstumsregulators mit Zytokininaktivität kann im
Bereich von ungefähr
0,001 bis ungefähr
25 μmol × l–1,
bevorzugt von 0,5 bis ungefähr
20 μmol × l–1,
besonders bevorzugt von ungefähr
1,5 bis ungefähr
15 μmol × l–1,
und am bevorzugtesten von ungefähr
2, 0 bis ungefähr
8 μmol × l–1 sein.
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Die Gewebequelle für dieses
Verfahren kann jedes geeignete sterile Gewebe des Mutterkrauts sein, z.
B. Samen, Stiele, Blattstiele, Hypokotyl, Keimblatt und Blätter. Die
Verwendung von Blatt, Stiel, Blattstiel und Hypokotyl wird bevorzugt.
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Das Explantat wird dem Induktionsmedium,
das den Pflanzenwachstumsregulator mit Zytokininaktivität umfasst,
für ungefähr 1 bis ungefähr 50 Tage,
bevorzugt für
ungefähr
10 bis ungefähr
40 Tage, besonders bevorzugt für
ungefähr
20 bis ungefähr
35 Tage ausgesetzt.
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Nach anfänglicher Kultur auf dem Induktionsmedium
können
die Explantate des Mutterkraut gegebenenfalls auf festes Grundmedium überführt und
für eine
weitere Zeitspanne subkultiviert werden, um die maximale Anzahl
von Triebe/Explantaten zu erhalten. Die Zeitspanne der Subkultur
wird von der gewünschten Anzahl
Triebe/Explantate und den Größenbeschränkungen
des Kulturgefäßes abhängen. Optimal
können
die Explantate des Mutterkrauts für ungefähr 1 bis ungefähr 15 Tage,
bevorzugt für
ungefähr
5 bis ungefähr
12 Tage, besonders bevorzugt für
ungefähr
8 bis ungefähr
10 Tage subkultiviert werden. Die regenerierten Triebe können dann
auf geeignetes Kulturmedium überführt werden,
um Wachstum von Wurzeln und Pflänzchen
zu ermöglichen.
Zum Beispiel können
die Triebe in festes Grundmedium enthaltende Kulturboxen oder in
flüssiges
Grundmedium enthaltende Gefäße überführt werden.
Unter diesen Bedingungen entwickeln sich ungefähr 90% der regenerierten Gewebe
in vollentwickelte Pflänzchen,
die morphologisch gleich mit aus Samen angezogenen Pflanzen sind,
die in dem Gewächshaus
angezogen wurden. Alternativ können
die Explantate und/oder regenerierten Triebe direkt vom Induktionsmedium
auf festes oder Grundmedium überführt und
unter zur Bildung von Pflänzchen
geeigneten Konditionen kultiviert werden.
-
Die hier entwickelten Verfahren für die in
vitro-Mikrovermehrung von pharmazeutisch nutzbaren Pflanzen sind
ideal für
eine Anpassung zur Benutzung in einem Bioreaktor-System, wie dem
in 1 gezeigtem. Der
Bioreaktor ist ein steriles Gefäß im Großmaßstab zur
Anzucht von Pflanzenzellen und intakten Pflanzen in Kulturmedium
in einer kontrollierten Umgebung. Üblicherweise wird das Wachstumsmedium
durch das Kulturgefäß mittels
einer Serie von peristaltischen Pumpen zirkuliert und das Medium
wird belüftet,
um rasches und proliferatives Wachstum des kultivierten Gewebes
sicherzustellen. Auf diese Weise kann das Wachstum der Pflanzen
oder Zellkulturen innerhalb des geschlossenen Systems auf Dauer
erhalten werden. Das Bioreaktor-System kann optimiert werden, um
intakte Pflänzchen
für Gesamtpflanzenpräparationen
zu erzeugen oder die Medienbestandteile können für eine effiziente Erzeugung
von verschiedenen sekundären
Metaboliten verändert
werden, die als aktive Bestandteile in den pharmazeutisch nutzbaren
Pflanzen dienen. Die Verwendung des Bioreaktor-Systems wird Pflanzenpharmazeutikaherstellern
mit einem ganzjährigen
Angebot an hochqualitativem, einheitlichem Pflanzenmaterial versorgen.
-
Herstellung
von angereicherten pharmazeutisch nutzbaren Pflanzen
-
In allgemeinen Worten beinhaltet
das Verfahren zur Herstellung von angereicherten pharmazeutisch nutzbaren
Pflanzen das Erhalten eines sterilen, schnellwachsenden Pflänzchens,
Sämlings
oder Explantats einer pharmazeutisch nutzbaren Pflanze und sein
Subkultivieren auf einem mit einem Nährstoffmineralelement ergänztem Medium.
Wenn ein Explantat verwendet wird, kann es von jedem regenerierendem
Explantat oder Pflanzenteil einschließlich Samen, Blattstiele, Hypokotyl,
Keimblatt, Stiel, Wurzeln und Blättern
ausgewählt werden.
Bevorzugt wird das sterile Explantat auf einem Medium, dass mindestens
einen Wachstumsregulator mit Zytokininaktivität enthält, unter Bedingungen kultiviert,
die geeignet sind, regeneriertes Gewebe wie oben definiert zu bilden.
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Die Konzentration und Dauer des Aussetzens
des/der sterilen Pflänzchens
oder Kultur dem/den Mineralien) oder Nährstoffelementen(en) wird von
der Pflanzenart abhängend
variieren. Durch Aussetzen einer schnell wachsenden Kultur der pharmazeutisch
nutzbaren Pflanze verschiedenen Konzentrationen der/des Mineralelement(e)s
oder Nährstofelement(e)s
gegenüber
und für
verschiedene Expositionszeiten kann der Fachmann diese Werte bestimmen
und so die optimalen Bedingungen für die Erzeugung der maximalen
Menge von angereicherten Gewebe bestimmen.
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Beispiele für die Medien, die für das Verfahren
verwendet werden können,
die aber als nicht beschränkend
betrachtet werden, sind in Tabelle 1 (siehe oben) angegeben.
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Sterile Pflänzchen von pharmzeutisch nutzbaren
Pflanzen können
wie oben beschrieben erhalten werden. Dennoch schließt die vorliegende
Erfindung ferner ein alternatives Verfahren für die Anreicherung von pharmazeutisch
nutzbaren Pflanzen ein, das die Subkultur von Pflänzchen oder
von im Gewächshaus
angezogenem Pflanzenmaterial in einem Nährstoffrecyclingsystem mit
kontrollierter Umgebung umfasst. Mit diesem Verfahren würden die
Pflänzchen
in auf einer standardisierten, mit dem Nährstoff/oder Mineralelement
ergänzten
Lösung
wachsen.
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Das Verfahren, wie es hier beschrieben
ist, kann für
die pflanzliche Anreicherung von Pflanzenarten mit jedem ausgewählten Zusatzstoff
verwendet werden, zum Beispiel, aber nicht beschränkt auf
Zink. Zinkmangel ist einer der Hauptgründe von eingeschränkter Wachstumsrate,
Appetitverlust, Hautschäden,
verzögerter
Wundheilung, Hypogonadismus, verzögerter sexueller Reife und
beeinträchtigten
Immunantworten in Säugetieren
(Whittaker, 1998). Die Herstellung eines pflanzlich angereicherten
Produktes, das bioverfügbares Zink
enthält,
stellt eine neue Klasse von Nährstoffergänzungen
zum Ausbalancieren und Erhalten optimaler Ernährungszustände für Anwendungen sowohl beim Menschen
als auch beim Vieh zur Verfügung.
Es ist selbstverständlich,
dass jede pharmazeutisch nutzbare Pflanze durch Gebrauch des Verfahrens
der vorliegenden Erfindung pflanzlich angereichert werden kann.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
kann das hier beschriebene Pflanzenanreicherungsverfahren verwendet
werden, um in einer gewünschten
pharmazeutisch nutzbaren Pflanze, zum Beispiel, aber nicht beschränkt auf
Echinacea während
des Wachstumsprozesses Zink zu ergänzen. Das Zink kann entweder
im Wachstumsmedium von in vitro-angezogenen Echinacea-Sämlingen
oder Echinacea-Pflanzen, die in Gewächshaushydrokultursystemen
angezogen wurden, zugeführt
werden. Die Aufrechterhaltung eines optimierten Zinkgehaltes und
eine Minimierung der Phytinsäure
der Pflanzen gewährleisten
die hohe Bioverfügbarkeit des
mit Zink ergänzten
Echinacea-Produktes.
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Das unten beschriebene Beispiel 5
fasst die pflanzliche Anreicherung von Echinacea mit Zink zusammen.
Das Verfahren beinhaltet die Vorbereitung von Echinacea-Blattstielexplantaten,
die von einen Monat alten sterilen Sämlingen geerntet wurden, auf
einem Medium, dem wie oben beschrieben ein Zytokinin zugegeben wurde.
Bei Verwendung von Flüssigkulturen
werden Echinacea-Wurzeln mit einer Größe, die für kommerzielle Verwendung geeignet
ist, in ungefähr
vier Monaten erhalten, verglichen mit geschätzten drei Jahren Wachstum
unter Feldbedingungen in Kanada. Zugabe von Zink in das flüssige Kulturmedium
führt zur
Anreicherung des Nährstoffs
in Echinacea-Geweben über
einen Zeitraum von 3 bis 4 Wochen.
-
Pflanzliche Anreicherung von Pflanzenarten
mit Lithium wird hier ebenfalls beschrieben. In einer bevorzugten
Ausführungsform
kann das Verfahren verwendet werden, um Johanniskraut mit Lithium
anzureichern, jedoch können
auch andere pharmazeutisch nutzbare Pflanzen wie hier beschrieben
mit Lithium angereichert werden.
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Die Kombination von Lithium mit Johanniskraut,
einem Mediator des Säugetierserotoninmetabolismus,
bietet einen neuen pharmazeutischen Ansatz für die Behandlung von Depression.
Die Lithiumkonzentration in dem Produkt kann auf dem Pflanzenniveau
sorgfältig
kontrolliert werden. Durch Bereitstellung von Lithium in einer bioverfügbaren Form
kann die Toxizität,
die aus der Anreicherung und gestörten Exkretion von Lithiumsalzen
herrührt,
wenn diese allein verabreicht werden, verringert oder beseitigt
werden.
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Ein Protokoll für die Induzierung von Sprossorganogenese
auf Johanniskrautexplantaten führt
zur klonalen Produktion von mehr als 40 de novo-Trieben auf einem
1 cm-Gewebeabschnitt. Massen von genetisch einheitlichem, sterilem
Pflanzenmaterial wurde in einer kontrollierten Umgebung für zwei Monate
angezogen. Zugabe von Lithium in das Kulturmedium führt, wie
in Beispiel 6 beschrieben, zu einer signifikanten Anreicherung des
Minerals innerhalb von 3–4
Wochen.
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Die obige Beschreibung soll nicht
der Einschränkung
der beanspruchten Erfindung in irgendeiner Weise dienen, ferner
könnte
die diskutierte Kombination von Merkmalen nicht absolut notwendig
für die
erfinderische Lösung
sein.
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Die vorliegende Erfindung wird ferner
in den folgenden Beispielen dargestellt. Dennoch ist es selbstverständlich,
dass diese Beispiele nur für
veranschaulichende Zwecke dienen, und nicht in irgendeiner Weise zur
Beschränkung
des Umfangs der vorliegenden Erfindung verwendet werden sollen.
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Beispiele:
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Allgemeine Verfahren:
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Statistische Analysen:
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Die Anordnung aller Experimente bestand
aus einem vollständig
randomisierten Feld und Behandlungen bestanden aus fünf Wiederholungen.
Alle Experimente wurden mindestens zweimal wiederholt und die Daten
durch Verwendung von SAS Version 6.12 (SAS Inc., 1995) analysiert.
Signifikante Unterschiede zwischen Mittelwerten wurden mittels "Student-Neuman-Keulls
means Separation test" mit
P ≤ 0,05
berechnet.
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Lichtmikroskopische Studien:
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Die Explantate wurden im Verlauf
der vierwöchigen
Inkubationsperiode in wöchentlichen
Intervallen geerntet und sofort in Formalin : Essigsäure : Alkohol
(FAA: 5 : 5 : 90; V/V) fixiert und bei 4°C gelagert. Die Gewebe wurden
mit einer abgestuften Alkoholserie dehydriert gefolgt von Paraffineinbettung.
8 um dicke Schnitte wurden durch Verwendung eines Ultramikrotoms
(Porter-Blu Ultramikrotom
MT-1, Ivan Sorvall Inc., Connecticut, USA) geschnitten. Die Schnitte
wurden mit Alziangrün
gefärbt
(Johnson, 1942) und mit Safranin gegengefärbt und unter einem Lichtmikroskop
(Zeiss, Deutschland) betrachtet.
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Beispiel 1: Mikrovermehrung
von Johanniskraut
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Johanniskrautsamen wurden durch Untertauchen
für 5 s
in einer 50 Ethanollösung
sterilisiert, gefolgt von einem Untertauchen für 20 Minuten in einer 30% Lösung von
5,4% Natriumhypochlorid (Lilo Products, Hamilton, Ontario) in Wasser
mit einem Tropfen Tween-20 pro 500 ml und einem dreimaligen Waschen
in sterilem destilierten Wasser. Sterile Samen wurden gekeimt und
auf Wasser-Agar (8 g × l–1)
für 16
Tage in Dunkelheit in einer Wachstumskammer bei 24°C gehalten.
Hypokotylschnitte wurden von sterilen etiolierten Sämlingen entnommen
und auf einem MS-Medium (Murashige und Skoog, 1962), B5-Vitamine
(Gamborg et al., 1968), 30 g × l–1 Saccharose
und 3 g × l–1 Gellan
gum (Gelrite, Schweitzerhall Inc., South Plainfield, NJ, USA) enthaltendem
Medium kultiviert. Unterschiedliche Gehalte (0, 5, 10, 15 und 20 μmol × l–1)
an TDZ und BAP (Sigma Chemical Co., St. Louis, USA) waren in einer
Serie von Experimenten in dem Grundkulturmedium enthalten. Jedes
Experiment bestand aus sechs Explantaten pro Platte und 20 Platten
pro Pflanzenwachstumsregulatorbehandlung. Fünf Platten jeder Behandlung
wurden auf MS-Grundmedium an den Tagen 3, 6, 9 und 12 zur Bestimmung
der optimalen Länge
der Exponierung der Explantate gegenüber dem TDZ-enthaltendem Medium
subkultiviert. Alle Kulturen wurden in einer Wachstumskammer mit
einer 16 Stunden-Photoperiode mit kaltem Weißlicht mit 40–60 μmol × m–2 × s–1 inkubiert
. Die Regenerierung wurde nach 18 und 23 Tagen Kultur quantifiziert.
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Hypokotyle, die auf einem Medium
ohne exogenem Wachstumsregulator kultiviert wurden, erzeugten einen
Mittelwert von 0,8 Wurzeln/Explantat, während Bewurzelung bei auf einem
TDZ-enthaltenden Medium kultivierten Explantaten nicht beobachtet
wurde (Tabelle 2). De novo-Trieborganogenese wurde auf etiolierten Hypokotylsegmenten,
die auf einem Medium kultiviert wurden, dem TDZ zugegeben wurde,
nach 18 – 21
Tagen induziert (1(a)).
Explantate, die während
des Behandlungszeitraums auf dem TDZ-Medium verblieben, entwickelten
Anzeichen von Bräunung
und die regenerierten Triebe erschienen verkrüppelt und missgebildet verglichen
mit solchen, die sich auf Explantaten entwickelten, die nach einer
kurzen Exponierung gegenüber
TDZ auf ein Grundmedium überführt wurden.
Zugabe von TDZ alleine in das Induktionsmedium führt zur Induzierung von signifikant
mehr Regenerierung als jegliche andere Kombination von Wachstum
in diesen Experimenten. Unter den hier beschriebenen Bedingungen
betrug die optimale Konzentration von TDZ zur Induzierung von Trieborganogenese
auf etioliertem Johanniskrauthypokotylen 5 μmol × l–1.
Die Induzierung der Regenerierung wurde durch die Dauer der Exponierung
gegenüber
TDZ beeinflusst. Unter den oben angegebenen Bedingungen betrug die
optimale Kulturdauer auf TDZ-angereichertem Medium 9 Tage mit Subkultur
auf Grundmedium für
eine weitere Dauer von 9 Tagen. Variieren der Kulturbedingungen
kann diese optimalen Werte verändern.
Das hier beschriebene Protokoll erzeugt in 18 Tagen ein Mittel von
54,0 Trieben/Eplantat (Tabelle 2). Regenerierte Triebe, die in Grundmedium
enthaltende Kulturboxen überführt wurden,
bilden innerhalb von zwei Monaten Wurzeln und ganze Pflänzchen (2(b) und (c)).
In ähnlicher
Weise bildeten regenerierte Triebe, die in flüssiges Grundmedium enthaltenden
Gefäßen wuchsen,
kräftig
wachsende Pflänzchen.
Mehr als 95 der regenerierten Gewebe entwickelten sich in vollentwickelte
Pflänzchen,
die morphologisch gleich mit aus Samen angezogenen Pflanzen waren,
die im Gewächshaus
angezogen wurden.
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Die Schnitte wurden unter einem Lichtmikroskop
zur Untersuchung des histologischen Prozesses der Adventivwurzelentwicklung
in auf Induktionsmedium (5 μmol × l–1 TDZ)
angezogenen Johanniskraut-Hypokotylkulturen begutachtet. Umfangreiche
meristematische Bereiche entwickelten sich schon nach sieben Tagen nach
Kulturbeginn in den hypothermalen Schichten des Hypokotyls ( 3(a), Pfeile). Die meristematischen Bereiche
bestanden aus Zellen von kleiner Größe und dichtem Zytoplasma und
einem hervortretenden Kern (3(a)).
Nach neun Tagen Kultur differenzierten sich diese meristematischen
Bereiche weiter und die Entwicklung schritt in Richtung Epidermis
fort (3(b)). In Beobachtungen,
die nach zwei Wochen Kultur gemacht wurden, war die Entwickung von
Wurzelprimordien deutlich sichtbar (3(c) ,
Pfeile). Die Wurzelprimordien entwickelten sich um Tag 18 in voll
entwickelte Wurzeln mit Gefäßverbindungen
zwischen dem Gefäßbündel des
Explantats und dem entwickelnden regeneriertem Gewebe (3(d) ).
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Tabelle
2: Wirkung von verschiedenen TDZ-Konzentrationen und Kulturzeiträumen auf
TDZ ergänztem
Medium auf die Regenerierung von Johanniskraut-Hypokotylexplantaten.
Statistische Unterschiede wurden mit dem "Student Newman-Kuells mean separation
test" errechnet.
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Beispiel 2 Mikrovermehrung von Echinacea
purpurea Echinacea purpurea-Achänen
wurden durch Eintauchen für
30 sek in 70% Ethanol, Tränken
für 18
min in 5,4 Natriumhypochlorid (Javex) in Wasser mit einem Tropfen
Tween 20 pro 100 ml und dreimaligen Spülen in sterilem deionisierten
Wasser sterilisiert. Wegen der großen Menge pilzlicher Kontaminierungen
in der Samen hülle
von Echinacea purpurea-Achänen
wurde PPM dem Wasser-Agar zugegeben, um Keimung steriler Sämlinge für Kultur
zur erhalten. Sterile Samen wurden auf Wasser-Agar (8 g × l–1)
mit 3 ml × l–1 "Plant Preservation
Mixture" (PPM) in
einer Wachstumskammer in 24 Stunden Dunkelheit bei 24°C für 14 Tage
gekeimt. Verschiedene Konzentrationen PPM wurden dem Wasser-Agar
(1, 2, 3, 4 und 5 ml × l–1)
zugegeben, um die geringste Menge zu bestimmen, die biostatisch
für Pilzwachstum
ist. Eine Konzentration von 3 ml × l–1 PPM
wurde als geeignet zur Keimung von Echinacea-Samen unter den vorliegenden
hier definierten Bedingungen gefunden. Diese Konzentration kann
abhängig
von den Kulturbedingungen variieren.
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Keimende Sämlinge wurden auf MS-Medium
(Murashige & Skoog,
1962) mit B5-Vitaminen (Gamborg et al., 1968), 30 g × l–1 Saccharose
und 3 g × l–1 Gelrite
in Magenta-Boxen kultiviert. 2 cm lange Blattstielexplantate wurden
von 4 Wochen alten sterilen Echinacea purpurea-Pflanzen abgeschnitten
und auf MS-Medien, denen Thidiazuron (TDZ) (0,5, 1, 5 und 10 μmol × l–1)
oder BAP (1, 2,5, 5, 7,5, 10, 125 und 15 μmol × l–1)
zugegeben war, umfassenden Induktionsmedium kultiviert. TDZ wurde
den Medien in Konzentrationen von 0,5 und 1,0 μmol × l–1 in
Kombination mit Indolessigsäure
(IAA, einem Auxin) in Konzentrationen von 5 und 10 μmol × l–1 zugegeben.
Auf TDZ und IAA enthaltenden Medien kultivierte Explantate wurden
nach 23 Tagen auf MS-Grundmedium subkultiviert, während solche
auf höhere
TDZ-Konzentrationen enthaltenden Medien kultivierte nach 4 und 8
Tagen auf MS-Grundmedien subkultiviert wurden. Alle Behandlungen
bestanden aus zehn Platten pro Behandlung und sechs Explantaten
pro Platte. Die Behandlungen wurden in einer Wachstumskammer mit
einer 16-Stunden-Photoperiode
mit kaltem Weißlicht
mit 40–60 μmol × m–2 × s–1 inkubiert.
Die Regenerierung wurde nach 25 und 33 Tagen für alle Blattstielkulturen und
für Wurzeln
nach 33 und 42 Tagen Kultur quantifiziert. Die erhaltenen regenerierten
Gewebe wurden nach 32 Tagen Kultur von Blattstielen abgeschnitten
und auf MS-Grundmedium in Teströhrchen
zur Keimung subkultiviert.
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Zugabe von BAP als einziger wachstumsregulierender
Verbindung des Kulturmediums induziert de novo-Triebbildung bei
allen Kon zentrationen (4,
Tabelle 3). Eine Zugabe von BAP in das Kulturmedium zeigte zusätzlich zur
Regenerierung ebenfalls eine Induzierung von Kallusbildung und Elongation
der Blattstiele. Wurde IAA mit TDZ kombiniert oder das Medium mit
TDZ allein zugegen, wurde die Bildung von de novo-regeneriertem
Gewebe beobachtet (Tabelle 4).
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Tabelle
3: Wirkung des Zytokinins in BAP auf die Regenerierung von Echinacea
purpurea-Blattstielexplantaten. Statistische Unterschiede wurden
mittels "Student
Newman-Kuells mean separation test" nach 33 Tagen Kultur berechnet.
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Tabelle
4: Einfluss des Auxins IAA und TDZ auf die Erzeugung von somatischen
Embryonen und Wurzeln von Echinacea purpurea-Blattstielexplantaten.
Statistische Unterschiede wurden mittels "Student Newman-Kuells means separation
test" nach 33 Tagen
Kultur berechnet.
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Auf MS-Medien + 5 μmol × l–1 BAP
kultivierte Blattstielexplantate wurden an Tag 0, 3, 5, 7, 14, 21,
28 und 35 nach Kulturbeginn geerntet. Proben wurden sofort in Formalin/Eisessigsäure und
50% Ethanol (FAA)-Mischung (5 : 5 : 90 v/v/v) fixiert. Sorgfältige und
schnelle Fixierung der Probe wurde durch Vakuumierung der Proben
bei –20
kPa für
10 Minuten sichergestellt. Die Proben wurden dann durch eine abgestufte
Serie tertiären
Butanols dehydriert und in Paraffinwachs eingebettet. 8 μm dünne Querschnitte
wurden unter Verwendung eines Ultramikrotoms (Porter-Blum Ultramicrotom
MT-1, Ivan Sorvall Inc., Connecticut, USA) geschnitten und mit Alziangrün und Safranin
gefärbt
(Jensen, 1962). Die Schnitte wurden unter einem zusammengesetztem
Lichtmikroskop (Zeiss, Deutschland) begutachtet.
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Histologische Beobachtungen zeigten,
dass Regenerierung in Blattstielkulturen von Echinacea hauptsächlich als
Ergebnis der de novo-Sprossbildung von wucherndem ("callusing") Gewebe auftritt.
Nach 3 bis 4 Tagen in Kultur begannen die epidermalen und subepidermalen
Schichten des Blattstielexplantates mit der Teilung (5(a)) und bildeten eine
kompakte Masse von Kallusge webe (5(b)).
Dieses Kallusgewebe bestand aus zahlreichen meristematischen Bereichen
(5(a) – Pfeile, 5(c)). Die Zellen dieser
meristematischen Bereiche waren von kleiner Größe mit dichtem Zytoplasma und
einem hervortretendem Kern. Diese meristematischen Zonen machten
ferner eine Differenzierung durch und bildeten am Tag 21 ein kuppelförmiges Triebmeristem
( 5(d) – Pfeile).
Das Triebmeristem entwickelte Blattprimordien (5(e), (f) – Pfeile) und
bildete schließlich
nach 21 Tagen Triebknospen. Eine gut entwickelte Triebknospe bestand
aus einem kuppelförmigen
Triebmeristem umgeben von einigen wenigen Blattprimordien (5(f)). Die Blattprimordien
hatten gut entwickelte Trichome. Gefäßelemente wurden sporadisch
verteilt im Kallus beobachtet, hauptsächlich nahe der Basis der Triebknospen
(5(f) – Pfeile).
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Zusätzlich zur Trieborganogenese
gab es Anzeichen von somatischer Embryogenese bei der histologischen
Untersuchung der Blattstielkulturen. Proembryo-ähnliche Strukturen wurden in
den subepidermalen Schichten des Blattstiel schon nach 14 Tagen
Kultur beobachtet (6(a) – Pfeile).
Diese Proembryos traten in runder Form auf, waren multizellulär und wurden
von einer einzelnen äußeren Wand
umgeben. Die Proembryos differenzierten sich später in herzförmige somatische
Embryonen (6(b)). Diese
somatischen Embryos können
auf Grundmedium überführt und
unter zur Bildung von Pflänzchen
geeigneten Konditionen kultiviert werden.
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Beispiel 3: Mikrovermehrung
von Huang-gin
-
Samenkultur:
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Huang-qin (Scutellaria biacalensis)-Samen
wurden durch Eintauchen für
30 s in 95 Ethanol, dann Untertauchen in Tween-20 (2 Tropfen pro
100 ml Lösung)
enthaltendem 1,5% Natriumhypochlorid für 18 min oberflächensterilisiert
und dann 3 mal in sterilem destilliertem Wasser gespült. Fünf Samen
wurden in einzelnen Petrischalen, die 25 ml Induktionsmedium, das
aus MS-Salzen (Murashige und Skoog, 1962),
B5-Vitaminen (Gamborg et al., 1968), 30 g × l–1 Saccharose,
3 g × l–1 Gelrite
bestand und dem verschiedene Konzentrationen TDZ und 4 ml/l PPM
(um Pilze in den Samen abzutöten)
zugegeben waren, aseptisch kultiviert. Das Medium wurde vor dem
Autoklavieren bei 121°C,
1,4 kg × cm–2 für 20 min,
auf pH 5,75 eingestellt. Die Petrischalen wurden mit Parafilm versiegelt
und in einer Wachstumskammer bei 24 ± 2°C mit einer 16 h-Photoperiode
inkubiert, die mit Leuchtstoffröhren
mit 30 – 35 μmol × m–2 × s–1 ausgestattet
war.
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Nach 7 Tagen Kultur begannen Huang-qin-Samen
zu keimen. Einige wenige Sämlinge
regenerierten nach 10 Tagen Kultur Wurzeln aus der Krone. An Tag
14 begannen alle keimenden Sämlinge
auf dem Medium mit TDZ de novo-Triebe zu entwickeln. Die Sämlinge,
die auf dem Medium mit 2,5 μmol × l–1 TDZ
kultiviert wurden, hatten ein Mittel von 19 Trieben pro Sämling, während die
Samen, die auf dem Medium ohne TDZ gekeimt wurden, ein Mittel von
zwei Trieben pro Sämling
hatten. Das 5,0, 7,5 und 10 μmol × l–1 enthaltende
Medium zeigte ebenfalls Triebbildung (Tabelle 5).
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Tabelle
5: Einfluss des TDZ auf die Induzierung von Triebbildung in Huang-qin-Sämlingen
nach 14 Tagen Kultur
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Hypokotylkultur:
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Huang-qin-Samen wurden wie oben beschrieben
sterilisiert und aseptisch in 25 ml 0,8 Wasser-Agar mit 4 ml/l PPM
enthaltenden Petrischalen kultiviert. Kulturen wurden zur Keimung
für 14
Tage in Dunkelheit bei 24°C
inkubiert. Sechs etiolierte Hypokotylabschnitte (ungefähr 0,5 cm)
wurden von den Sämlingen
abgeschnitten und auf einem Induktionsmedium, das MS-Salze, B5-Vitamine,
3 Saccharose, 0,3% Gelrite und verschiedene TDZ-Konzentrationen
(0, 2,5, 5, 7,5 und 10,0 μmol × l–1)
umfasste, kultiviert. Die Kulturen wurden in einer Wachstumskammer
bei 24 ± 2°C mit einer
16 h-Photoperiode für
14 Tage inkubiert, die mit Leuchtstoffröhren mit 30–35 μmol × m–2 × s–1 ausgestattet
war.
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Huang-qin-Hypokotyle auf dem MS-Grundmedium
wechselten in Abwesenheit von TDZ nach 7 Tagen Kultur ihre Farbe
zu hellem violett. Nach 10 Tagen begannen sie, eine oder zwei Adventivwurzeln
zu regenerieren. Nach 14 und 18 Tagen nahm die Trieblänge rasch
zu, aber es gab keine signifikante Zunahme in der Triebanzahl pro
Explantat. Hypokotyle, die auf Induktionsmedium mit 2,5, 5,0, 7,5
und 10 μmol × l–1 TDZ
kultiviert wurden, erschienen geschwollen und entwickelten nach
7 Tagen Kultur eine grüne
Farbe. Nach 10 Tagen begannen Hypkotyle bei diesen Behandlungen
Triebe auf dem geschwollenen Gewebe zu bilden. Die Behandlung mit
7, 5 μmol × l–1 TDZ
induzierte signifikant mehr Triebe verglichen mit der Kontrolle
(Tabelle 6). Die Anzahl der Triebe pro Explantat bei allen TDZ-Behandlungen
stieg an Tag 14 und Tag 18 rapide. Alle Explantate auf dem TDZ-enthaltenden
Medium bildeten Triebe mit einem Mittel von 8–11 Trieben pro Explantat,
während die
Explantate, die auf keinen Pflanzenwachstumsregulator enthaltenen
Medium kultiviert wurden, ein Mittel von einem Trieb pro Explantat
hatten (Tabelle 6).
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Tabelle
6: Einfluss von TDZ auf die Induzierung von Triebregenierung auf
etiolierten Huang-qin-Hypokotylen
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Epikotylkultur:
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Zur Bestimmung der Wirkung von TDZ
auf Huang-qin-Epikotylgewebe wurden Stengelabschnitte (ungefähr 1,0 cm
lang) von sterilen Sämlingen,
die wie oben beschrieben für
20 Tage auf MS-Grundmedium angezogen wurden, abgeschnitten und auf
Induktionsmedium kultiviert. Die getesteten TDZ-Konzentrationen
waren 0, 2,5, 5,0, 7,5, 10 und 20 μmol × l–1.
Induktionskulturen wurden in einer Wachstumskammer bei 24 ± 2°C für 14 Tage
mit einer 16 h-Photoperiode
inkubiert, die mit Leuchtstoffröhren
mit 30–35 μmol × m–2 × s–1 ausgestattet
war. In allen Experimenten umfasste jede Behandlung fünf Replika
und jedes Experiment wurde mindestens zweimal wiederholt. Triebregenerierung
wurde nach 10 Tagen, 14 Tagen und 18 Tagen Kultur beobachtet und
nach 14 Tagen Kultur quantifiziert. Die Ergebnisse der Quantifizierung
an Tag 14 sind in Tabelle 7 zusammengefasst.
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Huang-qin-Stengelkulturen auf dem
TDZ-enthaltendem Medium begannen an den Schnittkanten anzuschwellen
und bildeten ab Tag 7 Kallus, der in grüner Farbe auftrat. Regenerierung
von Trieben wurde nach 10 Tagen Kultur beobachtet. Am Tag 14 hatten
sich auf allen Explantaten, die TDZ ausgesetzt waren, Triebe gebildet.
Die Explantate auf dem Medium mit TDZ hatten ein Mittel von 12 – 14 Trieben
pro Stengelabschnitt, während
Explantate, die in Ab wesenheit von Wachstumsregulatoren kultiviert
wurden, ein Mittel von drei Trieben pro Explantat hatten.
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Tabelle
7: An Tag 14 quantifizierte Wirkung von TDZ auf die Induzierung
von Triebbildung in Huang-qin-Stengelexplantaten
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Beispiel 4: Mikrovermehrung
von Mutterkraut
-
Präparierung der Explantate:
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Für
alle Experimente wurde vollentwickeltes Mutterkraut (Tanacetum parthenium)
verwendet. Samen wurden sorgfältig
nach Gleichmäßigkeit
selektiert und durch Untertauchen für 3 Minuten in 70% (v/v) Ethanol, gefolgt
durch ein 20minütiges
Tränken
in 1,5 (v/v) Natriumhypochlorid in Wasser, das 2 Tropfen Tween-20
pro 100 ml enthielt, und 5 Spülungen
mit sterilem deionisierten Wasser oberflächensterilisiert. Sterilisierte
Samen wurden individuell in 10 ml Wasser-Agar mit 3 ml/1 PPM enthaltenden
50 ml Glasröhrchen
kultiviert. Samen, die für
die ersten 7 Tage in Dunkelheit bei 24°C gekeimt und dann ins Licht
(30–35
E m–2s–1,
16 h-Photoperiode) gestellt wurden, wurden nach zwei Monaten geerntet
und auf einem Regenerierungsinduzierungsmedium kultiviert.
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Regenerationsinduktionsmedium:
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Mutterkrautexplantate wurden auf
einem Induktionsmedium kultiviert, das MS-Salze (Murashige und Skoog,
1962}, B5-Vitamine (Gamborg et al., 1965) und 30 g/l Saccharose
mit 0, 5, 10, 15, 20, 25 oder 50 (mol/l Thidiazuron (TDZ) oder Benzylaminopurin
(BAP) enthielt. Der pH des Mediums wurde auf 5,75 eingestellt und 0,3%
Gelrite (Scott Laboratories, Carson, USA) wurden als Gelierungsmittel
vor dem Autoklavieren mit 1,4 kg/cm2 für 20 Minuten
zugegeben. Regenerierung wurde an Stengel-, Blatt- und Triebexplantaten
induziert, die auf einem TDZ-enthaltenden Induktionsmedium kultiviert
wurden. Der zur Induzierung einer Regenerierung von Mutterkraut
unter den vorliegenden Bedingungen optimale Gehalt an TDZ-Zusatz
betrug 5 (mol/l). Dieser Wert kann abhängig von den verwendeten Bedingungen
variieren.
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Inkubierung der Kulturen:
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Nach einem Monat wurden regenerierte
Triebkulturen zur weiteren Entwicklung auf ein MS-Salze, B5-Vitamine
und 3 Saccharose enthaltendes Grundmedium überführt. Die regenerierten Triebe
bildeten innerhalb von zwei Monaten Kultur auf festem Grundmedium
Wurzeln und vollständige
Pflänzchen.
Ebenso wurde proliferierende Regenerierung von Pflänzchen in
Kulturen beobachtet, die auf flüssiges
Grundmedium überführt wurden.
Die optimale Dauer der Exponierung von Mutterkrautexplantaten auf
flüssigem
Grundmedium wurde in einem Bioreaktorsystem mit temporärem Eintauchen
ermittelt. In diesem System wurden 30 Tage alte Explantate mit proliferierender
Triebregenerierung in ein steriles Bioreaktorgefäß überführt. Kulturen wurden in dem
Wachstumsraum mit 35 μmol × m–2 × s–1 inkubiert
und flüssiges
Grundmedium wurde im 6-Stunden-Rhythmus
in das Gefäß gepumpt
und aus dem Gefäß abgesaugt.
Die Gefäßumgebung
wurde mit einem konstanten Fluss steriler Luft während des ganzen Inkubierungszeitraums
belüftet.
Mit diesem Protokoll wurde massive Proliferierung von Mutterkrautpflanzen
in einem 30-Tage-Zeitraum erreicht.
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Beispiel 5: Pflanzliche
Anreicherung von Echinacea mit Zink
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Echinacea-Achänen wurden durch Untertauchen
für 30
sek in 70% Ethanol, Tränken
für 18
min in 5,4% Natriumhypochlorid (Javex) in Wasser mit einem Tropfen
Tween-20 pro 100 ml und dreimaligem Spülen in sterilem deionisierten
Wasser, sterilisiert. Wegen einer großen Menge pilzlicher Kontaminierungen
auf der Samenhülle
von Echinacea purpurea-Achänen
wurde dem Wasser-Agar PPM zugegeben, um sterile Sämlingskeimung
für Kultur
zu erhalten. Sterile Samen wurden auf Wasser-Agar (8 g × l–1)
mit 3 ml × l–1 "Plant Preservation
Mixture" (PPM) in
einer Wachstumskammer in 24 Stunden Dunkelheit bei 24°C für 14 Tage
gekeimt. Verschiedene Konzentrationen PPM (1, 2, 3, 4 und 5 ml × l–1)
wurden dem Wasser-Agar zugegeben, um die niedrigste Menge, die biostatisch
für Pilzwachstum
wäre, zu
bestimmen. Eine Konzentration von 3 ml × l–1 PPM wurde
als die optimale Konzentration zur Keimung von Echinacea-Samen unter
den vorliegenden Bedingungen bestimmt. Diese Konzentration kann
abhängig
von den Kulturbedingungen variieren.
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Keimende Sämlinge wurden auf MS-Medium
(Murashige & Skoog,
1962) mit B5-Vitaminen (Gamborg et al., 1968), 30 g × l–1 Saccharose
und 3 g × l–1 Gelrite
in Magentaboxen kultiviert und in einer Kammer mit kontrollierter
Umgebung für
30 Tage mit einer 16-Stunden-Photoperiode
mit kalten Weißlicht
mit 40–60 μmol × m–2 × s–1 inkubiert.
Vollentwickelte Sämlinge
wurden in 25 ml Grundmedium, dem 0, 50, 100, 150 oder 200 mg × l–1 Zink
zugegeben waren, enthaltende 125 ml-Gefäße subkultiviert und in der
gleichen Kammer für
30 Tage inkubiert (flüssiges
Grundmedium, Tabelle 1).
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In Experimenten, die zur Bestimmung
der Zinkaufnahme in mikrovermehrten Echinacea-Pflänzchen ausgelegt
waren, wurden 2 cm lange Blattstielexplantate von den 4 Wochen alten
sterilen Echinacea-Pflanzen abgeschnitten und auf MS-Medien, denen
Thidiazuron (TDZ) (0,5, 1, 5 und 10 μmol × l–1)
oder BAP (1, 2,5, 5, 7,5, 10, 12,5 und 15 μmol × l–1)
alleine oder in Kombination mit Indolessigsäure (IAA) in Konzentrationen
von 5 und 10 μmol × l–1 zugegeben
waren, enthaltendes Induktionsmedium subkultiviert. Die Kulturen
wurden in einer Wachstumskammer mit einer 16-Stun den-Photoperiode
mit kaltem Weißlicht
mit 40–60 μmol × m–2 × s–1 inkubiert.
Regenerierung wurde für
alle Blattstielkulturen nach 25 und 33 Tagen und Wurzeln nach 33
und 42 Tagen Kultur quantifiziert. Die resultierenden regenerierten
Gewebe wurden von Blattstielen abgeschnitten und in 125 ml-Gefäßen, die
25 ml Grundmedium, dem 0, 50, 100, 150 oder 200 mg × l–1 Zink
zugegeben waren, enthielten (flüssiges
Grundmedium), subkultiviert. Der pH von allen Medien wurde auf 5,7
eingestellt und die Experimente unter kontrollierten Bedingungen
in einer Wachstumskammer mit einer 16-Stunden-Photoperiode mit 40–60 μmol × m–2 × s–1 für 30 Tage
durchgeführt.
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Pflanzen wurden am 45. Tag nach Beginn
der Behandlung geerntet. Pflänzchen
wurden mit dem Trieb und intakten Wurzeln entnommen, mit Leitungswasser
gewaschen, mit deionisiertem Wasser gespült und mit Seidenpapier trockengetupft.
Vor einer Lufttrocknung bei 90°C
für 48
Stunden wurde das Frischgewicht der einzelnen Pflänzchen bestimmt.
Jede Probe wurde mit einem kommerziellen Waring-Blender gemahlen
und mineralische Elemente mit einem geschlossenen Teflongefäß unter
Verwendung des Verfahrens von Topper (1990) extrahiert. Der Zinkgehalt
der Proben wurde durch Verwendung eines AA55 Varian Atomabsorptions-Spektrophotometer
oder durch ICP-Analyse bestimmt. Jedes Experiment bestand aus vier
Replikagefäßen pro
Behandlung und das Experiment wurde zweifach wiederholt.
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Alle Pflanzen in der Kontrolle und
den mit 50, 100 und 150 mg x l–1 Zink behandelten Gruppen
erschienen normal und gesund. Bei höheren Zinkkonzentrationen in
dem Medium wurde eine geringe Inhibierung des Wachstums beobachtet
und die Rate des Pflänzchenwachstums
war reduziert.
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Die in 7 gezeigten
Ergebnisse demonstrieren, dass Zinkanreicherung mit der Konzentration
bis zu einem Maximum von 12475 mg/kg in Echinacea-Pflänzchen anstieg,
die auf einem Medium kultiviert wurden, dem 200 mg × l–1 Zink
zugegeben waren.
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Beispiel 6: Pflanzliche
Anreicherung von Johanniskraut mit Lithium
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Johanniskraut-Sämlinge wurden von sterilisierten
Samen erhalten, die in einer kontrollierten Umgebung gekeimt wurden.
Johanniskrautsamen wurden durch Untertauchen für 5 s in einer 70%-Ethanollösung, gefolgt
von einem Untertauchen in einer 30% Lösung von 5,4% Natriumhypochlorid
(Lilo Products, Hamilton, Ontario) in Wasser mit einem Tropfen Tween-20
pro 500 ml für
20 Minuten und dreimaligen Spülen
in sterilem destillierten Wasser sterilisiert. Sterile Samen wurden
auf Wasser-Agar (8 g × l–1)
gekeimt und für
16 Tage in Dunkelheit in einer Wachstumskammer bei 24°C gehalten.
Einzelne Sämlinge
wurden in Magentaboxen auf einem MS-Medium (Murashige and Skoog, 1962),
B5-Vitamine (Gamborg et al., 1968), 30 g × l–1 Saacharose und
3 g × l–1 Gellan
gum (Gelrite, Schweitzerhall Inc., South Plainfield, NJ, USA) enthaltendem
Medium kultiviert. Sämlingkulturen
wurden in einer Wachstumskammer mit einer 16-Stunden-Photoperiode
mit kaltem Weißlicht
mit 40 – 60 μmmol × m–2 × s–1 inkubiert.
Nach 30 Tagen wurden Sämlinge
aus den Magentaboxen abgeschnitten und in 125 ml-Gefäße subkultiviert,
die 25 ml eines MS-Medium (Murashige und Skoog, 1962), B5-Vitamine
(Gamborg et al., 1968) und 30 g × l–1 enthaltendes
Grundmedium enthielten. Dem Medium (flüssiges Grundmedium) wurde 0,
50, 100, 150 oder 200 mg × l–1 Lithium
zugegeben und die Kulturen auf einer routierenden Plattform für 30 Tage
mit einer 16 h-Photoperiode mit 40–60 μmol × m–2 × s–1 inkubiert.
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In einer zweiten Reihe von Experimenten
wurde die Lithiumanreicherung von regenerierten Johanniskrauttrieben
bestimmt. Pflänzchen
wurden wie vorher beschrieben regeneriert. Kurz dargestellt wurden
Johanniskrautsamen wie oben beschrieben oberflächensterilisiert und auf Wasser-Agar
(8 g × l–1)
für 16
Tage in Dunkelheit in einer Wachstumskammer bei 24°C gekeimt
und gehalten. Hypokotylbereiche wurden von sterilen, etiolierten
Sämlingen
abgeschnitten und auf einem MS-Medium (Murashige und Skoog, 1962),
B5-Vitamine (Gamborg et al, 1968), 30 g × l–1 Saccharose,
5 μmol × l–1 des
Zytokinins Thidiazuron (pH wurde auf 5,7 eingestellt und 3 g × l–1 Gellan
gum (Gelrite, Schweitzerhall Inc., South Plainfield, NJ, USA) wurde
dem Medium vor dem Autoklavieren zugegeben) enthaltendem Medium
kultiviert. Nach 9 Tagen wurden die Hypokotylbereiche auf dem gleichen
Medium ohne Pflanzenwachstumsregulatoren (Thidiazuron) zur Entwicklung
von regenerierten Geweben subkultiviert.
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Alle Kulturen wurden in einer Wachstumskammer
mit einer 16 Stunden-Photoperiode unter kaltem Weißlicht mit
40–60 μmol × m–2 × s–1 kultiviert.
Nach 30 Tagen Kultur wurde Explantate mit sich entwickelnden de
novo-Trieben und steril kultivierte Sämlinge in 125 ml-Gefäße überführt, die
25 ml eines Grundmediums enthielten, das MS-Medium (Murashige und
Skoog, 1962), B5-Vitamine (Gamborg et al., 1968) und 30 g × l–1 Saccharose
enthielt. Dem Medium (flüssiges
Grundmedium) wurden 0, 50, 100, 150 oder 200 mg × l–1 Lithium
zugegeben und die Kulturen auf einer routierenden Plattform für 30 Tage
mit einer 16 Stunden-Photoperiode mit 40–60 μmol × m–2 × s–1 inkubiert.
Jedes Experiment bestand pro Behandlung aus vier Replikagefäßen und
das Experiment wurde zweifach wiedeholt.
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Proben wurden von den Kulturen geerntet
und auf Lithium mit dem gleichen Protokoll wie oben beschrieben
analysiert. Johanniskrautpflänzchen
erschienen bei allen Behandlungsstufen gesund und die Wachstumsrate
war durch die Lithiumzugabe in das Kulturmedium unbeeinflusst.
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Die in 8 gezeigten
Ergebnisse demonstrieren, dass Lithium sich bis zu einer Konzentration
von ungefähr
2000 mg/kg in Johanniskrautexplantaten, die auf einem Medium kultiviert
wurden, dem 200 mg × l–1 Lithium
zugegeben waren, anreicherte.
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Die vorangehende Beschreibung soll
die beanspruchte Erfindung in keiner Weise beschränken, ferner dürfte die
diskutierte Kombination von Merkmalen für die erfinderische Lösung nicht
uneingeschränkt
notwendig sein.
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