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Gebiet der
Erfindung
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren
zur Verbesserung der Fertilisationsaktivität von Spermatozoen, insbesondere
zur Vergrößerung der
Motilität
von Spermatozoen durch Inhibierung des Enzyms Phosphatidylinositol-3-Kinase
(PI3K). Die Erfindung betrifft weiterhin Verwendungen und Verfahren
von PI3K-Inhibitoren bei Infertilität und assistierten Reproduktionstechniken
("assisted reproduction
techniques") als
auch ein Medium zur Aufbewahrung und/oder zum Transport von Spermatozoen,
umfassend PI3K-Inhibitoren.
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Hintergrund
der Erfindung
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Die Infertilität eines Paares wird als Unvermögen der
Frau definiert, nach mindestens einem Jahr des regelmäßigen, ungeschützten Sexualverkehrs
schwanger zu werden. Infertilität
kann durch eine Vielzahl von Einflußfaktoren verursacht werden,
wobei männliche
Einflußfaktoren
eine entscheidende Rolle bei ungefähr 40 bis 50% der Fälle spielen.
Die reduzierte männliche
Fertilität
ist im allgemeinen verbunden mit Veränderungen von Sperma-betreffenden
Parametern, wie zum Beispiel der Morphologie, der Motilität und der
Spermienanzahl.
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Verschiedene assistierte Fertilisationstechniken
(ARTs) werden zur Behandlung der Infertilität des Paares vorgeschlagen,
wobei es in vielen Fällen
möglich
gemacht wird, die Problematik sowohl der männlichen als auch der weiblichen
Einflußfaktoren
zu überwinden.
Diese Verfahren, deren Wahl abhängig
von der Art der getroffenen Diagnose ist, können das Ansammeln von männlichen
und weiblichen Keimzellen (Spermatozoen und Oozyten) betreffen.
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Die weitere Behandlung variiert je
nach Ursache der Infertilität.
Die Keimzellen können
direkt in den Eileiter (GIFT = "Gamete
Intra Fallopian Transfer" =
Intra-Eileiter-Transfer von Gameten) überführt werden oder werden miteinander
in einem Teströhrchen
in Kontakt gebracht. Wenn letzteres zu einer Fertilisation der Oozyten
führt,
wird die resultierende Zygote oder der Embryo in den Uterus transferiert
(IVFET = "In Vitro
Fertilization and Embryo Transfer", In-Vitro-Fertilisation und Embryonen-Transfer).
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Falls die Infertilität auf einen
männlichen
Einflußfaktor(en)
zurückgeht,
bestimmen die Parameter der Samenflüssigkeit und insbesondere die
Anzahl und die Motilität
der Spermatozoen die Wahl der jeweilig angewandten assistierten
Fertilisationsmethode. In den schwersten Fällen der männlich bedingten Infertilität ist/sind die
Spermatozoenanzahl und/oder ihre Motilität sehr niedrig. Die Fertilisationsaktivität von Sperma
wird gewöhnlich
in einem Spermiogramm bewertet. Entsprechend den WHO-Standards,
welche dem WHO-Handbuch "WHO
manual" (WHO laboratory
manual for the examination of human semen and spermcervical mucus interactions,
4. Auflage, Cambridge University Press 1999) entnommen werden können, wird
Sperma in die folgenden Gruppen eingeordnet:
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- • Normozoospermie:
Wenn alle Spermatozoen-Parameter normal sind zusammen mit normalem
Samenplasma, WBCs (weiße
Blutzellen) und keine Agglutinierung;
- • Oligozoospermie:
Wenn die Spermienkonzentration < 20
Millionen/ml ist; Teratozoospermie: Weniger als 50% Spermatozoen
mit Vorwärtsbewegung
(Kategorien (a) und (b)) oder weniger als 25% Spermatozoen mit Kategorie
(a)-Beweglichkeit;
- • Asthenozoospermie:
Weniger als 50% Spermatozoen mit normaler Morphologie; Oligoasthenoteratozoospermie:
Bedeutet Störung
aller drei Variablen (es kann auch eine Kombination von nur zwei
Präfixen
verwendet werden);
- • Azoospermie:
Keine Spermatozoen im Ejakulat.
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Normalwerte der Spermaparameter sind
von der WHO herausgegeben worden, die im allgemeinen als Referenz
eingesetzt werden. Die Fraktion des beweglichen Sperma im Samenejakulat
wird entweder durch manuelles Zählen
oder unter Verwendung eines Computerunterstützten Samenanalyse-Systems
(CASA) gemessen. Die Motilität
wird zum Zeitpunkt der Samenverflüssigung und nach einer und
drei Stunden bewertet, um Asthenozoospermie zu detektieren. Manuelles
Zählen
klassifiziert die Spermienzellen in vier Kategorien (nicht-motil,
lokal motil, nicht linear und linear motil) unter Verwendung qualitativer,
subjektiver Auswahlkriterien. Viele Infertilitätszentren verwenden nun die
CASA-Systeme für
objektive Messungen der Spermienbewegung, und positive Korrelationen
sind zwischen den Bewegungsparametern, wie zum Beispiel der Amplitude der
lateralen Kopfverschiebung, der krummlinigen Geschwindigkeit, der
Linearität
und der Vorwärtsgeschwindigkeit
("straight line
velocity") und den
Fertilisationsraten in vitro aufgefunden worden, wobei die Grenzwerte für diese
Bewegungscharakteristika bisher noch nicht so etabliert worden sind,
daß ein
allgemeiner Konsens hergestellt wäre.
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Im Falle schwerer männlich bedingter
Infertilität,
können
mikroassistierte Fertilisationstechniken eingesetzt werden. Unter
diesen Techniken ist die intrazytoplasmatische Spermien-Injektion (ICSI)
die häufigste und
weist den größten prozentualen
Erfolgsanteil auf. Gleichwohl ist die Sicherheit des ICSI-Verfahrens
für die Gesundheit
des resultierenden Conceptus oder Embryos immer noch Gegenstand
von Diskussionen (Edwards, 1999, Luetjens et al, 1999). Hinzu kommt,
daß ICSI
weitaus teurer und zeitaufwendiger ist verglichen mit IVF.
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Daher könnte die Möglichkeit, eine höhere Anzahl
von Spermatozoen, die eine höhere
Motilität
zeigen, zu gewinnen, es erlauben, etliche oligoasthenosperme Männer in
IVF- eher als in ICSI-Programme eintreten zu lassen.
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Verschiedene Methoden sind untersucht
worden, um die Motilität
der Spermatozoen zu vergrößern, wie
etwa die Behandlung von Spermatozoen mit Pentoxyphylen, "platelet activating
factor" (Thrombozyten-aktivierendem
Faktor) oder Progesteron, zum Beispiel. Gleichwohl sind die erhaltenen
Resultate unterschiedlich und die Ansprechbarkeit der Spermatozoen
ist nicht vorhersagbar.
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Daher ist das Auffinden von neuen
Verfahren und Agenzien zur Verbesserung der Spermienmotilität, was zu
einer Verbesserung der Fertilisationsaktivität oder der Fertilisationsrate
führt,
in höchstem
Maße wünschenswert
und dringend benötigt.
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Phospatidylinositol-3-Kinasen (PI3Ks)
gehören
zu einer Familie von Enzymen, die an der Signaltransduktion von
Tyrosin-Kinase-Rezeptoren beteiligt sind. Phosphatidylinositol-3-Kinasen, auch bezeichnet
als Phosphoinositid-3-Kinasen (PI3Ks), erzeugen Lipide, welche an
der Rezeptor-stimulierten Signalweitergabe und an der Regulation
des Membrandurchtritts teilnehmen. Mehrere verschiedene Klassen
von PI3Ks, die durch die eukaryotische Evolution konserviert worden
sind, sind identifiziert worden. Potentielle Signalkaskaden stromabwärts der
PI3Ks sind aufgeklärt
worden, und die PI3K-Funktion ist in mehreren Modellorganismen charakterisiert
worden, zum Beispiel zusammengefaßt bei Vanhaesebroeck et al.
(1997). PI3Ks sind heterodimere Enzyme, die in verschiedenen Isoformen
vorliegen, und aus einer katalytischen Untereinheit von 110 kDa,
welche mit einer regulierenden Untereinheit von 85 kDa assoziiert
ist, bestehen.
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In somatischen Zellen werden Phosphoinositid-3-Kinasen
(PI3-Kinasen) infolge der Wechselwirkung mit sowohl Rezeptor-Tyrosin-Kinasen
(RTK) als auch G-Proteinen aktiviert, was zur Produktion von Verbindungen,
die an dem Inositolphospholipid-Signaltransduktionsweg beteiligt
sind, führt.
Das Enzym ist auch anwesend und aktiv in humanen Spermatozoen.
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Mehrere selektive Inhibitoren von
PI3Ks sind beschrieben worden. Wortmannin ist einer der am weitesten
bekannten spezifischen Inhibitoren. Worttnannin und Analoge hiervon
werden zum Beispiel in
EP
0 635 268 A1 ,
EP
0 648 492 A2 oder
EP
0 658 343 A1 beschrieben; diese Verbindungen sind bekannt
für ihre
Rolle bei der Behandlung von Neoplasmen, Atherosklerose und Knochenstörungen.
Andere Phosphatidylinositol-3-Kinase-Inhibitoren sind 2-(4-Morpholinyl)-8-phenyl-4H-1-benzopyran-4-on
(LY294002), beschrieben bei Vlahos et al. (1994 und 1995), verwandt
mit dem Bioflavonoid Quercetin (Vlahos et al., 1994), zum Beispiel.
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Es ist bisher nicht beschrieben worden,
daß LY294002
die Fertilisationsaktivität
von Spermatozoen verbesserte oder dafür bekannt wäre, bei der Fertilisation involviert
zu sein.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Es ist nun erfindungsgemäß herausgefunden
worden, daß ein
Inhibitor des Enzyms Phosphatidylinositol-3-Kinase signifikant die
Parameter, die die Fertilisaionsaktivität von Spermien bestimmen, verbessern kann,
insbesondere die Spermienmotilität.
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Die Erfindung betrifft daher ein
Verfahren zur Verstärkung
der Fertilisationsaktivität
von Spermatozoen, insbesondere zur Vergrößerung der Motilität von Spermatozoen,
umfassend das Behandeln von Spermatozoen mit einem Phosphatidylinositol-3-Kinase
(PI3K-Inhibitor, welcher ausgewählt
ist aus der Gruppe, bestehend aus 2-(4-Morpholinyl)-8-phenyl-4H-1-benzopyran-4-on (LY294002),
und Derivaten und Analogen davon. Die Erfindung betrifft weiterhin
Spermatozoen, bei welchen die Aktivität der Phosphatidylinositol-3-Kinase
inhibiert ist, als auch die Verwendung eines PI3K-Inhibitors, welcher
ausgewählt
ist aus der Gruppe, bestehend aus 2-(4-Morpholinyl)-8-phenyl-4H-1-benzopyran-4-on
(LY294002), und Derivaten und Analogen davon, zur Verbesserung der
Fertilisationsrate bei assistierten Reproduktionstechniken (ART).
Ein dritter Aspekt der Erfindung betrifft die Verwendung eines Phosphatidylinositol-3-Kinase(PI3K)-Inhibitors,
welcher ausgewählt
ist aus der Gruppe, bestehend aus 2-(4-Morpholinyl)-8-phenyl-4H-1-benzopyran-4-on
(LY294002), und Derivaten und Analogen davon, zur Herstellung eines
Medikaments zur Behandlung der Infertilität, insbesondere der männlichen
Infertilität.
Ein vierter Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft Verfahren
der ART-Therapie, umfassend das Behandeln von Spermatozoen mit einem
Phosphatidyl-3-Kinase-Inhibitor, welcher ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend
aus 2-(4-Morpholinyl-8-phenyl-4H-1-benzopyran-4-on
(LY294002), und Derivaten und Analogen davon. Ein fünfter Aspekt
der Erfindung betrifft ein Medium zur Aufbewahrung und/oder zum Transport
von Spermatozoen, umfassend einen Phosphatidylinositol-3-Kinase-Inhibitor,
welcher ausgewählt ist
aus der Gruppe, bestehend aus 2-(4-Morpholinyl)-8-phenyl-4H-1-benzopyran-4-on (LY294002),
und Derivaten und Analogen davon.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1 zeigt
die Wirkung von 10 μM
des PI3K-Inhibitors LY294002 auf die Motilität von Spermatozoen. 1A: Schnelle progressive
Komponente bei drei individuellen Patienten. Jedes Symbol repräsentiert
einen individuellen Patienten. 1B:
Schnelle progressive Motilität
(a) und schnelle und langsame progressive Motilität (a+b)
der Spermatozoen; Mittelwerte ± SEM.
P indiziert den p-Wert LY zeigt LY294002 an.
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2 zeigt
die Wirkung von 100 μM
LY294002 auf die progressive Motilität der Spermatozoen, erhalten
durch die "swim-up-Methode".
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3 zeigt
die Wirkung von 10 μM
und 100 μM
LY294002 auf die progressive Motilität von Spermatozoen, erhalten
durch die "swim-up-Methode"; Mittelwerte ± SEM.
C indiziert die Kontrolle, LY indiziert LY294002. Die Einfügung ("Insert") zeigt die Wirkungen
von 100 μM
LY294002 auf die Vitalität
von Spermatozoen, erhalten durch die "swim-up-Methode".
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4 zeigt
die Wirkung von 10 μM
LY294002 auf die progressive Motilität von Spermatozoen, erhalten durch
die "swim-up-Methode". 4A zeigt die Wirkung auf die schnelle
progressive Komponente (Motilität
a) bei individuellen Patienten. Jedes Symbol steht für einen
individuellen Patienten. 4B zeigt
ein Histogramm, das die Wirkung auf die schnelle progressive Motilität (a) und
die schnelle plus langsame progressive Motilität (a+b) der Spermatozoen (Mittelwerte ± SEM)
wiedergibt.
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5 zeigt
die Dosis-Reaktions-Kurve bei steigenden Konzentrationen von LY294002
(μm) (x-Achse) auf
die schnelle Vorwärtsmotilität der Spermatozoen
(y-Achse), erhaltend durch die "swim-up-Methode".
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6 zeigt
ein Histogramm, das die Spermienparameter VCL ("percentage curvilinear velocity, prozentuale
krummlinige Geschwindigkeit), VAP ("average path velocity, durchschnittliche
Weggeschwindigkeit), VSL ("straight-line
velocity", Vorwärtsgeschwindigkeit)
und HA ("hyperactivated
sperm fraction",
hyperaktivierte Spermienfraktion) wiedergibt, wie durch Computer-unterstützte Spermienanalyse
(CASA) in den Spermienproben aus zwölf verschiedenen oligoasthenospermen
Personen bestimmt.
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7 zeigt
ein Histogramm, das die Wirkung von verschiedenen Mengen von Lithiumchlorid
(LiCl) mit oder ohne 10 μM
LY294002 auf die prozentuale Vorwärtsmotilität von Spermienzellen wiedergibt.
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Beschreibung
der Erfindung
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Es ist ein Ziel der vorliegenden
Erfindung, ein Verfahren zur Verbesserung der Fertilisationsaktivität von Spermatozoen
zur Verfügung
zu stellen, insbesondere zur Steigerung der Motilität von Spermatozoen. Das
erfindungsgemäße Verfahren
umfaßt
das Behandeln von Spermatozoen mit einem Phosphatidylinositol-3-Kinase(PI3K)-Inhibitor,
welcher ausgewählt
ist aus der Gruppe, bestehend aus 2-(4-Morpholinyl)-8-phenyl-4H-1-benzopyran-4-on
(LY294002), und Derivaten und Analogen davon.
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LY294002 ist die chemische Verbindung
2-(4-Morpholinyl)-8-phenyl-4H-1-benzopyran-4-on, wie beispielsweise
bei Vlahos et al. (1994) beschrieben. Derivate und Analoge davon
können
auch erfindungsgemäß verwendet
werden.
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Ein Verfahren, bei dem der PI3K-Inhibitor
LY294002 ist, ist erfindungsgemäß besonders
bevorzugt. Dieses Agens hat sich als besonders wirksam zur Erhöhung der
Fertilisationsaktivität
von Spermien erwiesen.
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Die Erfindung basiert auf der Erkenntnis,
daß dieser
Phosphatidylinositol-3-Kinase-Inhibitor eine ausgeprägte positive
Wirkung auf die Parameter hat, die die Fertilisationsaktivität von Samenzellen
bestimmen, nämlich
die Parameter, die relevant für
die Eignung der Samenzellen für
die Befruchtung (Fertilisation) einer Oozyte sind. Die bedeutendsten
Faktoren, die an der Befähigung
zur Fertilisation beteiligt sind, sind die Zahl der aktiven Spermien
und die Motilität
der Spermatozoen. Nach dem WHO-Handbuch wird eine Motilität von 50%
als untere Grenze des Normalbereichs angenommen.
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In Übereinstimmung mit der Erfindung
ist nun herausgefunden worden, daß sowohl die Anzahl der beweglichen
(motilen) Spermien, die aus den Samenproben erhältlich sind, wie auch die Motilität der individuellen Spermatozoen
durch PI3K-Inhibitoren, welche aus der Gruppe, bestehend aus 2-(4-Morpholinyl)-8-phenyl-4H-1-benzopyran-4-on
(LY294002), und Derivaten und Analogen davon, ausgewählt sind,
signifikant gesteigert werden können,
wodurch die Rolle dieser PI3K-Inhibitoren als Fertilitätsverstärker indiziert
wird. Diese Wirkung ist bei normospermen Individuen detektierbar.
Gleichwohl ist es sogar bei Spermatozoen, die pathogene Merkmale
aufweisen, noch stärker
ausgeprägt,
bspw. bei oligoasthenospermen Patienten, nämlich bei jenen Patienten,
die eine reduzierte Gesamtzahl von Spermatozoen und eine reduzierte
Motilität
der Spermatozoen aufweisen. Die Erfindung macht es möglich, den
Prozentsatz der Spermatozoen mit progressiver Motilität zu erhöhen, wodurch
die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Fertilisation signifikant
verbessert wird. Daher hilft das erfindungsgemäße Verfahren solchen Patienten,
die die Verwendung von ICSI zugunsten einer weniger invasiven ART,
wie konventioneller IVF, vermeiden möchten.
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Die Begriffe "Spermatozoen" oder "Sperma/Spermien/Samenzellen" werden hierin synonym
verwendet und beziehen sich auf männliche Gameten. "Samen' oder "Samenflüssigkeit" enthalten sowohl
Samenzellen als auch Samenplasma.
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Die Bezeichnung "Steigerung der Fertilisationsaktivität von Spermatozoen" bedeutet irgendeine
Erhöhung,
Verbesserung oder Veränderung
zum Besseren der Parameter, die die Qualität oder Aktivität der Samenzelle
bestimmen, wie zum Beispiel die prozentuale krummlinige Geschwindigkeit
(VCL, "percentage
curvilinear velocity"),
die durchschnittliche Weggeschwindigkeit (VAP, "average path velocity"), die Vorwärtsgeschwindigkeit
(VSL, "straight-line velocity") und die hyperaktivierte
Spermienfraktion (HA, "hyperactivated sperm
fraction"). Die
Qualität
der Spermatozoen bestimmt die Fertilisationsrate bei assistierten
Reproduktionstechniken (ART).
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Der Begriff "Steigerung" der Spermatozoenmotilität, wie hierin
verwendet, ist so gemeint, daß er
jegliche Verstärkung,
Erhöhung,
Verbesserung oder Veränderung
zum Besseren der Qualität
oder der Fertilisationsaktivität
oder der Motilität
oder der Geschwindigkeit der Zellen umfaßt.
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Der Begriff "Phosphatidylinositol-3-Kinase" oder "PI3K", wie hierin verwendet,
umfaßt
ein beliebiges Mitglied der PI3K-Familie, also jene verwandten Enzyme,
die eine Aktivität
aufweisen, wie in der Einführung dargestellt.
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Ein "Inhibitor der Phosphatidylinositol-3-Kinase" wird auch als PI3K
bezeichnet und inhibiert die Produktion von D-3-Phospoinositiden
in der Zelle. Die Bezeichnung D-3-Phosphoinositide soll Derivate von Phosphatidylinositol
umfassen, die in der D-3-Position des Inositolrings phosphoryliert
sind, und umfaßt,
zum Beispiel, Phosphatidylinositol(3)monophosphat (PI(3)P), Phosphatidylinositol(3,4)bisphosphat
(PI(3,4)P2) oder Phosphatidylinositol(3,4,5)trisphosphat
(PI(3,4,5)P3).
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In einer bevorzugten Ausführungsform
wird das Behandeln der Spermatozoen mit einem Phosphatidylinositol-3-Kinase(PI3K)-Inhibitor,
welcher ausgewählt
ist aus der Gruppe, bestehend aus 2-(4-Morpholinyl)-8-phenyl-4H-1-benzopyran-4-on
(LY294002), und Derivaten und Analogen davon, auf der Samenflüssigkeit,
die die Spermatozoen umfaßt,
durchgeführt.
Die Durchführung
dieser erfindungsgemäßen Methode
direkt auf der Samenflüssigkeit
ohne jede weitere Behandlung hat den Vorteil, daß sie einfach und schnell ist.
Da der PI3K-Inhibitor
nach der Erfindung die Motilität
der Samenzellen erhöht,
ist die Entfernung des Samenplasmas nicht notwendig.
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In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
umfaßt
das Verfahren weiterhin das Abtrennen der Spermatozoen durch Spermatozoen-Abtrennungsmethoden,
die in den assistierten Reproduktionstechniken (ART) verwendet werden.
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Da das Samenplasma Faktoren, die
die Befähigung
und die Fertilisation inhibieren, wie auch eine beträchtliche
Menge von nicht-motilen Spermatozoen sogar bei einem fertilen Individuum
enthält,
ist es vorteilhaft, die motilen Samenzellen von der Flüssigkeit,
nicht-motilen und morphologisch defekten Spermatozoen abzutrennen.
Dieser Schritt ist wichtig in der traditionellen ART, wie bspw.
IVF, GIFT oder IUI. Er führt
zu einer Erhöhung
der Erfolgsrate der Fertilisation auch bei dem erfindungsgemäßen Verfahren.
Es ist aus den Beispielen offensichtlich, daß die Steigerung bei der Spermatozoen-Motilität durch
einen Phosphatidylinositol-3-Kinase-Inhibitor sogar noch ausgeprägter bei
den Spermatozoen ist, welche vom Samenplasma abgetrennt worden sind.
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In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird das Abtrennen (Separieren) der Spermatozoen durch
eine Methode, ausgewählt
aus der "Wash-und-Spin-Methode", der Sedimentationsmethode,
der direkten "swim-up-Methode" der "Pellet-und-swim-up-Methode" und der Auftriebsdichtegradienten-Methode
("buoyant density
gradient method"),
durchgeführt.
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Diese Methoden sind im Stand der
Technik gut bekannt. Sie werden traditionell bei den assistierten Reproduktionstechniken
eingesetzt und sind im Detail im "A textbook of In vitro Fertilization
and Assisted Reproduction, The Bourn Hall guide to clinical and
laboratory practice",
editor: Peter R. Brinsden, The Parthenon Publishing Group" (1999) auf den Seiten
204 bis 208 beschrieben. Dieses Lehrbuch wird im folgenden als "Bourn Hall Guide" bezeichnet.
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Vorzugsweise wird das Abtrennen der
Spermatozoen mit der direkten "swim-up-Methode" durchgeführt.
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Diese Methode beinhaltet die Selbstselektion
der motilen Spermien, im wesentlichen umfassend das Aufschichten
eines Aliquots des Mediums auf die Oberfläche einer Samenprobe und es
zu erlauben, diese bei Raumtemperatur für eine gewisse Zeitdauer stehen
zu lassen. Die beweglichen (motilen) Samenzellen werden in die Oberschicht
(Medium) wandern, aus welcher sie gewonnen werden können. Die
Methode kann auch Zentrifugationsschritt(e) einschließen.
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Der Vorteil der "swim-up-selektierten" Spermatozoen ist, daß die motilen
Zellen, die in der Probe vorliegen, isoliert und konzentriert werden
und daß der
Anteil der morphologisch normalen Spermien vergrößert wird. Es wird in den Beispielen
gezeigt, daß das
erfindungsgemäße Verfahren
zu einer Steigerung der Menge der Spermatozoen, gewonnen aus der
Samenflüssigkeit
durch die "swim-up-Methode" führt. Dies
ist auf die gesteigerte Motilität
der Spermien zurückzuführen, welche
daher schneller und in größeren Mengen
in die obere Phase der Probe wandern.
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Die Methode kann variiert und mit
weiteren Isolierungs-/Abtrennungstechniken kombiniert werden, abhängig von
der Menge der motilen Zellen in der Probe. Zum Beispiel kann die "swim-up"-Vorgehensweise durch
das Beschichten von einem 1 ml Medium, enthaltend Albumin, auf einem
1 ml darunter liegender Samenflüssigkeit
in einem Teströhrchen
durchgeführt
werden. Nach einer Stunde Inkubation bei 37°C an der Luft oder in 5% CO2 wird die obere Phase des Mediums, zu welcher
die Spermatozoen mit besseren Motilitätscharakteristika gewandert
sind, gesammelt. Diese Technik kann auch einen Zentrifugationsschritt
umfassen oder kann mit einem solchen kombiniert werden, zum Beispiel
Zentrifugation auf Percoll-Gradienten. Die abgetrennten, isolierten
und angereicherten Spermatozoen werden dann in assistierten Reproduktionstechniken
eingesetzt oder können
zum Beispiel, bevor sie weiterbehandelt werden, tiefgefroren werden.
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Vorteilhafterweise wird die Inkubation
der Spermatozoen mit dem PI3K-Inhibitor auf der Samenflüssigkeit
ausgeführt,
und dann die "swim-up"-Selektion durchgeführt. Danach
können
die Spermatozoen einmal oder mehrere Male gewaschen werden, um den
PI3K-Inhibitor zu eliminieren, bevor sie für die Fertilisation weiterbehandelt
werden.
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Vorzugsweise wird das erfindungsgemäße Verfahren
auf Säugetier-Spermatozoen
durchgeführt,
insbesondere auf humanen Spermatozoen.
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Vorzugsweise werden die Spermatozoen
mit einer Menge des PI3K-Inhibitors im Bereich von ungefähr 0,01
bis 1000 μM,
stärker
bevorzugt von ungefähr
5 bis 500 μM
und am stärksten
bevorzugt von ungefähr
10 bis 100 μM
behandelt. Das Behandeln der Spermatozoen mit dem PI3K-Inhibitor
umfaßt
vorzugsweise das Inkubieren der Spermatozoen für einen Zeitraum im Bereich
von ungefähr
30 Minuten bis 10 Stunden, vorzugsweise von ungefähr 1 bis
8 Stunden, am stärksten
bevorzugt von ungefähr
2 bis 6 Stunden bei einer Temperatur von ungefähr 37°C.
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Es ist ein weiteres Ziel der Erfindung,
Spermatozoen, die eine verbesserte Fähigkeit der Fertilisationseignung
aufweisen, zur Verfügung
zu stellen. Daher betrifft die Erfindung weiterhin Spermatozoen,
bei welchen die Aktivität
der Phosphatidylinositol-3-Kinase inhibiert ist. Die Erfindung betrifft
auch Spermatozoen, die aus dem oben beschriebenen Verfahren erhältlich sind.
Die Spermatozoen, bei welchen die Phosphatidylinositol-3-Kinase
inhibiert ist oder welche in einem erfindungsgemäßen Verfahren erhalten wurden,
zeigen eine verbesserte Fertilisationsaktivität, eine, verglichen mit unbehandelten
Samenzellen, höhere
Motilität
und daher eine bessere Leistung in Hinblick auf die Fertilsation.
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Wie oben erwähnt, bestimmt die Fertilisationsaktivität der Samenzellen
die Fertilisationsrate bei ART. Die Erfindung betrifft daher weiterhin
die Verwendung von einem PI3K-Inhibitor, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend
aus 2-(4-Morpholinyl)-8-phenyl-4H-1-benzopyran-4-on (LY294002), und Derivaten und Analogen davon,
zur Verbesserung der Fertilisationsrate bei assistierten Reproduktionstechniken
(ART).
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Jede aus dem Stand der Technik bekannte
assistierte Reproduktionsmethode kann erfindungsgemäß eingesetzt
werden. In bevorzugten Ausführungsformen
werden die assistierten Reproduktionstechniken ausgewählt aus
In-Vitro-Fertilisation (IVF), Intra-Eileiter-Transfer von Gameten
(GIFT) und Intrauteriner Insemination (IUI).
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Die Erfindung betrifft weiterhin
die Verwendung von einem Phosphatidylinositol-3-Kinase (PI3K-Inhibitor,
ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus 2-(4-Morpholinyl)-8-phenyl-4H-1-benzopyran-4-on (LY294002),
und Derivaten und Analogen davon, zur Herstellung eines Medikaments
zur Behandlung der Infertilität,
insbesondere der männlichen
Infertilität.
Wäh rend
die Erfindung in weiteren Details für In-Vitro-Fertilisationstechniken
beschrieben ist, wird durch den Fachmann erkannt, daß die Verbindung
in Hinblick auf die Aktivität
genauso wirksam sein kann, wenn das Medikament in vivo verabreicht
wird.
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In diesem Fall wird das Medikament
vorzugsweise in Form einer pharmazeutischen Zusammensetzung, umfassend
den Phosphatidylinositol-3-Kinase-Inhibitor zusammen mit einem oder
mehreren pharmazeutisch akzeptablen Trägern und/oder Exzipienten,
dargeboten. Eine "wirksame
Menge" bezieht sich
auf eine Menge der aktiven Bestandteile, die ausreichend ist, die
Fertilisationsaktivität
zu beeinflussen, insbesondere die Mobilität der Spermatozoen. Die wirksame
Menge wird vom Verabreichungsweg und vom Zustand des Patienten abhängen.
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"Pharmazeutisch
akzeptabel" soll
jeden Träger
umfassen, der nicht mit der Wirksamkeit der biologischen Aktivität des aktiven
Bestandteils interferiert und der nicht toxisch gegenüber dem
Wirt ist, dem er verabreicht wird. Zum Beispiel können – für die parentexale
Verabreichung – die
obigen aktiven Bestandteile in Form einer Einheitsdosierung für Injektion
in Vehikula, wie zum Beispiel Kochsalzlösung, Dextroselösung, Serumalbumin
und Ringer's Lösung, formuliert
werden. Neben dem pharmazeutisch akzeptablen Träger, können die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
auch geringe Mengen herkömmlicher
Additive, wie zum Beispiel Stabilisatoren, Exzipienten, Puffer und
Konsevierungsmittel, umfassen.
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Die Verabreichung eines solchen aktiven
Bestandteils kann auf intravenösem,
intramuskulärem
oder subkutanem Weg erfolgen. Andere Vexabreichungswege, die die
gewünschten
Blutwerte der jeweiligen Bestandteile sicherstellen können, sind
durch die vorliegende Erfindung mitumfaßt.
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Die Erfindung betrifft weiterhin
die Verwendung von einem Phosphatidylinositol-3-Kinase (PI3K)-Inhibitor,
ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus 2-(4-Morpholinyl)-8-phenyl-4H-1-benzopyran-4-on (LY294002),
und Derivaten und Analogen davon, zur Herstellung eines Medikaments
zur Verbesserung der Fertilisationsaktivität von Spermatozoen, insbesondere
zur Steigerung der Motilität
von Spermatozoen.
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Die Verwendung von LY294002 als Phosphatidylinositol-3-Kinase-Inhibitor
ist hoch bevorzugt.
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Es ist ein weiteres Ziel der vorliegenden
Erfindung, eine Verbesserung der ART-Therapie bereitzustellen. Die
Verbesserung besteht darin, daß bei
bekannten Techniken zur assistierten Fertilisation ein Schritt aufgenommen
wird, der das Behandeln von Spermatozoen mit einem Phosphatidylinositol-3-Kinase(PI3K)-Inhibitor
umfaßt,
ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus 2-(4-Morpholinyl)-8-phenyl-4H-1-benzopyran-4-on (LY294002),
und Derivaten und Analogen davon. Die weiteren Schritte, die bei
assistierten Reproduktionstechniken eingesetzt werden, sind dem
Fachmann wohl bekannt und können
aus dem WHO-Handbuch (s. oben) oder dem "Bourn Hall Guide" (siehe oben) entnommen werden.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung werden die ART aus In-Vitro-Fertilisation (IVF), Intra-Eileiter-Transfer
von Gameten (GIFT) oder Intrauteriner Insemination (IUI) ausgewählt.
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Es ist ein weiteres Ziel der vorliegenden
Erfindung, ein Medium zur Aufbewahrung und/oder zum Transport von
Spermatozoen, die verbesserte Eigenschaften aufweisen, zur Verfügung zu
stellen. Die Erfindung betrifft daher auch ein Medium, das einen
Phosphatidylinositol-3-Kinase(PI3K)-Inhibitor umfaßt, ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus 2-(4-Morpholinyl)-8-phenyl-4H-1-benzopyran-4-on
(LY294002), und Derivaten und Analogen davon, umfaßt. Abgesehen
vom PI3K-Inhibitor kann das Medium jede beliebige weitere Komponente
enthalten, die für
die Aufbewahrung und/oder den Transport, abhängig von der Art der erforderlichen
Aufbewahrung und/oder des erforderlichen Transports, brauchbar ist.
Zum Beispiel können
die Spermatozoen bei Raumtemperatur oder durch Kryokonservierung
aufbewahrt werden. Das letztere ist üblich für die Aufbewahrung von Zellen
für einen
längeren
Zeitraum. Spezifische Beispiele der weiteren Komponenten des Mediums
können
zum Beispiel aus der WO 97/16965 entnommen werden. Weitere spezifische
Medien, die für die
Kryokonservierung von Samen geeignet sind, sind im Appendix II,
Seite 541 und 542 des "Bourn
Hall Guide" (siehe
oben) zum Beispiel aufgenommen. Sie könnten um einen erfindungsgemäßen PI3K-Inhibitor
ergänzt
werden, um die Fertilisationsaktivität zu verbessern, insbesondere
die Motilität
der Spermien, bevor die Fertilisation stattfindet.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
umfaßt
das Medium Säugetier-Spermatozoen,
insbesondere humane Spermatozoen. In einer hoch bevorzugten Ausführungsform
ist der PI3K-Inhibitor
LY294002.
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In noch einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform
umfaßt
das erfindungsgemäße Medium
Mengen vom PI3K-Inhibitor im Bereich von ungefähr 0,01 bis 1000 μM, vorzugsweise
von ungefähr
5 bis 500 μM
und am stärksten
bevorzugt von ungefähr
10 bis 100 μM.
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Nachdem nun die Erfindung beschrieben
worden ist, wird sie durch Bezug auf die nachfolgenden Ausführungsbeispiele,
die zum Zwecke der Illustration bereitgestellt werden, noch einfacher
verständlich.
Die Beispiele sollen die vorliegende Erfindung nicht begrenzen.
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Ausführungsbeispiele
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In den Experimenten, auf denen die
folgenden Ausführungsbeispiele
beruhen, sind Standardmethoden der In-Vitro-Fertilisation eingesetzt
worden. Bezüglich
der Details dieser Methoden wird auf das "WHO-Handbuch" (WHO laboratory manual for the examination
of human semen and sperm-cervical mucus interactions, 4. Auflage,
Cambridge University Press (1999)) Bezug genommen. Im besonderen
kann die direkte "swim-up-Methode" den Seiten 104 bis
106 dieses Handbuchs entnommen werden.
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Ausführungsbeispiel 1
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Wirkung von LY294002 auf
die schnelle Motilität
der Spermatozoen
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Spermatozoen wurden nach den Standardvorgehensweisen
der IVF aufbereitet. Kurz gefaßt,
wurden die Spermatozoen aus 3 oligoasthenospermen Personen, die
sich einer Samenanalyse wegen Infertilität des Paares nach "informed consent" unterzogen haben,
aufbereitet. 10 μM
des PI3K-Inhibitors LY294002 wurden direkt zur Samenflüssigkeit
hinzugegeben und 2 Stunden bei 37°C
und 5% CO2 inkubiert. Die Motilität der Spermatozoen
wurde dann unter dem Mikroskop entsprechend den Vorgehensweisen
des WHO-Handbuchs blind evaluiert. Die Ergebnisse dieser Evaluierung
sind in 1 dargestellt.
Die Inkubation mit der Verbindung verursacht eine Steigerung der
schnellen Motilität
der Spermatozoen in der Samenflüssigkeit
(1A). 1B zeigt, daß die Steigerung nicht nur
für die
schnelle Mobilität
beobachtet wurde (a), sondern auch beim Prozentsatz der Vorwärtsmotilität (schnelle
und langsame Komponente a+b).
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In einer Gruppe von 7 Proben, die
7 Individuen entnommen wurden, wurde der Phosphatidylinositol-3-Kinase-Inhibitor
LY294002 in einer höheren
Konzentration (100 μM
hinzugegeben. Nach der Inkubation mit der Verbindung für 2 Stunden
wurde die "swim-up-Selektion" der Spermatozoen
entsprechend den Vorgehensweisen, die im WHO-Handbuch beschrieben
sind, durchgeführt.
Die Inkubation der Samenzellen mit einer 10-fach höheren Konzentration
des Inhibitors (100 μM)
in Kombination mit der "swim-up-Selektion" führte zu einer
signifikanten Steigerung der progressiven Motilität in allen
7 Proben (wie in 2 gezeigt).
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Tabelle I faßt die Ergebnisse, die in einem ähnlichen
Experiment mit 20 oligoasthenospermen Patienten erhalten wurden,
zusammen. Die Verbindung wurde in einer Konzentration von 10 μM hinzugegeben.
Die Wirkungen der Zugabe von LY294002 zum Samenplasma auf den Prozentsatz
der Vorwärtsmotilität der Spermien
sowohl im Samenplasma als auch in der wiedergewonnenen "swim-up-Fraktion", gemessen nach Inkubation
mit der Verbindung, führte
zu einer Steigerung von 39% der Vorwärtsmotilität der Spermen im Samenplasma
und von 26% bei den "swim-up-selektierten" Samenzellen.
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Tabelle II faßt die Wiedergewinnung der
Samenzellen beim "swim-up", welche um 43%,
verglichen mit der Kontrolle, gesteigert wurde, zusammen. Derart
führt die
Inkubation von Samen mit dem Phosphatidylinositol-3-Kinase-Inhibitor
zu einer signifikanten Steigerung bei der Gewinnung von Spermatozoen
während
der "swim-up-Selektion".
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3 faßt die Ergebnisse,
die in einem ähnlichen
Experiment auf Proben von einer größeren Anzahl von Patienten
erhalten wurden, zusammen. Die Samenzellen wurden der "swim-up-Selektionsmethode" unterzogen. Die
Behandlung mit 10 μM
des Phosphatidylinositol-3-Kinase-Inhibitors
LY294002 führte
zu einer Steigerung von 58% bei der progressiven Motilität (21 Patienten),
verglichen mit der Kontrolle (40 Patienten, ohne LY294002). Die
Behandlung der Proben von 29 Patienten mit 100 μM des Inhibitors führte zu
einer Steigerung der Motilität
von 67%, verglichen mit der Kontrolle, also zu einer zusätzlichen
Erhöhung
der Motilität der
Spermatozoen von ungefähr
10%.
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Die Wirkung von 100 μM LY 294002
auf die Lebensfähigkeit
der Spermatozoen wurde auch untersucht (siehe Einfügung von 3). Die Inkubation für 2 Stunden
mit LY294002 verän derte
die Vitalität
der Zellen nicht, wie unter Verwendung des Eosintests und hypoosmotischer
Aufquellung bewertet wurde. Sogar nach 48 Stunden Inkubation wurde
keine Wirkung auf die Lebensfähigkeit
der Spermien in einer beliebigen der getesteten Proben (nicht dargestellt)
beobachtet.
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4 zeigt
die Ergebnisse eines weiteren Experiments, das in der gleichen Weise,
wie oben für
die Proben von 12 individuellen Patienten dargestellt, durchgeführt wurde.
Eine Verbesserung der prozentualen progressiven Motilität nach 2
Stunden Inkubation der Samenzellen mit LY294002 war eindeutig detektierbar, sowohl
für die
schnelle Komponente (a) als auch für die schnelle und langsame
Komponente (a+b).
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Die Experimente, die oben beschrieben
wurden, wurden auf Proben von oligoasthenospermen Individuen durchgeführt. Die
Wirkungen auf die Stimulation der progressiven Motilität durch
LY294002 sind stärker ausgeprägt, je ernsthafter
die Spermienpathologie der Patienten ist (Oligospermie, Asthenospermie,
Teratospermie). Gleichwohl konnte die Wirkung dieser Verbindung
auch bei normospermen Personen beobachtet werden. Die Wirkung der
Inkubation mit 10 μM
LY294002 für
2 Stunden, gefolgt von einer "swim-up-Selektion", führte zu
einer Steigerung von 53,5 ± 2,0%
bis 76,3 ± 1,5%
bei der Vorwärtsmotilität der Spermatozoen
von 88 zufällig
ausgewählten
Personen (nicht gezeigt).
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Dieser Effekt von LY294002 auf Proben
von normospermen Individuen war dosisabhängig, wie in 5 gezeigt. Die Werte für die schnelle
Vorwärtsmotilität steigerten
sich mit erhöhten
Dosen des aufgebrachten Inhibitors (von 0 bis 1000 μM). Die Werte
wurden in Hinblick auf den Kontrollwert (Null) berechnet. Die erwartete
sigmoidale Kurve zeigt die dosisabhängige Wirkung des Inhibitors
auf die schnelle Vorwärtsmotilität der behandelten
gegenüber
den unbehandelten Spermatozoen, was einen EC50-Wert (Wirkungsdosis
von 50%) von ungefähr
1 μM ergibt.
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Ähnliche
Wirkungen auf Spermatozoen sind bei Verwendung eines nicht-verwandten
Phosphatidylinositol-3-Kinase-Inhibitors, Wortmannin, beobachtet
worden.
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Der experimentelle Nachweis, wie
oben beschrieben, zeigt, daß zwei
verschiedene Inhibitoren des Enzyms Phosphatidylinositol-3-Kinase
bei der Verbesserung der Spermatozoenmotilität hochwirksam sind. Diese Wirkung
ist besonders ausgeprägt
bei pathogenen Spermatozoen, allerdings auch detektierbar bei normospermen
Individuen. Die Ergebnisse, die oben dargestellt sind, zeigen, daß die Inkubation
von Spermatozoen mit einem Phosphatidylinositol-3-Kinase-Inhibitor,
wenn aufgenommen bei traditionellen assistierten Reproduktionstechniken,
zu einer Steigerung der Samenzellmotilität führt, was die Wahrscheinlichkeit
der Fertilisation bei ART vergrößert.
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Ausführungsbeispiel 2
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Wirkung von LY294002 auf
weitere Samenzellparameter
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Die Steigerung bei der Vorwärtsmotilität, gezeigt
in Beispiel 1, war mit einer Steigerung bei den Spermienparametern,
die die Fertilisationsaktivität
von Spermatozoen in vitro betreffen, verbunden, wie zum Beispiel
der prozentualen krummlinigen Geschwindigkeit (VCL, "percentage curvilinear
velocity"), der
durchschnittlichen Weggeschwindigkeit (VAP, "average path velocity"), der Vorwärtsgeschwindigkeit
(VSL, "straight-line
velocity") und der
hyperaktivierten Spermienfraktion (HA, "hyperactivated sperm fraction"). Diese Parameter
wurden durch Computer-unterstützte
Spermienanalyse (CASA) in Spermaproben von 12 verschiedenen oligoasthenospermen
Personen bestimmt. Die Ergebnisse sind in 6 gezeigt. Alle diese Parameter wurden
in statistisch signifikanter Weise durch die Inkubation mit 10 μM LY294002,
verglichen mit der Kontrollprobe, gesteigert, was eine signifikante
Gesamtverbesserung der Fertilisationsaktivität von Samenzellen anzeigt.
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Ähnliche
Wirkungen auf Spermatozoen sind bei Verwendung eines nicht-verwandten
Phosphatidylinositol-3-Kinase-Inhibitors, Wortmannin, beobachtet
worden.
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Diese Resultate zeigen die Gesamtverbesserung
der relevanten Parameter, die die Fertilisationsaktivität von Samenzellen
betreffen, durch Phosphatidylinositol-3-Kinase-Inhibitoren. Da alle
der oben genannten Parameter für
die Fertilisationsrate, die bei assistierten Fertilisationstechniken
erhalten wird, wesentlich sind, stellt die Erfindung ein Agens bereit,
das für
die Behandlung von schwerer, männlich
bedingter Infertilität
einsetzbar ist.
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Ausführungsbeispiel 3
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Wirkung von LY294002 auf
die Vorwärtsmotilität von H2O2- oder LiCl-behandelten
Spermatozoen.
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Es ist bekannt, daß reaktive
Sauerstoffspezies (ROS), welche während der Spermavorbereitung
für IVF
erzeugt werden, ungünstige
Wirkungen auf das Spermafertilisationspotenzial ausüben können. Insbesondere
reduziert H2O2 unter
den ROS die Motilität
stark, wenn es zu Spermienproben mit mikromolaren Konzentrationen
hinzugegeben wird. Daher wurde die Wirkung von LY294002 auf H2O2 behandelte Samenzellen
untersucht. Die Verbindung wurde auf die "swim-up-selektierten" Spermatozoenproben von oligoasthenospermen
Patienten in Mengen von 10 μM
entweder allein oder in Kombination mit 200 μM H2O2 hinzugegeben. Es wurde beobachtet, daß die ungünstigen
Wirkungen, die durch 200 μM
H2O2 auf die Spermienmotilität ausgeübt wurden,
vollständig
durch Zugabe von LY294002 zum Inkubationsmedium (Tabelle III) aufgehoben
wurden, was eine protektive Aktivität der Verbindung in Hinblick
auf die ROS-Wirkungen zeigt.
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LiCl ist auch als Inhibitor der Samenzellmotilität bekannt.
Eine Inkubation der "swim-up-selektierten" Spermatozoen mit
10 μM LY294002
für 2 Stunden
entweder mit oder ohne unterschiedliche Konzentration von LiCl führte zu
einer Aufhebung der Wirkung von LiCl-induzierter Inhibition der Spermienmotilität (7. Ähnliche Wirkungen auf Spermatozoen
sind unter Verwendung eines nicht-verwandten Phosphatidylinositol-3-Kinase-Inhibitors,
Wortmannin, beobachtet worden.
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In diesem Beispiel ist die Aktivität von Phosphatidylinositol-3-Kinase-Inhibitoren
zur Rettung von Spermatozoen gegenüber schädlichen Agenzien, welche bei
assistierten Fertilisationstechniken erzeugt werden, gezeigt worden.
Daher stellt die Erfindung eine entscheidende Verbesserung der ART
dar, was zu einer höheren
Fertilisationsrate und zu einer Eliminierung einiger der schwerwiegendsten
Nachteile dieser Techniken führt.
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Literaturreferenzen
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- Edwards RG "Widening
perspectives of intracytoplasmic sperm injection" (1999). Nature Medicine 5, 377–378.
- Luetjens CM, Payne C, Schatten G "Non-random chromosome positioning in
human sperm and sex chromosome anomalies intracytoplasmatic sperm
injection (1999). The Lancet 353, 1240.
- Vanhaesebroeck b, Leevers SJ, Panayotou G, Waterfield MD "Phosphatidylinositol-3-kinases:
a conserved family of signal transducers" (1997). Trends. Biochem. Sci. 22, 267–72.
- Vlahos CJ, Matter WF, Brown RF, Traynor Kaplan AE, Heyworth
PG, Prossnitz ER "Investigation
of neutrophil signal transduction using a specific inhibitor of
phoshatidylinositol-3-kinase" (1995). J. Immunol.
154, 2413–22.
- Vlahos CJ, Matter WF, Hui KY, Brown RF "A specific inhibitor of phosphatidylinositol-3-kinase, 2-(4-morpholinyl)-8-phenyl-4H-1-benzopyran-4-one
(LY294002)" (1994).
J. Biol. Chem. 269, 5241–48.