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Die vorliegende Erfindung betrifft
Polyfluorene mit Endkappengruppen, Filme und Vorrichtungen, die darauf
basieren.
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In jüngeren Jahren ist viel Aufmerksamkeit
Polymeren gewidmet worden, die zum Einbau in Feldeffekttransistoren,
Licht-emittierenden Dioden (LEDs) und Photovoltaik-Vorrichtungen
geeignet sind. Eine große Vielzahl
von Polymeren sind als aktive Medien in diesen elektronischen Vorrichtungen
eingebaut worden. Eine Klasse von Verbindungen, von der gefunden
worden ist, daß sie
für einen
solchen Zweck potentiell nützlich sind,
sind die Polyfluorene.
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Verschiedene Gründe unterstützen die Verwendung von Polyfluorenen
in diesen Vorrichtungen: Als erstes weisen Polyfluorene eindrucksvolle
Blauemissionseigenschaften auf, und deswegen zogen sie beträchtliche
Aufmerksamkeit auf sich im Hinblick auf ihr Potential zum Einbau
in Emissionsschichten von LEDs. Mehrere Berichte haben eine leuchtend
blaue Emission von Polyfluorenhomopolymeren gezeigt (A. W. Grice; D.
D. C. Bradley; M. T. Bernius; M. Inbasekaran; W. W. Wu; E. P. Woo;
Appl. Phys. Lett. 1998, 73, 629; Y. Yang und Q. Pei; J. Appl. Phys.
81, 3294 (1997)).
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Eine zweite wichtige Eigenschaft
von Polyfluorenen, insbesondere Polyfluorenhomopolymeren ist ihr thermotropes
flüssigkristallines
Verhalten, das es ermöglicht,
diese Polymere auf Alignment-Schichten, zum Beispiel geriebenen
Polyimidschichten zu orientieren (M. Grell, D. D. C. Bradley, M.
Inbasekaran, E. P. Woo, Adv. Mater. 9, 798 (1997); M. Grell, D.
D. C. Bradley, X. Long, T. Chamberlain, M. Inbasekaran, E. P. Woo,
M. Soliman, Acta Polym. 49, 439 (1998)). Eine Orientierung der Polymere
auf solchen Alignment-Schichten ermöglicht die Emission von linear
polarisiertem Licht, was besonders für Vorrichtungen, wie etwa Flüssigkristall (LC)-Anzeigen
nützlich
ist, bei denen Emissionsschichten, die Polyfluoren enthalten, als
Hintergrundleuchten verwendet werden. LEDs, die linear polarisiertes
Licht emittieren und ein dichroitisches Verhältnis hinsichtlich der Emission
von mehr als 20 und eine Helligkeit von mehr als 100 cd/m2 haben, konnten hergestellt werden, wenn
die Polyimid-Schichten mit geeigneten lochtransportierenden Molekülen gedopt
waren (M. Grell, W. Knoll, D. Lupo, A. Meisel, T. Miteva, D. Neher,
H. G. Nothofer, U. Scherf, H. Yasuda, Adv. Mater. 11, 671 (1999).
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Die Effizienz der Vorrichtungen,
die auf nicht-ausgerichteten und ausgerichteten Polyfluorenen beruhen,
ist jedoch immer noch zu niedrig für Anwendungen. Die Effizienz
einer Doppelschichtvorrichtung, umfassend eine quervernetzte lochtransportierende
Schicht (HTL) und eine Emissionsschicht (EML), basierend auf Poly(9,9-bis(n-octyl)fluoren-2,7-diyl)
(PFO) mit linearen Octylseitenketten war nur 0,25 cd/A (A. W. Grice;
D. D. C. Bradley; M. T. Bernius; M. Inbasekaran; W. W. Wu; E. P.
Woo; Appl. Phys. Lett. 73, 629 (1998)). Es wird berichtetet, daß Vorrichtungen
mit ausgerichteten Polyfluorenen, unter Verwendung von Poly(9,9-bis(2-ethylhexyl)fluoren-2,7-diyl)
sogar noch eine niedrigere Effizienz von näherungsweise 0,12 cd/A aufweisen
(M. Grell, W. Knoll, D. Lupo, A. Meisel, T. Miteva, D. Neher, H.
G. Nothofer, U. Scherf H. Yasuda, Adv. Mater. 11, 671 (1999)).
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Mehrere Versuche sind unternommen
worden, um Polyfluorene chemisch zu modifizieren, um die Vorrichtungseffizienz
zu erhöhen.
Zum Beispiel copolymerisierten Kim et al. (Macromolecular Symposia,
1999, 143, 221–230)
2,7-Diethinyl-9,9'-di-n-hexylfluoren
und 2,7-Dibrom-9,9'-di-n-hexylfluoren,
um Poly(9,9'-di-n-hexyl-2,7-fluorenylenethinylen)
zu ergeben. Das alternierende Copolymer emittierte eine blaue Farbe
mit einem Spitzenmaximum bei 475 nm bei Anregung bei entweder 340,
365 oder 400 nm. Das Hauptemissionsmaximum verschob sich auf 425
nm bei Anregung bei 340 nm, wenn das Polymer mit Polyvinylcarbazol
gemischt war (PVK). Licht-emittierende Dioden (LEDs), die mit dem
alternierenden Copolymer, das zwischen Indium-Zinn-Oxid-Glass und
Al eingebracht war, hergestellt wurden, emittierten ein Licht mit
einem Spitzenmaximum bei 550 nm. Das Spitzenmaximum verschob sich
auf 425 nm, wenn das Copolymer mit PVK gemischt wurde, wobei die
Mischverhältnisse
zwischen 5 bis 20% des emissiven Copolymers betrugen.
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Ein Farbtuning wurde mittels Einbau
von Benzothiadiazol, Perylen oder Anthracengruppen absichtlich erzielt
(Klaerner, G.; Davey, M. H.; Chen, W. D.; Scott, J. C.; Miller,
R. D.; Adv. Mater. 10, 993 (1998); M. Kreyenschmidt, G. Klärner, T.
Fuhrer, J. Ashenhurst, S. Karg, W. D. Chen, V. Y. Lee, J. C. Scott,
R. D. Miller, Macromolecules 31, 1099 (1998); Y. He, S. Gong, R.
Hattori, J. Kanicki, Appl. Phys. Lett. 74, 2265 (1999)). Das Problem
mit dem Einschluß solcher
chemischen Gruppen in die Polyfluorenhauptkette oder die Copolymerisierung
mit anderen Gruppen ist jedoch die unvermeidliche Modifizierung
von wesentlichen Eigen schaften der Hauptkette, wie etwa die Steilheit
und die geometrische Form, wodurch unvermeidlich der Charakter des
Polyfluoren verändert
wird, z. B. sein flüssigkristallines
Verhalten, sofern ein solches vor jeglicher Modifizierung vorhanden
war.
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Ein anderes Problem mit LED-Vorrichtungen,
die auf Polyfluoren-Emissionsschichten beruhen, ist, daß das Emissionsspektrum
einer solchen LED einen signifikanten Beitrag von längeren Wellenlängen aufweist,
insbesondere im Bereich des roten Teils des Spektrums (M. Grell,
D. D. C. Bradley, X. Long, T. Chamberlain, M. Inbasekaran, E. P.
Woo, M. Soliman; Acta Polym. 49, 439 (1998); M. Grell, W. Knoll,
D. Lupo, A. Meisel, T. Miteva, D. Neher, H. G. Nothofer, U. Scherf,
H. Yasuda, Adv. Mater. 11, 671 (1999); J. Teetsov, M. A. Fox; Journal
of Materials Chemistry 9, 2117 (1999), V. N. Bliznyuk, S. A. Carter,
J. C. Scott, G. Klärner,
R. D. Miller, und D. C. Miller; Macromolecules 32, 361 (1999)).
Die Stärke
dieses Beitrags verändert
sich stark mit dem Molekulargewicht und der Natur der Seitenketten.
Diese Situation wird durch die Tatsache erschwert, daß das Alignment
des Polymers in dem flüssigkristallinen
Zustand einen Temper-Schritt (annealing step) bei höheren Temperaturen
erfordert, was diesen unerwünschten
Rotbeitrag verstärkt.
Mehrere Versuche sind in Richtung auf eine Kontrolle von rot-verschobenen
Emissionsbanden unternommen worden. Diese schließen die Synthese von statistischen
(M. Kreyenschmidt, G. Klärner,
T. Fuhrer, J. Ashenhurst, S. Karg, W. D. Chen, V. Y. Lee, J. C.
Scott, R. D. Miller; Macromolecules 1998, 31, 1099) oder Block (D.
Marsitzky, M. Klapper, K. Müllen;
Macromolecules 1999, 32, 8685)-Copolymeren,
das Anhängen
von sterisch anspruchsvollen Gruppen (G. Klärner, R. D. Miller, C. J. Hawker;
Polym. Prepr. 1998, 1006) oder das thermische Quervernetzen von
terminalen reaktiven Gruppen z. B. Benzocyclobutan ((a) E. P. Woo,
M. Inbasekaran, W. Shiang, G. R. Roof, Int. Pat. Anm. WO97/05184
(1997); (b) M. Inbasekaran, W. Wu, E. P. Woo; US Pat. 5,770,070
(1998))-Einheiten oder ungesättigten
Funktionen (z. B. Styryl) (Klaerner, G.; Davey, M. H.; Chen, W.
D.; Scott, J. C; Miller, R. D.; Adv. Mater. 1998, 10, 993; G. Klärner, J.-I. Lee, V. Y. Lee,
E. Chan, J.-P. Chen, A. Nelson, D. Markiewitz, R. Siemens, J. C.
Scott, R. D. Miller; Chem. Mater. 1999, 11, 1800) ein. In den meisten
dieser Fälle
sind die elektronischen Eigenschaften ebenso wie das Phasenverhalten
deutlich verändert
worden im Vergleich zu dem der Polyfluoren-Homopolymere. Zum Beispiel
hat die Synthese von Block-Copolymeren
in der Tat zu einem sogar verstärkten
Beitrag von unerwünschten
rotverschobenen Emissionszuständen
geführt
(D. Marsitzky, M. Klapper, K. Müllen;
ibid.).
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Entsprechend ist es eine Aufgabe
der vorliegenden Erfindung, Polymere bereitzustellen, die zum Einbau
in elektronische Vorrichtungen, wie etwa FETs, LEDs und Photovoltaik-Vorrichtungen nützlich sind,
die keinen unerwünschten
Rotverschiebungsbeitrag zeigen. Insbesondere ist es eine Aufgabe
der vorliegenden Erfindung, Polyfluorene bereitzustellen, die zum
Einbau in diese Vorrichtungen nützlich
sind, die keinen unerwünschten
Rotverschiebungsbeitrag zeigen. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden
Erfindung ist es, Polymere, insbesondere Polyfluorene bereitzustellen,
die die Herstellung von elektronischen Vorrichtungen ermöglichen,
insbesondere LEDs, FETs und Photovoltaik-Vorrichtungen mit einer
höheren
Effizienz. Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Verbindung,
LEDs mit einer höheren
Leuchtstärke,
einer niedrigeren Einsetzspannung, einem vernachlässigbaren
Rotbeitrag, einer besseren Farbstabilität und dem Potential höhere dichroitische
Verhältnisse
zu erzielen, bereitzustellen.
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All diese Aufgaben werden gelöst durch
ein Polyfluoren, das mit wenigstens einer Ladungstransportierenden
Gruppe als Endkappengruppe versehen ist, wobei die Ladungstransportierende
Gruppe eine chemische Gruppe ist, die in der Lage ist, den Transport
von Elektronen, Löchern
oder Ionen zu erleichtern.
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Es wird bevorzugt, daß in einem
solchen Polyfluoren die Ladungs-transportierende Gruppe ausgewählt ist
aus der Gruppe, umfassend Elektronen-transportierende Gruppen, Lochtransportierende
Gruppen und Ionen-transportierende Gruppen, wobei, bevorzugter,
die Ladungstransportierende Gruppe ausgewählt ist aus der Gruppe, umfassend:
wobei
R
1 und R
2 unabhängig bei
jedem Auftreten ausgewählt
sind aus der Gruppe, umfassend geradkettiges C
1-20-Alkyl,
verzweigtkettiges C
1-20-Alkyl, Aryl, substituiertes
Aryl, Alkylaryl, substituiertes Alkylaryl, Alkoxyaryl, substituiertes
Alkoxyaryl, Aryloxyaryl, substituiertes Aryloxyaryl, Dialkylaminoaryl,
substituiertes Dialkylaminoaryl, Diarylaminoaryl und substituiertes
Diarylaminoaryl, und wobei R
3 unabhängig bei
jedem Auftreten ausgewählt
ist aus der Gruppe, umfassend geradkettiges C
1-20-Alkyl,
verzweigtkettiges C
1-20-Alkyl, Aryl, substituiertes Aryl,
Al-kylaryl und substituiertes
Alkylaryl.
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In einer Ausführungsform wird bevorzugt,
daß das
Polyfluoren ungefähr
0,5 – 9
Gewichtsprozent an Ladungs-transportierenden Gruppen umfaßt.
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Es wird ebenso bevorzugt, daß Polyfluoren
ungefähr
0,5–9
Molprozent an Ladungstransportierenden Gruppen umfaßt.
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In einer besonders bevorzugten Ausführungsform
sind R1 und R2 bei
jedem Auftreten unabhängig
ausgewählt
aus der Gruppe, umfassend 4-Methylphenyl, 2-Methylphenyl, Phenyl,
1-Naphthyl, 2-Naphthyl,
4-Methoxyphenyl, 2-Methoxyphenyl, 4-Dimethylaminophenyl, 2-Dimethylaminophenyl,
4-Diphenylaminophenyl und 4-Phenoxyphenyl.
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Bevorzugte Kombinationen sind:
- a) R1 = Phenyl, R2 = 4-Methylphenyl;
- b) R1= Phenyl, R2 =
1-Naphthyl;
- c) R1 = Phenyl, R2 =
2-Naphthyl;
- d) R1 = R2 =
4-Methylphenyl ;
- e) R1 = R2 =
Phenyl;
- f) R1 = R2 =
4-Dimethylaminophenyl;
- g) R1 = R2 =
4-Diphenylaminophenyl.
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Die Aufgaben der Erfindung werden
ebenso durch ein Polyfluoren gelöst,
das mit wenigstens einer Gruppe als Endkappengruppe versehen ist,
die ausgewählt
ist aus der Gruppe, umfassend
wobei
R
1 und R
2 unabhängig bei
jedem Auftreten ausgewählt
sind aus der Gruppe, umfassend geradkettiges C
1-20-Alkyl,
verzweigtkettiges C
1-20-Alkyl, Aryl, substituiertes
Aryl, Alkylaryl, substituiertes Alkylaryl, Alkoxyaryl, substituiertes
Alkoxyaryl, Aryloxyaryl, substituiertes Aryloxyaryl, Dialkylaminoaryl,
substituiertes Dialkylaminoaryl, Diarylaminoaryl und substituiertes
Diarylaminoaryl, und
wobei R
3 unabhängig bei
jedem Auftreten ausgewählt
ist aus der Gruppe, umfassend geradkettiges C
1-20-Alkyl, verzweigtkettiges
C
1-20-Alkyl, Aryl, substituiertes Aryl,
Al-kylaryl und substituiertes
Alkylaryl.
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In einer Ausführungsform wird bevorzugt,
daß das
Polyfluoren ungefähr
0,5 – 9
Gewichtsprozent an Ladungs-transportierenden Gruppen umfaßt.
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Es wird ebenso bevorzugt, daß das Polyfluoren
ungefähr
0,5 – 9
Molprozent an Ladungstransportierenden Gruppen umfaßt.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
sind R1 und R2 unabhängig bei
jedem Auftreten ausgewählt
aus der Gruppe, umfassend 4-Methylphenyl, 2-Methylphenyl, Phenyl,
1-Naphthyl, 2-Naphthyl,
4-Methoxyphenyl, 2-Methoxyphenyl, 4-Dimethylaminophenyl, 2-Dimethylaminophenyl,
4-Diphenylaminophenyl und 4-Phenoxyphenyl.
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Bevorzugte Kombinationen sind:
- a) R1 = Phenyl, R2 = 4-Methylphenyl;
- b) R1 = Phenyl, R2 =
1-Naphthyl;
- c) R1 = Phenyl, R2 =
2-Naphthyl;
- d) R1 = R2 =
4-Methylphenyl ;
- e) R1 = R2 =
Phenyl;
- f) R1 = R2 =
4-Dimethylaminophenyl;
- g) R1 = R2 =
4-Diphenylaminophenyl.
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Die Aufgaben der vorliegenden Erfindung
werden weiterhin gelöst
durch ein Polyfluoren mit der Formel
wobei
R
4 und R
5 bei jedem
Auftreten unabhängig
ausgewählt
sind aus der Gruppe, umfassend:
R
1 und R
2 unabhängig ausgewählt sind
aus der Gruppe, umfassend geradkettiges C
1-20-Alkyl,
verzweigtkettiges C
1-20-Alkyl, Aryl, substituiertes
Aryl, Alkyl- aryl,
substituiertes Alkylaryl, Alkoxyaryl, substituiertes Alkoxyaryl, Aryl-oxyaryl, substituiertes
Aryloxyaryl, Dialkylaminoaryl, substituiertes Dialkylaminoaryl,
Diarylaminoaryl und substituiertes Diarylaminoaryl,
R
3 ausgewählt
ist aus der Gruppe, umfassend geradkettiges C
1-20-Alkyl,
verzweigtkettiges C
1-20-Alkyl, Aryl, substituiertes
Aryl, Alkylaryl und substituiertes Alkylaryl,
und wobei R
6 und R
7 unabhängig bei
jedem Auftreten ausgewählt
sind aus der Gruppe, umfassend geradkettiges C
1-20-Alkyl,
verzweigtkettiges C
1-20-Alkyl, Aryl, substituiertes
Aryl, Alkylaryl, substituiertes Alkylaryl, -(CH
2)q-(O-CH
2-CH
2)
r-O-CH
3,
wobei q ausgewählt ist aus dem Bereich 1 ≤ q ≤ 10, r ausgewählt ist
aus dem Bereich 0 ≤ r ≤ 20,
und
wobei L und M unabhängig
bei jedem Auftreten ausgewählt
sind aus der Gruppe, umfassend Thiophen, substituiertes Thiophen,
Phenyl, substituiertes Phenyl, Phenanthren, substituiertes Phenanthren,
Anthracen, substituiertes Anthracen, jedes aromatische Monomer,
das als ein Dibrom-substituiertes Monomer synthetisiert werden kann,
Benzothiadiazol, substituiertes Benzothiadiazol, Perylen und substituiertes
Perylen,
und wobei m + n + o ≥ 10,
wobei jedes von m, n, o unabhängig
ausgewählt
ist aus dem Bereich 1 – 1.000,
und
wobei p ausgewählt
ist aus dem Bereich 0–15,
und
wobei s ausgewählt
ist aus dem Bereich 0 – 15,
unter
der Voraussetzung, daß,
wenn R
4 H ist, R
5 nicht
H ist, und wenn R
5 H ist, R
4 nicht
H ist.
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In einer Ausführungsform wird ein Polyfluoren
bevorzugt,
bei dem m, p, s, o 0 sind, und
bei dem R4–R7 und R1–R3 wie zuvor definiert sind.
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In einer Ausführungsform wird ein Polyfluoren
bevorzugt, das ungefähr
0,5 – 9
Gewichtsprozent an R4- und R5-Gruppen
umfaßt.
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In einer Ausführungsform wird ein Polyfluoren
bevorzugt, das ungefähr
0,5 – 9
Molprozent an R4- und R5-Gruppen
umfaßt.
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Es wird bevorzugt, daß ein Polyfluoren
gemäß der vorliegenden
Erfindung mit einem Polyfluoren gemäß der vorliegenden Erfindung über wenigstens
eine Verbindung quervernetzt ist, die ausgewählt ist aus der Gruppe, umfassend
eine 9,9-Spirobifluoren-Verknüpfung,
eine Bifluorenyl-Verknüpfung,
eine Bifluorenyliden-Verknüpfung
und eine α,ω-Difluorenylalkan-Verknüpfung mit
einer Länge
des Alkan-Spacer im Bereich von 1–20 C-Atomen.
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Es wird ebenso bevorzugt, daß ein Polyfluoren
gemäß der vorliegenden
Erfindung wenigstens eine farbverändernde (colour tuning) Gruppe
in die Hauptkette eingebaut hat, wobei, bevorzugter, die farbverändernde
Gruppe ausgewählt
ist aus der Gruppe, umfassend Thiophen, substituiertes Thiophen,
Phenyl, substituiertes Phenyl, Phenanthren, substituiertes Phenanthren,
Anthracen, substituiertes Anthracen, jedes aromatische Monomer,
das als ein Dibromsubstituiertes Monomer synthetisiert werden kann,
Benzothiadiazol, substituiertes Benzothiadiazol, Perylen und substituiertes
Perylen.
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In einer Ausführungsform wird ein Polyfluoren
bevorzugt, das flüssigkristallin
ist, wobei, bevorzugter, es flüssigkristallin
bei oder oberhalb von 70°C
ist.
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In einer anderen Ausführungsform
wird ein Polyfluoren bevorzugt, das amorph ist.
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Die Aufgaben der vorliegenden Erfindung
werden weiterhin durch ein Polyfluoren gelöst, das ausgewählt ist
aus der Gruppe, umfassend
wobei n wie zuvor definiert
ist.
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Die Aufgaben der vorliegenden Erfindung
werden ebenso durch einen Film gelöst, der ein Polyfluoren gemäß der vorliegenden
Erfindung enthält.
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Es wird bevorzugt, daß der Film
ausgerichtet (aligned) ist.
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Es wird bevorzugt, daß der Film
wenigstens eine weitere Substanz enthält, wobei besagte weitere Substanz
ausgewählt
ist aus der Gruppe, umfassend fluoreszierende Farbstoffe, Lochtransportierende
Gruppen, Elektronen-transportierende Gruppen, Ionen-transportierende
Gruppen, phosphoreszierende Farbstoffe, Nanopartikel, niedrigmolekulargewichtige
flüssigkristalline
Gruppen, andere flüssigkristalline
und/oder fluoreszierende und/oder phosphoreszierende und/oder Ladungs-transportierende
Polymere.
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In einer Ausführungsform wird bevorzugt,
daß der
Film auf einer Alignment-Schicht abgelegt wird.
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In einer Ausführungsform hat der Film eine
Dicke im Bereich von 10 nm bis 2 μm.
In einer Ausführungsform
wird bevorzugt, daß der
Film eine Dicke im Bereich von 50 – 300 nm hat.
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Die Aufgaben der vorliegenden Erfindung
werden ebenso gelöst
durch eine Vorrichtung, ausgewählt aus
der Gruppe, umfassend FETs, Photovoltaik-Elemente, LEDs und Sensoren,
die ein Polyfluoren gemäß der vorliegenden
Erfindung enthalten.
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Es wird bevorzugt, daß die Vorrichtung
ein weiteres Polymer eingebaut hat, wobei, bevorzugter, besagtes
Polymer ein lumineszierendes Polymer ist.
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Die Aufgaben der vorliegenden Erfindung
werden ebenso gelöst
durch eine Vorrichtung, ausgewählt aus
der Gruppe, umfassend FETs, Photovoltaik-Elemente, LEDs und Sensoren,
die einen Film gemäß der vorliegenden
Erfindung enthalten.
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Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung
werden ebenso gelöst
durch die Verwendung eines Polyfluorens gemäß der vorliegenden Erfindung
in einem Film, wobei, bevorzugter, der Film eine Emissionsschicht
ist.
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Die Aufgaben der vorliegenden Erfindung
werden ebenso gelöst
durch die Verwendung eines Polyfluorens gemäß der vorliegenden Erfindung
in einer Vorrichtung, ausgewählt
aus der Gruppe, umfassend FETs, Photovoltaik-Elemente, LEDs und
Sensoren.
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Die Aufgaben der vorliegenden Erfindung
werden ebenso gelöst
durch die Verwendung eines Films gemäß der vorliegenden Erfindung
in einer Vorrichtung, ausgewählt
aus der Gruppe, umfassend FETs, Photovoltaik-Elemente, LEDs und
Sensoren.
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Die Aufgaben der vorliegenden Erfindung
werden ebenso gelöst
durch die Verwendung einer Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung
in Kombination mit einer Flüssigkristallanzeige
(LCD).
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Es ist überraschenderweise gefunden
worden, daß das
Versehen einer Polyfluoren-Polymerhauptkette
mit Ladungs-transportierenden Gruppen als Endkappengruppen LEDs
mit einer höheren
Effizienz und einer besseren Farbstabilität ergibt, ohne jedoch die elektronischen
Eigenschaften der Polyfluoren-Polymerhauptkette zu verändern. Darüberhinaus
stört das
Versehen mit geeigneten Ladungs-transportierenden Gruppen als Endkappengruppen überraschenderweise
nicht die Phaseneigenschaft des Polyfluoren-Polymers und beeinflußt nicht
ihre Orientationsfähigkeiten.
Ein weiterer Vorteil im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung ist
die Tatsache, daß das
Versehen des Polyfluorenmoleküls
mit einer Ladungstransportierenden Gruppe als Endkappengruppe in
dem angezeigten Gewichtsprozent bereich oder Molprozentbereich eine
genaue Kontrolle über
das Molekulargewicht des Polyfluorens ermöglicht.
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Die Begriffe, wie hierin verwendet,
sind wie folgt definiert:
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Ein Molekül ist mit einer Gruppe "als Endkappengruppe
versehen", wenn
die Gruppe an besagtes Molekül
angehängt
ist, bevorzugt kovalent angehängt
ist. Die Stelle des Anhängens
kann jede Stelle in dem Molekül
sein, die die angehängte
Gruppe zu einer Endgruppe macht; im Falle eines linearen Polymers
ist die bevorzugte Stelle des Versehens mit Endkappengruppen die
beiden Enden. Es werden jedoch auch Anhängungsstellen, die nicht die
Endstellen sind, in Erwägung
gezogen, wie etwa Anhängungsstellen
für Seitenketten.
In einem verzweigten Polymer sind die bevorzugten Stellen zum Versehen
mit Endkappengruppen die terminalen Stellen jedes Zweigs des Polymers.
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Der Begriff "Ladungs-transportierende Gruppe" soll jede chemische
Gruppe bezeichnen, die in der Lage ist, den Transport von Elektronen,
Löchern
(z. B. Ladungsdefizienzen, insbesondere Elektronendefizienzen) und
Ionen zu bezeichnen. Der Begriff umfaßt weiterhin auch diejenigen
Gruppen, die zu Elektronen-transportierenden Gruppen, Loch-transportierenden
Gruppen oder Ionen-transportierenden Gruppen transformiert werden
können,
z. B. durch Protonierung, Spaltung, Proteolyse, Photolyse etc.
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Eine "farbverändernde Gruppe" ist jede Gruppe,
die in der Lage ist, die spektralen Eigenschaften eines Moleküls zu modifizieren,
an welches eine solche Gruppe angehängt ist, und/oder in die eine
solche Gruppe eingebaut ist.
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Ein "Film" ist
jede Schicht mit einer Dicke, ausgewählt aus dem Bereich 10 nm–2 um, bevorzugt
ausgewählt
aus 50 – 300
nm. Ein solcher Film kann z. B. eine Emissionsschicht einer opto-elektronischen
Vorrichtung sein, z. B. einer LED. Der Film kann ausgerichtet (aligned)
oder nicht-ausgerichtet (non-aligned) sein und zum Beispiel mittels
Gießen
aus einer Lösung,
Spin-Casting, Doctor-Blading, Offsetdruck, Tintenstrahldruck etc.
hergestellt sein. Das Alignment wird bevorzugt durch Tempern mittels
Erhitzens oberhalb oder in der Nähe der Übergangstemperatur
zur flüssigkristallinen
Phase erzielt, aber andere Verfahren und Wege zum Tempern und Ausrichten
sind möglich,
zum Beispiel durch Aussetzen gegenüber einem Lösungsmitteldampf. Der Film kann
auf einer spezifischen Alignment-Schicht zum Zwecke der Ausrichtung
der Moleküle
in dem Film abgelegt werden, oder er kann durch Techniken wie Strecken,
Reiben etc. direkt ausgerichtet werden. Bevorzugte Materialien für eine Alignment-Schicht
sind ausgewählt
aus der Gruppe, umfassend Polyimid, Nylon, PVA, Poly(pphenylenvinylen),
Polyamid, Teflon (heißgerieben)(hot
rubbed) und Glas, sind aber nicht darauf beschränkt. Die Alignment-Schicht
kann ihre Eigenschaften durch Reiben, Beleuchtung mit polarisiertem
Licht, Ionen-Bombardierung, Oberflächenstrukturinduktion mittels
Reibens etc. induziert haben. In einer Vorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung kann ein Film gemäß der vorliegenden
Erfindung zusammen mit wenigstens einer anderen Schicht verwendet
werden, z. B. einer anderen Emissionsschicht oder mehreren anderen Emissionsschichten,
abhängig
von den Anforderungen der Anwendung (zusätzlich zu den anderen Schichten, deren
Anwesenheit inhärent
essentiell für
das richtige Funktionieren der Vorrichtung ist).
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Der Begriff "in Kombination mit einer Flüssigkristallanzeige" soll jede Anordnung
bezeichnen, in der ein Film und/oder eine Vorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung in physikalischer Nähe
zu einer Flüssigkristallanzeige
(LCD) ist, und/oder funktionell daran gekoppelt ist, z. B. die Verwendung
einer LED, bevorzugt einer LED, die polarisiertes Licht emittiert,
als ein Hintergrundlicht für
eine Flüssigkristallanzeige.
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Die Erfindung wird nun vollständiger in
der folgenden spezifischen Beschreibung und den folgenden Figuren
beschrieben, wobei
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1 eine
allgemeine synthetische Route zu Poly(9,9-dialkylfluoren-2,7-diyl)en
zeigt;
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2 Leuchtdichte-Spannungskurven
für LEDs
mit Emissionsschichten von reinem Poly(2,7-(9,9-bis(2-ethylhexyl))fluoren
(PF2/6_1) und Poly(2,7-(9,9-bis(2-ethylhexyl))fluoren)-2,7-bis(4-methylphenyl)phenylamin
zeigt, das mit unterschiedlichen Konzentrationen (2, 4, 9 mol%)
der Loch-transportierenden Endkappengruppe versehen ist (PF2/6am2,
PF2/6am4; PF2/6am9); der eingesetzte Kasten in 2 zeigt Lumineszenz-Stromdichtenkurven
für dieselben
Vorrichtungen;
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3 zeigt
normalisierte Elektrolumineszenzspektren der Vorrichtungen mit aktiven
Schichten von reinem Poly(2,7-(9,9-bis(2-ethylhexyl))fluoren (PF2/6_1 & PF 2/6_2) mit
unterschiedlichen Molekulargewichten und Poly(2,7-(9,9-bis(2-ethylhexyl})fluoren)-2,7-bis(4- methylphenyl)phenylamin
(PF2/6am2; PF2/6am4; PF2/6am9) mit unterschiedlichen Konzentrationen
an Loch-transportierenden Endkappengruppen;
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4 zeigt
Leuchtdichten-Spannungskurven für
LEDs mit Emissionsschichten von reinem Poly(9,9-bis(2,4,4-trimethylpentyl)fluoren
(PF3/1/5) und Poly(9,9-bis(2,4,4-trimethylpentyl) fluoren-2,7-bis-(4-methylphenyl)phenylamin
(PF3/1/5am4), das mit 4 mol% Endkappengruppe versehen ist; der eingesetzte
Kasten zeigt normalisierte Elektrolumineszenzspektren derselben
Vorrichtungen;
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5 zeigt
Leuchtdichten-Spannungskurven für
LEDs mit Emissionsschichten von reinem Poly(2,7-(9,9-bis(2-propylpentyl))fluoren
(PF3/5) und Poly(2,7-(9,9-bis(2-propylpentyl)) fluoren-2,7-bis(4-methylphenyl)phenylamin
(PF3/5am6), das mit 6 mol% Endkappengruppe versehen ist; der eingesetzte
Kasten zeigt normalisierte Elektrolumineszenzspektren der Vorrichtung
mit frischem, mit Endkappengruppen versehenem Polymer und nach 15
Minuten Betriebsdauer;
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6 zeigt
die polarisierte Absorption von ca. 100 nm dicker ausgerichteter
Schicht von Poly(2,7-(9,9-bis(2-ethylhexyl))fluoren-2,7-bis(4-methylphenyl)phenylamin
(PF2/6am4) mit 4 mol% Endkappengruppe auf geriebenem Polyimid, getempert
bei 145° unter
Argon;
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7 zeigt
eine Intensitäts-Spannungskurve
für eine
polarisierte LED mit einer ausgerichteten Poly(2,7-(9,9-bis(2-ethylhexyl))fluoren-2,7-bis(4-methylphenyl)phenylamin
(PF2/6am4), 4 mol% Endkappengruppe, Emissionsschicht; der eingesetzte
Kasten zeigt Emissionsspektren derselben Vorrichtung, gemessen parallel
und rechtwinklig zu der Reibungsrichtung der Lochtransportschicht.
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Die folgenden nicht-beschränkenden
Beispiele beschreiben die vorliegende Erfindung voll-ständiger und
auf eine detailliertere Weise, ohne daß sie die vorliegende Erfindung
beschränken
sollen.
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Beispiele:
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Beispiel 1: Synthese der
Monomere
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Die Synthese von hochmolekulargewichtigen
löslichen
Polyfluorenen mittels Übergangsmetall-katalysiertem
Aryl-Aryl-Koppeln wurde zuerst von Pei und Yang von UNIAX Corp.
beschrieben (Y. Yang, Q. Pei; J. Am. Chem. Soc., 118, 7416 (1996)).
Die zur Vorrichtungsherstellung verwendeten Materialien wurden gemäß allgemeinen
Prozeduren für
reduktive Polykondensationen vom Yamamoto-Typ von Dihalogen-aromatischen Verbindungen
mit Ni(COD)2 als ein effektives Aryl-Aryl-Kopplungsmittel
synthetisiert (T. Yamamoto; Progr. Polym. Sci., 17, 1153 (1992)).
Die 9,9-Dialkyl-substituierten Monomere wurden in enger Analogie
mit Literaturverfahren hergestellt ((a) E. P. Woo, M. Inbasekaran,
W. Shiang, G. R. Roof Int. Pat. Anm. WO97/05184 (1997); (b) M. Inbasekaran,
W. Wu, E. P. Woo; US Pat. 5, 777, 070 (1998)). Sofern erforderlich,
wurde ein primärer Alkohol
in das entsprechende Al-kylbromid
vor der Alkylierung von 2,7-Dibromfluoren umgewandelt.
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Beispiel 2: Synthese der
mit Endkappengruppen versehenen Polymere
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Am Anfang wurden Bis(4-methylphenyl)(4-bromphenyl)amin
zu der Reaktionsmischung in einer Konzentration von 2–9 mol/l
als ein geeignetes monofunktionelles Reagenz zum Anhängen von
Endkappengruppen zu der Reaktionsmischung zugegeben. Die resultierenden
Polymere wurden in einer Mischung von Methanol/Aceton/konzentrierter
Salzsäure
ausgefällt
und mit Ethylacetat für
5 Tage extrahiert. Schließlich
wurden die Polymere in Toluol erneut aufgelöst, das Lösungsmittel partiell verdunstet,
die Polymere erneut ausgefällt und
unter Vakuum bei 80°C
getrocknet. Die Ausbeuten sind zwischen 50%–80%.
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Die Monofunktionalität des Reagenz
zum Versehen mit Endkappengruppen stellte sicher, daß das Polymer
nach einer Reaktion mit einem solchen Reagenz ein Ende hatte. Gemäß dieser
synthetischen Prozedur wird keine der Endkappengruppen deshalb in
den Hauptteil der Hauptkette eingebaut sein. Stattdessen wird die
Endkappengruppe ausschließlich
an den Termini des Polymers zu liegen kommen.
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Die folgenden Polymere wurden gemäß dieser
Prozedur hergestellt:
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Poly(2,7-(9,9-bis(2-ethylhexyl))fluoren)-2,7-bis(4-methylphenyl)phenylamin
[PF2/6am]:
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Poly(2,7-(9,9-bis(2-propylpenyl))fluoren)-2,7-bis(4-methylphenyl)phenylamin)
[PF3/5am]:
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Poly(9,9-bis(2,4,4-trimethylpentyl)fluoren)-2,7-bis(4-methylphenyl)phenylamin
[PF3/1/5am]:
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Poly(9,9-bis(3,5,5-trimethylhexyl)fluoren)-2,7-bis(4-methylphenyl)phenylamin
[PF3/1/6am]:
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Eine Zusammenfassung der untersuchten,
mit Endkappengruppen versehenen Polyfluorene. Eine Gelpermeationschromatographie
(GPC) wurde in THF mit einem Polystyrolstandard durchgeführt:
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Beispiel 3: Herstellung
von LED-Vorrichtungen
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Einzelschicht-LEDs wurden aus dem
reinen PF2/6 und aus PF2/6, das mit 2, 4 und 9 mol% Triphenylamin
als Endkappengruppe versehen war, hergestellt – PF2/6am2, PF2/6am4 bzw. PF2/6am9.
Reines PF3/5 und PF3/5am, mit Endkappengruppen versehen, ebenso
wie reines PF3/1/5 und PF3/1/5am, mit Endkappengruppen versehen,
wurden ebenso untersucht. Alle Vorrichtungen wurden bei Umgebungsbedingungen
mittels Spin-Casting der Polymerlösung in Toluol auf Glassubstrat
hergestellt, die von gemueterten ITO-Elektroden und einer 25 nm-Schicht des leitenden
Polymers Polyethylendioxythiophen (PEDT) bedeckt waren. Proben wurden
in Vakuum bei Zimmertemperatur für
24 Stunden vor dem Verdunsten von Ca/Al-Topelektroden getrocknet. Typische Emissionsschichtdicken
(gemessen mit einem Tencor α-Schritt-Profiler)
waren 90 nm. Die Überlappung
zwischen den beiden Elektroden führte
zu Vorrichtungsflächen
von 5 mm2. Die Vorrichtungscharakterisierung
wurde in einer evakuierten Probenkammer durchgeführt.
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Beispiel 4: Vorrichtungseigenschaften
von LEDs, basierend auf PF2/6am
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Die Leuchtdichten-Spannungskurven
der Vorrichtungen mit aktiven Schichten aus PF2/6am2, PF2/6am4,
und PF2/6am9 werden in 2 gezeigt.
Ebenso dargestellt sind die Vorrichtungseigenschaften einer Vorrichtung
mit der Emissionsschicht, basierend auf einem Polyfluoren, das nicht
mit Endkappengruppen versehen ist (PF2/6_1, Mn =
195 000}. Die Helligkeit bei 9 V wächst von ca. 50 cd/m2 für
das nicht mit Endkappengruppen versehene Polymer auf bis zu 1.500
cd/m2 für
das PF2/6 mit 9 mol% Endkappengruppe. Der eingesetzte Graph zeigt
das Anwachsen der Effizienz mit wachsender Endkappengruppenkonzentration
auf bis zu 0,4 Cd/A bei 1.500 cd/m2 für die Vorrichtung
mit dem höchsten
Endkappengruppengehalt. Die Abweichungen für die Proben mit 4 mol% Endkappengruppe
könnten
auf dem höheren
Grad an Kristallinität
der Emissionsschicht beruhen, die durch dieses Polymer gebildet
werden.
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Beispiel 5: Spektrale
Eigenschaften von LEDs, basierend auf PF2/6am
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Emissionsspektren wurden auf einem
E686 Princeton Applied Research Model 1235 Digital Dreifachgitterspektrograph
für Vorrichtungen
mit Emissionsschichten, basierend auf PF2/6am2, PF2/6am4, PF2/6am9, PF2/6_1
und einem Homopolymer mit einem Molekulargewicht von Mn =
100.000 (PF2/6_2) aufgenommen. Drei Hauptspitzen können in
dem PF EL-Spektrum, gezeigt in 3,
identifiziert werden: Excitonenemission bei ca. 422 nm und 448 nm
(Null-Phonon-Linie und ihre Schwingungs-Progression) und eine breite
Bande bei ca. 517 nm. Für
das reine PF2/6 mit einem höheren
Molekuargewicht (PF2/6_1) wird das EL-Spektrum vollständig von der rot-verschobenen
Emission bei ca. 520 nm bestimmt, mit signifikanten Variationen
von Probe zu Probe. Der Gehalt an Loch-transportierenden Endkappengruppen
(HTE) beeinträchtigt
signifikant die EL-Spektren von PF2/6am, wie in 3 gezeigt. Bei Erhöhung der Endkappengruppenkonzentration
wird die Intensität
der Schwingungs-Progression kleiner, und der Rotbeitrag bei 517
nm wird vollständig
unterdrückt. Es
sollte bemerkt werden, daß PF2/6am2
mit 2 mol% Loch-transportierenden Endkappengruppen näherungsweise
dieselbe Mn wie das nicht mit Endkappengruppen
versehene PF2/6_2 hat.
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Beispiel 6: Vorrichtungseigenschaften
und spektrale Eigenschaften von LEDs, basierend auf PF3/1/5am
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Ähnliche
Effekte werden für
das Polyfluoren mit symmetrischem, aber großem Seitenkettenmuster (PF3/1/5),
wie in 4 gezeigt, beobachtet.
Bei Versehen mit 4 mol% HTE Endkappengruppen, wird die Einsetzspannung
(onset voltage) für
die Elektrolumineszenz kleiner, und die Vorrichtungshelligkeit steigt
an. Die blaue excitonische Emissionsbande bei 422 nm, die die inhärenten Eigenschaften
der Polyfluorene darstellt, wird ausgeprägter, und der Rot beitrag bei
ca. 517 nm wird stark unterdrückt.
Das Mn des nicht mit Endkappengruppen versehenen
PF3/1/5 betrug 80.000.
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Beispiel 7: Vorrichtungseigenschaften
und spektrale Eigenschaften von LEDs, basierend auf PF3/5am
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Das PF3/5-Polymer hat die höchste Kristallisationstendenz
wegen seiner stark symmetrischen und weniger großen Seitenketten. Die Einsetzspannung
für EL
von Vorrichtung mit einer PF3/5am6-Emissionsschicht ist signifikant
niedriger im Vergleich mit der von PF3/5-Vorrichtungen, und die Vorrichtungshelligkeit
ist höher,
was in 5 gesehen werden
kann. Das EL-Spektrum des nicht mit Endkappengruppen versehenen PF3/5
enthält
keinen rotverschobenen Emissionsbeitrag, aber die Farbstabilität ist für das mit
Endkappengruppen versehene PF3/5am6 besser – es gibt praktisch keine Veränderung
in der Vorrichtungsemission nach mehr als 15 Min Betriebsdauer (PF3/5am6
= 0 Min; pf3/5am6 opp = 15 Min Betriebsdauer), wie anhand des eingesetzten
Kastens in 5 gesehen
werden kann.
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Im allgemeinen zeigen alle Vorrichtungen,
die aktive Schichten von mit einer Ladungstransportierende Gruppe
als Endkappengruppen versehenen Polyfluorenen umfassen, stabile
Farbeigenschaften.
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Beispiel 8: Ausrichtung
von PF2/6am
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Polyimid (PI)-Alignment-Schichten
wurden mittels Spin-Casting eines PI-Vorläufers bei einem Gesamtfeststoffgehalt
von 30 g/L in dem Merck-ZLI 2650-Kit-Lösungsmittel bei 2.000 upm für 50 s hergestellt. Nach
15 Min. Weichbacken bei 80°C
wurde der Vorläufer
bei 300°C
für 1 h
unter einem Rotationspumpenvakuum umgewandelt. PI-Schichten wurden
in einer Richtung unter Verwendung einer Reibemaschine von E. H. C.
Co., Ltd., Japan gerieben. Der rotierende Zylinder war mit einem
Reyon-Tuch abgedeckt und wurde bei 1.400 upm rotiert. Die Proben
wurden zweimal unter dem Zylinder mit einer Translationsgeschwindigkeit
für 2,2
mm/s durchlaufen gelassen. Die Tiefe des Aufdrucks des Reibetuchs
auf das Substrat war näherungsweise
0,8 mm. Filme von PF2/6am wurden aus einer 10 g/l Toluollösung auf
geriebene PI-Alignment-Schichten gedreht (spun). Die endgültige Filmdicke
war 90 nm, gemessen mit einem Tencor-α-Schritt-Profiler. Um eine Monodomain-Ausrichtung
zu induzieren, wurden Filme in einem Autoklaven bei einer Temperatur
von 145°C für zwei Stunden
in einer 0,1 bar Ar-Atmosphäre
getempert und auf Zimmertemperatur mit einer Rate von 5 K/Min gekühlt. Wie
in 6 gesehen werden
kann, wurde ein Dichroismusverhältnis
von 26 bei 380 nm erhalten.
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Beispiel 9: Herstelltung
von LEDs mit ausgerichteter Emissionsschicht
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Ein Polyimidvorläufer, der zum Lochtransport
modifiziert worden war, wurde auf ITOgemusterten Glassubstraten
mittels Spin-Casting aufgetragen. Umwandlung, Reiben, Spin-Coating von PF2/6am
und Tempern wurden durchgeführt,
wie in Beispiel 8 beschrieben. Ca/Al Top-elektroden wurden thermisch
aufgedampft. Die Überlappung
zwischen den beiden Elektroden führte
zu Vorrichtungsflächen
von 5 mm2. Die Vorrichtungscharakterisierung
wurde in einer evakuierten Probenkammer durchgeführt.
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Beispiel 10: Vorrichtungseigenschaften
und spektrale Eigenschaften von polarisierten LEDs
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Die Leuchtdichten-Spannungskurven
einer typischen polarisierten LED mit einer aktiven Schicht von PF2/6am4,
ausgerichtet auf einer Loch-transportierenden Alignmentschicht,
wird in 7 gezeigt. Die
Vorrichtung hat eine Einsetzspannung für die polarisierte Emission
von gerade einmal 4,5 V, eine Leuchtstärke von mehr als 200 Cd/m2 bei 10 V und ein Polarisationsverhältnis des
bei 447 nm emittierten Lichts von höher als 11 (siehe eingesetzter
Graph von 7).
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Die Merkmale, die in der vorhergehenden
Beschreibung und den Ansprüchen
offenbart sind, können getrennt
und in beliebiger Kombination davon für die Verwirklichung der Erfindung
in unterschiedlichen Formen davon wesentlich sein.