DE60007581T2 - Hybrider Elektromotor der Wechselstrom/Gleichstrom-Bauart - Google Patents

Hybrider Elektromotor der Wechselstrom/Gleichstrom-Bauart Download PDF

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    • H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K23/00—DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors
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Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf Elektromotoren und insbesondere auf ein kraftgetriebenes Werkzeug mit einem Elektromotor, der dazu ausgestaltet ist, entweder von einer Wechselspannungsquelle oder von einer Gleichstrombatterie angetrieben zu werden.
  • Elektromotoren werden in einer weiten Vielfalt von Anwendungen verwendet. In der Industrie für die Herstellung von kraftgetriebenen Werkzeugen werden Elektromotoren verwendet, um verschiedene Werkzeuge, wie zum Beispiel Bohrmaschinen, Schleifmaschinen, Kreissägen und andere verschiedene tragbare, elektrisch angetriebene Werkzeuge anzutreiben. In den letzten Jahren sind batteriegetriebene elektrische Handwerkzeuge in wachsendem Maße beliebt geworden. Das Vorsehen der Batterie hat den Gebrauchswert solcher Handwerkzeuge stark erhöht und ermöglicht ihre Anwendung, wenn keine Wechselspannungsquelle zur Verfügung steht.
  • Trotz der Vorteile, ein batteriegetriebenes elektrisches Handwerkzeug zur Verfügung zu haben, würde es trotzdem noch erwünscht sein, dass man in der Lage ist, Wechselstrom zu verwenden, wenn die Batterie des kraftgetriebenen Werkzeugs bis zu einem Punkt entladen ist, an dem das Werkzeug nicht länger verwendet werden kann, jedoch eine Wechselspannungsquelle ohne weitere Umstände zur Verfügung steht. In solchen Situationen würde ein einfaches Verbinden des elektrischen kraftgetriebenen Werkzeugs mit der Wechselspannungsquelle über eine elektrische Verlängerungsschnur es ermöglichen, das kraftgetriebene Werkzeug zum Beenden der derzeitigen Arbeitsaufgabe zu verwenden.
  • US 3,525,912 beschreibt eine wählbare Spannungsquelle für ein kraftgetriebenes Werkzeug, das einen Motor mit zwei Wicklungen und zwei Kommutatoren aufweist. Dadurch ist der Motor bei zwei verschiedenen Spannungspegeln nutzbar. Die Spannungsquelle kann weiterhin eine Gleichrichterschaltung aufweisen, die sowohl den Wechselstrom- als auch den Gleichstrombetrieb ermöglicht.
  • GB 248516 beschreibt einen elektrischen Generator mit zwei oder mehr konzentrisch angeordneten Sätzen von Wicklungen, so dass der Generator verschiedene Spannungspegel erzeugen kann.
  • Es ist daher eine Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung, ein kraftgetriebenes Werkzeug zur Verfügung zu stellen, das in der Lage ist, von entweder einer Wechselspannungsquelle oder von einer Gleichspannungsquelle angetrieben zu werden, ohne dass eine Modifikation des Werkzeugs erforderlich ist.
  • Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein kraftgetriebenes Werkzeug mit einem Motor zur Verfügung zu stellen, der von einer Wechselspannungsquelle oder von einer Gleichspannungsquelle angetrieben werden kann, und bei dem der Motor es nicht erforderlich macht, die Gesamtabmessungen des kraftgetriebenen Werkzeugs wesentlich zu vergrößern, er nicht das Gesamtgewicht des kraftgetriebenen Werkzeugs wesentlich erhöht und er weiterhin die Herstellungskosten des kraftgetriebenen Werkzeugs nicht wesentlich erhöht.
  • Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein hybrider Wechselstrom/Gleichstrom-Motor, der von einer Wechselspannungsquelle oder einer Gleichspannungsquelle betrieben werden kann zur Verfügung gestellt, aufweisend:
    ein Permanentmagnetfeld;
    einen im Permanentmagnetfeld angeordneten Anker;
    eine sich durch den Anker erstreckende und diesen zur Drehung im Permanentmagnetfeld abstützende Welle;
    einen an der Welle befestigten ersten Kommutator;
    eine auf den Anker gewickelte und elektrisch mit dem ersten Kommutator gekoppelte erste Ankerwicklung;
    einen an der Welle befestigten zweiten Kommutator;
    eine auf den Anker gewickelte und elektrisch mit dem zweiten Kommutator gekoppelte zweite Ankerwicklung;
    ein Paar in Berührung mit einem vom erstem und zweitem Kommutator stehender Gleichstrombürsten zum Koppeln eines Gleichstroms mit dem Kommutator, wenn die Spannungsquelle eine Gleichspannungsbatterie ist; und
    ein Paar in Berührung mit dem anderen von erstem und zweitem Kommutator stehender Wechselstrombürsten zur Kopplung eines Wechselstroms mit dem Kommutator, wenn die Spannungsquelle eine Wechselspannungsquelle ist;
    dadurch gekennzeichnet, dass der erste Kommutator auf der Welle koaxial über einem Bereich des zweiten Kommutators befestigt ist.
  • Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Kraftmodul zur Ermöglichung der Verwendung von Wechselstrom oder Gleichstrom zum Betreiben eines elektrisch angetriebenen Geräts zur Verfügung gestellt, wobei das Antriebsmodul aufweist:
    eine Gleichrichterschaltung zum Empfang eines Wechselstromeingangssignals und zur Erzeugung eines Gleichstromsignals aus diesem;
    einen Kondensator zum Filtern des Gleichstromsignals;
    eine Batterie;
    einen Motor, wie vorher definiert; und
    einen Schalter zum Koppeln entweder der Batterie oder einer Wechselspannungsquelle mit dem Motor.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein kraftgetriebenes Werkzeug mit einem Motor, der von einer Wechselspannungsquelle oder von einer Gleichspannungsquelle betrieben werden kann. Das kraftgetriebene Werkzeug weist eine Kraftmodulschaltung mit einem Schalter auf, mit dem das kraftgetriebene Werkzeug eingestellt werden kann, mit Wechselstrom oder mit Gleichstrom betrieben zu werden. Der Motor weist ein Permanentmagnetfeld auf, in dem ein Anker angeordnet ist. Der Anker wird zur Drehung von einer Ankerwelle abgestützt. An einem Ende der Ankerwelle ist ein erster Kommutator (d. h. ein Gleichstromkommutator) darauf angeordnet. Eine erste Feldwicklung ist elektrisch mit dem Gleichstromkommutator gekoppelt, um Gleichstrom zu der ersten Ankerwicklung zu übertragen. Eine zweite Ankerwicklung ist elektrisch mit einem zweiten Kommutator (d. h. mit einem Wechselstromkommutator) gekoppelt, der auf der Ankerwelle angeordnet ist. In einer bevorzugten Ausführung ist der Wechselstromkommutator über einem Bereich des Gleichstromkommutators angeordnet. Ein erstes Paar Bürsten ist funktionell mit dem Gleichstromkommutator verbunden, um Gleichstrom zu der ersten Ankerwicklung zu übertragen. Ein zweites Paar Bürsten ist funktionell mit dem Wechselstromkommutator verbunden, um gleichgerichteten Wechselstrom zu der zweiten Ankerwicklung zu übertragen.
  • Bei Gebrauch ermöglicht es die mit dem Wechselstromkommutator verbundene zweite Ankerwicklung, den Motor durch ein gleichgerichtetes Wechselstromsignal anzutreiben. Um den Motor in einer Gleichstrom-Betriebsweise zu betreiben, ist ein mit dem Motor verbundener Schalter vorgesehen, um den Motor von der Wechselspannungsquelle zu trennen und einen Batterieblock des Werkzeugs mit dem Gleichstromkommutator zu koppeln. Auf diese Art und Weise kann die mit dem Gleichstromkommutator verbundene erste Ankerwicklung durch das Gleichstromsignal von dem Batterieblock unter Strom gesetzt werden.
  • In der bevorzugten Ausführung weist die Kraftmodulschaltung weiterhin eine Bremsschaltung auf. Die Bremsschaltung weist einen normalerweise geschlossenen Schalter auf, der über einer der Wechselstrom- oder Gleichstromwicklungen für das Bremsen des Motor in sowohl Wechselstrom- als auch Gleichstrombetriebsweise angeordnet ist. Das gewünschte Bremsverhalten (d. h. hartes Bremsen oder weiches Bremsen) bestimmt, über welcher Wicklung der Schalter angeordnet ist.
  • Der Motor des kraftgetriebenen Werkzeugs der vorliegenden Erfindung hat relativ geringe Abmessungen und ein geringes Gewicht und erreicht dazu noch einen hohen Wirkungsgrad. Der Motor und seine dazugehörigen Schaltkreise sind für kraftgetriebene Handwerkzeuge, bei denen Abmessungs- und Gewichts-Erwägungen bei der Konstruktion und im Betrieb des Werkzeugs die Hauptrolle spielen, ideal.
  • Die verschiedenen Vorteile der vorliegenden Erfindung werden Fachleuten beim Lesen der nachfolgenden Beschreibung und der beigefügten Ansprüche sowie durch Bezugnahme auf die nachfolgenden Zeichnungen deutlich, wobei die Zeichnungen zeigen in
  • 1 eine Aufrissansicht für ein Beispiel eines kraftgetriebenen Werkzeugs, mit welchem der Motor der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann;
  • 2 eine vereinfachte Querschnittsansicht des Motors der vorliegenden Erfindung;
  • 3 eine vereinfachte schematische Zeichnung des Motors von 2 und seiner dazugehörigen Schaltungsanordnung;
  • 4 eine Querschnittsansicht eines Ankers eines nicht doppelt isolierten Gleichstrommotors eines kraftgetriebenen Werkzeugs;
  • 5 eine Querschnittsansicht eines Ankers eines Gleichstrommotors eines kraftgetriebenen Werkzeugs, der ein erstes Verfahren der Doppelisolierung verwendet;
  • 6 eine Querschnittsansicht eines Ankers eines Gleichstrommotors eines kraftgetriebenen Werkzeugs, der ein zweites Verfahren der Doppelisolierung verwendet;
  • 7 eine Querschnittsansicht eines Ankers eines Gleichstrommotors eines kraftgetriebenen Werkzeugs, der ein drittes Verfahren der Doppelisolierung verwendet;
  • 8 ein Querschnitt durch die Mitte des Laminierungsstapels eines Ankers für einen Gleichstrommotor eines kraftgetriebenen Werkzeugs, der Doppelisolierung verwendet; und
  • 9 eine Querschnittsansicht eines Gehäuses für einen Gleichstrommotor eines kraftgetriebenen Werkzeugs, der Doppelisolierung verwendet.
  • Bezug auf 1 nehmend ist dort als ein Beispiel ein elektrisch kraftgetriebenes Handwerkzeug 10 mit einem Motor 12 gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt. Es ist sofort zu erkennen, dass der Motor 12 und seine dazugehörige Schaltungsanordnung in einer weiten Vielfalt von elektrisch angetriebenen Kraftwerkzeugen verwendet werden kann. Daher ist die Abbildung einer elektrisch angetriebenen Handbohrmaschine in 1 nur als ein Beispiel und als den Motor 12 und seine zugehörige Schaltungsanordnung nicht auf eine besondere Form des Werkzeugs einschränkend zu betrachten. Es ist vorgesehen, dass der Motor 12 für elektrisch angetriebene handgeführte Schleifmaschinen, Kreissägen, Stichsägen und praktisch für jedes andere elektrisch angetriebene Kraftwerkzeug verwendet werden kann, bei dem die Fähigkeit, von einer Wechselspannungsquelle oder von einer Gleichspannungsquelle betrieben zu werden, den Gebrauchswert des Werkzeugs sogar weiter erhöhen würde.
  • Weiter auf 1 Bezug nehmend, weist das kraftgetriebene Werkzeug 10 einen vom Benutzer betätigbaren Kippschalter 14, einen Griffbereich 16 und ein Spannfutter 18 auf. Das Spannfutter ist an einer Untersetzungsgetriebeanordnung 20 befestigt, die wiederum mit einem Ausgangsende einer zu dem Motor 12 gehörigen Ankerwelle gekoppelt ist. Ein Batterieblock 24 wird von dem kraftgetriebenen Werkzeug 10 getragen, um den Motor 12 für den Betrieb mit Gleichstrom zu versorgen. Ein von Hand betätigbarer Wechselstrom/Gleichstrom-Wählschalter 26 erlaubt es einem Benutzer, das Werkzeug 10 für die Verwendung entweder mit Wechselstrom oder mit Gleichstrom einzustellen. Wenn der Schalter 26 in die Wechselstromstellung ("AC") bewegt wird, kann der Motor 12 Wechselstrom über eine Steckbuchse 28 aufnehmen, an der eine elektrische Verlängerungsschnur lösbar befestigt sein kann. Wenn der Batterieblock 24 ausreichend aufgeladen ist, kann das kraftgetriebene Werkzeug 10 ausschließlich durch Gleichstrom angetrieben werden, der von dem Batterieblock 24 zur Verfügung steht, wenn sich der Schalter 26 in seiner Gleichstromstellung ("DC") befindet. In der bevorzugten Ausführung ist der Batterieblock 24 ein entfernbarer, wiederaufladbarer 12-Volt-Batterieblock.
  • Es ist zu erkennen, dass der Wählschalter 26 und die Wechselstromsteckdose 28 an anderen Positionen an der Bohrmaschine 10 angeordnet sein können. Eine Variante wäre, dass der Schalter 26 in der Aussparung 24a angeordnet ist, so dass er automatisch betätigt wird, wenn der Batterieblock 24 eingesetzt wird und dadurch das Werkzeug 10 automatisch für den Betrieb von einer Gleichspannungsquelle einstellt. Das Entfernen des Batterieblocks 24 und das Trennen des Schalters 26 würden das Werkzeug 10 automatisch auf den Betrieb mit Wechselstrom einstellen.
  • Bezug auf 2 nehmend, ist der Motor 12 ausführlicher dargestellt. Der Motor weist ein Permanentmagnetfeld 30 auf. Das Permanentmagnetfeld 30 ist vorzugsweise in zwei Segmenten 30a und 30b vorgesehen, wobei jedes Segment einen keramischen Permanentmagnet aufweist. Jeder Permanentmagnet 30a und 30b haftet an einem Motorgehäuse 32, das vorzugsweise ein Motorgehäuse aus kaltgewalztem Stahl ist. In dem Permanentmagnetfeld 30 befindet sich ein Anker 34, der auf einer Ankerwelle 36 abgestützt wird, die sich koaxial durch den Anker erstreckt. Die Ankerwelle 36 weist ein erstes Ende 36a und ein zweites Ende 36b auf. An dem zweiten Ende 36b ist ein Gleichstromkommutator 38 konzentrisch angeordnet, der starr an dem zweiten Ende 36b befestigt ist, um mit der Welle 36 zu rotieren. Ein Phenol-Isolierungsbereich 38a isoliert den Kommutator 38 gegenüber der Ankerwelle 36. Eine erste Ankerwicklung 40 (d. h. eine Gleichstromankerwicklung), die in einem herkömmlichen "fliegenden" Alpha-Wicklungsmuster über einen Teil des Ankers 34 gewickelt ist, ist elektrisch mit dem Gleichstromkommutator 38 gekoppelt. Die erste Ankerwicklung 40 ist vorzugsweise mit dickem Draht gewickelt, wie zum Beispiel möglicherweise mit Draht 20AWG.
  • Ein Wechselstromkommutator 42 ist starr und koaxial über einen Teil des Gleichstromkommutators 38 angeordnet. Der Wechselstromkommutator 42 ist gegenüber dem Gleichstromkommutator 38 durch einen Phenol-Isolierungsabschnitt 42a isoliert und elektrisch mit einer zweiten Ankerwicklung 44 (d. h. einer Wechselstromankerwicklung) gekoppelt. Die zweite Ankerwicklung 44 ist ebenfalls über einen Teil der ersten Wicklung 40 in einem herkömmlichen "fliegenden" Alpha-Wicklungsmuster gewickelt. Es wird stark bevorzugt, dass die zweite Ankerwicklung 44 über die erste Ankerwicklung 40 gewickelt ist, weil die zweite Ankerwicklung 44 aus dünnerem Draht hergestellt ist, zum Beispiel aus Draht 28 AWG, und empfindlicher gegenüber Bruch wäre, wenn sie zuerst auf den Anker 34 gewickelt wäre.
  • Weiter auf 2 Bezug nehmend, ist ein Paar Bürsten 46 mit dem Gleichstromkommutator 38 verbunden und wird verwendet, um den Gleichstrom von der Batterie 24 (1) mit der ersten Ankerwicklung 40 zu koppeln, wenn die Batterie 24 als Spannungsquelle für den Motor 12 verwendet wird. Ein zweites Paar Bürsten 48 ist koaxial über dem Wechselstromkommutator 42 angeordnet und wird verwendet, um die gleichgerichtete Wechselspannung zu der zweiten Ankerwicklung 44 zu übertragen, wenn eine Wechselspannungsquelle verwendet wird, um den Motor 12 anzutreiben.
  • Es ist zu erkennen, dass, wenn auch beide Kommutatoren 38 und 42 auf dem zweiten Ende 36b der Ankerwelle 36 angeordnet sind, dass einer der Kommutatoren 38 oder 42 genau so gut auf dem ersten Ende 36a der Ankerwelle 36 angeordnet sein könnte. Das Anordnen beider Kommutatoren 38 und 42 koaxial auf einer Seite des Ankers 34 erlaubt es jedoch, eine kompaktere Motoranordnung zur Verfügung zu stellen, die in kraftgetriebenen Handwerkzeugen sehr erwünscht ist, bei denen die Gesamtkompaktheit des Werkzeugs ein wünschenswertes Merkmal ist. Das Vorsehen beider Kommutatoren 38 und 42 auf demselben Ende der Ankerwelle 36 verringert auch die Verdrahtungskompliziertheit und die Gesamtanzahl von für den Motor 12 erforderlichen Bauteilen.
  • Nun auf 3 Bezug nehmend, ist dort ein Kraftmodul 50, das eine Motorsteuerungsschaltung einschließlich des Motors 12 der vorliegenden Erfindung bildet, dargestellt. Eine 120-Volt-Wechselspannungsquelle 52 ist über eine Graetz-Gleichrichterschaltung 52, bestehend aus den Dioden 52a–52d, gekoppelt, um ein welliges Gleichstromsignal zu liefern. Ein Filterkondensator 53 liefert ein gefiltertes Gleichstromsignal zu den Bürsten 48.
  • Der Wechselstrom/Gleichstrom-Wählschalter ist ein auf Nennspannung ausgelegter einpoliger Wechselschalter. wenn der Wechselstrom/Gleichstrom-Schalter 26 sich in der in 3 dargestellten Wechselstromstellung ("AC"-Stellung) und der Kippschalter 14 sich in der Stellung, die in 3 gestrichelt dargestellt ist, befindet, kann die Wechselspannungsquelle verwendet werden, um den Motor 12 anzutreiben. In dieser Betriebsart wird Strom über die Bürsten 48 zu der zweiten Ankerwicklung 44 geliefert. Wenn der Schalter 26 in die Stellung bewegt wird, die in 3 gestrichelt dargestellt ist, während der Kippschalter 14 in der gestrichelt dargestellten Stellung gehalten wird, kann der Motor 12 von dem Batterieblock 24 angetrieben werden. In dieser Gleich-strom-Betriebsart ("DC") wird Gleichstrom zu den Bürsten 46 geliefert. Die Bürsten 46 übertragen den Gleichstrom über den Gleichstromkommutator 38 zu der ersten Ankerwicklung 40 und ermöglichen, dass der Motor 12 durch den Batterieblock 24 angetrieben wird. Ein Bremsschalter 54 ist über die Wechselstrombürsten 48 gekoppelt, um den Motor 12 zu bremsen. Es ist jedoch zu erkennen, dass das Bremsen sowohl in der wechselstrombetriebsart als auch in der Gleichstrombetriebsart erfolgt.
  • Die zweite Ankerwicklung 44 (d. h. die Wechselstromankerwicklung) weist einen höheren elektrischen Widerstand auf als die erste Ankerwicklung. Das ermöglicht es, eine "sanftere" Bremswirkung zu erzielen. Wenn eine "härtere" (d. h. plötzlichere) Bremswirkung erwünscht ist, kann der Bremsschalter 54 über die Gleichstrombürsten 46 gekoppelt sein. Somit kann die Bremswirkung auf spezifische Arten von kraftgetriebenen Werkzeugen zugeschnitten werden. Der Bremsschalter 54 ist ein "normalerweise geschlossener" Schalter, der automatisch schließt, sobald der Kippschalter 14 durch einen Benutzer in eine "normalerweise offene" Stellung freigegeben wird.
  • Zu 1 zurückkehrend, ist, obwohl der Motor 12 der vorliegenden Erfindung dazu ausgestaltet ist, von einer Spannungsquelle mit relativ niedriger Gleichspannung betrieben zu werden (d. h. von einer Gleichspannungsquelle mit weniger als 50 Volt), das Gehäuse des kraftgetriebenen Werkzeugs 10 in der bevorzugten Ausführung trotzdem doppelt gegenüber dem elektrischen System des Werkzeugs isoliert. Wie Fachleuten gut bekannt ist, sind kraftgetriebene Werkzeuge, die dazu ausgestaltet sind, von einer Quelle hoher Spannung, wie zum Beispiel von einer herkömmlichen Wechselspannungsquelle oder ein über ein elektrisches Kabel angetriebenes kraftgetriebenes Werkzeug, angetrieben zu werden, normalerweise so aufgebaut, dass das Gehäuse des Werkzeugs aus Sicherheitsgründen gegenüber dem elektrischen System des Werkzeugs "doppelt isoliert" sind. Auf diese Weise ist der Benutzer des Werkzeugs gegen elektrischen Stromschlag im Falle eines Kurzschlusses in dem elektrischen System des Werkzeugs geschützt. Kabellose oder gleichstromgetriebene Werkzeuge werden. durch Niederspannungsquellen angetrieben und erfordern daher nicht solche Sicherheitsmaßnahmen. Daher ist bei herkömmlichen gleichstrombetriebenen Werkzeugen das Gehäuse nicht gegenüber dem elektrischen System des Werkzeugs isoliert.
  • Es gibt natürlich viele gleichstromgetriebene tragbare Geräte, die alternativ durch höhere Spannung aufweisenden Haus-Wechselstrom angetrieben werden. Um diesen alternativen Betrieb zu ermöglichen, verwenden jedoch durch Wechselstrom/Gleichstrom angetriebene Geräte universell Transformatoren, um die hohe Wechselspannung herabzusetzen und dadurch das Gerät gegenüber der Wechselspannungsquelle zu isolieren.
  • Wenn auch diese Lösung für Geräte mit relativ geringer Leistung, wie zum Beispiel für tragbare Stereogeräte, akzeptabel ist, erfordern die Leistungsanforderungen für viele tragbare kraftgetriebene Werkzeuge die Verwendung von großen Transformatoren zum Herabtransformieren, die nicht nur sperrig, sondern auch sehr schwer sind. Daher sind gleichstromgetriebene Werkzeuge, die alternativ durch Haus-Wechselstrom angetrieben werden können, kommerziell selten angeboten worden.
  • Das kraftgetriebene Werkzeug 10 der vorliegenden Erfindung kann in vielfältiger Weise doppelt isoliert werden. Ein solcher Weg ist die Verwendung eines Kunststoffzahnrads an der Eingangsseite des Untersetzungsgetriebegehäuses 20, wo der Ausgang des Gehäuses 20 mit dem Spannfutter 18 gekoppelt ist. Diese Anordnung dient dazu, die elektrisch leitenden Bereiche des Werkzeugs 10 im Falle eines Kurzschlusses im Motor 12 gegenüber der Wechselspannungsquelle zu isolieren.
  • Wenn auch die vorher beschriebene Anordnung für Elektromotoren mit einem relativ geringen Drehmoment geeignet ist, ist das für den Motor 12 erforderliche Motordrehmoment bei vielen Anwendungen, wie zum Beispiel bei einer elektrisch angetriebenen Säge, zu groß, um durch Kunststoffzahnrad- und/oder Kunststoffwellenkomponenten übertragen zu werden. In diesen Fällen müssen für das doppelte Isolieren des Werkzeugs andere Anordnungen verwendet werden.
  • 4 bis 9 zeigen die Wirkung einer Doppelisolierung in einem Motor und in einem Gehäuse. Doppelisolierungstechnologien sind im Fachgebiet gut bekannt. Doppelt isolierte Werkzeuge sind normalerweise aus zwei Schichten einer elektrischen Isolierung oder aus einer Schicht mit doppelter Dicke der Isolierung zwischen dem Benutzer und dem elektrischen System des Werkzeugs aufgebaut. Speziell auf 4 Bezug nehmend, ist dort eine Querschnittsansicht eines standardgemäßen, nicht doppelt isolierten Gleichstrommotorankers 200 dargestellt. Der Anker 200 besteht aus einer Welle 202 mit einem über sie aufgebautem Kern. Der Kern ist aus vielen Lamellen 206 zusammengesetzt, mit Kerben entlang dem äußeren Umfang, um die Ankerwicklungen 204 zu halten. Ein Zahnrad und/oder Spannfutter (nicht dargestellt), ist auf der Welle an einem Ende des Ankers 200 angebracht, um eine Einrichtung zum Übertragen der Rotationsenergie zu dem Arbeitsende des kraftgetriebenen Werkzeug zur Verfügung zu stellen. So würde zum Beispiel ein Zahnradgetriebe die Rotationsenergie in die Vorwärts- und Rückwärtsbewegung umwandeln, die erforderlich ist, um eine hin- und hergehende Säge anzutreiben. Der Weg von der Ankerwelle 202 zu dem Zahnradgetriebe oder zu dem Spannfutter und schließlich zu dem Arbeitsende ist elektrisch leitend. Daher wird alle elektrische Energie, die an der Ankerwelle 202 vorhanden ist, zu dem Arbeitsende geleitet, das dem Benutzer des kraftgetriebenen Werkzeugs 12 frei zugänglich ist. Die Stellen 208, 210 und 212 zeigen die Bereiche des Läufers, die durch Kontakt mit elektrisch leitenden Anordnungen unter Strom gesetzt werden könnten, wenn keine Isolierung verwendet wird. An der Stelle 208 könnte die Ankerwelle 202 durch Kontakt mit den stromführenden Ankerlamellen 206 unter Strom gesetzt werden. An der Stelle 210 könnte die Ankerwelle 202 durch Kontakt mit den Endwindungen der Ankerwicklungen 204 unter Strom gesetzt werden. An der Stelle 212 können die Ankerlamellen 206 durch Kontakt mit den Endwindungen der Ankerwicklungen 204 unter Strom gesetzt werden.
  • Bezug auf 5 nehmend ist ein erstes Verfahren der Verwendung der Doppelisolierung des Motorankers 220 eines kraftgetriebenen Werkzeugs dargestellt. Der Anker 220 besteht aus einer Welle 222 mit einem darüber aufgebauten Kern. Der Kern setzt sich aus vielen Lamellen 226 zusammen mit Kerben entlang dem äußeren Umfang, um die Ankerwicklungen 224 zu halten. Ein Spannfutter 228 ist auf der Welle an einem Ende der Ankerlamellen 206 angebracht, um eine Einrichtung zum Befestigen eines Elements, wie zum Beispiel eines Bohrers, an dem Arbeitsende 208 (siehe 4) des kraftgetriebenen Werkzeugs zur Verfügung zu stellen. Ein geformter Kunststoffisolator 230 bildet die Basisisolierung zwischen den Ankerwicklungen 224 und den Lamellen 226 sowie zwischen der Welle 222 und den Wicklungen 224. Ein Kunststoffrohrisolator 232 im Presssitz umgibt die welle 222 und bildet eine ergänzende Isolierung, um zu verhindern, dass die Welle unter Strom gesetzt wird, wenn die Basisisolierung versagt.
  • Bezug auf 6 nehmend, ist dort ein zweites Verfahren der Verwendung der Doppelisolierung des Motorankers 220 eines kraftgetriebenen Werkzeugs dargestellt. Ein Papierisolator 240 bildet die Basisisolierung zwischen den Ankerwicklungen 224 und den Lamellen 226. Ein zweiter Isolator 242 mit doppelter Dicke, 2 mm, umgibt die Welle 222 und bildet eine verstärkte Isolierung, welche die ergänzende Isolierung ersetzt, um zu verhindern, dass die Welle durch elektrische Kurzschlüsse mit den Lamellen 226 oder den Ankerwicklungen 224 unter Strom gesetzt wird.
  • Bezug auf 7 nehmend; ist dort ein drittes Verfahren der Verwendung der Doppelisolierung des Motorankers 220 eines kraftgetriebenen Werkzeugs dargestellt. Ein Isolator 250 aus entweder Papier oder aus geformten Kunststoff bildet die Basisisolierung zwischen den Ankerwicklungen 224 und den Lamellen 226. Ein an Ort und Stelle geformter Isolator 252 aus wärmehärtbarem Kunststoff doppelter Dicke umgibt die Welle 222 und ergibt eine verstärkte Isolierung, welche die ergänzende Isolierung ersetzt, um zu verhindern, dass die Welle durch elektrische Kurzschlüsse mit den Lamellen 226 oder den Ankerwicklungen 224 unter Strom gesetzt wird.
  • Bezug auf 8 nehmend, ist dort ein Querschnitt durch die Mitte des Lamellenstapels des Motorankers 220 eines kraftgetriebenen Werkzeugs dargestellt. Eine isolierende Nutauskleidung 260 bildet die Basisisolierung zwischen den Ankerwicklungen 224 und den Lamellen 226. Die Nutauskleidung ist aus irgendeinem geeigneten elektrischen Isoliermaterial hergestellt, wie zum Beispiel aus Papier, beschichtetem Papier, Polyester und vulkanisierter Faser. Eine ergänzende Isolierung wird durch eine glasfaserverstärkte Isolierhülse 262 aus Polyester zur Verfügung gestellt, welche die Welle 222 umgibt. Die Isolierhülse verhindert, dass die Welle unter Strom gesetzt wird, wenn die durch die Nutauskleidung 260 gebildete Basisisolierung versagt.
  • Bezug auf 9 nehmend, ist dort ein doppelt isoliertes Gehäuse 270 eines kraftgetriebenen Werkzeugs dargestellt. Wie im Fachgebiet bekannt ist, sind die verwendeten Doppelisolierungsverfahren dazu bestimmt, zu verhindern, dass elektrische Energie in dem Gehäuse 270 die Außenfläche des Gehäuses 270 unter Strom setzt. Das Gehäuse 270 ist mit einer angenommenen Metallfolienabdeckung 272 auf der Außenfläche dargestellt, um die Wechselwirkung mit einem Benutzer zu simulieren. Weiterhin sind ein Ringanschluss 274 und ein isolierter Leiter 276 dargestellt, der einen leitenden Draht 278 und eine Drahtisolierung 280 aufweist. Elektrische Energie ist jeweils auf dem Ringanschluss 274 und dem leitenden Draht 278 vorhanden. Die Doppelisolierung des Ringanschlusses 274 wird durch Gehäusematerial doppelter Dicke (2 mm) gebildet, das als verstärkte Isolierung dient. Die Drahtisolierung 280 bildet die Basisisolierung für den leitenden Draht 278. Eine ergänzende Isolierung wird durch das Gehäuse 270 gebildet, das verhindert, dass elektrische Energie, die durch die Drahtisolierung durchschlägt, die Außenfläche des Gehäuses 270 unter Strom setzt.
  • Der Motor 12 der vorliegenden Erfindung stellt daher ein leichtes, kompaktes Mittel für das Antreiben eines Werkzeug von entweder einer Wechselspannungsquelle oder von einer Gleichspannungsquelle dar. Somit kann der Motor 12 durch einen wiederaufladbaren Gleichstrombatterieblock oder von einer Standard-Wechselspannungsquelle angetrieben werden, wenn ein aufgeladener Batterieblock nicht zur Verfügung steht oder wenn der Batterieblock entladen ist, bevor die zur Zeit durchgeführte Arbeitsaufgabe abgeschlossen ist. Der Motor 12 wird mit nur wenigen Zusatzkomponenten und ohne wesentlichen Zuwachs zum Gesamtgewicht, zu den Abmessungen oder zu den Kosten eines kraftgetriebenen Werkzeugs betrieben.
  • Fachleute können nun aus der vorhergehenden Beschreibung erkennen, dass die umfassenden Merkmale der vorliegenden Erfindung in einer Vielzahl von Formen realisiert werden können. Daher sollte, wenn auch die vorliegende Erfindung in Verbindung mit besonderen Beispielen davon beschrieben ist, der geltende Schutzumfang der Erfindung nicht auf diese Beispiele eingeschränkt werden, da nach dem Studium der Zeichnungen, der Beschreibung und der nachfolgenden Ansprüche einem erfahrenen Praktiker andere Modifikationen deutlich werden.

Claims (5)

  1. In einem kraftgetriebenen Werkzeug (10) vorgesehener hybrider Wechselstrom/Gleichstrom-Motor (12), der aus einer Wechselspannungsquelle (52) oder aus einer Gleichspannungsquelle (24) betrieben werden kann, aufweisend: ein Permanentmagnetfeld (30), einen im Permanentmagnetfeld angeordneten Anker (34), eine sich durch den Anker erstreckende und diesen zur Drehung im Permanentmagnetfeld abstützende Welle (36), einen an der Welle befestigten ersten Kommutator (38), eine auf den Anker gewickelte und elektrisch mit dem ersten Kommutator (38) gekoppelte erste Ankerwicklung (40), einen an der Welle befestigten zweiten Kommutator (42), eine auf den Anker gewickelte und elektrisch mit dem zweiten Kommutator (42) gekoppelte zweite Ankerwicklung (44), ein Paar in Berührung mit einem von erstem und zweitem Kommutator (38, 42) stehender Gleichstrombürsten (46) zum Koppeln eines Gleichstroms mit dem Kommutator, wenn die Spannungsquelle eine Gleichspannungsbatterie (24) aufweist, und ein Paar in Berührung mit dem anderen von erstem und zweitem Kommutator (38, 42) stehender Wechselstrombürsten (48) zur Kopplung eines Wechselstroms mit dem Kommutator, wenn die Spannungsquelle eine Wechselspannungsquelle (52) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Kommutator (38) auf der Welle koaxial über einem Bereich des zweiten Kommutators (42) befestigt ist.
  2. Motor nach Anspruch 1, bei dem sowohl der erste Kommutator (38) als auch der zweite Kommutator (42) an einem gemeinsamen Ende (38b) der Ankerwelle angeordnet sind.
  3. Motor nach Anspruch 1 oder 2, bei dem das Permanentmagnetfeld ein Paar keramischer Magnetsegmente (30a, 30b) aufweist, die an einem Motorgehäuse (32) befestigt sind.
  4. Kraftmodul (50) zur Ermöglichung der Verwendung von Wechselspannung oder Gleichspannung zum Betreiben eines elektrisch angetriebenen Geräts, wobei das Antriebsmodul aufweist: eine Gleichrichterschaltung (52a, 52b, 52c, 52d) zum Empfang eines Wechselstromeingangssignals und zur Erzeugung eines Gleichstromsignals aus diesem, einen Kondensator (53) zum Filtern des Gleichstromsignals, eine Batterie (24), einen Motor (12) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche und einen Schalter (26) zum Koppeln entweder der Batterie (24) oder einer Wechselspannungsquelle (52) mit dem Motor (12).
  5. Antriebsmodul nach Anspruch 4, ferner aufweisend: einen über ein Paar der Bürsten (46, 48) gekoppelten Bremsschalter (54) zum Bremsen des Motors (12), wenn ein Ein/Aus-Leistungsschalter (14) des Geräts in einer Aus-Stellung ist.
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