DE60008170T2 - Vorrichtung zum Auftragen eines verschäumten Beschichtungsmittels auf ein laufendes Textilflächengebilde - Google Patents

Vorrichtung zum Auftragen eines verschäumten Beschichtungsmittels auf ein laufendes Textilflächengebilde Download PDF

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Description

  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • 1. Technisches Gebiet
  • Diese Erfindung bezieht sich allgemein auf das Gebiet von textilen Beschichtungsmaschinen und spezieller auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Anbringen einer geschäumten Beschichtung an einem laufenden textilen Substrat.
  • 2. Hintergrundinformation
  • Die Verarbeitung textiler Waren und ähnlicher Substrate beinhaltet typischerweise die Anbringung verschiedener Beschichtungsmaterialien an der Ware, um spezifische Zwecke zu erreichen. Zum Beispiel werden Bindemittelbeschichtungen auf einigen textilen Substraten verwendet, um die strukturelle Integrität des Substrates zu verbessern, und häufig werden Farbstoffbeschichtungen auf textilen Substraten verwendet, um eine gewünschte Warenfarbe zu erzielen. Ungeachtet der speziellen Beschichtung, die angebracht wird, müssen zwei wichtige und häufig widerstreitende Überlegungen beachtet werden. Erstens ist es wichtig, dass die erforderliche Menge an Beschichtungsmaterial gleichmäßig an dem textilen Substrat angebracht wird. Wenn nicht ausreichend Beschichtungsmaterial gleichmäßig an dem Substrat angebracht wird, kann dies zu Mängeln wie nicht ausreichender struktureller Integrität des textilen Substrats im Fall von Bindemittelbeschichtungsprozessen oder inkonsistenter oder schwankender Färbung im Fall eines Farbstoffbeschichtungsprozesses führen. Zweitens muss das Beschichtungsmaterial effizient angebracht werden.
  • Die Verwendung von mehr Beschichtungsmaterial als erforderlich ist unwirtschaftlich und daher teuer, und das Anbringen von Beschichtungsmaterialien in einer ineffizienten Weise, wie Sprühen, kann zu einer Verunreinigung der Umgebung führen und kostenintensive Maßnahmen erfordern, um die Auswirkung des Beschichtungsprozesses auf die Umgebung zu reduzieren.
  • Das Anbringen einer gleichmäßigen Beschichtung an einem textilen Substrat in einer effizienten Weise ist besonders schwierig, wenn das Beschichtungsmaterial ein Material wie Latex oder irgendein anderes Material ist, das bei atmosphärischem Druck filmbildend ist. Diese Beschichtungsmaterialien weisen typischerweise höhere Viskositäten auf als viele textile Beschichtungsmaterialien und können auch im Inneren einer Beschichtungsmaschine trocknen und dadurch den Fluss in dieser Maschine verstopfen oder reduzieren. Wenn eine Beschichtung mit filmbildenden Beschichtungsmaterialien durchgeführt wird, müssen daher Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, wenn die Substratlinie stoppt oder wenn ein Beschichtungsprozess beendet ist. Die Beschichtungsvorrichtung muss nach dem Betrieb ausreichend von dem filmbildenden Material gereinigt werden, oder die Maschine muss in einem solchen Zustand verlassen werden, dass es dem Beschichtungsmaterial nicht möglich ist, auf den Innenwänden der anbringenden Maschine zu trocknen. Dies ist im Bereich der Anbringungsdüse besonders wichtig, die so bemessen ist, dass sichergestellt ist, dass eine spezifische Menge an Material angebracht wird. Jeglicher Filmaufbau an den Wänden der Anbringungsdüse kann entweder die Düse verstopfen oder dazu führen, dass weniger als die ausgelegte Menge an Beschichtungsmaterial zugeführt wird.
  • Es gibt mehrere bekannte Verfahren zum Anbringen von Beschichtungen an einem textilen Substrat. Ein derartiges Verfahren ist das Eintauchen eines laufenden Substrats in ein Bad des Beschichtungsmaterials. Dieses Verfahren bringt üblicherweise mehr Beschichtungsmaterial als erforderlich an dem laufenden Substrat an, und somit ist es häufig notwendig, dass das Substrat nachfolgenden Prozessen unterzogen wird, wie Quetschwalzen oder Trocknern, um überschüssiges Beschichtungsmaterial und Feuchtigkeit zu entfernen. Dieses Eintauchverfahren ist daher ineffizient, da zu viel Beschichtungsmaterial an dem Substrat angebracht wird, und ist unwirtschaftlich, da einiges Beschichtungsmaterial in dem nachfolgenden Prozess der Entfernung des überschüssigen Materials verloren geht.
  • Ein weiteres bekanntes Verfahren zur Beschichtung eines textilen Substrats besteht darin, Beschichtungsmaterial an der Oberfläche eines laufenden Substrats anzubringen und zu ermöglichen, dass Beschichtungsmaterial das Substrat durch Absorption oder durch Kapillarwirkung imprägniert. Absorption und Kapillarwirkung können jedoch in einer ungleichmäßigen Anbringung von Beschichtungsmaterial resultieren, insbesondere wenn viskose Beschichtungsmaterialien verwendet werden, wie Latex, da die Effektivität dieser Verfahren zu einem großen Teil von der Struktur oder der Zusammensetzung des Substrats abhängig ist. Ein ungleichmäßiges Substrat führt häufig zu einer ungleichmäßigen Absorptions- oder Kapillarbeschichtung. Wenn auf Absorption oder Kapillarwirkung vertraut wird, führt dies außerdem dazu, dass mehr Beschichtungsmaterial als erforderlich an der Oberfläche des Substrats angebracht wird, um sicherzustellen, dass genug Beschichtungsmaterial zum Eindringen in die Ware zur Verfügung steht. Die überschüssigen Beschichtungsmaterialien müssen dann unter Verwendung von Vorrichtungen wie einem Abstreichmesser oder einer Messerkante von der Ware entfernt werden.
  • In der Erkenntnis der Beschränkungen der Kapillarwirkungsbeschichtung wurden verschiedene weitere Beschichtungstechniken entwickelt. Eine Variante beinhaltet zum Beispiel das Anwenden von Vakuum auf das Substrat, um auf einer Oberfläche aufgebrachtes Beschichtungsmaterial in das Substrat hineinzuziehen. Eine weitere Variante beinhaltet das Führen des beschichteten Substrats durch eine Reihe von Quetschwalzen, um Be schichtungsmaterial in das Substrat hineinzudrücken. Wenngleich diese Varianten möglicherweise effizienter als eine reine Beschichtung einer textilen Ware sind, können sie auch unerwünschte Resultate erzeugen, wie das Fehlen einer gleichmäßigen Verteilung des Beschichtungsmaterials und die Verschwendung von Beschichtungsmaterial.
  • Es wurde ein Anzahl von Versuchen unternommen, die Nachteile der vorstehend erwähnten Beschichtungsprozesse zu überwinden, und viele dieser Versuche beinhalten die Verwendung von geschäumten Beschichtungsmaterialien. Verfahren mit geschäumter Beschichtung sind vorteilhaft, da sie die Zufuhr von Beschichtungsmaterial zu einem Substrat unter Verwendung von weniger Wasser als bei Verfahren mit nicht geschäumter Beschichtung ermöglichen. Dies resultiert in einem geringeren Ablauf überschüssiger Flüssigkeiten – die geeignete Beseitigungsmaßnahmen erfordern – und einem geringeren Energieverbrauch, da eine nachfolgende Maschine zur Entfernung von überschüssigem Wasser von Waren bei Verwendung von Techniken mit geschäumter Beschichtung eliminiert ist.
  • Aber selbst geschäumtes Beschichtungsmaterial weist Nachteile auf. Zum Beispiel ist es häufig schwierig, eine gleichmäßige Anbringung von geschäumtem Beschichtungsmaterial an einem Substrat zu erreichen, da die Ergebnisse herkömmlicher Verfahren mit geschäumter Beschichtung häufig von der Struktur des textilen Substrats oder der Viskosität des Beschichtungsmaterials abhängig sind.
  • Ein weiteres Problem bei herkömmlichen Verfahren mit geschäumter Beschichtung besteht darin, wie eine Anpassung an Unterbrechungen oder Stopps in der textilen Prozesslinie zu erreichen ist. Diese Schwierigkeit resultiert aus der Tatsache, dass geschäumtes Material über die Zeit hinweg zusammenfällt und ungleichmäßig wird, wenn es dem Druck ermöglicht wird, sich in dem Verteilungspfad auszugleichen. Wenn die Verarbeitung eines textilen Substrats angehalten wird, wie es erforderlich ist, um Ma schinenstopps stromaufwärts oder stromabwärts eines laufenden textilen Substrats zu berücksichtigen, um ein Brechen des Substrats zu korrigieren oder um Substratmaterialien zu ändern, dann muss entweder der Schaumapplikator geschlossen werden – wodurch ein Ausgleichdruck in dem Schaumverteilungssystem riskiert wird – oder der Schaumfluss kann fortgesetzt werden – wodurch Beschichtungsmaterialien verschwendet werden und jener Bereich des laufenden Substrats verschwendet wird, auf dem sich das überschüssige Beschichtungsmaterial während des Stopps der Linie anhäuft.
  • Das Problem wird noch weiter durch die Tatsache komplizierter gemacht, dass viele Textilfabrikanlagen die Ware mit der Oberseite nach unten verarbeiten. Diese Prozedur ermöglicht Arbeitern eine klare Sichtbarkeit der Prozesse, die an der Rückseite der Ware auftreten, eine Verarbeitung von textilen Waren mit der Oberseite nach unten ist jedoch für Beschichtungsmaschinen problematisch, die ein filmbildendes Beschichtungsmaterial aufbringen, da bei einem Stopp oder Abschalten der Warenlinie das Risiko besteht, dass die filmbildende Beschichtung in der Applikatordüse oder auf der Innenseite der Beschichtungszufuhrleitung trocknet. Wenn das Beschichtungsmaterial ein geschäumtes filmbildendes Material ist, ist das Problem noch schlimmer, da die zusätzliche Schwierigkeit besteht, dem geschäumten Material nicht zu erlauben, den Druck über die Verteilungsleitung hinweg auszugleichen. Des Weiteren ist es wichtig, wenn Vorgänge abgeschlossen sind, dass das filmbildende Beschichtungsmaterial geeignet von den Applikatorkomponenten entfernt wird, die notwendigerweise nach unten weisen, um die Beschichtung an der Rückseite einer mit der Oberseite nach unten weisenden Ware anzubringen, wenn diese die Prozesslinie entlangläuft.
  • Es ist daher wünschenswert, dass eine Beschichtungsvorrichtung die Fähigkeit aufweist, ein geschäumtes filmbildendes Beschichtungsmaterial entlang der Breite eines laufenden, mit der Oberseite nach unten weisen den Substrats gleichmäßig auszubringen, während gleichzeitig die Möglichkeit besteht, eine Anpassung an temporäre Linienstopps ebenso wie langdauernde Produktionslinienstillstände zu erreichen, ohne dass dies zu einer Düsenverstopfung oder zu einem Aufbau von Beschichtungsmaterial an der Innenseite der Wände der Beschichtungsvorrichtung führt. Diese Fähigkeit ist wünschenswerterweise unabhängig von der Struktur des Substrats und unabhängig von dem verwendeten Beschichtungsmaterial. Es wäre außerdem wünschenswert für eine derartige Maschine, dass sie leicht zu reinigen ist, ohne eine zeitaufwändige Demontage und/oder eine manuelle Teilereinigung zu erfordern.
  • Es gibt zahlreiche Auslegungen von Schaumapplikatoren, die auf dem Fachgebiet existieren, von denen mehrere in der Lage sind, eine geschäumte Beschichtung aus filmbildendem Material zu liefern. Diese Applikatoren haben jedoch nicht alle der wünschenswerten, vorstehend erörterten Eigenschaften einer Beschichtungsvorrichtung erreicht. Das US-Patent Nr. 4 562 097 für Walter et al. offenbart zum Beispiel ein Verfahren zur Behandlung eines porösen Substrats durch Anbringen einer geschäumten Behandlungszusammensetzung auf der Oberfläche des Substrats mit einer Applikatordüse in Kontakt mit dem laufenden Substrat. Wenngleich Latex als geeignete Behandlungszusammensetzung offenbart ist, zielt das Patent von Walter et al. nicht speziell auf das mit einer Latex-Anbringung verknüpfte inhärente Filmbildungsproblem oder ein Verfahren zum Entfernen eines derartigen filmbildenden Materials von dem Applikator ab, wenn dieser nicht in Gebrauch ist.
  • Das US-Patent Nr. 4 023 526 für Ashmus et al. offenbart Schaumapplikatorköpfe für die Anwendung einer chemischen Behandlung. Die Gleichmäßigkeit der Schaumanbringung wird in dieser Vorrichtung jedoch durch den Winkel und den Kontakt zwischen dem Substrat und der innenseitigen Verjüngung der stromabwärts gelegenen Düsenlippe bewirkt. Außerdem zielt das Ashmus-Patent wie das zuvor erörterte Patent nicht speziell auf das Problem der Filmbildung während Linienstopps oder die Probleme ab, die auftreten, wenn der offenbarte Applikatorkopf in einer Produktlinie für eine Behandlung von Ware mit der Oberseite nach unten verwendet wird.
  • Das US-Patent Nr. 5 219 620 für Potter et al. offenbart einen Schaumapplikator, der zur Verwendung in einer Fertigungslinie gedacht ist, die Ware mit der Oberseite nach unten verarbeitet. Der Schaumapplikator von Potter et al. ist ein bogenförmiger Aufbau, der durch pneumatische oder hydraulische Zylinder über einen Umhüllungswinkel dicht gegen die laufende Ware gepresst wird, um einen gleichmäßigen Druck und eine Abdichtung des Applikators gegen die Ware sicherzustellen. Eine derartige Vorrichtung ist daher zur Verwendung bei der Anbringung eines filmbildenden Materials an einem laufenden textilen Substrat nicht wünschenswert, das dem Applikatordruck nicht standhalten kann, ohne das Substrat zu brechen. Außerdem beinhaltet dieses Patent offenbar kein Latex oder andere filmbildende Zusammensetzungen unter den beabsichtigten Behandlungszusammensetzungen, und somit zielt es ebenfalls nicht auf das mit derartigen Verbindungen verknüpfte, spezielle Problem ab.
  • Wenngleich jedes der zuvor erörterten Patente eine Vorrichtung mit bestimmten wünschenswerten Merkmalen beschreibt, ist es klar, dass eine bessere Schaumbeschichtungsvorrichtung auf dem Fachgebiet benötigt wird. Spezieller besteht ein Bedarf für eine Schaumbeschichtungsvorrichtung, die in der Lage ist, eine dosierte Menge an geschäumtem, filmbildendem Beschichtungsmaterial an einem laufenden Substrat, das in einer Fertigungslinie mit der Oberseite nach unten vorliegt, ungeachtet der Struktur des Substrats und ungeachtet der Viskosität des Beschichtungsmaterials gleichmäßig anzubringen. Es besteht für eine derartige Beschichtungsvorrichtung auch der Bedarf, dass sie die Fähigkeit aufweist, sich an temporäre Linienstopps anzupassen, ohne eine signifikante Menge an Beschichtungsmaterial zu verschwenden, wenn die Linienfertigung wieder beginnt, und sich an langandauernde Linienstopps anzupassen, ohne dass es einer Filmbildung möglich gemacht wird, die Applikatordüse oder das zugehörige Schaumzufuhrleitungssystem zu verstopfen. Schließlich sollte eine derartige Beschichtungsvorrichtung die Fähigkeit aufweisen, von geschäumtem Material in einer effizienten und einfachen Weise gereinigt zu werden. Tatsächlich ist eine Beschichtungsvorrichtung, die alle diese Attribute besitzt, in der Lage, einem laufenden Substrat eine spezifizierte Menge an filmbildendem Beschichtungsmaterial effizient zuzuführen, ohne signifikante Mengen an Beschichtungsmaterial zu verschwenden, und eine derartige Maschine ist, wenn sie nicht mehr gebraucht wird, in der Lage, Betriebsvorgänge ohne das Risiko einer Filmbildung zu stoppen, welche die Applikatordüse verstopft.
  • KURZE ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung überwindet die mit herkömmlichen Schaumapplikatoren verknüpften Nachteile durch Bereitstellen einer Beschichtungsvorrichtung mit einem Schaumapplikator, der in der Lage ist, einem laufenden Substrat ungeachtet der Struktur des Substrats eine dosierte Menge an viskosem geschäumtem Beschichtungsmaterial zuzuführen. Der Applikator der vorliegenden Erfindung ist zwischen einer Betriebsposition benachbart zu einem laufenden Substrat und einer Spülposition benachbart zu einem Spültrog bewegbar. In seiner Betriebsposition führt der Applikator einem laufenden Substrat in Kontakt mit einem offenen Schlitz des Applikators gleichmäßig eine vorgegebene, dosierte Menge an geschäumtem Material zu. Druck- und Blasverhältnis des geschäumten Beschichtungsmaterials werden kontrolliert, um sicherzustellen, dass die gewünschte Menge an Beschichtungsmaterial gleichmäßig in einer Weise angebracht wird, dass das Beschichtungsmaterial wenigstens teilweise in die Zwischenräume der Ware eindringt, bevor das geschäumte Material kollabiert. Die Beschichtungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung kann dazu verwendet werden, verschiedene geschäumte Beschichtungszusammensetzungen zuzuführen; sie ist jedoch aufgrund der Fähigkeit der Beschich tungsvorrichtung, sich sowohl an temporäre als auch langandauernde Linienstopps anzupassen, ohne einen signifikanten Schaumdruckausgleich oder eine signifikante Filmbildung und eine zugehörige Verstopfung des Applikators zu erlauben, besonders geeignet, filmbildende Beschichtungszusammensetzungen mit einer hohen Viskosität, wie Latex, zuzuführen.
  • Die Beschichtungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung passt sich an temporäre Linienstopps durch Bereitstellen eines Ventilaufbaus in dem Applikator an. Der Ventilaufbau weist ein Applikatorflussventilelement zum Stoppen von Schaumfluss zu dem laufenden Substrat und ein Umleitungsflussventilelement zum Umleiten von Schaumfluss zu einem Umleitungskanal auf, der ermöglicht, dass sich geschäumtes Beschichtungsmaterial weiter in dem Schaumversorgungssystem bewegt, ohne an dem Substrat angebracht zu werden. Es kann ein Schaumrückführpfad eingerichtet werden, in dem geschäumtes Material, das aus dem Applikator über den Umleitungskanal austritt, durch eine Schaumrückführpumpe zu dem Schaumbildungskopf des Schaumgenerators und dann zurück zu dem Applikator geleitet wird. Während einer derartigen Schaumrückführung wird die Zufuhr von frischem Beschichtungsmaterial und Luft zu dem Schaumgenerator gestoppt. Wenn die Linie den Betrieb wieder aufnimmt, wird das Applikatorflussventilelement, das einen Schaumfluss zu dem Applikatorschlitz verhindert, geöffnet, und das Umleitungsflussventilelement wird geschlossen, wodurch ein Schaumfluss zu dem laufenden Substrat wiederhergestellt wird. Wenn langandauernde Fertigungsstopps erforderlich sind, kann die Beschichtungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung leicht wieder in eine Spülposition positioniert werden, in welcher der offene Schlitz benachbart zu einem Spültrog ist. In dieser Position kann geschäumtes Material vollständig aus dem Applikatorsystem in den Spültrog gespült werden.
  • Die Beschichtungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung kann einen Applikator beinhalten, der einen offenen Schlitz definiert und an einer Schwenkwelle angebracht ist, die zwischen einem Paar von Trägerarmen gelagert ist. Ein erster arbeitender Kolben-Zylinder-Mechanismus, der mit der Schwenkwelle und einem der Trägerarme operativ verbunden ist, kann dazu verwendet werden, den Applikator zwischen einer Betriebsposition, in welcher der offene Schlitz im Wesentlichen nach unten gewandt ist, unter der Horizontalen und benachbart zu einem laufenden Substrat, und einer vorgegebenen Zwischenposition zu verschwenken, in welcher der offene Schlitz im Wesentlichen über der Horizontalen oder nach oben gewandt ist. Ein zweiter arbeitender Kolben-Zylinder-Mechanismus, der operativ mit dem Beschichtungsvorrichtungsrahmen und einem der Trägerarme verbunden ist, kann dazu verwendet werden, den Applikator von der Zwischenposition in eine Spülposition zu bewegen, in welcher der offene Schlitz benachbart zu einem Spültrog ist. Der zweite arbeitende Kolben-Zylinder-Mechanismus kann auch verwendet werden, wenn sich der Applikator in der Arbeitsposition befindet, um den Applikator zu kippen und dadurch einen Freiraum zwischen dem Applikator und dem Spültrog bereitzustellen, während sich der Applikator zwischen der Arbeits- und der Zwischenposition bewegt.
  • Vorteilhafterweise kann der Applikator der vorliegenden Erfindung betrieben werden, während er nach unten weist, um sich an textile Fertigungslinien mit nach unten weisenden laufenden Waren anzupassen, und dann kann der Applikator gespült werden, während er im Wesentlichen nach oben weist. Diese Orientierung nach oben ermöglicht, dass Spülfluid in dem Applikator verbleibt, nachdem der Spülvorgang beendet ist, wodurch eine Filmbildung auf den Wänden des Applikators verhindert wird, indem sichergestellt wird, dass die Wände niemals austrocknen.
  • Bei Verwendung der Beschichtungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung kann ein geschäumtes Beschichtungsmaterial an einem laufenden Substrat angebracht werden, indem das laufende Substrat in einem linearen Lauf zwischen zwei beabstandeten Trägerelementen getragen wird, die auf einer Seite des Substrats positioniert sind. Ein Schaumapplikator in Ver bindung mit einer schaumerzeugenden Quelle wird dann in Kontakt mit dem laufenden Substrat zwischen den zwei beabstandeten Trägerelementen und auf der den Trägerelementen entgegengesetzten Seite des laufenden Substrats platziert. Das Blasverhältnis und der Systembetriebsdruck werden dann so gewählt, dass sichergestellt wird, dass das geschäumte Material dazu gebracht wird, von dem Schaumgenerator durch den Applikator und auf das laufende Substrat derart zu fließen, dass das geschäumte Beschichtungsmaterial wenigstens teilweise und vorzugsweise nur teilweise in die Zwischenräume des laufenden Substrats eindringt, bevor das geschäumte Material kollabiert.
  • Die vorliegende Erfindung stellt außerdem ein Verfahren zum Spülen einer Schaumbeschichtungsvorrichtung bereit, bei dem zuerst ein Spülschaum in die Beschichtungsvorrichtung eingebracht wird und dann ein Hochgeschwindigkeitsspülfluid verwendet wird. Es wurde festgestellt, dass dieses Verfahren geschäumtes Material von einer Beschichtungsvorrichtung vollständiger wegspült als bei Verwendung lediglich eines geraden Wasserspülstrahls, da der Spülschaum, der eine Dichte aufweist, die der Dichte des geschäumten Beschichtungsmaterials ähnlicher ist als die Dichte des Spülfluids, effektiver beim Wegspülen des geschäumten Beschichtungsmaterials von dem Applikator ist. Die Verwendung eines Spülschaums verhindert Probleme, die mit einer herkömmlichen Wasserspülung verknüpft sind, wie ineffektives Schaumspülen aufgrund der Kanalbildung des Spülfluids in dem geschäumten Beschichtungsmaterial innerhalb der Rohrleitungen des Applikators. Nach dem Spülen des Applikators mit einem Spülschaum kann vorteilhafterweise eine Hochgeschwindigkeits-Wasserspülung durchgeführt werden.
  • Bei Verwenden der Beschichtungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung ist es daher möglich, die Vorteile der Verwendung geschäumter Beschichtungsmaterialien ohne die Nachteile zu erhalten, die üblicherweise mit filmbildenden Materialien verknüpft sind. Die Beschichtungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung führt einem laufenden Substrat ungeachtet der Substratstruktur und ungeachtet der Viskosität des Beschichtungsmaterials gleichmäßig eine vorgegebene, dosierte Menge an geschäumtem Material zu. Temporäre Fertigungsstopps sind kein Problem mehr, da der Schaumfluss in dem Verteilungssystem aufrechterhalten und um das Substrat herum umgeleitet wird. Die Wiederaufnahme des Betriebs wird leicht durch erneutes Leiten des geschäumten Materials durch den offenen Schlitz in dem Applikator und Schließen des Umleitungskanals erreicht. Wenn die Beschichtungsvorgänge beendet sind, kann die Beschichtungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung leicht in eine Spülposition bewegt werden und unter Verwendung eines Spülschaums gefolgt von einem Spülfluid, wie Wasser, vollständig gereinigt werden. Der Applikator kann im Wesentlichen voll von Spülfluid belassen werden, um eine Filmbildung entlang der Wände des Applikators vor der nächsten Verwendung der Beschichtungsvorrichtung zu verhindern. Diese und weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung werden beim Lesen der folgenden detaillierten Beschreibung und der beigefügten Ansprüche und unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen ersichtlich werden.
  • KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Für ein vollständigeres Verständnis dieser Erfindung ist nunmehr auf die Ausführungsformen Bezug zu nehmen, die in den begleitenden Zeichnungen detaillierter dargestellt und nachstehend beschrieben sind. In den Zeichnungen, die nicht notwendigerweise maßstabsgetreu sind, ist:
  • 1 eine Draufsicht auf die bevorzugte Ausführungsform der Beschichtungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung, wobei der Spültrog teilweise weggeschnitten ist,
  • 2 eine Seitenansicht auf die Beschichtungsvorrichtung entlang der Linie 2-2 in 1, wobei der Arbeitsmechanismus und der Appli kator in verdeckten Linien hinter einer Seitendeckplatte gezeigt sind und der Applikator in einer gekippten Position gezeigt ist,
  • 3 eine vertikale Teilschnittansicht der Beschichtungsvorrichtung entlang der Linie 3-3 in 1, die den Applikator in der gekippten Position zeigt,
  • 4 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, der Beschichtungsvorrichtung entlang der Linie 4-4 in 1, die den Applikator in der gekippten Position zeigt,
  • 5 eine Seitenansicht der Beschichtungsvorrichtung, wobei die Seitenschutzplatte teilweise weggeschnitten ist, um den Applikator in der Betriebsposition zu zeigen,
  • 6 eine Seitenansicht ähnlich 5 mit dem Applikator in der gekippten Position,
  • 7 eine Seitenansicht ähnlich 5 mit dem Applikator in der geschwenkten Position,
  • 8 eine Seitenansicht ähnlich 5 mit dem Applikator in der Spülposition,
  • 9 eine Schnittansicht des Applikatorventilaufbaus entlang der Linie 9-9 in 1, die den Pfad des Schaumflusses durch den Applikator während eines Beschichtungsvorgangs zeigt,
  • 10 eine Schnittansicht ähnlich 9, die den Fluss des geschäumten Materials in dem Umleitungs-Betriebsmodus zeigt, und
  • 11 eine schematische Ansicht, die einen Schaumrückführflusspfad veranschaulicht.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • Nunmehr wird die vorliegende Erfindung im Folgenden unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen vollständiger beschrieben, in denen bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung gezeigt sind. Diese Erfindung kann jedoch in vielen verschiedenen Formen ausgeführt werden und sollte nicht als auf die hierin dargelegten Ausführungsformen begrenzt angesehen werden. Stattdessen sind diese Ausführungsformen so bereitgestellt, dass diese Offenbarung durchgängig und vollständig ist und dem Fachmann den Umfang der Erfindung vollständig vermittelt. Es versteht sich, dass alle Alternativen, Modifikationen und Äquivalente als im Wesen und Umfang der Erfindung enthalten betrachtet werden, wie sie durch die beigefügten Ansprüche definiert ist.
  • Sich nunmehr 1 zuwendend, ist dort eine Beschichtungsvorrichtung 10 zum Anbringen von geschäumtem Material an einem laufenden textilen Substrat gezeigt. Die Beschichtungsvorrichtung 10 beinhaltet einen Rahmen 11, einen Spültrog 12 (der in 1 teilweise weggeschnitten ist), einen Applikator 13 sowie einen Positioniermechanismus 16, der den Applikator 13 beweglich auf dem Rahmen 11 anbringt. Der Positioniermechanismus 16 beinhaltet eine Schwenkwelle 24 mit einem Gegengewicht 25. Der Applikator 13 beinhaltet eine parabolische Verteilungskammer 26, einen Applikatorventilaufbau 40 und eine auswechselbare Düse 41, die einen offenen Schlitz 27 (9 und 10) definiert, durch den geschäumtes Material aus dem Applikator austritt. Eine geeignete parabolische Verteilungskammer zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung ist im US-Patent Nr. 4 655 056 für Zeiffer offenbart. Die Beschichtungsvorrichtung 10 beinhaltet außerdem eine Spülpumpe 50.
  • Die Beschichtungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung kann vorteilhafterweise in textilen Prozessen eingesetzt werden, bei denen eine textile Ware auf einem Spannrahmen befördert wird, die zur Anpassung an verschiedene Warenbreiten einstellbar ist. Die Beschichtungsvorrichtung 10 wird an einem gewünschten Ort in dem textilen Prozess platziert und derart positioniert, dass das laufende textile Substrat zwischen dem Applikator 13 und einem Paar beabstandeter Trägerelemente oder -stangen 34 läuft. Während 1 einen offenen Zwischenraum zwischen dem Applikator 13 und den Trägerstangen 34 darstellt, versteht es sich, dass die Trägerstangen 34 im Betrieb das laufende Substrat in Kontakt mit dem Applikator 13 drücken und spezieller in Kontakt mit dem offenen Schlitz 27 in dem Applikator 13, wie deutlicher in 5 gezeigt. Da das laufende Substrat den offenen Schlitz in dem Applikator effektiv schließt oder abdichtet, kann die vorliegende Erfindung Druck einsetzen, um das geschäumte Material von dem Applikator auf oder in das laufende Substrat derart zu dosieren, dass das geschäumte Material wenigstens teilweise und vorzugsweise nur teilweise in die Zwischenräume der laufenden Substratware eindringt, bevor das geschäumte Material kollabiert. Wenn das Beschichtungsmaterial tiefer in die Substratzwischenräume als für eine spezifische Beschichtungsanwendung erforderlich gedrückt wird, verschwendet dies Beschichtungsmaterial und wird daher vorteilhafterweise vermieden. Außerdem versteht es sich für den Fachmann, dass in Abhängigkeit von der Struktur des Substrats die vorliegende Erfindung dazu verwendet werden kann, geschäumte Beschichtungsmaterialien anzubringen, die sich nach dem Trocknen vollständig innerhalb der Zwischenräume des Substrats befinden. Um eine Anpassung an laufende Substrate mit verschiedenen Breiten durchzuführen, kann der Applikator 13 mit ersetzbaren Düsen 41 mit verschiedenen Breiten konfiguriert werden.
  • 1 stellt außerdem die Beschichtungsvorrichtung 10 in einer Betriebsposition dar, wobei sich der Applikator 13 in einer vertikalen Position befindet, in welcher der offene Schlitz im Wesentlichen nach unten oder unter die Horizontale weist. Die Fähigkeit der Beschichtungsvorrichtung, in diesem Zustand zu arbeiten, ist vorteilhaft, da viele textile Prozesse auf einem Substrat durchgeführt werden, das mit der Oberseite nach unten läuft. Somit ermöglicht die vorliegende Erfindung die gleichmäßige Verteilung von geschäumtem Material auf der Rückseite einer textilen Ware, die mit der Oberseite nach unten läuft. Diese Beschichtungsvorrichtung und dieses Beschichtungsverfahren sind für eine Verwendung beim Anbringen von Latexmaterialien, Polyurethanen, Acrylmaterialien und anderen Beschichtungsmaterialien mit hoher Viskosität besonders vorteilhaft. Ein typisches geschäumtes Beschichtungsmaterial, das mit der Beschichtungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung vorteilhaft verwendet werden kann, besteht zum Beispiel aus B. F. Goodrich Hystretch V-29- oder Hycar 26-0370-Emulsionen. Es versteht sich jedoch, dass die vorliegende Erfindung nicht speziell auf die Verwendung derartiger Materialien beschränkt ist, da die Beschichtungsvorrichtung 10 auch vorteilhaft dazu verwendet werden kann, geschäumte Materialien zuzuführen, die Farbstoffe, Weichmacher und Warenschutzmaterialien umfassen, jedoch nicht darauf beschränkt sind.
  • 2 zeigt eine Seitenansicht der Beschichtungsvorrichtung 10 der vorliegenden Erfindung einschließlich der Spülpumpe 50 und des Spültrogs 12, der eine Abdeckung 14 und einen Spültrogentleerungsauslass 53 beinhaltet. In 2 sind der Positioniermechanismus 16 und der Applikator 13 in gestrichelten Linien gezeigt, verdeckt durch eine Seitenschutzplatte 17.
  • Die Beschichtungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung kann so eingestellt werden, dass sie an deren Platzierung in existierenden Textilverarbeitungsanlagen angepasst ist. Das Applikatorniveau kann zum Beispiel innerhalb eines vorgegebenen Bereichs von Applikatorniveaus durch Verwenden eines Niveaueinstellhandrads 55 eingestellt werden, das mit horizontalen Rahmenelementen 15 auf jeder Seite der Beschichtungsvorrichtung durch Verbindungen 59 operativ verbunden ist. Diese Applikatorni veaueinstellung ist vorteilhaft, da sie ermöglicht, dass sich die Beschichtungsvorrichtung an Prozesse anpasst, bei denen sich das laufende Substrat auf einer unterschiedlichen Höhe über dem Boden befindet. Eine Drehung des Handrads 55 bewirkt, dass die Verbindungen 59 angehoben oder abgesenkt werden, die ihrerseits die horizontalen Rahmenelemente 15 um Drehpunkte für die horizontalen Rahmenelemente 60 verschwenken. Da der Applikator mit den horizontalen Rahmenelementen operativ verbunden ist, ändert eine Schwenkbewegung der horizontalen Rahmenelemente das Niveau des Applikators.
  • Handradmechanismen werden in der vorliegenden Erfindung auch dazu verwendet, die Position der Trägerstangen 34 einzustellen, die sich transversal über das laufende Substrat hinweg erstrecken. Ein Führungsträgerstangen-Einstellhandrad 56 ist mit den Führungsträgerstangen 34 derart operativ verbunden, dass eine Drehung des Führungsträgerstangen-Einstellhandrads 56 das Niveau der Führungsträgerstangen 34 ändert. Nachlaufträgerstangen-Handräder 57, 58 werden dazu verwendet, das Niveau jeder Seite der Nachlaufträgerstange unabhängig einzustellen. Durch Vorhandensein von zwei Nachlaufträgerstangen-Einstellhandrädern kann ein Ende der Nachlaufträgerstange auf ein anderes Niveau als das andere Ende der Nachlaufträgerstange eingestellt werden, um dadurch einen Kippwinkel des laufenden Substrats relativ zu dem Applikator bereitzustellen.
  • Wie sie hierin verwendet wird, ist die Führungsträgerstange die erste Trägerstange, die von dem laufenden Substrat kontaktiert wird, wenn es in die Beschichtungsvorrichtung eintritt, und die Nachlaufträgerstange ist die letzte Trägerstange, die von dem laufenden Substrat kontaktiert wird, bevor es die Beschichtungsvorrichtung verlässt. Zwecks Klarheit ist die Führungsträgerstange in 4 mit einem Bezugszeichen 34a bezeichnet, und die Nachlaufträgerstange ist in 4 mit einem Bezugszeichen 34b bezeichnet. Außerdem ist der Ausdruck "Kippwinkel" hierin verwendet, um den transversalen Winkel des laufenden Substrats zu beschreiben, wenn es über eine Trägerstange läuft, gemessen relativ zu einer hypothetischen horizontalen Ebene, die den offenen Schlitz des Applikators berührt. Es versteht sich außerdem, dass nach Wunsch jede Seite der Führungsträgerstange unabhängig einstellbar ist, um einen Kippwinkel des eintretenden Substrats bereitzustellen.
  • Die Fähigkeit der Beschichtungsvorrichtung, eine Anpassung an verschiedene Applikatorniveaus und verschiedene Trägerstangenniveaus durchzuführen sowie einem laufenden textilen Substrat einen Kippwinkel zu verleihen, erlaubt der Beschichtungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung ein hohes Maß an Flexibilität zur Verwendung in einer Vielzahl von existierenden Textilverarbeitungsanwendungen.
  • Mit der Beschichtungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung kann eine Vielzahl verschiedener Positioniermechanismen verwendet werden, um den Applikator zwischen seiner Betriebs- und seiner Spülposition zu bewegen. Ein geeigneter Positioniermechanismus ist in 3 dargestellt. Der Positioniermechanismus 16 beinhaltet ein Paar von Trägerarmen 20, ein erstes Paar von Kolben-Zylinder-Mechanismen 23 und ein zweites Paar von Kolben-Zylinder-Mechanismen 21. Die Trägerarme 20 sind verschwenkbar an dem Rahmen 11 und speziell an den horizontalen Rahmenelementen 15 angebracht. Die ersten Kolben-Zylinder-Mechanismen 23 sind auf den Trägerarmen 20 angebracht und operativ mit dem Applikator derart verbunden, dass der Betrieb der ersten Kolben-Zylinder-Mechanismen 23 bewirkt, dass sich der Applikator relativ zu den Trägerarmen 20 bewegt. Die zweiten arbeitenden Kolben-Zylinder-Mechanismen 21 sind auf dem Rahmen 11 angebracht und operativ derart mit den Trägerarmen 20 verbunden, dass der Betrieb der zweiten Kolben-Zylinder-Mechanismen 21 bewirkt, dass sich die Trägerarme 20 verschwenken.
  • Wenngleich der Positioniermechanismus 16, der in der vorliegenden Anmeldung dargestellt ist, Kolben-Zylinder-Mechanismen verwendet, die pneumatisch oder hydraulisch betrieben werden können, versteht es sich ohne Weiteres für den Fachmann, dass auch andere derartige Mechanismen verwendet werden können. Es ist zum Beispiel möglich, einen Elektromotor, der eine ausziehbare Gewindeverbindungsstange antreibt, einen Elektromotor, der einen Zahn- und Kettenmechanismus antreibt, magnetische Positioniermechanismen oder dergleichen zu verwenden, um die gleichen Funktionen wie die arbeitenden Kolben-Zylinder-Mechanismen auszuführen. Diese anderen solchen Verfahren sind im Umfang der vorliegenden Erfindung eingeschlossen. Wenngleich 3 den Positioniermechanismus auf einer Seite der Beschichtungsvorrichtung 10 darstellt, befindet sich außerdem ein identischer Mechanismus auf der anderen Seite, wobei die zwei Mechanismen gleichzeitig arbeiten, wenngleich nach Wunsch auch nur ein Positioniermechanismus verwendet werden kann.
  • Eine geeignete Anordnung für eine operative Verbindung der ersten Kolben-Zylindermechanismen 23 mit dem Applikator ist in den 4 und 5 gezeigt. Der Applikator 13 ist auf einer Schwenkwelle 24 angebracht, die sich zwischen den Trägerarmen 20 erstreckt und in diesen gelagert ist. 4 stellt einen Applikator mit einer parabolischen Verteilungskammer 26, einem Applikatorventilaufbau 40, Einlassventilen 28 und einem offenen Schlitz 27 dar, der sich transversal über das laufende Substrat hinweg erstreckt und der Breite des Substrats entspricht, auf welcher die Anbringung von Beschichtungsmaterial gewünscht ist. Es versteht sich jedoch, dass die vorliegende Erfindung nicht auf Applikatoren mit parabolisch geformten Verteilungskammern beschränkt ist und tatsächlich eine breite Vielzahl von verschiedenen Schaumapplikatoren mit sich transversal erstreckenden offenen Schlitzen mit der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann. Außerdem können mit dem Applikator ein oder mehrere Einlassventile 28 verwendet werden, um die Versorgung des Applikators mit geschäumtem Material oder anderen Fluiden zu steuern.
  • Wie am deutlichsten in den 3 und 5 gezeigt, ist ein Ende der ersten Kolben-Zylinder-Mechanismen 23 operativ mit der Schwenkwelle 24 unter Verwendung L-förmiger Hebel 32 verbunden. Die Schwenkwelle 24 ist zwischen einem Paar von Trägerarmen 20 unter Verwendung von Gelenklagermechanismen 31 derart gelagert, dass sich die Schwenkwelle innerhalb der Gelenklagermechanismen 31 frei drehen kann. Die L-förmigen Hebel 32 sind starr an den Enden der Schwenkwelle 24 angebracht, und ein Ende der ersten Kolben-Zylinder-Mechanismen 23 ist schwenkbeweglich mit den Hebeln verbunden. Auf diese Weise bewirkt eine Ausdehnung der ersten Kolben-Zylinder-Mechanismen eine Drehung der Schwenkwelle, die ihrerseits bewirkt, dass sich der angebrachte Applikator verschwenkt.
  • Ein signifikantes Problem, auf das man bei der Beschichtung textiler Substrat und insbesondere bei der Beschichtung textiler Substrate mit einem viskosen Beschichtungsmaterial stößt, das unter atmosphärischem Druck filmbildend ist, besteht darin, den Wunsch, eine dosierte Menge an Beschichtungsmaterial auf der Rückseite eines Substrats anzubringen, das mit der Oberseite nach unten läuft, mit der Notwendigkeit einer Reinigung oder eines Spülens des Beschichtungsmaterials von der Beschichtungsvorrichtung nach Beendigung der Anbringung in Einklang zu bringen. Es ist zum Beispiel häufig wünschenswert, ein Beschichtungsmaterial aus Latex an der Rückseite eines textilen Substrats anzubringen, das mit der Oberseite nach unten läuft, um die strukturelle Integrität der Substratware zu erhöhen. Unter diesen Bedingungen ist es wünschenswert, dass der Applikator und spezieller der offene Schlitz nach unten weisen. Diese Orientierung des Applikators nach unten und die filmbildende Eigenschaft von Latexmaterial erzeugen jedoch das Problem, wie das Latexmaterial von dem Applikator zu entfernen ist, wenn der Beschichtungsprozess beendet ist. Da der Applikator nach unten weist, wäre es schwierig, ein großes Volumen an Spülfluid durch den Applikator laufen zu lassen, ohne das Spülfluid auch auf andere Teile der Beschichtungsvorrichtung und auf den Fußbo den der Prozesseinrichtung zu sprühen. Wenn das Spülfluid nicht alles geschäumte Material aus dem Applikator entfernt, besteht dann außerdem die Gefahr, dass das Latexmaterial auf der Innenseite der Applikatorwände einen Film bildet, wodurch die Leistungsfähigkeit des Applikators während zukünftiger Beschichtungsvorgänge behindert wird.
  • Die Beschichtungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung löst diese Probleme durch Bereitstellen eines Schaumapplikators, der zwischen einer Arbeitsposition und einer Spülposition bewegbar ist. Während des Betriebs befindet sich der offene Schlitz des Applikators benachbart zu dem laufenden Substrat. In der Spülposition befindet sich der offene Schlitz benachbart zu dem Spültrog derart, dass dem Applikator Spülfluid zugeführt und in dem Spültrog gesammelt werden kann. Es ist besonders vorteilhaft für die Beschichtungsvorrichtung, dass sie derart ausgelegt ist, dass der offene Schlitz des Applikators im Wesentlichen nach oben weist, wenn sich der Applikator in der Spülposition befindet, da ein Applikator, der im Wesentlichen nach oben weist, im Wesentlichen voll mit Spülfluid belassen werden kann, nachdem der Fluss des Spülfluids durch den Applikator stoppt. Das Belassen des Applikators im Wesentlichen voll mit Spülfluid ist vorteilhaft, da die in dem Applikator verbleibende Flüssigkeit die Applikatorwände nass hält und dadurch eine Filmbildung auf den Applikatorwänden in dem Fall verhindert, dass filmbildende Beschichtungsmaterialien, wie Latexmaterialien, unvollständig aus dem Applikator gespült werden. Es versteht sich für den Fachmann außerdem, dass ein Applikator, der im Wesentlichen über die Horizontale weist, selbst wenn er im Wesentlichen nicht nach oben weist, ebenfalls Spülfluid hält, nachdem der Fluss des Spülfluids durch den Applikator stoppt. Eine Beschichtungsvorrichtung, die derart ausgelegt ist, dass der offene Schlitz des Applikators im Wesentlichen über die Horizontale weist, wenn sich der Applikator in der Spülposition befindet, liegt daher ebenfalls innerhalb des Umfangs der vorliegenden Erfindung.
  • Die 5 bis 8 stellen die sequentielle Interaktion der ersten und zweiten Kolben-Zylinder-Mechanismen dar, wenn sich der Applikator der vorliegenden Erfindung von der Betriebsposition in die Spülposition bewegt. 5 stellt die Beschichtungsvorrichtung in der Betriebsposition dar. In dieser Position kontaktiert der Applikator 13 das laufende textile Substrat 33, wenn das Substrat in einem linearen Lauf über die beabstandeten Trägerelemente 34 läuft. Geschäumtes Beschichtungsmaterial, das von einem herkömmlichen Schaumgenerator 18 (siehe 11) erzeugt wird, wird über ein Einlassventil 28 in den Applikator eingebracht. Die Verwendung einer parabolischen Verteilungskammer 26 stellt sicher, dass geschäumtes Material gleichmäßig über den offenen Schlitz 27 hinweg und auf das benachbarte laufende textile Substrat 33 zugeführt wird.
  • In dem Fall, dass dem laufenden Substrat die strukturellen Eigenschaften fehlen, um eine ebene Anbringung zwischen den zwei beabstandeten Stangen 34 während der Kontaktierung mit dem offenen Schlitz des Applikators zu ermöglichen, kann eine Trägerschicht über den beabstandeten Trägerelementen 34 positioniert werden, um dem laufenden Substrat zusätzlichen Halt zu verleihen. In dem Fall, dass eine derartige Trägerschicht verwendet wird, wird dann das laufende Substrat zwischen der Trägerschicht (nicht gezeigt) und dem Applikator positioniert, wenn sich der Applikator in der Betriebsposition befindet. Die Trägerschicht kann aus irgendeinem geeigneten Material bestehen, wie Kunststoff, einem metallischen Film oder dergleichen, und kann nach Abnutzung nach Wunsch periodisch geändert werden. Eine geeignete Trägerschichtanordnung, die eine Schutzschichtzufuhrrolle, eine Aufnahmerolle und lösbare Klemmhalter beinhaltet und zur Positionierung der Trägerschicht auf der Beschichtungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann, ist in US 64 32 202 B1 offenbart.
  • Ein spezieller Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht in der Fähigkeit, geschäumtes Beschichtungsmaterial gleichmäßig an einem textilen Sub strat anzubringen, das in einem linearen Lauf läuft, ungeachtet der Viskosität des geschäumten Beschichtungsmaterials und ungeachtet der Struktur des textilen Substrats. Diese Fähigkeit ist in der vorliegenden Erfindung durch Steuern des Drucks, unter dem das geschäumte Beschichtungsmaterial von dem Schaumgenerator erzeugt wird, und durch Steuern des Blasverhältnisses erreichbar. Wie er hierin verwendet wird, bezieht sich der Ausdruck "Blasverhältnis" auf das Verhältnis des Luftvolumens zu dem Volumen des flüssigen Beschichtungsmaterials, unter dem das Beschichtungsmaterial geschäumt wurde.
  • Der Ausgangsdruck des Schaumgenerators wird so eingestellt, dass sichergestellt ist, dass selbst geschäumte Materialien mit einer hohen Viskosität, wie Latexmaterialien, Polyurethane und Acrylmaterialien dazu gebracht werden, sich mit einem ausreichenden Druck von dem Schaumgenerator 18 durch den Applikator 13 und auf das laufende Substrat 33 zu bewegen, um das geschäumte Material wenigstens teilweise in die Zwischenräume des laufenden Substrats zu drücken, ungeachtet der Struktur des Substrats. In der vorliegenden Erfindung wurden Ausgangsdrücke des Schaumgenerators zwischen 7,25 × 10–4 Pa und 130 × 10–4 Pa (5 PSI und 90 PSI) effektiv verwendet. Das Blasverhältnis des geschäumten Beschichtungsmaterials wird für eine gegebene Geschwindigkeit des laufenden Substrats eingestellt, um sicherzustellen, dass die gewünschte Menge an geschäumtem Material auf dem laufenden Substrat aufgebracht wird, und um die Eindringtiefe des Beschichtungsmaterials zu regulieren. Blasverhältnisse von etwa ½ : 1 bis etwa 110 : 1 wurden in der vorliegenden Erfindung effektiv verwendet. Die parabolische Verteilungskammer 26 stellt sicher, dass das geschäumte Beschichtungsmaterial gleichmäßig auf das laufende Substrat verteilt wird, und hat zur Folge, dass das Beschichtungsmaterial in die Zwischenräume des laufenden Substrats eindringt, während weiterhin ein Schaum eine gleichmäßige Beschichtung der textilen Fasern in dem Substrat erleichtert.
  • Die vorliegende Erfindung beruht daher nicht auf Kapillarwirkung oder Absorption, um eine gleichmäßige Beschichtung der Fasern in dem textilen Substrat sicherzustellen. Genausowenig besteht in der vorliegenden Erfindung ein Bedarf für solche Prozeduren wie Entfernen von überschüssigem Beschichtungsmaterial mit einem Abstreifmesser, ein Öffnen der Zwischenräume des Substrats durch Sicherstellen eines Umhüllungswinkels der Substratbewegung um einen offenen Applikatorschlitz oder ein Führen des laufenden Substrats durch Walzenspaltmechanismen oder andere Vorrichtungen, die dafür ausgelegt sind, überschüssiges Beschichtungsmaterial oder Feuchtigkeit zu entfernen.
  • 6 stellt den Anfangsschritt bei der Bewegung des Applikators aus der Betriebsposition in die Spülposition dar, der ohne Störung zwischen dem Applikator und dem Spültrog 12 während einer derartigen Bewegung ausgeführt wird. Speziell werden zuerst die zweiten Kolben-Zylinder-Mechanismen 21 ausgefahren, um das Paar von Trägerarmen 20 um ihre jeweiligen Trägerarmschwenkpunkte 22 herum zu verschwenken. Diese Trägerarmschwenkbewegung bewegt den Applikator weg von dem textilen Substrat, wenn sich das Substrat weiterhin in der Beschichtungsvorrichtung befindet, während diese Bewegung durchgeführt wird. Da die Schwenkbewegung der Trägerarme 20 dahingehend wirkt, den Applikator zu kippen, kann die Position, in der die zweiten Kolben-Zylindermechanismen ausgefahren sind, als die "Kippposition" bezeichnet werden.
  • Bei ausgefahrenen zweiten Kolben-Zylinder-Mechanismen werden die ersten Kolben-Zylinder-Mechanismen 23 ausgefahren, um die Hebel 32 zu drehen und so die Welle zu schwenken, an welcher der Applikator angebracht ist, wodurch der Applikator in die Richtung des Spültrogs 12 in eine vorgegebene zwischenliegende Position verschwenkt wird. Wie in 7 dargestellt, sollte eine derartige Drehung ausreichend sein, um sicherzustellen, dass sich der offene Schlitz 27 über dem Niveau des Spültrogs 12 befindet. Da eine Drehung der Schwenkwelle den Applikator weg von dem Substrat "schwingt", kann die in 7 dargestellte Zwischenposition als "die Schwingposition" bezeichnet werden.
  • Von der Zwischen- oder Schwingposition über dem Niveau des Spültrogs kann der Applikator dann durch Zurückziehen der ersten Kolben-Zylinder-Mechanismen in eine Spülposition bewegt werden, in welcher der offene Schlitz benachbart zu dem Spültrog 12 ist, wie in 8 dargestellt. Dieses Zurückziehen schwenkt die Trägerarme 20 zurück zu dem Spültrog und bewegt dadurch den Applikator derart, dass der offene Schlitz benachbart zu dem Spültrog ist. In dieser Position, die als die "Spülposition" bezeichnet werden kann, verhindert eine Spritzplatte 35 auf dem Applikator, dass Spülfluid, das aus dem offenen Schlitz herausfließt, auch auf den Rest der Beschichtungsvorrichtung fließt. Vorteilhafterweise kann eine aufgehängte Abdeckung 14 an dem Spültrog 12 bereitgestellt werden. Wenn die Spülposition erreicht ist, kann geschäumtes Beschichtungsmaterial von dem Applikator abgespült und in dem Spültrog gesammelt werden. Ein geeignetes Röhren- oder Rohrleitungsmaterial kann mit dem Spültrog-Entleerungsauslass 56 verbunden sein, um einen Kanal für geschäumtes Material oder Spülfluid aus dem Spültrog heraus bereitzustellen.
  • Wenn der Spülvorgang beendet ist, kann der Applikator der vorliegenden Erfindung durch Umkehren der vorstehend erörterten Abfolge der Schritte der Kolben-Zylinder-Mechanismen in die Betriebsposition zurückversetzt werden. Ein Ausfahren der zweiten Kolben-Zylinder-Mechanismen 21 schwenkt die Trägerarme 20 von dem Spültrog weg, wodurch der Applikator von dem Spültrog weg und in die Schwingposition bewegt wird. Dann bewirkt ein Zurückziehen der ersten Kolben-Zylinder-Mechanismen 23 eine umgekehrte Drehung der Schwenkwelle, wodurch der Applikator in die Kippposition zurückversetzt wird. Schließlich schwenkt ein Zurückziehen der zweiten Kolben-Zylinder-Mechanismen 21 die Trägerarme 20 in umgekehrter Richtung, wodurch der Applikator in die Betriebsposition zurückversetzt wird. Die Schwenkwelle 24 kann mit einem Gegengewicht 25 verse hen sein, um eine gleichmäßige Bewegung des schwenkenden Applikators zu unterstützen.
  • Der Applikator der vorliegenden Erfindung kann mit einem Applikatorventilaufbau 40 versehen sein, um den nach außen gerichteten Fluss des Beschichtungsmaterials durch den offenen Schlitz zu steuern und einen Pfad bereitzustellen, um geschäumtes Material an dem offenen Schlitz vorbei ohne Anbringung an dem Substrat umzuleiten. Es gibt wenigstens zwei Fälle, in denen es wünschenswert ist, den Fluss des Materials durch den offenen Schlitz nach außen zu stoppen. Erstens ist es vorteilhaft, einen derartigen Fluss nach außen zu stoppen, wenn sich der Applikator von der Betriebsposition in die Spülposition bewegt. Zweitens ist es vorteilhaft, einen Fluss nach außen durch den offenen Schlitz während temporärer Stopps bei dem laufenden Substrat zu stoppen, da eine Fortsetzung des Schaumflusses nach außen auf ein stationäres Substrat zu einer Verschwendung nicht nur des Beschichtungsmaterials sondern auch jenes Teils des Substrats führt, auf den überschüssiges Beschichtungsmaterial während des Stoppens angebracht wurde.
  • Wenngleich es vorteilhaft ist, den Schaumfluss durch den Applikator nach außen zu stoppen, wenn das Substrat aufhört zu laufen, erzeugt ein derartiges Stoppen die Möglichkeit, dass sich der Druck in dem Schaumzufuhrsystem ausgleicht, während der Schaumfluss durch den Applikator nach außen gestoppt ist. Während des Betriebs besteht ein dynamischer Druckunterschied zwischen dem Druck, der auf das geschäumte Beschichtungsmaterial wirkt, das aus dem Schaumgenerator austritt, und dem Druck, der auf das geschäumte Beschichtungsmaterial wirkt, das aus dem offenen Schlitz auf das Substrat austritt, wobei der Druck beim Austritt aus dem Schaumgenerator am größten ist und abnimmt, wenn das geschäumte Material in Richtung des offenen Schlitzes in dem Applikator läuft. Wenn der Fluss des geschäumten Materials aus dem Applikator heraus und der Schaumgenerator selbst gestoppt werden, fängt der Druck an, sich in dem Schaumverteilungssystem auszugleichen. Ein derartiger Druckausgleich beeinflusst notwendigerweise die Menge und Gleichmäßigkeit des Beschichtungsmaterials, das auf dem Substrat verteilt wird, wenn Beschichtungsvorgänge wieder beginnen und ein Schaumfluss von dem Applikator zu dem laufenden Substrat erneut gestartet wird. Dieser Zustand führt außerdem zu einer Verschwendung von Substratmaterial, das nicht korrekt beschichtet wird, und zu einer Verschwendung von Beschichtungsmaterial, das nicht verwendet wird, bis ein normaler Druck in dem Schaumverteilungssystem wiederhergestellt ist.
  • Die vorliegende Erfindung bietet die Fähigkeit, einen Schaumfluss durch den offenen Schlitz des Applikators nach außen zu stoppen, während der unerwünschte Ausgleich des Schaumdrucks über das Verteilungssystem hinweg durch Bereitstellen eines Ventilaufbaus 40 verhindert wird, der ein Applikatorflussventilelement 42, ein Umleitungsflussventilelement 43 und einen Umleitungskanal 44 beinhaltet, wie in den 9 und 10 dargestellt. Das Applikatorflussventilelement 42 und das Umleitungsflussventilelement 43 können aus aufblasbaren Balgen bestehen.
  • 9 stellt den Ventilaufbau 40 dar, der so konfiguriert ist, dass ein Fluss aus der parabolischen Verteilungskammer 26 heraus durch die ersetzbare Düse 41 und aus dem offenen Schlitz 27 heraus möglich ist. In dieser Position wird das Applikatorflussventilelement 42 entlüftet, damit es den Materialfluss durch den offenen Schlitz nach außen nicht blockiert, und das Umleitungsflussventilelement 43 wird aufgeblasen, um den Fluss von geschäumtem Material durch den Umleitungskanal 45 und aus dem Umleitungskanal 44 heraus zu verhindern.
  • Wenn es gewünscht ist, den Fluss durch den offenen Schlitz 27 nach außen zu stoppen, kann das Applikatorflussventilelement 42 aufgeblasen werden, um den Fluss von geschäumtem Material durch den offenen Schlitz 27 nach außen zu blockieren, wie in 10 gezeigt. Es ist jedoch auch manchmal wünschenswert, dass der Schaumfluss weitergeht, selbst wenn der offene Schlitz geschlossen ist, um eine Stagnation des geschäumten Materials und die entsprechende, vorstehend erörterte Gefahr eines Druckausgleichs zu verhindern. In diesem Fall kann das Umleitungsflussventilelement 43 entlüftet werden, wie ebenfalls in 10 dargestellt. Wenn das Umleitungsflussventilelement 43 entlüftet ist, wird der Fluss von geschäumtem Material durch den Applikator in den Umleitungskanal 45 umgeleitet, und es wird ermöglicht, dass er durch den Ventilaufbau 40 zu dem Umleitungskanal 44 läuft. Geschäumtes Material, das durch den Umleitungskanal aus dem Applikator austritt, kann zwecks Entsorgung oder späterer Verwendung gesammelt werden. Auf diese Weise kann eine geeignete Druckbeaufschlagung in der Schaumverteilungskammer aufrechterhalten werden, so dass Beschichtungsbedingungen durch Entlüften des Applikatorflussventilelements 42 und Aufblasen des Umleitungsflussventilelements 43 leicht wiederhergestellt werden können, wodurch wieder ein Schaumfluss durch den offenen Schlitz 27 nach außen geleitet wird.
  • Wenngleich das Sammeln von geschäumtem Material, das aus dem Umleitungskanal austritt, zwecks Entsorgung oder späterer Wiederverwendung ein vertretbares Verfahren zum Aufrechterhalten einer geeigneten Druckbeaufschlagung in der Verteilungskammer für vorübergehende Unterbrechungen des Anbringungsprozesses ist, ist ein derartiges Sammeln auch unvorteilhaft, da es eine geeignete Lagerung oder Entsorgung des akkumulierten geschäumten Materials erfordert. Die vorliegende Erfindung überwindet diesen Nachteil durch Bereitstellen eines Schaumrückführflusspfades zwischen dem Applikator und dem Schaumgenerator 18 und durch Verwenden einer Schaumrückführung, um eine geeignete Druckbeaufschlagung innerhalb des Schaumzufuhrsystems während Stopps aufrechtzuerhalten. Wie in 11 dargestellt, wird geschäumtes Material, das aus dem Umleitungskanal 44 der parabolischen Verteilungskammer 26 austritt, zu dem Einlass des Schaumbildungskopfes 19 durch eine Schaumrückführpumpe 63 zurückgeführt, die vorzugsweise eine Pumpe vom Verdrängertyp ist. Während einer derartigen Schaumrückführung werden Isolationsventile 65 verwendet, um die Zufuhr von Luft und frischem Beschichtungsmaterial von dem Lagerbehälter 64 zu dem Schaumgenerator zu stoppen, so dass weder neues Material während der Rückführung geschäumt wird, noch zusätzliche Luft in das Schaumzufuhrsystem eingebracht wird. Auf diese Weise wird eine Schaumrückführung während Systemstopps eingerichtet, um den dynamischen Druckgradienten des rückgeführten Schaums aufrechtzuerhalten, und demgemäß wird kein Übermaß an geschäumtem Material erzeugt.
  • Die vorliegende Erfindung umfasst mehrere Verfahren zum Spülen geschäumten Materials aus einer Beschichtungsvorrichtung mit einem Spültrog. In einem derartigen Verfahren wird zuerst ein Fluss von geschäumtem Beschichtungsmaterial durch den Applikator gestoppt. Dann wird der Applikator von seiner Betriebsposition in eine Position benachbart zu dem Spültrog bewegt. Dann wird eine Fluidverbindung zwischen einer Spülfluidzufuhr und dem Applikator eingerichtet. Häufig wird Wasser oder eine Kombination von Wasser mit verschiedenen Spülchemikalien verwendet, die auf dem Fachgebiet bekannt sind. Ein typisches Spülfluid kann zum Beispiel aus Wasser und einem Tensid bestehen. Nach Einrichten einer Fluidverbindung zwischen dem Applikator und der Spülfluidzufuhr und nachdem sich der Applikator in einer Position benachbart zu einem Spültrog befindet, wird dann bewirkt, dass ein Spülfluid durch den Applikator und in den Spültrog fließt. Bei Verwendung dieses Verfahrens zum Spülen von geschäumtem Material aus einer Beschichtungsvorrichtung ist es möglich, das geschäumte Beschichtungsmaterial aus einem Applikator zu spülen, der üblicherweise nach unten weisend betrieben wird, ohne dass Spülfluide auf ein Substrat in der Beschichtungsvorrichtung gelangen und ohne dass ein großer Abfall von Spülfluid auf dem Fußboden der Textilverarbeitungsanlage erzeugt wird.
  • Die Beschichtungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung kann vorteilhafterweise zur Einrichtung eines Rückführspülflusspfades verwendet werden, indem die Spülpumpenauslassleitung 51 durch ein Einlassventil 28 mit dem Applikator verbunden wird und indem die Spülpumpeneinlassleitung 52 mit dem Spültrogentleerungsauslass 53 verbunden wird. Dann kann Spülfluid dem Spültrog zugeführt werden. Wenn sich der Applikator in der Spülposition befindet und die Spülpumpe 50 aktiviert ist, wird durch die Spülpumpe Spülfluid aus dem Spültrog gezogen und durch den Applikator hindurchgedrückt, wo sie durch den offenen Schlitz 27 austritt und in den Spültrog 12 zurückkehrt. Da der offene Schlitz im Wesentlichen nach oben oder wenigstens über die Horizontale weist, wenn sich der Applikator in der Spülposition befindet, bleibt der Applikator vorteilhafterweise im Wesentlichen voll mit Spülfluid, wenn die Spülpumpe 50 abgeschaltet wird, wie zuvor erörtert. Indem der Applikator im Wesentlichen voll mit Spülfluid belassen wird, wird der Aufbau eines Films auf der Innenseite der Applikatorwände effektiv verhindert.
  • Es wurde jedoch festgestellt, dass das Spülen eines viskosen geschäumten Beschichtungsmaterials aus einer Beschichtungsvorrichtung oder einem Applikator unter Verwendung von nur einem Spülfluid manchmal nicht ausreicht, das geschäumte Beschichtungsmaterial vollständig aus dem Applikator zu entfernen. Dies ist möglich, da die Viskosität des geschäumten Beschichtungsmaterials zu einer Haftung in diesem Material selbst und zwischen dem Beschichtungsmaterial und den Applikatorwänden führt. Wenn das Spülfluid in den Applikator gedrückt wird, wandert das Fluid häufig in Kanälen durch das viskose geschäumte Beschichtungsmaterial, anstatt das Beschichtungsmaterial vollständig aus dem Applikator zu entfernen.
  • Um die unvollständige Spülung von geschäumtem Material aus dem Applikator zu verhindern, umfasst die vorliegende Erfindung außerdem ein Verfahren, das geschäumte Material aus einem Schaumapplikator unter Ver wendung eines Spülschaums und eines Spülfluids wegzuspülen. Spezieller wird dann nach einem Stoppen des Flusses von geschäumtem Beschichtungsmaterial durch den Applikator bewirkt, dass ein separater Spülschaum durch den Applikator fließt. Ein besonders vorteilhafter Spülschaum besteht aus Wasser und einem geschäumten Tensid. Es wird angenommen, dass die Dichte des Spülschaums, die ähnlich der Dichte des Beschichtungsschaums ist, dabei hilft, das geschäumte Beschichtungsmaterial von dem Applikator zu entfernen. Der Spülschaum kann durch den gleichen Schaumgenerator, wie er verwendet wird, um das geschäumte Beschichtungsmaterial zu erzeugen, oder durch eine andere Schaumquelle zugeführt werden. Sobald ein Schülschaumfluss einmal durchgelaufen ist, läuft das Spülfluid durch den Applikator, wie vorstehend erläutert. Vorteilhafterweise kann das Spülfluid durch den Applikator mit einer höheren Flussrate als der Spülschaumflussrate durch den Applikator zirkulieren.
  • Für den Fachmann versteht es sich ohne weiteres, dass die vorliegende Erfindung für einen breiten Einsatz und eine breite Verwendung geeignet ist. Viele Ausführungsformen und Adaptionen der vorliegenden Erfindung, die sich von jenen speziell hierin beschriebenen unterscheiden, ebenso wie viele Variationen, Modifikationen und äquivalente Anordnungen sind aus der vorliegenden Erfindung und deren vorstehenden Beschreibungen ersichtlich oder nahegelegt, ohne vom Wesen oder dem Umfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Demgemäß versteht es sich, wenngleich die vorliegende Erfindung hierin detailliert in Bezug auf ihre bevorzugte Ausführungsform beschrieben wurde, dass diese Offenbarung lediglich illustrativ und beispielhaft für die vorliegende Erfindung ist und lediglich für den Zweck angegeben ist, eine vollständige und ausführbare Offenbarung der Erfindung bereitzustellen. Die vorstehende Offenbarung ist nicht dazu gedacht, die vorliegende Erfindung zu beschränken oder ansonsten irgendwelche anderen derartigen Ausführungsformen, Adaptionen, Variationen, Modifikationen oder äquivalente Anordnungen auszuschließen; die vorliegende Erfindung ist nur durch die beigefügten Ansprüche und Äquiva lente derselben beschränkt. Wenngleich spezielle Ausdrücke hierin verwendet werden, werden sie nur in einem generischen und beschreibenden Sinn und nicht zwecks Beschränkung verwendet.

Claims (27)

  1. Beschichtungsvorrichtung (10) zum Anbringen von geschäumtem Material an einem laufenden Substrat (33) mit: – einem Rahmen (11); – einem Applikator (13), der einen offenen Schlitz (27) zum Ausbringen von geschäumtem Material definiert; und – einer Schaumversorgung (18, 19) zum Zuführen von geschäumtem Material zu dem Applikator (13); gekennzeichnet durch – einen Positioniermechanismus (21, 23), der den Applikator (13) beweglich auf dem Rahmen (11) zwischen einer Betriebsposition, in welcher der offene Schlitz (27) dem laufenden Substrat (33) benachbart ist, um auf das Substrat geschäumtes Material zuzuteilen, und einer Spülposition anbringt, in welcher der offene Schlitz benachbart zu einem Spültrog (12) ist, der an dem Rahmen (11) angebracht ist, um das geschäumte Material von dem Applikator (13) in den Spültrog (12) zu spülen.
  2. Beschichtungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Schaumgenerator (18) zum Erzeugen der Schaumversorgung beinhaltet.
  3. Beschichtungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Schaumumleitungskanal (44) zum Durchlassen von geschäumtem Material dort hindurch, ohne durch den offenen Schlitz (27) zu gehen, und ein Umleitungsflussventilelement (43) beinhaltet, das dafür ausgelegt und positioniert ist, Schaumfluss durch den Schaumumleitungskanal (44) umzuleiten, wobei das Ventilelement (43) eine geschlossene Position zur Verhinderung von Schaumfluss durch den Schaumumleitungskanal (44) und eine offene Position zur Umleitung von Schaumfluss durch den Schaumumleitungskanal (44) aufweist.
  4. Beschichtungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaumversorgung einen Schaumgenerator (18) und des Weiteren eine Schaumrückführpumpe (63) beinhaltet, die mit dem Schaumumleitungskanal (44) und mit dem Schaumgenerator (18) derart in Verbindung steht, dass bewirkt wird, dass Schaum von dem Umleitungskanal (44) durch die Schaumrückführpumpe (63) und zu dem Schaumgenerator (18) strömt, wenn das Umleitungsflussventilelement (43) offen ist und die Schaumrückführpumpe (63) betrieben wird.
  5. Beschichtungsvorrichtung nach Anspruch 3, wobei das Umleitungsflussventilelement eine aufblasbare Blase (43) beinhaltet, die dafür ausgelegt und positioniert ist, dass sich die Blase (43) über den Schaumumleitungskanal (44) hinweg erstreckt, wenn die Blase aufgeblasen ist, wodurch ein Fluss durch den Schaumumleitungskanal (44) hindurch verhindert wird.
  6. Beschichtungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie des Weiteren ein Paar voneinander beabstandeter Substratträgerelemente (34) beinhaltet, wobei sich der offene Schlitz (27) bezüglich des laufenden Substrats (33) dazwischen befindet, wobei die voneinander beabstandeten Substratträgerelemente (34) das laufende Substrat (33) gegen den offenen Schlitz (27) abstützen, wenn das Substrat (33) über den offenen Schlitz (27) hinweg läuft.
  7. Beschichtungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich jedes der voneinander beabstandeten Substratträgerelemente (34) quer über das laufende Substrat (33) hinweg erstreckt.
  8. Beschichtungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der voneinander beabstandeten Substratträgerelemente (34) unabhängig voneinander auf einem vorgegebenen Niveau bezüglich des offenen Schlitzes (27) positioniert ist, das aus einem vorgegebenen Bereich von Niveaus wählbar ist.
  9. Beschichtungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der voneinander beabstandeten Substratträgerelemente (34) unter einem vorgegebenen transversalen Kippwinkel relativ zu dem offenen Schlitz (27) positioniert ist, der aus einem vorgegebenen Bereich transversaler Kippwinkel wählbar ist.
  10. Beschichtungsvorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch eine Substrattragfläche auf den voneinander beabstandeten Substratträgerelementen (34), die sich über den offenen Schlitz (27) hinweg erstreckt, wobei sich das Substrat (33) dazwischen befindet, um das laufende Substrat gegen den offenen Schlitz (27) abzustützen, wenn sich der Applikator (13) in Betriebsposition befindet.
  11. Beschichtungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der offene Schlitz (27) im Wesentlichen unter die Horizontale weist, wenn sich der Applikator (13) in Betriebsposition befindet.
  12. Beschichtungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der offene Schlitz (27) im Wesentlichen über die Horizontale weist, wenn sich der Applikator (13) in der Spülposition befindet.
  13. Beschichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, gekennzeichnet durch wenigstens einen ersten arbeitenden Kolben-Zylinder-Mechanismus (23) zum Schwenken des Applikators (13) auf Trägerarmen (20) zwischen einer Betriebsposition, in welcher der offene Schlitz (27) benachbart zu dem laufenden Substrat (33) ist und im Wesentlichen unter die Horizontale weist, und einer vorgegebenen zwischenliegenden Position, in welcher der offene Schlitz (27) im Wesentlichen über die Horizontale weist; und wenigstens einen zweiten arbeitenden Kolben-Zylinder-Mechanismus (21) zum Schwenken des Paars von Trägerarmen (20), um den Applikator (13) von der vorgegebenen zwischenliegenden Position in eine Spülposition zu bewegen, in welcher der offene Schlitz (27) benachbart zu dem Spültrog (12) ist.
  14. Beschichtungsvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine arbeitende Kolben-Zylinder-Mechanismus (23) mit einem Trägerarm des Paares von Trägerarmen (20) und mit dem Applikator (13) operativ verbunden ist, wobei der wenigstens eine zweite arbeitende Kolben-Zylinder-Mechanismus (21) mit dem Rahmen (11) und mit einem Trägerarm des Paares von Trägerarmen (20) operativ verbunden ist.
  15. Beschichtungsvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Schwenkwelle (24) beinhaltet, die in dem Paar von Trägerarmen (20) gelagert ist, wobei der Applikator (13) an der Schwenkwelle (24) angebracht ist und der wenigstens eine erste arbeitende Kolben-Zylinder-Mechanismus (23) mit der Schwenkwelle (24) und mit einem Trägerarm des Paares von Trägerarmen (20) derart operativ verbunden ist, dass bewirkt wird, dass sich die Schwenkwelle durch Betätigen des wenigstens einen ersten arbei tenden Kolben-Zylinder-Mechanismus (23) verschwenkt wird, um den Applikator (13) zwischen der Arbeitsposition und der vorgegebenen zwischenliegenden Position zu verschwenken.
  16. Beschichtungsvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Betrieb des wenigstens einen zweiten arbeitenden Kolben-Zylinder-Mechanismus (21), wenn sich der Applikator (13) in der Betriebsposition befindet, das Paar von Trägerarmen (20) verschwenkt, um den Applikator (13) zum Verschwenken aus der Betriebsposition in die vorgegebene zwischenliegende Position zu bringen, ohne den Spültrog (12) zu stören.
  17. Beschichtungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Applikator (13) des Weiteren ein Applikatorflussventilelement (40) beinhaltet, das dafür ausgelegt und positioniert ist, einen Schaumfluss durch den offenen Schlitz (27) zu steuern, wobei das Ventilelement (40) eine offene Position, um einen Schaumfluss für den offenen Schlitz (27) zu ermöglichen, und eine geschlossene Position aufweist, um einen Schaumfluss durch den offenen Schlitz (27) hindurch zu verhindern, wenn der Applikator (13) zwischen der Betriebsposition und der vorgegebenen zwischenliegenden Position bewegt wird.
  18. Beschichtungsvorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Applikatorflussventilelement (40) eine aufblasbare Blase (42) beinhaltet, die dafür ausgelegt und positioniert ist, dass sich die Blase (42) über den offenen Schlitz (27) hinweg erstreckt, wenn die Blase aufgeblasen ist, wodurch ein Schaumfluss durch den offenen Schlitz (27) hindurch verhindert wird.
  19. Beschichtungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaumgenerator (18) Schaum mit einem vorgegebenen Druck zuführt, der aus einem vorgegebenen Bereich von Drücken auswählbar ist.
  20. Beschichtungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 13, wobei der Schaumgenerator (18) Schaum mit einer vorgegebenen Blasrate zuführt, die aus einem vorgegebenen Bereich von Blasraten auswählbar ist.
  21. Beschichtungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 13, die des Weiteren eine Spülfluidversorgung und eine Spülpumpe (50) beinhaltet, die dafür ausgelegt und positioniert ist, ein Spülfluid aus der Spülfluidversorgung zu ziehen und Spülfluid durch den Applikator (13) derart abzuführen, dass bewirkt wird, dass das Spülfluid aus der Spülfluidversorgung durch die Spülpumpe (50), durch den Applikator (13), durch den offenen Schlitz (27) und in den Spültrog (12) strömt, wenn die Spülpumpe (50) arbeitet, während der offene Schlitz (27) benachbart zu dem Spültrog (12) ist.
  22. Beschichtungsvorrichtung nach Anspruch 21, wobei die Spülfluidversorgung von dem Spültrog (12) bereitgestellt wird und wobei die Spülpumpe (50) mit dem Spültrog (12) und dem Applikator (13) derart in Fluidverbindung steht, dass die Spülpumpe (50) Spülfluid aus dem Spültrog (12) zieht und das Spülfluid durch den Applikator (13) ausbringt.
  23. Beschichtungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 13, wobei der Applikator eine parabolische Schaumverteilungskammer (26) beinhaltet, um dem offenen Schlitz (27) einen gleichförmigen Fluss von geschäumtem Material zuzuführen.
  24. Verfahren zum Anbringen von geschäumtem Material an einem laufenden Substrat (33) mittels einer Beschichtungsvorrichtung (10) mit einem Schaumapplikator (13), dadurch gekennzeichnet, dass im Fall einer Unterbrechung oder eines Stoppens – das geschäumte Material von der Beschichtungsvorrichtung (10) gespült wird, indem der Fluss des geschäumten Materials durch den Applikator (13) gestoppt wird, – der Applikator (13) von seiner Betriebsposition in eine Position benachbart zu einem Spültrog (12) bewegt wird, – eine Fluidverbindung zwischen einer Versorgung mit Spülfluid und dem Applikator (13) eingerichtet wird und – bewirkt wird, dass Spülfluid von der Versorgung mit dem Spülfluid zu dem Applikator (13) und in den Spültrog (123) strömt.
  25. Verfahren nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Versorgung mit Spülfluid von dem Spültrog (12) derart bereitgestellt wird, dass Spülfluid von dem Spültrog (12) durch den Applikator (13) und zurück in den Spültrog (12) im Kreislauf geführt wird, wenn der Fluss des Spülfluids begonnen wird.
  26. Verfahren nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Applikator (13) im Wesentlichen über die Horizontale weist, wenn er sich in der Position benachbart zu dem Spültrog (12) befindet.
  27. Verfahren nach Anspruch 26, gekennzeichnet durch den zusätzlichen Schritt des Stoppens des Flusses des Spülfluids durch den Applikator (13), während der Applikator (13) im Wesentlichen über die Horizontale weist, was den Applikator (13) im Wesentlichen voll mit Spülfluid lässt.
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