DE60008596T2 - Schaufelgriff einschnappbar an einem stiel - Google Patents
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Description
- Die Erfindung betrifft Haushalts- bzw. Kehrichtschaufeln und bezieht sich noch genauer auf eine Schaufel mit einem auf einen Besenstiel aufschnappbaren und leicht wieder lösbaren Griff.
- Um Kehrichtschaufeln leicht aufräumen zu können, gibt es Lösungen, die darin bestehen, sie in Aufräumstellung mit ihrer Vorderseite oder ihrer Rückseite auf einen Besenstiel aufzuschnappen. Zu diesem Zweck weist der Griff der Schaufel einen verformbaren U-förmigen Querschnitt auf, mit einem oder mehreren Wülsten auf der Innenseite des Griffs, wie insbesondere in FR 2 760 961 dargestellt. Diese Wülste ermöglichen, den Griff mit einem entsprechenden Kraftaufwand auf einen Besenstiel aufzuschnappen, wo der Griff aufgrund seiner Elastizität die Schaufel in der aufgeschnappten Stellung festhält, wobei die Form dieses Griffs und seine Öffnung – bzw. der Grad seiner Umschließung des Stiels – so berechnet werden müssen, dass der Stiel eine ausreichende Spannung verursacht, um zu vermeiden, dass der Griff auf ihm gleitet. Wenn diese Spannung zu gering ist, kann die Schaufel auf dem Stiel gleiten. Wenn sie zu groß ist, ist es schwierig, die Schaufel von dem Stiel zu lösen, und man muss mit der Hand am Schaufelauffang ziehen, was nicht hygienisch ist. Die bisher bekannten aufschnappbaren Griffe sind in dieser Hinsicht nicht zufriedenstellend und sind außerdem nur an Besenstiele mit einem bestimmten Querschnitt angepasst, was die Möglichkeiten, diese Schaufeln aufzuräumen, beträchtlich einschränkt.
- Um diese Nachteile zu vermeiden, hat die Anmelderin einen Schaufelgriff entwickelt, der auf Besenstielen mit unterschiedlichen Durchmessern nicht gleitet und der sich auf jeden Fall leicht lösen lässt, ohne mit der Hand den Schaufelauffang angreifen zu müssen.
- Die Hauptaufgabe der Erfindung ist also eine Kehrichtschaufel mit einem auf einen Besenstiel aufschnappbaren Griff, wobei dieser Griff einen U-förmigen Querschnitt hat, dessen Innenseite Wülste aufweist, die ermöglichen, ihn mit einem entsprechenden Kraftaufwand auf einen Besenstiel aufzuschnappen, wo er sich dann aufgrund seiner Elastizität selbst festhält, wobei in diesem Griff wenigstens zwei Wülste mit unterschiedlichen Abständen vom Auffang der Schaufel ausgebildet sind, welche die Öffnungen des Griffs auf einen Zwischenraum begrenzen, der kleiner ist als sein Durchmesser, und die so realisiert sind, dass sie Rastpunkte mit unterschiedlichen Widerständen gegen das Einrasten des Stiels und das Ausrasten des Griffs bilden, wobei an dem Griff eine Trenneinrichtung vorgesehen ist, um die Ausrastoperation zu erleichtern.
- Noch genauer hat wenigstens einer der näher beim Auffang befindlichen Wülste eine Rundung, die einen Krümmungsradius aufweist, der kleiner ist als der Krümmungsradius des Griffs, und bildet einen ersten Rastpunkt des Griffs auf dem Stiel, mit einem größeren Widerstand als der weiter vom Auffang entfernte andere Rastpunkt.
- Hingegen haben die weiter von dem Auffang entfernten Wülste eine Rundung, die einen Krümmungsradius aufweist, der dem des Griffs entspricht, und bilden einen zweiten Rastpunkt des Griffs auf dem Stiel bilden, dessen Widerstand kleiner ist als der des näher beim Auffang befindlichen ersten Rastpunkts.
- Nach einer vorteilhaften Charakteristik der Erfindung ist die Trenneinrichtung eine am Ende des Griffs vorgesehene Mulde.
- Weitere besonderen Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung hervor, die sich auf die beigefügten Figuren bezieht:
-
1 ist eine perspektivische Gesamtansicht einer auf einen Besenstiel aufgeschnappten Schaufel; -
2 ist ein Aufriss eines Griffs mit seinen Wülsten; - die
3 und4 sind Schnittansichten im vergrößerten Maßstab, jeweils gemäß III-III und IV-IV der2 ; - die
5 ist eine schematische Längsschnittansicht eines Griffs mit einem Beispiel der Trenneinrichtung; - die
6 ist eine analoge Ansicht des Griffs mit einer Trenneinrichtungsvariante; - die
7 ist ein Schnitt gemäß VII-VII der6 ; - die
8 ist eine analoge Ansicht des Griffs mit einer anderen Trenneinrichtungsvariante; - die
9 ist ein Schnitt gemäß IX-IX der8 ; - die
10 ist eine schematische Schnittansicht einer Schaufel mit einer weiteren Trenneinrichtungsvariante; - die
11 ist ein schematischer Aufriss einer weiteren Variante. - Die
1 zeigt eine Schaufel, deren mit1 bezeichneter Griff einen U-förmig gerundeten Querschnitt aufweist und aus einem Stück ist mit dem Schaufelauffang2 . Man sieht, dass der Griff auf einen Besenstiel3 aufgeschnappt werden kann, so dass die Schaufel sich dann in einer Aufräumstellung befindet. - Die
2 bis4 zeigen die Aufschnappsysteme des Griffs1 . Zwei Wülste (10 und11 ), die einen Befestigungspunkt A bilden, sind auf der Innenseite des Griffs ausgebildet, mit einem Abstand D, von dem Schaufelauffang2 , der zum Beispiel 30 mm beträgt. Der Wulst10 befindet sich in der Nähe eines oberen Rands12 des Griffs, während der andere Wulst11 sich auf der entgegengesetzten Seite befindet, in der Nähe des anderen oberen Rands13 des Griffs. Man sieht in der3 , dass beide Wülste eine nach innen gerichtete Rundung aufweisen, welche die Öffnung des Griffs auf einen Wert P reduzieren, der kleiner ist als sein Durchmesser D. Der Wulst10 (in der Figur links) hat einen bestimmten Krümmungsradius R1, der kleiner ist als der Krümmungsradius R des Griffs in seinem unteren Teil. Es ist zum Beispiel R1 = 10,6 mm < R = 11,1 mm. Hingegen bildet der Wulst11 (in der Figur rechts) eine Rundung mit einem Krümmungsradius gleich R. - Zwei andere Wülste (
14 und15 ), die einen weiteren Befestigungspunkt B bilden, sind ebenfalls auf der Innenseite des Griffs ausgebildet, mit einem Abstand D2 von den ersten und weiter entfernt von dem Schaufelauffang 2, zum Beispiel 55 mm. Sie befinden sich ebenfalls in der Nähe der Ränder12 und13 . Beide weisen ebenfalls Rundungen auf, aber ihre Krümmungsradien sind identisch und gleich R. - Wenn man den Griff
1 auf einem Besenstiel3 anbringt, muss man einen Druck ausüben, damit dieser die Wülste passieren kann. Dann wird der Griff aufgrund seiner nach innen wirkenden elastischen Rückstellkraft durch die Wülste auf den Besenstiel aufgeschnappt. - Aufgrund der Krümmungsradiusunterschiede der Wülste
10 und14 sieht man, dass beim Einrasten des Besenstiels und beim Ausrasten der Schaufel der Wiederstand beim Befestigungspunkt A größer ist als beim Befestigungspunkt B. Es empfiehlt sich also, den Griff zuerst in Höhe des Punkts B auszurasten, so dass er in Bezug auf den Besenstiel3 geneigt ist. Das endgültige Ausrasten der Schaufel in Höhe des Befestigungspunkts A wird dann erleichtert durch eine Hebelwirkung des Besenstiels in Bezug auf den Griff, die leicht den an dieser Stelle durch die Wülste10 und11 ausgeübten höheren Widerstand überwindet. - Nach einer nicht dargestellten Ausführungsvariante sind Abstände P1 und P2 – jeweils in Höhe des Befestigungspunkts A (
3 ) und in Höhe des Befestigungspunkts B (4 ) – derart unterschiedlich, dass P1 < P2. So kann man den Unterschied zwischen den beiden Befestigungen noch verstärken. - Um diese Operation zu erleichtern und den Benutzer davon abzuhalten, direkt den Auffang
2 der Schaufel zu ergreifen, sind spezielle Einrichtungen zum Ergreifen des Griffs vorgesehen, um ihn leichter von dem Besenstiel trennen zu können. - Eine solche Trenneinrichtung ist in den
1 und5 dargestellt. Sie besteht aus einer Mulde16 am Ende des Griffs1 , die einen freien Raum zwischen ihrer Wand und dem Besenstiel3 schafft. Dieser Raum ermöglicht dann, einen Finger hineinzustecken, um die Schaufel in Höhe des Punkts B auszurasten, indem man die Wand an dieser Stelle mit zwei Fingern packt. - Eine andere Variante einer Trenneinrichtung zeigen die
6 und7 . Sie besteht darin, längs der Oberseite des Griffs1 , in der Nähe seines Endes, Ohren17 vorzusehen. Diese Ohren erleichtern das Ergreifen des Griffs beim Ausrasten, indem man zum Beispiel die Finger V-förmig spreizt, was den Kraftaufwand für den Benutzer ganz und gar zumutbar macht. - Die
8 und9 zeigen eine weitere Variante, bei der man unterhalb des Griffs1 einen steifen Ring18 vorsieht, mit dem man, indem man einen oder mehrere Finger hineinsteckt, an der Schaufel ziehen kann. Man könnte anstatt dieses Rings auch einen oder mehrere Ausrastringe unter dem Griff vorsehen. - Die
10 und11 zeigen schließlich noch weitere Ausführungsvarianten einer Trenneinrichtung. Eine erste Einrichtung besteht aus einem Ring19 unter dem Schaufelauffang2 (10 ). Eine zweite Einrichtung wird durch einen Satz bzw. ein Paar Ringe19 oder Ohren17 gebildet, ebenfalls in Höhe des Schaufelauffangs2 , beiderseits des Griffs1 .
Claims (9)
- Schaufel mit einem auf einen Besenstiel aufschnappbaren Griff, wobei dieser Griff einen U-förmigen Querschnitt hat, dessen Innenseite Wülste aufweist, so dass man ihn mit Kraftaufwand auf einen Stiel aufschnappen kann, wo er sich dank seiner elastischen Funktion festhält, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Wülste (
10 ,11 ;14 ,15 ) – mit unterschiedlichen Abständen von dem Auffang (2 ) der Schaufel – in dem Griff (1 ) ausgebildet sind, welche die Öffnungen des Griffs auf einen Zwischenraum (P) begrenzen, der kleiner ist als sein Durchmesser (D), und die so realisiert sind, dass sie Rastpunkte (A, B) mit unterschiedlichen Widerständen gegen das Einrasten des Stiels und das Ausrasten des Griffs bilden, und dadurch, dass an dem Griff eine Trenneinrichtung (16 ,17 ,18 ) vorgesehen ist, um die Ausrastoperation zu erleichtern. - Schaufel mit einem aufschnappbaren Griff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer von den sich näher bei dem Auffang (
2 ) befindlichen Wülsten (10 ,11 ) eine Rundung bildet, die einen Krümmungsradius (R1) aufweist, der kleiner ist als der Krümmungsradius (R) des Griffs, und einen ersten Rastpunkt (A) des Griffs (1 ) auf dem Stiel (3 ) bildet, mit einem größeren Widerstand als der weiter vom Auffang (2 ) entfernte zweite Rastpunkt (B). - Schaufel mit einem aufschnappbaren Griff nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die weiter von dem Auffang (
2 ) entfernten Wülste (14 ,15 ) eine Rundung bilden, die einen Krümmungsradius (R) aufweist, der dem des Griffs entspricht, und einen zweiten Rastpunkt (B) des Griffs (1 ) auf dem Stiel (3 ) bilden, dessen Widerstand kleiner ist als der des näher beim Auffang (2 ) befindlichen ersten Rastpunkts (A). - Schaufel mit einem aufschnappbaren Griff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in dem Griff (
1 ) jeweils in Höhe des Rastpunkts (A) zwischen den näher bei dem Auffang (2 ) befindlichen Wülsten (10 ,11 ) und in Höhe des Rastpunkts (B) zwischen den weiter von dem Auffang (2 ) entfernten Wülsten (14 ,15 ) enthaltenen Zwischenräume P1 und P2 unterschiedlich sind, wobei P1<P2. - Schaufel mit einem aufschnappbaren Griff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trenneinrichtung durch eine Ausmuldung (
16 ) am Ende des Griffs (1 ) gebildet wird. - Schaufel mit einem aufschnappbaren Griff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trenneinrichtung durch wenigstens ein Ohr (
17 ) längs der Oberseite des Griffs (1 ) gebildet wird. - Schaufel mit einem aufschnappbaren Griff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trenneinrichtung durch wenigstens eine Ausrastschale bzw. -mulde oder einen Ausrastung (
18 ), vorgesehen unter dem Griff (1 ), gebildet wird. - Schaufel mit einem aufschnappbaren Griff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trenneinrichtung durch wenigstens einen Ring (
19 ), vorgesehen an dem Auffang (2 ) der Schaufel, gebildet wird. - Schaufel mit einem aufschnappbaren Griff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trenneinrichtung durch einen Satz Ringe (
19 ) und/oder Ohren (17 ) in Höhe der Aufnahme (2 ) und beiderseits des Griffs (1 ) gebildet wird.
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