-
1. GEBIET
DER ERFINDUNG
-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf absorbierende Artikel zum
Zurückhalten
von Körperfluiden, wie
Urin, Menstruationsfluiden oder Stuhlmaterial, und insbesondere
ihre Fähigkeit,
wasserhaltige Materialien anzunehmen und zurückzuhalten. Die Erfindung bezieht
sich ferner auf absorbierende Einwegartikel, wie Babywindeln oder Übungshöschen, Erwachsenen-Inkontinenzprodukte
und Frauen-Hygieneprodukte.
-
2. HINTERGRUND
-
Absorbierende
Einwegartikel sind im Stand der Technik allgemein bekannt für die Annahme
und das Zurückhalten
von Körperausscheidungen,
wie Urin, menstruale Fluide oder Stuhlmaterialien. Dafür wird auf zwei
grundlegende Mechanismen zurück
gegriffen. Erstens wird diese Aufnahme solcher Ausscheidungen im Allgemeinen
durch eine Dichtungsfunktionalität
erreicht, wie beispielsweise durch undurchlässige Materialien oder eine
Konstruktion aus Dichtungen zwischen dem Artikel und – in den
meisten Fällen – der Haut
des Trägers.
Der andere Schlüsselmechanismus
besteht darin, die Ausscheidungen innerhalb des absorbierenden Artikels
zurückzuhalten,
was im Allgemeinen dadurch erreicht wird, dass eine absorbierende
Struktur verwendet wird, um die Ausscheidungen aufzunehmen. In den
meisten Fällen
ist der Absorptionsmechanismus ausgelegt zur Handhabung von wässrigen
Komponenten der Ausscheidungen.
-
Eines
der Schlüssel-Leistungskriterien
gegenüber
welchem ein absorbierender Artikel zu bestehen hat, ist die Annahmegeschwindigkeit.
Offensichtlich steht eine schnelle Flüssigkeitsannahme für eine kurze Zeitspanne
zwischen der Ausscheidung und der Speicherung der Ausscheidung.
Ein anderes Schlüssel-Leistungskriterium
ist die Trockenheit der benutzerseitigen Oberfläche des absorbierenden Artikels.
-
Um
den Tragekomfort von Regel-Unterwäsche zu erfüllen, ist eine trockne Anfühlung der
benutzerseitigen Oberfläche
erwünscht.
-
Dazu
wird eines der grundlegenden Schlüssel-Transport- und Speicherphänomene in
Bezug gesetzt zu den Kapillarwirkungen der Strukturen, wodurch zwei
Eigenschaften der für
die Konstruktion solcher Strukturen verwendeten Materialien von
kritischer Bedeutung sind. Erstens Porosität der Struktur bzw. der in
der Struktur verwendeten Materialien. Eine große Anzahl des Standes der Technik
war gerichtet gegen eine Optimierung der Porosität oder Porengröße, sei
es in faserigen Strukturen oder in geschäumten Strukturen, die im Wesentlichen
aus Teilchenmaterialien hergestellt wurden oder aus Kombinationen
davon.
-
Zweitens
die Wirkungen der Oberflächenspannung.
Auch hier hat eine große
Anzahl des Standes der Technik mit der Oberflächenenergie der in solchen
Strukturen verwendeten Materialien zu tun. Dadurch wird allgemein
akzeptiert, dass die "ultimativen
Speichermaterialien" relativ
hydrophil sein müssen,
während
die Materialien für
die "anfängliche
Annahme" weniger
hydrophil sein können,
um bessere rücknässende Eigenschaften
zu erlauben. Dies muss jedoch mit Anforderungen an die Porengröße ausgeglichen
werden, um noch eine schnelle Fluidaufnahme in den Artikel zu erlauben.
Es wurde auch im Stand der Technik erkannt, dass diese Eigenschaften
nicht nur für
den ersten Benässungsfall
beachtet werden müssen,
sondern dass auch nachfolgende Beladungen in Betracht gezogen werden
müssen.
-
Als
Folge wurde ein großer
Stand der Technik, der mit der Erzeugung von "Gradientenstrukturen" zu tun hat, offenbart, wodurch – in Richtung
des in die absorbierende Struktur fließenden Fluids – die Materialien unterschiedliche
Grade an Hydrophilizität
zeigen – optional
in Kombination mit einem anderen Parameter, der die Kapillartransporteigenschaften
beeinflusst, wie beispielsweise die Porosität oder die Porengröße. Dies
zielt darauf ab, eine leichte Eindringung des Fluids in den Artikel
zu erlauben, während
gleichzeitig die Fähigkeit zur
Rücknässung verringert
wird.
-
Die
Hydrophilizitätsanforderung
wurde ohne Weiteres für
auf eine natürliche
Faser basierende Strukturen erfüllt,
wie beispielsweise Zellulose oder auf Flocken basierende Strukturen.
Auch "halb synthetische" Materialien, wie
Viskose/Rayon, behielten während
des Material-Herstellungsverfahrens bis zur Verwendung in solchen
Strukturen eine in sich beruhende Hydrophilizität bei. Ferner zeigen eine bestimmte
Familie synthetischer Materialien eine natürlicher Hydrophilizität, wie auf
Polyester basierende Materialien oder Polyacrylatmaterialien. Eine
Anzahl von Materialien, die ansonsten für Anwendungen in solchen Strukturen
geeignet sind, sind jedoch von Natur aus hydrophob, zum Beispiel
Polyolefinharze, wie Polyethylen oder Polypropylen, aus welchen
Bahnen, die als Decklage verwendet werden können, hergestellt werden könnten.
-
Folglich
wurde eine signifikante Anstrengung unternommen, solche Materialien
wenigstens auf ihrer Oberfläche
ausreichend hydrophil zu machen, um so eine gute Benässbarkeit
zu gestatten. Ein Ansatz besteht darin, grenzflächenaktive Stoffe auf nur die
Oberfläche
aufzubringen, und häufig
waren diese ohne Weiteres von dieser Oberfläche wieder entfernbar. Dies
sollte für
die Rücknässungseigenschaften
günstig
sein, jedoch für
nachfolgende Beladungen blieb die Oberfläche hydrophob, mit dem Risiko
einer schlechten Leistungsfähigkeit,
wie einer Leckage.
-
Solche
Strukturen und Materialien sind zum Beispiel offenbart in
EP-A-0,469,591 (Hamajima);
EP-A-0,312,118 (Meyer);
EP-A-0,670,154 (Everett);
EP-A-0,257,280 (Luceri);
EP-A-0,359,501 (Cadieux);
WO 91/14414 (Newkirk);
US-A-3,614,055 (Mesek);
US-A-4,077,410 (Butterworth);
Versuche, spezifische grenzflächenaktive
Stoffe stärker
an die Oberfläche
zu binden, sind beschrieben in
EP-A-0,598,204 (Garavaglia)
oder
WO 9510648 (Everhardt).
-
Ein
weiterer Ansatz im Stand der Technik, mit dem Versuch, dieses Problem
anzugehen, war, grenzflächenaktive
Stoffe in die Harze solcher Polymere einzubauen und/oder die grenzflächenaktiven
Stoffe fester an der Oberfläche "zu befestigen", um die Hydrophilizität über nachfolgende
Beladungen hinweg beizubehalten, wie dies beschrieben ist in
EP-0,340,763 (Hansen).
-
In
WO
96/28602 (Quincy), sind benässbare Materialien, wie Filme
oder faserige Bahnen beschrieben, und zwar mit einer hydrophoben
Oberfläche,
die eine Beschichtung aufweist, welche einen Modifizierer für eine freie
Oberflächenenergie
enthält,
wie beispielsweise ein Protein, und ein grenzflächenaktives Mittel, wie beispielsweise
ein polyethoxyliertes Alkylphenol. Solche Materialien zielen darauf
ab, die Benässbarkeit
und die Durchdringbarkeit von porösen Materialien durch Fluide,
welche solche Filme oder faserigen Bahnen benässen, zu optimieren.
-
Keine
der vorerwähnten
Druckschriften des Standes der Technik liefert jedoch einen absorbierenden Artikel,
der eine dauerhaft hydrophobe Decklage bildet und noch eine schnelle
Flüssigkeitsannahme
und eine geringe Rücknässung zeigt.
In diesem Kontext sei angemerkt, dass Decklagen mit einer Hautpflegezusammensetzung
in dieser Zeit sehr populär
geworden sind, wie zum Beispiel solche, die in
WO 96/16682 (Roe
et al.) offenbart sind. Die benutzerseitige Oberfläche dieser
Decklagen ist – aufgrund
der hydrophoben Natur der Hautpflegezusammensetzungen – wenigstens
teilweise hydrophob über
die gesamte Benutzungsdauer.
-
Um
die Flüssigkeits-Handhabungseigenschaften
eines absorbierenden Artikels mit solchen hydrophoben Decklagen
weiter zu verbessern, wird in PCT/LJS97/20842 (Roe) beschrieben,
einen mit Öffnungen
versehenen Träger,
der mit einer Hautpflegezusammensetzung überdeckt ist, als die Decklage
zu verwenden, was erlaubt, die gesamte Fläche zwischen den Öffnungen
mit einer Hautpflegezusammensetzung zu bedecken.
-
Unabhängig von
den obigen Flüssigkeits-Handhabungsaspekten
gibt es einen weiteren Trend in jüngerer Zeit auf dem Gebiet
absorbierender Artikel, um absorbierende Artikel mit Öffnungen
versehenen Decklagen über
offenen Strukturen bereit zu stellen, um in der Lage zu sein, Stuhlmaterialien
anzunehmen und zu speichern, wie zum Beispiel solche, die beschrieben
sind in
WO 95/05139 (Roe). Solche offenen Strukturen haben
weitere offene Poren, um Stuhlmaterial zu speichern. Andererseits
begrenzen solche großen
offenen Poren die Flüssigkeits-Handhabungseigenschaften
solcher offenen Strukturen, indem sie ihre kapillare Saugkraft reduzieren.
Insbesondere sind solche offenen Strukturen weniger effizient bei
der Annahme von Flüssigkeit
aus einer überlagernden
Decklage, wodurch diese Decklage austrocknet.
-
Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen absorbierenden
Artikel zu schaffen, welcher die Probleme überwindet, die von absorbierenden
Artikeln des Standes der Technik geliefert werden.
-
Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen absorbierenden
Artikel mit einer verbesserten Flüssigkeits-Handhabungsleistung
zu schaffen, der eine faserige, mit Öffnungen versehene Decklage aufweist.
-
Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen absorbierenden
Artikel mit einer verbesserten Flüssigkeits-Handhabung zu schaffen,
der eine hydrophobe Decklage aufweist.
-
Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen absorbierenden
Artikel mit einer verbesserten Flüssigkeits-Handhabung zu schaffen,
der eine geringe Flüssigkeitsretention
in der Decklage aufweist.
-
Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen absorbierenden
Artikel mit einer verbesserten Flüssigkeits-Handhabung zu schaffen,
der eine Decklage mit einer Hautpflegezusammensetzung aufweist.
-
Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen absorbierenden
Artikel mit einer Struktur zu schaffen, der große offene unter einer mit Öffnungen
versehenen Decklage aufweist.
-
3. ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
-
Die
vorliegende Erfindung liefert einen absorbierenden Einwegartikel
mit einer quer verlaufenden Mittellinie, einer ersten Region und
einer zweiten Region, wobei die vordere Region vor der quer verlaufenden Mittellinie
positioniert ist, wobei die vordere Region während der Benutzung in Kontakt
mit der vorderen Taille des Trägers
kommt, wobei die hintere Region hinter der quer verlaufenden Mittellinie
positioniert ist, wobei die hintere Region während der Benutzung in Kontakt
mit der hinteren Taille in Berührung
kommt. Der absorbierende Einwegartikel umfasst einen flüssigkeitsdurchlässigen,
faserigen, strukturierten Träger,
eine flüssigkeitsundurchlässige Außenlage,
die wenigstens teilweise umfänglich
mit dem strukturierten Träger
verbunden ist, eine Flüssigkeitsspeicherungsstruktur,
die zwischen der Decklage und der Außenlage positioniert ist, und eine
Flüssigkeits-Handhabungsstruktur,
die zwischen der Decklage und der Flüssigkeitsspeicherungsstruktur positioniert
ist. Ein Bereich der Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
ist in der ersten Region positioniert, ein Bereich der Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
ist in der zweiten Region positioniert. Der absorbierende Einwegartikel
der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der
strukturierte Träger
eine Flüssigkeitsretention
von weniger als 150 mg für
eine Testflüssigkeit
mit einer Oberflächenspannung
von 33 mN/m hat und die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
ein Verhältnis
von Flächenmasse
zur unkomprimierten Dicke von weniger als 100 Gramm pro Quadratmeter
pro Millimeter aufweist.
-
Die
vorliegende Erfindung liefert ferner einen absorbierenden Einwegartikel,
in welchem der strukturierte Träger
oleophob ist, eine Flüssigkeitsretention
von weniger als 50 mg für
eine Testflüssigkeit
mit einer Oberflächenspannung
von 62 mN/m aufweist.
-
Die
vorliegende Erfindung liefert ferner einen absorbierenden Einwegartikel,
der eine Gesamt-Produkt-Aufnahmefähigkeit des vorderen Bereichs
von größer 3,75
ml/s in dem ersten Schwall von größer 0,5 ml/s im vierten Schwall
aufweist.
-
Die
vorliegende Erfindung liefert ferner einen absorbierenden Einwegartikel,
in welchem der absorbierende Einwegartikel einen Haut-Hydrations-Rücknässungswert der vorderen Region
von weniger als 120 Milligramm aufweist.
-
Die
vorliegende Erfindung liefert ferner einen absorbierenden Einwegartikel,
in welchem der strukturierte Träger
einen Kontaktwinkel mit destilliertem Wasser von größer 90° aufweist.
-
Die
vorliegende Erfindung liefert ferner einen absorbierenden Einwegartikel,
in welchem die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
einen Kompressionswiderstand von wenigstens 70% unter einem beaufschlagten Druck
von 1 Newton pro Quadratzentimeter aufweist.
-
Die
vorliegende Erfindung liefert ferner einen absorbierenden Einwegartikel,
in welchem wenigstens ein Teil der Oberfläche des strukturierten Trägers, welche
während
der Benutzung dem Träger
zugewandt ist, einen Oberflächenfinish
aufweist, das gewählt
ist aus der Gruppe von Fluorpolymeren, Chlorfluorpolymeren, Siliconbeschichtung.
-
Die
vorliegende Erfindung liefert ferner einen absorbierenden Einwegartikel,
in welchem der strukturierte Träger
eine Mehrzahl von Öffnung
mit einer Größe von mindestens
0,2 mm2 aufweist.
-
Die
vorliegende Erfindung liefert ferner einen absorbierenden Einwegartikel,
in welchem der strukturierte Träger
einen offenen Bereich von mehr als 12% aufweist.
-
Die
vorliegende Erfindung liefert ferner einen absorbierenden Einwegartikel,
in welchem der strukturierte Träger
eine Schicht aus Vliesstoffmaterial ist.
-
Die
vorliegende Erfindung liefert ferner einen absorbierenden Einwegartikel,
in welchem der strukturierte Träger
eine Hautpflegezusammensetzung umfasst, die wenigstens teilweise
während
der Benutzung auf die Haut des Trägers überführbar ist.
-
4. KURZBESCHREIBUNG
DER FIGUREN
-
Obwohl
die Beschreibung mit Ansprüchen
zusammenpasst, welche die vorliegende Erfindung heraus stellen und
deutlich beanspruchen, wird angenommen, dass diese durch die folgenden
Zeichnungen in Verbindung mit der beigefügten Beschreibung, in welcher ähnliche
Komponenten mit dem gleichen Bezugszeichen versehen sind, besser
verstanden wird und in welchen:
-
1 eine Draufsicht einer
Ausführungsform
eines absorbierenden Artikels der vorliegenden Erfindung ist, die
weg geschnittene Bereiche aufweist, um die unterlagernde Struktur,
nämlich
die dem Betrachter zugewandte wäscheseitige
Oberfläche
der Windel frei zu legen.
-
2 eine perspektivische Ansicht
einer Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
ist;
-
3 eine Darstellung des Testaufbaus
für den
Annahmetest ist;
-
4 eine Darstellung des Testaufbaus
für das
Post-Annahme-Collagen-Rücknässungsverfahren
ist;
-
5 eine schematische Ansicht
einer Vorrichtung ist, welche verwendet werden kann, um die Eigenschaften
von Strukturen von einer Akzeptanz-Unter-Druck und einer Speicherung-Unter-Druck
zu messen;
-
6 eine schematische Seitenansicht
einer Vorrichtung ist, welche verwendet werden kann, um die Eigenschaften
von Strukturen von Retention und Immobilisation Unter-Komprimierter-Inversion
zu messen;
-
7 eine Draufsicht eines
Teiles eines Standard-Speicherelementes ist;
-
8 eine schematische Vorderansicht
einer Vorrichtung ist, welche verwendet werden kann, um Trans-Decklagen-Kapazitätseigenschaften
von Strukturen zu messen.
-
5. DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
-
Der
absorbierende Artikel der vorliegenden Erfindung wird im Folgenden
mit Hilfe einer Vielfalt von unterschiedlichen Ausführungsformen
und mit Hilfe einer Vielfalt von unterschiedlichen Merkmalen beschrieben. Weitere
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung können
durch ein Kombinieren von Merkmalen einer Ausführungsform mit Merkmalen einer
hier offenbarten anderen Ausführungsform
oder mit hier offenbarten anderen Merkmalen erhalten werden. Diese
weiteren Ausführungsformen
werden als hier implizit offenbart angesehen und sind somit Teil
der vorliegenden Erfindung. Es ist für den Fachmann klar, dass Kombinationen bestimmter
Merkmale zu nicht funktionalen Artikeln führen können und keinen Teil dieser
vorliegenden Erfindung bilden.
-
5.1 Absorbierender Artikel
-
Wie
hier verwendet, bezieht sich der Ausdruck "absorbierender Artikel" auf Vorrichtungen,
welche Körperausscheidungen
absorbieren und aufnehmen und bezieht sich insbesondere auf Vorrichtungen,
welche an oder in der Nähe
des Körpers
des Träges
angeordnet werden, um die verschiedenen Ausscheidungen. die vom
Körper
abgegeben werden, zu absorbieren und aufzunehmen. Der Ausdruck "wegwerfbar" wird hier verwendet,
um absorbierende Artikel zu beschreiben, welche nicht dazu gedacht
sind, gewaschen oder in anderer Weise wieder hergestellt oder als
absorbierende Artikel wieder verwendet zu werden (das heißt, sie
sind dazu gedacht, nach einer einmaligen Benutzung weg geworfen
und vorzugsweise wieder aufbereitet, kompostiert oder in einer anderen
Weise in einer umweltverträglichen
Art deponiert zu werden). Ein "einheitlicher" absorbierender Artikel
bezieht sich auf absorbierende Artikel, welche aus separaten Teilen
gebildet werden, die miteinander zu einer Einheit verbunden sind,
um eine koordinierte Gesamtheit zu bilden, so dass sie keine separate
zu manipulierenden Teile benötigen,
wie einen separaten Halter und Einsatz. Eine bevorzugte Ausführungsform
eines absorbierenden Artikels der vorliegenden Erfindung ist der
einheitliche absorbierende Einwegartikel, die Windel 20,
die in 1 gezeigt ist.
Wie hier verwendet, bezieht sich der Ausdruck "Windel" auf einen im Allgemeinen von Kindern
und Erwachsenen inkontinenten Personen getragenen absorbierenden
Artikel, der um den unteren Rumpf des Trägers herum getragen wird. Die
vorliegende Erfindung ist auch anwendbar auf andere absorbierende
Artikel, wie Inkontinenzeinlagen, Inkontinenz-Unterwäsche, absorbierende
Einsätze,
Windelhalter und -einsätze,
Frauen-Hygienewäsche
und dergleichen.
-
5.2 Windel
-
1 ist eine Draufsicht der
Windel 20 der vorliegenden Erfindung in einem flach ausgelegten
Zustand, wobei Bereiche der Struktur weg geschnitten sind, um deutlicher
die Konstruktion der Windel 20 zu zeigen. Der Bereich der
Windel 20, welcher dem Träger zugewandt ist, ist zum
Betrachter hin orientiert. Wie in 1 gezeigt
ist, umfasst die Windel 20 vorzugsweise einen flüssigkeitsdurchlässigen,
strukturierten Träger 24;
eine flüssigkeitsundurchlässige Außenlage 26;
eine Flüssigkeitsspeicherstruktur 28,
welche vorzugsweise zwischen wenigstens einem Bereich des strukturierten
Trägers 24 und
der Außenlage 26 positioniert
ist; eine Flüssigkeits-Handhabungsstruktur 29,
die zwischen dem strukturierten Träger 24 und der Flüssigkeitsspeicherstruktur 28 positioniert
ist; Seitenfelder 30; elastisch gemachte Beinaufschläge 32;
ein elastisches Taillenmerkmal 34; und ein allgemein mit 40 bezeichnetes
Befestigungssystem.
-
Die
Windel 20 ist in 1 so
gezeigt, dass sie eine vordere Taillenregion 36, eine hintere
Taillenregion 38 entgegen gesetzt zur vorderen Taillenregion 36,
und eine Schrittregion 37, die zwischen der vorderen Taillenregion
und der hinteren Taillenregion liegt, aufweist. Die Windel 20 hat
ferner eine erste Region 81, die an der Vorderseite des
Trägers
liegt, während
die Windel 20 getragen wird, und eine zweite Region 82,
die der ersten Region 81 entgegen gesetzt ist und an der
Rückseite
des Trägers
liegt, wenn die Windel 20 getragen wird. Der Umfang der
Windel 20 wird durch die äußeren Ränder der Windel 20 begrenzt,
in welchem die Längsränder 50 im
Allgemeinen parallel zu der längs
verlaufenden Mittellinie 100 der Windel 20 verlaufen
und die Stirnränder 52 zwischen
den Längsrändern 50 im
Allgemeinen parallel zu der quer verlaufenden Mittellinie 110 der
Windel 20 verlaufen. In 1 ist
die erste Region 81 so dargestellt, dass sich diese von
einem Stirnrand 52 zu der quer verlaufenden Mittellinie 110 erstreckt,
und ist die zweite Region 82 so dargestellt, dass sich
diese von dem entgegen gesetzten Stirnrand 52 zu der quer
verlaufenden Mittellinie 110 erstreckt. Für die Zwecke der
Diskussion ist die quer verlaufende Mittellinie 110 als
die Grenze zwischen der ersten Region 81 und der zweiten
Region 82 in 1 gezeigt.
Die Grenze zwischen der ersten Region 81 und der zweiten
Region 82 kann jedoch an anderen Stellen positioniert sein,
zum Beispiel näher
an einem der jeweiligen Stirnränder 52. Die
erste Region 81, die an der Vorderseite des Trägers liegt,
sollte besser für
die Handhabung von Urin sein. Die zweite Region, die an der Rückseite
des Trägers
liegt, sollte besser für
die Handhabung von Stuhlmaterial sein, insbesondere von gering viskosem
Stuhlmaterial.
-
Das
Chassis 22 der Windel 20 umfasst den Hauptkörper der
Windel 20. Das Chassis 22 umfasst wenigstens einen
Bereich der Flüssigkeitsspeicherstruktur 28 und
vorzugsweise eine äußere Deckschicht,
einschließlich
dem strukturierten Träger 24 und
der Außenlage 26.
Falls der absorbierende Artikel einen separaten Halter und einen Einsatz
umfasst, umfasst das Chassis 22 im Allgemeinen den Halter
und den Einsatz. (Zum Beispiel kann der Halter ein oder mehrere
Materialschichten umfassen, um die äußere Abdeckung des Artikels
zu bilden, und kann der Einsatz eine absorbierende Einheit umfassen,
welche einen strukturierten Träger,
eine Außenlage
und eine Flüssigkeitsspeicherstruktur
umfasst. In solchen Fällen
kann der Halter und/oder der Einsatz ein Befestigungselement umfassen,
welches dazu verwendet wird, den Einsatz während der Benutzungszeit an
Ort und Stelle zu halten.) Für
einheitliche absorbierende Artikel umfasst das Chassis 22 die Hauptstruktur
der Windel, wobei weitere Merkmale hinzu gefügt sind, um die zusammengesetzte
Windelstruktur zu bilden.
-
1 zeigt eine Ausführungsform
der Windel 20, in welcher der strukturierte Träger 24 und die Außenlage 26 eine
Längen-
und Breitenabmessung haben, die im Allgemeinen größer ist
als diejenige der Flüssigkeitsspeicherstruktur 28 und
der Flüssigkeits-Handhabungsstruktur 29.
Der strukturierte Träger 24 und
die Außenlage 26 erstrecken
sich über
die Ränder
der Flüssigkeitsspeicherstruktur 28 hinaus,
um dadurch den Umfang der Windel 20 zu bilden.
-
Obwohl
der strukturierte Träger
24,
die Außenlage
26 und
das Chassis
22 in einer Vielfalt von allgemein bekannten
Konfigurationen zusammengebaut sein können, sind bevorzugte Windelkonfigurationen
allgemein beschrieben in US Patent
3,860,003 unter
der Bezeichnung "Contractible
Siude Portions for Disposable Diaper", veröffentlich für Kenneth B. Buell am 14. Januar
1975; und US patent Nr.
5,151,092 , veröffentlicht für Buell
am 09. September 1992; und US Patent Nr.
5,221,274 ,
veröffentlicht
für Buell
am 22. Juni 1993. Weitere geeignete Windel-Chassisausbildungen sind offenbart in
US Patent Nr.
5,569,232 unter der Bezeichnung "Absorbent Article
With Multiple Zone Structural Elastic-Like Film Web Extensible Waist
Feature", veröffentlicht für Roe et
al. am 29. Oktober 1996; US Patent Nr.
5,554,144 unter
der Bezeichnung "Absorbent
Article With Multiple Zone Structural Elastic-Like Film Web Extensible
Waist Feature",
veröffentlicht
für Roe
et al. am 10. September 1996; US Patent Nr.
5,554,143 unter
der Bezeichnung "Ab sorbent
Article With Multiple Zone Structural Elastic-Like Film Web Extensible
Waist Feature",
veröffentlicht
für Roe
et al. am 10. September 1996; US Patent Nr.
5,554,145 unter
der Bezeichnung "Absorbent
Article With Multiple Zone Structural Elastic-Like Film Web Extensible
Waist Feature",
veröffentlicht
für Roe
et al. am 10. September 1996; US Patent Nr.
5,556,394 unter
der Bezeichnung "Absorbent
Article With Multiple Zone Structural Elastic-Like Film Web Extensible
Waist Feature",
veröffentlicht
für Roe
et al. am 17. September 1996. Jede dieser Druckschriften wird hier
durch Bezugnahme mit aufgenommen.
-
Die
innere Oberfläche
der Windel 20 umfasst den Bereich der Windel 20,
welcher während
der Benutzung an dem Körper
des Trägers
angrenzt (das heißt,
die innere Oberfläche
wird im Allgemeinen durch wenigstens einen Bereich des strukturierten
Trägers 24 und
anderer mit dem strukturierten Träger verbundener Komponenten
gebildet). Die äußere Oberfläche umfasst
den Bereich der Windel 20, welcher während der Benutzung von Körper des
Trägers
weg positioniert ist, das heißt,
die äußere Oberfläche wird
im Allgemeinen durch wenigstens einen Bereich der Außenlage 26 und
durch andere mit der Außenlage 26 verbundene
Komponenten gebildet).
-
5.3 Wässrige Flüssigkeitshandhabungs-Leistung
-
Die
Flüssigkeitshandhabungs-Leistung
in Bezug auf wässrige
Flüssigkeiten
ist ein Schlüsselmerkmal für die vorliegende
Erfindung. Der Ausdruck "wässrige Flüssigkeiten", wie hier verwendet,
umfasst, ist aber nicht beschränkt
darauf, Körperausscheidungen,
wie Urin, Stuhlmaterial, Menstruationsfluide, Blut, Schweiß.
-
5.3.1 Flüssigkeits-Fließweg
-
Um
die vorliegende Erfindung weiter zu erläutern, beschreibt das Folgende
den Fluid-Fließweg
durch den absorbierenden Artikel von dem "Beladuepunkt", an welchem das Fluid erstmals auf
den Artikel trifft, hin zu der "ultimativen
Speicherregion",
das heißt,
der Region des Artikels, an welcher das Fluid unter minimalem Einfluss auf
den Träger
gespeichert werden soll. Moderne Windelgestaltungen verwenden häufig sogenannte superabsorbierende
Materialien, andere Strukturen mit Fluid-Bindemitteln sind jedoch auch durch
den Schutzbereich der vorliegenden Erfindung abgedeckt.
-
Wenn
das Fluid den Artikel erstmals berührt, in der sogenannten "Annahmephase", ist es wünschenswert,
dass das Fluid in die Poren/Öffnungen
des Artikels so schnell wie möglich
eindringt. Dies wird durch größere Öffnungen
verbessert und/oder durch eine hydrophile Oberfläche des Materials.
-
Die
nächste
Phase der Fluidhandhabung in absorbierenden Strukturen, die sogenannte "Speicherphase", bezieht sich auf
einen Transport eines Fluids zu mehr oder weniger entfernten Stellen
zum Zwecke einer ultimativen Speicherung.
-
5.3.2 Flüssigkeits-Fließmechanismen
-
- Allgemein gesagt kann ein Flüssigkeitstransport
durch zwei Mechanismen erreicht werden: (1) – einen "freien Fluss", wobei die Schwerkraft die Antriebskraft
ist. Dieser Typ eines Flusses wird verstärkt durch große Öffnungsporen
und durch geringe Oberflächenenergien,
das heißt,
durch hydrophile Oberflächen.
Dieser Fluss erfolgt definitionsgemäß nur in der Richtung der Schwerkraft – was manchmal
nützlich
sein kann, häufiger
aber eine starke Einschränkung
zur Wahrung zum Beispiel unterschiedlicher Benutzungssituationen,
wie der Position des Trägers,
etc.
- (2) – einen "Kapillarfluss", wobei Kapillarkräfte dominieren.
Dieser Fließmechanismus
erlaubt es, den durch Schwerkraft dominierten Fluss zu überwinden.
Eine der Gleichungen, die verwendet wird, um den Kapillarfluss zu
beschreiben, ist die Laplace-Gleichung in welcher Pc der
Kapillardruck ist, γ die
Oberflächenspannung
der Flüssigkeit
ist, θ der
Kontaktwinkel zwischen der Flüssigkeit
und der Oberfläche
der Kapillare ist und R der Radius der Kapillare ist.
-
Aus
dieser Gleichung kann ohne Weiteres ersehen werden, dass, um den
Kapillardruck zu erhöhen, welcher
die Antriebskraft hinter dem Kapillarfluss ist, man den
- – Kontaktwinkel
durch ein Maximieren der Differenz zwischen der Oberflächenenergie
der Kapillare und der Oberflächenspannung
der Flüssigkeit
senken muss
- – kleine
Kapillaren bereit stellen muss
- – die
Oberflächenspannung
der zu transportierenden Flüssigkeit
erhöhen
muss oder – mit
anderen Worten – die
Ereignisse beseitigen muss, bei welchen die Oberflächenspannung
der Flüssigkeit
reduziert wird.
-
Es
bestehen jedoch auch Einschränkungen,
wenn ein absorbierender Artikel gestaltet wird, was in größerem Detail
im jeweiligen Kontext erläutert
werden wird.
-
5.3.3 Hydrophilizität
-
Der
absorbierende Einwegartikel der vorliegenden Erfindung umfasst Materialien
unterschiedlicher Hydrophilizitäten,
um die Fluidhandhabung des Artikels zu optimieren.
-
Ein
Weg, die Hydrophilizität
auszudrücken,
erfolgt mit Hilfe der Kontaktwinkelmessung, wobei der Winkel gemeint
ist, welcher geformt wird, wenn sich ein Tropfen einer Flüssigkeit
auf der Oberfläche
eines festen Materials in einer Gasumgebung (im Allgemeinen Luft)
befindet. Je hydrophober ein Material ist, desto größer wird
der Kontaktwinkel sein, und – im
extremen Fall – wird
das Fluid einen fast sphärischen
Tropfen bilden, der auf der Oberfläche sitzt. Je hydrophiler ein
Material ist, desto mehr wird sich das Fluid ausbreiten und – im extremen
Fall – fast
die Oberfläche
als dünner
Film überdecken.
-
Häufig werden
Materialien mit einem Kontaktwinkel von weniger als hydrophil genannt
und von mehr als hydrophob. Für
den exakten Schutzbereich der vorliegenden Erfindung ist jedoch
die exakte Bestimmung des Kontaktwinkels nicht wesentlich, statt
dessen aber, ob ein bestimmtes Material derart behandelt ist, dass es
hydrophiler ist als das unbehandelte Material, derart, dass, wenn
der Unterschied in einer bestimmten Messtechnik größer ist
als die Genauigkeit dieses Verfahrens.
-
Es
existieren eine Anzahl von geeigneten Materialien zum Herstellen
von Fluidhandhabungselementen, welche ohne Weiteres diese Anforderung; benässbar
oder ausreichend hydrophil zu sein, erfüllen. Insbesondere haben natürlicherweise
auftretende Materialien, wie auf Zellulose basierende faserige Materialien oder
Zelluloseschwämme,
eine natürliche
Hydrophilizität,
das heißt,
sie haben aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung (OH)-Gruppen
oder andere aktive Stellen auf der Oberfläche, die zu spezifischen Oberflächenenergien
führen,
aufgrund derer diese durch wässrige
Fluide ohne Weiteres benässt
werden können.
-
Es
gibt jedoch eine weitere Gruppe von Materialien, welche in ihrer
Natur relativ hydrophob sind, wie beispielsweise deshalb, weil sie
aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung nur sehr wenige (OH)-Gruppen
oder andere polare Stellen auf ihrer Oberfläche haben. Die am besten bekannten
beispielhaften Materialien werden hergestellt aus Olefinpolymeren,
wie Polyethylen oder Polypropylen, viele andere aber, einschließlich auch
von Bi-Komponentstrukturen, welche solche Materialien umfassen,
können
in Betracht gezogen werden. Herkömmliche
Kleber – und
insbesondere die des "heiß schmelzenden
Typs" – umfassen
im Allgemeinen eine Anzahl unterschiedlicher Komponenten, wie strukturelle
Polymere, Kleber, Harze etc., von denen die meisten ihrer Natur
nach hydrophob sind.
-
Trotz
ihrer Hydrophobizität
können
solche Materialien noch für
die Verwendung in absorbierenden Einwegartikeln aus anderen Gründen attraktiv
sein., wie beispielsweise aufgrund ihrer breiten Verfügbarkeit,
leichten Verarbeitung, der guten Entsorgbarkeit nach Benutzung.
-
So
ist es ein allgemeiner Stand der Technik, die Hydrophobizität durch
Behandeln solcher künstlich hydrophoben
Polymere mit hydrophilisierenden Mitteln oder "grenzflächenaktiven Stoffen" oder oberflächenaktiven
Mitteln zu überwinden.
Diese Mittel können
auf der Oberfläche
der Fasern oder Bahnen oder Filmmaterialien aufgebracht werden.
Wie zum Beispiel beschrieben in
EP-A-0 340 763 (Hansen)
können
die grenzflächenaktiven
Stoffe auch in das Harz in relativ geringen Prozentanteilen eingebaut
werden, derart, dass das (im Wesentlichen hydrophobe) Basisharz
(z. B. Polypropylen) von etwa 0,5% bis 3% (auf Gesamtgewichtsbasis) hydrophilisierendes
Mittel umfassen. Diese hydrophilisierenden Mittel können in
dem Harz homogen verteilt sein oder sie können derart verteilt sein,
dass sie eine höhere
Konzentration in Richtung der Oberfläche haben und sogar in einer
von der Oberfläche
entfernteren Region in erfassbaren Mengen nicht vorhanden sein können, zum
Beispiel im Kern einer Faser. Effektiv für die Benässbarkeit ist nur der Anteil
des hydrophilisierenden Mittels auf der Oberfläche des Materials.
-
Die
Flüssigkeitshandhabung
des absorbierenden Artikels der vorliegenden Erfindung kann unterstützt werden
durch Materialien, welche eine zunehmende Hydrophilizität entlang
des Fließweges
zeigen. Ein solcher Hydrophilizitätsgradient unterstützt den
Flüssigkeitstransport
von einem Material zum nächsten,
indem der Kapillardruck mit Hilfe von Kontaktwinkelabnahmen zunimmt.
-
Das
erste Material auf dem Flüssigkeits-Fließweg, das
heißt,
das Material, welches den Beladungspunkt aufweist, ist der strukturierte
Träger 24 des
absorbierenden Artikels. Dieses Material ist auch das Material,
welches mit der Haut des Trägers
während
der Benutzung des Artikels in Kontakt kommt. Wegen des Letzteren
ist es wünschenswert,
dass der strukturierte Träger
während
der Benutzung so trocken wie möglich
ist. Die Trockenheit des strukturierten Trägers wird grundsätzlich durch
zwei Faktoren bestimmt, der Flüssigkeitsretention
innerhalb des strukturierten Trägers
und einer Flüssigkeit,
die entlang des Flüssigkeits-Fließweges in
der umgekehrten Richtung zurück
kommt. Eine Verwendung eines hydrophoben strukturierten Trägers verbessert
seine Trockenheit im Hinblick auf beide dieser Faktoren. Falls die
kapillare Ansaugung des strukturierten Trägers durch seine Hydrophobizität reduziert
wird, kann eine geringere Flüssigkeit
in den Poren des strukturierten Trägers zurückgehalten werden, und eine
Flüssigkeitsrücknässung von
den unteren Schichten wird unterdrückt.
-
Von
dem Gesichtpunkt der Flüssigkeitsannahme
aus stört
die Hydrophobizität
des strukturierten Trägers
offensichtlich. Es hat sich jedoch heraus gestellt, dass, wenn der
strukturierte Träger
der vorliegenden Erfindung mit Öffnungen
versehen ist, das heißt,
mit makroskopischen Poren, ist es möglich, das Merkmal einer Oberflächen-Hydrophobizität mit den
Gesamtanforderungen einer Flüssigkeitsannahme
von absorbierenden Artikeln zu kombinieren.
-
Die
Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
der vorliegenden Erfindung. welche unmittelbar unterhalb des strukturierten
Trägers
angeordnet wird, muss wenigstens teilweise hydrophil sein, um eine
Flüssigkeitsannahme
durch die Öffnungen
des strukturierten Trägers
hindurch zu unterstützen.
Um die Flüssigkeitsannahme auch
nachfolgender Schwalle zu unterstützen, ist es wünschenswert,
dass die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
der vorliegenden Erfindung während
der Benutzung nicht wesentlich hydrophober wird.
-
Die
Flüssigkeitsspeicherstruktur
der vorliegenden Erfindung muss auch hydrophil sein und vorzugsweise
hydrophiler als die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur,
um eine Flüssigkeit
von der Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
in die Flüssigkeitsspeicherstruktur
zu übertragen
und um eine Flüssigkeit
innerhalb der Flüssigkeitsspeicherstruktur
zurück
zu halten.
-
5.3.4 Porengrößen
-
Um
die Flüssigkeit
entlang des Flüssigkeits-Fließweges zu
transportieren, ist es wünschenswert,
mit abnehmenden Porengrößen entlang
des Fließweges
ein unterschiedliches Material bereit zu stellen. Materialien mit
einer kleineren Porengröße zeigen
einen höheren
Kapillardruck als ein Material mit größeren Porengrößen. So
sind Materialien mit kleineren Poren in der Lage, Flüssigkeiten
aus einem Material mit größeren Poren
aktiv anzunehmen, mit anderen Worten sind sie in der Lage, das andere
Material zu entwässern.
-
So
umfasst der absorbierende Artikel der vorliegenden Erfindung vorzugsweise
unterschiedliche Materialien entlang des Flüssigkeits-Fließweges,
welche eine abnehmende Porengröße zeigen,
um einen Flüssigkeitstransport
entlang des Fließweges
zu unterstützen.
-
Wie
bereit erwähnt,
muss der strukturierte Träger
der vorliegenden Erfindung Öffnungen
aufweisen, um eine Flüssigkeitseindringung
trotz der Hydrophobizität
des strukturierten Trägers
zu erlauben. Die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
der vorliegenden Erfindung hat vorzugsweise große Poren, um eine schnelle
Annahme von Körperausscheidungen
mit Flüssigkeiten
von mittlerer und hoher Viskosität,
wie Menstruationsfluide und Stuhlmaterial, zu erlauben. Die Flüssigkeitsspeicherstruktur
hat vorzugsweise kleine Poren, um eine kapillare Ansaugung bereit
zu stellen, um wenigstens die wässrigen
Komponenten der Körperausscheidungen in
die Flüssigkeitsspeicherstruktur
zu übertragen
und dort zu speichern.
-
5.3.5 Oberflächenspannung
der Flüssigkeit
-
Die
Auswirkungen der Oberflächenspannung
und der Oberflächenenergien
von Fluiden und benässten
Materialien auf die Fluidtransporteigenschaften wurden in großem Umfang
diskutiert, wie beispielsweise in Chatterjee "Absorbency" (Elsevier, Amsterdam, 1985).
-
Die
Erfinder haben jedoch erkannt, dass es nicht nur wichtig ist, ob
die Benässung
der Materialien durch die Fluide zu schauen, einschließlich dem
Ziel, die Eigenschaften über
nachfolgende Benässungszyklen beizubehalten,
sondern auch auf die Veränderung
der Eigenschaften des ausgeschiedenen Fluids zu schauen und diese
Erkenntnis auszunutzen, um die Wahl der Materialien hinsichtlich
ihrer verbesserten Anordnung in absorbierenden Strukturen zu optimieren.
-
Aus
der obigen Laplace-Gleichung ist zu ersehen, dass eine Verringerung
der Oberflächenspannung der
anzunehmenden Flüssigkeit
den Kapillardruck vermindert und die Flüssigkeitshandhabung der unterschiedlichen
Materialien stört.
-
Es
ist somit ein optionales Merkmal der vorliegenden Erfindung, dass
der absorbierende Artikel eine hohe Oberflächenspannung von Flüssigkeiten
beibehält,
wenn sie durch die verschiedenen hydrophylisierten Materialien des
absorbierenden Artikels hindurch gehen. Mit anderen Worten ist es
optionales Element der vorliegenden Erfindung, dass diese Elemente
des absorbierenden Artikels, welche mit grenzflächenaktiven Stoffen behandelt
werden, um hydrophiler zu werden, nicht oder nur zu einem kleinen
Teil diese grenzflächenaktiven
Stoffe an das Fluid abgeben.
-
Herkömmliche
Mittel, wie allgemein verwendete Nonylphenolethoxylate (NPE) können ohne
Weiteres entfernt werden, während
Materialien gemäß den Lehren
der vorliegenden Erfindung im Wesentlichen die Oberflächenspannung
von Flüssigkeiten,
die durch sie hindurch gehen, nicht reduzieren. Dies gilt für alle funktionalen
Elemente entlang des Flüssigkeits-Fließweges,
den strukturierten Träger,
die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
und die Flüssigkeitsspeicherstruktur.
-
Innerhalb
des Gebietes der herkömmlichen
Technologie grenzflächenaktiver
Stoffe wurde bereit eine beachtliche Anstrengung hinsichtlich der
Erhaltung der Hydrophilizität
der Oberfläche
selbst nach einem Kontakt mit wässrigen
Fluiden, welche versuchen, die grenzflächenaktiven Stoffe auszuwaschen,
unternommen. Dies kann erreicht werden, indem eine stärkere Bindung
zwischen dem (hydrophoben) Polymer und dem grenzflächenaktiven
Stoff (wie z. B. beschrieben in
EP-A-0 598 204 (Garavaglia)
oder
WO 95/10648 (Everhardt)) erhalten wird oder
indem der grenzflächenaktive
Stoff, der aus der Oberfläche
ausgewaschen wurde, durch die Diffusionsmechanismen aus dem Kern
des Polymers ersetzt wird.
-
Ferner
besteht ein optionales Element der vorliegenden Erfindung darin,
der absorbierenden Struktur Materialien hinzu zu fügen, um
die Oberflächenspannung
des eindringenden Fluids zu erhöhen,
sogenannte "Spülmittel", wie beispielsweise
um die nachfolgende Saugfähigkeit
zu maximieren. Die Technologien zum Steigern der Oberflächenspannungen
von Fluiden sind auf unterschiedlichen technologischen Gebieten
verfügbar,
wie beispielsweise auf dem Gebiet der Detergenzien und dergleichen.
Es gibt im Wesentlichen zwei Wege, dies zu erreichen. Der erste
besteht darin, der Lösung
Elektrolyte hinzu zu fügen.
Wenn diese im Kontext der vorliegenden Erfindung getan wird, muss
Sorge dafür
getragen werden, keine Verunreinigungen einzubringen, die weitere
Fluidhandhabungsschritte zur Folge haben. Zum Beispiel ist es allgemein
bekannt, dass insbesondere zweiwertige Metallionen, wie Ca++ einen verschlechternden Einfluss auf bestimmte
Absorptionsfähigkeiten
des Superabsorbers haben können.
Der zweite Weg, eine Oberflächenspannung
zu steigern, besteht darin, Mittel mit großem Oberflächenbereich, wie aktivierten
Kohlenstoff Zeolithe und dergleichen, einem absorbierenden Artikel
hinzu zu fügen.
Solche Mittel adsorbieren den grenzflächenaktiven Stoff an ihrer
Oberfläche
und schränken
dadurch die Mobilität
des grenzflächenaktiven
Stoffes ein. Auf diese Weise immobilisierte grenzflächenaktive
Stoffe können
nicht länger
auf der Oberfläche
der Flüssigkeit
migrieren und dadurch die Oberflächenspannung
der Flüssigkeit
reduzieren.
-
5.3.6 Flüssigkeitsannahme
-
Der
Ausdruck "Flüssigkeitsannahme", wie hier verwendet,
bezieht sich auf die Rate, mit welcher eine Flüssigkeit, welche auf einer
Oberseite des strukturierten Trä gers
der vorliegenden Erfindung abgeschieden wird, von der Oberfläche des
strukturierten Trägers
in den absorbierenden Artikel absorbiert wird.
-
Die
Leistungsfähigkeit
der Flüssigkeitsannahme
des absorbierenden Artikels der vorliegenden Erfindung wird mit
Hilfe des Fertigprodukt-Annahmetests erhalten, wie dieser nachfolgend
beschrieben wird.
-
Der
absorbierende Artikel der vorliegenden Erfindung hat eine Flüssigkeitsannahmerate
von wenigstens 3,75 ml/s im ersten Schall, vorzugsweise wenigstens
4 ml/s im ersten Schwall, noch bevorzugter wenigstens 4,5 ml/s im
ersten Schwall und äußerst bevorzugt
wenigstens 5 ml/s im ersten Schall. Der absorbierende Artikel der
vorliegenden Erfindung hat ferner eine Flüssigkeitsannahmerate von wenigstens
0,5 ml/s im vierten Schwall, vorzugsweise wenigstens 0,6 ml/s im
vierten Schwall, ganz bevorzugt wenigstens 0,8 ml/s im vierten Schwall
und äußerst bevorzugt
wenigstens 1,0 ml/s im vierten Schwall.
-
5.3.7 Flüssigkeitsrücknässung
-
Der
Ausdruck "Flüssigkeitsrücknässung", wie hier verwendet,
bezieht sich auf eine bereits angenommene Flüssigkeit, die nachfolgend durch
den strukturierten Träger
eines beladenen absorbierenden Artikels unter Druck hindurch ausgedrückt wird.
-
Die
Flüssigkeitsrücknässungs-Tauglichkeit
des absorbierenden Artikels der vorliegenden Erfindung wird mit
Hilfe des Collageun-Rücknässungstests
bestimmt, wie dieser nachfolgend beschrieben wird und durch den
Haut-Hydrationswert quantifiziert wird.
-
Die
vordere Region des absorbierenden Artikels der vorliegenden Erfindung
hat einen Haut-Hydrationswert von weniger als 120 mg, vorzugsweise
einen Haut-Hydrationswert
von weniger als 90 mg, noch bevorzugter einen Haut- Hydrationswert von
weniger als 70 mg und äußerst bevorzugt
einen Haut-Hydrationswert von
weniger als 50 mg.
-
Optional
kann die hintere Region einen Haut-Hydrationswert von weniger als
120 mg, vorzugsweise einen Haut-Hydrationswert von weniger als 90
mg, noch bevorzugter einen Haut-Hydrationswert von weniger als 70
mg und äußerst bevorzugt
einen Haut-Hydrationswert von weniger als 50 mg aufweisen.
-
5.3.8 Decklagen-Nässe
-
Um
die trockene Anfühlung
der benutzerseitigen Oberfläche
des absorbierenden Artikels der vorliegenden Erfindung zu unterstützen, hat
der absorbierende Artikel der vorliegenden Erfindung vorzugsweise eine
Decklagen-Nässe
von weniger als 300 mg, noch bevorzugter von weniger als 200 mg,
noch bevorzugter weniger als 100 mg, noch bevorzugter von weniger
als 80 mg, äußerst bevorzugt
weniger als 50 mg, gemäß der nachfolgend
offenbarten Decklagen-Fertigprodukt-Trockenheit.
-
5.4 Handhabung hoch viskoser
Flüssigkeiten
-
Zudem
liefert der absorbierende Artikel der vorliegenden Erfindung vorzugsweise
eine Handhabung hoch viskoser Flüssigkeiten
und insbesondere eine Flüssigkeitshandhabung
von einer viskosen fluiden Körperausscheidung.
-
Wie
hier verwendet, bezieht sich der Ausdruck "viskose fluide Körperausscheidung" oder "VFBW" im Allgemeinen auf
eine Ausscheidung, die vom Körper
abgegeben wird, welche eine Viskosität von größer als etwa 10 cP und weniger
als etwa 2 × 105 cP bei einer Scherrate von eins 1/s (bei
etwa 25°C)
aufweist, insbesondere zwischen etwa 103 cP
und 105 cP bei einer eins 1/s Scherrate,
und zwar in einem Test unter einer kontrollierten Belastungsrheometrie
unter Verwendung von parallelen Platten auf einem gesteuerten Belastungsrheometer.
(Als Bezugsgröße hat Wasser
1,0 cP bei 20 Grad C und Jif Creamy Erdnussbutter (erhältlich von
the Procter & Gamble
Co., Cincinnati, OH) hat etwa 4 × 105 cP
bei 25 Grad C bei dieser gleichen Scherrate). Der Verfahren zum
Bestimmen der Viskosität,
wie hier verwendet, ist im Detail beschrieben unten im Abschnitt
Testverfahren.
-
Wenn
eine viskose fluide Körperausscheidung
in die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
eingedrungen ist, ist es wünschenswert,
die Ausscheidung während
des Restes des Tragezyklusses weg vom Träger zu speichern oder zu halten
und während
des Auswechselvorganges weg vom Pfleger. Wie hier verwendet, bezieht sich
der Ausdruck "Speichern" auf die physikalische
Abtrennung des in einer Windel abgeschiedenen Materials von der
körperseitigen
Oberfläche
des Artikels, derart, dass das Material, das in der Windel abgeschieden ist,
die Haut des Trägers
nicht unmittelbar berührt
oder dieser zugänglich
ist. Eine Speicherung-Unter-Druck, oder "Speicherung", wird gemessen als
die Materialmenge, die in der Struktur auf einer Einheitsflächenbasis gehalten
wird, wie dies unten beschrieben ist im Abschnitt Testverfahren.
Falls die Speicherung-Unter-Druck-Kapazität zu gering ist, wird die absolute
Menge einer viskosen fluiden Körperausscheidung,
die von einem Hautzugang pro Einheitsfläche der Struktur weg gespeichert
werden kann, verringert. Eine adäquate Speicherkapazität ist wesentlich,
um die Möglichkeit
einer Leckage und der durch eine viskose fluide Körperausscheidung
verunreinigte Hautfläche
zu verringern, weil eine viskose fluide Körperausscheidung, die gespeichert
worden ist, der körperseitigen
Oberfläche
der Struktur weniger wahrscheinlich für eine Leckage und Migration
innerhalb des Artikels zur Verfügung
stehen wird.
-
In
bevorzugten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung sollte der absorbierende Artikel eine Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
mit einem Speicherung-Unter-Druck-Wert
von größer als
etwa 800 g pro Quadratmeter (g/m2) der Flüssigkeits-Handhabungsstruktur einer viskosen fluiden
Körperausscheidung
aufweisen. Insbesondere sollte die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
einen Speicherung-Unter-Druck-Wert
von größer als
etwa 900 g/m2 einer viskosen fluiden Körperausscheidung
haben. Noch bevorzugter sollte die Flüssigkeitshandhabungstruktur
einen Speicherung-Unter-Druck-Wert von größer als etwa 1000 g/m2 der viskosen fluiden Körperausscheidung und äußerst bevorzugt
größer als
etwa 1100 g/m2 der viskosen fluiden Körperausscheidung
aufweisen. Im Allgemeinen haben sich Speicherung-Unter-Druck-Werte zwischen wenigstens
etwa 800 g/m2 und etwa 10000 g/m2 und zwischen etwa 1000 g/m2 und etwa 10000
g/m2 als akzeptabel heraus gestellt. (Diese
bevorzugten Speicherung-Unter-Druck-Parameter beziehen sich auf
integrierte Artikel, welche vorzugsweise so bewertet werden, wie
sie für
die Benutzung vorgesehen sind. Dem gemäß sollten alle Komponenten
oder Schichten des Artikels so konfiguriert sein, wie sie während einer
normalen Benutzung vorlägen,
wenn die Messung ihrer Leistungsfähigkeit durchgeführt wird.
Eine detailliertere Beschreibung des Verfahrens zum Bestimmen der
Speicherung-Unter-Druck-Leistungsfähigkeit
ist enthalten unten im Abschnitt Testverfahren.)
-
Eine
viskose fluide Körperausscheidung,
die von dem absorbierenden Artikel akzeptiert wurde oder in diesen
eingedrungen ist, wird vorzugsweise auch in der Windel vom Träger zurückgehalten.
Ein bevorzugter Weg, eine Körperausscheidung
zurück
zu halten, insbesondere eine viskose fluide Körperausscheidung, besteht darin,
die Ausscheidung an einer Stelle entfernt vom Träger zu immobilisieren. Wie
hier verwendet, bezieht sich der Ausdruck "Immobilisieren" auf die Fähigkeit des Materials oder
der Struktur, eine gespeicherte viskose fluide Körperausscheidung unter einem
beaufschlagten Druck und/oder dem Einfluss von Schwerkräften zurück zu halten.
Eine Immobilisierung-Unter-Komprimierter-Inversion oder "Immobilisierung", kann herbei geführt werden,
indem die Viskosität
der Ausscheidung (z. B. durch Entwässerung) erhöht wird,
durch eine mechanische Einschließung (das heißt, ein
Oberflächenenergie-Phänomen, das
durch einen erhöhten
Oberflächen-Kontaktbereich der
viskosen fluiden Körperausscheidungen
mit den inneren Regionen des Materials oder Struktur angetrieben
wird.) oder durch irgendein anderes Mittel, das im Stand der Technik
bekannt ist. Eine "Immobilisierung-Unter-Komprimierter-Inversion", wie unten im Abschnitt
Testverfahren weiter beschrieben, wird gemessen hinsichtlich des
Prozentanteils der viskosen fluiden Körperausscheidung oder eines
Analoges, das in der Struktur bleibt, nachdem die Struktur einem
invertierten Druckzyklus ausgesetzt wurde, wie dies unten beschrieben
wird.
-
Eine "Retention-Unter-Komprimierter-Inversion" oder "Retention" ist ein absolutes
Maß davon,
wie viel der viskose fluiden Körperausscheidung
unter belasteten Benutzungsbedingungen "gespeichert" bleibt.
-
Vorzugsweise
sollte die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
einen Retention-Unter-Komprimierter-Inversion-Wert
von größer als
etwa 7,5 g der viskosen fluiden Körperausscheidung haben, welche
in die Struktur eindringt. Ganz bevorzugt sollte die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
einen Retention-Unter-Komprimierter-Inversion-Wert von weniger als etwa 8,0 g der
viskosen fluiden Körperausscheidung
haben und äußerst bevorzugt
größer als
etwa 8,5 g der viskosen fluiden Körperausscheidung, nachdem sie
den Retention-Unter-Komprimierter-Inversion-Test ausgesetzt worden
ist, wie dies unten beschrieben wird. Im Allgemeinen haben sich
Unter-Komprimierter-Inversion-Werte
zwischen wenigstens etwa 7,5 g und etwa 100,0 g und zwischen etwa
8,0 g und etwa 100,0 g als akzeptabel heraus gestellt. Unter den
gleichen Bedingungen sollte die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
einen Immobilisierung-Unter-Komprimierter-Inversion-Wert von wenigstens
70% der viskosen fluiden Körperausscheidung
haben, die von der Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
akzeptiert wird. Ganz bevorzugt sollte die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
einen Immobilisierung-Unter-Komprimierter-Inversion-Wert von wenigstens
etwa 80% und äußerst bevorzugt
wenigstens etwa 85% der viskosen fluiden Körperausscheidung haben, die
von dem Element 120 akzeptiert wird. Ganz allgemein haben
sie Immobilisierung-Unter-Komprimierter-Inversion-Werte zwischen
wenigstens etwa 70% und etwa 100% und zwischen etwa 80% und etwa
100% als akzeptabel heraus gestellt. (Diese bevorzugten Immobilisierung-
und Retention-Unter-Komprimierter-Inversion-Parameter beziehen sich auf
integrierte Artikel, welche vorzugsweise bewertet werden, so wie
sie für
die Benutzung gedacht sind. Dem gemäß sollten alle Komponenten
oder Schichten des Artikels so konfiguriert sein, wie sie während einer
normalen Benutzung vorlägen,
wenn die Messung ihrer Leistungsfähigkeit durchgeführt wird.
Eine detailliertere Beschreibung des Verfahrens zum Bestimmen der
Immobilisierung- und Retention-Unter-Komprimierter-Inversion-Leistungsfähigkeit
ist unten im Abschnitt Testverfahren enthalten.)
-
Ohne
die geeignete Immobilisierung- und Retentionsleistung können die
Wirkungen der verbesserten Akzeptanz- und Speicherleistung vermindert
werden, weil die viskose fluide Körperausscheidung zur körperseitigen
Oberfläche
der Struktur zurück
kehren kann und die Wahrscheinlichkeit einer Leckage oder Verunreinigung
der Haut des Trägers
steigt. Ferner ist eine Immobilisierung am effektivsten, wenn die
Struktur zuerst die Ausscheidung akzeptiert und diese dann speichert.
Eine viskose fluide Körperausscheidung,
die immobilisiert wird, bevor sie von der Haut des Trägers entfernt
gespeichert wird, kann auf dem strukturierten Träger in Kontakt mit der Haut
bleiben. Eine Immobilisierung einer viskosen fluiden Körperausscheidung,
welche mit der Haut in Kontakt gelangt, kann die Anstrengung erhöhen, die
vom Pfleger während
des Auswechsel/Säuberungs-Vorganges
aufgebracht werden muss, und erhöht
die Wahrscheinlichkeit einer restlichen Verunreinigung auf Mikroniveau.
Eine "Verunreinigung
auf Mikroniveau" bezieht
sich auf einen Ausscheidungsrest, welcher auf der Haut verbleibt,
aber nicht leicht von dem bloßen
menschlichen Auge sichtbar ist. Deshalb kann es hilfreich sein,
wenigstens drei Parameter (Akzeptanz, Speicherung und Immobilisierung
oder Akzeptanz, Speicherung und Retention) für eine gegebene Struktur zu
berücksichtigen.
wenn deren Nützlichkeit
für eine
effektive Handhabung viskoser fluider Körperausscheidungen bestimmt
wird.
-
In
einigen Ausführungsformen
kann es wünschenswert
sein, die Windel 20 mit einer unterschiedlichen Akzeptanz-Leistung
in unterschiedlichen Bereichen der Windel zu versehen. Dies kann
herbei geführt
werden, indem ein einzelner strukturierter Träger bereit gestellt wird, welcher
so hergestellt oder behandelt wurde, dass er Regionen mit unterschiedlichen
Akzeptanzeigenschaften aufweist. Ferner kann der strukturierte Träger über die
Ebene der körperseitigen
Oberfläche
des Artikels hinaus angehoben werden, um so besser die verschiedenen
fluiden Körperausscheidungen
zu regulieren. In einigen Ausführungsformen
kann es sogar wünschenswert
sein, dass sich der strukturierte Träger in Kontakt mit der Haut
des Trägers
in der Nähe
der Quelle der viskosen fluiden Körperausscheidung (z. B. der
perianalen Region) befindet.
-
Die
Trans-Decklagenkapazität,
wie sie durch den Trans-Decklagenkapzitäts-Test gemessen wird, wie dieser
nachfolgend offenbart ist, reflektiert die Fähigkeit von Windeln, Stuhlmaterial
von geringer Viskosität
zu handhaben. Eine erste Region 81 und eine zweite Region 82 der
Windel 20 sollten eine relativ hohe Trans-Decklagenkapazität haben.
-
Es
gibt eine inverse Beziehung zwischen dem minimalen Trans-Decklagenkapazität, die notwendig
ist, um ein gering viskoses Stuhlmaterial zu handhaben, und dem
Oberflächenbereich
der Windel 20 mit dieser minimalen Kapazität. Wenn
einer größerer Prozentanteil
des Oberflächenbereichs
der Windel 20 eine Trans-Decklagenkapazität hat, die
ausreicht, gering viskoses Stuhlmaterial zu handhaben, vermindert
sich die notwendige Trans-Decklagenkapazität.
-
In
jedem Fall haben die erste Region 81 und die zweite Region 82 der
Windel 20 vorzugsweise eine Trans-Decklagenkapazität von wenigstens
etwa 300 Gramm pro Quadratinch, voraus gesetzt, dass ein Oberflächenbereich
wenigstens 0,02 Quadratmeter der Windel 20 eine solche
Trans-Decklagenkapazität
hat und vorzugsweise wenigstens 0,03 Quadratmeter der Windel 20 eine
solche Trans-Decklagenkapazität
aufweist.
-
Wenigstens
ein Bereich der Ersten Region 81 und wenigstens ein Bereich
der zweiten Region 82 der Windel 20 gemäß der vorliegenden
Erfindung liefert vorzugsweise eine Trans-Decklagenkapazität von wenigstens
300 Gramm pro Quadratmeter, noch bevorzugter von wenigstens 400
Gramm pro Quadratmeter, noch bevorzugter von wenigstens 500 Gramm
pro Quadratmeter, noch bevorzugter von wenigstens 600 Gramm pro Quadratmeter
und äußerst bevorzugt
von wenigstens 700 Gramm pro Quadratmeter.
-
5.5 Flüssigkeits-Speicherstruktur
-
5.5.1 Flüssigkeitsspeicherung
-
Die
Flüssigkeits-Speicherstruktur 28 kann
irgendein absorbierender Mittel sein, welches allgemein komprimierbar,
verformbar, nicht störend
für die
Haut des Trägers
ist und in der Lage ist, Flüssigkeiten,
wie Urin und andere bestimmte Körperausscheidungen,
zu absorbieren und zurück
zu halten. Wie in 1 gezeigt ist,
hat die Flüssigkeits-Speicherstruktur 28 eine
wäscheseitige
Oberfläche,
eine körperseitige
Oberfläche,
Seitenränder
und Taillenränder.
Die Flüssigkeits-Speicherstruktur 28 kann
in einer breiten Vielfalt von Größen und Formen
hergestellt werden (z. B. rechtwinklig, sanduhrförmig, "T"-förmig, asymmetrisch,
etc.) und aus einer breiten Vielfalt von flüssigkeitsabsorbierenden Materialien,
die allgemein in Einwegwindeln und anderen absorbierenden Artikel
verwendet werden, wie zermahlener Holzzellstoff, welcher allgemein
als Luftfilz bezeichnet wird. Beispiele weiterer geeigneter absorbierende
Materialien umfassen gekreppte Zellulosewatte; schmelzgeblasene
Polymere, einschließlich
Coform; chemisch versteifte, modifizierte oder vernetzte Zellulosefasern;
Tissue, einschließlich
Tissuehüllen
und Tissuelaminate; absorbierende Schäume; absorbierende Schwämme; superabsorbierende
Polymere; absorbierende Geliermaterialien; oder irgendein äquivalentes Material
oder Kombinationen von Materialien.
-
Die
Konfiguration und die Konstruktion der Flüssigkeits-Speicherstruktur 28 kann
auch variiert werden (z. B. kann die Flüssigkeits-Speicherstruktur 28 variierende
Dickezonen, einen Hydrophilizitätsgradienten,
einen Porengrößengradienten,
einen superabsorbierenden Gradienten oder Annahmezonen mit geringerer
mittlerer Dichte und geringerer mittlerer Flächenmasse haben; oder kann
ein oder mehrere Schichten oder Strukturen aufweisen). Die gesamte
Absorptionskapazität
der Flüssigkeitsspeicherstruktur 28 sollte
jedoch mit der geplanten Fracht und der gedachten Verwendung der
Windel 20 kompatibel sein. Ferner können die Größe und die Ab sorptionskapazität der Flüssigkeits-Speicherstruktur 28 variiert
werden, um Träger
im Bereich von Kindern bis Erwachsenen aufzunehmen.
-
Beispielhafte
absorbierende Strukturen für
die Verwendung als Flüssigkeitsspeicherstruktur
28 sind beschrieben
in US Patent
4,610,678 unter der Bezeichnung "High-Density Absorbent
Structures", veröffentlicht
für Weisman
et al. am 09. September 1986; US Patent
4,673,402 unter
der Bezeichnung "Absorbent
Articles With Dual-Layered Cores",
veröffentlicht
für Weisman
et al. am 16. Juni 1987; US Patent
4,888,231 unter der
Bezeichnung "Absorbent
Core Having A Dusting Layer",
veröffentlicht
für Angustadt
am 19. Dezember 1989; und US Patent
4,834,735 unter
der Bezeichnung "High
Density Absorbent Members Having Lower Density and Lower Basis Weight
Acquisition Zones",
veröffentlicht
für Alemany
et al. am 30. Mai 1989.
-
5.5.2 Hülllagen
-
Die
Flüssigkeits-Speicherstruktur
der vorliegenden Erfindung kann ferner wenigstens eine Hülllage umfassen.
Die Hülllage überdeckt
die absorbierende Struktur wenigstens an einem Teil der Oberfläche der
absorbierenden Struktur, derart, dass der Fluidweg von dem Flüssigkeitsannahmebereich
zur Flüssigkeits-Speicherstruktur
durch die Bahn hindurch gehen wird. So sollte die Bedeutung des
Begriffs "einhüllen" nicht so gelesen
werden, dass diese nur eine vollständige Einhüllung oder Umschließung bedeutet.
Ein Beispiel für
eine solche Ausführungsform
kann eine Hülllage
sein, welche die obere Oberfläche
der Flüssigkeits-Speicherstruktur überdeckt
und dann unten nahe am Kern angehaftet wird, derart, dass die seitliche
Oberfläche
durch die Hüllenlage überdeckt
sein kann, diese aber nicht notwendigerweise ist.
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform überdeckt
die Hülllage
auch weitere Oberflächen
der Flüssigkeitsspeicherstruktur,
in einer bevorzugten Ausführungsform überdeckt
sich alle sechs Oberflächen,
derart, dass die Flüssigkeitsspeicherstruktur vollständig eingeschlossen
ist. In einer weiteren bevorzugten und leichter herzustellenden
Ausführungsform überdeckt
sie die obere Oberfläche
sowie zwei seitliche Oberflächen,
indem sie um diese herum gefaltet ist und überdeckt teilweise oder vollständig die
bodenseitige Oberfläche.
-
Das
Einhüllen
des absorbierenden Element kann auch durch mehr als eine Hülllage oder
durch eine Hülllage
mit unterschiedlichen Eigenschaften in verschiedenen Regionen derselben
erreicht werden. Zum Beispiel können
die Oberflächenteile
des absorbierenden Elements, welche sich nicht in dem Fluid-Fließweg befinden,
keine oder keine dauerhafte Fluid-Hydrophilizität aufweisen. Oder ein unterschiedliches
Hüllmaterial kann
in solchen Regionen verwendet werden, oder die Materialien des absorbierenden
Elements können
dort durch andere Elemente vorliegen, wie beispielsweise als herkömmliche
Tissuematerialien, aber auch als undurchlässige Lagen, welche gleichzeitig
andere Funktionalitäten
haben, wie beispielsweise als Außenlagenmaterial.
-
Natürlich ist
eine wesentliche Anforderung, dass die absorbierende Struktur und
die Hülllage
in einer Fluidkommunikation miteinander stehen, derart, dass der
Fluid-Fließweg und
insbesondere der Kapillartransportgradient nicht unterbrochen wird.
Eine bevorzugte Ausführungsform
davon ist eine Ausbildung, in welcher die Hülllage und die absorbierende
Struktur in direktem Kontakt miteinander stehen – wenigstens in Bezug auf die
Oberflächen,
wie dies oben beschrieben ist.
-
Es
ist im Stand der Technik allgemein bekannt, geeignete Hülllagen
aus Tissueschichten, Vliesstoffen und dergleichen herzustellen.
Bevorzugte Vliesstoffmaterialien, die für die Hülllagen der vorliegenden Erfindung
verwendet werden können,
sind z. B. offenbart in der europäischen Patentanmeldung
98107288.7 (Fuchs).
Diese hydrophilen Materialien zeigen eine geringe Freisetzung eines
grenzflächenaktiven
Stoffes an die angenommene Flüssigkeit
und beeinflussen somit nicht die Flüssigkeitshandhabung des absorbierenden Artikels
der vorliegenden Erfindung negativ. Um nicht die Flüssigkeitshandhabung
des absorbierenden Artikels der vorliegenden Erfindung negativ zu
beeinflussen, hat eine geeignete Hülllage einen Oberflächenspannungs-Reduktionswert
von weniger als 15 mN/m, vorzugsweise weniger als 12 mN/m, noch
bevorzugter weniger als 9 mN/m, noch bevorzugter weniger als 6 mN/m
und äußerst bevorzugt
weniger als 3 mN/m, entsprechend dem Oberflächenspannungs-Reduktionstest,
der nachfolgend definiert wird.
-
5.6 Außenlage
-
Die
Außenlage 26 ist
angrenzend and die wäscheseitige
Oberfläche
der Flüssigkeits-Speicherstruktur 28 positioniert
und ist vorzugsweise mit dieser durch Anbringungsmittel (nicht gezeigt)
verbunden, wie sei im Stand der Technik allgemein bekannt sind.
Wie hier verwendet, umfasst der Ausdruck "verbunden" Konfigurationen, durch welche ein Element
direkt an dem anderen Element festgelegt ist, indem das Element
direkt an dem anderen Element befestigt ist, und (Konfigurationen,
durch welche das Element indirekt an dem anderen Element festgelegt
ist, indem das Element an ein oder mehrere Zwischenelemente befestigt
ist, welche wiederum an dem anderen Element befestigt sind.
-
Zum
Beispiel kann die Außenlage
26 an
der Flüssigkeits-Speicherstruktur
28 durch
eine gleichförmige kontinuierliche
Schicht eines Haftmittels, eine gemusterte Schicht eines Haftmittels
oder eine Anordnung von separaten Linien, Spiralen oder Punkten
eines Haftmittels festgelegt sein. Haftmittel, welche sich als zufriedenstellend
heraus gestellt haben, werden hergestellt durch H. B. Fuller Company
aus St. Paul, Minnesota und vermarktet als HL-1258. Das Anbringungsmittel
wird vorzugsweise ein offenes Musternetzwerk aus Filamenten eines
Haftmittels umfassen, wie dies offenbart ist in US Patent
4,573,986 unter
der Bezeichnung "Disposable
Waste-Containment Garment",
veröffentlicht
für Minetola
et al. am 04. März
1986, noch bevorzugter mehrere Linien von Haftmittelfilamenten,
die in ein Spiralmuster verwirbelt sind, wie dies dargestellt ist
durch die Vorrichtungen und die Verfahren, die gezeigt sind in US
Patent
3,911,173 , veröffentlicht für Sprague.
Jr. am 07. Oktober 1975; US Patent
4,785,996 , veröffentlicht
für Ziecker
et al. am 22. November 1978; und US Patent
4,842,666 ,
veröffentlicht
für Werenicz
am 27. Juni 1989. Jedes dieser Patente ist hier durch Bezugnahme
mit aufgenommen. Alternativ kann das Anbringungsmittel Wärmebindungen,
Druckbindungen, Ultraschallbindungen, dynamisch mechanische Bindungen
oder irgendein anderes geeignetes Anbringungsmittel oder Kombinationen
dieser Anbringungsmittel umfassen, wie sie im Stand der Technik
bekannt sind.
-
Die
Außenlage 26 ist
undurchlässig
für Flüssigkeiten
(z. B. Urin) und wird vorzugsweise hergestellt aus einem dünnen Kunststofffilm,
obwohl andere flexible, flüssigkeitsundurchlässige Materialien
auch verwendet werden können.
Wie hier verwendet, bezieht sich der Ausdruck "flexibel" auf Materialien, welche nachgiebig sind
und sich ohne Weiteres an die allgemeine Form und Kontur des menschlichen
Körpers
anpassen.
-
Die
Außenlage 26 verhindert,
dass Ausscheidungen, die in die Flüssigkeitsspeicherstruktur 28 absorbiert
und aufgenommen sind, Artikel benässen, welche die Windel 20 berühren, wie
Bettlaken und Unterwäsche.
Die Außenlage 26 kann
somit ein Gewebe- oder Vliesstoffmaterial, polymere Filme, wie thermoplastische
Filme aus Polyethylen oder Polypropylen, oder Verbundmaterialien,
wie ein filmbeschichtetes Vliesstoffmaterial, umfassen. Vorzugsweise
ist die Außenlage 26 ein
thermoplastischer Film mit einer Dicke von etwa 0,012 mm (0,5 mil)
bis etwa 0,051 mm (2,0 mil). Besonders bevorzugte Materialien für die Außenlage 26 umfassen
RR8220 geblasene Filme und RR5475 gegossene Filme, wie sie hergestellt
werden durch Tredegar Industries, Inc. aus Terre Haute, Indiana.
Die Außenlage 26 ist
vorzugsweise geprägt
und/oder mattiert, um ein mehr kleidungsähnliches Erscheinungsbild zu
schaffen. Ferner kann die Außenlage 26 Dämpfen erlauben,
aus der Flüssigkeits-Speicherstruktur 28 zu
entweichen (das heißt,
atmungsfähig
zu sein), und gleichzeitig noch verhindern, dass Ausscheidungen
durch die Außenlage 26 hindurch
gelangen.
-
5.7 Strukturierter Träger
-
Der
strukturierte Träger 24 der
vorliegenden Erfindung hat eine erste innere Oberfläche, die
zum Inneren der Einwegwindel hin orientiert ist, speziell in Richtung
der Flüssigkeits-Speicherstruktur 28 orientiert
ist, und eine entgegen gesetzte zweite oder äußere Oberfläche, die zur Haut des Trägers orientiert
ist, worin die Windel getragen wird.
-
Der
strukturierte Träger 24 ist
an, aber nicht notwendigerweise angrenzend an die körperseitige
Oberfläche
der Flüssigkeits-Speicherstruktur 28 angeordnet
und ist vorzugsweise mit der Außenlage 26 oder
der Flüssigkeits-Speicherstruktur 28 durch
Mittel verbunden, wie sie im Stand der Technik allgemein bekannt
sind. In einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung sind der strukturierte Träger 24 und
die Außenlage 26 direkt
miteinander im Windelumfang verbunden.
-
Der
strukturierte Träger 24 ist
nachgiebig, weichfühlig,
nicht störend
für die
Haut des Trägers
und hat eine faserige Struktur. Ferner ist der strukturierte Träger 24 flüssigkeitsdurchlässig und
erlaubt Flüssigkeiten (z.
B. Urin), ohne weiteres durch seine Dicke hindurch zu dringen. Ein
geeigneter strukturierter Träger 24 kann aus
einem breiten Bereich von Materialien hergestellt werden, wie Gewebe-
oder Vliesstoffbahnen aus natürlichen
Fasern (z. B. Holz- oder Baumwollfasern), synthetischen Fasern (z.
B. Polyester- oder Polypropylenfasern) oder aus einer Kombination
aus natürlichen
und synthetischen Fasern. Vorzugsweise ist der strukturierte Träger 24 hergestellt
aus einem hydrophoben Material, um die Haut des Trägers gegenüber Flüssigkeiten,
die in der Flüssigkeits-Speicherstruktur 28 enthalten
sind, zu isolieren.
-
5.7.1 Allgemeine Eigenschaften
-
5.7.1.1 Funktionale Eigenschaften
-
Der
strukturierte Träger
der vorliegenden Erfindung ist hydrophob, um eine Flüssigkeitsretention
in dem strukturierten Träger
zu minimieren und um eine Flüssigkeitsrücknässung von
der Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
oder der Flüssigkeits-Speicherstruktur
zurück
zur Haut des Trägers
zu minimieren.
-
Optional
kann der strukturierte Träger
der vorliegenden Erfindung auch oleophob sein, um eine Flüssigkeitsretention
in dem strukturierten Träger
zu minimieren und um eine Flüssigkeitsrücknässung von
der Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
oder der Flüssigkeits-Speicherstruktur
zurück
zur Haut des Trägers
zu minimieren.
-
Der
strukturierte Träger
der vorliegenden Erfindung hat eine Flüssigkeitsretention in der Decklage
entsprechend des Flüssigkeits-Retentions-Tests,
der nachfolgend definiert wird, von weniger als 50 mg, vorzugsweise
weniger als 40 mg, noch bevorzugter weniger als 30 mg, äußerst bevorzugt
weniger als 20 mg für
eine Testflüssigkeit
mit einer Oberflächenspannung
von etwa 62 mN/m.
-
Der
strukturierte Träger
der vorliegenden Erfindung hat eine Flüssigkeitsretention in der Decklage
entsprechend dem Flüssigkeits-Retentions-Test,
der nachfolgend definiert wird, von weniger als 150 mg, vorzugsweise
weniger als 120 mg, noch bevorzugter weniger als 90 mg, äußerst bevorzugt
weniger als 70 mg für
eine Testflüssigkeit
mit einer Oberflächenspannung
von etwa 33 mN/m.
-
Der
Kontaktwinkel der benutzerseitigen Seite des strukturierten Trägers der
vorliegenden Erfindung mit destilliertem Wasser, das eine Oberflächenspannung
von wenigstens 72 mN/m aufweist, beträgt wenigstens 90°, vorzugsweise
wenigstens 100°,
ganz bevorzugt wenigstens 110°,
noch bevorzugter wenigstens 120°, äußerst bevorzugt
mehr als 125°.
Hohe Kontaktwinkel verringern die kapillare Saugwirkung der Poren des
strukturierten Trägers.
Kontaktwinkel von mehr als 90° führen sogar
zu einem negativen Ergebnis bei der kapillaren Ansaugung, da sie
die jeweiligen Poren wasserabstoßend machen.
-
5.7.1.2 Strukturelle Eigenschaften
-
Der
strukturierte Träger 24 hat
vorzugsweise eine Mehrzahl von Öffnungen
mit einer effektiven Öffnungsgröße von wenigstens
0,2 Quadratmillimetern, ganz bevorzugt hat die Mehrzahl von Öffnungen
eine effektive Öffnungsgröße von wenigstens
0,5 Quadratmillimetern, noch bevorzugter hat die Mehrzahl von Öffnungen
eine effektive Öffnungsgröße von wenigstens
1,0 Quadratmillimetern, und äußerst bevorzugt
hat die Mehrzahl von Öffnungen
eine effektive Öffnungsgröße von wenigstens
2,0 Quadratmillimetern. Effektive Öffnungen sind solche, welche
eine Graustufe von 18 oder weniger auf einer Standard-Graustufenskala
von 0–255
unter den unten beschriebenen Bild-Aufnahmeparametern haben.
-
Der
strukturierte Träger 24 hat
vorzugsweise einen effektiven Öffnungsbereich
von wenigstens 12%, vorzugsweise wenigstens 15%, ganz bevorzugt
hat der strukturierte einen effektiven Öffnungsbereich von wenigstens
20%, noch bevorzugter hat der strukturierte Träger einen effektiven Öffnungsbereich
von wenigstens 25% und äußerst bevorzugt
hat der strukturierte Träger
einen effektiven Öffnungsbereich
von wenigstens 30%.
-
Ein
Verfahren zum Bestimmen der effektiven Öffnungsgröße und des Öffnungsbereichs ist im Verfahrensabschnitt
beschrieben.
-
5.7.2 Herstellungstechniken
-
Geeignete
Materialien und Strukturen für
die Verwendung als strukturierte Träger können mit Öffnungen versehene Faserbahnen
umfassen, wie Vliesstoffbahnen, Gewebebahnen, gewirkte Bahnen, Verbundstoffe
der vorerwähnten
Materialien und dergleichen. Es gibt eine Anzahl von Herstellungstechniken,
welche verwendet werden können,
um den strukturierten Träger 24 herzustellen.
Zum Beispiel kann der strukturierte Träger 24 eine Vliesstoffbahn
aus spunbonded, kandierten, nass gelegten, schmelzgeblasenen, hydroverhedderten
Bahnen. Kombinationen oder Verbundlaminaten des Obigen oder dergleichen
sein. Bevorzugte strukturierte Träger 24 umfassen einen
kardierten/kardierten Verbundstoff, der über ein Drahtsieb hydroverheddert ist
und thermisch unter Durchluft durch Mittel gebunden ist, die den
Fachleuten auf dem Gebiet der Vliesstofftechnik und der Hydroverhedderung
von faserigen Bahnen bekannt sind.
-
5.7.3 Oberflächenbehandlung
-
Der
strukturierte Träger 24 der
vorliegenden Erfindung kann ein Oberflächenfinish umfassen, welches die
freie Oberflächenenergie
von wenigstens einem Teil der Oberfläche des strukturierten Trägers reduziert und
somit diesen Teil der Oberfläche
noch hydrophober und eventuell oleophob macht.
-
Der
strukturierte Träger
kann Hydrophobizitätsgradienten
in einer Richtung parallel zu den Hauptoberflächen des strukturierten Trägers haben,
um einzelne Flüssigkeitshandhabungseigenschaften
in unterschiedlichen Regionen des strukturierten Trägers bereit
zu stellen. Der strukturierte Träger
kann auch einen Hydrophobizitätsgradienten
in einer Richtung senkrecht zu den Hauptoberflächen des strukturierten Trägers aufweisen,
um einen Flüssigkeitstransfer
durch den strukturierten Träger
hindurch zu steigern.
-
Wenigstens
ein Teil der Oberfläche
und insbesondere der Oberfläche
des strukturierten Trägers
24 der vorliegenden
Erfindung, die während
der Benutzung dem Träger
zugewandt ist, kann eine Oberflächenbeschichtung
aufweisen, wie einen dünnen
Fluorkohlenstoff-Polymerfilm. Geeignete Techniken, um eine solche Oberflächenbeschichtung
zu erhalten, sind im Stand der Technik allgemein bekannt und sind
zum Beispiel beschrieben in der europäischen Patentanmeldung Nr.
98116895.8 in
WO
97/42356 (Gleason) und in
WO 96/00548 (Ouellette).
Eine weitere geeignete Oberflächenbehandlung
ist eine Silicon-Schutzbeschichtung von Dow Corning aus Midland,
Michigan, erhältlich
als Syl-Off 7677, welcher ein Vernetzer, der erhältlich ist als Syl-Off 7048
in Gewichtsanteilen von jeweils 100 Tei len auf 10 Teile hinzu gefügt ist.
Eine weitere geeignete Oberflächenbehandlung
ist eine Beschichtung aus einem unter UV-aushärtbarem Silicon mit einem Gemisch aus
zwei Siliconen, die im Handel erhältlich sind von General Electric
Company, Silicone Products Division aus Waterford, NY, unter den
Bezeichnungen UV 9300 und UV 9380C-D1. in Gewichtsanteilen von jeweils
100 Teilen auf 2,5 Teile. Weitere geeignete Behandlungen umfassen
Faserfinishe, erhältlich
von Fibervisions aus Varde, Dänemark,
unter den Bezeichnungen T190 und T198, ein Faserfinish, erhältlich von
Schilf und Seilacker aus Böblingen,
Deutschland, unter der Bezeichnung Silastol FC 1760, ein hinein
geschmolzenes Additiv, erhältlich
von der Minnesota Mining And Manufacturing Company aus St. Paul,
Minnesota, USA. Weitere geeignete Behandlungsmaterialien, umfassen,
sind aber nicht beschränkt
darauf, fluorinierte Materialien, wie Fluorpolymere (z. B. Polytetrafluorethylen
PTFE), im Handel erhältlich
unter dem Markennamen TEFLON
®) und Chlorfluorpolymere.
Weitere Materialien, welche sich zum Bereitstellen von Regionen
von reduzierter Oberflächenenergie
geeignet erweisen können,
umfassen Petrolatum, Latexe, Paraffine und dergleichen.
-
Der
strukturierte Träger
24 der
vorliegenden Erfindung kann hydrophobe und oleophobe Polymere umfassen.
Verfahren zum Herstellen solcher Polymere und Artikel daraus sind
im Stand der Technik allgemein bekannt und sind zum Beispiel beschrieben
in US Patent Nr.
3,870,767 (Grimaud).
-
Optional
kann der strukturierte Träger
der vorliegenden Erfindung durch modulierte Plasma-Glimmladungsbehandlungen
behandelt werden, wie dies beschrieben ist, in der europäischen Patentanmeldung
Nr.
98116895.8 (D'Agostino et al., P&G Fall CM 1893FQ und europäische Patentanmeldung
Nr.
98116894.1 (D'Agostino, P&G Fall CM 1894FQ.
-
5.7.4 Hautpflegezusammensetzung
-
Die äußere Oberfläche des
strukturierten Trägers
kann eine effektive Menge einer Hautpflegezusammensetzung umfassen,
welche halbfest oder fest bei 20°C
ist, und welche teilweise auf die Haut des Trägers übertragbar ist. In einer bevorzugten
Ausführungsform
des absorbierenden Artikels der vorliegenden Erfindung umfasst der
absorbierende Artikel zusätzlich
eine Hautpflegezusammensetzung, welche wenigstens teilweise auf
die Haut des Benutzers während
der gedachten Benutzung übertragbar
ist. Vorzugsweise ist eine solche Öl enthaltende Zusammensetzung
auf einer benutzerseitigen Oberfläche des absorbierenden Artikels
positioniert. Die Öl
enthaltende Zusammensetzung kann auch in einer solchen Weise entfaltet
werden, dass sie nur zu dem Zeitpunkt der gedachten Verwendung frei
gesetzt wird, wie beispielsweise, wenn sie mikro-eingekapselt ist.
-
Hautpflegezusammensetzungen,
die für
den absorbierenden Artikel der vorliegenden Erfindung geeignet sind,
sind zum Beispiel beschrieben in
WO 96/16682 (Roe
et al.).
-
Vorzugsweise
haben die Hautpflegezusammensetzungen, die für den absorbierenden Artikel
der vorliegenden Erfindung geeignet sind, ein Schmelzprofil, derart,
dass sie bei Raumtemperatur relativ immobil und örtlich gebunden sind im Hinblick
auf ihre Positionierung innerhalb des absorbierenden Artikels, bei
Körpertemperatur
auf den Benutzer übertragbar
sind und noch nicht vollständig
flüssig
sind unter extremen Lagerbedingungen. Es ist wichtig, dass die Hautpflegezusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung auf dem Wege eines normalen Kontakts,
einer Benutzerbewegung und/oder von Körperwärme leicht auf die Haut übertragbar sind.
-
Die
Hautpflegezusammensetzungen, die für den absorbierenden Artikel
der vorliegenden Erfindung geeignet sind, sind fest oder häufiger halbfest
bei 20°C,
das heißt,
bei Umgebungstemperaturen. Mit "halbfest" ist gemeint, dass
die Hautpflegezusammensetzung eine für pseudoplastische oder plastische
Fluide typische Rheologie hat. Wenn keine Scherung aufgebracht wird,
können
die Hautpflegezusammensetzungen das Erscheinungsbild eines halbfesten
Zustandes haben, können
aber fließ fähig gemacht
werden, wenn die Scherrate gesteigert wird. Dies erfolgt aufgrund
der Tatsache, dass, obwohl die Hautpflegezusammensetzung primär Feststoffkomponenten
enthält,
die auch einige wenige flüssige
Komponenten enthält.
-
Die
Hautpflegezusammensetzungen, die für den absorbierenden Artikel
der vorliegenden Erfindung geeignet sind, sind wenigstens halbfest
bei Raumtemperatur, um die Migration der Hautpflegezusammensetzung
zu minimieren. Zudem haben die Hautpflegezusammensetzungen vorzugsweise
einen finalen Schmelzpunkt (100% flüssig) über potentiellen "hoch strapazierten" Lagerbedingungen,
die größer als
45°C sind.
-
Speziell
sollten die Hautpflegezusammensetzungen, die für den absorbierenden Artikel
der vorliegenden Erfindung geeignet sind, das folgende Schmelzprofil
haben:
-
Indem
diese Hautpflegezusammensetzung bei Umgebungstemperaturen fest oder
halbfest sind, haben sie nicht die Neigung, in das Innere des absorbierenden
Artikels zu fließen
und zu migrieren, an welchem sie aufgebracht sind. Dies bedeutet,
dass weniger Hautpflegezusammensetzung benötigt wird, um die gewünschten
therapeutischen oder schützenden
Beschichtungsvorteile zu verleihen.
-
Wenn
die Hautpflegezusammensetzungen auf der benutzerseitige Oberfläche des
absorbierenden Artikel der vorliegenden Erfindung aufgebracht sind,
sind die Hautpflegezusammensetzungen, die für den absorbierenden Artikel
der vorliegenden Erfindung geeignet sind, durch normalen Kontakt,
eine Benutzerbewegung und/oder durch Körperwärme auf die Haut des Benutzers übertragbar.
-
Eine
bevorzugte Ausführungsform
des absorbierenden Artikels der vorliegenden Erfindung enthält eine
effektive Menge einer Hautpflegezusammensetzung. Wie hier verwendet,
bezieht sich der Ausdruck "effektive
Menge einer Beschichtung einer Hautpflegezusammensetzung" auf eine Menge einer
speziellen Hautpflegezusammensetzung, welche, wenn sie auf einen
strukturierten Träger
einer Windel aufgebracht wird, dahin gehend effektiv sein, wird,
ihre schützende,
therapeutische oder kosmetische Aufgabe zu erfüllen Natürlich hängt die effektive; Menge einer
Beschichtung einer Hautpflegezusammensetzung in großem Maße der verwendeten
speziellen Hautpflegezusammensetzung ab.
-
Die
Hautpflegezusammensetzungen, die für den absorbierenden Artikel
der vorliegenden Erfindung geeignet sind, umfassen: (1) ein oder
mehrere Emollienten; (2) ein oder mehrere Immobilisierungsmittel
für den
Emollienten; (3) optional ein oder mehrere hydrophile grenzflächenaktive
Stoffe; und (4) weitere optionale Komponenten.
-
Die
Viskosität
der formulierten Hautpflegezusammensetzungen, einschließlich des
Emollienten, Immobilisierungsmittels und optionaler Komponenten,
sollte so hoch wie möglich
sein, um die Hautpflegezusammensetzung davor zu bewahren, in das
Innere des absorbierenden Artikels zu fließen. Leider können hohe Viskositäten auch
zu Hautpflegezusammensetzungen führen,
die schwierig ohne Verarbeitungsprobleme aufzubringen sind. Deshalb
muss ein Gleichgewicht erreicht werden, so dass die Viskositäten hoch
genug sind, um die Hautpflegezusammensetzungen auf der benutzerseitigen
Oberfläche
des absorbierenden Artikels örtlich
gebunden zu halten, aber nicht so hoch sind, dass sie Verarbeitungsprobleme
verursachen. Geeignete Viskositäten
für die
Hautpflegezusammensetzungen werden typischerweise im Bereich von
etwa 5 bis etwa 200 Centipoise, vorzugsweise von etwa 15 bis etwa
100 Centipoise liegen, gemessen bei 60°C.
-
5.7.4.1 Emollient
-
Der
aktive Schlüssel-Inhaltsstoff
in diesen Hautpflegezusammensetzungen sind die ein oder mehrere Emollienten.
Wie hier verwendet, ist ein Emollient ein Material, welches die
Haut weich macht, glatt macht, versorgt, beschichtet, schmiert,
befeuchtet oder reinigt. Ein Emollient erfüllt typischerweise mehrere
dieser Aufgaben, wie Glattmachen, Befeuchten und Schmieren der Haut.
Um geeignet zu sein, in dem absorbierenden Artikel der vorliegenden
Erfindung verwendet zu werden, haben diese Emollienten entweder
eine plastische oder fluide Konsistenz bei Umgebungstemperaturen.
Diese spezielle Emollienten-Konsistenz erlaubt der Hautpflegezusammensetzung,
ein weiches, schmieriges, lotionsartiges Gefühl zu verleihen.
-
Emollienten,
die in dem absorbierenden Artikel der vorliegenden Erfindung nützlich sind,
können
auf Petroleum basierend, ein Fettsäureester-, Alkylethoxylat-,
Fettsäureesterethoxylate-,
Fettalkohol-, Polysiloxan- oder Mischungen dieser Emollienten sein.
Geeignete, auf Petroleum basierende Emollienten umfassen solche
Kohlenwasserstoffe oder Mischungen von Kohlenwasserstoffen mit Kettenlängen von
16 bis 32 Kohlenstoffatomen. Auf Petrolatum basierende Kohlenwasserstoffe
mit diesen Kettenlängen
umfassen Mineralöl (auch
bekannt als "flüssiges Petrolatum") und Petrolatum
(auch bekannt als "Mineralwachs". "Petroleumgel" und "Mineralgel"). Mineralöl bezieht
sich üblicherweise
auf weniger viskose Mischungen von Kohlenwasserstoffen mit von 16
bis 20 Kohlenstoffatomen. Petrolatum bezieht gewöhnlich auf viskosere Mischungen
von Kohlenwasserstoffen mit von 16 bis 32 Kohlenstoffatomen. Petrolatum
und Mineralöl
sind besonders bevorzugte Emollienten für Hautpflegezusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung.
-
5.7.4.2 Immobilisierungsmittel
für den
Emollienten
-
Das
Immobilisierungsmittel wirkt der Neigung des Emollienten entgegen,
in den absorbierenden Artikel der vorliegenden Erfindung zu migrieren
oder zu fließen,
und hält
den Emollienten primär
auf der Oberfläche
des absorbierenden Artikels örtlich
fest, an welcher die Hautpflegezusammensetzung aufgebracht ist.
-
Geeignete
Immobilisierungsmittel für
die Verwendung in dem absorbierenden Artikel der vorliegenden Erfindung
können
ein Element ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus C14–C22 Fettalkoholen, C12–C22 Fettsäuren
und C12–C22 Fettalkohol-Ethoxylaten mit einem mittleren Grad
an Ethoxylierung im Bereich von 2 bis etwa 30 und Mischungen davon
aufweisen. Bevorzugte Immobilisierungsmittel umfassen C16–C18 Fettalkohole, äußerst bevorzugt ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus Cetylalkohol, Stearylalkohol und Mischungen davon.
Mischungen von Cetylalkohol und Stearylalkohol werden besonders
bevorzugt. Weitere bevorzugte Immobilisierungsmittel umfassen C16–C18 Fettsäuren, äußerst bevorzugt
ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Palmitinsäure, Stearinsäure und
Mischungen davon. Mischungen aus Palmintinsäure und Stearinsäure sind
besonders bevorzugt. Noch weitere bevorzugte Immobilisierungsmittel
umfassen C16–C18 Fettalkohol-Ethoxylate
mit einem mittleren Grad an Ethoxylierung im Bereich von etwa 5
bis etwa 20. Vorzugsweise sind die Fettalkohole, Fettsäuren und
Fettalkohole linear.
-
5.7.4.3 Ein oder mehrere
optionale hydrophile grenzflächenaktive
Stoffe
-
Es
ist wichtig, dass die Hautpflegezusammensetzung auch ausreichend
benetzbar ist, um sicher zu stellen, dass Flüssigkeiten, schnell in wenigstens
die erste Komponente des absorbierenden Artikels hinein dringen
können.
Dies vermindert die Wahrscheinlichkeit, dass Körperausscheidungen von dem Überzug der Hautpflegezusammensetzung
abfließen,
als in wenigstens die erste Komponente hinein gezogen zu werden. In
Abhängigkeit
von dem in der Hautpflegezusammensetzung der vorliegenden Erfindung
speziell verwendeten Immobilisierungsmittels kann ein zusätzlicher
hydrophiler grenzflächenaktiver
Stoff (oder ein Gemisch aus hydrophilen grenzflächenaktiven Stoffe) benötigt werden
oder nicht, um die Benetzbarkeit zu verbessern.
-
5.7.4.4 Weitere optionale
Komponenten
-
Auf Öl basierende
Zusammensetzungen können
weitere optionale Komponenten umfassen, die typischerweise in einem
Emollient, in Cremes und in Hautpflegezusammensetzungen dieses Typs
vorhanden sind. Diese optionalen Komponenten umfassen Wasser, Viskositätsmodifizierer,
Parfüme,
desinfizierende antibakterielle Aktivstoffe, pharmazeutische Aktivstoffe,
Filmbildner, Deodorantien, Trübungsmittel,
Astringentien, Lösungsmittel
und dergleichen. Zudem können
Stabilisierer hinzu gegeben werden, um die Lebensdauer der Hautpflegezusammensetzung
zu verlängern,
wie beispielsweise Zellulosederivative, Proteine und Lecithin. Alle
diese Materialien sind im Stand der Technik als Additive für solche
Formulierung allgemein bekannt und können in geeigneten Mengen in
den Hautpflegezusammensetzungen der vorliegenden Erfindung verwendet
werden.
-
5.8 Flüssigkeitshandhabungs-Struktur
-
5.8.1 Eigenschaften
-
5.8.1.1 Positionierung
-
Die
Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
wird zwischen dem strukturierten Träger und der Flüssigkeits-Speicherstruktur
angeordnet. Es wird vorgezogen, dass die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
operativ mit dem strukturierten Träger verbunden ist, derart,
dass die fluide Körperausscheidung,
die durch den strukturierten Träger
hindurch angenommen wurde, in die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
eindringen kann. In einigen anderen Ausführungsformen kann die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
einen Beinaufschlag, das Taillenband, eine Stuhlgang-Aufnahmetasche oder
dergleichen umfassen oder kann mit einem solcher Merkmale operativ
verbunden sein.
-
Ein
Bereich der Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
ist in der ersten Region des absorbierenden Artikels positioniert
und ein Bereich der Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
ist in der zweiten Region des absorbierenden Artikels positio niert.
In bevorzugten Ausführungsformen
ist wenigstens ein Teil der Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
in der Region des Artikels angeordnet, die sich nahe der Urethra
des Trägers
befindet, wenn dieser getragen wird. Ferner ist wenigstens ein Teil
der Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
vorzugsweise in der Region des Artikels angeordnet, der beim Tragen
nahe der analen Region des Trägers
positioniert ist. Dies hilft sicher zu stellen, dass jede ausgeschiedene
Ausscheidung; auf oder nahe der Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
abgelagert wird.
-
5.8.1.2 Funktionale Eigenschaften.
-
Die
Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
der vorliegenden Erfindung ist vorzugsweise in der Lage, eine viskose
fluide Körperausscheidung
anzunehmen, zu speichern, zu immobilisieren und zurück zu halten,
die von dem absorbierenden Artikel angenommen und gespeichert wurde.
Diese Funktionen sind oben im Kontext mit dem gesamten absorbierenden
Artikel der vorliegenden Erfindung beschrieben.
-
Zudem
kann die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
eine viskose fluide Körperausscheidung
innerhalb des absorbierenden Artikels 20 in Richtungen
im wesentlichen parallel zur Ebene der Außenlage 26 transportieren.
Der Transport kann aktiv sein, derart, dass kapillare oder andere
Kräfte
zu der Bewegung der viskosen fluiden Körperausscheidung oder Komponenten
derselben (z. B. freies Wasser) führen. In anderen Ausführungsformen
kann der Transport passiv sein, wodurch die viskose fluide Körperausscheidung
oder Komponenten derselben sich durch die Struktur unter dem Einfluss äußerlich
aufgebrachter Kräfte
hindurch bewegen, wie beispielsweise der Schwerkraft, dem Trägerdruck
oder der Trägerbewegung.
Im Falle eines passiven Transports sollte die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
relativ große,
miteinander verbundene Kanäle
oder dergleichen aufweisen, derart, dass die viskose fluide Körperausscheidung
sich ohne Weiteres durch die Struktur hindurch bewegen kann, mit
nur einem minimalen Energieaufwand.
-
Die
Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
der vorliegenden Erfindung verringert vorzugsweise nicht die Oberflächenspannung
einer Flüssigkeit,
wenn die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
sich in Kontakt mit der Flüssigkeit
befindet. Bedarfsweise ist es erwünscht, entweder in sich hydrophile
Materialien, wie Zellulosefasern, Polyesterfasern oder dergleichen,
zu verwenden oder die hydrophoben Materialien mit grenzflächenaktiven
Stoffen zu behandeln, welche nicht leicht in die Flüssigkeit
frei gegeben werden.
-
5.8.1.3 Strukturelle Eigenschaften
-
Die
Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
der vorliegenden Erfindung hat ein Verhältnis von Flächenmasse
zu unkomprimierter Dicke von weniger als 100 Gramm pro Quadratmeter
pro Millimeter, das heißt,
die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
hat eine offene Struktur, um Körperausscheidungen,
wie Urin Menstruationsfluide, Stuhlgänge und dergleichen ohne Weiteres
anzunehmen. Vorzugsweise hat die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
der vorliegenden Erfindung ein Verhältnis von Flächenmasse
zu unkomprimierter Dicke von weniger als 90 Gramm pro Quadratmeter
pro Millimeter. Ganz bevorzugt hat die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
der vorliegenden Erfindung ein Verhältnis von Flächenmasse
zu unkomprimierter Dicke von weniger als 80 Gramm pro Quadratmeter
pro Millimeter. Äußerst bevorzugt
hat die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
der vorliegenden Erfindung ein Verhältnis von Flächenmasse
zu unkomprimierter Dicke von weniger als 70 Gramm pro Quadratmeter
pro Millimeter. Flüssigkeits-Handhabungsstrukturen
mit einem Verhältnis
von mehr als 100 Gramm pro Quadratmeter pro Millimeter können eine
ausreichende Offenheit bereitstellen, hoch viskose Flüssigkeiten,
wie Stuhlgänge
und Menstruationsfluide ohne Weiteres zu akzeptieren.
-
Die
Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
hat im Allgemeinen eine F1ächenmassen
zwischen 5 und 500 Gramm pro Quadratmeter. Die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
mit einer Flächenmasse
von weniger als 5 g/m2 wird nicht in der
Lage sein, die gewünschte
Elastizität
und den gewünschten
Kompressionswi derstand bereit zu stellen. Eine Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
mit einer Flächenmassen
von mehr als 500 g/m2 wird dem absorbierenden
Artikel unerwünschtes
Gewicht hinzufügen,
was für
den Träger
unbequem werden kann.
-
Die
Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
der vorliegenden Erfindung hat im Allgemeinen eine Dicke von wenigstens
0,5 Millimeter, vorzugsweise wenigstens 1 Millimeter. Obwohl größere Dicken
auch eine ausgezeichnete Handhabung von Körperausscheidungen und insbesondere
von gering viskosem Stuhlgangmaterial bereit stellen würden, z.
B. Dicken von 5,0 Zentimeter, würden
solche Dicken eine unerwünschte
Fülle in
der Windel erzeugen, was für
den Träger
eine Unbequemlichkeit verursachen kann.
-
Eine
weitere Schlüsseleigenschaft
ist die Elastizität
der Flüssigkeits-Handhabungsstruktur 29.
Um offen zu bleiben, muss die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur 29 eine
ausreichende Elastizität
haben, um den Kräften
der Verpackung und solchen, die vom Träger aufgebracht werden, zu
widerstehen. Vorzugsweise hat die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur 29 eine
Elastizität
von wenigstens 50% nach 30 Sekunden unter einem beaufschlagten Druck
von 1 N/cm2, ganz bevorzugt hat die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur 29 eine
Elastizität
von wenigstens 75% nach 30 Sekunden unter einem beaufschlagten Druck
von 1 N/cm2, äußerst bevorzugt hat die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur 29 eine
Elastizität
von wenigstens 85% nach 20 Sekunden unter einem beaufschlagten Druck
von 1 N/cm2.
-
Ungeachtet
des Aufbaues der Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
sollte diese einer Kompression widerstehen, um so einen gewissen
signifikanten Grad an Kapazität
beizubehalten, wenn eine Kompressionskraft auf die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
aufgebracht wird. Vorzugsweise ist die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur in der Lage, wenigsten
etwa 35% ihrer ursprünglichen
Dicke beizubehalten, wenn ein Kompressionsdruck von 1 N/cm2 auf die Struktur aufgebracht wird. Ganz
bevorzugt sollte die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
in der Lage sein, wenigstens etwa 50% und äußerst bevorzugt wenigstens
etwa 70% ihrer ursprünglichen
Dicke beizubehalten, wenn ein Kompressionsdruck von 1 N/cm2 aufgebracht wird. Im Allgemeinen ist in
bevorzugten Ausführungsformen
die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
in der Lage, zwischen etwa 35% und 99% ihrer ursprünglichen
Dicke beizubehalten, wenn ein Kompressionsdruck von N/cm2 auf die Struktur aufgebracht wird. Ganz
bevorzugt sollte die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
in der Lage sein, zwischen etwa 50% und 95% ihrer ursprünglichen
Dicke beizubehalten, wenn ein Kompressionsdruck von 1 N/cm2 aufgebracht wird.
-
Die
Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
der vorliegenden Erfindung umfasst einen grenzflächenaktiven Stoff, um die Oberflächenenergie
der Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
auf wenigstens 40 mN/m, vorzugsweise wenigstens 40 mN/m, ganz bevorzugt
wenigstens 50 mN/m, äußerst bevorzugt
wenigstens 60 mN/m zu erhöhen.
Geeignete grenzflächenaktive
Stoffe und geeignete Herstellungstechniken sind im Stand der Technik allgemein
bekannt.
-
Um
die Flüssigkeitshandhabung
des absorbierenden Artikels der vorliegenden Erfindung nicht negativ zu
beeinflussen, hat die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
einen Oberflächenspannungs-Reduktionswert
von weniger als 15 mN/m, vorzugsweise weniger als 12 mN/m, ganz
bevorzugt weniger als 9 mN/m, noch bevorzugter weniger als 6 mN/m
und äußerste bevorzugt
weniger als 3 mN/m, gemäß dem hiernach
definierten Oberflächenspannungs-Reduktionstests.
-
5.8.2 Struktur der Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
-
Die
Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
kann irgendein Material oder irgendeine Struktur sein, die in der Lage
ist, Körperausscheidungen
zu akzeptieren, zu speichern und zu immobilisieren, wie dies oben
beschrieben. So kann die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
ein einzelnes Material oder eine Anzahl von Materialien umfassen,
die operativ miteinander verbunden sind. Ferner kann die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
mit einem anderen Elemente der Windel 20 einstückig sein oder
kann aus einem oder mehreren separaten Elementen bestehen. die direkt
oder indirekt mit einem oder mit mehreren Elementen der Windel 20 verbunden
sind. Ausführungsformen
werden in Betracht gezogen, in welchen die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur wenigstens einen
Bereich des Kerns 28 umfasst.
-
5.8.3 Geeignete Materialien
-
Geeignete
Materialien für
die Verwendung als Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
können
umfassen großzellige
offene Schäume,
makroporöse,
kompressionsresistente Vliesstoffe mit großem Loft, große Teilchenformen
von Schäumen
und offenen und geschlossenen Zellen (makro- und/oder mikroporös), Vliesstoffe mit
großem
Loft, Polyolefin, Polystyrol, Polyuurethanschäume oder Teilchen, Strukturen
mit einer Vielzahl von vertikal orientierten, geschlungenen Strängen oder
Fasern, oben beschriebene Flüssigkeits-Speicherstrukturen
mit gestanzten Löchern
oder Depressionen und dergleichen. (Wie hier verwendet, bezieht
sich der Ausdruck "mikroporös" auf Materialien,
welche in der Lage sind, Fluide durch eine Kapillarwirkung zu transportieren.
Der Ausdruck "makroporös" bezieht sich auf
Materialien mit Poren, die zu groß sind, um einen Kapillartransport
des Fluides zu bewirken, im Allgemeinen mit Poren von größer als
0,5 Millimeter im Durchmesser und ganz besonders mit Poren mit 1,0
Millimeter im Durchmesser.) Eine Ausführungsform umfasst ein mechanisch festlegendes
Schlingen-Anlageelement, mit einer unkomprimierten Dicke von etwa
1,5 Millimeter, erhältlich
als XPL-7124 von der 3M Corporation aus Minneapolis, Minnesota.
Eine weitere Ausführungsform
umfasst einen gecrimpten und mit Kunstharz gebundenen Vliesstoff
mit hohem Loft von 6 Denier, der einen Flächenmasse von 110 Gramm pro
Quadratmeter und eine unkomprimierte Dicke von 7,9 Millimeter aufweist,
welcher erhältlich
von Glit Company aus Wrens, Georgia. Die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
oder ein Bereich derselben kann eine Lotion oder andere bekannte
Substanzen aufweisen oder mit diesen beschichtet sein, um die Leistungsfähigkeit
oder andere Eigenschaften des Elements zu ergänzen, zu verbessern oder zu
verändern.
-
5.8.3.1 Flächengebilde
eines Schlingenmaterials mit einer Unterlage
-
2 zeigt eine Ausführungsform
einer Flüssigkeits-Handhabungsstruktur 29.
Ganz allgemein kann die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur 29 ein
Flächengebilde
eines Schlingenmaterials 118 mit einer Unterlage 120 sein,
die eine vordere und eine hintere Hauptfläche 123 und 124 aufweist,
und mit einer Vielzahl von in Längsrichtung
orientierten Fasern in einem speziell ausgebildeten Flächengebilde
aus Fasern 126 mit im Allgemeinen nicht verformten Ankerbereichen 127,
die durch Einbettung in der Unterlageschicht 120 an in
Abstand zueinander liegenden, länglichen,
im Allgemeinen parallelen Bindungsstellen 128, die in einer
Richtung der vorderen Oberfläche 123 kontinuierlich
sind, gebunden sind, wobei gekrümmte
Bereiche 130 des Flächengebildes
aus Fasern 126 von der vorderen Oberfläche 123 der Unterlageschicht 120 zwischen
den Bindungsstellen 128 in kontinuierlichen Reihen vorstehen
und sich auch in Querrichtung über
das Flächengebilde
des Schlingenmaterials 118 erstrecken. Die gekrümmten Bereiche 130 des
Flächengebildes
aus Fasern 126 haben eine im Allgemeinen gleichförmige Höhe von der
Unterlageschicht 120 von größer als etwa 05, Millimeter und
vorzugsweise größer als
etwa 1,0 Millimeter, wobei die Höhe
des geformten Flächengebildes
aus Fasern 126 wenigstens ein Drittel und vorzugsweise
zwischen der Hälfte
und dem 11/2-fachen des Abstandes zwischen den Bindungsstellen 128 beträgt, wobei
die einzelnen Fasern in dem Flächengebilde
aus Fasern 126 weniger als 25 Denier (vorzugsweise im Bereich
von 1 bis 10 Denier) groß sind
und das Flächengebilde
aus Fasern 126 ohne die Unterlage 120 eine Flächenmasse
im Bereich von 5 bis 300 Gramm pro Quadratmeter (und vorzugsweise
im Bereich von 15 bis 100 Gramm pro Quadratmeter) aufweist, gemessen
entlang der ersten Oberfläche 123,
um einen ausreichend offenen Bereich zwischen den Fasern in dem
Flächengebilde
aus Fasern 126 entlang der gekrümmten Bereiche 130 (das
heißt,
zwischen etwa 10 und 90 Prozent Öffnungsfläche) bereit
zu stellen, um eine leichte Eindringung von Stuhlgangmaterial in
die einzelnen Fasern entlang der gekrümmten Bereiche 130 zu
unterstützen.
-
Geeignete
Materialien für
die Verwendung als Unterlage 120 umfassen, sind aber nicht
beschränkt darauf,
thermoplastische Filme, poröse
Filme, mit Öffnungen
versehen Filme, mit Öffnungen
versehene, geformte Filme, mit Öffnungen
versehene geformte Filme, Vliesstoffbahnen, atmungsfähige Materialien,
wie atmungsfähige
Filme, einschließlich,
aber nicht beschränkt
darauf, mikroporöse
Filme, mit Öffnungen
versehene Vliesstoffbahnen und dergleichen. Die Unterlage 120 ist
vorzugsweise eine relativ dünne
Schicht mit einer Dicke im Bereich von etwa 0,00125 bis 0,025 Zentimetern.
-
Die
Fasern in dem Flächengebilde
aus Fasern 126 können
in verschiedenen Richtung im Hinblick auf die parallelen Bindungsstellen 128 angeordnet
sein und können
oder nicht miteinander an Kreuzungspunkten in den gekrümmten Bereichen 130 verbunden
sein; können
in verschiedenen Richtung im Hinblick auf die parallelen Bindungsstellen 128 angeordnet,
wobei der Hauptteil der Fasern in dem Flächengebilde aus Fasern 126 (das
heißt, über 80 oder
90 Prozent) sich in Richtung in etwa einem rechten Winkel zu den
Bindungsstellen 128 erstrecken; oder alle der individuellen
Fasern in dem Flächengebilde
aus Fasern 126 können
sich in Richtung im Wesentlichen in rechten Winkeln zu den in Abstand
und im Allgemeinen parallel zueinander liegenden Bindungsstellen 128 erstrecken.
-
Um
bei der Handhabung von Körperausscheidungen
und insbesondere von gering viskosem Stuhlgangmaterial am effektivsten
zu sein, muss die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur
eine offene Loft-Struktur aufweisen. Eine Schlüsselkomponente dieser Gleichung
ist die Höhe
der gekrümmten
Bereiche 130 des Flächengebildes
aus Fasern 126 von der Unterlage 120. Wie oben
erwähnt,
haben die gekrümmten
Bereiche 130 des Flächengebildes
aus Fasern 126 im Allgemeinen eine gleichförmige Höhe von der Unterlage 120 von
größer als
etwa 0,5 Millimeter und vorzugsweise größer als etwa 1,0 Millimeter.
-
5.8.3.2 Geformter Film
-
Alternativ
kann eine nicht absorbierende Flüssigkeits-Handhabungsstruktur 29 vorgesehen
sein. Falls eine nicht absorbierenden Flüssigkeits-Handhabungsstruktur 29 ausgewählt wird,
kann sie in Form eines mit Öffnungen
versehenen, geformten Filmes bereit gestellt werden, welche die
oben beschriebenen Dickenanforderungen erfüllt. Ein geeigneter, geformter
Film ist erhältlich
von Tredegar (Corporation aus Terre Haute, Indiana, unter der Bezeichnung
X5890. Natürlich
muss, wenn die Flüssigkeits-Handhabungsstruktur 29 nicht
absorbierend ist, diese mit einer Flüssigkeits-Speicherstruktur 28 verbunden
sein, welche eine adäquate
Kapazität
hat, um die darauf abgeschiedenen Fluid zu absorbieren und zurück zu halten.
-
5.9 Haftmittel
-
Es
ist im Allgemeinen im Stand der Technik bekannt, wenigstens einen
Teil der Oberflächen
von zwei einander benachbarten Komponenten eines absorbierenden
Artikels miteinander mit Hilfe eines Haftmittels zu verbinden.
-
Insbesondere
ist dort, wo die Grenzfläche
zwischen den zwei Komponenten irgendwo entlang des Flüssigkeits-Strömungsweges
positioniert ist, wünschenswert,
ein hydrophiles Haftmittel zu verwenden, um so die Benetzbarkeit
einer der beiden Komponenten nicht zu stören. Vorzugsweise wird ein
hydrophiles Haftmittel mit einer geringen Freigabe eines grenzflächenaktiven
Stoffes verwendet, um die Oberflächenspannung
der Flüssigkeit
während
der Annahme nicht zu verringern. Ein solches Haftmittel ist beschrieben
in der parallel anhängigen
europäischen
Patentanmeldung.
-
Ein
Haftmittel, das für
den Hygieneartikel der vorliegenden Erfindung geeignet ist, hat
einen Kontaktwinkel mit synthetischem Urin Jayco von weniger als
70°, vorzugsweise
weniger als 50°,
ganz bevorzugt weniger als 40°, äußerst bevorzugt
weniger als 30°.
-
Ein
Haftmittel, das für
den Hygieneartikel der vorliegenden Erfindung geeignet ist, verringert
vorzugsweise die Oberflächenspannung
des synthetischen Urins Jayco um weniger als 10 mN/m fünf Stunden
nach Eintauchen in das synthetische Urin, ganz bevorzugt um weniger
als 9 mN/m fünf
nach Eintauchung, noch bevorzugter um weniger als 8 mN/m fünf Stunden
nach Eintauchung, noch bevorzugter um weniger als 7 mN/m fünf Stunden
nach Eintauchung, äußerst bevorzugt
um weniger als 6 mN/M fünf
Stunden nach Eintauchung.
-
Ein
Haftmittel, dass für
den Hygieneartikel der vorliegenden Erfindung geeignet ist, kann
erhalten werden, indem ein geringer Anteil eines grenzflächenaktiven
Stoffes in ein geeignetes hydrophobes Haftmittel eingemischt wird.
Das Einmischen des Haftmittels kann erreicht werden, indem das hydrophobe
Haftmittel und der grenzflächenaktive
Stoff in einem Behälter
ausgewogen werden, der Behälter
auf eine Temperatur leicht über
dem Schmelzpunkt des hydrophoben Haftmittels sorgfältig erhitzt
wird, für
etwa 10 Minuten gerührt
wird und schließlich
das Gemisch abgekühlt
wird.
-
Der
spezifische Konzentrationsbereich des grenzflächenaktiven Stoffes hängt von
dem spezifischen Haftmittel und dem spezifischen grenzflächenaktiven
Stoff, der verwendet wird, wie dies für den Fachmann des Standes
der Technik offensichtlich ist. Eine zu geringe Konzentration eines
grenzflächenaktiven
Stoffes führt zu
einem großen
Kontaktwinkel des Haftmittels mit Wasser, das heißt, einem
hydrophileren Haftmittel. Mit einer zu hohen Konzentration des grenzflächenaktiven
Stoffes wird die Freigabe von Molekülen des grenzflächenaktiven
Stoffes in die Flüssigkeit
erhöht.
Eine Konzentration des grenzflächenaktiven
Stoffes, die sich als für
die vorliegenden Erfindung als nützlich
herausgestellt hat, liegt zwischen 0,1 Gew.% und 3 Gew.%, vorzugsweise
zwischen 0,2 Gew.% und 2 Gew.%, ganz bevorzugt zwischen 0,25 Gew.%
und 1,5 Gew.%, äußerst bevorzugt
zwischen 0,5 Gew.% und 1 Gew.%.
-
Ein
hydrophobes Haftmittel, das sich als für die vorliegende Erfindung
geeignet herausgestellt hat, ist im Handel erhältlich von H. B. Fuller Company
aus St. Paul, Minnesota, USA, unter der Bezeichnung 1462. Ein grenzflächenaktiver
Stoff, der sich als für
die vorliegende Erfindung geeignet herausgestellt hat, ist im Handel
erhältlich
von Th. Goldschmidt AG aus Essen, Deutschland, unter der Bezeichnung
Tegotain D. Die Konzentration des grenzflächenaktiven Stoffes, die sich
für die
spezifische Kombination von Haftmittel und grenzflächenaktivem
Stoff als nützlich
herausgestellt hat, liegt zwischen 0,5 Gew.% und 1 Gew.%.
-
Es
ist jedoch für
den Fachmann des Standes der Technik offensichtlich, dass viele
weitere Kombinationen von Haftmitteln und grenzflächenaktiven
Stoffen auch die Erfordernisse der vorliegenden Erfindung erfüllen. Dies
gilt besonders für
ein Haftmittel und einen grenzflächenaktiven
Stoff, die zu der gleichen chemischen Klasse der vorerwähnten Beispiele
gehören.
Die vorliegende Erfindung ist dazu gedacht, alle diese Kombinationen
auch abzudecken.
-
5.10 Spülmittel
-
Es
ist ein optionales Merkmal des absorbierenden Artikels der vorliegenden
Erfindung, ein Spülmittel zu
umfassen. Der Ausdruck "Spülmittel" bezieht sich auf
Substanzen, welche in der Lage sind, die Oberflächenspannung einer wässerigen
Lösung
von grenzflächenaktiven
Stoffen durch Unterdrücken
der Oberflächenaktivität von grenzflächenaktiven
Stoffen zu erhöhten.
Spülmittel
können
funktionieren, indem sie die Mobilität der grenzflächenaktiven
Stoffe über
z. B. die Adsorption einschränken.
-
Geeignete
grenzflächenaktive
Stoffe umfassen, sind aber nicht beschränkt darauf, Holzkohle (vorzugsweise
mit einem Oberflächenbereich
von mehr als 900 m2/g, im Handel erhältlich von
CarboTech Aktivkohlen GmbH, Deutschland, unter der Bezeichnung PAK1000),
Zeolithe (vorzugsweise mit einem Oberflächenbereich von wenigstens
200 m2/g, im Handel erhältlich von Degussa AG, Deutschland,
unter der Bezeichnung Aerosil 200), Silica und dergleichen.
-
Die
Spülmittel
können
an irgendeiner geeigneten Position entlang des Flüssigkeits-Strömungsweges aufgebracht
werden und können
an der Oberfläche
irgendeiner geeigneten Komponente durch beliebige geeignete Mittel
des Standes der Technik angebracht werden.
-
6. Verfahren
-
Sofern
nicht anders ausgeführt,
werden alle Tests bei etwa 22°C ± 2°C und bei
35 ± 15%
relative Feuchtigkeit durchgeführt.
-
Sofern
nicht anders ausgeführt,
ist das in dem Testverfahren synthetische Urin allgemein bekannt
Jayco SynUrine und ist erhältlich
von Jayco Pharmaceuticals Company aus Camp Hiull, Pennsylvania.
Die Formel für
das synthetische Urin ist: 2,0 g/l KCl; 2,0 g/l Na2SO4; 0,85 g/l (NH4)H2PO4; 0,15 g/l (NH4)H2PO4;
0,19 g/l CaCl2; 0,23 g/l MgCl2. Alle diese Chemikalien sind von
Reagenzqualität.
Der pH-Wert des
synthetischen Urins liegt im Bereich von 6,0 bis 6,4.
-
6.1 Fertiges-Produkt-Annahme-Test
-
Mit
Bezug auf 3 wird eine
absorbierende Struktur (10) mit einem 75 ml Schwall eines
synthetischen Urins bei einer Durchsatzmenge von 15 ml/s unter Verwendung
einer Pumpe (Modell 7520-00, geliefert von Cole Parmer Instruments,
Chicago, USA) aus einer Höhe
von 5 cm über
der Probenoberfläche
beladen. Die Zeit, um das Urin zu absorbieren, wird durch einen
Zeitgeber aufgezeichnet. Der Schwall wird alle 5 Minuten nach Schwallintervallen
von genau 5 Minuten wiederholt, bis der Artikel ausreichend beladen
ist. Die gegenwärtigen
Testdaten werden erzeugt, indem viermal beladen wird.
-
Die
Testprobe, welche einen Kern umfasst und eine Decklage und eine
Außenlage
enthält,
ist so angeordnet, dass sie flach auf einer Schaumplattform 11 innerhalb
eines Perspex-Kastens (nur die Basis 12 desselben ist gezeigt)
liegt. Eine Perspex-Platte 13 mit
einer Öffnung
von 5 cm Durchmesser in im Wesentlichen ihrer Mitte, ist auf der
Oberseite der Probe angeordnet. Das synthetische Urin wird durch
einen Zylinder 14, der in die Öffnung eingesetzt und fest
geklebt ist, auf die Probe geführt.
Elektroden 15 sind an der untersten Oberfläche der
Platte angeordnet, in Kontakt mit der Oberfläche der absorbierenden Struktur 10.
Die Elektroden sind mit dem Zeitgeber verbunden. Lasten 16 werden
auf der Oberseite der Platte angeordnet, um z. B. das Gewicht eines
Babys zu simulieren. Ein Durch von 50 g cm2 (0,7
psi) wird in diesem Test typischerweise verwendet.
-
Ein
Testfluid wird in den Zylinder eingeführt, dass sich typischerweise
auf der Oberseite der absorbierenden Struktur aufbaut, wodurch ein
elektrischer Schaltkreis zwischen den Elektroden geschlossen wird.
Dieses startet den Zeitgeber. Der Zeitgeber wird angehalten, wenn
die absorbierende Struktur den Urinschwall absorbiert hat und der
elektrische Kontakt zwischen den Elektroden unterbrochen wird.
-
Die
Annahmerate ist definiert als das absorbierte Schwallvolumen (ml)
pro Einheitszeit (s). Die Annahmerate wird berechnet für jeden
in die Probe eingeführten
Schwall. Von besonderem Interesse im Hinblick auf die gegenwärtige Erfindung
sind der erste und der letzte der vier Schwalle.
-
Dieser
Test ist primär
so ausgelegt, dass Produkte mit einer Absorptionskapazität von etwa
300 ml bis 400 ml bewertet werden. Falls Produkte mit signifikant
unterschiedlichen Kapazitäten
bewerten werden sollten, sollten die Einstellungen insbesondere
des Fluidvolumens pro Schwall entsprechend auf etwa 20% der theoretischen
Kapazität
eingestellt werden und die Abweichungen sollten aufgezeichnet werden.
-
6.2 Decklage-Fertiges-Produkt-Benässungstest
-
Nachdem
der oben beschriebene Fertiges-Produkt-Annahmetest mit nur zwei
Schwallen ausgeführt wurde
und für
zwischen 5 und 6 Minuten abgewartet wurde, wird die Decklage von
dem Rest des Produkts sorgfältig
entfernt (vorzugsweise so vollständig
wie möglich),
und ein Teil der Decklage wird ausgeschnitten, wobei der Annahmepunkt
des Fertiges-Produkt-Annahme-Tests im Wesentlichen im Hinblick auf
das ausgeschnittene Stück
zentriert ist. Das Decklagenstück
sollte etwa 200 mm lang und 120 mm breit sein. Dann wird das nasse
Gewicht der Decklage gemessen. Schließlich wird die Decklage sorgfältig getrocknet
(z. B. durch Erhitzen in einem Ofen bei etwa 60°C), und das Trockengewicht der
Decklage wird gemessen. Die Benässung der
Decklage ist die Differenz zwischen dem nassen Gewicht und dem Trockengewicht
der Decklage.
-
6.3 Flüssigkeits-Retentionstest
-
Der
Flüssigkeits-Retentionstest
misst die Flüssigkeit,
die in einer Materialprobe zurück
gehalten wird, welche zeitweise in eine Testflüssigkeit mit einer definierten
Oberflächenspannung
eingetaucht ist. Die Testflüssigkeiten
werden präpariert,
indem destilliertes Wasser verwendet wird und eine geeignete Menge
eines geeigneten grenzflächenaktiven
Stoffes in das Wasser gelöst
wird.
-
Eine
Probe des Materials mit einer Abmessung von 50 mm Länge und
50 mm Breite wird präpariert und
ausgewogen. Die Probe wird in die Testflüssigkeit für etwa 5 Minuten eingetaucht.
Nachdem die Probe aus der Testflüssigkeit
heraus genommen worden ist, wird die Probe sorgfältig geschüttelt, so dass überschüssige Flüssigkeit
aus der Oberfläche
der Materialprobe auslaufen kann.
-
Die
Flüssigkeitsretention
der Materialprobe wird erhalten, indem das nasse Gewicht gemessen
wird und die Differenz zwischen dem nassen Gewicht und dem Trockengewicht
genommen wird.
-
6.4 Collagen-Rücknässungstest-Verfahren
-
Bevor
der Test ausgeführt
wird, wird der Collagenfilm, wie er von der Naturin GmbH, Weinheim, Deutschland,
gekauft wurde, präpariert,
indem dieser in kreisförmige
Lagen von 90 mm Durchmesser unter Verwendung einer einfachen Schneideeinrichtung
geschnitten wurde und der Film in der kontrollierten Umgebung des
Testraumes (siehe oben) für
wenigstens 12 Stunden ins Gleichgewicht gebracht wurde (Pinzetten wurden
für alle
Handhabungen des Collagenfilms verwendet).
-
4 zeigt das Experimentierzentrum
das zum Ausführen
des Collagen-Rücknässungstest-Verfahrens
verwendet wurde.
-
Wenigstens
5 Minuten, aber nicht mehr als 6 Minuten, nachdem der letzte Schwall
beim obigen Annahmetest absorbiert worden ist, werden die Deckplatte
und die Gewichte entfernt und wird die Testprobe (4100)
sorgfältig
flach auf einem Labortisch angeordnet.
-
4
Lagen des vorgeschnittenen und ins Gleichgewicht gebrachten Collagenmaterials
(4110) werden auf wenigstens ein Milligramm Genauigkeit
ausgewogen und dann zentriert auf dem Ladepunkt des Artikels positioniert
und durch die Perspexplatte (4120) mit 90 mm Durchmessern
und etwa 20 nun Dicke überdeckt.
Ein Gewicht (4130) von 15 kg wird sorgfältig hinzu gefügt (auch
zentriert). Nach 30 ± 2
Sekunden werden das Gewicht und die Perspexplatte wieder sorgfältig weg
genommen und werden die Collagenfilme zurück gewogen.
-
Der
Haut-Hydrationswert ist die von dem Collagenfilm aufgenommene Feuchtigkeit,
ausgedrückt
in Milligramm.
-
6.5. Präparierung
von Stuhlgang-Analogen
-
6.5.1 Stuhlgang-Analog
A
-
Analog
A ist ein Stuhlgangmaterial-Analog hergestellt durch Mischen von
10 Gramm Carbopol 941, erhältlich
von der B.F. Goddrich Corporation aus Brecksville, OH oder ein äquivalentes
Acryl-Polymer in 900 Millilitern destilliertem Wasser. Das Carbopol
941 und destillierte Wasser werden ausgewogen und separat gemessen.
Eine dreiflügelige
Wasserschraube mit einer Schaufel von 2 Inch Durchmesser (erhältlich von
VWR Scientific Products Corp. aus Cincinnati, Ohio, Katalog # BR4553-64,
befestigt an einem 3/8" Rührschaft BR4553-52)
wird verwendet, um das destillierte Wasser zu rühren. Die Schraubengeschwindigkeit
sollte konstant bei 450 rpm während
des Mischvorganges liegen. Der Mischer sollte einen Wirbel ohne
Spritzen bilden. Das Carbopol wird langsam in das Wasser gesiebt,
so dass es in den Wirbel gezogen wird und ohne Bildung von weißen Klümpchen oder "Fischaugen" vermischt wird.
Das Gemisch wird verrührt,
bis das gesamte Carbopol hinzu gegeben worden ist und dann noch
für eine
Zeitspanne von 2 Minuten danach. Die Seiten des das Gemisch enthaltenden
Bechers sollten abgeschabt werden und der Becher sollte bedarfsweise
gedreht werden, um ein homogenes Gemisch zu erhalten. (Das Gemisch
wird wahrscheinlich etwas trübe
mit Luftbläschen).
Einhundert Gramm von 1,0 N volumetrischer NaOH-Lösung, erhältlich von J. T. Baker Co.,
Phillipsburg, NJ, wird dann langsam in das Gemisch eingemessen und
das Gemisch wird gerührt,
bis es homogen ist. Das Gemisch sollte dick und klar werden. Das
Gemisch sollte für
2 Minuten weiter gerührt
werden, nachdem die Alkalilösung
hinzu gegeben worden ist. Das neutralisierte Gemisch sollte sich
für wenigstens
12 Stunden ausgleichen können
und sollte für
den Trans-Decklagen-Kapazitäts-Test
innerhalb von 96 Stunden danach verwendet werden. Bevor das Carbopol-Gemisch
verwendet wird, sollte es in dem Behälter bei geringer Geschwindigkeit
(etwa 50 rpm) für
etwa 1 Minute gerührt
werden, um sicher zu stellen, dass das Gemisch homogen ist.
-
Analog
A sollte, falls korrekt präpariert,
eine Scher-Viskosität
von etwa 13000 Pascal Sekunden bei einer Scherrate von 3,12 pro
Sekunde haben, gemessen bei einer Temperatur von zwischen 20 und
23°C.
-
6.5.2 Stuhlgang-Analog
B
-
Das
Testanalog (Analog B), das in dieser Messung verwendet wurde, ist
eine wässerige
Polyacrylamidlösung,
die wie folgt präpariert
wurde. Zweiundzwanzig und fünf
Zehntel (22,5 g) Gramm Polyacrylamid, erhältlich von Aldrich Chemical
Company aus Milwaukee, Wisconsin, werden mit einer Lösung von
20 g Reinigungslösung
von Dawn, erhältlich
von der Procter & Gamble
Company aus Cincinnati, OH, verdünnt
mit 1000 ml destilliertem Wasser, vermischt. Das Mischen erfolgt
unter Verwendung der gleichen Schraube, die beim Mischen von Analog
A verwendet wurde, mit Ausnahme dessen, dass die Schraubengeschwindigkeit während des
Mischens bei etwa 650 rpm konstant bleiben sollte. Das Mischen erfolgt
für 30
Minuten in einem Wasserbad bei 80°C.
Das erhitzte Wasserbad wird entfernt und das Gemisch wird für weitere
30 Minuten gerührt.
Das Gemisch darf sich für
wenigstens 12 Stunden in einen Ausgleich bringen und wird verwendet
für den Immobilisierung-Unter-Komprimierter-Inversion-Test
innerhalb von 46 Stunden. Analog B sollte einen Härtewert
(gemessen wie unten beschrieben) von zwischen etwa 7,5 und etwa
10,5 Gramm haben. Analog B ist so ausgebildet, dass es die Wasser-Ansaugkraft tatsächlicher
Stuhlgänge
von Säuglingen
simuliert. Analog B ist im Allgemeinen leichter zu akzeptieren (das
heißt,
mobiler) als Analog A, was dessen Retention schwieriger macht.
-
6.5.3 Stuhlgang-Analog
C
-
Das
Testanalog C, das hier verwendet wird, ist eine wässrige Polyacrylamidlösung, die
wie folgt präpariert
wurde. 11,1 Gramm Polyacrylamid, erhältlich von Aldrich Chemical
Company aus Milwaukee, Wisconsin, werden mit einer Lösung von
4,12 Gramm FeClone #4 gemischt, erhältlich von Si1liClone Studios,
USA, und 4,12 Gramm FeClone #7, erhältlich von SilliClone Studios,
USA, verdünnt
mit 906,5 ml destilliertem Wasser. Das Mischen erfolgt unter Verwendung
der gleichen Schraube, die verwendet wurde beim Mischen von Analog
A, mit Ausnahme dessen, was die Schraubengeschwindigkeit während des
Mischens bei etwa 650 rpm konstant gehalten werden sollte. Das Mischen
erfolgt für
30 Minuten in einem Wasserbad bei 180 F. Das erhitzte Wasserbad
wird entfernt und das Gemisch wird für weitere 30 Minuten gerührt. Das
Gemisch darf sich für
wenigstens 12 Stunden in einen Ausgleich bringen. und wird verwendet
für den
Stuhlgang-Akzeptanz-Test innerhalb von 96 Stunden. Analog C sollte
einen Härtewert
(gemessen wie unten beschrieben) von zwischen etwa 3 und etwa 5
Gramm haben.
-
6.6 Härte-Verfahren
-
Die
Härte wird
gemessen unter Verwendung eines Stevens-Franell QTS-25 Texturanalysiergerät, Modell
7113-5 kg, und einer dazu gehörigen
Software auf einer auf Intel basierten Maschine mit einem 486 Prozessor
oder höher.
Ein 1/2 Inch sphärischer
Edelstahl-Messfühler
und eine analoge Aufnahme werden bereit gestellt. Ein geeigneter
Messfühler
ist der TA18-Meßfühler, erhältlich von
Leonard Farnell Co. aus Hatfield, England. Das analoge Aufnahmegefäß kann hergestellt
werden durch Zuschneiden einer Polyethylen-Scintillationsflasche
mit linear niedriger Dichte von 7 Milliliter Volumen (mit einem
Innendurchmesser von 0,55 Inch ± 0,005 Inch) auf etwa 16
Millimeter Länge.
Geeignete Fläschchen
sind erhältlich
von Kimble Glass Company aus Vineland, New Jersey als #58503-7 Fläschchen.
Das analoge Aufnahmegefäß wird bis
an den oberen Rand (Markierung) mit dem Analog (Analog A oder B,
wie unten beschrieben) oder mit zu testenden Stuhlgängen gefüllt. Falls
ein Modifikationsmittel bewertet werden soll, wird die Probe auf
dem Wege des unten beschriebenen Probenpräparierungsverfahrens präpariert.
Das Fläschchen
wird unter dem sphärischen
Edelstahl-Messfühler
von 1/2 Inch zentriert. Der Messfühler wird derart abgesenkt,
dass dieser gerade die Oberfläche
des Analogs in dem Fläschchen
berührt.
Der Messfühler 5162 wird
um 7 Millimeter mit etwa 100 Millimeter pro Minute nach unten bewegt
und dann angehalten. Die Härte
ist die auf gezeichnete maximale Widerstandskraft, die den Messfühler bei
seinem 7 Millimeter Stoß entgegen
gebracht wird. (Die Temperatur des Raumes und des Analogs sollte
zwischen etwa 65 und 75°F
während
des Verlaufs der Messung liegen.) Es hat sich heraus gestellt, dass
die Härte
in einem engen Bezug zu dem komplexen Modul des Materials steht,
welches eine Kombination der viskosen und elastischen Moduli des
Materials ist.
-
6.7 Trans-Decklagenkapazität
-
Die
Trans-Decklagenkapazität
wird gemessen durch den folgenden Test. Die Vorrichtung 839, die
für diese
Messung verwendet wird, ist in 8 dargestellt.
Ein Stuhlgang-Analog A wird verwendet, um die Trans-Decklagenkapazität zu messen.
-
Ein
hohler Edelstahlzylinder 840, der auf einer Platte 842 montiert
ist, wird bereit gestellt. Der Edelstahlzylinder 840 hat
eine Höhe
von 7,5 Zentimeter (2,95 Inch), einen Innendurchmesser
von 5,08 Zentimeter (2,00 Inch) und einen Außendurchmesser
von 6,3 Zentimeter (2,48 Inch). Der Boden des Zylinders 810 erstreckt
sich unter die Platte, und zwar um eine Strecke von 3,5 Millimeter,
und hat eine Lippe mit einer ringförmigen Verdickung von 3,5 Millimetern.
Die Lippe 843 verhindert, dass das Analog des Stuhlgangmaterials,
wie unten diskutiert, aus der bezeichneten Testfläche der
Probe nach außen
ausläuft.
-
Es
wird auch ein Gewicht 844 von 100,6 Gramm vorgesehen. Das
Gewicht 844 ist auch zylindrisch geformt und hat einen
Durchmesser von 5,08 Zentimeter (2,0 Inch), so
dass das Gewicht 844 dicht innerhalb des Zylinders 840 sitzt,
frei aber durch das Loch in den Zylinder 840 gleiten kann.
Diese Anordnung; liefert einen Druck von 49,57 Kilogramm pro Quadratmeter
(0,071 Pfund pro Quadratinch) und eine Testfläche von 3,142
Quadratinch. Bedarfsweise kann das Gewicht 844 einen Handgriff 845 haben,
um diesem zu erlauben, leicht in den Zylinder 840 eingeführt und
aus diesem heraus genommen zu werden.
-
Eine
zu testende Probe 846 wird bereit gestellt. Die Probe 846 wird
vorzugsweise aus der zweiten Region 82 einer bestehenden
Windel 20 heraus geschnitten, kann aber in Rohmaterialform
als Laminat der verschiedenen Komponenten der Windel 20 geliefert
werden. Die Probe 846 wird auf 10,16 mal 10,16 Zentimeter (4 mal
4 Inch) quadratisch zugeschnitten. Die Probe 846 wird aus
einem Bereich der Windel 20 mit der Flüssigkeits-Speicherstruktur 28 innerhalb
des Quadrats, welches die Probe 846 begrenzt, genommen.
-
Falls
die Probe 846 aus einer Windel 20 heraus geschnitten
wird, sollte die Probe alle Schichten und Komponenten der Windel
20 von dem strukturierten Träger 24 bis
einschließlich
der Außenlage 26 enthalten. Es
muss Sorge dafür
getragen werden, dass beim Entfernen der Probe 846 aus
der Windel 20 die Probe 846 nicht zerstört wird
oder der strukturierte Träger 24 unbeabsichtigt
stark verformt wird. Der strukturierte Träger 24 oder sein Äquivalent
in der Windel 20 wird von der Waage der Probe 846 entnommen.
Die Probe 846 (ohne den ersten strukturierten Träger 24)
wird auf 0,01 Gramm Genauigkeit ausgewogen. Der strukturierte Träger 24 wird
dann sorgfältig
an ihre ursprüngliche
Position in der Probe 846 zurück gebracht, ohne mit dieser
verbunden zu werden. Falls eine Schwierigkeit beim Entnehmen der
Probe 846 aus der Windel 20 oder beim Entnehmen
des strukturierten Trägers 24 aus
der Probe 846 auftritt, können die Probe 846 und
der umgebende Bereich der Windel 20 vor oder nach dem Schneiden
gefroren werden. Ein Tiefgefrieren kann herbei geführt werden
unter Verwendung von PH100-15 Kreis-Kühleinrichtung,
hergestellt durch Philips, ECG, Inc. Waltham, Massachusetts.
-
Der
Zylinder 840 ist auf der Probe 846 zentriert.
Eine Spritze mit einer Öffnung
von 5 bis 6 Millimetern gibt 10 Kubikzentimeter Testfluid durch
das Loch in den Zylinder 840 auf die Oberseite der Probe 846 ab.
Das Testfluid ist das Stuhlganganalog A, das wie oben beschrieben
so formuliert ist, dass es eine Nullscherung-Viskosität zwischen
10000 und 15000 Centipoise hat. Das 100,6 Gramm Gewicht 844 wird
durch das Loch in den Zylinder 840 eingeführt und
sanft auf das Testfluid für
eine Zeitspanne von 2 Minuten gelegt.
-
Nach 2 Minuten
werden das Gewicht 844 und der Zylinder 840 von
der Probe 846 entfernt. Der strukturierte Träger 24 wird
von der Probe 846 entfernt, indem der strukturierte Träger 24 parallel
zu der Probe 846 abgerissen und weg geworfen wird. Der
Rest der Probe 846 wird dann zurück gewogen. Die Trans-Decklagenkapazität ist die
Zunahme des Gewichts aller Schichten der Probe 846, welche
den strukturierten Träger 24 unterlagern,
geteilt durch die Testfläche
von 3,142 Quadratinch der Probe 846.
-
6.8 Akzeptanz-Unter-Druck
-
Die
Akzeptanz-Unter-Druck wird gemessen durch den folgenden Test, welcher
die Vorrichtung 5139, die 5 dargestellt
ist, verwendet. Ein hohler Plexiglaszylinder 5140 wird
auf einer Edelstahlplatte 5142 von etwa 9,5 mm Dicke montiert
und bereit gestellt. Die Platte 5142 ist quadratisch, etwa
10,16 cm × 10,16
cm (etwa 4 in × 4
in). Die Kombination aus Zylinder 5140 und Plattenkombination
hat eine Höhe
von 7,6 Zentimeter (etwa 3,0 Inch), einen Innendurchmesser von 5,08
Zentimeter (etwa 2,00 Inch) und einen Außendurchmesser von 6,3 Zentimeter
(etwa 2,48 Inch). Der Boden des Zylinders 5140 erstreckt
sich unter die Platte 5142 um eine Strecke von etwa 3,5 Millimeter.
Die Lippe 5143 verhindert, dass das Testfluid 5166 aus
der bezeichneten Testfläche
nach außen
fließt.
Zwei 625 Gramm Gewichte 5156 sind auch vorgesehen, jeweils
mit einem Durchmesser von 5,08 cm (etwa 2,0 Inch).
-
Ein
zylindrisch geformtes 24,6 Gramm Plexiglas Gewicht 5144 wird
vorgesehen. Das Gewicht 5144 hat einen Durchmesser von
5,08 Zentimeter (etwa 2,0 Inch), so dass das Gewicht 5144 mit
enger Toleranz innerhalb des Zylinder 5140 sitzt, sich
aber frei durch das Loch 5141 in den Zylinder 5140 hinein
bewegen kann. Diese Anordnung liefert einen Druck von etwa 119 Pascal
(Pa) (etwa 0,017 Pfund pro Quadratinch) und eine Testfläche von
etwa 20,27 Quadratzentimeter (etwa 3,142 Quadratinch). Bedarfsweise
kann das Gewicht 5144 einen Handgriff 5145 haben,
um leicht in den Zylinder 5140 eingeführt und aus diesem entnommen
zu werden.
-
In
solchen Fällen
sollte die kombinierte Masse des Handgriffs 5145 und des
zylindrischen Gewicht 5144 gleich 24,6 Gramm betragen.
-
Eine
Probe 5146 der zu testenden Struktur für die Eigenschaften der Akzeptanz-Unter-Druck wird
bereit gestellt. Die Probe 5146 kann aus einer bestehenden
Windel ausgeschnitten werden oder kann aus einem Material konstruiert
werden, welches nicht in eine Windel geformt wurde. Die Probe 5146 umfasst
die gesamte Struktur, die für
die Verwendung in einem Artikel gedacht ist, oder die gesamte Struktur
des Artikels, die es zu bewerten gilt, einschließlich der Deckschicht 5161.
(Um die Leistungsfähigkeit
der Akzeptanz-Unter-Druck der diskreten Akzeptanzelemente zu messen,
wie dies in dem obigen Abschnitt Akzeptanzelement beschrieben wurde,
wird der Akzeptanz-Unter-Druck-Test unter Verwendung des Standard-Speicherelements 5147 durchgeführt, anstelle
einer unterlagernden Struktur oder solcher Schichten. Das Standard-Speicherelement 5147, das
hier verwendet wird, umfasst eine 10,16 cm (4 Inch) quadratische,
1,6 mm dicke Aluminiumplatte mit einem Muster von 153 in regelmäßigem Abstand
liegender Löcher 5168 mit
einem Durchmesser von 4,3 mm, wie dies in 7 gezeigt ist. Die Löcher sind derart angeordnet,
dass es etwa 26 Löcher
pro Quadratinch gibt.) Die Probe 5146 sollte in einem Quadrat
mit den Maßen
von 10,16 Zentimeter mal 10,16 Zentimeter (etwa 4 Inch mal 4 Inch)
zugeschnitten werden.
-
Fünf Schichten
eines Löschpapiers 5149 mit
hoher Flächenmasse
und den Maßen
von 10,16 cm × 10,16
cm (4 Inch × 4
Inch) werden bereit gestellt. Die Deckschicht 5161 der
Probe 5146 wird entfernt und die verbleibenden Komponenten
oder Schichten der Probe 5146 (falls es mehrere Komponenten
oder Schichten gibt) und die fünf
Lagen des Löschpapiermaterial 5149 werden
auf 0,01 Gramm Genauigkeit eingewogen. Falls die Probe 5146 somit
aus einer Windel entnommen wird, sollten die Schichten der Windel,
wie die Decklagen, sekundären
Decklagen, Annahmeschichten, Flüssigkeits-Speicherstrukturen
etc., vor dem Einwiegen getrennt werden. (In einigen Fällen kann
eine einzelne Schicht zwei oder mehr dauerhaft verbundene Komponenten
umfassen.) Wenn so vorgegangen wird, muss Sorge dafür getragen
werden, dass die Probe 5146 nicht zerstört wird und Teile der Probe 5146 nicht
unbeabsichtigt stark verformt werden. Die Schichten der Probe 5146 können tiefgefroren
werden, um so ihre Trennung von benachbarten Schichten der Probe 5146 zu
erleichtern. Ein Tiefgefrieren kann herbei geführt werden unter Verwendung
von PH100-15 Kreis-Kühleinrichtung,
hergestellt durch Philips ECG, Inc. aus Waltham, Massachusetts.
-
Die
Probe 5146 sollte wieder zusammen gebaut werden, so wie
sie ursprünglich
konfiguriert war, und zwar auf der Oberseite von fünf gestapelten
Schichten des Löschpapiermaterials 5149,
wobei die Seite der Probe 5146, die dem Träger zugewandt
sein soll, nach oben orientiert ist und weg von dem Löschpapiermaterial 5149.
Das Löschpapiermaterial 5149 ist
vorzugsweise ein Filtrations-Qualitätspapier,
erhältlich
von Ahlstrom Filtration, Inc. aus Mt. Holly Springs, Pennsylvania
als #632-025, mit einer Flächemasse
von etwa 90 Gramm pro Quadratmeter.
-
Die
kombinierte Einheit der Probe 5146 und des Löschpapiermaterials 5149 wird
auf der Arbeitsoberfläche 5164 eines
Stevens-Farnell QTS-25 Modell 7113-5 kg Texturanalyser 5160 (erhältlich von
Leonard Farnell Co. aus Hatfield, England) unter dem Messfühler 5162 zentriert.
Ein geeigneter Messfühler 5162 ist
eine flachseitige, zylindrische Aluminiumstange "QTSM3100", erhältlich von der Leonard Farnell
Co. aus Hatfield, England. Der Zylinder 5140 wird auf der
Probe 5146 zentriert. Die zwei 625 Gramm Gewichte 5156 werden auf
gegenüber
liegenden Ecken (diagonal) der Platte 5162 gelegt, um diese
zu stabilisieren. Eine Spritze mit einer Öffnung von etwa 4 bis 6 Millimeter
wird verwendet, um etwa 10 Kubikzentimeter des viskosen fluiden Körperausscheidungs-Analogs 5166 (Analog
C, wie oben beschrieben) durch das Loch 5141 in den Zylinder 5140 auf
die Oberseite der Probe 5146 abzugeben.
-
Sobald
die richtige Menge des Analogs 5166 zur viskosen fluiden
Körperausscheidung,
Analog C, in den Zylinder 5140 eingemessen worden ist,
wird das 24,6 Gramm Gewicht 5144 langsam und sanft in das Loch 5140 im
Zylinder 5140 eingeführt,
bis dieses auf der Oberfläche
des Analogs ruht. Der Texturanalysierer 5160 wird aktiviert,
so dass der Messfühler 5162 das
zylindrische Gewicht 5144 mit einer Rate von 10 Millimetern
pro Minute herabdrückt,
bis eine Widerstandskraft von etwa 1,42 N (144,6 Gramm Kraft) erreicht
wird. Der Texturanalysierer 5160 wird so eingestellt, dass
der nach unten gerichtete Stoß angehalten
wird, sobald die Widerstandskraft von 1,42 N (144,6 Gramm Kraft)
erreicht ist. Der Recorder wird so eingestellt, dass dieser bei einer
Widerstandskraft von 0,049 N (5 Gramm Kraft) anspringt, um dadurch
den Startpunkt so zu definieren. Die maximale Widerstandskraft von
1,42 N (144,6 Gramm Kraft) entspricht einem beaufschlagten Druck
von 700 Pascal (0,1 Pfund pro Quadratinch). Sobald die Widerstandskraft
von 1,42 N (144,6 Gramm Kraft) erreicht wird, wird der Messfühler 5162 in
seine Ausgangsposition zurück
gezogen.
-
Das
Gewicht 5144 wird von dem Zylinder 5140 entfernt,
und dann wird der Zylinder 5140 von der Oberfläche der
Probe 5146 entfernt, wobei Sorge getragen wird, dass kein
Analog C, das im Zylinder 5140 verbleibt, auf die Probe
tropft. Die obere Schicht 5161 der Probe 5146 wird
dann von der ein oder mehreren unterlagernden Schichten der Probe 5146 entfernt,
indem die obere Schicht 5161 parallel zur Oberfläche der
unterlagernden Schichten, falls möglich, abgezogen wird. Für bestimmte
Strukturen, bei welchen die obere Schicht 5161 schwer durch
ein paralleles Abziehen von den unterlagernden Schichten zu entfernen
ist, kann die obere Schicht 5161 von den unterlagernden
Schichten der Probe 5146 abgezogen oder abgehoben werden.
Falls die Probe 5146 nur eine einzelne Schicht umfasst,
wird das Standard-Akzeptanzelement,
das unten beschrieben wird, als die obere Schicht 5161 der
Probe 5146 verwendet. Die unterlagernden Schichten der
Probe 5146 und das Löschpapiermaterial 5149 werden
dann gewogen.
-
Die
Akzeptanz-Unter-Last A
1 der Probe
5146 ist
gleich der Zunahme des kombinierten Gewichts aus den ein oder mehreren
unterlagernden Schichten der Probe
5146 und dem Löschpapiermaterial
5149,
die durch das durch die obere Oberflä chenschicht der Probe
5146 hindurch
eindringende Testanalog C pro durchgeführter Arbeit W (in mJ) auf
einer Einheitsflächenbasis
verursacht wird. Die Arbeit W wird berechnet, indem die Kraft F(s),
welche den Messfühler
aus seinem nach unten gerichteten Stoß vom Ausgangspunkt bei so über die
gesamte Bewegungsstrecke entgegen gesetzt wird, integriert wird,
bis die maximale Kraft von 142 N (144,6 Gramm Kraft) bei S
max ankommt. Die Einheitsarbeit wird berechnet
unter Verwendung der folgenden Gleichung:
-
6.9 Speicherung-Unter-Druck
-
Die
Speicherung-Unter-Druck wird gemessen unter Verwendung der gleichen
Vorrichtung 5139, die oben beschrieben und in 5 dargestellt wurde. Der
Hohlzylinder 5140, das Gewicht 5144 und die 625
g Gewichte 5156, die in dem Akzeptanz-Unter-Druck-Test
oben beschrieben wurden, werden bereit gestellt. Eine Probe 5146 der
zu testenden Struktur für
die Speicherung-Unter-Druck-Eigenschaften wird auch bereit gestellt.
Wieder kann die Probe 5146 aus einer bestehenden Windel 20 ausgeschnitten
werden oder kann aus Material aufgebaut sein, welches nicht in eine
Windel geformt wurde. Die Probe 5146 sollte die gesamte
für die
Verwendung in einem Artikel gedachte Struktur enthalten oder die
gesamte Struktur des zu bewertenden Artikels enthalten. (Um die
Speicherung-Unter-Druck-Leistungsfähigkeit
diskreter Speicherelemente zu messen, wie dies oben im Abschnitt
Speicherelement beschrieben wurde, wird der Speicherung-Unter-Druck-Test unter Verwendung
des Standard-Akzeptanzelements durchgeführt, anstelle einer überlagernden
Struktur oder überlagernde
Schichten. Das Standard-Akzeptanzelement 150 ist
ein Edelstahldrahtstoff, Typ 304 (Standardqualität) 16 × 16 Maschen,
erhältlich
als #0226T45 von McMaster Carr Supply Company aus Chicago, Illinois.) Die
Probe 5146 sollte in ein Quadrat geschnitten werden mit
den Maßen 10,16 mal
10,16 cm (etwa 4 Inch mal 4 Inch).
-
Fünf Schichten
eines Löschpapiers 5149 mit
hoher Flächenmasse
(identisch mit demjenigen, das oben im Akzeptanz-Unter-Druck-Test
beschrieben wurde) mit den Maßen 4 Inch × 4 Inch
werden bereit gestellt. Die obere Schicht 5161 der Probe 5146 wird
entfernt und die restlichen Komponenten oder Schichten der Probe 5146 (falls
es mehrere Komponenten oder Schichten gibt) und die fünf Lagen
des Löschpapiermaterials 5149 werden
auf 0,01 Gramm Genauigkeit eingewogen. Falls die Probe 5146 somit
von einer Windel genommen wurde, sollte die obere Schicht 5161 der
Windel, wie die Decklage, von der Probe 5146 vor dem Einwiegen
separiert werden. Bei diesem Vorgang sollte dafür Sorge getragen werden, dass
die Probe 5146 nicht zerstört wird oder die Elemente der
Probe 5146 unbeabsichtigt stark verformt werden. Die Schichten
der Probe 5146 können
tiefgefroren werden, wie dies oben beschrieben ist, um ihre Trennung
von benachbarten Schichten der Probe 5146 zu unterstützen.
-
Die
Probe 5146 sollte wieder so zusammen gebaut werden, wie
sie ursprünglich
konfiguriert war, und zwar auf der Oberseite der fünf gestapelten
Flächengebilde
des Löschpapiermaterials 5149,
wobei die Seite, die dazu gedacht ist, dem Träger zugewandt zu sein, nach
oben gerichtet ist und weg von dem Löschpapiermaterial 5149.
Die kombinierte Einheit aus der Probe 5146 und dem Löschpapiermaterial 5149 wird
auf der Arbeitsoberfläche 5164 des
Texturanalysierers 5160 (oben beschrieben) zentriert, und
zwar unter dem Messfühler 5162.
Der Zylinder 5140 wird auf der Probe 5146 zentriert.
Die zwei 625 Gramm Gewichte 5156 werden auf diagonal gegenüber liegenden
Ecken der Platte 5142 positioniert, um diese zu stabilisieren.
Eine Spritze mit einer Öffnung
von etwa 4 bis 6 Millimetern wird verwendet, um 10 Kubikzentimeter
Analog C (wie oben beschrieben) durch das Loch in dem Zylinder 5140 auf
die Oberseite der Probe 5146 abzugeben. Das 24,6 Gramm
Gewicht 5144 wird in das Loch 5141 in den Zylinder 5140 eingeführt, und
der Texturanalysierer 5160 wird aktiviert, wobei der Messfühler 5162 das
zylindrische Gewicht 5144 mit einer Rate von 10 Millimeter
pro Minute herabdrückt,
bis eine Widerstandskraft von 1,42 N (144,6 Gramm Kraft) erreicht
wird. (Die maximale Wi derstandskraft von 1,42 N (144,6 Gramm Kraft)
entspricht einem beaufschlagten Druck von 700 Pascal oder 0,1 Pfund
pro Quadratinch). Sobald die Widerstandskraft von 1,42 N (144,6
Gramm Kraft) erreicht ist, wird der Messfühler 5162 in seine
Position zurück
gezogen.
-
Das
Gewicht 5144 wird von dem Zylinder 5144 entfernt,
und dann werden der Zylinder 5140 und die Gewichte 5156 von
der Oberfläche
der Probe 5146 entfernt, wobei Sorge dafür getragen
wird, dass kein Analog C, das in dem Zylinder 5140 verblieben
ist, auf die Probe tropft. Die Probe 5146 wird dann von
der Arbeitsoberfläche 5164 des
Texturanalysierers 5160 entfernt, indem die Probe 5146 parallel
zur Arbeitsoberfläche 5164 abgerissen
wird, falls dies möglich
ist. Für
bestimmte Strukturen, bei welchen es schwer ist, die obere Schicht 5161 durch
Abreißen
parallel zu unterlagernden Schichten zu entfernen, kann die obere
Schicht 5161 von den unterlagernden Schichten der Probe 5146 abgezogen
oder abgehoben werden. Die Probe 5146 und das Löschpapier 5149 werden
dann gewogen. Die Menge des Testanalogs C 5166, die gespeichert
wurde, ist gleich der Zunahme des kombinierten Gewichts der unterlagernden
Schichten der Probe 5146 und des Löschpapiers 5149, die
veranlasst wurde durch das Testanalog C, das auf eine Einheitsflächenbasis
in die Probe 5146 eingedrungen ist.
-
6.10 Immobilisierung-Und-Retention-Unter-Komprimierter-Inversion
-
Um
eine Immobilisierung-Unter-komprimierter-Inversion und eine Retention-Unter-Komprimierter-Inversion
zu messen, wird ein Zylinder 5140 auf der Platte 5142 montiert,
wie dies in 5 gezeigt
ist. Der Zylinder 5140 hat eine Höhe von 7,5 Zentimeter (etwa
2,95 Inch) und einen Innendurchmesser von 5,08 Zentimeter (etwa
2,00 Inch) und einen Außendurchmesser
von 6,3 Zentimeter (etwa 2,48 Inch). Der Hohlzylinder 5140 und
die Platte 5142 sind mit denjenigen identisch, die in den
Tests zur Akzeptanz-Unter-Druck und Speicherung-Unter-Druck oben
beschrieben wurden, mit der Ausnahme, dass die Platte am Boden keine "Lippe" 5143 aufweist
und dass sowohl der Zylinder 5140 als auch die Platte 5142 aus
Edelstahl hergestellt sind. Der Edelstahlzylinder 5140 und
die Platte 5142 haben ein kombiniertes Gewicht von etwa
1170 Gramm.
-
Die
Probe 5146 der zu testenden Struktur wird bereit gestellt,
und die obere Schicht 5161, falls sie in der Probe 5146 enthalten
ist, wird entfernt. Die verbleibenden unterlagernden Schichten der
Probe 5146 und die fünf
Schichten Löschpapiermaterial 5149 werden
zusammen gebaut und ausgewogen. Die obere Schicht 5161 wird
dann auf der Oberseite dieser Einheit angeordnet. Die Probe 5146 kann
auch aus Materialien hergestellt sein, die nicht in einer Struktur
hergestellt wurden. Die kombinierte Einheit der zu testenden Probe 5146 und
des Löschpapiers 5149 wird
auf einer Tischoberfläche 5165 angeordnet.
(Um die Leistungsfähigkeit der
Immobilisierung-Unter-komprimierter-Inversion
und Retention-Unter-komprimierter-Inversion diskreter Immobilisierungs-
und Retentionselemente zu messen, wie dies oben im Abschnitt Immobilisierungselement
beschrieben wurde, wird der Immoblisierung-Unter-komprimierte-Inversion-Test unter
Verwendung des Standard-Akzeptanzelements
anstatt einer oberen Schicht 5161 durchgeführt. Alle
unterlagernden Schichten sind in dieser Bewertung enthalten.) Eine
Spritze mit einer Öffnung
von etwa 4 bis 6 Millimeter wird verwendet, um 10 Kubikzentimeter
des Testanalogs durch das Loch in den Zylinder 5140 auf
die Oberseite der Probe 5146 auszugeben.
-
Das
Testanalog (Analog B) darf unter Schwerkraft für 3 Minuten in die Probe 5146 eindringen.
Der Zylinder 5140 wird dann von der Oberfläche der
Probe 5146 entfernt, und die gesamte Probe 5146 wird
ausgewogen. Die obere Schicht 5161 der Probe 5146 wird
dann von den unterlagernden Schichten der Probe 5146 durch
Anheben der oberen Schicht 5161 vertikal von der Oberfläche der
unterlagernden Schichten entfernt, so dass überschüssiges Analog B in die unteren
Schichten fließen
kann. Die Einheit des Restes der Probe 5146 und des Löschpapiermaterials 5149 wird
dann ausgewogen. Dieses liefert ein Maß der Nettomenge von Analog
B QB, die von der Struktur während des
Beladungsschrittes dieses Tests eingesaugt wurde. Die Probe 5146 wird
dann wieder zusammengebaut, einschließlich der obe ren Oberflächenschicht 5161.
Drei Schichten des 4 Inch im Quadrat großen Löschpapiermaterials 5149 werden
bereit gestellt und ausgewogen. Ein Standard-Speicherelement 5147 wird bereit
gestellt und auf der Oberseite der drei Schichten Löschpapiermaterial 5149 angeordnet.
Die wieder zusammen gebaute Probe 5146 wird auf die Einheit
des Standard-Speicherelements 5147 und die drei Schichten
Löschpapiermaterial 5149 umgedreht.
(Das Standard-Speicherelement 5147 umfasst ein 4 Inch im
Quadrat und 1,6 Millimeter dicke Aluminiumplatte mit einem Muster
von 153 in regelmäßigem Abstand
angeordneter Löcher 5168 mit
4,3 Millimeter Durchmesser, wie in 7 gezeigt
ist. Die Löcher
sind derart angeordnet, dass es etwa 26 Löcher pro Quadratinch gibt.)
-
Ein
16 Pfund schweres, 16 Quadratinch großes Gewicht 5158 (entsprechend
einem Druck von 7000 Pascal oder 1,0 psi) wird dann sanft auf die
Oberfläche
der Probe 5146 gelegt, welche von dem Standard-Speicherelement 5147 abgewandt
ist. Das Gewicht 5158 wird nach drei Minuten entfernt,
und die Probe 5146 wird neu orientiert, so dass die durch
das Testanalog B getroffene Seite nach oben gerichtet ist. Die obere
Schicht 5161 wird entfernt und das Gewicht der verbleibenden
Schichten der Probe 5146 und die fünf Schichten des Löschpapiermaterials
werden gemessen und aufgezeichnet. Die Retention-Unter-komprimierter-Inversion
RCl der Probe wird berechnet als tatsächliche
Nettomenge des Testanalogs B, das in den unterlagernden Schichten
der Struktur nach dem Inversionszyklus vorhanden ist.
-
Die
Immobilisierung-Unter-komprimierter-Inversion I
Cl wird
als der Prozentanteil des Testanalogs B berechnet, der in die Struktur
während
des Beladungsschrittes eingedrungen ist (das heißt, durch die Oberflächenschicht
in die unterlagernden Schichten der Probe hindurch gegangen ist),
welche in den unterlagernden Schichten der Struktur nach dem Inversionsschritt
verbleibt. Die Gleichung zum Bestimmen der Immobilisierung-Unter-komprimierter-Inversion
ist wie folgt:
-
6.11 Oberflächenspannungs-Messung
-
Alle
Messungen wurden mit einem im Handel erhältlichen digitalen Tensiometer
Typ K 10 T von Krüss GmbH,
Deutschland, durchgeführt,
dass das allgemein bekannt Ringverfahren anwendet. Dabei wird die
Kraft, die benötigt
wird, um einen kreisförmigen
Platinring, der in die Testflüssigkeit
eingetaucht ist, nach oben zu ziehen, überwacht und unter Berücksichtigung
von Schwerkraft und Auftrieb wird die Oberflächenspannung, ausgedrückt in N/cm,
bestimmt.
-
Die
gesamte Glasware und der Platinring werden mit Isopropanol und deionisiertem
Wasser gereinigt und dann einem Trocknungsofen bei 50°C getrocknet.
Kurz vor dem Durchführen
der Messung wird die Glasware weiter gereinigt und getrocknet unter
Verwendung einer Bunsenbrennerflamme und dann auf 37°C in einem
Exxsikkator abgekühlt.
-
Alle
Messungen werden bei 37°C
durchgeführt,
indem die Testlösung
und der Probenhalter auf 37°C erwärmt werden.
-
Der
Glasbecher der Anlage wird mit 25 ml (± 5 ml) Testlösung gefüllt (vorzugsweise
direkt von dem Hauptreservoir ohne Verwendung eines Übertragungswerkzeugs,
wie einer Burette) und in dem Probenhalter angeordnet. Dann wird
der Platinring erhitzt, bis in der Flamme eines Bunsenbrenners eine
rote Farbe auftritt, und sofort in die Ring-Halteeinrichtung gesetzt.
-
Die
Anlage wird dann initiiert, um automatisch die Messung durchzuführen, das
heißt,
den Ring mit einer konstanten Geschwindigkeit einzutauchen und heraus
zu ziehen, während
die Kräfte
gemessen werden. Das Ergebnis kann direkt von der Anzeige der Anlage
abgelesen werden.
-
Sofern
nicht anders angegeben, wird jede Messung dreimal wiederholt und
werden die Ergebnisse gemittelt.
-
6.12 Oberflächenspannungsreduktions-Messung.
-
Der
Oberflächenspannungsreduktionstest
der vorliegenden Erfindung soll den Einfluss einer der Komponenten
des absorbierenden Artikels der vorliegenden Erfindung auf die Oberflächenspannung
einer angenommenen Flüssigkeit
messen. Die gesamte Glasware und der Platinring werden mit Isopropanol
und deionisiertem Wasser gereinigt und dann in einen Trocknungsofen
bei 50°C
getrocknet. Kurz vor dem Durchführen der
Messung wird die Glasware weiter gereinigt und getrocknet unter
Verwendung einer Bunsenbrennerflamme und dann in einem Exxikkator
auf 37°C
abgekühlt.
-
Zu
Beginn des Tests wird die Oberflächenspannung
von 40 ml deionisiertem Wasser auf dem Wege des obigen Oberflächenspannungstests
gemessen. Dann werden 3 zu testende Proben der Komponente in die
40 ml deionisiertes Wasser eingetaucht. Die Probe der Komponente
soll etwa 0,05 Gramm wiegen. Die Konfiguration der Probe sollte
so eng wie möglich
die Konfiguration der Komponente in dem absorbierenden Artikel darstellen,
insbesondere hinsichtlich des von der angenommenen Flüssigkeit
erreichbaren Oberflächenbereichs.
In dem Falle, dass die Probe der Komponenten weniger als 0,05 Gramm
wiegt, muss die Menge der Testflüssigkeit
entsprechend eingestellt werden. Nach 5 Minuten wird die Probe vollständig von
der Testflüssigkeit
entfernt. Die Oberflächenspannung
der verbleibenden Flüssigkeit
wird dreimal gemessen.
-
Die
Oberflächen-Spannungsreduktion
der getesteten Komponente des absorbierenden Artikels ist die Differenz
zwischen der anfänglichen
Oberflächenspannung
der endgültigen
Oberflächenspannung
des deionisierten Wassers.
-
6.13 Verfahren zum Bestimmen
einer effektiven Öffnungsgröße und Öffnungsfläche einer
Decklage
-
Die
effektive Öffnungsgröße und der
effektive Öffnungsbereich
werden bestimmt durch den folgenden Vorgang unter Verwendung der
unten beschriebenen Bildanalyse. Das Verfahren hat drei Hauptschritte:
Bildaufnahme, das heißt,
Erhalten repräsentativer
Bilder von Bereichen auf der Oberfläche des strukturierten Trägers 24;
Bildmessung, das heißt,
Messen des prozentualen Öffnungsbereichs
eines Bildes und einzelner Öffnungen
und ihrer Umfänge;
und die Datenanalyse, das heißt,
Exportieren der prozentualen Öffnungsfläche, der
einzelnen Öffnungsfläche und
der Umfangsmessungen auf ein Arbeitsblatt, auf welchem Häufigkeitsverteilungen,
die Summe der Flächenverteilungen
und die Berechnungen des hydraulischen Radiusses durchgeführt werden.
-
Ein
Bildanalysesystem mit einer Vollbild-Abgreiftafel, einem Mikroskop,
einer Kamera und einer Bildanalysesoftware werden verwendet. Ein
Modell DT2855 einer Vollbild-Abgreiftafel, erhältlich von Data Translation
aus Marlboro, Mass. wird bereit gestellt. Ein VH5900 Monitor-Mikroskop,
eine Videokamera mit einer VH50 Linse mit einem Kontakt-Beleuchtungskopf,
erhältlich
von der Keyence Company aus Fair Lawn, J.J., USA, werden auch bereit
gestellt und dazu verwendet, ein Bild aufzunehmen, dass in einer
Computerdatei gespeichert werden soll, Das Keyence-Mikroskop nimmt das
Bild auf und die Vollbild-Abgreiftafel konvertiert das analoge Signal
dieses Bildes in eine computerlesbares digitales Format. Das Bild
wird in eine Computerdatei übertragen
und unter Verwendung einer geeigneten Software, wie der Optimas-Bildanalysesoftware,
Version 3.1, erhältlich
von der BioScan Company aus Edmaons, Wash., gemessen. Um die Optimas-Bildanalysesoftware
zu verwenden, sollte der Computer eine Windows-Sofutware, Version
3.0 oder später,
erhältlich
von der Microsoft Corporation aus Redmond, Wash., haben. Und es
sollte auch eine CPU haben, die wenigstens äquivalent der Inte1 80386 ist.
Irgendein geeigneter Desktop-PC kann verwendet werden, wobei ein
486 DX33 PC sich als besonders geeignet heraus gestellt hat. Bilder,
die in der Datei gespeichert und aus dieser abgerufen werden, werden
auf einem Sony Trinitron Monitor- Model PVM-1343MO mit einer maximalen Anzeigevergrößerung von
etwa 50X wiedergegeben.
-
Der
Bildaufnahmeschritt, der oben angegeben ist, benötigt 10 unterschiedliche Regionen
aus einer Probe eines repräsentativen
strukturierten Trägers 24 der
speziellen Windel 20 oder aus einem zu testenden Probenmaterial.
Jede Region ist echtwinklig, mit den Maßen von etwa 5,8 Millimeter
mal 4,2 Millimeter. Die Probe wird auf einer schwarzen, matten Platte
angeordnet, um den Kontrast zwischen den Öffnungen und dem Bereich der
Probe, welcher die Öffnungen
begrenzt, zu erhöhen.
Die mittlere Graustufe und Standardabweichung der schwarzen matten
Platte betrugen 16 bzw. 4.
-
Die
Bilder werden bei ausgeschaltetem Raumlicht aufgenommen, und zwar
unter Verwendung des Keyence-Monitormikroskops, das auf einem Kopierständer direkt
oberhalb der Probe montiert ist. Die Keyence-Lichtquelle, welche
die Probe beleuchtet, wird mit der Optimas-Software so eingestellt
und überwacht, dass
die mittlere Graustufe und Standardabweichung eines Keiles mit 0,3
Dichte auf einer Kodak-Graustufenskala, erhältlich von Eastman Kodak Company
aus Rochester, New York, gemessen wird. Die Steuerung der Keyence-Lichtquelle
wird so eingestellt, dass die mittlere Graustufe des beleuchteten
Keiles 111 + 1 beträgt und
die Standardabweichung 10 + 1 beträgt. Alle Bilder wurden während einer
einzelnen Zeitspanne aufgenommen, und die Keyence-Lichtquelle wird
durch Messen der mittleren Graustufe und der Standardabweichung
des Keiles während
des ganzen Bild-Aufnahmeverfahrens
gemessen.
-
Beim
Messen einer einzelnen Öffnung
ist nur die effektive Öffnungsgröße von Interesse.
Das Messen der effektiven Öffnungsgröße quantifiziert
die Öffnungsgröße, von
der angenommen wird, dass die zur Porosität des strukturierten Trägers 24 beiträgt und berücksichtigt
den Beitrag von Fasern und Faserbündeln, welche eine Fläche queren,
die als eine Öffnung
angesehen wird. Eine effektive Öffnung
ist ein Loch durch den strukturierten Träger 24 mit einer Graustufe
von weniger als oder gleich 18 hindurch, und zwar unter Verwendung
von Bildaufnahmeparametern, die hier beschrieben werden. So kann
eine angenommene Öffnung
in mehrere effektive Öffnungen
durch quer verlaufende Fasern unterteilt sein.
-
Die
Bildanalysesoftware wird durch ein Eichbild, das von dem Probenbildern
aufgenommen wird, in Millimeter kalibriert. Ein 3 mal 3
Pixel großer
Mittelungsfilter, der in dem Optimas 3.1 Bildmenü zu finden ist, wird an jedem
gespeicherten Bild angewendet, um ein Rauschen zu reduzieren. Die Öffnungen
werden in dem Graustufenbereich von 0 bis 18 erfasst. Eine Öffnung,
welche nicht vollständig
in dem 5,8 mal 4,2 großen
Betrachtungsgebiet enthalten ist, wird bei der Messung der Einzelfläche und
des Umfangs nicht berücksichtigt. Deshalb
werden die Mittelwerte der Flächen
und des Umfangs und die Verteilungen derselben nicht durch Öffnungen
beeinflusst, welche nicht vollständig
in dem Betrachtungsgebiet enthalten sind.
-
Die
einzelnen Öffnungen,
welche nicht vollständig
im Bild betrachtet werden können,
sind jedoch in der Berechnung der prozentualen Öffnungsfläche enthalten. Dieser Unterschied
tritt auf, weil die prozentuale Öffnungsfläche einfach
die Verhältnisse
der Bildpunkte von 0 bis 18 zu der Gesamtzahl der Bildpunkte im
Bild ist. Flächen
mit einer Graustufe von 19 oder größer würden bei der Berechnung der Öffnungsfläche nicht
gezählt
werden.
-
Die
prozentuale Öffnungsfläche für den Mittelwert
von 10 Bildern für
jeden strukturierten Träger 24 wird gemessen
unter Verwendung der Optimas-Bildanalysesoftware.
Die prozentuale Öffnungsfläche ist
definiert als das Verhältnis
der Anzahl von Bildpunkten mit einer Graustufe von 0 bis 18 zu der
Gesamtzahl der Bildpunkte für
das Bild. Die prozentuale Öffnungsfläche wird
gemessen für
jedes Bild, das ein spezielle Region aus einer Decklagenprobe repräsentiert.
Die prozentuale Öffnungsfläche von
jedem der 10 Einzelbilder wird dann gemittelt, um eine prozentuale Öffnungsfläche für die gesamte
Probe zu erhalten.
-
Die
Datenanalyse wird durch ein Excel-Arbeitsblatt durchgeführt, das
auch erhältlich
ist von der Microsoft Corporation aus Redmond, Washington. Das Excel-Arbeitsblatt organisiert
die Messungen der prozentualen Öffnungsfläche, der Öffnungsfläche und
des Öffnungsumfanges,
die von der Optimas-Software erhalten werden. Probenmittelwerte
und Standardabweichungen, Größen- und
Häufigkeitsverteilungen
einzelner Öffnungsflächen und
Berechnungen des hydraulischen Radiusses (Fläche geteilt durch Umfang) für einzelne Öffnungen
werden unter Verwendung des Arbeitsblattes erhalten.
-
Verteilungen
einer einzelnen Öffnungsfläche werden
auch unter Verwendung des Excel-Arbeitsblattes berechnet. Die Öffnungen
werden in Gruppen von bestimmten Größenbereichen sortiert. Die
Anzahl der Öffnungsflächen, die
in bestimmte Größenbereiche
von Interesse fallen, wird bestimmt sowie die Summe der Flächen innerhalb
jedes Bereichs. Die Bereiche werden in Schritten von 0,05 Quadratmillimetern
gesetzt. Diese Flächen
werden als Prozentanteil der gesamten Öffnungsfläche der Probe ausgedrückt. Die
Häufigkeit
und die Summe der Flächenverteilungen
werden durch Kombinieren einzelner Öffnungsmessungen von allen
10 Bildern jeder Probe erhalten.
-
Figurenbeschreibung
-
3
-