DE60008743T2 - Kabelverbindung mit verbesserter Verbindung für Abschirmung - Google Patents

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kabelverbindung zwischen zwei Starkstromkabeln für relativ hohe Spannungen, wobei jedes Kabel einen Leiter aufweist, der nachfolgend von einer Kernisolierung, einer halbleitenden Abschirmung, einer Drahtabschirmung und einem Außenkabelmantel umgeben ist, wobei die Kabelverbindung vom innersten Kern zur Außenseite der Reihe nach umfasst:
    • – ein Verbindungsanschlussteil für das Miteinanderverbinden der blanken Enden der Leiter;
    • – eine halbleitende Schicht für das Ummanteln des Verbindungsanschlussteils und der Enden der Kernisolierungen, die jedoch von den halbleitenden Abschirmungen der beiden Kabel getrennt angeordnet ist;
    • – eine isolierende Schicht für das Ummanteln der halbleitenden Schicht und der blanken Enden der Kernisolierungen;
    • – eine leitfähige Schicht für das Ummanteln der isolierenden Schicht;
    • – blanke Enden von den leitfähigen Drähten der Leitabschirmungen; und
    • – einen isolierenden Verbindungsmantel für das Ummanteln der Kabelverbindung, der die Enden des Außenkabelmantels von beiden Kabeln umschließt.
  • Eine solche Kabelverbindung ist bereits nach dem Stand der Technik bekannt, wie zum Beispiel aus der europäischen Patentanmeldung EP-A2-0272131 „HV Cables" der Firma Raychem GmbH. In dieser Technik ist eine leitfähige Schicht oberhalb einer Spannungsbeanspruchungs-Einstellmaterialschicht positioniert, um so einen Faraday-Abschirmkäfig um den Steckverbinder herum herzustellen. Zu dieser leitfähigen Schicht, die einen elektromagnetischen Schutz bildet, kommt hinzu, dass die blanken Enden der Abschirmung oder der Erdleiter zu einer faseroptischen Anschlusslitze geformt werden, die über der Verbindungsstelle zusammengebracht und über einen Crimpsteckverbinder miteinander verbunden werden. Die Verbindungsstelle ist ferner innerhalb eines äußerst wärmerückstellenden Schrumpfschlauches aus Isoliermaterial eingeschlossen, der den Verbindungsmantel bildet und den Außenmantel eines jeden Kabels ersetzt.
  • In einer solch bekannten Kabelverbindungstechnik ist der relativ große Durchmesser der Abschirmungsdrähte, die als faseroptische Anschlusslitzen ausgerichtet sind, und insbesondere der Crimpsteckverbinder, der die Litzen miteinander verbindet, über dem Verbindungsanschlussteil angeordnet. Dies stellt stellenweise einen größeren Radius bei der Kabelverbindung her, das heißt einen Kontakthöcker. Wenn in der Folge der wärmerückstellende Schrumpfschlauch auf der Kabelverbindung zum Einsatz kommt, übt er auf diese einen Druck aus, der über dem Kontakthöcker stellenweise größer ist. Die darunter liegenden Schichten werden dann wegen des Kontakthöckers mit Überdruck komprimiert, wobei das Risiko entsteht, diese sowie auch den Kabelverbindungsmantel zu beschädigen, wie zum Beispiel auf Grund von Ausschnitten. Der Kontakthöcker wirkt sich sogar noch nachteiliger für den Fall aus, dass die Verbindungsstelle im Innern ein Mastixharz enthält. Das Mastixharz wird in einer Kabelverbindung allgemein als Isolierung oder Feldregelungsmaterial verwendet und kann zum Beispiel unterhalb der isolierenden Schicht eingesetzt werden. Ein Problem bei einem wärmerückstellenden Schrumpfschlauch entsteht auch dahingehend, dass der zusätzliche Druck, der durch den Kontakthöcker ausgelöst wird, das Mastixharz zum Abfließen bringen würde.
  • Eine mögliche Lösung zur Vermeidung dieses Problems besteht dahingehend, die Abschirmungsverbindung, d. h. den Crimpsteckverbinder, an einem Verbindungsendpunkt anzuordnen. Die in einer faseroptischen Anschlusslitze ausgerichteten Abschirmungsdrähte, die über die Verbindungsstelle führen, bilden jedoch immer noch einen längs gerichteten Kontakthöcker. Außerdem wird die Länge der gesamten Verbindungsstelle verlängert, was zu allen möglichen Nachteilen führt, wie zum Beispiel zu einem höherem Kostenaufwand und einer geringeren Zugänglichkeit.
  • Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Kabelverbindung nach dem vorstehend bekannten Typ herzustellen, jedoch mit einer gleichmäßigen Drahtabschirmungsverbindung, wobei der Aufwand relativ kostengünstig und einfach gehalten wird, und wobei die Länge des äußeren Verbindungsmantels so weit wie möglich gekürzt wird.
  • Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe auf Grund der Tatsache erfüllt, dass die blanken Enden der leitfähigen Drähte im Wesentlichen gleichmäßig über die Umfangsfläche der darunter liegenden, leitfähigen Schicht verteilt sind, dass eine leitfähige Metallplattenbinde für die Ummantelung der Enden der leitfähigen Drähte zwischen der leitfähigen Schicht und des Verbindungsmantels vorgesehen ist, und dass der Verbindungsmantel aus einem einziehbaren Kaltschrumpfisoliermaterial hergestellt wird.
  • Auf diese Weise wird eine asymmetrische Verbindung verhindert, da ein darüber angeordneter Crimpsteckverbinder über der Verbindungsstelle nicht mehr vorhanden ist. Der Durchmesser der Verbindungsstelle wird konstant aufrechterhalten, was auf die Verteilung der Abschirmungsdrähte auf der ganzen Verbindungsstelle zurückzuführen ist. Darüber hinaus wird ein guter elektrischer Kontakt zwischen den Abschirmungsdrähten der beiden Kabel über die leitfähige Metallplattenbinde gewährleistet, die mit Hilfe des eingezogenen Kaltschrumpfverbindungsmantels kontinuierlich aufgepresst wird. Da ferner die Abschirmungsverbindung über dem Verbindungsanschlussteil angeordnet ist, bleibt die Länge der Kabelverbindung, und insbesondere deren äußerer Verbindungsmantel bzw. deren Isolierhülse relativ kurz.
  • Es sei angemerkt, dass der offen gelegte Kabelverbindungsmantel in der vorstehend beschriebenen, europäischen Patentanmeldung aus einem wärmerückstellbaren Schrumpfverbindungsmantel besteht, der folglich auf Grund von Wärme positioniert wird. Sobald die Wärme entzogen ist, bleibt der Kabelverbindungsmantel zwar platziert, aber im Gegensatz zu dem erfindungsgemäßen Kaltschrumpfverbindungsmantel wird von diesem dann kein Druck mehr auf die darunter liegenden Schichten der Verbindungsstelle ausgeübt. Der Kaltschrumpfverbindungsmantel hält den Druck auf den darunter liegenden Schichten der Verbindungsstelle andauernd aufrecht, wodurch ein guter elektrischer Kontakt zwischen der leitfähigen Metallplattenbinde und den darunter liegenden leitfähigen Drähten beibehalten wird. Dieser permanente Druck wird außerdem in symmetrisch und zylinderförmig verteilt, so dass die darunter liegende Isolierung oder das Feldreglermastixharz über die Verbindungsstelle gleichmäßig verteilt werden. Ein weiterer vorteilhafter Effekt dieses symmetrischen Drucks besteht darin, dass das Mastixharz am Abfließen in irgendeine bestimmte Richtung gehindert wird. Dies verhindert auch die Entstehung von Lücken und die daraus resultierenden Risiken einer teilweisen Entladung oder eines Produktausfalls.
  • Es sei außerdem angemerkt, dass die französische Patentanmeldung FR-2551927 „Dispositif de blindage électromagnétique de jonction" der Firma Societe des Etablissements Jacques Dubois & Cie. in Frankreich auch eine Kabelverbindung veröffentlicht hat. Jedoch betrifft diese weitere, bekannte Kabelverbindungstechnik Niederspannungskabel, die zur Übertragung von elektronischen Signalen ausgelegt sind, wie beispielsweise von Telekommunikationssignalen (PTT). Obzwar diese allgemein bekannte Dokumentation eine Muffe von umflochtenen Drähten veröffentlicht, welche die Drahtabschirmungen der Kabel miteinander verbindet, besteht der Verwendungszweck der Muffe darin, die Kontinuität der elektromagnetischen Abschirmung der Kabel zu gewährleisten. Die allgemein bekannte Muffe ist somit nicht dafür ausgelegt, relativ hohe Stromspannungen durchfließen zu lassen, wobei die Kabel außerdem nicht mit all den vorstehend beschriebenen Schichten vorgesehen sind. Diese Kabel sind folglich nicht dafür ausgelegt, der vorstehend genannten, relativ hohen Spannung standzuhalten.
  • Die beiden allgemein bekannten Patentdokumentationen beziehen sich auf die elektromagnetische Abschirmung der Kabel und nicht auf die Abschirmungsverbindung, wie diese Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist. In der Tat informiert keine der bekannten Dokumentationen über den Einsatz eines Kaltschrumpfverbindungsmantels, der so ausgelegt ist, um einen permanenten Druck auf die leitfähige Metallplattenbinde für die Aufrechterhaltung eines guten elektrischen Kontaktes zwischen dieser Binde und den darunter liegenden leitfähigen Drähten auszuüben.
  • Das europäische Patent EP-B1-0549942 mit dem Titel „Electrical cable junction, premounted junction, assembly and manufacturing process" der Firma Euromold in Belgien veröffentlicht auch eine leitfähige Metallplatte, welche aus einem Abschirmungsaufsatz besteht, der auf den blanken Enden der halbleitenden Abschirmungen der Kabel aufgebracht ist. Dieser bekannte Abschirmungsaufsatz besteht aus einer relativ komplexen Konstruktion und ist dadurch relativ teuer. Sie erfordert außerdem ein Spezialwerkzeug zur Anbringung des Abschirmungsaufsatzes auf der halbleitenden Abschirmung des Kabels. Daher würde die Anwendung des Grundsatzes eines derartigen Abschirmungsaufsatzes beim Einsatz in der vorgestellten Verbesserung für eine Abschirmungsverbindung dazu führen, dass diese Abschirmungsverbindung komplex und teuer wird, und folglich im Gegensatz zur Aufgabe der vorliegenden Erfindung steht.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich außerdem auf ein Verfahren zur Herstellung einer Kabelverbindungsstelle zwischen zwei Starkstromkabeln für relativ hohe Spannungen.
  • Solch ein Verfahren ist nach dem Stand der Technik allgemein bekannt und wird zum Beispiel in der vorstehend genannten. europäischen Patentanmeldung EP-A2-0272131 beschrieben. Hinzukommend zu den bereits bekannten Problemen im Zusammenhang mit einer Kabelverbindung, die gemäß dem bekannten Verfahren ausgeführt und vorstehend beschrieben wird, sei angemerkt, dass das in dieser europäischen Patentanmeldung veröffentlichte Verfahren ferner den Einsatz eines speziellen Crimpwerkzeugs erfordert. Dieses Crimpwerkzeug ist für die Ausführung der Anschlussverbindung der blanken Enden der λbschirmung bzw. der Erdleiter notwendig, die jeweils in einer faseroptischen Anschlusslitze ausgerichtet werden müssen. Der Einsatz des Crimpwerkzeugs verzögert die Herstellung der Kabelverbindungsstelle und kann nicht so einfach in der Feldregelung gehandhabt werden.
  • Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Herstellung einer Kabelverbindung zur Verfügung zu stellen, das verhältnismäßig schneller als das bekannte Verfahren angewendet werden kann, sowie mit einer verbesserten oder gleichmäßigeren Drahtabschirmungsverbindung, wobei die Produktionskosten relativ gleich günstig bleiben.
  • Gemäß der Erfindung wird diese weitere Aufgabe auf Grund der Tatsache erfüllt, dass bei dem vorliegenden Verfahren für jedes Kabel
    • – ein Außenkabelmantel entfernt wird, um eine darunter liegende Drahtabschirmung freizulegen;
    • – leitfähige Drähte der Drahtabschirmung über den äußeren Kabelmantel zurückgebogen werden, um eine darunter liegende, halbleitende Abschirmung freizulegen;
    • – eine halbleitende Abschirmung entfernt wird, um eine Kernisolierung freizulegen; und
    • – eine Kernisolierung entfernt wird, um einen blanken Leiter freizulegen, und
    • – die blanken Leiter mit Hilfe eines Verbindungsanschlussteils miteinander verbunden werden;
    • – das Verbindungsanschlussteil und zum Teil die Kernisolierungen mit einer halbleitenden Schicht ummantelt werden, die von der Kernisolierung getrennt angeordnet ist;
    • – eine isolierende Schicht für die Ummantelung der halbleitenden Schicht und der blanken Enden der Kernisolierungen ausgerichtet wird;
    • – die isolierende Schicht mit einer leitfähigen Schicht ummantelt wird;

    und vor diesen Schritten
    • – eine Verbindungskörperanordnung, die aus einem Kaltschrumpfverbindungskörper besteht, welcher die isolierende Schicht bildet und auf einem ersten Stützrohr aufgespannt ist, über das erste Kabel geschoben wird, und
    • – eine Verbindungsmantelanordnung, die aus einem Kaltschrumpfverbindungsmantel besteht, der auf einem zweiten Stützrohr aufgespannt ist, über das zweite Kabel geschoben wird;
    und nach diesen Schritten
    • – die leitfähigen Drähte über die leitfähige Schicht zurückgebogen werden, um so die ganze Oberfläche der leitfähigen Schicht im Wesentlichen peripher zu bedecken;
    • – die Verbindungskörperanordnung über die halbleitende Schicht und über die blanken Enden der Kernisolierungen geschoben wird und das erste Stützrohr entfernt wird;
    • – die leitfähigen Drähte, die über den Umfang der leitfähigen Schicht verteilt sind, zumindest teilweise mit einer leitfähigen Metallplattenbinde ummantelt werden, und
    • – die Verbindungsmantelanordnung über die leitfähige Metallplattenbinde geschoben wird, um so die Enden des Außenkabelmantels von beiden Kabeln zu ummanteln, wobei das zweite Stützrohr entfernt wird, so dass die Kabelverbindung, welche die Enden des Außenkabelmantels von den beiden Kabeln umschließt, mit Hilfe des Schrumpfverbindungsmantels ummantelt wird.
  • Durch das Verteilen der leitfähigen Drähte der Drahtabschirmungen bzw. der Abschirmungsdrähte über die Umfangsfläche bzw. Oberfläche der leitfähigen Schicht und durch das Ummanteln von diesen mit einer leitfähigen Plattenbinde wird eine gleichmäßige Drahtabschirmungsverbindung erhalten. Dies führt zu einer symmetrischen Verbindung mit einem konstanten äußeren Durchmesser. Ferner wird ein guter elektrischer Kontakt durch die leitfähige Metallplatte gewährleistet, die kontinuierlich auf die Abschirmungsdrähte der beiden Kabel auf Grund des permanenten Drucks gepresst wird, der von dem eingezogenen Kaltschrumpfverbindungsmantel ausgeübt wird. Dieser permanente Druck wird außerdem in einer symmetrischen Art und Weise zylinderförmig verteilt.
  • Da die leitfähige Metallplatte nicht mehr als die Abschirmungsdrähte über der leitfähigen Schicht bedeckt und somit nicht über der Verbindungsstelle platziert ist, bleibt die Länge des äußeren Kabelverbindungsmantels bzw. der Isolierhülse auch relativ kurz.
  • Außerdem wird kein Werkzeug benötigt, weder um die Abschirmungsdrähte zurückzubiegen, noch um die leitfähige Metallplatte über diesen Abschirmungsdrähten zu platzieren. Dies vereinfacht und verbessert die schnellere Herstellzeit in der Feldverbindung.
  • Eine weitere Ausführungsform des vorliegenden Verfahrens gibt es, wobei der Kaltschrumpfverbindungskörper eine Schicht aus Isoliermaterial und eine innere Schicht aus Mastixharz umfasst.
  • Auf diese Weise, und da der durch den eingezogenen Kaltschrumpfverbindungsmantel permanent ausgeübte Druck symmetrisch und gleichmäßig verteilt wird, wird auch das darunter liegende Mastixharz über der Verbindungsstelle gleichmäßig verteilt. Das führt zu dem Ergebnis, dass das Mastixharz, das isolierend oder als Feldregelung wirkt, am Abfließen gehindert wird, und folglich am Hinterlassen einer Lücke an bestimmten Stellen mit den daraus resultierenden Risiken einer teilweisen Entladung oder eines Produktausfalls.
  • Eine weitere Ausführungsform des vorliegenden Verfahrens gibt es, wobei die leitfähige Metallplattenbinde um die Verbindungsstelle herum gewickelt wird, wobei die leitfähigen Drähte der Drahtabschirmung bedeckt werden.
  • Die Metallplattenbinde kann daher leicht positioniert werden, wobei das Schieben des Kaltschrumpfverbindungsmantels über diese Metallplattenbinde vereinfacht wird.
  • Weitere Ausführungsformen der vorliegenden Kabelverbindung mit der verbesserten Abschirmungsverbindung und des Verfahrens zum Herstellen einer solchen Kabelverbindung sind in den anhängenden Patentansprüchen aufgeführt.
  • Die vorstehenden und weitere Aufgaben und Merkmale der Erfindung werden erkennbarer, und die Erfindung selbst wird am besten verstanden, wenn die nachfolgende Beschreibung über eine Ausführungsform gelesen wird, die in Zusammenhang mit den zugehörigen Zeichnungen erfolgt, welche zeigen:
  • 1 stellt zwei Kabel 10, 20 dar, die vorbereitet worden sind, um anhand einer erfindungsgemäßen Kabelverbindung miteinander verbunden werden zu können;
  • 2 zeigt einen Zwischenverbindungsschritt, bei dem die Verbindungsstelle mit einem eingezogenen Kaltschrumpfverbindungskörper 5 ummantelt ist und die Abschirmungsdrähte 12, 22 über die Außenkabelmantel 11, 21 zurückgebogen sind; und
  • 3 zeigt einen weiteren Zwischenverbindungsschritt, bei dem die Abschirmungsdrähte 12, 22 der Kabel 10, 20 über die ganze leitfähige Schicht 9 zurückgebogen und teilweise mit einer Plattenbinde aus Kupfer 30 ummantelt sind.
  • Die verschiedenen Schritte für die Ausführung einer Verbindungsstelle zwischen zwei Starkstromkabeln für relativ hohe Spannungen, 10 und 20, gemäß der Erfindung wird nachstehend beschrieben.
  • Die sich gegenüberliegenden Enden der Kabel, 10 und 20, die miteinander verbunden werden sollen, werden zunächst so vorbereitet, wie dies in 1 dargestellt ist. Die Enden der Kabel werden in die endgültige Position ausgerichtet und begradigt, wie dies dargestellt ist. Die Kabel werden dann über etwa 1 Meter Länge gereinigt. An der Mitte der Verbindungsstelle werden die Kabel ausgleichend zugeschnitten, so dass deren Enden in Kontakt kommen können.
  • Auf der einen Seite wird eine isolierende Verbindungsmantelanordnung, die aus einem Kaltschrumpfverbindungsmantel 3 hergestellt ist, der auf einem Kunststoffstützrohr 4 aufgespannt ist, über das Kabel 10 geschoben. Auf der anderen Seite wird eine isolierende Verbindungskörperanordnung, die aus einem Kaltschrumpfverbindungskörper 5 hergestellt und auf einem anderen Kunststoffstützrohr 6 aufgespannt ist, über das zweite Kabel 20 geschoben.
  • Die Außenhüllen bzw. Außenkabelmäntel 11, 21 werden dann entfernt, um die darunter liegenden Drahtabschirmungen 12, 22 der Kabel 10, 20 jeweils freizulegen. Die Drahtabschirmungen 12, 22 setzen sich aus Kupferdrähten zusammen, die über die Außenkabelmäntel 11, 21 zurückgebogen werden, um die darunter liegenden, stranggepressten und halbleitenden Abschirmungen 13, 23 freizulegen. Die Kupferdrähte 12, 22 werden begradigt und deren Enden werden jeweils auf den Außenkabelmänteln 11, 21 mit Haftklebebändern befestigt, wie am Beispiel von 7 und 8 zu sehen ist.
  • Auf jedem Kabel 10, 20 wird die stranggepresste. halbleitende Abschirmung 13, 23 entfernt, um die darunter liegende Kernisolierung 14, 24 freizulegen. Die Kabelvorbereitung wird durch das Entfernen der Kernisolierung 14, 24 fertiggestellt, um die blanken Leiter 15, 25 eines jeden Kabels freizulegen.
  • Diese blanken Leiter 15, 25 werden dann anhand eines Verbindungszylinders oder Verbindungsanschlussteils (nicht dargestellt) miteinander verbunden, das zum Beispiel der allgemein bekannte Crimpsteckverbinder sein kann. Ein abdichtendes Mastixharz kann verwendet werden, um die Lücken zwischen den Kernisolierungen und an beiden Enden des Steckverbinders aufzufüllen.
  • Eine halbleitende Platte (nicht dargestellt), die vorzugsweise größer als der Steckverbinder ist und daher zum Teil die blanken Enden der Kernisolierungen der beiden Kabel ummantelt, wird dann mittig ausgerichtet und um den Steckverbinder herumgelegt. Diese halbleitende Platte oder Schicht wird von den halbleitenden Abschirmungen 13, 23 der Kabel getrennt, das heißt, dass sie darin keinen Kontakt mehr mit diesen hat. Die Verbindungskörperanordnung mit dem aufgespannten Verbindungskörper 5 wird dann über die halbleitende Platte solange geschoben, bis sie mit dem Ende des Außenkabelmantels 11 des Kabels 10 bündig ausgerichtet ist, das heißt, mit dem Abbiegepunkt der Abschirmungsdrähte 12. Das Kunststoffstützrohr 6 wird aus der Verbindungskörperanordnung herausgezogen, so dass das vordere Ende des Verbindungskörpers von dessen Stützrohr 6 abfällt und weiter solange abfällt, bis der Verbindungskörper 5 die Verbindungsstelle zwischen den angebogenen Abschirmungsdrähten, 12 und 22, ummantelt, wie in 2 dargestellt ist. Das Stützrohr 6 wird daraufhin von der Verbindungsstelle entfernt.
  • Der Verbindungskörper 5 umfasst zumindest eine Isolierschicht, die in der Regel aus einer Gummiisolierung besteht. Außerdem kann der Verbindungskörper 5 eine darunter liegende Schicht aus Mastixharz umfassen. Dieses Mastixharz, das aus einem isolierenden und/oder Feld regelnden Mastixharz besteht, wird dann vorzugsweise auf dem Verbindungskörper bereitgestellt, als dass es vor der Positionierung auf diesem Verbindungskörper auf der Verbindungsstelle manuell hinzugefügt wird. Der Grund hierfür ist, dass das bereitgestellte Mastixharz auf dem Verbindungskörper an den Stellen der Verbindungsstelle exakt positioniert wird, an denen es sein muss, ohne dass eine zusätzliche Bearbeitung erforderlich ist. Außerdem kann der Verbindungskörper 5 auch mit einer äußeren, leitfähigen Schicht vorgesehen werden.
  • Wie in 3 dargestellt ist, wird ein Kupfergeflecht 9 über den Verbindungskörper 5 gewickelt. Diese leitfähige Schicht 9 ist mit beiden Enden des Verbindungskörpers 5 bündig ausgerichtet, das heißt, zwischen den abgebogenen Abschirmungsdrähten, 12 und 22, der 2. Die Kupferabschirmungsdrähte, 12 und 22, werden dann über jedes Ende des Kupfergeflechts 9 zurückgebogen, so dass sie gleichmäßig um den Umfang dieser leitfähigen Schicht verteilt sind. Die Kupferdrähte 12, 22, die zu kurz sind, um miteinander in Kontakt treten zu können, werden dann jeweils auf dem Geflecht 9 mit einem Streifen eines PVC-Haftklebebandes 31, 32 befestigt.
  • Eine dünne Kupferplatte 30 von etwa 0,2 bis 1 mm Stärke und 50 mm Breite wird um die Kupferdrähte 12, 22 auf den Drahtabschirmungen herumgewickelt, und sie ummantelt zumindest teilweise diese von beiden Seiten herkommenden Drähte. Es ist darauf zu achten, dass das PVC-Klebeband 31, 32 von der Kontaktfläche außerhalb, zwischen der leitfähigen Metallplatte 30 und den leitfähigen Drähten 12 und 22, fern gehalten wird. Die Platte 30 kann mit einem Haftklebeband befestigt werden, wobei alle blanken Metallteile mit einem Streifen eines PVC-Klebebandes (nicht dargestellt) ummantelt werden.
  • Um die Verbindungsstelle selbst besser auszugleichen, kann ein abdichtendes Mastixharz 33, 34 um die Kabelmäntel 11, 21 zu den Kupferdrähten 12, 22 hin angewendet werden.
  • Schließlich wird die Anordnung mit dem Kaltschrumpfverbindungsmantel 3, die auf deren Stützrohr 4 aufgespannt ist, über die leitfähige Metallplatte 30 und über die Abschirmungsdrähte, 12 und 22, solange geschoben, bis die Enden der Außenkabelmäntel 11, 21 der beiden Kabel, 10 und 20, jeweils bedeckt sind. Das Stützrohr 4 wird dann zunächst durch Herausziehen aus der Verbindungsmantelanordnung entfernt, so dass der vordere Verbindungsmantelabschluss des Außenkabelmantels 11 hin zu dem Außenkabelmantel 21 fällt und so die ganze Verbindungsstelle ummantelt.
  • Obzwar die Grundsätze der Erfindung in Zusammenhang mit einer speziellen Vorrichtung vorstehend beschrieben worden sind, ist eindeutig davon auszugehen, dass diese Beschreibung nur anhand eines Ausführungsbeispiels gemacht worden ist und nicht als eine Einschränkung bezüglich des Schutzumfangs der Erfindung ausgelegt werden darf, wie dieser in den anhängenden Patentansprüchen aufgeführt ist.

Claims (12)

  1. Kabelverbindung zwischen zwei Starkstromkabeln für relativ hohe Spannungen (10, 20), wobei jedes Kabel einen Leiter (15, 25) aufweist, der nachfolgend von einer Kernisolierung (14, 24), einer halbleitenden Abschirmung (13, 23), einer Drahtabschirmung (12, 22) und einem Außenkabelmantel (11, 21) umgeben ist, wobei die Kabelverbindung vom innersten Kern zur Außenseite der Reihe nach umfasst: ein Verbindungsanschlussteil für das Miteinanderverbinden der blanken Enden der Leiter; eine halbleitende Schicht für das Ummanteln des Verbindungsanschlussteils und der Enden von den Kernisolierungen, die jedoch von den halbleitenden Abschirmungen der beiden Kabel getrennt angeordnet ist; eine isolierende Schicht für das Ummanteln der halbleitenden Schicht und der blanken Enden der Kernisolierungen; eine leitfähige Schicht (9) für das Ummanteln der isolierenden Schicht; blanke Enden von den leitfähigen Drähten der Leitabschirmungen (12, 22); und einen isolierenden Verbindungsmantel (3) für das Ummanteln der Kabelverbindung, der die Enden des Außenkabelmantels von beiden Kabeln umschließt; dadurch gekennzeichnet, dass die blanken Enden der leitfähigen Drähte (12, 22) über die Umfangsfläche der darunter liegenden, leitfähigen Schicht (9) im Wesentlichen gleichmäßig verteilt sind; dadurch gekennzeichnet, dass eine leitfähige Metallplattenbinde (30) für das Ummanteln der Enden von den leitfähigen Drähten zwischen der leitfähigen Schicht und dem Isolierverbindungsmantel (3) vorgesehen ist; und dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsmantel aus einem einziehbaren Kaltschrumpfisoliermaterial hergestellt ist.
  2. Kabelverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die leitfähige Metallplattenbinde (30) aus Kupfer ist.
  3. Kabelverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die leitfähige Schicht (9), welche die isolierende Schicht ummantelt, aus einem Kupfergeflecht besteht.
  4. Verfahren zur Herstellung einer Verbindungsstelle zwischen zwei Starkstromkabeln für relativ hohe Spannungen (10, 20) gemäß Anspruch 1, wobei für jedes Kabel – ein Außenkabelmantel (11, 21) entfernt wird, um eine darunter liegende Drahtabschirmung (12, 22) freizulegen; – leitfähige Drähte der Drahtabschirmung über den äußeren Kabelmantel zurückgebogen werden, um eine darunter liegende, halbleitende Abschirmung (13, 23) freizulegen; – eine halbleitende Abschirmung entfernt wird, um eine Kernisolierung (14, 24) freizulegen; und – eine Kernisolierung entfernt wird, um einen blanken Leiter (15, 25) freizulegen, und – die blanken Leiter mit Hilfe eines Verbindungsanschlussteils miteinander verbunden werden; – das Verbindungsanschlussteil und zum Teil die Kernisolierungen mit einer halbleitenden Schicht ummantelt werden, die von der Kernisolierung (14, 24) getrennt angeordnet ist; – eine isolierende Schicht für die Ummantelung der halbleitenden Schicht und der blanken Enden der Kernisolierungen ausgerichtet wird; – die isolierende Schicht mit einer leitfähigen Schicht ummantelt wird; dadurch gekennzeichnet, dass vor diesen Schritten – eine Verbindungskörperanordnung, die aus einem Kaltschrumpfverbindungskörper (5) besteht, der die isolierende Schicht bildet und auf einem ersten Stützrohr (6) aufgespannt ist, über das erste (20) Kabel geschoben wird, und – eine Verbindungsmantelanordnung, die aus einem Kaltschrumpfverbindungsmantel (3) besteht, der auf einem zweiten Stützrohr (4) aufgespannt ist, über das zweite (10) Kabel geschoben wird; und gekennzeichnet dadurch, dass nach diesen Schritten – die leitfähigen Drähte über die leitfähige Schicht zurückgebogen werden, um so die ganze Oberfläche der leitfähigen Schicht im Wesentlichen peripher zu bedecken; – die Verbindungskörperanordnung über die halbleitende Schicht und die blanken Enden der Kernisolierungen geschoben wird, wobei das erste Stützrohr (6) entfernt wird; – die leitfähigen Drähte, die über die Umfangsfläche der leitfähigen Schicht verteilt sind, zumindest teilweise mit einer leitfähigen Metallplattenbinde (30) ummantelt werden, und – die Verbindungsmantelanordnung über die leitfähige Metallplattenbinde geschoben wird, um so die Enden des Außenkabelmantels von beiden Kabeln zu ummanteln, wobei das zweite Stützrohr (4) entfernt wird, so dass die Kabelverbindung, welche die Enden des Außenkabelmantels von den beiden Kabeln umschließt, mit Hilfe des Schrumpfverbindungsmantels (3) ummantelt wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei der Kaltschrumpfverbindungskörper (5) aus einer Isoliermaterialschicht besteht.
  6. Verfahren nach Anspruch 4, wobei der Kaltschrumpfverbindungskörper (5) aus einer Isoliermaterialschicht und einer inneren Schicht aus Mastixharz besteht.
  7. Verfahren nach Anspruch 5, wobei der Kaltschrumpfverbindungskörper (5) aus einer Isoliermaterialschicht und einer äußeren Schicht aus halbleitendem Material besteht.
  8. Verfahren nach Anspruch 4, wobei die leitfähige Metallplattenbinde (30) um die Kabelverbindung herumgewickelt wird und dabei die leitfähigen Drähte von den Drahtabschirmungen (12, 22) ummantelt.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei die leitfähige Metallplattenbinde (30) aus Kupfer hergestellt ist.
  10. Verfahren nach Anspruch 8, wobei die leitfähige Metallplattenbinde (30) und die leitfähigen Drähte von den Drahtabschirmungen (12, 22) mit einem Haftklebeband ummantelt sind.
  11. Verfahren nach Anspruch 4, wobei die leitfähige Schicht (9), die den Schrumpfverbindungskörper (5) ummantelt, ein Kupfergeflecht ist.
  12. Verfahren nach Anspruch 4, wobei der Schrumpfverbindungskörper (3) aus einem Isolierwerkstoff hergestellt ist.
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