DE60008852T2 - Verpackungseinheit - Google Patents

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Description

  • Die Erfindung betrifft eine Verpackungseinheit eines Mineralwolleprodukts mit einer Umhüllung aus Folie, Papier o. ä., insbesondere in der Form einer Rolle oder eines Plattenstapels, mit einer Traghilfe, welche an der Außenseite der Verpackungseinheit angeordnet ist und ein Untergreifen durch den Benutzer ermöglicht.
  • Die handelsüblichen Verpackungseinheiten für Mineralwolleprodukte sind in der Regel voluminös, weshalb sie bei einem Transport von Hand Probleme bereiten können. Üblicherweise müssen derartige Verpackungseinheiten hierbei mit beiden Armen umgriffen und gefaßt werden, um ein Entgleiten beim Tragen zu vermeiden, oder der Benutzer greift mit beiden Händen in die elastische Folienverpackung, um das Mineralwolleprodukt beim Tragen halten zu können, was aber zum einen erhöhte Fingerkraft erfordert und zum anderen die Folienverpackung beschädigen kann. Insbesondere beim aufeinanderfolgenden Transport einer Mehrzahl von Verpackungseinheiten ist somit der Benutzer körperlich relativ stark gefordert, was z. B. der Fall ist, wenn großflächige Bereiche wie Dächer etc. zu dämmen sind. Darüber hinaus können derartige Verpackungseinheiten auch ein beträchtliches Gewicht von beispielsweise mehr als 15 kg aufweisen, so daß die Unhandlichkeit beim Transport noch mehr zu tragen kommt.
  • Aus der EP 0 287 177 A1 ist hierzu bereits eine Verpackungseinheit bekannt, bei der als Umhüllung um ein aufgerolltes Mineralwolleprodukt eine Schrumpffolie dient, wobei die Rolle selbst mittig ein Sicherungsband gegen ein Entrollen aufweist. Als Traghilfe für den Transport ist hier ein Tragband vorgesehen, welches in Axialrichtung umlaufend um die Verpackungseinheit gespannt ist. Dabei ist das Tragband nicht fest mit der Verpackungseinheit verbunden, so daß ein Benutzer an allen Seiten mit der Hand unter das Tragband eingreifen kann, um die Verpackungseinheit aufzunehmen und zu tragen.
  • Ein derartiges Tragband hat jedoch den Nachteil, daß die Verpackungseinheit aus diesem herausgleiten kann, wodurch Beschädigungen am Mineralwolleprodukt auftreten können. Zudem ist dann ein gewisser Aufwand erforderlich, um die Verpackungseinheit wieder zuverlässig in den Umgriff des Tragbands zu bringen. Dieses Problem tritt insbesondere dann auf, wenn das Tragband nicht im Bereich des Schwerpunkts der Verpackungseinheit aufgegriffen wird. Dann führt die ungleiche Lastverteilung zu einem unterschiedlichen Kräfteeintrag am Tragband beiderseits der Hand des Benutzers, wodurch sich ein weniger belasteter Bereich des Tragbands von der Verpackungseinheit lösen kann. Diese bekannte Traghilfe erfordert daher eine sorgfältige Handhabung durch den Benutzer und ist störanfällig. Der aufeinanderfolgende Transport einer Mehrzahl von Verpackungseinheiten ist unter diesen Umständen ebenfalls schwierig und zeitraubend. Dieser Stand der Technik hat sich deshalb in der Praxis nicht durchgesetzt, zumal derartige Tragbänder zu kostenaufwendig sind und man mit diesen auch leicht an Hindernissen hängen bleiben kann.
  • Darüber hinaus sind auch Verpackungseinheiten für andere Produkte als Mineralwolleprodukte bekannt. Das Dokument FR 2 662 431 zeigt z.B. eine Spule aus einem aufgewickelten Faden, einer Kordel oder dgl., bei welcher das umlaufende Gurtband zur Stabilisierung der Spule dient, auch wenn der Faden oder dgl. bereits im wesentlichen abgezogen und die Spule dadurch zu wesentlichen Teilen aufgelöst ist. Der Tragebereich des Gurtbandes liegt dabei frei über der zentralen Öffnung der Spule vor.
  • Das deutsche Gebrauchsmuster G 91 07 799 U1 offenbart eine Gebinderolle aus Brennmaterialien in Brikettform. Ein umlaufend um die Gebinderolle angeordnetes Band weist elastisch verformbare Teilstücke auf, welche über den frei vorliegenden Zwischenräumen zwischen den zylinderförmigen Briketts zu liegen kommen. Somit ist eine Trageschlaufe ausgebildet.
  • Die US 2,021,787 offenbart eine herkömmliche Griffanordnung, bei welcher der Griff deutlich vom aufgegriffenen Körper übersteht.
  • Die US 3,031,359 offenbart ferner eine Griffanordnung, die ein drucksensitives Klebeband aufweist. Dieses Klebeband wird an den aufzugreifenden Gegenständen dadurch angebracht, daß eine zuvor freigelegte Klebefläche unter Druck an diesen Gegenstand angeklebt wird. Auf diese Weise kann ein Tragebereich hergestellt werden.
  • Die vorliegende Erfindung geht von dem Stand der Technik aus, der in der oben genannten EP 0 287 177 A1 gezeigt ist, da sich dieser auf eine Verpackungseinheit für ein Mineralwolleprodukt bezieht.
  • Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Verpackungseinheit eines Mineralwolleprodukts zu schaffen, die eine kostengünstige und sicher zu handhabende Traghilfe aufweist, damit der Benutzer das Mineralwolleprodukt leicht und ohne besondere Anleitung transportieren kann.
  • Diese Aufgabe wird durch eine Verpackungseinheit mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst, und insbesondere durch die Weiterbildung der gattungsgemäßen Verpackungseinheit mit den Merkmalen, daß als Traghilfe ein Streifen dient, der durch Klebung oder Siegelung mit der Außenseite der Umhüllung verbunden ist, wobei die Verbindung in wenigstens einem zum Untergreifen durch den Benutzer vorgesehenen Tragbereich unterbrochen ist.
  • Da die Verpackungseinheit ferner so ausgebildet ist, daß der wenigstens eine Tragbereich straff an der Außenseite der Verpackungseinheit anliegt, jedoch vom Benutzer untergriffen werden kann, lassen sich die speziellen Materialeigenschaften des Mineralwolleprodukts, nämlich dessen Elastizität, besonders vorteilhaft nutzen. Hierbei wurde erfindungsgemäß erkannt, daß es die Elastizität der Mineralwolle zuläßt, daß der nicht angeklebte Bereich des Streifens bei Nichtgebrauch dicht an der Außenseite des Produkts anliegen kann und somit keinen Angriffspunkt bietet, an dem die Verpackungseinheit während der Herstellung oder des Transports hängen bleiben könnte. Gleichzeitig läßt die Elastizität der Mineralwolle jedoch ein Untergreifen dieses Trag bereichs durch den Benutzer zu, ohne daß dieser hierzu eine wesentliche Kraft aufwenden müßte bzw. der Tragekomfort beschränkt wäre.
  • Die erfindungsgemäße Verpackungseinheit kann somit in einfacher Weise zuverlässig vom Benutzer gehalten und aufgenommen werden, um sie dann zum gewünschten Zielort von Hand zu transportieren. Hierzu ist der wenigstens eine Tragbereich gezielt an einer besonders geeigneten Stelle anordbar, so daß ein Aufgreifen durch den Benutzer an einer insbesondere hinsichtlich der Gewichtsverteilung ungünstigen Stelle der Verpackungseinheit zuverlässig vermieden ist. Die Handhabung vereinfacht und die Kraftanstrengung verringert sich dadurch wesentlich.
  • Ferner ist damit erstmals auch der Transport von voluminösen bzw. sperrigen und/oder relativ schweren Verpackungseinheiten mit geringen Mühen und ohne weitere Hilfsmittel von Hand möglich. Das Ankleben des zum Tragen dienenden Streifens an der Außenseite der Umhüllung schafft hierbei den wesentlichen Vorteil, daß ein Verrutschen oder gar ein Herausrutschen der Verpackungseinheit aus der Traghilfe nicht möglich ist. Daher ist z. B. auch möglich, eine großvolumige Verpackungseinheit, welche aufgrund ihrer Dimensionen nicht geradlinig von oben ergriffen werden kann, zuverlässig schräg von einer Seite aufzugreifen, ohne daß die Gefahr eines Entgleitens besteht.
  • Die erfindungsgemäß für das Tragen erforderliche Sorgfalt ist somit wesentlich geringer als beim Stand der Technik, ohne daß die Gefahr einer Beschädigung des Mineralwolleprodukts durch eine unsachgemäße Handhabung steigt. Daher können durch die Erfindung zeitlich wesentlich mehr Verpackungseinheiten transportiert werden als nach dem aufgezeigten Stand der Technik.
  • Von weiterem Vorteil ist es, daß eine erfindungsgemäße Verpackungseinheit auch einfacher auf der Schulter transportiert werden kann, da der Tragbereich ein zuverlässiges Festhalten ermöglicht.
  • Darüber hinaus eignet sich die erfindungsgemäße Traghilfe besonders bei Verpackungseinheiten die in einer Massenfertigung hergestellt werden, denn zum einen ist der zum Tragen vorgesehene Streifen erfindungsgemäß in wesentlichen Teilen durch Klebung oder Siegelung an der Verpackungseinheit fixiert, so daß überstehende Teile vermieden werden und das Risiko sehr gering ist, daß die Verpackungseinheit mit einem Tragbereich innerhalb einer Fertigungslinie hängen bleibt, und zum anderen läßt sich das Anbringen der Traghilfe automatisieren.
  • Die erfindungsgemäße Verpackungseinheit zeichnet sich somit dadurch aus, daß sie auf einfache und zuverlässige Weise bereitstellbar und sicher handhabbar ist, und sie läßt sich zudem leicht von Hand anheben, festhalten und tragen sowie besser am Zielort manipulieren.
  • Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der Unteransprüche.
  • Dadurch, daß der zum Tragen vorgesehene Streifen durchgehend einseitig mit Klebstoff versehen ist, wobei an dem wenigstens einen Tragbereich eine Abdeckung für den Klebstoff angeordnet ist, haftet dieser flächig an der Folienverpackung, so daß bei Belastung des Streifens während des Tragens die Kräfte gleichmäßig auf die Verpackungsfolie einwirken, ohne diese zu beschädigen, d. h. an den nicht abgedeckten Bereichen wirkt der Klebstoff unmittelbar mit der Folienumhüllung der Verpackungseinheit zusammen und sorgt so für eine zuverlässige Verbindung und somit für einen gleichmäßigen Lastabtrag zu dieser. Wenn dagegen die Enden des Streifens überlappend auf der Folienumhüllung miteinander verbunden sind, dann wird im wesentlichen keine Tragkraft auf die Folienumhüllung ausgeübt, sondern der Streifen bildet ein geschlossenes Band und somit eine Einheit für sich. Darüber hinaus wird durch die Abdeckung an gewünschten Stellen der Tragbereich bereitgestellt, wobei die Abdeckung hier zusätzlich als Verstärkung des Tragbandes in diesem Bereich dienen kann. Die Handhabung der Verpackungseinheit verbessert sich dadurch nicht unwesentlich, d. h. der Tragbereich wird dadurch griffiger für die untergreifende Hand.
  • Von weiterem Vorteil ist es, wenn die Abdeckung eine derartige Steifigkeit aufweist, daß insbesondere beim Tragen ein unerwünschtes Einschnüren des Streifens im Tragbereich im wesentlichen vermieden ist. Dadurch kann die Verpackungseinheit in bequemer Weise am Tragbereich aufgegriffen werden, da sich dadurch die Last der Verpackungseinheit nicht auf eine oder wenige Falten des Tragbereichs konzentriert, sondern sich somit im wesentlichen über die ganze Länge des untergriffenen Streifens verteilt und daher über einen wesentlichen Bereich der Handfläche, wodurch sich die Verpackungseinheit noch bequemer transportieren läßt.
  • Wenn der wenigstens eine Tragbereich eine Länge von 10 bis 30 cm, vorzugsweise 20 cm, und eine Breite von 2 bis 8 cm, vorzugsweise 3 cm aufweist, ist ein bequemer Eingriff durch die Hand des Benutzers möglich. Darüber hinaus ist die Breite des Tragbereichs dabei so gewählt, daß dieser gut in der Hand liegt.
  • Besonders vorteilhaft ist, wenn man zwei diametrial angeordnete Tragbereiche vorsieht, denn dann kann der Benutzer auf den für ihn am günstigsten vorliegenden Tragbereich zugreifen, ohne daß ein größeres Umwälzen der Verpackungseinheit erforderlich ist. Zudem ist es auch möglich, die Verpackungseinheit von zwei Personen transportieren zu lassen, von denen jeweils eine in einen der Tragbereiche eingreift. Bei einer Ausgestaltung der Tragbereiche zur Aufnahme nach Art eines Rucksacks ist durch die Ausbildung zweier Tragbereiche ohnehin eine zuverlässige und beidseitig gehaltene Aufnahme am Rücken des Benutzers möglich.
  • Von weiterem Vorteil ist es, wenn der Streifen quasi einstückig, d.h. umlaufend überlappend ausgebildet ist. Dadurch vereinfacht sich die Bereitstellung und Anbringung des zum Tragen vorgesehenen Streifens an der Verpackungseinheit wesentlich, denn dies läßt eine Automation in der Großserie zu.
  • Dadurch, daß der wenigstens eine Tragbereich bei der Anwendung über dem Schwerpunkt der Verpackungseinheit oder symmetrisch hierzu zu liegen kommt, verein facht sich der Transport der Verpackungseinheit weiter. Insbesondere kann so vermieden werden, daß ungleiche Lastverteilungen auftreten und der Benutzer muß nicht die Balance halten.
  • Die Erfindung wird nachfolgend in Ausführungsbeispielen anhand der Figuren der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
  • 1 eine perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit mit quer zur Hauptachse umlaufenden, überlappenden Tragstreifen;
  • 2 eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit mit einem in Richtung der Hauptachse umlaufenden Tragstreifen;
  • 3 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit mit einem in Richtung der Hauptachse verlaufenden Tragstreifen mit mehreren Tragbereichen;
  • 4 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit mit einem quer zur Hauptachse verlaufenden Tragstreifen;
  • 5 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit mit einem Tragstreifen an einer Stirnseite der Verpackungseinheit; und
  • 6 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verpackungseinheit mit einem Tragstreifen in Knochenform zur Ausbildung eines einzelnen Tragbereichs.
  • In 1 ist eine erste Ausführungsform einer Verpackungseinheit 1 dargestellt. Diese weist eine Rolle 2 aus Mineralwolle auf, welche durch eine Umhüllung 3 aus einer Kunststofffolie umschlossen ist. Ferner ist die Rolle 2 vollständig durch einen über der Umhüllung 3 angeordneten Tragstreifen 4 umschlungen. Letzterer besteht bevorzugt aus Polypropylen und hat eine Dicke von 80 μm. Es sind jedoch für die Streifen auch andere Kunststoffe wie Polyethylen oder Polyester geeignet, wobei die Foliendicke für die Streifen zwischen 50 und 100 μm liegen kann.
  • Der Tragstreifen 4 ist hierbei als eine Art einseitiges Klebeband ausgebildet und umgreift die Folienumhüllung 3 der Rolle 2 derart, daß die Enden des Tragstreifens 4 einander überlappen. Diese überlappende Anordnung hat insbesondere auch produktionstechnische Vorteile, die es erlauben, das nachträgliche Aufbringen des Tragsteifens zu automatisieren. Der Tragstreifen 4 ist zudem in Richtung der Hauptachse der Rolle 2 mittig angeordnet, so daß der Schwerpunkt der Verpackungseinheit innerhalb des durch den Tragstreifen 4 umschlossenen Bereichs zu liegen kommt. Als Kleber ist hier ein Acrylat vorgesehen, wobei sich Kautschuk hierfür auch eignen würde. Im Falle, daß der Tragstreifen durch Siegelung an der Folienumhüllung befestigt wird, muß der Kleber durch eine Erwärmung erst aktiviert werden.
  • Ferner ist auf der Klebeseite des Tragstreifens 4 an zwei diametralen Stellen eine hier nicht näher dargestellte Abdeckung mit einer Länge von 20 cm und einer dem Tragstreifen 4 entsprechenden Breite von 3 cm derart angeordnet, daß einander gegenüberliegend Tragbereiche 41 vorliegen, welche nicht mit der Folienumhüllung 3 verklebt sind. Von den beiden Tragbereichen 41 ist in 1 nur der im Vordergrund sichtbare zu sehen. Daher ist es einem Benutzer möglich, mit einer Hand in diesen Tragbereich einzugreifen und die Verpackungseinheit 1 zu transportieren, oder er muß die Verpackungseinheit kurz drehen, um an den anderen Tragbereich zu kommen. Der Tragbereich 41 ist in 1 wie auch in den nachfolgenden Figuren übertrieben abstehend dargestellt, um den Sachverhalt zu verdeutlichen. Tatsächlich liegen die Tragbereiche in diesen Ausführungsformen jeweils straff an der Außenseite der Umhüllung 3 bzw. am Mineralwolleprodukt an.
  • Die hier nicht im Detail dargestellte Abdeckung am Tragbereich 41 des Tragstreifens 4 kann z. B. auch als Schaumstoffstreifen ausgebildet sein, was den Tragekomfort verbessert. Was dagegen die Stabilität bzw. Steifigkeit des Tragstreifens 4 in diesem Bereich betrifft, so kann diese dadurch erhöht werden, in dem man hierfür einen PE-Folienstreifen mit einer Dicke zwischen 50 und 60 μm als Abdeckung verwendet. Darüber hinaus kann eine derartige Abdeckung auch mit einem Firmenlogo bedruckt sein.
  • In dem in 1 dargestellten Ruhezustand, d. h. wenn die Verpackungseinheit 1 nicht transportiert wird, liegt der Tragstreifen 4 mit den Tragbereichen 41 aufgrund der Elastizität des Rollenmaterials derart dicht an der Folienumhüllung 3 an, daß dieser praktisch hiervon nicht absteht und somit keine Angriffsfläche bildet, um bei der Herstellung als auch bei sonstigen Manipulationen störend zu wirken.
  • Die Anbringung des Tragstreifens 4 an die Folien- oder Papierumhüllung 3 erfolgt in einer für die Großserie geeigneten Weise, und zwar wird zuerst die Rolle 2 in einer sogenannten Wickelmaschine erzeugt und danach mit der Folienumhüllung 3 versehen. Danach wird die Rolle 2 positioniert und mit dem Tragstreifen 4 derart mittig umschlungen, daß dieser mit seinen. beiden Enden überlappt. Alternativ kann die Rolle 2 auch derart gedreht werden, daß sich der Tragstreifen 4 umlaufend festlegt.
  • In 2 ist eine weitere Ausführungsform einer Verpackungseinheit 1 dargestellt. In dieser Ausführungsform ist der zum Tragen vorgesehene Streifen 4 in Richtung der Längserstreckung der Rolle 2 axial angeordnet und umschließt die Verpackungseinheit 1 vollständig. Auch in dieser Ausführungsform ist beidseits der Rolle 2 jeweils ein Tragbereich 41 durch Abdecken des Klebebereichs ausgebildet.
  • 3 zeigt eine weitere Ausführungsform, in der der zum Tragen dienende Streifen 4 nur auf einer Längsseite der Verpackungseinheit 1 ausgebildet ist und drei Tragbereiche 41 durch Abdecken der Klebschicht aufweist. Ein entsprechender Streifen 4 als Traghilfe kann auch auf der gegenüberliegenden Seite der Rolle 2 angeordnet sein.
  • Gemäß der Darstellung in 4 ist der zum Tragen dienende Streifen 4 nur in einem Teilbereich des Umfangs der Rolle 2 ausgebildet. Der Klebebereich des Streifens 4 ist dabei ausreichend gewählt, um einen Tragbereich 41 mit gewünschter Breite bereitzustellen und die Aufnahme der Last zuverlässig zuzulassen.
  • In 5 ist eine weitere Ausführungsform der Verpackungseinheit 1 dargestellt, in der sich der zum Tragen dienende Streifen 4 über die Stirnseite der Rolle 2 erstreckt. Diese Ausführungsform ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn die Verpackungseinheit 1 vorzugsweise an der Stirnseite aufgegriffen werden soll.
  • Gemäß der Darstellung in 6 ist es zudem auch möglich, einen einzelnen Tragbereich 41 in Richtung der Hauptachse der Rolle 2 bereitzustellen, wobei die Traghilfe 4 hier in Knochenform ausgebildet ist, um bei einem relativ kurzen Tragstreifen eine größere Fläche zur Krafteinleitung in die Folienumhüllung 3 zu erhalten.
  • Die Erfindung läßt neben den hier aufgezeigten Ausführungsformen weitere Gestaltungsansätze zu.
  • So eignet sich die Erfindung nicht nur zur Anwendung an einer Rolle 2, sondern kann auch an mit einer Kunststoff- oder Papierfolie verpackten Plattenstapeln und anderen sperrigen Gegenständen verwendet werden. Darüber hinaus ist sie nicht auf die Anwendung an Mineralwolleprodukten beschränkt, so daß z.B. auch Kunststoffprodukte etc. erfindungsgemäß transportiert werden können.
  • Die Verpackungseinheit 1 kann auch z.B. als Doppelrolle ausgebildet sein, wobei der Tragbereich 41 dann vorzugsweise so anzuordnen ist, daß er über dem Schwerpunkt der gesamten Verpackungseinheit oder wenigstens symmetrisch hierzu zu liegen kommt.
  • Ferner können auch mehrere erfindungsgemäße Traghilfen insbesondere gleichmäßig beabstandet vom Schwerpunkt angeordnet sein, um z.B. bei einer Doppelrolle ein beidhändiges Aufgreifen bei symmetrischer Lastverteilung zu ermöglichen.
  • Zudem kann der zum Tragen dienende Streifen 4 auch aus einem Textilband bestehen. Das Anbringen derartiger Streifen 4 auf der Folienumhüllung 3 kann auch durch ein Heißsiegeln oder durch einen separat an den gewünschten Stellen aufgetragenen Klebstoff erfolgen. Dann kann auf die Bereitstellung einer Abdeckung für die Herstellung der Tragbereiche verzichtet werden.
  • Ferner kann die Traghilfe 4 aus einem Stück hergestellt oder auch durch Anordnen mehrerer Einzelstreifen zur Ausgestaltung der Tragbereiche 41 ausgebildet sein.
  • Wie aus den verschiedenen Ausführungsformen erkennbar ist, kann die Anzahl und Ausrichtung der Tragbereiche in gewünschter Weise gewählt bzw. an die jeweiligen Erfordernisse angepaßt werden.
  • Die wirksame Länge des Tragbereichs läßt sich in gewünschter Weise bereitstellen, wobei hier der jeweilige Anwendungsfall wie z.B. ein einhändiges oder beidhändiges Aufgreifen der Verpackungseinheit 1 zu berücksichtigen ist.
  • Der Tragbereich 41 kann ferner farblich derart gestaltet sein, daß er sofort als solcher erkennbar ist.
  • Die Erfindung schafft somit eine Verpackungseinheit 1, bei der als Traghilfe ein Streifen 4 derart an eine Verpackungsfolie 3 angebracht ist, daß an vorbestimmten Stellen oder rund herum Tragbereiche 41 ausgebildet sind, die nicht mit der Verpackungsfolie 3 verbunden sind. In diese Tragbereiche 41 kann der Benutzer mit einer Hand derart eingreifen, daß ein leichtes Anheben und einfaches Tragen der Verpackungseinheit 1 möglich ist.

Claims (11)

  1. Verpackungseinheit (1) eines Mineralwolleprodukts mit einer Umhüllung (3) aus Folie, Papier o. ä., insbesondere in der Form einer Rolle oder eines Plattenstapels, mit einer Traghilfe, welche ein an der Außenseite der Verpackungseinheit (1) angeordneter Streifen ist und ein Untergreifen durch den Benutzer ermöglicht, dadurch gekennzeichnet, daß der Streifen (4) durch Klebung oder Siegelung mit der Außenseite der Umhüllung (3) verbunden ist, wobei die Verbindung in wenigstens einem Tragbereich (41) unterbrochen ist, der gezielt an einer besonders geeigneten Stelle angeordnet ist und straff an der Außenseite der Umhüllung (3) anliegt, dabei jedoch aufgrund der Elastizitätseigenschaften der Mineralwolle durch den Benutzer untergriffen werden kann.
  2. Verpackungseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Streifen (4) durchgehend einseitig mit Klebstoff versehen ist, wobei an dem zum Untergreifen vorgesehenen Tragbereich (41) eine Abdeckung für den Klebstoff angeordnet ist.
  3. Verpackungseinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung eine derartige Steifigkeit aufweist, daß insbesondere beim Tragen ein unerwünschtes Einschnüren des Streifens (4) im Tragbereich (41) im wesentlichen vermieden ist.
  4. Verpackungseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Streifen (4) die Verpackungseinheit (1) ganz umgreift, wobei die Enden des Streifens (4) vorzugsweise überlappend miteinander verbunden sind.
  5. Verpackungseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der wenigstens eine Tragbereich (41) eine Länge von 10 bis 30 cm, vorzugsweise 20 cm und eine Breite von 2,0 bis 8,0 cm, vorzugsweise 3 cm, aufweist.
  6. Verpackungseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwei diametral angeordnete Tragbereiche vorgesehen sind.
  7. Verpackungseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der zum Tragen vorgesehene Streifen (4) einstückig oder umlaufend überlappend ausgebildet ist.
  8. Verpackungseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der wenigstens eine Tragbereich (41) bei der Anwendung über dem Schwerpunkt der Verpackungseinheit (1) oder symmetrisch hierzu zu liegen kommt.
  9. Verpackungseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Streifen (4) durch eine Folie gebildet ist, die vorzugsweise aus Polyethylen, Polyester oder Polypropylen besteht und eine Dicke von 50 bis 100 μm aufweist.
  10. Verpackungseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß als Klebstoff für den Streifen (4) ein Acrylat oder Kautschuk dient.
  11. Verpackungseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der wenigstens eine Tragbereich (41) farblich gestaltet ist oder eine Abdeckung hierfür ein gedrucktes Logo aufweist, so daß er sofort als solcher erkennbar ist.
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