DE60009469T2 - Unabhängige zwirneinheit - Google Patents
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Description
- GEGENSTAND DER ERFINDUNG
- Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bezieht sich, wie der Titel bereits besagt, auf eine unabhängige Torsionsvorrichtung, welche als diese zur Speisung von Spinn- und Zwirn- sowie anderen Arbeitsmaschinen in der Textilindustrie unter Anwendung von Materialien wie Glas- oder Polyamidderivaten, technischen Fäden und anderen Produkten benutzt wird.
- HINTERGRUND DER ERFINDUNG
- In der Textilindustrie werden eine Reihe von Maschinen eingesetzt, welche zur Herstellung von Garn, zum Zwirnen von Fäden, zur Anfertigung von Bindfäden oder Kordeln sowie für andere ähnliche Vorgänge dienen und mittels eigener Vorrichtungen der besagten Maschinen von verschiedenen feststehenden Spulen gespeist werden. Bei diesen Vorrichtungen handelt es sich um Beschickungsrollen, welche mit den Spindeln der besagten Maschinen synchronisiert sind, um auf diese Weise den gewünschten Torsionsgrad für den durchzuführenden Arbeitsvorgang zu erzielen.
- Die Produktivität dieses aus den Spindeln und den zugehörigen Beschickungsrollen bestehenden Tandems wird von der Speisungsgeschwindigkeit in Bezug auf den erforderlichen Torsionsgrad jedes einzelnen Arbeitsvorgangs begrenzt.
- BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
- Die unabhängige Torsionsvorrichtung setzt sich aus zwei eindeutig differenzierbaren Einheiten zusammen: ein Gehäuse-Rahmen sowie eine Programmier- und Steuereinheit. Im Gehäuse-Rahmen ist eine Spindel sowie eine Spule, ein Elektromotor, ein Antriebsriemen, eine Garnführung, eine vertikale Ablenkrolle, eine horizontale Ablenkrolle und ein Impulslesegerät untergebracht. Bei der Spindel handelt es sich um einen vorzugsweise senkrechten Bestandteil, welcher aus verschiedenen Einzelteilen besteht und sich auf einer Halterung mit einem Lager, welches an der Platte des Gehäuse-Rahmens befestigt ist, um die eigene Achse dreht. Die Spule versorgt die besagte Spindel mit dem zu verarbeitenden Material, wobei die Spindel mit einer Ausrichtungskapazität von 0° bis 45° (bei jenen Spindeltypen, wo dies erforderlich ist) versehen ist. An der Unterseite der besagten Spindel ist eine Riemenscheibe angebracht, welche mittels eines flachen und vorzugsweise gezahnten Keilriemens von der Riemenscheibe des Elektromotors in Bewegung versetzt wird.
- Die Programmier- und Steuereinheit, welche den Motor versorgt und überwacht, setzt sich aus einem Prozessor, einer Programmiertastatur und einem Frequenzwandler zusammen. Dem zu verarbeitenden Faden stehen, je nachdem, welche Spindelart eingesetzt wird, zwei verschiedene Wege offen: entweder der obere Weg, über welchen der Faden zur Garnführung sowie zur oberen Ablenkrolle geleitet wird, oder der abwärts führende Weg, über welchen der Faden über die untere Ablenkrolle zur waagrechten Ablenkrolle geführt wird und der Faden somit leichter austreten und der zentralen Verarbeitungsmaschine zugeführt werden kann.
- KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
- Zur näheren Erläuterung des Gegenstands der vorliegenden Erfindung wird im Folgenden eine, auf den beigefügten Abbildungen basierende Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform der unabhängigen Torsionsvorrichtung, dem Gegenstand der vorliegenden Erfindung, zur Verfügung gestellt:
-
1 – Schematische Darstellung der unabhängigen Torsionsvorrichtung. -
2 – Schaltplan der unabhängigen Torsionsvorrichtung. - BEVORZUGTE AUSFÜHRUNGSFORM DER ERFINDUNG
- Die im Folgenden dargelegte Beschreibung dieser bevorzugten Ausführungsform bezieht sich auf eine unabhängige Torsionsvorrichtung mit nur einer Spindel, obwohl die besagte Vorrichtung je nach den Merkmalen der zu beschickenden zentralen Verarbeitungsmaschine eine unbestimmte Anzahl an Spindeln, von einer bis zu dreihundert Einheiten, beherbergen kann. Ebenso handelt es sich bei der schematisch dargestellten Spindel um keinen bestimmten Spindeltyp, da in diese unabhängige Torsionsvorrichtung Spindeln jedweder Art, welche üblicherweise zur Speisung von Spinn- und Zwirn- sowie anderen Arbeitsmaschinen in der Textilindustrie unter Anwendung von Materialien wie Glas- oder Polyamidderivaten, technischen Fäden und anderen Produkten benutzt werden, eingebaut werden können. In dieser Hinsicht können Ringspindeln zum Zwirnen und Spinnen, Hohlachsspindeln, Doppeldrahtspindeln des so genannten "Boot"-Systems, Spindeln des so genannten "Verseil"-Systems, Doppel-, Dreifach- und Vierfachdrahtspindeln für Horizontalbetrieb, etc. verwendet werden.
- Die unabhängige Torsionsvorrichtung besteht aus zwei eindeutig differenzierbaren Einheiten: ein Gehäuse-Rahmen (
1 ) und eine Programmier- und Steuereinheit (2 ). Im Gehäuse-Rahmen (1 ) sind die Spindel und die Spule (22 ), der Elektromotor (3 ), der Antriebsriemen (4 ), die Garnführung (5 ), die vertikale Ablenkrolle (6 ), die horizontale Ablenkrolle (7 ) sowie das Impulslesegerät (8 ) untergebracht. Bei der Spindel (22 ) handelt es sich um einen vorzugsweise senkrechten Bestandteil, welcher aus verschiedenen Einzelteilen besteht und sich auf einer Halterung mit einem Lager (9 ), welches an der Platte (10 ) des Gehäuse-Rahmens (1 ) befestigt ist, um die eigene Achse dreht. Die Spule (11 ) versorgt die besagte Spindel (22 ) mit dem zu verarbeitenden Material, wobei die Spindel mit einer Ausrichtungskapazität von 0° bis 45° (bei jenen Spindeltypen, wo dies erforderlich ist) versehen ist. An der Unterseite der besagten Spindel (22 ) ist eine Riemenscheibe (12 ) angebracht, welche mittels eines flachen und vorzugsweise gezahnten Keilriemens (13 ) von der Riemenscheibe (14 ) des Elektromotors (3 ) in Bewegung versetzt wird. - Die Programmier- und Steuereinheit, welche den Motor (
3 ), der in manchen Fällen mit einem eigenen Impulslesegerät (17 ) ausgestattet ist, versorgt und überwacht, setzt sich aus einem Prozessor (14 ), einer Programmiertastatur (15 ) und einem Frequenzwandler (16 ) zusammen. - Wie den Ausführungen in der einleitenden Präambel dieses Abschnitts zu entnehmen ist, stehen dem zu verarbeitenden Faden (
18 ), je nachdem, welche Spindelart (11 ) eingesetzt wird, zwei verschiedene Wege offen: entweder der obere Weg (19 ), über welchen der Faden (18 ) zur Garnführung (5 ) sowie zur oberen Ablenkrolle (6A ) geleitet wird, oder der abwärts führende Weg (20 ), über welchen der Faden über die untere Ablenkrolle (6B ) zur waagrechten Ablenkrolle (7 ) geführt wird und der Faden somit leichter austreten und der zentralen Verarbeitungsmaschine zugeführt werden kann. - Zur Inbetriebnahme der unabhängigen Torsionsvorrichtung wird diese Vorrichtung zuerst an eine Stromversorgungsquelle angeschlossen und der gewünschte Torsionsgrad, mit welchem der Faden (
18 ) versehen werden soll, über die Programmiertastatur (15 ) programmiert und danach wird der besagte Faden (18 ), welcher die Vorrichtung über die waagrechte Ablenkrolle (7 ) verlässt, mit jenem Faden, welcher in der zentralen Verarbeitungsmaschine bearbeitet wird, versplissen. Da die besagte Maschine auf eine bestimmte Betriebsgeschwindigkeit programmiert wird, hängt die lineare Austrittsgeschwindigkeit des Fadens (18 ) von der besagten Geschwindigkeit ab, wobei die besagte Geschwindigkeit vom Impulslesegerät (8 ) gemessen wird, welches die Information an den Prozessor (14 ) weiterleitet. Der besagte Prozessor (14 ) vergleicht die besagte Austrittsgeschwindigkeit des Fadens (18 ) mit dem über die Programmiertastatur (15 ) programmierten Torsionsgrad und generiert folglich den erforderlichen Befehl, welcher zum Frequenzwandler (16 ) geschickt wird (16 ), der seinerseits dem Motor (3 ) die erforderliche Kraft zuführt, sodass dieser mit der geeigneten Drehzahl läuft, um mittels der Rotation der Spindel (11 ) jenen Torsionsgrad zu erzielen, mit welchem der Faden (18 ) in die zentrale Verarbeitungsmaschine eintritt. Nur für den Fall, dass der auszuführende Arbeitsvorgang einen hohen Präzisionsgrad erfordern sollte, vergleicht der Frequenzwandler (16 ) andererseits selbst den vom Prozessor (14 ) geschickten Befehl mit dem vom Motorimpulslesegerät (3 +17 ) ausgegebenen Realwert, um auf diese Weise die Drehzahl des besagten Motors (3 ) erneut anzupassen. - Nach dieser vollständigen Beschreibung der Merkmale der vorliegenden Erfindung sowie der Art und Weise dieselbe in eine praktische Ausführungsform zu bringen, sollte nur noch hinzugefügt werden, dass es möglich ist, die Form, Materialien und Anordnung der vorliegenden Erfindung als Ganze oder von deren Bestandteilen zu verändern, insofern die in den nachfolgenden Patentansprüchen aufgeführten Merkmale durch die besagten Abänderungen nicht grundlegend modifiziert werden.
Claims (5)
- Unabhängige Fadentorsionsvorrichtung für die Speisung von Spinn- und Zwirnmaschinen sowie anderen Maschinen, die Zugkraft auf den besagten Faden ausüben, bestehend aus einem Gehäuse-Rahmen (
1 ), in welchem eine Spindelachse (22 ), ein elektrischer Motor (3 ), ein Treibriemen (4 ), eine Garnführung (5 ), eine vertikale Ablenkrolle (6A ) oder (6B ) eine horizontale Ablenkrolle (7 ) und ein Impulslesegerät (8 ) untergebracht sind, sowie aus einer Programmier- und Steuereinheit (2 ), welche sich aus einem Prozessor (14 ), einer Programmiertastatur (15 ) und einem Frequenzwandler (16 ) zusammensetzt und den Motor versorgt und überwacht, dadurch gekennzeichnet, dass der Torsionsgrad des Fadens (18 ), mit welcher die zentrale Verarbeitungsmaschine gespeist wird, programmiert werden kann und dass der besagte Torsionsgrad des besagten Fadens (18 ) konstant und unabhängig von jener Geschwindigkeit gehalten wird, mit welcher der besagte Faden von der zentralen Verarbeitungsmaschine aus der unabhängigen Torsionsvorrichtung herausgezogen wird. - Unabhängige Torsionsvorrichtung für die Speisung von Spinn- und Zwirnmaschinen sowie anderen Maschinen, die Zugkraft auf den besagten Faden ausüben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Synchronisierung zwischen der Faden (
18 ) -Zuführungsgeschwindigkeit der zentralen Verarbeitungsmaschine und der Geschwindigkeit (3 ) des Antriebsmotors der Spindel (22 ) der unabhängigen Torsionsvorrichtung durch die Bewegung des Fadens (18 ) selbst erzielt wird, wenn dieser durch die horizontale Ablenkrolle (7 ) läuft, welche mit einem Impulslesegerät (8 ) ausgestattet ist, wobei sich die Notwendigkeit jedweder anderen elektrischen, mechanischen oder andersartigen Verbindung oder Kopplung mit dem Außenbereich erübrigt, wodurch der unabhängigen Torsionsvorrichtung hinsichtlich der verschiedenen Maschinen, welche von der besagten unabhängigen Torsionsvorrichtung gespeist werden können, vollständige Autonomie verliehen wird. - Unabhängige Fadentorsionsvorrichtung für die Speisung von Spinn- und Zwirnmaschinen sowie anderen Maschinen, die Zugkraft auf den besagten Faden ausüben nach Anspruch 1, bei welcher der gewünschte Torsionsgrad des Fadens (
18 ) in der besagten Vorrichtung mithilfe der Programmierungstastatur (15 ) programmiert wird und der besagte Faden (18 ), welcher die Vorrichtung über die horizontale Rolle (7 ) verlässt, mit jenem Faden versplissen wird, welcher von der zentralen Verarbeitungsmaschine bearbeitet wird, die auf eine bestimmte Betriebsgeschwindigkeit programmiert ist, wodurch die Austrittsgeschwindigkeit des besagten Fadens (18 ) von der besagten programmierten Geschwindigkeit beeinflusst wird, wobei die besagte Austrittsgeschwindigkeit vom Impulslesegerät (8 ) gemessen wird, welches die Information zum Prozessor weiterleitet (14 ); der besagte Prozessor vergleicht die besagte Austrittsgeschwindigkeit des Fadens (18 ) mit dem über die Tastatur programmierten Torsionsgrad (15 ); dadurch gekennzeichnet, dass der besagte Prozessor (14 ) die für die Erzielung des programmierten Torsionsgrads erforderliche Motordrehzahl berechnet und den entsprechenden Befehl an den Frequenzumwandler sendet (16 ), welcher wiederum den Motor (3 ) mit der erforderlichen Kraft versorgt, damit dieser infolge der Spindelumdrehung (11 ) mit der passenden Geschwindigkeit rotiert um den Torsionsgrad zu erzielen, wobei der Faden mit diesem besagten Torsionsgrad (18 ) der zentralen Verarbeitungsmaschine zugeführt wird. - Unabhängige Fadentorsionsvorrichtung für die Speisung von Spinn- und Zwirnmaschinen sowie anderen Maschinen, die Zugkraft auf den besagten Faden ausüben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei hohen Präzisionsansprüchen hinsichtlich des Torsionsgrads der Motor (
3 ) mit einem eigenen Impulslesegerät (17 ) ausgestattet wird, dessen Output zurück zum Frequenzumwandler (16 ) geleitet wird, welcher nach Vergleich mit dem vom Prozessor (14 ) gesandten Befehl die Drehzahl des Motors (3 ), welcher die Torsion erzielt, justiert. - Unabhängige Fadentorsionsvorrichtung für die Speisung von Spinn- und Zwirnmaschinen sowie anderen Maschinen, die Zugkraft auf den besagten Faden ausüben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass diese verschiedene Aufgaben, wie Fadenzwirnen, Durchführung einer Anfangstorsion, Verspleißen mehrerer Fäden oder Überziehen von Fäden, Kabeln oder Fasern, erledigen kann.
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