DE60010A - Anreifsvorrichtung für Stahlstimmen - Google Patents
Anreifsvorrichtung für StahlstimmenInfo
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Description
Pa τ en τ-Anspruch:
Eine Anreifsvorrichtung für Stahlstimmen, bei welcher die Drehung der Anreifsrädchen (F)
durch von einer Feder (N) beeinflufste, auf einer Welle (L) dreh- und verschiebbar gelagerte
Hebel (M) bewirkt wird, welche durch die Oeffnungen des Notenblattes hindurch
hinter die Zähne der Anreifsrädchen fassen.
. Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
Claims (1)
- KAISERLICHESPATENTAMT.PATENTSCHRIFTKLASSE Sl: Musikalische Instrumente.Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. December 1890 ab.Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Vorrichtung zum Anreifsen von Stahlstimmen in mechanischen Musikwerken, die mittelst gelochter Notenblätter gespielt werden.Zur Erläuterung dieser Erfindung dient nachstehende Beschreibung und die beiliegende Zeichnung, auf welch letzterer darstellt:Fig. ι eine theilweise Oberansicht eines Spielwerkes,Fig. 2 eine dergleichen Seitenansicht im Schnitt nach Linie X-X,Fig. 3 eine dergleichen im Schnitt nach Linie Z-Z in Fig. 4,Fig. 4 eine Vorderansicht im Schnitt nach Linie Y-Y in Fig. 1,Fig. 5 bis 8 ebenfalls Vorderansichten im Schnitt, die verschiedenen Stellungen der einzelnen Theile während des Spieles zeigend.Auf der Grundplatte A sind die Lagerständer der Radchenwelle E und der Träger C des Stimmenkammes D angeordnet. Für jede Stimme ist zwischen je zwei Ständern B ein Anreifsrädchen auf die Welle E gesteckt. Das Notenblatt H wird auf die Decke G des Instrumentes gelegt und von der in einem Scharnier / beweglichen Klappe K niedergehalten. Innerhalb der Klappe K sind auf der Welle L die mit einer länglichen Durchlochung versehenen Hebel MM1 aufgesteckt. An jedem der Hebel ist eine Feder N angehängt, die mit ihrem anderen Ende an dem Stift O befestigt wird. Die Zugrichtung der Feder N gegen MM1 ist schräg zu der Bewegungsrichtung des Notenblattes.So lange eine ungelochte Stelle des Notenblattes unter der Spitze M1 durchgeht wird der Hebel MM1 durch die Feder N in der durch Fig. 4 veranschaulichten Stellung gehalten. Gelangt jedoch eine Durchlochung des Notenblattes unter die Spitze des Hebels MM1, so senkt sich derselbe, dem Zuge der Feder N folgend, durch dasselbe und stellt sich gegen die gerade Fläche des Zahnes F1 am Rädchen F, Fig. 5.Bei dem Weitergehen des Notenblattes fafst dann die Endkante des Loches in dem Notenblatt H den Hebel und verursacht eine Drehung desselben, wobei durch den auf den Zahn F1 ausgeübten Druck das Rad F gedreht wird. Die gebogene Fläche des Zahnes F" reifst, wie Fig. 6 zeigt, bei der Drehung die StimmeD an.Bei der weiteren Drehung des Rädchens F gelangt dasselbe in die durch Fig. 7 veranschaulichte Stellung. Die Spitze M1 ist hier im Begriff den Zahn F1 freizugeben. Die auf F1 bezw. F" folgenden Zähne nehmen jetzt die Stellungen ein, welche F1 und F" zuvor gemäfs Fig. 4 inne hatten.Bei der Weiterbewegung des Notenblattes H wird M' schliefslich über dessen Oberfläche gedrängt und alsdann durch die Feder N zurückgezogen werden, so dafs sich der beschriebene Vorgang wiederholen kann.Die Auswechselung eines abgespielten Notenblattes erfolgt einfach, indem die sie auf den Deckel zwecks guten Aufliegens anpressende Druckklappe K um das Scharnier J gehoben und das Blatt gegen ein anderes vertauscht wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE60010A true DE60010A (de) |
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