DE60011011T2 - Anzündvorrichtung für eine Treibladung - Google Patents

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Description

  • Das technische Gebiet der Erfindung betrifft Zündvorrichtungen für eine Treibladung, die in einer zylindrischen Hülse einer Munition enthalten ist.
  • Die Erfindung zielt insbesondere auf Zündvorrichtungen ab, die wenigstens ein lineares, energetisches Zündelement, wie eine Schnur, einsetzen.
  • Derartige Zündvorrichtungen sind insbesondere aus den Patenten US-5325785 und US-5129324 bekannt.
  • Bei der Herstellung von Munitionen mit Kartuschen von jedem Kaliber wird mehr und mehr versucht, die herkömmlichen Zündungsrohre (wie sie zum Beispiel durch das Patent FR 2593905 beschrieben werden) durch lineare, energetische Elemente zu ersetzen. Diese Elemente ermöglichen es, die Zündung für die modernen Munitionen, die eine große Länge und/oder ein Pulvervolumen besitzen, das für die Flamme eines herkömmlichen Zünders schwer zugänglich ist und das zum Beispiel um ein Leitwerk eines Projektils herum angeordnet ist, zu optimieren.
  • Diese energetischen Elemente sind mit einem gemeinsamen Mittel zur Initiierung verbunden, und sie ermöglichen es, eine Mehrpunkt-Zündung der Treibladung zu gewährleisten.
  • Diese Elemente sind zum Beispiel in der Form von Fäden, Folien, Fasern oder Schnüren ausgeführt. Sie umfassen zum Beispiel eine pyrotechnische Zusammensetzung, wie Schwarzpulver, oder eine Zusammensetzung, die Bor und Kaliumnitrat oder auch Aluminium und Kaliumperchlorat oder noch Magnesium/Polytetrafluorethylen/Kopolymer von Chlorfluorethylen (Magnesium /Teflon (eingetragenes Warenzeichen)/Viton (eingetragenes Warenzeichen)) verknüpft.
  • Die Zusammensetzung ist in einem Träger verpackt, zum Beispiel einem Rohr aus Kunststoff.
  • Die energetischen Elemente können ebenfalls ein oder mehrere Sekundärsprengstoffe umfassen (Hexogen, Oktogen), die fest mit dem Träger verbunden sind.
  • Je nach verwendetem energetischem Material ist die Fortpflanzung der Zündung mehr oder weniger schnell (Verbrennungsreaktion, Verpuffung oder Detonation) und die radiale Wirksamkeit der Zündung, die durch das energetische Element gewährleistet wird, ist ebenfalls mehr oder weniger groß.
  • Entsprechend der Munitionen sind die energetischen Elemente an der inneren Fläche der Hülse oder an einem hinteren Abschnitt des Projektils befestigt.
  • Mit derartigen Zündvorrichtungen ergibt sich das Problem, diese Vorrichtungen in die Hülse der Munition einzusetzen, und insbesondere das des Zusammenschließens der verschiedenen energetischen Elemente mit einem gemeinsamen Mittel zum Zünden, zum Beispiel einem axialen Zünder, der an einem Geschoßboden der Hülse der Munition befestigt ist.
  • Tatsächlich wird die Treibladung bei herkömmlichen Munitionen im Allgemeinen vor dem Einbringen des Zündungsrohres in der Hülse angeordnet. Dieses Letztere wird zu allerletzt durch ein axiales Loch des Geschossbodens eingeführt und durch einfaches Verschrauben befestigt. Eine solche Lösung ist ungeeignet für eine Zündvorrichtung, die verschiedene Elemente vereinigt, welche im Inneren der Hülse gleichmäßig verteilt sind.
  • Um dieses Problem zu lösen, schlägt das Patent US 5325785 vor, einen Halter für Schnüre vorzusehen, der den hinteren Teil des Projektils überdeckt, und auf dem ein Zündhalter festgeschraubt wird.
  • Eine derartige Lösung weist dennoch Nachteile auf. Zuallererst ist der Schnur-Halter ein Glied, das den hinteren Teil des Projektils im Bereich des Leitwerks umgibt. Dieses Glied besitzt eine komplizierte Form, es umfasst Längs-Rillen, welche die Schnüre aufnehmen und Nuten, die mit den Flügeln des Leitwerks zusammenwirken.
  • Das Anbringen dieses Glieds ist nicht leicht, insbesondere wenn die Schnüre fest mit der inneren Fläche der Hülse verbunden sind.
  • Eine solche Lösung kann nur ausgewählt werden, wenn sich das Leitwerk des Projektils sehr dicht am Geschossboden der Hülse befindet. Außerdem kann ein solches Glied zum Festhalten, das fest mit dem Projektil verbunden ist, Gefahr laufen, dessen ballistische Leistungen zu stören.
  • Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Zündvorrichtung vorzuschlagen, welche keine solchen Nachteile aufweist.
  • Die durch die Erfindung vorgeschlagene Zündvorrichtung ist einfach, kostengünstig und ermöglicht es, die Arbeiten zur Beschickung mit Pulver und zum Zusammenbau der Hülse zu vereinfachen.
  • Sie ist leicht an jede Art von Munition anzupassen, welche Länge das Projektil auch hat, flügelstabilisiert oder nicht. Gegenstand der Erfindung ist somit eine Zündvorrichtung für eine Treibladung, die in einer zylindrischen Hülse einer Munition enthalten ist, wobei die Vorrichtung wenigstens ein lineares, energetisches Zündelement und eine Mittel zum Initiieren dieses Letzteren umfasst, wobei das Mittel zum Initiieren ein rohrförmiges Glied umfasst, das im Bereich eines Verschluss-Bodens der Hülse angeordnet ist und eine Kammer abgrenzt, die mit einer pyrotechnischen Zusammensetzung zur Initiierung kommuniziert, wobei das rohrförmige Glied ein axiales Loch umfasst, das dafür vorgesehen ist, den Durchgang und den Zugang in die Kammer des oder der linearen Zündelemente, die im Wesentlichen im Bereich der Achse der Hülse angeordnet sind, zu ermöglichen, wobei die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, dass sie wenigstens zwei energetische, lineare Zündelemente umfassen kann, wobei diese Elemente über wenigstens einen Teil ihrer Länge derartig verbunden sind, dass sie eine Litze bilden, die im Wesentlichen im Bereich der Achse der Hülse angeordnet ist und die durch das axiale Loch hindurch in die Kammer des rohrförmigen Glieds eindringt.
  • Die Kammer kann wenigstens ein ringförmiges Zündrelais einschließen.
  • Das axiale Loch des rohrförmigen Glieds kann einen Durchmesser besitzen, der im Wesentlichen gleich dem der Litze ist.
  • Vorteilhafterweise kann die Litze eine Länge aufweisen, die größer oder gleich 50 mm ist.
  • Die Litze kann über eine Länge von wenigstens 15 mm in das rohrförmige Glied eindringen.
  • Das oder die linearen, energetischen Zündelemente können im Bereich eines hinteren Abschnittes eines Projektils befestigt sein, das in der Hülse angeordnet ist.
  • Das oder die linearen, energetischen Zündelemente können alternativ im Bereich einer inneren, zylindrischen Fläche der Hülse befestigt sein.
  • Das rohrförmige Glied kann aus einem brennbaren und/oder energetischen Material hergestellt sein.
  • Die Mittel zur Initiierung können einen Zünd-Block umfassen, an dem das rohrförmige Glied befestigt ist, wobei der Zünd-Block eine pyrotechnische Zusammensetzung zur Initiierung, wie einen Zünder, und wenigstens ein Zündrelais umfasst.
  • Das rohrförmige Glied kann fest mit einer Mulde verbunden sein, die ein Verschließen des Bodens der Hülse gewährleistet und durch Befestigungsmittel fest mit einer zylindrischen Wand der Hülse verbunden ist.
  • Die Erfindung wird anhand der Lektüre der folgenden Beschreibung von verschiedenen Ausführungsformen besser verstanden, wobei die Beschreibung sich auf die beigefügten Abbildungen bezieht, in denen:
  • 1 den Geschossboden und den hinteren Abschnitt der Hülse einer Munition mit großem Kaliber im Längsschnitt darstellt, die eine Zündvorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung tragen,
  • 2 den Geschossboden und den hinteren Abschnitt der Hülse einer Munition mit großem Kaliber im Längsschnitt darstellt, die eine Zündvorrichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung tragen.
  • Bezug nehmend auf 1 umfasst eine Munition 1, zum Beispiel mit großem Kaliber (größer als 90 mm) für eine Panzerkanone, ein Projektil 2, das im Inneren einer Hülse 3 aus brennbarem Material, zum Beispiel aus mit Nitrozellulose imprägniertem Karton, angeordnet ist.
  • Die Hülse schließt eine Treibladung 4 in der Form eines körnigen Treibpulvers ein und sie wird an ihrem hinteren Abschnitt durch einen metallischen Geschossboden 5, der eine Dichtungslippe 6 aus Kautschuk trägt, verschlossen.
  • Die Hülse 3 weist einen Boden 13 als Mulde auf, die sich der Form einer inneren Fläche des Geschossbodens 5 anschmiegt. Dieser Letztere ist an der Hülse 3 mit Hilfe einer Federscheibe 12 befestigt, die sich in eine Nut 14, die von einer axialen Verlängerung 15 des Geschossbodens 5 getragen wird, einfügt.
  • Lediglich der hintere Abschnitt des Projektils 2 ist hier in schematischer Art und Weise dargestellt. Das Projektil trägt ein Leitwerk 7, und es besitzt eine Länge, so dass das Leitwerk 7 sich in der Nähe des Geschossbodens 5 befindet (in der Größenordnung von 150 mm).
  • Die Zündvorrichtung der Treibladung 4 umfasst hier drei lineare, energetische Zündelemente 8.
  • Diese Elemente sind zum Beispiel Schnüre, die mit einer pyrotechnischen Zusammensetzung durchsetzt sind. Derartige Elemente sind dem Fachmann wohlbekannt und bilden nicht den Gegenstand der vorliegenden Erfindung, und sie werden daher nicht weiter im Detail beschrieben.
  • So wie sie hier dargestellt sind, können die Schnüre am hinteren Abschnitt des Projektils 2 befestigt sein, zum Beispiel durch Klebung oder durch Befestigung mittels eines Klebebandes.
  • Die Schnüre können alternativ auf die innere, zylindrische Fläche der brennbaren Hülse 3 geklebt sein (Schnüre 8a, die in gestrichelten Linien dargestellt sind).
  • In allen Fällen und gemäß der Erfindung sind die Schnüre über wenigstens einen Teil ihrer Länge derartig verbunden, dass sie eine Litze 9 bilden, die im Wesentlichen im Bereich der Achse 21 der Hülse 3 angeordnet ist.
  • Diese Verbindung wird zum Beispiel mittels eines Klebebandes 31 oder eines Rings gewährleistet.
  • Die Länge L1 der Litze ist vorzugsweise größer als 50 mm, was der Litze eine gewisse Festigkeit verleiht und es ermöglicht, deren hinteres Ende in die Nähe des Bodens der Hülse zuzuführen.
  • In den Fällen, in denen nur eine einzige Schnur einzusetzen gewünscht wird (zum Beispiel eine auf der inneren, zylindrischen Fläche der Hülse 3 zu einer Spirale gerollte und geklebte Schnur), wird sichergestellt, dass sich eine bestimmte Länge L des Endes der Schnur im Wesentlichen im Bereich der Achse der Hülse befindet und zwar in analoger Art und Weise wie bei der in 1 dargestellten Litze.
  • Die Schnüre werden so ausgewählt, dass sie eine ausreichende Festigkeit ausweisen, um das Festhalten der Litze 9 (oder auch der Schnur selbst) im Bereich der Achse 21 zu gewährleisten.
  • Bei mangelnder ausreichender Festigkeit kann eine Rohr-Ausfütterung aus Karton vorgesehen werden (nicht dargestellt), die das Ende der Schnur oder der Litze im Bereich der Achse 21 anordnet. Diese Ausfütterung ist derart durchbrochen, dass das Einbringen des Pulvers nicht gestört wird.
  • Gemäß der Erfindung umfasst das Mittel zur Initiierung ein rohrförmiges Glied 10 aus Metall, das im Bereich des Bodens 10 der Hülse angeordnet ist. Konkret ist dieses Glied 10 am Geschossboden 5 durch Gewinde befestigt. Es begrenzt eine zylindrische Kammer 11, in deren Inneres die Litze 9 (oder das Ende der Schnur, falls nur eine einzige Schnur eingesetzt wird) eindringt.
  • Um den Durchgang der Litze 9 zu ermöglichen, umfasst das rohrförmige Glied 10 ein axiales Loch 16. Dieses Loch wird hier von einem Deckel 17 getragen, der durch Gewinde an dem rohrförmigen Glied befestigt ist.
  • Die Litze 9 dringt über eine Länge L2 von wenigstens 15 mm in das rohrförmige Glied ein. Es wird so gewährleistet, eine Länge von Schnüren in der Kammer 11 zu haben, die ausreichend ist, um eine zuverlässige und reproduzierbare Zündung aller Schnüre zu ermöglichen. Außerdem vermeidet eine derartige Anordnung einen Austritt der Litze aus der Kammer als Folge von Schwingungen beim Transport und beim Einsatz der Munition.
  • Die Kammer 11 kommuniziert mit einer pyrotechnischen Zusammensetzung zur Initiierung 18, die ein Zündhütchen bekannter Bauart ist, das elektrisch oder auch durch Perkussion initiiert werden kann.
  • Ein pyrotechnisches Zündrelais 19 ist hier zwischen das Zündhütchen 18 und die Litze 9 eingefügt.
  • Gemäß der Ausführungsform, die in dieser Figur gezeigt ist, schließt die Kammer ebenfalls ringförmige Preßlinge 20 aus einer pyrotechnischen Zusammensetzung als Zündrelais ein. Es können zum Beispiel Preßlinge aus Schwarzpulver oder auch aus einer herkömmlichen pyrotechnischen Zusammensetzung verwendet werden (die zum Beispiel Aluminium und Kupferoxid oder Bor und Kaliumnitrat verknüpft). Die Preßlinge 20 werden durch den aufgeschraubten Deckel 17 in dem rohrförmigen Glied 10 axial festgehalten.
  • Die Relais 19 und 20 werden zum Beispiel durch eine Zusammensetzung gebildet, wie: Schwarzpulver, Aluminium (20% in Masse)/Kupferoxid (CuO 80% in Masse), Bor (20% in Masse)/Kaliumnitrat (KNO3 80% in Masse).
  • Die Montage der Munition 1 wird in der folgenden Weise durchgeführt: Zuallererst werden die Hülse 3 und der Geschossboden 5, der nicht das rohrförmige Glied 10 trägt, zusammengeschlossen.
  • Die Schnüre 8a werden, je nach dem, an der inneren Fläche der Hülse 3 befestigt, oder es werden auch die Schnüre 8 am Projektil 2 befestigt. Bei dieser Befestigung wird das Ende der Schnüre derart zusammengeschlossen, dass sie die Litze 9 bilden.
  • Das Projektil wird an der Hülse durch ein geeignetes Mittel, zum Beispiel einen wie von EP 307307 beschriebenen Verbindungsring, befestigt.
  • Die Beschickung mit Treibpulver wird schließlich durchgeführt, indem die Pulverkörner durch die axiale Öffnung des Geschossbodens 5 zugeführt werden.
  • Wenn die Beschickung von Pulver beendet ist, wird das rohrförmige Glied 10 eingesetzt, indem es an den Geschossboden 5 angeschraubt wird.
  • Auf Grund der Positionierung des Litze (oder der einzelnen Schnur) im Bereich der Achse 21, gewährleistet das Verschrauben des rohrförmigen Glieds 10 das Einführen der Litze 9 in die Kammer 11, die durch das rohrförmige Glied abgegrenzt wird.
  • Der Durchmesser des Lochs 16 wird größer als jener der Litze gewählt (Lochdurchmesser von 4 bis 20 mm in Abhängigkeit von der Anzahl der Schnüre), um das Einsetzen des rohrförmigen Glieds zu erleichtern. Es ist zu sehen, dass Dank der Erfindung ein gewisser Spielraum ermöglicht wird, was die Positionierung der Litze in Bezug auf die Achse 21 der Hülse als auch die Länge der Litze, die in die Kammer 11 eindringt, betrifft. Daraus ergeben sich eine leichte Montage und eine Flexibilität bei der Anpassung einer gegebenen Zündvorrichtung an verschiedene Arten von Munitionen.
  • Außerdem ist die Herstellung einer Litze mit Hilfe von Klebeband leicht und schnell und es nicht notwendig ist, am Projektil ein mechanisches Glied zu befestigen, das Gefahr läuft, dessen Flug zu stören.
  • Als Variante ist es möglich die Zahl der Preßlinge 20 als Zündrelais, die in der Kammer 11 angeordnet sind, zu variieren. Es ist eventuell möglich, keine davon vorzusehen.
  • Die Befestigungsmittel können ebenfalls unterschiedlich sein. Das rohrförmige Glied kann geklebt, gepresst oder durch Bajonett-Montage befestigt sein. Es kann aus einem oder mehreren Teilen bestehen.
  • 2 stellt eine weitere Ausführungsformen einer Vorrichtung gemäß der Erfindung dar.
  • Diese Form unterscheidet sich von der Vorhergehenden im Wesentlichen in der Form des rohrförmigen Glieds 10 und in der Struktur der Form der Verbindung des Geschossbodens 5 mit der Hülse 3.
  • Gemäß dieser Form wird der Verschluss-Boden von einer Mulde 22 gebildet, die zum Beispiel aus Kunststoff, wie Polyamid, hergestellt ist. Diese Mulde ist durch Befestigungsmittel, die hier Nieten sind, die gleichmäßig über den Umfang verteilt sind, fest mit der Hülse 3 verbunden (wobei nur die Achsen 23 der Nieten dargestellt sind).
  • Diese Mulde 22 weist eine seitliche Öffnung 24 auf, die dafür vorgesehen ist, das Füllen der Hülse mit den Körnern der Treibladung 4 zu erlauben.
  • Die Mulde 22 trägt ebenfalls das rohrförmige Glied 10, das an einem Zünd-Block 25 festgeschraubt ist. Die Mulde 22 umfasst so einen zentralen Kragen 26, der zwischen einer Wulst 27 des Zünd-Blocks 25 und einer ringförmigen Fläche 28 des rohrförmigen Glieds 10 eingeklemmt wird.
  • Der Geschossboden 5 wird an der Hülse befestigt, nachdem das Füllen mit Pulver erfolgt ist. Er umfasst eine axiale, glatte Bohrung 29, die auf eine hintere, zylindrische Verlängerung des Zünd-Blocks ausgerichtet ist. Der Geschossboden 5 stützt sich gegen den Wulst 27 des Zünd-Blocks ab und wird mit einer Mutter 30 festgesetzt, die auf einen Gewindeabschnitt der hinteren Verlängerung des Zünd-Blocks geschraubt wird.
  • Die Mutter 30 fügt sich vollständig in eine Senkung 32 des Geschossbodens 5 ein. Sie umfasst Löcher (nicht dargestellt), die es ermöglichen, sie mit Hilfe einer Zange von bekannter Bauart anzuziehen.
  • Wie bei der vorangegangenen Ausführungsform grenzt das rohrförmige Glied 10 eine Kammer 11 ab, welche die Litze 9 auf nimmt.
  • Der Zünd-Block 25 trägt ein Zündhütchen 18 und ein pyrotechnisches Relais 19.
  • In der Kammer 11 ist kein Preßling als Relaisladung angeordnet. Aber es ist selbstverständlich möglich, derartige Preßlinge wie bei der vorhergehenden Ausführungsform und in Abhängigkeit von den Merkmalen einer gegebenen Munition in dieser Kammer anzuordnen.
  • Das rohrförmige Glied 10 kann aus Metall oder aus Kunststoff hergestellt sein.
  • Da es bei dieser Ausführungsform nicht die Aufgabe übernimmt, die von der Treibladung erzeugten Gase abzudichten, kann es ebenfalls Vorteilhafterweise aus einem brennbaren oder energetischen Material, zum Beispiel einer Zusammensetzung, die einen Oxidator (Kaliumnitrat oder -chlorat) und einen Binder (Polyurethan, Epoxydharz) verknüpft, bestehen.
  • Es gewährleistet nun selbst die Aufgabe, die von den Preßlingen als Relais-Zusammensetzung 20, die in Bezug auf 1 beschrieben wurden, erfüllt wurde.
  • Die Montage der Munition 1 wird in der folgenden Weise durchgeführt:
    Die Schnüre 8a werden, je nach dem, an der inneren Fläche der Hülse 3 befestigt, oder die Schnüre 8 werden am Projektil 2 befestigt. Bei dieser Befestigung wird das Ende der Schnüre derart zusammengeschlossen, dass sie die Litze 9 bilden.
  • Das Projektil wird an der Hülse durch ein geeignetes Mittel, zum Beispiel einen wie von EP 307307 beschriebenen Verbindungsring, befestigt.
  • Die Hülse 3 und die Mulde 22 werden zusammengeschlossen, wobei die Letztere das rohrförmige Glied 10 und den Zünd-Block 25 trägt.
  • Die Beschickung mit Treibpulver wird durchgeführt, indem die Pulverkörner durch die Öffnung 24 der Mulde 22 zugeführt werden. Wenn die Beschickung mit Pulver beendet ist, wird der Geschossboden 5 an der Mulde 22 mit Hilfe der Mutter 30 befestigt.
  • Einer der Vorteile dieser Ausführungsform ist es, dass sich die Litze 9 vor dem Einbringen des Pulvers in die Kammer 11 des rohrförmigen Glieds 10 eingeführt befindet. Es wird so eine gute Positionierung der Litze gewährleistet, die von den Körnern des Pulvers nicht verschoben werden kann.
  • Außerdem können sich die Körner des Pulvers bei der Beschickung um die Litze herum fügen, wobei das rohrförmige Glied ein Volumen um die Litze 9 herum abgrenzt.
  • Es ist bei dieser Ausführungsform möglich, für das axiale Loch 16 einen Durchmesser vorzusehen, der im Wesentlichen gleich dem der Litze ist, und es wird so ein radiales Festhalten dieser Letzteren gewährleistet.
  • Als Variante können das rohrförmige Glied 10 und die Mulde 22 Vorteilhafterweise durch Klebung befestigt werden, oder können diese beiden Elemente auch aus einem einzigen Stück hergestellt sein. Eine derartige Anordnung ermöglicht es, den Zünd-Block 25 erst zu befestigen, nachdem die Beschickung mit Pulver vorgenommen wurde. Es wird so die Sicherheit bei der Durchführung der Beschickung erhöht.

Claims (10)

  1. Zündvorrichtung für eine Treibladung (4), die in einer zylindrischen Hülse (3) einer Munition (1) enthalten ist, wobei die Vorrichtung wenigstens ein lineares, energetisches Zündelement (8, 8a) und eine Mittel zum Initiieren dieses Letzteren umfasst, wobei das Mittel zum Initiieren ein rohrförmiges Glied (10) umfasst, das im Bereich eines Verschluss-Bodens (13, 22) der Hülse angeordnet ist und eine Kammer (11) abgrenzt, die mit einer pyrotechnischen Zusammensetzung zur Initiierung (18) kommuniziert, wobei das rohrförmige Glied ein axiales Loch (16) umfasst, das dafür vorgesehen ist, den Durchgang und den Zugang in die Kammer des oder der linearen Zündelement (8, 8a), die im Wesentlichen im Bereich der Achse (21) der Hülse angeordnet sind, zu ermöglichen, wobei die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, dass sie wenigstens zwei energetische, lineare Zündelemente (8, 8a) umfasst, wobei diese Elemente über wenigstens einen Teil ihrer Länge derartig verbunden sind, dass sie eine Litze (9) bilden, die im Wesentlichen im Bereich der Achse (21) der Hülse angeordnet ist und die durch das axiale Loch (16) hindurch in die Kammer (11) des rohrförmigen Glieds (10) eindringt.
  2. Zündvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammer (11) wenigstens ein ringförmiges Zündrelais (20) einschließt.
  3. Zündvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das axiale Loch (16) des rohrförmigen Glieds (10) einen Durchmesser besitzt, der im Wesentlichen gleich dem der Litze (9) ist.
  4. Zündvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Litze (9) eine Länge aufweist, die größer oder gleich 50 mm ist.
  5. Zündvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Litze (9) über eine Länge von wenigstens 15 mm in das rohrförmige Glied (10) eindringt.
  6. Zündvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die linearen, energetischen Zündelemente (8) im Bereich eines hinteren Abschnittes eines Projektils (2) befestigt sind, das in der Hülse angeordnet ist.
  7. Zündvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die linearen, energetischen Zündelemente (8a) im Bereich einer inneren, zylindrischen Fläche der Hülse (3) befestigt sind.
  8. Zündvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das rohrförmige Glied (10) aus einem brennbaren und/oder energetischen Material hergestellt ist.
  9. Zündvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Initiierung einen Zünd-Block (25) umfassen, an dem das rohrförmige Glied (10) befestigt ist, wobei der Zünd-Block eine pyrotechnische Zusammensetzung zur Initiierung (18), wie einen Zünder, und wenigstens ein Zündrelais (19) umfasst.
  10. Zündvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das rohrförmige Glied (10) fest mit einer Mulde (22) verbunden ist, die ein Verschließen des Bodens der Hülse (3) gewährleistet und durch Befestigungsmittel fest mit einer zylindrischen Wand der Hülse verbunden ist.
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