DE60011355T2 - Anbringungssystem für eine intravaskuläre Prothese - Google Patents

Anbringungssystem für eine intravaskuläre Prothese Download PDF

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    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F2/00Filters implantable into blood vessels; Prostheses, i.e. artificial substitutes or replacements for parts of the body; Appliances for connecting them with the body; Devices providing patency to, or preventing collapsing of, tubular structures of the body, e.g. stents
    • A61F2/95Instruments specially adapted for placement or removal of stents or stent-grafts
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Freisetzung eines Gegenstandes, insbesondere einer Prothese in einem menschlichen oder tierischen Kanal sowie ein Implantationssystem mit einer derartigen Vorrichtung und einem den Gegenstand tragenden Katheter.
  • Das Dokument DE-U-297 17 110 gilt als nächstliegender Stand der Technik.
  • Die vorliegende Erfindung wird insbesondere, aber nicht ausschließlich, zur Implantation einer Prothese in eine Arterie des menschlichen Körpers, insbesondere in die Bauchaorta, angewendet.
  • Es ist bekannt, dass die Implantation von arteriellen Prothesen, wie zum Beispiel solchen, die durch die Dokumente EP-0461 791, WO-95/21592 und EP-0 880 948 offenbart sind, im Allgemeinen mit Hilfe eines Katheters durchgeführt wird, der insbesondere auf bekannte Weise umfasst:
    • – eine tragende Hülle, die im distalen Teil Dilatationsmittel umfasst, zum Beispiel eine Dilatationsnase mit oder ohne aufblasbaren Ballon, und die die Prothese trägt;
    • – eine Zwischenhülle zum Schieben, die die tragende Hülle teilweise umgibt und in der Lage ist, in Bezug auf die Letztgenannte zu gleiten; und
    • – eine äußere Schutzhülle, die das distale Ende der tragenden Hülle zumindest teilweise umgibt, die die Zwischenhülle teilweise umgibt und die in der Lage ist, in Bezug auf die Letztgenannte zu gleiten.
  • Auf bekannte Weise weist die Implantation der Prothese in eine Arterie im Allgemeinen die drei folgenden, nacheinander durchgeführten Phasen auf, die insbesondere mittels Röntgen verfolgt werden können, indem man zum Beispiel strahlenundurchlässige Elemente auf dem Katheter und/oder der Prothese vorsieht:
    • – eine Anfangsphase, während der die Prothese mit Hilfe des Katheters, dessen drei oben genannte Hüllen fest miteinander verbunden sind, zumindest in die Nähe ihrer zukünftigen Position in der Arterie gebracht wird. Um beispielsweise eine verzweigte intraaortale Prothese, zum Beispiel von dem Typ, wie sie im Dokument EP-0 461 791 beschrieben ist, zwischen den Hüftarterien und den Nierenarterien in die Bauchaorta einzusetzen, wird im Allgemeinen der Katheter im Bereich der Oberschenkelarterien in den menschlichen Körper eingeführt, und der distale Teil des Katheters, der die Prothese trägt, wird über die Hüftarterien in die Aorta eingeführt;
    • – eine Freisetzungsphase, während der die Prothese in der Arterie freigegeben wird. Zu diesem Zweck ist es insbesondere erforderlich, die äußere Schutzhülle in Bezug auf die Zwischenhülle derart gleiten zu lassen, dass die äußere Hülle den distalen Teil des Katheters und insbesondere den Bereich, in dem sich die Prothese befindet, freigibt; und
    • – eine Phase des Herausziehens des Katheters aus dem menschlichen Körper.
  • Im Rahmen der vorliegenden Erfindung interessiert man sich insbesondere, aber nicht ausschließlich, auf die Freisetzungsphase.
  • Bei der Durchführung dieser Freisetzungsphase bringt der Chirurg, der die Implantation der Prothese durchführt, oder einer seiner Assistenten im Allgemeinen die äußere Hülle in Bezug auf die Zwischenhülle manuell zum Gleiten, indem er zwei extrakorporale Teile der Hüllen derart in die Hand nimmt, dass die oben genante Freigabe der Prothese erzielt wird.
  • Da es manuell daher im Allgemeinen stoßweise durchgeführt wird, ist dieses Gleiten (und somit auch die Freisetzung der Prothese) wenig präzise und unregelmäßig. Außerdem ist es schwierig bzw. manchmal sogar unmöglich durchzuführen:
    • – da die Hüllen im Allgemeinen glatt sind; und vor allem
    • – da es erforderlich ist, insbesondere zur Freisetzung großer Prothesen, wie der oben genannten verzweigten intraaortalen Prothesen, große Kraft aufzuwenden.
  • Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, diesen Mängeln abzuhelfen. Sie betrifft eine Vorrichtung, die es ermöglicht, in einem menschlichen oder tierischen Kanal auf einfache Weise eine Freisetzung eines Gegenstandes, insbesondere einer Prothese durchzuführen, wobei diese Freisetzung präzise ist, ohne ruckartige Bewegungen erfolgt und bei der keine Gefahr besteht, den Kanal zu verletzen, wobei der Gegenstand von einem Katheter getragen und in den menschlichen oder tierischen Kanal eingeführt wird, wobei der Katheter eine erste und eine zweite Hülle (in dem oben genannten Beispiel eine Zwischenhülle und eine äußere Schutzhülle) umfasst, die teilweise in den Kanal eingeführt werden, auf teleskopische Weise montiert sind und in Bezug zueinander gleiten können, und als Reaktion auf ein entsprechendes relatives Gleiten zwischen der ersten und der zweiten Hülle die Freisetzung des Gegenstandes durchführt.
  • Zu diesem Zweck ist die erfindungsgemäße Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass sie umfasst:
    • – ein Gehäuse;
    • – erste Befestigungsmittel, die einen extrakorporalen Teil der ersten Hülle an dem Gehäuse befestigen können;
    • – eine bewegliche Laufvorrichtung, die an dem Gehäuse montiert ist, derart, dass sie in Bezug auf das Letztgenannte bewegt werden kann;
    • – zweite Befestigungsmittel, die einen extrakorporalen Teil der zweiten Hülle an der beweglichen Laufvorrichtung befestigen können; und
    • – steuerbare Antriebsmittel, die die bewegliche Laufvorrichtung in Bezug auf das Gehäuse bewegen können.
  • Auf diese Weise wird dank der Erfindung das relative Gleiten zwischen der ersten und zweiten Hülle durch die erfindungsgemäße Vorrichtung hervorgerufen. Genauer gesagt wird dieses Gleiten durch die Bewegung der beweglichen Laufvorrichtung (an der eine Hülle befestigt ist) in Bezug auf das Gehäuse (an dem die andere Hülle befestigt ist) hervorgerufen. Dies erfolgt automatisch oder durch das Aufwenden einer geringen Kraft (je nach der betreffenden Ausführungsform der Antriebsmittel, wie dies unten genauer beschrieben wird), die nicht mit der oben genannten Kraft vergleichbar ist, die von einem Chirurgen üblicherweise ohne Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung aufgewendet werden müsste.
  • Wie man weiter unten noch genauer sehen wird, kann die Freisetzung des Gegenstandes daher wie folgt durchgeführt werden:
    • – auf kontinuierliche und regelmäßige Weise, d.h. ohne ruckartige Bewegungen;
    • – ohne Gefahr zu laufen, den Kanal zu verletzen; und
    • – auf sehr präzise Weise,
    • und dies einzig und einfach durch die Kontrolle der Bewegung der beweglichen Laufvorrichtung.
  • Im Rahmen der vorliegenden Erfindung können die zu diesem Zweck verwendeten Antriebsmittel auf verschiedene Weise ausgeführt sein.
  • Insbesondere umfassen die Antriebsmittel auf vorteilhafte Weise:
    • – in einer ersten Ausführungsform eine Schraube ohne Ende, die mit einem in der Laufvorrichtung vorgesehenen Innengewinde zusammenarbeitet und die durch einen steuerbaren Motor angetrieben wird;
    • – in einer zweiten Ausführungsform ein Zahnriemensystem, das auf die Laufvorrichtung einwirkt und ebenfalls durch einen steuerbaren Motor angetrieben wird;
    • – in einer dritten Ausführungsform – ein elastisches Mittel, vorzugsweise eine Feder, das auf unter Federkraft stehende Weise zwischen dem Gehäuse und der Laufvorrichtung montiert ist, derart, dass es die Letztgenannte in Bezug auf das Gehäuse bewegen kann; und – eine steuerbare Stoppvorrichtung, die die Bewegung der beweglichen Laufvorrichtung in Bezug auf das Gehäuse stoppen kann; und
    • – in einer vierten Ausführungsform ein Hebelsystem, das manuell betätigt oder gesteuert werden kann.
  • Außerdem kann in der ersten und zweiten Ausführungsform der Motor, vorzugsweise ein Elektromotor, der durch eine Batterie oder das Stromnetz gespeist wird, automatisch durch ein programmierbares Element, zum Beispiel einen elektronischen Chip, gesteuert werden. In diesem Fall kann die Freisetzungsphase automatisch nach einem im Vorhinein erstellten Programm durchgeführt werden.
  • Darüber hinaus ist die Laufvorrichtung auf bewegliche Weise auf vorzugsweise geraden Führungsschienen montiert, die mit dem Gehäuse fest verbunden sind.
  • Außerdem umfasst gemäß der Erfindung das Gehäuse der Vorrichtung auf vorteilhafte Weise:
    • – ein durchsichtiges Fenster, das es ermöglicht, einen Teil (der sich im Inneren des Gehäuses befindet) von mindestens einer der Hüllen von außen zu sehen, was es ermöglicht, das relative Gleiten zwischen den beiden Hüllen und somit den Fortschritt der Phase der Freisetzung des Gegenstandes visuell zu verfolgen; und/oder
    • – es ist in zwei Teilen ausgeführt, die mindestens teilweise voneinander getrennt und fest miteinander verbunden werden können, was es ermöglicht, einen Katheter auf einfache Weise in dem Gehäuse und somit in der erfindungsgemäßen Vorrichtung zu montieren; und/oder
    • – es weist eine längliche Form auf, die einen Bereich zum manuellen Ergreifen umfasst, der an die Hand eines Benutzers der Vorrichtung angepasst ist, was es insbesondere ermöglicht, das Ergreifen der Vorrichtung mit der Hand und ihre Handhabung zu erleichtern.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein System zur Implantation eines Gegenstandes, insbesondere einer Prothese in einen menschlichen oder tierischen Kanal, insbesondere in eine Arterie.
  • Gemäß der Erfindung ist das System dadurch gekennzeichnet, dass es umfasst:
    • - einen Katheter, der – den Gegenstand tragen und in den menschlichen oder tierischen Kanal einführen kann; – eine erste und eine zweite Hülle umfasst, die teilweise in den Kanal eingeführt werden können, auf teleskopische Weise montiert sind und in Bezug zueinander gleiten können; und – als Reaktion auf ein entsprechendes relatives Gleiten zwischen der ersten und der zweiten Hülle die Freisetzung des Gegenstandes durchführen kann; und
    • – eine Vorrichtung wie die oben genannte, zur Freisetzung des Gegenstandes in dem menschlichen oder tierischen Kanal, indem sie das relative Gleiten zwischen der ersten und der zweiten Hülle hervorruft.
  • Außerdem umfasst auf vorteilhafte Weise mindestens eine der Hüllen ein Antirefluxventil, was es ermöglicht, bei der Implantation in eine Arterie oder ein Blutgefäß zu verhindern, dass Blut über den Katheter aus der Arterie oder dem Blutgefäß fließt.
  • Darüber hinaus ist das Antirefluxventil vorteilhafterweise in der Lage, mit Befestigungsmitteln der erfindungsgemäßen Vorrichtung zusammenzuarbeiten, um die Befestigung der ersten und zweiten Hülle an der Vorrichtung zu vereinfachen und zu verbessern.
  • Um die visuelle Verfolgung der Freisetzungsphase, zum Beispiel durch ein durchsichtiges Fenster des Gehäuses, wie es oben beschrieben wurde, zu erleichtern, umfasst mindestens eine der Hüllen, vorzugsweise die Zwischenhülle, an ihrer Außenseite auf vorteilhafte Weise mindestens eine Skala vom herkömmlichen Typ.
  • Die beiliegenden Zeichnungen werden gut verständlich machen, wie die Erfindung ausgeführt werden kann. In diesen Figuren bezeichnen identische Bezugszeichen gleichartige Elemente.
  • 1 bis 3 zeigen eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung von vorne, von oben (wobei das Gehäuse jedesmal offen ist) bzw. in der Perspektive.
  • 4 und 5 zeigen schematisch einen Katheter in der Position unmittelbar vor der Freisetzung des Gegenstandes bzw. in der freigesetzten Position.
  • 6 und 7 zeigen schematisch eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung von vorne und von oben (wobei das Gehäuse jedesmal offen ist).
  • 8 und 9 zeigen schematisch eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einer dritten bzw. vierten Ausführungsform.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1A, 1B, 1C, 1D, die in einer ersten Ausführungsform 1A schematisch in 1 bis 3 dargestellt ist, ist dazu bestimmt, die Freisetzung eines Gegenstandes, insbesondere einer Prothese in einem menschlichen oder tierischen Kanal hervorzurufen.
  • Zu diesem Zweck ist die Vorrichtung 1A, 1B, 1C, 1D mit einem in 4 und 5 dargestellten Katheter 2 verbunden, um ein erfindungsgemäßes Implantationssystem zu bilden.
  • Auf bekannte Weise umfasst ein derartiger Katheter 2 oder Einführungsinstrument eine tragende Hülle G1, die in Form eines Tubus mit doppeltem Lumen gebildet ist und am distalen Teil nacheinander eine Dilatationsnase 3, einen Dilatationsballon 4 und eine Prothese 5 umfasst, die dazu bestimmt ist, in eine Arterie AO des menschlichen Körpers eingesetzt zu werden, zum Beispiel in die Bauchaorta, insbesondere im Bereich der Abzweigung anderer Arterien A1 und A2, zum Beispiel der Nierenarterien.
  • Die tragende Hülle G1 umfasst darüber hinaus im proximalen Teil ein Verzweigungsmittel 6, mit dem zwei Verbindungsmittel 7 und 8 vom bekannten Typ „Luer-Lock" verbunden sind, um zwei Kanäle 9 und 10 zu schaffen, einen für das Aufblasen des Dilatationsballons 4 und den anderen für die Versteifung der tragenden Hülle G1, zum Beispiel mit Hilfe eines nicht dargestellten Metallstabes, der in die tragende Hülle G1 eingeführt wird.
  • Der bekannte Katheter 2 umfasst darüber hinaus:
    • – eine Zwischenhülle G2, die die Hülle G1 im distalen Teil bis zum Bereich der Prothese 5 umgibt und in der Lage ist, auf der Hülle G1 zu gleiten; und
    • – eine äußere Schutzhülle G3, die die Hülle G2 im distalen Teil bis zur Dilatationsnase 3 umgibt und in der Lage ist, auf der Hülle G2 zu gleiten.
  • Die Hüllen G1 bis G3 sind somit auf teleskopische Weise montiert.
  • Bei der Implantation der Prothese 5 führt man auf bekannte Weise den distalen Teil des Katheters 2 in die Aorta AO derart ein, dass sich die Prothese 5 zumindest in der Nähe ihrer zukünftigen Position befindet, wie dies in 4 dargestellt ist. Ausgehend von dieser Position ist Folgendes durchzuführen: Zuerst die Freisetzung der Prothese 5, sodann das Herausziehen des Katheters 2 aus dem menschlichen Körper.
  • Auf bekannte Weise wird die Freisetzung durch das Zurückziehen oder Gleiten der Hülle G3 in Bezug auf die Hülle G2 entlang des in 4 dargestellten Pfeils F durchgeführt, was es ermöglicht, den distalen Teil des Katheters 2 bloßzulegen, der insbesondere den Ballon 4 und die Prothese 5 umfasst, wie dies in 5 dargestellt ist.
  • Jede der Hüllen G2 und G3 umfasst darüber hinaus an ihrem proximalen Ende einen Flansch 11, 12, der unten genauer beschrieben wird und es insbesondere ermöglicht, die entsprechende Hülle G2, G3 an der jeweils innen befindlichen Hülle G1, G2 zu befestigen.
  • Die Vorrichtung 1A, 1B, 1C, 1D ist insbesondere dazu bestimmt, das Zurückziehen oder Gleiten der Hülle G3 in Bezug auf die Hülle G2 ausgehend von der in 4 dargestellten Position zu verursachen, um die Bloßlegung und Freisetzung der Prothese 5 hervorzurufen, wie dies in 5 dargestellt ist.
  • Allgemeiner ausgedrückt ist die Vorrichtung 1A, 1B, 1C, 1D dazu bestimmt, das relative Gleiten zwischen zwei Hüllen eines Katheters zu verursachen, um in einem menschlichen oder tierischen Kanal einen beliebigen Gegenstand freizusetzen, der von dem Katheter getragen wird.
  • Um dieses relative Gleiten hervorzurufen, ist es daher denkbar, in einer besonderen, nicht dargestellten Anwendung der Erfindung nicht die äußere Hülle G3, sondern die Hülle G2 zu bewegen, indem man sie in der Hülle G3 schiebt.
  • Gemäß der Erfindung umfasst die Vorrichtung 1A bis 1D, wie sie zum Beispiel in 1 bis 3 in der ersten Ausführungsform 1A dargestellt ist:
    • – ein Gehäuse 13, 14, das zumindest teilweise vom Katheter 2 durchquert werden kann;
    • – unten genauer beschriebene Befestigungsmittel 15, um einen Teil der Hülle G2, der (in den Positionen von 4 und 5) extrakorporal ist, vorzugsweise den Flansch 11 dieser Hülle G2, an dem Gehäuse (13, 14) zu befestigen, wie dies unten genauer beschrieben wird;
    • – eine bewegliche Laufvorrichtung 16, die unter Zwischenschaltung von Führungsschienen 17 und 18 an dem Gehäuse 13, 14 montiert ist;
    • – unten genauer beschriebene Befestigungsmittel 19, um einen Teil der Hülle G3, der (in den Positionen von 4 und 5) extrakorporal ist, vorzugsweise den Flansch 12, an der beweglichen Laufvorrichtung 16 zu befestigen, wie dies unten genauer beschrieben wird;
    • – steuerbare Antriebsmittel 20A, 20B, 20C, 20D, die die bewegliche Laufvorrichtung 16 in Bezug auf das Gehäuse 13, 14 bewegen können.
  • Wenn er die Freisetzung der Prothese 5 ausgehend von der in 4 dargestellten Position des Katheters 2 durchführen will, wobei der Katheter 2 auf die oben beschriebene Weise mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1A bis 1D verbunden ist, muss der Chirurg, der die Implantation der Prothese 5 durchführt, oder einer seiner Assistenten einfach die Antriebsmittel 20A, 20B, 20C und 20D betätigen. Die Letztgenannten verursachen nun die Bewegung der beweglichen Laufvorrichtung 16 in Bezug auf das Gehäuse 13, 14 und somit das Gleiten zwischen den Hüllen G3 und G2, die an der beweglichen Laufvorrichtung 16 bzw. an dem Gehäuse 13, 14 befestigt sind.
  • Die Freisetzung erfolgt somit automatisch oder höchstens durch den Einsatz einer geringen Kraft (je nach der jeweiligen Ausführungsform der Antriebsmittel 20A bis 20D, wie dies unten genauer beschrieben wird), die nicht mit der Kraft vergleichbar ist, die vom Chirurgen ohne Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung aufgewendet werden müsste.
  • Folglich wird die Freisetzung dank der Erfindung wie folgt durchgeführt:
    • – auf regelmäßige und kontinuierliche Weise, ohne ruckartige Bewegungen, was es ermöglicht, die Freisetzungsphase besser zu kontrollieren und jedes Risiko der Verletzung der Wand der Arterie AO zu vermeiden;
    • – auf sehr präzise Weise, da die Freisetzungsphase insbesondere visuell und/oder mittels Röntgen verfolgt und sogar vorprogrammiert werden kann, wie dies unten genauer beschrieben wird;
    • – ohne jegliche körperliche Kraftanstrengung oder höchstens mit sehr geringer körperlicher Kraftanstrengung des Chirurgen, selbst wenn die freizusetzende Prothese 5 sehr groß ist.
  • Im Rahmen der vorliegenden Erfindung können die Antriebsmittel auf verschiedene Weisen ausgeführt sein.
  • In der in 1 bis 3 dargestellten ersten Ausführungsform 1A umfassen die Antriebsmittel 20A eine Schraube ohne Ende 21, die an dem Gehäuse 13 montiert ist, mit einem in der Laufvorrichtung 16 vorgesehenen Innengewinde 22 zusammenarbeitet und durch ein Zahnrad 23 bewegt wird, das durch einen steuerbaren Motor 24, insbesondere einen Elektromotor, angetrieben wird.
  • Im Fall eines Elektromotors 24 kann der Letztgenannte entweder durch das Stromnetz (nicht dargestellt) oder durch mindestens eine elektrische Batterie 25 mit elektrischem Strom versorgt werden. In diesem Fall umfasst das Gehäuse 13 darüber hinaus:
    • – einen von außen zugänglichen Schalter 26, um den Motor 24 zu betätigen;
    • – eine Ladungsanzeige 27, die in der Lage ist, zu leuchten oder zu blinken, wenn das Ladungsniveau der elektrischen Batterie 25 unter ein vorbestimmtes Niveau sinkt.
  • Wie in 3 zu sehen ist, ist das Gehäuse 13 vorzugsweise aus zwei Teilen 13A und 13B gebildet, die durch Scharniere 28 miteinander verbunden sind, wodurch ein Katheter 2 auf einfache Weise in dem Gehäuse 13 montiert werden kann, indem einfach der Teil 13B in Bezug auf den Teil 13A geschwenkt wird, um das Gehäuse 13 zu öffnen.
  • Das Gehäuse 13 umfasst darüber hinaus:
    • – ein durchsichtiges Fenster 29, das es ermöglicht, das relative Gleiten zwischen den Hüllen G2 und G3 und somit die Freisetzungsphase visuell zu verfolgen. Zu diesem Zweck umfasst mindestens eine der Hüllen G2, G3, vorzugsweise die Hülle G2, an ihrer Außenseite mindestens eine herkömmliche Skala; und
    • – Öffnungen 30, die in Längsrichtung an beiden Seiten des Gehäuses 13 vorgesehen sind, um das Passieren des Katheters 2 zu ermöglichen, wobei die Durchmesser der beiden Öffnungen 30 vorzugsweise an jene der Hüllen G1 bzw. G3 angepasst sind.
  • In einer besonderen Ausführungsform umfassen die Befestigungsmittel 15 eine Schraube 31. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung können sie auch einen Clip oder jedes andere bekannte und nicht dargestellte Befestigungselement umfassen. Dies gilt auch für die Befestigungsmittel 19.
  • Vorzugsweise arbeiten die Befestigungsmittel 15 und 19 mit den Flanschen 11 bzw. 12 zusammen, die korrespondierend geformt sind, um die Befestigung der Hüllen G2 und G3 zu ermöglichen.
  • Die Flansche 11 und 12 umfassen darüber hinaus Antirefluxventile, um zu verhindern, dass Blut über den Katheter 2 aus der Arterie AO fließt.
  • Außerdem umfassen die Antriebsmittel 20B in der in 6 und 7 dargestellten zweiten Ausführungsform 1B ein Zahnriemensystem, das einen auf die entsprechend geformte bewegliche Laufvorrichtung 16 einwirkenden Zahngurt oder Zahnriemen 32 umfasst, der durch ein vom Motor 24 angetriebenes Zahnrad 33 drehangetrieben wird und zwischen dem angetriebenen Zahnrad 33 und einem frei drehbaren Zahnrad 34 angeordnet ist.
  • Darüber hinaus umfasst das Gehäuse 14 an einem der Enden einen Bereich zum Ergreifen 14A, der an die Hand eines Benutzers der Vorrichtung 1B angepasst ist, was die Handhabung der Letztgenannten erleichtert. Am anderen Ende des Gehäuses 14 ist die eine 14C der Seiten 14B, 14C abgeschrägt, und die andere Seite 14B ist so geformt, dass sich die Laufvorrichtung 16 teilweise außerhalb des Gehäuses 14 befindet, so wie auch teilweise die Teile der Hüllen G2 und G3, die sich zwischen Flanschen 11 und 12 befinden, was die visuelle Verfolgung des relativen Gleitens zwischen den Hüllen G2 und G3 erleichtert.
  • Darüber hinaus ist festzustellen, dass in den Ausführungsformen 1A und 1B der Motor 24 durch ein nicht dargestelltes programmierbares Element, zum Beispiel einen integrierten elektronischen Chip, automatisch gesteuert werden kann. Auf diese Weise kann die Freisetzung der Prothese 5 automatisch nach einem im Vorhinein erstellten Programm erfolgen.
  • Außerdem umfassen in der in 8 dargestellten dritten Ausführungsform 1C die Antriebsmittel 20C:
    • – ein elastisches Mittel 36, vorzugsweise eine Feder, das auf unter Federkraft stehende Weise zwischen dem Gehäuse 13 und der beweglichen Laufvorrichtung 16 montiert ist und die bewegliche Laufvorrichtung 16 auf den Führungsschienen 18 gleiten lassen kann; und
    • – eine steuerbare Stoppvorrichtung 37, die die Bewegung der beweglichen Laufvorrichtung 16 in Bezug auf das Gehäuse 13 stoppen kann.
  • In einer besonderen Ausführungsform, wie sie dargestellt ist, umfasst die Stoppvorrichtung 37 einen Knopf 38, der gezogen bzw. gedrückt werden kann, wie dies durch die Pfeile E1 bzw. E2 dargestellt ist. Dieser Knopf 38 ist mit einer starren Zunge 39 fest verbunden, die auf eine gezahnte (oder gezackte) Leiste 40 einwirken kann, die am Boden des Gehäuses 13 befestigt ist. Das freie Ende der Zunge 39 ist so abgeschrägt, dass es sich an die Form der Zähne 41 der Leiste 40 anpasst.
  • Wenn ausgehend von der in 8 dargestellten Position der Knopf 38 in Richtung des Pfeils E1 gezogen wird, löst sich die Zunge 39 von der Leiste 40, so dass die Sperre der Laufvorrichtung 16 aufgehoben wird. Die Letztgenannte wird nun unter der Einwirkung des elastischen Mittels 36 gezwungen, sich in Richtung des Pfeils E3 zu bewegen, bis sie am entgegengesetzten Ende ankommt oder bis der Knopf 38 wieder in Richtung des Pfeils E2 hineingedrückt wird.
  • Im vierten und letzten Ausführungsbeispiel 1D, das in 9 dargestellt ist, umfassen die Antriebsmittel 20D ein Hebelsystem, das umfasst:
    • – einen Hebel 42, der betätigt werden kann, wie dies durch einen Pfeil E4 dargestellt ist, und am Gehäuse 13 durch einen Drehzapfen 43 schwenkbar befestigt ist; und
    • – einen Zwischenarm 44, der durch Gelenke 45 bzw. 46 gelenkig an der Laufvorrichtung 16 und am Hebel 42 befestigt ist.
  • Wie dies klar aus 9 hervorgeht, ruft eine vorzugsweise manuelle Bewegung oder Betätigung des freien Ende des Hebels 42 über den Arm 44 folglich die Bewegung der Laufvorrichtung 16 hervor. Es ist festzustellen, dass die auf den Hebel 42 auszuübende Kraft vor allem auf Grund der dank der Erfindung erzielten Hebelwirkung sehr gering bleibt, selbst wenn die oben genannte Betätigung manuell durchgeführt wird.

Claims (14)

  1. Vorrichtung zur Freisetzung eines Gegenstandes (5), insbesondere einer Prothese in einem menschlichen oder tierischen Kanal (AO), wobei der Gegenstand (5) von einem Katheter (2) getragen wird, und in den menschlichen oder tierischen Kanal (AO) eingeführt wird, wobei der Katheter (2) eine erste und eine zweite Hülle (G2, G3) umfasst, die teilweise in den Kanal (AO) eingeführt werden, auf teleskopische weise montiert sind und in Bezug zueinander gleiten können, und als Reaktion auf ein entsprechendes relatives Gleiten zwischen der ersten und der zweiten Hülle (G2, G3) die Freisetzung des Gegenstandes durchführen kann, wobei die Vorrichtung umfasst: – ein Gehäuse (13, 14); – eine bewegliche Laufvorrichtung (16), die an dem Gehäuse (13, 14) montiert ist, derart, dass sie in Bezug auf das Letztgenannte bewegt werden kann; – zweite Befestigungsmittel (19), die einen extrakorporalen Teil der zweiten Hülle (G3) an der beweglichen Laufvorrichtung (16) befestigen können; und – steuerbare Antriebsmittel (20A, 20B, 20C, 20D), die die bewegliche Laufvorrichtung (16) in Bezug auf das Gehäuse (13, 14) bewegen können, dadurch gekennzeichnet, dass sie erste Befestigungsmittel (15) umfasst, die einen extrakorporalen Teil der ersten Hülle (G2) an dem Gehäuse (13, 14) befestigen können.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsmittel (20A) eine Schraube ohne Ende (21) umfassen, die mit einem in der Laufvorrichtung (16) vorgesehen Innengewinde (22) zusammenarbeitet und die durch einen steuerbaren Motor (24) angetrieben wird.
  3. Vorrichtung nach Ansprch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsmittel (20B) ein Zahnriemensystem (32, 33, 34) umfassen, das auf die Laufvorrichtung (16) einwirkt und durch einen steuerbaren Motor (24) angetrieben wird.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (24) automatisch durch ein programmierbares Element gesteuert wird.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsmittel (20C) umfassen: – ein elastisches Mittel (36), das auf unter Federkraft stehende Weise zwischen dem Gehäuse (13) und der Laufvorrichtung (16) montiert ist; und – eine steuerbare Stoppvorrichtung (37), die die Bewegung der beweglichen Laufvorrichtung (16) in Bezug auf das Gehäuse (13) stoppen kann.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsmittel (20D) ein Hebelsystem (42, 43, 44, 45, 46) umfassen, das manuell betätigt werden kann.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufvorrichtung (16) auf bewegliche Weise auf Führungsschienen (17, 18) montiert ist, die mit dem Gehäuse (13, 14) fest verbunden sind.
  8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (13) ein durchsichtiges Fenster (29) umfasst, das es ermöglicht, einen Teil von mindestens einer der Hüllen (G2, G3), der sich im Inneren des Gehäuses (13) befindet, von außen zu sehen.
  9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (13) in zwei Teilen (13A, 13B) ausgeführt ist, die mindestens teilweise voneinander getrennt und fest miteinander verbunden werden können.
  10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (14) eine längliche Form aufweist, die einen Bereich zum manuellen Ergreifen (14A) umfasst, der an die Hand eines Benutzers der Vorrichtung (1B) angepasst ist.
  11. System zur Implantation eines Gegenstandes, insbesondere einer Prothese (5), in einem menschlichen oder tierischen Kanal (AO), dadurch gekennzeichnet, dass es umfasst: – einen Katheter (2), der – den Gegenstand (5) tragen und in den menschlichen oder tierischen Kanal (AO) einführen kann; – eine erste und eine zweite Hülle (G2, G3) umfasst, die teilweise in den Kanal (AO) eingeführt werden können, auf teleskopische Weise montiert sind und in Bezug zueinander gleiten können; und – als Reaktion auf ein entsprechendes relatives Gleiten zwischen der ersten und der zweiten Hülle (G2, G3) die Freisetzung des Gegenstandes (5) durchführen kann; und – eine Vorrichtung (1A, 1B, 1C, 1D), wie die in einem der Ansprüche 1 bis 10 spezifizierte, zur Freisetzung des Gegenstandes (5) in dem menschlichen oder tierischen Kanal (AO), indem sie das relative Gleiten zwischen der ersten und der zweiten Hülle (G2, G3) hervorruft.
  12. System nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Hüllen (G2, G3) ein Antirefluxventil (11, 12) umfasst.
  13. System nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Antirefluxventil (11, 12) mit Befestigungsmitteln (15, 19) der Vorrichtung (1A, 1B, 1C, 1D) zusammenarbeiten kann, die dazu bestimmt ist, die Freisetzung des Gegenstandes (5) hervorzurufen.
  14. System nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Hüllen (G2, G3) an ihrer Außenseite mindestens eine Skala umfasst.
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