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TECHNISCHES
GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung betrifft eine Elektrolysezelle für die Elektrolyse von schmelzflüssigen Alkalichloridsalzen zur
Herstellung von Alkalimetallen, wie z. B. Natrium und Lithium.
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BESCHREIBUNG
DER VERWANDTEN TECHNIK
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Elektrolysezellen
für die
Elektrolyse von schmelzflüssigen
Alkalichloridsalzen werden in der Industrie in großem Umfang
zur Herstellung von Alkalimetallen eingesetzt, wie z. B. von Natrium
und Lithium, die schwer in einen metallischen Zustand reduzierbar
sind. Ein bedeutender Kostenfaktor für den Betrieb dieser Zellen sind
die Elektroenergiekosten. Seit den frühen 70er Jahren sind die Elektroenergiekosten
steil angestiegen. Die Entwicklung energiesparender Elektrolyseverfahren
hat daher zunehmende Bedeutung gewonnen.
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Die
elektrolytische Rückgewinnung
von metallischem Natrium wird großtechnisch über die nichtwäßrige Elektrolyse
von schmelzflüssigen
Chloridsalzen ausgeführt.
Die nachstehende Diskussion konzentriert sich zwar auf die Natriumherstellung,
aber die Merkmale bezüglich
der Zellenkonstruktion und der mechanischen Funktionsweise gelten
auch für
die Herstellung von Lithium und anderen Alkalimetallen.
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Die
meisten Industrieanlagen für
die Elektrolyse von schmelzflüssigem
Natriumsalz verwenden die Downs-Zellenkonstruktion zur Ausführung des
Verfahrens, die ursprünglich
in US-A-1501756 offenbart wurde. Eine ausführliche Beschreibung dieser
Zelle wird in Ullmanns Encyclopedia of Industrial Chemistry, 5.
Aufl., Bd. A24, VCH Verlagsgesellschaft, Deutschland, S. 284–288 (1993)
gegeben. Eine typische Industriezelle dieses Typs ist in 1 dargestellt.
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Der
typischerweise eingesetzte Elektrolyt ist ein Gemisch von Natriumchlorid
mit anderen Salzen zur Absenkung der Schmelzentemperatur. Gewöhnlich wird
eine Zellenbetriebstemperatur von etwa 600°C verwendet. Ullmann verzeichnet
28 Gew.-% NaCl, 25 Gew.-% CaCl2 und 47 Gew.-%
BaCl2 als geeignetes Gemisch. US-A-2 850
442 offenbart ein Gemisch aus etwa 26 Gew.-% NaCl, 60 Gew.-% SrCl2 und 14 Gew.-% BaCl2.
Adaev et al., Zh. Prikl. Khim. (Leningrad) (1973), Bd. 46, Nr. 1,
S. 191–2,
offenbaren die Elektrolyse von Gemischen aus 27 bis 29 Gew.-% NaCl,
64 bis 67 Gew.-% BaCl2 und 9 bis 4 Gew.-%
LiCl bei Temperaturen über
650°C. Die
Literatur offenbart zahlreiche weitere ternäre Gemische. Die Wahl des Gemischs
ist abhängig von
Faktoren wie der Schmelzentemperatur des Gemischs, seiner elektrischen
Leitfähigkeit,
der gewünschten Reinheit
des entstehenden Natriums und der möglichen Ablagerung von Salzen
an verschiedenen Stellen in der Vorrichtung aufgrund unterschiedlicher
Löslichkeiten
bei den niedrigeren Temperaturen, die in bestimmten Teilen der Natriumzelle
anzutreffen sind. Diese Faktoren beeinflussen die Funktionsfähigkeit
der Zelle, die Häufigkeit
notwendiger Abschaltungen der Zelle für Reparaturen, den Stromwirkungsgrad
und die Produktivität der
Zelle, und allgemein das, was in der Branche als "Gesundheit" der Zelle bezeichnet
wird.
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Eine
moderne Downs-Zelle enthält
typischerweise vier Graphitkohlestäbe, die als Anoden dienen. Jede
Anode ist von einem konzentrischen Stahlzylinder umgeben, der als
Kathode dient. Im Betrieb wird Natrium an der Innenfläche der
Stahlkathoden abgeschieden, und an den Graphitanoden wird Chlorgas
freigesetzt. Typischerweise wird in einer Zelle mit vier Elektrodenpaaren
das Chlor in vier von den Anoden ausgehenden Schächten aufgefangen, während das
Natrium in einer einzigen Kammer aufgefangen wird, die alle vier
Kathoden ummantelt.
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Ein
hydraulisch durchlässiges
Diaphragma dient zur Trennung der Kathoden- und Anodenkammern, um
eine Rückvermischung
und Reaktion des Natriums und des Chlors zu verhindern. Es besteht
typischerweise aus Stahlgeflecht und hat eine relativ kurze Lebensdauer
von etwa zwei Monaten, da es korrodiert und sich mit Trümmern zusetzt.
Wenn in dem Diaphragma irgendwelche größeren Löcher entstehen, muß es ausgetauscht
werden, da die Löcher
zur Rückvermischung
und Reaktion von Natrium und Chlor führen, die ihrerseits den Stromwirkungsgrad
und den Energiewirkungsgrad vermindern. Der Austausch des Diaphragmas
ist ein arbeitsintensiver und kostenaufwendiger Schritt.
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Gegenwärtige Diaphragmakonstruktionen
weisen eine Reihe von Nachteilen auf. Ein Nachteil ist, daß die Diaphragmen
typischerweise durch einen am Sammelbehälter verschraubten Stahlring
starr an dem Natriumsammelbehälter
befestigt sind. Die Befestigung des Diaphragmas am Sammelbehälter erfolgt
durch einen arbeitsaufwendigen Vorgang in einer speziell konstruierten "Grube". Nach dem Befestigungsschritt
wird das Diaphragma zur Zelle transportiert und zur Einbaustelle
abgesenkt. Da die Schraubkonstruktion starr ist, und da leichte
mechanische Veränderungen
von einer Zelle zur anderen auftreten, erreicht dieses Verfahren
selten eine vollständige
Ausrichtung zwischen dem neuen Diaphragma und den Elektroden in
der Zelle über
die gesamte Zellenlänge.
Eine unvollständige
Ausrichtung verursacht Teilkurzschlüsse zwischen Anoden und Kathoden,
wodurch der Stromwirkungsgrad der Zelle vermindert wird.
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Der
verbesserte Stromwirkungsgrad ist ein Hauptgebiet für mögliche Energieeinsparungen.
Der Wirkungsgrad eines Elektrolyseprozesses könnte zwar theoretisch über 99%
liegen, aber die meisten technischen Salzschmelzen-Natriumzellen
arbeiten bei relativ niedrigen Stromwirkungsgraden. Ullmanns Encyclopedia verzeichnet
beispielsweise einen typischen Stromwirkungsgrad von 80 bis 90%
(S. 287).
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Ein
weiteres wichtiges Gebiet für
Energieeinsparungen ist die Verringerung des Spannungsabfalls an der
Zelle. Typischerweise ist der Spannungsabfall an dem elektrolytgefüllten Raum
zwischen der Kathode und der Anode für etwa 40% der zum Betrieb
einer Natriumzelle erforderlichen Elektroenergie verantwortlich.
Die Verringerung des spezifischen elektrischen Widerstands des schmelzflüssigen Elektrolyten
würde zu
bedeutenden Energieeinsparungen für den Zellenbetrieb führen. Um
jedoch einen reibungslosen Betrieb aufrechtzuerhalten, darf eine
neue Elektrolytzusammensetzung die Schmelzentemperatur des Gemischs
oder die Neigung entsprechender Metallsalze, aus der Lösung auszufallen,
nicht erhöhen
und muß ein
metallisches Natrium von akzeptierbarer Reinheit erzeugen. Vorzugsweise
sollte eine neue Elektrolytzusammensetzung außerdem die Funktionsfähigkeit
und die "Gesundheit" der Zelle verbessern.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung bietet eine Elektrolysezelle zur Erzeugung
von Chlor und einem Alkalimetall aus einem schmelzflüssigen Chlorid-Elektrolyt,
wobei die Zelle aufweist: mindestens eine Graphitstabanode, eine
konzentrische zylinderförmige
Kathode, die jede Anode umgibt, ein starres zylinderförmiges Diaphragma, das
zwischen der Anode und der Kathode angeordnet ist, und eine isolierte
Selbsteinstellungsvorrichtung, die mit dem Diaphragma und der Anode
oder Kathode in Eingriff kommt, um das Diaphragma bei seiner Positionierung
konzentrisch auszurichten (d. h. das Diaphragma ist selbstausrichtend).
In einem bevorzugten Diaphragma besteht die Einstellungsvorrichtung
aus Sätzen
bzw. Gruppen von isolierenden Rollen, die zweckmäßig an der Außenfläche des
Diaphragmas montiert sind, um in Eingriff mit der Innenfläche der
Kathode zu kommen, wenn das Diaphragma in Position gebracht wird.
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In
einer Ausführungsform
weist das selbstausrichtende Diaphragma eine Auftriebskammer auf,
die bewirkt, daß die
Diaphragmaeinheit in dem Elektrolyt schwimmt. In einer anderen Ausführungsform
rastet das selbstausrichtende Diaphragma durch einen auf der Oberseite
des Diaphragmas montierten Verriegelungsmechanismus mechanisch ein,
der mit einer oberhalb der Kathode montierten Natriumsammelbehälterkonstruktion
in Eingriff kommt.
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Die
Erfindung bietet außerdem
die folgenden Elektrolytzusammensetzungen für die Erzeugung von Chlor und
Natrium:
- (a) etwa 20 bis 40 Gew.-% NaCl, 30
bis 50 Gew.-% BaCl2, 15 bis 30 Gew.-% CaCl2 und 0,2 bis 13,0 Gew.-% LiCl,
- (b) etwa 20 bis 40 Gew.-% NaCl, 5 bis 15 Gew.-% BaCl2, 50 bis 70 Gew.-% SrCl2 und
1,0 bis 13,0 Gew.-% LiCl, und
- (c) etwa 20 bis 40 Gew.-% NaCl, 50 bis 80 Gew.-% SrCl2 und 0,2 bis 13,0 Gew.-% LiCl.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Die 1A und 1B zeigen
vertikale bzw. horizontale Schnitte einer typischen Downs-Zelle
mit vier Elektrodensätzen.
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2 zeigt
eine Ausführungsform
des erfindungsgemäßen selbstausrichtenden
Diaphragmas.
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3 zeigt
eine zweite Ausführungsform
des erfindungsgemäßen selbstausrichtenden
Diaphragmas.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung betrifft mehrere wesentliche Verbesserungen der mechanischen
und elektrolytischen Elemente eine Elektrolysezelle für die Erzeugung
von geschmolzenem Alkalimetall und gasförmigem Chlor durch die Elektrolyse
von schmelzflüssigen
Chlorsalzen. Die mechanischen und elektrolytischen Verbesserungen
werden zwar getrennt diskutiert, aber eine oder mehrere dieser Verbesserungen
können
in eine einzige Konstruktion einer verbesserten Elektrolysezelle
eingebaut werden. Die Beschreibung wird zwar im Hinblick auf die
Elektrolyse von Natriumchlorid gegeben, aber die mechanischen Verbesserungen
der verbesserten Zelle können
auch für
die Elektrolyse von Lithium und anderen Alkalimetallen genutzt werden.
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DOWNS-ZELLE
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Die 1A bzw. 1B zeigen
vertikale bzw. horizontale Schnitte einer typischen Downs-Zelle
mit vier Elektrodensätzen.
Die Zelle weist ein zylinderförmiges
ausgemauertes Stahlgehäuse 1 auf.
Zylinderförmige
Graphitanoden 2 ragen durch den Boden des Stahlgehäuses nach
oben. Die Kathoden 3 sind Stahlzylinder mit zwei diametral
gegenüberliegenden
Stahlarmen 4, die außerhalb
des Zellengehäuses
hervorstehen und als elektrische Anschlüsse dienen. Zylinderförmige Stahlgeflecht-Diaphragmen 5 hängen etwa
in der Mitte des ringförmigen
Zwischenraums zwischen den Anoden und Kathoden herab. Ein Kollektorring 6 mit
kreisförmigem
Querschnitt fängt
geschmolzenes Metall auf, das in dem schmelzflüssigen Elektrolyt 7 von
den Kathoden aufsteigt. Ein Auslaßrohr 8 transportiert
das in dem Kollektorring aufgefangene Metall aus der Zelle nach
außen.
Eine Gashaube 9 transportiert durch die Elektrolyse gebildete
gasförmige
Anodenprodukte. Die Elemente 5, 6, 8 und 9 werden
in der Zelle durch nicht dargestellte Einrichtungen unterstützt, typischerweise
durch starre Einrichtungen, wie z. B. herkömmliche Bolzen, Befestigungsmittel,
oder durch Schweißen.
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Gegenwärtig wird
ein Stahlgeflecht als Diaphragma verwendet, um die Kathoden- und
Anodenkammern voneinander zu trennen. Das Diaphragma verhindert
die Rückvermischung
und Reaktion des kathodisch erzeugten Alkalimetalls und des anodisch
erzeugten Chlors. Die relativ kurze Lebensdauer des Diaphragmas, in
Kombination mit der arbeitsintensiven Methode zum Austausch und
zur Ausrichtung des Diaphragmas, ist ein Hauptkostenfaktor beim
Betrieb der Downs-Zelle. Außerdem
weisen derartige Diaphragmen eine begrenzte Wirksamkeit auf, die
teilweise auf Ausrichtungsmängel
zurückzuführen ist,
wobei Zellengruppen typischerweise nur Gesamtstromwirkungsgrade
im Bereich von 80% bis 90% erreichen.
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SELBSTAUSRICHTENDES
DIAPHRAGMA
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Die
Diaphragmakonstruktionen gemäß der vorliegenden
Erfindung überwinden
diese Beschränkungen
des Standes der Technik durch Bereitstellung eines selbstausrichtenden
Diaphragmas. Mit "selbstausrichtend" ist gemeint, daß sich das
Diaphragma beim Einsetzen selbst konzentrisch zu und auf einen vorgegebenen
Abstand von der Kathode und der Anode ausrichtet.
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2 zeigt
eine Ausführungsform
des selbstausrichtenden Diaphragmas, das durch die vorliegende Erfindung
bereitgestellt wird. Das Diaphragma 10 besteht aus herkömmlichen
Sieb- oder Schlitzmaterialien, wie nach dem Stand der Technik offenbart,
hat aber die folgenden Merkmale, die es selbstausrichtend machen. Statt
einer starren Schraubverbindung zwischen dem Diaphragma und dem
Natriumsammelbehälter 11 schwimmt
das Diaphragma in dem Elektrolyt und stützt sich gegen den Boden des
Natriumsammelbehälters, von
dem es elektrisch durch eine Anzahl von mechanisch robusten elektrischen
Isolierstützen 12 getrennt
ist, wie z. B. einer modifizierten Zündkerze, die in Abständen rund
um das obere Ende des Diaphragmas befestigt sind. Diese Isolierstützen sind
so befestigt, daß ihre
Böden auf
der Kathode 14 aufliegen, wenn sich das schwimmende Diaphragma
in seiner untersten Stellung befindet. Außerdem ist am Kopfende des
Diaphragmas eine Auftriebskammer 13 angebracht, eine hauben- bzw. hutähnliche
Vorrichtung, die im Oberteil kleine Entlüftungslöcher enthält. Das Volumen der Auftriebskammer
ist so bemessen, daß sich
das Diaphragma im normalen Betrieb gegen den Natriumsammelbehälter stützt und
durch das aufwärts
fließende
Chlorgas, das in der Kammer aufgefangen wird, Auftrieb erhält. Wenn
die Stromversorgung der Zelle vermindert oder völlig abgeschaltet wird, entweicht
Chlor langsam durch die Entlüftungslöcher und
bewirkt, daß das
schwimmende Diaphragma sich nach unten bewegt oder bis zu dem Punkt
absinkt, wo die Isolierstützen
auf der Oberseite der Kathode aufliegen. Dieses bewegliche Diaphragma
weist mindestens zwei Gruppen von isolierenden Rollendistanzhaltern 15 auf,
eine Gruppe in Bodennähe
des Diaphragmas, und eine Gruppe weiter oben am Diaphragma, um das
Selbstausrichtungsmerkmal bereitzustellen. Dargestellt ist nur die
obere Gruppe. Der Zwischenraum zwischen den Rollendistanzhaltern
und der Kathode ist ausreichend, um eine freie Auf- und Abwärtsbewegung
der Diaphragma-Baugruppe zu ermöglichen,
aber nicht so groß,
daß ein
Ausrichtungsfehler zugelassen wird, der den Stromweg unnötig verlängern würde, wodurch
sich die für
den Betrieb erforderliche Zellenspannung erhöhen würde.
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Im
Betrieb füllt
sich die Auftriebskammer mit Chlorgas, das an der Anode entwickelt
wird, wobei die übrige
Chlormenge umgeleitet wird und an der Auftriebskammer vorbei zum
Auffangsystem fließt.
Das Chlor in der Auftriebskammer läßt die gesamte Diaphragma-Baugruppe
nach oben schwimmen, bis der obere Teil der Isolierstützen an
dem Natriumsammelbehälter
anliegt. Auf diese Weise wird die Notwendigkeit einer verschraubten
oder starren Verbindung zum Sammelbehälter vermieden, und die kostenaufwendige
Arbeit in der "Grube" entfällt, die
für Reparatur
und Austausch bei der herkömmlichen
Konstruktion erforderlich ist.
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Wenn
der Zellenstrom abgeschaltet wird, kommt die Chlorentwicklung an
der Anode zum Stillstand, und das Chlor in der Auftriebskammer entweicht
langsam durch die kleinen Entlüftungslöcher. Die
Kammer füllt sich
allmählich
mit geschmolzenem Elektrolyt und verliert ihren Auftrieb, wodurch
die Diaphragma-Baugruppe absinkt, bis die Isolierstützen auf
der Oberseite der Kathode aufliegen. Diese Auf- und Abwärtsbewegung kann absichtlich
herbeigeführt
werden, indem der Zellenstrom ein- und ausgeschaltet wird. Die Auf-
und Abwärtsbewegung
ist sehr nützlich
beim Zerkleinern und Abscheren von Calciumdendriten, die sich häufig während des
Betriebs der Zelle bilden und zu Teilkurzschlüssen, Lichtbogenbildung und
Verlust des Stromwirkungsgrades führen. Die isolierenden Rollendistanzhaltergruppen
halten das Diaphragma zentriert und verhindern während dieses Betriebs Kurzschlüsse zwischen
dem Diaphragma und den Elektroden. Es können andere Einrichtungen als
isolierte Rollen zur Selbstausrichtung des Diaphragmas eingesetzt
werden, und die Einrichtungen können
am Diaphragma, an der Kathode, der Anode oder einem anderen Bauelement
der Zelle montiert werden.
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3 zeigt
eine zweite Ausführungsform
des selbstausrichtenden Diaphragmas gemäß der vorliegenden Erfindung.
Wie in der ersten Ausführungsform
besteht das Diaphragma 20 aus herkömmlichen Sieb- oder Schlitzmaterialien.
Das Diaphragma weist ein starr an seinem oberen Abschnitt befestigtes
Metallstück 21 auf, das
eine Anzahl von L-förmigen
Schlitzen enthält,
von denen der Schlitz 22 in Seitenansicht dargestellt ist.
In jeden Schlitz wird ein Stab eingefügt, wovon der Stab 23 in
Draufsicht dargestellt ist. Diese Stäbe sind starr am Natriumsammelbehälter, aber
nicht am Diaphragma befestigt. Die Schlitze und Stäbe sind
so angeordnet, daß die
Diaphragma-Baugruppe von unterhalb des Natriumsammelbehälters eingesetzt
werden kann, wobei der vertikale Abschnitt jedes Schlitzes in Flucht
mit dem jeweils passenden Stab ist, dann nach oben bewegt und bis
zum Anschlag des Schlitzes gedreht wird (wie beim Aufschrauben eines
Deckels auf ein Glasgefäß). Durch
eine kleine Erweiterung des Schlitzes nach oben an seinem Ende rastet
das Diaphragma innerhalb der Kathode 24 ein. Der Zwischenraum
zwischen den erweiteten Schlitzverriegelungen und den Stäben ist
für eine leichte
freie Seitwärtsbewegung
des Diaphragmas ausreichend. Damit dieses leicht bewegliche Diaphragma selbstausrichtend
ist, weist es mindestens zwei Gruppen von isolierenden Rollendistanzhaltern 25 auf,
eine in Bodennähe
des Diaphragmas und eine Gruppe weiter oben am Diaphragma, um das
Selbstausrichtungsmerkmal dieser Konstruktion bereitzustellen. In
dieser Zeichnung ist nur die obere Gruppe dargestellt. Der Zwischenraum
zwischen den Rollendistanzhaltern und der Kathodenwand ist ausreichend,
um die Drehung des Diaphragmas in Position zu ermöglichen,
aber nicht so groß,
daß ein
Ausrichtungsfehler zugelassen wird, der den Stromweg unnötig verlängern würde, wodurch
sich die für
den Betrieb erforderliche Zellenspannung erhöhen würde. Zur Selbstausrichtung
des Diaphragmas können
andere Einrichtungen als isolierte Rollen verwendet werden, und
die Einrichtungen können
am Diaphragma, an der Kathode, der Anode oder einem anderen Bauelement
der Zelle montiert werden.
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Ebenso
wie bei der oben beschriebenen Ausführungsform des Diaphragmas
besteht keine Notwendigkeit einer verschraubten oder starren Verbindung
zwischen dem Diaphragma und dem Natriumsammelbehälter, wodurch die kostenaufwendige
Arbeit in der "Grube" entfällt, die
für Reparatur
und Austausch bei der herkömmlichen
Konstruktion erforderlich ist.
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Die
Isolierstützen
und die isolierenden Rollendistanzhalter für die obigen Diaphragmen können aus beliebigen
Isoliermaterialien bestehen, die ausreichende Festigkeits- und mechanische
Eigenschaften bei Schmelzentemperaturen aufweisen und in dem geschmolzenen
Elektrolyt unlöslich
sind, wie z. B. Siliciumnitrid (Si3N4), Aluminiumoxid (Al2O3) und andere, dem Fachmann bekannte Materialien.
Die Rollenachsen können aus
irgendeinem starren Material bestehen, das sich für die Schmelzenumgebung
eignet, vorzugsweise einem Material wie etwa Stahl.
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Die
Erfindung ist zwar in bezug auf eine bevorzugte Ausführungsform
ausführlich
beschrieben worden, in der isolierte Rollen als Ausrichtungsmittel
verwendet werden; man wird aber erkennen, daß gleichwertige Mittel so ausgewählt werden
können,
daß das
Diaphragma konzentrisch zur Anode und zur Kathode auf Abstand gehalten
wird. Zum Beispiel könnten
an der Innenfläche
der Kathode starre Abstandshalter montiert werden. Ebenso können andere
Einrichtungen als die in 2 dargestellte Auftriebskammer
verwendet werden, um zu bewirken, daß die Membran in dem Elektrolyt
schwimmt, und es könnten
andere Einrichtungen als die in 3 dargestellten
Verriegelungsschlitze und Stifte verwendet werden, um die Membran
zu verriegeln.
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ELEKTROLYTZUSAMMENSETZUNG
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Die
in einer Natriumzelle verwendete Zusammensetzung des Elektrolyten
beeinflußt
die Funktionsfähigkeit
der Zelle auf verschiedene Arten. Wichtig ist nicht nur die Schmelzentemperatur
der Gesamtzusammensetzung, sondern auch die Änderung der Schmelzentemperatur
bei einer Änderung
des Verhältnisses
der Bestandteile. Wegen einer schlechten Zirkulation in der Zelle
variieren sowohl die Zusammensetzung des Elektrolyten als auch die
Temperatur in verschiedenen Teilen der Zelle. Typischerweise ist
der Boden der Zelle kühler
als der Rest, wodurch Probleme entstehen, die auf die Abscheidung
von Elektrolytbestandteilen und Verunreinigungen zurückzuführen sind.
Diese Abscheidungen führen
zu einer Verschlechterung der Produktivität und des Stromwirkungsgrades
der Zelle und erfordern eine Abschaltung der Zelle zur Reparatur
und/oder zum Austausch des Diaphragmas. Es können andere Probleme auftreten,
die eine Erscheinung verursachen, die in der Branche als "Rauchen" bezeichnet wird.
Der reibungslose Betrieb einer Zelle bei Aufrechterhaltung einer
guten Produktivität
wird als "Gesundheit" der Zelle bezeichnet.
Dementsprechend werden Zellen mit schlechter Funktionsfähigkeit
als "kranke" Zellen bezeichnet.
Für die
Gesundheit einer Zelle ist wichtig, daß der Elektrolyt ein breites
Verhältnis
von Zusammensetzungen aufweist, die über einen breiten Temperaturbereich
völlig
schmelzflüssig
bleiben. Die Fähigkeit
einer Substanz, die freie Bewegung der schmelzflüssigen Elektrolytsalze über einen
Temperaturbereich zu fördern,
wird hierin als "Verflüssigungsfähigkeit" bezeichnet.
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Ein
weiteres wichtiges Merkmal des Elektrolyten ist seine Leitfähigkeit.
Der Spannungsabfall an dem elektrolytgefüllten Raum zwischen Kathode
und Anode für
eine typische NaCl-CaCl2-BaCl2-Elektrolytzusammensetzung
beträgt
nahezu 3 V und macht etwa 40% der für den Betrieb einer Natriumzelle
erforderlichen Elektroenergie aus. Andere typische Elektrolyte weisen ähnliche Spannungsabfälle auf.
Jede Verminderung des spezifischen elektrischen Widerstands des
schmelzflüssigen
Elektrolyten würde
zu bedeutenden Energieeinsparungen für den Zellenbetrieb führen. Bekannt
ist, daß Lithiumchlorid
(LiCl) einen wesentlich niedrigeren spezifischen elektrischen Widerstand
aufweist als die Bestandteile in den obigen typischen Gemischen.
Frühere
Versuche, Lithiumchlorid als einen Elektrolytbestandteil einzusetzen,
waren jedoch wegen des hohen Lithiumgehalts des erzeugten Natriums
oder verschiedener anderer Betriebsprobleme nicht akzeptierbar.
Diese Versuche beinhalteten nicht die spezielle Kombination von
Bestandteilen gemäß der vorliegenden
Erfindung, in der kleine Anteile von Lithiumchlorid als zusätzlicher
Bestandteil bestehenden, technisch brauchbaren binären und
ternären
Elektrolytgemischen zugesetzt werden und diese in ternäre bzw.
quaternäre
Gemische umwandeln.
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Gemäß der Erfindung
ist festgestellt worden, daß die
Gegenwart von weniger als 1%, und so wenig wie 0,2%, LiCl in den
ternären
und quaternären
Elektrolytgemischen vorteilhaft ist. Verbessert wird nicht nur der
Stromwirkungsgrad, sondern auch die allgemeine Gesundheit der Zelle.
Die Zelle arbeitet reibungsloser, mit weniger Rauchen und weniger
unerwünschtem
Einfrieren bzw. Festwerden des Elektrolyten. Außerdem kann die Gegenwart sogar
von kleinen Mengen Lithiumchlorid zu einer um 30% bis 100% längeren Nutzlebensdauer
des Diaphragmas führen
und die Stillstandszeit der Zelle für den kostenaufwendigen Austausch des
Diaphragmas verkürzen.
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Zur
Wirkung der Zugabe von LiCl auf die Schmelzentemperatur eines typischen
Elektrolyten auf Calciumchloridbasis (26 Gew.-% NaCl, 48 Gew.-%
BaCl2, 26 Gew.-% CaCl2)
wurde eine Versuchsreihe durchgeführt. Die Auswirkung kleiner
Zusätze
von LiCl auf die Schmelze wurde untersucht. Durch die Zugabe von
LiCl wird dieses ternäre
System in ein quaternäres
System überführt, für das keine
publizierten Daten verfügbar sind.
Diese Zusammensetzungen wurden Thermoanalyse-Tests (DSC/Differentialscanningkalorimetrie)
ausgesetzt, um ihre Schmelzentemperaturen zu bestimmen, womit wir
die Temperatur meinen, bei der das gesamte Material geschmolzen
ist. Die Ergebnisse waren die folgenden.
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Die
für dieses
System erhaltenen Versuchsergebnisse zeigten, daß LiCl-Zusätze, selbst in ziemlich kleinen
Mengen, die Schmelzentemperatur von Elektrolytzusammensetzungen
erheblich erniedrigen und dadurch die Funktionsfähigkeit von Natriumzellen verbessern.
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Die
stärkste
Auswirkung auf die Erniedrigung der Schmelzentemperatur tritt bei
0,2% bis 10% LiCl-Zusatz auf. Der Temperaturanstieg zwischen 20%
und 40% LiCl läßt auf die
Gegenwart einer eutektischen Mischung innerhalb dieses Zusammensetzungsbereichs
für dieses
quaternäre
Gemisch schließen.
Aus Gründen der
Wirtschaftlichkeit wird ein Bereich von 0,2 bis 15 Gew.-% LiCl-Zusatz
bevorzugt, der einer Zusammensetzung von etwa 20 bis 40 Gew.-% NaCl,
30 bis 50 Gew.-% BaCl2, 15 bis 30 Gew.-%
CaCl2 und 0,2 bis 13 Gew.-% LiCl entspricht.
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Eine ähnliche
Versuchsreihe befaßte
sich mit der Auswirkung relativ kleiner LiCl-Zusätze auf die Schmelzentemperatur
eines ternären
Elektrolyten auf Strontiumchlorid-Basis für die Natriumherstellung (26 Gew.-%
NaCl, 12 Gew.-% BaCl2, 62 Gew.-% SrCl2). Durch die Zugabe von LiCl wird dieses
ternäre
System in ein quaternäres
System umgewandelt, für
das keine publizierten Daten verfügbar sind. Es wurden Elektrolytzusammensetzungen
hergestellt, die 5 Gew.-% und 10 Gew.-% LiCl enthielten, die der
obigen Schmelze auf Strontiumbasis zugesetzt wurden. Diese Zusammensetzungen
wurden ebenso wie oben Thermoanalyse-Tests ausgesetzt, um ihre Schmelzentemperaturen
zu bestimmen. Die Ergebnisse waren die folgenden.
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Aus
den obigen Daten ist ersichtlich, daß auch kleine Zusätze von
LiCl die Schmelzentemperatur der Strontiumschmelze wesentlich herabsetzen
und dadurch die Funktionsfähigkeit
einer derartigen Schmelze wesentlich erweitern, indem sie das Einfrieren
bzw. Festwerden und ähnliche
Probleme verhindern. Ein Bereich von 0,2 bis 15 Gew.-% Zusatz von
LiCl wird aus wirtschaftlichen Gründen bevorzugt und entspricht
einer Zusammensetzung von etwa 20 bis 40 Gew.-% NaCl; 5 bis 15 Gew.-%
BaCl2; 50 bis 70 Gew.-% SrCl2 und
0,2 bis 13,0 Gew.-% LiCl.
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Ähnliche
Experimente wurden an dem binären
System aus NaCl und SrCl2 ausgeführt. Publizierte
Daten zeigen eine eutektische Zusammensetzung von 30 Gew.-% NaCl
und 70 Gew.-% SrCl2 mit einer eutektischen
Schmelzentemperatur von etwa 570°C.
Die Schmelzentemperatur steigt mit kleinen Änderungen in der Zusammensetzung
steil an und ermöglicht
einen etwa 15% breiten Zusammensetzungsbereich, bevor die Schmelzentemperatur
eine typische Zellenbetriebstemperatur von 600°C überschreiten würde. Durch
Zugabe von 11 Gew.-% LiCl zu der obigen eutektischen Zusammensetzung
erhielt man die folgenden Ergebnisse.
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Die
obigen Ergebnisse zeigen, daß auch
kleine Zusätze
von LiCl eine starke Verflüssigungswirkung auf
das binäre
NaCl/SrCl2-System haben. Das heißt, kleine
Zusätze
von LiCl ergeben einen viel breiteren Schmelzentemperaturbereich
und verbessern dadurch die Funktionsfähigkeit bei der typischen Betriebstemperatur
der Natriumzellen von 600°C.
Ein Bereich von 0,2 bis 15 Gew.-% Zugabe von LiCl wird aus wirtschaftlichen
Gründen
bevorzugt und entspricht einer Zusammensetzung von etwa 20 bis 40
Gew.-% NaCl; 50 bis 80 Gew.-% SrCl2 und
0,2 bis 13,0 Gew.-% LiCl.
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Um
festzustellen, ob relativ kleine Lithiumchlorid-Anteile ein Natriumzellen-Produkt
mit akzeptierbarer Reinheit ergeben, wurden Laborversuche entworfen
und ausgeführt,
um den Lithiumaufnahmegrad durch metallisches Natrium zu bestimmen,
das sich bei 600°C
unter Nichtgleichgewichtsbedingungen (das heißt ohne Rühren) im Kontakt mit einem
lithiumchloridhaltigem Elektrolyt befindet. Die gewählten Bedingungen
approximierten verschiedene simulierte Bedingungen in der Elektrolysezelle
und erfaßten
einen breiten Bereich von Exponierungszeiten, der von den wenigen
Sekunden, die für
das Aufsteigen von Natriumtröpfchen
durch die Elektrolytschmelze erforderlich sind, bis zu den mehreren
Stunden reicht, in denen eine dicke Schicht aus metallischem Natrium
innerhalb des Sammelbehälters
sich in ruhigem Kontakt mit geschmolzenem Elektrolyt befindet und
auf diesem schwimmt. Der Elektrolyt in diesen Experimenten enthielt
(als Gewichtsanteile) 4,8% LiCl; 24,7% NaCl; 24,7% CaCl2 und
45,7 BaCl2. Ergebnisse dieser Voruntersuchung
sind in Tabelle 4 dargestellt.
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Tabelle
4 Lithiumaufnahme
durch metallisches Natrium
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Diese
Tests zeigen, daß in
diesen Daten zwar eine beträchtliche
Streuung auftritt, die absolute Lithiumaufnahme durch metallisches
Natrium unter diesen Bedingungen aber minimal ist.
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Wichtig
ist außerdem,
zu wissen, ob sich Li zusammen mit Na an der Elektrode abscheidet.
Eine solche gemeinsame Abscheidung wäre äußerst unerwünscht und würde den Nutzen von Li-haltigen
Elektrolyten zunichte machen. Um die thermodynamische Antriebskraft
für eine
gemeinsame Abscheidung von Li zusammen mit Na für kleine LiCl-Zusätze abzuschätzen, wurden
die EMK-Abstände
bei 600°C
zwischen Na und Li für
die obigen Elektrolytzusammensetzungen auf Strontiumbasis und Calciumbasis berechnet.
Je größer der EMK-Abstand
(EMK = Elektromotorische Kraft) zwischen dem Na und dem weniger
edlen Li, desto schwächer ist
die Neigung des Li zur gemeinsamen Abscheidung.
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Für einen
Zusatz von 5% LiCl zu dem Elektrolyt auf Calciumbasis nimmt der
EMK-Abstand von etwa 0,1 V, bezogen auf die normalen EMK zwischen
Na und Li bei 600°C,
auf etwa 0,2 V zu. Dies ist ein starker Anstieg des EMK-Abstands
und bedeutet, daß bei
niedrigen LiCl-Konzentrationen die Antriebskraft für Na-Abscheidung
ohne Li-Abscheidung ein günstiges
Ergebnis ist. Ähnliche
Ergebnisse erhielt man für
die Schmelze auf Strontiumbasis.
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Unter
Verwendung von Literaturdaten über
die elektrische Leitfähigkeit
für LiCl,
NaCl, BaCl2, und CaCl2 wird
eingeschätzt,
daß die Änderung
der Zellenspannung für
eine 10% LiCl enthaltende Schmelze, bezogen auf den obigen typischen
Elektrolyt auf Calciumchlorid-Basis, eine Verringerung um etwa 0,5
V bis 0,8 V wäre,
was Energieeinsparungen von etwa 7% bis 11% entspricht.
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Werkprüfungen bestätigten die
obige Vorinformation. Sogar LiCl-Zusatzanteile von nur 0,2 bis 5 Gew.-%
führten
zu bemerkenswerten Erhöhungen
des Stromwirkungsgrades. Bei dem Elektrolyt auf Calciumchloridbasis
ergab ein LiCl-Zusatz von 0,2 bis 3 Gew.-% einen um etwa 2% höheren Stromwirkungsgrad.
Außerdem
wurden eine gleichmäßigere Temperaturverteilung
in der gesamten Zelle, eine Änderung
um 10°C vom
oberen bis zum unteren Ende der Zelle gegenüber einer Änderung um 30°C ohne LiCl-Zusatz,
und daher ein störungsfreierer
Betrieb der Zelle, d. h. weniger Störungen, "Krankheit" oder "Rauchen" der Zelle und weniger unerwünschtes
Einfrieren in der Nähe
des Zellenbodens und an anderen Stellen festgestellt. Im Lauf der Zeit
wird dies zu höheren
mittleren Energiewirkungsgraden und weniger Wartungs- und Bedienungsaufwand führen. Das
heißt,
die Zugabe von LiCl zu typischen Natrium-Elektrolytzusammensetzungen ergibt überraschenderweise
eine bessere Funktionsfähigkeit
der Zelle.