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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Sammlung von Daten für eine geographische
Datenbank, genauer bezieht sich die vorliegende Erfindung auf einen
Prozess und ein System, die Sprachbefehle und Spracherkennung verwenden,
um Daten für
eine geographische Datenbank zu sammeln.
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Geographische
Datenbanken haben verschiedenartige Anwendungen. Geographische Datenbanken
werden in Navigationssystemen in Fahrzeugen, in Personalcomputern,
in Netzwerk-Rechnerumgebungen, und in verschiedenen anderen Arten von
Plattformen sowie im Internet verwendet. Geographische Datenbanken
werden mit verschiedenen Arten von Anwendungen verwendet, um verschiedene
Funktionen bereitzustellen, einschließlich einer Kartenanzeige,
einer Routenberechnung, einer Routenführung, eines Lastkraftwagenflottenentsendung, einer
Verkehrssteuerung, elektronischer gelber Seiten, Notfalldiensten
und dergleichen.
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Um
diese Arten von Funktionen zur Verfügung zu stellen, enthält eine
geographische Datenbank Daten, die geographische Merkmale in einem abgedeckten
geographischen Gebiet repräsentieren. Geographische
Datenbanken enthalten Einzelheiten über dargestellte geographische
Merkmale, wie z. B. die geographischen Koordinaten von Straßen in einem
geographischen Gebiet, Geschwindigkeitsbeschränkungen längs der Straßensegmente,
Orte von Ampeln, Abbiegebeschränkungen
an Straßenkreuzungen,
Adressbereiche, Straßennamen
und dergleichen. Geographische Datenbanken können ferner Informationen über interessante
Punkte in den abgedeck ten Gebieten enthalten. Interessante Punkte können Gaststätten, Hotels,
Flughäfen,
Tankstellen, Stadien, Polizeistationen und dergleichen sein.
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Das
Sammeln von Informationen für
eine geographische Datenbank ist eine bedeutende Aufgabe. Nicht
nur das anfängliche
Sammeln von Daten ist eine wesentliche Unternehmung, viel mehr muss eine
geographische Datenbank auch regelmäßig aktualisiert werden. Zum
Beispiel werden neue Straßen gebaut,
Straßennamen
geändert,
Verkehrszeichen installiert und Abbiegebeschränkungen zu bestehenden Straßen hinzugefügt. Ferner
können
neue Detailebenen zu geographischen Merkmalen hinzugefügt werden,
die bereits in einer bestehenden geographischen Datenbank dargestellt
sind. Zum Beispiel kann eine bestehende geographische Datenbank
für Straßen mit
Informationen über
Spurbreiten, Seitenstreifenabmessungen, Spurbarrieren, Adressbereiche, Gehwege,
Fahrradwege und dergleichen aufgewertet werden. Es besteht daher
Bedarf an einem fortgesetzten Sammeln von Informationen für eine geographische
Datenbank.
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Gemäß einem
Verfahren wird Technikern (hier als "Rechercheure" bezeichnet) die Aufgabe der Sammlung
von Daten für
eine geographische Datenbank übertragen.
Jeder Rechercheur kann physikalisch durch einen zugewiesenen Bereich
reisen und Informationen über
beobachtete geographische Merkmale aufzeichnen. Während der
Rechercheur unterwegs ist, kann er die beobachteten Informationen
aufzeichnen, indem er physikalisch auf eine gedruckte Kopie einer
Karte schreibt. Zum Beispiel kann der Rechercheur eine Beschreibung über ein Attribut
eines geographischen Merkmals neben der Darstellung des geographischen
Merkmals auf der Karte schreiben. Nachdem die Daten unterwegs gesammelt
worden sind, verwendet der Rechercheur ein Computerprogramm, um
die Daten in eine Hauptkopie der geographischen Datenbank einzugeben. Ausgehend
von der ergänzten
gedruckten Kopie der Karte nimmt der Rechercheur Ergänzungen
und/oder Änderungen
an den Daten in der geographischen Datenbank vor, um die aktuellen
geographischen Merkmale, die vom Rechercheur während seiner Reise beobachtet
worden sind, wiederzugeben.
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Obwohl
dieser Prozess gut funktioniert, gibt es Raum für Verbesserungen. Zum Beispiel
kann das Schreiben von Beschreibungen geographischer Merkmale auf
eine gedruckte Kopie einer Karte zeitaufwendig sein. Ferner kann
es schwierig sein, Informationen gut lesbar zu schreiben, während er
in einem bewegten Fahrzeug reist.
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Rechnergestützte Datensammeltechniken zum
Erheben bestimmter Typen von geographischen Daten sind bekannt.
DE-C-197.43.705 offenbart ein Fahrzeugnavigationsdaten-Sammelsystem,
bei dem ein Fahrzeug durch ein Gebiet fährt, lokale Positionsdaten
kontinuierlich und automatisch sammelt und Bilder jedes Gebäudes längs der
Route aufnimmt. Die Hausnummer jedes Gebäudes wird mittels visueller
Untersuchung entweder des Gebäudes
selbst oder seines Bildes bestimmt, wobei dies entweder manuell,
mittels Spracherkennung oder mittels optischer Zeichenerkennung
aufgezeichnet wird. Für
jedes Gebäude
werden die Positionsdaten, Daten bezüglich der Postadresse und wenigstens
ein digitalisiertes Bild des Gebäudes
in einer Datenbank für
die anschließende
Benutzung in einem Fahrzeugnavigationssystem gespeichert.
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WO-A-98/10246
offenbart einen tragbaren digitalen Geographiedatenmanager (GDM)
zum Sammeln von Bilddaten und anderen Felddaten. Der GDM verwendet
eine Kombination aus GPS-Antennen und Empfängern, digitalen Kompassen,
Neigungsmessern, Gyroskopen und digitalen Kameras, um Daten über ein
Studienobjekt zu erhalten, wobei die Daten die Position, das Bild,
die Höhe
und die Richtung (ausgehend vom GDM) des Objekts enthalten. Mit
zwei oder drei Kameras, die getrennt voneinander montiert sind,
und einem Positionierungssystem ist der GDM fähig, die wirkliche Position
des Objekts unter Verwendung bekannter geometrischer Berechnungen
zu bestimmen.
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ÜBERBLICK ÜBER DIE
ERFINDUNG
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Gemäß einem
ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum
Sammeln von Daten für
eine geographische Datenbank gemäß Anspruch
1 geschaffen.
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Gemäß einem
zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Datensammelsystem
für eine geographische
Datenbank gemäß Anspruch
21 geschaffen.
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Eine
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfasst ein Datensammelsystem, das von einem
Rechercheur verwendet wird, um Daten für eine geographische Datenbank
zu sammeln. Das Datensammelsystem wird vom Rechercheur längs der
Straßen
in einem geographischen Bereich transportiert. Während das Datensammelsystem
transportiert wird, werden die Positionen des Datensammelsystems
eingeholt. Die Programmierung im Datensammelsystem erkennt einen
Sprachbefehl vom Rechercheur. Das Datensammelsystem speichert Daten,
die eine erhaltene Position angeben, mit einem Typ von Daten, der
den Sprachbefehl zugewiesen ist. Die vom Datensammelsystem erhaltenen
Daten werden verwendet, um in der geographischen Datenbank Daten
zu ergänzen
oder Daten zu modifizieren. Die vom Datensammelsystem erhaltenen
Daten werden angezeigt, so dass der Rechercheur Datensätze in der
geographischen Datenbank hinzufügen
oder modifizieren kann.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
enthält
ein Datensammelsystem ein Positionsbestimmungssystem, das kontinuierlich
die Position des Datensammelsystems bestimmt, wenn das Datensammelsystem
längs der
Straßen
in einem geographischen Gebiet transportiert wird. Eine Sprachbefehlsprogrammierung
im Datensammelsystem erkennt einen Sprachbefehl von einem begleitenden Rechercheur.
Die Spracherkennungsprogrammierung im Datensammelsystem setzt gesprochene Wörter in
Text um. Eine Sprachsyntheseprogrammierung im Datensammelsystem
setzt den Text zurück
in Sprache um, welche wiedergegeben wird, so dass sie der Rechercheur
hört. Bei
Empfang einer Bestätigung
vom Rechercheur speichert das Datensammelsystem einen Text zusammen
mit einer vom Positionsbestimmungssystem erhaltenen Position. Die vom
Datensammelsystem erhaltenen Daten werden angezeigt, so dass der
Rechercheur Datensätze
in der geographischen Datenbank ergänzen oder modifizieren kann.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
ein Diagramm, das einen Abdeckungsbereich zeigt, in welchem eine
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zum Sammeln von Daten für eine geographische
Datenbank verwendet werden kann.
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2 ist
ein Diagramm, das einen Prozess zum Bilden von abgeleiteten Datenbankprodukten aus
der grundlegenden Version der in 1 gezeigten
geographischen Datenbank darstellt.
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3 ist
eine Karte, die einen Aufgabengebietsbereich zeigt, der in dem in 1 gezeigten
Abdeckungsbereich angeordnet ist und geographische Merkmale enthält, über die
Daten für
die grundlegende Version der geographischen Datenbank gesammelt
werden.
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4 ist
ein Blockdiagramm, das Komponenten einer ersten Ausführungsform
eines Systems zum Sammeln von Daten für die in 1 gezeigte geographische
Datenbank zeigt.
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5 zeigt
einen Abschnitt einer Straße
im Aufgabengebietsbereich der 3 und zeigt
eine Verwendung des in 4 gezeigten Systems.
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6 ist
ein Blockdiagramm, das Komponenten des Sprachdatenabschnitts des
in 4 gezeigten Datensammelsystems zeigt.
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7 ist
ein Blockdiagramm, das Komponenten des Datenbezugsabschnitts des
in 4 gezeigten Datensammelsystems zeigt.
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8 zeigt
den Abschnitt einer in 5 gezeigten Straße und zeigt
eine weitere Verwendung des Datensammelsystems.
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9 zeigt
den Abschnitt des Zuweisungsbereiches, der in 5 gezeigt
ist, während
einer weiteren Operationsphase des Datensammelsystems.
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10 zeigt
ein Anordnung zum Aktualisieren der grundlegenden geographischen
Datenbank unter Verwendung der mit dem Datensammelsystem der 4 gesammelten
Daten.
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11 ist
eine visuelle Anzeige, die von dem Datenbankaktualisierungsprogramm
der 10 zur Verfügung
gestellt wird, und zeigt einige der vom Datensammelsystem gesammelten
Daten.
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12 zeigt
eine weitere visuelle Anzeige, die vom Datenbankaktualisierungsprogramm
der 10 zur Verfügung
gestellt wird.
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13 ist
eine visuelle Anzeige, die vom Datenbankaktualisierungsprogramm
der 10 zur Verfügung
gestellt wird, und zeigt einige der Adressdaten, die vom Datensammelsystem
gesammelt werden.
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14 zeigt
die visuelle Anzeige der 13 mit
einem Dateneingabefenster, das der Karte überlagert ist, um einem Rechercheur
zu ermöglichen, Daten
zur geographischen Datenbank hinzuzufügen.
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15 zeigt
ein aktuelles Dateneingabefenster ähnlich dem Fenster in 14,
das für
die Eingabe von Adressdaten in die Datenbank verwendet wird.
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GENAUE BESCHREIBUNG DER
DERZEIT BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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I. ÜBERBLICK
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Eine
erste Ausführungsform
wird mit Bezug auf die 1 bis 15 beschrieben. 1 zeigt eine
grundlegende Version einer geographischen Datenbank 100.
Die grundlegende Version der geographischen Datenbank 100 enthält Daten 102,
die geographische Merkmale in einem Abdeckungsbereich 108 repräsentieren.
Der Abdeckungsbereich 108 kann einem ganzen Land entsprechen,
wie z. B. den Vereinigten Staaten. Alternativ kann die grundlegende
Version der geographischen Datenbank 100 mehreren Ländern entsprechen,
wie z. B. den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko, oder Frankreich,
Deutschland und Italien, und dergleichen. Gemäß einer weiteren Alternative
kann die grundlegende Version 100 nur eine einzelne Region
innerhalb eines Landes repräsentieren,
wie z. B. die Westküste oder
den Mittleren Westen der Vereinigten Staaten. Die grundlegende Version
der geographischen Datenbank 100 wird als die Kopie gepflegt,
die die aktuellsten Daten bezüglich
des Abdeckungsbereiches 108 aufweist. Verschiedene Prozesse
können
verwendet werden, um die Integrität der Daten in der grundlegenden
Version 100 zu bestätigen.
Obwohl die geographische Datenbank 100 Daten enthält, die geographische
Merkmale im gesamten Abdeckungsbereich 108 repräsentieren,
kann es Teile des Abdeckungsbereiches 108 geben, die geographische Merkmale
enthalten, die von den Daten in der geographischen Datenbank nicht
repräsentiert
werden, oder für
die die Abdeckung spärlich
ist.
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Wie
oben erwähnt
worden ist, repräsentieren die
Daten 102 in der grundlegenden Version der geographischen
Datenbank 100 geographische Merkmale im abgedeckten Bereich 108.
Die Daten 102 enthalten verschiedene Attribute der dargestellten geographischen
Merkmale. Zum Beispiel sind in der grundlegenden Version der geographischen
Datenbank 100 Daten enthalten, die Straßen repräsentieren, sowie Daten, die
Attribute von Straßen
repräsentieren,
wie z. B. die geographischen Koordinaten von Positionen auf den
Straßen,
Straßennamen
der Straßen,
Adressbereiche längs
der Straßen,
Abbiegebeschränkungen
an Straßenkreuzungen
und dergleichen. Die geographischen Daten 102 können ferner Informationen über interessante
Punkte in dem abgedeckten geographischen Bereich 108 enthalten.
Interessante Punkte können
Hotels, Gaststätten,
Museen, Stadien, Ämter,
Automobilhändler,
Autowerkstätten
und dergleichen umfassen. Die geographischen Daten 102 können Daten über die
Orte dieser interessanten Punkte enthalten. Die geographischen Daten 102 können ferner
Informationen über
Plätze,
wie z. B. Großstädte, Städte oder
andere Gemeinden, enthalten. Die geographischen Daten 102 können andere
Arten von Informationen enthalten.
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Die
grundlegende Version der geographischen Datenbank 100 wird
auf einer regelmäßigen und
kontinuierlichen Grundlage aktualisiert, erweitert und/oder anderweitig
modifiziert. Um diese Operationen zu erleichtern, wird die grundlegende
Version der geographischen Datenbank 100 vorzugsweise in
einem Format gehalten, das die Aktualisierung und Weiterentwicklung
erleichtert. Zum Beispiel können die
Daten in der grundlegenden Version 100 in einem unkomprimierten
Format gespeichert sein. Ein Beispiel eines geeigneten Formats ist
das VSAM-Format, obwohl andere Arten von Formaten, sowohl geschützte als
auch ungeschützte,
geeignet sein können.
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Eine
Kopie der grundlegenden Version 100 der geographischen
Datenbank ist physikalisch an einem ersten Ort 114 angeordnet.
In einer Ausführungsform
ist die grundlegende Version der geographischen Datenbank 100 auf
einem oder mehreren Festplattenlaufwerken gespeichert und mittels
eines Hauptcomputers 116, wie z. B. eines Amdahl-Computers
oder eines IBM-Hauptcomputers,
zugänglich. Eine
oder mehrere Sicherungskopien werden ebenfalls gepflegt.
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In
einer Ausführungsform
werden die geographischen Daten 102 von Navigation Technologies Corporation
in Rosemont, Illinois, gepflegt und weiterentwickelt. Es ist jedoch
klar, dass die hier offenbarten erfinderischen Konzepte nicht auf
irgendeine bestimmte Datenquelle beschränkt sind.
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Wie
in 2 dargestellt ist, wird die grundlegende Version
der geographischen Datenbank 100 verwendet, um abgeleitete
Datenbankprodukte 110 zu erzeugen. Die abgeleiteten Datenbankprodukte 110,
die aus der grundlegenden Version 100 hergestellt werden,
brauchen nur Teile der gesamten Daten in der grundlegenden Version 100 enthalten.
Zum Beispiel können
die abgeleiteten Datenbankprodukte 110 Daten enthalten,
die sich nur auf eine von mehreren spezifischen Regionen beziehen,
die innerhalb des Abdeckungsbereiches 108 der grundlegenden Version 100 angeordnet
sind.
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Die
abgeleiteten Datenbankprodukte 110 werden von verschiedenen
Anwendungen verwendet. Zum Beispiel können die abgeleiteten Datenbankprodukte 110 von
Anwendungen verwendet werden, die verschiedene Funktionen bereitstellen, wie
z. B. eine Routenberechnung, eine Routenführung, eine Fahrzeugpositionsbestimmung,
eine Kartenanzeige und elektronische gelbe Seiten, sowie andere
Arten von Funktionen. Die abgeleiteten Datenbankprodukte 110 können auf
verschiedenen Arten von Rechnerplattformen 112 verwendet
werden. Zum Beispiel können
die abgeleiteten Datenbankprodukte 110 in Navigationssystemen
(wie z. B. in Fahrzeugnavigationssystemen und tragbaren Navigationssystemen),
Personalcomputern (einschließlich Tischcomputern
und Notebook-Computern) und anderen Arten von Vorrichtungen (z.
B. Vorrichtungen des PalmPilot©-Typs, Funkrufempfängern, Telephonen,
persönlichen
digitalen Assistenten usw.) verwendet werden. Abgeleitete Datenbankprodukte 110 können auch
an netzge bundenen Rechnerplattformen und Umgebungen, einschließlich dem
Internet, verwendet werden.
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Die
abgeleiteten Datenbankprodukte 110, die aus der grundlegenden
Version hergestellt werden, können
in einem anderen Format als dem Format, in dem die Hauptkopie der
Datenbank 100 gepflegt wird, bestehen.
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Die
abgeleiteten Datenbankprodukte 110 können in einem Format vorliegen,
das die Nutzung der abgeleiteten Produkte auf den Plattformen, auf denen
sie installiert sind, erleichtert. Die abgeleiteten Datenbankprodukte 110 können auch
in einem komprimierten Format auf dem Medium gespeichert sein, auf
dem sie angeordnet sind.
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Die
abgeleiteten Datenbankprodukte 110 können auf Medien gespeichert
sein, die für
die Hardwareplattformen geeignet sind, auf denen sie installiert
sind. Zum Beispiel können
die abgeleiteten Datenbankprodukte auf CD-ROM-Scheiben, Festplattenlaufwerken,
DVD-Scheiben, Flash-Speicher oder anderen Typen von Medien, die
derzeit verfügbar sind
oder in Zukunft verfügbar
werden, gespeichert sein.
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Wie
vorher erwähnt
worden ist, enthält
die grundlegende Version der geographischen Datenbank 100 die
aktuellsten Daten bezüglich
des Abdeckungsbereiches 108. Es werden Prozesse verwendet,
um die Abdeckung der Daten 102 in der grundlegenden Version
der geographischen Datenbank 100 auf einer regelmäßigen Grundlage
zu aktualisieren, zu prüfen
und zu erweitern. Die Erweiterung der Abdeckung der Datenbank enthält das Hinzufügen von Datensätzen, um
geographische Merkmale zu repräsentieren,
die von den Datensätzen
in der geographischen Datenbank noch nicht repräsentiert worden sind. Zum Beispiel
können
innerhalb eines Abdeckungsbereiches (wie z. B. des Bereiches 108 in 1)
Unterbereiche vorhanden sein, die nicht repräsentiert sind. Die Erweiterung
der Abdeckung der Datenbank enthält
ferner das Hinzufügen
von Daten zu neuen Entwicklungen, wie z. B. neuen Unterabteilungen.
Die Erweiterung der Abdeckung kann ferner das Hinzufügen von
mehr Einzelheiten für
Bereiche, die bereits repräsentiert
sind, enthalten. Zusätzlich zur
Erweiterung der Abdeckung der geographischen Datenbank besteht ein
kontinuierlicher Bedarf an einer Aktualisierung und Überprüfung der
bestehenden Daten in der Datenbank.
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Zum
Beispiel können
sich Geschwindigkeitsbeschränkungen
und Abbiegebeschränkungen ändern, und
dergleichen.
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Wie
in 1 gezeigt ist, werden die Prozesse zur Aktualisierung,
Prüfung
und Erweiterung von Personal in einem oder mehreren Außenbüros 118 durchgeführt. Die
Außenbüros 118 sind
in dem geographischen Bereich angeordnet, der dem Abdeckungsbereich 108 der
grundlegenden Version der geographischen Datenbank entspricht. Jedem
Außenbüro 118 kann
ein separater Abschnitt 120 des gesamten Abdeckungsbereiches 108 zugewiesen sein.
Jedes Außenbüro 118 enthält die geeignete Hardware
und Software, so dass Daten zwischen der Rechnerausrüstung, die
im Außenbüro angeordnet ist,
und dem Hauptcomputer 116 ausgetauscht werden können. In
einer Ausführungsform
sind die Außenbüros 118 und
der Hauptcomputer 116 mittels eines Datennetzwerks 240 verbunden.
Das Netzwerk 240 kann ein Weitbereichsnetzwerk (WAN), das
Internet oder irgendeine andere Art von Technik sein, die den Austausch
von Daten zwischen dem Hauptcomputer 116 und den Außenbüros 118 erlaubt.
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Jedes
der Außenbüros 118 ist
mit einem oder mehreren Technikern (im Folgenden als "Rechercheure" bezeichnet) belegt.
Die Rechercheure führen
verschiedene Funktionen aus. Die Rechercheure sammeln Daten für die grundlegende
Datenbank 100. Die Rechercheure können Daten über geographische Merkmale,
die vorher nicht in der grundlegenden Datenbank 100 enthalten
waren, hinzufügen.
Die Rechercheure können
ferner Daten über
geographische Merkmale, die bereits in der grundlegenden Datenbank 100 repräsentiert
sind, überprüfen, um
sicherzustellen, dass die Daten korrekt und aktuell sind.
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Die
Datensammelaktivitäten
eines Rechercheurs sind in Aufgabengebieten organisiert. Wie in 3 gezeigt
ist, ist jedem Aufgabengebiet ein Aufgabengebietsbereich 200 zugeordnet.
Der Aufgabengebietsbereich 200 ist ein physikalischer,
geographischer Bereich, der geographische Merkmale enthält, über die
der Rechercheur Daten sammelt, um die grundlegende Version der geographischen
Datenbank 100 zu aktualisieren oder zu erweitern. Der Aufgabengebietsbereich 200 ist
typischerweise ein relativ kleiner Abschnitt des Abdeckungsbereiches 108.
Der Aufgabengebietsbereich 200 kann innerhalb des Teils 120 des
Abdeckungsbereiches liegen, der dem Außenbüro zugewiesen ist.
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Die
Größe des Aufgabengebietsbereichs 200 kann
von verschiedenen Faktoren abhängen, wie
z. B. der Art der gesammelten Daten, dem Abstand des Aufgabengebietsbereichs
vom Außenbüro, der
Dichte der geographischen Merkmale im Aufgabengebietsbereich, und
dergleichen. Zum Beispiel kann der Aufgabengebietsbereich 200 mehrere
Quadratmeilen umfassen, oder der Aufgabengebietsbereich 200 kann
alternativ Hunderte von Quadratmeilen umfassen.
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Obwohl
Daten über
die gleichen Typen von geographischen Merkmalen gesammelt werden
können,
ohne den Ort des Außenbüros zu verlassen
(z. B. unter Verwendung von Luftbildaufnahmen), kann das Sammeln
von Daten für
andere Typen geographische Merkmale erfordern, dass der Rechercheur das
geographische Merkmale physikalisch beobachtet. Daher muss ein Rechercheur
möglicherweise
in den Aufgabengebietsbereich reisen, um bestimmte Datentypen zu
sammeln. Um diese Funktion effizient durchzuführen, kann ein Rechercheur
versuchen, möglichst
viele Daten zu sammeln, während
er unterwegs ist.
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Ein
Typ von geographischen Daten, die zum Sammeln eine direkte physikalische
Beobachtung durch einen Rechercheur erfordern können, sind Straßenadressdaten.
Andere Typen geographischer Daten, die zum Sammeln eine direkte
Beobachtung durch einen Rechercheur erfordern können, umfassen Geschwindigkeitsbeschränkungen
längs einer Straße, ob die
Straße
befestigt ist, ob ein Seitenstreifen längs der Straße existiert,
und ob eine Spurbarriere längs
der Straße
existiert. Es gibt andere Typen geographischer Merkmale zusätzlich zu
diesen, die für
die Sammlung eine direkte physikalische Beobachtung durch einen
Rechercheur erfordern.
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II. DAS DATENSAMMELSYSTEM
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Komponenten
des Datensammelsystems 225 sind in 4 gezeigt.
Das Datensammelsystem 225 ist ein Werkzeug, das das Sammeln
dieser Typen von Daten über
geographische Merkmale, die ein Rechercheur direkt beobachtet, um
sie zu erlangen, erleichtert. Das Datensammelsystem 225 kann verwendet
werden, um Adressdaten sowie andere Arten von Daten zu erlangen,
wie im Folgenden beschrieben wird.
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Das
Datensammelsystem enthält
Hardware- und Software-Komponenten. Das Datensammelsystem 225 enthält ein Positionsbestimmungssystem 230.
Das Positionsbestimmungssystem 230 bestimmt seine Position
und somit die Position eines Fahrzeugs 304, in dem es installiert
ist. Das Positionsbestimmungssystem 230 aktualisiert diese
Bestimmung auf einer regelmäßigen (oder
unregelmäßigen) Grundlage.
Das Positionsbestimmungssystem 230 stellt eine Ausgabe
in Form einer Reihe von Ortsdaten zur Verfügung, die die augenblickliche Fahrzeugposition,
die im Zeitverlauf bestimmt worden ist, angeben. Zum Beispiel kann
das Positionsbestimmungssystem 230 die Position des Fahrzeugs jede
Sekunde bestimmen. Alternativ kann das Positionsbestimmungssystem 230 die
Position des Fahrzeugs weniger häufig,
z. B. alle 2 Sekunden, alle 5 Sekunden und dergleichen, oder häufiger,
wie z. B. alle 0,5 Sekunden oder alle 0,1 Sekunden, oder sogar noch
häufiger
bestimmen. Alle Ortsdaten können durch
geographische Koordinaten definiert sein, d. h. durch geographische
Breite und geographische Länge,
und optional durch die Höhe.
Das Positionsbestimmungssystem 230 kann unter Verwendung
einer bekannten Technik implementiert sein, wie z. B. GPS, DGPS,
Koppelnavigation und dergleichen. Das Positionsbestimmungssystem 230 kann
unter Verwendung eines geeigneten GPS-Empfängers
implementiert sein. Geeignete Systeme sind von Garmin, Trimble,
Satloc und Ashtech im Handel erhältlich.
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Das
Datensammelsystem 225 enthält ferner ein Ausrichtungsbestimmungssystem 232.
Das Ausrichtungsbestimmungssystem 232 bestimmt die Ausrichtung
des Fahrzeugs. Das Ausrichtungsbestimmungssystem 232 stellt
eine Ausgabe in Form einer Reihe von Fahrzeugausrichtungsdaten,
die im Zeitverlauf bestimmt worden sind, zur Verfügung. Alle Ausrichtungsdaten
können
durch einen Azimutmesswert definiert sein. Das Ausrichtungsbestimmungssystem 232 aktualisiert
diese Bestimmung auf einer regelmäßigen (oder unregelmäßigen) Grundlage. Zum
Beispiel kann das Ausrichtungsbestimmungssystem 232 die
Ausrichtung des Fahrzeugs jede Sekunde, alle 2 Sekunden, alle 5
Sekunden und dergleichen, oder häufiger,
wie z. B. alle 0,5 Sekunden oder alle 0,1 Sekunden, oder sogar noch
häufiger
bestimmen. Die Ausgaben vom Ausrichtungsbestimmungssystem 232 fallen
nicht unbedingt mit den Ausgaben des Positionsbestimmungssystems 230 zusammen. Das
Ausrichtungsbestimmungssystem 232 kann unter Verwendung
einer bekannten Technik implementiert sein, wie z. B. eines Kompasses,
eine Gyroskops und dergleichen.
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Das
Positionsbestimmungssystem 230 und das Ausrichtungsbestimmungssystem 232 können Teil
des Datensammelsystems 225 sein. Alternativ können das
Positionsbestimmungssystem 230 und das Ausrichtungsbestimmungssystem 232 eigenständige Einheiten
sein, die ihre Ausgaben dem Datensammelsystem 225 zur Verfügung stellen.
Gemäß einer
weiteren Alternative können
das Positionsbestimmungssystem 230 und das Ausrichtungsbestimmungssystem 232 Teil
eines Fahrzeugnavigationssystems sein, das in dem Fahrzeug installiert
ist, in dem der Rechercheur reist. Bei dieser letzteren Alternative
ist das Datensammelsystem 225 gekoppelt, um die Ausgaben
des Positionsbestimmungssystems und des Ausrichtungsbestimmungssystems vom
Fahrzeugnavigationssystem zu empfangen.
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Das
Datensammelsystem 225 enthält ein Datensammelprogramm 236.
Das Datensammelprogramm 326 ist ein Softwareprogramm, das
auf einer tragbaren Rechnervorrichtung 238, wie z. B. einem Notebook-Computer,
installiert ist. In einer Ausführungsform
ist das Datensammelprogramm 236 in der Programmiersprache
C geschrieben. In alternativen Ausführungsformen können andere
Programmiersprachen verwendet werden, wie z. B. C++, Java, Visual
Basic und dergleichen.
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Das
Datensammelprogramm 236 enthält eine Datenempfangskomponente 240.
Die Datenempfangskomponente 240 ist eine Programmroutine,
die die Reihe der Ausgaben vom Positionsbestimmungssystem 230 und
vom Ausrichtungsbestimmungssystem 232 empfängt.
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Das
Datensammelsystem 225 enthält ferner ein Mikrophon 242 und
einen Lautsprecher 244. Das Mikrophon 242 und
der Lautsprecher 244 können
Teil der Hardware der tragbaren Rechnervorrichtung 238 sein,
oder können
Peripherievorrichtungen sein, die über bekannte Schnittstellen
mit der tragbaren Rechnervorrichtung verbunden sind. Das Datensammelprogramm 236 enthält eine
Sprachdatenkomponente 250. Die Sprachdatenkomponente 250 ist
eine Programmroutine, die die Ausgaben vom Mikrophon 242 empfängt. Die
Sprachdatenkomponente 250 stellt ferner eine Ausgabe für den Lautsprecher 244 zur Verfügung. In
einer Ausführungsform
ist die Sprachbezugskomponente unter Verwendung von NaturallySpeaking
von Dragon Systems implementiert.
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Das
Datensammelprogramm 236 enthält ferner eine Datenbezugskomponente 254.
Die Datenbezugskomponente 254 steht mit der Datenempfangskomponente 240 und
der Sprachdatenkomponente 250 in Verbindung. Die Datenbezugskomponente
steht ferner mit einer Datenspeichervorrichtung 260 in
Verbindung. Die Datenspeichervorrichtung 260 kann Teil
der Hardware der tragbaren Rechnervorrichtung 238 sein,
wie z. B. das Festplattenlaufwerk der tragbaren Rechnervorrichtung 238,
oder die Datenspeichervorrichtung 260 kann eine Peripherievorrichtung
sein, die über
eine bekannte Schnittstelle mit der tragbaren Rechnervorrichtung verbunden
ist. Die Funktionen der Datenempfangskomponente 240, der
Sprachdatenkomponente 250 und der Datenbezugskomponente 254 werden
im Folgenden beschrieben.
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III. OPERATION DES DATENSAMMELSYSTEMS
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Im
Folgenden wird die Operation des Datensammelsystems 225 mit
Bezug auf die 4 bis 15 beschrieben.
Gemäß einer
ersten Ausführungsform
reist ein Rechercheur in einem Fahrzeug längs der Straßen im Aufgabengebietsbereich.
Der Rechercheur kann längs
der Straßen
im Aufgabengebietsbereich mittels eines Fahrzeuges reisen, jedoch
kann auch irgendeine andere geeignete Art der Beförderung
verwendet werden. Der Rechercheur kann der Fahrer des Fahrzeugs
sein, oder alternativ kann der Rechercheur ein Passagier sein. Der
Rechercheur verwendet das Datensammelsystem 225. In 5 ist
eine Darstellung einer Straße 300 gezeigt.
Der Rechercheur ist ein Passagier in einem Fahrzeug 304.
Das Fahrzeug 304 ist mit dem Datensammelsystem 225 ausgerüstet. Das
Fahrzeug 304 fährt
längs der
Straße 300 in
der durch den Pfeil 308 gezeigten Richtung. Das Fahrzeug 304 befindet
sich an einem Ort mit der Bezeichnung "B",
und ist längs der
Bahn 310 der Straße 300 ausgehend
von dem Ort mit der Bezeichnung "A" gefahren.
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Das
Positionsbestimmungssystem 230 im Fahrzeug 304 bestimmt
unmittelbare Positionen des Fahrzeugs 304, wenn das Fahrzeug 304 längs der Straße 300 fährt. 5 zeigt
eine Reihe von Positionen POS(1), POS(2), POS(3) und POS(k), die
vom Positionsbestimmungssystem 230 bestimmt worden sind.
Die Reihe der Positionen sind Positionen, an denen das Positionsbestimmungssystem 230 das Fahrzeug 304 als
ein Fahrzeug 304, das längs
der Straße 300 von
dem mit "A" bezeichneten Ort
zu dem mit "B" bezeichneten Ort
fährt,
bestimmt. Es ist zu beachten, dass eine Reihe von Positionen, die
vom Positionsbestimmungssystem 230 bestimmt worden ist, nicht
unbedingt genau längs
der Bahn 310 des Fahrzeugs 304 liegt, wenn dieses
längs der
Straße 300 fährt. Die
Abweichungen resultieren aus normalerweise auftretenden Schwankungen
in den Messwerten des Positionsbestimmungssystems 230.
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Wenn
das Fahrzeug 304 längs
der Straße 300 fährt, bestimmt
das Ausrichtungsbestimmungssystem 232 in ähnlicher
Weise eine Reihe von Ausrichtungen. Die Ausrichtungen sind in 5 nicht dargestellt.
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Wenn
das Fahrzeug längs
der Straße 300 fährt, empfängt die
Datenempfangskomponente 240 im Datensammelprogramm 236 die
Daten, die die Reihe von Positionen POS(1), POS(2), POS(3) und POS(k)
angeben, vom Positionsbestimmungssystem 230, und die Daten,
die die Reihe von Fahrzeugausrichtungen angeben, vom Ausrichtungsbestimmungssystem 232.
Die Datenempfangskomponente 240 leitet diese Daten zur
Datenbezugskomponente 254 weiter, die die Daten in einer
Datei 314 auf dem Datenspeicher 260 speichert.
-
Wenn
das Fahrzeug fährt,
empfängt
die Datenempfangskomponente 240 kontinuierlich Daten, die
die Fahrzeugposition und Ausrichtung anzeigen, während die Datenbezugskomponente 254 kontinuierlich
diese Daten speichert. Während
dieser Prozess andauert, befindet sich die Sprachdatenkomponente 250 des
Datensammelprogramms 236 in einem Modus, in welchem sie
bereit ist, einen Sprachbefehl zu empfangen.
-
Wenn
das Fahrzeug 304 sich an dem mit "B" bezeichneten
Ort befindet, verwendet der Rechercheur das Datensammelsystem 225,
um Adressdaten zu sammeln. Wenn das Fahrzeug 304 sich an dem
Ort mit der Bezeichnung "B" befindet, beobachtet
der Rechercheur eine Adresse "4325" an einem Gebäude an der
linken Seite der Straße 300.
Der Rechercheur spricht den Befehl "LINKS" in das Mikrophon 242. Wie
in 6 gezeigt ist, versucht eine Sprachbefehlerkennungsroutine 316 in
der Sprachdatenkomponente 250 des Datensammelprogramms 236,
den Sprachbefehl "LINKS" zu erkennen. Die Sprachbefehlserkennungsroutine 316 prüft eine
Tabelle 318 von gespeicherten Sprachbefehlen. Die Tabelle 318 der
gespeicherten Sprachbefehle enthält Sprachbefehle
für "LINKS", "RECHTS", "ECKE", "PLATZ", "GESCHWINDIGKEIT", "TEILER", "UNBEFESTIGT" und "FESTLEGEN". Die Tabelle 318 kann andere
Befehle zusätzlich
oder anstelle dieser Befehle enthalten.
-
Wenn
der Sprachbefehl erkannt wird, führt die
Sprachbefehlserkennungsroutine 316 drei Schritte aus. Erstens,
die Sprachbefehlserkennungsroutine 316 identifiziert die
letzten Positionsdaten POS(k), die von der Datenempfangskomponente 240 vom Positionsbestimmungssystem 230 empfangen
werden, und die letzten Ausrichtungsdaten (in 6 mit 319 bezeichnet),
die von der Datenempfangskomponente 240 vom Ausrichtungsbestimmungssystem 232 empfangen
werden. Zweitens, die Sprachbefehlserkennungsroutine 316 gibt
einen Befehl aus, um eine hörbare
Ausgabe (z. B. einen Ton) am Lautsprecher 244 bereitzustellen,
die anzeigt, dass der Sprachbefehl erkannt worden ist. Drittens,
die Sprachbefehlserkennungsroutine 316 ruft die Sprache-zu-Text-Routine 320 auf.
-
Beim
Hören der
hörbaren
Ausgabe, die anzeigt, dass der Sprachbefehl erkannt worden ist, spricht
der Rechercheur die beobachtete Adresse "4325" in
das Mikrophon 242. Die Ausgabe des Mikrophons 242 wird
von der Sprache-zu-Text-Routine 320 empfangen. Die Sprache-zu-Text-Routine 320 setzt
die gesprochene Phrase in "4325" in eine numerische
Zeichentextkette 324 um. Beim Umsetzen der gesprochenen
Phrase "4325" in eine numerische Zeichentextkette 324 setzt
eine Text-zu-Sprache-Syntheseroutine 330 in der Sprachdatenkomponente 250 die
numerische Zeichentextkette 324 zurück in eine Audioausgabe um.
Die Audioausgabe wird über
den Lautsprecher 244 wiedergegeben, so dass der Rechercheur
diese hören
kann, um somit dem Rechercheur zu ermöglichen, zu bestätigen, dass
die Sprache-zu-Text-Routine 320 die
gesprochene Phrase "4325" richtig in eine
numerische Zeichentextkette umgesetzt hat. Unter Verwendung der Text-zu-Sprache-Syntheseroutine 330 zum
Wiedergeben der Phrase, die unter Verwendung der Sprache-zu-Text-Routine 320 umgesetzt
worden ist, ermöglicht
dem Rechercheur, sofort zu erkennen, ob die Sprache-zu-Text-Routine 320 die
gesprochene Phrase "4325" genau aufgenommen
hat.
-
Nach
dem Wiedergeben des Textes, der aus der gesprochenen Phrase unter
Verwendung der Sprache-zu-Text-Routine 320 umgesetzt worden
ist, kehrt die Text-zu-Sprache-Syntheseroutine 330 zur Sprachbefehlserkennungsroutine 316 zurück. Wenn die
Audioausgabe der umgesetzten Textkette, die über den Lautsprecher 244 wiedergegeben
wird, der vom Rechercheur gesprochenen Phrase entspricht, zeigt
der Rechercheur an, dass die Adressdaten gespeichert werden können. Der
Rechercheur bewerkstelligt diese Anzeige durch Sprechen des Befehls "FESTLEGEN". Die Sprachbefehlserkennungsroutine 316 versucht,
den Sprachbefehl "FESTLEGEN" unter Verwendung
der Tabelle 318 der gespeicherten Sprachbefehle zu erkennen.
Wenn die Sprachbefehlserkennungsroutine 316 den Sprachbefehl "FESTLEGEN" erkennt, werden
die zwei folgenden Schritte ausgeführt. Erstens, die Sprachdatenkomponente 250 gibt
einen Befehl aus, um eine hörbare Ausgabe
(z. B. einen Ton) am Lautsprecher 244 bereitzustellen,
die anzeigt, dass der Sprachbefehl "FESTLEGEN" erkannt worden ist. Zweitens, die Sprachdatenkomponente 250 sendet
die letzten Positionsdaten POS(k), die letzten Ausrichtungsdaten 319 und
die laterale Richtung (d. h. "lins" oder "rechts"), wie vom Rechercheur
angegeben, zur Datenbezugskomponente 254, und die Adresstextkette 324 zur
Datenbezugskomponente 254.
-
Wie
in 7 gezeigt ist, empfängt die Datenbezugskomponente 254 die
Daten, die die letzten Positionsdaten POS(k) anzeigen, die Daten,
die die letzte Ausrichtung anzeigen, und die lateralen Richtungsdaten.
Unter Verwendung dieser Informationen berechnet die Datenbezugskomponente 254 eine erste
Pseudoposition 340. Die erste Pseudoposition 340 ist
durch geographische Koordinaten definiert, d. h. durch geographische
Breite und geographische Länge.
Die erste Pseudoposition 340 wird für einen Ort etwa 5–10 Meter
versetzt von der letzten Position (angegeben durch die Daten POS(k)
in lateraler Richtung (d. h. nach "links") bezüglich der Richtung der letzten
Ausrichtung 319 berechnet. In dieser Ausführungsform
wird die Pseudoposition bestimmt, indem eine Position 90° von der
Richtung der Ausrichtung in der angegebenen lateralen Richtung berechnet
wird. Die Pseudoposition muss nicht unbedingt der exakten Position
des Gebäudes
mit der zugehörigen
Adresse entsprechen. Die Datenbezugskomponente 254 ordnet
die Adresstextkette 324 den Daten zu, die die Pseudoposition 340 anzeigen.
Die Datenbezugskomponente 254 speichert diese Datenelemente
zusammen in einer Datei 344 auf dem Datenspeicher 260.
-
Wie
in 6 gezeigt ist, kann es vorkommen, dass nach dem
Wiedergeben der Phrase, die unter Verwendung der Sprache-zu-Text-Routine 320 umgesetzt
worden ist, der Rechercheur feststellt, dass die ursprünglich gesprochene
Phrase nicht korrekt im Text umgesetzt worden ist. Der Rechercheur kann
diese Feststellung vornehmen, indem er die Audioausgabe der Text-zu-Sprache-Syntheseroutine 330 hört. Wenn
der Rechercheur feststellt, dass die umgesetzte Phrase nicht gespeichert
werden sollte, kann er seine Absicht dem Datensammelsystem 225 mittels
eines Sprachbefehls, wie z. B. "ABBRUCH", anzeigen. Wie oben
erwähnt
worden ist, kehrt nach dem Wiedergeben der Phrase, die unter Verwendung der
Sprache-zu-Text-Routine 320 umgesetzt
worden ist, die Text-zu-Sprache-Syntheseroutine 330 zur Sprachbefehlserkennungsroutine 316 zurück. Wenn der
Rechercheur den Befehl "ABBRUCH" spricht, versucht
die Sprachbefehlserkennungsroutine 316, den Sprachbefehl "ABBRUCH" unter Verwendung der
Tabelle 318 der gespeicherten Sprachbefehle zu erkennen.
Es ist zu beachten, dass, nachdem eine Adresse in Text umgesetzt
worden ist, die Sprachbefehlserkennungsroutine 316 so programmiert
sein kann, dass sie die Sprachbefehlswahlmöglichkeiten nur auf "FESTLEGEN" und "ABBRUCH" beschränkt. Wenn
die Sprachbefehlserkennungsroutine 316 den Sprachbefehl "ABBRUCH" erkennt, werden
die umgesetzten Zeichentextkettendaten 324 verworfen. Die
Sprachdatenkomponente 250 des Datensammelprogramms 236 kann
dann in den Modus zurückkehren,
in dem sie auf den Empfang eines Sprachbefehls wartet.
-
Ferner
kann es vorkommen, dass dann, wenn der Rechercheur entweder den
Befehl "FESTLEGEN" oder "ABBRUCH" spricht, die Sprachbefehlserkennungsroutine 316 den
Sprachbefehl nicht erkennen kann. Wenn dies auftritt, liefert die
Spracherkennungsroutine 316 eine Ausgabe an den Lautsprecher,
die anzeigt, dass der Befehl nicht erkannt worden ist. Die Ausgabe
kann die Form eines Fehlertons oder Pieptons aufweisen. Die Spracherkennungsroutine 316 kann
dem Rechercheur Gelegenheit geben, den Befehl erneut zu sprechen.
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Die
Sprachdatenkomponente 250 kann ferner ein Merkmal aufweisen,
das dem Rechercheur erlaubt, Befehle oder Adressen manuell z. B. über die Tastatur
des Notebook-Computers 238 einzugeben. Das manuelle Eingeben
von Befehlen oder Adressen kann als eine Option vorgesehen sein,
wenn die Umgebungsbedingungen die Verwendung von Sprachbefehlen
beeinträchtigen.
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Nachdem
der Rechercheur das Datensammelsystem 225 verwendet hat,
um die der ersten Pseudoposition 340 zugeordneten Adressdaten
zu speichern, kann der Rechercheur das Datensammelsystem 225 verwenden,
um mehr Adressdaten zu speichern. In 8 ist das
Fahrzeug 304 so gezeigt, dass es längs der Straße 300 von
der Position mit der Bezeichnung "B" zu
einer Position mit der Bezeichnung "C" fährt. Wenn
das Fahrzeug 304 von der Position mit der Bezeichnung "B" zu der Position mit der Bezeichnung "C" fährt,
erhebt das Positionsbestimmungssystem 230 kontinuierlich
Daten, die die geographischen Koordinaten des Fahrzeugs angeben. Die
Positionen, die diesen Daten entsprechen, sind mit POS(4) und POS(j)
bezeichnet. In ähnlicher
Weise erhebt das Richtungsbestimmungssystem 232 dann, wenn
das Fahrzeug 304 von der Position mit der Bezeichnung "B" zu der Position mit der Bezeichnung "C" fährt,
kontinuierlich Daten, die die Fahrzeugausrichtung angeben. Diese
Daten, die die Fahrzeugposition und -ausrichtung angeben, werden zur
Datenbezugskomponente 254 weitergeleitet, die die Daten
in einer Datei 314 (in 7) auf dem
Datenspeicher 260 speichert, wie oben beschrieben worden
ist.
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Wenn
das Fahrzeug 304 das Gebäude mit der Adresse "4316" passiert, beobachtet
der Rechercheur die Adresse und verwendet das Datensammel system 225,
um mehr Adressdaten zu speichern. Der Rechercheur spricht den Befehl "RECHTS". Wie oben versucht
die Sprachbefehlserkennungsroutine 316 in der Sprachdatenkomponente 250 des
Datensammelprogramms 236 den Befehl unter Verwendung der
gespeicherten Liste 318 von Befehlen zu erkennen. Wenn
der Befehl "RECHTS" erkannt worden ist,
wird der Rechercheur aufgefordert, eine Adresse zu sprechen. Der
Rechercheur antwortet durch Sprechen von "4316".
Die Sprache-zu-Text-Routine 320 setzt diese gesprochene
Phrase in Text um, woraufhin die Text-zu-Sprache-Syntheseroutine 330 den Text
wiedergibt, so dass der Rechercheur ihn hört. Wenn wie oben die gesprochene
Phrase erfolgreich in Text umgesetzt worden ist, spricht der Rechercheur
den Befehl "FESTLEGEN". Der Text der Adresse "4316" wird zusammen mit
den Daten, die die letzte Fahrzeugposition POS(j), die letzte Fahrzeugausrichtung
und die laterale Richtung (d. h. "RECHTS") angeben, zur Datenbezugskomponente 254 weitergeleitet.
Die Datenbezugskomponente 254 berechnet eine zweite Pseudoposition.
Diese zweite Pseudoposition ist etwa 5–10 Meter von der letzten Fahrzeugposition
lateral nach rechts beabstandet. Die Koordinaten der zweiten Pseudoposition
und der Text der Adresse werden zusammen in der Datei 344 im
Datenspeicher 260 gespeichert. Der Rechercheur kann auf
diese Weise fortgesetzt Adressinformationen hinzufügen, wenn
das Fahrzeug längs
der Straßen
im Aufgabengebietsbereich fährt.
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Ein
weiterer Aspekt des Datensammelsystems 225 wird in Verbindung
mit 9 beschrieben. 9 zeigt
das Fahrzeug 304 an einem Ort mit der Bezeichnung "D", der weiter in Fahrtrichtung längs der
Straße 300 liegt.
An dem Ort mit der Bezeichnung "D" passiert das Fahrzeug
eine Kreuzung 360. Wenn das Fahrzeug 304 längs der
Straße 300 weiterfährt, erhält das Positionsbestimmungssystem 230 (in 4 gezeigt)
kontinuierlich Daten, die die geographischen Koordinaten des Fahrzeugs
angeben, während
das Richtungsbestimmungssystem 232 kontinuierlich Daten
erhält,
die die Fahrzeugausrichtung angeben. Die Positionsdaten und die
Ausrichtungsdaten werden kontinuierlich zur Datenbezugskomponente 254 weitergeleitet,
die die Daten in der Datei 314 (in 7) auf dem
Datenspeicher 260 speichert, wie oben beschrieben worden
ist.
-
Wenn
der Rechercheur die Kreuzung 360 passiert, beobachtet er
eine Adresse "4301" eines Gebäudes an
der Ecke. Der Rechercheur spricht den Sprachbefehl "LINKS". Die Sprachbefehlserkennungsroutine 316 (in 6)
versucht, den Befehl "LINKS" unter Verwendung
der Liste 318 der gespeicherten Befehle zu erkennen. Wenn
der Befehl "LINKS" erkannt wird, wird
der Rechercheur aufgefordert, eine Adresse zu sprechen. Der Rechercheur antwortet
durch Sprechen von "4301 ". Die Sprache-zu-Text-Routine 320 setzt
diese gesprochene Phrase in Text um, woraufhin die Text-zu-Sprache-Syntheseroutine 330 den
Text wiedergibt, damit der Rechercheur diesen hört. Wenn die gesprochene Sprache
erfolgreich in Text umgesetzt worden ist, spricht der Rechercheur
den Befehl "ECKE". Der Befehl "ECKE" arbeitet ähnlich dem
Befehl "FESTLEGEN". Wenn die Sprachbefehlserkennungsroutine 316 den
Befehl "ECKE" erkennt, wird der
Text der Adresse "4301" zusammen mit den
Daten, die die letzte Fahrzeugposition, die letzte Fahrzeugausrichtung,
die laterale Richtung (d. h. "LINKS") und die Daten "ECKE" zur Datenbezugskomponente 254 weitergeleitet.
Die Datenbezugskomponente 254 berechnet eine Pseudoposition.
Diese Pseudoposition ist etwa 5–10
Meter ausgehend von der letzten Fahrzeugposition lateral nach links
beabstandet. Die Koordinaten der Pseudoposition und der Text der
Adresse werden zusammen in der Datei 344 gemeinsam mit
einer Angabe, dass der Adresse eine "ECKE" zugeordnet
ist, gespeichert.
-
Der
Rechercheur fährt
weiter auf den Straßen
im Aufgabengebietsbereich, wobei er das Datensammelsystem 225 im
Fahrzeug 304 verwendet, um Adressdaten zu sammeln. Nachdem
der Rechercheur das Sammeln von Adressdaten im Aufgabengebietsbereich
beendet hat, können
die Daten, die unter Verwendung des Datensammelsystems 225 gesammelt
worden sind, verwendet werden, um Adressinformationen zur grundlegenden
Version 100 der geographischen Datenbank hinzuzufügen.
-
IV. HINZUFÜGEN VON
DATEN ZUR DATENBANK
-
Nachdem
der Rechercheur das Sammeln von Adressdaten im Aufgabengebietsbereich
beendet hat, kehrt der Rechercheur in das Außenbüro oder alternativ zu einem
weiteren Ort, von dem aus die Daten, die unter Verwendung des Datensammelsystems 225 gesammelt
worden sind, verwendet werden können,
um Daten zur geographischen Datenbank hinzuzufügen, zurück. Um Adressdaten auf die
grundlegende Version der geographischen Datenbank 100 anzuwenden,
verwendet der Rechercheur ein Datenbankaktualisierungsprogramm. 10 zeigt
eine Ausführungsform
eines Datenbankaktualisierungsprogramms 390, das auf dem tragbaren
Computer 238 installiert ist. Das Datenbankaktualisierungsprogramm
kann ein Teil des Datensammelprogramms 225 sein oder kann
ein eigenständiges
Programm sein. Alternativ kann die Datenbankaktualisierungskomponente 390 auf
dem Hauptcomputer 116 installiert sein (1)
und entfernt vom tragbaren Computer 238 laufen. Der tragbare
Computer 238 (oder die andere Computerplattform), auf der
das Datenbankaktualisierungsprogramm 390 installiert ist,
enthält
die geeignete Hardware und Software, so dass Daten von der grundlegende
Version der Datenbank 100 in diesen geladen werden können. Gemäß einer
Ausführungsform
wird der tragbare Computer 238 mit dem Netzwerk 240 im
Außenbüro verbunden,
um Daten vom Hauptcomputer 116 zu empfangen. Alternativ
kann der tragbare Computer 238 auf den Hauptcomputer 116 über irgendeine
andere Art von Verbindung zugreifen, wie z. B. eine Wählverbindung
oder eine drahtlose Verbindung.
-
Der
Rechercheur stellt die Dateien 314 und 344, die
mittels des Datensammelprogramms 236 gebildet wurden, dem
Datenbankaktualisierungsprogramm 390 zur Verfügung. Wenn
das Datenbankaktualisierungsprogramm 390 und das Datensammelprogramm 236 auf
dem gleichen Computer installiert sind, kann auf die Dateien 314 und 344 direkt
zugegriffen werden. Wenn das Datenbankaktualisierungsprogramm 390 und
das Datensammelprogramm 236 auf verschiedenen Computern
installiert sind, können alternativ
die Dateien 314 und 344 kopiert oder anderweitig übertragen
werden, so dass sie für
das Datenbankaktualisierungsprogramm 390 zugänglich sind.
Das Datenbankaktualisierungsprogramm 390 kann dem Programm ähnlich oder
mit diesem identisch sein, das beschrieben ist in der anhängigen Patentanmeldung
mit dem Titel "Method
and System for Collecting Data for Updating a Geographic Database", laufende Nr. 09/256.389,
eingereicht am 24. Februar 1999, dessen gesamte Offenbarung hiermit durch
Literaturhinweis eingefügt
ist.
-
Das
Datenbankaktualisierungsprogramm 390 sorgt für das Hinzufügen neuer
Datensätze
zur grundlegenden Version der geographischen Datenbank 100, oder
alternativ sorgt das Datenbankaktualisierungsprogramm 390 für das Modifizieren
der Datensätze,
die bereits in der grundlegenden Version der geographischen Datenbank 100 vorhanden
sind. Wenn eine dieser Funktionen durchgeführt wird, kann das Datenbankaktualisierungsprogramm 390 den
Hauptcomputer 116 auffordern, Kopien einiger der Datensätze in der
grundlegenden Version der geographischen Datenbank 100 für die Verwendung durch
das Geographikdatenbank-Aktualisierungsprogramm 390 bereitzustellen.
Wenn z. B. Adressbereichsdaten zu Straßensegmentsdatensätzen, die bereits
in der grundlegenden Version der geographischen Datenbank enthalten
sind, hinzugefügt
werden, werden Kopien dieser Straßensegmentdatensätze dem
Datenbankaktualisierungsprogramm 390 zur Verfügung gestellt,
so dass die Adressbereichsdaten vom Rechercheur hinzugefügt werden
können. Während der
Rechercheur an diesen Straßensegmentdatensätzen arbeitet,
kann der Hauptcomputer 116 die Kopien dieser Straßensegmentdatensätze in der
grundlegenden Version der geographischen Datenbank 100 sperren,
so dass keine anderen Rechercheure auf die gleichen Datensätze zugreifen
können.
Dies stellt sicher, dass nicht zwei Rechercheure den gleichen Datensatz
gleichzeitig modifizieren, was zu widersprüchlichen Modifikationen führen kann.
-
Wenn
neue Datensätze
zur geographischen Datenbank hinzugefügt werden, um Straßensegmente
zu repräsentieren,
die vorher nicht repräsentiert waren,
kann es immer noch notwendig sein, Datensätze von der grundlegenden Version
der geographischen Datenbank anzufordern. Neue Datensätze, die Straßensegmente
repräsentieren,
die vorher nicht in der geographischen Datenbank repräsentiert
waren, können
mit Straßensegmenten
verbunden sein, die von Datensätzen
in der geographischen Datenbank repräsentiert werden. Um die Verbindungen
dieser neuen Straßensegmente
zu den Straßensegmenten, die
bereits repräsentiert
sind, richtig zu beschreiben, kann es notwendig sein, wenigstens
einige der bestehenden Datensätze,
die Straßensegmente
repräsentieren,
zu modifizieren. Während
diese bestehenden Datensätze
vom Rechercheur unter Verwendung des Datenbankaktualisierungsprogramms
modifiziert werden, werden die entsprechenden ursprünglichen Kopien
dieser Datensätze
in der grundlegenden Version der geographischen Datenbank gesperrt,
so dass kein anderer Rechercheur diese Datensätze modifizieren kann.
-
Das
Datenbankaktualisierungsprogramm 390 stellt graphisch die
Daten dar, die unterwegs unter Verwendung des Datensammelsystems
gesammelt worden sind und erlaubt dem Rechercheur, Änderungen
oder Ergänzungen
an der grundlegenden Version der geographischen Datenbank vorzunehmen,
während
er die geographische Darstellung der gesammelten Daten betrachtet. 11 zeigt
eine Anzeige 392 auf einem Computerbildschirm. Die Anzeige 392 wird
vom Datenbankaktualisierungsprogramm 390 (in
-
10)
wiedergegeben. Das Datenbankaktualisierungsprogramm 390 zeigt
eine maßstabsgerechte
Karte 393 eines Abschnitts des geographischen Aufgabengebietsbereiches.
Der Anzeige 392 sind Angaben 394 der Positionen überlagert,
an denen das Positionsbestimmungssystem 230 das Fahrzeug
als längs
der Straßen
im Aufgabengebietsbereich fahrend bestimmt hat. Diese Angaben 394 werden
aus den Fahrzeugpositionsdaten (d. h. "POS")
in der Datei 314 (7) abgeleitet.
Die Angaben 394 werden auf der Anzeige 392 an
relativen Orten entsprechend ihren geographischen Koordinaten wiedergegeben.
Als Ergebnis bilden die Angaben 394 einen Abriss der Straßen, auf
denen das Fahrzeug gefahren ist.
-
12 zeigt
eine weitere Anzeige 395, die vom Datenbankaktualisierungsprogramm 390 wiedergegeben
wird. Die Anzeige 395 zeigt den gleichen Abschnitt des
Aufgabengebietsbereiches, der auf der Anzeige 392 der 11 gezeigt
ist. 12 zeigt die gleichen Fahrzeugpositionsangaben 394,
wie in 11 gezeigt sind. Unter Verwendung
der Reihenfolge, in der die Fahrzeugpositionsdaten in der Datei 314 auftreten,
sowie der Ausrichtungsdaten in der Datei 314, wurden die
Fahrzeugpositionsangaben 394 mittels Linien 396 verbunden.
Die resultierenden verbundenen Linien 396 skizzieren im
Wesentlichen die Straßen,
auf denen das Fahrzeug gefahren ist.
-
13 zeigt
eine Anzeige 398, die vom Datenbankaktualisierungsprogramm 390 der 10 wiedergegeben
wird. Die Anzeige 398 in 13 zeigt den
gleichen Abschnitt des Aufgabengebietsbereiches, der auf der Anzeige 392 der 12 gezeigt
ist. 13 zeigt ferner die gleichen Fahrzeugpositionsangaben 394,
wie in 12 gezeigt ist. Zusätzlich zeigt 13 Textkästen 400.
Jeder Textkasten 400 enthält eine der Adresstextketten
(d. h. "ADRESSTEXT"), die in der Datei 344 (in 7)
gespeichert worden sind.
-
Jeder
Textkasten 400 wird auf der Anzeige 398 an dem
relativen Ort wiedergegeben, der den geographischen Koordinaten
der Pseudoposition entspricht, die dem Adresstext zugeordnet ist.
Als Ergebnis sind die Textkästen 400 relativ
bezüglich
der entsprechenden wirklichen Positionen der vom Rechercheur beobachteten
Gebäude
positioniert.
-
Es
ist zu beachten, dass einer der Textkästen 400 eine Adresstextkette "4301" enthält, die
unterstrichen ist. Diese Textkästen
mit Unterstreichung entsprechen Pseudopositionen, denen eine Eckenangabe
(d. h. "ECKE") in der Datei 344 zugewiesen
wurde.
-
14 zeigt
eine Anzeige 410 des gleichen Abschnitts des Aufgabengebietsbereichs,
der auf der Anzeige 398 in 13 gezeigt
ist. Die Anzeige 410 in 14 zeigt
ein Beispiel eines Dateneingabefensters 414, das der Karte 393 überlagert
ist. Die Anzeige 410 und das Dateneingabefenster 414 werden vom
Datenbankaktualisierungsprogramm 390 (in 10)
wiedergegeben. Unter Verwendung der Informationen, die auf der Anzeige 410 in
-
14 präsentiert
werden, und der Eingabevorrichtungen) des Computers, auf dem das
Datenbankaktualisierungsprogramm 390 installiert ist (z.
B. der tragbare Computer 238), kann der Rechercheur Daten
zur grundlegenden Version der geographischen Datenbank 100 hinzufügen oder
Daten in derselben modifizieren. Das Dateneingabefenster 414 in 14 enthält Eingabefelder 416.
Die Eingabefelder 416 können
verwendet werden, um Daten zum Hinzufügen eines Datensatzes zur grundlegenden
Version der geographischen Datenbank 100 (in 1) oder
zum Modifizieren eines bestehenden Datensatzes in der geographischen
Datenbank 100 eingeben. (Ein wirkliches Dateneingabefenster
mit Eingabefeldern ist in 15 gezeigt.
Der Klarheit halber wird jedoch auf das in 14 gezeigte
Beispiel Bezug genommen.)
-
Zum
Beispiel kann der Rechercheur unter Verwendung der Eingabevorrichntung(en)
des Computers, auf dem das Datenbankaktualisierungsprogramm 390 installiert
ist, Straßensegmente,
Kreuzungen, Kurven in Straßen,
sowie andere Informationen aus der Anzeige 410 identifizieren.
Zum Beispiel kann der Rechercheur unter Verwendung der Anzeige 410 Kreuzungen
an den Positionen mit der Bezeichnung "D" und "F" identifizieren. Unter Verwendung einer
Routine im Datenbankaktualisierungsprogramm 390 können die
geographischen Koordinaten der Positionen der Kreuzungen bestimmt
werden. Zum Beispiel kann der Rechercheur eine Zeigevorrichtung
(wie z. B. eine Maus oder eine Digitalisierungstafel) bewegen, um
die Positionen der Kreuzungen auf der Anzeige 410 zu identifizieren.
Eine Routine im Datenbankaktualisierungsprogramm 390 übersetzt
anschließend
die Position der Zeigevorrichtung in geographische Koordinaten.
Die geographischen Koordinaten der Kreuzungen an den Endpunkten
des Straßensegments
(d. h. die Knotenpunkte) werden zu den entsprechenden Feldern 416 hinzugefügt. Die
Koordinaten der Knoten können
automatisch anhand der Position der Zeigevorrichtung hinzugefügt werden.
-
Der
Rechercheur kann Straßensegmente identifizieren,
die jedes Paar von Kreuzungen verbinden. In einigen geographischen
Datenbanken wird jedes Straßensegment
durch einen separaten Datensatz oder Eintrag repräsentiert.
Eigenschaften jedes Straßensegments
sind dem Straßensegmentdatenelement
als Attribute zugewiesen.
-
Bezüglich jedes
Straßensegments,
längs dem
wenigstens ein Gebäude
mit einer Adresse angeordnet ist, werden Adressbereichsattribute
bestimmt und dem Straßensegmentdatenelement
zugeordnet. Das Identifizieren von Adressbereichen anstelle von
wirklichen Adressen kann für
die Routenberechnung und -führung
zuverlässiger
sein. Zum Beispiel kann es sein, dass eine Person, die ein Navigationssystem
benutzt, um eine Route zu einer Adresse zu berechnen, die genaue
Adresse nicht kennt, oder eine nur um wenige Ziffern fehlerhafte Hausnummer
hat. Daher wird ein Adressbereich vorzugsweise für jedes Straßensegment
bestimmt, so dass eine beliebige Hausnummer, die von einer Person
gesucht wird, mit einem Straßensegment
selbst dann identifiziert werden kann, wenn die wirkliche Hausnummer
physikalisch nicht auf dem wirklichen Straßensegment vorhanden ist.
-
Unter
Verwendung der Anzeige 410 in 14 kann
der Rechercheur einen Adressbereich für das Straßensegment zwischen den Kreuzungen mit
der Bezeichnung "D" und "F" bestimmen. Die Adressdaten aus der
Datei 344, die während
des Reisens im Aufgabengebietsbereich unter Verwendung des Datensammelsystems 225 erhalten
worden sind, sind in den Textkästen 400 auf
der Anzeige 410 gezeigt. Aus den angezeigten Informationen
kann der Rechercheur die Adressen "4301", "4316", "4325" und "4350" beobachten. Ferner
kann der Rechercheur die Adresse "4402" auf
dem benachbarten Straßensegment
jenseits der Kreuzung mit der Bezeichnung "F" beobachten.
Aus dieser angezeigten Information kann der Rechercheur die Adressbereichsdaten
bestimmen, um sie dem Datensatz zuzuordnen, der das Straßensegment
zwischen den Kreuzungen mit der Bezeichnung "D" und "F" repräsentiert.
-
In
einigen Datenbanken kann ein Datenelement, das ein Straßensegment
repräsentiert,
Adressbereichsdaten für
jede Seite des Straßensegments enthalten.
Wenn die geographische Datenbank, die mit dem Datenbankaktualisierungsprogramm 390 aktualisiert
wird, Adressbereichsinformationen für jede Seite des repräsentierten
Straßensegments
enthält, würde der
Datensatz, der gebildet wird, um das Straßensegment zwischen den Kreuzungen
mit der Bezeichnung "D" und "F" zu repräsentieren, ungerade Nummern
zwischen "4301–4399" auf der linken Seite des
Straßensegments
und geradzahlige Nummem zwischen 4300–4398 auf der rechten Seite
des Straßensegments
aufweisen. (Die Seiten "links" und "rechts" eines Straßensegments
sind relativ auf der Grundlage einer beliebigen Vereinbarung, die
auf die Datenbank angewendet wird. Zum Beispiel können die
Seiten "West" und "Nord" als "linke" Seiten betrachtet
werden, während
die Seiten "Ost" und "Süd" der Straßen als "rechte" Seiten betrachtet werden können.) Unter
den Eingabefeldern 416 sind Felder 420 enthalten,
um linke und rechte Adressbereiche einzugeben. Unter Verwendung
dieser Felder 420 und der Informationen, die in den Textkästen 400 auf der
Karte 393 des Abschnitts des geographischen Bereiches,
in dem das Datensammelsystem betrieben wurde, angezeigt werden,
kann der Rechercheur Adressbereichsdaten zu einem Datensatz hinzufügen, der
ein Straßensegment
repräsentiert.
-
Wenn
die geographische Datenbank, die mit dem Aktualisierungsprogramm 390 aktualisiert
wird, keine separaten Adressbereiche für jede Seite eines Straßensegments
enthält,
oder wenn die aktuellen Adressen längs des Straßensegments
nicht durch ungerade und gerade Nummern getrennt sind, braucht auch
nur ein einziger Bereich für
den Datensatz bestimmt werden, der das Straßensegment repräsentiert.
Unter diesen Umständen
kann der Rechercheur einen einzigen Adressbereich "4300–4399" für den Datensatz
bestimmen, der das Straßensegment
zwischen "D" und "F" repräsentiert. Diese Daten können zu
einem der Felder 420 des Dateneingabefensters 414 hinzugefügt werden.
-
Nachdem
der Rechercheur die Adressbereichsdaten zu den geeigneten Feldern 420 des
Datensatzes hinzugefügt
hat, können
andere Datenattribute bezüglich
des repräsentierten
Datensegments hinzugefügt
werden. Solche anderen Attribute können den Straßennamen,
Formpunkte (d. h. Koordinaten längs
des Straßensegments,
an denen die Straße eine
Kurve aufweist) und andere Informationen enthalten.
-
Nachdem
alle Daten für
den Datensatz, der das Straßensegment
zwischen den Kreuzungen mit den Bezeichnungen "D" und "F" repräsentiert, in die geeigneten
Felder eingegeben worden sind, kann der Rechercheur das Datenbankaktualisierungsprogramm
verwenden, um Informationen über
andere Straßensegmente
oder andere geographischen Merkmale hinzuzufügen. Wenn der Rechercheur das Hinzufügen und/oder
Modifizieren von Daten unter Verwendung des Datenbankaktualisierungsprogramms 390 beendet,
werden alle Ergänzungen
und Modifikationen (424 in 10) auf
die grundlegende Kopie der geographischen Datenbank 100 angewendet.
Diese Ergänzungen
und Modifikationen 424 können vom tragbaren Computer 238,
der in einem der Außenbüros angeordnet
ist, über
das Datennetzwerk 240 zum Hauptcomputer 116 gesendet
werden.
-
Der
Rechercheur kann anschließend
das Datensammelsystem 225 im gleichen oder in einem anderen
Aufgabengebietsbereich verwenden, um mehr Daten für die Aktualisierung
der geographischen Datenbank zu sammeln.
-
V. WEITERE ALTERNATIVEN
-
Das
Datensammelsystem (225 in 4) kann
verwendet werden, um andere Daten als Adressen zu sammeln. Zum Beispiel
kann das Datensammelsystem 225 verwendet werden, um Geschwindigkeitsbeschränkungsinformatio nen,
Informationen darüber,
ob ein Spurteiler längs
einer Straße
existiert, und Informationen darüber,
ob die Straße
unbefestigt ist, zu sammeln. Wie oben in Verbindung mit 6 erwähnt worden
ist, verwendet die Sprachbefehlserkennungsroutine 316 in
der Sprachdatenkomponente 250 des Datensammelprogramms 236 eine
Tabelle 318 von gespeicherten Sprachbefehlen. Zusätzlich zu
den Sprachbefehlen "LINKS", "RECHTS", "ECKE" und "FESTLEGEN", enthält die Tabelle 318 Sprachbefehle
für "PLATZ", "GESCHWINDIGKEIT", "TEILER" und "UNBEFESTIGT". Diese Befehle können von
einem Rechercheur, der längs
der Straßen
in einem Aufgabengebietsbereich reist, verwendet werden, um Daten
zu sammeln, um Ergänzungen
und Modifikationen an einer geographischen Datenbank vorzunehmen.
-
A. Sammeln von Geschwindigkeitsbeschränkungsdaten
-
Die
Befehle "PLATZ" und "GESCHWINDIGKEIT" können mit
dem Datensammelsystem 225 verwendet werden, um Geschwindigkeitsbeschränkungsinformationen
zu sammeln, um die Informationen zu einer geographischen Datenbank
hinzuzufügen.
Der Sprachbefehl "PLATZ" arbeitet ähnlich den Befehlen "LINKS" und "RECHTS". Nach dem Erkennen
des Befehls "PLATZ" setzt die Sprachdatenkomponente 250 die
vom Rechercheur gesprochenen Wörter
(z. B. Zahlen) in eine Textkette um, und verwendet anschließend die
Text-zu-Sprache-Syntheseroutine 330, um den umgesetzten
Text wiederzugeben. Der Befehl "PLATZ" veranlasst ferner
die Datenbezugskomponente 254, eine Pseudoposition längs der
Bahn des Fahrzeugs auf der Grundlage der letzten Fahrzeugposition,
die vom Positionsbestimmungsmittel 230 erhalten worden
ist, zu ermitteln. In einer Ausführungsform
beruht die Pseudoposition auf der letzten Position, die vom Positionsbestimmungsmittel 230 bestimmt
worden ist. Zum Beispiel kann die Pseudoposition um einen kurzen
Abstand (z. B. 5–10
Meter) auf der Grundlage der letzten Fahrzeugausrichtung vor der
letzten Position beabstandet oder extrapoliert sein. Der Sprachbefehl "GESCHWINDIGKEIT" arbeitet ähnlich dem
Befehl "ECKE" oder dem Befehl "FESTLEGEN". Der Befehl "GESCHWINDIGKEIT" ordnet der Textkette
eine Angabe zu, dass die Textkette eine Geschwindigkeitsbeschränkung repräsentiert.
Die Textkette, die Pseudoposition und die Daten, die anzeigen, dass
die Textkette eine Geschwindigkeitsbeschränkung repräsentiert, werden in einer Datendatei
auf der Rechnervorrichtung gespeichert, auf der das Datensammelprogramm 236 läuft. Die
Datendatei kann die gleiche Datendatei (344 in 7)
sein, die zum Speichern der Adressdaten verwendet wird.
-
Wenn
das Datenbankaktualisierungsprogramm 390 verwendet wird,
um Daten in einer geographischen Datenbank hinzuzufügen oder
zu modifizieren, werden die vom Rechercheur unter Verwendung des
Datensammelsystems gespeicherten Geschwindigkeitsbeschränkungsdaten
auf der Anzeige in einer ähnlichen
Weise wie die Adressdaten angezeigt. Wie in 13 gezeigt
ist, wird ein Textkreis 415 (ähnlich den Textkästen 400),
der die Textkette der Geschwindigkeitsbeschränkung enthält, auf der Anzeige 398 der
Karte 393 des Abschnitts des geographischen Bereiches angezeigt.
Alternativ kann der Text im Geschwindigkeitsbeschränkungs-Textkreis 415 in
einer anderen Farbe oder einem anderen Zeichensatz angezeigt werden,
oder der Geschwindigkeitsbeschränkungstext
kann hervorgehoben oder unterstrichen werden. Der Geschwindigkeitsbeschränkungs-Textkreis 415 wird
auf der Karte 393 an einer Position entsprechend der Pseudoposition
angeordnet. Dies platziert den Geschwindigkeitsbeschränkungs-Textkreis 415 direkt längs des
angezeigten Straßensegments. Geschwindigkeitsbeschränkungsinformationen
können
zu der geographischen Datenbank in einer Weise ähnlich zum Hinzufügen von
Adressdaten hinzugefügt
werden. Zum Beispiel kann das Dateneingabefenster (414 in 14)
ein Feld 416 zum Hinzufügen
von Geschwindigkeitsbeschränkungsinformationen
zu einem Datensatz für
das Straßensegment enthalten.
-
B. Sammeln von Daten über Schnellstraßen mit
getrennten Fahrspuren
-
Ein
weiterer Datentyp, der unter Verwendung des Datensammelsystems gesammelt
werden kann, sind Spurteilerinformationen. Spurteilerinformationen können unter
Verwendung der Sprachbefehle "TEILER
LINKS", "TEILER OFFEN" und "TEILER GESCHLOSSEN" gesammelt werden.
Diese Befehle veranlassen die Datenbezugskomponente 254,
eine Pseudoposition längs
der Bahn des Fahrzeugs zu ermitteln. In einer bevorzugten Ausführungsform
beruht die Pseudoposition auf der letzten Fahrzeugposition, die
vom Positionsbestimmungssystem 230 erhalten worden ist.
Alternativ kann die Pseu doposition auf einer anderen Position beruhen.
Der Befehl "TEILER
LINKS" ordnet der
Pseudoposition eine Angabe hinzu, dass der Spurteiler längs des
Straßensegments
an der Pseudoposition existiert. Der Befehl "TEILER OFFEN" ordnet der Pseudoposition eine Angabe
zu, dass ein Spurteiler längs
des Straßensegments
an der Pseudoposition bis zu der erreichten Kreuzung existiert,
der Spurteiler jedoch nicht jenseits der Kreuzung weitergeführt ist.
Der Befehl "TEILER
GESCHLOSSEN" ordnet
der Pseudoposition eine Angabe zu, dass ein Spurteiler längs des Straßensegments
an der Pseudoposition bis zu der erreichten Kreuzung und darüber hinaus
existiert. Die Pseudoposition, die Daten, die angeben, dass ein
Spurteiler längs
der Pseudoposition existiert, und die Art des Spurteilers (d. h. "LINKS", "GESCHLOSSEN" oder "OFFEN") werden in einer
Datendatei gespeichert, die die gleiche Datendatei (344 in 7) sein
kann, die verwendet wird, um die Adressdaten und die Geschwindigkeitsbeschränkungsdaten
zu speichern.
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Das
Sammeln von Spurteilerinformationen unterscheidet sich vom Sammeln
von Adressdaten und Geschwindigkeitsbeschränkungsdaten dadurch, dass der
Rechercheur nicht irgendwelche Wörter sprechen
muss, die in Textketten umgesetzt werden. Wenn die Sprachbefehlserkennungsroutine 316 somit
den Befehl "TEILER" erkennt, werden
die Sprache-zu-Text-Routine 320 und die Text-zu-Sprache-Syntheseroutine 330 übersprungen.
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C. Sammeln von Daten über unbefestigte
Schnellstraßen
-
Ein
weiterer Datentyp, der unter Verwendung des Datensammelsystems gesammelt
werden kann, sind Informationen über
unbefestigte Schnellstraßen. Informationen über unbefestigte
Schnellstraßen
können
unter Verwendung des Sprachbefehls "UNBEFESTIGT" gesammelt werden. Der Befehl "UNBEFESTIGT" arbeitet ähnlich dem
Befehl "TEILER". Der Befehl "UNBEFESTIGT" veranlasst die Datenbezugskomponente 254 eine
Pseudoposition längs
der Bahn des Fahrzeugs ausgehend von der letzten Fahrzeugposition,
die vom Positionsbestimmungssystem erhalten worden ist, zu ermitteln.
Der Befehl "UNBEFESTIGT" ordnet der Pseudoposition
eine Angabe zu, dass das Straßensegment
an der Pseudoposition unbefestigt ist. Die Pseudoposition und die
Daten, die angeben, dass das Straßensegment unbefestigt ist,
werden in einer Datendatei gespeichert, die die gleiche Datendatei
(344 in 7) sein kann, die zum Speichern
der Adressdaten, der Geschwindigkeitsbeschränkungsdaten und der Spurteilerdaten
verwendet wird.
-
Das
Sammeln von Informationen über
unbefestigte Schnellstraßen
ist dem Sammeln von Spurteilerinformationen insofern ähnlich,
als der Rechercheur keine Wörter
sprechen muss, die in Textketten umgesetzt werden. Die Sprache-zu-Text-Routine 320 und
die Text-zu-Sprache-Syntheseroutine 330 werden übersprungen.
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D. Hinzufügen von
Datenattributen zu bestehenden Datensätzen
-
Wie
vorher erwähnt
worden ist, kann das Datensammelsystem 225 verwendet werden,
um bestehende Datensätze
in der grundlegenden Version der geographischen Datenbank zu modifizieren,
sowie um neue Datensätze
zur geographischen Datenbank hinzuzufügen. Zum Beispiel kann das
Datensammelsystem verwendet werden, um Adressdaten zu bestehenden
Straßensegmentsdatensätzen in
der geographischen Datenbank hinzuzufügen, denen noch keine Adressdaten
zugeordnet sind. Diese Datensätze
können
im Voraus zur grundlegenden Version der geographischen Datenbank
mittels eines Prozesses hinzugefügt
worden sein, der nicht für
das Erhalten von Adressdaten gesorgt hat. Zum Beispiel können die
Datensätze
aus Luftbildaufnahmen ermittelt worden sein. Unter Verwendung von
Luftbildaufnahmen können
die geographischen Koordinaten von Straßenkreuzungen identifiziert
werden und es können Datensätze, die
die Straßensegmente
repräsentieren,
die die Kreuzungen verknüpfen,
bestimmt werden und zur grundlegenden Version der geographischen
Datenbank hinzugefügt
werden. Obwohl Luftbildaufnahmen zum Hinzufügen von Datensätzen verwendet
werden können,
die bestimmte Straßensegmentattribute
enthalten, wie z. B. geographische Koordinaten, Formen und Verbindungsstraßen, können andere
Straßensegmentattribute
kaum aus Luftbildaufnahmen ermittelt werden, wenn überhaupt. Obwohl
Straßensegmentdatensätze ohne
Adressbereichsdaten nützliche
Merkmale bereitstellen, ist die Nutzbarkeit der Datenbank größer, wenn
die Straßensegmentdatensätze Adressdaten
enthalten.
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Wenn
das Datensammelsystem 225 verwendet wird, um bestehende
Datensätze
zu modifizieren oder Daten zu bestehenden Datensätzen hinzuzufügen, kann
es in der gleichen Weise betrieben werden, um Daten zu sammeln,
während
längs der
Straßen
in einem Aufgabengebietsbereich gefahren wird. Wie oben beschrieben
worden ist, kann der Rechercheur Sprachbefehle in das Datensammelsystem eingeben
und auch die Sprache-zu-Text-Funktion verwenden,
um Adressen, Geschwindigkeitsbeschränkungsdaten und andere Daten
hinzuzufügen.
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Wenn
das Datensammelsystem verwendet wird, um Daten zu bestehenden Datensätzen hinzuzufügen, kann
das Datenbankaktualisierungsprogramm (390 in 10)
die geographischen Merkmale, die von den bestehenden Datensätzen repräsentiert
werden, auf dem Anzeigebildschirm graphisch anzeigen. Zum Beispiel
kann das Datenbankaktualisierungsprogramm auf dem Anzeigebildschirm
das Straßensegment,
das von dem bestehenden Straßensegmentdatensatz
repräsentiert
wird, graphisch anzeigen. Der bestehende Straßensegmentdatensatz kann Daten
enthalten, die die geographischen Koordinaten der Endpunkte des
repräsentierten
Straßensegments
definieren, Daten, die die geographischen Koordinaten der Formpunkte
längs des
repräsentierten
Straßensegments
definieren, und dergleichen. Unter Verwendung dieser Daten zeigt
das Datenbankaktualisierungsprogramm das repräsentierte Datensegment für den Rechercheur
zur Betrachtung an. Die Textkästen,
die die vom Rechercheur gesammelten Daten enthalten, wie z. B. die
Adresse, Geschwindigkeitsbeschränkungen,
Spurteilerinformationen und Informationen über eine unbefestigte Straße, sind
auf dem Anzeigebildschirm in der gleichen Weise wie in Verbindung
mit 14 beschrieben worden ist, überlagert. Ein Dateneingabefenster kann
verwendet werden, um Adressdaten, Geschwindigkeitsbeschränkungsdaten,
Daten über unbefestigte
Straßen
und Spurteilerdaten zu den bestehenden Datensatz, der das angezeigte
Straßensegment
repräsentiert,
hinzuzufügen.
Bis zu dem Ausmaß,
mit dem der bestehende Datensatz Attribute enthält, die sich auf das repräsentierte
Straßensegment
beziehen, können
diese bestehenden Datenattribute die entsprechenden Dateneingabefelder im
Dateneingabefenster belegen. Zum Beispiel können die geographischen Koordinaten
des rechten und des linken Knotens bereits für den Datensatz, der das Straßensegment
repräsentiert,
bestimmt worden sein. Somit sind im Daten eingabefenster die geographischen
Koordinaten des rechten und des linken Knotens bereits ausgefüllt. Der
Rechercheur kann neue Daten zu diesen Dateneingabefeldern, die leer
sind, wie z. B. die Adressbereichsfelder, das Feld für unbefestigte
Straßen,
das Spurteilerfeld und dergleichen, hinzufügen.
-
In
einer weiteren alternativen Ausführungsform
kann das Datensammelsystem verwendet werden, um bestehende Daten
in einer geographischen Datenbank zu aktualisieren. Selbst wenn
eine geographische Datenbank bereits Adressdaten, Daten über unbefestigte
Straßen
und Daten über
Spurteiler enthält,
können
diese Informationen veraltet sein. Zum Beispiel können sich
Adressbereiche ändern, Spurteiler
hinzugefügt
oder entfernt werden, Straßen befestigt
werden und dergleichen. Dementsprechend ist es von Zeit zu Zeit
notwendig, dass ein Rechercheur längs der Straßen in einem
Aufgabengebietsbereich reist, um die Genauigkeit der bestehenden Daten
in der grundlegenden Version der geographischen Datenbank, einschließlich der
Adressdaten, der Daten über
unbefestigte Straßen
und der Spurteilerdaten, zu aktualisieren und/oder zu bestätigen. Das
Datensammelsystem kann verwendet werden, um Daten in einem geographischen
Gebiet zu sammeln und anschließend
diese gesammelten Daten zu verwenden, um bestehende Datensätze in einer
geographischen Datenbank bei Bedarf zu aktualisieren.
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E. Zusätzliche Ausführungsformen
und Alternativen
-
In
der obigen Ausführungsform
wurde das Datensammelsystem so beschrieben, dass es für das Sammeln
von Adressdaten, Geschwindigkeitsbeschränkungsdaten, Daten über unbefestigte
Straßen
und Spurteilerdaten sorgt. Das Datensammelsystem kann verwendet
werden, um zusätzliche
Datentypen zu sammeln. Zum Beispiel kann das Datensammelsystem verwendet
werden, um Namen von Straßen,
Namen von interessanten Punkten, wie z. B. Geschäften, Verkehrszeichendaten,
Ampeldaten, Daten, die die Anzahl der Spuren angeben, Parkbeschränkungsdaten,
Zeit- oder Tages-Verkehrsbeschränkungen,
Schul-Übergänge, Parkdaten
und dergleichen, zu sammeln.
-
In
den obenbeschriebenen Ausführungsformen
werden bestimmte Wörter, wie
z. B. "LINKS", "RECHTS", "FESTLEGEN" und dergleichen,
als Sprachbefehle verwendet. In alternativen Ausführungsformen
können
andere Wörter
verwendet werden, um gleiche oder ähnliche Befehle auszudrücken. Zum
Beispiel kann das Wort "SPEICHERN" anstelle des Wortes "FESTLEGEN" verwendet werden.
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In
Verbindung mit einigen der obenbeschriebenen Ausführungsformen
beruhte eine Pseudoposition auf den letzten Positionsdaten, die
vom Positionsbestimmungssystem berechnet worden sind. In einer alternativen
Ausführungsform
kann die Pseudoposition auf einer anderen Position als der letzten vom
Positionsbestimmungssystem bestimmten Position beruhen. Zum Beispiel
kann die Pseudoposition zwischen der letzten Position, die vom Positionsbestimmungssystem
bestimmt worden ist, und der nächsten
Position, die vom Positionsbestimmungssystem bestimmt wird, extrapoliert
werden. In einer weiteren Alternative kann die Pseudoposition um
ein festes oder berechnetes Maß versetzt
sein, um die Fahrzeuggeschwindigkeit, die Richtung und dergleichen
zu berücksichtigen.
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In
den obenbeschriebenen Ausführungsformen
wurde die Karte des geographischen Gebiets mit den Adressdaten,
den Geschwindigkeitsbeschränkungsdaten
und dergleichen auf dem Personalcomputer mittels des Datenbankaktualisierungsprogramms
angezeigt, während
die grundlegende Version der geographischen Datenbank aktualisiert wurde.
In einer alternativen Ausführungsform
kann die Karte des geographischen Gebiets mit den Adressdaten, Geschwindigkeitsbeschränkungsdaten und
dergleichen auch auf den Personalcomputer mittels des Datensammelprogramms 236 angezeigt werden,
während
die Daten gesammelt werden. Dies kann dem Rechercheur dabei helfen,
zu bestätigen, dass
die Daten richtig gesammelt werden.
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VI. VORTEILE
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Das
vorliegende System und das vorliegende Verfahren sorgen für das effiziente
und schnelle Sammeln von Daten für
eine geographische Datenbank. Das Datensammelsystem weist die Fähigkeit auf,
Sprachbefehle zu erkennen, um das Sammeln von Daten zu erleichtern,
während
durch einen geographischen Datenbereich gefahren wird. Außerdem verwenden
das offenbarte Verfahren und das System für bestimmte Datentypen die
Spracherkennung, die erlaubt, dass Informationen gesprochen und
anschließend
als Textdaten gespeichert werden.
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Die
vorangehende genaue Beschreibung soll als erläuternd und nicht als einschränkend aufgefasst
werden, wobei klar ist, dass die folgenden Ansprüche, die alle Äquivalente
enthalten, den Umfang der Erfindung definieren sollen.