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Technisches Gebiet
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Diese
Erfindung betrifft allgemein angereicherte neurale Stammzell- und
Progenitorzellpopulationen und Verfahren zum Identifizieren, Isolieren
und Anreichern von neuralen Stamm- und Progenitorzellen, insbesondere
neurale Stammzellen und Progenitorzellen des Zentralnervensystems
und insbesondere angereicherte Populationen von Neurosphären initiierenden
Zellen (NS-IC).
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Erfindungshintergrund
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Stammzellen
machen nur einen kleinen Prozentanteil der Gesamtzahl an Zellen
aus, sind aber wegen ihrer Fähigkeit,
den Körper
zu repopulieren, von immensem Interesse. Die Langlebigkeit von Stammzellen
und die Dissemination von Stammzellnachkommen sind erwünschte Eigenschaften.
Es besteht ein beträchtliches kommerzielles
Interesse an diesen Verfahren, weil Stammzellen zahlreiche klinische
Anwendungen besitzen. Es besteht auch ein medizinisches Interesse
an der Verwendung von Stammzellen als ein Vehikel zur Gentherapie.
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Proteine
und andere Zelloberflächenmarker,
die auf Stammzell- und Progenitorzellpopulationen gefunden werden,
sind bei der Herstellung von Reagenzien für die Separation und Isolierung
dieser Populationen verwendbar. Zelloberflächenmarker sind auch bei der
weiteren Charakterisierung dieser wichtigen Zellen verwendbar.
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Beispielsweise
beschreibt
WO 9402593 Neuralleistenzellen
und andere multipotente neurale Stammzellen. Es werden auch Verfahren
zur Isolierung, Identifizierung, Propagierung, Differenzierung und
Nutzung solcher Zellen bereitgestellt. Im genau zu sein, diese Anmeldung
offenbart die Verwendung von monoklonalen Antikörpern für schwach affinen Nervenwachstumsfaktor
(LNGFR), um Neuralleistenzellen bei einem Verfahren zu isolieren
und identifizieren, das auf andere neurale Stammzellpopulationen
ausgedehnt werden kann.
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Yin
et al.,
US-Patent 5,843,633 ,
beschreibt einen monoklonalen Antikörper, genannt AC133, der an ein
Oberflächenmarker-Glykoprotein
auf hämatopoietischen
Stamm- und Progenitorzellen
bindet. Das AC-133-Antigen ist ein 5-Transmembran-Zelloberflächenantigen
mit einem Molekulargewicht von 117 kDa. Die Expression dieses Antigens
ist höchst
gewebespezifisch und ist bei einer Teilmenge hämatopoietischer Progenitorzellen
beobachtet worden, die aus humanem Knochenmark, fötalem Knochenmark
und fötaler
Leber, Nabelschnurblut und adultem peripherem Blut stammen. Die
Teilmenge von Zellen, die vom AC133-Antikörper erkannt werden, ist CD34
bell und enthält im Wesentlichen die gesamte
in der CD34
+-Population vorhandene CFU-GM-Aktivität, was AC133
als ein Reagenz zum Isolieren und Charakterisieren humaner hämatopoietischer
Progenitor- und Stammzellen verwendbar macht.
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Allerdings
sind keine für
nicht-hämatopoietische
Stammzellen und Progenitorzellen und insbesondere neurale Stammzellen
und Progenitorzellen des zentralen Nervensystems spezifische Oberflächenmarker identifiziert
worden. Darüber
hinaus ist der AC133-Antikörper
nicht bei Verfahren zum Identifizieren, Isolieren oder Anreichern
von nicht-hämatopoietischen
Stammzellen oder Progenitorzellen, insbesondere neuralen Stammzellen
und Progenitorzellen des zentralen Nervensystems (ZNS), verwendet
worden. Es bleibt ein Bedarf für
Werkzeuge, wie monoklonale Antikörper,
die bei der Isolierung und Charakterisierung humaner nicht-hämatopoietischer Stammzellen
und Progenitorzellen und insbesondere neuraler Stammzellen und Progenitorzellen
des zentralen Nervensystems (ZNS) verwendbar sind.
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Kurzfassung der Erfindung
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Diese
Erfindung stellt Verfahren zum Identifizieren, Isolieren und Anreichern
von humanen nicht-hämatopoietischen
Stammzellen oder Progenitorzellen und insbesondere neuralen Stammzellen,
die Neurosphären
initiieren können
(NS-IC), und Progenitorzellen des zentralen Nervensystems (ZNS).
Die Erfindung stellt auch angereicherte Populationen bereit, die
neurale Stammzellen, die Neurosphären initiieren können, und
Progenitorzellen des ZNS enthalten. Eine „Neurosphären initiierende Zelle (NS-IC)" ist eine Zelle,
die eine Langzeitneurosphärenkultur
initiieren kann. Eine „Neurosphäre" ist wiederum ein
Aggregat oder Cluster von Zellen, das neurale Stammzellen und primitive
Progenitoren enthält.
Die Identifizierung, die Kultur, das Wachstum und die Verwendung
von Neurosphären
wird bei Weiss et al.,
US-Patent
6,750,376 , und Weiss et al.,
US-Patent
5,851,832 , offenbart. Während
der Ausdruck „NS-IC" durch die Fähigkeit
oder das Vermögen
dieser Zelle, eine Neurosphäre
zu bilden, definiert wird, können
diese Zellen zweckmäßigerweise
in adhärenter
Kultur gezüchtet
werden (siehe beispielsweise Johe,
US-Patent
5,753,506 ), und es sollte beachtet werden, dass die hierin
beschriebenen Verfahren und Populationen nicht auf Suspensionskulturen
von NS-IC beschränkt
sind. Eine NS-IC ist Nestin
+ und besitzt
die Fähigkeit,
unter geeigneten Differenzierungsbedingungen zu Neuronen, Astrozyten
und Oligodendrozyten auszudifferenzieren.
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Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
dieser Erfindung wird eine angereicherte Population von neuralen ZNS-Stammzellen,
die Neurosphären
initiieren können
(NS-IC), und Verfahren
zum Identifizieren, Isolieren oder Anreichern von solchen Zellen
durch in Kontakt bangen einer Population von Zellen, die nicht aus
humanen Embryos stammt, die wenigstens eine Stammzelle oder NS-IC
oder Progenitorzelle enthält,
mit einem Reagenz, das an Oberflächenmarker-Glykoprotein-Antigen
(„AC133-Antigen") bindet, das vom
AC133-Antikörper erkannt
wird. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
ist das Reagenz der AC133-Antikörper
(der AC133-Antikörper
wird hierin alternativ als „5F3" bezeichnet). Die
Verwendung traditioneller Techniken zum Zellsortieren, wie etwa
durch Immunselektion (beispielsweise FACS), erlaubt dann die Identifizierung,
Isolierung und/oder Anreicherung von Zellen, bei denen der Kontakt
zwischen dem Reagenz und dem AC133-Antigen detektiert worden ist.
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Bei
einem anderen Ausführungsbeispiel
verwendet diese Erfindung einen Antikörper, hierin 5E12 genannt,
um angereicherte Populationen von neuralen Stammzellen, die Neurosphären initiieren
können,
und Progenitorzellen des ZNS bereitzustellen, und kann bei Verfahren
zum Identifizieren, Isolieren oder Anreichern solcher Zellen durch
in Kontakt bringen einer Population von Zellen, die nicht aus humanen
Embryos stammt, die wenigstens eine Stammzelle, NS-IC oder Progenitorzelle
enthält,
mit dem 5E12-Antikörper,
der an ein anderes Oberflächenmarker-Glykoprotein-Antigen
als das AC133-Antigen bindet, verwendet werden.
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Bei
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
sind die Zellen der Erfindung, vorzugsweise die neuralen ZNS-Stammzellen,
außerdem
dadurch gekennzeichnet, dass ihnen Zelloberflächenmarker für CD45 und CD34
fehlen.
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Bei
einem weiteren Ausführungsbeispiel
verwendet diese Erfindung einen Antikörper, hierin 8G1 genannt, von
dem angenommen wird, dass er CD24 erkennt, was die Teilselektion
zwischen Populationen von neuralen ZNS-Stammzellen (als 8G1-/gering gekennzeichnet) und Populationen
von ZNS-Progenitorzellen (als 8G1+ gekennzeichnet)
ermöglicht.
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Die
Erfindung stellt darüber
hinaus gemäß den Verfahren
der Erfindung erhältliche
In-vitro-Zellkulturen und
die Anwendung von erfindungsgemäß erhältlichen
Zellpopulationen bei der Herstellung von Medikamenten zur Verwendung
bei der Transplantation in ein Säugetier
und Behandlung von Störungen
des menschlichen zentralen Nervensystems bereit.
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Kurze Beschreibung der Figuren
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1 ist
ein Diagramm, das die Proliferation und Differenzierung einer NS.IC
veranschaulicht.
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2 ist
eine Serie von Photographien, die zeigen, dass Neurosphärenkulturen
aus einzelligen sortierten 5F3+-Zellen initiierte
werden können.
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3 ist
eine Punktauftragung von fluoreszenzaktivierten Zellsortierungs-Daten
(FACS-Daten), die die Isolierung von humanen neuralen ZNS-Stammzellen
unter Verwendung von Zelloberflächenmarkern
unter Verwendung des monoklonalen Antikörpers 5E12 zeigt.
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4 ist
eine Zwei-Feld-Punktauftragung von FACS-Sortierungsdaten, die die
Isolierung von humanen neuralen Stammzellen durch Zelloberflächenmarker
zeigt. Humane fötale
Gehirnzellen wurden wie beschrieben enzymatisch dissoziiert. Feld
A zeigt, dass 5F3+-Zellen das Antigen für den 5E12-Antikörper ko-exprimieren.
Feld B zeigt, dass 5F3+-Zellen typischerweise
nicht das Antigen für
den 8G1-(CD24)-Antikörper exprimieren.
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5 ist
ein Diagramm, das die Verteilung von 5F3+-Zellen
in fötalem
Gehirn als eine Funktion des Schwangerschaftsalters zeigt.
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6 ist
eine Serie von Photographien, die Ergebnisse der Transplantation
von humanen neuralen Zellen in eine NOD-SCID-Maus zeigt.
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7 ist
eine Serie von Photographien, die zeigen, dass die Nachkommen von
5F3+-sortierten
Zellen durch den rostromigratorischen Strom (RMS) wandern, wenn
sie in ein Nagetiermodell transplantiert werden.
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8 ist
eine Serie von Photographien, die zeigen, dass die Nachkommen von
5F3+-sortierten
Zellen durch den rostromigratorischen Strom (RMS) in den Riechkolben
wandern, wenn sie in ein Nagetiermodell transplantiert werden.
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9 zeigt
die Eigenschaften von AC133+-Zellen. 9A ist eine durchflusszytometrische Separation von
frischen fötalen
Gehirnzellen auf der Grundlage der AC133-Expression. Humane fötale Gehirnzellen
wurden enzymatisch dissoziiert. Die Zellen wurden mit mAb gegen
CD34, CD45 und AC133 angefärbt
und in AC133–-
und AC133+-Fraktionen separiert. Die restlichen
hämatopoietischen
und Endothelzellen wurden durch Ausschleusen von CD45– bzw.
CD34– ausgeschlossen.
Die sortierten AC133–-(9B)
und AC133+-Teilmengen (9C)
wurden im serumfreien Medium kultiviert und die Proliferation dieser
sortierten Zellen wurde 15 tage lang überwacht.
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10 zeigt
eine quantitative Analyse der NS-IC-Aktivität durch Grenzwertverdünnung und
Einzelzellsortierung. 10A ist eine
quantitative der NS-IC-Aktivität durch
Grenzwertverdünnung
nach Zellsortierung. Sortierte Zellen wurden durch FACS-ACDU in
Reihen von Grenzwertzelldosen in 96-Well-Platten plattiert. 10B zeigt die klonale Expansion von neuralen
Stammzellen/Progenitorzellen. Neurosphären können aus einer einzelnen sortierten
AC133+-Zelle, die direkt aus fötalem Gehirn
isoliert wurde, oder aus einer einzelnen AC133+-Zelle
aus sortierten/expandierten kultivierten Neurosphären abgeleitet
werden. 10C zeigt die Differenzierungsfähigkeit
von klonal abgeleiteten Neurosphärenzellen.
Die Nachkommen von aus einzelnen Zellen abgeleiteten Neurosphären können in
Neuronen (β-Tubulin,
grün) und
Astrozyten (GFAP, rot) differenziert werden.
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11 (nicht-illustrativer
Test) zeigt die Erfassung von humanen neuralen Zellen an nicht-neurogenen Stellen.
In einigen Fällen
(die keinen Teil der Erfindung bilden) wurden humane neurale Zellen,
die in neonatale Gehirne von NOD-SCID-Mäusen injiziert wurden, im Corpus
callosum, den zerebralen Kortex und dem Zerebellum festgestellt.
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12 (nicht-illustrativer
Test) zeigt die In-vivo-Langzeit-Proliferation von Nachkommen von
transplantierten humanen Neurosphärenzellen in der SVZ von NOD-SCID-Mäusen. AC133+-sortierte/expandierte humane Neurosphärenzellen
wurden in die lateralen Venrikel von neonatalen NOD-SCID-Mäusen transplantiert.
Das Anwachsen von humanen Zellen wurde 7 Monate nach der Transplantation
analysiert. 12A ist ein schematisches
Diagramm von adultem Mausgehirn. In dem Diagramm sind Stellen angegeben,
an denen das Anwachsen von humanen Zellen beobachtet wurde. SVZ,
subventrikuläre
Zone; rostromigratorischer Strom. 12B zeigt
die Erfassung von humanen neuralen Zellen in der SVZ. Ein Sagittalschnitt
des transplantierten Mausgehirns wurde mit Anti-Human-Zellkern-Antigen
(FITC, grün)
und GFAP (Cy-5, blau) angefärbt. 12C zeigt die Erfassung von proliferierenden
humanen neuralen Zellen in der SVZ. Der Sagittalschnitt des transplantierten
Mausgehirns wurde mit Anti-Human-Zellkern-Antigen (FITC, grün), Ki67
(Cy-3, rot) und GFAP (Cy-5, blau) angefärbt. Die meisten human-zellkern-antigen-positiven
Zellen in der SVZ ko-exprimierten auch den Proliferationsmarker
Ki67. Die Transplantation von humanen Neurosphärenzellen in die lateralen
Ventrikel von neonatalen NOD-SCID-Mäusen bildet keinen Teil der
vorliegenden Erfindung. (Siehe auch die 13 und 14 unten).
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13 (nicht-illustrativer
Test) zeigt die In-vivo-Migration und -Differenzierung von transplantierten
humanen Neurosphärenzellen
im RMS und im Riechkolben. AC133+-sortierte/expandierte
humane Neurosphärenzellen
wurden in die lateralen Ventrikel von neonatalen NOD-SCID-Mäusen transplantiert.
Das Anwachsen von humanen Zellen wurde 7 Monate nach der Transplantation
analysiert. 13A zeigt, dass die Nachkommen
von AC133+-sortierten/expandierten Zellen
durch den RMS wandert. Im RMS war die Reihe der Human-Zellkern-Antigen+-Zellen auch positiv mit Hoechst 33234-Gegenfärbung (rosa)
(i). Die human-zellkern-antigen-positiven Zellen (Cy-3, rot) im
RMS wurden mit der β-Tubulin-Expression
(Alexia 488, grün)
ko-lokalisiert (ii). Bei einem anderen Schnitt wurden Zellen im
RMS mit humanspezifischem N-CAM
(FITG, grün) und
GFAP (Cy-5, blau) angefärbt
(iii). 13B zeigt die Migration und
die Differenzierung von humanen neuralen Zellen im Riechkolben.
Im Riechkolben wurden die human-zellkern-antigen-positiven Zellen
in der glomelurären Schicht
des Riechkolbens (i und ii) verteilt. In einigen Fällen wurden
humane N-CAM+ neurale Zellen erfasst (iii).
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14 (nicht-illustrativer
Test) zeigt die In-vivo-Langzeit-Proliferation und die Differenzierung
von transplantierten humanen Neurosphärenzellen im Gyrus dentatus
des Hippokampus. AC133+-sortierte/expandierte
humane Neurosphärenzellen
wurden in die lateralen Ventrikel von neonatalen NOD-SCID-Mäusen transplantiert.
Nach 7 Monaten nach der Transplantation von AC133+-sortierten/expandierten
humanen Neurosphärenzellen
in die lateralen Ventrikel von neonatalen NOD-SCID-Mäusen können proliferierende
humane Zellen im Hippokampus gefunden werden. 14A zeigt
die Erfassung von profilerierenden humanen neuralen Zellen in der
subgranulären
Zone des Gyrus dentatus. Der Sagittalschnitt des transplantierten
Mausgehirns wurde mit Anti-Human-Zellkern (FITC, grün), Ki67
(Cy-3, rot) und GFAP (Cy-5, blau) angefärbt. Einige human-zellkern-antigen-positiven
Zellen wurden mit Ki67 angefärbt
(Pfeil). 14B zeigt die Erfassung von
humanen Neuronen im Gyrus dentatus. Der Sagittalschnitt des transplantierten
Mausgehirns wurde mit Anti-Human-Zellkern-Antigen
(Cy-3, rot) und β-Tubulin
(Alexia 488, grün)
angefärbt.
Eine der zwei human-zellkern-antigen-positiven Zellen war auch positiv
für β-Tubulin
(Pfeil).
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Detaillierte Beschreibung
der Erfindung
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Innerhalb
des adulten Zentralnervensystems (ZNS) existiert eine Zellpopulation,
die in ihrer Fähigkeit zur
Selbsterneuerung und die differenzierten reifen Zellphänotypen
des adulten ZNS zu produzieren, Stammzelleigenschaften zeigt. Diese
Stammzellen werden überall
im ZNS und insbesondere in den subventrikulären Bereichen und im Gyrus
dendatus des Hippokampus gefunden.
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Auf
Wachstumsfaktoren ansprechende Stammzellen können aus vielen Bereichen der
Neuraxis und in unterschiedlichen Entwicklungsstadien von Maus-,
Nager- und Human-ZNS-Gewebe isoliert werden. Diese Zellen variieren
in ihrer Reaktion auf Wachstumsfaktoren, wie etwa EGF, basisches
FGF (bFGF, FGF-2) und transformierender Wachstumsfaktor Alpha (TGFα), und können für lange
Zeitdauern in einem undifferenzierten Zustand in Kultur bewahrt
und expandiert werden. Sowohl adulte als auch embryonische murine
Progenitorzellen reagieren auf EGF und wachsen als Sphären undifferenzierter
Zellen. Diese Zellen zeigen insoweit die Eigenschaften von Stammzellen,
dass sie multipotent sind und unter Serum enthaltenden Bedingungen
in Neuronen, Astrozyten und Oligodendrozyten differenzieren sowie
eine Subpopulation aufrechterhalten können, die undifferenziert bleibt
und fortfährt,
unter EGF-Verabreichung zu proliferieren. Murine, auf EGF ansprechende
Progenitorzellen exprimieren in vitro mRNA für den EGF-Rezeptor. Humane
neurale ZNS-Stammzellkulturen sind ebenfalls identifiziert worden.
Die Identifizierung, die Kultur, die Zucht und die Verwendung von neuralen
Säugetierstammzellen,
einschließlich
humanen, entweder als Suspensionskulturen oder als adhärente Kulturen,
wird bei Weiss et al.,
US-Patent
5,753,376 , und Weiss et al.,
US-Patent
5,851,832 offenbart. Desgleichen bezieht sich Johe,
US-Patent 5,753,506 , auf
adhärente
neurale ZNS-Stammzellkulturen. Wenn sie in Suspension kultiviert
werden, bilden neurale ZNS-Stammzellkulturen typischerweise Neurosphären.
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1 zeigt
die Proliferation einer NS-IC, wie sie sich in eine Neurosphäre entwickelt,
und die anschließende
Differenzierung in neuronale und Glia- Phänotypen sowie die Erzeugung
einer Nachkommen-NS-IC. In der Gegenwart eines oder mehrerer die
Proliferation induzierender Wachstumsfaktoren teilt sich die NS-IC
und ergibt eine Sphäre
von undifferenzierten Zellen, die aus mehreren Stammzellen und Progenitorzellen
zusammengesetzt ist (eine „Neurosphäre"). Wenn die klonal
erhaltene Neurosphäre
dissoziiert und als einzelne Zellen ausplattiert wird, kann jede
NS-IC in der Gegenwart eines oder mehrerer die Proliferation induzierender Wachstumsfaktoren
eine neue Neurosphäre
erzeugen. Die Zellen einer einzelnen Neurosphäre sind klonaler Natur, weil
sie die Nachkommen einer einzelnen neuralen Stammzelle sind. In
der fortdauernden Gegenwart eines die Proliferation induzierenden
Wachstumsfaktors, wie etwa EGF oder dergleichen, fahren die Precursorzellen
innerhalb der Neurosphäre
fort, sich zu teilen, was zu einer Zunahme der Größe der Neurosphäre und der
Zahl von undifferenzierten neuralen Zellen führt. Die Neurosphäre ist nicht
immunreaktiv für
saures Gliafaserprotein (GFAP, ein Marker für Astrozyten), Neurofilament
(NF, ein Marker für
Neuronen, neuronspezifische Enolase (NSE, ein Marker für Neuronen)
oder basisches Myelinprotein (MBP, ein Marker für Oligodendrozyten). Allerdings
sind Zellen innerhalb der Neurosphäre immunreaktiv für Nestin,
ein Intermediärfilamentprotein,
das in vielen Typen von undifferenzierten ZNS-Zellen gefunden wird
(Lehndahl et al., 60 Cell 585–595 (1990)).
Um Nestin zu identifizieren, sind Antikörper erhältlich, einschließlich des
Ratten-Antikörpers,
der als Rat401 bezeichnet wird. Wenn die Neurosphären unter
Bedingungen kultiviert werden, die eine Differenzierung ermöglichen,
differenzieren die Progenitorzellen zu Neuronen, Astrozyten und
Oligodendrozyten. Die reifen Phänotypen,
die mit den differenzierten Zelltypen in Verbindung stehen, die
von der neuralen Stammzellnachkommenschaft abgeleitet sein können, sind überwiegend
negativ für
den Nestin-Phänotyp.
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Die
Terminologie, die für
undifferenzierte, multipotente, selbsterneuernde, neurale Zellen
verwendet wird, hat sich derart entwickelt, dass diese Zellen nun „neurale
Stammzellen" bezeichnet
werden. Eine neurale Stammzelle ist eine klonogene multipotente
Stammzelle, die in der Lage ist, sich zu teilen, und unter geeigneten
Bedingungen die Fähigkeit
zur Selbsterneuerung für
NS-IC aufweist und in ihrer Nachkommenschaft Tochterzellen enthalten
kann, die schließlich
in Neuronen, Astrozyten und Oligodendrozyten differenzieren können. Folglich
ist die neurale Stammzelle „multipotent", weil die Stammzellnachkommen
mehrere Differenzierungswege besitzen. Eine neurale Stammzelle ist
zur Selbsterhaltung fähig,
was bedeutet, dass mit jeder Zellteilung eine Tochterzelle im Durchschnitt
eine Stammzelle sein wird.
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Die
Nicht-Stammzellnachkommen einer Stammzelle werden typischerweise
als „Progenitor"-Zellen bezeichnet,
die in der Lage sind, zu verschiedenen Zelltypen innerhalb einer
oder mehrerer Linien zu fuhren. Der Begriff „neurale Progenitorzelle" bezieht sich auf
eine undifferenzierte Zelle, die von einer neuralen Stammzelle abstammt
und selbst keine Stammzelle ist. Einige Progenitorzellen können Nachkommen
erzeugen, die in der Lage sind, in mehr als einen Zelltyp zu differenzieren.
Beispielsweise ist eine O-2A-Zelle eine Glia-Progenitorzelle, die
zu Oligodendrozyten und Typ-II-Astrozyten führt, und könnte daher als eine „bipotente" Progenitorzelle
bezeichnet werden. Ein Unterscheidungsmerkmal einer Progenitorzelle
ist, dass sie anders als eine Stammzelle keine Selbsterhaltung zeigt,
und man glaubt, dass sie typischerweise auf einen bestimmten Pfad
der Differenzierung festgelegt ist und unter bestimmten Bedingungen
schließlich
in Glia oder Neuronen differenzieren wird.
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Der
Ausdruck „Precursorzellen" bezieht sich auf
die Nachkommen von neuralen Stammzellen und schließen daher
sowohl Progenitorzellen als auch neurale Tochterstammzellen ein.
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Zellmarker.
Diese Erfindung sieht die Identifizierung, Isolierung, Anreicherung
und Kultur von neuralen Stammzellen vor, die in der Lage sind, Neurosphären zu bilden
(NS-IC). NS-IC werden über
die Bindung von Antigenen, die auf den Oberflächen von NS-IC gefunden werden,
an Reagenzien, die das Zelloberflächenantigen spezifisch binden,
identifiziert oder selektiert.
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Eines
dieser Antigene ist ein Antigen, das an den monoklonalen AC133-Antikörper bindet.
Der AC133-Antikörper
(hierin als der 5F3-Antikörper
bezeichnet) ist exemplarisch für
Antikörperausführungen
von Reagenzien, die einen humanen Zellmarker erkennen, der Prominin
genannt wird. Prominin ist ein polytopes Membranprotein, das in
verschiedenen Epithelzellen exprimiert wird (Weigmann et al., 94
(23) Proc. Natl. Acad. Sci. USA 12425–30 (1997); Corbeil et al.,
112 (Pt 7) J. Cell. Sci. 1023–33
(1999); Corbeil et al., 91 (7) Blood 2625-6 (1998); Miriglia et
al., 91 (11) Blood 4390-1 (1998)). Im
US-Patent
Nr. 5,843,333 werden verschiedene AC133-Antikörper beschrieben.
Bei der American Type Tissue Collection, 12301 Parklaven Drive, Rockville
Md. 20852, wurde am 24. April 1997 eine Hinterlegung der murinen
Hybridomzelllinie AC133 vorgenommen und mit der ATCC- Kennzeichnung HB12346
versehen. Diese AC133-Antikörper
sind bei dieser Erfindung zur Immunselektion für die Teilmenge menschlicher
Zellen von Interesse tauglich. Bevorzugte monoklonale AC133-Antikörper können von
Miltenyi Biotec Inc. (Auburn CA) kommerziell erhalten werden, einschließlich AC133/1-PE-Antikörper (Katalog-Nr.
808-01) und AC133/2-PE-Antikörper
(Katalog-Nr. 809-01). Für
die MACS-Separation wird eine 50:50-Mischung de monoklonalen Antikörper bevorzugt.
Die hohe Gewebespezifität
der AC133-Expression ist besonders vorteilhaft während der Anreicherung nach
hochreinen NS-IC-Populationen.
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5E12
ist ein monoklonaler Antikörper,
der gegen enzymatisch dissoziierte humane fötale Gehirnzellen erzeugt wurde.
Der monoklonale 5E12-Antikörper
wurde im Wesentlichen nach dem kontralateralen Immunisierungsverfahren
erzeugt, das bei Yin,
US-Patent
5,843,633 , beschrieben wird. Das Antigen, an das 5E12 bindet,
besitzt ein mutmaßliches
Molekulargewicht von 125 kD und wird derzeit für ein eindeutiges Antigen von Prominin
gehalten.
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CD45
ist das allgemeine T200/Leukozyten-Antigen. Antikörper für CD45 sind
kommerziell erhältlich. Bei
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
sind die Zellen der Erfindung und die Kulturen, die diese enthalten,
zusätzlich
dadurch gekennzeichnet (zusätzlich
dazu, dass sie prominin-positiv sind), dass ihnen Zelloberflächenmarker
wie CD45 fehlen.
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CD34
ist auch als gp105-120 bekannt. Monoklonale Antikörper für CD34 sind
kommerziell erhältlich und
monoklonale CD34-Antikörper
sind verwendet worden, um lymphohämatopoietische Stamm-/Progenitorzellen
für die
Forschung und zur klinischen Knochenmarktransplantation zu quantifizieren
und zu reinigen.
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Vom
monoklonalen Antikörper
8G1 nimmt man an, dass er CD24 erkennt (Antikörper für CD24 sind kommerziell erhältlich)
und spezifisch mit der Kette von 515 Kilodalton von humanem LRP/A2MR
reagiert, welches in einem beschränkten Spektrum von Zelltypen
exprimiert wird. Eine starke immunhistochemische Reaktion wird bei Hepatozyten,
Gewebemakrophagen, Teilmengen von Neuronen und Astrozyten im Zentralnervensystem,
Fibroblasten, glatten Muskelzellen und von Monozyten abgeleiteten
Schaumzellen bei atherosklerotischen Läsionen in der Arterienwand
festgestellt. Der Antikörper
kann auch für
die Charakterisierung einer Teilmenge von myelomonozytischen Subtypen
von chronischer und akuter Leukämie
(CD91) verwendet werden. Antikörper
für CD91
sind kommerziell erhältlich.
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Zellhinterlegung.
Die beanspruchten 5E12.5- und 8G1.7-Kulturen sind unter Bedingungen
hinterlegt, die sicherstellen, dass der Zugriff auf die Kulturen
während
des Schwebens der Patentanmeldung, die sie offenbart, für einen
vom Kommissar für
Patente und Warenzeichen Bestimmten möglich ist, der darauf unter
37 C. F. R. § 1.14
und 35 U. S. C. § 122
anspruchsberechtigt ist. Die Hinterlegungen sind zugänglich,
soweit es durch fremde Patentgesetze in Ländern erforderlich ist, in
denen Kopien der beanspruchten Anmeldungen oder ihre Abkömmlinge
eingereicht werden. Die Zugänglichkeit
einer Hinterlegung stellt jedoch keine Erlaubnis zum Gebrauch der
beanspruchten Erfindung bei Schmälerung
der durch staatliches Handeln eingeräumten Patentrechte dar.
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Darüber hinaus
werden die Hinterlegungen der beanspruchten 5E12.5- und 8G1.7-Kulturen im Einklang
mit den Vorschriften des Budapester Vertrags für die Hinterlegung von Mikroorganismen
aufbewahrt und der Öffentlichkeit
zugänglich
gemacht, d. h. sie werden mit aller Sorgfalt aufbewahrt, die nötig ist,
um sie eine Zeitdauer von wenigstens 30 Jahren nach dem Datum der
Hinterlegung oder für
die durchsetzbare Laufzeit irgendeines Patents, das die Offenlegung
der Kulturen behandeln kann, plus 5 Jahre nach der letzten Anfrage nach
einer Probe aus der Hinterlegung lebensfähig und unkontaminiert gehalten.
Der Hinterleger erkennt die Pflicht an, die Hinterlegungen auszutauschen,
wenn die Hinterlegungsstelle infolge der Bedingungen der Hinterlegungen
nicht in der Lage sein sollte, bei Anforderung eine Probe beizubringen.
Alle Beschränkungen
der Verfügbarkeit
der Hinterlegungen der beanspruchten Kulturen für die Öffentlichkeit werden bei Gewährung eines
sie offenbarenden Patents unwiderruflich beseitigt.
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Isolierung,
Anreicherung und Selektion von Zellen. Die Population von Zellen,
aus der NS-IC isoliert werden, kann ein neurales Gewebe, eine Population
von Zellen, die vom neuralen Gewebe disoziiert ist oder eine Population
von Zellen in einer Zellkultur sein, beispielsweise in einer Neurosphärenkultur
oder einer adhärenten
neuralen Stammzellkultur.
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Die
Erfindung sieht die Isolierung und Identifizierung von NS-IC vor.
Die Identifizierung einer Neurosphären initiierenden Stammzelle
(NS-IC) schließen
das in Kontakt bringen einer Population von neuralen Zellen (oder
eine, die neurale oder neural abgeleitete Zellen enthält) mit
einem Reagenz, das an AC133-Antigen bindet, und Ermitteln des Kontakts
zwischen dem Reagenz, das an AC133-Antigen bindet, und dem AC133-Antigen
auf der Oberfläche
von Zellen ein. Jene Zellen, an die das Reagenz bindet, werden als
NS-IC identifiziert. Die Identität
jener Zellen kann durch Tests bestätigt werden, um zu demonstrieren,
dass die Zellen tatsächlich
Ns-IC sind, die in der Lage sind, Neurosphären zu initiieren, sich selbst
zu erneuern und multipotent sind.
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Die
Verfahren dieser Erfindung können
auch verwendet werden, um unter Verwendung eines AC133-Antikörpers AC133+-Zellen von AC133–-Zellen
zu isolieren, durch Kombinieren einer Population von neuralen Zellen,
die eine Fraktion von Ns-IC enthält,
mit einem Reagenz, das spezifisch an AC133-Antigen bindet, und dann
Selektieren nach AC133+-Zellen, um eine
selektierte Population herzustellen, die im Vergleich zur Population
von neuralen Zellen vor der Selektion auf AC133+-NS-IC
angereichert ist.
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Demgemäß sieht
die Erfindung die Anreicherung von NS-IC aus neuralem Gewebe oder
neuralen Stammzellkulturen (beispielsweise Neurosphärensuspensionskulturen
oder adhärente
Kulturen von neuralen Stammzellen) vor. Die Erfindung ist demnach
zur Anreicherung von NS-IC aus neuralem Gewebe verwendbar, in dem
Stammzellen und Progenitorzellen mit geringer Häufigkeit auftreten, oder das
angereichert worden ist, wie etwa fötales, jugendliches oder adultes
Gewebe. Ein Fachmann kann eine Population neuraler Zellen, die eine
Fraktion von NS-IC enthält,
mit einem Reagenz kombinieren, das spezifisch an AC133-Antigen bindet, und
nach den AC133+-Zellen selektieren. Auf
diese Weise werden die AC133+-Zellen in
den Fraktionen von NS-IC im Vergleich zur Population von neuralen
Zellen angereichert.
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Die
Zellselektion kann irgendein im Fachgebiet bekanntes geeignetes
Mittel sein, einschließlich Durchflusszytometrie,
wie etwa fluoreszenzaktivierte Zellsortierung unter Verwendung eines
mit Fluorochrom konjugiertem AC133-Antikörper. Die Selektion kann auch
Hochgradientenmagnetselektion unter Verwendung von an Magnetteilchen
konjugiertem AC133-Antikörper
sein. Zudem wird innerhalb des Umfangs der Erfindung jedes andere
geeignete Verfahren, das die Bindung an und Ablösung von fester Phase einschließt, ins
Auge gefasst.
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Ein
Fachmann kann die Population von Zellen durch Immunselektion unter
Verwendung eines AC133-Antikörpers
erlangen. Die Population von Zellen sollte wenigstens 30% AC133+-NS-IC, vorzugsweise wenigstens 50 bis 70%
AC133+-NS-IC, und noch besser mehr als 90% AC133+-NS-IC enthalten. Am besten wäre eine
im Wesentlichen reine Population von AC133+-NS-IC,
umfassend wenigstens 95% AC133+-NS-IC. Der
Grad an erzielter und tatsächlich
verwendeter Anreicherung hängt
von einer Anzahl von Faktoren ab, einschließlich dem Selektionsverfahren,
dem Zuchtverfahren und der Zelldosis der Zellen, die zur Initiierung
von Neurosphären
in Kultur gegeben werden.
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Die
Population von Zellen können
von fötalem,
jugendlichem oder adultem Säugetier-Zentralnervensystemgewebe
(ZNS-Gewebe) erhalten werden, oder es kann aus existierenden Kulturen
von neuralen Stammzellen erhalten werden, wie es bei Weiss,
US-Patent 5,750,376 , oder
Johe,
US-Patent 5,753,506 beschrieben
wird. Bei dem am meisten bevorzugten Ausführungsbeispiel sind die NS-IC
human. Bei einigen Ausführungsbeispielen
können
die AC133
+-Zellen in der Population an Endothelzellen
komplexiert sein.
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Die
hierin beschriebenen In-vitro-Zellkulturen, die eine angereicherte
Population von AC133+-NS-IC enthalten, sind
im Allgemeinen dadurch gekennzeichnet, dass die Kulturen positiv
für Nestin
färben
und in der Gegenwart von Differentiation induzierenden Bedingungen,
Nachkommenzellen produzieren, die in Neuronen, Astrozyten und Oligidendrozyten
differenzieren.
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Ein
Fachmann kann eine isolierte AC133+-Zelle
in ein Kulturmedium einbringen, die isolierte AC133+-Zelle
in Kultur proliferieren, insbesondere als eine Neurosphäre, die
Nachkommenschaft der isolierten AC133+-Zelle
unter Bedingungen kultivieren, bei denen die isolierte AC133+-Zelle zu Neuronen, Astrozyten und Oligidendrozyten
differenziert, dann das Vorhandensein von Neuronen, Astrozyten und
Oligidendrozyten ermitteln. Das Vorhandensein von Neuronen, Astrozyten
und Oligidendrozyten kennzeichnet die isolierte AC133+-Zelle
als eine NS-IC.
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Typischerweise
werden AC133+-NS-IC in einem Medium kultiviert,
das das Wachstum und die Proliferation von Neurosphären ermöglicht.
Die Kultur, in der die isolierte AC133+-Zelle
proliferiert, kann ein serumfreies Medium sein, das einen oder mehrere
bestimmte Wachstumsfaktoren enthält,
die zum Induzieren multipotenter neuraler Stammzellproliferation
effektiv ist. Das Kulturmedium kann mit einem Wachstumsfaktor ergänzt sein,
der aus Leukozyten inhibierendem Faktor (LIF), epidermalem Wachstumsfaktor
(EGF), basischem Fibroblasten-Wachstumsfaktor (FGF-2; bFGF) oder
einer Kombination daraus ausgewählt
ist. Das Kulturmedium kann darüber
hinaus mit neuralem Überlebensfaktor
(NSF) (Clonetics, CA) ergänzt
sein. Die Bedingungen, bei denen die AC133+-Zelle
zu Neuronen, Astrozyten und Oligidendrozyten differenziert, können Kultivieren
der AC133+-Zellnachkommen auf einer mit
Laminin beschichteten Oberfläche
in einem Kulturmedium sein, das fötales Rinderserum (FBS) ohne
EGF, EGF-2 oder LIF enthält.
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Die
Erfindung stellt darüber
hinaus ein Verfahren zum Identifizieren der Anwesenheit eines Wachstumsfaktors
bereit, der das Wachstum von NS-IC beeinträchtigt. Ein Fachmann kombiniert
eine Mischung, die unter Verdacht steht, wenigstens einen Wachstumsfaktor
zu enthalten, der das Wachstum von NS-IC beeinträchtigt, mit einer Mischung,
die NS-IC enthält,
bestimmt dann das Wachstum der NS-IC als eine Funktion der Gegenwart
der Mischung. Verändertes
(gesteigertes, verringertes etc.) NS-IC-Wachstum indiziert die Gegenwart
eines Wachstumsfaktors in der Mischung, der das Wachstum von NS-IC
beeinträchtigt.
Man kann dann darüber
hinaus den Wachstumsfaktor identifizieren.
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Antikörper für AC133.
Antikörper
für AC133
können
wie im
US-Patent 5,843,633 diskutiert
erhalten oder hergestellt werden. Das AC133-Antigen kann mit einem
Antikörper
in Kontakt gebracht werden, wie etwa verschiedene monoklonale AC133-Antikörper, die
Spezifität
für das
AC133-Antigen aufweisen. Ein AC133-Antikörper ist dadurch gekennzeichnet,
dass er unter Western-Blot-Bedingungen aus reduzierenden SDS-PAGE-Gelen
an das AC133-Protein bindet. Das AC133-Antigen weist auf der Grundlage
von kommerziell erhältlichen
Standards ein Molekulargewicht im Bereich von etwa 117 kDa auf.
Das AC133-Antigen wird auf einer Teilmenge von aus humanem Knochenmark,
fötalem
Knochenmark und Leber, Nabelschnurblut und adultem peripherem Blut
stammenden Progenitorzellen exprimiert.
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Antikörper für AC133
können
durch Immunisieren eines xenogenen immunkompetenten Säugetierwirts
(einschließlich
murine, Rodentia, Lagomorpha, ovine, porcine, bovine etc.) mit humanen
Progenitorzellen erhalten werden. Die Wahl eines bestimmten Wirts
ist primär
eine der Bequemlichkeit. Eine geeignete Progenitorzellpopulation
zur Immunisierung kann durch Isolieren von CD34+-Zellen
aus mit Zytokin mobilisiertem peripherem Blut, Knochenmark, fötaler Leber
etc. erhalten werden. Eine geeignete Progenitorzellpopulation zur Immunisierung
kann aus neuralen ZNS-Stammzellen oder anderen NS-IC erhalten werden.
Die Immunisierungen werden gemäß herkömmlicher
Techniken ausgeführt,
wobei die Zellen subkutan, intramuskulär, intraperitoneal, intravaskulär etc. injiziert
werden können.
Normalerweise werden etwa 106 bis 108 Zellen verwendet, die in 1 oder mehrere
Injektionen, üblicherweise
nicht mehr als 8 Injektionen, über
einen Zeitraum von etwa einer bis drei Wochen unterteilt werden
kann. Die Injektionen können
mit oder ohne Hilfsstoff erfolgen, beispielsweise vollständiges oder
unvollständiges
Freunds Adjuvans, Specol, Alum etc.
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Nach
Vervollständigung
des Immunisierungsplans kann das Antiserum gemäß herkömmlicher Wege gewonnen werden,
um polyklonale Antisera bereitzustellen, die für die Oberflächenmembranproteine
der Progenitorzellen, einschließlich
dem AC133-Antigen,
spezifisch sind. Lymphozyten werden aus dem geeigneten Lymphgewebe,
beispielsweise Milz, drainierenden Lymphknoten etc, gewonnen und
mit einem geeigneten Fusionspartner fusioniert, üblicherweise einer Myelomlinie,
wodurch ein Hybridom produziert wird, das einen spezifischen monoklonalen
Antikörper
sezerniert. Das Screening von Hybridomklonen auf die antigenische
Spezifität
von Interesse wird gemäß herkömmlichen
Verfahren ausgeführt.
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AC133-Antikörper können anstelle
der normalen multimeren Struktur als eine einzelne Kette produziert
werden. Einzelkettenantikörper
sind bei Jost et al., J. Biol. Chem. 26267-73 (1994), und anderen
beschrieben. DNA-Sequenzen, die den variablen Bereich der schweren
Kette und den variablen Bereich der leichten Kette kodieren, werden
an einen Spacer ligiert, der wenigstens etwa 4 Aminosäuren von
kleinen Aminosäuren kodiert,
einschließlich
Glycin oder Serin. Das Protein, das durch diese Fusion kodiert wird,
ermöglicht
den Aufbau eines funktionell variablen Bereichs, der die Spezifität und Affinität des ursprünglichen
Antikörpers
bewahrt.
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AC133-Antikörper können unter
Verwendung von Ig-cDNA zur Konstruktion von chimären Immunglobulin-Genen produziert
werden (Liu et al., 84 Proc. Natl. Acad. Sci. 3439 (1987) und 139
J. Immunol. 3521 (1987)). mRNA wird aus einer Hybridom- oder einer anderen
Zelle isoliert, die den Antikörper
produziert, und verwendet, um cDNA zu produzieren. Das cDNA von
Interesse kann durch Polymerase-Kettenreaktion
unter Verwendung spezifischer Primer amplifiziert werden (
US-Patente 4,683,195 und
4,683,202 ). Alternativ wird eine
Bibliothek hergestellt und gerastert, um die Sequenz von Interesse
zu isolieren. Die DNA-Sequenz, die den variablen Bereich des Antikörpers kodiert,
wird dann an humane Sequenzen des konstanten Bereichs fusioniert.
Die Gene der Sequenzen der humanen konstanten Bereiche können bei
Kabat et al., "Sequences
of Proteins of Immunological Interest" NIH-Veröffentlichung
Nr. 91-3242 (1991) gefunden werden. Humane C-Bereichs-Gene sind
leicht aus bekannten Klonen erhältlich.
Der chimäre
humanisierte Antikörper
wird dann durch herkömmliche
Verfahren exprimiert.
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AC133-Antikörper können als
Antikörperfragmente
hergestellt werden, wie etwa als Fv, F(ab')2 und Fab.
Antikörperfragmente
können
durch Spaltung des intakten Proteins, beispielsweise durch Protease
oder chemische Spaltung, hergestellt werden. Alternativ wird ein
verkürztes
Gen entworfen. Beispielsweise würde ein
chimäres
Gen, das einen Teil des F(ab')2-Fragments kodiert, DNA-Sequenzen enthalten,
die die CH1-Domäne und den
Gelenkbereich der H-Kette, gefolgt von einem translationalen Stop-Kodon, kodieren,
um das gekürzte
Molekül
zu ergeben.
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Immunfärbung. Biologische
Proben werden durch irgendein herkömmliches Immunassay-Verfahren auf
die Gegenwart von Zellen, die das Oberflächenmolekül exprimieren, das durch die
beanspruchten Antikörper
gebunden wird, auf die Anwesenheit von AC133+-Zellen
getestet. Die Tests können
an Zelllysaten, intakten Zellen, Gefrierschnitten etc. ausgeführt werden.
Die Antikörper,
die von Miltenyi Biotec Inc. (Auburn CA) erhältlich sind, sind für die direkte
Immunfluoreszenzfärbung
von Zellen geeignet.
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Zellsortierung.
Die Verwendung von Zelloberflächenantigenen
für NS-IC-Zellen
stellt ein Mittel für
die positive Immunselektion von Progenitorzellpopulationen sowie
für die
Phänotypanalyse
von Progenitorzellpopulationen unter Verwendung von Durchflusszytometrie
bereit. Für
die Expression von AC133-Antigen selektierte Zellen können darüber hinaus
durch Selektion nach anderen Stammzell- und Progenitorzellmarker
gereinigt werden.
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Für die Herstellung
von im Wesentlichen reinen Progenitor- und Stammzellen wird eine
Teilmenge von Progenitorzellen auf der Grundlage der AC133-Bindung
von anderen Zellen abgetrennt. Progenitor- und Stammzellen können darüber hinaus
durch Bindung an andere in Fachgebiet bekannte Oberflächenmarker weiter
abgetrennt werden.
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Prozeduren
zur Abtrennung können
magnetische Separation unter Verwendung von mit Antikörpern beschichteten
Magnetic Beads, Affinitätschromatographie
und „Panning" mit an eine feste
Matrix, beispielsweise eine Platte, gebundenen Antikörpern oder
eine andere zweckmäßige Technik
einschließen.
Techniken, die eine akkurate Separation bieten, schließen fluoreszenzaktivierte
Zellsortierer ein, die einen unterschiedlichen Grad an Komplexität aufweisen
können,
wie etwa Mehrfarbkanäle,
Kleinwinkel- und Stumpfwinkel-Streuungs-Detektionskanäle, Impedanzkanäle, etc.
Tote Zellen können
durch Selektion mit Farbstoffen eliminiert werden, die mit toten
Zellen assoziiert sind (Propidiumiodid [PI], LDS). Es kann jede
Technik eingesetzt werden, die nicht übermäßig nachteilig auf die Lebensfähigkeit
der selektierten Zellen ist.
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Herkömmlicherweise
werden die Antikörper
mit Markierungen konjugiert, u eine leichtere Separation des einzelnen
Zelltyps zu ermöglichen,
beispielsweise Magnetic Beads, Biotin, welcher mit hoher Affinität an Avidin
oder Streptavidin, Fluorochrome, die mit einem fluoreszenzaktivierten
Zellsortierer verwendet werden können,
Haptenen und dergleichen bindet. Mehrfarbenanalyse kann mit der
FACS oder in Kombination von immunmagnetischer Separation und Durchflusszytometrie
eingesetzt werden. Mehrfarbenanalyse ist für die Separation von Zellen
auf der Grundlage von mehreren Oberflächenantigenen, beispielsweise
AC133+ CD45–, AC133– CD34– etc.
von Interesse. Fluorochrome, die bei einer Mehrfarbenanalyse Verwendung
finden, schließen
Phycobiliproteine, beispielsweise Phycoerythrin und Allophycocyanine,
Fluorescein und Texas-Rot ein. Eine negative Angabe indiziert, dass
der Färbungspegel
bei der Helligkeit einer isotyp abgestimmten negativen Kontrolle
oder darunter liegt. Eine dunkle Angabe indiziert, dass der Färbungspegel
nahe dem Pegel einer negativen Färbung
liegt, aber auch heller als eine isotyp abgestimmte Kontrolle sein
kann.
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Bei
einem Ausführungsbeispiel
ist der AC133-Antikörper
direkt oder indirekt an ein magnetisches Reagenz konjugiert, wie
etwa ein superparamagnetisches Mikropartikel (Mikropartikel). Eine
direkte Konjugation an ein magnetisches Teilchen wird durch Verwendung
verschiedener chemischer Verlinkungsgruppen erreicht, wie sie im
Fachgebiet bekannt sind. Antikörper
können über Seitenketten-Amino-
oder -Sulfhydryl-Gruppen und heterofunktionelle Vernetzungsreagenzien
an die Mikropartikel gebunden werden. Zur Verlinkung an Funktionseinheiten
ist eine große
Zahl von heterofunktionalen Verbindungen erhältlich. Eine bevorzugte Verlinkungsgruppe
ist 3-(2-Pyridyldithio)-propionsäure-N-hydroxysuccinimidester
(SPDP) oder 4-(N-Maleimidomethyl)-cyclohexan-1-carboxylsäure-N-hydroxysuccinimidester
(SMCC) mit einer reaktiven Sulfhydrylgruppe am Antikörper und
einer reaktiven Aminogruppe am magnetischen Teilchen.
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Alternativ
wird AC133-Antikörper
indirekt an magnetische Teilchen gekuppelt. Der Antikörper wird
direkt an ein Hapten konjugiert und haptenspezifische Antikörper zweiter
Stufe werden an die Teilchen konjugiert. Geignete Hapten schließen Digoxin,
Digoxigenin, FITC, Dinitrophenyl, Nitrophenyl, Avidin, Biotin, etc. ein.
Verfahren zum Konjugieren beispielsweise des Hapten an ein Protein
sind im Fachgebiet bekannt und Kits für solche Konjugationen sind
kommerziell erhältlich.
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Um
das Verfahren auszuführen,
wird der AC133-Antikörper
zu einer Zellprobe hinzugefügt.
Die Menge an AC133-Antikörper,
die nötig
ist, um eine bestimmte Zellteilmenge zu binden, wird empirisch durch
Ausführen
Testseparation und Analyse bestimmt. Die Zellen und der AC133-Antikörper werden
eine Zeitdauer inkubiert, die ausreicht, um Komplexe zu bilden, üblicherweise
wenigstens etwa 5 min, besser wenigstens 10 min und üblicherweise
nicht mehr als eine Stunde, besser nicht mehr als etwa 30 min.
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Die
Zellen können
zusätzlich
mit Antikörpern
oder Bindungsmolekülen
inkubiert werden, die spezifisch für Zelloberflächenmarker
sind, die dafür
bekannt sind, dass sie auf Progenitor- oder Stammzellen vorhanden oder
nicht vorhanden sind.
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Die
markierten Zellen werden gemäß der speziellen
Antikörperzubereitung
separiert. Mit Fluorochromen markierten Antikörpern sind für FACS-Separation
sinnvoll, magnetische Teilchen für
Immunmagnetische Selektion, insbesondere Hochgradientenmagnetselektion
(HGMS) etc. Exemplarische magnetische Separationsvorrichtungen werden
in
WO 90/07380 ,
PCT/US96/00953 und
EP 438520 beschrieben. Der
AC133-Zellisolationskit (Miltenyi Biotec Inc., Auburn CA) kann für die positive
Selektion von AC133
+-Zellen verwendet werden.
Der Kit stellt ein Werkzeug für
die Einzelschrittisolation von AC133
+-Zellen
bereit. Der AC133-Zellisolationskit
enthält
FcR-Blockierungsreagenz und MACS kolloide MicroBeads, die mit monoklonalem
Maus-Anti-Human-AC133-Antikörper
konjugiert sind.
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Die
gereinigte Zellpopulation kann in irgendeinem geeigneten Medium
gesammelt werden. Verschiedene Medien sind kommerziell erhältlich und
können
verwendet werden, einschließlich
Dulbeccos modifiziertem Eagle-Medium (dMEM), Hanks basischer Salzlösung (HBSS),
Dulbeccos phosphatgepufferter Kochsalzlösung (PBS) mit 5 mM EDTA etc.,
häufig
ergänzt
mit fötalem
Kälberserum
(FCS), Rinderserumalbumin (BSA) humanem Serumalbumin (HSA) etc.
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Stark
auf humane Progenitor- oder Stammzellen angereicherte Populationen
werden auf diese Art und Weise erzielt. Die gewünschten Zellen werden 30% oder
mehr dieser Zellzusammensetzung, vorzugsweise 50% oder mehr dieser
Zellpopulation, besser 90% oder mehr der Zellpopulation und am besten
95% oder mehr (im Wesentlichen rein) der Zellpopulation betragen.
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Verwendung
gereinigter Stammzellen/Progenitorzellen. Die AC133+-Stammzellen/Progenitorzellen sind
auf vielerlei Weise verwendbar. Die AC133+-Zellen können verwendet
werden, um einen Wirt zu rekonstituieren, dessen Zellen durch eine
Krankheit oder eine Verletzung verloren gegangen sind. Genetische
Erkrankungen, die mit Zellen assoziiert sind, können durch genetische Modifikation
von autologen oder allogenen Stammzellen behandelt werden, um einen
genetischen Defekt zu korrigieren oder um zu behandeln, um vor der
Krankheit zu schützen.
Alternativ können
normale allogene Progenitorzellen transplantiert werden. Andere
Erkrankungen als jene, die mit Zellen assoziiert sind, können ebenso
behandelt werden, wenn die Krankheit mit dem Fehlen eines bestimmten
sezernierten Produkts in Verbindung steht, wie etwa einem Hormon, Enzym,
Wachstumsfaktor oder dergleichen. ZNS-Störungen umfassen zahlreiche
Gebrechen, wie etwa neurodegenerative Erkrankungen (beispielsweise
Alzheimer und Parkinson), akute Gehirnverletzungen (beispielsweise
Schlaganfall, Kopfverletzung, zerebrale Lähmung) und eine große Zahl
von ZNS-Dysfunktionen (beispielsweise Depression, Epilepsie und
Schizophrenie). In den vergangenen Jahren sind neurodegenerative
Erkrankungen infolge der zunehmenden älteren Population, die für diese
Störungen
stark gefährdet
ist, ein wichtiges Anliegen geworden. Diese Erkrankungen, die Alzheimersche
Krankheit, Multiple Sklerose (MS), Huntingtonsche Krankheit, Amyotrophe
Lateralsklerose und Parkinsonsche Krankheit einschließen, sind
mit der Degeneration von neuralen Zellen an bestimmten Stellen des
ZNS in Verbindung gebracht worden, was zur Unfähigkeit dieser Zellen oder
des Gehirnbereichs führt,
ihre bestimmungsgemäße Funktion
auszuführen. Dadurch,
dass durch verschiedene spezifische Wachstumsfaktoren für die Reifung,
Proliferation und Differenzierung in eine oder mehrere ausgewählte Linien
gesorgt wird, können
die Progenitorzellen als eine Quelle für determinierte Zellen verwendet
werden. Neurosphären
können
auch verwendet werden, um eine Vielfalt von Blutzelltypen herzustellen,
einschließlich
Myeloid- und Lymphoidzellen sowie frühe hämatopoietische Zellen (siehe
Bjornson et al., 283 Science 534 (1999)).
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Die
AC133+-Zellen können auch bei der Isolierung
und Evaluierung von Faktoren verwendet werden, die mit der Differenzierung
und Reifung von Zellen assoziiert sind. Demgemäß können die Zellen bei Tests verwendet
werden, um die Aktivität
von Medien zu bestimmen, wie etwa konditionierte Medien, Flüssigkeiten
auf Wachstumsfaktoraktivität,
Beteiligung mit Dedizierung von Linien oder dergleichen zu evaluieren.
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Die
AC133+-Zellen können bei der Temperatur des
flüssigen
Stickstoffs eingefroren und für
lange Zeit gelagert werden, aufgetaut werden und sind in der Lage,
wieder verwendet zu werden. Die Zellen werden üblicherweise in 5% DMSO und
95% fatalem Kälberserum
gelagert. Einmal aufgetaut, können
die Zellen unter Verwendung von Wachstumsfaktoren oder Bindegewebszellen,
die mit der Stammzellproliferation und -differenzierung assoziiert
sind, expandiert werden.
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Beispiel 1: AC133 magnetische Zellsortierung
(MACS) positiv selektierter fataler Gehirnzellen enthaltend Aktivität für Neurosphären initiierender
Zellen (NS-IC)
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AC133+-Zellen werden durch das folgende Verfahren
hergestellt: Humanes fötales
Gehirn (FBR 10. bis 20. Schwangerschaftswoche) wurden von Advanced
Bioscience Resources, INC (Oakland, CA), nach Erhalt der Einverständniserklärung erhalten.
Humanes fötales
Gewebe wurde unter Verwendung von Skalpellen in 1 bis 3 mm gewürfelte Stücke geschnitten,
in 50 ml Zentrifugenröhrchen übertragen
und einmal mit 0,02% EDTA/PBS-Lösung
gewaschen. Die Gewebe wurden in der Gegenwart von Collagenase und
Hyaluronidase 1 h lang bei 37°C
enzymatisch dissoziiert. Ablagerungen und Aggregate wurden durch
Filtern der Zellsuspensionen durch eine 70 Micron Filterschale entfernt.
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AC133+ humane fötale Gehirnzellen wurden unter
Verwendung paramagnetischer Antikörper-Microbeads, AC133/1 Zellisolationskit
(Kat.-Nr. 508-01, Miltenyi Biotec, Auburn, CA) separiert. MACS-Separationen wurden
auf der Grundlage von dem Kit beigelegter Anweisungen ausgeführt. Bei
einer repräsentativen
Durchflusszytometrie-MACS-Separation
aus einer typischen AC133+-Isolierung waren
etwa 44% der Zellen AC133+ CD45–,
während
etwa 2% CD34+ waren (diese CD34+-Zellen
waren Endothelzellen, die mit gereinigten NS-IC komplexiert waren).
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Die
selektierten AC133+-Zellen, die sich nach
dem oben beschriebenen Verfahren ergaben (unter Verwendung von Gehirn
in der 18. Schwangerschaftswoche), waren immer noch homogen. Die
Zellen neigten dazu, Komplexe mit Endothelzellen zu bilden. Endothelzellen
wurden als CD34+ oder CD105+ identifiziert. AC133-MACS-Separation reichert
auch CD34–-Endothelzellen
an, die mit AC133+-Zellen assoziiert sind. (Nach
Passage trennen sich die NS-IC von den komplexierten Endothelzellen
ab und es können
gereinigte NS-IC erhalten werden.) AC133-MACS-separierte Zellen
wurden wie oben beschrieben in der Gegenwart von Medien kultiviert,
die EGF, EGF-2 und
LIF enthielten. Bei Vergleichsbeispielen waren Zellen aus Gehirn
mit frühem
Schwangerschaftsalter (5. bis 12. Schwangerschaftswoche, nicht-illustrativer
Test) mit NS-IC angereichert und es war keine Anreicherung erforderlich,
um Neurosphärenkulturen
zu initiieren. Demgegenüber
enthielten Zellen aus älteren
fötalen
Gehirnproben (16. bis 20. Schwangerschaftswoche) wesentlich weniger NS-IC-Aktivität und erforderten
eine Anreicherung zum Initiieren von Neurosphärenkulturen. Mit anderen Worten,
AC133+ ist sinnvoll für die Anreicherung von NS-IC
aus Gehirngewebe von Menschen mit älterem Schwangerschaftsalter.
AC133+-MACS-separierte Zellen aus fötalem Gehirn
(18. Schwangerschaftswoche) wurden auf NS-IC-Aktivität angereichert, während die
gesamten humanen fötalen
Gehirnzellen (18. Schwangerschaftswoche) ohne AC133+-MACS-Separation
versagten, Neurosphärenkulturen
zu initiieren.
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Aus
AC133-MACS-Zellen gebildete Neurosphärenzellen exprimieren Nestin,
wie nach ~ 7 Tagen in Kultur getestet und mit Kaninchen-Anti-Human-Nestin
polyklonalem Antikörper
ermittelt wurde. Beispielsweise exprimierten unter den Neurosphärenzellen,
die von CytoTherapeutics (Providence, RI) erhältlich waren, FBR 1069 (18.
Schwangerschaftswoche) und FBR 1070 (20. Schwangerschaftswoche)
Nestin. Bei Induktion der Differenzierung könnten die AC133+-MACS-abgeleiteten
Neurosphärenzellen
in Neuronen und Astrozyten differenzieren, wie es durch β-Tubulinfärbung für Neuronen
und GFAP-Färbung
für Astrozyten
ermittelt wurde. Bei diesem speziellen Differenzierungstest wurden
Neurosphärenzellen
auf einer mit Laminin beschichteten Oberfläche in der Gegenwart von 1%
FBS und ohne EGF, EGF-2 und LIF kultiviert.
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Um
die Differenzierung von NS-IC zu Neuronen, Astrozyten und Oligodendrozyten
zu induzieren, können
andere Differenzierungstests verwendet werden.
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Beispiel 2: AC133 ist ein kritischer Zelloberflächenmarker,
der auf Zellen aus Langzeitneurosphärenkultur exprimiert wird
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Eine
Langzeitneurosphärenkultur,
8.5 FBR, wurde von CytoTherapeutics Inc. (Providence, RI) erhalten.
Die 8.5-FBR-Neurosphärenzellen
exprimieren gleichmäßig AC133.
Diese 8.5-FBR-Zellen sind auch Thy-1+, CD166+ und HLA-DR+. Wenn
Ex Vivo 15 als Basalmedium verwendet wurde, wurde ein höherer Prozentsatz
an Neurosphärenkulturen
aus primärem
Gehirngewebe der 18. Schwangerschaftswoche initiiert. Es war deshalb
möglich,
eine AC133+-Fraktion von Zellen bei der
Entwicklung von Neurosphärenkulturen
zu evaluieren. Der Anteil von AC133+-Zellen
nahm zu, sowie sich die Neurosphären
entwickelten. Wenn die Neurosphärenzellen
einmal gut ausgebildet waren, exprimierten praktisch alle Neurosphären bildenden
Zellen AC133.
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Beispiel 3: Neurosphären initiierende Zellen können unter
Verwendung von monoklonalem Antikörper separiert werden; Durchflusszytometrie-Zellsortierungs-(FACS)-Ansatz
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Der
Zweck dieses Beispiels ist es zu testen, ob AC133+-Zellen
die einzigen Zellen im Gehirn sind, die pluripotente NSC-Aktivität aufweisen.
mAb gegen humanes CD45 wurde verwendet, um Blutzellkontamination in
fötalem
Gewebe auszuschließen.
In einigen Fällen
wurden mAb gegen humanes CD34 verwendet, um Endothelzellen und Endothel-neurale-Progenitor-Komplexe
auszuschließen.
Die fötalen
Gehirnzellen wurden auf diese Weise als CD45– CD34– definiert.
Um neurale Stammzellen und primitive Progenitoraktivitäten zu messen,
wurde ein NS-IC-Test aufgebaut, um die Häufigkeit von NS-IC in einer
gegebenen Population zu bestimmen. Wenn NS-IC selten sind und gleichmäßig AC133-Antigen
exprimieren, können
NS-IC durch AC133+-Selektion angereichert
und entsprechend in anderen Fraktionen abgereichert werden.
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Quelle
für monoklonale
Antikörper.
AC133-Antigen wurde durch zwei mAb AC133/1 und AC133/2 definiert,
beide mit Phycoerythrin konjugiert, die über Miltenyi Biotec (Auburn,
CA) erhältlich
sind. Anti-Human-CD45-FITC und Glycophrin A-FITC waren von CALTAG
(Burlingame, CA) bzw. Coulter (Miami, FL) erhältlich. Mit Anti-Human-Allophycocyanin
konjugiertem CD34 war von BDIS (San Jose, CA) erhältlich.
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Zellpräparation.
FBR wurden durch Collagenase und Hyaluronidase dissoziiert und enthielten
immer noch Endothel-Progenitor-Komplex, der die Isolierung eines
NSC-Kandidaten in
Einzelzellsuspension (Endothelzellen sind CD45+)
verhinderte. Um diesen Endothelzell-NS-IC-Komplex zu dissoziieren,
wurden wie oben beschrieben verarbeitete FBR-Zellen weiter 10 bis
15 min lang mit Trypsin behandelt. Das AC133-Antigen, das CD45-Antigen und das CD34-Antigen
waren resistent für
die Trypsinbehandlung, während
Glycophrin A sensitiv war.
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Nach
Trypsinverdauung wurden die Zellen gewaschen und mit mAb gegen CD45,
Glycophrin A, AC133 und CD34 gefärbt.
Es wurden keine immunmagnetischen Bead-Selektionen verwendet. Die Zellen wurden
20 bis 60 min lang auf Eis inkubiert. Nach der finalen Waschung
wurden die Zellen in 1 μg/ml
Propidiumiodid (PI) enthaltender HBSS-Lösung resuspendiert. Die markierten
Zellen wurden mit einer Dual-Laser-FACS (Becton Dickinson, San Jose) analysiert
und sortiert. Tote Zellen wurden von der Analyse durch ihre PI-Färbungseigenschaften
ausgeschlossen. Nach der Sortierung wurde die Reinheit der sortierten
Zellpopulationen durch FACS-Reanalyse überprüft. Es wurde ein repräsentatives
FACS-Profil vor der Sortierung und nach der Sortierung von AC133+-CD45–-Zellen (NS-IC, ~ 5%
der anfänglichen
Zellen) und AC133–-CD45–-Zellen(~
87% der anfänglichen
Zellen) ausgeführt.
-
Die
NS-IC Aktivität
ist bei der AC133+-, aber nicht bei der
AC133–-Teilmenge
hoch angereichert. FBR-Zellen (typischerweise 16. bis 20. Schwangerschaftswoche)
wurden typischerweise auf Fraktionen CD45– CD34– AC133– und
CD45– CD34– AC133+ sortiert. In CD45+-
oder CD45–-CD34+-Populationen in FBR gab es keine signifikante
NS-IC-Aktivität.
-
Die
sortierten Zellen wurden im oben beschriebenen Neurosphärenmedium
kultiviert. Typischerweise wurden Ex Vivo 15 oder eine Kombination
aus Ex Vivo 15, D-MEM, F-12-Medien als ein Basalmedium verwendet.
Um die Neurosphärenentwicklung
zu maximieren, wurden die sortierten Zellen typischerweise in der
Gegenwart von LIF, FGF-2, EGF und neuralem Überlebensfaktor, NSF (Kat.
CC-4323, Clonetics, San Diego, CA) kultiviert.
-
Nach
Zellsortierung wurde eine Einzelzellsuspension erhalten. Nach 4
bis 5 Tagen In-vitro-Kultur
begannen die AC133+-Zellen, zu proliferieren
und es wurden 8 bis 10 Tage nach der Kulturinitiation kleine Neurosphären beobachtet.
Die Zellen könnten
Neurosphären
initiieren, wenn sie in der Gegenwart von LIF, FGF-2, EGF ohne NSF
kultiviert werden. Neurosphärenkulturen
wurden von vier aus vier FBR-Geweben (18. bis 20. Schwangerschaftswoche)
initiiert, die nach AC133+ CD45– oder
AC133+ CD45– CD34– sortiert
wurden.
-
Im
Gegensatz dazu wurden, wenn AC133–-CD45–-FBR-Zellen
in der Gegenwart von LIF, FGF-2 und EGF in Kultur gelegt wurden,
sehr wenige Neurosphärenbildungen
gefunden und versagten bei Passage zu einem neuen Kolben. Wenn dem
Wachstumsmedium zusätzliches
NSF hinzugefügt
wurde, wurde eine gewisse Neurosphäreninitiierung beobachtet.
Demgemäß wurden
AC133–-CD45–-FBR-Zellen
in einer signifikanten Menge von NS-IC angereichert.
-
Beispiel 4: AC133+-Zellseparation,
um auf NS-IC-Zellen anzureichern
-
AC133
+-Zellseparation kann wirksam verwendet werden,
um auf NS-IC-Zellen aus Gewebe anzureichern. Darüber hinaus kann eine AC133
+-Zellseparation weiter auf NS-IC-Zellen
aus etablierten Präparationen anreichern.
Bei einem Test lieferte eine AC133
+-Zellseparation
von dissoziierten Neurosphären
(CytoTherapeutics, Providence, RI) eine größtenteils angereicherte NS-IC-Kultur
und zeigt gesteigerte Neurosphärenbildung.
Unter Verwendung dieser Kultur, kann die erforderliche Zelldosis,
um eine Neurosphäre
in jedem Well zu initiieren (d. h. 100% positiv), von 3000 bis 10000
Zellen auf etwa 30 Zellen verringert werde (siehe Tabelle 1 unten). Tabelle 1
| Gewebe-ID | Zelle | Zelldosis | Score | Nr.
Well | %
positiv | %
negativ |
| FBR
1104 | nach
Trypsin | 1000 | 6 | 24 | 25,0% | 75,0% |
| | Ex
Vivo 15 | 3000 | 20 | 24 | 83,3% | 16,7% |
| | LIF/EGF/FGF-2 | 10000 | 24 | 24 | 100,0% | 0,0% |
| | | 30000 | 12 | 12 | 100,0% | 0,0% |
| | | 100000 | 12 | 12 | 100,0% | 0,0% |
| | | | | | | |
| FBR
1104 | nach
Trypsin | 1000 | 23 | 24 | 95,8% | 4,2% |
| | Ex
Vivo 15 | 3000 | 24 | 24 | 100,0% | 0,0% |
| | LIF/EGF/FGF-2/NSF | 10000 | 24 | 24 | 100,0% | 0,0% |
| | | 30000 | 12 | 12 | 100,0% | 0,0% |
| | | 100000 | 12 | 12 | 100,0% | 0,0% |
| | | | | | | |
| FBR
1104 | AC133– selektierte
Zellen | 1000 | 0 | 24 | 0,0% | 100,0% |
| | Ex
Vivo 15 | 3000 | 1 | 24 | 4,2% | 95,8% |
| | LIF/EGF/FGF-2/NSF | 10000 | 28 | 48 | 58,3% | 41,7% |
| | | | | | | |
| | AC133+ selektierte Zellen | 10 | 2 | 24 | 8,3% | 91,7% |
| | Ex
Vivo 15 | 100 | 24 | 24 | 100,0% | 0,0% |
| | LIF/EGF/FGF-2/NSF | 300 | 24 | 24 | 100,0% | 0,0% |
| | | 1000 | 24 | 24 | 100,0% | 0,0% |
| | | | | | | |
| FBR
1101 | nach
Trypsin | 1000 | 9 | 24 | 37,5% | 62,5% |
| | Ex
Vivo 15 | 3000 | 16 | 24 | 66,7% | 33,3% |
| | LIF/EGF/FGF-2 | 10000 | 23 | 24 | 95,8% | 4,2% |
| | | 30000 | 12 | 12 | 100,0% | 0,0% |
| | | 100000 | 12 | 12 | 100,0% | 0,0% |
| | | | | | | |
| FBR
1101 | nach
Trypsin | 1000 | 16 | 24 | 66,7% | 33,3% |
| | Ex
Vivo 15 | 3000 | 21 | 24 | 87,5% | 12,5% |
| | LIF/EGF/FGF-2/NSF | 10000 | 24 | 24 | 100,0% | 0,0% |
| | | 30000 | 12 | 12 | 100,0% | 0,0% |
| | | 100000 | 12 | 12 | 100,0% | 0,0% |
| | | | | | | |
| FBR
1101 | AC133+ selektierte Zellen | 1 | 9 | 96 | 9,4% | 90,6% |
| | Ex
Vivo 15 | 10 | 42 | 60 | 70,0% | 30,0% |
| | LIF/EGF/FGF-2/NSF | 30 | 23 | 24 | 95,8% | 4,2% |
| | | 100 | 11 | 12 | 91,7% | 8,3% |
-
Wie
es in Tabelle 1 gezeigt ist, kann das hier verwendete (Schwangerschaftswoche
20) nicht angereicherte frische Gehirngewebe („FBR") NS-IC in solcher Zahl enthalten, dass
eine Zelldosis zwischen 3000 und 10000 Zellen benötigt wird,
um Neurosphären
in jedem Well zu initiieren. Unter Verwendung des Verfahrens der
Erfindung können
angereicherte Populationen erhalten werden, so dass eine Zelldosis
von 1000 Zellen oder weniger erforderlich ist, und bevorzugt eine
angereicherte Population, so dass eine Zelldosis von weniger als
100 Zellen erforderlich ist. Wie es in Tabelle 1 gezeigt ist, ist
hier eine Anreicherung so erreicht worden, dass eine Zelldosis von
nur etwa 30 Zellen pro Well erforderlich ist, um in jedem Well eine
Neurosphärenkultur zu
bilden. Tabelle 1 zeigt auch, dass wenn Populationen in AC133+-Zellen (FBR 1104 AC133 neg. selektierte Zellen)
abgereichert sind, die Bildung von Neurosphärenkulturen aus diesen Populationen
merklich verringert ist.
-
Quantitativer
NS-IC-Test. Um auf die Anwesenheit von NS-IC zu testen, werden Populationen,
die bei denen vermutet wird, dass sie multipotente NS-IC enthalten,
einer klonalen Entwicklung unterzogen. Zellen werden in Proliferationsmedium
gezüchtet,
um Neurosphären
zu bilden, dann wird die Differenzierung induziert, so dass sich
Neuronen, Astrozyten und Oligodendrozyten bilden. Die Anwesenheit
von Neuronen, Astrozyten und Oligodendrozyten kann durch Immunfärbung gezeigt
werden. Beispielsweise färben
Neuronen bei Gegenwart von β-Tubulin,
Astrozyten färben
bei Gegenwart von GFAP und Oligodendrozyten färben bei Gegenwart von O4.
-
Der
quantitative NS-IC-Test kann an ungereinigten Gewebezellen, an AC133+-sortierten
Zellen und an klonalen Neurosphärenzelllinien
ausgeführt
werden.
-
Beispiel 5: Zellkulturmedien zur Züchtung und
Passage von NS-IC
-
Weiss
et al.,
US-Patent 5,750,376 ,
und Weiss et al.,
US-Patent 5,851,832 ,
offenbaren ein "Kulturmedium,
das einen oder mehrere bestimmte Wachstumsfaktoren enthält, die
zum Induzieren der Proliferation von multipotenten neuralen Stammzellen
wirksam sind" und „die Differenzierung
induzierende Bedingungen".
Allerdings können
unterschiedliche Basalmedien verwendet werden, die folgendes einschließen, aber
nicht darauf beschränkt
sind:
D-MEM/F12 (Gibco BRL, Gaithersburg, MD),
Ex Vivo
15 (Bio Whittaker, Walkersville, MD),
Neuraler-Progenitor-Basalmedium,
(Clonetics, San Diego, CA)
oder eine Kombination der oben aufgeführten Basalmedien.
-
Eine
typische Medienformulierung, um humane Neurosphärenzellen zu kultivieren, wird
in Tabelle 2 bereitgestellt. Tabelle 2
| serumfreies
N2/EGF ergänztes
Kulturmedium für
Neurosphären |
| Menge | Reagenzien |
| 87
ml | DMEM/F12
(Gibco Charge 1012915; Kat.-Nr. 11330-032) |
| 1
ml | N-2
Supplement (Gibco Charge 1017018; Kat.-Nr. 17502-014) |
| 1
ml | 0,2
mg/ml Heparin (Sigma Charge 28H0320; Kat.-Nr. H-3149) |
| 1
ml | 0,2
M Glutamin (JCR Charge 7N2320; Kat.-Nr. 59202-77p) |
| 10
ml | 3%
Glukose (Sigma Charge 37H0841; Kat.-Nr. G-7021) |
| 20 μl | 100 μg/ml EGF
(R&D Charge CE107091;
Kat.-Nr. 236-EG) |
| 100 μl | 20 μg/ml FGF-2
(Gibco Charge KCQ411; Kat.-Nr. 13256-029) |
| 100 μl | 10 μg/ml LIF
(R&D Charge OX038021;
Kat.-Nr. 250-L) |
-
Für humane
Neurosphären
wird nach Filtern des Mediums EGF zu 100 ml Basismedium hinzugefügt. EGF
ist in dem Medium vergleichsweise stabil. EGF-2 und LIF werden hinzugefügt, wenn
das Medium zur Verwendung bereit ist. Die Endkonzentrationen der
Ergänzungsreagenzien
sind wie folgt:
| 5 g/ml | Insulin |
| 100
g/ml | Humanes
Transferrin |
| 6,3
ng/ml | Progesteron |
| 16,1
g/ml | Putrescin |
| 5,2
ng/ml | Selenit |
| 20
ng/ml | EGF |
| 20
ng/ml | FGF-2 |
| 10
ng/ml | LIF |
| 2 g/ml | Heparin |
| 2 mM | L-Glumtamin |
| 6 mg/ml | Glukose |
-
Die
Optimierung der Medienformulierung ermöglicht es, dass sich ein höherer Prozentsatz
an aus primärem
Gehirngewebe initiierten Neurosphären bildet. Wir bevorzugen
EX Vivo 15 Medium. Die Optimierung der Medienformulierung ermöglicht auch
ein konsistenteres Wachstum von Neurosphären. Um die Neurosphärenentwicklung
zu optimieren, werde die NS-IC typischerweise in der Gegenwart von
LIF, bFGF, EGF und neuralem Überlebensfaktor,
NSF (Kat.-Nr. CC-4323,
Clonetics, San Diego, CA) kultiviert. Bei einem Test zeigten sowohl
trypsinisierte FBR 1101 neurale Zellen und trypsinisierte FBR 1104
neurale Zellen (CytoTherapeutics, Providence, CA) gesteigertes Wachstum,
wenn sie in EX Vivo 15 Medium mit LIF, bFGF, EGF und NSF kultiviert
wurden.
-
Beispiel 6: Direkte Isolierung von humanen
neuralen Stammzellen aus fötalem
Gehirn durch Zellsortierung
-
Eine
große
Quelle für
hochdefinierte transplantierbare humane Zellen, die zu extensiver
neuraler Regeneration in der Lage sind, könnte ein wirksames therapeutisches
Produkt für
die Behandlung von neurodegenerativen Störungen. Um reproduzierbare
Verfahren für
die Anreicherung von humanen neuralen Stammzellen (NSC) zu definieren,
haben wir monoklonale Antikörper
(mAb), die gegen Oberflächenmarker
auf humanen neuralen Zellen gerichtet sind, entwickelt und verwendet,
um NSC durch fluoreszenzaktivierte Zellsortierung (FACS) zu identifizieren
und zu reinigen. Auf der Grundlage von FACS und immunhistochemischen
Analysen wurden zwei mAb, 5F3 und 5E12, identifiziert. Sie definierten
zwei Teilmengen von fötalen
Gehirnzellen und zeigten spezifische Reaktivität für Zellen in der Bodenplatte
und Ependymalschicht des Rückenmarks (12.Schwangerschaftswoche),
Stellen, die dafür
bekannt sind, dass sie ZNS-Stammzellen
enthalten. Diese mAb färben
weniger als 5% FBR-Zellen und mehr als 95% der Zellen aus Langzeit-Neurosphärenkulturen
waren positiv.
-
Als
ein Beispiel wurden zwei Populationen 5F3+ CD34– CD45– (5F3+) und 5F3– CD34– CD45– (5F3-) sortiert und auf ihre Fähigkeit
Neurosphärenkulturen
zu initiieren getestet. Die 5F3+-Teilmenge
war hochangereichert für
Neurosphären
initiierende Zellaktivität,
sie proliferierte, so dass sich bei 8 bis 10 Tagen in Kultur eine
kleine Neurosphäre
bildete. Im Gegensatz dazu verblieben die sortierten 5F3–-Zellen
als eine Einzelzellsuspension, versagten dabei, Neurosphären zu initiieren
und starben schließlich.
Die expandierten 5F3+-sortierten Neurosphärenzellen
waren positiv für
die Nestinexpression und differenzierten in Folge des Aussetzens verschiedener
Differenzierungsbedingungen in Neuronen und Glia. Unter Verwendung
der NOD-SCID-Maus zeigten
In-vivo-Studien, dass die 5F3+-Neurosphärenzellen
8 Wochen nach Transplantation anwachsen und einwandern können. Diese
Studien zeigen, dass wir auf der Grundlage von Zelloberflächenmarkern
und Durchflusszytometrie humane NSC identifiziert und angereichert
haben, und wird demonstrierten unter Verwendung von In-vitro- und
In-vivo-Tests ihre Aktivität.
-
Bei
weiteren Vergleichstests untersuchten wir Gehirn- und Rückenmarkgewebe über verschiedene Schwangerschaftsalter.
Die früheren
(5. bis 12. Woche der Schwangerschaft; nicht-illustrativer Test)
Schwangerschaftsalter weisen eine größere Häufigkeit von Neurosphären initiierenden
Zellen (NS-IC) auf als spätere Schwangerschaftsalter
(16. bis 20. Woche der Schwangerschaft). Siehe beispielsweise 5.
Direktes Kultivieren von Zellen, die aus diesen Geweben stammen,
führt zur
Neurosphäreninitiierung.
-
Unsere
Daten (unten in Tabelle 3 gezeigt) demonstrieren, dass die Zellpopulation
von neuralen Zellen, die auf 5F3
+-Zellen
angereichert sind, auf NS-IC-Aktivität angereichert sind, bis zu
23-fach. Tabelle 3
| Population | %
im Gehirn | NS-IC | Bereich |
| Gehirnzellen
nach Verarbeitung (n = 8) | 100 | 1/819 | 1/304–1435 |
| 5F3–-sortiert | 95 | 1/5434 | 1/4224–7772 |
| 5F3+-sortiert | 4,6 | 1/36 | 1/10–74 |
-
Darüber hinaus,
wie 2 zeigt, können
aus einzelligen sortierten 5F3+-Zellen Neurosphären abgeleitet
werden. Wir haben auch demonstriert, dass die Selbsterneuerung von
Neurosphärenzellen,
die aus 5F3+-sortierten Zellen stammen,
durch Re-Initiierung von Neurosphären aus Einzelzellen erreicht
werden kann (Daten sind nicht gezeigt). Im Gegensatz dazu zeigen
unsere Daten, dass von 5F3+-Zellen abgereicherte
Zellpopulationen auch eine verringerte NS-IC-Aktivität aufwiesen.
-
Beispiel 7: Isolierung von NS-IC durch
verschiedene Marker
-
Als
ein zweites Beispiel haben wir unter Verwendung eines monoklonalen
Antikörpers,
5E12, hierin beschrieben, Zellpopulationen sortiert. Die 5E12–-Teilmenge
wurde auf Neurosphären
initiierende Aktivität
angereichert, wie es unten in Tabelle 4 gezeigt ist. Siehe auch 3.
Unsere Daten weisen darauf hin, dass das Antigen für den 5E12-Antikörper mit
dem AC133-Antigen von 5F3+-Zellen ko-exprimiert
wird.
-
Wir
haben auch den 8G1 monoklonalen Antikörper als einen Subselektor
für neuronale
Stammzellen evaluiert, wie es unten in Tabelle 4 gezeigt ist. Zellen,
die 5F3
+ und 8G1
-/lo waren,
zeigten mehr stammzellartige Eigenschaften, während Zellen, die 5F3
+ und 8G1 waren, mehr progenitorzellartige
Eigenschaften zeigten. Tabelle 4
| Anreicherung
von NS-IC durch 5F3-, 5E12- und 8G1-Antikörper | | | |
| Population | %
im Gehirn | NS-IC | Bereich |
| Gehirnzellen
Kontrolle (n = 8) | 100 | 1/819 | 1/304–1435 |
| 5F3– sortiert
(n = 6) | 95 | 1/5434 | 1/4224–7772 |
| 5F3+ (n = 6) | 4,6 | 1/36 | 1/10–74 |
| 5E12– (n
= 2) | 97 | 1/1335 | 1/1259,
1411 |
| 5E12+ (n = 3) | 2,5 | 1/286 | 1/79–392 |
| 5F3+ 8G1-/lo (n = 3) | 1,1 | 1/23 | 1/15–34 |
| 5F3+ 8G1mid/hi (n =
3) | 1,7 | 1/63 | 1/38–105 |
-
- * alle sortierten Populationen waren CD34– CD45–
-
Beispiel 9: In-vivo-Studien NS-IC
-
Wir
transplantierten 5F3+-sortierte NS-IC (erhalten
wie oben beschrieben) unter Verwendung von herkömmlichen Techniken in die lateralen
Ventrikel von neonatelen Mäusen.
Das Anwachsen und die Einwanderung von humanen Neurosphärenzellen
wurde 4 bis 8 Wochen nach Injektion unter Verwendung eines humanen
spezifischen Thy-1-Antikörpers
ermittelt (siehe 6). Wie es in 7 gezeigt
ist, macht das Färben
mit humanem β-Tubulin
(einem neuronalen Macker) und humanem Zellkernantigen (für die Lokalisierung
von humanen Zellen) die Migration der humanen Neurosphärenzellen
durch den rostromigratorischen Strom (RMS) deutlich.
-
Darüber hinaus,
wie in 8 gezeigt, demonstrierte die Lokalisierung unter
Verwendung von humanem Zellkernantigen, dass humane Neurosphärenzellen über den
RMS zum Riechkolben gewandert sind.
-
Beispiel 10: Direkte Isolierung und Transplantation
von humanen Zentralnervensystem-Stammzellen
-
Einführung und
Zusammenfassung. Stammzellen, klonogene Zellen mit Selbsterneuerung
und Multilinien-Differenzierungseigenschaften, haben das Potential,
beschädigtes
Gewebe zu ersetzen oder zu reparieren. Bei diesem Beispiel haben
wird klonogene humane Gehirnstammzellen (ZNS-SC) isoliert, die Neurosphärenkulturen
initiieren und sowohl Selbsterneuerung als auch Differenzierung
zu Neuronen und Glia zeigen. Diese nicht genetisch modifizierten
humanen ZNS-SC sind durch monoklonale Antikörper für Oberflächenmarker markiert. Die Zellen
sind 5F3 (AC133)+, 5E12+,
CD34– CD45– und
CD24-/lo. Einzelne AC133+ CD34– CD45– sortierte
Zellen initiierten Neurosphärenkulturen
und zeigten Multilinien-Differenzierung. Wenn sie einmal in Gehirne
von immundefizienten neonatalen Mäusen sind, zeigen die sortierten
und expandierten ZNS-SC starkes Anwachsen, Proliferation, Migration
und Differenzierung auf orts-spezifische Art und Weise.
-
Bei
diesem Beispiel zeigen wir, dass mAb 5F3 und die neuartigen mAb,
5E12, eine bestimmte Teilmenge von humanen fötalen Gehirnzellen (FBr-Zellen)
erfassen. Fluoreszenzaktivierte Zellsortierung unter Verwendung
dieser mAb in Verbindung mit mAb, die kontaminierende Blut- und
Endothelzellen markieren (CD34 und CD45), führte zu einer Teilmenge von
humanen FBr-Zellen, AC133+ CD34– CD45–.
Nach Zellsortierung sind die sortierten Zellen auf dem Niveau einzelner
Zellen zur Neurosphäreninitiierung,
Selbsterneuerung und Multilinien-Differenzierung in der Lage, Zellen,
die wir für
humane ZNS-SC halten. Dieser humane ZNS-SC-Kandidaten hat sich in
Neurosphärenkultur
selbst erneuert und signifikant expandiert und differenzierte in
vivo zu Neuronen und Glia. Der sortierte und expandierte ZNS-SC-Kandidat kann in
die lateralen Ventrikel von neugeborenen NOD-SCID-Mausgehirnen transplantiert
werden, wo sie wenigstens 7 Monate lang offenbar ein entsprechendes
orts-spezifisches Anwachsen, kontinuierliche Selbsterneuerung, Migration
und Differenzierung durchmachen. Solch eine Transplantation von
humanen ZNS-SC in neonatale Mausgehirne bildet keinen Teil der Erfindung,
ist aber für
das Verständnis
der Erfindung dienlich.
-
Suche
nach neuralen ZNS-Stammzellmarkern; Strategie. Wir stellen die Hypothese
auf, dass ZNS-SC-Markerkandidaten nur auf einer kleineren Teilmenge
von FBr-Zellen exprimiert
werden sollten. Da es Hinweise gibt, dass die Neurosphärenkulturen
eine angereicherte Population von Stamm-/Progenitorzellen enthalten,
stellen wird die Hypothese auf, dass die neuralen Stammzellmarkerkandidaten
eher reichlich auf diesen Zellen exprimiert werden sollten. Demgemäß rasterten
wir mAb durch, die zuvor verwendet wurden, um humane hämatopoietische
Stammzellen (HSC) zu definieren.
-
Sortierte
Populationen wurden getestet, um zu bestimmen, ob sie auf Neurosphären initiierende
Zellen (NS-IC) angereichert sind. Jeder mAb, der FBr sauber in 2
Fraktionen trennte (eine Fraktion, die eine Neurosphärenkultur
bildete, und eine, die das nicht tat), wurde als ein mAb-Kandidat
betrachtet, um zu helfen, NS-IC zu identifizieren. Bei einer anfänglichen
Rasterung wurden mAb gesucht, die eine kleine Fraktion von FBr und eine
große
Fraktion von langfristig kultivierten Neurosphärenzellen positiv färben, und
andere mAb (zur negativen Selektion), die die meisten FBr-Zellen
färbten,
außer
eine kleine Fraktion von Neurosphärenzellen. Enzymdissoziiertes
FBr und langfristig kultivierte Neurosphärenzellen wurden mit über 50 bekannten
mAb gefärbt.
-
Eine
Langzeit-Neurosphärenkultur,
8.5 FBr, ist kürzlich
beschrieben worden (Carpenter et al., 158 Exp. Neurol. 265-78 (1999)).
Diese Zellen wurden in Standard-Human-Neurospärenmedium
kultiviert: D-MEM/F12 Basalmedium mit N-2-Supplement (Gibco), 3% Glukose, 0,2
M Glutamin und 0,2 mg/ml Heparin in der Gegenwart von FGF-2 (20
ng/mL), EGF (20 ng/mL) und LIF (10 ng/mL). Die kultivierten Zellen
wurden geerntet und 5 bis 10 min lang in der Gegenwart von Collagenase
für die
Passage enzymatisch dissoziiert oder trypsinisiert, um eine Einzelzellsuspension
für die
mAb-Färbung
zu erhalten.
-
Die
Neurosphärenzellen
exprimierten keine vaskularen und hämatopoietischen Marker CD34
oder CD45. Im Gegensatz dazu wurde Thy-1, ein kritischer Zelloberflächenmarker,
der sowohl Maus- als auch Human-HSC identifizierte, mit hohen Pegeln
auf praktisch allen FBr-Zellen und Neurosphärenzellen exprimiert, und war
deshalb nicht verwendbar. Interessanterweise machte anfängliches
Antikörper-Screening deutlich, dass
ein anderer HSC-Marker, AC133, nur auf 1 bis 5% FBr-Zellen, die aus Gewebe
aus der 16. bis 20. Schwangerschaftswoche stammten, und auf ~ 90%
der kultivierten Neurosphärenzellen
exprimiert wurde.
-
Monoklonaler
Antikörper
AC133 reichert für
humane ZNS-SC an. Humanes FBr-Gewebe
wurde nach NIH-Richtlinien aus den Resten von Föten der 16. bis 20.
-
Schwangerschaftswoche
von Advanced Bioscience Resources, Inc., erhalten. FBr-Gewebe wurden unter
Verwendung von Scalpellen in Stücke
von 1 bis 3 mm geschnitten, in 50 ml Zentrifugenröhrchen übertragen
und einmal mit 0,02% EDTA/PBS-Lösung
gewaschen. Die Gewebe wurden 1 h lang bei 37°C in der Gegenwart von 0,1%
Collagenase (Roche, Indianapolis, IN) und 0,1% Hyaluronidase (Sigma,
St Louis, MO) in HBSS, ergänzt
mit 0,1% BSA, 10 mM HEPES und DNase, enzymatisch dissoziiert. Um
eine Einzelzellsuspension zu erhalten, wurden die dissoziierten
FBr-Zellen weiter 10 bis 15 min lang mit 0,05% Trypsin, 53 mM EDTA
(Gibco, Grand Island, NY) behandelt. Brocken und Aggregate wurden
durch Filtrieren der Zellsuspension durch eine 70-Mikron-Filtereinheit
entfernt.
-
Nach
Collagenase/Hyaluronidase-Behandlung gefolgt von Trypsinisierung
wurde eine Einzelzellsuspension erhalten. Deshalb wurde das Screening
auf trypsinresistente Zelloberflächenepitope
beschränkt.
-
Große Kulturen
von sortierten CD45+- oder CD34+-Zellen
aus FBr versagten dabei, Neurosphärenkulturen zu initiieren.
Somit könnten
sowohl CD34 als auch CD45 als negative Selektoren für humane
ZNS-SC verwendet werden.
-
Um
zu testen, ob ZNS-SC auf der Grundlage von AC133-Expression isoliert
werden können,
wurden humane FBr-Zellen mit Antikörpern für CD34, CD45 und AC133 gefärbt. AC133
war durch zwei mAb AC133/1 und AC133/2 definiert, beide konjugiert
mit Phycoerthrin (PE), die über
Milteny Biotec (Auburn, CA) erhältlich sind.
Anti-Human-CD45-FITC, Anti-Human-CD34, konjugiert mit Allophycocyanin
(APC), wurden von CALTAG (Burlingame, CA) bzw. BDIS (San Jose, CA)
erhalten. Die dissoziierten FBr-Zellen wurden 20 bis 60 min lang auf
Eis mit mAb gegen CD45-FITC,
AC133/1 AC133/2-PE und CD34-APC inkubiert. Nach der letzten Waschung
wurden die Zellen in HBSS-Lösung,
enthaltend 0,5 g/ml Propidiumiodid (PI), resuspendiert. Die markierten
Zellen wurden mit einem Dual-Laser Vantage SE (BDIS, San Jose) analysiert
und sortiert. Tote Zellen wurden von der Analyse durch ihre PI-Färbungseigenschaften
ausgeschlossen. Kontaminierende Blutzellen und Endothelzellen wurden
durch Ausschleusen von CD45+-Zellen bzw.
CD34+-Zellen ausgeschlossen. Nach Sortieren
wurde die Reinheit der sortierten Zellen überprüft.
-
Zwei
Zellpopulationen, AC133– CD34– CD45– (AC133–)
und AC133+ CD34– CD45– (AC133+) wurden sortiert und auf NS-IC-Aktivität kultiviert.
Obwohl die AC133-Expression
anfänglich
als ein Kontinuum erschien (9A), zeigte
FACS-Voranreicherung
von AC133+-Zellen gefolgt von einer zweiten
Runde an Zellsortierung eine eindeutige AC133+-Population
(9A). Bei allen Teilmengentests wurden
sowohl die AC133–- als auch die AC133+-Teilmengen zweifach sortiert, was zu AC133–-
und AC133+-FBr-Zellfraktionen mit hoher
Reinheit führte
(9A).
-
AC133+-Einzelzellpopulationen, kultiviert unter
Neurosphärenbedingungen,
wurden blastenartig, haftend auf der Kunststoffplatte, und begannen
Zellteilung zu initiieren. Nach 4 bis 5 Tagen in Kultur begann eine große Fraktion
der AC133+-Zellen, zu proliferieren und
als ein Cluster einiger Zellen zu schwimmen. Kleine Neurosphären wurden
schon 7 bis 10 Tage nach Kulturinitiierung beobachtet (9C). Im Gegensatz dazu blieben die AC133–-Zellen
eine Einzelzellsuspension, versagten dabei, Neurosphären zu initiieren,
und starben schließlich
(9B). Demgemäß wurde NS-IC-Aktivität bei der AC133+-Teilmenge,
aber nicht bei der AC133–-Teilmenge der CD34– CD45– FBr-Zellen
beobachtet.
-
Nur
AC133+ humane FBr-Zellen weisen NS-IC Aktivität auf. Da
der qualitative NS-IC-Test
einen beachtlichen Unterschied zwischen der Proliferation von AC133–-
und AC133+-Teilmengen zeigte, wollten wir
die Häufigkeit
von NS-IC in unfraktionierten (d. h. nach Zellverarbeitung) und
verschiedenen fraktionierten FBr-Zellsuspensionen bestimmen. Unfraktionierte
FBr-Zellen wurden durch Grenzwertverdünnung (100 bis 10000 Zellen/Well)
in 96-Well-Platten unter Verwendung der automatischen FACS-Zellabscheidungseinheit (ACDU)
plattiert. Diese Platten wurden 6 bis 8 Wochen lang kultiviert und
Wells, die Neurosphären
enthielten, wurden als positiv gewertet.
-
Die
sortierten FBr-Zellen wurden in Neurosphärenkultur in Ex Vivo 15 (Bio
Whittaker, Walkersvile, MD) Medium mit N2-Supplement (Gibco) in
der Gegenwart von FGF-1 (20 ng/mL), EGF (20 ng/mL), LIF (10 ng/mL), Neuralem Überlebensfaktor-1
(Clonetics, San Diego, CA) und 60 g/mL N-Acetylcystin (Sigma) (Neurosphären-Initiierungs-Medium)
kultiviert. Die Medienformulierung wurde auf der Grundlage der Häufigkeitsanalyse der
Grenzwertverdünnung
von FBr-Zellen optimiert. Die Kulturen wurden wöchentlich genährt und
passiert, wenn die Neurosphären
groß wurden.
In einigen Fällen
wurden sortierte FBr-Zellen durch die automatische Zellabscheidungseinheit
(ACDU) in 96-Well-Platten resortiert, um die Häufigkeit von Precursorn, um
Neurosphärenkulturen
zu initiieren, zu evaluieren. Diese 96-Well-Platten wurden wöchentlich
genährt
und die Gegenwart von Neurosphären
in den Wells wurde 6 bis 8 Wochen nach Kulturinitiierung beurteilt.
Lineare Regressionsanalyse des Anteils an negativen Wells bei jeder
Zellkonzentration wurde verwendet, um die Häufigkeit von NS-IC zu bestimmen.
-
In
den Wells, die mit hohen Zelldosen (d. h. 10000 Zellen pro Well)
plattiert waren, wurden mehrere Neurosphären ermittelt, wohingegen bei
den Wells, die mit geringeren Zelldosen (d. h. 300 bis 1000 Zellen
pro Well) plattiert waren, positive Wells nur einzelne Neurosphären enthielten.
Bei 100 bis 300 Zellen pro Well enthielten nur wenige Wells eine
einzelne Neurosphäre.
Wenn der log der negativen Wells gegen die Zahl der pro Wells plattierten
Zellen aufgetragen wurde, wurde eine gerade Linie gefunden; bei
37% negativen Wells wurde ein einzelner Treffer für NS-IC bestimmt (
10A). Bei einem in
10A gezeigten
repräsentativen
Gewebe wiesen zur Kontrolle verarbeitete Gehirnzellen NS-IC-Aktivität bei einer
Häufigkeit
von 1/880 Zellen auf. Bei der AC133
–-Teilmenge
ergab sich eine Verminderung der NS-IC-Häufigkeit auf 1/1860 Zellen.
Im Gegensatz dazu wurde die NS-IC-Aktivität in der AC133
+-Teilmenge
mit einer Häufigkeit
von 1/32 Zellen stark angereichert (
10A).
Die NS-IC-Häufigkeit
von 8 verschiedenen FBr-Geweben (16. bis 20. Schwangerschaftswoche)
wurde in
10B und Tabelle 5 zusammengefasst
evaluiert. Tabelle 5
| Anreicherung
von NS-IC-Aktivität,
isoliert durch Zelloberflächenmarker |
| Population | %
im Gehirn | NS-IC | NS-IC-Bereich |
| Gehirnzellkontrolle | 100 | 1/731 | 1/139–1435 |
| AC133– sortiert
* | 95 | 1/4344 | 1/745–4760 |
| AC133+ sortiert * | 4,6 | 1/31 | 1/6–1/74 |
| Gehirnzellkontrolle | 100 | 1/1132 | 1/661–1435 |
| 5E12– sortiert
* | 97 | 1/1335
** | 1/1259,
1441 (35672) |
| 5E12+ sortiert * | 2,5 | 1/286 | 1/79–392 |
| Gehirnzellkontrolle | 100 | 1/1030 | 1/399–1435 |
| AC133+ 8G1-/lo * | 1,1 | 1/23 | 1/15–34 |
| AC133+ 8G1midi/hi * | 1,7 | 1/63 | 1/38–105 |
-
- * Alle sortierten Populationen wurden auch für CD34– CD45– geschleust,
die 98 bis 99% der FBr darstellen.
- ** Die Daten schließen
einen Test aus, da die tatsächliche
berechnete NS-IC-Häufigkeit
in den Klammern angegeben ist. Es erfolgte deswegen, weil die meisten
Wells negativ waren.
-
Bei
unfraktionierten fötalen
Gehirnzellen weisen etwa 1 von 730 Zellen NS-IC-Aktivität auf. Die AC133–-Teilmenge,
die > 95% an FBr darstellt,
wies < 1 von 4300
Zellen mit NS-IC-Aktivität
auf und war deshalb ~ 6-fach abgereichert. Im Gegensatz dazu war
die NS-IC-Aktivität
im Mittel 23-fach in der AC133+-Teilmenge
mit ~ 1/31 (Bereich 1/6 bis 1/72) frischen FBr-Zellen, die in der
Lage waren, Neurosphären
zu initiieren, angereichert. Da AC133+-Zellen
~ 4,6% an FBr (d. h. 1 von 22 Zellen) darstellen, verlief die Anreicherung
von NS-IC-Aktivität
nahezu parallel zur Häufigkeit
von AC133+-Zellen in FBr. Demgemäß wiesen
alle AC133+-Zellen bei FBr-Zellsuspensionen
aus der 16. bis 20. Schwangerschaftswoche erfassbare NS-IC-Aktivität auf.
-
Klonale
Neurosphärenexpansion,
Selbsterneuerung und Differenzierung aus einzelnen AC133+ sortierten Zellen. Um die Klonalität von Neurosphären zu bestätigen, wurden
einzelne aus FBr stammende AC133+ sortierte
Zellen durch die ACDU direkt in Wells einer 96-Well-Platte plattiert.
Nach 8 Wochen enthielten einige Wells einzelne Neurosphären auf,
was bestätigt,
dass diese aus einzelnen AC133+ sortierten
Zellen stammen (10C).
-
Die
Selbsterneuerungsaktivität
von aus AC133+ stammenden Neurosphären wurde
auf die Fähigkeit getestet,
Neurosphärenkulturen
zu re-initiieren. Beispielsweise wurden durch AC133+-sortierte
FBr-Zellen initiierte primäre
Neurosphärenkulturen
dissoziiert und als eine einzelne Zelle pro Well re-plattiert. Neun
96-Wells zeigten die Entwicklung einer einzelnen Neurosphäre. Bei
einem Test wurden Neurosphären
klonal aus AC133+-sortierten Neurosphärenzellen
mit etwa 10% Aussaateffizienz abgeleitet. In Übereinstimmung dazu versagten
Neurosphärenzellen,
die AC133– wurden,
sekundäre
Neurosphärenkulturen
zu initiieren. Demgemäß demonstrierten
diese quantitativen Ergebnisse, dass in der AC133+-Teilmenge
der FBr-Zellen NS-IC-Aktivität stark
angereichert und in der AC133–-Teilmenge abgereichert
ist.
-
Um
die Differenzierungsfähigkeit
von klonal abgeleiteten Neurosphärenzellen
zu testen, wurden einzelne Neurosphären geerntet, plattiert und
in der Gegenwart der neurotrophen Faktoren BDNF und GDNF dazu induziert,
zu differenzieren. Neurosphärenzellen
wurden geerntet und mit Collagenase dissoziiert und auf mit Poly-Ornithin beschichtete
Kammer-Objektträger
gegeben. Sie wurden einen Tag lang im Neurosphären-Initiierungs-Medium kultiviert,
bis sie auf der Platte ausgesät
waren. Die Kultur wurde durch unterschiedliche Differenzierungs-Medien
ausgetauscht, die aus Ex Vivo-15, N2, NAC, BDNF (10 ng/mL), GDNF
(10 ng/mL) and Laminin (1 g/mL) bestanden. Nach 1 bis 2 Wochen wurden
Kammer-Objektträger
mit 4% Paraformaldehyd in PBS fixiert und mit mAb gegen β-Tubulin
und saures Gliafaserprotein (GFAP) angefärbt, um die Differenzierung
in Neuronen und Astrozyten zu ermitteln.
-
Unter
diesen Bedingungen differenzierten die AC133
+-abgeleiteten
Neurosphären
in Neuronen und Astrozyten (
10D).
Zusammen weisen die Daten darauf hin, dass der mAb AC133 ein Marker
für NS-IC
ist und verwendet werden kann, um auf humane ZNS-SC anzureichern.
Diese AC133
+-abgeleiteten Neurosphärenkulturen
sind kontinuierlich passagiert worden (> P15 vor Einfrieren). Bei einer groben
Abschätzung
ist die absolute Zahl von AC133
+-Zellen
wenigstens 1000-fach durch die 5. Passage gesteigert worden (Tabelle
6) und sie sind in der Lage, Neurosphären reproduzierbar zu re-initiieren.
Deshalb definiert AC133 eine neurale Zellpopulation, die in vitro
kontinuierlich expandiert und sich selbst erneuert. Tabelle 6
| Expansion
von humanen AC133+-sortierten Zellen |
| Expansion | Tage
in Kultur | Zellzahlexpansion
zwischen Passage 0 bis 5 |
| Exp.
1 | 87 | 924 |
| Exp.
2 | 76 | 944 |
| Exp.
3 | 96 | 750 |
| Exp.
4 | 74 | 463 |
| Exp.
5 | 110 | 2469 |
| Mittel | 89 | 1013 |
-
NS-IC
werden auch in 5E12+- und 8G1-/lo-Zellen
angereichert; Erzeugung von neuartigen mAb. Gleichzeitig zum Screening
der Brauchbarkeit von erhältlichen
mAb versuchten wir, neuartige Zelloberflächenmarker auf humanen neuralen
Zellen zu identifizieren. FBr-Zellen wurden mit einer Kombination
aus Collagenase und Hyaluronidase dissoziiert und wurden verwendet,
um BALB/c-Mäuse
zu immunisieren, mit einer Decoy-Strategie, um gewebespezifische
mAb zu steigern. Etwa 1900 Wells wachsender Hybridomzellen wurden
gerastert und es wurden Hybridome selektiert, expandiert und weiter
auf spezifische Reaktivität
auf humanes Gehirn getestet. Monoklonale Antikörper für humane neurale Zellen wurden
unter Verwendung einer kürzlich
bei Yin et al., 90 Blood 5002-12 (1997), beschriebenen Decoy-Immunisierungsstrategie
hergestellt. Kurz, BALB/c-Mäuse
wurden in einen Fußballen
mit peripherem Blut, das mit humanen Decoy-Leukozyten angereichert
war, und in den kontralateralen Fußballen mit enzym-dissoziierten
fötalen
Gehirnzellen immunisiert. Die die FBr-Zellen-Immunisierung drainierenden
Donor-Lymphknotenzellen
wurden geerntet, zu einer Zellsuspension verarbeitet und mit einer
Maus-Myelom-Linie fusioniert. Diese Fusion an eine Maus-Myelom-Linie
führte
zu 1900 Wells wachsender Hybridom-Zellen. Ungefähr 180 Hybridome wurden selektiert,
expandiert und weiter auf spezifische Reaktivität für humane Gehirnzellen getestet.
-
Wie
es oben beschrieben wurde, wurden die ZNS-SC in der AC133+-Teilmenge stark angereichert. Um den Phänotyp der
ZNS-SC weiter zu charakterisieren, haben wird getestet, ob AC133+-Zellen phänotypisch heterogen sind. Demgemäß wurden
AC133+-Zellen
auf die Ko-Expression von anderen Markern aus dem Panel neuer mAb
gerastert. Es wurden zwei neuartige mAb, 5E12 und 8G1, identifiziert.
Der mAb 5E12 ko-färbt AC133+-Zellen und Langzeit-Neurosphärenzellen.
5E12+-FBr-Zellen sind hinsichtlich der NS-IC-Aktivität angereichert
und 5E12–-Zellen
sind angereichert (Tabelle 5).
-
Bei
sich entwickelndem fötalem
Gehirn exprimierte die Mehrheit der FBr-Zellen einen hohen Pegel
an 8G1-Marker (4). Die AC133+-Zellen
waren hinsichtlich der 8G1-Expression
heterogen; hauptsächlich 8G1-/lo-, einige 8G1mid-
und wenige 8G1hi-Zellen (12).
Interessanterweise war auch die 8G1-Expression auf langfristig kultivierten
humanen Neurosphärenzellen
heterogen. Immunpräzipation
und Blocking-Studien bestimmten, das 8G1 ein Anti-CD24-mAb ist.
Historisch ist CD24 als das wärmestabile
Antigen (HSA) bekannt und wird verbreitet als ein Marker bei Hämato-Lymphopoiese verwendet
(Alterman et al., 20 Eur J Immunol 1597-602 (1990)). HSA wird mit
geringen Pegeln auf Maus-HSC (Shih und Ogawa, 81 Blood 1155-60 (1993); Spangrude
und Scollay, 18 Exp. Hematol. 920-6 (1990)) und mit hohen Pegeln
auf pro-B- und pre-B-Zellen und Thymozyten exprimiert und wird vollständig abwärtsreguliert,
wenn diese Zellen reife Lymphozyten werden (Alterman et al., 20
Eur J Immunol 1597-602 (1990)). Wie es in Tabelle 5 gezeigt wird,
ist die Häufigkeit von
NS-IC in der AC133+-CD24-/lo-Fraktion
im Vergleich zur AC133+-CD24mid/hi-Teilmenge höher.
-
Starke
Anwachs-Fähigkeit
von AC133+-abgeleiteten humanen Neurosphärenzellen
(nicht-illustrativer Test). Um die In-vivo-Fähigkeit zum Anwachsen, zur
Migration und zur Differenzierung von humanen sortierten/expandierten
ZNS-SC zu testen und beim Verständnis
der vorliegenden Erfindung zu helfen, wurden 105 oder
106 Neurosphärenzellen (initiiert aus AC133+-sortierten FBr-Zellen) in die lateralen
Ventrikel von neonatalen NOD-SCID-Mausgehirnen injiziert. Wie es
oben erwähnt wurde,
bildet solch eine Transplantation von humanen Zellen in Mausgehirne
keinen Teil der vorliegenden Erfindung.
-
Um
kleine Zellcluster zu erhalten, wurden expandierte AC133+-sortierte Neurosphärenzellen bei Passage 6 bis
10 geerntet und sanft mit Collagenase dissoziiert. Die Zellen wurden
im Äquivalent
von 0,25 × 105 oder 2,5 × 105/l
resuspendiert. Neonatale Mäuse
(< 24 h nach Geburt)
wurden unter Verwendung von Eis kryo-anästhetisiert; einmal anästhetisiert,
wurden die Jungtiere auf einer Stereotaxie-Vorrichtung platziert.
Mit einer Nadel wurde ein kleines Loch in den Knorpel gebohrt und
durch eine Hamilton-Spritze wurden Zellsuspensionen in beide lateralen
Ventrikelräume
eingebracht. Neonatalen Mäusen
wurde 2 1 an Zellen im Bereich von 105 bis
106 Zellen/Injektion injiziert. Die Jungtiere
wurden durch Aufwärmen
revitalisiert, um den Erfolg der Operation zu überwachen, und dann zur Mutter
zurückgegeben.
Die injizierten Mäuse
wurden vor dem Testen des Anwachsens von humanen Zellen für 7 Monate
bewahrt.
-
Um
die Partizipation von injizierten Zellen in das neurologische System
zu maximieren, wurden neonatale NOD-SCID-Mäuse als Empfänger gewählt, da
die Zellgenese in Teilen von neonatalem Mausgehirn immer noch aktiv
im Gang ist. Zudem stoßen
immundefiziente Mäuse
humane Gewebe nicht ab und SCID- und NOD-SCID-Mäuse sind als Wirte für In-vivo-Studien
von humaner Hämatopoiese
und Gewebeanwachsung verwendet worden (McCune et al., 241 Science
1632-9 (1988); Kamel-Reid und Dick, 242 Science 1706-9 (1988); Larochelle
et al., 2 Nat. Med. 1329-37 (1996)). Sieben Monate nach der Transplantation
wurden die Tiere getötet
und Sagittalschnitte wurden mit humanen spezifischen mAb gegen N-CAM
und Thy-1 sowie humanes Zellkern-Antigen angefärbt.
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Nach
7 Monaten nach der Transplantation wurden NOD-SCID-Mäuse mit
Avertin tief anästhetisiert und
mit PBS, gefolgt von 4% Paraformaldehyd in Phosphatpuffer, perfundiert.
Die Gehirne wurden über
Nacht nachfixiert, in 30% Sucrose-Lösung gelegt und in der OCT-Verbindung
eingefroren. Die Gehirne wurden zur weiteren Immunhistochemie mit
einer Dicke von 5 μm
sagittal geschnitten. Um humane Zellen in den transplantierten Mausgehirnen
zu erfassen, wurden die Schnitte mit monoklonalen Maus-Antikörpern gegen
humanes Thy-1 (Pharmingen, San Diego, CA), N-CAM, β-Tubulin
(Sigma) oder Zellkernantigen (Chemicon) gefolgt von Ziegen-Anti-Maus-IG
konjugiert mit Alexa 488 (Molecular Probe, Eugene, OR) gefärbt.
-
Die
Färbung
dieser mAb auf Mausgehirnkontrollen zeigte keine Kreuzreaktivität. Die mAb
gegen GFAP und β-Tubulin
färbte
sowohl humane als auch Mauszellen, und daher wurde Doppelmarkierung
mit dem Anti-Human-Zellkernantikörper
verwendet, um humane linienspezifische Zellpopulationen zu demonstrieren. Die
detaillierte Analyse richtete sich insbesondere auf die zwei Stellen
des Gehirns, von denen kürzlich
gezeigt wurde, dass sie Stellen der aktiven Neurogenese sind, die
subventrikuläre
Zone (SVZ) der lateralen Ventrikel und der Gyrus dentatus des Hippokampus
(12A).
-
Humane
Zellen wurden überall
im Mausgehirn gefunden und waren sieben Monate nach der Injektion in
der SVZ reichlich vorhanden (12). Beispielsweise
waren in einem Bereich viele Zellen mit humanen Zellkernen+ von GFAP+-Zellen
umgeben (12B). Konfokalmikroskopische
Untersuchungen wiesen darauf hin, dass die meisten humanen Zellen
GFAP– waren,
aber gelegentlich wurden auch humane GFAP+-Zellen
beobachtet (12B, Pfeil).
-
Die
transplantierten Mausgehirne wurden bei einer Dicke von 40 μm auf einem
Mikrotom geschnitten und mit mAb angefärbt und unter Verwendung eines
Bio-Rad konfokalen Rasterlichtmikroskops analysiert, wie es kürzlich von
Suhonen et al., 383 Nature 624-7 (1996), beschrieben wurde.
-
Weil
gezeigt wurde, dass Stammzellen/Progenitorzellen in der SVZ kontinuierlich
proliferieren, haben wir getestet, ob die Nachkommen der transplantierten
humanen AC133+-sortierten/expandierten Neurosphärenzellen
in situ immer noch proliferierten.
-
Ein
Schnitt des transplantierten Gehirns wurde mit Ki67 angefärbt, einem
Marker, der mit der Zellproliferation assoziiert ist. Bemerkenswerterweise
ko-exprimiert ein Cluster humaner Zellen in der SVZ, eingenistet
in GFAP+-Zellen, Ki-67, was darauf hinweist,
dass die humanen Zellen in der SVZ, wie ihre Maus-Gegenstücke, 7 Monate
nach der Transplantation in die SVZ fortfahren können, zu proliferieren (12C).
-
Im
Riechsystem von Nagetieren treten die Nachkommen von Stammzellen/Progenitorzellen,
die in der SVZ proliferierten, in den rostromigratorischen Strom
(RMS) ein und wandern zum Riechkolben (Lois und Alvarez-Buylla,
164 Science 1145-8 (1994)). Die „Neuroblastenkette" von endogenen Nagetier-Progenitoren
im RMS exprimiert β-Tubulin
und N-CAM (Fricker et al., 19 J. Neurosci. 5990-6005 (1999); Gage
und Cristen, Isolation, characterisation and utilization of CNS
stem cells (Springer, Heidelberg, 1997)). Die Sagittalschnitte,
die den RMS enthielten, wurden auf die Gegenwart von humanen neuralen
Zellen untersucht. In Mäusen,
die mit AC133+-sortierten Neurosphärenzellen
transplantiert waren, wurden große Zahlen an humanen Zellen
festgestellt, beginnend in der SVZ und sich durch den ganzen RMS
erstreckend (13A). Viele dieser zusammengeballten
humanen Zellen waren mit β-Tubulin
kolokalisiert, aber es war schwierig, doppelt positive Zellen in solchen
Cluster zu identifizieren. Sorgfältige
Untersuchung von Geweben, die weniger humane Zellen enthielten,
offenbarten mehre Zellen, die doppelt positiv sowohl für β-Tubulin
als auch für
humanes Zellkernantigen waren (13B,
Pfeil). Zudem exprimierten viele dieser Zellen im RMS den humanen
spezifischen Marker, N-CAM (13C).
-
Es
ist zu erwarten, dass sich die Nachkommen von Stammzellen/Progenitorzellen
nach Wandern durch den RMS in den Riechkolben begeben und sich zum
Glomeruli olfactorii zu den periglomerulären Schichten des Kolbens erstrecken
(Lois und Alvarez-Buylla, 164 Science 1145-8 (1994)). Wie es in 13D gezeigt ist, sind die Nachkommen von
humanen Zellen in den glomerulären
sowie den periglomerulären Schichten
verteilt. Einige dieser Zellen exprimierten humanes N-CAM, was darauf
hinweist, dass sie an neurale Linien gebunden waren. Demgemäß wandern
die Nachkommen der transplantierten sortierten/expandierten humanen
ZNS-SC in den RMS, verteilen sich und differenzieren im Riechkolben
in neurale Linien. In wenigen Fällen
wurden tyrosin-hydroxylase-positive humane Zellen beobachtet.
-
Eine
andere Stelle, an der in adulten Lebewesen Neurogenese stattfindet,
ist der Gyrus dentatus des Hippokampus (Gage et al., 92 Proc. Natl.
Acad. Sci. USA 11879-83 (1995)). Bei diesem Beispiel fanden wir zahlreiche
humane Kernzellen im Gyrus dentatus des Hippokampus. Einige der
humanen Zellen in der subgranularen Zellzone ko-exprimieren Ki-67,
was darauf hinweist, dass sie immer noch in der Lage sind, nach
7 Monaten nach der Transplantation zu proliferieren (14A). Bei einer anderen Analyse waren
einige andere humane Zellen β-Tubulin+, wie es für sich entwickelnde granuläre Neuronen
zu erwarten ist, wobei ihre Prozesse sich zum Hilus des Hippokampus
erstrecken (14B). Diese Ergebnisse
weisen darauf hin, dass diese sortierten/expandierten humanen ZNS-SC
nicht nur anwachsen, wandern, fortfahren, zu proliferieren, und
differenzieren, sondern ihr Verhalten und Zellschicksal auch durch
Wirts-Signalstoffe auf orts-spezifische Art und Weise reguliert
wurden. In keinem Fall bildeten die injizierten Zellen keine Tumoren.
-
Diskussion.
Der Zweck dieses Beispiels war es, Oberflächenmarker auf humanen Gehirnzellen
zu finden, die die prospektive Isolation von humanen ZNS-SC-Kandidaten ermöglichen.
Wir nahmen an, dass humanen Neurosphärenkulturen aus ZNS-SC klonal
initiiert sein können,
und unternahmen die Isolierung der NS-IC aus frischen humanen FBr-Zellsuspensionen.
Wir demonstrierten, dass humane FBr-Zellen der 16. bis 20. Schwangerschaftswoche
eine seltene Teilmenge von klonogenen AC133+-,
E512+-, 8G1-/lo-CD34–-CD45–-Zellen
enthalten, die Neurosphärenkulturen
initiieren können,
die sich in diesen Kulturen extensiv selbst erneuern und in vitro
zu Neuronen und Glia differenzieren. Nach Transplantation in die
lateralen Ventrikel von immundefizienten neugeborenen Mäusen wuchsen
diese Zellen wenigstens 7 Monate lang an und führen zu Nachkommen, die differenzieren,
die wandern und einigen, die fortfuhren, zu proliferieren (d. h. Anwesenheit
von Ki-67+ humanen neuralen Zellen in der
SVZ und im Gyrus dentatus). Die angewachsenen humanen Zellen werden
an Stellen gefunden, an denen ihre endogenen neuralen Mauszell-Gegenstücke die gleichen
Abläufe
durchleben.
-
Die
Daten in 10 und Tabelle 5 demonstrieren,
dass es keine anderen detektierbaren NS-IC-Zellen außerhalb
der AC133+-Teilmenge im humanen fötalen Gehirn
gibt.
-
Während der
Analyse von AC133-Färbungsmustern
bemerkten wir, dass ~ 0,2% der FBr-Zellen CD34 exprimieren und an
Zellen haften blieben, die AC133+ CD34– waren.
Diese CD34+-Zellen ko-exprimierten die bekannten
Endothelzellmarker CD105 und CD31 und verblieben nach Trypsinisierung
als Komplexe von Zellen, die ineffizient einige Neurosphären bilden
könnten,
wenn sie in hoher Dichte in großen
Kulturen plattiert werden. Wir haben ähnliche Komplexe nach einer
positiven Selektion für
CD34-exprimierende Zellen beobachtet. Demgemäß gibt es eine häufige Vergesellschaftung
von AC133+ ZNS-SC und CD34– Endothelzellen, die
natürlich
vorkommen. Der Befund, dass AC133+ ZNS-SC
perivaskulär
sind, passt zu der Hypothese, dass die Neurogenese gleichrangig
mit der Angiogenese abläuft.
-
Es
ist bemerkenswert, dass die humanen fatalen ZNS-SC-Kandidaten im
Anschluss an die Injektion in die lateralen Ventrikel von neonatalen
Mäusen
anwachsen und sich im ganzen Mausgehirn ausbreiteten. Dies ist eine
Stufe fortlaufenden Neurogenese in der Maus, obwohl das Ausmaß, mit dem
sich diese Zellen verteilen, größer ist
als man erwarten würde.
Insbesondere wurden humane Zellen benachbart zu den ventrikulären Räumen im
Hippokampus, im zerebralen Kortex, im Corpus callosum sowie in den
zerebellaren Bereichen des Gehirns gefunden (11). Zudem
werden Zellen sowohl in der SVZ (dem Bereich der Selbsterneuerung
und Replikation) und entlang des RMS (dem Bereich der Differenzierung
und Migration) sowie direkt innerhalb des Riechkolbens in und nahe
den Glomeruli olfactorii gefunden. Deshalb fahren die injizierten
humanen ZNS-SC mit den Prozessen der Neurogenese an diesen Stellen
fort.
-
Snyder
et al. demonstrierten unter Verwendung von v-myc-immortalisierten
Maus- und humanen neuralen Zelllinien diese breite („globale") Verteilung von
Zellen (Yandava et al., 96 Proc Natl Acad Sci USA 7029-34 (1999)).
Hier zeigen wir, dass dies nicht nur eine Eigenschaft von myc-immortalisierten
Zellen von muriner Herkunft ist, sondern auch von nicht genetisch
modifizierten humanen ZNS-SC.
-
Im
Gegensatz zur Transplantation mit Teratokarzinomzellen (Trojanowski
et al., 122 Exp Neurol 283-94 (1993)) bilden ZNS-SC keine neoplastischen
oder hyperplastischen Aggregate, auch wenn sie 7 Monate nach Injektion
in eine vollständig
permissive Mikroumgebung getestet werden. Deshalb können ZNS-SC-Zellen Entwicklungs-
und funktionelle Wege zeigen, die humanen neuronalen Systemen, die
nicht durch die Funktionen von Onkogenen modifiziert sind, oder
bereits neoplastisch transformierten Zelllinien inhärent sind.
Die Isolierung von ZNS-SC
bietet mehrere Möglichkeiten
für wissenschaftliche
Entdeckungen: (i) um die Linien direkt zu beschreiben, die von Zellen
an einer bestimmten Stufe oder Differenzierung stammen; (ii) um
ein Genexpressionsprofil von ZNS-SC und ihren unmittelbaren Abwärtsnachkommen
in vitro oder in vivo zu erhalten; (iii) um zu testen, ob spezifische
Genmodifikationen der Zellen ihr Anwachsen, ihre Migration, Differenzierung
und/oder funktionelle Integration ermöglichen. Die Isolierung von
humanen ZNS-Stammzellen ermöglicht
die Transplantation dieser Zellen bei Mausanaloga von humanen Krankheiten
als präklinische
Tests für
ihre Transplantierbarkeit, Differenzierungsfähigkeit und das Fehlen von
Tumorigenese, wobei solch eine Transplantation keinen Teil der Erfindung
bildet.