DE600678C - Verfahren zur Herstellung von klaren Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von klaren Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten

Info

Publication number
DE600678C
DE600678C DEI31698D DEI0031698D DE600678C DE 600678 C DE600678 C DE 600678C DE I31698 D DEI31698 D DE I31698D DE I0031698 D DEI0031698 D DE I0031698D DE 600678 C DE600678 C DE 600678C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
urea
production
clear
condensation products
formaldehyde
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI31698D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Walter Von Knilling
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEI31698D priority Critical patent/DE600678C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE600678C publication Critical patent/DE600678C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G12/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08G12/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes
    • C08G12/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds
    • C08G12/10Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds with acyclic compounds having the moiety X=C(—N<)2 in which X is O, S or —N
    • C08G12/12Ureas; Thioureas

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von klaren Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten Es wurde gefunden, daß man in einfacher Weise zu klaren Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten gelangt, wenn man ein Gemisch von Harnstoff und festen Polymeren des Formaldehyds unter Zusatz von den Schmelzpunkt herabsetzenden Salzen, wie Natriumacetat, Borax usw., oder geringen Mengen schwacher Alkalien in Abwesenheit von Lösungsmitteln einem Schmelzprozeß mit nachfolgendem Härten unterwirft. Man erhält hierbei klare, farblose Schmelzen, die beim Härten feste, glasklare Massen liefern. Die Bildung derselben wird besonders durch einen Zusatz von Thioharnstoff begünstigt.
  • Bei den bekannten Verfahren zur Herstellung von Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten wird die Kondensation unter Zusatz von Basen in Gegenwart eines Lösungsmittels durchgeführt, das nach der Kondensation entfernt werden muß. Dies gelingt selbst durch Vakuumdestillation nicht quantitativ, denn man erhält bei einer bestimmten Konzentration weiche, gelatinierende Zwischenprodukte, die erst durch ein langes, umständliches Härtungsverfahren in harte, glasklare oder undurchsichtige Endprodukte übergeführt werden müssen. Bei dem vorliegenden Verfahren erfolgt dagegen die Kondensation unter Ausschluß von Lösungsmitteln, wobei man, da gleichzeitig auch das bei der Kondensation sich bildende Wasser verdampft, eine praktisch wasserfreie Schmelze erhält, die beim Erkalten fest wird. Das nachfolgende weitere Erhitzen dient also nicht zur Entfernung von Wasser, sondern nur zur Härtung und Beendigung der Kondensation. Der Härtungsvorgang nimmt demgemäß nur eine verhältnismäßig kurze Zeit in Anspruch.
  • Es ist auch bereits ein Verfahren bekannt, bei dem Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukte durch einen Schmelzprozeß gewonnen werden. Bei diesem Verfahren verwendet man als Ausgangsstoffe Methylolharnstoffe; die besonders sorgfältig, beispielsweise in Methanol, hergestellt sein müssen, und die nur bei Einhaltung bestimmter Vorsichtsmaßregeln ein klares Produkt ergeben. Zum Unterschied davon geht das vorliegende Verfahren unmittelbar von Harnstoff und den festen Polymeren des Formaldehyds aus. Die zeitraubende und kostspielige Herstellung der Methylolharnstoffe fällt also bei dem neuen Verfahren weg, das trotzdem mit Sicherheit zu glasklaren Produkten führt. Es ist dabei nicht erforderlich, mit einem Überschuß an Aldehyd über das Molverhältnis i : z von Harnstoff : Formaldehyd zu arbeiten, sondern es werden schon bei dem Molverhältnis z : 2 klare Produkte erhalten. . Beispiel i Ein inniges Gemisch von 5o Teilen HarnstOff, 13 Teilen Thioharnstoff, 6o Teilen Trio-xymethylen und i bis 5 Teilen Natriumacetat wird im Ölbad bei 140' etwa 2o Minuten lang erhitzt. Es entsteht eine klare, viscose Schmelze, die in Formen gegossen und im Trockenschrank unter langsamer Temperatursteigerung von 5o auf roo' gehärtet wird. Man erhält so ein glasartiges, farbloses, durchsichtiges Produkt.
  • Beispiel Ein inniges Gemisch von Zoo Teilen Harnstoff, 52 Teilen Thioharnstoff, 2¢o Teilen Trioxymethylen, 6 Teilen Natriumacetat und 2o Teilen Formamid wird im Ölbad bei 140' etwa r g Minuten lang erhitzt, wobei eine Verdickung der Schmelze eintritt. Die in der Hitze zähe Schmelze verwandelt sich beim Erkalten in eine harte, weiße Masse, die fein gepulvert und bei ioo' und einem Druck von etwa 4.oo Atm. i Stunde lang gepreßt eine glasartige, farblose, durchsichtige und vollständig blasenfreie Scheibe liefert. Die anzuwendende Menge Formamid kann zwischen i bis io °1o des Gesamtansatzes und der für die Verpressung der gepulverten Schmelze erforderliche Druck Zoo bis iooo Atm. betragen.
  • Das fein gepulverte Kondensationsprodukt kann u. a. auch als Klebemittel, z._ B. bei der Anfertigung von Furnierhölzern,' verwandt «erden. Man erzielt beispielsweise eine äußerst innige und wasserbeständige Leimung, wenn man eine dünne Schicht des in oben beschriebener Weise erhaltenen, fein gepulverten Kondensationsproduktes zwischen zwei zu leimende Holzflächen streut und hierauf in der Heißpresse bei ioo' preßt. In analoger Weise kann man mit Hilfe des beschriebenen Kondensationsproduktes auch Glasplatten aneinanderkleben. Diese bilden dann eine vollkommen durchsichtige Scheibe, die insbesondere den Vorzug hat, bei Schlag oder Stoß nicht in zahllose Splitter zu zerspringen, sondern nur Risse zu bekommen. In entsprechender Weise kann das Produkt auch mit anderen Materialien, wie Cellulosefilmen u. dgl., mit Glas oder unter sich zusammengeklebt werden, wobei durchsichtige Massen erhalten werden.
  • Beispiel 3 Ein inniges Gemisch von 6o Teilen Harnstoff, 6o Teilen Trioxymethylen .und i bis 5 Teilen Natriumacetat wird im Ölbad bei 135 bis iqo' etwa 2o Minuten lang erhitzt. Es entsteht eine klare, viscose Schmelze, die in Formen gegossen und im Trockenschrank unter langsamer Temperatursteigerung von 50 auf 8o' gehärtet wird. Man erhält so ein glasartiges, farbloses, durchsichtiges Produkt, das eine schwache Opaleszenz zeigt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von klaren Kondensationsprodukten aus Harnstoff und Formaldehyd, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Gemisch von Harnstoff und festen Polymeren des Formaldehyds unter Zusatz von den Schmelzpunkt herabsetzenden Salzen oder geringen Mengen schwacher Alkalien in Abwesenheit von Lösungsmitteln einem Schmelzprozeß mit nachfolgender Härtung unterwirft. '``'
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch i, 'dadurch gekennzeichnet, daß man Thioharnstoff zusetzt.
DEI31698D 1927-07-17 1927-07-17 Verfahren zur Herstellung von klaren Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten Expired DE600678C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI31698D DE600678C (de) 1927-07-17 1927-07-17 Verfahren zur Herstellung von klaren Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI31698D DE600678C (de) 1927-07-17 1927-07-17 Verfahren zur Herstellung von klaren Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE600678C true DE600678C (de) 1934-07-28

Family

ID=7187948

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEI31698D Expired DE600678C (de) 1927-07-17 1927-07-17 Verfahren zur Herstellung von klaren Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE600678C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE964978C (de) Verfahren und Klebmittel zum Verkleben von nichtporoesen Werkstoffen
DE600678C (de) Verfahren zur Herstellung von klaren Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsprodukten
DE1171606B (de) Verfahren zum Haerten von Phenol-Aldehyd-Kondensaten
DE1569945A1 (de) Streckmittelhaltige Phenolharzklebstoffe
DE739630C (de) Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Celluloseaether in Pulverform
DE673107C (de) Verfahren zum Verkleben von Werkstoffen, insbesondere von Holz
DE579748C (de) Verfahren zur Herstellung haertbarer bzw. gehaerteter Kondensationsprodukte aus Harnstoff, Acetamid und Formaldehyd
DE437533C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten
DE1815897B2 (de) Verfahren zur herstellung von haertbaren copolykondensaten
DE552380C (de) Verfahren zur Herstellung von harten, unloeslichen und unschmelzbaren Oxydationsprodukten
DE533245C (de) Reflektierende Flaeche mit eingebetteten Glasteilchen
DE902311C (de) Verfahren zur Verleimen von Holz und holzaehnlichen Stoffen
DE549112C (de) Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus mehrwertigen Phenolen und Aldehyden
DE534808C (de) Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus Phenolen und Aldehyden
DE492592C (de) Verfahren zur Veredelung rezenter Naturharze
DE529322C (de) Verfahren zur Herstellung von haertbaren harzartigen Kondensationsprodukten aus Phenolen und Kohlehydraten
DE688346C (de) Klebstoff fuer gehaertete Kunstharze
DE598657C (de) Verfahren zur Herstellung von Pressmassen
DE907697C (de) Verfahren zur Herstellung eines waerme- und druckhaertenden Harnstoff-Formaldehyd-Kondensationsproduktes
DE638393C (de) Verfahren zur Herstellung von nicht splitterndem Glas
DE915866C (de) Mehrschichtenglas
DE719694C (de) Klebstoff
AT132399B (de) Verfahren zur Herstellung eines Kunstharzes aus mehrwertigen Phenolen und Carbonylverbindungen.
AT164798B (de) Verfahren zur Herstellung von spaltenausfüllenden Aminoformaldehydklebstoffen
DE2225458A1 (de) Verfahren zur Herstellung intern plastifizierter Phenolharze