-
Uhrarmband Uhrarmbänder, bei welchen die Uhr umklappbar gelagert ist,
sind in verschiedenen Ausführungsarten bereits bekannt. So z. B. gibt es Uhrarmbänder
mit in Bandrichtung angeordneter fester Drehachse, um welche das an Stiftzapfen
gelagerte Uhrgehäuse. um i8o° schwingt. Das Uhrarmband kann entweder mit sichtbarem,
nach außen gerichtetem Zifferblatt oder mit verdecktem, dem Handgelenk zugekehrtem
Zifferblatt getragen werden. Der angestrebte Schutz des Uhrglases, welches in der
umgeklappten Lage der Uhr unmittelbar auf dem Gelenk aufliegt, ist jedoch nur gering,
weil das Uhrglas unmittelbar auf die Handgelenkknochen aufstoßen kann. Diesem Mangel
wurde bei einer anderen Ausführungsart durch Anordnung einer Grundplatte abgeholfen,
an welche das Uhrgehäuse längs einer Außenkante umklappbar angelenkt wurde. Eine
solche Uhr kann aber nur in der geschützten Lage getragen werden und muß jedesmal
umgekippt werden, wenn man die Zeit ablesen will, wozu man also stets die andere
Hand frei haben muß. Es gibt aber auch schon mit einer Grundplatte versehene Vorrichtungen,
bei denen die Uhr nach Wunsch mit sichtbarem oder geschütztem Zifferblatt getragen
werden kann. Diese bestehen aus einem an der Grundplatte angelenkten Rahmen, in
welchem die Uhr frei schwingbar angeordnet ist. Der Rahmen, der mit einem Schloß
mit der Grundplatte verriegelt ist, muß erst entriegelt und dann von der Grundplatte
abgeschwenkt werden, damit das Uhrgehäuse umgedreht werden kann. Diese umständliche
Ausführung wird aber der auf eine zierlich gebaute Armbanduhr gerichteten Forderung
in keiner Weise gerecht.
-
Auf dem Gebiet der kleinen Schmuckzeuguhren gibt es ferner als Anhänger
ausgebildete Uhren, die auch in zwei Stellungen, nämlich mit sichtbarem oder verdecktem
Zifferblatt, getragen werden können. Sie sind in einem U-förmigen verzierten Halter
eingebaut und sind in Führungsschlitzen verschiebbar und umklappbar, jedoch fehlt
eine schützende Grundplatte. In den beiden äußersten Lagen werden sie durch das
Eigengewicht in der jeweiligen Stellung gehalten, wobei in der einen Lage die Uhr
zum größeren Teil außerhalb des Halters sich befindet. Als Uhrarmband ist eine derartige
Anhängeruhr nicht ohne weiteres zu verwenden.
-
Bei dem Uhrarmband gemäß der Erfindung ist die Uhr in einem U-förmigen
Halter mittels in Führungsschlitze greifender Zapfen verschiebbar und um i8o° umklappbar
gelagert.
Zum Schutze des Uhrglases besteht jedoch der Halter aus
einer Grundplatte und zwei die Führungsschlitze tragenden Seitenwangen. An beiden
Seitenwänden des Uhrgehäuses sind je ein Führungszapfen und ein Schnappriegel symmetrisch
angeordnet, von denen die in den Führungsschlitzen der Seitenwangen gleitenden Zapfen
entsprechend der jeweiligen Klappstellung der Uhr an dein einen oder anderen Ende
der Schlitze einschnappen, derart, daß das Uhrgehäuse in beiden Klappstellungen
im Halter lösbar festgehalten wird.
-
Vorzugsweise ist die Innenfläche der Grundplatte in Richtung der Seitenwangen
muldenförmig gekrümmt, wobei dann die Führungsschlitze in den Seitenwangen sowie
die Ober- und Unterseite des Uhrgehäuses eine entsprechende Krümmung bzw. Ausbauchung
erhalten, damit sich das Uhrgehäuse beim Verschieben im Halter etwas emporhebt und
somit zwecks Umklappung bequem erfaßt werden kann.
-
Das Umklappen in den V erschiebungsendlagen wird durch längs den freien
rändern der Grundplatte angeordnete, im Querschnitt kreisförmige Rinnen erleichtert,
in welchen sich das Uhrgehäuse mit einer entsprechend gewölbten Stirnfläche beim
Umklappen dreht.
-
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes;
es zeigen Fig. i bis 7 die Uhr in den Endstellungen und in verschiedenen Zwischenstellungen
während des Umlegens, Fig.8 den am Uhrgehäuse sitzenden Führungszapfen, Fig. 9 den
am Halter angeordneten Führungsschlitz mit der napfartigen -,#-ertiefung am Ende.
-
Das Uhrarmband weist ein Uhrgehäuse i und einen U-förmig ausgebildeten
Halter :2 auf. Dieser besteht aus einer Grundplatte 3 und zwei Seitenwangen q.,
die außen mit kleinen Barren 5 zur Aufnahme des nicht dargestellten Bandes versehen
sind.
-
Die Seitenwanäenrsir_d mit an sich bekannten Führungsschlitzen 6 zur
Aufnahme von am Uhrgehäuse sitzenden, federnd gelagerten Zapfen 7 versehen.
-
Die Schlitze 6 sind gekriimmt, gleichlaufend mit einer inuldenförinigen
Krümmung 8 (Fig. 3 und 9) der Grundplatteninnenfläche, welcher auch die Ausbeutung
9 (Fig. 3 und 6) der Ober- und Unterseite des Uhrgehäuses entspricht.
-
Die freien Ränder der Grundplatte besitzen je eine im Ouerschnitt
kreisförmige Rinne io, während- die dem Zapfen 7 benachharte Stirnwand ii des Uhrgehäuses
eine der Rinne io entsprechende Wölbung aufweist, derart, daß die Zapfen 7 in der
Wölbungsachse liegen, wobei die Führungen 6 jeweils auf der geometrischen Achse
der Rinnen io enden, und zwar in annähernd konischen, zu diesen Achsen konzentrisch
liegenden Vertiefungen 12, denen eine entsprechend konische Ausbildung der Wurzel
13 (Fig. 8) der federnd gelagerten Zapfen 7 entspricht.
-
An sich bekannte, federnd gelagerte Kügelchen oder Schnappriegel 14
des Uhrgehäuses ergänzen die Vorrichtung; sie liegen auf den flachen, die Zapfen
7 tragenden Seiten des Uhrgehäuses derart, daß der jeweilige Abstand von Achse zu
Achse eines Zapfens und des 'entsprechenden Riegels dem Abstand zwischen den geometrischen
Achsen der Rinnen io, also auch der Vertiefungen 12 entspricht.
-
Die Aufziehkrone 15 liegt auf der der gewölbten Stirnseite i i gegenüberliegenden
Stirnseite, welche aus ästhetischen Gründen gleichfalls gewölbt ist.
-
Liegt die7Uhr in der sichtbaren oder ungeschützten verriegelten Lage
der Fig. i, so liegen die konischen Zapfenwurzeln 13 in den gegenüberliegenden Vertiefungen
12, während die Kügelchen 1.4 in die zwei freien, am anderen Ende der Führungsschlitze
befindlichen Vertiefungen eingeschnappt sind. Die untere ausgebauchte Seite des
Uhrgehäuses i schmiegt sich dann an die innere muldenförmige Krümmung S der Haltergrundplatte
3 an.
-
Soll- die Uhr in die geschützte Lage gemäß Fig.5 verschwenkt werden,
so verfährt man wie folgt: Das Gehäuse i wird in Richtung des Pfeiles 16 im Halter
über die Lage gemäß Fig. 2 bis in die Verschiebungsendlage geinaß Fig. 3 verschoben.
Wegen der Grundplatten- und Uhrgehäusekrümmung bzw. Ausbauchung sowie der entsprechenden
Krümmung der Schlitze 6 hebt sich dabei das Gehäuse etwas vom Handgelenk ab, zum
Zweck, daß es bequem erfaßt werden kann. Das Gehäuse wird dann in Richtung der Pfeile
17 in Fig.3 und q. um die in die Schlitzerweiterungen eingeschnappten Zapfen v erschwenkt.
-
Diese Bewegung kann nur in der Endlage erfolgen, weil nur in dieser
Lage die gewölbte Stirnseite i i des Gehäuses sich in der entsprechenden Rinne io
drehen kann.
-
Durch Drücken in Richtung des Pfeiles iS in Fig. bringt man die Kügelchen
der Verriegelung zum Einschnappen in die gegenüberliegenden unbesetzten Schlitzerweiterungen.
Die Uhr befindet sich jetzt in der geschützten Lage und ist verriegelt.
-
Um das Uhrgehäuse in die ursprüngliche Lage gemäß Fig. i zurückzuführen,
wird das Gehäuse in Richtung des Pfeiles 19 in Fig. 5
verschoben,
dann in Richtung des Pfeiles :2o in Fig. 6 und 7 verschwenkt und schließlich in
die Verriegelungsstellung gedrückt.