DE60104006T2 - Verfahren zur aufrechterhaltung der thermischen balanz in einer fcc anlage - Google Patents

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    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
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    • C10G11/14Catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils with preheated moving solid catalysts
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Description

  • GEBIET DER ERFINDUNG
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufrechterhalten des Wärmegleichgewichts in einer kontinuierlichen katalytischen Wirbelbett-Crackanlage. Speziell betrifft die Erfindung ein Verbrennungssteuerungsverfahren, das das Wärmegleichgewicht aufrechterhalten oder wiederherstellen kann, indem unter geeigneten Bedingungen Brennstoff und ein sauerstoffhaltiges Gas in eine Überführungsleitung geleitet werden. Die Überführungsleitung führt Ausfluss einschließlich Katalysator und Verbrennungsprodukten zu einer Zone, in der Katalysator von dem Ausfluss abgetrennt und in das Verfahren zurückgegeben wird.
  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • In einer kontinuierlichen katalytischen Crackanlage auf Basis aufgewirbelter Feststoffe, wie einer katalytischen Wirbelschicht- ("FCC")-Crackanlage, wird fließender heißer regenerierter Katalysator zu der Basis eines Einsatzmaterialsteigrohrs geführt. Ein Einsatzmaterial wie Naphtha, Gasöl, Resid, Schweröl und Mischungen davon wird in das Einsatzmaterialsteigrohr an einem Punkt stromabwärts von der Steigrohrbasis injiziert. In der Regel endet das stromabwärts liegende Ende des Einsatzmaterialsteigrohrs in einem Reaktorgefäß. Gecracktes Produkt wird als Kopfprodukt aus dem Reaktorgefäß genommen, und verbrauchter Katalysator, der adsorbierte Kohlenwasserstoffe wie Koks enthält, gelangt durch einen Strippbereich in das Reaktorgefäß und dann durch eine Überführungsleitung in ein Regeneratorgefäß. Koks wird von dem verbrauchten Katalysator in der sauerstoffreichen Umgebung des Regenerators abgebrannt, um den Katalysator aufzuheizen und zu reaktivieren. Wenn die durch die Verbrennung des Koks in dem Regenerator zugeführte Wärme gleich der Wärme, die durch die Reaktionsendotherme abgeleitet wird, der fühlbaren Wärme für die Prozessströme, der latenten Verdampfungswärme, wenn flüssige Prozessströme eingebracht werden, und der Wärmeverluste ist, wird gesagt, dass sich die Anlage im Wärmegleichgewicht befindet.
  • Während Koks in konventionellen FCC-Verfahren zum Aufheizen des Katalysators während der Regeneration erforderlich ist, kann die Menge an Koks, die auf dem Katalysator gebildet wird, beispielsweise durch Betriebsparameter und Wahl des Einsatzmaterials begrenzt sein. Es mag vom Betriebsablauf her erwünscht sein, die produzierte Koksmenge zu begrenzen, um die Menge an Kohlenstoff zu erhöhen, die in dem Prozess zur Bildung wertvollerer Produkte (im Allgemeinen mit niedrigerem Molekulargewicht) zur Verfügung steht. Zudem kann in dem Reaktionsprozess gebildeter Koks unerwünschte Schwefel- und Stickstoffspezies enthalten, was zu erhöhten Kosten zur Erfüllung von Umweltauflagen führt.
  • Außerdem verwenden einige FCC-Verfahren Einsatzmaterialien, die zu weniger Koksbildung auf dem Katalysator führen. Wenn das Einsatzmaterial der Anlage beispielsweise Naphtha oder ein höher siedendes Einsatzmaterial enthält, das scharfem Hydrotreating unterzogen worden ist, wird wesentlich weniger Koks auf dem Katalysator gebildet, was dazu führt, dass weniger Wärme durch Abbrennen des Koks in dem Regenerator produziert wird. Solche Einsatzmaterialien beeinflussen die Wärmebilanz der Anlage daher nachteilig.
  • Es ist zusätzliche Wärme erforderlich, wenn Faktoren wie die Betriebsbedingungen oder Wahl des Einsatzmaterials zu unzureichender Koksverbrennung führen, um die Anlage im Wärmegleichgewicht zu halten. Betriebsarten außerhalb des stationären Zustands, wie sie insbesondere während des Hochfahrens vorliegen, erfordern zusätzliches Heizen zum Wiederherstellen oder Aufrechterhalten des Wärmegleichgewichts, selbst in Fällen, wenn normalerweise während des Betriebs ausreichend Koks vorhanden ist.
  • Ein konventionelles FCC-Verfahren, um dem Katalysator zusätzliche Wärme zur Verfügung zu stellen, beinhaltet das Injizieren eines Brennstoffs wie Fackelöl in die sauerstoffreiche Umgebung innerhalb des Regenerators (siehe US-A-3 966 587). Fackelöl, das FCC-Einsatzmaterial oder davon abgeleitet sein kann, verbrennt in dem Regenerator unter Verbrennungsbedingungen, die mindestens stöchiometrisch (oder magerer) sind. Leider führt das Verbrennen von Fackelöl zu hohen örtlich begrenzten Regeneratortemperaturen und kann beispielsweise zu mechanischen Schäden an der FCC-Anlage, Katalysatordeaktivierung, Katalysatorzersetzung und Kombinationen davon führen.
  • In einem anderen konventionellen Verfahren wird Wärme bereitgestellt, indem der verbrauchte Katalysator mit einem flüssigen Brennstoff kontaktiert und gemischt wird, bevor der verbrauchte Katalysator in den Regenerator eintritt (US-A-3 966 587). Der flüssige Brennstoff brennt dann auf dem Katalysator in dem Regenerator. Leider können während der Regeneration übermäßige Katalysatortemperaturen resultieren, insbesondere in den sauerstoffreichsten Abschnitten des Regenerators. Obwohl es mitunter erwünscht ist, während der Regeneration eine erhebliche Menge CO zu produzieren, führen solche Verfahren in der Regel außerdem zu vollständiger Verbrennung des Brennstoffs zu CO2.
  • In noch einem weiteren konventionellen Verfahren werden verbrauchter Katalysator, frisch regenerierter Katalysator, Brennstoff und Luft in eine Mischzone geführt, die zu dem Regenerator führt, um die Katalysatorzirkulation zu steuern (siehe US-A-4 283 273). Obwohl das Verfahren dazu führt, dass der FCC-Anlage Wärme zugeführt wird, treten Katalysatortemperaturen bis zu 871°C (1600°F) auf.
  • Es besteht somit ein Bedarf nach verbesserten Verfahren zum Aufrechterhalten oder Wiederherstellen des Wärmegleichgewichts in einer katalytischen Wirbelbett-Crackanlage, die nicht zu übermäßigen Katalysatortemperaturen führen und die die Menge an CO in dem Regenerator regulieren.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • In einer Ausführungsform ist die Erfindung ein katalytisches Wirbelbett-Crackverfahren, das die kontinuierlichen Stufen aufweist:
    • (a) Leiten eines Kohlenwasserstoff enthaltenen Einsatzmaterialstroms zu einer Reaktionszone, wo das Einsatzmaterial eine Quelle für heißen regenerierten Katalysator kontaktiert, um mindestens gecrackte Produkte und verbrauchten Katalysator zu bilden;
    • (b) Leiten der gecrackten Produkte und des verbrauchten Katalysators in eine Trennzone und Abtrennen des verbrauchten Katalysators;
    • (c) Leiten des verbrauchten Katalysators in ein stromaufwärts liegendes Ende einer Überführungsleitung;
    • (d) Leiten eines Brennstoffs und eines sauerstoffhaltigen Gases unabhängig zu einem oder mehreren Punkten entlang der Überführungsleitung und Verbrennen des Brennstoffs und des Sauerstoffs in der Überführungsleitung unter Bildung von Ausfluss, der den heißen regenerierten Katalysator enthält, der am stromabwärts liegenden Ende der Überführungsleitung eine Temperatur von 649 bis 760°C (1200 bis 1400°F) aufweist;
    • (e) Abtrennen des heißen regenerierten Katalysators aus dem Ausfluss der Überführungsleitung und anschließendes
    • (f) Leiten des heißen regenerierten Katalysators zu Stufe (a).
  • Vorzugsweise hat der verbrauchte Katalysator eine Temperatur im Bereich von etwa 482 bis 635°C (900 bis 1175°F), insbesondere etwa 482 bis 621°C (900 bis 1150°F) und besonders bevorzugt etwa 482 bis 593°C (900 bis 1100°F). Der heiße regenerierte Katalysator hat eine Temperatur im Bereich von etwa 649 bis 760°C (1200 bis 1400°F), vorzugsweise 649 bis 704°C (1200°F bis 1300°F) und insbesondere 677 bis 696°C (1250°F bis 1285°F).
  • In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Überführungsleitung eine Zonen aufweisende Überführungsleitung, und weist mindestens eine erste Zone, eine dritte Zone stromabwärts von der ersten Zone und eine dazwischen befindliche zweite Zone auf. Vorzugsweise wird mindestens ein Teil des sauerstoffhaltigen Gases und des Brennstoffs in der ersten Zone unter Bildung von CO verbrannt, und mindestens ein Teil des CO wird in der zweiten Zone und der Zone/den Zonen stromabwärts der zweiten Zone unter Bildung von CO2 oxidiert. Insbesondere wird mindestens ein Teil des sauerstoffhaltigen Gases und der Brennstoffs unter substöchiometrischen Bedingungen in den Zonen stromabwärts von der ersten Zone verbrannt, um CO zu bilden, und mindestens ein Teil des CO wird in den Zonen stromabwärts der zweiten Zone oxidiert, um CO2 zu bilden.
  • In einer anderen bevorzugten Ausführungsform wird der Brennstoff in die erste Zone geleitet, und das sauerstoffhaltige Gas wird mindestens in die zweite und dritte Zone geleitet. Mindestens ein Teil des sauerstoffhaltigen Gases und des Brennstoffs wird unter Partialoxidationsbedingungen in den Zonen stromabwärts von der ersten Zone verbrannt, um CO zu bilden, und mindestens ein Teil des CO in der Zone/den Zonen stromabwärts von der zweiten Zone wird oxidiert, um CO2 zu bilden.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird das sauerstoffhaltige Gas in die erste Zone geleitet und der Brennstoff wird in die Zonen stromabwärts von der ersten Zone geleitet. Die Menge und Verteilung des Brennstoffs wird reguliert, um verteilte Verbrennung entlang der Überführungsleitung zu liefert, die zu örtlich begrenzten Temperaturen in der Überführungsleitung führt, die unter der Katalysatordeaktivierungstemperatur liegen.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • 1 ist ein vereinfachtes Schema eines katalytischen Wirbelschicht-Crackverfahrens, das in dem erfindungsgemäßen Verfahren brauchbar ist.
  • 2 zeigt schematisch ein bevorzugtes Luftsteigrohr, das tiefgezogen ist, um ein gewünschtes Geschwindigkeitsprofil zu liefern, wenn Luft und Brennstoff entlang dem Steigrohr zugefügt werden.
  • 3 ist ein Modell des Temperaturprofils entlang der Überführungsleitung gemäß Beispiel 1.
  • 4 illustriert ein gemessenes Temperaturprofil entlang der Überführungsleitung gemäß Beispiel 2.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
  • Die Erfindung basiert auf der Feststellung, dass das Wärmegleichgewicht in einer koksbegrenzten FCC-Anlage wiederhergestellt werden kann, indem unabhängig ein Brennstoff und ein sauerstoffhaltiges Gas an einem oder mehreren Punkten zwischen dem Reaktor und dem Regenerator in die Überführungsleitung geleitet werden. Wenn die Menge und Temperatur des Brennstoffs, der Luft und des Katalysators reguliert werden, um Selbstzündung des Brennstoffs in der Massenphase der Überführungsleitung hervorzurufen, findet verteilte Verbrennung des Brennstoffs in der Überführungsleitung statt, so dass dem Katalysator Wärme zugeführt wird. Die Wärmebilanz der Anlage kann demzufolge wiederhergestellt werden. Die Beseitigung eines definierten Bereichs mit übermäßiger Temperatur, der durch eine örtlich begrenzte Verbrennungszone hervorgerufen wird, führt zu wesentlich verringerter Katalysatordeaktivierung.
  • Zusätzlich zum Aufrechterhalten oder Wiederherstellen der Wärmebilanz liefert die Erfindung auch verbesserte Betriebssteuerung und Flexibilität von Parametern wie Temperatur und Rauchgaszusammensetzung in der Überführungsleitung, um die Katalysatorregeneration sowie den Oxidationszustand und Effekte von Verunreinigungsmetallen zu optimieren. Die Erfindung kann zudem auf eine konventionelle FCC-Anlage als Ersatz für Fackelölfeuerung angewendet werden, um die mit hohen Katalysatorersatzraten verbundenen wirtschaftlichen Nachteile, niedrigen Ausbeuten und unerwünschten Produktselektivitäten zu mindern, die aus der Deaktivierung des Katalysators resultieren. Die Erfindung ermöglicht zudem Flexibilität in der Brennstoffzusammensetzung, so dass entweder Gas oder flüssige Brennstoffe mit verringerter Umweltbelastung, wie schwefelarme Brennstoffe, verwendet werden können, um potentielle Abgasemissionen aus der Anlage zu verringern, ohne den Katalysator zu deaktivieren.
  • 1 ist ein vereinfachtes Schema eines katalytischen Wirbelschichtcrackverfahrens, das zur Beschreibung der Erfindung brauchbar ist. Eine FCC-Anlage 200 ist somit gezeigt, die eine katalytische Crackreaktoranlage 202 und eine Regenerationsanlage 204 aufweist. Anlage 202 schließt ein Einsatzmaterialsteigrohr 206 ein, dessen Inneres die Reaktionszone umfasst, deren Beginn als 208 angegeben ist. Sie schließt auch eine Dampf-Katalysator-Entmischungszone 210 und eine Strippzone 212 ein, in der eine Vielzahl von Prallkörpern 214 enthalten sind, die in Form von Gruppen von Metall-"Dächern" vorliegen, die an Hausdächer mit Gefälle erinnern. Ein geeignetes Strippmittel wie Wasserdampf wird über Leitung 216 in die Strippzone eingebracht. Überführungsleitung 218 führt die gestrippten verbrauchten Katalysatorteilchen zu Regenerationsanlage 204. In einer Ausführungsform der Erfindung werden Luft und Brennstoff an einem oder mehreren Punkten zwischen der Strippzone und dem Regenerator in die Überführungsleitung injiziert.
  • Ein vorgeheiztes FCC-Einsatzmaterial wird über Leitung 220 in die Basis von Steigrohr 206 an Einsatzmaterialinjektionspunkt 224 der katalytischen Wirbelschicht-Crackreaktoranlage 202 geleitet. Wasserdampf kann über Leitung 222 in die Einsatzmaterialinjektionseinheit injiziert werden. Wie nachfolgend beschrieben wird, enthält das Einsatzmaterial Kohlenwasserstoff wie Naphtha, Vakuumgasöl (VGO), Schweröl, Resid-Fraktionen und Mischungen davon. Die zerstäubten Tröpfchen des heißen Einsatzmaterials werden mit Teilchen des heißen regenerierten Crackkatalysators in dem Steigrohr kontaktiert. Dies verdampft das Einsatzmaterial und crackt es katalytisch zu leichteren, niedriger siedenden Fraktionen, einschließlich Fraktionen im Benzinsiedebereich (in der Regel 37,8 bis 204°C (100 bis 400°F)) sowie höher siedendem Dieselkraftstoff und dergleichen. Konventioneller FCC-Katalysator kann verwendet werden, wie eine Mischung aus Siliciumdioxid und Aluminiumoxid, die eine Zeolith-Molekularsieb-Crack-Komponente enthält. Solche Katalysatoren zeigen eine gewisse Deaktivierung bei Temperaturen von etwa 704°C (1300°F) und höher und werden bei Temperaturen oberhalb von 760°C (1400°F) als in unerwünschter Weise deaktiviert angesehen. Die katalytischen Crackreaktionen beginnen, wenn das Einsatzmaterial den heißen Katalysator in dem Steigrohr an dem Einsatzmaterialinjektionspunkt 224 kontaktiert, und läuft weiter, bis die Produktdämpfe von dem verbrauchten Katalysator in dem oberen oder Entmischungsabschnitt 210 des katalytischen Crackers abgetrennt werden. Die Crackreaktion setzt nicht strippbares kohlenstoffartiges oder kohlenstoffhaltiges Material zusammen mit strippbarem kohlenwasserstoffhaltigem oder kohlenwasserstoffartigem Material ab, das auf dem Katalysator adsorbiert ist, kollektiv als Koks bekannt. Solcher kokshaltiger Katalysator wird üblicherweise als verbrauchter Katalysator bezeichnet. Verbrauchter Katalysator kann gestrippt werden, um strippbares kohlenwasserstoffhaltiges oder kohlenwasserstoffartiges Material zu entfernen und zurückzugewinnen, und dann durch Abbrennen des restlichen Koks in dem Regenerator regeneriert werden. Wie erörtert wurde, können einige Einsatzmaterialauswahlen, Betriebsbedingungen und Kombinationen davon zu unzureichender Koksbildung führen, um das Wärmegleichgweicht der Anlage zu liefern oder aufrechtzuerhalten. In einer bevorzugten Ausführungsform wird das Wärmegleichgewicht durch die verteilte Verbrennung eines Brennstoffs unter geeigneten Bedingungen in der Überführungsleitung wieder hergestellt oder aufrechterhalten.
  • Wie in 1 gezeigt ist, kann Reaktionsanlage 202 demnach Zyklone (nicht gezeigt) in dem Entmischungsabschnitt 210 enthalten, die sowohl die gecrackten Kohlenwasserstoffproduktdämpfe als auch die gestrippten Kohlenwasserstoffe (als Dämpfe) von den verbrauchten Katalysatorteilchen trennen. Die Kohlenwasserstoffdämpfe gelangen durch den Reaktor nach oben und werden über Leitung 226 abgezogen. Die Kohlenwasserstoffdämpfe können zu einer Destillationsanlage (nicht gezeigt) geleitet werden, die den kondensierbaren Anteil der Dämpfe zu Flüssigkeiten kondensiert und die Flüssigkeiten zu getrennten Produktströmen fraktioniert. Die verbrauchten Katalysatorteilchen fallen herunter in Strippzone 212, wo sie ein Strippmedium wie Wasserdampf kontaktieren, das über Leitung 216 in die Strippzone eingespeist wird, und das strippbare kohlenwasserstoffhaltige oder kohlenwasserstoffartige Material als Dämpfe entfernt, das während der Crackreaktionen auf dem Katalysator abgesetzt wird. Diese Dämpfe werden zusammen mit den anderen Produktdämpfen über Leitung 226 abgezogen. Die Prallkörper 214 verteilen die Katalysatorteilchen gleichförmig über die Breite der Strippzone oder des Strippers und minimieren internen Rückfluss oder Rückvermischung von Katalysatorteilchen in der Strippzone.
  • Die verbrauchten gestrippten Katalysatorteilchen werden durch Überführungsleitung 218 von dem unteren Bereich der Strippzone entfernt und über die Überführungsleitung in Wirbelbett 228 in Gefäß 204 geleitet, wo sie mit Luft oder anderem Verwirbelungsmedium nach Bedarf kontaktiert werden können, wobei sie über Leitung 240 in das Gefäß eintreten. In Ausführungsformen, in denen unvollständige Katalysatorregeneration in der Überführungsleitung stattfindet, kann das Gefäß 204 als Regenerator wirken, um den Katalysator vollständig zu regenerieren, bevor er in die Reaktionszone zurückgegeben wird. In solchen Fällen wird der Katalysator unter FCC-Regenerationsbedingungen in Gefäß 204 regeneriert. In Fällen, wo der Kata lysator in der Überführungsleitung vollständig regeneriert wird, dient Gefäß 204 zum Abtrennen von heißem regeneriertem Katalysator zur Rückgabe in die Reaktionszone.
  • Wie erörtert wurde, wird der gestrippte Katalysator aufgeheizt und in dem Bereich der Überführungsleitung 218 von ihrem unteren Punkt zwischen der Reaktoranlage bis zu dem Punkt, an dem die Überführungsleitung in das Gefäß 204 eintritt, mindestens teilweise regeneriert. Brennstoff und ein sauerstoffhaltiges Gas werden zu der Überführungsleitung geleitet, und die Mengen und Injektionsstellen werden jeweils geregelt, um die verteilte Verbrennung des Brennstoffs in der Überführungsleitung zu liefern, um den Katalysator aufzuheizen und mindestens partiell zu regenerieren.
  • Ein Ausfluss, der verwirbelten Katalysator und Verbrennungsprodukte enthält, strömt durch das stromabwärts liegende Ende der Überführungsleitung in eine Trennzone, die in 1 beispielhaft durch Gefäß 204 gezeigt ist, wo regenerierter und aufgeheizter Katalysator von dem Ausfluss getrennt und in die Reaktionszone zurückgegeben werden kann. Wenn der Katalysator in den Überführungsleitungen nicht vollständig regeneriert wird, d. h. wenn er mehr als die gewünschte Koksmenge für den in der Reaktionszone verwendeten Katalysator trägt, kann die Trennzone (Gefäß 204) als konventioneller FCC-Regenerator wirken, um die Regeneration des Katalysators abzuschließen. Wenn Luft als das Verwirbelungsmedium in dem Regenerator verwendet wird, kann demnach jeglicher Koks, der auf dem Katalysator verbleibt, oxidiert oder abgebrannt werden, um die Katalysatorteilchen zu regenerieren, und, während dies geschieht, das Aufheizen der Teilchen bis auf eine Temperatur zu vervollständigen, die in der Regel im Bereich von 510 bis 760°C (950 bis 1400°F) liegt. Gefäß 204 kann Zyklone (nicht gezeigt) oder irgendwelche anderen Mittel enthalten, die heiße regenerierte Katalysatorteilchen von den gasförmigen Verbrennungsprodukten (Rauchgas) abtrennen, die hauptsächlich CO2, CO, H2O und N2 enthalten, und die regenerierten Katalysatorteilchen mittels Tauchrohren (nicht gezeigt), wie Fachleuten bekannt ist, nach unten in das Katalysatorwirbelbett 228 zurückspeisen. Das Wirbelbett 228 kann auf einem Gasverteilungsgitter gehalten werden, das schematisch als gestrichelte Linie 244 dargestellt ist. Die heißen regenerierten Katalysatorteilchen in dem Wirbelbett fließen über das Wehr 246, das durch den oberen Bereich eines Trichters 248 gebildet ist, der an seinem unteren Bereich mit dem oberen Bereich eines Fallrohrs 250 verbunden ist. Der untere Bereich des Fallrohrs 250 geht in eine Überführungsleitung 252 für regenerierten Katalysator über. Die überfließenden regenerierten Teilchen fließen durch den Trichter und das Fallrohr abwärts in die Überführungsleitung 252, die sie zurück in die Steigrohrreaktionszone leitet, in der sie das heiße Einsatzmaterial kontaktieren, das aus dem Einsatzmaterialinjektor in das Steigrohr eintritt. Das Rauchgas wird über Leitung 254 aus dem oberen Bereich des Regenerators entfernt.
  • Der verbrauchte Katalysator hat vorzugsweise eine Temperatur im Bereich von etwa 482 bis 635°C (900 bis 1175°F), insbesondere etwa 482 bis 621°C (900 bis 1150°F) und besonders bevorzugt etwa 482 bis 593°C (900 bis 1100°F). Vorzugsweise hat der heiße regenerierte Katalysator eine Temperatur im Bereich von 649 bis 760°C (1200 bis 1400°F), insbesondere etwa 649 bis 704°C (1200 bis 1300°F) und bevorzugter 677 bis 696°C (1250°F bis 1285°F).
  • Die Menge des sauerstoffhaltigen Gases wird vorzugsweise in Zonen reguliert, die eine erhebliche Menge unverbrannten Brennstoffs enthalten, um substöchiometrische Verbrennungsbedingungen zu liefern. Die Menge des sauerstoffhaltigen Gases in Zonen, die eine erhebliche Menge CO enthalten, wird reguliert, um Bedingungen zu liefern, die in Abhängigkeit von der Menge an unverbranntem Brennstoff in der Zone substöchiometrische, stöchiometrische und superstöchiometrische Verbrennungsbedingungen einschließen. Im Allgemeinen sind substöchiometrische Bedingungen bevorzugt, wenn die Zone eine wesentliche Menge an unverbranntem Brennstoff enthält, und superstöchiometrische Bedingungen sind bevorzugt, wenn die Zone wenig oder keinen unverbrannten Brennstoff enthält. In anderen Worten sind die substöchiometrischen Bedingungen um so bevorzugter, je größer die Menge an unverbranntem Brennstoff in der Zone ist. Substöchiometrische Verbrennungsbedingungen werden mitunter als "Partialoxidations"-Bedingungen bezeichnet, weil die Verbrennungsprodukte eine erhöhte Menge CO und eine verringerte Menge CO2 enthalten.
  • 2 illustriert bevorzugte Ausführungsformen für die Überführungsleitung in dem Bereich von ihrem unteren Punkt zwischen der Reaktoranlage bis zu dem Punkt, wo die Überführungsleitung in die Trennzone 204 eintritt. Wie gezeigt ist, werden Brennstoff und Luft an einem oder mehreren Punkten entlang der Überführungsleitung injiziert, um verteilte Verbrennung des Brennstoffs entlang der Überführungsleitung zu liefern.
  • In einer ersten Ausführungsform wird die Gesamtmenge des Brennstoffs, die zum Aufrechterhalten oder Wiederherstellen der Wärmebilanz erforderlich ist, an einem Punkt nahe der Basis des Steigrohrs durch eine Brennstoffleitung und einen oder mehrere Injektoren injiziert, die sich an Punkt (1) befinden. Es wird in den stromabwärts liegenden Bereich der Überführungsleitung kein weiterer Brennstoff injiziert. Ein aufgeheiztes sauerstoffhaltiges Gas wird an einem oder mehreren Punkten zwischen dem Brennstoffinjektionspunkt und dem strom abwärts liegenden Ende der Überführungsleitung in die Überführungsleitung injiziert. Das bevorzugte sauerstoffhaltige Gas ist Luft, und der Bequemlichkeit halber wird die Erfindung nachfolgend mit Luft als sauerstoffhaltiges Gas beschrieben; es sei jedoch darauf hingewiesen, dass jegliches sauerstoffhaltige Gas, das zur Brennstoffverbrennung geeignet ist, verwendet werden kann. Der Bereich zwischen dem Brennstoffinjektionspunkt und dem am weitesten stromaufwärts liegenden Luftinjektionspunkt wird als die erste Zone bezeichnet und sollte eine ausreichende Länge haben, um gründliches Mischen des Brennstoffs und des Katalysators zu liefern. Die Anzahl und Position der Luftinjektionspunkte reguliert die Brennstoffverbrennung und definiert die verbleibenden Zone der Überführungsleitung.
  • In der ersten Ausführungsform wird Luft an zwei oder mehr Punkten stromabwärts von dem Brennstoffinjektionspunkt der Überführungsleitung zugeführt. Die Luftmenge und -temperatur werden eingestellt, um Brennstoffanforderungen zu verringern, die O2-Konzentration an den Luftinjektionspunkten abzusenken und die Lufttemperatur oberhalb der Selbstzündungstemperatur des Brennstoffs zu halten. Insbesondere wird die Temperatur der Luft etwa 93 bis 149°C (200°F bis 300°F) oberhalb der Selbstzündungstemperatur des Brennstoffs gehalten. Die Lufttemperatur und O2-Konzentration können durch direkte, in der Leitung erfolgende Verbrennung des Brennstoffs außerhalb des Verfahrens eingestellt werden. Die Lufttemperatur wird demnach vor der Injektion in die Überführungsleitung vorzugsweise auf eine Temperatur im Bereich von 621°C bis 760°C (1150°F bis 1400°F) eingestellt.
  • In der ersten Ausführungsform reguliert die Luftmenge, die an dem ersten (am weitesten stromaufwärts liegenden) Luftinjektionspunkt injiziert wird, die Brennstoff-Luft-Mischung in der zweiten Zone des Steigrohrs. Die Länge einer Zone kann festgelegt werden, indem die Endgleichgewichtstemperatur berechnet wird, die aus der Menge an Brennstoff, CO und Luft resultiert, die in dem stromaufwärts liegenden Ende der Zone vorhanden sind. Die Länge der Zone wird so gewählt, dass ein Zonenausfluss mit einer Durchschnittstemperatur von etwa 75 des berechneten Gleichgewichtswert geliefert wird. Vorzugsweise liefert die Menge der in die zweite Zone injizierten Luft eine substöchiometrische Menge an Sauerstoff mit dem Brennstoff. Demzufolge wird in der zweiten Zone die CO-Bildung gefördert, und die O2-Verarmung wird erhöht, um die Verbrennung zu verlangsamen und Spitzentemperaturen zu verringern. Der Brennstoff kann ein Kohlenwasserstoff sein, wie Brenngas oder ein flüssiger Brennstoff. Flüssige Brennstoffe schließen Schweröl, Rückstandöle, Gasöle, Naphtha und Derivate davon ein. In einer Ausführungsform wird flüssiger Brennstoff verwendet, weil er im Allgemeinen langsamer als Brenngas oder bei niedrigerer Selbstzündungstemperatur verbrennt, verglichen mit dem verfügbaren Brenngas.
  • Stromabwärts von der zweiten Zone wird an einem oder mehreren Punkten Luft in die Überführungsleitung injiziert, um in einer dritten Zone, wenn nach der zweiten Zone zwei Luftinjektionspunkte verwendet werden, und in nachfolgenden Zonen, wo noch weitere Luftinjektionspunkte verwendet werden, allmählich das CO zu CO2 zu oxidieren. Luft wird vorzugsweise mit einer Geschwindigkeit von etwa 30,5 m/s (100 ft/s) in die Überführungsleitung injiziert, um die Bildung einer stabilen stöchiometrischen Flamme nahe dem Luftinjektionspunkt/den Luftinjektionspunkten zu vermeiden. Die Anzahl der Luftinjektionspunkte kann gewählt werden, um die Verbrennung zu verteilen, um die Katalysatortemperaturen in der Überführungsleitung deutlich unter der Katalysatordeaktivierungstemperatur zu halten. Wie erörtert wurde, wird der Abstand zwischen den Luftinjektionspunkten, wenn mehr als ein Punkt verwendet wird (d. h. die Zonenlänge in dem Luftinjektionsbereich) auf eine Länge festgelegt, wo der Katalysator und die Verbrennungsprodukte sich vor dem nächsten nachgeordneten Luftinjektionspunkt dem thermischen Gleichgewicht annähern. Es ist möglicherweise erwünscht, dass der Ausfluss der Überführungsleitung CO, CO2, O2 oder irgendeine Kombination davon enthält. Die relativen Mengen dieser Spezies in dem Ausfluss können durch Einstellen der Länge der Überführungsleitung reguliert werden. Die Verlängerung der Länge der Überführungsleitung führt demnach zu einer erhöhten CO2-Menge in dem Ausfluss, und die Verkürzung der Leitungslänge führt zu einer erhöhten Menge O2 und CO in dem Ausfluss.
  • Wie in 2 dargestellt ist, ist die Überführungsleitung stromabwärts des Brennstoffinjektionspunkts vorzugsweise tiefgezogen, um Geschwindigkeiten im Inneren der Leitung einzustellen. Der Durchmesser der Überführungsleitung wird demnach eingestellt, um eine aufgewirbelte Geschwindigkeit von mindestens etwa 3,05 m/s (10 ft/s), vorzugsweise etwa 4,6 m/s (15 ft/s) in der ersten Zone der Überführungsleitung zu liefern, die an dem stromabwärts liegenden Ende der Leitung an dem Regenerator auf etwa 7,6 m/s (25 ft/s) ansteigt. Die Veränderung des Überführungsleitungsdurchmessers entlang der Länge der Überführungsleitung wird hier als das Durchmesserprofil der Überführungsleitung bezeichnet. Im Allgemeinen wird mäßige Geschwindigkeit bevorzugt, um Rückvermischung und gleichförmige Verteilung des Brennstoffs mit dem Katalysator zu fördern.
  • In einer zweiten Ausführungsform wird die Gesamtluftmenge an Punkt (1) in die Überführungsleitung injiziert, und es wird keine Luft in die stromaufwärts liegenden Zonen der Überführungsleitung injiziert. Obwohl in dieser Ausführungsform keine substöchiometrischen Verbrennungsbedingungen verwendet werden, kann die Verteilung der Verbrennung in der Überführungsleitung durch die Anzahl und Verteilung der Brennstoffinjektionspunkte reguliert werden, um die Überführungsleitungstemperatur unter der Katalysatordeaktivierungstemperatur zu halten. Nahe den Brennstoffinjektionspunkten können sich optionale Brennstoffzünder befinden. Die Luft kann, wie in der ersten Ausführungsform, vor der Injektion aufgeheizt werden, und die Überführungsleitung kann tiefgezogen sein. Wenn mehr als ein Brennstoffinjektionspunkt verwendet wird, kann die Distanz zwischen Punkten (Zonenlänge) eingestellt werden, so dass sich Katalysator und Verbrennungsprodukte vor dem nächsten stromabwärts liegenden Brennstoffinjektionspunkt dem thermischen Gleichgewicht annähern. Die Gesamtlänge der Überführungsleitung kann durch Überlegungen wie die Wünschenswertigkeit der vollständigen Brennstoffverbrennung innerhalb der Überführungsleitung, Bereitstellung geeigneter Mengen CO, CO2, O2 in dem Ausfluss, und Kombinationen davon festgelegt werden.
  • In einer dritten Ausführungsform werden Luft und Brennstoff an Punkt (1) in ausreichenden Mengen injiziert, um Verbrennungsbedingungen in der ersten Zone aufrechtzuerhalten. Luft, Brennstoff und Mischungen davon können an stromabwärts liegenden Injektionspunkten injiziert werden, um verteilte Verbrennung entlang der Überführungsleitung zu liefern, wiederum um die Überführungsleitungstemperatur auf unter die Katalysatordeaktivierungstemperatur zu regulieren. Die Mengen des Brennstoffs und der Luft werden vorzugsweise so gewählt, dass Verbrennung von mindestens einem Teil des Brennstoffs und des sauerstoffhaltigen Gases unter Partialoxidationsbedingungen in der ersten Zone geliefert wird, um CO zu bilden. Dann wird mindestens ein Tel des CO in der zweiten Zone und der Zone/den Zonen stromabwärts der zweiten Zone oxidiert, um CO2 zu bilden. Die Menge an sauerstoffhaltigem Gas wird insbesondere in Zonen reguliert, die eine erhebliche Menge unverbrannten Brennstoffs enthalten, um substöchiometrische Verbrennungsbedingungen zu liefern, und die Menge sauerstoffhaltigen Gases in Zonen, das eine bedeutsame Menge CO enthält, wird reguliert, um Bedingungen zu liefern, die substöchiometrische, stöchiometrische und superstöchiometrische Verbrennungsbedingungen einschließen. Nahe den Brennstoffinjektionspunkten können sich optionale Brennstoffzünder befinden.
  • Wie in der ersten Ausführungsform kann die Luft vor der Injektion erhitzt werden, und die Überführungsleitung kann tiefgezogen werden. Wenn mehr als ein Brennstoff- oder Luftinjektionspunkt stromabwärts der ersten Zone verwendet werden, kann der Abstand zwischen den Punkt eingestellt werden, so dass der Katalysator und die Verbrennungsprodukte sich vor dem nächsten stromabwärts liegenden Brennstoff- oder Luftinjektionspunkt dem thermischen Gleichgewicht annähern. Die Gesamtmenge der Überführungsleitung kann durch Überlegungen festgelegt werden, wie die Wünschenswertigkeit der vollständigen Brennstoffverbrennung, die gewünschten Mengen von CO, CO2, O2 in dem Ausfluss, und Kombinationen davon.
  • Einsatzmaterialien für den katalytische Cracker, die in FCC-Verfahren verwendet werden, sind Kohlenwasserstoffe wie Gasöle, Schweröle, Destillatöle, Cyclusöle, Naphthas und Mischungen davon. Gasöle schließen hochsiedende Nicht-Rückstandöle ein, wie Vakuumgasöl (VGO), ein direkt destilliertes (straight-run) (atmosphärisches) Gasöl, Leichtöl aus dem katalytischen Cracker (LCGO) und Kokergasöle. Diese Öle haben einen Anfangssiedepunkt, der typischerweise oberhalb von etwa 232°C (450°F) und allgemein oberhalb von 343°C (650°F) liegt, wobei sich Enden bis zu etwa 621°C (1150°F) erstrecken, sowie straight run oder atmosphärische Gasöle und Kokergasöle.
  • Schwere Einsatzmaterialien schließen Kohlenwasserstoffmischungen mit einem Endsiedepunkt von mehr als 565°C (1050°F) ein (z. B. bis zu 704°C (1300°F) oder mehr). Solche schweren Einsatzmaterialien schließen beispielsweise vollständige und getoppte Rohöle, Resids oder Rückstände aus atmosphärischer und Vakuumdestillation von Rohöl, Asphalten und Asphaltene, Teeröle und Cyclusöle aus dem thermischen Cracken von schweren Petrolölen, Teersandöl, Schieferöl, von Kohle abgeleitete Flüssigkeiten, synthetische Rohöle und dergleichen ein. Diese können in dem Crackereinsatzmaterial in einer Menge von etwa 2 bis 50 Vol.-% des Gemisches und typischer etwa 5 bis 30 Vol.-% vorhanden sein. Diese Einsatzmaterialien enthalten in der Regel einen zu hohen Gehalt unerwünschter Komponenten, wie Aromaten und Verbindungen, die Heteroatome enthalten, insbesondere Schwefel und Stickstoff. Diese Einsatzmaterialien werden demnach oft behandelt oder veredelt, um die Menge unerwünschter Verbindungen durch Verfahren wie Hydrotreating, Lösungsmittelextraktion, feste Absorbentien wie Molekularsiebe und dergleichen zu verringern, wie bekannt ist.
  • Naphthaeinsatzmaterialien schließen olefinische Naphthas mit Kohlenwasserstoffspezies ein, die im Naphthabereich sieden. Speziell enthalten die olefinischen Naphthas etwa 5 Gew.-% bis etwa 35 Gew.-%, vorzugsweise etwa 10 Gew.-% bis etwa 30 Gew.-% und insbesondere etwa 10 bis 25 Gew.-% Paraffine und etwa 15 Gew.-%, vorzugsweise etwa 20 Gew.-% bis etwa 70 Gew.-% Olefine.
  • Das Einsatzmaterial kann auch Naphthene und Aromaten enthalten. Ströme im Naphthasiedbereich sind in der Regel jene mit einem Siedebereich von etwa 18°C (65°F) bis etwa 221°C (430°F), vorzugsweise etwa 18°C (65°F) bis etwa 149°C (300°F) und insbesondere 18°C (65°F) bis etwa 66°C (150°F). Das Naphtha kann ein thermisch gecracktes oder ein katalytisch ge cracktes Naphtha sein. Solche Naphthas können aus jeder geeigneten Quelle abgeleitet sein, sie können beispielsweise aus dem katalytischen Wirbelschichtcracken (FCC) von Gasölen und Resids, aus verzögertem oder Wirbelschicht-Koken von Resids, aus der Pyrolyse von Erstdestillatnaphthas oder Gasölen und Mischungen davon abgeleitet sein. Die Naphthaströme sind vorzugsweise von dem katalytischen Wirbelschichtcracken von Gasölen und Resids abgeleitet. Solche Naphthas sind in der Regel reich an Olefinen, Diolefinen und Mischungen davon und relativ arm an Paraffinen.
  • In einer Ausführungsform unter Verwendung von Gasöleinsatzmaterial, schwerem Einsatzmaterial und Mischungen davon schließen FCC-Verfahrensbedingungen eine Temperatur von etwa 427 bis 649°C (800 bis 1200°F), vorzugsweise 454 bis 621°C (850 bis 1150°F) und besonders bevorzugt 482 bis 579°C (900 bis 1075°F), einen Druck zwischen 34 und 414 kPa Überdruck (5 bis 60 psig), vorzugsweise 34 bis 276 kPa Überdruck (5 bis 40 psig) mit Einsatzmaterial/Katalysator-Kontaktzeiten zwischen etwa 0,5 und 15 Sekunden, vorzugsweise etwa 1 bis 5 Sekunden, und ein Katalysator-zu-Einsatzmaterial-Verhältnis von etwa 0,5 bis 10 und vorzugsweise 2 bis 8 ein. Das FCC-Einsatzmaterial wird auf eine Temperatur von nicht mehr als 454°C (850°F) vorgeheizt, vorzugsweise nicht mehr als 427°C (800°F) und in der Regel auf den Bereich von etwa 260 bis 427°C (500 bis 800°F).
  • In einer weiteren Ausführungsform unter Verwendung von Naphthaeinsatzmaterial schließen FCC-Verfahrensbedingungen eine Temperatur von etwa 482°C bis 649°C (900 bis 1200°F), vorzugsweise etwa 552°C bis 607°C (1025°F bis 1125°F), Kohlenwasserstoff-Partialdrücke von 69 bis 276 kPa absolut (10 bis 40 psia), vorzugsweise etwa 138 bis 241 kPa absolut (20 bis 35 psia) und ein Katalysator-zu-Naphtha-Verhältnis (Gew./Gew.) von etwa 3 bis 12, vorzugsweise etwa 4 bis 10 ein, wobei das Katalysatorgewicht das Gesamtgewicht des Katalysatorverbunds ist. Obwohl nicht erforderlich, ist es auch bevorzugt, dass Wasserdampf gleichzeitig mit dem Naphthastrom in die Reaktionszone eingebracht wird, wobei der Wasserdampf bis zu etwa 50 Gew.-% des Kohlenwasserstoffeinsatzmaterials ausmacht. Es ist auch bevorzugt, dass die Naphthaverweilzeit in der Reaktionszone weniger als etwa 10 Sekunden beträgt, beispielsweise etwa 1 bis etwa 10 Sekunden.
  • Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf das folgende Beispiel näher erläutert.
  • BEISPIEL 1
  • Eine Simulation eines integrierten Verfahrens wurde durchgeführt, um die Wirksamkeit der in 2 illustrierten Überführungsleitung zu zeigen. In der Simulation wurde Brennstoff in die Basis der Überführungsleitung injiziert. Der erste (untere) Bereich der Überführungsleitung wurde auf 76 cm (30 Zoll) Durchmesser mit einer Länge von 3,05 m (10 ft) eingestellt. Der Überführungsleitungsdurchmesser wurde in einem zweiten Bereich für eine Länge von 5,5 m (18 ft) auf 152 cm (60 Zoll), dann in einem dritten Bereich für weitere 3,66 m (12 ft) auf einen Durchmesser von 183 cm (72 Zoll) und schließlich in einem vierten Bereich für eine Länge von 15,24 m (50 ft) bis zu dem Enden der Überführungsleitung in dem Regenerator auf einen Durchmesser von 213 cm (84 Zoll) eingestellt.
  • 10 Gew.-% der Gesamtluft, die der Leitung zugeführt wurde, wurden auf eine Temperatur von 649°C (1200°F) aufgeheizt und über eine Leitung mit 25,4 cm (10 Zoll) Durchmesser, die sich am stromabwärts liegenden Ende des ersten Bereichs befand, in die Überführungsleitung injiziert. Weitere 15 Gew.-% Luft wurden auf 649°C (1200°F) aufgeheizt und weiter stromabwärts über eine Leitung mit 30,5 cm (12 Zoll) Durchmesser in den zweiten Bereich injiziert. 30 Gew.-% der Luft wurden dann auf 649°C (1200°F) aufgeheizt und über eine Leitung mit 40,6 cm (16 Zoll) Durchmesser injiziert, die in einer Ringsammelleitung am stromabwärts liegenden Ende des dritten Bereichs endete. Die letzten 45 Gew.-% der Luft wurden auf 649°C (1200°F) aufgeheizt und über eine Leitung mit 40,6 cm (16 Zoll) Durchmesser, die in einer Ringsammelleitung endete, an dem stromabwärts liegenden Ende des vierten Bereichs injiziert. Die Gesamtmenge Luft betrug 1039 Std-m3/Min (36,7 kscfm), und die Gesamtmenge Brennstoff war 21,2 Std-m3/Min (0,75 kscfm) Methan, die zum Vorheizen der Luft verwendet wurde, und 31,15 Std-m3/Min (1,10 kscfm) Propan zu dem Luftsteigrohr. Die Katalysator/Dampf-Mischung wurde in dem unteren Abschnitt auf etwa 3,05 m/s (10 ft/s) beschleunigt und entlang der Länge des Steigrohrs auf etwa 7,62 m/s (25 ft/s) beschleunigt. Etwa 23368 kg/Min (23 s-tons/Min) Katalysatorzirkulation wurden auf etwa 579°C (1075°F) bis etwa 685°C (1265°F) aufgeheizt. Bei den gewünschten Reaktionsverfahrensbedingungen wurde eine adäquate Wärme für die Wärmebilanz der Anlage erzeugt.
  • Eine Berechnung des Massentemperaturprofils entlang der Überführungsleitung ist in 3 gezeigt. Wie in der Figur zu sehen ist, wird am Ende jeder Stufe ein thermisches Gleichgewicht erreicht.
  • BEISPIEL 2
  • Ein Luftsteigrohrdemonstrationstest im Großmaßstab wurde durchgeführt, um die Wirksamkeit der in 2 illustrierten Ausführungsform zu zeigen. Der Test wurde in einem Steigrohrverbrenner mit 1,02 m (40'') Innendurchmesser und 18,29 m (60'') Länge durchgeführt, um zu bestätigen, dass kontinuierlich verteilte Verbrennung eines Brennstoffstroms in der Überführungsleitung mit der erwünschten Verfahrensleistung erreicht werden konnte. In diesem Test wurde der größte Teil der Luft an der Basis des Steigrohrs injiziert. Während des Tests wurden 30,15 Std-m3/Min (1065 scfm) vorgeheizte Luft zu der Basis des Steigrohrs gegeben, wo sie sich mit etwa 1016 kg/h (einer ton/h) zirkulierendem Katalysator mischte, was für die Anfangshebung sorgte. Bei einer Hebung von etwa 4,6 m (15 ft) wurden etwa 0,85 Std-m3/Min (30 scfm) Propan zu dem System gegeben. Weitere Luft (etwa 15 Std-m3/Min (530 scfm)) und Propan (0,71 Std-m3/Min (25 scfm)) wurden bei einer Hebung von 10,7 m (35 ft) zugegeben. Zudem wurde weitere Luft (etwa 5,1 Std-m3/Min (180 scfm) und Propan (0,42 Std-m3/Min (etwa 15 scfm)) bei einer Hebung von 14,6 m (48 ft) zugegeben. Die Geschwindigkeit in dem unteren Abschnitt bis zu einer Hebung von etwa 4,6 m (15 ft) betrug etwa 2,13 m/s (7 ft/s) und stieg auf etwa 3,66 m/s (12 ft/s) bis zu einer Hebung von etwa 10,7 m (35 ft) und weiter auf etwa 4,6 m/s (15 ft/s) oberhalb einer Hebung von etwa 14,6 m (48 ft). Die Temperatur in dem Steigrohr lag während des Betriebs im stationären Zustand im Bereich von etwa 593°C (1100°F) im unteren Bereich des Steigrohrs bis etwa 704°C (1300°F) nahe dem oberen Bereich des Steigrohrs. Das gemessene Massentemperaturprofil entlang der Überführungsleitung ist in 4 gezeigt.

Claims (18)

  1. Katalytisches Wirbelbett-Crackverfahren, das die kontinuierlichen Schritte aufweist: (a) Leiten eines Kohlenwasserstoff enthaltenen Einsatzmaterialstroms [220, 224] zu einer Reaktionszone [202, 206, 208], wo das Einsatzmaterial eine Quelle für heißen regenerierten Katalysator [252] kontaktiert, um mindestens gecrackte Produkte und verbrauchten Katalysator zu bilden; (b) Leiten der gecrackten Produkte und des verbrauchten Katalysators in eine Trennzone [210] und Abtrennen des verbrauchten Katalysators; (c) Leiten des verbrauchten Katalysators in ein stromaufwärts liegendes Ende einer Überführungsleitung [218]; (d) Leiten eines Brennstoffs und eines sauerstoffhaltigen Gases unabhängig zu einem oder mehreren Punkten entlang der Überführungsleitung und Verbrennen des Brennstoffs und des Sauerstoffs in der Überführungsleitung unter Bildung von Ausfluss, der den heißen regenerierten Katalysator enthält, der am stromabwärts liegenden Ende der Überführungsleitung eine Temperatur von 649 bis 760°C (1200 bis 1400°F) aufweist; (e) Abtrennen des heißen regenerierten Katalysators aus dem Ausfluss der Überführungsleitung und anschließendes (f) Leiten des heißen regenerierten Katalysators zu Stufe (a).
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem der verbrauchte Katalysator eine Temperatur von 482 bis 635°C (900 bis 1175°F) hat.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem der verbrauchte Katalysator eine Temperatur von 482 bis 621°C (900 bis 1150°F) hat.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, bei dem der verbrauchte Katalysator eine Temperatur von 482 bis 593°C (900 bis 1100°F) hat.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, bei dem der heiße regenerierte Katalysator eine Temperatur im Bereich von 649 bis 704°C (1200 bis 1300°F) hat.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem der heiße regenerierte Katalysator eine Temperatur im Bereich von 677 bis 696°C (1250 bis 1285°F) hat.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem ferner der verbrauchte Katalysator aus Stufe (b) zu einer Strippzone [212] geleitet wird, der verbrauchte Katalysator mit Wasserdampf kontaktiert wird, um Kohlenwasserstoff von dem verbrauchten Katalysator zu entfernen, um gestrippten verbrauchten Katalysator zu bilden, und danach der gestrippte verbrauchte Katalysator in die Überführungsleitung [218] von Stufe (c) geleitet wird.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Überführungsleitung [218] Zonen aufweist und mindestens eine erste Zone, eine dritte Zone stromabwärts von der ersten Zone und eine dazwischen befindliche zweite Zone aufweist, und wobei der Brennstoff in die erste Zone geleitet und das sauerstoffhaltige Gas mindestens in die zweiten und dritten Zonen geleitet wird.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem die Überführungsleitung [218] eine Zonen aufweisende Überführungsleitung mit mindestens einer ersten Zone, einer dritten Zone stromabwärts von der ersten Zone und einer dazwischen befindlichen zweiten Zone aufweist, und wobei das sauerstoffhaltige Gas in die erste Zone geleitet und der Brennstoff in Zonen geleitet wird, die stromabwärts von der ersten Zone liegen.
  10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, bei dem die Überführungsleitung [218] einen Durchmesser und ein Durchmesserprofil aufweist, die ausreichen, um in der ersten Zone der Überführungsleitung eine Geschwindigkeit im aufgewirbelten Zustand von mindestens 3,1 m/s (10 ft/s) zu liefern, die am stromabwärts liegenden Ende der Überführungsleitung auf 7,6 m/s (25 ft/s) ansteigt.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, bei der die Menge an sauerstoffhaltigem Gas in Zonen reguliert wird, die eine erhebliche Menge unverbrannten Brennstoff enthält, um substöchiometrische Verbrennungsbedingungen zu liefern.
  12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, bei dem der verbrauchte Katalysator und der Brennstoff in der ersten Zone gemischt werden.
  13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, bei dem mindestens ein Teil des sauerstoffhaltigen Gases und des Brennstoffs unter substöchiometrischen Bedingungen in den Zonen stromabwärts der ersten Zone unter Bildung von CO verbrannt wird, und mindestens ein Teil des CO in den Zonen stromabwärts der zweiten Zone unter Bildung von CO2 oxidiert wird.
  14. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 13, bei dem der Ausfluss der ersten Zone unverbrannten Brennstoff enthält, und bei dem die Menge an sauerstoffhaltigem Gas, die in die zweite Zone injiziert wird, eine substöchiometrische Sauerstoffmenge mit dem unverbrannten Brennstoff bildet, um in dem Ausfluss der zweiten Zone CO zu bilden.
  15. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 14, bei dem mindestens ein Teil des CO in dem Ausfluss der zweiten Zone in der dritten Zone zu CO2 oxidiert wird.
  16. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 15, bei dem der Brennstoff in die zweite Zone und/oder dritte Zone geleitet wird.
  17. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das sauerstoffhaltige Gas Luft ist, wobei die Lufttemperatur bei Injektion in die Überführungsleitung 93 bis 149°C (200 bis 300°F) über der Selbstentzündungstemperatur des Brennstoffs gehalten wird, und wobei die Luft mit einer Geschwindigkeit von 30,5 m/s (100 ft/s) in die Überführungsleitung injiziert wird.
  18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Lufttemperatur vor Injektion in die Überführungsleitung im Bereich von 621 bis 760°C (1150 bis 1400°F) liegt.
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