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Das
technische Gebiet der Erfindung betrifft Zündungsrohre, insbesondere für Artilleriemunitionen.
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Zündungsrohre
sind dafür
vorgesehen, das Abfeuern der Treibladung einer Munition sicher zu stellen.
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Bekannte
Zündungsrohre
werden im Allgemeinen aus einem hinteren Initiierungsblock gebildet, der
dafür vorgesehen
ist, eine Zünd-Zusammensetzung,
die im Inneren eines rohrförmigen
Körpers
angeordnet ist, der aus einem Stück
mit dem hinteren Block ist, zu zünden.
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Zündungsrohre
sind im Allgemeinen mit der Munition durch Verschraubung des hinteren
Blocks am Geschossboden der Munitionshülse verbunden.
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Heute
werden die verwendeten Munitionen immer häufiger aus einer Hülse aus
brennbarem Material und einem im Allgemeinen metallischen Geschossboden
mit Dichtungskragen gebildet.
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Nach
einem Abschuss der Munition ist der einzige, nicht brennbare Teil,
der aus der Kammer der Waffe ausgeworfen und dann vorübergehend
im Inneren des Drehturms gelagert wird, der Geschossboden mit Dichtungskragen
mit vermindertem Platzbedarf.
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Die
bekannten Zündungsrohre,
die aus einem rohrförmigen,
metallischen Körper
gebildet werden, weisen den Hauptnachteil auf, dass sie über den Geschossboden
mit Dichtungskragen vorstehen. Das kompliziert den Auswurf des Geschossbodens aus
der Kammer der Waffe und dessen Lagerung in dem Drehturm nach dem
Abschuss. Ein derartiges Zündungsrohr
ist im Patent FR2343987 beschrieben.
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Um
diesen Nachteil zu beheben, schlägt
das Patent FR2593905 vor, den rohrförmigen, metallischen Körper durch
einen wärmeschrumpfbaren Mantel
zu ersetzen, der das Festhalten der Zünd-Preßlinge und deren Zusammenschluss
am hinteren Block gewährleistet.
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Der
Vorteil einer solchen Lösung
ist, dass sie die vollständige
Verbrennung des rohrförmigen, brennbaren
Körpers
gewährleistet.
Der einzige unbrennbare Teil ist der hintere Block, der eine Höhe aufweist,
die kleiner als die des Geschossbodens mit Dichtungskragen ist.
Der Auswurf und die Lagerung des Geschossbodens werden so nicht
gestört.
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Dennoch
weist dieses Zündungsrohr
andere Nachteile auf. Tatsächlich
weist der wärmeschrumpfbare
Mantel, der als rohrförmiger
Körper
dient, eine gewisse Biegsamkeit auf, die eine Versprödung erzeugt,
welche bei Vibrationen und anderen mechanischen Beanspruchungen,
denen die Munition im Laufe der verschiedenen Transport- und Ladephasen unterworfen
ist, zu einem Riss führen
kann.
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Was
das Zündungsrohr
betrifft, so beschreibt das Patent EP0100840, dass es einen rohrförmigen, brennbaren
Körper
umfasst, der sich vom hinteren metallischen Block absondert. Falls
der rohrförmige Körper nicht
vollständig
verbraucht ist, verbleibt er so nicht am hinteren Block verankert
sondern wird aus dem Rohr ausgeworfen. Dafür wird eine Trenn-Ladung in einem im
hinteren Block ausgeführten
Hohlraum angeordnet und mit dem rohrförmigen Körper verbunden. Der wesentliche
Nachteil einer solchen Lösung
ist ihre Komplexität,
die zu Schwierigkeiten bei der Herstellung und im Einsatz führt, was
erhöhte Kosten
erzeugt.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Zündungsrohr vorzuschlagen, das
es erlaubt, derartige Nachteile zu beseitigen.
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So
verbleibt das Zündungsrohr
gemäß der Erfindung
nach dem Abschuss nicht am Geschossboden mit Dichtungskragen verankert
und dieser letztere kann unter den günstigsten Bedingungen ausgeworfen
und gelagert werden.
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Das
Zündungsrohr
gemäß der Erfindung zeichnet
sich durch eine einfache und kostengünstige Bauart aus.
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Gegenstand
der Erfindung ist somit ein Zündungsrohr,
insbesondere für
eine Treibladung einer Artilleriemunition, das aus einem rohrförmigen Körper gebildet
wird, der eine Zünd-Zusammensetzung aufnimmt,
wobei das Zündungsrohr
dadurch gekennzeichnet ist, dass der rohrförmige Körper wenigstens eine Aufnahme-Fläche umfasst,
die so orientiert ist, um den Druck der Treibgase, die beim Abfeuern
der Treibladung erzeugt werden, aufzunehmen, wobei die Gase so das
Mitreißen
des Zündungsrohres
gewährleisten.
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Vorteilhafterweise
kann die Fläche
zur Aufnahme von Druck eine im Wesentlichen radial zum rohrförmigen Körper angeordnete
Scheibe sein.
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Die
Scheibe kann am oberen Ende des rohrförmigen Körpers angeordnet sein.
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Die
Scheibe kann eine zylindrische Fläche umfassen, die im Durchmesser
im Wesentlichen gleich dem inneren Durchmesser einer brennbaren Hülse der
Munition ist.
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Vorteilhafterweise
kann die Scheibe Öffnungen
umfassen, die das Füllen
der Munition mit Treibladung gewährleisten.
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Vorzugsweise
kann der rohrförmige
Körper an
seinem unteren Ende durch eine rohrförmige Muffe verlängert sein.
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Die
rohrförmige
Muffe kann einen hinteren Block zur Initiierung, der mit einem Geschossboden der
Munition fest verbunden ist, oder ein mit der Hülse und einem hinteren Block
zur Initiierung fest verbundenes Zwischenglied überdecken.
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Vorteilhafterweise
ist die Zünd-Zusammensetzung
in einem inneren Kanal des rohrförmigen Körpers angeordnet,
wobei der Kanal an seinem oberen Ende durch eine mit der Scheibe
einstückige Wand
und an seinem unteren Ende durch ein Plättchen begrenzt wird.
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Die
Zünd-Zusammensetzung
kann fein pulverisiert oder durch ein Stapel aus Preßlingen
gebildet werden sowie einen axialen Kanal umfassen.
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Die
Zünd-Zusammensetzung
kann wenigstens zwei energetische Zündschnüre umfassen.
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Der
rohrförmige
Körper
kann einen erweiterten Teil an seinem oberen Ende aufweisen, der
dafür vorgesehen
ist, den Austritt der Zündschnüre zu erleichtern.
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Ein
allererster Vorteil der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist es, dass
der rohrförmige
Körper
des Zündungsrohres
aus dem Rohr der Waffe ausgeworfen wird.
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Ein
weiterer Vorteil ist es, dass der Geschossboden mit Dichtungskragen
der Munition nach dem Abschuss kein vorspringendes Element aufweist.
Er weist somit einen minimalen Platzbedarf auf und kann so aus der
Kammer der Waffe ausgeworfen und dann in dem Drehturm in optimaler
Weise gelagert werden.
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Ein
weiterer Vorteil liegt in der Tatsache, dass die brennbare Hülse der
Munition im Bereich der Scheibe versteift ist, was deren mechanisches Verhalten
verbessert.
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Weitere
Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung treten aus der
hiernach als Anhaltspunkt gegebenen Beschreibung deutlicher hervor, die
sich auf Abbildungen bezieht, in welchen:
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1 eine Teilansicht im Längsschnitt
einer Munition ist, die ein Zündungsrohr
gemäß einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung aufnimmt,
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2 eine Schnittansicht des
Zündungsrohres
gemäß der Schnittebene
AA in 1 ist,
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3 eine Teilansicht im Längsschnitt
einer Munition gemäß einer
Ausführungsvariante
ist,
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4 eine Teilansicht im Längsschnitt
einer Munition ist, die ein Zündungsrohr
gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der Erfindung aufnimmt.
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In 1 ist eine Zündungsrohr 1 gemäß der Erfindung
an einer Artilleriemunition 2 befestigt, die ein Projektil 3 umfasst,
das hier von spitzer Bauart ist und von dem einzig und allein das
Leitwerk zu sehen ist. Das Projektil 3 ist mit einer im
Inneren einer brennbaren Hülse 5 enthaltenen
Treibladung 4 verknüpft.
Ein metallischer Geschossboden mit Dichtungskragen 6 schließt die Hülse 5 ab.
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Das
Zündungsrohr 1 wird
auf herkömmliche Weise
aus einem auf den Geschossboden mit Dichtungskragen 6 geschraubten
hinteren Block 7 zur Initiierung und einem rohrförmigen Körper 8 gebildet.
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Der
hintere Block 7 umfasst herkömmlich ein Mittel zum Zünden, das
zum Beispiel aus einem elektrischen oder Schlagzünder 9 gebildet wird,
der mit einem pyrotechnischen Relais 10 als Flammenverstärker verbunden
ist. Der Zünder 9 und
das Relais 10 sind durch ein Zwischenrohr 11 getrennt
und mit dem hinteren Block 7 durch eine ringförmige Bördelung 12 fest
verbunden.
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Der
rohrförmige
Körper 8 umfasst
seitliche Lüftungsöffnungen 13,
die gleichmäßig über den
Umfang und axial verteilt sind und dafür vorgesehen sind, den Durchtritt
der Verbrennungsgase, die von einer Zünd-Zusammensetzung 14,
zum Beispiel fein pulverisiertes Schwarzpulver, herrühren, welche
in einem inneren Kanal 15 des rohrförmigen Körpers angeordnet ist.
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Der
Kanal 15 wird durch einen, zum Beispiel aus Zinn ausgeführten, inneren
Mantel 16 begrenzt, der es erlaubt, die Zünd-Zusammensetzung
aufzunehmen und sie bis zum Augenblick der Verbrennung vor den Einwirkungen
von Nässe
zu schützen.
Der Mantel 16 gewährleistet
so das vorübergehende
Verschließen
der seitlichen Lüftungsöffnungen 13.
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Der
rohrförmige
Körper 8 umfasst
an seinem oberen Ende 22 eine Wand 17, die den
inneren Kanal 15 verschließt. Diese Wand könnte durch
einen Stopfen, der mit dem Körper,
zum Beispiel durch Kleben, Einrasten oder Verschrauben, fest verbunden
ist, ersetzt werden.
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Der
innere Kanal 15 kann so die Zünd-Zusammensetzung 14 aufnehmen
und dann durch ein Plättchen 18,
das vorzugsweise aus brennbarem Material ausgeführt ist, geschlossen werden.
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Der
rohrförmige
Körper 8 wird
an seinem unteren Ende 23 durch eine Muffe 19 verlängert, die rohrförmig und
im Durchmesser größer als
der Körper
ist und den hinteren Block 7 zur Initiierung überdeckt.
Die Muffe 19 wird gemäß einem
Gleitsitz so auf den hinteren Block 7 aufgesteckt, dass
sie auf diesem Letzteren frei gleiten kann.
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Die
Muffe 19 könnte
ebenfalls vorübergehend
mit dem hinteren Block 7 zum Beispiel durch Einrasten verbunden
sein. So könnte
die Muffe Ansätze
aufweisen, die in das Innere einer am Umfang des hinteren Blocks
angebrachten Rille eingreifen.
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Der
rohrförmige
Körper 8 dehnt
sich ebenfalls seitens seines oberen Endes 22 durch eine
radial angeordnete Scheibe 20 aus.
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Die
Scheibe 20 umfasst eine zylindrische Fläche 21, die im Durchmesser
im Wesentlichen gleich dem inneren Durchmesser der brennbaren Hülse 5 ist.
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Die
zylindrische Fläche 21 zentriert
das Zündungsrohr 1 perfekt
im Inneren der Hülse 5 und
begünstigt
dessen Führung.
Sie ermöglicht
es ebenfalls, die Auflagefläche
der Scheibe an der brennbaren Hülse
zu erhöhen,
wodurch die mechanischen Beanspruchungen im Bereich des Kontaktes
begrenzt werden.
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Die
zylindrische Fläche 21 verstärkt so die Steifigkeit
der Hülse
im hinteren Bereich des Projektils 3. Sie mildert so bei
den verschiedenen Handhabungen zum Transport und zur Beladung der
Munition die Gefahren der Versprödung
und sogar des Reißens
der Hülse.
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Vorteilhafterweise,
und wie es in dieser Figur dargestellt ist, sind der rohrförmige Körper 8,
die Muffe 19 und die Scheibe 20 aus ein und demselben
Teil hergestellt, können
aber sehr wohl aus mehreren, verschiedenen Teilen zusammengesetzt
sein, die untereinander zusammengeschlossen werden würden.
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Die
Baugruppe aus rohrförmigem
Körper 8, Muffe 19 und
Scheibe 20 ist vorzugsweise aus einem inerten und mit der
Treibladung verträglichen
Material hergestellt. Vorteilhafterweise wird sie aus einem Polymer,
wie zum Beispiel Polyethylen mit hoher Dichte, hergestellt und kann
durch Abguss, Spritzguss oder Blasformen erzielt werden. Selbstverständlich könnte diese
Baugruppe aus halb-brennbarem oder brennbarem Material hergestellt
werden.
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Die
Zünd-Zusammensetzung 14 kann
einen axialen Kanal umfassen, um die Fortpflanzung der Verbrennung
der Zünd-Zusammensetzung zu
begünstigen.
Dieser Kanal kann durch ein Rohr, zum Beispiel aus brennbarem Material,
abgegrenzt sein, das in der Mitte der Zusammensetzung angeordnet ist.
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Die
Zünd-Zusammensetzung 14 kann
ebenfalls in der Form eines Stapels aus ringförmigen Preßlingen ausgeführt sein.
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Die
seitlichen Lüftungsöffnungen 13 können durch
nicht durchgehende Löcher
ersetzt werden, die Sollbruchstellen aufweisen, die beim Anstieg
des Druckes der durch die Zünd-Zusammensetzung 14 erzeugten
Gase aufbrechen.
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In
Bezug auf 2 umfasst
die Scheibe 20 zum Beispiel vier gleichmäßig über den
Umfang verteilte Öffnungen 24.
Sie ermöglichen
es, das Auffüllen
des unteren Teiles der Hülse, der
zwischen dem Geschossboden mit Dichtungskragen 6 und der Scheibe 20 liegt,
mit Treibpulver 4 zu gewährleisten.
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Die Öffnungen 24 besitzen
eine derartige Abmessung und Form, dass weiterhin eine ausreichende
Fläche 25 zur
Aufnahme des Druckes besteht, um es den Treibgasen zu ermöglichen,
eine Bewegung des Zündungsrohres
in der Hülse
zu gewährleisten, wie
es weiter unten in der Beschreibung näher dargelegt werden wird.
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Die
Scheibe 20 kann auch in der Form eines Sterns mit wenigstens
drei Armen ausgeführt
sein, insofern die Fläche
oder Flächen
zur Aufnahme des Druckes ausreichend sind. In diesem Fall wird eine ausreichende
zylindrische Fläche 21 am
Ende jedes Armes vorgesehen, um die Führung der Scheibe im Inneren
der Hülse
zu gewährleisten.
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Die
Montage eines Zündungsrohres
gemäß der Erfindung
wird in der folgenden Weise durchgeführt:
- – die Hülse 5 wird
innerhalb des Geschossbodens mit Dichtungskragen 6 angeordnet,
- – die
Hülse und
der Geschossboden werden auf herkömmliche Weise zusammengeschlossen,
wie es in dem Patent FR2365096 beschrieben ist,
- – der
hintere Block 7 wird in den Geschossboden mit Dichtungskragen
geschraubt,
- – der
rohrförmige,
mit der Scheibe 20 versehene Körper 8 wird im Inneren
der Hülse 5 angeordnet (der
rohrförmige
Körper
hat selbstverständlich
zuvor seine Zünd-Zusammensetzung 14 empfangen),
- – die
Muffe 19 des rohrförmigen
Körpers
wird auf den hinteren Block 7 aufgesteckt,
- – das
Auffüllen
des unteren Teiles der Hülse,
der zwischen dem Geschossboden mit Dichtungskragen und der Scheibe
liegt, mit Treibpulver durch die Öffnungen 24 der Scheibe 20 hindurch
wird durchgeführt,
- – dann
können
das Projektil und die obere Treibladung in das Innere der Hülse 5 auf
herkömmliche
Weise eingebracht werden, zum Beispiel mit Hilfe eines fest mit
dem Projektil und dessen Ladung verbundenen Gehäuses. Ein derartiges Gehäuse zur
Beladung ist im Patent FR2622687 beschrieben.
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Die
Funktionsweise eines derartigen Zündungsrohres ist die Folgende:
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Beim
Abfeuern der Munition werden der Zünder 9 und dann das
Relais 10 initiiert und entzünden die Zünd-Zusammensetzung 14. Der von
der Verbrennung der Zünd-Zusammensetzung erzeugte Druck
zerstört
augenblicklich den inneren Mantel 16 und zündet die
Treibladung 4 der Munition durch die Lüftungsöffnungen 13 des rohrförmigen Körpers 8 des
Zündungsrohres 1 hindurch.
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Die
Verbrennungsgase der Treibladung 4 bewirken den Antrieb
des Projektils 3 sowie den Auswurf der Baugruppe aus rohrförmigem Körper 8,
Muffe 19 und Scheibe 20 des Zündungsrohres.
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Tatsächlich wirkt
der Druck der Verbrennungsgase der Treibladung 4 auf die
Fläche
zur Aufnahme von Druck 25 der Scheibe 20, und
er ist ausreichend, um den rohrförmigen
Körper
mitzureißen und
aus dem Rohr der Waffe auszuwerfen.
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So
erweist sich als Hauptvorteil der Erfindung, dass das Zündungsrohr
nach dem Abschuss nicht am Geschossboden mit Dichtungskragen verankert
bleibt und so nicht dessen Auswurf aus der Kammer der Waffe und
dessen Lagerung im Drehturm stört.
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Vorzugsweise
wird, wie es soeben beschrieben worden ist, die Scheibe am vorderen
Ende des rohrförmigen
Körpers
angeordnet. Diese Letztere wird so von den Treibgasen der Ladung
gezogen. Selbstverständlich
kann diese Scheibe an einer anderen Stelle positioniert werden,
wie zum Beispiel im mittleren Bereich des rohrförmigen Körpers, ohne über den
Umfang der Erfindung hinauszugehen.
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Der
rohrförmige
Körper
kann ebenfalls mehrere Scheiben, die entlang des Körpers verteilt
sind, umfassen. Das ermöglicht
es, die Führung
des Zündungsrohres
aber auch die Steifigkeit der brennbaren Hülse weiter zu verbessern.
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Ein
weiterer Vorteil der Erfindung ist es, die Beladung mit Treibpulver
vom Vorderteil der Hülse aus
durchführen
zu können.
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3 stellt eine Ausführungsvariante
dar.
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Diese
Variante unterscheidet sich von der Vorangegangenen dadurch, dass
die Muffe 19 des rohrförmigen
Körpers 8 sich
auf ein rohrförmiges
Zwischenglied 28 aufschiebt.
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Bei
dieser Variante umfasst die Hülse 5 einen überstehenden
Rand 32, auf dem das Zwischenglied 28 durch Einrasten
angebaut wird. Um dies zu tun, umfasst das Zwischenglied 28 eine
kreisförmige Rille,
die dafür
vorgesehen ist, die fest mit dem überstehenden Rand 32 der
Hülse 5 verbundenen
Federn aufzunehmen. Das Zwischenglied 28 wird zum Beispiel
aus einem Kunststoff, wie Polyamid, hergestellt.
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Die
Hülse 5 umfasst
ebenfalls wenigstens eine Öffnung 31,
die dafür
vorgesehen ist, die Beladung mit Treibpulver zu ermöglichen.
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Bei
dieser Variante schließt
sich der hintere Block 7 zur Initiierung mit dem Zwischenglied 28 durch
Verschrauben zusammen. Er umfasst ebenfalls eine zylindrische Fläche 30,
die sich am überstehenden
Rand 32 abstützt.
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Die
Scheibe 20 besitzt hier keine Öffnung.
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Die
Montage eines Zündungsrohres
gemäß dieser
Ausführungsvariante
wird in der folgenden Weise durchgeführt:
- – das Zwischenglied 28 wird
durch Einrasten auf dem überstehenden
Rand 32 der Hülse 5 befestigt,
- – der
hintere Block 7 zur Initiierung wird an das Zwischenglied 28 geschraubt,
- – der
rohrförmige,
mit der Scheibe 20 versehene Körper 8 wird im Inneren
der Hülse 5 angeordnet (der
rohrförmige
Körper
hat selbstverständlich
zuvor seine Zünd-Zusammensetzung 14 empfangen),
- – die
Muffe 19 des rohrförmigen
Körpers
wird auf das Zwischenglied 28 aufgesteckt,
- – das
Beladen mit Treibpulver des unteren Teiles der Hülse wird durch Öffnungen 31 der
Hülse 5 hindurch
durchgeführt,
- – der
Geschossboden mit Dichtungskragen 6 wird an der Hülse 5 und
dem hinteren Block 7 befestigt,
- – der
Geschossboden und der hintere Block werden mit einer Mutter 29 zusammengeschlossen,
- – dann
können
das Projektil und die obere Treibladung in das Innere der Hülse 5 eingebracht
werden, wie es zuvor bereits erwähnt
worden ist, das heißt
mit Hilfe eines fest mit dem Projektil und dessen Ladung verbundenen
Gehäuses.
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Der
Vorteil dieser Variante besteht in der Möglichkeit, die Beladung mit
Treibpulver vom hinteren Teil der Hülse, der Seite des Geschossbodens, aus
zu bewerkstelligen.
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Diese
Beladung vom hinteren Teil aus kann so die Benutzung eines Gehäuses, wie
es in dem Patent FR2622687 beschrieben ist, vermeiden. So könnte das
Projektil auf herkömmliche
Weise direkt mit der Hülse
zusammengeschlossen sein und die komplette Beladung der Munition
könnte
vom hinteren Teil der Hülse
aus bewerkstelligt werden. In diesem Fall muss die Scheibe 20 Öffnungen
aufweisen, um das Auffüllen
des durch das Projektil und die Scheibe begrenzte Volumen zu ermöglichen.
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Die
Muffe 19 könnte
selbstverständlich,
wie in der vorangegangenen Variante, ebenfalls vorübergehend
mit dem Zwischenglied 28, zum Beispiel durch Einrasten,
verbunden sein. Dieser Zusammenschluss würde die Phase der Beladung
mit Treibpulver sichern, indem eine ungewollte Verschiebung des rohrförmigen Körpers 8 vermieden
wird.
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4 stellt eine zweite Ausführungsform
der Erfindung dar.
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unterscheidet sich von der ersten Form dadurch, dass das Zündungsrohr 1 lineare,
energetische Zündschnüre 26 aufnimmt.
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Diese
Schnüre
sind mit einer pyrotechnischen Zusammensetzung beaufschlagt und
dem Fachmann hinlänglich
bekannt. Es kann zum Beispiel auf das Patent EP0344098 Bezug genommen werden.
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Diese
Schnüre
werden in das Innere des inneren Kanals 15 des rohrförmigen Körpers 8 bis
in die Nähe
des hinteren Blocks 7 zur Initiierung eingeführt. Der
rohrförmige
Körper
umfasst selbstverständlich
keine Wand zum Verschließen
des Kanals an seinem oberen Ende 22, um den Durchgang der Schnüre 26 zu
ermöglichen.
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Die
Schnüre 26 treten
durch einen erweiterten Teil 27 aus dem Kanal 15 aus
und dehnen sich über
den hinteren Teil des Projektils 3 aus. Der erweiterte
Teil 27 erleichtert so den Durchgang der Schnüre vom Zündungsrohr
zum Leitwerk des Projektils.
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Um
das Einführen
der Schnüre
in das Innere des rohrförmigen
Körpers
zu erleichtern, können
diese Letzteren über
wenigstens einen Teil ihrer Länge und
vorzugsweise im Bereich ihrer Enden verbunden sein, um eine Litze
zu bilden.
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Bei
dieser Ausführungsform
ist der innere Mantel des rohrförmigen
Körpers
nicht notwendig.
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Diese
Ausführungsform
findet insbesondere bei Munitionen Anwendung, deren Projektil sehr
lang ist und tief in die Treibladung eindringt.
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So
ermöglichen
es die Schnüre,
die entlang dem Projektil oder an der Innenwand der brennbaren Hülse angeordnet
sind, die Zündung
an mehreren Punkten sicher zu stellen, wodurch die Zündleistungen
verbessert werden.
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Der
Vorteil dieser zweiten Ausführungsform ist
es, die Führung
des Schnüre
im Inneren des rohrförmigen
Körpers
zu gewährleisten,
wodurch ihre Anordnung erleichtert wird.
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Ein
weiterer Vorteil besteht darin, dass die Schnüre unempfindlich gegen eventuelle
mechanische Beanspruchungen sind, denen die Munition unterliegt,
und somit nicht Gefahr laufen, beschädigt zu werden. Tatsächlich sind
sie nicht mit dem hinteren Block zur Initiierung verbunden und können im
Inneren des rohrförmigen
Körpers
des Zündungsrohres frei
gleiten.
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Selbstverständlich kann
diese zweite Ausführungsform
mit der zuvor in Bezug auf 3 beschriebenen
Variante kombiniert werden, wodurch es ermöglicht werden würde, die
Beladung mit Treibpulver vom hinteren Teil der Hülse, der Seite des Geschossbodens
mit Dichtungskragen, aus durchzuführen.