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Diese
Erfindung betrifft neue Polynukleotide, Polypeptide, die von ihnen
kodiert werden und die Verwendung von solchen Polynukleotiden und
Polypeptiden. Insbesondere betrifft die Erfindung Humanprotein C-Derivate
mit Resistenz gegen Serpininaktivierung und erhöhter Antikoagulationsaktivität verglichen
zu aktiviertem Protein C vom Wildtyp, ihre Herstellung und pharmazeutische
Zusammensetzungen, die diese Humanprotein C-Derivate umfassen.
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Das
Protein C ist eine Serinprotease und ein natürlich auftretendes Antikoagulationsmittel,
das eine Rolle spielt bei der Regulation der Hämostase durch die Inaktivierung
der Faktoren Va und VIIIa in der Koagulations- oder Gerinnungskaskade.
Humanprotein C wird in vivo hergestellt als ein einzelnes Polypeptid
mit 461 Aminosäuren.
Dieses Polypeptid durchläuft
mehrfache posttranslationale Modifizierungen einschließlich 1) Spaltung
von einer 42 Aminosäuresignalsequenz;
2) Spaltung von Lysin- und Argininresten (Positionen 156 und 157),
um ein(en) 2-kettigen inaktiven Precursor oder Vorläufer oder
Zymogen (eine 155 Aminosäurereste leichte
Kette befestigt über
eine Disulfidbrücke
mit einer 262 Aminosäurereste
schweren Kette) zu bilden; 3) Vitamin K abhängige Carboxylierung von neun
Glutaminsäureresten,
die angeordnet sind innerhalb der aminoterminalen 45 Reste (gla-Domäne); und
4) Kohlenhydratbefestigung an vier Stellen (eine in der leichten
Kette und drei in der schweren Kette). Schließlich kann das 2-kettige Zymogen
aktiviert werden durch Entfernung eines Dodecapeptids an dem N-Terminus
der schweren Kette, was aktiviertes Protein C (aPC) erzeugt, das größere Enzymaktivität besitzt
als das 2-kettige
Zymogen.
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Die
Blutkoagulation oder -gerinnung ist ein hoch komplexer Prozess,
der reguliert wird durch das Gleichgewicht zwischen Prokoagulationsmittel-
und Antikoagulationsmittelmechanismen. Dieses Gleichgewicht bestimmt
einen Zustand von entweder normaler Hämostase oder abnormaler pathologischer
Thrombusbildung und den Fortschritt von z.B. einer Koronarthrombose,
die zu akuten kornonaren Syndromen führt (ACS (akute coronary syndromes);
z.B. instabile Angina, Myokardinfarkt). Zwei Hauptfaktoren kontrollieren
oder steuern dieses Gleichgewicht; die Bildung von Fibrin und die
Aktivierung der nachfolgenden Aggregation von Plättchen, beide Prozesse kontrolliert
oder gesteuert durch die Bildung des Enzyms Thrombin, das auftritt
folgend auf die Aktivierung der Gerinnungskaskade. Thrombin im Komplex
mit Thrombomodulin wirkt auch als wirksames Antikoagulans oder Antikoagulationsmittel,
da es das Protein C Zymogen zu aPC aktiviert, das wiederum die Bildung
von Thrombin inhibiert oder hemmt. Daher wirkt aPC durch die Rückkopplungs-
oder Feedback-Regulation der Thrombinerzeugung über die Inaktivierung der Faktoren
Va und VIIIa, als das vielleicht wichtigste Regulationsmittel zum
Herabregeln oder als der wichtigste Abwärts-Regulator der Blutkoagulation oder
Blutgerinnung, was zum Schutz gegen Thrombose führt. Zusätzlich zur Antikoagulation
weist aPC antiinflammatorische Effekte auf und zeigt profibinolytische
Eigenschaften, die die Spaltung oder Lyse eines Gerinnsels erleichtern.
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Arterienthrombose
findet statt bei ACS als Antwort auf eine Endothelverletzung, typischerweise
als Ergebnis einer Störung
oder Spaltung von lipidreicher Plaque. Die Anfangsphasen dieser
Antwort schließen Plättchenanhaftung,
Aktivierung und den Zusammenbau von verschiedenen Prokoagulationsmitteln
an der Stelle der Verletzung und auf den Oberflächen der aktivierten Plättchen ein.
Die erhaltene Ausführung
oder Vervollkommnung der Thrombinbildung spielt eine entscheidende
Rolle bei dem Fortschreiten einer Thrombusbildung: sowohl durch
Fibrinabscheidung als auch durch Plättchenaktivierung, was daher
zur Verstärkung oder
Potenzierung der Aktivierung des Koagulationssystems führt. Traditio nelle
(z.B. unfraktioniertes Heparin [UFH]) und aktuelle (z.B. Heparin
mit niedrigem Molekulargewicht [LMWH] (low molecular weight heparin))
Antikoagulationstherapien für
ACS stützen
sich auf die Inhibierung oder Hemmung von Thrombin und/oder den Faktor
Xa (z.B. die Heparine inaktivieren sowohl Thrombin als auch Xa durch
dramatische Stimulierung ihrer Wechselwirkung mit Antithrombin-III).
Jedoch aufgrund der sterischen Beschränkungen sind diese Mittel nicht so
wirksam bei der Inhibierung von Gerinnsel gebundenem Xa oder Thrombin.
Das Vermögen
von aPC den Gerinnsel gebundenen Xa/Va-Komplex als Ziel zu finden und irreversibel
zu inaktivieren dämpft
oder unterdrückt
die lokale Thrombinbildung und den Fortschritt der Thrombose. Daher
stellt aPC einen Vorteil bereit gegenüber aktuellen Inhibitoren von
Thrombin oder Xa, da der Effekt der verringerten Thrombinbildung
bestehen bleiben wird, nachdem sich die Konzentration von aPC abgebaut
hat.
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Die
entscheidende Rolle von aPC bei der Kontrolle oder Steuerung der
Hämostase
wird auch beispielhaft gezeigt durch die erhöhte Rate oder Geschwindigkeit
der Thrombose bei heterozygotem Mangel, Protein C Resistenz (z.B.
aufgrund der allgemeinen Faktor V Leiden-Mutation) und dem fatalen
Ergebnis eines unbehandelten homozygoten Protein C Mangels. Aus
Plasma abgeleitete und rekombinant erzeugtes aPC zeigten, dass sie
wirksame und sichere antithrombotische Mittel sind bei einer Vielzahl
von Tiermodellen sowohl von venöser,
als auch arterieller Thrombose.
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Es
wurde auch gezeigt, dass Protein C Werte abnormal gering sind bei
den folgenden Krankheiten und Zuständen: disseminierte intravaskuläre Koagulation
(DIC) [Fourrier et al., Chest 101: 816 bis 823, 1992], Sepsis [Gerson
et al., Pediatrics 91: 418 bis 422, 1993], „Major Trauma"/„Major Surgery" [Thomas et al.,
Am. J. Surg. 158: 491 bis 494, 1989], Verbrennungen [Lo et al.,
Burns 20: 186 bis 187 (1994)], Adult Respiratory Distress Syndrome
(ARDS) [Hasegawa et al., Chest 105(1): 268 bis 277, 1994] und Transplantationen
[Gordon et al., Bone Marrow Trans. 11: 61 bis 65 (1993)]. Außerdem gibt
es zahlreiche Erkrankungen mit thrombotischen Abnormalitäten oder
Komplikationen, bei denen aPC geeignet sein kann bei der Behandlung,
wie: Heparin-induzierte Thrombocytopenie (HIT) [Phillips et al.,
Annals of Pharmacotherapy 28: 43 bis 45, 1994], Sichelzellenkrankheit
oder Thalassämie
[Karayalcin et al., The American Journal of Pediatric Hematology/Oncology 11(3):
320 bis 323, 1989], virales hämorrhagisches
Fieber [Lacy et al., Advances in Pediatric Infectious Diseases 12:
21 bis 53, 1997], thrombotische thrombocytopenische Purpura (TTP)
und hämolytisches
Urämiesyndrom
(HUS) [Moake, Seminars in Hematology 34(2): 83 bis 89, 1997]. Außerdem kann
aPC bei der Kombination mit bakterizidem Permeabilität steigerndem
Protein (BPI) brauchbar sein bei der Behandlung von Sepsis [Fisher
et al., Crit. Care Med. (22(4): 553 bis 558, 1994].
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Es
ist weithin bekannt, dass die (Blut-)Plättcheninhibierung wirksam ist
sowohl bei der Vermeidung als auch Behandlung einer thrombotischen
Erkrankung. Jedoch die Verwendung von Thrombozytenaggregationshemmern
(antiplatelet agents), wie Aspirin, erhöht das Risiko eines Blutens,
was die Dosierung oder Dosis des Mittels und die Dauer der Behandlung
beschränkt.
Die Kombination von aPC und Thrombozytenaggregationshemmern führt zu einer
Synergie, die die Reduzierung der Dosis sowohl von aPC als auch
dem/den Thrombozytenaggregationshemmer(n) erlaubt. Die Reduzierung
der Dosierungen der Mittel in einer Kombinationstherapie führt umgekehrt
zu reduzierten Nebeneffekten, wie erhöhtem Bluten, das oft beobachtet
wird bei der Kombination von einer Antikoagulans-/Thrombozytenaggregationshemmer-Therapie.
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Verschiedene
Verfahren zur Gewinnung von Protein C aus Plasma und zur Herstellung
von Protein C, aPC und Protein C/aPC-Polypeptiden durch rekombinante
DNA- oder DNS-Technologie sind in der Technik bekannt und wurden
beschrieben. Siehe z.B. die US-Patente mit den Nummern
US 4 775 624 A und
US 5 358 932 A .
Trotz Verbesserungen bei den Verfahren, um aPC durch rekombinante
DNA-Technologie
herzustellen, sind aPC und Polypeptide davon schwierig und kostspielig
herzustellen.
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Im
Gegensatz zum Zymogenprotein C weist aktiviertes Protein C eine
extrem kurze Halbwertszeit auf. Ein Hauptproblem für die kurze
Halbwertszeit ist, dass Blutkonzentrationen von aPC reguliert werden
durch Moleküle,
die bekannt sind als Serpine (Serinproteaseinhibitoren), die kovalent
an aPC binden, was einen inaktiven Serpin/aPC-Komplex bildet. Die
Serpin/aPC-Komplexe werden gebildet, wenn sich aPC bindet und proteolytisch
eine Schleife mit reaktivem oder aktivem Zentrum oder Stelle innerhalb
des Serpin spaltet; nach der Spaltung das Serpin eine Konformationsveränderung
durchläuft,
die ein aPC irreversibel inaktiviert. Der Serpin/aPC-Komplex wird
dann aus dem Blutstrom über
hepatische Rezeptoren für
den Serpin/aPC-Komplex eliminiert. Als Ergebnis weist aPC eine relativ
kurze Halbwertszeit auf, verglichen mit dem Zymogen; etwa 20 min
für aPC
gegenüber
etwa 10 h für
humanes Protein C-Zymogen (Okajima et al., Thromb. Haemost. 63(1): 48
bis 53, 1990).
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Daher
stellt ein aPC-Derivat, das Resistenz gegenüber einer Serpininaktivierung
zeigt, während
es die gewünschten
biologischen Aktivitäten
von aPC (z.B. Antikoagulation, Fibrinolyse und antiinflammatorische
Aktivitäten)
beibehält,
eine Verbindung bereit, die eine erhöhte Plasmahalbwertszeit aufweist
und effektiv stärker ist
als die Eltern- oder Stammverbindung, was beträchtlich reduzierte Dosierungskonzentrationen
für therapeutische
Anwendungen notwendig macht. Die Stärkevorteile sind insbesondere
wichtig bei Krankheitszuständen, bei
denen die Serpinwerte erhöht
sind.
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Durch
wissenschaftliche Experimente, Analysen und Innovation identifizierten
die Erfinder der vorliegenden Erfindung Serpin- und Protein C-Bindungsstellen,
die entscheidend sind für
die Bildung von Serpin/aPC-Komplexen. Als Ziel ausgewählte Aminosäurereste
in dem aPC-Molekül
wurden modifiziert und inhibierten überraschend die Bildung von
dem Serpin/aPC-Komplex (der Komplex, der irreversibel aPC inaktiviert),
während
gleichzeitig die Spezifität
des aPC-Derivats für
die natürlichen
Substrate von aPC (z.B. Faktor Va und VIIIa) beibehalten wurden.
Außerdem
wurde gefunden, dass die Hemmung oder Inhibierung einer Bindung
des Serpin/Human-aPC-Derivat auftrat durch Substitution von einer
oder mehreren der folgenden Aminosäuren: 194 (Leu), 195 (Ala),
228 (Leu), 249 (Tyr), 254 (Thr), 302 (Tyr) und 316 (Phe) der SEQ
ID NO: 1 mit einer oder mehreren Aminosäure(n), ausgewählt aus
Ser, Ala, Thr, His, Lys, Arg, Leu, Asn, Asp, Glu, Gly und Gln, mit
der Maßgabe,
dass die Position 194 nicht substituiert ist durch Leu und die Position
254 nicht substituiert ist durch Thr.
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Außerdem stellt
ein aPC-Derivat, das erhöhte
Antikoagulationsaktivität
zeigt, während
es die anderen biologischen Aktivitäten von aPC beibehält (z.B.
fibrinolytische und antiinflammatorische Aktivitäten), eine Verbindung bereit,
die in wirksamer Weise stärker
ist als die Stammverbindung, was beträchtlich verringerte Dosierungswerte
für therapeutische
Anwendungen notwendig macht.
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Eine
Steigerung der Humanprotein C Calcium- und Membranbindungsaktivität durch
ortsgerichtete Mutagenese der gla-Domäne wurde berichtet von verschiedenen
Forschern, z.B. Shen et al. (J. Biol. Chem. 273(47): 31086 bis 31091,
1998) und Shen et al. (Biochemistrz 36(51): 16025 bis 16031, 1997).
Einige der darin dargestellten Mutanten zeigen auch höhere Aktivität von aPC
bei Standardkoagulations assays, verglichen zu aPC vom Wildtyp. Die
WO 91 09 960 A und
JP
3 072 877 A offenbaren Humanprotein C-Muteine, die jeweils
erhöhte
Resistenz gegenüber
der Inaktivierung durch Humanplasmafaktoren zeigen und erhöhte Serumhalbwertszeit.
Durch fortgesetzte wissenschaftliche Experimente, Analysen und Innovation
identifizierten die Erfinder der vorliegenden Erfindung spezielle
Stellen und modifizierten als Ziel gesetzte Aminosäurereste in
der gla-Domäne
von dem aPC-Molekül. Überraschenderweise
wurde gefunden, dass erhöhte
Antikoagulationsaktivität
von dem aPC-Derivat auftrat, wenn spezielle ortsgerichtete Mutationen
durchgeführt
wurden. Insbesondere wurde gefunden, dass Substitutionen an den
Aminosäurepositionen:
10 (His), 11 (Ser), 12 (Ser), 32 (Gln) und 33 (Asn) von der SEQ
ID NO: 1 allein oder in Kombination davon eine erhöhte Antikoagulationsaktivität zeigen
im Vergleich zu aPC vom Wildtyp oder Wildtyp aPC.
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Demzufolge
beschreibt die vorliegende Erfindung neue Humanprotein C-Derivate.
Diese Humanprotein C-Derivate behalten die wichtige biologische
Aktivität
von dem Protein C vom Wildtyp bei und weisen größere Antikoagulationsaktivität auf und
weisen längere
Halbwertszeiten im menschlichen Blut auf als aPC vom Wildtyp. Daher
stellen diese Verbindungen viele Vorteile bereit, z.B. weniger häufige Verabreichung
und/oder geringere Dosierungen oder Dosen und daher eine Reduzierung
in den Gesamtkosten der Herstellung und Therapie. Außerdem zeigen
diese Verbindungen einen Vorteil gegenüber traditionellen Antikoagulationstherapien
bei Krankheitszuständen
wie ACS. Bedeutend kann die Erhöhung
der Humanprotein C-Derivat-Antikoagulationsaktivität und Resistenz
gegenüber
der Serpininaktivierung erreicht werden, vorzugsweise durch 2 bis 6
Aminosäuresubstitutionen,
die weniger wahrscheinlich immunogen sind im Vergleich zu Molekülen, die
mehr als 6 Aminosäuresubstitutionen
enthalten (US-Patent Nr.
US
5 358 932 A ; Holly et al., Biochemistry 33: 1876 bis 1880,
1994).
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Die 1 ist
eine schematische Darstellung der Aminosäuresequenz von den schweren
und leichten Ketten des Protein C-Moleküls, einschließlich der
Pre-Pro Leader (Signal) Sequenz.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ein Humanprotein C-Derivat bereit,
umfassend die SEQ ID NO: 1, die mindestens 2 Aminosäuresubstitutionen
aufweist, ausgewählt
aus den Gruppen, bestehend aus
- A) His an der
Position 10 ist substituiert durch Gln; Ser an der Position 11 ist
substituiert durch Gly; Ser an der Position 12 ist substituiert
durch Lys; Gln an der Position 32 ist substituiert durch Glu; Asn
an der Position 33 ist substituiert durch Asp oder Phe; und
- B) die Aminosäure
an der Position 194, 195, 228, 249, 254, 302 oder 316 ist substituiert
durch eine Aminosäure,
ausgewählt
aus Ser, Ala, Thr, His, Lys, Leu, Arg, Asn, Asp, Glu, Gly und Gln,
wobei
mindestens eine Substitution aus der Gruppe A) und eine Substitution
aus der Gruppe B) vorliegt.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch rekombinante DNS-Moleküle bereit,
welche die Humanprotein C-Derivate der vorliegenden Erfindung kodieren,
insbesondere solche, welche die SEQ ID NOS: 7, 8, 9 und 10 umfassen.
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Ein
weiterer Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung stellt Proteinsequenzen
von den oben genannten Humanprotein C-Derivaten bereit, insbesondere
solche, die die SEQ ID NOS: 3, 4, 5 und 6 umfassen, und die aktivierten
Formen von diesen Humanprotein C-Derivaten.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ferner Substanzen und Zusammensetzungen
bereit, die brauchbar sind bei der Behandlung von Gefäßverschlussstörungen und
hyperkoagulabilen Zuständen,
einschließlich Sepsis,
disseminierte intravaskuläre
Koagulation, Purpura fulminans, „Major Trauma", „Major Surgery", Verbrennungen,
Adult Respiratory Distress Syndrome, Transplantationen, Tiefvenenthrombose,
Heparin-induzierte Thrombocytopenie, Sichelzellenkrankheit, Thalassämie, virales
hämorrhagisches
Fieber, thrombotische thrombocytopenische Purpura und hämolytisches
Urämiesyndrom.
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Die
Erfindung stellt ferner die Verwendung der Humanprotein C-Derivate
der vorliegenden Erfindung bei der Herstellung eines Medikaments
zur Behandlung der oben genannten Krankheiten und Zustände bereit.
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Eine
noch andere Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung der Humanprotein C-Derivate
der vorliegenden Erfindung bei der Herstellung eines Medikaments
zur Behandlung von menschlichen Patienten mit genetisch prädisponierenden
prothrombotischen Störungen.
Beispiele von genetisch prädisponierenden
prothrombotischen Störungen
sind Protein C-Mangel, die Faktor-V-Leiden-Mutation und die G20210A-Mutation
im Prothrombin-Gen.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch eine pharmazeutische Zusammensetzung
bereit, die einen pharmazeutisch annehmbaren Träger oder ein Verdünnungsmittel
und ein Humanprotein C-Derivat dieser Erfindung umfasst.
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Die
vorliegende Erfindung stellt auch die Verwendung der humanaktivierten
Protein C-Derivate dieser Erfindung zur Herstellung eines Medikaments
zur Behandlung der oben genannten Indikationen bereit.
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Verfahren
und Gesichtspunkte der Herstellung der neuen Humanproteinderivate
stellen ebenfalls einen Gesichtspunkt dieser Erfindung dar.
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Für die Zwecke
der vorliegenden Erfindung, wie sie beschrieben und beansprucht
ist in dieser Beschreibung, sind die folgenden Begriffe, wie unten
definiert.
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Thrombozytenaggregationshemmer – ein oder
mehrere Mittel allein oder in Kombination, die das Vermögen von
(Blut-)Plättchen
reduzieren zu aggregieren. Mittel, die in der Technik darunter verstanden
werden und anerkannt sind, schließen solche ein, die zitiert
sind, z.B. in Remington, The Science and Practice of Pharmacy, 19.
Auflage, Band II, Seiten 924 bis 925, Mack Publishing Co. Solche
Mittel schließen
Aspirin (ASS), Clopidogrel, ReoPro® (Abciximab),
Dipyridamol, Ticlopidin und IIb/IIIa Antagonisten ein, sind aber
nicht darauf beschränkt.
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Zymogen – Protein
C-Zymogen, wie in dieser Beschreibung verwendet, bezieht sich auf
ausgeschiedene inaktive Formen, ob nun eine Kette oder zwei Ketten
von Protein C oder Derivaten davon. Die Spaltung von Lysin- und
Argininresten (Positionen 156 und 157) führt zu einem 2-kettigen (aus
einer schwere und einer leichten Kette) inaktiven Zymogen.
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Aktiviertes
Protein C bezieht sich auf die aktivierte Form des Protein C-Zymogens,
das hergestellt wird durch Entfernung von einem Dodecapeptid an
dem N-Terminus der schweren Kette, was aktiviertes Protein C erzeugt.
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Aktiviertes
Protein C oder aPC bezieht sich auf rekombinantes aPC. aPC schließt ein und
ist vorzugsweise rekombinantes humanes aPC, obwohl aPC auch andere
Spezies einschließen
kann, die Protein C proteolytische, amidolytische, esterolytische
und biologische (Antikoagulations- oder gerinnungshemmende, antiinflammatorische
oder profibinolytische) Eigenschaften aufweisen.
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Humanprotein
C-Derivat(e) bezieht sich auf die rekombinant erzeugten Derivate
dieser Erfindung, die sich von Humanprotein C vom Wildtyp unterscheiden,
aber wenn sie aktiviert sind, die wichti gen Eigenschaften beibehalten,
das heißt
die proteolytischen, amidolytischen, esterolytischen und biologischen
(Antikoagulations- oder gerinnungshemmende, antiinflammatorische,
profibrinolytische) Aktivitäten.
Die Definition der Humanprotein C-Derivate, wie sie in dieser Beschreibung
verwendet wird, schließt
auch die aktivierte Form der oben angegebenen Humanprotein C-Derivate
ein.
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Behandlung – beschreibt
das Management und die Pflege von einem Patienten zum Zweck der
Bekämpfung
einer Krankheit, eines Zustands oder einer Störung, um entweder die Krankheit,
den Zustand oder die Störung
zu beseitigen oder prophylaktisch das Einsetzen oder den Beginn
der Symptome oder Komplikationen dieser Krankheit, dieses Zustands
oder dieser Störung
zu vermeiden.
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Kontinuierliche
Infusion – fortwährende im
Wesentlichen nicht unterbrochene Einführung oder Einleitung einer
Lösung
oder Suspension in eine Vene über
einen spezifizierten Zeitraum.
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Bolusinjektion – die Injektion
eines Arzneimittels in einer definierten Menge (genannt Bolus) über einen Zeitraum
bis zu etwa 120 min.
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Geeignet
zur Verabreichung – eine
lyophilisierte Formulierung oder Lösung, die geeignet ist, um
als therapeutisches Mittel gegeben zu werden.
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Einheitsdosierungsform – bezieht
sich auf physikalisch getrennte Einheiten, die geeignet sind als
einheitliche Dosierungen für
menschliche Patienten, wobei jede Einheit eine vorherbestimmte Menge
eines aktiven oder wirksamen Materials enthält, berechnet, um den gewünschten
therapeutischen Effekt zu erzeugen in Verbindung mit einem geeigneten
pharmazeutischen Hilfsstoff.
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Hyperkoagulabile
Zustände – exzessive
oder überhöhte Koagulabilität oder Gerinnbarkeit,
verbunden mit disseminierter intravaskulärer Koagulation, präthrombotischen
Zuständen,
Aktivierung der Koagulation oder kongenitaler oder erworbener Mangel
an Gerinnungsfaktoren, wie z.B. aPC.
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Protein
C-Mangel – Protein
C-Mangel, wie er in der Beschreibung verwendet wird, kann kongenital oder
erworben sein. Bei jedem Typ ist die Protein C-Konzentration im
Kreislauf unterhalb der unteren Grenze des normalen Bereichs. Fachleute
erkennen, dass der normale Zustand hergestellt wird durch ein Standardprotokoll
unter Verwendung einer Ausrüstung
und diagnostischen Kits, die von der FDA (Food and Drug Administration
des US Departments of Health, Education and Welfare) anerkannt sind.
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Pharmazeutisch
wirksame Menge – eine
therapeutisch wirksame Menge einer pharmazeutischen Verbindung.
Die bestimmte Dosis der Verbindung, die gemäß der Erfindung verabreicht
wird, wird natürlich
bestimmt von dem behandelnden Arzt, der die bestimmten Umstände bewertet,
die den Fall umgeben, welche die verabreichte Verbindung, den besonderen
zu behandelnden Zustand, die Eigenschaften des Patienten und ähnliche Überlegungen
einschließt.
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Akute
koronare Syndrome (ACS) – klinische
Manifestationen oder Erscheinungsformen der koronaren Arteriosklerose
kompliziert durch koronare Plaquezerstörung, überlagerter Koronarthrombose
und gefährdeter Koronarblutfluss,
der zu Koronarischämie
und/oder Myokardinfarkt führt.
Das Spektrum der akuten koronaren Syndrome schließt instabile
Angina, nicht Q-wellenförmigen
(das heißt
nicht ST-Segmentbewertung) Myokardinfarkt und Q-Wellen (das heißt ST-Segmentbewertung)-Myokardinfarkt
ein.
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Gentherapie – eine therapeutische
Maßnahme
oder Kur, die die Verabreichung eines Vektors einschließt, der
DNS oder DNA enthält,
die ein therapeutisches Protein kodiert, direkt auf betroffene Zellen,
wo das therapeutische Protein erzeugt werden wird. Zielgewebe für die Genabgabe
schließt
z.B. ein: Skelettmuskeln, vaskuläre
glatte Muskeln und Leber. Vektoren schließen z.B. ein: Plasmid DNS,
Liposomen, Protein-DNS-Konjugate und Vektoren basierend auf dem
Adenovirus oder Herpesvirus. Die Gentherapie wurde z.B. beschrieben
von Kessler et al., PNAS, USA, 93: 14082 bis 14087, 1996.
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Thrombotische
Störungen – eine Störung, die
sich bezieht auf oder betroffen ist mit der Bildung oder Gegenwart
von einem Blutgerinnsel innerhalb eines Blutgefäßes. Solche Störungen schließen Schlaganfall, abrupten
Verschluss folgend auf Angioplastie oder das Einsetzen eines Stents
und Thrombose als Ergebnis einer peripheren vaskulären Operation
ein, sind aber nicht darauf beschränkt.
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Purpura
fulminans – Ekchymosen-Hautläsionen,
Fieber, Hypotonie, verbunden mit bakterieller Sepsis, virale, bakterielle
oder Protozoen-Infektionen. Disseminierte intravaskuläre Koagulation
tritt in der Regel auf.
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Gewebefaktorweginhibitor
oder Tissue Factor Pathway Inhibitor (TFPI) – bezieht sich auf natürliche oder
rekombinante Formen von TFPI. Man glaubt, dass dieses Protein gewebevermittelte
Gerinnung in kleinen Blutgefäßen, die
möglicherweise
zu Organversagen und Tod führen,
blockiert.
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Serpin – beliebiges
von einer Gruppe von strukturell verwandten Proteinen, die typischerweise
Serinproteaseinhibitoren sind, dessen Inhibitionsaktivität oder Hemmaktivität bestimmt
wird durch eine reaktive Stelle in einer hoch variablen und mobilen
Peptidschleife und die den Protein C-Inhibitor (PCI) und α1-Antitrypsin (α1-AT)
einschließt,
aber nicht darauf beschränkt
ist.
- Inhibitorerkennungssequenz S2: der zweite Rest N-terminal
zu der Spaltungsstelle von PCI oder α1-AT.
- Inhibitorerkennungssequenz S3': der dritte Rest C-terminal zu der
Spaltungsstelle von PCI oder α1-AT.
- Inhibitorerkennungssequenz S4': der vierte Rest C-terminal zu der
Spaltungsstelle von PCI oder α1-AT.
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Protein
C vom Wildtyp – der
Typ des Protein C, der in einer natürlichen Population von Menschen
vorherrscht im Gegensatz zu natürlichen
Mutenten oder Labormutanten von Polypeptidformen von Protein C.
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Bactericidal/Permeability-Increasing
Protein (BPI) oder bakterizides permeabilitätssteigerndes Protein – schließt ein natürliches
und rekombinant hergestelltes bakterizides permeabilitätssteigerndes
(BPI) Protein; natürliche,
synthetische und rekombinante biologisch aktive Polypeptidfragmente
des BPI-Proteins;
biologisch aktive Polypeptidvarianten des BPI-Proteins oder Fragmente
davon, einschließlich
Hybridfusionsproteine und -dimere; biologisch aktive Analogavarianten
des BPI-Proteins oder Fragmente oder Varianten davon, einschließlich Cystein
substituierte Analoga; und von BPI abgeleitete Peptide. Die vollständige Aminosäuresequenz
von humanem BPI sowie die Nucleotidsequenz von DNS, die BPI kodiert,
wurden beschrieben von Gray et al., 1989, J. Biol. Chem. 264: 9505.
Rekombinante Gene, die BPI-Proteine
kodieren und Verfahren zur Expression der BPI-Proteine, einschließlich BPI-Holoprotein
und Fragmente von BPI, sind offenbart in dem US-Patent mit der Nummer
US 5 198 541 A .
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Die
Aminosäureabkürzungen
werden von dem US-Patent- und Markenamt (United States Patent and Trademark
Office) akzeptiert, wie es festgelegt ist in 37 C. F. R. 1.822 (d)(1)
(1998).
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Die
vorliegende Erfindung stellt Humanprotein C-Derivate bereit, einschließlich der
aktivierten Formen davon, die erhöhte Antikoagulations- oder
Blutgerinnungsaktivität
und Resistenz gegenüber
einer Serpininaktivierung zeigen, verglichen zu Protein C vom Wildtyp
oder Wildtyp Protein C. Die aktivierte Form von aPC oder humanen
aPC-Derivaten können
hergestellt werden durch Aktivierung von rekombinantem humanem Protein C-Zymogen
oder rekombinantem humanem Protein C-Derivat Zymogen in vitro oder
durch direkte Sekretion der aktivierten Form von Protein C. Die
Mittel, durch die die Aktivierung stattfindet, ist nicht entscheidend,
und die Verfahrensgesichtspunkte dieser Erfindung schließen beliebige
und alle Maßnahmen
zur Aktivierung ein. Humanprotein C-Derivate können hergestellt werden in
eukaryotischen Zellen, transgenen Tieren oder transgenen Pflanzen,
einschließlich
z.B. der Sekretion von humanen Nierenzellen 293 oder AV12-Zellen
als ein Zymogen, dann gereinigt und aktiviert durch Techniken, die
dem Fachmann bekannt sind.
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Bevorzugte
Humanprotein C-Derivate der vorliegenden Erfindung schließen ein:
S11G:Q32E:N33D:L194S,
S11G:Q32E:N33D:L194S:T254S, H10Q:S11G:Q32E:N33D:L194S, H10Q:S11G:Q32E:N33D:L194S:T254S
und aktivierte Formen davon.
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Das
Humanprotein C-Derivat S11G:Q32E:N33D:L194S enthält einen Glycinrest an der
Position 11 anstelle eines Serinrests, der normalerweise an dieser
Position gefunden wird, einen Glutaminsäurerest an der Position 32
anstelle des Glutaminrests, der normalerweise an dieser Position
gefunden wird, einen Asparaginsäurerest
an der Position 33 anstelle des Asparaginrests, der normalerweise
an dieser Stelle gefunden wird, und ein Serin an der Position 194
anstelle des Leucinrests, der normalerweise an dieser Stelle gefunden
wird. Andere bevorzugte Aminosäuresubstitutionen
an der Position 194 schließen
ein: Ala, Arg, Asn, Asp, Glu, Gly, Ser, Lys, Gln, Leu, Thr und His.
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Das
Humanprotein C-Derivat S11G:Q32E:N33D:L194S:T254S enthält einen
Glycinrest an der Position 11 anstelle eines Serinrests, der normalerweise
an dieser Position gefunden wird, einen Glutaminsäurerest an
der Position 32 anstelle des Glutaminrests, der normalerweise an
dieser Position gefunden wird, einen Asparaginsäurerest an der Position 33
anstelle des Asparaginrests, der normalerweise an dieser Position
gefunden wird, einen Serinrest an der Position 194 anstelle des
Leucinrests, der normalerweise an dieser Position gefunden wird,
und einen Serinrest an der Position 254 anstelle eines Threoninrests,
der normalerweise an dieser Position gefunden wird. Andere bevorzugte
Aminosäuresubstitutionen
an den Positionen 194 und 254 schließen ein: Ala, Arg, Asn, Asp,
Glu, Gly, Ser, Lys, Gln, Leu, Thr und His, mit der Maßgabe, dass
die Position 11 nicht Ser ist, die Position 32 nicht Gln ist, 33
nicht Asn ist, 194 nicht Leu ist und 254 nicht Thr ist.
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Das
Humanprotein C-Derivat H10Q:S11G:Q32E:N33D:L194S enthält einen
Glutaminrest an der Position 10 anstelle des Histidinrests, der
normalerweise an dieser Position gefunden wird, einen Glycinrest
an der Position 11 anstelle des Serinrests, der normalerweise an
dieser Position gefunden wird, einen Glutaminsäurerest an der Position 32
anstelle des Glutaminrests, der normalerweise an dieser Position
gefunden wird, einen Asparaginsäurerest
an der Position 33 anstelle des Asparaginrests, der normalerweise
an dieser Position gefunden wird, und einen Serinrest an der Position
194 anstelle des Leucinrests, der normalerweise an dieser Position
gefunden wird. Mit der Lehre der vorliegenden Erfindung ist dem
Fachmann ersichtlich, dass andere Aminosäuresubstitutionen an diesen
Positionen dem erhaltenen Derivatmolekül erhöhte Antikoagulationsaktivität und Resistenz
gegen Serpininaktivierung verleihen können. Beispiele von solchen
Aminosäuresubstitutionen
schließen
ein: Ala, Arg, Asn, Asp, Glu, Gly, Ser, Lys, Gln, Leu, Thr und His.
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Das
Humanprotein C-Derivat H10Q:S11G:Q32E:N33D:L194S:T254S enthält einen
Glutaminrest an der Position 10 anstelle des Histidinrests, der
normalerweise an dieser Position gefunden wird, einen Glycinrest
an der Position 11 anstelle des Serinrests, der normalerweise an
dieser Position gefunden wird, einen Glutaminsäurerest an der Position 32
anstelle des Glutaminrests, der normalerweise an dieser Position
gefunden wird, einen Asparaginsäurerest
an der Position 33 anstelle des Asparaginrests, der normalerweise
an dieser Position gefunden wird, einen Serinrest an der Position
194 anstelle des Leucinrests, der normalerweise an dieser Position
gefunden wird, und einen Serinrest an der Position 254 anstelle
des Threoninrests, der normalerweise an dieser Position gefunden
wird. Andere bevorzugte Aminosäuresubstitutionen
an den Positionen 194 und 254 schließen ein: Ala, Arg, Asn, Asp,
Glu, Gly, Ser, Lys, Gln, Leu, Thr und His.
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Weitere
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung schließen die Humanprotein C-Derivate
ein: S12K:L194S, S12K:L194S:T254S, H10Q:S11G:S12K:L194S, H10Q:S11G:S12K:L194S:T254S,
S11G:L194S, H10Q:S11G:L194S, S11G:L194S:T254S, H10Q:S11G:L194S,
S11G:L194S:T254S und aktivierte Formen davon, die erhöhte Anitkoagulationsaktivität und Resistenz
gegen Serpininaktivierung zeigen im Vergleich zu aktiviertem Protein
C vom Wildtyp.
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Das
Humanprotein C-Derivat S12K:L194S enthält einen Lysinrest an der Position
12 anstelle des Serinrests, der normalerweise an dieser Position
gefunden wird, und einen Serinrest an der Position 194 anstelle des
Leucinrests, der normalerweise an dieser Position gefunden wird.
Andere bevorzugte Aminosäuresubstitutionen
an der Position 194 schließen
ein: Ala, Arg, Asn, Asp, Glu, Gly, Ser, Lys, Gln, Leu, Thr und His.
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Das
Humanprotein C-Derivat S12K:L194S:T254S enthält einen Lysinrest an der Position
12 anstelle des Serinrests, der normalerweise an dieser Position
gefunden wird, einen Serinrest an der Position 194 anstelle des
Leucinrests, der normalerweise an dieser Position gefunden wird,
und einen Serinrest an der Position 254 anstelle eines Threoninrests,
der normalerweise an dieser Position gefunden wird. Andere solche
bevorzugte Aminosäuresubstitutionen
an den Positionen 194 und 254 schließen ein: Ala, Arg, Asn, Asp,
Glu, Gly, Ser, Lys, Gln, Leu, Thr und His.
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Das
Humanprotein C-Derivat H10Q:S11G:S12K:L194S enthält einen Glutaminrest an der
Position 10 anstelle des Histidinrests, der normalerweise an dieser
Position gefunden wird, einen Glycinrest an der Position 11 anstelle
des Serinrests, der normalerweise an dieser Position gefunden wird,
einen Lysinrest an der Position 12 anstelle des Serinrests, der
normalerweise an dieser Position gefunden wird, und einen Serinrest an
der Position 194 anstelle des Leucinrests, der normalerweise an
dieser Position gefunden wird. Andere bevorzugte Aminosäuresubstitutionen
an der Position 194 schließen
ein: Ala, Arg, Asn, Asp, Glu, Gly, Ser, Lys, Gln, Leu, Thr und His.
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Das
Humanprotein C-Derivat H10Q:S11G:S12K:L194S:T254S enthält vorzugsweise
einen Glutaminrest an der Position 10 anstelle eines Histidinrests,
der normalerweise an dieser Position gefunden wird, einen Glycinrest
an der Position 11 anstelle des Serinrests, der normalerweise an
dieser Position gefunden wird, einen Lysinrest an der Position 12
anstelle der Serinrests, der normalerweise an dieser Position gefunden
wird, einen Serinrest an der Position 194 anstelle des Leucinrests,
der normalerweise an dieser Position gefunden wird, und einen Serinrest
an der Position 254 anstelle des Threoninrests, der normalerweise
an dieser Position gefunden wird. Andere bevorzugte Aminosäuresubstitutionen
für die
Positionen 194 und 254 schließen
ein: Ala, Arg, Asn, Asp, Glu, Gly, Ser, Lys, Gln, Leu, Thr und His.
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Das
Humanprotein C-Derivat S11G:L194S enthält einen Glycinrest an der
Position 11 anstelle des Serinrests, der normalerweise an dieser
Position gefunden wird, und einen Serinrest an der Position 194
anstelle des Leucinrests, der normalerweise an dieser Position gefunden
wird. Andere bevorzugte Aminosäuresubstitutionen
für die
Position 194 schließen
ein: Ala, Arg, Asn, Asp, Glu, Gly, Ser, Lys, Gln, Leu, Thr und His.
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Das
Humanprotein C-Derivat H10Q:S11G:L194S enthält vorzugsweise einen Glutaminrest
an der Position 10 anstelle eines Histidinrests, der normalerweise
an dieser Position gefunden wird, einen Glycinrest an der Position
11 anstelle des Serinrests, der normalerweise an dieser Position
gefunden wird, und einen Serinrest an der Position 194 anstelle
des Leucinrests, der normalerweise an dieser Position gefunden wird.
Andere bevorzugte Aminosäuresubstitutionen
für die
Position schließen
ein: Ala, Arg, Asn, Asp, Glu, Gly, Ser, Lys, Gln, Leu, Thr und His.
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Das
Humanprotein C-Derivat S11G:L194S:T254S enthält einen Glycinrest an der
Position 11 anstelle des Serinrests, der normalerweise an dieser
Position gefunden wird, einen Serinrest an der Position 194 anstelle
des Leucinrests, der normalerweise an dieser Position gefunden wird,
und einen Serinrest an der 254 anstelle des Threoninrests, der normalerweise
an dieser Position gefunden wird. Andere solche bevorzugte Aminosäuresubstitutionen
für die
Positionen 194 und 254 schließen
ein: Ala, Arg, Asn, Asp, Glu, Gly, Ser, Lys, Gln, Leu, Thr und His.
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Zusätzlich bevorzugte
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung schließen ein die Protein C-Derivate:
S11G:Q32E:L194S, S11G:Q32E:L194S:T254S, S11G:Q32E:N33F:L194S und S11G:Q32E:N33F:L194S:T254S
und aktivierte Formen davon, die erhöhte Antikoagulationsaktivität und Resistenz
gegen Serpininaktivierung zeigen im Vergleich zu aktiviertem Protein
C vom Wildtyp.
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Das
Humanprotein C-Derivat S11G:Q32E:L194S enthält einen Glycinrest an der
Position 11 anstelle des Serinrests, der normalerweise an dieser
Position gefunden wird, einen Glutaminsäurerest an der Position 32
anstelle des Glutaminrests, der normalerweise an dieser Position
gefunden wird, und einen Serinrest an der Position 194 anstelle
des Leucinrests, der normalerweise an dieser Position gefunden wird.
Andere bevorzugte solche Aminosäuresubstitutionen
an der Position 194 schließen
ein: Ala, Arg, Asn, Asp, Glu, Gly, Ser, Lys, Gln, Leu, Thr und His.
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Das
Humanprotein C-Derivat S11G:Q32E:L194S:T254S enthält einen
Glycinrest an der Position 11 anstelle des Serinrests, der normalerweise
an dieser Position gefunden wird, einen Glutaminsäurerest
an der Position 32 anstelle des Glutaminrests, der normalerweise
an dieser Position gefunden wird, einen Serinrest an der Position
194 anstelle des Leucinrests, der normalerweise an dieser Position
gefunden wird, und einen Serinrest an der Position 254 anstelle
des Threoninrests, der normalerweise an dieser Position gefunden
wird. Andere bevorzugte solche Aminosäuresubstitutionen an den Positionen
194 und 254 schließen
ein: Ala, Arg, Asn, Asp, Glu, Gly, Ser, Lys, Gln, Leu, Thr und His.
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Das
Humanprotein C-Derivat S11G:Q32E:N33F:L194S enthält einen Glycinrest an der
Position 11 anstelle des Serinrests, der normalerweise an dieser
Position gefunden wird, einen Glutaminsäurerest an der Position 32
anstelle des Glutaminrests, der normalerweise an dieser Position
gefunden wird, einen Phenyalaninrest an der Position 33 anstelle
des Asparaginrests, der normalerweise an dieser Position gefunden
wird, und einen Serinrest an der Position 194 anstelle des Leucinrests,
der normalerweise an dieser Position gefunden wird. Andere bevorzugte
Aminosäuresubstitutionen
an der Position 194 schließen
ein: Ala, Arg, Asn, Asp, Glu, Gly, Ser, Lys, Gln, Leu, Thr und His.
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Das
Humanprotein C-Derivat S11G:Q32E:N33F:L194S:T254S enthält einen
Glycinrest an der Position 11 anstelle des Serinrests, der normalerweise
an dieser Position gefunden wird, einen Glutaminsäurerest
an der Position 32 anstelle des Glutaminrests, der normalerweise
an dieser Position gefunden wird, einen Phenyalaninrest an der Position
33 anstelle des Asparaginrests, der normalerweise an dieser Position
gefunden wird, einen Serinrest an der Position 194 anstelle des
Leucinrests, der normalerweise an dieser Position gefunden wird,
und einen Serinrest an der Position 254 anstelle des Threoninrests,
der normalerweise an dieser Position gefunden wird. Andere bevorzugte
Aminosäuresubstitutionen
an den Positionen 194 und 254 schließen ein: Ala, Arg, Asn, Asp,
Glu, Gly, Ser, Lys, Gln, Leu, Thr und His.
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Außerdem schließen Humanprotein
C-Derivate der vorliegenden Erfindung zusätzlich Deletionen, Additionen
oder Substitutionen von Aminosäureresten
der oben beschriebenen Protein C-Derivate ein, aber die zu Veränderungen
führen,
die die Grundeigenschaften dieser Erfindung nicht verändern. Aminosäuresubstitutionen
können
durchgeführt
werden auf der Basis der Ähnlichkeit
in der Polarität,
Ladung, Löslichkeit,
Hydrophobie, Hydrophilie und/oder der amphipathischen Eigenschaft
der einbezogenen Reste. Daher schließen die Derivate der vorliegenden
Erfindung Derivate ein, die eine Aminosäuresequenz aufweisen, die verschieden
ist von den SEQ ID NOS: 3, 4, 5 und 6 durch konservative Substitutionen,
das heißt
solche, die einen Rest mit einem anderen von ähnlichen Eigenschaften substituieren.
Typische Substitutionen sind darunter Ala, Val, Leu und Ile; unter
Ser und Thr; unter den sauren Resten Asp und Glu; unter Asn und
Gln; und unter den basischen Resten Lys und Arg; oder aromatischen
Resten Phe und Tyr. Andere Derivate sind solche, in denen mehrere, 5–10, 1–5 oder
1–2 Aminosäuren substituiert,
deletiert oder ausgelassen oder zugefügt oder addiert sind in beliebiger
Kombination. Eine bevorzugte Ausführungsform basiert auf SEQ
ID NO: 1, die die Addition einschließt von dem 42 Aminosäuresignalpeptid
(Pre-Pro Leader) Sequenz, wie sie veranschaulicht ist in der 1 und
gezeigt ist in SEQ ID NO: 2.
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Vorzugsweise
sind die Humanprotein C-Derivate der vorliegenden Erfindung nicht
weiter substituiert oder modifiziert. Das heißt, die Substitutionen sind
begrenzt auf die Derivate der vorliegenden Erfindung.
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Die
Erfindung stellt auch DNS-Verbindungen bereit zur Verwendung bei
der Herstellung der Humanprotein C-Derivate. Diese DNS-Verbindungen
umfassen die Kodierungssequenz für
die leichte Kette von Humanprotein C-Zymogen oder Humanprotein C-Derivatzymogen,
das unmittelbar benachbart dazu positioniert ist strangabwärts und
in dem Translationsleserahmen oder Übersetzungsleserahmen mit der
Präpropeptidsequenz
von Humanprotein C-Zymogen oder Humanprotein C-Derivatzymogen. Die
DNS-Sequenzen kodieren vorzugsweise
das Lys-Arg Dipeptid, das verarbeitet wird während der Reifung des Protein
C-Moleküls,
das Aktivierungspeptid und die schwere Kette des Humanprotein C-Derivats.
Daher sind die Protein C-Derivate der vorliegenden Erfindung Polypeptidvarianten
oder Polypeptidmutanten, die mindestens 2, vorzugsweise 2 bis 6,
Aminosäuren
aufweisen, die verschieden sind von der Sequenz des Protein C vom
Wildtyp, wie sie identifiziert ist als SEQ ID NO: 1 (das die 42
Aminosäuresignalsequenz
nicht enthält)
oder die entsprechende Aminosäure
vom Wildtyp in der SEQ ID NO: 2 (welche die 42 Ami nosäuresignalsequenz
enthält).
Daher erkennt der Fachmann, dass ein Humanprotein C-Derivat, das
sich von der Aminosäuresequenz
von der Protein C-Sequenz vom Wildtyp, die als SEQ ID NO: 1 identifiziert
ist, verwandtschaftlich der Protein C-Sequenz vom Wildtyp, wie sie
identifiziert ist als SEQ ID NO: 2, entspricht, an der Aminosäureposition,
die bestimmt wird nach Entfernung der 42 Aminosäuresignalsequenz. Außerdem erkennt
der Fachmann, dass vor der Aktivierung die Spaltung der Lysin- und
Argininreste (Positionen 156 und 157) stattfindet.
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Die
Fachleute erkennen, dass aufgrund der Entartung oder Degeneration
des genetischen Codes eine Vielzahl von DNS-Verbindungen die oben
beschriebenen Derivate kodieren kann. Das US-Patent mit der Nummer
US 4 775 624 A offenbart
die Wildtypform des Humanprotein C-Moleküls. Der Fachmann könnte leicht ohne
weiteres bestimmen, welche Veränderungen
in den DNS-Sequenzen die genauen Derivate, wie sie in dieser Beschreibung
offenbart sind, kodieren könnten.
Die Erfindung ist nicht auf die speziellen DNS-Sequenzen, die offenbart
sind, beschränkt.
Demzufolge ist die unten und in den begleitenden Beispielen folgende
Beschreibung des Aufbaus für
die bevorzugten DNS-Verbindungen nur zur Veranschaulichung gedacht
und beschränkt
den Umfang oder Schutzbereich der Erfindung nicht.
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Alle
der DNS-Verbindungen der vorliegenden Erfindung wurden hergestellt
unter Verwendung der ortsgerichteten Mutagenese, um bestimmte Positionen
innerhalb des Humanprotein C-Zymogens zu verändern. Die Technik zur Modifizierung
der Nucleotidsequenz durch ortsgerichtete Mutagenese ist den Fachleuten gut
bekannt. Siehe z.B. Sambrook, Fritsch & Maniatis, Molecular Cloning: A Laboratory
Manual, 2. Ausgabe (1989).
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Die
Humanprotein C-Derivate können
hergestellt werden durch Techniken, die im Stand der Technik gut
bekannt sind, unter Verwendung von eurkaryotischen Zelllinien, transgenen
Tieren oder transgenen Pflanzen. Die Fachleute werden unmittelbar
verstehen, dass geeignete eurkaryotische Wirtszelllinien HepG2, LLC-MK
2, CHO-K1, 293 oder AV12-Zellen, Beispiele,
die beschrieben sind in dem US-Patent
Nr.
US 5 681 932 A einschließen, aber
nicht darauf beschränkt
sind. Außerdem
sind Beispiele einer transgenen Produktion von rekombinanten Proteinen
beschrieben in den US-Patenten mit den Nummern
US 5 589 604 A und
US 5 650 503 A .
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Fachleute
erkennen, dass eine Vielzahl von Vektoren brauchbar sind bei der
Expression von einer DNS-Sequenz, die von Interesse ist, in einer
eukaryotischen Wirtszelle. Vektoren, die geeignet sind zur Expression
in Säugerzellen,
schließen
ein: pGT-h, pGT-d; pCDNA 3.0, pCDNA 3.1, pCDNA 3.1+Zeo und pCDNA 3.1+Hygro
(Invitrogen); und pIRES/Hygro und pIRES/neo (Clonetech), sind aber
nicht darauf beschränkt.
Der bevorzugte Vektor der vorliegenden Erfindung ist pIG3, wie in
Beispiel 2 beschrieben.
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Andere
Sequenzen können
auch erwünscht
sein, die die Regulation der Expression der Proteinsequenzen, bezogen
auf das Wachstum der Wirtszellen, erlauben. Solche regulatorischen
Sequenzen sind den Fachleuten bekannt, und Beispiele schließen solche
ein, die die Expression eines Gens, das an- oder ausgeschaltet wird, als Antwort
auf einen chemischen oder physikalischen Stimulus, einschließlich der
Gegenwart einer regulatorischen Verbindung, verursachen. Andere
Typen der regulatorischen Elemente können auch in dem Vektor vorliegen,
z.B. Enhancersequenzen.
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Die
Kontrollsequenzen und andere regulatorische Sequenzen können gebunden
oder ligiert werden an die kodierende Sequenz vor der Insertion
in einen Vektor, wie die oben beschriebenen Klonierungsvektoren.
Alternativ oder bei einer weiteren Ausführungsform kann die Kodierungssequenz
direkt in einen Expressionsvektor, der schon die Kontrollsequenzen
und eine geeignete Restriktionsstelle enthält, kloniert werden.
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In
einigen Fällen
kann es notwendig sein, die Kodierungssequenz zu modifizieren, sodass
sie an den Kontrollsequenzen befestigt ist mit der geeigneten Orientierung,
das heißt
um den geeigneten Leserahmen beizubehalten.
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Die
Humanprotein C-Derivate, die nach einem beliebigen nach diesen Verfahren
hergestellt werden können,
müssen
posttranslationalen Modifizierungen unterliegen, wie der Addition
der zehn gamma-Carboxyglutamate,
der Addition von einem Erythro-beta-hydroxy-Asp (beta-Hydroxylierung),
der Addition von vier Asn-verbundenen Oligosacchariden (Glycosylierung)
und der Entfernung der Führungs-
oder Leadersequenz (42 Aminosäurereste).
Solche posttranslationalen Modifizierungen sind notwendig für eine wirksame
Herstellung und Sekretion der Protein C-Derivate aus Säugerzellen.
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Es
ist im Stand der Technik bekannt, dass posttranslationale Modifizierungen
von rekombinanten Proteinen, wie den Humanprotein C-Derivaten der
vorliegenden Erfindung, verschieden sein können in Abhängigkeit davon, welche Wirtszelllinie
verwendet wird für
die Expression des rekombinanten Proteins. Z.B. kann die posttranslationale
Modifizierung der gamma-Carboxylierung, die entscheidend ist für die Antikoagulationsaktivität der Humanprotein
C-Derivate der vorliegenden Erfindung höher, etwas niedriger oder viel
niedriger sein als aus dem Plasma stammende Wildtypprotein C gamma-Carboxylierung,
in Abhängigkeit
von der verwendeten Wirtszelllinie (Yan et al., Bio/Technology 8(7):
655 bis 661, 1990). Solche Unterschiede in der gamma-Carboxylierung
stellt einen Basis bereit für
die Verwendung der ortsgerichteten Mutagenese, um besondere Positionen
innerhalb des Humanprotein C-Moleküls zu verändern, die zu einer Erhöhung der
Antikoagulationsaktivität
führen.
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Eine
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung besteht in der erhöhten Produktion der Konzentrationen
und erhöhten
spezifischen Aktivität
von geeignetem gamma-carboxylierten Protein C und/oder Protein C
mit erhöhter
Antikoagulationsaktivität
und Resistenz gegen Serpininaktivierung, erhalten durch die Inhibierung
der Phosphorylierung auf dem Serinrest an der Position 12, wie beschrieben
in Beispiel 1. Diese Inhibierung der Phosphorylierung kann erreicht
werden durch Austausch des Serinrests an der Position 12 durch eine nicht
phosphorylierbare Aminosäure
durch ortsgerichtete Mutagenese, das heißt einer anderen Aminosäure als
Ser, Tyr oder Thr oder durch die Inhibierung der Kinase, die verantwortlich
ist für
die Phosphorylierung des Serinrests an der Position 12, z.B. durch
Einschluss eines nicht toxischen Kinaseinhibitors in dem Gewebekulturmedium,
das verwendet wird zur Kultivierung der Wirtszelllinie.
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Daher
ist eine Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ein Humanprotein C-Derivat mit erhöhter Antikoagulationsaktivität und Resistenz
gegen Serpininaktivierung im Vergleich zu aktiviertem Protein C
vom Wildtyp, das hergestellt wird durch das Verfahren, das umfasst:
eine Transformation einer Wirtszelle mit einem Vektor, der Nucleinsäure enthält, die
ein Humanprotein C-Derivat kodiert; Kultivierung der Wirtszelle
in einem Medium, das geeignet ist zur Expression des Humanprotein
C-Derivats; Isolierung des Humanprotein C-Derivats aus dem Kulturmedium;
und Aktivierung des Humanprotein C-Derivats.
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Verfahren
zur Aktivierung von Zymogenformen von Humanprotein C und Humanprotein
C-Derivaten zu aktiviertem Humanprotein C und aktivierten Humanprotein
C-Derivaten sind alt und im Stand der Technik gut bekannt. Humanprotein
C kann aktiviert werden durch Thrombin allein, durch einen Thrombin/Thrombomodulinkomplex,
durch RVV-X, eine Protease aus Russell's Viperngift, durch Pankreas-Trypsin oder durch
andere proteolytische Enzyme.
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Außerdem betrifft
die vorliegende Erfindung die Verwendung von aPC-Derivaten mit erhöhter Antikoagulationsaktivität und Resistenz
gegen Serpininaktivierung im Vergleich zu aPC vom Wildtyp bei der
Herstellung eines Medikaments zur Behandlung von akuten koronaren
Syndromen umfassend Myokardinfarkt und instabile Angina.
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Die
rekombinanten Humanprotein C-Derivate der vorliegenden Erfindung
sind auch brauchbar für
die Behandlung von thrombotischen Störungen, wie Schlaganfall, abrupter
Verschluss folgend auf eine Angioplastie oder die Einsetzung eines
Stents und Thrombose als Ergebnis einer peripheren vaskulären Operation.
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Außerdem sind
die rekombinanten Humanprotein C-Derivate der vorliegenden Erfindung
brauchbar für
die Behandlung von vaskulären
Verschlussstörungen
oder hyperkoagulabilen Zuständen,
die verbunden sind mit Sepsis, disseminierter intravaskulärer Koagulation, „Major
Trauma", „Major
Surgery", Verbrennungen, Adult
Respiratory Distress Syndrome, Transplantationen, tiefe Venenthrombose,
Heparin-induzierte Thrombocytopenie, Sichelzellenerkrankung, Thalassämie, virales
hämorrhagisches
Fieber, thrombotische thrombocytopenische Purpura und hämolytisches
Urämiesyndrom.
Bei einer weiteren Ausführungsform
sind die rekombinanten Humanprotein C-Derivate der vorliegenden
Erfindung brauchbar für
die Behandlung von Sepsis in Kombination mit bakterizidem Permäabilität steigerndem
(PBI) Protein. Unter einem noch weiteren Gesichtspunkt dieser Erfindung
werden die aktivierten Humanprotein C-Derivate der vorliegenden
Erfindung kombiniert mit einem oder mehreren Thrombozytenaggregationshemmer(n),
um verschiedene thrombotische Störungen zu
behandeln oder solchen vorzubeugen.
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Die
rekombinanten Humanprotein C-Derivate der vorliegenden Erfindung
sind brauchbar für
die Behandlung von akutem arteriellem thrombotischem Verschluss,
Thromboembolismus oder Stenose bei koronaren, zerebralen oder peripheren
Arterien oder in vaskulären
Transplantaten in Kombination mit einem thrombolytischen Mitteil,
wie einem Gewebeplasminogenaktivator, Streptokinase und verwandten
Verbindungen oder Analoga davon.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
sind die rekombinanten Humanprotein C-Derivate der vorliegenden
Erfindung brauchbar für
die Behandlung von Sepsis in Kombination mit einem Gewebefaktor-Inhibitor.
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Ein
weiterer Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung umfasst die Verwendung
von den Humanprotein C-Derivaten der vorliegenden Erfindung bei
der Herstellung von einem Medikament für die Behandlung der Krankheiten
und Zustände,
die verursacht werden oder sich ergeben aus einem Protein C-Mangel,
wie er in dieser Beschreibung definiert ist. Dieser Gesichtspunkt
der Erfindung umfasst beliebige und alle Modifikationen an einem
aPC-Molekül,
was zu erhöhter
Antikoagulationsaktivität
und Resistenz gegen Serpininaktivierung führt im Vergleich zu Wildtyp
aPC.
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Die
Humanprotein C-Derivate können
gemäß bekannten
Verfahren formuliert werden, um eine pharmazeutische Zusammensetzung
bereitzustellen, die als Wirkstoff oder wirksames Mittel oder aktives
Mittel ein aPC-Derivat und ein pharmazeutisch annehmbares Trägermittel
(bulking agent) umfasst. Z.B. würde
eine gewünschte
Formulierung eine solche sein, die ein stabiles lyophilisiertes
Produkt ist von hoher Reinheit, umfassend ein Trägermittel, wie Sucrose, Trehalose
oder Raffinose; ein Salz, wie Natriumchlorid oder Kaliumchlorid; einen
Puffer, wie Natriumcitrat, Trisacetat oder Natriumphosphat, bei
einem pH von etwa 5,5 bis etwa 6,5; und ein aktiviertes Humanprotein
C-Derivat.
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Die
Human-aPC-Derivate der vorliegenden Erfindung können bei geeigneten Dosierungskonzentrationen
verabreicht werden, die in der Technik verstanden und als vorteilhaft
erachtet werden und bestimmt werden durch den behandelnden Arzt,
der die besonderen Umstände,
die den Fall umgeben, bewertet. Insbesondere kann die Menge des
Human-aPC-Derivats, das verabreicht wird, von 0,01 μg/kg/h bis
etwa 50 μg/kg/h betragen.
Insbesondere kann die Menge des humanen aPC-Derivats, das verabreicht
wird, etwa 0,1 μg/kg/h bis
etwa 25 μg/kg/h
betragen. Ganz besonders bevorzugt kann die Menge des humanen aPC-Derivats,
das verabreicht wird, etwa 0,1 μg/kg/h
bis etwa 15 μg/kg/h
betragen. Noch bevorzugter wird die Menge des humanen aPC-Derivats,
das verabreicht wird, etwa 1 μg/kg/h
bis etwa 15 μg/kg/h
betragen. Die am meisten bevorzugten Mengen des humanen aPC-Derivats,
das verabreicht wird, werden etwa 5 μg/kg/h oder etwa 10 μg/kg/h betragen.
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Vorzugsweise
werden die humanen aPC-Derivate parenteral verabreicht, um eine
Abgabe in dem Blutstrom in einer wirksamen Form zu gewährleisten
durch Injektion einer Dosis von 0,01 mg/kg/Tag bis etwa 1,0 mg/kg/Tag,
ein- bis sechsmal am Tag über
einen Zeitraum von 1 bis 10 Tagen. Insbesondere können die humanen
aPC-Derivate 3 Tage lang zweimal am Tag (B. I. D.) verabreicht werden.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
werden die humanen aPC-Derivate in einer Dosis von etwa 0,01 μg/kg/h bis
etwa 50 μg/kg/h
verabreicht durch eine kontinuierliche Infusion über einen Zeitraum von 1 bis
240 h.
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Die
bevorzugten Plasmakonzentrationsbereiche, die erhalten werden aus
der Menge des Humanprotein C-Derivats, das verabreicht wird, werden
0,02 ng/ml bis weniger als 100 ng/ml betragen.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
wird das humane aPC-Derivat verabreicht durch Injektion von einer
Portion (1/3 bis 1/2) der geeigneten Dosis pro Stunde als eine Bolusinjektion über einen
Zeitraum von etwa 5 min bis etwa 120 min, gefolgt von einer kontinuierlichen
Infusion der geeigneten Dosis während
bis zu 240 h.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
wird das humane aPC-Derivat durch lokale Abgabe durch einen Intrakoronarkatheter
verabreicht als eine Hilfe oder Zusatz zu einer hoch riskanten Angioplastie
(mit und ohne Stent und mit oder ohne Kombinationstherapie mit Thrombozytenaggregationshemmern).
Die Menge von humanem aPC-Derivat, das verabreicht wird, beträgt von etwa
0,01 mg/kg/Tag bis etwa 1,0 mg/kg/Tag durch kontinuierliche Infusion,
Bolusinjektion oder eine Kombination davon.
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Bei
einer noch weiteren alternativen Ausführungsform werden die humanen
aPC-Derivate subkutan in einer Dosis von 0,01 mg/kg/Tag bis etwa
1,0 mg/kg/Tag verabreicht, um eine langsamere Freisetzung in den Blutstrom
zu gewährleisten.
Die Formulierung für
subkutane Präparationen
wird hergestellt unter Verwendung von bekannten Verfahren, um solche
pharmazeutischen Zusammensetzungen herzustellen.
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Der
Begriff oder der Ausdruck "in
Kombination mit",
wie er in dieser Beschreibung verwendet wird, bezieht sich auf die
Verabreichung von zusätzlichen
Mitteln mit aPC entweder simultan oder gleichzeitig, nacheinander
oder einer Kombination davon. Beispiele von zusätzlichen Mitteln sind die Thrombozytenaggregationshemmern,
thrombolytische Mitteln und BPI-Protein.
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Die
humanen aPC-Derivate, die in dieser Erfindung beschrieben sind,
weisen beträchtlich
erhöhte
Antikoagulationsaktivität
und erhöhte
Plasmahalbwertszeit auf im Vergleich zu humanem aPC vom Wildtyp.
Daher benötigen
diese Verbindungen entweder weniger häufige Verabreichung und/oder
geringere Dosierung. Schließlich
können
die überlegenen
Erhöhungen
in der Antikoagulationsaktivität
und Resistenz gegen Serpininaktivierung von humanem aPC-Derivat
erreicht werden über
2 bis 6 Aminosäuresubstitutionen,
die weniger wahrscheinlich immunogen sind als aPC-Derivate mit mehr
als 3 Aminosäuresubstitutionen.
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Beispiel 1
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Protein C-Derviatkonstruktion
und -produktion
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Humanprotein
C-Derivate werden hergestellt unter Verwendung der Polymerasekettenreaktion
(PCR (Polymerase Chain Reaction)) unter Anwendung von Standardverfahren.
Die Quelle der den Wildtyp kodierenden Sequenz war das Plasmid pLPC
(Bio/Technology 5: 1189 bis 1192, 1987). Die universellen PCR-Primer, die
verwendet wurden, schließen
ein: PCOO1b; 5'-GCGATGTCTAGAccaccATGTGGCAGCTCACAAGCCTCCTGC-3', der eine XbaI-Restriktionsstelle
(unterstrichen) kodiert, die verwendet wird zum Subklonieren einer
Kozak Übereinstimmungssequenz
(Kleinbuchstaben) (Kozak, J. Cell Biol. 108(2): 229 bis 241, 1989), und
das 5'-Ende der
kodierenden Region für
das Protein C: PC002E; 5'-CAGGGATGATCACTAAGGTGCCCAGCTCTTCTGG-3', das das 3'-Ende der Kodierungsregion
für Humanprotein
C kodiert, und eine Bc1I-Restriktionsstelle (unterstrichen) einschließt zum Subklonieren.
Alle ortsgerichteten Mutagenesen wurden bewerkstelligt durch Einsatz
der PCR-Methode unter Verwendung von komplementären Oligonucleotiden, die die gewünschten
Sequenzveränderungen
enthielten. Die erste Runde der PCR wurde verwendet, um zwei Fragmente
des Protein C-Gens zu vervielfältigen
oder zu amplifizieren; das 5'-Fragment
wurde erzeugt unter Verwendung von PC001b und des mutagenen Antisense
Primers und das 3'-Fragment
wurde erzeugt unter Verwendung von PC002e und des mutagenen Sense
Primers. Die erhaltenen verstärkten
oder amplifizierten Produkte wurden gereinigt durch Standardverfahren.
Diese Fragmente wurden kombiniert und dann verwendet als Templat
für eine
zweite Runde der PCR unter Verwendung der Primer PC001b und PC002e.
Das End-PCR-Produkt
wurde verdaut mit XbaI und Bc1I und subkloniert in einem ähnlich verdauten
Expressionsvektor pIG3. Ein Wildtypkonstrukt wurde in ähnlicher
Weise erzeugt durch PCR unter Verwendung der zwei universellen Primer
und des Plasmids pLPC als Templat, gefolgt von einem Subklonieren
in pIG3. Die Mutationen wurden bestätigt durch DNS-Sequenzieren
von sowohl den kodierenden als auch nicht kodierenden Strängen. Der
pIG3-Vektor wurde erzeugt durch die Insertion von einer „Internal
Ribosome Entry Site" (IRES) (Jackson
et al., Trends Biochem. Sci. 15(12): 447 bis 483, 1990) und grün fluoreszierendem
Protein (GFP) (Cormack et al., Gene 173: 33 bis 38, 1996)-Gen in
den Säuger
Expressionsvektor pGTD (Gerlitz et al., Biochem. J. 295(Pt1): 131
bis 140, 1993). Wenn eine cDNS von Interesse kloniert wird in die
mehrfachen Klonierungsstellen von pIG3, treibt der GBMT-Promoter
(Berg et al., Nucleic Acids Res. 20(20): 5485 bis 5486, 1992) die
Expression von einer bicistronischem mRNA oder mRNS (5'-cDNS – IHRES – GFP-3'). Eine wirksame Translation
oder Übersetzung
des ersten Cistrons wird initiiert durch klassischen Zusammenbau
der Ribosomuntereinheiten von der 5'-methylierten Kopfstruktur der mRNS;
während
die normal umwirksame Translation von einem zweiten Cistron überwunden
wird durch die IRES-Sequenz, die den inneren Ribosomenzusammenbau
an der mRNS erlaubt. Die Kupplung der cDNS und des Rezeptors auf
einer einzelnen mRNS, übersetzt
als getrennte Proteine, erlaubt es nach den höchst produzierenden Klonen
zu suchen auf der Basis der Fluoreszenzintensität. Der Expressionsvektor enthält auch
eine Ampicillinresistenzkassette zur Beibehaltung des Plasmids in
E. coli, und ein Maus-DHFR-Gen mit geeigneten Expressionssequenzen
zur Auswahl und Vervielfältigungs-
oder Amplifikationszwecken bei der Säugergewebeexpression.
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Die
durch den Adenovirus transformierte syrische Hamstezelllinie AV12-664
wurde in Dulbecco's
modifziertem Eagle's-Medium,
das ergänzt
war mit 10% fötalem
Rinderserum, 50 μg/ml
Gentamicin, 200 μg/ml Geneticin
(G418) und 10 μg/ml
Vitamin K1 gezüchtet.
Einen Tag vor der Transfizierung wurden die Zellen in einer Dichte
von etwa 105 Zellen/25 cm2 ausplattiert.
FspI-linearisierte Plasmide wurden transfiziert unter Verwendung
von entweder dem Calciumphosphatverfahren (ProFection, Gibco BRL-Life
Technologies) oder FuGene-6 (Boehringer Mannheim) unter Anwendung
der Anleitungen der Hersteller. Etwa 48 h nach der Transfizierung
wurde das Medium ersetzt durch ein Medium, das 250 nM Methotrexat
zur Selektion enthielt. Kolonien, die resistent waren gegenüber Methotrexat
wurden 2 bis 3 Wochen zusammengegeben nach dem Anwenden der Arzneimittelauswahl
und ausgeweitet. Die zusammengegebenen Kolonien wurden einem Fluoreszenz aktivierten
Sortieren der Zellen unterworfen, basierend auf der GFP-Fluoreszenzintensität (Cormack,
1996), wobei die intensivsten 5% der fluoreszierenden Zellen beibehalten
werden und ausgeweitet werden. Um Material zur Reinigung zu erhalten,
wurden die rekombinanten Zellen in einem modifizierten Gemisch gezüchtet von
Dolbecco's modifizierten
Eagle's und Ham's F-12-Medien (1:3),
die 1 μg/ml
Humaninsulin, 1 μg/ml
Humantransferrin und 10 μg/ml
Vitamin K1 enthielten. Konditionierte Medien wurden gesammelt, eingestellt
auf eine Endkonzentration von 5 mM Benzamidin und 5 mM EDTA, pH
8,0 und Protein C wurde gereinigt durch Anionenaustauschchromatographie,
wie beschrieben (Yan et al., Bio/Technology 8: 655 bis 661, 1990).
Gereinigtes Protein wurde entsalzt/konzentriert in Ultrafree-CL
30.000 NMWL Filtrationseinheiten (Millipore) unter Verwendung von
Puffer A (150 mM NaCl, 20 mM Tris-HCl, pH 7,4) und quantifiziert
nach einem Pierce BCA-Assay unter Verwendung von Rinderserumalbumin
(BSA) als Standard.
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Beispiel 2
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Serpin-resistente Mutanten
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Die
Verwendung von ortsgerichteter Mutagenese, um bestimmte Positionen
innerhalb des Humanprotein C-Moleküls zu verändern, die die Inaktivierung
durch Serpine reduzieren und demzufolge zu verlängerten Plasmahalbwertszeiten
führen,
ist beschrieben. Die Erkennungssequenzen in den zwei primären aPC-Inhibitoren α1-AT
und PCI zeigen einige Unterschiede, die ausgenutzt werden können durch
Veränderung
der Reste in aPC, die mit diesen Sequenzen wechselwirken. Die Tabelle
1 zeigt die Sequenzen, die erkannt werden durch aPC. Die Spaltungsstelle
tritt auf zwischen den zwei Resten, die gezeigt sind durch Kursivdruck.
Die Reste, die die spezifischen Substellen besetzen, S2, S3' und S4', sind unterstrichen.
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Im
Allgemeinen sind die erkannten Stellen im Faktor Va verschieden
von den Stellen in entweder dem Faktor VIIIa oder den Inhibitoren,
daher ist es möglich,
die aktive Stelle von aPC zu konstruieren oder zu erzeugen, um die
bevorzugte Spaltung des entscheidenderen Gerinnungsfaktors Va zu
spalten, während
gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit, dass aPC durch Serpine inhibiert
wird, gesenkt wird.
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Insbesondere
zeigen drei Stellen der Erkennung innerhalb der aktiven Stelle bedeutende
Unterschiede zwischen Substraterkennungssequenzen und Inhibitorerkennungssequenzen:
S2 (der 2. Rest N-terminal zu
der Spaltungsstelle), S3'-Stelle
und S4'. Die S2-Stelle
wird hauptsächlich
besetzt von polaren Resten in den Faktor Va-Sequenzen; nicht so
wie PCI und α1-AT, die hydrophobe Reste an dieser Position
aufweisen. Die S3'-Stelle
wird besetzt von polaren Seitenketten in allen der Substratsequenzen,
aber vorzugsweise von einer hydrophoben Seitenkette in der α1-AT-Sequenz.
Die S4'-Stelle wird
besetzt durch geladene Reste in allen drei Faktor Va-Sequenzen,
aber sie wird besetzt von hydrophoben Resten in den Faktor VIIIa-
und Inhibitorsequenzen.
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Basierend
auf den Kristallstrukturen des PPACK inhibierten aPC (Mather et
al., EMBO J. 15 (24): 6822 bis 6831, 1996) und Hirulog 3 inhibiertes
Thrombin (Qiu et al., Biochemistry 31(47): 11689 bis 11697, 1992) wurden
zwei aPC-Substratmodellstrukturen erzeugt und energetisch minimiert
unter Verwendung eines CHARMm-Protokolls:
- (1)
Die Sequenz, die die Faktor Va R506 Spaltungssequenz darstellt.
- (2) Die Erkennungsstelle von α1-AT, bei der Met substituiert ist durch
Arg (entsprechend einem Polypeptid von α1-AT,
das extrem hohe Affinität
für aPC
zeigt).
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Diese
Modelle erlauben die Identifizierung von Resten, die entscheidende
Kontakte bilden in diesen drei speziellen Steilen. Eine Zusammenfassung
von Resten, die spezielle Kontakte bilden können innerhalb der aktiven
Stelle und Austauschmöglichkeiten,
die erwartungsgemäß gesteigerte
Spezifität
bereitstellen und/oder Aktivität
werden zusammengefasst in der Tabelle II. Im allgemeinen sind die
Mutationen der Reste, die Kontakte bilden innerhalb der speziellen
Unterstellen oder Substellen (subsites) der aktiven Stelle so entworfen,
um Veränderungen
zu zeigen in der Umgebung, um die Spezifität der Human aPC-Derivate wegzutreiben
von den der Erkennung der zwei primären physiologischen Inhibitoren
und möglicherweise
oder potenziell die proteolytische Aktivität des Human aPC-Derivats zu
steigern.
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Tabelle
II. Mutationen,
die konstruiert sind zur Veränderung
der Spezifität
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Beispiel 3
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Aktivierung des rekombinanten
Protein C
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Eine
vollständige
Aktivierung der zymogenen Formen von Protein C und Derivaten wurde
erreicht durch Inkubation mit Thrombin-Sepharose. Thrombin-Sepharose
wurde ausgiebig mit Puffer A gewaschen. 200 μl von gepackter Thrombin-Sepharose
wurde gemischt mit 250 μg
von Protein C in 1 ml des gleichen Puffers und 4 h lang bei 37°C inkubiert
unter vorsichtigem Schütteln
auf einer rotierbaren Plattform. Während des Verlaufs der Inkubation
wurde der Grad der Protein C-Aktivierung beobachtet durch kurzes
Tablettieren (Pelletieren) der Thrombin-Sepharose und durch Testen
eines kleinen Aliquots von dem Überstand
hinsichtlich der aPC-Aktivität
unter Verwendung des chromogenen Substrats S-2366 (Dia-Pharma).
Unter Durchführung
der vollständigen
Aktivierung wurde Thrombin-Sepharose tablettiert (pelletiert), und
der Überstand
gesammelt. Die Konzentration von aPC wurde verifiziert durch einen
Pierce BCA-Test (Assay) und das aPC wurde entweder direkt bestimmt
oder gefroren in Aliquoten bei –80°C. Alle Derivate
wurden analysiert durch SDS-PAGE mit entweder Coomassie-Blau-Färbung oder
Western Blot-Analyse, um die vollständige Aktivierung zu bestätigen (Laemmli,
Nature 227: 680 bis 685, 1970).
-
Beispiel 4
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Funktionelle Charakterisierung
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Die
amidolytische Aktivität
von rekombinanten Human aPC-Derivaten wurde bestimmt durch Hydrolyse
des Tripeptidsubstrats S-2366 (Glu-Pro-Arg-p-Nitroanilid), S-2238
(Pip-Pro-Arg-p-Nitroanilid) und S-2288 (Ile-Pro-Arg-p-Nitroanilid).
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Die
Tests (Assays) wurden durchgeführt
bei 25°C
im Puffer A, der 1 mg ml–1 BSA, 3 mM CaCl2 und 0,5 nM aPC enthielt. Umsetzungen (200 μl/Gläschen) wurden
durchgeführt
in einer Mikrotiterplatte mit 96 Vertiefungen, und die amidolytische
Aktivität
wurde gemessen als Veränderung
in Absorptionseinheiten/min bei 405 nm, wie beobachtet in einem
kinetischen Mikrometerplattenleser ThermoMax. Die kinetischen Konstanten
wurden bestimmt oder abgeleitet durch Einpassen oder Fitten der
Geschwindigkeitsdaten bei verschiedenen Substratkonzentrationen
(16 μM bis
2 mM) in die Mechaelis-Menten-Gleichung. Die Veränderungen in A405 wurden umgewandelt
in mmol Produkt unter Verwendung einer Pfadlänge von 0,53 cm (Molecular
Devices Technical Applications Bulletin 4-1) und einem Extinktionskoeffizienten
für das
freigesetzte p-Nitroanilid von 9620 M–1 cm–1 (Pfleiderer,
Methods Enzymol 19: 514 bis 521, 1970). Die Antikoagulansaktivität wurde
bestimmt durch Messen der Verlängerung
der Gerinnungs zeit in dem Gerinnungstest der aktivierten Teilthromboplastinzeit (Helena
Laboratories). Die Gerinnungsreaktionen wurden beobachtet in einem
kinetischen Mikroplattenleser ThermoMax unter Messung der Zeit bis
Vmax an der Veränderung der Trübung.
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Beispiel 5
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Inaktivierung von aPC-Derivaten
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Die
Raten oder Geschwindigkeiten der Inaktivierung von aPC-Derivaten
wurden bestimmt durch Inkubation von Kaninchenplasma oder normalem
humanen Plasma (Helena Labs) mit 20 nM aPC (oder Derivaten) bei
37°C. Die
Plasmakonzentration betrug 90% (v/v) in dem Endreaktionspuffer,
der 150 mM NaCl, 20 mM Tris, pH 7,4 und 1 mg ml–1 BSA
enthielt. Aliquote wurden entfernt bei ausgewählten Zeiten, und die Aktivität wurde gemessen
als amidolytische Aktivität
unter Verwendung von S-2366 bei einer Endkonzentration von 1 mM.
Die gemessenen Halbwertszeiten für
die aPC-Derivate S11G:Q32E:N33D:L194S (GEDS), S11G:Q32E:N33D:L194S:T254S
(GEDSS), H10Q:S11G:Q32E:N33D:L194S (QGEDS) und H10Q:S11G:Q32E:N33D:L194S:T254S
(QGEDSS) sind in Tabelle 3 zusammengefasst.
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Beispiel 6
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In vivo Pharmakokinetiken
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In
vivo pharmakokinetische Experimente wurden durchgeführt bei
normalen Kaninchen, um die beobachteten in vitro Effekte in der
Halbwertszeit als Ergebnis der Mutationen zu verifizieren. Eine
Ohrvene am Rand und eine Ohrvene in der Mitte wurde mit einer Kanüle versehen
in dem bewusstlosen Kaninchen. Aktivierte Protein C-Derivate im
Puffer A (300 μg/ml)
wurden verwendet, um eine Dosis zu verabreichen von 100 μg/kg oder
0,1 mg/kg Bolus durch den Ohrenvenenkatheder am Rand. Blutproben
(0,45 ml) wurden in einer Spritze aufgenommen, die 0,05 ml von 3,8%
Citrat enthaltenden Benzamidin enthielt – Einstellungen wurden gemacht,
um den Spritzen-/Nadeltotraum zu kompensieren, um die Endkonzentrationen
von 1 Teil Citrat/Benzamidin : 9 Teilen Blut zu erhalten. Die Proben
wurden 0, 2, 5, 10, 15, 30, 45, 60, 90, 120, 180, 240, 300 und 360
min nach der Behandlung gesammelt, rotiert oder gespinnt sobald
es praktisch ist nach der Sammlung, und 200 μl von Plasma wurde in aliquoten
Teilen in Platten mit 96 Vertiefungen gegeben. Die Konzentration oder
der Wert der aktivierten Protein C-Derivate wurde bestimmt unter
Verwendung eines Enzymerfassungstests („Enzyme Capture Assay" – ECA), wie zuvor beschrieben
(Gruber et al., Blood 79(9): 2340 bis 2348, 1992), verglichen mit
Standards, die im Bereich liegen von 1 bis 250 ng/ml, verdünnt in gesammeltem
Kaninchenplasma.
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Pharmakokinetische
Halbwertszeiten für
die aPC-Derivate S11G:Q32E:N33D:L194S (GEDS), S11G:Q32E:N33D:L194S:T254S
(GEDSS), H10Q:S11G:Q32E:N33D:L194S (QGEDS) und H10Q:S11G:Q32E:N33D:L194S:T254S
(QGEDSS), nach einer intravenösen
Bolusverabreichung an Kaninchen, sind in Tabelle IV gezeigt. Die
mittleren T1/2-Werte zeigen an, dass alle
der aPC-Derivate eine erhöhte Halbwertszeit
aufweisen verglichen mit Wildtyp aPC.
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Beispiel 7
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Antithrombotische Wirksamkeit
in einem Modell für
Thrombose beim Kaninchen
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Das
arteriovenöse
(AV) Shunt-Modell der Thrombose ist ein häufig verwendetes und sehr reproduzierbares
Modell der Thrombose, das die klinischen Zustände nachahmt, bei dem Blut
durch ein künstliches
Gefäß zirkuliert,
wie eine Herz-Lungen-Bypassmaschine oder eine Nierendialysemaschine.
Bei dem anästhesierten Kaninchenmodell
der AV-Shunt-Thrombose wird Blut über einen festgesetzten Zeitraum
von der Karotidarterie abgeleitet durch einen 3-Teile-Shunt (Abzweigung
oder Ableitung) aus Kunststoffleitungen in die Jugularvene. Der
zentrale Abschnitt der Leitungen enthält ein Gewinde, auf dem thrombotisches
Material abgeschieden ist. Währen
Fibrin und Plättchen
den Thrombus zusammensetzen, überwiegt
Fibrin. Die antithrombotische Wirksamkeit wird bestimmt in dem AV-Shunt-Modell
beim Kaninchen, da die funktionelle Halbwertszeit der Varianten
mit Modifizierungen der aktiven Stelle verlängert wird beim Kaninchen.
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Humanprotein
C-Derivate mit Resistenz gegen Serpininaktivierung und erhöhter Antikoagulationsaktivität im Vergleich
zu aktiviertem Protein C vom Wildtyp wurden bewertet. Jede Variante
wurde 75 min lang eingeleitet mit einer Geschwindigkeit von 0,15
mg/kg/h. Der 15 min Zeitraum der Thrombose trat zwischen 60 und
75 min auf. Blutproben wurden entnommen zur Bestimmung von einer
aPTT- und aPC-Konzentration.
Die Proben wurden analysiert hinsichtlich einer Antikoagulationsaktivität im gesamten
Blut, unter Verwendung von aPTT und hinsichtlich der Plasmakonzentration
von aPC unter Verwendung eines Immunocapture und der amidolytischen
Aktivität.
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Der
antithrombotische Effekt von einer i.v. Dosis von 0,15 mg/kg/h wurde
ausgedrückt
als das mittlere Thrombusgewicht für jede Variante und für das Wildtyp
(WT) aPC und zusammengefasst in der Tabelle V. Die Ergebnisse zeigen,
dass die Humanprotein C-Derivate mit Resistenz gegenüber Serpininaktivierung
und erhöhter
Antikoagulationsaktivität
wirksamer waren als aPC vom Wildtyp.
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