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Die
vorliegende Erfindung betrifft medizinische Schläuche, die bei Biegen knickresistent
sind und einen kommerziell akzeptablen Grad der Transparenz aufweisen.
Die Erfindung betrifft weiterhin Polymerzusammensetzungen, die zur
Herstellung dieser medizinischen Schläuche verwendbar sind.
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Medizinische
Schläuche
werden häufig
aus weichmacherhaltigem PVC (Polyvinylchlorid) hergestellt. Jedoch
sind zwei bedeutende Nachteile für
die Verwendung von weichmacherhaltigem PVC die treibende Kraft für die Entwicklung
von Alternativen. Erstens weist weichmacherhaltiges PVC eine unerwünschte Wirkung
auf die Umwelt auf, die mit der Freisetzung von Dioxinen und Chlor
bei der Verbrennung von PVC zusammenhängt. Zweitens kann sich die
Wanderung toxischer Weichmacher, so genannte „Östrogen nachahmende Mittel", aus weichmacherhaltigem
PVC in den menschlichen Körper
negativ auf die Gesundheit auswirken. Zusätzlich weist weichmacherhaltiges
PVC eine unzureichende thermische Stabilität auf, um eine Hochdruckdampfsterilisation
in einem Autoklaven zu gestatten.
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Eine
Alternative für
das weichmacherhaltige PVC ist die Verwendung von Polymerzusammensetzungen,
die Polypropylen und ein elastomeres Blockcopolymer enthalten. Diese
Zusammensetzungen enthalten keine „Östrogen nachahmende Mittel". Außerdem können die
daraus hergestellten Erzeugnisse erhitzt/geschmolzen und noch einmal
in einer neuen Anwendung verwendet werden. Zusätzlich weisen diese Zusammensetzungen
eine verbesserte Temperaturbeständigkeit
auf und können
daher durch Hochdruckdampfsterilisation in einem Autoklaven sterilisiert
werden. Knickresistente medizinische Schläuche, die aus einer Zusammensetzung
hergestellt werden, die Polypropylen und ein ela stomeres Blockcopolymer
enthält,
sind in dem U.S. Patent Nr. 3865776 beschrieben. Dieses Patent betrifft
einen knickresistenten polymeren Schlauch und eine Zusammensetzung
dafür.
Die Zusammensetzung umfasst mindestens fünf Komponenten: ein Blockcopolymer
mit mindestens zwei Monoalkenylarenpolymerblöcken und mindestens einem hydrierten
Polymerblock aus konjugiertem Dien mit einem Monoalkenylarengehalt
von 28–35
Gewichts-% und einem Molekulargewicht im Bereich von 20.000 bis
35.000; ein Blockcopolymer mit mindestens zwei Monoalkenylarenpolymerblöcken und
mindestens einem hydrierten Polymerblock aus konjugiertem Dien mit
einem Monoalkenylarengehalt von 26–35 Gewichts-% und einem Molekulargewicht
im Bereich von 8.000 bis 155.000; eine Polypropylenkomponente; ein
Mineralweißöl und eine
Harzkomponente. Für
die hydrierten Polymerblöcke
aus konjugiertem Dien ist kein spezifischer Vinylgehalt erforderlich
und es ist kein spezifischer Polypropylentyp erforderlich. Mit der beschriebenen
Zusammensetzung kann ein Schlauch mit einem Durchmesser von ungefähr 3/8 Inch
(ungefähr
0,95 cm) hergestellt werden, der zu einem Kreis mit einem Umfang
von ungefähr
neun Inch (ungefähr 22,86
cm), ohne zu knicken gebogen werden kann. Obwohl mit der Zusammensetzung,
entsprechend der Beschreibung in dem U.S. Patent Nr. 3865776, ein
vernünftiger
Grad an Knickresistenz erhalten werden kann, gibt es noch Raum für eine weitere
Verbesserung. Weiterhin wäre
es vorteilhaft, wenn knickresistente Schläuche aus einer Zusammensetzung
hergestellt werden könnten,
die weniger Komponenten enthält.
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Weitere
Polymerzusammensetzungen, die Polypropylen und ein hydriertes elastomeres
Blockcopolymer enthalten, sind aus dem japanischen Patent Nr. 10067894
bekannt. Dieses Patent beschreibt die Verwendung einer Zusammensetzung,
die ein Polypropylenharz und ein hydriertes Blockcopolymer für medizinische Vorrichtungen
enthält,
um eine gute Flexibilität
und Klarheit zu erhalten. Das Polypropylenharz kann ein Homopo lypropylenpolymer,
ein statistisches Polypropylenpolymer oder ein Blockpolypropylenpolymer
sein. Das hydrierte Blockcopolymer enthält einen polyvinylaromatischen
Block und einen polykonjugierten Dienblock, wobei der polykonjugierte
Dienblock einen hohen Vinylgehalt aufweist. Es ist klar, dass der
Begriff „Vinylgehalt" eigentlich den Gehalt
an konjugiertem Dien, das auf 1,2-Art polymerisiert ist, bedeutet.
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Gemäß dem europäischen Patent
Nr. 0623651 umfasst eine transparente und leicht verarbeitbare Zusammensetzung
zur Verwendung in medizinischen Vorrichtungen hydriertes Polystyrol-Polybutadien-Polystyrol-
oder Polystyrol-Polyisopren-Polystyrol-Blockcopolymer;
statistisches Polypropylencopolymer, das als Comonomer Ethylen oder
Butylen in Konzentrationen von 2 bis 8 Gewichts-% enthält; Weichmacheröl; und gegebenenfalls
ein Antistatikum. Für
den Polybutadien- oder Polyisoprenblock ist kein spezifischer Vinylgehalt erforderlich.
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Das
japanische Patent Nr. 10067894 und das europäische Patent Nr. 0623651 erwähnen nicht
das Problem der Knickresistenz für
medizinische Schläuche.
Zusätzlich
zu guter Flexibilität
und Klarheit sollten medizinische Schläuche jedoch ebenfalls knickresistent
sein. Während
der Verwendung sollten medizinische Schläuche in der Lage sein, ohne
zu knicken um Hindernisse herum gebogen werden zu können. Das
Knicken betrifft mehr als lediglich die Flexibilität. Nicht
alle flexiblen Schläuche
verhalten sich beim Biegen gleich. Manche Schläuche können ohne zu knicken gebogen
werden, während
andere leicht knicken, wobei sich die Querschnittsfläche des
Schlauchs drastisch verringert. In medizinischen Schläuchen kann
die Verringerung der Durchflussfläche eine starke Verringerung
des Durchflusses lebenswichtiger Flüssigkeiten verursachen. Daher
ist die Knickresistenz für
medizinische Schläuche
von wesentlicher Bedeutung.
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Man
geht davon aus, dass die Knickresistenz mit dem Aushalten einer
zunehmenden Belastung bei zunehmender Dehnung zusammenhängt. Wenn
ein Schlauch gebogen wird hängt
das Knicken nicht mit der komprimierten Seite sondern mit der gedehnten
Seite zusammen. Beim Biegen eines flexiblen Schlauchs erreicht man
einen bestimmten Punkt, an dem eine weitere Dehnung ohne Widerstand
stattfindet, der ebenfalls der Knickpunkt genannt wird und an dem
das Knicken stattfindet. Eine umfassendere Erklärung für das Knicken kann in dem U.S.
Patent Nr. 3865776 gefunden werden.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, medizinische Schläuche zur
Verfügung
zu stellen, die eine verbesserte Knickresistenz aufweisen und noch
einen kommerziell attraktiven Grad an Klarheit oder Transparenz
aufweisen. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Zusammensetzung
zur Verwendung in der Herstellung dieser knickresistenten medizinischen
Schläuche
zur Verfügung
zu stellen.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Die
Aufgabe der Erfindung wird durch den folgenden medizinischen Schlauch
gelöst:
Knickresistenter
medizinischer Schlauch, hergestellt aus einer Polymerzusammensetzung,
umfassend:
- a) ein statistisches Polypropylencopolymer;
- b) ein Blockcopolymer, das mindestens zwei vinylaromatische
Polymerblöcke
und mindestens einen hydrierten Polymerblock aus konjugiertem Dien
umfasst,
worin der hydrierte Polymerblock aus konjugiertem
Dien vor der Hydrierung einen Vinylgehalt von mindestens 50 % hat.
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Die
Erfindung stellt weiterhin die Verwendung der vorstehend erwähnten Polymerzusammensetzung zur
Herstellung medizinischer Vorrichtungen mit Knickresistenz zur Verfügung.
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Der
Anmelder hat weiterhin festgestellt, dass bestimmte Polymerzusammensetzungen
neu sind, und daher stellt die Erfindung ebenfalls eine Polymerzusammensetzung
zur Verfügung,
umfassend:
- a) ein statistisches Polypropylencopolymer;
- b) ein Blockcopolymer, das mindestens zwei vinylaromatische
Polymerblöcke
und mindestens einen hydrierten Polymerblock aus konjugiertem Dien
umfasst,
worin der hydrierte Polymerblock aus konjugiertem
Dien vor der Hydrierung einen Vinylgehalt im Bereich von 60 bis
70 o hat.
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Genaue Beschreibung
der Erfindung
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Die
erfindungsgemäßen knickresistenten
medizinischen Schläuche
können
daher durch Verwendung einer spezifischen Polymerzusammensetzung
erhalten werden, die ein statistisches Polypropylencopolymer und
ein spezifisches Blockcopolymer umfasst.
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Die
Komponente a) der Polymerzusammensetzung ist ein statistisches Polypropylencopolymer
oder eine Mischung von statistischen Polypropylencopolymeren. Unter
einem statistischen Polypropylencopolymer versteht man ein Polymer,
worin Propylenmonomere und ein oder mehrere Nicht-Propylenalkylencomonomere in
einer statistischen zufälligen
Art in dem Makromolekül
vorhanden sind. Geeignete Beispiele für Comonomere sind Ethylen,
1-Butylen, 1-Pentylen, 1-Hexylen, 4-Methyl-1-pentylen, 2-Methylpropylen, 3-Methyl-1-pentylen
und 5-Methyl-1-hexylen oder Mischungen dieser Comonomere. Bevorzugte
Comonomere sind Ethylen und 1-Butylen. Die Menge an enthaltenem
Comonomer kann zwischen großen
Bereichen variieren, sie liegt jedoch geeigneterweise im Bereich
von 0,5–10
Gewichts-%, bevorzugt im Be reich von 2 bis 8 Gewichts-% und bevorzugter
im Bereich von 2 bis 5 Gewichts-%. Besonders bevorzugt ist das statistische
Polypropylencopolymer ein statistisches Polypropylencopolymer, das
von 2 bis 8 Gewichts-% Ethylen oder 1-Butylen enthält. Zur
Verbesserung der Transparenz der Mischung kann das statistische
Polypropylenpolymer weiterhin ein keimbildendes Mittel enthalten.
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Das
statistische Polypropylencopolymer sollte eine Schmelzflussrate
im Bereich von 1 bis 100 dg/min, vorzugsweise zwischen 10 und 13
dg/min aufweisen. Die Schmelzflussrate wird gemäß der ASTM D1238 gemessen.
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Die
Komponente b) der Polymerzusammensetzung ist ein Blockcopolymer
oder eine Mischung von Blockcopolymeren. Das Blockcopolymer (die
Blockcopolymere) kann (können)
entweder linear, mit einer Formel (A-B)n-A
oder (A-B)m, oder verzweigt mit einer Formel
(A-B)pX, sein. In diesen Formeln steht A
für einen monovinylaromatischen
Polymerblock; B steht für
einen hydrierten Polymerblock aus konjugiertem Dien; X steht für ein Kupplungsmittel;
n ist 1 oder größer, vorzugsweise
von 1 bis 3 und besonders bevorzugt 1; m ist größer als 1, vorzugsweise von
2 bis 4 und besonders bevorzugt 2; und p ist größer als 1, vorzugsweise von 2
bis 10, bevorzugter von 2 bis 5 und besonders bevorzugt von 2 bis
4. Die Komponente b) umfasst vorzugsweise ein lineares Triblockcopolymer
(ABA). Die Komponente b) kann weiterhin eine gewisse Menge an Diblock
(AB) in dem Maß enthalten,
so dass es nicht die Eigenschaften der Blockcopolymerkomponente
als Ganzes stört.
Die Menge an Diblockcopolymer sollte kleiner als 50 Gewichts-% und
geeigneter kleiner als 30 Gewichts-%, besonders geeignet kleiner
als 15 Gewichts-%, bezogen auf die gesamte Blockcopolymerkomponente,
sein. Die Komponente b) enthält
vorzugsweise kein oder im Wesentlichen kein Diblockcopolymer.
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Das
hergestellte Blockcopolymer kann eine sich verjüngende Blockstruktur aufweisen.
Jeder Block sollte überwiegend
nur eine Komponente, A oder B, enthalten. Das Vorhandensein einer
anderen als der vorherrschenden Komponente sollte weniger als 5
Gewichts-%, bevorzugter weniger als 2 Gewichts-% ausmachen. Besonders
bevorzugt enthält
jeder Block nur eine oder im Wesentlichen nur eine Komponente, das
heißt A
oder B.
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Die
Blockcopolymere, die in der erfindungsgemäßen Polymerzusammensetzung
verwendbar sind, können
durch jedes aus dem Stand der Technik bekannte Verfahren hergestellt
werden, einschließlich
des gut bekannten vollständig
sequentiellen Polymerisationsverfahrens, gegebenenfalls im Kombination
mit einer Reinitiierung, und des Kupplungsverfahrens, wie zum Beispiel
in den U.S. Patenten mit den Nummern 3,231,635; 3,251,905; 3,390,207;
3,598,887 und 4,219,627 und der
EP 0413294 A2 ,
0387671 B1 ,
0636654 A1 , WO 04/22931 erläutert ist.
Das Blockcopolymer kann daher zum Beispiel hergestellt werden, indem
mindestens zwei Diblockcopolymermolekülen AB aneinander gekuppelt
werden.
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Das
Kupplungsmittel kann jedes aus dem Stand der Technik bekannte di-
oder polyfunktionelle Kupplungsmittel, zum Beispiel Dibromethan,
Siliziumtetrachlorid, Diethyladipat, Divinylbenzol, Dimethyldichlorsilan, Methyldichlorsilan,
sein. Besonders bevorzugt ist für
einen solchen Herstellungsweg die Verwendung von nicht Halogen enthaltenden
Kupplungsmitteln, zum Beispiel gamma-Glycidoxypropyltrimethoxysilan
und Diglycidylether von Bisphenol A.
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Geeignete
vinylaromatische Verbindungen umfassen solche mit 8 bis 20 Kohlenstoffatomen
und umfassen Styrol, o-Methylstyrol, p-Methylstyrol, p-tert-Butylstyrol,
2,4-Dimethylstyrol, α-Methylstyrol, Vinylnaphthalin,
Vinyltoluol und Vinylxylol oder Mischungen davon. Bevorzugte monovinylaromatische
Verbindungen sind Styrol, alpha-Methylstyrol und para-Methylstyrol,
wobei Styrol besonders bevorzugt ist. Obwohl das mittlere Molekulargewicht
der vinylaromatischen Polymerblöcke
nicht eingeschränkt
ist, liegt das Molekulargewichtszahlenmittel vorzugsweise innerhalb
des Bereichs von 2,500 bis 20.000.
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Geeignete
konjugierte Diene umfassen diejenigen mit von 4 bis 8 Kohlenstoffatomen,
zum Beispiel 1,3-Butadien, 2-Methyl-1,3-butadien (Isopren), 2,3-Dimethyl-1,3-butadien,
1,3-Pentadien und 1,3-Hexadien. Mischungen derartiger Diene können ebenfalls
verwendet werden. Bevorzugte konjugierte Diene sind 1,3-Butadien und Isopren.
Von diesen wird 1,3-Butadien besonders bevorzugt, weil es zu einer
Polymerzusammensetzung mit vorteilhaften Niedrigtemperatureigenschaften,
wie zum Beispiel zu einer guten Flexibilität bei niedrigen Temperaturen,
führt.
Zum Beispiel wird eine Polymerzusammensetzung, die Polystyrol hydriertes
Polyisopren – Polystyrol
und ein statistisches Polypropylenpolymer in einem Gewichtsverhältnis von
50:50 umfasst, unterhalb von 10 °C
brüchig,
wohingegen eine ähnliche
Polymerzusammensetzung mit hydriertem Polybutadien als konjugierten
Dienblock sogar bei Temperaturen unterhalb von –25 °C einen ausreichenden Grad an Flexibilität behält. Häufig erfordern
medizinische Schläuche
und die in ihnen enthaltenen Produkte eine Lagerung bei niedrigen
Temperaturen. In diesen Fällen
sind die Niedrigtemperatureigenschaften der Polymerzusammensetzung
von wesentlicher Bedeutung. Weiterhin wird Butadien aus wirtschaftlichen
Gründen
bevorzugt, da die Kosten für
die Beschaffung von Butadien geringer als die für Isopren sind.
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Der
Polymerblock aus konjugiertem Dien sollte einen Vinylgehalt vor
der Hydrierung von mindestens 50 % aufweisen, das heißt, der
Polymerblock aus konjugiertem Dien sollte einen Vinylgehalt vor
der Hydrierung von 50 % oder mehr aufweisen. Der optimale Vinylgehalt
kann mit dem verwendeten konjugierten Dien und der Menge an hydriertem
Blockcopolymer, das in der Zusammensetzung verwendet wird, variieren.
Der (die) Polybutadienblock(blöcke)
weist (weisen) einen Vinylgehalt vor der Hydrierung von vorzugsweise
mindestens 60 % und bevorzugter von mindestens 65 % auf. Aus Kostengründen wird
eine Erhöhung
des Vinylgehalts auf über
70 % nicht bevorzugt. Der Anmelder hat festgestellt, dass eine weitere
Erhöhung
des Vinylgehalts die Knickresistenz oder die Transparenz nicht in
einem solchen Maße
erhöht,
dass die höheren
Kosten, die zum Erhalten dieses erhöhten Vinylgehalts verursacht
werden, gerechtfertigt werden können.
Der Vinylgehalt des (der) konjugierten Dienblocks (Dienblöcke) beträgt daher
vorzugsweise weniger als 70 %.
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Techniken
zur Kontrolle des Vinylgehalts des Anteils an konjugiertem Dien
sind gut bekannt und können
die Verwendung polarer Verbindungen, wie zum Beispiel Ether, Amine
und andere Lewisbasen und insbesondere diejenigen betreffen, die
aus der Gruppe, bestehend aus Dialkylethern von Glycolen ausgewählt sind.
Besonders bevorzugte Modifikatoren sind aus Dialkylether von Ethylenglycol,
der dieselben oder unterschiedliche endständige Alkoxygruppen enthält und gegebenenfalls
einen Alkylsubstituenten auf dem Ethylenradikal trägt, wie
zum Beispiel Monoglycolether, Dieglycolether, Diethoxyethan, 1,2-Diethoxypropan, 1-Ethoxy-2,2-tert-butoxyethan,
von denen 1,2-Diethoxypropan
besonders bevorzugt ist, ausgewählt.
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Obwohl
das mittlere Molekulargewicht der konjugierten Dienblöcke nicht
eingeschränkt
ist, liegt das Molekulargewichtszahlenmittel vorzugsweise innerhalb
des Bereichs von 10.000 bis 150.000.
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Die
Molekulargewichtszahlenmittel, auf die in dieser Beschreibung Bezug
genommen wird, und die Ansprüche
für die
Komponente b) oder die Bestandteile der Komponente b) werden mit
Gelpermeationschromatographie (GPC) unter Verwendung von Poly(styrol)-Kalibrierungsstandards
(gemäß ASTM 3536)
gemessen.
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GPC
ist ein gut bekanntes Verfahren, bei dem Polymere entsprechend der
Molekülgröße getrennt
werden, wobei das größte Molekül zuerst
eluiert. Der Chromatograph wird unter Verwendung handelsüblicher
Polystyrolmolekulargewichtsstandards kalibriert. Das Molekulargewicht
anderer (Block)polymere wird als Styrol äquivalentes Molekulargewicht
ausgedrückt.
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Nach
Herstellung kann die Hydrierung des Blockcopolymers unter Verwendung
jeder der aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren ausgeführt werden.
Die Hydrierung wird vorzugsweise eine selektive Hydrierung sein,
die unter Verwendung eines Verfahrens ausgeführt wird, wie zum Beispiel
diejenigen, die in den U.S. Patenten mit den Nummern 3,494,942;
3,634,549; 3,670,054; 3,700,633 und Re 27,145 gelehrt werden, auf
deren Offenbarungsgehalte hier vollumfänglich Bezug genommen wird.
Besonders bevorzugt wird die selektive Hydrierung unter Verwendung
eines der in dem U.S. Patent Nr. 3,700,633 gelehrten Verfahren ausgeführt. Diese
Hydrierungsverfahren betreffen die Verwendung eines geeigneten Katalysators,
insbesondere eines Katalysators oder eines Katalysatorvorläufers, der
eine Metallverbindung mit einem Metall der Eisengruppe umfasst.
Bei den in den vorstehenden Patentschriften beschriebenen Verfahren
wird der Katalysator durch Kombinieren eines Metalls der Eisengruppe,
insbesondere einer Nickel- oder Cobaltverbindung, mit einem geeigneten
Reduktionsmittel, wie zum Beispiel Aluminiumalkyl, hergestellt.
Die bevorzugten Metallerbindungen mit einem Metall der Eisengruppe
sind Carboxylate und Alkoxide.
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Das
Blockcopolymer wird vorzugsweise selektiv hydriert, wodurch mindestens
80 Prozent, bevorzugter mehr als 98 Prozent und besonders bevorzugt
mehr als 99 % der ursprünglichen
Ungesättigtheit
in dem Polymerblock aus konjugiertem Dien umgewandelt (hydriert)
wird. Vorzugsweise wird weniger als 10 Prozent und besonders bevorzugt
weniger als 2 Prozent der ursprüngli chen
Ungesättigtheit
in den vinylaromatischen Polymerblöcken hydriert, um maximale
Vorteile von der Hydrierung zu erhalten.
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Das
gesamte Molekulargewichtszahlenmittel des hydrierten Blockcopolymers
liegt vorzugsweise innerhalb des Bereichs von 15.000 bis 200.000
und bevorzugter innerhalb des Bereichs von 50.000 bis 150.000 für lineare
Copolymere und innerhalb des Bereichs von 50.000 bis 200.000 für verzweigte
Blockcopolymere.
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Der
vinylaromatische Gehalt des (gesamten) Blockcopolymers sollte im
Bereich von 10 bis 40 Gewichts-% liegen und liegt vorzugsweise im
Bereich von 10–25
Gewichts-%. Falls der vinylaromatische Gehalt 40 Gewichts-% überschreitet,
ist die Schmelzviskosität
eines Blockcopolymers zu hoch und es wird schwierig sein, das Blockcopolymer
einheitlich mit dem Polypropylen zu mischen. Falls der vinylaromatische
Gehalt weniger als 10 Gewichts-% beträgt, ist die mechanische Festigkeit
des Blockcopolymers ungenügend.
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Das
Gewichtsverhältnis
zwischen der Komponente a) der Polymerzusammensetzung, das heißt das (die)
statistische(n) Polypropylencopolymer(e), und der Komponente b)
der Polymerzusammensetzung, das heißt das (die) Blockcopolymer(e),
liegt vorzugsweise im Bereich von 80:20 bis 30:70 und liegt bevorzugter
im Bereich von 60:40 bis 50:50.
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Die
Polymerzusammensetzung kann ebenfalls, gegebenenfalls verschiedene
Zusatzstoffe, wie zum Beispiel Antioxidantien, Ultraviolettabsorber,
Lichtstabilisatoren oder Farbmittel enthalten. Die Menge dieser
in der Polymerzusammensetzung vorhandenen Zusatzstoffe beträgt vorzugsweise
nicht mehr als 5 Gewichtsteile auf 100 Gewichtsteile statistisches
Polypropylen und Blockcopolymer. Medizinische Öle werden häufig als Weich- macher verwendet.
Die Menge an medizinischem Öl,
das in einer Polymerzusammensetzung vorhanden ist, beträgt vorzugsweise
nicht mehr als 50 Gewichtsteile, bevorzugter nicht mehr als 25 Gewichtsteile
auf 100 Gewichtsteile statistisches Polypropylen und Blockcopolymer.
Besonders bevorzugt enthält
die Polymerzusammensetzung kein oder nur wenig medizinisches Öl.
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Die
Polymerzusammensetzung kann unter Verwendung von Knetmaschinen,
wie zum Beispiel ein Einschneckenextruder, ein Doppelschneckenextruder,
ein Banbury-Mischer oder eine Trommel, hergestellt werden. Die knickresistenten
medizinischen Schläuche
können
aus der erhaltenen Polymerzusammensetzung durch beliebige Verfahren,
wie zum Beispiel Spritzgussverfahren oder Strangpressen hergestellt
werden. Die erhaltenen knickresistenten medizinischen Schläuche weisen
eine ausgezeichnete Knickresistenz auf, während sie noch immer eine kommerziell
attraktive Transparenz aufweisen. Geeignete innere Durchmesser für die erhaltenen
knickresistenten medizinischen Schläuche liegen im Bereich von
0,1 bis 2,0 cm, geeigneter im Bereich von 0,3 bis 1,0 cm. Geeignete
Wanddicken des medizinischen Schlauchs liegen im Bereich von 0,1 bis
5 mm. Beispiele für
medizinische Schläuche
umfassen Harnschläuche,
Gaszufuhrschläuche,
Blutschläuche
und Infusionsschläuche.
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Die
Polymerzusammensetzung, entsprechend der vorstehenden Beschreibung,
kann weiterhin vorteilhaft in der Herstellung von medizinischen
Vorrichtungen, die Knickresistenz aufweisen und andere als medizinische
Schläuche
sind, wie zum Beispiel knickresistente Verbindungsstücke zwischen
medizinischen Schläuchen,
Katheter oder (Blut-)Taschen verwendet werden.
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Bestimmte
Polymerzusammensetzungen, die in der Herstellung knickresistenter
medizinischer Schläuche
verwendbar sind, sind neu und daher stellt die Erfindung ebenfalls
eine Polymerzusammensetzung bereit, umfassend:
- a)
ein statistisches Polypropylencopolymer;
- b) ein Blockcopolymer, das mindestens zwei vinylaromatische
Polymerblöcke
und mindestens einen hydrierten Polymerblock aus konjugiertem Dien
umfasst,
worin der hydrierte Polymerblock aus konjugiertem
Dien vor der Hydrierung einen Vinylgehalt im Bereich von 60 bis
70 % hat.
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Obwohl
das konjugierte Dien jedes der vorstehend erwähnten konjugierten Diene sein
kann, werden Isopren oder Butadien bevorzugt und Butadien wird aus
den hier vorstehend erwähnten
Gründen
besonders bevorzugt. Für
eine Polymerzusammensetzung, die in dem Polymerblock (den Polymerblöcken) aus
konjugiertem Dien Butadien umfasst, wird ein Vinylgehalt vor der
Hydrierung im Bereich von 65 bis 70 % bevorzugt. Weitere Vorzüge für die Polymerzusammensetzung
sind so, wie sie vorstehend beschrieben sind.
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Die
Erfindung wird nun anhand folgender nicht einschränkender
Beispiele erläutert.
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Beispiele 1–5 und Vergleichsbeispiele
A und B
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Die
Polymerzusammensetzungen 1–5
und A und B wurden durch Mischen von statistischem Polypropylenpolymer
(PP) (Montell Qualität
EP2X29GK) mit verschiedenen Polystyrol-hydrierten Polybutadien-Polystyrol-Blockcopolymeren,
die in dem Vinylgehalt in dem Polybutadienblock vor der Hydrierung
variieren, in einem Gewichtsverhältnis
von 70:30 hergestellt. Die Polystyrol-hydrierten Polybutadien-Polystyrol-Blockcopolymere
wiesen ein Molekulargewicht von ungefähr 100.000, entsprechend der
Bestimmung durch GPC, auf, waren bis zu einem Grad von mehr als
99 % hydriert und enthielten ungefähr 20 Gewichts-% Styrol. Die
Endzusammensetzung wurde durch Hochdruckdampfsterilisation in einem
Autoklaven bei 120 °C
während
2 Stunden sterilisiert. Von diesen Zusammensetzungen wurde die Glasübergangstemperatur (Tg)
der Polystyrol-hydrierten Polybutadien-Polystyrol-Blockcopolymere vor
dem Mischen mit dem Polypropylenpolymer; die Tg der resultierenden
Zusammensetzung; die Transparenz der Zusammensetzung und das Knicken
eines aus der Zusammensetzung hergestellten Schlauchs bestimmt.
Die Tgs wurden durch DMA (dynamisch mechanische Analyse) mit einem
Rheometrics RDS-2, unter Erhitzen mit 10 °C/min, Frequenz 10 Hz, Verformung
1 mit rechteckigen Proben bestimmt. Die Transparenz wurde visuell
mit spritzgegossenen Testplatten und mit extrudierten Schläuchen 1
Stunde nach dem Sterilisationstest bei 120 °C während 2 Stunden bestimmt. Die
Knickresistenz wurde mit einem spritzgegossenen Schlauch, der einem
Außendurchmesser
von 7 mm und einem Innendurchmesser von 5 mm aufwies, gemessen.
Das Knicken des Schlauchs wurde durch den Handtest, der in dem U.S.
Patent Nr. 3865776 beschrieben ist, bestimmt. Der beschriebene Handtest
besteht aus dem Zusammenbringen der Enden eines flexiblen Schlauchs
mit geeigneter Länge
und dem parallelen Verkürzen
der gebildeten Schleife bis ein Knicken auftritt und dem Messen
des äußeren Umfangs
des Schleifenteils des Schlauchs. Der angegebene Wert stellt den
Umfang des Schleifenteils des Schlauchs dar, bei dem ein Knicken beginnt.
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Ergebnisse
der Tests können
in Tabelle 1 gefunden werden.
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Beispiel 6
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Die
Polymerzusammensetzung 6 wurde durch Mischen von statistischem Polypropylenpolymer
(Montell Qualität
EP2X29GK) mit einem hydrierten Polystyrol-Polyisopren-Polystyrol-Blockcopolymer (Kuraray Qualität HVS-03),
das in dem Polyisoprenblock einen Vinylgehalt vor der Hydrierung
von ungefähr
50 % aufwies, in einem Gewichtsverhältnis von 70:30 hergestellt.
Ergebnisse der Tests können
in Tabelle 1 gefunden werden.
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Vergleichsbeispiel
C
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Die
Polymerzusammensetzung für
das Vergleichsbeispiel C wurde durch Mischen von statistischem Polypropylenpolymer
(Montell Qualität
EP2X29GK) mit einem Polystyrol-hydrierten statistischen Polybutadien/Styrol-Polystyrol-Blockcopolymer,
das in dem Mittelblock einen Vinylgehalt von ungefähr 50 %
und einen Gesamtstyrolgehalt von 40 Gewichts-%, wovon 20 Gewichts-%
in dem Mittelblock enthalten sind, aufwies, in einem Gewichtsverhältnis von
70:30 hergestellt. Ergebnisse der Tests können in Tabelle 1 gefunden
werden.
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Aus
den Ergebnissen in Tabelle 1 ist ersichtlich, dass für eine gute
Transparenz und Knickresistenz der Polymerzusammensetzung, die ein
Polystyrol-hydriertes Polybutadien-Polystyrol-Blockcopolymer umfasst, ein Vinylgehalt
in dem Polybutadienblock vor der Hydrierung von mindestens 50 %
benötigt
wird. Beispiel 2 zeigt, dass bei einer Erhöhung des Vinylgehalts auf 65
% die Knickresistenz weiter verbessert wird. Die Beispiele 3, 4
und 5 zeigen, dass Vinylgehalte von mehr als 69 die Knickresistenz
oder die Transparenz nicht weiter verbessern. Beispiel 6 zeigt,
dass eine gute Knickresistenz ebenfalls mit einer Polymerzusammensetzung erhalten
werden kann, die ein hydriertes Polystyrol-Polyisopren-Polystyrol-Blockcopolymer mit
einem Vinylgehalt von 50 % in dem Polyisoprenblock vor der Hydrierung
umfasst. Wie jedoch durch die Tgs gezeigt wird, weist die Zusammensetzung,
die dieses hydrierte Polystyrol-Polyisopren-Polystyrol-Blockcopolymer
umfasst, einen schlechteren Temperaturbereich für die Verwendung auf. Aufgrund
der sehr hohen Tg wird die Mischung unterhalb von 10 °C brüchig.
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Das
Vergleichsbeispiel C zeigt, dass obwohl mit einem Polystyrol-statistisches
Polybutadien/Styrol-Polystyrol-Blockcopolymer
eine gute Knickresistenz erhalten werden kann, die Transparenz einer
derartigen Zusammensetzung nicht akzeptabel ist.
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Beispiele 7–11 und
Vergleichsbeispiel D
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Das
in Beispiel 3 verwendete Polystyrol-hydrierte Polybutadien-Polystyrol-Blockcopolymer
mit einem Vinylgehalt von 69 % wurde mit statistischem Polypropylenpolymer
(Montell Qualität
EP2X29GK) in mehreren Gewichtsverhältnissen gemischt. Die Tg des
Blockcopolymers und der resultierenden Polymerzusammensetzung, die
Transparenz und die Knickresistenz wurden getestet. In einem Vergleichsbeispiel
wurde ebenfalls das reine statis tische Polypropylenpolymer ohne
jegliches Blockcopolymer getestet. Die Ergebnisse können in Tabelle
2 gefunden werden. Wie aus diesen Ergebnissen ersichtlich ist, verbessern
sich sowohl die Transparenz als auch die Knickresistenz bei Mischen
mit dem Blockcopolymer und innerhalb eines großen Bereichs an Gewichtsverhältnissen
von statistischem Polypropylenpolymer/Blockcopolymer können gute
Ergebnisse erhalten werden.
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Vergleichsbeispiel E
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Das
in Beispiel 1 verwendete Polystyrol-hydrierte Polybutadien-Polystyrol-Blockcopolymer
mit einem Vinylgehalt von 40 % wurde mit statistischem Polypropylenpolymer
(Montell Qualität
EP2X29GK) in einem Gewichtsverhältnis
von 50:50 gemischt. Die Tg des Blockcopolymers und der resultierenden
Polymerzusammensetzung, die Transparenz und die Knickresistenz wurden
getestet. Die Ergebnisse können
in Tabelle 2 gefunden werden. Wie aus diesen Ergebnissen ersichtlich
ist, ist die Transparenz der Zusammensetzung nicht akzeptabel.
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Beispiele 12, 13 und Vergleichbeispiel
F
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In
den Beispielen 12 und 13 wurde das in Beispiel 3 verwendete Polystyrol-hydrierte
Polybutadien-Polystyrol-Blockcopolymer mit einem Vinylgehalt von
69 % mit zwei verschiedenen statistischen Polypropylencopolymeren
(Montell Qualität
EP2X29GK und Montell Qualität
PLZ 886) in einem Gewichtsverhältnis
von 50:50 gemischt. Das Polypropylencopolymer der Montell Qualität EP2X29GK
enthält
ebenfalls ein keimbildendes Mittel, wohingegen das Polypropylencopolymer
der Montell Qualität
PLZ 886 dies nicht enthält.
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Als
Vergleichsbeispiel wurde das in Beispiel 3 verwendete Polystyrol-hydrierte
Polybutadien-Polystyrol-Blockcopolymer mit einem Vinylgehalt von
69 % mit einem nicht statistischen weichen Polypropylenpolymer (Adflex
F200) in einem Gewichtsverhältnis
von 50:50 gemischt. Ergebnisse der Tests können in Tabelle 3 gefunden
werden. Die Ergebnisse zeigen, dass die auf EP2X29GK (Montell) basierende
Zusammensetzung gegenüber
der auf PLZ886 (Montell) basierenden Zusammensetzung eine verbesserte
Transparenz aufweist, weil EP2X29GK ein keimbildendes Mittel enthält. Die
Verwendung eines nicht statistischen weichen Polypropylens führt zu einer
nicht akzeptablen geringen Transparenz und zu einer nicht messbaren
Knickresistenz.
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Die
Zusammensetzungen 1–14
und A–E,
jedoch nicht Zusammensetzung F, waren in der Lage die Sterilisation
bei 121 °C
während
2 Stunden ohne, dass eine Deformation auftrat, auszuhalten und wiesen
innerhalb 1 Stunde nach der Sterilisation eine vollständige Wiederherstellung
der Transparenz auf. Aufgrund der während der Sterilisation auftretenden
Deformation war die Knickresistenz der Adflex F200 enthaltenden
Zusammensetzung (Beispiel F) nicht messbar.
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Die
Ergebnisse können
in Tabelle 3 gefunden werden.
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Beispiel 14
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Zu
50 Gewichtsteilen Polypropylen (EP2x29GK) und 33,3 Gewichtsteilen
des in Beispiel 3 verwendeten Polystyrolhydrierten Polybutadien-Polystyrol-Blockcopolymers
mit einem Vinylgehalt von 69 % wurden 16,7 Gewichtsteilen eines
medizinischen Öls
(Primol 352, FDA und medizinisch genehmigtes Öl) gegeben. Es wurde festgestellt,
dass die Zusammensetzung eine Tg von –40/–10, eine ausgezeichnete Transparenz
aufwies und Knicken des Schlauchs bei 10–11 cm stattfand. Diese Ergebnisse
zeigen, dass medizinische Öle
zu der Polymerzusammensetzung gegeben werden können, während immer noch eine ausgezeichnete
Transparenz und Knickresistenz erhalten werden kann.