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Diese
Erfindung betrifft eine dynamische elektromechanische orthetische
oder prothetische Vorrichtung mit einer Schlingfederkupplung.
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Hintergrund
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Viele
Amputierte und Patienten mit teilweiser oder vollständiger Lähmung der
Extremitäten
benötigen
eine Unterstützungstechnologie,
wie zum Beispiel Prothesen bzw. Orthesen (die hierin durch den allgemeinen
Ausdruck Orthese oder orthetische Vorrichtung bezeichnet werden),
um die Mobilität
zu verbessern.
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Um
effizient zu funktionieren, sollte zum Beispiel die untere Extremität die Fähigkeit
besitzen: (1) das Körpergewicht
während
der Standphase des Fortbewegungszyklus zu tragen (wenn sich der
Fuß mit
dem Boden in Kontakt befindet); (2) die Gelenke zu drehen und zu
koordinieren, um die Fortbewegung zu erzielen; (3) die Länge der
Extremität
durch Beugung des Knies während
der Schwungphase des Gangs einzustellen (wenn sich der Fuß nicht
in Kontakt mit dem Boden befindet); und (4) ferner die Trajektorie
des Schwerpunkts durch eine leichte Beugung des Knies im mittleren
Stand zu glätten.
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Um
eine effiziente Fortbewegung bereitzustellen, muß eine orthetische Knie-Knöchel-Fuß-Vorrichtung
(KAFO) die Kniegelenkbeugung beim Aufsetzen des Absatzes während der
Standphase des Gangs einschränken,
während
sie außerdem
eine freie Kniebeugung während
der Gangschwungphase ermöglicht.
KAFOs mit elektromechanischen Kniehemmungskomponenten nutzen eine
breite Vielfalt von elektronisch gesteuerten mechanischen Kupplungs-
und Bremsgestaltungen, um eine Kniesteuerung während des Gehens bereitzustellen.
Eine erfolgreiche Gestaltung umfaßt einen kleinen, leichten, elektronisch
gesteuerten Knieverriegelungsmechanismus, der an einer herkömmlichen
KAFO angebracht werden kann.
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Bezugnehmend
auf 1 umfaßt
die in WO-A94/09727 gezeigte KAFO-Vorrichtung 10 eine Orthese
mit einem oberen Abschnitt 12 mit einer Oberschenkelmanschette 14 und
Oberschenkelhalteriemen 16, als auch einen unteren Abschnitt 18 mit einer
unteren Bein/Fuß-Manschette 20 und
einem entsprechenden Fußhalteriemen 22.
Eine mediale Oberschenkelstrebe 24 und eine mediale Unterschenkelstrebe 26 sind
durch ein herkömmliches Drehgelenk 28 am
Kniegelenk auf der medialen Seite der Vorrichtung 10 verbunden.
Auf der lateralen Seite der Vorrichtung ist eine laterale Oberschenkelstrebe 30 mit
der Oberschenkelmanschette 14 verbunden und erstreckt sich
an einer Biegung 32 nach außen, um mit der Ausgangsnabe 38 eines
Kniedrehgelenkkupplungsmechanismus 34 in Eingriff zu treten.
Die Eingangsnabe 36 des Kupplungsmechanismus 34 ist mit
einer im wesentlichen geraden lateralen Unterschenkelstrebe 40 verbunden,
die mit der unteren Bein/Fuß Manschette 20 verbunden
ist.
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Bezugnehmend
auf 2, ist der Kupplungsmechanismus 34 eine
Schlingfederkupplung. Schlingfederkupplungen sind eine bekannte
Kategorie von Freilaufkupplungen, die in nur eine Drehrichtung eine
Drehmomentübertragung
von einer Welle zu einer anderen zulassen. Der Kupplungsmechanismus 34 umfaßt eine
zylindrische Eingangswelle 42, die an der Eingangsnabe 36 befestigt
ist, eine zylindrische Ausgangswelle 44, die an der Ausgangsnabe 38 befestigt
ist, und eine zylindrische Feder 46, die Windungen mit
einer im wesentlichen quadratischen Querschnittsform aufweist. Die
Eingangswelle 42 und die Ausgangswelle 44 weisen
denselben Durchmesser auf und werden durch eine (nicht gezeigten) Halteklammer
Ende an Ende in einer aneinanderstoßenden Beziehung gehalten,
und drehen sich um eine gemeinsame Achse. Diese Drehachse, die hierin
als die Beugungsverlängerungsachse 48 bezeichnet
wird, ist bezüglich
der Drehachse des medialen Drehgelenks 28 kollinear (siehe 1).
Die Feder 46 ist mit der Ausgangswelle 44 verbunden,
rutscht auf der Eingangswelle 42 und dient als selbsteingreifende
Bremse zwischen ihnen. Wenn in die Richtung des Pfeils A auf die
Eingangsnabe 36 ein Drehmoment ausgeübt wird, schlingt sich die
Feder 46 eng um die Welle, die durch die durch die aneinanderstoßenden Eingangswelle 42 und
Ausgangswelle 44 gebildet wird, was die Eingangswelle 42 und
die Ausgangswelle 44 miteinander verriegelt und das laterale
elektromechanische Kniegelenk verriegelt. Wenn umgekehrt ein Drehmoment
in eine Richtung eines entgegengesetzten Pfeils A ausgeübt wird,
wickelt sich die Feder 46 von der Welle ab, die durch die
Eingangswelle 42 und die Ausgangswelle 44 gebildet wird,
was es ermöglicht,
daß die
Welle leicht in die entgegengesetzte Richtung rutscht und das elektromechanische
Kniegelenk frei schwingen läßt. Wenn die
Eingangswelle 42 und die Ausgangswelle 44 unter
Last stehen und ausgekuppelt werden müssen, kann ein Steuerzapfen 50 auf
der Feder 46 in die Richtung des Pfeils B bewegt werden,
um die Feder 46 zu lösen.
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Erneut
auf 1 bezugnehmend, steht eine Umfangssteuermanschette 52 um
die Feder 46 mit dem Steuerzapfen 50 in Eingriff.
Die Steuermanschette 52 steht über eine Spannvorrichtung 54 in Eingriff,
die am Ausgangselement eines elektrisch betätigten linearen Elektromagneten 56 befestigt
ist, der an der lateralen Oberschenkelstrebe 32 angebracht
ist. Der lineare Elektromagnet 56 wird durch ein elektronisches
Steuersystem 58 gesteuert, das am Gürtel des Trägers befestigt ist. Das Steuersystem 58 empfängt elektrische
Eingangssignale von einer Anordnung zweier Sätze von Fußkontaktsensoren und erzeugt
beruhend auf diesen Signalen elektrische Ausgangssignale, um den
Elektromagneten 56 zu steuern. Der erste Satz Sensoren 60, 62 besteht
aus kraftempfindlichen Widerständen,
die auf der Unterseite der unteren Bein/Fuß-Wiege 20 angebracht
sind, und liefert abhängig
vom Grad des Kontakts zwischen der Wiege 20 und einer Gehfläche veränderliche
elektrische Eingangssignale an das Steuermodul 58. Die
zweiten Sensoren sind an der Unterseite des (in 1 nicht
gezeigten) entgegengesetzten Fußes
des Trägers
befestigt und liefern abhängig
vom Grad des Kontakts zwischen dem entgegengesetzten Fuß und dem
Boden veränderliche elektrische
Eingangssignale an das Steuermodul 58. Ein Verknüp fungslogiknetzwerk
im elektronischen Steuermodul 58 überwacht beruhend auf den Eingaben
aus den Fußsensoren
an der Orthese und dem entgegengesetzten Fuß elektrische Ausgangsbefehle.
Beruhend auf der Eingabe von den Sensoren erzeugt ein Kontrolleralgorithmus
ein Betätigungssignal,
das zur Lösung
des Kupplungsmechanismus 34 während der Schwungphase des
Gangs an den Elektromagneten 56 gesendet wird.
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Die
in den 1–2 gezeigte
prothetische/orthetische Vorrichtung 10 stellt ein gelenkiges Kniegelenksystem
bereit, das die metabolischen Energieanforderungen während des
Gangs reduziert. Die Verriegelungswirkung der Kupplung 34 stellt
eine Kniestabilität
während
des Stands bereit, während sie
eine freie Kniebewegung während
der Schwungphase des Gangs zuläßt.
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Zusammenfassung
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Die
orthetische Vorrichtung, die in den 1–2 dargestellt
wird, liefert verglichen mit einer herkömmlichen festen Knieorthese
eine beträchtlich
verbesserte Leistung. Jedoch macht das extrem breite laterale Profil
der Kupplung 34 die Vorrichtung 10 unattraktiv
und schwierig unter Bekleidung, wie Hosen oder Röcken zu tragen. Zusätzlich erhöht der Versatz
zwischen der lateralen Oberschenkelstrebe 30 und der lateralen
Unterschenkelstrebe 40 verglichen mit herkömmlichen
Reihenverstrebungen die Torsionsbelastung am Gelenk. Die Fußsensoren,
die sowohl an der Vorrichtung 10 als auch dem gegenüberliegenden
Fuß des
Trägers
befestigt sind, sind sowohl unattraktiv als auch unbequem zu verbinden/zu trennen.
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Die
Erfindung stellt eine Schlingfederkupplung mit einem beträchtlich
reduzierten lateralen Profil bereit, was die Vorrichtung, die die
Kupplung verwendet, sehr viel attraktiver macht, sie unter der Bekleidung
zu tragen. Das reduzierte laterale Profil und die benachbarten Eingangs-/Ausgangsrahmen
der Kupplung reduzieren außerdem
die Torsion im lateralen Kniegelenkbereich. Die Schlingfederkupplung stellt
eine bidirektionale Rotation, mehrere Verriegelungspositionen, eine
Selbsteinkupplung und einfache Auskupplung unter Last mit einer
sehr geringen Energieaufnahme aus einer Stromquelle wie einer Batterie bereit.
Die Schlingfederkupplungsgestaltung stellt auch einen störungssicheren
Verriegelungsmechanismus bereit, falls der Strom ausfällt. Die
Kupplungsgestaltung mit niedrigem Profil macht die Vorrichtung leicht
zur verwenden, und folglich wäre
es wahrscheinlicher, daß mehr
Patienten, die die Unterstützung
einer orthetischen Vorrichtung benötigen, sie auf einer täglichen
Grundlage tragen. Die einseitige Eingabe von den Sensoren an der
orthetischen Vorrichtung macht den zusätzlichen Satz von Drähten und
Sensoren überflüssig, die
vorher den Fuß des
Trägers
auf der entgegengesetzten Seite behinderten, und vereinfachen außerdem die
Befestigung und Entfernung der Vorrichtung.
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In
einem Aspekt ist die Erfindung eine Kupplung, die eine Ausgangsnabe
auf einem Ausgangsrahmen und eine Eingangswelle auf einem Eingangsrahmen
aufweist, wobei sich die Eingangswelle in einer Bohrung in der Ausgangsnabe
dreht. Es ist eine Eingangsnabe an einem Ende der Eingangswelle
befestigt, und eine Feder steht mit der Eingangsnabe und der Ausgangsnabe
in Eingriff. Eine Umfangsfederklemme sichert die Feder so an der
Eingangsnabe, daß der
Eingangsrahmen und der Ausgangsrahmen auf einer Seite der Kupplung,
die der Eingangsnabe gegenüberliegt,
zueinander benachbart sind
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In
einem weiteren Aspekt ist die Erfindung eine orthetische Gelenksteuervorrichtung,
die eine Kupplung mit einer Ausgangsnabe auf einem Ausgangsrahmen
und eine Eingangswelle auf einem Eingangsrahmen aufweist, wobei
sich die Eingangswelle in einer Bohrung in der Ausgangsnabe dreht. Es
ist eine Eingangsnabe an einem Ende der Eingangswelle befestigt,
eine Feder steht mit der Eingangsnabe und der Ausgangsnabe in Eingriff,
und eine Umfangsfederklemme sichert die Feder an der Eingangsnabe.
Der Eingangsrahmen und der Ausgangsrahmen sind auf einer Seite der
Kupplung zueinander benachbart, die der Eingangsnabe gegenüberliegt.
Eine erste Strebe ist am Eingangsrahmen befestigt, und eine zweite
Strebe ist am Ausgangsrahmen befestigt.
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In
einem dritten Aspekt ist die Erfindung eine orthetische Knie-Knöchel-Fuß-Vorrichtung,
die aufweist:
- (a) eine mediale Oberschenkelstrebe
und eine mediale Unterschenkelstrebe, wobei die mediale Oberschenkelstrebe
und die mediale Unterschenkelstrebe an einem Drehgelenk befestigt
sind, das sich um eine Beugungsverlängerungsachse dreht;
- (b) eine laterale Oberschenkelstrebe und eine laterale Unterschenkelstrebe,
wobei die laterale Oberschenkelstrebe und die laterale Unterschenkelstrebe
an der Schlingfederkupplung befestigt sind, die sich um die Beugungsverlängerungsachse
dreht;
- (c) ein erstes orthetisches Element, das geeignet ist, mit dem
Oberschenkel in Eingriff zu treten, wobei eine mediale Seite des
ersten orthetischen Elements an der medialen Oberschenkelstrebe befestigt
ist und eine laterale Seite des ersten orthetischen Elements an
der lateralen Oberschenkelstrebe befestigt ist;
- (d) ein zweites orthetisches Element, das geeignet ist, mit
mindestens einem der unteren Extremität und des Fußes in Eingriff
zu treten, wobei eine mediale Seite des zweiten orthetischen Elements
an der medialen Unterschenkelstrebe befestigt ist und eine laterale
Seite des zweiten orthetischen Elements an der lateralen Unterschenkelstrebe
befestigt ist;
- (e) eine elektrisch betätigte
Vorrichtung, die an einer der ersten und zweiten lateralen Streben
befestigt ist, wobei die elektrisch betätigte Vorrichtung, wenn sie
betätigt
wird, die Kupplung auskuppelt;
- (f) Kontaktsensoren, die an einer Unterseite des zweiten orthetischen
Elements befestigt sind und auf die durch eine Gehfläche eingewirkt
wird, wobei die Kontaktsensoren ein elektrisches Signal erzeugen,
das dem Grad des Kontakts zwischen dem zweiten orthetischen Element
und einer Oberfläche
entspricht;
- (g) einen kinematischen Sensor, der ein elektrisches Signal
erzeugt, das auf der relativen Position und/oder Bewegung des Eingangsrahmens bezüglich des
Ausgangsrahmens beruht; und
- (h) einen elektronischen Schaltungskomplex, der elektrische
Eingangssignale aus den Kontaktsensoren und den kinematischen Sensoren
empfängt und
elektrische Ausgangssignale erzeugt, um die elektrisch betätigte Vorrichtung
zu betätigen.
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In
einem vierten Aspekt ist die Erfindung ein Verfahren zur elektromechanischen
Steuerung des Kniegelenks, das aufweist:
- (a)
Bereitstellen einer prothetischen Vorrichtung, die aufweist: eine
Oberschenkelstrebe und eine Unterschenkelstrebe, wobei die Oberschenkelstrebe
und die Unterschenkelstrebe an einer Schlingfederkupplung befestigt
sind, die sich um eine Beugungsverlängerungsachse dreht; ein erstes
prothetisches Element, das geeignet ist, mit dem Oberschenkel in
Eingriff zu treten, wobei das erste prothetische Element an der
Oberschenkelstrebe befestigt ist, und ein zweites prothetisches
Element, das an der Unterschenkelstrebe befestigt ist; und
Betätigen der
Kupplung unter Verwendung elektrischer Eingangssignale, die durch
mindestens einen Kontaktsensor am zweiten prothetischen Element
erzeugt werden, und elektrischer Eingangssignale, die durch einen
kinematischen Sensor erzeugt werden, die der relativen Position
und/oder Bewegung der ersten und zweiten prothetischen Elemente
entsprechen.
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In
einem fünften
Aspekt ist die Erfindung ein Verfahren zur elektromechanischen Steuerung
eines Kniegelenks in einer orthetischen Vorrichtung, das aufweist:
- (a) Bereitstellen einer orthetischen Vorrichtung, die
aufweist: eine Oberschenkelstrebe und eine Unterschenkelstrebe,
wobei die laterale Oberschenkelstrebe und die laterale Unterschenkelstrebe
an einer Schlingfederkupplung befestigt sind, die sich um eine Beugungsverlängerungsachse
dreht; ein erstes orthetisches Element, das geeignet ist, mit dem
Oberschenkel in Eingriff zu treten, wobei das erste orthetische
Element an der Oberschenkelstrebe befestigt ist, und ein zweites
orthetisches Element, das geeignet ist, mit mindestens einem der
unteren Extremität
und des Fußes
in Eingriff zu treten, wobei das zweite orthetische Element an der
Unterschenkelstrebe befestigt ist; und
Betätigen der
Kupplung unter Verwendung elektrischer Eingangssignale, die durch
mindestens einen Kontaktsensor am zwei ten prothetischen Element
erzeugt werden, und elektrischer Eingangssignale, die durch einen
kinematischen Sensor erzeugt werden, die der relativen Position
und/oder Bewegung der ersten und zweiten prothetischen Elemente
entsprechen.
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In
einem sechsten Aspekt ist die Erfindung ein Verfahren zur elektromechanischen
Steuerung eines Gelenks in einer orthetischen Vorrichtung, das aufweist:
- (a) Bereistellen einer orthetischen Vorrichtung,
die aufweist: eine erste Strebe und eine zweite Strebe, wobei die
erste Strebe und die zweite Strebe an einer Schlingfederkupplung
befestigt sind, die sich um eine Beugungsverlängerungsachse dreht; ein erstes
orthetisches Element, das an der ersten Strebe befestigt ist, und
ein zweites orthetisches Element, das an der zweiten Strebe befestigt
ist; und
Betätigen
der Kupplung unter Verwendung elektrischer Eingangssignale, die
durch mindestens einen Kontaktsensor am zweiten prothetischen Element
erzeugt werden, und elektrischer Eingangssignale, die durch einen
kinematischen Sensor erzeugt werden, die der relativen Position
und/oder Bewegung der ersten und zweiten prothetischen Elemente
entsprechen.
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Die
Details einer oder mehrerer Ausführungsformen
der Erfindung werden in den beigefügten Zeichnungen und der folgenden
Beschreibung dargelegt. Andere Merkmale, Aufgaben und Vorteile der
Erfindung werden aus der Beschreibung und den Zeichnungen und aus
den Ansprüchen
deutlich.
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Beschreibung
der Zeichnungen
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1 ist
eine schematische perspektivische Vorderansicht einer Knie-Knöchel-Fuß-Orthese
(KAFO).
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2 ist
eine schematische perspektivische Ansicht eines herkömmlichen
Schlingfederkupplungsmechanismus.
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3 ist
eine perspektivische Vorderansicht einer orthetischen Vorrichtung
der Erfindung.
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4 ist
eine Seitenansicht einer orthetischen Vorrichtung der Erfindung.
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5 ist
eine perspektivische Ansicht mit aufgelösten Einzelteilen der Schlingfederkupplung der
Erfindung.
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6 ist
eine detaillierte Seitenansicht einer Ausführungsform der Kupplung der
Erfindung.
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7 ist
eine detaillierte Vorderansicht einer orthetischen Vorrichtung der
Erfindung.
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8 ist
eine graphische Darstellung normaler sagittaler Kniebewegungen in
Grad der Kniebeugung als Funktion des Gangzyklus in Prozent.
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9 ist
eine graphische Darstellung der normalen Fuß-Boden-Kontaktkräfte senkrecht zur Ebene des
Bodens als auf das Körpergewicht
normierte Kraft in Prozent als Funktion des Gangzyklus in Prozent.
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10 ist
eine Ansicht von unten der Orthese, die die Anordnung eines Paares
kraftempfindlicher Sensoren zeigt.
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11 ist
ein schematischer Schaltplan des elektronischen Steuermoduls der
Erfindung.
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12 ist
eine graphische Darstellung, die die Aktivierung des Elektromagneten
als Funktion des Gangzyklus in Prozent zeigt.
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13 ist
eine schematische Darstellung der Schlingfederkupplung der Erfindung,
die in einer prothetischen Vorrichtung verwendet wird.
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Gleiche
Bezugszeichen in den verschiedenen Zeichnungen geben gleiche Elemente
an.
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Detaillierte
Beschreibung
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Eine
Ausführungsform
einer orthetischen Vorrichtung 110 der Erfindung wird in 3 gezeigt. Die
Vorrichtung 110 weist einen oberen Abschnitt 112 mit
einem ersten orthetischen Element 114 und einen Oberschenkelriemen 116 zur
Befestigung der Vorrichtung an einem oberen Bein eines Trägers auf.
Ein unterer Abschnitt 118 der Vorrichtung 110 weist
ein zweites orthetisches Element 120, das so geformt ist, daß es das
untere Bein und/oder den Fuß des
Trägers
hält, zusammen
mit einem Unterschenkelriemen 122 zur Befestigung der Vorrichtung
an der unteren Extremität
auf. Eine mediale Oberschenkelstrebe 124 ist an der medialen
Seite des ersten orthetischen Elements 114 befe stigt, und
eine mediale Unterschenkelstrebe 126 ist an der medialen
Seite des zweiten orthetischen Elements 120 befestigt.
Ein herkömmliches
Drehgelenk 128, das sich um eine Kniebeugungs-/Verlängerungsachse 148 dreht,
verbindet die mediale Oberschenkelstrebe 124 und die mediale Unterschenkelstrebe 126.
Eine im wesentlichen lineare laterale Oberschenkelstrebe 130 ist
an einem Eingangsrahmen 136 eines Schlingfederkupplungsmechanismus 134 befestigt.
Eine laterale Unterschenkelstrebe 140 weist einen im wesentlichen
linearen unteren Abschnitt 142 und einen gebogenen oberen
Abschnitt 144 auf, der mit einem Ausgangsrahmen 138 der
Kupplung 134 verbunden ist. Der Eingangsrahmen 136 und
der Ausgangsrahmen 138 sind zueinander benachbart und sind
beide auf der medialen Seite des Kupplungsmechanismus 134 angeordnet,
was verglichen mit einem Kupplungsmechanismus mit einem Eingangselement
auf der medialen Seite der Kupplung und einem Ausgangselement auf
der laterale Seite der Kupplung ein reduziertes laterales Profil
erzeugt. Da der Eingangsrahmen 136 und der Ausgangsrahmen 138 zueinander
benachbart und im wesentlichen ausgerichtet sind, reduziert die
Kupplung 134 der Erfindung außerdem die Torsionskräfte, die
auf die Orthese ausgeübt
werden.
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Der
Eingangsrahmen 136, der Ausgangsrahmen 138 und
andere Komponenten des Kupplungsmechanismus bestehen typischerweise
aus einem Leichtmetall, wie zum Beispiel Aluminium, um das Gesamtgewicht
der orthetischen Vorrichtung zu reduzieren. Jedoch wäre jedes
Metall zur Verwendung bei der Herstellung der Kupplungskomponenten
geeignet, und es kann zum Beispiel Stahl für alle oder einen Teil der
Komponenten verwendet werden, falls das Gewicht nicht von besonderem
Belang ist oder wenn eine verbesserte Haltbarkeit erforderlich ist.
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Ein
Spannelement 154 wirkt auf ein Spaltjoch 151 auf
einer Außenseite
einer Umfangssteuermanschette 152, die durch eine Umfangsverriegelungsfederklemme 164 gehalten
wird. Das Spannelement wird durch das Ausgangselement einer elektromechanischen
Betätigungsvorrichtung 156 betätigt, die
an der lateralen Oberschenkelstrebe 130 angebracht ist.
Die Betätigungsvorrich tung,
in dieser Ausführungsform
ein linearer Elektromagnet 156, wird durch ein elektronisches
Steuersystem 158 gesteuert, das am Gürtel des Trägers befestigt oder an den medialen
oder lateralen Oberschenkelstreben 124, 130 angebracht
sein kann. Das Steuersystem 158 empfängt elektrische Eingangssignale
von einem einzigen Satz Fußkontaktsensoren
und erzeugt beruhend auf diesen Signalen elektrische Ausgangssignale,
um den Elektromagneten 156 zu steuern. Die Sensoren 160, 162 sind
kraftempfindliche Widerstände,
die an der Unterseite des zweiten orthetischen Elements 120 angebracht
sind und abhängig
vom Grad des Kontakts zwischen dem zweiten Element 120 und
einer Gehfläche
veränderliche
elektrische Eingangssignale an das Steuermodul 158 liefern.
Es sind keine Sensoren auf der Unterseite des kontralateralen Fußes des
Trägers
erforderlich. Der elektronische Schaltungskomplex 158 überwacht
elektrische Ausgangsbefehle beruhend auf den Eingaben von den Fußsensoren 160, 162 an
der Vorrichtung 110. Beruhend auf der Eingabe von den Sensoren
erzeugt ein Kontrolleralgorithmus ein Betätigungssignal, das zur Lösung des
der Kupplungsmechanismus 134 während der Schwungphase des
Gangs an den Elektromagneten 156 geschickt wird.
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Bezugnehmend
auf 4–5,
ist der Eingangsrahmen 136 ein im wesentlichen ebenes Element,
das typischerweise einen länglichen
linearen Verbindungsabschnitt 170 zur Befestigung der Kupplung
an einer Strebe einer orthetischen Vorrichtung aufweist. Jedoch
kann der längliche
Abschnitt 170 außerhalb
der Ebene liegen, falls erforderlich, um enger parallel zum Profil
einer typischen orthetischen Vorrichtung zu verlaufen. Der Verbindungsabschnitt 170 weist
eine Reihe von Befestigungsöffnungen 172 zur
einstellbaren Befestigung an der lateralen Oberschenkelstrebe 130 auf.
Die Befestigungsöffnungen
können
auch verwendet werden, um eine Halterung 174 für den Elektromagneten 156 anzubringen,
oder um ein Batteriebündel
oder das (in den 4–5 nicht
gezeigte) elektronische Steuermodul 158 anzubringen. Der
Verbindungsabschnitt 170 des Eingangsrahmens 136 weist
Verstärkungsflansche 176 ebenso
wie ein Paar Randöffnungen 178 auf.
Die Öffnungen 178 werden
typischerweise verwendet, um Gewindestifte oder ähnliche Anschlagelemente zu
halten (die in den 4–5 nicht gezeigt
werden), die in eine Umfangsnut 180 im Ausgangsrahmen 138 eingreifen,
um die Rotation des Eingangsrahmens 136 bezüglich des
Ausgangsrahmens 138 zu begrenzen und eine Überstreckung
des Kniegelenks zu verhindern. Der Eingangsrahmen 136 weist
ferner eine Eingangsachse oder Eingangswelle 182 mit einer
Längsachse
auf, die im wesentlichen senkrecht zur Ebene des Eingangsrahmens 136 und
kollinear mit der Beugungs-/Verlängerungsachse 148 verläuft (siehe 3).
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Der
Ausgangsrahmen 138 ist ebenfalls ein im wesentlichen ebenes
Element, das einen länglichen
linearen Verbindungsabschnitt 184 aufweist. Der Verbindungsabschnitt 184,
der ebenfalls außerhalb
der Ebene liegen kann, falls notwendig, um mit einer Strebe einer
orthetischen Vorrichtung verbunden zu werden, weist eine Reihe von
Befestigungsöffnungen 186 zur
einstellbaren Befestigung des Ausgangsrahmens 138 am gebogenen
Abschnitt 144 der lateralen Unterschenkelstrebe 142 auf.
Verstärkungsflansche 188 versteifen
den Verbindungsabschnitt 184 und erstrecken sich in eine
Richtung, die entgegengesetzt zu den Verstärkungsflanschen 176 am
Eingangsrahmen 136 ist. Die Eingangswelle 182 ist
in eine Bohrung 190 im Ausgangsrahmen 138 aufgenommen
und kann sich darin frei drehen. Die Eingangswelle 182 dreht
sich in der Bohrung 190 auf mindestens einer Flanschlagerbuchse 192.
Das Lager 192 weist einen Buchsenabschnitt 193 in
der Bohrung 190 und einen Umfangsflanschabschnitt 194 zwischen
den benachbarten Eingangsrahmen 136 und Ausgangsrahmen 138 auf.
Die Eingangswelle 182 wird konzentrisch in einer Ausgangsnabe 196 gehalten,
die eine Längsachse
aufweist, die im wesentlichen senkrecht zur Ebene des Ausgangsrahmens 138 ist.
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Ein
Ende 183 der Eingangswelle 182 erstreckt sich über die
Ausgangsnabe 196 hinaus und ist an einer Eingangsnabe 200 befestigt.
Die Eingangsnabe 200 weist im wesentlichen denselben Durchmesser
wie die Ausgangsnabe 196 auf und umfaßt eine im wesentlichen ebene
Angriffsfläche 202,
die an eine im wesentlichen ebene Angriffsfläche 204 an der Ausgangsnabe 196 anstößt. Das Ende 183 der
Eingangswelle 182 ist mit einer im wesentli chen achteckigen
Querschnittsform ausgearbeitet, obwohl andere ähnliche Formen und/oder Keilanordnungen
verwendet werden können.
Die bearbeiteten Abschnitte an der Eingangswelle 182 weisen
im wesentlichen parallele Flächen
auf, die an eine entsprechende, achteckig geformte innere Befestigungsfläche 206 der
Eingangsnabe 200 angreifen. Ein radialer Gewindestift 208 in
der Eingangsnabe 200 kann verwendet werden, um einen zuverlässigen Eingriff
der Eingangswelle 182 und der Eingangsnabe 200 sicherzustellen.
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In
einer alternativen Ausführungsform,
die in 6 dargestellt wird, weist das Ende 183 der
Eingangswelle 182 eine im wesentlichen kreisförmige Querschnittsform
auf. Es kann eine longitudinale Keilnut in das distale Ende 183 der
Eingangswelle 182 eingearbeitet sein, um einen flachen
Keil 185 aufzunehmen. Die Innenseite 206 der Eingangsnabe 200 weist
außerdem
eine ringförmige
innere Befestigungsfläche 206 auf.
Es kann ein (in 6 nicht gezeigter) radialer
Gewindestift in der Eingangsnabe 200 verwendet werden,
um den Keil 185 zu halten und den Eingriff mit der Eingangswelle 182 aufrechtzuerhalten.
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Eine
im wesentlichen zylindrisch geformte Schraubenfeder 210,
die einen Durchmesser aufweist, der geringförmig kleiner als die Durchmesser der
Ausgangsnabe 196 und der Eingangsnabe 200 ist,
wird über
die Ausgangsnabe 196 und die Eingangsnabe 200 gedrückt. Die
Feder 210, die vorzugsweise aus Draht gefertigt ist, der
eine im wesentlichen quadratische oder rechteckige Querschnittsform
aufweist, steht mit einer Außenseite 214 der Ausgangsnabe 196 und
einer Außenseite 216 der Eingangsnabe 200 in
Reibungseingriff. Um eine stabilere Reibungsfläche bereitzustellen, können die Außenseite 214 der
Ausgangsnabe 196 und die Außenseite 216 der Eingangsnabe 200 mit
einer Buchse aus einem gehärteten
oder verschleißfesten
Material, wie zum Beispiel Stahl versehen oder damit überzogen
sein.
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Wie
oben angegeben, wird ein Drehmoment, das auf die Kupplung 134 ausgeübt wird,
die Tendenz haben, den Eingangsrahmen 136, die Eingangswelle 182 und
die Eingangsnabe 200 bezüglich der Ausgangsnabe 196 zu
drehen. Wenn das Drehmoment in eine er ste Richtung auf den Eingangsrahmen 136 und
die Eingangsnabe 200 ausgeübt wird, so daß die Feder 210 in
den Naben aufgewickelt wird, wird ein maximales Drehmoment durch
die Kupplung 134 übertragen.
Wenn das Drehmoment in eine zweite Richtung ausgeübt wird,
die zur ersten Richtung entgegengesetzt ist, so daß die Feder 210 abgewickelt wird,
wird ein minimales Drehmoment durch die Kupplung 134 auf
die Ausgangsnabe 196 übertragen.
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Erneut
auf die 3–5 bezugnehmend, steht
die Feder 210 durch eine Innenseite 221 einer Umfangssteuermanschette 152 in
Eingriff, die über die
Feder 210 rutscht und an der Schulter 212 am Ausgangsrahmen 138 anliegt.
Die Steuermanschette 152 weist eine longitudinale Kerbe 222 auf,
die einen Steuerzapfen 250 in der Feder 210 hält. Wenn
sich die Kupplung 134 unter Last befindet und ausgekuppelt
werden muß,
kann die Steuermanschette um die Feder 210 gedreht werden.
Die Kerbe 222 drückt
den Zapfen 250 in die zweite Richtung, so daß die Feder 210 abgewickelt
wird und die Kupplung 134 löst. Eine Außenseite 223 der Steuermanschette 152 weist
ein Spaltjoch 151 auf, um die Umfangsbewegung der Steuermanschette
zu ermöglichen
(siehe 7).
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Die
Steuermanschette 152 wird durch eine Umfangsfederklemme 164 in
der an der Schulter 212 anliegenden Position gehalten.
Wenn der tangentiale Gewindestift 233 festgezogen ist,
verriegelt die innere Angriffsfläche 231 der
Federklemme 164 auch die Feder 210 an der Eingangsnabe 200.
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Bezugnehmend
auf 7, wird die Steuermanschette 152 durch
einen elektrisch betätigten
linearen Elektromagneten 156 um die Feder 210 in Umfangsrichtung
bewegt. Wenn der Elektromagnet 156 erregt wird, verschiebt
die (in 7 nicht gezeigte) Elektromagnetwelle
das Spannelement 154, das in seinen linearen Abmessungen
einstellbar ist, um die Wirkung des Kragens 152 auf den
Federzapfen 250 zu steuern. Das Spannelement 154 wirkt
auf ein Schäkelelement 232,
das die lineare Wirkung des Elements 154 in eine Umfangsbewegung
des Kragens 152 umsetzt. Das Schäkelelement 232 befindet sich
in den beiden Pfosten 151A, 151B des Spaltjochs 151 und
steht mit einem (in 7 nicht gezeig ten) linearen
Stift in Eingriff, der sich zwischen den Pfosten 151A, 151B erstreckt.
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Die
Steuereingaben für
den Elektromagneten 156, der die Kupplung 134 auskuppelt,
werden aus natürlich
auftretenden Gangereignissen abgeleitet. Das Timing und die Wiederholbarkeit
dieser Ereignisse sind für
eine erfolgreiche Anwendung entscheidend. Es wurde die zeitliche
Abfolge der Fußkontaktereignisse
verwendet, da sie die Gangkinematik und Kinetik betreffen, um die
Steuersystemgestaltung zu leiten.
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Bezugnehmend
auf die 8–9, wurden
die kinematischen und kinetischen Gangparameter zeitlich auf 100%
eines Gangzyklus normiert. Die Standphase eines Gangzyklus beginnt
bei 0% mit dem Fußkontakt.
Für ein
normales Individuum findet das Aufsetzen des entgegengesetzten Fußes (OFS)
bei 50% des Gangzyklus statt. Als Vorbereitung auf das Vorsetzen
der hinteren Extremität
beginnt die gegenüberliegende
Extremität,
das Gewicht des Individuums aufzunehmen. Die Standphase endet und
die Schwungphase beginnt mit dem Abheben der Zehen (TO) bei annähernd 62%
des Gangzyklus. Die Schwungphase wird mit dem Aufsetzen des Fußes oder
100% des Gangzyklus abgeschlossen. Die Kniegelenkeinkupplung muß stattfinden,
nachdem die Spitzenkniebeugung während
der Schwungphase erzielt wird, jedoch nicht später als das Aufsetzen des Fußes (8).
Die Kupplung 134 kann jederzeit nach der Spitzenkniebeugung
im Schwung eingerastet werden, da eine Streckung infolge der Freilauffähigkeit
der Schlingfederkupplungsgestaltung zu jeder Zeit möglich ist.
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Bezugnehmend
auf 9, stellt die gestrichelte Linie die Kräfte der
gegenüberliegenden
Extremität
dar. Das normale Timing des gegenüberliegenden Aufsetzen des
Fußes
(OFS) und Abhebens der Zehen (TO) begrenzt die kritische Zeitspanne
für die
Kniegelenksteuerung. Der Elektromagnet 156 muß betätigt werden,
um die Kupplung 134 zu lösen, nachdem eine ausreichende
Gewichtsübertragung stattgefunden
hat. Das heißt,
nach dem OFS, jedoch vor dem TO, damit eine ausreichende Kniebeugung stattfindet
und eine Fußhöhe während der
Schwungphase des Gangs erhalten wird. Die hohe Geschwindigkeit der
Belastung am Beginn des Stands schafft eine unantastbare Randbedingung,
damit das Knie nicht in die Beugung zusammenklappt. Das Ausrücken muß stattfinden,
nachdem eine ausreichende Gewichtsübertragung auf das gegenüberliegende Bein
stattgefunden hat (nach dem gegenüberliegenden Aufsetzen des
Fußes),
jedoch früh
genug, um es dem Knie zu ermöglichen,
sich vor dem Abheben der Zehen (8) zu beugen.
Folglich gibt es ein schmales Zeitfenster, in dem die Kupplung betätigt werden muß.
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In
Hinblick auf das obige, kann dann, wenn Informationen hinsichtlich:
(1) des Kontakts zwischen dem zweiten orthetischen Element 120 (3)
bezüglich
einer Gehfläche,
und (2) der Kniebeugung oder der Gelenkwinkeleingabe, d.h. der jeweiligen Rotationsverstellung
und/oder Geschwindigkeit des Eingangsrahmens 136 bezüglich des
Ausgangsrahmens 138 erhalten und an den Elektromagneten 156 übertragen
werden, die Kupplung 134 in einer rechtzeitigen Weise gelöst und eingerückt werden,
um einen natürlichen
Gangzyklus eng anzunähern.
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Bezugnehmend
auf 10, können
Informationen hinsichtlich des Aufsetzen des Absatzes und des Abhebens
der Zehen mit einem Paar Sensoren 160, 162 erhalten
werden, die am zweiten orthetischen Element 120 angeordnet
sind, auf die durch die Gehfläche
eingewirkt wird. Die Sensoren 160, 162 sind typischerweise
kraftempfindliche Widerstandselemente, die abhängig von der Kraft, die auf sie
ausgeübt
wird, einen variablen Widerstand liefern. Um Informationen hinsichtlich
des Gelenkwinkels bereitzustellen, müssen die Rotationsverstellung und/oder
die Geschwindigkeit des Eingangsrahmens 136 bezüglich des
Ausgangsrahmens 138 ausgewertet werden. Dies kann zum Beispiel
erreicht werden, indem ein transparentes Fenster im Eingangsrahmen 136 angeordnet
wird und eine Reihe von Markierungen auf einer benachbarten Fläche des
Ausgangsrahmens 138 mit einer Lichtquelle beleuchtet werden.
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Bezugnehmend
auf 11, wird ein Grundschaltplan des Elektromagnet-Steuermodulschaltungskomplexes 300 dargestellt.
Es werden elektrische Eingangssignale 302 aus einer Anordnung
von Sensoren am zweiten orthetischen Element 120, elektrische Eingangssignale 304 hinsichtlich
des Gelenkwinkels, und/oder manuelle elektrische Eingangssignale 306 vom
Träger
der Orthese an den elektronischen Schaltungskomplex geliefert, wie
zum Beispiel einen Prozessor in einer digitalen Steuereinheit 308.
Zum Beispiel kann der Träger
wollen, daß die
Kupplung manuell gelöst
wird, bevor er sich in einem Sessel niederläßt, oder kann wollen, daß die Auskupplung
beibehalten wird, während
er sich in einer sitzenden Position befindet. Unter Verwendung dieser
Eingangssignale entscheidet der Prozessor elektrische Ausgangssignale
an eine elektromechanische Treiberschaltung 310. Die Treiberschaltung 310 steuert
dann den Elektromotor 312 im Elektromagneten 156 an,
um den Kupplungsmechanismus 134 zu lösen. Die digitale Steuereinheit 308 weist eine
Batterie oder ein Batteriebündel
auf, das wegwerfbar oder wiederaufladbar sein kann, um den Schaltungskomplex 300 zu
versorgen.
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Bezugnehmend
auf 12, wird die Arbeitsweise des geschlossenen Regelschleifensystems der
Erfindung dargestellt, das den natürlichen Gangzyklus simuliert.
Die Standphase des Gangzyklus liegt im wesentlichen zwischen 0 und
etwa 60%, und die Schwungphase liegt im wesentlichen zwischen etwa
60% und etwa 99%. Die elektrischen Eingangssignale aus der Anordnung
der Sensoren am zweiten orthetischen Element signalisieren die Gewichtsverlagerung.
Die elektrischen Ausgangssignale, die durch einen Fußschalter
an den elektronischen Steuerschaltungskomplex geliefert werden,
gehen bei etwa 50% des Gangzyklus im Vorgriff auf die Schwungphase
auf null zurück.
Es wird dann der Elektromagnet betätigt, wobei er die Kupplung
löst und
es ermöglicht,
daß sich
das elektromechanische Kniegelenk beugt. Unter Verwendung der Echtzeitgelenkwinkeleingabe
wird dann, wenn der Kniegelenkwinkel von positiv (Kniegelenkbeugung)
nach negativ (Kniegelenkstreckung) wechselt, der Elektromagnet deaktiviert
(elektrische Ausgangssignale aus der elektronischen Steuervorrichtung
gehen auf null). Die Kniegelenkstreckung ist aufgrund der Freilaufeigenschaften
der Schlingfederkupplungsgestaltung immer möglich.
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Die
elektronische Steuereinheit 308 und der elektromechanische
Antriebsschaltungskomplex, die in 11 dargestellt
werden, sind typischerweise im elektronischen Steuermodul 158 enthalten
(siehe 3). Das elektronische Steuermodul kann außerdem ein
Batteriebündel
als Stromquelle enthalten, oder das Batteriebündel kann eine getrennte Einheit sein,
die in das elektronische Steuermodul eingesteckt wird. Die Batterien
können
wiederaufladbar oder wegwerfbar sein. Das elektronische Steuermodul
kann zum Beispiel in einem Beutel, der am Bauch des Trägers getragen
wird, oder in einem Rucksack getragen werden, oder kann an einer
Strebe an der orthetischen Vorrichtung befestigt sein.
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Die
obige Beschreibung der Erfindung bezieht sich auf orthetische Vorrichtungen,
bei denen die unteren Extremitäten
des Trägers
intakt sind. Wie oben angegeben, sollte jedoch verstanden werden, daß die Erfindung
auch als eine prothetische Vorrichtung für einen Amputierten verwendet
werden kann. Zum Beispiel kann bezugnehmend auf 13 der Kupplungsmechanismus
und das Steuersystem der vorliegenden Erfindung auch als ein elektromechanisches
Ersatzgelenk in einer prothetischen Vorrichtung 410 verwendet
werden.