-
Gebiet der
Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft eine intravaskuläre Vorrichtung, die benutzergrößenspezifisch ausgebildet
ist, um in eines oder mehrere bestimmte, erkrankte Gefäße in einem
Patienten passend eingeführt
zu werden.
-
Hintergrund
der Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Herstellung einer intravaskulären Vorrichtung, etwa eines
endoluminalen Stents oder eines Stentimplantats, welche zum Einführen in
das vaskuläre
System eines Patienten geeignet sind. Wie Fachleuten auf diesem
Gebiet bekannt, bezieht sich der Terminus „Lumen" auf einen Kanal oder einen Hohlraum
in einem Organ, etwa eine Arterie oder ein anderes Blutgefäß. Die Termini „intravaskuläre Vorrichtung", „endoluminale
Vorrichtung, „intraluminale
Vorrichtung" und „Endoprothese" bezeichnen eine
Vorrichtung, die zum Einführen
in das Innere eines Blutgefäßes, etwa
in das Lumen des Blutgefäßes, entwickelt
wurde und eine derartige Vorrichtung kann ein Stent, ein Stentimplantat,
eine Okklusionsvorrichtung, eine Pumpe, ein Katheter oder eine andere
Vorrichtung sein. Der Ausdruck „transluminal" bezieht sich, so
wie er hierin verwendet wird, auf eine Vorrichtung, die das Lumen
eines Blutgefäßes mit
dem Lumen eines anderen verbindet. Der Terminus „Okklusion" bedeutet Verschließen oder Blockieren und die
Bezeichnung „Okklusionsvorrichtung" bezeichnet eine
Vorrichtung zum Verschließen
oder Blockieren eines Lumens. So wie er hierin verwendet wird, bezieht
sich der Terminus „Gefäß" oder „Blutgefäß" auf eine Struktur,
etwa eine Arterie oder Vene, die Blut befördert. Ein „Katheter" bezeichnet im Allgemeinen ein röhrenförmiges,
chirurgisches Instrument, welches in einen Körper-Hohlraum, etwa ein Lumen,
eingeführt
wird.
-
Ein
Stent ist eine Vorrichtung, die ein schwaches oder erkranktes Gefäß unterstützt. Stents
bestehen herkömmlicherweise
aus kreisförmigen
Drähten,
die Außendruck
an ein Gefäß anlegen,
um das Gefäß offen
zu halten. Stents können
zur Wiederherstellung beeinträchtigter,
da eingeengter oder durch die Bildung von Plaque verstopfter Koronararterien (auch
Stenose genannt) eingesetzt werden. Stents können auch zur Unterstützung anastomosierter Strukturen
verwendet werden.
-
Ein
mit biologisch verträglichem
Material überzogener
oder ausgekleideter Stent ist unter der Bezeichnung Stentimplantat,
prothetisches arterielles Implantat oder endoluminales Implantat
bekannt. Bekannte Stentimplantate sind röhrenförmige Strukturen (entweder
zylinderförmige
Röhren
oder andere Formen, wie etwa konische Formen), die den Fluss von
Fluiden, wie etwa Blut, durch das Stentimplantat ermöglichen.
Prothetische arterielle Implantate aus biologisch verträglichem
Material (z.B. Röhren
aus Polyester-DacronTM oder expandiertem,
porösem
Polytetrafluoroethylen (PTFE)) ersetzen oder überbrücken verschlossene oder beschädigte Blutgefäße. Sie
können
auch zur Wiederherstellung oder Ersetzung geschwächter oder erkrankter Blutgefäße, wie etwa
der Aorta, welche ausgedehnte (oder erweiterte) geschwächte, unter
der Bezeichnung Aneurysma bekannte Bereiche ausbildet, verwendet
werden. In der Aorta können
Aneurysmen oft in den Bereichen auftreten, wo sich die Aorta in
zwei Nebenarterien teilt, etwa in jeweils eine Arteria iliaca communis. Stentimplantate
werden in Aneurysmen zur Entfernung des Drucks auf das geschwächte Blutgefäß platziert,
um das Risiko eines Risses, also eines Aufplatzens der natürlichen
Gefäßwände, zu
verringern,. Die Verwendung von Stents und Stentimplantaten zur
Behandlung und Isolierung vaskulärer
Aneurysmen und Gefäßwände, die
durch Erkrankungen ausgedünnt
oder verdickt wurden (diese Verwendung wird als endoluminale Therapie
oder Exklusion bezeichnet), ist allgemein bekannt. Beispiele für Stentimplantate
wurden in den US-Patenten Nr. 4-955-899 und 5-152-782 beschrieben.
-
Es
gibt viele Arten von Stents und Stentimplantaten. So sind beispielsweise
Stents und Stentimplantate bekannt, die „selbstexpandierend" sind, die also in
ein vaskuläres
System in einem komprimierten oder zusammengezogenen Zustand eingeführt werden
und sich nach der Entfernung einer Rückhaltevorrichtung ausdehnen.
Einige selbstexpandierende Stents und Stentimplantate verwenden
einen Draht aus einem geeigneten Material, etwa Edelstahl oder Nitinol
(Nickel-Titanium), welches zur Bereitstellung einer Außenradialkraft
ausgebildet wurde. Ein derartiger Stent weist typi scherweise eine
röhrenförmige Ausbildung
und einen Durchmesser auf, der etwas größer als der Durchmesser des
Lumens ist, in das er eingesetzt werden soll.
-
Einige
Stents sind im Allgemeinen sehr flexibel, so dass sie durch die
verschiedenen Körpergefäße zur Ausdehnung
leicht manövrierbar
sind. Befinden sie sich dann in der richtigen Position, kann der Stent
durch Ausdehnen zu dessen nicht komprimierten Zustand oder durch
Ausdehnen mithilfe eines Katheterballons expandiert werden. Verschiedene
Formen von Stents und/oder Stentimplantaten sind in den US-Patenten Nr. 5.873.906,
5.302.317, 5.662.713, 5.575.816, 5.0507.767, 5.415.664, 4.800.882,
4.907.336 und 5.718.724 offenbart.
-
Die
Verwendung eines Auslösers
oder eines Auslösedrahts
zur Steuerung der Ausdehnung einer selbstexpandierenden Endoprothese
ist allgemein bekannt. Außerdem
beschreibt das US-Patent Nr 5-415-664 eine Vorrichtung zum Einführen und
Ausdehnen eines Stents mit drei konzentrischen Röhren, einem hohlen Innenrohr
und einer Außenverkleidung,
sowie ein röhrenförmiges Innenaktuatorelement
mit einem becherartigen Greifelement, das starr an dessen distalem
Ende angebracht ist. Andere Vorrichtungen zum Ausdehnen selbstexpandierender
Endoprothesen sind in den US-Patenten Nr. 5.484.444, 5.833, 5.776.142,
5.873.906 und 5.700.269 beschrieben.
-
Ein
vaskulärer
Stent, der eine Länge
eines geschlängelten
oder „zickzackförmigen", in Form einer Helix
ausgebildeten Drahtes umfasst, ist im US-Patent Nr. 4.886.062 offenbart.
Die Helix definiert im Allgemeinen zylinderförmige Wände, die bei der Anwendung
eine intraluminale Implantatswand bildet. Die geschlängelte Ausbildung
des Drahtes ermöglicht
eine radiale Ausdehnung und Kompression des Stents. Das Patent offenbart,
dass der Stent perkutan eingeführt
und in situ mithilfe eines Ballonkatheters expandiert werden kann.
-
Ein
expandierbares, intraluminales Stentimplantat, welches aus einem
röhrenförmigen Element mit
einer Vielzahl an sich kreuzenden, dehnbaren Elemente besteht, die wiederum
eine radiale Ausdehnung und Kompression des Stents ermöglichen, ist
im US-Patent Nr. 4.733.665 offenbart.
-
Ein
intraluminaler Stent, der aus einem geschlängelten, in Form einer Helix
ausgebildeten Draht besteht, ist in der EP-A-0 556 850 offenbart. Aneinander
angrenzende Scheitelpunkte des Drahts sind miteinander so befestigt,
dass jeder Ringbereich der Helix von den benachbarten Ringteilen
gestützt wird,
um die Gesamtstärke
des Stents zu erhöhen und
das Risiko einer Plaquehernie zu verringern. Einige Ausführungsformen
des Stents in der EP-A-0 556 850 umfassen ferner ein röhrenförmiges Implantatelement
zur Bildung einer endoluminalen Prothese.
-
Intravaskuläre Vorrichtungen,
wie etwa Stents, Stentimplantate und Okklusionsvorrichtungen, werden
mithilfe verschiedenster Verfahren eingesetzt. Sie können mithilfe
eines Cut-Down-Verfahrens, also des direkten Einschnitts in das
Lumen an einem Eintrittspunkt nahe jener Position, an der die Prothese
eingesetzt werden soll, und der Platzierung dieser Vorrichtung im
Lumen eingesetzt werden. Alternativ dazu können diese auch mithilfe eines
weniger invasiven, perkutanen Verfahrens, etwa des Schneidens durch
die Haut, um in das Lumen an einer geeigneten, wenig traumatischen
Eintrittsstelle einzutreten und des Führens der Vorrichtung durch das
Lumen bis hin zu jener Position, an der die Vorrichtung eingesetzt
werden soll, eingebracht werden. Die Einsetzung einer intravaskulären Vorrichtung wird
manchmal mithilfe eines Zubringungs-Katheters mit koaxialen Innen-
(Kolben) und Außenröhren (Verkleidung)
durchgeführt,
die so angeordnet sind, dass eine relative, axiale Bewegung möglich ist.
Die Vorrichtung wird komprimiert und innerhalb des distalen Endes
der Außenkatherröhre vor
der Innenröhre
positioniert. Das distale Ende des Katheters wird dann eingeführt, wobei
es herkömmlicherweise
durch ein Lumen geführt
wird, bis es (und damit die intravaskuläre Vorrichtung) nahe des vorgesehenen
Behandlungsbereichs positioniert werden kann. Die Innenröhre wird
daraufhin in einer unveränderlichen
Position gehalten, während
die Außenröhre des
Zubringungskatheters wieder zurückgezogen
wird. Die Innenröhre
hindert die intravaskuläre
Vorrichtung daran, mit der Außenröhre herausgezogen
zu werden, so dass sich die intravaskuläre Vorrichtung, wenn die Außenröhre zurückgezogen
wird, radial zu einer im Wesentlichen mit dem Inneren des Lumens übereinstimmenden
Oberfläche
ausdehnt. Ein Beispiel für ein
derartiges Leitungssystem ist in US-Patent Nr. 4.655.771 beschrieben.
-
Das
Einbringen und weitere Einführen
einer intravaskulären
Vorrichtung in Form eines einheitlichen, gabelförmigen Implantats durch einen
einzigen Zweig des femoralen Arteriensystem hin zu einem Punkt oberhalb
des Behandlungsorts, wo dann eine der Vergabelungen in den kontralateralen
(gegenüberliegenden)
Zweig durch Betätigen
eines kontralateralen-femoralen Drahtes, Katheters oder einer Schlinge
gezogen oder gesaugt wird, ist ebenfalls bekannt. Ein derartiges
System ist im US-Patent Nr. 5.639.278 beschrieben. Ein Beispiel
für ein
anderes Einbringungssystem ist jenes, bei dem ein kreuz-femoraler
Drahtkatheter und Leitungsdrähte
benötigt werden
und welches im US-Patent Nr. 5.489.295 und in der PCT Anmeldung
Nr. WO 98/36708 beschrieben ist. Im US-Patent Nr. 4.617.932 wird
vorgeschlagen, dass der in das Implantat eintretende Blutfluss dazu
verwendet werden kann, ein Freischweben des Implantats im Blutstrom
zu bewirken, so dass es dadurch in die korrekte Position gebracht
werden kann. Die Anwendung eines gabelförmigen Stentimplantats in verzweigten
Lumen (etwa des infrarenalen Abschnitts der Aortenarterie, an dem
diese sich in die jeweilige Arteria iliaca communis verzweigt) ist
ebenfalls bekannt. Die Ausdehnung eines gabelförmigen Stentimplantats ist
jedoch herkömmlicherweise
relativ invasiv, da die jeweiligen Abschnitte des gabelförmigen Stentimplantats
oft in situ miteinander verbunden werden müssen und eine Vielzahl an Katheterisierungen
benötigen.
Stentimplantate für
gabelförmige
Lumen sind in den US-Patenten Nr. 5.906.640, 5.755.734 und 5.827.320
beschrieben. Diese Vorrichtungen benötigen große Zutrittsöffnungen in einem Abschnitt
des Gefäßes, der üblicherweise
viel tiefer unterhalb der Haut positioniert ist, als der bevorzugte
Eintrittsort in der Arteria femoralis.
-
Die
WO 99/39663, welche als nächstliegender
Stand der Technik erachtet wird, offenbart ein endovaskuläres Implantat
zur Überbrückung eines
Defekts in einem Hauptgefäß in der
Nähe eines
oder mehrerer abzweigender Gefäße. Dieses
Dokument offenbart die Herstellung eines Stents aus einem Material,
das zusammenge zogen und ausgedehnt werden kann. Der Stent wird in
den Patienten eingeführt und
dann wird der Stent mithilfe eines Bildgebungssystems ausgerichtet
und korrekt positioniert.
-
Weitere
Verweise sind zu den folgenden US-Patenten und Patentanmeldungen
vorhanden: US-Patentanmeldung Nr. 09/401.599 mit dem Titel „Delivery
Systems for Self-expanding Stents and Grafts", eingereicht am 22. September 1999,
veröffentlicht
als WO 01/21104 (29/03/01); US-Patentanmeldung Nr. 09/361.192 mit
dem Titel „A
Balloon-assisted Intraluminal Stent Graft", eingereicht am 26. Juli 1999, veröffentlicht
als WO 01/06953 (01/02/01); US-Patentanmeldung Nr. 09/574.870 mit
dem Titel „Expandable
Vascular Prosthesis",
eingereicht am 19. Mai 2000, veröffentlicht
als
US 6443981 (03/09/02);
und US-Patentanmeldung Nr. 09/244.343 mit dem Titel „A Method
of Making Large Diameter Vascular Prosthesis Made by Said Method", eingereicht am
4. Februar 1999, veröffentlicht
als WO 00/45739 (10/08/00).
-
Die
intravaskulären
Vorrichtungen gemäß bekanntem
Stand der Technik liefern im Allgemeinen zufriedenstellende Ergebnisse
in der Behandlung von Aneurysmen, Stenosen und anderen angeologischen
Erkrankungen in Blutgefäßen, solange
eine in die Maße
der zu behandelnden Blutgefäße passende,
intravaskuläre
Vorrichtung zur Verfügung
steht. Nach bekanntem Stand der Technik stehen jedoch keine intravaskulären Vorrichtungen
bereit, die benutzergrößenspezifisch
ausgebildet sind, um in das Lumen eines bestimmten Gefäßes zu passen.
-
Eine
intravaskuläre
Vorrichtung muss in das zu behandelnde Gefäßlumen akkurat hineinpassen oder
die Behandlung kann nicht adäquat
durchgeführt
werden. Ferner gilt, je besser die Maße der intravaskulären Vorrichtung
in das Lumen eines erkrankten Gefässes passen, umso geringer
fällt der chirurgische
Eingriff aus, der benötigt
wird, um eine gute Passform zu erzielen. Da eine intravaskuläre, gut
in die Maße
des zu behandelnden Gefäßes hineinpassende
Vorrichtung gewünscht
wird, stellen Hersteller von intravaskulären Vorrichtungen oft mehrere
Größen (etwa
verschiedene Breiten und Längen)
intravaskulärer
Vorrichtungen her, damit diese in die verschieden großen, erkrankten
Gefäße passen.
Ferner legen medizinische Einrichtungen oft große Lagerbestände an verschiedenen
Größen an. Trotz
der vielen hergestellten und gelagerten Größen, weisen einige erkrankte
oder geschwächte
Gefäße eine
Form auf, für
die es keine verfügbaren
intravaskulären
Vorrichtungen gibt. Zur Zeit können solche
Gefäße nur mit
sehr invasiven, chirurgischen Eingriffen behandelt werden, wobei
deren Rekonvaleszenzzeit zumindest einige Wochen beträgt.
-
Zusammenfassung
der Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung löst
die oben erwähnten
Probleme. Eine intravaskuläre
Vorrichtung gemäß dem Verfahren
der Erfindung ist benutzergrößenspezifisch
ausgebildet, um in das erkrankte Gefäß zu passen. Daher können erkrankte
Gefäße, die bisher
mittels den üblichen
Standardgrößen der
intravaskulären
Vorrichtungen nicht adäquat
und daher nur mit invasiven, chirurgischen Verfahren behandelt werden
konnten, unter Verwendung der vorliegenden Erfindung behandelt werden.
Außerdem
vereinfacht oder behebt die Erfindung die Lagerhaltung und den Bedarf
an speziellem Wissen über
die Größen intravaskulärer Vorrichtung
durch Krankenhauspersonal und -ärzte.
Da jede Vorrichtung benutzergrößenspezifisch
an jedes Gefäß angepasst
ist, ist eine Lagerhaltung nicht mehr länger notwendig und vom medizinischen
Personal muss nicht mehr länger
eine Auswahl getroffen werden.
-
Die
Vorteile sind (1) weniger Zeit wird vom medizinischen Personal für Lagerhaltung
und Vorrichtungsauswahl aufgewendet und (2) eine intravaskuläre Vorrichtung
ist so ausgebildet, dass sie gut in das zu behandelnde Gefäß passt.
Ferner können
Lumen mit unüblichen
Maßen,
für die
es bisher keine intravaskulären
Vorrichtungen gab, nun unter Verwendung der vorliegenden Erfindung
behandelt werden, ohne dass ein invasiver, chirurgischer Eingriff
notwendig ist.
-
Hierin
wird Folgendes offenbart: (1) ein Verfahren zu Herstellung einer
benutzergrößenspezifischen,
intravaskulären
Vorrichtung; (2) durch dieses Verfahren hergestellte, benutzergrößenspezifische, intravaskuläre Vorrichtungen;
und (3) ein Verfahren zur Durchführung
eines chirurgischen Eingriffs mithilfe einer benutzergrößenspezifischen,
intravaskulären
Vorrichtung dieser Erfindung.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung einer benutzergrößenspezifischen,
intravaskulären
Vorrichtung bereitgestellt, wobei das Verfahren durch die folgenden
Schritte gekennzeichnet ist:
das Messen von zumindest einem
Durchmesser eines Gefäßes mit
einem zweidimensionalen Bildgebungssystem an einer ersten Einrichtung;
das Übermitteln
der Merkmale des zumindest einen Durchmessers von der ersten Einrichtung
zu einer zweiten Einrichtung; und
das Ausbilden einer benutzergrößenspezifischen
intravaskulären
Vorrichtung an der zweiten Einrichtung auf der Grundlage der übermittelten
Merkmale.
-
Vorzugsweise
umfasst das zweidimensionale Bildgebungssystem ein Angiogramm-Bildgebungssystem
oder ein Ultraschall-Bildgebungssystem.
-
Vorteilhafterweise
umfasst das Gefäß zumindest
eine Koronararterie, eine oberflächliche
Oberschenkelarterie, eine Arteria iliaca communis und eine Aorta.
-
Günstigerweise
umfasst die intravaskuläre Vorrichtung
eine Okklusionsvorrichtung, eine Manschette oder ein Stentimplantat.
-
Bevorzugt
umfasst die intravaskuläre
Vorrichtung ein Stent.
-
Vorteilhafterweise
besteht der Stent aus Nitinol.
-
Günstigerweise
ist der Stent selbstexpandierend.
-
Vorzugsweise
umfasst die intravaskuläre Vorrichtung
ein Polytetrafluorethylen-Implantat.
-
Vorteilhafterweise
umfasst die intravaskuläre Vorrichtung
ein aus einem Kunststoffmaterial ausgebildetes Implantat.
-
Günstigerweise
besteht das Kunststoffmaterial aus Polyester-DacronMT.
-
Vorzugsweise
erfolgt das Übermitteln
der Merkmale des zumindest einen Durchmessers von der ersten Einrichtung
zur zweiten Einrichtung durch eine Fax-Übertragung.
-
Vorteilhafterweise
erfolgt das Übermitteln der
Merkmale des zumindest einen Durchmessers von der ersten Einrichtung
zur zweiten Einrichtung durch eine E-Mail-Nachricht.
-
Günstigerweise
erfolgt das Übermitteln
der Merkmale des zumindest einen Durchmessers von der ersten Einrichtung
zur zweiten Einrichtung über Telefon.
-
Kurzbeschreibung
der Zeichnungen
-
Die
bevorzugte, beispielhafte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird im Folgenden in Bezug auf die beigefügten Zeichnungen
beschrieben, wobei die gleichen Bezeichnungen dieselben Elemente
kennzeichnen, und:
-
1 ein
erkranktes Blutgefäß darstellt.
-
1A Seitenansichten
einer benutzergrößenspezifischen,
intravaskulären
Vorrichtung zeigt, die gemäß der vorliegenden
Erfindung zur Behandlung von Gefäßen, wie
in 1 abgebildet, hergestellt wurde.
-
2 ein
weiteres erkranktes Blutgefäß abbildet.
-
2A eine
Seitenansicht einer benutzergrößenspezifischen,
intravaskulären
Vorrichtung zeigt, die gemäß der vorliegenden
Erfindung zur Behandlung von Gefäßen, wie
in 2 abgebildet, hergestellt wurde.
-
3 ein
weiteres erkranktes Blutgefäß einschließlich einer
benutzergrößenspezifischen,
intravaskulären
Vorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung darstellt.
-
4 ein
weiteres erkranktes Blutgefäß einschließlich einer
benutzergrößenspezifischen,
intravaskulären
Vorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung abbildet.
-
5 ein
weiteres erkranktes Blutgefäß zeigt.
-
5A eine
Seitenansicht einer benutzergrößenspezifischen,
intravaskulären
Vorrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung zur Behandlung von Gefäßen, wie
in 5 abgebildet, darstellt.
-
6 die
Maße eines
weiteren erkrankten Blutgefäßes zeigt.
-
6A eine
Seitenansicht einer benutzergrößenspezifischen,
intravaskulären
Vorrichtung zur Behandlung von Gefäßen, wie in 6 abgebildet, darstellt.
-
6B eine
Seitenansicht eines Dorns, der zur Herstellung einer benutzergrößenspezifischen, intravaskulären Vorrichtung,
wie in 6A zu sehen, verwendet wird.
-
Detaillierte
Beschreibung der Erfindung
-
Das
Ziel der Zeichnungen ist die Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung und nicht deren Einschränkung auf diese zu bewirken; 1 zeigt
ein erkranktes oder geschwächtes
Blutgefäß, welches
eine benutzergrößenspezifische
Vorrichtung aufnehmen kann, die gemäß des Verfahrens der Erfindung
hergestellt wurde. Wie hierin verwendet, bezeichnet der Terminus „Gefäß", wenn zur Definition
der Erfindung verwendet, jedwedes Gefäß, in das eine erfindungsgemäße, benutzergrößenspezifische
Vorrichtung aus verschiedensten Gründen, wie Erkrankung oder Schwächung des
Gefäßes, eingeführt werden
soll.
-
Im
Allgemeinen umfasst ein Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung
folgende Schritte: (1) Messen einer oder mehrerer Größen eines
Gefäßlumens
oder einer oder mehrerer Abmessungen einer Vielzahl an Gefäßlumen,
und (2) Herstellen einer intraluminalen Vorrichtung oder einer Vielzahl
an intraluminalen Vorrichtungen gemäß den Abmessungen des oder
der Gefäßlumen.
Das Abmessen des oder der Lumen kann mithilfe jedes geeigneten Verfahrens
durchgeführt
werden. Die Abmessungen können
etwa mithilfe eines angiographischen Verfahrens (Röntgenuntersuchungen
der Blutgefäße oder der
Lymphgefäße nach
einer Injektion eines Röntgenkontrastmittels)
gemessen werden. Dies wird üblicherweise
durch Injizieren eines Kontrastmittels in ein Gefäß und anschließendem Ablichten
des Kontrastmittels mit einem Röntgenapparat
durchgeführt, während sich
das Mittel durch die Gefäße bewegt. Auch
die Verwendung von Computertomographie (CT) und Ähnlichem zum Messen der Arteriendurchmesser,
aus denen die Länge
der intravaskulären Vorrichtung
extrapoliert werden kann, ist bekannt. Andere, rezentere Verfahren
zu Visualisierung eines Gefäßes und
somit dem Abmessen des Durchmessers und der Länge desselben umfassen Spiralcomputertomographie
und intravaskulären
Ultraschall (IVUS). In vielen Fällen
werden nur drei Abmessungen benötigt,
um eine benutzergrößenspezifische,
intravaskuläre
Vorrichtung gemäß der Erfindung
zu erzeugen: (1) der Durchmesser des Lumen, an dessen einem Ende
(dem ersten Ende) die intravaskuläre Vorrichtung angeordnet wird
(etwa kann dies der Durchmesser des Lumens des distalen Aortenhalses sein);
(2) der Durchmesser des Lumens, an dessen zweiten Ende die intravaskuläre Vorrichtung
positioniert wird (z. B. kann diese der Durchmesser des Lumens einer
der beiden Verzweigungen der Bauchaorta oder der Durchmesser des
Lumens des proximalen Aortenhalses sein), und (3) die Länge zwischen den
Stellen, an denen die Durchmesser, auf die oben in (1) und (2) hingewiesen
wurde, gemessen werden. Andere Abmessungen können jedoch ebenfalls abgemessen
werden und in einigen Fällen
ist dies sogar notwendig.
-
Die
Abmessungen werden üblicherweise von
einem Arzt durchgeführt,
der dann herkömmlicherweise
die intravaskuläre
Vorrichtung, so wie diese vom Erfinder hergestellt wurde, einsetzt.
Die Entscheidungen in Bezug auf die zu messenden Abmessungen, an
welchen Stellen diese abgemessen werden und hinsichtlich vom Herstel ler
bereitgestellten Anweisungen zur benutzergrößenspezifischen, intravaskulären Vorrichtung
in Bezug auf die endgültigen Abmessungen
der intravaskulären
Vorrichtung werden üblicherweise
dem Arzt überlassen.
-
Die
Abmessungen werden dann vorzugsweise von einer (ersten) medizinischen
Einrichtung zu einer herstellenden (zweiten) Einrichtung mithilfe
eines geeigneten Verfahrens weitergeleitet. Faxübertragung, E-Mail, Postweg,
Expressservice, Kurierdienste, Telefon oder andere Kommunikationsmittel können dazu
verwendet werden. Es ist jedoch möglich, dass die Herstellung
in der gleichen Einrichtung, in der die Abmessungen genommen wurden,
erfolgt und/oder dass die Vorrichtung in der Einrichtung eingesetzt
wird, in der die benutzergrößenspezifische, intravaskuläre Vorrichtung
hergestellt wird.
-
Sobald
die Abmessungen des oder der Lumen bekannt sind, können eine
oder mehrere benutzergrößenspezifische,
intravaskuläre
Vorrichtungen gemäß der Erfindung
unter Verwendung geeigneter Verfahren, wie etwa jenen Verfahren,
die Fachleuten auf diesem Gebiet bekannt sind, erzeugt werden. Wenn
die Vorrichtung ein Stent oder Stentimplantat ist, werden Dorne
vorzugsweise mithilfe der den Fachleuten auf diesem Gebiet bekannten
Verfahren hergestellt. In anderen Fällen kann das Stentimplantat
manuell unter Verwendung von Röhren, Stents
und anderen Mitteln zum Befestigen der beiden angefertigt werden.
Weiters kann eine intravaskuläre
Vorrichtung gemäß der Erfindung
gabelförmig ausgebildet
sein. Sie kann beispielsweise einen einzigen Kanal umfassen, der
sich durch die Aorta erstreckt und sich in zwei Kanäle zum Bluttransfer
in die Arteriae ilicae communes verzweigen.
-
Wie
Fachleuten auf diesem Gebiet bekannt ist, sind die Abmessungen einer
intraluminalen Vorrichtung herkömmlicherweise
etwas größer als
die eines Gefäßes, um
eine Druckanpassung zu erzeugen (oder, im Falle eines Stents, ist
die intraluminale Vorrichtung größer als
das Lumen, da es zum Anlegen eines Drucks nach außen gegen
die Lumenwand und somit zum Vergrößern des Lumen erzeugt wurde). Daher
wird eine intraluminale Vorrichtung gemäß der Erfindung im Allgemeinen
nicht mit dem genauen Durchmesser des Lumens hergestellt, sondern
wird vorzugsweise et was größer ausgebildet,
um beim Einsetzen im Patienten eine Anpassung durch Druck zu erzeugen.
-
So
wie hierin verwendet, bezieht sich der Terminus „Einsetzen" auf jedes Verfahren zur Platzierung
einer benutzergrößenspezifischen,
intravaskulären
Vorrichtung gemäß der Erfindung
im Lumen eines zu behandelnden Gefäßes. Eine benutzergrößenspezifische,
intravaskuläre
Vorrichtung gemäß der Erfindung
kann mithilfe jedes geeigneten Verfahrens eingesetzt werden. So
kann sie beispielsweise mithilfe einer der zuvor erwähnte Cut-Down-Technik, jeder
Art von Zubringungskathetern oder einem anderen Verfahren eingesetzt
werden.
-
Die
bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung werden im Folgenden in Bezug auf die folgenden Beispiele
näher erläutert.
-
Beispiel 1
-
1 zeigt
ein Gefäßsystem 10,
das eine erkrankte oder geschwächte
Aorta 20 aufweist. Die Aorta 20 umfasst einen
distalen Hals 20A, einen proximalen Hals 20B und
einen ausgedehnten Abschnitt 22, worin sich die Wand der
Aorta 20 so ausgedehnt hat, dass ein Aneurysma ausgebildet
wurde. Die Arteriae iliacae communes 30A und 30B verzweigen sich
unterhalb der Aorta 20 und die Arteria renales 40A und 40B verzweigen
oberhalb der Aorta 20. Zur Herstellung einer benutzergrößenspezifischen,
intravaskulären
Vorrichtung für
die Aorta 20 werden folgende Abmessungen abgenommen: (1)
der Durchmesser A des distalen Aortenhalses 20A der Aorta 20 unterhalb
der Arteriae renales 40A, 40B, (2) eine Länge B, die
die Länge
des Aneurysmas 22 einschließlich eines dazugefügten Abstands
unter- und oberhalb des Aneurysmas 22 umfasst, da die intravaskuläre Vorrichtung
vorzugsweise einen Druck auf das nicht erkrankte Lumen eines Gefäßes (entweder des
proximalen Halses 20B einer Aorta 20 oder einer Arteria
iliaca communis 30A) ausübt, (3) die Länge C des
distalen Halses 20A des Aneurysmas 22 der Arteriae
renales 40A, 40B, (4) den Durchmesser D der Arteria
iliaca communis 30A, (5) Länge E, die die Länge des
proximalen Halses 20b der Aorta 20 umfasst, und
(6) Abschnitte der Länge
der Arte ria iliaca communis 30A. Wie hierin verwendet,
bezeichnet der Terminus „Durchmesser" die Breite eines
Blutgefäßlumens.
Das Blutgefäßlumen kann
nicht zylinderförmig
sein, da die Breite nicht einheitlich sein kann. Daher bezieht sich
der Terminus Durchmesser, so wie er hierin verwendet wird, sowohl
auf eine einzige Breite eines Lumens, die den gegenwärtig abgemessenen
Maßen
entspricht, und den Querschnittsmaßen eines nicht zylinderförmigen Lumens.
Nach dem die Abmessungen durchgeführt wurden, wurden diese an
eine zweite Einrichtung mittels Faxübertragung weitergeleitet,
wo benutzergrößenspezifische,
intravaskuläre
Vorrichtungen gemäß den Maßen zur
Anpassung an das Gefäß 20 und
zur Behandlung desselben angefertigt wurden.
-
1A stellt
drei benutzergrößenspezifische,
intravaskuläre
Vorrichtungen dar, die passend an das in 1 abgebildete
Gefäß erzeugt
wurden. Vorrichtung 50 ist ein Stentimplantat mit einem äußeren Durchmesser
von 34 mm und einer Länge
von 11 cm. Vorrichtung 60 ist ein Stentimplantat, welches
an seinem oberen Ende offen ist. Vorrichtung 60 umfasst
einen (abgedeckten) Implantatabschnitt 64, einen (abgedeckten)
Implantatabschnitt 62 und Markierer 66. Vorrichtung 60 weist
eine Gesamtlänge
von 6 cm und eine Breite von 34 mm auf. Vorrichtung 70 ist
ein fakultatives Stentimplantat mit einer Länge von 5 cm und einer Breite
von 34 mm.
-
Jeder
Stent (oder offenes Ende eines Stentimplantats), auf den hierin
Bezug genommen wird, besteht vorzugsweise aus Nitinoldrähten mit
einem Durchmesser von 0,46 mm (0,018 Zoll). Jedes Stentimplantat,
auf das hierin Bezug genommen wird, besteht aus von PTFE umgebenen
Nitinoldrähten
mit einem Durchmesser von 0,46 mm (0,018 Zoll). Die bevorzugten
Stents und Stentimplantate werden detaillierter in der US-Patentanmeldung
Nr. 09/244.343 von William M. Colone et al. mit dem Titel „A Method of
Making Large Diameter Vascular Prostheses and a Vascular Prosthesis
made by Said Method",
eingereicht am 4. Februar 1999 beschrieben.
-
Vorrichtungen 50 60 und
(fakultativ) 70 werden in der Aorta 20 und der
Arteria iliaca 30A so platziert, dass diese überlappend
angeordnet sind, um einen einzigen Kanal für den Bluttransfer zu erzeugen.
Im Allgemeinen werden intraluminale Vorrichtungen von oben nach
unten eingesetzt, wobei die oberste Vorrichtung zuerst und die unterste
Vorrichtung zuletzt eingesetzt wird. In diesem Fall wird die Vorrichtung 60 zuerst
im distalen Hals 20A zur Erzeugung eines Ankers für Vorrichtung 50 in
Position gebracht. Das offene Ende 62 der Vorrichtung 60 kann im
Kanal der Arteriae renales 40A, 40B platziert
sein, ohne den Blutfluss der Arterien 40A, 40B zu
stören. Die
Vorrichtung 60 umfasst vorzugsweise einen Markierer 66,
der für
den Arzt sichtbar wird, wenn ein Bildgebungssystem zur Platzierung
der Vorrichtung verwendet wird. Der Zweck des Markierers 66 ist
es, die Positionierung des geschlossenen Abschnitts 64 im
Kanal der Arteriae renales 40A, 40B zu verhindern,
was den Blutfluss zu den Arterien 40A 40B erheblich
behindern könnte.
-
Als
Nächstes
wird Vorrichtung 50 platziert. Das distale Ende 52 der
Vorrichtung 50 überlappt vorzugsweise
(es passt in das Innere von) Abschnitt 64 von Vorrichtung 60,
um einen kontinuierlichen Durchlass für den Bluttransfer zu bilden.
Vorrichtung 50 erstreckt sich durch den ausgedehnten Abschnitt 22 in
den proximalen Abschnitt 20B und vorzugsweise in die Arteria
iliaca communis 30A. Wenn während des Einsetzens entdeckt
wird, dass eine größere Länge zur
korrekten Verankerung des proximalen Endes 54 von Vorrichtung 50 benötigt wird,
dann kann Vorrichtung 70 eingesetzt werden. Vorrichtung 70 kann
fakultativ eingesetzt werden und wird manchmal als Manschette oder
Erweiterung bezeichnet. Wenn sie zum Einsatz kommt, überlappt
Ende 72 von Vorrichtung 70 das proximale Ende 54 von Vorrichtung 50 (und
passt in das Innere desselben), um einen kontinuierlichen Durchlass
für den
Bluttransfer zu erzeugen und Ende 74 bildet eine Druckpassung
gegen das Lumen der Arterie 30A um letzteres und Vorrichtung 50 an
seinem Platz zu verankern. Ein transluminales Stentimplantat zum
Transfer von Blutteilmengen von Arterie 30A zu Arterie 30B und
eine Okklusionsvorrichtung zur Positionierung in Arterie 30B zwischen
dem transluminalen Implantat und dem proximalen Ende 20B der
Aorta 20, welches zur Beseitigung von Gegendruck dient,
sind hier nicht abgebildet. (Die Maße der Breite der Arterie 30B und vorzugsweise
der Länge
von (1) der Position des transluminalen Implantats in Arterie 30B,
zum (2) proximalen Ende 20B der Aorta 20 sollten
zur Erzeugung einer benutzergrößenspezifischen
Okklusionsvorrichtung gemäß der Erfindung
abgemessen werden.)
-
Beispiel 2
-
2 zeigt
ein weiteres erkranktes oder geschwächtes Gefäßsystem 100. Das Gefäßsystem 100 umfasst
eine Aorta 120 mit einem distalen Hals 120A, einem
proximalen Hals 120B und einem ausgedehnten Abschnitt 122,
in dem das Aneurysma ausgebildet ist. Gefäßsystem 100 umfasst
außerdem die
Arteriae iliacae communes 130A, 130B und die Arteriae
renales 140A, 140B. Wie in 2 abgebildet,
werden zahlreiche Breiten und Längen
für Aorta 120 und
die Arteriae iliacae communes 130A, 130B abgemessen.
Diese Abmessungen werden mittels Fax zu einer zweiten Einrichtung
zur Herstellung einer benutzergrößenspezifischen,
intravaskulären Vorrichtung
zur Anpassung an und Behandlung des Gefäßes 120 übertragen.
-
2A stellt
ein benutzergrößenspezifisches,
konisches Stentimplantat 150 dar, welches in Übereinstimmung
mit der Erfindung erzeugt wurde, um in Gefäß 120 zu passen. Stentimplantat 150 umfasst
ein erstes Ende 152, das offen ist (etwa ist Ende 152 ein
nicht abgedeckter, aus Draht bestehender Stent), so dass der Blutfluss
in die Arteriae renales 140A, 140B nicht blockiert
wird. Der Hauptkörper 154 ist
verschlossen und weist ein zweites Ende 156 auf.
-
Während der
Verwendung befindet sich das offene Ende 152 im distalen
Hals 120A und kann im Pfad der Arteriae renales 140A, 140B platziert
werden. Ein Körperabschnitt 154 erstreckt
sich durch den ausgedehnten Abschnitt 122 und das Ende 156 und
wird in der Arteria iliaca communis 130A zum Anpassen von
Druck auf das Lumen derselben positioniert. Ein transluminales Implantat,
welches zum Transfer von Blutteilmengen aus Arterie 130A zu
Arterie 130B verwendet wird, und eine Okklusionsvorrichtung
zur Positionierung in Arterie 130B zwischen dem transluminalen
Implantat und dem proximalen Ende 120B der Aorta 120,
welches zur Beseitigung von Gegendruck dient, sind hier nicht abgebildet. (Die
Maße der
Breite der Arterie 130B und vorzugsweise der Länge von
(1) der Position des transluminalen Implantats in Arterie 130B,
zum (2) proximalen Ende 120B der Aorta 120 sollten
zur Erzeugung einer benutzergrößenspezifischen
Okklusionsvorrichtung gemäß der Erfindung
abgemessen werden.)
-
Beispiel 3
-
3 zeigt
ein benutzergrößenspezifisches Stentimplantat 250 gemäß der Erfindung,
welches in Gefäßsystem 200 eingesetzt
wird. Gefäßsystem 200 umfasst
eine Aorta 220 mit einem distalen Hals 220A, einem
proximalen Hals 220B und einem ausgedehnten Abschnitt 222,
welcher das Aneurysma bildet. Gefäßsystem 200 umfasst
ebenfalls die Arteriae iliacae communes 230a, 230B und
die Arteria renales 240A, 240B. Abmessungen wurden
genommen von: (1) der Breite des distalen Halses 220A,
(2) der Länge
vom distalen Hals 220A zu einer Position in der Arteria
iliaca communis 230A, (3) der Breite der Arteria iliaca
communis 230A, und der Breite der Arteria iliaca communis 230B.
Der behandelnde Arzt entscheidet auf der Grundlage seiner Erfahrung
der ihm zur Verfügung
stehenden Einrichtungen, über
die bevorzugte Form und Platzierung der Abmessungen. Der benutzergrößenspezifische
Stent oder Stentimplantat wird basierend auf diesen Einschätzungen spezifiziert.
In diesem Fall werden die abgemessenen Maße zu einer zweiten Einrichtung
mittels Fax übertragen,
wo benutzergrößenspezifische,
intravaskuläre
Vorrichtungen gemäß der Erfindung
hergestellt wurden.
-
Ein
benutzergrößenspezifische
Okklusionsvorrichtung mit 10 mm Durchmesser und einer Länge von
2 cm (nicht abgebildet) wurde hergestellt und in der Arteria iliaca
communis 230B eingesetzt, um den Gegendruck von der Arteria
iliaca communis 230B in die Aorta 220 zu beseitigen.
-
Die
intravaskuläre
Vorrichtung 250 wurde ebenfalls erzeugt und, wie abgebildet,
in der Aorta 220 und der Arteria iliaca communis 230A eingesetzt. Vorrichtung 250 umfasst
ein offenes Ende 252, einen geschlossenen Hauptkörper 254 und
ein verschlossenes Ende 256. Vorrichtung 250 erstreckt
sich von Aorta 220 direkt unterhalb der Arteriae renales 240A, 240B in
die Arteria iliaca communis 230A. Wie abgebildet, erstreckt
sich das offene Ende 252 in den Pfad der Arteriae renales 240A, 240B.
Das geschlossene Ende 256 ist im Lumen der Arteria iliaca 230A platziert.
Ein transluminales Implantat, welches zum Transfer einer Blutteilmenge
von Arterie 230A zu Arterie 230B verwendet wird,
ist hier nicht abgebildet.
-
Beispiel 4
-
4 stellt
eine benutzergrößenspezifische, intravaskuläre Vorrichtung
gemäß der Erfindung
dar, die in einem Gefäßsystem 300 eingesetzt
wird. Gefäßsystem 300 umfasst
eine Aorta 320 mit einem distalen Hals 320A, einem
proximalen Hals 320B und einem ausgedehnten Abschnitt 322,
welcher das Aneurysma bildet. Gefäßsystem 300 umfasst
ebenfalls die Arteriae iliacae communes 330A, 330B und
die Arteriae renales 340A, 340B. Abmessungen wurden genommen
von: (1) der Breite des distalen Halses 320A, (2) der Länge vom
distalen Hals 320A zu einer Position in der Arteria iliaca
communis 330A, (3) der Breite der Arteria iliaca communis 330A,
und der Breite der Arteria iliaca communis 330B. Diese
Abmessungen werden mittels Fax zu einer zweiten Einrichtung, wo
benutzergrößenspezifische,
intravaskuläre
Vorrichtungen gemäß der Erfindung
hergestellt wurden, übertragen.
-
Ein
benutzergrößenspezifische
Okklusionsvorrichtung mit 16 mm Durchmesser und einer Länge von
2 cm (nicht abgebildet) wurde hergestellt und in der Arteria iliaca
communis 330B eingesetzt, um den Gegendruck von der Arteria
iliaca communis 330B in die Aorta 320 zu beseitigen.
-
Die
intravaskuläre
Vorrichtung 350 wurde ebenfalls erzeugt und, wie abgebildet,
in die Aorta 320 und die Arteria iliaca communis 330A eingesetzt. Vorrichtung 350 umfasst
ein offenes Ende 352, einen geschlossenen Hauptkörper 354 und
ein verschlossenes Ende 356. Vorrichtung 350 erstreckt
sich von Aorta 320 direkt unterhalb der Arteriae renales 340A, 340B in
die Arteria iliaca communis 330A. Wie abgebildet, erstreckt
sich das offene Ende 352 in den Kanal der Arteriae renales 340A, 340B.
Das geschlossene Ende 356 ist im Lumen der Arteria iliaca 330A platziert.
Ein transluminales Implantat, welches zum Transfer einer Blutteilmenge
von Arterie 330A zu Arterie 330B verwendet wird,
ist hier nicht abgebildet.
-
Beispiel 5
-
5 zeigt
ein erkranktes oder geschwächtes
Gefäßsystem 500,
das eine Aorta 520 umfasst. Aorta 520 umfasst
einen distalen Hals 520A, einen proximalen Hals 520B und
einen ausgedehnten Abschnitt 522, in dem das Aneurysma
ausgebildet ist. Gefäßsystem 500 umfasst
außerdem
die Arteriae iliacae communes 530A, 530B und die
Arteriae renales 540A, 540B. Wie in 5 abgebildet,
wurden einige Abmessungen an verschiedenen Stellen im Gefäßsystem 500 abgenommen. 5 zeigt
eine benutzergrößenspezifische,
intravaskuläre
Vorrichtung 550 und 560 zur Behandlung von Aorta 520.
Vorrichtung 550 ist ein Stentimplantat, welches so ausgebildet
ist, dass es sich vom distalen Hals 520A zumindest zum
proximalen Hals 520B und vorzugsweise bis in die Arteria
iliaca communis 530A erstreckt. Das offene Stentimplantat 560 umfasst
einen ersten Abschnitt 562 und einen zweiten Abschnitt 564.
Der erste Abschnitt 562 ist offen (es ist etwa ein Stent
aus Draht) und kann im Kanal der Arteriae renales 530A, 530B positioniert
werden, ohne den für
diese vorgesehenen Fluss zu blockieren. Abschnitt 564 ist
ein Stentimplantat und wird unterhalb der Arteriae renales 530A, 530B platziert,
um eine Druckpassung gegen das Lumen der Aorta 520 am distalen
Ende 520A zu erzeugen. Vorrichtung 550 umfasst
ein erstes Ende 552, einen Körper 554 und ein zweites Ende 556.
Ende 552 überlappt
Abschnitt 564 (also wird im Inneren davon platziert), um
eine beständigen
Kanal für
den Bluttransfer bereitzustellen. Implantat 550 erstreckt
sich durch den ausgedehnten Abschnitt 522 in zumindest
das proximale Ende 520B von Aorta 520. Vorzugsweise
erstreckt sich das zweite Ende 556 von Implantat 550 in
die Arteria iliaca communis 530A, wo es eine Druckpassung
an das Lumen der Arterie 530A bildet. Wenn sich das Ende nicht
in die Arterie 530A erstreckt, kann der Arzt wahlweise
eine zusätzliche
Erweiterung oder Manschette des zuvor beschriebenen Typs anwenden.
-
Beispiel 6
-
6 zeigt
die vom (nicht abgebildeten) Gefäßsystem
abgenommenen Abmessungen. Die Abmessungen umfassen den (1) Durchmesser
des distalen Halses der Aorta, (2) die Länge von den Arteriae renales
zur Arteria iliaca communis, (3) die Länge bis in die erste Arteria
iliaca communis, zu der Stelle, an der das Implantat enden und eine
Druckpassung an das Lumen der Arteria iliaca communis vollziehen
würde,
(4) die Breite der zweiten Arteria iliaca communis und (5) eine
Länge entlang
der zweiten Arteria iliaca communis. 6A stellt
ein benutzergrößenspezifisches
Stentimplantat 650 dar, welches in Übereinstimmung mit diesen Abmessungen erstellt
wurde. Stentimplantat 650 umfasst ein geschlossenes erstes
Ende 652, einen verschlossenen Körper 654 und ein geschlossenes
zweites Ende 656. Implantat 650 ist so ausgebildet,
dass es sich vom distalen Hals der Aorta in die erste Arteria iliaca communis
des Gefäßsystems
erstreckt.
-
6B zeigt
einen Dorn 670, der benutzerspezifisch erzeugt wurde, um
ein in 6A abgebildetes Stentimplantat
zu erzeugen. Das bevorzugte Verfahren zum Herstellen des Dorns ist
in der US-Patentanmeldung Nr. 09/244-343 von William M. Colone unter
dem Titel „A
Method of Making Large Diameter Vascular Prosthesis Made by Said
Method", eingereicht
am 4. Februar 1999 offenbart. Jedes geeignete Verfahren könnte jedoch
zur Herstellung des Dorns 670 oder der Vorrichtung 650 verwendet
werden.
-
Nachdem
oben nun die bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung, Abänderungen
und Modifikationen beschrieben wurden, welche nicht vom Schutzumfang
der Erfindung abweichen, ist dies auch für andere ersichtlich. Die Erfindung
ist daher nicht auf die bevorzugten Ausführungsformen einzuschränken, sondern
wird in den folgenden Patentansprüchen und den Äquivalenten
derselben ausführlich
erläutert.
Wenn es in den Patentansprüchen
oder in der Spezifikation nicht anders dargelegt wird, (1) kann
jedes Verfahren oder jede Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung
mehrere zusätzliche Schritte
oder Strukturen umfassen und (2) die Verfahrensschritte können in
jeder zur Herstellung einer Vorrichtung gemäß der Erfindung geeigneten
Reihenfolge durchgeführt
werden.