DE602004000355T2 - Phakoemulsifikationsnadel - Google Patents

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Description

  • Technisches Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Phakoemulsifikationsnadel für ein chirurgisches Ultraschallinstrument, wobei die Nadel dazu ausgebildet ist, im Augengewebe Kavitation hervorzurufen und die zerkleinerte Linse aus dem Auge zu entfernen.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Phakoemulsifikation ist zur bevorzugten Methode geworden, einen Katarakt, das heisst eine trübe Augenlinse, zu entfernen. Einer der wesentlichen Vorteile der Phakoemulsifikation besteht darin, dass lediglich ein kleiner Einschnitt in die Hornhaut oder die Sclera des Auges benötigt wird, um den Katarakt zu entfernen. Zudem kann die Entfernung des Katarakts sehr schnell durchgeführt werden. Nachdem der Katarakt entfernt wurde, wird eine intraokulare Linse eingesetzt, welche die ursprüngliche Linse ersetzt.
  • Die Phakoemulsifikationsmethode verwendet ein tragbares mikrochirurgisches Werkzeug, das als Phakoemulsifikationsgerät bekannt ist. Dieses Phakoemulsifikationsgerät weist ein Handstück sowie eine Nadel mit einem kleinen Durchmesser und einer Spitze auf, die durch den kleinen Einschnitt des Auges eingeführt wird. Die Nadel und dadurch auch die Spitze werden durch eine Ultraschallquelle vibriert. Die Spitze bricht den Katarakt in kleine Fragmente und Teile auf, welche durch die selbe Spitze auf eine kontrollierte Art und Weise abgesaugt werden. Die Spitze ist al so dazu ausgebildet, Gewebe zu emulsifizieren, zu fragmentieren und und/oder zu schneiden, und weist eine zentrale hohle Bohrung oder ein Lumen zum Absaugen oder zur Aspiration der Fragmente auf.
  • Während dieses Verfahrens wird eine Spüllösung zugeführt, um den Druck aufrecht zu erhalten und das Auge davor zu schützen, zu kollabieren. Um die Spüllösung einzuführen, ist die Nadel üblicherweise mit einer Hülse oder Manschette bedeckt, und die Lösung fliesst durch den Zwischenraum zwischen dieser Hülse und der Nadel. Die Lösung dient dadurch auch zur Kühlung der Spitze, welche sich während der Phakoemulsifikation erhitzt.
  • Normalerweise muss die Nadel und häufig auch das Handstück nach der Entfernung des Katarakt-Nukleus ausgetauscht werden, um den restlichen Kortex zu entfernen. Es wird eine gewisse Zeit benötigt, das Handstück auszuwechseln, und der Ablauf des Eingriffs wird dadurch unterbrochen.
  • US-A-5,653,724 offenbart eine Phakoemulsifikationsnadel, welche abgewinkelt ist, um einen bequemeren ergonomischen Winkel während der Phakoemulsifikation und der Entfernung des Linsenkortex zu ermöglichen. Es wird auch vermutet, dass diese abgewinkelte Nadel weniger Wärme erzeugt, wenn die Linse emulsifiziert wird. Eine andere abgewinkelte Phakoemulsifikationsnadel mit einer konzentrischen Hülse ist in US 5,993,409 offenbart.
  • In US-A-5,989,209, US-A-6,159,175, EP-A-1,103,238, WO 00/74615 und US 2002/0099325 sind unterschiedliche Formen von Phakoemulsifikationsnadeln mit Schlitzen, mit einer zweiten Infusionsöffnung und/oder mit vergrössertem Aussendurchmesser am distalen Ende des Nadelkörpers offenbart, wobei die Nadeln mit Hülsen umgeben sind.
  • Andere Methoden zur Entfernung eines Katarakts verwenden Laserenergie, um den Katarakt zu entfernen. Eine Laser/Aspirationssonde wird verwendet, um die Linse aufzubrechen und zu entfernen. Eine getrennte Infusions- oder Spülsonde wird für die Spüllösung verwendet.
  • Darstellung der Erfindung
  • Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Phakoemulsifikationsnadel anzugeben, die sowohl zur Entfernung des Katarakt-Nukleus als auch des restlichen Kortex verwendet werden kann.
  • Diese Aufgabe wird durch eine Phakoemulsifikationsnadel gemäss Anspruch 1 gelöst.
  • Durch ein kugelförmiges oder kurvenförmiges (gebogenes) Design der Spitze und dadurch, dass die Öffnung am distalen Ende vorhanden ist, ist es möglich, sowohl den Katarakt-Nukleus als auch den restlichen Kortex zu entfernen.
  • Diese Spitze kann sowohl zum Spülen als auch für die Aspiration verwendet werden, ohne dass die Spitze ausgetauscht werden muss, und hat dadurch den Vorteil, dass Zeit eingespart werden kann. Die Spitze kann zum Spülen und/oder für die Aspiration verwendet werde, wenn dies erwünscht ist. Sie kann nicht nur für die Phakoemulsifikation eingesetzt werden, sondern auch für die Entfernung des Kortex und zum Polieren der Kapsel.
  • Die erfindungsgemässe Nadel kann mit oder ohne eine Hülse für die Spüllösung verwendet werden.
  • In bevorzugten Ausführungsformen weist die Spitze eine kugelförmige, runde, sphärische, ovale oder glatte, stetige kurvenförmige (gebogene) Form auf.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Spitze an ihrem distalen Ende abgerundete Kanten auf. Hierdurch wird eine unerwünschte Verletzung von Gewebe vermieden. Aufgrund der erfindungsgemässen Form der Spitze, insbesondere der breiten und glatten sphärischen Oberfläche der Spitze, kann keine Verletzung der hinteren Kapsel erfolgen.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Spitze einen Schlitz auf, der sich in einer Längsrichtung der Nadel erstreckt. Wenn am Phakoemulsifikationsgerät eine hohe Einstellung für das Vakuum gewählt wird, wird die Vorderkammer, gebildet durch einen Teil des Lumens, das sich durch die Spitze erstreckt, instabil, wenn sich eine Okklusion löst. In diesem Fall wird eine kleine Menge der Spüllösung weiterhin durch das Aspirationslumen fliessen. Zudem kann der Betrag des Druckanstiegs bei Okklusion vermindert werden. Anstelle eines Schlitzes kann eine Öffnung in einem an die Spitze angrenzenden Bereich vorgesehen werden.
  • Die Spitze kann mehr als eine Öffnung des Lumens aufweisen, wobei diese Öffnungen im Bereich des distalen Endes angeordnet sind. Diese Ausführungsform erhöht nochmals die Sicherheit vor einem Riss der hinteren Kapsel.
  • Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Die vorliegende Erfindung wird unter Bezugnahme auf die folgende ausführliche Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen leichter verständlich, zusammen mit den beigefügten Zeichnungen, welche zeigen:
  • 1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemässen Nadel in einer ersten Ausführungsform;
  • 2 eine Seitenansicht der Nadel gemäss 1;
  • 3 einen Längsschnitt der Nadel gemäss 1;
  • 4 einen vergrösserten Teil der Nadelspitze gemäss 3;
  • 5 eine Ansicht der Nadel gemäss 1 von vorne;
  • 6 eine Ansicht der Nadel von vorne gemäss einer zweiten Ausführungsform;
  • 7 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemässen Nadel gemäss einer dritten Ausführungsform;
  • 8 eine Seitenansicht der Nadel gemäss 7;
  • 9 einen Längsschnitt der Nadel gemäss 7;
  • 10 einen vergrösserten Teil der Nadelspitze gemäss 7;
  • 11 eine Ansicht der Nadel gemäss 7 von vorne;
  • 12 eine Seitenansicht/perspektivische Ansicht einer erfindungsgemässen Nadel in einer vierten Ausführungsform;
  • 13 einen Längsschnitt der Nadel gemäss 12;
  • 14 einen vergrösserten Teil der Nadelspitze gemäss 13;
  • 15 eine Ansicht der Nadel gemäss 12 von vorne;
  • 16 eine Seitenansicht einer erfindungsgemässen Nadel in einer fünften Ausführungsform;
  • 17 einen Längsschnitt der Nadel gemäss 16;
  • 18 einen vergrösserten Teil der Nadelspitze gemäss 17;
  • 19 einen Längsschnitt einer Nadel gemäss einer sechsten Ausführungsform;
  • 20 eine perspektivische Ansicht der Nadel gemäss 19 sowie
  • 21 eine Ansicht der Nadel gemäss 19 von vorne.
  • Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen
  • Bezugnehmend auf die 1 und 2 ist eine Phakoemulsifikationsnadel gemäss der vorliegenden Erfindung dargestellt. Die Nadel kann aus jedem konventionellen Material ausgebildet werden, wie es im Stand der Technik für die Herstellung von Phakoemulsi fikationsnadeln bekannt ist. Üblicherweise wird sie aus Titan hergestellt.
  • Die Nadel weist die folgenden Teile auf, wobei mit dem proximalen Ende begonnen wird und mit dem distalen Ende geendet wird: Einen Gewindeabschnitt 1, einen Anschlag 2, einen Schaft 3 und eine Spitze 6, die mindestens eine Öffnung aufweist. Der Gewindeabschnitt 1 und der Anschlag 2 werden verwendet, um die Nadel an einer Ultraschallquelle des Phakoemulsifikations-Handstücks (nicht dargestellt) zu befestigen, um der Nadel Ultraschallenergie zuzuführen.
  • Die Nadel weist des Weiteren, unter Bezugnahme auf die 3 und 4 ein Aspirationslumen 4 auf, das sich durch die gesamte Länge des Nadelschafts 3 erstreckt und mit der Öffnung der Spitze kommuniziert, um die Spüllösung anzusaugen und dadurch Fragmente und Teile des Katarakt-Nukleus und des restlichen Kortex zu entfernen. Vorzugsweise weist das Lumen 4 eine erste Stufe 40 im Bereich des Anschlags 2, der an den Schaft 3 angrenzt, auf. Der erste Durchmesser d1 desjenigen Teils des Lumens, der sich innerhalb des Anschlags 2 erstreckt, ist daher grösser als der zweite Durchmesser d2 desjenigen Teils des Lumens, der sich innerhalb des Schafts 2 erstreckt. Diese erste Stufe 40 weist vorzugsweise eine konische Form auf.
  • Eine zweite Stufe 41, die ebenfalls vorzugsweise eine konische Form aufweist, ist innerhalb der Spitze 6 angeordnet, wobei der zweite Durchmesser d2 kleiner ist als ein dritter Durchmesser d3 desjenigen Teils des Lumens, der sich innerhalb des Schafts 2 erstreckt. Dieser Durchmesser d3 entspricht dem Durchmesser der Öffnung der Spitze 6.
  • Mit Ausnahme der Stufen 40, 41 hat das Lumen 4 vorzugsweise über seine gesamte Länge dieselbe Grösse. Insbesondere hat derjenige Teil des Lumens, der sich durch die Spitze 6 hindurch erstreckt, eine zylindrische Form.
  • Der Schaft 3 ist vorzugsweise abgewinkelt. Es ist jedoch auch möglich, dass der Schaft gerade ist. In der hier dargestellten Ausführungsform weist der Schaft 3 jedoch einen abgewinkelten Abschnitt 5 auf, der an die Spitze 6 angrenzt. Das Aspirationslumen 4 innerhalb der Spitze erstreckt sich geradlinig durch die Spitze.
  • Die Spitze 6, wie sie auch in 5 dargestellt ist, ist am distalen Ende des Schafts 3 angeordnet und hat einen grösseren Aussendurchmesser D1 als der Aussendruchmesser D2 des Schafts 3. Ausserdem weist die Spitze eine kugelförmige Oberfläche 60 und ein flaches distales Ende 62 auf. In dieser bevorzugten Ausführungsform wird das flache distale Ende 62 durch die Öffnung gebildet. Die Öffnung kann jedoch auch kleiner sein, so dass die endseitige Oberfläche der Spitze 6 flach ist. In der hier beschriebenen Ausführungsform wird die endseitige Oberfläche jedoch durch abgerundete, stumpfe Kanten 61 gebildet. Die oben erwähnte zweite Stufe 41 ist vorzugsweise in der Spitze 6 selbst angeordnet, und zwar mit einem gewissen Abstand zum Übergang der kugelförmigen Oberfläche 60 zur Oberfläche des Schafts 3. In 4 ist eine gekrümmte Linie 1 am distalen Ende der Spitze 6 dargestellt. Diese Linie 1 ist lediglich eine Hilfslinie, die zeigt, dass die Spitze mit Ausnahme des flachen distalen Endes eine vollständig sphärische Oberfläche aufweist.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemässen Nadel weist einen Aussendurchmesser D2 des Schafts 2 von ungefähr 1,06 mm, einen Aussendurchmesser D1 der Spitze 6 von ungefähr 1,6 mm, einen ersten Durchmesser d1 des Lumens 4 von ungefähr 1,32 mm, einen zweiten Durchmesser d2 von ungefähr 0,72 mm, einen dritten Durchmesser d3 von ungefähr 0,8 mm, eine Länge L der Spitze 5 (gemessen bis zur gekrümmten Linie 1) von ungefähr 1,46 mm und einen Abstand X der gekrümmten Linie 1 zur zweiten Stufe 41 von ungefähr 1,05 mm auf. Der Krümmungsradius der abgerundeten Kanten 61 beträgt ungefähr 0,15 mm, der Winkel der ersten Stufe 40 ungefähr 34° und der Winkel der zweiten Stufe 41 ungefähr 30°. Der Winkel γ zwischen Schaft 3 und Spitze 4 liegt zwischen 10 und 15°. Hier beträgt er ungefähr 15°. Die gesamte Länge der Nadel bis zur gekrümmten Linie 1 beträgt ungefähr 30,15 mm.
  • Die 6 zeigt eine zweite bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemässen Nadel. Die Nadel ist auf die selbe Weise wie die Nadel der zuvor beschriebenen Abbildungen aufgebaut. Der einzige Unterschied besteht darin, dass diese Spitze 6 einen Schlitz 7 aufweist, der sich in der Längsrichtung der Nadel erstreckt und mit dem Aspirationslumen 4 kommuniziert.
  • Die 7 bis 11 zeigen eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemässen Nadel. Der Gewindeabschnitt 1 ist ein wenig kürzer als derjenige, der in der 2 dargestellt ist. Der Anschlag 2 weist nicht einen im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt auf, sondern einen rechteckigen, vorzugsweise einen quadratischen Querschnitt. Dieser Anschlag 2 und dieser Gewindeabschnitt 1 können auch mit den Spitzen der anderen Ausführungsformen verwendet werden, und der Anschlag und der Gewindeabschnitt der 2 können mit dieser Spitze verwendet werden.
  • Das Aspirationslumen 4, welches sich durch den Nadelschaft 3 erstreckt, weist eine zweite Stufe 41 auf, ähnlich wie diejenige, die in der 1 dargestellt ist. Allerdings ist die zweite Stufe 41 hier ausserhalb der Spitze 6 angeordnet. Diese zweite Stufe 41 ist in diesem Falle vorzugsweise hinter dem abgewinkel ten Abschnitt 5 angeordnet. Falls der Schaft gerade ist, ist die zweite Stufe 41 vorzugsweise mit einem gewissen Abstand hinter der Spitze 6 angeordnet, wobei dieser Abstand ungefähr die selbe Länge aufweist wie die Spitze 6. Dieser Absatz 41 reduziert den Querschnitt des Lumens 4. Des Weiteren ist innerhalb des Anschlags 2 keine erste Stufe angeordnet.
  • Diese zweite Stufe 41 kann jedoch auch innerhalb der Spitze 6 angeordnet sein. Ausserdem kann anstelle dieser Stufe auch die zweite Stufe gemäss der 2 verwendet werden. Bei der Ausführungsform der 2 kann die zweite Stufe 41 auch innerhalb des Schafts 3 anstelle innerhalb der Spitze 6 angeordnet sein, wobei die zweite Stufe 41 den Querschnitt der Öffnung am distalen Ende 62 verkleinern oder vergrössern kann. Ausserdem kann diese zweite Stufe konisch ausgebildet sein, muss dies jedoch nicht sein.
  • Wegen der Öffnung am distalen Ende 62 gemäss dieser dritten Ausführungsform weist die Spitze 6 eine gekrümmte Form auf, die leicht unterschiedlich zu derjenigen der ersten Ausführungsform ist. Das distale Ende 62 ist weniger flach und die gekrümmte Linie 1 kürzer.
  • Die 12 bis 15 zeigen eine vierte Ausführungsform der Erfindung. In dieser Ausführungsform ist eine Öffnung 8 in der Form eines kreisförmigen Lochs hinter der Spitze 6 angeordnet. Falls der Schaft 3 abgewinkelt ist, ist diese Öffnung vorzugsweise im abgewinkelten Teil 5 angeordnet. Diese Öffnung 8 kommuniziert mit dem Aspirationslumen 4. Wie der Schlitz 7 hilft die Öffnung 8, wenn die vordere Kammer, gebildet durch einen Teil des durch die Spitze sich erstreckenden Lumens, instabil wird, wenn eine Okklusion aufgelöst wird. In diesem Fall wird weiterhin ein kleiner Teil der Spüllösung durch das Aspirationslumen fliessen. Ausserdem kann der Betrag des Druckanstiegs bei einer Okklusion durch diesen Schlitz 7 oder diese Öffnung 8 reduziert werden. Diese vierte Ausführungsform kann anstelle der Öffnung 8 auch den Schlitz 7 der 6 aufweisen.
  • Die 16 bis 18 zeigen eine fünfte Ausführungsform der Erfindung. Hier existiert keine zweite Stufe 41, und zwar weder im Schaft 3 noch in der Spitze 6. Diese Ausführungsform kann mit der Öffnung 8 oder dem Schlitz 7 oder ohne Öffnung bzw. Schlitz verwendet werden. Ausserdem kann jede der oben erwähnten Ausführungsformen die Öffnung 8 wie auch den Schlitz 7 aufweisen.
  • Eine sechste Ausführungsform, welche nicht zur vorliegenden Erfindung gehört, ist in den 19 bis 21 dargestellt. Die erste und die zweite Stufe 40 und 41 können wie in jeder der vorhergehenden Ausführungsformen angeordnet oder nicht existent sein. Ausserdem kann diese Ausführungsform eine Öffnung 8 und/oder einen Schlitz 7 oder keines von beidem enthalten. Die Spitze 6 dieser Ausführungsform hat nach wie vor eine kurvenförmige Form. Diese Ausführungsform weist dagegen anstelle des flachen distalen Endes 62, dass durch eine distale Öffnung des Lumens 4 definiert wird, wenigstens zwei Öffnungen 63 des Lumens 4 auf, die im Bereich des distalen Endes 62 angeordnet sind. Hier haben wir vier solche Öffnungen 63. Es können jedoch auch drei, fünf oder mehr Öffnungen sein. Vorzugsweise sind die Öffnungen in einer symmetrischen Weise um die Längsachse A, die durch den Schaft 3 definiert wird, angeordnet. Diese Öffnungen 63 weisen wie die einzige Öffnung der anderen Ausführungsformen stumpfe oder abgerundete Kanten 61 auf. Um mit diesen Öffnungen 63 zu kommunizieren, ist das Lumen 4 in mehrere Sublumina 4' aufgeteilt, wobei jedes Sublumen 4' in einer der erwähnten Öffnungen 63 endet. Diese Aufteilung findet vorzugsweise erst in der Spitze 6 statt. Falls ein Schlitz 7 oder eine Öffnung 8 vorhanden sind, können diese im Bereich des noch nicht geteilten Lumens 4'' angeordnet sein, oder die unterschiedlichen Sublumina 4' können jeweils einen entsprechenden Schlitz aufweisen, wobei jeder dieser Schlitze in einem gemeinsamen Schlitz 7 endet, oder jedes Sublumen 4'' kann eine Öffnung 8 aufweisen.
  • In der obigen Beschreibung wurde die Form der Spitze allgemein als kugelförmig beschrieben. Jedoch kann die Spitze 6 auch eine allgemeine kurvenförmige (gebogene) Form aufweisen, vorzugsweise eine kugelförmige, runde, sphärische, ovale oder glatte, stetige kurvenförmige Form.
  • Die erfindungsgemässe Nadel kann für den Ultraschallteil des Phakoemulsifikationsverfahrens verwendet werden, dass heisst für die Entfernung des Katarakt-Nukleus, wie auch für den Spülungs-/Aspirations-Teil des Verfahrens, das heisst für die Entfernung des restlichen Gewebes.
  • 1
    Gewindeabschnitt
    2
    Anschlag
    3
    Schaft
    4
    Lumen
    4'
    Sublumen
    4''
    nicht aufgeteiltes Lumen
    40
    erste Stufe
    41
    zweite Stufe
    5
    abgewinkelter Abschnitt
    6
    Spitze
    60
    kugelförmige Oberfläche
    61
    abgerundete Kanten
    62
    flaches distales Ende
    63
    Öffnung des Lumens
    7
    Schlitz
    8
    Öffnung
    d1
    erster Durchmesser
    d2
    zweiter Durchmesser
    d3
    dritter Durchmesser
    D2
    Aussendurchmesser des Schafts
    D1
    Aussendurchmesser der Spitze
    L
    Länge der Spitze
    1
    gekrümmte Linie
    X
    Abstand
    γ
    Winkel
    A
    Längsachse

Claims (16)

  1. Phakoemulsifikationsnadel, aufweisend einen Schaft (3), eine an einem distalen Ende des Schafts (3) angeordnete Spitze (6), welche einen grösseren Aussendurchmesser als der Schaft aufweist, und ein Aspirationslumen (4), welches sich durch den Schaft (3) und die Spitze (6) hindurch erstreckt, wobei die Spitze (6) eine Öffnung aufweist, die mit dem Aspirationslumen (4) kommuniziert, dadurch gekennzeichnet, dass die Spitze (6) ein flaches distales Ende (62) aufweist, welches die Öffnung enthält, und dass die Spitze (6) eine glatte, kontinuierliche gebogene Form mit Ausnahme des flachen distalen Endes (62) aufweist, und dass die Öffnung abgerundete Kanten (61) aufweist.
  2. Nadel nach Anspruch 1, wobei die Nadel (6) eine kugelförmige Oberfläche mit Ausnahme des flachen distalen Endes (62) aufweist.
  3. Nadel nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Öffnung in der Spitze (6) zentral angeordnet ist.
  4. Nadel nach Anspruch 1, wobei die Spitze (6) an ihrem distalen Ende abgerundete Kanten aufweist.
  5. Nadel nach Anspruch 1, wobei der Teil des Aspirationslumens (4), welcher sich innerhalb der Spitze (6) erstreckt, geradlinig ist.
  6. Nadel nach Anspruch 1, wobei die Nadel abgewinkelt ist.
  7. Nadel nach Anspruch 1, wobei die Öffnung einen grösseren Durchmesser als derjenige Teil des Aspirationslumens (4) aufweist, der sich innerhalb des Schafts (3) erstreckt.
  8. Nadel nach Anspruch 1, wobei die Öffnung einen kleineren Durchmesser als derjenige Teil des Aspirationslumens (4) aufweist, der sich innerhalb des Schafts (3) erstreckt.
  9. Nadel nach Anspruch 1, wobei das Aspirationslumen (4) eine Stufe (41) innerhalb der Spitze (6) aufweist.
  10. Nadel nach Anspruch 1, wobei das Aspirationslumen (4) eine Stufe (40) innerhalb des Schafts (3) aufweist.
  11. Nadel nach Anspruch 1, wobei die Öffnung einen Durchmesser zwischen 0,3 mm und 0,8 mm aufweist.
  12. Nadel nach Anspruch 4, wobei die Kanten einen Krümmungsradius zwischen 0,1 mm und 0,15 mm aufweisen.
  13. Nadel nach Anspruch 1, wobei die Spitze (6) einen Schlitz (7) aufweist, der sich in einer Längsrichtung der Nadel erstreckt und mit dem Aspirationslumen (4) kommuniziert.
  14. Nadel nach Anspruch 1, wobei der Schaft (3) eine sich durch seine Oberfläche erstreckende Öffnung aufweist, und wobei die Öffnung mit dem Aspirationslumen (4) kommuniziert.
  15. Nadel nach Anspruch 2, wobei die Öffnung einen Durchmesser von ungefähr 0,8 mm aufweist.
  16. Nadel nach Anspruch 2, wobei die Spitze (6) an ihrem distalen Ende (62) abgerundete Kanten aufweist und wobei diese Kanten einen Krümmungsradius von ungefähr 0,15 mm aufweisen.
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