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Die
Erfindung betrifft eine Gasentladungslampe sowie einen Scheinwerfer,
insbesondere einen Fahrzeugscheinwerfer, oder eine Leuchte mit einer
entsprechenden Gasentladungslampe.
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Aufgrund
ihrer hervorragenden Lichtemissionseffizienz und Farbcharakteristik
sowie ihrer Langlebigkeit werden in der Fahrzeuglampenindustrie
bereits seit einigen Jahren immer öfter Gasentladungslampen eingesetzt.
Solche Gasentladungslampen haben ein mit einem Inertgas gefülltes Entladungsgefäß aus einem
lichtdurchlässigen
und wärmebeständigen Material,
z. B. aus Quarzglas. In dieses Entladungsgefäß ragen Elektroden hinein,
und zur Zündung
und für
den Betrieb der Lampe wird an diese Elektroden eine Spannung angelegt.
Typische heutzutage in Kraftfahrzeugen eingesetzte Gasentladungslampen
sind beispielsweise sogenannte HID-Lampen (HID: High Intensity Discharge),
wie z. B. Hochdruck-Natriumlampen und insbesondere MPXL-Lampen (MPXL:
Micro-Power-Xenon-Light), die
mit einer Xenongasfüllung
arbeiten. Ein Problem bei der Verwendung solcher Gasentladungslampen besteht
jedoch darin, dass aufgrund der physikalischen Eigenschaften des
jeweiligen Inertgases, beispielsweise des Xenongases, und der daraus
resultierenden Entladungsphänomene
die Entladungslampe nicht nur das gewünschte Licht, sondern auch einen
hohen Anteil an breitbandiger elektromagnetischer Störstrahlung
im Bereich bis zu 1 GHz emittiert. Dabei wird die unerwünschte elektromagnetische Strahlung
in erster Linie von den Elektroden und Zuleitungen zur Entladungsröhre abgestrahlt,
welche wie Antennen wirken, die von dem im Betrieb befindlichen
Entladungsgefäß getrieben
werden. Diese Abstrahlung lässt
sich auch in Form eines sogenannten Common-Mode-Stroms beschreiben, welcher der Differenz
aus dem zur Lampe hingeführten
und dem von der Lampe zurückgeführten Strom
entspricht. Dieser hochfrequente „Störstrom" fließt über parasitische Kapazitäten zwischen
der Lampe und der Umgebung, z. B. einem Scheinwerferreflektor, an
die Umgebung ab. Da die Störstrahlung
zu elektromagnetischen Interferenzen mit anderen elektronischen Einheiten
eines Fahrzeugs, wie beispielsweise einer Audioanlage, einem ABS,
einer Airbag-Steuerung, und somit zu Störungen der betreffenden Ein richtungen
führen
könnten,
gibt es sowohl gesetzliche EMV-Vorgaben (EMV: Elektromagnetische
Verträglichkeit,
engl: EMC) als auch von der Automobilindustrie relativ strenge selbst
gesetzte EMV-Anforderungen, beispielsweise die CISPR25. Es ist daher
zwingend notwendig, die unerwünscht
abgestrahlte elektromagnetische Energie zu reduzieren. Die Möglichkeiten,
die Störungsquelle
an sich, d. h. die Lampe selbst, so zu verändern, dass sie weniger elektromagnetische
Energie in dem betreffenden Frequenzbereich abstrahlt, sind wegen
der grundsätzlichen
physikalischen Eigenschaften der Lampe und wegen der Leistungsanforderungen
an die Lampe sehr beschränkt.
Aus diesen Gründen
erfolgen die Maßnahmen
zur Verbesserung der EMV in der Regel in solcher Weise, dass die
elektromagnetischen Störemissionen
daran gehindert werden, in die Umgebung abzustrahlen.
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Ein
derzeit übliches
Verfahren, die elektromagnetische Störstrahlung zu reduzieren, besteht darin,
die gesamte Lampe innerhalb des Scheinwerfers möglichst gut abzuschirmen, beispielsweise
indem der Reflektor oder zusätzliche
Schirmteile innerhalb der Lampe geerdet werden, wie dies in der
US 5.343.370 beschrieben
wird. Eine solche Abschirmung der Lampe und deren Zuleitungen durch
metallische bzw. sonstige leitfähige
Bauteile des Scheinwerfers ist jedoch relativ aufwändig und
somit teuer. Zudem führt
die Forderung einer möglichst
guten Abschirmung der Lampe durch den Scheinwerfer zu zusätzlichen
Rahmenbedingungen für
das Design des Scheinwerfers, die eine Optimierung des Scheinwerfers
hinsichtlich anderer Gesichtspunkte, wie Abstrahlverhalten oder
Lichtausbeute, erschweren können.
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FR 2 717 982 beschreibt
eine Lampe mit einem Entladungsgefäß mit Elektroden, die in das
Entladungsgefäß hineinragen,
und mit einer lichtdurchlässigen,
elektrisch leitfähigen
Schirmung, die das Entladungsgefäß abschirmt
und Anschlussmittel zum Verschaffen einer Verbindung der Schirmung
mit einer Schirmung eines Vorschaltgerätes zum Betreiben der Gasentladungslampe
umfasst. Dadurch werde die Elektroden an gegenüberliegenden Enden der Gasentladungslampe
mit Zuleitungen verbunden, die eine Schirmung umfassen, beispielsweise
den Innenleiter einer Koaxialleitung. Die Schirmungen der beiden
Zuleitungen, d. h. die Außenleiter
der Koaxialleitungen, sind dann mit der Schirmung der Gasentladungslampe
verbunden, sodass die Gasentladungslampe als Teil einer durchgehenden
Koaxialleitung betrachtet werden kann, wobei die Schirmung der Koaxialleitung
mit der Schirmung der Gasentladungslampe verbunden ist und der Innenleiter
der Koaxialleitung durch die Elektroden der Gasentladungslampe unterbrochen
ist. Dies hat den Vorteil, dass das ganze System in der Schirmung
eingeschlossen ist und daher emittierte Störstrah lung im Wesentlichen
eliminiert werden kann. Derartige abgeschirmte Koaxialzuleitungen
sind jedoch relativ dick, was besonders bei Lampenanordnungen, in
denen die Lampe axial im Reflektor orientiert ist und eine der Zuleitungen
entlang einer Seite der Lampe zurück zu einer Lampenhalterung
verlaufen muss, zu Problemen führen
kann. Diese relativ dicke Rückleitung
deckt einen Teil des Lichtstroms zwischen der Lampe und dem Reflektor
optisch ab, was einen negativen Einfluss auf die Lichtverteilung
des Beleuchtungssystems haben kann.
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Ähnliche
Konstruktionen mit Schirmungen in Form von lichtdurchlässigen,
elektrisch leitfähigen Beschichtungen,
die mit einer Schirmung eines zum Betrieb der Gasentladungslampe
verwendeten elektrischen Systems verbunden sind, werden in
EP 0 767 340 A2 ,
EP 0 991 107 A1 und
EP 0 773 137 A2 gezeigt.
Außerdem
offenbaren
DE 41 01
722 A ,
JP 4 043
547 A und
JP 5 159 762 je
eine ein Entladungsgefäß umfassende
Entladungslampe, die mit einer Schirmung versehen ist, um die Emission
unerwünschter
elektromagnetischer Strahlung zu reduzieren.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt als Aufgabe zugrunde, eine Gasentladungslampe
zu schaffen, die im Betrieb allenfalls in geringem Maße elektromagnetische
Störstrahlung
emittiert und die, insbesondere bei einer Konstruktion, bei der
die Lampe axial in einem Reflektor orientiert ist, irgendwelche
Störung
der Lichtverteilung des Beleuchtungssystems aufgrund der Zuleitungen
minimal ist.
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Diese
Aufgabe wird durch eine Gasentladungslampe nach den Ansprüchen 1 und
3 gelöst.
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Nach
dem oben genannten Stand der Technik umfasst die Gasentladungslampe
neben einem Entladungsgefäß mit in
das Entladungsgefäß hineinragenden
Elektroden eine das Entladungsgefäß abschirmende, lichtdurchlässige, elektrisch
leitfähige Schirmung
mit Anschlussmitteln, um im Betrieb der Gasentladungslampe zwischen
der Schirmung und einer Schirmung eines zum Betrieb der Gasentladungslampe
verwendeten elektrischen Systems unter Bildung eines das Entladungsgefäß mit den
Elektroden einschließenden
Koaxialschirmungssystems zumindest eine hochfrequenzmäßige Verbindung
zu schaffen. Unter einer „zumindest
hochfrequenzmäßigen" Verbindung ist im
Folgenden eine Verbindung zu verstehen, über die hochfrequente Ströme fließen können, wie
z. B. eine galvanische Verbindung oder ein geeigneter Hoch- bzw.
Bandpass, z. B. ein kapazitives Element. Bei den meisten praktischen
Anwendungen der Gasentladungslampe, wie beispielsweise in Fahrzeugscheinwerfern,
liegt die Schirmung der Lampenelektronik auf einem Massepotential.
Daher ist in der überwiegenden
Zahl der Fälle
das erfindungsgemäße Koaxialschirmungssystem
der Gasentladungslampe zumindest hochfrequenzmäßig mit einem Massepotential
verbunden.
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Durch
die Verwendung einer lichtdurchlässigen
Schirmung, welche das Entladungsgefäß im Wesentlichen vollständig abschirmt
und sich als Teil der Gasentladungslampe, sehr nah am Entladungsgefäß befindet,
sowie durch die hochfrequenzmäßige Verbindung
dieser Schirmung mit der Schirmung des übrigen elektrischen Systems
werden die parasitären Kapazitäten mit
der Schirmung des restlichen elektrischen Systems verbunden. Der
HF-Störstrom
fließt somit über die
Schirmung wieder an das elektrische System zurück, so dass der Common-Mode-Strom, und
damit die emittierte Störstrahlung,
nahezu vollständig
eliminiert wird. Die Kopplung, bei der die Schirmung der Gasentladungslampe
gemeinsam mit der Schirmung des zum Betrieb der Gasentladungslampe
verwendeten elektrischen Systems ein Koaxialschirmungssystem bildet,
welches das Entladungsgefäß mit den
Elektroden einschließt,
verschafft eine hervorragende Hochfrequenzverbindung, sodass eine
entsprechend effektive Abschirmung der elektromagnetischen Störstrahlung
gewährleistet
ist. Eine einfache Kopplung einer Schirmung einer Gasentladungslampe
mit der Schirmung der Lampenelektronik über übliche Drähte bzw. dünne Leitungen würde dagegen
zu einer zu hohen Selbstinduktivität mit einer entsprechend hohen
Impedanz für
den HF-Störstrom
führen.
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Gemäß einer
alternativen Ausführungsform der
Erfindung wird jedoch eine der Elektrodenzuleitungen innerhalb der
Schirmung der Gasentladungslampe geführt, vorzugsweise parallel
zu den Elektroden. Bei einer anderen alternativen Ausführungsform der
Erfindung bildet die Schirmung der Gasentladungslampe selbst eine
Zuleitung, die mit einer der Elektroden elektrisch leitend verbunden
ist. In beiden Alternativen kann die Lampe sehr kompakt ausgebildet
sein, ohne dass eine dicke, entlang der Außenseite des Kolbens verlaufende
abgeschirmte Zuleitung erforderlich ist, die den Lichtstrom der
Lampe stören
könnte.
Die zweite Alternative ist auch vergleichsweise wirtschaftlich,
weil keine gesonderte abgeschirmte Zuleitung benötigt wird.
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Bei
einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel
umfasst die Schirmung der Lampe eine Schicht aus leitfähigem, lichtdurchlässigem Material, beispielsweise
FTO oder eine Gitterstruktur aus leitfähigem Material, z. B. einem
Metall, die in oder an einer Wandung, beispielsweise auf der Innen-
oder Außenseite
der Wandung eines das Entladungsgefäß umgebenden Außenkolbens
angeordnet ist. Die meisten Typen der heutzutage verwendeten Gasentladungslampen
weisen ohnehin einen das Entladungsgefäß umgebenden, in der Regel
fest mit dem Entladungsgefäß verbundenen
Außenkolben
auf, der dazu dient, die von der Gasentladungslampe erzeugte UV-Strahlung
abzuschirmen. Dieser Außenkolben befindet
sich sehr nahe am Entladungsgefäß und schließt das Entladungsgefäß vollständig ein,
so dass eine in oder am Außenkolben
angebrachte Schirmung sich dementsprechend ebenfalls nahe am Entladungsgefäß befindet
und das Entladungsgefäß im Wesentlichen
vollständig
abschirmt. Eine derartige Schirmung an oder in der Wandung des Außenkolbens
lässt sich
relativ einfach und kostengünstig erzeugen.
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Für eine geeignete,
zumindest hochfrequenzmäßige Kopplung
der Schirmung der Gasentladungslampe mit der Schirmung des übrigen elektronischen
Systems gibt es grundsätzlich
verschiedene Möglichkeiten,
welche unter anderem auch davon abhängen, in welcher Form die Zuleitungen
zur Verbindung der Elektroden mit der Lampenelektronik ausgestaltet
sind.
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Bei
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel sind
die Schirmung und die Anschlussmittel derart ausgestaltet, dass
die Schirmung im Betrieb an zwei sich gegenüberliegenden Stellen der Gasentladungslampe
zumindest hochfrequenzmäßig mit
der Schirmung des zum Betrieb der Gasentladungslampe verwendeten
elektrischen Systems verbunden ist.
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Eine
der Elektroden kann mit einer eine Schirmung aufweisenden Zuleitung,
z. B. dem Innenleiter einer Koaxialleitung, elektrisch verbunden
sein. Die Schirmung der Gasentladungslampe ist dabei elektrisch
leitend mit der zu der Zuleitung gehörenden Schirmung, d. h. dem
Außenleiter
der Koaxialleitung, verbunden.
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Je
nach Aufbau der Halterung der Gasentladungslampe kann die Schirmung
der Gasentladungslampe im Betrieb auch direkt mit einer Schirmung
der Lampenhalterung elektrisch leitend verbunden sein. Hierfür bietet
sich z. B. ein metallisches oder ein mit einer elektrisch leitfähigen Beschichtung versehenes
Lampenstartergehäuse
an, das gleichzeitig einen Sockel zum Einsetzen der Gasentladungslampe
in den Scheinwerfer bildet. Diese Variante hat den Vorteil, dass
die Starterschaltung zwangsläufig
in dem Koaxialschirmungssystem enthalten ist.
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Bei
einer Ausführungsform
gemäß der ersten
Alternative der Erfindung kann die Schirmung der Gasentladungslampe
nur an einer Seite, beispielsweise an der Lampenhalterung, elektrisch
leitend mit der Schirmung des elektrischen Systems verbunden sein.
Besonders bevorzugt dabei ist, dass die Schirmung der Gasentladungslampe
bis auf die Kontaktstelle mit der Lampenhalterung, an der die Zuleitungen
der Elektroden in die Lampenhalterung geführt werden, vollkommen geschlossen
ist, so dass dementsprechend das Entladungsgefäß vollständig von dem abschirmenden
Material umgeben ist.
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Da
der Betrieb moderner Gasentladungslampen in der Regel mit Wechselspannung
zwischen den Scheitelpunkten 12 und –73 Volt mit einer Frequenz
von 250 bis 1000 Hz, häufig
400 Hz, erfolgt, kann eine als Rückleitung
dienende Schirmung nicht direkt mit der Schirmung der Lampenelektronik
verbunden werden, welche üblicherweise
auf Masse liegt. Bei einem System gemäß der zweiten alternativen
Ausführungsform
ist daher eine lediglich hochfrequenzwirksame Kopplung mit der Schirmung
der Lampenelektronik über
geeignete kapazitive Elemente, beispielsweise einen oder mehrere
Koppelkondensatoren vorgesehen. Die Schirmung der Lampe ist dabei
innerhalb einer Lampenhalterung mit einer zu der Lampenelektronik
führenden
Zuleitung verbunden.
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Da
die Schirmung der Gasentladungslampe so ausgestaltet sein muss,
dass eine ausreichende Lichtdurchlässigkeit gegeben ist, ist die
Leitfähigkeit der
Schirmung im Allgemeinen relativ gering. Bei einer bevorzugten Variante
des letzten Ausführungsbeispiels
ist daher die Elektrode, die mit der als Zuleitung dienenden Schirmung
verbunden ist, zusätzlich mit
einer parallel zur Schirmung der Gasentladungslampe geschalteten
Zuleitung – beispielsweise
einem Draht oder einer innerhalb oder außerhalb am Außenkolben
angeordneten Leiterbahn – verbunden. Bei
dieser Konstruktion werden die hochfrequenten Ströme aufgrund
der geringeren Selbstinduktivität über die
Schirmung der Lampe abfließen,
die über die
Entkoppelkondensatoren mit der Schirmung des elektrischen Systems
hochfrequenzmäßig gekoppelt ist.
Die niederfrequenten Ströme,
welche den größten Anteil
der Lampenleistung ausmachen, fließen dagegen über den
parallel geschalteten dünnen
Leiter, welcher einen geringeren Widerstand, aber eine relativ hohe
Selbstinduktivität
und somit eine hohe Impedanz für
die HF-Ströme
aufweist. Auf diese Weise wird vermieden, dass der Widerstand der
Zuleitung zu der an der Schirmung angeschlossenen Elektrode insbesondere
während
der Zündungsphase,
in welcher an die Elektroden eine Hochspannung angelegt wird, zu
gering ist.
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Vorzugsweise
ist bei dieser Variante in die zusätzliche Rückleitung ein induktives Element
geschaltet, beispielsweise eine Ferritperle oder ein ähnliches
Element. Dieses induktive Element dient als zusätzlicher Tiefpass, welcher
dafür sorgt,
dass über die
parallel geschaltete Zuleitung nahezu ausschließlich die niederfrequenten
Ströme
fließen.
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Bei
einem weiteren besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die als
Zuleitung für
die eine Elektrode dienende Schirmung der Gasentladungslampe zudem über ein
kapazitives Bauelement mit der anderen Elektrode verbunden. Dieses
kapazitive Bauelement sorgt für
einen HF-Kurzschluss zwischen den Elektroden und somit für eine weitere
Reduzierung der elektromagnetischen Störemissionen.
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Die
erfindungsgemäße Gasentladungslampe
kann grundsätzlich
in beliebigen Scheinwerfern oder Leuchten Verwendung finden. Diese
müssen nur
die entsprechenden Anschlussmittel aufweisen, um bei einer Kopplung
mit den Anschlussmitteln der Schirmung der Gasentladungslampe dafür zu sorgen,
dass die Schirmung unter Bildung des das Entladungsgefäß mit den
Elektroden einschließenden Koaxialschirmungssystems
mit der Schirmung der Lampenelektronik verbunden wird. Das heißt, es müssen lediglich
beispielsweise an einem Lampensockel entsprechende Kontakte vorhanden
sein. Darüber
hinausgehende spezielle Ausgestaltungen des Scheinwerfers, um die
Gasentladungslampe mittels des Reflektors sowie weiterer zusätzlicher
Abschirmteile im Scheinwerfer abzuschirmen, sind nicht notwendig.
Die geringe physikalische Distanz zwischen der sich an der Gasentladungslampe
selbst befindenden Schirmung und dem die Störungsquelle bildenden Entladungsgefäß sorgt
dabei für
eine besonders effektive Schirmleistung.
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Der
Vollständigkeit
halber sei darauf hingewiesen, dass eine Verwendung der erfindungsgemäßen Gasentladungslampe
auch in Scheinwerfern mit zusätzlichen
Abschirmmaßnahmen
möglich
ist.
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Die
Erfindung wird im Folgenden unter Hinweis auf die beigefügten Figuren
anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert. In
den Figuren sind gleiche Funktionseinheiten mit den gleichen Bezugsziffern
versehen. Es zeigen:
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1 ein
Ersatzschaltbild für
eine von einer Lampenelektronik betriebene Gasentladungslampe nach
dem Stand der Technik,
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2 einen
schematischen Längsschnitt durch
eine Gasentladungslampe gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel,
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3 einen
schematischen Längsschnitt durch
eine Gasentladungslampe gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel
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4 ein
Ersatzschaltbild für
eine Gasentladungslampe gemäß 2 oder 3,
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5 einen
schematischen Längsschnitt durch
eine erfindungsgemäße Gasentladungslampe gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel,
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6 ein
Ersatzschaltbild für
eine Gasentladungslampe gemäß 5,
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7 einen
schematischen Längsschnitt durch
eine erfindungsgemäße Gasentladungslampe gemäß einem
vierten Ausführungsbeispiel,
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8 ein
Ersatzschaltbild für
eine Gasentladungslampe gemäß 7,
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9 ein
Ersatzschaltbild für
eine Gasentladungslampe, welche ähnlich
ausgebildet ist wie die Gasentladungslampe gemäß 7.
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Aus
dem Ersatzschaltbild in 1 ist relativ einfach das Funktionsprinzip
der elektrischen Komponenten einer Gasentladungslampe nach dem Stand
der Technik ersichtlich. Eine solche Gasentladungslampe besteht
im Wesentlichen aus einem mit dem Inertgas gefüllten Entladungsgefäß 2,
in welches von gegenüberliegenden
Seiten Elektroden 4, 5 hineingeführt sind.
Die Elektroden 4, 5 sind über Zuleitungen 15, 16 mit
einer Treiberschaltung 20 verbunden. Die Treiberschaltung 20 ist
an einem ihrer Eingänge
mit einem Massepotential und am anderen Eingang mit einer Spannungsquelle
verbunden, welche die Versorgungsspannung liefert. Bei einer Verwendung
einer solchen Gasentladungslampe in einem Autoscheinwerfer handelt
es sich bei der Versorgungsspannung in der Regel um die Fahrzeug-Batteriespannung.
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Die
Treiberschaltung befindet sich üblicherweise
in einem elektrisch leitfähigen,
geerdeten, d. h. auf Massepotential liegenden Gehäuse 20.
Somit ist die Treiberschaltung gegenüber der Umgebung elektromagnetisch
abgeschirmt. Ebenso werden die Zuleitungen 15, 16 innerhalb
einer Schirmung 19 zur Gasentladungslampe geührt. Diese
Schirmung 19 ist in der Regel, wie in 1 dargestellt, über eine
geeignete Verbindung 21 mit dem Gehäuse 20 der Treiberschaltung
verbunden. Somit ist das gesamte elektrische System zum Betrieb
der Gasentladungslampe durch eine auf Massepotential liegende Schirmung
abgeschirmt.
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Zur
Zündung
wird an die Elektroden 4, 5 über die Zuleitungen 15, 16 eine
Hochspannung angelegt. Diese Hochspannung wird innerhalb eines Zünders, der
hier Teil der Treiberschaltung ist, aus der Eingangsspannung erzeugt.
Nach der Zündung
wird die Gasentladungslampe 1 mit z. B. 400 Hz Wechselspannung,
welche beispielsweise eine Scheitelspannung von einerseits 12 Volt
und andererseits –73
Volt aufweist, betrieben. Auch diese Wechselspannung wird von der
Treiberschaltung erzeugt. Der Zünder zur
Erzeugung der Hochspannung kann im Übrigen auch direkt an der Lampe 1 angeordnet
sein, beispielsweise in einem separaten Gehäuse direkt am Lampensockel
bzw. auch in den Lampensockel integriert sein.
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Wie 1 deutlich
zeigt, ist der einzige nicht abgeschirmte Teil des gesamten Systems
die Gasentladungslampe 1 selbst mit dem Entladungsgefäß 2 und
den Elektroden 4, 5. Daher entstehen unerwünschte parasitischen
Kapazitäten
Cp zwischen der Lampe 1 bzw. den
als Antennen wirkenden Elektroden 4, 5 und der
Umgebung der Lampe 1, beispielsweise einem Reflektor. Über diese
parasitische Kapazitäten
Cp kann ein hochfrequenter Strom an die Umgebung
abfließen,
was gleichbedeutend mit einer elektromagnetischen Hochfrequenzabstrahlung
ist. Dieser sogenannte Common-Mode-Strom ICM,
welcher der Differenz des zur Lampe hinlaufenden Stroms und des
rücklaufenden
Stroms entspricht, ist in dem Ersatzschaltbild durch die große Pfeilspitze auf
der Zuleitung 16 dargestellt. Er ist bei einer herkömmlichen
Lampe gemäß dem Stand
der Technik, wie dies in 1 dargestellt ist, größer als
null.
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Um
diesen Common-Mode-Strom und damit die Intensität der elektromagnetischen Störstrahlung der
Lampe 1 zu reduzieren, wird erfindungsgemäß das Entladungsgefäß 2 mit
einer das Entladungsgefäß 2 im
Wesentlichen vollständig
abschirmenden lichtdurchlässigen,
elektrisch leitfähigen
Schirmung umgeben. Diese Schirmung weist geeignete Anschlussmittel
auf, so dass die Schirmung automatisch im Betrieb der Gasentladungslampe 1 unter
Bildung eines das Entladungsgefäß 2 mit
den Elektroden 4, 5 einschließenden Koaxialschirmungssystems zumindest
hochfrequenzmäßig mit
der Schirmung 19 des zum Betrieb der Gasentladungslampe 1 verwendeten
elektrischen Systems verbunden wird.
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In 2 ist
ein erstes Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Lampe 1 dargestellt.
Bei der dort gezeigten Lampe 1 handelt es sich um eine typische
MPXL(Micro-Power-Xenon-Light)-Lampe 1. Auch in den weiteren
Ausführungsbeispielen
wird davon ausgegangen, dass es sich um eine MPXL-Lampe 1 handelt.
Es wird aber ausdrücklich
darauf hingewiesen, dass die Erfindung nicht auf solche MPXL-Lampen
beschränkt
ist, sondern prinzipiell auch bei anderen Typen von Gasentladungslampen, insbesondere
anderen HID-Lampen, einsetzbar ist.
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Wie 2 zeigt,
weist eine solche MPXL-Lampe 1 ein in der Regel aus Quarzglas
bestehendes inneres Entladungsgefäß 2 (auch Innenkolben
oder Brenner genannt) auf. Eine erste Elektrode 4 und eine
zweite Elektrode 5 erstrecken sich in üblicher Weise in das Entladungsgefäß 2,
d. h. in einen Innenraum 3 des Entladungsgefäßes 2 hinein. Die
Elektroden 4, 5 sind dabei dicht in Endabschnitten 6, 7 des
Entladungsgefäßes eingeschlossen,
so dass der Innenraum 3 gegenüber der Umgebung abgedichtet
ist. Das Inert gas, hier Xenon, befindet sich unter einem relativ
hohen Druck im Innenraum 3 des Entladungsgefäßes, welcher
nur wenige Kubikmillimeter fasst.
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Zur
Absorption der bei der Entladung unter anderem entstehenden ultravioletten
Strahlung ist das Entladungsgefäß 2 von
einem mit einem Gas, insbesondere Luft, gefüllten und gegen die Umgebungsatmosphäre abgedichteten
Außenkolben 8 umgeben,
welcher in der Regel ebenfalls aus Quarzglas besteht und an den
Endabschnitten 6, 7 des Entladungsgefäßes 2 fest
mit dem Entladungsgefäß 2 verbunden
ist.
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2 zeigt
ein Ausführungsbeispiel,
bei dem die Gasentladungslampe 1 außerhalb des Außenkolbens 8 eine
weitere Trägerstruktur 22,
beispielsweise einen zusätzlichen
Quarzglaszylinder 22, aufweist. Dieser Quarzglaszylinder 22 ist
mit den übrigen
Komponenten der Gasentladungslampe 1 fest verbunden. Auf
der Außen-
oder Innenseite dieses zusätzlichen
Quarzglaszylinders 22 befindet sich eine leitfähige Schicht
bzw. ein Gitter, welches eine Schirmung 23 bildet. Die
Schirmung ist vorzugsweise – anders
als hier dargestellt – auch
stirnseitig geschlossen, so dass das Entladungsgefäß 2 mit
den Elektroden 4, 5 und dem Außenkolben 8 sowie
einer zu der vom Sockel entfernten Elektrode 5 führenden Zuleitung 25 vollkommen
abgeschirmt ist. Über
Kontaktelemente 24 ist die Schirmung 23 auf dem
zusätzlichen
Quarzglaszylinder 22 wiederum mit dem leitfähigen Abschirmgehäuse 17 des
Sockels verbunden. Die Verbindung der Zuleitung 25 und
der Elektrode 4 mit den von der Treiberschaltung kommenden
Zuleitungen 15, 16 erfolgt in üblicher Weise über Steckverbindungen
(nicht dargestellt).
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3 zeigt
ein zu dem Ausführungsbeispiel gemäß 2 sehr ähnliches
Ausführungsbeispiel. Auch
hier ist die von dem Lampensockel entferntere Elektrode 5 über eine
innerhalb der das Entladungsgefäß 2 umgebenden
Schirmung 9 befindliche Zuleitung 26 angeschlossen.
Bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß 3 befindet
sich auf der Außenseite des
Außenkolbens 8 eine
leitfähige,
lichtdurchlässigen
Schirmung 9. Diese Schirmung kann beispielsweise aus einer
Schicht aus leitfähigem,
durchsichtigem Material wie FTO (fluoride-doped tin Oxide; fluordotiertes
Zinnoxid) bestehen. Alternativ kann es sich hierbei z. B. auch um
ein Metallgitter handeln, welches allerdings nicht zu dicht sein
darf, um genügend
Licht durchzulassen. Durch diese äußere Schirmung 9 wird
das Entladungsgefäß 2 vollständig abgeschirmt.
An den Endabschnitten 6, 7 ist die Schirmung 9 jeweils
mit einer elektrisch leitfähigen
Endkappe 10 bzw. einem Kontaktring 11 verbunden.
Die Gasentladungslampe 1 wird mit dem den Kontaktring 11 aufweisenden
Endabschnitt 7 in einem (lediglich schematisch dargestellten)
Sockelgehäuse 17 gehalten.
Dabei wird beim Einset zen der Lampe 2 in den Sockel automatisch
ein galvanischer Kontakt zwischen dem Sockelgehäuse 17 und der Schirmung 9 der
Lampe 2 hergestellt. Das metallische Sockelgehäuse 17 ist
wiederum mit der Schirmung der Treiberschaltung verbunden. Der obere
Endabschnitt 6 der Gasentladungslampe 1 ist hier
durch eine leitfähige
Abdeckkappe 10 abgeschlossen, so dass die Schirmung 9 um
die Gasentladungslampe 1 vollständig geschlossen ist. Im Inneren
dieses Endabschnitts 6 ist die Zuleitung 26, beispielsweise
in Form eines Drahtstücks,
an der Elektrode 5 befestigt. Sie läuft von dort an der Innenwand
des Außenkolbens 8 entlang
bis in den sockelseitigen Endabschnitt 7. Dort wird die
Zuleitung 26 parallel zur sockelseitigen Elektrode 4 durch
den Kontaktring 11 geführt, über den die
Schirmung 9 wiederum mit dem Sockelgehäuse 17 verbunden ist.
Die Zuleitung 26 ist genau wie die Elektrode 4 in üblicher
Weise mit den von der Treiberschaltung kommenden Zuleitungen 15, 16 verbunden.
Dieses Ausführungsbeispiel
hat den Vorteil, dass einerseits keinerlei externe Zuleitungen zu
dem vom Lampensockel wegweisenden Ende der Gasentladungslampe 1 geführt werden
müssen,
andererseits aber auch keine zusätzliche
Trägerstruktur
für die
Abschirmung erforderlich ist. Anstelle eines Drahts kann die Rückleitung 26 auch
aus einer auf die Innenseite der Wand des Außenkolbens 8 aufgebrachten
Leiterbahn bestehen.
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Bei
den beiden Beispielen ist das Entladungsgefäß 2 mit den Elektroden 4, 5 komplett
durch ein Koaxialschirmungssystem eingeschlossen, wobei innerhalb
des Koaxialschirmsystems, d. h. innerhalb der äußeren Schirmung, eine zweite
Zuleitung parallel zu der anderen Zuleitung bzw. zu den Elektroden
verläuft.
Dies ist noch einmal aus einem Ersatzschaltbild für die Ausführungsbeispiele
gemäß 2 und 3 erkennbar,
wie in 4 dargestellt. Der Aufbau des elektrischen Treibersystems
bzw. der Abschirmung des elektrischen Treibersystems ist wieder
identisch zu dem in 1 dargestellten Ersatzschaltbild.
Die Abschirmung 9, 23 umgibt hier die parallel
laufenden Zuleitungen bzw. Elektroden 4, 5 wie
ein endseitig geschlossener Sack, da die zu der vom Sockel entfernten
Elektrode 5 führende
Zuleitung parallel zu den Elektroden 4, 5 innerhalb
der Schirmung 9, 23 geführt wird.
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Ein
Vergleich des Ersatzschaltbildes in 4 mit dem
Ersatzschaltbild in 1 für eine nicht abgeschirmte Lampe
nach dem Stand der Technik ergibt, dass auch hier die parasitischen
Kapazitäten Cp jeweils zwischen den Elektroden 4, 5 und
der Schirmung 9, 23 geschaltet sind, welche wiederum über eine
Verbindung 11, 24 an der Schirmung 19 der zu
der Treiberschaltung führenden
Zuleitungen 15, 16 angeschlossen ist. Bei dem
in 2 und 3 dargestellten Beispiel wird
die Schirmung 19 lampenseitig durch das Gehäuse 17 des
Sockels gebildet. Auch hier sieht die Strombilanz so aus, dass die über die
parasitischen Kapazitäten
Cp fließenden
Hochfrequenzströme über die
Schirmung 19 wieder zurückgeleitet
werden, so dass der Common-Mode-Strom ICM praktisch
null ist.
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5 zeigt
ein alternatives Ausführungsbeispiel,
welches noch einfacher aufgebaut ist als die vorgenannten Ausführungsbeispiele.
Hierbei ist die vom Sockel entfernt liegende Elektrode 5 am
Ende des Endabschnitts 6 über eine Kontaktierung 27 mit der
elektrisch leitfähigen
Endkappe 10 des betreffenden Endabschnitts 6 und
daher mit der auf der Außenseite
des Außenkolbens 8 befindlichen
Schirmung 9 verbunden. Die Schirmung 9 dient hier gleichzeitig
als Zuleitung bzw. Rückleitung
zur Elektrode 5. Sockelseitig ist die Schirmung 9 wiederum mit
einem am Endabschnitt 7 befindlichen Kontaktring 11 verbunden.
Dieser Kontaktring 11 ist jedoch hier nicht galvanisch
mit dem leitfähigen
Schirmgehäuse 17 des
Sockels verbunden, sondern über
einen oder mehrere Entkoppelkondensatoren 28 mit möglichst
hoher Kapazität.
Der Ringkontakt 11 ist außerdem mit einer von der Treiberschaltung
kommenden Zuleitung 16 leitend verbunden, so dass über die Schirmung 9 ein
Kontakt zwischen der Zuleitung 16 und der Elektrode 5 hergestellt
ist. Die sockelnahe Elektrode 4 ist mit der anderen Zuleitung 15 verbunden.
Die Kontaktierung mit den Zuleitungen 15, 16 erfolgt
auch hier in üblicher,
dem Fachmann bekannter Weise.
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Zusätzlich sind
die als Rückleitung
dienende Schirmung 9 sowie die sockelseitige Elektrode 4 über einen
weiteren Entkoppelkondensator 29, welcher entweder Bestandteil
der Lampe sein kann oder auch im Sockel integriert sein kann und
beispielsweise die Zuleitungen 15, 16 endseitig
miteinander verbinden kann, untereinander verbunden.
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Ein
Ersatzschaltbild für
diesen Aufbau ist in 6 dargestellt. Wie dieses Ersatzschaltbild
zeigt, dient die Schirmung 9 als Verbindung zwischen der Elektrode 5 und
der von der Treiberschaltung 20 kommenden Zuleitung 16,
d. h. die Schirmung 9 ist selbst Teil dieser Zuleitung. Über den
bzw. die Entkoppelkondensatoren 28 werden die von der Gasentladungslampe 1 erzeugten
HF-Ströme,
die für
die elektromagnetische Störstrahlung
verantwortlich sind, an der Schirmung 19 des zur Versorgung
der Gasentladungslampe 1 dienenden elektrischen Systems
ausgekoppelt. Dies resultiert wiederum in einer Strombilanz, in
der der Common-Mode-Strom ICM nahezu null
ist und dementsprechend eine elektromagnetische Störemission
in die Umgebung vernachlässigt
werden kann. Über
den Entkoppelkondensator 29 wird zusätzlich ein HF-Kurzschluss zwischen
den beiden Zuleitungen 15, 16 in oder unmittelbar
an der Lampe 1 erzeugt.
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Da
hier die Schirmung 9 als Zuleitung verwendet wird und sich
die Schirmung 9 auf der Außenseite des Außenkolbens 8 befindet,
bietet es sich insbesondere an, eine solche Konstruktion für Treiberschaltungen
zu verwenden, bei der die zweite, vom Sockel entfernte Elektrode 5 auf
Masse liegen kann. Bei einem alternativen, nicht dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die Schirmung im Inneren der Wandung des Außenkolbens eingebracht oder
befindet sich auf der Innenseite der Wandung des Außenkolbens.
Da bei dieser Konstruktion ausgeschlossen ist, dass die Schirmung
berührt
werden kann, eignet sich eine solche Lampe auch für den üblichen
Wechselstrombetrieb.
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7 zeigt
eine etwas abgewandelte Variante des Ausführungsbeispiels gemäß 5.
Der wesentliche Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel gemäß 7 besteht
hier darin, dass von der Kontaktstelle 27 parallel zu der
Schirmung 9 eine separate Leitung 30, beispielsweise
in Form eines Drahtes, zu der Zuleitung 16 geführt ist.
In unmittelbarer Nähe zu
der Kontaktstelle 27 an der oberen Kontaktkappe 10 der
Gasentladungslampe 1 befindet sich in der Leitung 30 eine
Ferritperle 31, welche als induktives Element wirkt.
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Dieser
Aufbau ist noch einmal im Ersatzschaltbild in 8 dargestellt.
Die parallel zur Schirmung 9 geschaltete Leitung 30 dient
dazu, um die zum Betrieb und insbesondere zur Zündung der Lampe erforderlichen
höheren
Ströme
gut abzuleiten. Hierbei handelt es sich um niederfrequente Ströme, für die der
Widerstand der durch die Schirmung 9 gebildeten Leitung
zu hoch wäre,
da diese Schirmung 9 wegen der erforderlichen Lichtdurchlässigkeit
nur aus einer relativ dünnen
Schicht bzw. einem sehr groben Gitter besteht. Die parallele Leitung 30 weist
dagegen einen geringen ohmschen Widerstand, aber eine relativ hohe
Selbstinduktivität
im Verhältnis
zu der großflächigen Schirmung 9 auf,
so dass die Impedanz für
hochfrequente Ströme
in dieser Zuleitung sehr groß ist.
Daher fließen
die hochfrequenten Ströme
wie beabsichtigt bevorzugt über
die Schirmung 9 und den Entkoppelkondensator 28 an
die Schirmung 17 des Lampensockels bzw. die Schirmung 19 der Zuleitungen 15, 16 ab.
Die Ferritperle 31 wirkt hierbei als zusätzlicher
Tiefpass, um ein Abfließen
der hochfrequenten Ströme über die
parallele Leitung 30 zu vermeiden, so dass diese Leitung 30 nicht
wiederum als Antenne gegenüber
der Umgebung hochfrequente Störstrahlung
aussendet. Lediglich die niederfrequenten, zum Betrieb der Gasentladungslampe
notwendigen Ströme
im Bereich von 400 Hz bzw. der Gleitstromanteil laufen bevorzugt über die
separate Leitung 30 mit niedrigem Widerstand. Dieser Aufbau hat
den Vorteil, dass bei der Herstellung der Schirmung 9 auf
eine optimale Lichtdurchlässigkeit
geach tet werden kann, ohne eine ausreichende Leitfähigkeit
der für
den Betrieb der Lampe erforderlichen niederfrequenten Ströme bieten
zu müssen.
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9 zeigt
ein Ersatzschaltbild für
eine nur geringfügig
geänderte
Variante des in 7 und 8 gezeigten
Ausführungsbeispiels.
Hier ist anstelle eines separaten Drahts 30 auf die äußere Oberfläche des
Außenkolbens 8 eine
dünne Leiterbahn 32 aufgebracht,
welche im Endeffekt die gleiche Wirkung hat wie die von einem Draht
gebildete parallele Leitung 30. Solch eine dünne Leiterbahn
innerhalb der abschirmenden Schicht kann vorzugsweise auch bei allen
anderen Ausführungsbeispielen
genutzt werden, um den Widerstand der Schicht herabzusetzen und
somit die Wirksamkeit der Ableitung der Störströme zu erhöhen.
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Es
wird abschließend
noch einmal darauf hingewiesen, dass es sich bei den in den Figuren dargestellten
Gasentladungslampen bzw. deren Ersatzschaltbildern nur um Ausführungsbeispiele
handelt, die in vieler Hinsicht modifiziert werden können, ohne
den Rahmen der Erfindung zu verlassen. So kann beispielsweise bei
sämtlichen
Ausführungsbeispielen
die Schirmung 9 auch auf der Innenseite des Außenkolbens 8 angeordnet
sein oder durch eine spezielle Schicht in der Wand des Außenkolbens 8 gebildet
sein. Ebenso kann die Lampe – anstatt
mit einem Endabschnitt in einen Sockel gesteckt zu werden – auch anderweitig
gehalten werden und beispielsweise an der in den Ausführungsbeispielen
im Sockel befindlichen Seite mit einer Koaxialleitung oder Ähnlichem
verbunden sein.