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ERFINDUNGSGEBIET
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Umwickelmaschine gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1.
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ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK
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Im
Stand der Technik ist eine Umwickelmaschine gemäß dem Oberbegriff aus der
US-PS 5,875,616 bekannt.
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In
der
US-PS 5,875,616 wird
eine Umwickelmaschine zum Wickeln einer Umwickelfolienbahn um einen
zu verpackenden Gegenstand beschrieben. Die Umwickelmaschine weist
eine Folienausgabevorrichtung auf, die einen Rahmen aufweist. Der Rahmen
ist mit Stützelementen
zum drehbaren Stützen
einer Folienbahnrolle am Rahmen versehen.
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Die
Folienausgabevorrichtung umfasst eine mit dem Rahmen verbundene
Vordehnvorrichtung, um die von der Folienbahnrolle abgezogene Folienbahn
vorzudehnen, bevor sie um den Gegenstand gewickelt wird. Die Vordehnvorrichtung
weist eine erste Vordehnrolle auf, wobei die erste Seite der von der
Rolle abgezogenen Folienbahn mittels der Außenfläche des Rands der Vordehnrolle
in einen Zugreibkontakt gebracht werden kann. Die Vordehnvorrichtung
weist ferner eine zweite Vordehnrolle auf, die mit Lagern so am
Rahmen gelagert ist, dass sie von der ersten Vordehnrolle beabstandet
drehbar ist, um einen ersten Spalt zwischen ihnen zu bilden. Die zweite
Seite der von der Rolle abgezogenen Folienbahn kann mittels der
Außenfläche des
Rands der zweiten Vordehnrolle in einen Zugreibkontakt gebracht
werden. Die Vordehnvorrichtung weist ferner ein erstes Getrieberad,
das an der Welle der ersten Vordehnrolle montiert ist, und ein zweites
Getrieberad auf, das an der Welle der zweiten Vordehnrolle montiert
und so angebracht ist, dass es in Zugkontakt mit dem ersten Getrieberad
steht, um ein Übersetzungsverhältnis zu
erzeugen, um die Umfangsgeschwindigkeiten der ersten und der zweiten
Vordehnrolle zu differenzieren.
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Die
Folienausgabevorrichtung weist ferner eine erste Umlenkandruckrolle
auf, die so angebracht ist, dass sie gegen die erste Vordehnrolle
gedrückt
wird, um einen ersten Spalt für
die Folienbahn zu bilden, die zwischen der ersten Umlenkandruckrolle
und der ersten Vordehnrolle hindurchgeführt wird. Darüber hinaus
weist die Folienausgabevorrichtung eine zweite Umlenkandruckrolle
auf, die so angebracht ist, dass sie gegen die zweite Vordehnrolle gedrückt wird,
um einen zweiten Spalt für
die Folienbahn zu bilden, die zwischen der zweiten Umlenkandruckrolle
und der zweiten Vordehnrolle hindurchgeführt wird.
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Der
Rahmen der Folienausgabevorrichtung nach der
US-PS 5,875,616 ist in zwei Abschnitte
unterteilt, und zwar einen stationären Abschnitt und einen Gatterabschnitt,
der geöffnet
und geschlossen werden kann, schwenkbar damit verbunden ist und eine
Art Hebelmechanismus bildet, wobei die erste Vordehnrolle und eine
der Umlenkandruckrollen über Lager
am Gatterabschnitt montiert sind. Die zweite Vordehnrolle und die
zweite Umlenkandruckrolle sind über
Lager drehbar am stationären
Rahmen montiert. Der Abschnittteil kann zwischen einer Eingriffsposition
und einer Ausrückposition
bewegt werden. In der Eingriffsposition stehen die Kraftübertragungsräder der
Vordehnrollen im Antriebseingriff miteinander. In der Ausrückposition,
wenn der Gatterabschnitt offen ist, stehen die Kraftübertragungsräder nicht
miteinander in Eingriff. In der Ausrückposition mit offenem Gatterabschnitt
ist der erste Spalt zwischen den Vordehnrollen natürlich größer als
der entsprechende erste Spalt in der Eingriffsposition. Aufgrund
des zu öffnenden
Gatterabschnitts lässt
sich das Einführen
des Endes der Folienbahn von der Folienbahn rolle durch eine solche
Vordehnvorrichtung leicht durchführen.
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Ein
Problem bei dieser bekannten Lösung besteht
jedoch darin, dass die mit einem zu öffnenden Gatterabschnitt ausgestattete
Folienausgabevorrichtung recht groß und schwer ist. Außerdem ist die
Struktur teuer und relativ kompliziert.
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Zur
Lösung
des Problems in Bezug auf das Einführen des Folienendes sind auch
andere Lösungen
entwickelt worden, wie beispielsweise jene, die aus der
EP 1019288 B1 bekannt
ist. Die Enden der Vordehnrollen sind mit verjüngten Verlängerungen versehen, die dem
Folienbahnende, das in die Form eines schmalen Streifens geknittert
ist, gestatten, über
sie zu gleiten, und die den Streifen auf die Vordehnrollen führen.
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Ein
Problem im Zusammenhang mit der Struktur gemäß diesem EP-Patent besteht
darin, dass sich die Folienausgabevorrichtung aufgrund der Verlängerungen
der Rollen vertikal vergrößert.
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AUFGABE DER ERFINDUNG
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Die
Aufgabe der Erfindung besteht in der Überwindung der oben genannten
Nachteile.
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Die
Aufgabe der Erfindung besteht im Einzelnen in der Offenlegung einer
Umwickelmaschine, bei der das Ende der Folie über Umlenkandruckrollen und
Vordehnrollen leicht eingeführt
werden kann, ohne dass die Notwendigkeit besteht, den Rahmen der
Folienausgabevorrichtung in einen stationären Teil und einen zu öffnenden
Teil zu unterteilen oder die Enden der Vordehnrollen mit etwaigen
verjüngten Verlängerungen
zu versehen.
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Eine
weitere Aufgabe der Erfindung besteht in der Offenlegung einer Umwickelmaschine,
bei der die vertikale Größe der Folienausgabevorrichtung
so kompakt wie möglich
ist und die Folienausgabevorrichtung leicht, einfach und kostengünstig ist.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
erfindungsgemäße Umwickelmaschine wird
durch die Offenlegung in Anspruch 1 gekennzeichnet.
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Die
erfindungsgemäße Umwickelmaschine weist
eine Folienausgabevorrichtung auf, die einen Rahmen, Stützelemente
zum drehbaren Stützen
einer Folienbahnrolle am Rahmen und eine mit dem Rahmen verbundene
Vordehnvorrichtung aufweist, um die von der Folienbahnrolle abgezogene
Folienbahn vorzudehnen, bevor sie um den Gegenstand gewickelt wird.
Die Vordehnvorrichtung weist eine erste Vordehnrolle auf, wobei
die erste Seite der von der Rolle abgezogenen Folienbahn mittels
der Außenfläche des
Rands der Vordehnrolle in einen Zugreibkontakt gebracht werden kann.
Die Vordehnvorrichtung weist ferner eine zweite Vordehnrolle auf,
die mit Lagern so am Rahmen gelagert ist, dass sie von der ersten
Vordehnrolle beabstandet drehbar ist, um einen ersten Spalt zwischen
ihnen zu bilden, wobei die zweite Seite der von der Rolle abgezogenen
Folienbahn mittels der Außenfläche des
Rands der zweiten Vordehnrolle in einen Zugreibkontakt gebracht werden
kann. Die Vordehnvorrichtung weist ferner ein erstes Getrieberad
auf, das an der Welle der ersten Vordehnrolle montiert ist. Die
Vordehnvorrichtung weist ferner ein zweites Getrieberad auf, das
an der Welle der zweiten Vordehnrolle montiert und so angebracht
ist, dass es in Antriebskontakt mit dem ersten Getrieberad steht,
um ein Übersetzungsverhältnis zu
erzeugen, um die Umfangsgeschwindigkeiten der ersten und der zweiten
Vordehnrolle zu differenzieren. Die Folienausgabevorrichtung weist
ferner eine erste Umlenkandruckrolle auf, die so angebracht ist,
dass sie gegen die erste Vordehnrolle gedrückt wird, um einen ersten Spalt
für die
Folienbahn zu bilden, die zwischen der ersten Umlenkandruckrolle
und der ersten Vordehnrolle hindurchgeführt wird. Die Folienausgabevorrichtung
weist ferner eine zweite Umlenkandruckrolle auf, die so angebracht ist,
dass sie gegen die zweite Vordehnrolle gedrückt wird, um einen zweiten
Spalt für
die Folienbahn zu bilden, die zwischen der zweiten Umlenkandruckrolle und
der zweiten Vordehnrolle hindurchgeführt wird. Es ist ein Hebelmechanismus
so angeordnet worden, dass er die erste Vordehnrolle zwischen einer
Eingriffsposition und einer Ausrückposition
bewegt. In der Eingriffsposition stehen die Getrieberäder in Antriebskontakt
miteinander, während
sie in der Ausrückposition
nicht miteinander in Kontakt stehen, so dass sie unabhängig voneinander
gedreht werden können;
in dieser Ausrückposition
ist der erste Spalt zwischen den Vordehnrollen größer als
der erste Spalt in der Eingriffsposition.
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Wenn
der Hebelmechanismus von der Eingriffsposition in die Ausrückposition
bewegt wird, ist er erfindungsgemäß so angebracht, dass er die
erste Umlenkandruckrolle und die erste Vordehnrolle auseinanderbewegt,
um einen zweiten Spalt zwischen der ersten Umlenkandruckrolle und
der ersten Vordehnrolle zu bilden, und dass er gleichzeitig die
zweite Umlenkandruckrolle und die zweite Vordehnrolle auseinanderbewegt,
um einen dritten Spalt zwischen der zweiten Umlenkandruckrolle und
der zweiten Vordehnrolle zu bilden, wobei der erste, zweite und dritte
Spalt somit durch eine einzige Bewegung des Hebelmechanismus gleichzeitig
vergrößert werden.
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Der
Vorteil der Erfindung liegt darin, dass eine Vergrößerung aller
Spalte zwischen den Vordehn- und den Umlenkandruckrollen durch ein
und dieselbe einfache Bewegung des Hebelmechanismus erzielt wird,
so dass das Folienende leichter eingeführt werden kann. Das Ende der
Folienbahn kann leicht eingefädelt
werden, weil alle Rollen getrennt drehbar sind und Spalte einer
geeigneten Breite zwischen ihnen vorgesehen sind. Der Hebel mechanismus
kann in einem sehr kleinen Raum zwischen den Rollen und dem Rahmen
angebracht werden, so dass eine mit einem erfindungsgemäßen Hebelmechanismus
ausgestattete Folienausgabevorrichtung nicht sehr hoch ist.
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Bei
einer Ausführungsform
der Umwickelmaschine weist die Folienausgabevorrichtung ein mit
einer Drehwelle versehenes und mit dem Rahmen verbundenes Kraftmittel
auf. Die Folienausgabevorrichtung weist ferner Kraftübertragungsmittel
zum Übertragen
von Kraft von der Welle zum Drehen der zweiten Vordehnrolle auf.
In diesem Fall ist die zweite Vordehnrolle die angetriebene Rolle.
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Bei
einer Ausführungsform
der Umwickelmaschine weist der Hebelmechanismus einen Umkehrhebel
auf, der so am Rahmen geschwenkt wird, dass er sich um eine erste
Schwenkachse drehen kann, wobei die erste Vordehnrolle drehbar mit
einem Lager an dem Umkehrhebel vom ersten Umkehrhebel beabstandet
montiert ist.
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Bei
einer Ausführungsform
der Umwickelmaschine weist der Umkehrhebel einen länglichen
ersten Schwingarm auf, der sich zu einem Abstand von der ersten
Schwenkachse erstreckt, um als ein Griff für den manuellen Betrieb des
Umkehrhebels zu dienen. Manuelle Betätigung des Hebelmechanismus
ist vorteilhaft, da es bei einer beweglichen Folienausgabevorrichtung
wünschenswert
ist, die Anzahl an Stellgliedern auf ein Minimum zu begrenzen. Selbstverständlich ist
es auch möglich,
ein Stellglied zur Betätigung
des Hebelmechanismus bereitzustellen.
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Bei
einer Ausführungsform
der Umwickelmaschine ist die erste Umlenkandruckrolle mit einem zweiten
Schwingarm verbunden, der so schwenkbar mit dem Rahmen verbunden
ist, dass er um eine zweite Schwenkachse gedreht werden kann, und dass
der Umkehrhebel ein erstes Übertragungs element
aufweist, um die Schwingbewegung des Umkehrhebels in eine Schwingbewegung
des zweiten Schwingarms umzuwandeln.
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Bei
einer Ausführungsform
der Umwickelmaschine ist die zweite Umlenkandruckrolle mit einem dritten
Schwingarm verbunden, der so schwenkbar mit dem Rahmen verbunden
ist, dass er um die zweite Schwenkachse gedreht werden kann, und
dass der Umkehrhebel ein zweites Übertragungselement aufweist,
um die Schwingbewegung des Umkehrhebels in eine Schwingbewegung
des dritten Schwingarms umzuwandeln.
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Bei
einer Ausführungsform
der Umwickelmaschine ist/sind das erste Übertragungselement und/oder
das zweite Übertragungselement
ein Stift o. Ä.,
der sich vom Umkehrhebel zur Bahn der Drehbewegung des zweiten Schwingarms
und/oder des dritten Schwingarms in einem Abstand von der zweiten Schwenkachse
des zweiten Schwingarms und/oder des dritten Schwingarms erstreckt,
so dass der genannte Stift o. Ä.
den betreffenden Schwingarm schiebt, wenn der Umkehrhebel aus der
Eingriffsposition in die Ausrückstellung
gedreht wird.
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Bei
einer Ausführungsform
der Umwickelmaschine ist eine Feder angebracht, um den zweiten Schwingarm
mit einer Last zu beaufschlagen, um die erste Umlenkandruckrolle
gegen die erste Vordehnrolle zu drücken, und dieselbe Feder ist
angebracht, um den dritten Schwingarm mit einer Last zu beaufschlagen,
um die zweite Umlenkandruckrolle gegen die zweite Vordehnrolle zu
drücken,
so dass die Feder als eine Rückholfeder
fungiert, um den zweiten Schwingarm und den dritten Schwingarm zurückzuziehen,
wenn der Umkehrhebel aus der Ausrückstellung in die Eingriffsposition
gedreht wird.
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FIGURENLISTE
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Im
Weiteren wird die Erfindung im Einzelnen unter Bezug auf Ausführungsbeispiele
und die beiliegenden Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
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1 eine
axonometrische Ansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Umwickelmaschine
schräg
von oben gesehen,
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2 eine
schematische Seitenansicht der Folienausgabevorrichtung der erfindungsgemäßen Umwickelmaschine
in der Eingriffsposition,
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3 eine
schematische Ansicht des Hebelmechanismus, der Vordehn- und der
Umlenkandruckrollen und der Kraftübertragungsräder, wenn der
Hebelmechanismus in der Eingriffsposition ist, von oben, entsprechend
der in 2 gezeigten Situation,
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4 einen
schematischen Schnitt IV-IV durch 2,
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5 einen
Teil der Folienausgabevorrichtung aus 2 in der
Ausrückposition,
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6 eine
schematische Ansicht des Hebelmechanismus, der Vordehn- und der
Umlenkandruckrollen und der Kraftübertragungsräder, wenn der
Hebelmechanismus in der Ausrückposition,
ist von oben, entsprechend der in 5 gezeigten
Situation,
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7 einen
schematischen Schnitt VII-VII durch 5 und
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8 3 und 6 übereinander
gezeichnet, wobei die Eingriffsposition in durchgezogenen Linien
und die Ausrückposition
in gestrichelten Linien eingezeichnet ist.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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1 zeigt
eine Umwickelmaschine zum Umwickeln eines nicht gezeigten zu verpackenden Gegenstands
mit einer Umwickelfolienbahn 1.
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Die
Umwickelmaschine 1 weist einen Maschinenrahmen 30 auf,
der auf einem stationären
Boden steht. Der Maschinenrahmen 30 weist vier voneinander
beabstandete vertikale, aufrechte Säulen 31 in einer rechteckigen
Anordnung auf, so dass sich jede aufrechte Säule 31 in einer Ecke
eines gedachten Rechtecks befindet. Ein Heberahmen 32 wurde angeordnet,
der mittels eines nicht gezeigten Hubmotors in einer vertikalen
Richtung nach oben und unten bewegt werden kann.
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Eine
Folienausgabevorrichtung 2, an der eine Folienbahnrolle 5 drehbar
gestützt
werden kann und die von einer Ringanordnung 33 geführt wird,
ist so angeordnet, dass sie auf einer kreisförmigen Bahn um den zu verpackenden
Gegenstand umläuft,
so dass die Kunststofffolienbahn 1 von der Folienbahnrolle 5 angeliefert
wird und eine Umwicklung des zu verpackenden Gegenstands bildet.
Wenn die die Folienausgabevorrichtung 2 stützende Ringanordnung 33 durch
Bewegen des Heberahmens 32 gleichzeitig vertikal bewegt
wird, wird der zu verpackende Gegenstand spiralförmig umwickelt.
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Es
ist anzumerken, dass andere bekannte Anordnungen auch verwendet
werden können,
um die Folienausgabevorrichtung 2 auf einer kreisförmigen Bahn
umlaufen zu lassen, beispielsweise eine Anordnung, bei der die Folienausgabevorrichtung 2 mit
einer sich drehenden Kurbel verbunden ist, die veranlasst, dass
die Folienausgabevorrichtung um den zu verpackenden Gegenstand herumläuft.
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Die
weiter unten im Einzelnen beschriebene Folienausgabevorrichtung 2 lässt sich
auch bei einer Umwickelmaschine einsetzen, bei der die Folienausgabevorrichtung so
angeordnet worden ist, dass sie vertikal entlang einer aufrechten
Säule beweglich
ist, aber bei der die Folienausgabevorrichtung nicht um den zu verpackenden
Gegenstand herumläuft,
sondern stattdessen der zu verpackende Gegenstand auf einer sich
drehenden Stütze
in Bezug auf die Folienausgabevorrichtung gedreht wird.
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Unter
Bezug auf 2–4 weist
die Folienausgabevorrichtung 2 einen Skelettrahmen 3 auf. Am
Rahmen 3 sind Stützelemente 41 , 42 montiert,
um die Folienbahnrolle 5 drehbar am Rahmen 3 zu
stützen.
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Die
Folienausgabevorrichtung 2 weist eine Vordehnvorrichtung 6 auf,
die mit dem Rahmen 3 verbunden ist, um die von der Folienrolle 5 abgezogene Folienbahn 1 vorzudehnen,
bevor sie um den Gegenstand gewickelt wird. Die Vordehnvorrichtung 6 weist eine
erste Vordehnrolle 7 auf, die in der Bewegungsrichtung
der Folienbahn am weitesten vorne angeordnet ist. Die erste Seite 8 der
von der Rolle 5 abgezogenen Folienbahn steht in Zugreibkontakt
mit der Außenfläche der
ersten Vordehnrolle 7. Die Außenfläche der Rolle 7 ist
zur Gewährleistung
eines Reibgriffs vorzugsweise mit einer Kautschukbeschichtung versehen.
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Die
zweite Vordehnrolle 9 ist mit Lagern drehbar am Rahmen 3 gelagert,
beabstandet von der ersten Vordehnrolle 7, so dass ein
erster Spalt (s1I, siehe 2 und 4; ähnlich s1II, siehe 5 und 7)
zwischen der ersten und der zweiten Vordehnrolle gebildet wird.
Die zweite Seite 10 der Folienbahn 1 steht in
Reibkontakt mit der Außenfläche des
Rands der zweiten Vordehnrolle 9. Die Außenfläche der
Rolle 9 ist zur Gewährleistung
eines Reibgriffs vorzugsweise mit einer Kautschukbeschichtung versehen.
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Die
Folienausgabevorrichtung 2 weist ferner ein erstes Kraftübertragungsrad 11 auf,
das am Ende der Welle der ersten Vordehnrolle 7 montiert
ist. Ein zweites Kraft übertragungsrad 12 ist
am Ende der zweiten Vordehnrolle 9 montiert. In 2 stehen
das erste Kraftübertragungsrad 11 und
das zweite Kraftübertragungsrad 12 in
Zugkontakt miteinander. Bei den Kraftübertragungsrädern 11 und 12 handelt
es sich vorzugsweise um Zahnräder
mit unterschiedlichen Durchmessern zur Erzeugung eines Übersetzungsverhältnisses,
das zu einem Unterschied zwischen den Umfangsgeschwindigkeiten der
ersten und der zweiten Vordehnrolle führt. Üblicherweise ist die Umfangsgeschwindigkeit
der zweiten Vordehnrolle 9 höher als die Umfangsgeschwindigkeit
der ersten Vordehnrolle 7.
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Die
Folienausgabevorrichtung 2 weist ferner eine erste Umlenkandruckrolle 13 auf,
die so angebracht ist, dass sie gegen die erste Vordehnrolle 7 gedrückt wird,
um einen ersten Spalt 14 (siehe 4) für die Folienbahn
zu bilden, die zwischen der ersten Umlenkandruckrolle 13 und
der ersten Vordehnrolle 7 hindurchgeführt wird. Auf ähnliche
Weise ist eine zweite Umlenkandruckrolle 15 so angebracht,
dass sie gegen die zweite Vordehnrolle 9 gedrückt wird,
um einen ersten Spalt 16 für die Folienbahn zu bilden,
die zwischen der zweiten Umlenkandruckrolle 15 und der
zweiten Vordehnrolle 9 hindurchgeführt wird.
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Ein
Hebelmechanismus 17 wurde so angeordnet, dass er die erste
Vordehnrolle 7 zwischen einer Eingriffsposition I (siehe 2–4)
und einer Ausrückposition
II (siehe 5–7) bewegt.
Es ist anzumerken, dass in den beispielshaften Figuren der vom Hebelmechanismus
in der vertikalen Richtung über
den oberen Enden der Rollen und entsprechend unter den unteren Enden
der Rollen benötigte Raum
aus Übersichtlichkeitsgründen übertrieben dargestellt
ist. In der Praxis kann der Mechanismus in einer sehr niedrigen
und kompakten Form implementiert werden.
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Wenn
der Hebelmechanismus 17 in der Eingriffsposition I ist,
stehen die Kraftübertragungsräder 11, 12 in
Zugkontakt. In der Ausrückposition
II stehen die Kraftübertragungsräder 11, 12 nicht
miteinander in Eingriff, so dass die Vordehnrollen 7, 9 unabhängig voneinander
gedreht werden können.
In der Ausrückposition
II ist der erste Spalt s1II zwischen den
Vordehnrollen 7, 9 größer als der entsprechende erste Spalt
s1I in der Eingriffsposition.
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Wenn
der Hebelmechanismus 17 aus der Eingriffsposition I in
die Ausrückposition
II bewegt wird, ist der Hebelmechanismus 17 so angeordnet, dass
er die erste Umlenkandruckrolle 13 und die erste Vordehnrolle 7 gleichzeitig
auseinanderbewegt, um einen zweiten Spalt s2 zwischen
der ersten Umlenkandruckrolle 13 und der ersten Vordehnrolle 7 zu bilden,
und dass er gleichzeitig die zweite Umlenkandruckrolle 15 und
die zweite Vordehnrolle 9 auseinanderbewegt, um einen dritten
Spalt s3 zwischen der zweiten Umlenkandruckrolle 15 und
der zweiten Vordehnrolle 9 zu bilden, wobei der erste,
der zweite und der dritte Spalt somit durch eine einzige Bewegung des
Hebelmechanismus gleichzeitig vergrößert werden.
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Die
Folienausgabevorrichtung 2 weist ein Kraftmittel 18,
z. B. einen Elektromotor, auf, das am Rahmen 3 gestützt ist
und eine Drehwelle 19 und Kraftübertragungsmittel 20 aufweist,
um Kraft von der Welle 19 zu übertragen, um die zweite Vordehnrolle 9 zu
drehen. In der in den Figuren dargestellten Ausführungsform weisen die Kraftübertragungsmittel 20 eine
erste Riemenscheibe 34, die an der Welle der zweiten Vordehnrolle 9 montiert
ist, eine zweite Riemenscheibe 35, die an der Welle 19 des
Motors 8 montiert ist, und einen Endlosantriebsriemen 36 auf, der über die
Riemenscheiben 34, 35 läuft.
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Wie
am besten aus 3, 6 und 8 ersichtlich
ist, weist der Hebelmechanismus 17 einen Umkehrhebel 21 auf, der
so schwenkbar mit dem Rahmen 3 verbunden ist, dass er sich
um eine erste Schwenkachse 22 drehen kann. Die erste Vordehnrolle 7 ist
drehbar an dem Umkehrhebel 21 von der ersten Schwenkachse 22 beabstandet
montiert. Der Umkehrhebel 21 weist einen länglichen
ersten Schwingarm 23 auf, der sich zu einem Abstand von der
ersten Schwenkachse 22 erstreckt, um als ein Griff für den manuellen
Betrieb des Umkehrhebels 21 zu dienen.
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Die
erste Umlenkandruckrolle 13 ist mit einem zweiten Schwingarm 24 verbunden,
der so schwenkbar mit dem Rahmen 3 verbunden ist, dass er
um eine zweite Schwenkachse 25 gedreht werden kann. Der
Umkehrhebel 21 weist ein erstes Übertragungselement 26 auf,
um die Schwingbewegung des Umkehrhebels 21 in eine Schwingbewegung
des zweiten Schwingarms 24 umzuwandeln. Die zweite Umlenkandruckrolle 15 ist
mit einem dritten Schwingarm 27 verbunden, der so schwenkbar
mit dem Rahmen 3 verbunden ist, dass er um die zweite Schwenkachse 25 gedreht
werden kann, und der Umkehrhebel 21 weist ein zweites Übertragungselement 28 auf,
um die Schwingbewegung des Umkehrhebels 21 in eine Schwingbewegung
des dritten Schwingarms 27 umzuwandeln.
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Das
erste Übertragungselement 26 und/oder das
zweite Übertragungselement 28 ist/sind
ein Stift o. Ä.,
der sich vom Umkehrhebel 21 zur Bahn der Drehbewegung des
zweiten Schwingarms 24 und/oder des dritten Schwingarms 26 in
einem Abstand von der zweiten Schwenkachse 25 des zweiten Schwingarms
und/oder des dritten Schwingarms erstreckt, so dass der fragliche
Stift 26, 28 o. Ä. den betreffenden Schwingarm 24, 27 schiebt,
wenn der Umkehrhebel 21 aus der Eingriffsposition I in
die Ausrückstellung
II gedreht wird.
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Eine
Feder 29 ist angebracht worden, um den zweiten Schwingarm 24 mit
einer Last zu beaufschlagen, um die erste Umlenkandruckrolle 13 gegen die
erste Vordehnrolle 7 zu drücken. Dieselbe Feder 29 ist
angebracht wor den, um den dritten Schwingarm 27 mit einer
Last zu beaufschlagen, um die zweite Umlenkandruckrolle 15 gegen
die zweite Vordehnrolle 9 zu drücken. Die Feder 29 fungiert
als eine Rückholfeder,
um den zweiten Schwingarm 24 und den dritten Schwingarm 27 zurückzuziehen,
wenn der Umkehrhebel 21 aus der Ausrückstellung II zurück in die
Eingriffsposition I gedreht wird.
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Zum
Halten des Umkehrhebels 21 in der Ausrückposition II ist der Rahmen 3 mit
einem Klinkenelement 37 versehen, das in 5 in
einer Halteposition ist und verhindert, dass der Umkehrhebel 21 durch
die Wirkung der Kraft der Feder 29 aus der Eingriffsposition
zurückgeholt
wird.
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8 zeigt
ferner die Positionen des Hebelmechanismus 17 und der Rollen 13, 7, 9 und 15 in der
Eingriffsposition I (durchgezogene Linien) und in der Ausrückposition
II (gestrichelte Linien). Zur Bildung ausreichend großer Spalte
s2, s1II, s3 (siehe 7), die
ein leichteres Einfädeln
des Folienbahnendes gestatten, ist eine recht kleine Bewegung des Schwingarms 23 ausreichend.
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Die
Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt,
sondern innerhalb des in den Ansprüchen definierten Schutzumfangs
sind viele Variationen möglich.