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ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK
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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Wälzlager, einen Nockenstößel mit
Roller, der das Wälzlager
einsetzt, und einen Nocken.
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Beschreibung des Stands der
Technik
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In
jüngster
Zeit ist die Nachfrage nach Hochgeschwindigkeits- und Hochbelastungsanwendungen für ein Vollrollenlager
ohne Käfig,
wie etwa ein Lager für
einen Kipphebel, aus der Gruppe der Wälzlager angestiegen. In der
vorliegenden Beschreibung werden das Vollrollenlager und andere
Wälzlager
nicht besonders voneinander unterschieden und beide werden hier
als ein Wälzlager
bezeichnet. In dem Wälzlager
ohne Käfig ist
eine gegenseitige Beeinflussung der Rollen unvermeidbar und ein
Schmiermittel wird nicht ausreichend ins Innere des Lagers zugeführt. Dementsprechend
kann ein an einer Oberfläche
einer Rolle oder eines Laufrings initiiertes Abplatzen auftreten.
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Wenn
sich die Rolle mit Hochgeschwindigkeit dreht, kann an der Rolle
aufgrund von einem Montagefehler oder ungleichmäßiger Belastung eine Oberflächenbeschädigung auftreten
oder es entsteht die Neigung, Schräglauf zu verursachen, weil
eine Rollenposition nicht reibungslos gesteuert ist. Auf diese Weise
kann ein oberflächeninitiiertes
Abplatzen aufgrund von Rutschen oder ein innenseitig initiiertes
Abplatzen aufgrund einer örtlichen
Zunahme des Oberflächendrucks
auftreten. Folglich findet eine Erhitzung aufgrund von Rutschen oder
durch örtliche
Zunahme des Oberflächendrucks
statt, die trotz einer rechnerisch hohen Belastungsfähigkeit
zu einer Oberflächenbeschädigung,
wie Ablösung,
Schmieren oder innenseitig initiiertem Abplatzen, führt.
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Die
nachfolgend gezeigten Vorgehensweisen wurden vorgeschlagen, um die
oben beschriebenen Probleme zu lösen.
- (1) In der Japanischen
Patent-Auslegeschrift Nr. 2000-38907 erreicht ein Lager
für eine
Nockenstößelvorrichtung
für einen
Motorventilmechanismus eine mathematisch berechnete Lebensdauer
des Lagers von nicht weniger als 1000 Stunden bei einer Nenn-Motordrehzahl.
- (2) Die Japanische Patent-Auslegeschrift
Nr. 10-47334 offenbart eine Lagerwelle für eine Nockenstößelvorrichtung
für einen
Motorventilmechanismus, wobei der Kohlenstoff 10% bis 25 ausmacht,
das Zersetzungssverhältnis
von Restaustenit zu einem Ursprungswert auf 1/10 bis 3/10 festgelegt
ist, die Stirnflächenhärte auf HV
830 bis 960 festgelegt ist und die durchschnittliche Wellenlänge der
Oberflächenrauheit
auf nicht größer als
25 μm festgelegt
ist. Um diese Eigenschaften zu realisieren, wird ein Lagerstahl
einer Karbonitrierbehandlung und einem Kugelhartstrahlen ausgesetzt.
- (3) Die Japanische Patent-Auslegeschrift
Nr. 10-103339 offenbart eine Nockenstößelwelle, wobei ein Festschmierstofffilm,
der aus Hochpolymer oder Ähnlichem
besteht, auf der Welle ausgebildet ist, um deren Abriebfestigkeit
zu verbessern.
- (4) Die Japanische Patent-Auslegeschrift
Nr. 10-110720 offenbart eine Nockenstößelwelle, die beispielsweise aus
Werkzeugstahl hergestellt ist und durch Ionennitrieren oder Ionenplattieren
bei einer Temperatur, die niedriger als eine Tempertemperatur ist,
eine hohe Härte
erhält.
- (5) Die Japanische Patent-Auslegeschrift
Nr. 2000-38906 offenbart ein Lager für eine Nockenstößelvorrichtung für einen
Motorventilmechanismus, wobei die Biegespannung an einer Welle so
eingestellt ist, dass sie nicht höher als 150 MPa beträgt.
- (6) Die Japanischen Patent-Auslegeschriften
Nr. 2000-205284 und 2002-31212 offenbaren
einen Nockenstößel für einen
Motorventilmechanismus, wobei eine Phosphatbeschichtung mit ausgezeichneten
Schmierstoffbindungseigenschaften auf einer Oberfläche mit
Rollberührung
eines Lagerbauteils aufgetragen ist.
- (7) Die Japanische Gebrauchsmuster-Offenlegungsschrift
Nr. 63-185917 offenbart einen Nockenstößel für einen Motorventilmechanismus,
wobei ein Rollenwälzbereich
einer Welle ballig ist.
- (8) Die Japanische Patent-Auslegeschrift
Nr. 2002-194438 offenbart eine Welle, wobei eine Oberflächenschicht,
die eine Oberfläche
mit Rollberührung
der Welle darstellt, einer hochkonzentrierten Karburierbehandlung
oder Karbonitrierbehandlung ausgesetzt wird, um eine Kohlenstoffkonzentration
von 1,2% bis 1,7% zu erzielen und ein Innenbereich eine Härte von
ungefähr
HV 300 aufweist.
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Während der
Nockenstößel mit
Roller in dem Motor an einem Kipphebel befestigt ist, werden die
gegenüberliegenden
Stirnflächen
des Nockenstößels manchmal
einer Stemmumformung ausgesetzt, um so mit einem Wellenaufnahmebauteil
verstemmt zu werden. Hierbei sollte die Oberfläche mit Rollberührung der
Rolle eine hohe Härte
aufweisen, währenddessen
die Endabschnitte weich sein sollten, um so die Stemmumformung zu
ermöglichen.
Eine Vielzahl von Entwicklungen, die eine solche Eigenschaft in
Betracht ziehen, wurden ausgeführt,
wie beispielsweise in den
Japanischen
Patent-Auslegeschriften Nr. 5-321616 und
62-7908 und den
Japanischen Patentschriften Nr. 6-15811 und
6-80287 offenbart wird.
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In
der Zukunft ist eine Tendenz in Richtung der Verwendung des Nockenstößels mit
Roller in dem Motor unter Bedingungen einer höheren Geschwindigkeit und höheren Belastung
wie auch eine niedrigere Viskosität eines Schmiermittels unvermeidbar,
wie dies auch für
normale Lager der Fall ist. Hier ist eine Verbesserung der Ermüdungslebensdauer
bei Rollberührung
unter solchen Bedingungen gefordert.
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Wälzlager,
das eine lange Lebensdauer gegen Oberflächenbeschädigung, wie oberflächeninitiiertes
Abplatzen oder innenseitig initiiertes Abplatzen unter rauen Einsatzbedingungen,
erzielt und eine erleichterte Stemmarbeit an einem Endabschnitt
zulässt,
einen Nockenstößel mit
Roller, der das Wälzlager
einsetzt, und einen Nocken bereitzustellen.
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KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG
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Ein
Wälzlager
gemäß der vorliegenden
Erfindung umfasst ein äußeres Bauteil,
ein inneres Bauteil, das sich im Innern des äußeren Bauteils befindet und
ein Rollenelement, das zwischen dem äußeren und dem inneren Bauteil
eingefügt
ist. Mindestens ein Bauteil des äußeren Bauteils
weist eine stickstoffangereicherte Schicht auf. In mindestens einem
Bauteil ist die Austenit-Korngröße eines
Oberflächenabschnitts
in einer Oberfläche
mit Rollberührung,
auf der sich das Rollenelement abrollt, Nr. 11 oder größer und
ein Endabschnitt dieses Bauteils weist eine Härte von höchstens HV (Vickers-Härte) 300
auf.
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Mit
einer solchen Struktur wird eine Oberflächenbeschädigung, wie oberflächeninitiiertes
Abplatzen und innenseitig initiiertes Abplatzen in dem Oberflächenabschnitt
des Bereichs in der Oberfläche
mit Rollberührung
unterdrückt,
wodurch eine lange Lebensdauer erzielt wird. Außerdem, da die Härte des
Endabschnitts des Bauteils wie oben beschrieben beschränkt ist,
wird die Stemmumformung erleichtert. Wenn die Austenit-Korngröße des Oberflächenabschnitts
in der Oberfläche
mit Rollberührung
kleiner als Nr. 11 ist, kann die Ermüdungslebensdauer bei Rollberührung unter
rauen Einsatzbedingungen nicht verlängert werden. Deshalb wird
die Austenit-Korngröße im Oberflächenabschnitt
so festgelegt, dass sie nicht kleiner als Nr. 11 ist. Außerdem wird
die stickstoffangereicherte Schicht aufgelegt, um die Mikrostruktur
zu verfeinern und zu stärken,
indem die stickstoffangereicherte Schicht einem Hochfrequenzabschrecken
ausgesetzt wird. Austenitkorn bezieht sich hier auf Korn von Austenit,
das während
des Abschreckens und Erhitzens eine Phasenumwandlung durchlaufen
hat, das heißt,
auf Korn, das bestehen bleibt, selbst nachdem der Austenit durch
Kühlen
in Martensit umgewandelt wurde. Das oben beschriebene Austenitkorn
kann jedes beliebige Austenitkorn sein, das eine Korngrenze aufweist,
die beobachtet werden kann, indem eine Probe einer Metallphase von
Interesse einer Behandlung zum Entwickeln der Korngrenze ausgesetzt
wird, wie etwa dem Ätzen.
Im eigentlichen Sinne einer Korngrenze zum Zeitpunkt der Erhitzung
unmittelbar vor dem Niedertemperaturabschrecken kann das Austenitkorn
als „Anfangs-Austenitkorn" bezeichnet werden.
Zur Messung der Korngröße kann
der Durchschnitt der im JIS definierten Korngrößenzahlen umgerechnet werden,
um eine Durchschnitts-Korngröße zu erhalten,
oder es kann das Schnittlinienverfahren oder dergleichen verwendet
werden, wobei eine gerade Linie auf einer Metallphasenstruktur in
einer beliebigen Richtung angelegt wird, um eine Durchschnittslänge zwischen
Punkten zu erhalten, an denen die gerade Linie auf Korngrenzen trifft,
und nachfolgend die erhaltene Durchschnittslänge mit einem Korrekturfaktor
multipliziert wird, um so eine Länge
aus drei Abmaßen
aus einer Länge
von zwei Abmaßen
zu erhalten.
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Wie
nachfolgend beschrieben wird, wird die stickstoffangereicherte Schicht
durch eine Nitrokarburierbehandlung gebildet. Hierbei kann die stickstoffangereicherte
Schicht mit Kohlenstoff angereichert sein oder auch nicht.
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In
einem anderen Bereich als dem Oberflächenabschnitt des Bereichs
in der Oberfläche
mit Rollberührung
kann die Mikrostruktur des Bereichs Ferrit und Karbid enthalten.
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Hier
bezieht sich Ferrit auf Eisen in der α-Phase und ein solcher Ferrit
enthält
keine hohe Versetzungsdichte wie in Martensit. Ferrit, der durch
langsames Abkühlen
von der Austenit(γ)-Phase
erzeugt wird oder Ferrit, der nach dem Abschrecken ausreichend getempert
wird, ist ein Beispiel. Karbid, wie etwa Zementit, das einem Ferrit
mit niedriger Versetzungsdichte, wie oben beschrieben, entspricht,
ist in einem aggregierten und vergröberten Zustand verteilt. Deshalb
nimmt die Mikrostruktur, die den oben beschriebenen Ferrit und das Karbid
enthält,
einen typischen weicheren Zustand an.
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Karbid
bezieht sich hauptsächlich
auf Zementit Fe3C. Die stickstoffangereicherte
Schicht enthält
in hohem Maße
Stickstoff, jedoch nicht soviel wie Kohlenstoff. Deshalb kann Karbid
in geeigneter Weise Karbonitrit, wie etwa Fe3(C,
N) abdecken. Zugunsten der Vereinfachung der Beschreibung wird hier
angenommen, dass das Karbid das Karbonitrit umfassen kann. Außerdem enthält ein Stahlprodukt
normalerweise Mn oder Ähnliches,
wobei ein solches Element in Karbid aufgelöst ist und eine Form wie (Fe,
Mn)3(C, N) annimmt. Es ist zu vermerken,
dass eine solche Form selbstverständlich mit aufgewiesen ist.
Außerdem,
wenn das Tempern bei hoher Temperatur ausgeführt wird, sind nicht nur ein
Karbid der Art M3C sondern auch ein Karbid
der Art M23C6 und
andere Karbide aufgewiesen. Es ist zu vermerken, dass das oben beschriebene
Karbid ebenfalls solche Arten von Karbid aufweist.
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Der
Oberflächenabschnitt
des Bereichs in der Oberfläche
mit Rollberührung
kann durch Hochfrequenzabschrecken ausgebildet werden. Der Oberflächenabschnitt
kann eine Härte
von mindestens HV 653 aufweisen.
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Auf
diese Weise ist eine Unterdrückung
von Oberflächenbeschädigung und
innenseitig initiiertes Abplatzen in dem Oberflächenabschnitt gewährleistet,
wodurch eine lange Lebensdauer erzielt wird. Zusätzlich kann Stemmarbeit in
anderen Abschnitten erleichtert werden. Wenn der Oberflächenabschnitt
eine Härte
von weniger als HV 653 aufweist, ist eine Verbesserung der Lebensdauer
unter den oben beschriebenen Bedingungen schwierig zu erreichen.
Demgegenüber,
wenn der Abschnitt außerhalb
des Oberflächenabschnitts eine
Härte aufweist,
die HV 300 überschreitet,
wird die Stemmarbeit in einem Serienfertigungsverfahren schwierig
werden.
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Der
Oberflächenabschnitt
des Bereichs in der Oberfläche
mit Rollberührung
kann 10 bis 50 Volumen-% an Restaustenit enthalten. Auf diese Weise
kann eine Bruchentwicklung aufgrund von oberflächeninitiiertem Abplatzen oder
innenseitig initiiertem Abplatzen unterdrückt werden. Wenn der Restaustenit
weniger als 10 Volumen-% ausmacht, kann eine lange Lebensdauer unter
rauen Einsatzbedingungen nicht erzielt werden. Anderseits, wenn
der Restaustenit mehr als 50 Volumen-% ausmacht, kann ein feiner
Restaustenit nicht erhalten werden. Stattdessen kann die Lebensdauer
unter solchen Bedingungen verkürzt
werden.
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Die
Messung von Restaustenit kann unter Verwendung von wohlbekannten
Verfahren, wie etwa dem Röntgenbeugungsverfahren
und der Transmissionselektronenmikroskopie (TEM) durchgeführt werden.
Austenit kann unter Verwendung einer magnetischen Messvorrichtung,
wie etwa einer Magnetwaage, gemessen werden, weil er nicht ferromagnetisch
ist wie Ferrit oder Zementit.
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Mindestens
eines der oben beschriebenen Bauteile kann beliebig einer Behandlung
des Karbonitrierens des Bauteils beim A1-Punkt
oder höher
mit nachfolgendem langsamen Abkühlen
auf einen Punkt, der niedriger liegt als der A1-Punkt,
und danach Aussetzen des Oberflächenabschnitts
einer Hochfrequenzabschreckung, und einer Behandlung des Karbonitrierens
des Bauteils beim Punkt A1 oder höher mit
nachfolgendem schnellen Abkühlen
auf einen Punkt, der niedriger liegt als der Punkt A1,
Tempern an dem Punkt, der niedriger liegt als der Punkt A1 und Aussetzen des Oberflächenabschnitts
einer Hochfrequenzabschreckung, ausgesetzt werden. Hier entspricht
der oben beschriebene A1-Punkt einer eutektischen
Temperatur und ist beispielsweise für das Fe-C-System auf 723°C festgelegt. Der A1-Punkt
des Stahlprodukts, das normalerweise in dem Wälzlager verwendet wird, ist
ebenfalls eine Temperatur von ungefähr 723°C.
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Durch
die oben beschriebene Behandlung kann ein Bauteil erhalten werden,
das eine lange Lebensdauer erzielt, weil es weniger anfällig für verschiedene
Beschädigungen
in dem Oberflächenabschnitt
ist und eine erleichterte Stemmarbeit in anderen Abschnitten zulässt. Der
Oberflächenabschnitt,
der der Hochfrequenzabschreckung ausgesetzt wird, weist eine Austenit-Korngröße von Nr.
11, wie im JIS definiert, oder größer auf, enthält 10 bis
50 Volumen-% an Restaustenit und weist eine Härte von nicht weniger als HV
653 auf. Das kommt daher, dass das Bauteil einer Karbonitrierbehandlung
ausgesetzt wird und weil dessen Oberflächenabschnitt mit der Oberfläche mit
Rollberührung
einer Hochfrequenzabschreckung ausgesetzt wird. Außerdem erzielt
ein Abschnitt, der nicht von der Hochfrequenzabschreckung betroffen
ist, eine Härte
von nicht höher
als HV 300, weil ein Vergüten
(Tempern) selbst dann ausgeführt
wird, wenn langsames Abkühlen
oder schnelles Abkühlen
nach der Karbonitierbehandlung ausgeführt wird.
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Das
oben beschriebene Wälzlager
wird in einem Nockenstößel mit
Roller eingesetzt. In dem Nockenstößel mit Roller ist eine Rolle,
die sich entlang eines inneren Umfangs einer Außenrolle abrollt, zwischen
der Außenrolle,
die als das äußere Bauteil
dient und einer Welle, die als das innere Bauteil dient, eingefügt. Der Nockenstößel wird
durch diese Welle abgestützt.
Ein Abschnitt, worauf die Rolle abrollt, wird als der Oberflächenabschnitt
des Bereichs in der Oberfläche
mit Rollberührung
der Welle angenommen.
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Mit
einer solchen Struktur wird das Auftreten von Beschädigung von
einem Abschnitt mit Rollberührung
der Außenrolle
in dem Nockenstößel mit
Roller unterdrückt
werden und es kann eine lange Lebensdauer erzielt werden.
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Das
oben beschriebene Wälzlager
wird in einem Nockenstößel mit
Roller eingesetzt. Eine Welle des Nockenstößels mit Roller wird mit ihrem
Endabschnitt einer plastischen Umformung ausgesetzt und ist an einem
Rollenaufnahmebauteil befestigt.
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Mit
einer solchen Struktur kann beispielsweise Stemmarbeit an einem
Endabschnitt der Welle erleichtert werden.
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Ein
Körper
des Nockenstößels kann
durch Pressumformung erhalten werden.
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Durch
die oben beschriebene Pressumformung kann der Nockenstößelkörper effizient
und in einer großen
Menge hergestellt werden. Pressumformung ist speziell eine Art des
Kaltschmiedens und Ähnlichem.
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Ein
Nocken gemäß der vorliegenden
Erfindung liegt an dem äußeren Bauteil
an, das in einem Kipphebel bereitgestellt wird. Der Oberflächenabschnitt,
der an dem äußeren Bauteil
des Nockens anliegt, weist eine Austenit-Korngröße von Nr. 11 oder größer auf.
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Mit
einer solchen Struktur wird eine Oberflächenbeschädigung, wie etwa oberflächeninitiiertes
Abplatzen und innenseitiges Abplatzen, in dem Oberflächenabschnitt
des Nockens unterdrückt
und es kann eine längere
Lebensdauer erzielt werden.
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Das
Vorangehende und andere Aufgaben, Merkmale, Gesichtspunkte und Vorteile
der vorliegenden Erfindung werden von der nachfolgenden ausführlichen
Beschreibung der vorliegen den Erfindung deutlicher werden, wenn
sie in Verbindung mit den begleitenden Zeichnungen gelesen wird.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 zeigt
einen Nockenstößel mit
Roller in einem Motor in einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
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2A ist
eine Querschnittsansicht entlang der Linie II-II in 1.
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2B zeigt
eine vergrößerte Ansicht
eines Abschnitts E in 2A und zeigt einen verstemmten
Befestigungsabschnitt.
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3 zeigt
einen Nockenstößel mit
Roller in einem Motor in einer anderen Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung.
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4 zeigt
einen Nockenstößel mit
Roller in einem Motor in noch einer anderen Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung.
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5 ist
eine vergrößerte Ansicht
eines Abschnitts eines Vollrollenlagers, das mit einem Nocken in dem
Nockenstößel mit
Roller in dem Motor in 4 in Berührung kommt.
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6 stellt
ein Wärmebehandlungsschema
in der Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dar.
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7 stellt
ein anderes Wärmebehandlungsschema
in der Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dar.
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8 stellt
ein Wärmebehandlungsschema
H1 in der Ausführungsform
dar.
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9 stellt
ein Wärmebehandlungsschema
H2 in der Ausführungsform
dar.
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10 stellt
Härtemessungspositionen
in einem Prüfling
dar.
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11 zeigt
eine Ermüdungsprüfvorrichtung
für Rollberührung bei
Außenringrotation.
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BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN
AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Nachfolgend
werden Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung mit Bezug auf die Figuren beschrieben. 1 ist
eine schematische Ansicht, die eine Struktur eines Nockenstößels mit
Roller in einem Motor in einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung zeigt. 2A ist eine Querschnittsansicht
entlang der Linie II-II in 1. Mit Bezug
auf die 1 und 2A wird
ein Kipphebel 1, der ein schwenkbares Bauteil ist, drehbar
durch eine Kipphebelwelle 5 über ein Lagermetall in der
Mitte abgestützt.
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Eine
Einstellschraube 7 ist in einem Endabschnitt 1B des
Kipphebels1 eingefügt
und eingeschraubt. Die Einstellschraube 7 ist durch eine
Sicherungsmutter 8 fixiert und liegt mit ihrem unteren
Ende auf einem oberen Ende eines Einlassventils oder eines Auslassventils 9 eines
Verbrennungsmotors auf. Das Ventil 9 wird durch die Federkraft
einer Feder 10 vorgespannt.
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Der
Kipphebel 1 weist einen Nockenstößelkörper 50 auf, der am
anderen Ende 1a bereitgestellt ist. Der Nockenstößelkörper 50 ist
einteilig mit einem Rollenaufnahmeabschnitt 14, der gabelförmig ausgebildet ist,
ausgeführt.
Wie in 2B gezeigt, die eine vergrößerte Ansicht
des Abschnitts E in 2A zeigt, ist der gabelförmige Rollenaufnahmeabschnitt 14 mit
einem abgeschrägten
Abschnitt 14a bereitgestellt. Zusätzlich sind die gegenüberliegenden
Enden 2a einer Rollenwelle 2, die das innere Bauteil
darstellt, verstemmt, um verstemmte Abschnitte 25 zum Befestigen
auszubilden. Mit anderen Worten, mindestens die gegenüberliegenden
Enden 2a der Rollenwelle weisen eine Härte auf, die HV 300 nicht überschreitet,
um ein erleichtertes Verstemmen zu erlauben, wobei die Endabschnitte
einem Verstemmen ausgesetzt werden und der verstemmte Befestigungsabschnitt 25 an
dem abgeschrägten
Abschnitt des Rollenaufnahmeabschnitts ausgebildet ist.
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In
der Mitte einer äußeren umlaufenden
Oberfläche
der Rollenwelle 2 ist eine Außenrolle 4, die das äußere Bauteil
einsetzt, drehbar abgestützt,
wobei eine Rolle 3 das eingefügte Wälzbauteil darstellt. Die Rolle 3 setzt
ein Lager ein, das zwischen der Rollenwelle 2 und der Außenrolle 4 eingefügt ist.
Mit anderen Worten, das zwischen Rollenwelle 2 und Außenrolle 4 eingefügte Lager
kann als eine Rolle bezeichnet werden. Eine Achsrichtung der Rolle 3 ist
parallel zu einer Achse der Rollenwelle angeordnet. Eine äußere umlaufende Oberfläche der
Außenrolle 4 liegt
durch eine Vorspannkraft der Feder 10 auf einer Nockenoberfläche eines
auf einer Nockenwelle bereitgestellten Nockens 6 auf. Es
wird vermerkt, dass „ein" und „das andere" hier nicht im Besonderen
unterscheidend sind und ein Endabschnitt, der zuerst erscheint wird
einfach als „ein" Endabschnitt bezeichnet.
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Hier
wird ein Wälzlager,
das aus Rollenwelle 2, Rolle 3 und Außenrolle 4 zusammengesetzt
ist, als ein Wälzlager
für einen
Kipphebel eingesetzt. Wenn kein Käfig verwendet wird, wird ein
Wälzlager
im Allgemeinen als ein Vollrollenlager bezeichnet. In der vorliegenden
Beschreibung werden die Wälzlager
allerdings nicht im Besonderen unterschieden. Da sich das Wälzlager
für den
Kipphebel dreht während
es mit dem Nocken 6 in Berührung ist, werden eine Anpresskraft
und eine Stoßkraft
von dem Nocken 6 auf die Außenrolle 4 aufgebracht.
Der Nockenstößel mit
Roller in dem Motor in der Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist ein Bauteil, das die oben beschriebenen
Wälzlager
für einen
Kipphebel und den Nockenstößelkörper umfasst.
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In
dem Nockenstößel mit
Roller in der vorliegenden Erfindung weist die Rollenwelle 2 eine
stickstoffangereicherte Schicht auf, deren Oberflächenabschnitt
des Bereichs in der Oberfläche
mit Rollberührung
der Rollenwelle 2 einer Hochfrequenzabschreckung ausgesetzt
wird, und weist eine ultrafeine Austenit-Korngröße von Nr. 11 oder größer (definiert
im JIS) auf, sowie eine Härte
von nicht weniger als HV 653. Ein anderer Abschnitt als der Oberflächenabschnitt
des Bereichs in der Oberfläche
mit Rollberührung
weist eine relativ grobe Ferrit-Korngröße oder Austenit-Korngröße von nicht
größer als
Nr. 10 auf. Des Weiteren weist der Endabschnitt der Rollenwelle 2 eine
niedrige Härte
auf, die nicht größer als
HV 300 ist. Da der Oberflächenabschnitt
des Bereichs in der Oberfläche
mit Rollberührung
einem Hochfrequenzabschrecken ausgesetzt wurde, macht der Restaustenit
10 bis 50 Volumen-% darin aus. Als ein Ergebnis sind Oberflächenbeschädigung und innenseitig
initiiertes Abplatzen in dem Oberflächenabschnitt weniger wahrscheinlich.
Andererseits, da der andere Abschnitt eine niedrige Härte aufweist,
ist ein erleichtertes Verstemmen möglich.
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3 zeigt
einen Nockenstößel in einem
Motor in einer anderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. In dem Nockenstößelkörper 50 ist die Rollenwelle 2 in
einer Rollenbohrung (nicht gezeigt) befestigt, die sich zwischen
zwei Seitenwänden
erstreckt und zwischen einem Endabschnitt 1b und dem anderen
Endabschnitt 1a des Kipphebels 1 geöffnet ist.
Ein Ende liegt an einem Endabschnitt des Öffnungs/Schließventils 9 des
Motors an, während
das andere Ende auf einem nicht gezeigten Drehlager anliegt.
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Der
Nockenstößelkörper 50,
der mit einem ein Drehlager aufnehmenden Abschnitt 15 bereitgestellt
ist, ist durch eine Feder 10 in einer vorgeschriebenen
Richtung um das Ventil vorgespannt und nimmt eine von dem Nocken 6 übertragene
Antriebskraft auf, um das Ventil 9 gegen die Vorspannkraft
der Feder zu bewegen.
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4 zeigt
einen Nockenstößel mit
Roller in einem Motor in noch einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. 5 ist eine
vergrößerte Ansicht
eines Abschnitts, der das Kipphebel-Wälzlager in 4 aufweist.
In 4 ist die Drehwelle 5 in der Mitte des
Kipphebels 1, um die der Kipphebel 1 schwenkt, angeordnet.
Der Endabschnitt 1b eines Hebels des Kipphebels 1 liegt
an einem Ende des Motorventils 9 an, während der Endabschnitt 1a des
anderen Hebels an einem Ende einer Verbindungsstange 16 anliegt.
Die Einstellschraube 8 erfüllt eine Funktion, um eine
Anlageposition des Endabschnitts 1a des Kipphebels und
der Verbindungsstange 16 einzustellen.
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Der
Nockenstößelkörper 50 ist
in einem hohlen Lagerbefestigungsabschnitt 16a bereitgestellt,
der sich an einem unteren Ende der Verbindungsstange 16 befindet.
Das Wälzlager
für Kipphebel
ist an einem Nockenstößelkörper 50 durch
ein Befestigungsbauteil 17 befestigt. Der Nocken 6 liegt
an der Außenrolle 4 des
Wälzlagers
an, um so eine Antriebskraft an die Verbindungsstange zu übertragen.
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Unter
den Bauteilen, die das Wälzlager
für den
Nockenstößel mit
Roller in dem Motor bilden, ist die Rollenwelle 2, die
das innere Bauteil darstellt, einer Wärmebehandlung ausgesetzt, die
nachfolgend beschrieben wird, so dass deren Oberflächenabschnitt
ultrafeine Austenitkörner
aufweist.
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Die
Rollenwelle 2, die das innere Bauteil in 3 und 5 darstellt,
weist eine stickstoffangereicherte Schicht auf, deren Oberflächenabschnitt
des Bereichs in der Oberfläche
mit Rollberührung
der Rollenwelle 2 einer Hochfrequenzabschreckung ausgesetzt
wird, und weist eine ultrafeine Austenit-Korngröße von Nr. 11 oder größer (definiert
im JIS) auf, sowie eine Härte
von nicht weniger als HV 653. Ein anderer Abschnitt als der Oberflächenabschnitt
des Bereichs in der Oberfläche
mit Rollberührung
weist eine relativ grobe Ferrit-Korngröße oder Austenit-Korngröße von nicht
größer als
Nr. 10 sowie eine niedrige Härte,
die nicht größer als
HV 300 ist, auf. Da der Oberflächenabschnitt
des Bereichs in der Oberfläche
mit Rollberührung
einem Hochfrequenzabschrecken ausgesetzt wurde, macht der Restauste nit
10 bis 50 Volumen-% darin aus. Als ein Ergebnis sind Oberflächenbeschädigung und
innenseitig initiiertes Abplatzen in dem Oberflächenabschnitt weniger wahrscheinlich.
Andererseits, da der andere Abschnitt eine niedrige Härte aufweist,
ist ein erleichtertes Verstemmen möglich. Deshalb, obwohl nicht
gezeigt, werden gegenüberliegende
Enden verstemmt, um verstemmte Befestigungsabschnitte in dem abgeschrägten Abschnitt
des Rollenwellenaufnahmeabschnitts auszubilden.
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Eine
Wärmebehandlung,
die eine Karbonitrierbehandlung umfasst, die an dem inneren Bauteil
(Rollenwelle) angewandt wird, wird nun beschrieben. 6 stellt
ein Wärmebehand-lungsverfahren in
der Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dar, während 7 ein anderes
Wärmebehandlungsverfahren
in der Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellt. 6 zeigt
ein Wärmebehandlungsschema
bei dem die Karbonitrierbehandlung beim A1-Punkt
oder höher
ausgeführt
wird, gefolgt von einem langsamen Abkühlen. Auf der anderen Seite
zeigt 7 ein Wärmebehandlungsschema,
bei dem die Karbonitrierbehandlung und nachfolgend ein schnelles
Abkühlen
und danach eine Vergütungsbehandlung
ausgeführt
wird, das heißt, die
Temperbehandlung wird an einem Punkt ausgeführt, der niedriger als der
Punkt A1 liegt. Die langsame Abkühlbehandlung
in dem Wärmebehandlungsschema
in 6 und die Vergütungsbehandlung
in 7 entsprechen einander, wobei sie jeweils zur
Herabsetzung der Härte
in den von den Oberflächenabschnitten
unterschiedlichen Abschnitten beitragen. In den beiden Wärmebehandlungsschemas
in den 6 und 7 wird der Oberflächenabschnitt
mit der Oberfläche
mit Rollberührung
anschließend
einer Hochfrequenzabschreckung und danach einem Niedertemperaturtempern
ausgesetzt.
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Das
innere Bauteil in dem Lagerbauteil und der Nocken können jeder
der oben genannten Wärmebehandlungen
ausgesetzt werden.
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Die
stickstoffangereicherte Schicht, die eine „karbonitrierte Schicht" ist, wird durch
die Karbonitrierbehandlung in irgendeiner der oben beschriebenen
Wärmebehandlungen
ausgebildet. Da die Kohlenstoffkonzentration in dem Stahl, der als
Material für
die Karbonitrierbehandlung verwendet wird, in einigen Fällen hoch ist,
kann Kohlenstoff nicht ohne weiteres von einer Atmosphäre für eine normale
Karbonitrierbehandlung in die Oberfläche von Stahl eingeführt werden.
Im Falle von Stahl mit einer hohen Kohlenstoffkonzentration kann
beispielsweise eine karburierte Schicht erzeugt werden, die eine
höhere
Kohlenstoffkonzentration als der Stahl erzielt, oder alternativ
kann die Erzeugung einer solchen karburierten Schicht, die eine
höhere
Kohlenstoffkonzentration als der Stahl erzielt, unwahrscheinlich
sein. Obwohl es von der Cr-Konzentration oder dergleichen abhängt, ist
die Stickstoffkonzentration in normalem Stahl nicht höher als
ungefähr
maximal 0,025 Gewichts-%. Deshalb wird die stickstoffangereicherte
Schicht eindeutig erzeugt, ungeachtet der Kohlenstoffkonzentration
in dem als Material verwendeten Stahl. In der vorliegenden Ausführungsform
enthält
die Mikrostruktur Ferrit zum Zwecke des Verstemmens. Demgemäß ist die
Kohlenstoffkonzentration relativ niedrig angesetzt und die stickstoffangereicherte
Schicht ist außerdem
in vielen Fällen
mit Kohlenstoff angereichert.
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Wie
die Mikrostruktur in jeder der Behandlungen in 6 und 7 erzeugt
wird, wird nun beschrieben. Die Karbonitrierbehandlung wird beispielsweise
beim A1-Punkt oder höher ausgeführt. In der Karbonitrierbehandlung
wird die stickstoffangereicherte Schicht in einem Bauteil von Interesse
in dem Wälzlager
ausgebildet. In der stickstoffangereicherten Schicht werden C und
N, die in Bezug auf das Eisenatom Fe interstitielle Elemente sind,
auf eine hypereutektoidische Weise eingeführt und Karbid wird beispielsweise
in Austenit ausgeschieden (es kommen zwei Phasen gleichzeitig vor).
Mit anderen Worten, es wird hypereutektoider Stahl in der stickstoffangereicherten
Schicht erhalten. Außerdem
wird in dem inneren Abschnitt, der nicht der Karbonitrierbehandlung
ausgesetzt wird, abhängig
von einer Zusammensetzung eines als ein Material verwendeten ursprünglichen
Stahlprodukts, eine Austenit-Phase erhalten. Die Karbonitrierbehandlung
kann bei einer Temperatur durchgeführt werden, bei der zwei Phasen
von Ferrit und Austenit oder zwei Phasen von Austenit und Zementit
gleichzeitig in dem als das Material verwendeten Stahlprodukt vorkommen.
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Dann
wird, während
des Abkühlens,
in dem Schema in 6 (bezeichnet als Wärmeschema
H1) ein langsames Abkühlen
von einer Karbonitrierbehandlungstemperatur ausgeführt. Langsames
Abkühlen
wird ausgeführt,
um die Struktur weicher zu machen und ebenfalls um die Bearbeitbarkeit
zu verbessern. Während des
langsamen Abkühlens
wird aus Ferrit und Zementit bestehendes Perlit aus dem oben beschriebenen
Austenit in dem inneren Abschnitt gebildet. Hier wird Zementit in
Perlit aggregiert und vergröbert
ohne geschichtet zu werden, um das Weichmachen zu fördern.
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Deshalb
kann ein Temperaturbereich für
ein langsames Abkühlen
ein Bereich von der Karbonitrierbehandlungstemperatur bis ungefähr (A1-Punkt – 100°C) sein.
Selbst wenn ein langsames Abkühlen
auf eine Temperatur niedriger als dieser Bereich durchgeführt wird,
kann eine Anhäufung
und Vergröberung
von Zementit nicht erwartet werden. Es ist stattdessen aufwendig
und ineffizient. Als Richtlinie kann die langsame Abkühltemperatur
ungefähr
im niedrigsten Fall 620°C
betragen. Anschließend
kann, um Zeit zu sparen, Luftkühlung,
Wasserkühlung
oder Ölkühlung durchgeführt werden.
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In
der stickstoffangereicherten Schicht wird Perlit aus Austenit in
Karbid + Austenit gebildet und Karbid in Perlit wird aggregiert
und vergröbert.
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In
dem Schema in 7 (als Wärmeschema H2 bezeichnet) wird
das Abschrecken durch Ölkühlung beispielsweise
bei der Karbonitrierbehandlungstemperatur begonnen. In diesem Fall
wird Martensit oder dergleichen aus Austenit in dem inneren Abschnitt
gebildet, abhängig
von einer Zusammensetzung eines ursprünglichen Stahlprodukts. Da
die martensitische Struktur hart ist und ein Verstemmen schwierig
ist, wird die oben beschriebene Temperbehandlung (Vergütungsbehandlung)
durchgeführt.
Das Tempern schreitet schnell bei einer Temperatur direkt unterhalb
des A1-Punkts oder einer Temperatur, die
so nahe wie möglich
am A1-Punkt liegt, voran. Das heißt, es wird
ein Hochtemperaturtempern durchgeführt. Deshalb wird das Tempern wünschenswerterweise
in einem Bereich vom A1-Punkt bis 650°C oder besonders
bevorzugt in einem Bereich vom A1-Punkt
bis 680°C
durchgeführt.
Durch das Tempern verschwindet die hohe Versetzungsdichte in der martensitischen
Struktur und die Struktur, die aus Ferrit mit niedriger Versetzungsdichte
und aggregiertem und vergröbertem
Zementit zusammengesetzt ist, kann erzielt werden.
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In
der stickstoffangereicherten Schicht wird Martensit aus Austenit
in (Karbid + Austenit) durch Abschrecken, wie etwa durch Ölkühlung, gebildet.
Martensit wird durch das oben beschriebene Tempern weicher gemacht, ähnlich wie
das in dem inneren Abschnitt gebildete Martensit. Karbid, das ursprünglich vorhanden war,
aggregiert.
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Es
wird vermerkt, dass in der vorangehenden Beschreibung der Mikrostruktur
der Übersichtlichkeit Vorrang
gegeben wird und Stickstoff oder ein untergeordneter Faktor in der
tatsächlichen,
komplizierteren Mikrostruktur nicht erwähnt wird.
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Ein
Hochfrequenzabkühlen
wird sowohl in Wärmeschema
H1 als auch H2 durchgeführt.
In einer dem Hochfrequenzabschreckenden vorausgehenden Stufe hat
die stickstoffangereicherte Schicht die Struktur aufgewiesen, in
der aggregiertes Karbid (größerer Anteil)
und Ferrit in einer gemischten Form vorhanden waren. Beim Hochfrequenzabschrecken
ist die Erwärmung
sehr schnell. Hier wird Karbid aufgelöst und Austenit keimt. Da die
Dichte von verteiltem Karbid sehr hoch ist, ist die Keimdichte auch
sehr hoch und die Korngröße in der
Austenitstruktur, die durch Auftreffen von erzeugtem Austenit gebildet
wird, ist ultrafein. Außerdem,
da die stickstoffangereicherte Schicht der hypereutektoidische Stahl
ist, kommt darin auch Karbid vor, das das Wachstum von ultrafeinen
Austenitkörnern,
die gerade gebildet wurden, verhindert. Auf diese Weise können ultrafeine
Austenitkörner
in der stickstoffangereicherten Schicht erzielt werden. Während sich
die Temperatur für
das schnelle Erwärmen
erhöht,
wird Karbid gelöst
und ein größerer Anteil
von Kohlenstoff wird in ultrafeinem Austenit gelöst.
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Dann,
wenn nach dem schnellen Erwärmen
das Abschrecken durchgeführt
wird, wandelt sich der ultrafeine Austenit in Martensit um. Da ein
großer
Anteil von Kohlenstoff gelöst
wurde, stabilisiert sich der Austenit und Austenit, der nicht umgewandelt
wurde, verbleibt in einem kleinen Bereich zwischen dem Martensit. Dies
wird als der Restaustenit bezeichnet. Da der Restaustenit zwischen
Martensit ausgebildet ist, ist er äußerst fein. Als Volumenanteil
ausgedrückt
macht der Restaustenit 10 bis 50 Volumen-% aus.
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Danach
wird ein Tempern, das die Härte
in keinem größeren Maße verringert,
bei ungefähr
180°C durchgeführt. Tempern
bei ungefähr
180°C verursacht
kaum, dass die hohe Versetzungsdichte verschwindet, das heißt, die
Versetzungsdichte bleibt erhalten. Ein Tempern wie oben beschrieben
verursacht weder Aggregation von Zementit noch ein Weichmachen.
Dieses Tempern kann, abhängig
vom Stahlprodukt, nicht durchgeführt
werden.
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Die
Struktur, die einem Hochfrequenzabschrecken unterzogen wurde und
Restaustenit enthält,
ist fest und erreicht eine lange Lebensdauer, selbst unter rauen
Einsatzbedingungen.
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Durch
die Ausführung
der oben beschriebenen Wärmebehandlung
kann eine ultrafeine Austenit-Korngröße in dem Oberflächenabschnitt
von Nr. 11 oder größer erreicht werden
und die innere Mikrostruktur kann eine gemischte Struktur von Ferrit
und Karbid implementieren. Außerdem
kann der Oberflächenabschnitt
eine Härte
erreichen, die nicht kleiner als HV 653 ist und 15 bis 35 Volumen-%
an Restaustenit enthält.
Auf der anderen Seite kann der von der Oberfläche unterschiedliche Abschnitt
eine Härte
erreichen, die nicht größer als HV
300 ist. Deshalb erreicht das Lagerteil, das der oben beschriebenen
Wärmebehandlung
ausgesetzt wird, eine lange Lebensdauer in Bezug auf Rollberührungs-Ermüdungseigenschaften
und ermöglicht
ein erleichtertes Verstemmen.
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[Beispiele]
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Ein
Lagerstahl SUJ2 oder ein einsatzgehärteter Stahl SCM420 wurde der
Wärmebehandlung
des in 8 gezeigten Wärmeschemas
H1 (entsprechend 6) und der Wärmebehandlung des in 9 gezeigten Wärmeschemas
H2 (entsprechend 7) ausgesetzt. Das heißt, ein
Stahlrohr oder ein kalt umgeformtes Stahlprodukt wurde zunächst einer
Karbonitrierbehandlung beim A1-Punkt oder
höher ausgesetzt
und danach entweder einem langsamen Abkühlen (Ofenkühlung) auf den A1-Punkt
oder niedriger (Wärmeschema
H1) ausgesetzt, gefolgt von Tempern (Vergüten) (Wärmeschema H2) gemäß dem Wärmeschema
H1 oder H2. Danach wurde lediglich der Oberflächenabschnitt, der der Oberfläche mit
Rollberührung
entspricht, einer Hochfrequenzabschreckung ausgesetzt. Die Temperaturen
in den oben beschriebenen Wärmeschemas
H1 und H2 werden in den 8 und 9 gezeigt.
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Unter
Verwendung der Rollenwelle
2 als ein Prüfmuster enthielt der Oberflächenabschnitt
eines Prüflings,
der durch die oben beschriebene Wärmebehandlung aufbereitet wurde,
15 bis 35 Volumen-% an Restaustenit und erreichte eine ultrafeine
Austenit-Korngröße von Nr.
11 oder größer. Es
wurde die Härte
hinsichtlich dieses Prüflings
gemessen. Zum Vergleich wurde in einem herkömmlichen Beispiel die Härte eines
Prüflings
J, der lediglich der Hochfrequenzabschreckung und nicht der Karbonitrierbehandlung
ausgesetzt wurde, ebenfalls gemessen. Eine Form und Härtemessposition
für jeden
Prüfling
wird in
10 gezeigt. Ein Messergebnis
wird in Tabelle 1 gezeigt. Es wird vermerkt, dass ein gepunkteter
Abschnitt in
10 einen gehärteten Abschnitt darstellt. Tabelle 1 Ergebnis der Härtemessung
| Härtemessposition
(Fig. 10) | Herkömmliches Beispiel | Beispiel
der vorliegenden Erfindung |
| Prüfling J | Prüfling 1 | Prüfling 2 |
| A | 780 | 795 | 790 |
| B | 735 | 800 | 805 |
| C | 220 | 260 | 275 |
| D | 210 | 270 | 280 |
| Restaustenitanteil
(Volumen-%) | 7,5 | 32 | 27 |
| Austenit-Korngröße Nr. | 10,5 | 12 | 12 |
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Gemäß Tabelle
1 erreichen die Prüflinge
1 und 2 gemäß der Beispiele
der vorliegenden Erfindung eine sehr hohe Härte von HV 760 bis 805 in den
Oberflächenabschnitten
A und B, während
sie eine Härte
von HV 260 bis 280 in den Positionen C und D außerhalb des Oberflächenabschnitts
erreichen. Die Härte
an den Positionen C und D ist für
das Verstemmen geeignet. Auf der anderen Seite, unter Berücksichtigung
der Tatsache dass die Karbonitrierbehandlung in dem herkömmlichen
Beispiel nicht durchgeführt
wurde, erreichen die Oberflächenabschnitte
A und B eine Härte
von HV 735 bis 780 und weisen eine Streunung in einem Bereich auf, der
niedriger liegt als der vorangehende, während die Härte an den Messpositionen C
und D ebenfalls niedrig ist, das heißt HV 210 bis 240.
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Dann
wurde eine Ermüdungslebensdauerprüfung für Außenringrotation
für die
oben beschriebenen Prüflinge
1 und 2 durchgeführt.
Die Prüflinge
und Prüfbedingungen
werden in den Tabellen 2 und 3 gezeigt. Eine Ermüdungsprüfvorrichtung wird in
11 gezeigt.
In einer Ermüdungsprüfvorrichtung
ist eine Rolle
35 so angeordnet, dass sie einen Prüfling von
oben und von unten einklemmt. Die Rolle
35 kommt in engen
Kontakt mit dem Oberflächenabschnitt
des Prüflings
30 und
rotiert, um einen äußeren Druck
aufzubringen, um so eine Spannung auf den Prüfling
30 aufzubringen. Tabelle 2 Prüflinge
| | Prüfling | Behandlung | Austenit-Korngröße Nr. am
A-Punkt | Restaustenit-anteil
(Volumen-%) |
| Herkömmliches Beispiel | Prüfling J | Hochfrequenz-Abschrecken, n, nur an
Oberfläche
mit Rollberührung
angewandt | 10,5 | 7,5 |
| Beispiel der vorliegenden Erfindung | Prüfling 1 | Wärmeschema
H1 | 12 | 32 |
| Prüfling 2 | Wärmeschema H2 | 12 | 27 |
Tabelle 3 Ermüdungslebensdauer-Prüfbedingungen
| | |
| Prüfvorrichtung | Außenring-Ermüdungsprüfvorrichtung |
| Prüfmuster | Kipphebellagerbaugruppe |
| Last
(N) | 2200
N |
| Drehzahl
des Außenrings | 7000
Upm |
| Schmierstoff | Motoröl 10W–30 |
| Öltemperatur | 100°C |
| Lebensdauer | Abplatzlebensdauer |
-
Gemäß den oben
beschriebenen Prüfbedingungen
tritt während
der Prüfung
eine Oberflächenbeschädigung oder
ein innenseitig initiiertes Abplatzen auf. Deshalb kann durch die Durchführung dieser
Prüfung
die Lebensdauer in Bezug auf sowohl Oberflächenbeschädigung als auch innenseitig
initiiertes Abplatzen geprüft werden.
Das Ergebnis dieser Ermüdungsprüfung wird
in Tabelle 4 gezeigt. Tabelle 4 Ergebnis der Ermüdungsprüfung
| | Prüfling | Relative
Lebensdauer (L10) |
| Herkömmliches
Beispiel | Prüfling J | 1,0 |
| Beispiel der vorliegenden Erfindung | Prüfling 1 | 3,1 |
| Prüfling 2 | 3,2 |
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Gemäß Tabelle
4 erreichen die Prüflinge
1 und 2 gemäß dem Beispiel
der vorliegenden Erfindung eine dreifach längere Lebensdauer wie Prüfling J
in dem herkömmlichen
Beispiel. Es ist davon auszugehen, dass der Prüfling J in dem herkömmlichen
Beispiel eine kürzere
Ermüdungslebensdauer
aufgrund seiner Metallstruktur (Austenit-Korngröße, Restaustenitanteil) aufweist,
da keine Karbonitrierbehandlung durchgeführt wird.