DE60200525T2 - Brennkraftmaschine mit variabler hydraulischer Ventilsteuerung - Google Patents
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Verbrennungsmotor, wie er im Oberbegriff des Patentanspruchs umschrieben ist. Ein Motor dieser Art ist z. B. in der US-A-4 765 288 offenbart.
- Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, früher vorgeschlagene Lösungen des Anmelders so zu verbessern, dass der Betrieb des Systems für variable Betätigung der Motorventile so wirkungsvoll und verlässlich wie möglich wird.
- Zur Erreichung dieses Zwecks ist der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ein Verbrennungsmotor, der alle Merkmale des Patentanspruchs 1 aufweist.
- Dank der erfindungsgemäßen Merkmalskombination wird die Zuverlässigkeit des Systems verbessert, und zwar insbesondere im Hinblick auf die Tatsache, dass das rohrförmige Element, in dem der Stößel verschiebbar gelagert ist, in jedem Betriebszustand des Motors in seiner Lagerposition stabil gesichert werden kann (z. B. mittels eines Befestigungsstiftes) im Gegensatz zu bekannten Lösungen, bei denen es vorkommen kann, dass das rohrförmige Element, in dem der Stößel verschieblich gelagert ist, eine separate Buchse ist, die in einen entsprechenden Sitz des Zylinderkopfs des Motors eingeschraubt ist und dadurch dem Risiko unterworfen ist, dass sie sich losschraubt.
- Die vorliegende Lösung ist vorteilhafter als bekannte Lösungen, wie z. B. diejenigen, die in der EP-A-0 803 642 und EP-A-1 091 097 desselben Anmelders offenbart sind, die keine entsprechenden Mittel vorgesehen haben für eine bestimmte Winkelposition, wobei der rohrförmige Körper von einem ringförmigen Futter umgeben ist zur Verbindung mit der Ölzufuhr, so dass die Verbindung für jede Winkelposition gesichert ist.
- Verglichen mit den bekannten Lösungen bringt die Erfindung den Vorteil, den vom Drucköl eingenommenen Raum wesentlich zu verringern, was die Möglichkeit schafft, das System weniger elastisch zu machen, mit der Folge höhere Motordrehzahlen zu erreichen, wobei diese letztgenannte Eigenschaft z. B. besonders wichtig ist im Fall des Motors für einen Sportwagen.
- Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen, die lediglich als nicht einschränkende Beispiele gegeben sind und in denen:
-
1 eine Querschnittansicht durch den Zylinderkopf eines Verbrennungsmotors der Ausführungsform wie er aus der europäischen Patentanmeldung EP-A-0 803 642 desselben Anmelders bekannt ist, zeigt; -
2 eine Querschnittansicht durch die Zylinderköpfe eines Acht-Zylinder-V-Motors mit je vier Zylindern in Reihe entsprechend der vorliegenden Erfindung zeigt; -
3 eine Ansicht einer Einzelheit in vergrößertem Maßstab entsprechend2 zeigt. - Mit Bezug auf
1 handelt es sich bei dem in der älteren europäischen Patentanmeldung Nr. EP-A-0 803 642 als auch in der EP-A-1 091 097, welche vom vorliegenden Anmelder eingereicht wurden, beschriebenen Verbrennungsmotor, um eine Mehrzylindermaschine, z. B. einen Fünf-Zylinder-Reihenmotor mit einem Zylinderkopf1 . Der Zylinderkopf1 umfasst für jeden Zylinder einen Hohlraum2 , der in die Grundfläche3 des Kopfes1 eingeformt ist, wobei dieser Hohlraum2 die Verbrennungskammer bildet, in die zwei Ansaugkanäle4 ,5 und zwei Auspuffkanäle6 führen. Die Verbindung der zwei Ansaugkanäle4 ,5 mit der Verbrennungskammer2 wird durch zwei Ansaugventile7 gesteuert, die herkömmliche Teller- oder Pilzventile sind und von denen jedes einen Schaft8 aufweist, der verschieblich im Körper des Zylinderkopfes1 gelagert ist. Jedes Ventil7 wird in die Schließstellung zurückgesetzt durch Federn9 , die zwischen einer inneren Oberfläche des Zylinderkopfs1 und einer Endtasse des Ventils eingesetzt sind. Die Öffnung der Ansaugventile7 wird in der nachfolgend beschriebenen Weise gesteuert durch eine Nockenwelle11 , die um eine Achse12 in Lagern des Zylinderkopfs gleitend gelagert ist und die eine Mehrzahl von Nocken14 zur Betätigung der Ventile aufweist. - Jeder Nocken
14 für die Betätigung eines Ansaugventils7 wirkt mit einer Kappe15 eines Stößels16 zusammen, der in einer Achse17 beweglich gelagert ist, wobei diese Achse in dem gezeigten Fall im Wesentlichen im 90°-Winkel bezüglich der Achse des Ventils7 ausgerichtet ist (der Stößel kann auch so gelagert sein, dass er gleichgerichtet ist mit der Ventilachse, was mit Bezug auf3 dargestellt ist); der Stößel16 ist in einer Buchse18 gelagert, die von einem Körper19 einer vormontierten Unterbaugruppe20 getragen wird, die alle elektrischen und hydraulischen Einrichtungen umfasst, welche der Betätigung der Ansaugventile zugeordnet sind, in der gezeigten und im Detail nachfolgend beschriebenen Weise. Der Stößel16 kann auf den Schaft8 des Ventils7 Schub übertragen und so die Öffnung des Ventils gegen die Kraft der elastischen Rückstellmittel9 über ein Druckmittel, welches in der Kammer C vorhanden ist (typischerweise handelt es sich um Öl aus dem Motorschmierkreislauf) und einen Kolben21 übertragen, wobei der Kolben21 in einem zylindrischen Körper, welcher durch eine Buchse22 gebildet wird, verschieblich gelagert ist, wobei die Buchse22 ebenfalls vom Körper19 der Unterbaugruppe20 getragen wird. Wiederum mit Bezug auf die bekannte, in1 gezeigte Lösung, kann die das Druckmittel enthaltende Hydraulikkammer C, die jedem Ansaugventil7 zugeordnet ist, über ein Magnetventil24 in Verbindung mit einem Auslasskanal23 gebracht werden. Das Magnetventil24 , das von jeder bekannten Ausführungsart sein kann, die für die hier gezeigte Funktion geeignet ist, wird von elektronischen Steuermitteln gesteuert – im Ganzen als25 bezeichnet – entsprechend den Signalen S, die Betriebsparameter des Motors angeben, wie z. B. die Stellung des Gaspedals und die Motordrehzahl. Wenn das Magnetventil24 geöffnet wird, kommt die Hydraulikkammer C in Ver bindung mit dem Auslasskanal23 , so dass das Druckmittel, welches in der Hydraulikkammer C vorhanden ist, in diesen Kanal einströmt und eine Entkopplung des Stößels16 von dem betreffenden Ansaugventil7 erreicht wird, wobei das Ansaugventil7 dann schnell unter der Wirkung der Rückstellfeder9 in seine Schließposition zurückkehrt. Durch die Steuerung der Verbindung zwischen der Hydraulikkammer C und dem Auslasskanal23 ist es deshalb möglich, die Öffnungszeit und den Öffnungshub jedes Ansaugventils7 wie gewünscht zu verändern. - Die Auslasskanäle
23 der verschiedenen Magnetventile24 öffnen sich alle in ein und denselben Längskanal26 , der mit einem oder mehreren Druckspeichern27 in Verbindung steht, von denen nur einer in1 sichtbar ist. Alle Stößel16 mit den zugehörigen Buchsen18 , die Kolben21 mit den zugehörigen Buchsen22 und die Magnetventile24 sowie die entsprechenden Kanäle23 ,26 sind so ausgeführt und im Körper19 der Unterbaugruppe20 gebildet, dass Schnelligkeit und Leichtigkeit der Montage des Motors erreicht wird. - Die jedem Zylinder zugeordneten Auslassventile
80 werden bei dem in1 gezeigten Ausführungsbeispiel in herkömmlicher Weise durch eine Nockenwelle18 mittels entsprechender Stößel29 gesteuert. -
2 zeigt in vergrößertem Maßstab den Körper19 der zusammengebauten Unterbaugruppe. -
2 zeigt eine vereinfachte Ausführung eines regelbaren Ventils, das bei einem Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Motors angewendet ist, in dem die Achse des Stößels16 gleichgerichtet ist mit der Achse des Kolbens21 für die Betätigung des Ventils. Das dargestellte Ausführungsbeispiel der Erfindung bezieht sich auf den Fall eines Acht-Zylinder-V-Motors mit vier Zylinder pro Reihe. In2 sind gleiche Teile wie in1 mit denselben Bezugszeichen bezeichnet. Eine Rotation der Nockenwelle (in2 nicht gezeigt) bewirkt einen Schub auf die Kappe15 mit entsprechender Abwärtsbewegung des Stößels16 gegen die Kraft der Feder15a . Das Drucköl in der Hydraulikkammer C bewirkt dementsprechend eine Bewegung des Kolbens21 , der den Schaft des Ventils betätigt. Die Hydraulikkammer C kann durch das Magnetventil24 von Drucköl entleert werden. - Wie in
3 klar erkennbar, wird bei dem dort gezeigten Ausführungsbeispiel die Buchse22 , die den Kolben21 für die Betätigung des Ventilschaftes führt, einstückig mit einem rohrförmigen Abschnitt100 verlängert, der als Führung für den Stößel16 dient. - Wie darüber hinaus in
3 erkennbar, enthält der einstückige rohrförmige Körper, der die Buchse22 zur Führung des Kolbens21 und den rohrförmigen Abschnitt100 zur Führung des Stößels16 bildet, auch die Hochdruckhydraulikkammer C, die mit einem Kanal101 verbunden ist, um Drucköl durch eine radiale Bohrung102 im rohrförmigen Körper einzuspeisen. - Um sicherzustellen, dass der rohrförmige Körper
22 /100 in der richtigen Winkelposition angeordnet ist, in der die Radialbohrung102 dem Kanal101 gegenübersteht, weist der rohrförmige Körper eine äußere Nut103 auf, in die ein Gewindestift10 hineinragt, der in den Körper des Zylinderkopfes eingeschraubt ist. - Der rohrförmige Körper
22 /100 ist mit einem Ringflansch105 versehen, der auf eine ringförmige Gegenfläche des Zylinderkopfs gedrückt wird unter Zwischenfügung einer Unterlegscheibe106 . Der Flansch105 wird von einer Ringmutter107 gehalten, die in eine Gewindebohrung im Zylinderkopf eingeschraubt ist. - Das Beispiel der gezeigten Ausführungsform bezieht sich auf Motoransaugventile. Es ist jedoch offensichtlich, dass die Erfindung sowohl für Ansaugventile als auch für Auslassventile angewendet werden kann.
Claims (1)
- Verbrennungsmotor, enthaltend: – wenigstens ein Ausgangsventil (
8 ) und wenigstens ein Auslassventil für jeden Zylinder, wobei jedes Ventil mit einem entsprechenden elastischen Rückstellmittel (9 ) ausgestattet ist, welches das Ventil in die geschlossene Stellung zurückbringt, um die Verbindung zwischen dem Ansaugkanal (4 ) bzw. dem Auspuffkanal (6 ) und der Verbrennungskammer zu steuern; – eine Nockenwelle (11 ) zur Betätigung der Ansaug- und Auslassventile der Zylinder des Motors mit Hilfe entsprechender Stößel (16 ), wobei jedes Ansaugventil und jedes Auslassventil von einem Nocken (14 ) der Nockenwelle betätigt wird; wobei wenigstens einer der Stößel (16 ) das entsprechende Ansaug- oder Auslassventil gegen die Kraft der elastischen Rückstellmittel über die Zwischenschaltung von Hydraulikmitteln steuert, welche eine Hydraulikkammer (C) umfassen, die Druckfluid enthält; wobei die das Druckfluid enthaltende Hydraulikkammer über ein Magnetventil (24 ) mit einem Auslasskanal (26 ) verbindbar ist, um das Ventil vom Stößel (16 ) zu entkoppeln und ein schnelles Schließen des Ventils unter der Kraft der entsprechenden elastischen Rückstellmittel (9 ) zu bewirken; wobei die Hydraulikmittel weiterhin einen Kolben (21 ) umfassen, der dem Schaft des Ventils zugeordnet ist und in einer Führungsbuchse (22 ) verschieblich aufgenommen ist, wobei der Kolben (21 ) auf eine volumenveränderliche Kammer (34 ) gerichtet ist, die durch den Kolben in der Führungsbuchse (22 ) gebildet wird, wobei die volumenveränderliche Kammer (34 ) über einen Enddurchlass in der Führungsbuchse, mit der die Druck flüssigkeit enthaltenden Hydraulikkammer (C) in Verbindung steht, und wobei der Kolben einen Endansatz aufweist, der so gestaltet ist, dass er in diesen Enddurchlass hineinreicht während der Endbewegung des Ventils beim Schließhub, um die Verbindungsöffnung zwischen der volumenveränderlichen Kammer und der das Druckfluid enthaltenden Hydraulikkammer zu begrenzen und so die Hubbewegung des Ventils in Schließnähe zu verlangsamen, wobei der Kolben (21 ) zur Betätigung des Ventilschafts (8 ) gleichachsig mit der Achse des Stößels liegt und wobei der Stößel verschieblich in einem rohrförmigen Element (100 ) gelagert ist, welches eine integrale Verlängerung der Führungsbuchse (22 ) zur Führung des Kolbens für die Betätigung des Ventilschaftes (8 ) bildet, wobei der rohrförmige Körper, welcher einstückig ausgebildet ist und beides, sowohl die Führungsbuchse (22 ) des Kolbens (21 ) für die Betätigung des Ventilschaftes und das rohrförmige Element (100 ) für die Führung des Stößels bildet, selbst auch die Druckkammer (C) ausbildet und wenigstens eine Radialöffnung (102 ) aufweist, um die Druckkammer (C) mit einem Kanal für die Zufuhr von Drucköl verbindet, wobei Referenzmittel vorgesehen sind, die eine korrekte Winkelposition des rohrförmigen Körpers (22 ) gewähren, um sicherzustellen, dass die radiale Durchlassöffnung mit dem Ölzufuhrkanal ausgerichtet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Referenzmittel durch eine äußere Nut (103 ), die im rohrförmigen Körper (100 ) eingeformt ist und einen in sie hineinreichenden Gewindestift (104 ), der in den Körper des Zylinderkopfes eingeschraubt ist, umfassen.
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