DE60200640T2 - Behälter für mittels Farbrollers auftragbare Beschichtungszusammensetzungen und dessen Verwendung in Beschichtungsverfahren für rauhe Oberflächen - Google Patents

Behälter für mittels Farbrollers auftragbare Beschichtungszusammensetzungen und dessen Verwendung in Beschichtungsverfahren für rauhe Oberflächen Download PDF

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Description

  • Diese Erfindung betrifft einen Behälter für mit Rollern auftragbare Beschichtungszusammensetzungen und ihre Verwendung bei Beschichtungsverfahren für rauhe Oberflächen.
  • Amateur- oder "DIY" (do-it-yourself)-Maler sträuben sich dagegen, Beschichtungszusammensetzungen (wie z. B. Farben) mit Rollern wegen der angenommenen Dreckigkeit des Verfahrens aufzutragen. Diese Dreckigkeit tritt auf, weil ein Roller, wenn er in eine Beschichtungszusammensetzung eingetaucht wird, üblicherweise mit einem Überschuß der Zusammensetzung beladen wird, insbesondere, wenn der Maler ein Amateur ist. Der Überschuß muß von dem Roller entfernt werden, oder andernfalls wird er tropfen oder noch schlimmer, wird der Überschuß von dem Roller spritzen und fliegen, wenn er während des Beschichtungsverfahrens gedreht wird. Derzeitige Techniken zum Entfernen des Überschusses erzeugen ein Risiko von Dreck.
  • Der Widerwillen von Amateuren, Roller zu verwenden, wird weiter verstärkt, wenn die zu beschichtende Oberfläche rauh ist, wie es der Fall ist, wenn Gartenzäune oder Abdeckungen, die aus gesägtem Holz gemacht sind, zu beschichten sind, und insbesondere, wenn die Einzäunung oder Abdeckung überlappende Paneele umfaßt. Dieses größere Widerwillen kommt von der Notwendigkeit, ein höheres Maß an Geduld und Fertigkeit einzusetzen, um eine Beschichtungszusammensetzung zu veranlassen, in Aussparungen zu fließen, die in rauhen Oberflächen oder überlappenden Oberflächen vorhanden sind, und diese Aussparungen müssen beschichtet werden, wenn eine gleichförmige Beschichtung der Oberfläche zu erzielen ist. Man hat jetzt entdeckt, daß die mit dem Erreichen einer gleichförmigen Beschichtung einer rauhen Oberfläche verbundenen Schwierigkeiten durch die Verwendung von Beschichtungszusammensetzungen stark vermindert werden können, die Viskositäten aufweisen, die viel größer sind, als solche herkömmlicher Beschichtungszusammensetzungen, die als Holz schutzmittel verwendet werden. Jedoch vergrößert die Verwendung höher Viskositäten die Probleme der Dreckigkeit.
  • Derzeitige Techniken zum Entfernen von Überschußbeschichtungszusammensetzung von einem Roller sind im Wesentlichen zwei Arten. Die erste Art ist in dem Vereinigten Königreich weit verbreitet und setzt eine Schale ein, die mit einer Mulde und einer flachen Oberfläche versehen ist, die zur Mulde abfällt. Die Beschichtungszusammensetzung wird aus einem Behälter in die Mulde gegossen, und dann wird ein Roller durch Einsetzen in die Beschichtungszusammensetzung in der Mulde beladen, wo er eine Überschußmenge der Zusammensetzung aufnimmt. Der Überschuß wird durch Herausziehen des Rollers aus der Mulde und Rollen über die flache Oberfläche entfernt, woraufhin Überschußzusammensetzung auf die Oberfläche übertragen wird, von der sie die Neigung hinab zurück in die Mulde abläuft. Die Verwendung derartiger Schalen stellt erhebliche Verschmutzungsrisiken dar. Erstens muß die Beschichtungszusammensetzung aus einem Behälter in die Mulde gegossen werden, was ein dreckiger Vorgang sein kann, wenn er von Amateuren ausgeführt wird, insbesondere, wenn der Behälter groß und schwer ist. Zweitens ist die Schale schwierig zu halten oder zu tragen, was ein Risiko des Neigens und des folglichen Verschüttens der Zusammensetzung aus der Mulde oder der flachen Oberfläche erzeugt. Drittens muß die Schale nach der Verwendung gereinigt werden, was auch ein dreckiger Vorgang sein kann, wenn er von Amateuren ausgeführt wird.
  • Die zweite Technik, Überschußbeschichtungszusammensetzung von einem Roller zu entfernen, ist in Deutschland weit verbreitet und setzt ein Gitter (oder "Gitter", um das deutsche Wort zu verwenden) ein. Das Gitter wird über einen offenen Behälter gehalten, der dimensioniert ist, um es zu ermöglichen, einen Roller in den Behälter einzusetzen, und der ein Volumen an Beschichtungszusammensetzung enthält. Der Roller wird in die Beschichtungszusammensetzung eingesetzt, wo er eine Überschußmenge der Zusammensetzung aufnimmt. Der Roller wird aus der Beschichtungszusammensetzung herausgezogen und Überschußzusammensetzung wird entfernt, indem der Roller über das Gitter gerollt wird, um Beschichtungszusammensetzung von dem Roller auf das Gitter zu übertragen, von dem sie zurück in das Hauptvolumen der Beschichtungszusammensetzung tropft. Diese Technik erfordert, daß das Gitter fest über dem Behälter gehalten wird, sowohl während der Roller darüber gerollt wird, als auch während Überschußzusammensetzung zurück in das Hauptvolumen der Zusammensetzung tropft. Eine derartige feste Kontrolle des Gitters kann für Amateure schwierig sein, insbesondere, wenn ein großer Roller eingesetzt wird. Außerdem muß das Gitter nach der Verwendung entweder weggeschmissen oder gereinigt werden, und beide Optionen können dazu führen, das Beschichtungszusammensetzung andere Orte verunreinigt.
  • Eine weitere Technik umfaßt ein kontrolliertes Beladen eines Rollers mittels eines Gitters, das auf einer halbfesten Beschichtungszusammensetzung schwimmt, die in einer Schale enthalten ist. Der Roller wird beladen, indem er über das Schwimmgitter vor und zurück gerollt wird, so daß Beschichtungszusammensetzung durch das Gitter und auf den Roller fließt, der auf eine kontrolliertere Weise mit einem geringeren Risiko des Überladens beladen wird. Die Technik erfordert, daß die Zusammensetzung in einer Schale geliefert wird, die dimensioniert ist, um fähig zu sein, die Vor- und Zurückbewegung des Rollers aufzunehmen, aber sie funktioniert gut, vorausgesetzt, daß übermäßiger Druck des Rollers auf das Gitter vermieden wird. Jedoch erfordert das Vermeiden von übermäßigen Druck eine Fertigkeit, insbesondere, wenn die Schale in einem beschränkten Raum verwendet wird, wie oben auf einer Leiter. Die Beschichtungszusammensetzung muß auch halbfest sein, was nicht ideal für die Verwendung auf rauhen Oberfläche ist.
  • Die U5-A-5 283 928 gibt ein Universalgitter an, daß sich von dem Oberteil zu dem Boden einer Farbdose mit kreisförmigen Querschnitt erstreckt.
  • Die GB-A-61 169 926 gibt ein Schalenelement an, daß ein Gitter bereitstellt, daß sich über einen Teil des Querschnitts eines oben offenen kreisförmigen Farbbehälters erstreckt. Das Gitter kann Überschußfarbe abstreifen, die von einem Pinsel entfernt wird, indem der Pinsel gegen die vertikale Kante oder den vertikalen Rand des Schalenelements gewischt wird.
  • Eine der Aufgaben der Erfindung ist es, einen Behälter für mit Rollern aufgetragene Beschichtungszusammensetzungen anzugeben, welcher Behälter ein relativ dreckfreies Entfernen von Überschußzusammensetzung von einem Roller unterstützt, und der insbesondere zur Verwendung mit Zusammensetzungen einer Viskosität geeignet ist, die hoch genug ist, um das gleichförmige Beschichten von rauhen oder überlappenden Oberflächen zu erleichtern.
  • Dementsprechend gibt diese Erfindung einen Behälter für eine mit Rollern auftragbare Beschichtungszusammensetzung, wobei der Behälter eine im wesentlichen rechteckige Öffnung aufweist, die dimensioniert ist, um es zu ermöglichen, daß ein Roller in den Behälter und in Beschichtungszusammensetzung, wenn sie in dem Behälter enthalten ist, einsetzbar ist, wobei der Behälter auch mit einem Gitter zum Entfernen von Überschußbeschichtungszusammensetzung von einem Roller versehen ist, wobei das Gitter unter der Öffnung angeordnet ist und sich nur zum Teil über den Behälter erstreckt. Um das Beschichten von rauhen oder überlappenden Oberflächen zu erleichtern, sollte jede Beschichtungszusammensetzung, die in dem Behälter enthalten ist, vorzugsweise eine Rotothinner-Viskosität von zumindest 5 Pa·s (Pascalsekunden) bei 20°C und eine ICI-Kegelplattenviskosität hoher Scherung von zumindest 0,03 Pa·s aufweisen.
  • Üblicherweise wird die Viskosität mittlerer Scherung 130 Pa·s und die Viskosität hoher Scherung 0,1 Pa·s nicht überschreiten.
  • Die Abmessungen der Öffnung in dem Behälter sind gewählt, um es zu ermöglichen, daß ein herkömmlicher Farbroller nach unten in den Behälter einsetzbar ist. Üblicherweise bedeutet das, einen Behälter auszuwählen, der wie im wesentlichen rechteckig ist und eine Breite aufweist, die zumindest leicht größer als die Breite herkömmlicher Farbroller ist. Das Vorsehen eines Gitters, das nur sich einen Teil über den Behälter erstreckt, macht es möglich, einen Zugang für den Roller über das Gitter in den unteren Bereich des Behälters freizulassen, und insbesondere in irgendeine Beschichtungszusammensetzung, die in diesen unteren Bereich zugeführt wurde. Beim Einsetzen eines Rollers durch diesen Zugang in die Beschichtungszusammensetzung nimmt der Roller einen Überschuß der Zusammensetzung auf. Der Roller kann dann bis gerade oberhalb des Gitters herausgezogen und anschließend über das Gitter gerollt werden, um Überschußzusammensetzung von dem Roller auf das Gitter zu übertragen, von wo sie zurück in das Hauptvolumen der Beschichtungszusammensetzung tropft. Vorausgesetzt, daß das Gitter hinreichend unter der Öffnung angeordnet ist, kann der gesamte Vorgang des Entfernens von Überschußbeschichtungszusammensetzung von dem Roller auf das Gitter und seine Rückkehr zu dem Hauptvolumen der Zusammensetzung in dem Schutz des Behälters ausgeführt werden, was es fast unmöglich macht, Dreck zu machen.
  • Der optimale Abstand des Gitters von der Öffnung wird zu einem großen Maß durch den Durchmessern der Roller abhängen, die zur Verwendung mit dem Behälter gedacht sind. Als eine allgemeine Regel sollte der Abstand von der oberen Oberfläche des Gitters zu der Öffnung zumindest 75% des Durchmessers des größten Rollers betragen, von dem man erwartet, daß er verwendet wird. Ein Abstand von 100% dieses Durchmessers wird einen vollen Schutz gegen Dreck von dem Behälter gewährleisten, und in der Praxis wird ein minimaler Abstand von ungefähr 400 mm üblicherweise gewählt. Der Abstand von dem Gitter zu dem Boden des Behälters wird gewählt, um dem Volumen an Beschichtungszusammensetzung zu entsprechen, das zugeführt werden soll.
  • Das Gitter kann in dem Behälter durch irgendein passendes Verfahren gehalten werden, wie z. B. eine Klebeverbindung mit den Wänden des Behälters. Jedoch ist es vorzugsweise als Teil eines Reifens vorgesehen, der als eine enge Passung in den Behälter eingesetzt und um den Rand schnappeingepaßt ist, der die Öffnung in dem Behälter definiert. Der Reifen kann auch Schnapppassmittel zur Aufnahme eines Deckels tragen, der die Öffnung in dem Behälter verschließt. Eine derartige Anordnung hat den Vorteil, daß der Deckel und der Reifen zusammengebaut werden können, und dann der Zusammenbau an dem Behälter in einem einzigen Vorgang schnappeingepaßt werden kann, nachdem der Behälter mit der Beschichtungszusammensetzung befüllt wurde. Vorzugsweise ist der Deckel flexibler als der Reifen, um das Entfernen des Deckels von dem Reifen zu erleichtern, ohne eine unbeabsichtigte Entfernung des Reifens von dem Behälter zu bewirken. Ein weiterer Widerstand gegen eine derartige unbeabsichtigte Entfernung kann erreicht werden, indem eine zerbrechliche Bindung oder eine leicht lösbare Verbindung zwischen dem Reifen und dem Behälter vorgesehen wird, die eine bestimmte Einwirkung erfordert, um zu brechen oder sich zu lösen. Eine Klebeverbindung kann eingesetzt werden.
  • Der Behälter, das Gitter oder der Reifen und der Deckel können durch Spritzgußverfahren von Thermo-Kunststoffen hergestellt werden, wie z. B. Polyolefinen einschließlich Polypropylen, Polyethylenen hoher, niedriger und mittlerer Dichte und Copolymeren von Propylen und Ethylen. Andere mögliche Thermo-Kunststoffe umfassen Polyamide, Polyester und Butadien-Styrolcopolymere.
  • Die Erfindung wird durch das folgende bevorzugte Ausführungsbeispiel erläutert, das mit Bezug auf die Zeichnungen beschrieben wird, von denen
  • 1 eine Aufsicht eines Behälters gemäß dieser Erfindung zeigt,
  • 2 einen vertikalen Schnitt entlang der Linie A-A durch den in 1 gezeigten Behälter aber mit einem angebrachten Deckel und einem Volumen von Beschichtungszusammensetzung zeigt, das in einen unteren Bereich des Behälters zugeführt wurde, und
  • 3 ein Detail von 2 zeigt, das die Schnappeinpassungsmittel für den Reifen und den Deckel in größerem Maßstab zeigt.
  • 1 zeigt eine Aufsicht eines leeren Behälters 1 mit einem Boden 2, in den ein Engpassungsreifen 3 eingesetzt wurde. Der Boden 2 und der Reifen 3 sind deutlicher in 2 gezeigt. 2 zeigt auch den oberen Rand 9 des Behälters 1, der eine Öffnung in dem Behälter 1 definiert, die rechteckig und dimensioniert ist, um das Einsetzen eines herkömmlichen Farbrollers in den Behälter 1 zu ermöglichen. Der Reifen 3 trägt ein horizontales Gitter 6, das sich halb über den Behälter 1 erstreckt, um einen Zugang 7 frei zu lassen, der reichlich groß genug ist, um den Durchgang eines herkömmlichen Farbrollers zu ermöglichen.
  • Im Gebrauch wird der untere Bereich 1a des Behälters 1 mit Beschichtungszusammensetzung 5 auf ein Niveau unterhalb des Gitters 6 befüllt und dann durch den Deckel 4 verschlossen. Um einen Roller mit Beschichtungszusammensetzung 5 zu beladen, wird der Deckel 4 entfernt, wodurch der Behälter 1 geöffnet wird, und der Roller wird über den Zugang 7 in die Beschichtungszusammensetzung 5 eingesetzt. Das Herausziehen des Rollers erzeugt einen Roller, der mit einem Überschuß von Beschichtungszusammensetzung 5 beladen ist. Der Roller wird durch den Zugang 7 herausgezogen und dann über die obere Oberfläche des Gitters 6 gerollt, woraufhin Überschußbeschichtungszusammensetzung 5 von dem Roller auf das Gitter 6 übertragen wird. Der Roller, der nun mit einer geeigneten Menge Beschichtungszusammensetzung 5 beladen ist, kann vollständig aus dem Behälter 1 herausgezogen werden, während die entfernte Überschußbeschich tungszusammensetzung 5 von dem Gitter 6 zurück in das Hauptvolumen der Beschichtungszusammensetzung 5 in dem unteren Bereich 1a des Behälters 1 zurücktropft. Das gesamte Verfahren zum Beladen eines Rollers einer geeigneten Menge einer sehr viskosen Beschichtungszusammensetzung 5 und für die Rückkehr von Überschußzusammensetzung zu dem unteren Bereich 1a des Behälters 1 wird in den Schutzgrenzen eines offenen Behälters 1 durchgeführt, und somit ist das Risiko von Dreck praktisch Null.
  • 3 zeigt die obere rechte Ecke des Behälters 1 im größeren Maßstab, wenn er mit einem Deckel versehen ist. Insbesondere zeigt sie, wie der Deckel 4 eine Schnapppassung auf einem elastischen oberen Rand 8 des Reifens 3 macht, und wie wiederum der Reifen 3 auf dem oberen Rand 9 des Behälters 1 schnappeingepaßt ist.
  • Der Deckel 4 ist mit einer herabhängenden elastischen Schürze 11 versehen, die wiederum mit einer einwärts vorstehenden Rippe 12 versehen ist, die mit einer zusammenwirkenden, nach außen vorstehenden Rippe 13 in Eingriff ist, die an dem elastischen Rand 8 des Reifens 3 vorgesehen ist. Das Presseinpassen der Rippe 12 an dem Deckel 4 über der Rippe 13 an dem Reifen 3 bewirkt, daß der Deckel 4 an dem Reifen 3 mit einer Schnapppassung in Eingriff genommen wird.
  • Entsprechend ist der Reifen 3 mit einer herabhängenden elastischen Schürze 14 versehen, die wiederum mit einer einwärts vorstehenden Rippe 15 versehen ist, die mit einer zusammenwirkenden, nach außen vorstehenden Rippe 16 in Eingriff ist, die an dem elastischen Rand 9 des Behälters 1 vorgesehen ist. Das Preßeinpassen der Rippe 15 an dem Reifen 3 über der Rippe 16 an dem Rand 9 bewirkt, daß der Reifen 3 an dem Behälter mit einer Schnapppassung in Eingriff genommen wird. Der Rand 9 ist auch mit einer herabhängenden Verstärkungsschürze 17 versehen, die einer Verwindung des Rands 9 widersteht, um zu helfen, eine gute Schnapppassung während des Transportes des Behälters aufrechtzuerhalten. Die Schürze 17 ist auch mit einer abfallenden Schulter 18 versehen, an die die Schürze 14 des Reifens 3 leicht geklebt werden kann, um vor einer unbeabsichtigten Entfernung des Reifens 3 von dem Behälter 1 zu schützen.
  • Während Behälter gemäß dieser Erfindung bei Verfahren zum Beschichten von sowohl rauhen als auch glatten Oberflächen verwendet werden können, sind sie insbesondere gut für die Verwendung bei Verfahren zur Beschichtung von rauhen und unebenen Oberflächen geeignet, wie z. b. solchen, die bei gesägten Holzzaunpaneelen gefunden werden, und insbesondere, wo Paneele überlappen. Bisher konnten die schwierigen Aussparungen bei solchen Oberflächen nur effizient von Amateuren beschichtet werden, wenn die Amateure Pinsel verwendeten und relativ fluide Beschichtungszusammensetzungen auftrugen. Derartige fluide Beschichtungszusammensetzungen würden Rotothinner-Viskositäten mittlerer Scherung von sogar nur ungefähr 0,08 Pa·s bei 20°C und ICI-Kegelplattenviskositäten hoher Scherung von sogar nur 0,025 Pa·s bei 25°C aufweisen. Zusammensetzungen mit diesem hohen Maß an Fluidität sind nicht für das effiziente Auftragen mit Rollern geeignet.
  • Wie oben erwähnt, hat man entdeckt, daß Beschichtungszusammensetzungen effizient auf rauhen Oberflächen mit Rollern aufgetragen werden können, wenn die Zusammensetzung eine ziemlich hohe Viskosität hat, und das mit dem Beladen von hochviskosen Beschichtungszusammensetzungen auf Rollern verbundene Problem von Dreck kann überwunden werden. Geeignete hochviskose Beschichtungszusammensetzungen müssen Rotothinner-Viskositäten mittlerer Scherung von zwischen 5 bis 130 (vorzugsweise von 60 bis 130) Pa·s bei 20°C und ICI-Kegelplattenviskositäten hoher Scherung von zwischen 0,03 bis 0,1 (vorzugsweise von 0,07 bis 0,1) Pa·s bei 25°C aufweisen. Man hat herausgefunden, daß geeignete Mengen derartiger viskoser Beschichtungszusammensetzungen auf Rollern auf eine nicht-dreckige Weise geladen werden können, selbst von Amateuren, wenn das Beladen und das Wiedergewinnen von Überschußzusammensetzung in dem Schutz eines Behälters gemäß dieser Erfindung durchgeführt wird. Außerdem erfordert das Beladen nicht die Verwendung von einer Vorrichtung, wie z. B. einer Schale, die nach dem Gebrauch abgewaschen werden muß, und die Behälter können leicht mit einem Griff der gewöhnlich an Farbdosen verwendeten Art versehen werden, um es leicht zu machen, den Behälter festzuhalten.
  • Angesichts des Vorteils der Verwendung von Behältern gemäß dieser Erfindung bei Verfahren zum Beschichten rauher Oberflächen gibt diese Erfindung auch ein Verfahren zum Auftragen einer Beschichtungszusammensetzung auf eine rauhe Oberfläche unter Verwendung eines Rollers an, bei dem
    • a) eine Beschichtungszusammensetzung ausgewählt wird, welche Zusammensetzung eine Rotothinner-Viskosität mittlerer Scherung von zwischen 5 bis 130 Pa·s bei 20°C und eine ICI-Kegelplattenviskosität hoher Scherung von zwischen 0,03 bis 0,1 Pa·s bei 25°C aufweist;
    • b) die Zusammensetzung in einen mit einem Gitter versehenen Behälter gemäß der Erfindung zugeführt wird;
    • c) der Roller in die Beschichtungszusammensetzung eingesetzt und herausgezogen wird, wobei er eine Überschußbeladung der Zusammensetzung trägt;
    • d) der herausgezogene Roller über das Gitter gerollt wird, wodurch Überschußzusammensetzung entfernt wird; und
    • e) nach dem Entfernen der Überschußzusammensetzung der Roller über die rauhe Oberfläche gerollt wird, wodurch die Zusammensetzung von dem Roller auf die Oberfläche übertragen wird.
  • Das Verfahren ist insbesondere zum Auftragen einer Beschichtungszusammensetzung geeignet, die ein Biozid von der bei der Holzkonservierung verwendeten Art enthält.
  • Diese Erfindung gibt auch einen Deckel aufweisenden Behälter an, der mit einem Gitter versehen ist, wobei der Behälter eine hochviskose Beschichtungszusammensetzung wie oben beschrieben enthält.
  • Für die Zwecke dieser Erfindung wird eine ICI-Kegelplattenviskosität hoher Scherung bei 25°C wie folgt bestimmt:
    Eine Viskosität fester Scherrate wird unter Verwendung der Kegelplattentechnik gemessen, die im ASTM-Test D4287-87 beschrieben ist, aber unter Bedingungen, die angepaßt sind, um eine Scherrate von 10.000/s zu erzeugen. Der Kegel hat einen Winkel von 0,5° und einen Radius von 7,5 mm.
  • Die Rotothinner-Viskosität mittlerer Scherung wird bei 20°C unter Verwendung des Sheen/ICI-Rotothinner (elektrisches Modell) bestimmt, das in dem Sheen-Prospekt mit dem Titel "Viscosity Sheen" beschrieben ist, das von Sheen Instruments Limited aus Kingston an der Themse, Surrey, England herausgegeben wurde.

Claims (12)

  1. Behälter (1) für eine mit Rollern auftragbare Beschichtungszusammensetzung (5), wobei der Behälter eine Öffnung aufweist, die im wesentlichen rechteckig und dimensioniert ist, um es zu ermöglichen, daß ein Roller in den Behälter und in eine Beschichtungszusammensetzung einsetzbar ist, wenn sie in dem Behälter enthalten ist, wobei der Behälter auch mit einem Gitter (6) zum Entfernen von Überschußbeschichtungszusammensetzung von einem Roller versehen ist, welches Gitter unter der Öffnung angeordnet ist und den Behälter in einen oberen und einen unteren Bereich unterteilt, wobei der obere Bereich durch die Öffnung und das Gitter definiert wird, und der untere Bereich die Beschichtungszusammensetzung enthält, wobei das Gitter sich nur zum Teil über den Behälter erstreckt, wobei ein Zugang für den Roller über das Gitter in den unteren Bereich des Behälters freigelassen wird.
  2. Behälter nach Anspruch 1, wobei das Gitter an dem Behälter befestigt ist.
  3. Behälter nach Anspruch 2, bei dem die Befestigung auf eine Weise erfolgt, die eine bestimmte Einwirkung erfordert, um die Befestigung zu lösen.
  4. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Gitter von einem Reifen (3) getragen wird, der eine enge Passung mit dem Behälter macht und von dem Behälter gehalten wird.
  5. Behälter nach Anspruch 4, wobei der Reifen an dem Behälter befestigt ist, um vor einer unbeabsichtigten Entfernung des Reifens aus dem Behälter zu schützen.
  6. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Behälter mit Mitteln zum Halten eines Deckels (4) versehen ist.
  7. Behälter nach einem der Ansprüche 4 bis 6, wobei der Behälter Mittel zum Ineingriffnehmen eines Deckels und/oder des Reifens mittels einer Schnapppassung umfaßt.
  8. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Behälter mit einem Deckel verschlossen ist und eine Beschichtungszusammensetzung mit einer Rotothinner-Viskosität mittlerer Scherung von zwischen 5 bis 130 Pa·s bei 20°C und einer ICI-Kegelplattenviskosität hoher Scherung von zwischen 0,03 bis 0,1 Pa·s bei 25°C enthält.
  9. Behälter nach Anspruch 8, wobei die Rotothinner-Viskosität mittlerer Scherung der Beschichtungszusammensetzung zumindest 60 Pa·s bei 20°C und ihre ICI-Kegelplattenviskosität hoher Scherung zumindest 0,07 Pa·s bei 25°C beträgt.
  10. Verfahren zum Auftragen einer Beschichtungszusammensetzung (5) auf eine rauhe Oberfläche unter Verwendung eines Rollers, bei dem a) eine Beschichtungszusammensetzung ausgewählt wird, welche Zusammensetzung eine Rotothinner-Viskosität mittlerer Scherung von zwischen 5 bis 130 Pa·s bei 20°C und eine ICI-Kegelplattenviskosität hoher Scherung von zwischen 0,03 bis 0,1 Pa·s bei 25°C aufweist; b) die Zusammensetzung in einen mit einem Gitter versehenen Behälter gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7 zugeführt wird; c) der Roller in die Beschichtungszusammensetzung eingesetzt und herausgezogen wird, wobei er eine Überschußbeladung der Zusammensetzung trägt; d) der herausgezogene Roller über das Gitter des Behälters gerollt wird, wodurch Überschußzusammensetzung entfernt wird; und e) nach dem Entfernen der Überschußzusammensetzung der Roller über die rauhe Oberfläche gerollt wird, wodurch die Zusammensetzung von dem Roller auf die Oberfläche übertragen wird.
  11. Verfahren nach Anspruch 10, bei dem die Beschichtungszusammensetzung eine Rotothinner-Viskosität mittlerer Scherung von zumindest 60 Pa·s bei 20°C und eine ICI-Kegelplattenviskosität von zumindest 0,07 Pa·s bei 25°C aufweist.
  12. Verfahren nach Anspruch oder Anspruch 11, bei dem die Beschichtungszusammensetzung ein Biozid von der bei der Holzkonservierung verwendeten Art enthält.
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