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Diese Erfindung betrifft einen Behälter für mit Rollern
auftragbare Beschichtungszusammensetzungen und ihre Verwendung bei
Beschichtungsverfahren für
rauhe Oberflächen.
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Amateur- oder "DIY" (do-it-yourself)-Maler sträuben sich
dagegen, Beschichtungszusammensetzungen (wie z. B. Farben) mit Rollern
wegen der angenommenen Dreckigkeit des Verfahrens aufzutragen. Diese
Dreckigkeit tritt auf, weil ein Roller, wenn er in eine Beschichtungszusammensetzung eingetaucht
wird, üblicherweise
mit einem Überschuß der Zusammensetzung
beladen wird, insbesondere, wenn der Maler ein Amateur ist. Der Überschuß muß von dem
Roller entfernt werden, oder andernfalls wird er tropfen oder noch
schlimmer, wird der Überschuß von dem
Roller spritzen und fliegen, wenn er während des Beschichtungsverfahrens
gedreht wird. Derzeitige Techniken zum Entfernen des Überschusses
erzeugen ein Risiko von Dreck.
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Der Widerwillen von Amateuren, Roller
zu verwenden, wird weiter verstärkt,
wenn die zu beschichtende Oberfläche
rauh ist, wie es der Fall ist, wenn Gartenzäune oder Abdeckungen, die aus
gesägtem
Holz gemacht sind, zu beschichten sind, und insbesondere, wenn die
Einzäunung
oder Abdeckung überlappende
Paneele umfaßt.
Dieses größere Widerwillen
kommt von der Notwendigkeit, ein höheres Maß an Geduld und Fertigkeit
einzusetzen, um eine Beschichtungszusammensetzung zu veranlassen,
in Aussparungen zu fließen,
die in rauhen Oberflächen
oder überlappenden
Oberflächen
vorhanden sind, und diese Aussparungen müssen beschichtet werden, wenn
eine gleichförmige
Beschichtung der Oberfläche
zu erzielen ist. Man hat jetzt entdeckt, daß die mit dem Erreichen einer
gleichförmigen
Beschichtung einer rauhen Oberfläche
verbundenen Schwierigkeiten durch die Verwendung von Beschichtungszusammensetzungen
stark vermindert werden können,
die Viskositäten
aufweisen, die viel größer sind,
als solche herkömmlicher
Beschichtungszusammensetzungen, die als Holz schutzmittel verwendet
werden. Jedoch vergrößert die
Verwendung höher
Viskositäten
die Probleme der Dreckigkeit.
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Derzeitige Techniken zum Entfernen
von Überschußbeschichtungszusammensetzung
von einem Roller sind im Wesentlichen zwei Arten. Die erste Art
ist in dem Vereinigten Königreich
weit verbreitet und setzt eine Schale ein, die mit einer Mulde und
einer flachen Oberfläche
versehen ist, die zur Mulde abfällt.
Die Beschichtungszusammensetzung wird aus einem Behälter in
die Mulde gegossen, und dann wird ein Roller durch Einsetzen in
die Beschichtungszusammensetzung in der Mulde beladen, wo er eine Überschußmenge der
Zusammensetzung aufnimmt. Der Überschuß wird durch
Herausziehen des Rollers aus der Mulde und Rollen über die
flache Oberfläche entfernt,
woraufhin Überschußzusammensetzung auf
die Oberfläche übertragen
wird, von der sie die Neigung hinab zurück in die Mulde abläuft. Die
Verwendung derartiger Schalen stellt erhebliche Verschmutzungsrisiken
dar. Erstens muß die
Beschichtungszusammensetzung aus einem Behälter in die Mulde gegossen
werden, was ein dreckiger Vorgang sein kann, wenn er von Amateuren
ausgeführt
wird, insbesondere, wenn der Behälter
groß und
schwer ist. Zweitens ist die Schale schwierig zu halten oder zu
tragen, was ein Risiko des Neigens und des folglichen Verschüttens der
Zusammensetzung aus der Mulde oder der flachen Oberfläche erzeugt.
Drittens muß die
Schale nach der Verwendung gereinigt werden, was auch ein dreckiger
Vorgang sein kann, wenn er von Amateuren ausgeführt wird.
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Die zweite Technik, Überschußbeschichtungszusammensetzung
von einem Roller zu entfernen, ist in Deutschland weit verbreitet
und setzt ein Gitter (oder "Gitter", um das deutsche
Wort zu verwenden) ein. Das Gitter wird über einen offenen Behälter gehalten,
der dimensioniert ist, um es zu ermöglichen, einen Roller in den
Behälter
einzusetzen, und der ein Volumen an Beschichtungszusammensetzung
enthält.
Der Roller wird in die Beschichtungszusammensetzung eingesetzt,
wo er eine Überschußmenge der
Zusammensetzung aufnimmt. Der Roller wird aus der Beschichtungszusammensetzung herausgezogen
und Überschußzusammensetzung wird
entfernt, indem der Roller über
das Gitter gerollt wird, um Beschichtungszusammensetzung von dem Roller
auf das Gitter zu übertragen,
von dem sie zurück
in das Hauptvolumen der Beschichtungszusammensetzung tropft. Diese
Technik erfordert, daß das Gitter
fest über
dem Behälter
gehalten wird, sowohl während
der Roller darüber
gerollt wird, als auch während Überschußzusammensetzung
zurück
in das Hauptvolumen der Zusammensetzung tropft. Eine derartige feste
Kontrolle des Gitters kann für Amateure
schwierig sein, insbesondere, wenn ein großer Roller eingesetzt wird.
Außerdem
muß das Gitter
nach der Verwendung entweder weggeschmissen oder gereinigt werden,
und beide Optionen können
dazu führen,
das Beschichtungszusammensetzung andere Orte verunreinigt.
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Eine weitere Technik umfaßt ein kontrolliertes
Beladen eines Rollers mittels eines Gitters, das auf einer halbfesten
Beschichtungszusammensetzung schwimmt, die in einer Schale enthalten
ist. Der Roller wird beladen, indem er über das Schwimmgitter vor und
zurück
gerollt wird, so daß Beschichtungszusammensetzung
durch das Gitter und auf den Roller fließt, der auf eine kontrolliertere
Weise mit einem geringeren Risiko des Überladens beladen wird. Die
Technik erfordert, daß die
Zusammensetzung in einer Schale geliefert wird, die dimensioniert ist,
um fähig
zu sein, die Vor- und Zurückbewegung des
Rollers aufzunehmen, aber sie funktioniert gut, vorausgesetzt, daß übermäßiger Druck
des Rollers auf das Gitter vermieden wird. Jedoch erfordert das Vermeiden
von übermäßigen Druck
eine Fertigkeit, insbesondere, wenn die Schale in einem beschränkten Raum
verwendet wird, wie oben auf einer Leiter. Die Beschichtungszusammensetzung
muß auch halbfest
sein, was nicht ideal für
die Verwendung auf rauhen Oberfläche
ist.
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Die U5-A-5 283 928 gibt ein Universalgitter an,
daß sich
von dem Oberteil zu dem Boden einer Farbdose mit kreisförmigen Querschnitt
erstreckt.
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Die GB-A-61 169 926 gibt ein Schalenelement
an, daß ein
Gitter bereitstellt, daß sich über einen
Teil des Querschnitts eines oben offenen kreisförmigen Farbbehälters erstreckt.
Das Gitter kann Überschußfarbe abstreifen,
die von einem Pinsel entfernt wird, indem der Pinsel gegen die vertikale
Kante oder den vertikalen Rand des Schalenelements gewischt wird.
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Eine der Aufgaben der Erfindung ist
es, einen Behälter
für mit
Rollern aufgetragene Beschichtungszusammensetzungen anzugeben, welcher
Behälter
ein relativ dreckfreies Entfernen von Überschußzusammensetzung von einem
Roller unterstützt,
und der insbesondere zur Verwendung mit Zusammensetzungen einer
Viskosität
geeignet ist, die hoch genug ist, um das gleichförmige Beschichten von rauhen
oder überlappenden
Oberflächen
zu erleichtern.
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Dementsprechend gibt diese Erfindung
einen Behälter
für eine
mit Rollern auftragbare Beschichtungszusammensetzung, wobei der
Behälter eine
im wesentlichen rechteckige Öffnung
aufweist, die dimensioniert ist, um es zu ermöglichen, daß ein Roller in den Behälter und
in Beschichtungszusammensetzung, wenn sie in dem Behälter enthalten
ist, einsetzbar ist, wobei der Behälter auch mit einem Gitter
zum Entfernen von Überschußbeschichtungszusammensetzung
von einem Roller versehen ist, wobei das Gitter unter der Öffnung angeordnet
ist und sich nur zum Teil über
den Behälter
erstreckt. Um das Beschichten von rauhen oder überlappenden Oberflächen zu
erleichtern, sollte jede Beschichtungszusammensetzung, die in dem
Behälter
enthalten ist, vorzugsweise eine Rotothinner-Viskosität von zumindest
5 Pa·s
(Pascalsekunden) bei 20°C
und eine ICI-Kegelplattenviskosität hoher Scherung von zumindest
0,03 Pa·s
aufweisen.
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Üblicherweise
wird die Viskosität
mittlerer Scherung 130 Pa·s
und die Viskosität
hoher Scherung 0,1 Pa·s
nicht überschreiten.
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Die Abmessungen der Öffnung in
dem Behälter
sind gewählt,
um es zu ermöglichen,
daß ein herkömmlicher
Farbroller nach unten in den Behälter einsetzbar
ist. Üblicherweise
bedeutet das, einen Behälter
auszuwählen,
der wie im wesentlichen rechteckig ist und eine Breite aufweist,
die zumindest leicht größer als
die Breite herkömmlicher
Farbroller ist. Das Vorsehen eines Gitters, das nur sich einen Teil über den
Behälter
erstreckt, macht es möglich,
einen Zugang für
den Roller über
das Gitter in den unteren Bereich des Behälters freizulassen, und insbesondere
in irgendeine Beschichtungszusammensetzung, die in diesen unteren
Bereich zugeführt
wurde. Beim Einsetzen eines Rollers durch diesen Zugang in die Beschichtungszusammensetzung
nimmt der Roller einen Überschuß der Zusammensetzung
auf. Der Roller kann dann bis gerade oberhalb des Gitters herausgezogen
und anschließend über das
Gitter gerollt werden, um Überschußzusammensetzung
von dem Roller auf das Gitter zu übertragen, von wo sie zurück in das
Hauptvolumen der Beschichtungszusammensetzung tropft. Vorausgesetzt,
daß das
Gitter hinreichend unter der Öffnung
angeordnet ist, kann der gesamte Vorgang des Entfernens von Überschußbeschichtungszusammensetzung
von dem Roller auf das Gitter und seine Rückkehr zu dem Hauptvolumen
der Zusammensetzung in dem Schutz des Behälters ausgeführt werden,
was es fast unmöglich
macht, Dreck zu machen.
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Der optimale Abstand des Gitters
von der Öffnung
wird zu einem großen
Maß durch
den Durchmessern der Roller abhängen,
die zur Verwendung mit dem Behälter
gedacht sind. Als eine allgemeine Regel sollte der Abstand von der
oberen Oberfläche des
Gitters zu der Öffnung
zumindest 75% des Durchmessers des größten Rollers betragen, von dem
man erwartet, daß er
verwendet wird. Ein Abstand von 100% dieses Durchmessers wird einen vollen
Schutz gegen Dreck von dem Behälter
gewährleisten,
und in der Praxis wird ein minimaler Abstand von ungefähr 400 mm üblicherweise
gewählt. Der
Abstand von dem Gitter zu dem Boden des Behälters wird gewählt, um
dem Volumen an Beschichtungszusammensetzung zu entsprechen, das
zugeführt
werden soll.
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Das Gitter kann in dem Behälter durch
irgendein passendes Verfahren gehalten werden, wie z. B. eine Klebeverbindung
mit den Wänden
des Behälters.
Jedoch ist es vorzugsweise als Teil eines Reifens vorgesehen, der
als eine enge Passung in den Behälter
eingesetzt und um den Rand schnappeingepaßt ist, der die Öffnung in
dem Behälter
definiert. Der Reifen kann auch Schnapppassmittel zur Aufnahme eines
Deckels tragen, der die Öffnung
in dem Behälter
verschließt.
Eine derartige Anordnung hat den Vorteil, daß der Deckel und der Reifen
zusammengebaut werden können,
und dann der Zusammenbau an dem Behälter in einem einzigen Vorgang
schnappeingepaßt
werden kann, nachdem der Behälter
mit der Beschichtungszusammensetzung befüllt wurde. Vorzugsweise ist
der Deckel flexibler als der Reifen, um das Entfernen des Deckels
von dem Reifen zu erleichtern, ohne eine unbeabsichtigte Entfernung
des Reifens von dem Behälter
zu bewirken. Ein weiterer Widerstand gegen eine derartige unbeabsichtigte
Entfernung kann erreicht werden, indem eine zerbrechliche Bindung
oder eine leicht lösbare
Verbindung zwischen dem Reifen und dem Behälter vorgesehen wird, die eine
bestimmte Einwirkung erfordert, um zu brechen oder sich zu lösen. Eine
Klebeverbindung kann eingesetzt werden.
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Der Behälter, das Gitter oder der Reifen
und der Deckel können
durch Spritzgußverfahren
von Thermo-Kunststoffen hergestellt werden, wie z. B. Polyolefinen
einschließlich
Polypropylen, Polyethylenen hoher, niedriger und mittlerer Dichte
und Copolymeren von Propylen und Ethylen. Andere mögliche Thermo-Kunststoffe umfassen
Polyamide, Polyester und Butadien-Styrolcopolymere.
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Die Erfindung wird durch das folgende
bevorzugte Ausführungsbeispiel
erläutert,
das mit Bezug auf die Zeichnungen beschrieben wird, von denen
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1 eine
Aufsicht eines Behälters
gemäß dieser
Erfindung zeigt,
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2 einen
vertikalen Schnitt entlang der Linie A-A durch den in 1 gezeigten Behälter aber mit
einem angebrachten Deckel und einem Volumen von Beschichtungszusammensetzung
zeigt, das in einen unteren Bereich des Behälters zugeführt wurde, und
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3 ein
Detail von 2 zeigt,
das die Schnappeinpassungsmittel für den Reifen und den Deckel
in größerem Maßstab zeigt.
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1 zeigt
eine Aufsicht eines leeren Behälters 1 mit
einem Boden 2, in den ein Engpassungsreifen 3 eingesetzt
wurde. Der Boden 2 und der Reifen 3 sind deutlicher
in 2 gezeigt. 2 zeigt auch den oberen
Rand 9 des Behälters 1,
der eine Öffnung in
dem Behälter 1 definiert,
die rechteckig und dimensioniert ist, um das Einsetzen eines herkömmlichen Farbrollers
in den Behälter 1 zu
ermöglichen.
Der Reifen 3 trägt
ein horizontales Gitter 6, das sich halb über den
Behälter 1 erstreckt,
um einen Zugang 7 frei zu lassen, der reichlich groß genug
ist, um den Durchgang eines herkömmlichen
Farbrollers zu ermöglichen.
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Im Gebrauch wird der untere Bereich 1a des Behälters 1 mit
Beschichtungszusammensetzung 5 auf ein Niveau unterhalb
des Gitters 6 befüllt
und dann durch den Deckel 4 verschlossen. Um einen Roller
mit Beschichtungszusammensetzung 5 zu beladen, wird der
Deckel 4 entfernt, wodurch der Behälter 1 geöffnet wird,
und der Roller wird über
den Zugang 7 in die Beschichtungszusammensetzung 5 eingesetzt.
Das Herausziehen des Rollers erzeugt einen Roller, der mit einem Überschuß von Beschichtungszusammensetzung 5 beladen
ist. Der Roller wird durch den Zugang 7 herausgezogen und
dann über
die obere Oberfläche
des Gitters 6 gerollt, woraufhin Überschußbeschichtungszusammensetzung 5 von
dem Roller auf das Gitter 6 übertragen wird. Der Roller,
der nun mit einer geeigneten Menge Beschichtungszusammensetzung 5 beladen
ist, kann vollständig
aus dem Behälter 1 herausgezogen
werden, während
die entfernte Überschußbeschich tungszusammensetzung 5 von
dem Gitter 6 zurück
in das Hauptvolumen der Beschichtungszusammensetzung 5 in
dem unteren Bereich 1a des Behälters 1 zurücktropft.
Das gesamte Verfahren zum Beladen eines Rollers einer geeigneten
Menge einer sehr viskosen Beschichtungszusammensetzung 5 und
für die Rückkehr von Überschußzusammensetzung
zu dem unteren Bereich 1a des Behälters 1 wird in den Schutzgrenzen
eines offenen Behälters 1 durchgeführt, und
somit ist das Risiko von Dreck praktisch Null.
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3 zeigt
die obere rechte Ecke des Behälters 1 im
größeren Maßstab, wenn
er mit einem Deckel versehen ist. Insbesondere zeigt sie, wie der
Deckel 4 eine Schnapppassung auf einem elastischen oberen
Rand 8 des Reifens 3 macht, und wie wiederum der
Reifen 3 auf dem oberen Rand 9 des Behälters 1 schnappeingepaßt ist.
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Der Deckel 4 ist mit einer
herabhängenden elastischen
Schürze 11 versehen,
die wiederum mit einer einwärts
vorstehenden Rippe 12 versehen ist, die mit einer zusammenwirkenden,
nach außen
vorstehenden Rippe 13 in Eingriff ist, die an dem elastischen
Rand 8 des Reifens 3 vorgesehen ist. Das Presseinpassen
der Rippe 12 an dem Deckel 4 über der Rippe 13 an
dem Reifen 3 bewirkt, daß der Deckel 4 an
dem Reifen 3 mit einer Schnapppassung in Eingriff genommen
wird.
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Entsprechend ist der Reifen 3 mit
einer herabhängenden
elastischen Schürze 14 versehen,
die wiederum mit einer einwärts
vorstehenden Rippe 15 versehen ist, die mit einer zusammenwirkenden, nach
außen
vorstehenden Rippe 16 in Eingriff ist, die an dem elastischen
Rand 9 des Behälters 1 vorgesehen
ist. Das Preßeinpassen
der Rippe 15 an dem Reifen 3 über der Rippe 16 an
dem Rand 9 bewirkt, daß der
Reifen 3 an dem Behälter
mit einer Schnapppassung in Eingriff genommen wird. Der Rand 9 ist auch
mit einer herabhängenden
Verstärkungsschürze 17 versehen,
die einer Verwindung des Rands 9 widersteht, um zu helfen,
eine gute Schnapppassung während
des Transportes des Behälters aufrechtzuerhalten.
Die Schürze 17 ist
auch mit einer abfallenden Schulter 18 versehen, an die
die Schürze 14 des Reifens 3 leicht
geklebt werden kann, um vor einer unbeabsichtigten Entfernung des
Reifens 3 von dem Behälter 1 zu
schützen.
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Während
Behälter
gemäß dieser
Erfindung bei Verfahren zum Beschichten von sowohl rauhen als auch
glatten Oberflächen
verwendet werden können,
sind sie insbesondere gut für
die Verwendung bei Verfahren zur Beschichtung von rauhen und unebenen
Oberflächen
geeignet, wie z. b. solchen, die bei gesägten Holzzaunpaneelen gefunden
werden, und insbesondere, wo Paneele überlappen. Bisher konnten die
schwierigen Aussparungen bei solchen Oberflächen nur effizient von Amateuren
beschichtet werden, wenn die Amateure Pinsel verwendeten und relativ
fluide Beschichtungszusammensetzungen auftrugen. Derartige fluide
Beschichtungszusammensetzungen würden
Rotothinner-Viskositäten mittlerer
Scherung von sogar nur ungefähr
0,08 Pa·s bei
20°C und
ICI-Kegelplattenviskositäten
hoher Scherung von sogar nur 0,025 Pa·s bei 25°C aufweisen. Zusammensetzungen
mit diesem hohen Maß an Fluidität sind nicht
für das
effiziente Auftragen mit Rollern geeignet.
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Wie oben erwähnt, hat man entdeckt, daß Beschichtungszusammensetzungen
effizient auf rauhen Oberflächen
mit Rollern aufgetragen werden können,
wenn die Zusammensetzung eine ziemlich hohe Viskosität hat, und
das mit dem Beladen von hochviskosen Beschichtungszusammensetzungen auf
Rollern verbundene Problem von Dreck kann überwunden werden. Geeignete
hochviskose Beschichtungszusammensetzungen müssen Rotothinner-Viskositäten mittlerer
Scherung von zwischen 5 bis 130 (vorzugsweise von 60 bis 130) Pa·s bei
20°C und
ICI-Kegelplattenviskositäten
hoher Scherung von zwischen 0,03 bis 0,1 (vorzugsweise von 0,07
bis 0,1) Pa·s
bei 25°C
aufweisen. Man hat herausgefunden, daß geeignete Mengen derartiger
viskoser Beschichtungszusammensetzungen auf Rollern auf eine nicht-dreckige
Weise geladen werden können, selbst
von Amateuren, wenn das Beladen und das Wiedergewinnen von Überschußzusammensetzung in
dem Schutz eines Behälters
gemäß dieser
Erfindung durchgeführt
wird. Außerdem
erfordert das Beladen nicht die Verwendung von einer Vorrichtung, wie
z. B. einer Schale, die nach dem Gebrauch abgewaschen werden muß, und die
Behälter
können leicht
mit einem Griff der gewöhnlich
an Farbdosen verwendeten Art versehen werden, um es leicht zu machen,
den Behälter
festzuhalten.
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Angesichts des Vorteils der Verwendung
von Behältern
gemäß dieser
Erfindung bei Verfahren zum Beschichten rauher Oberflächen gibt
diese Erfindung auch ein Verfahren zum Auftragen einer Beschichtungszusammensetzung
auf eine rauhe Oberfläche unter
Verwendung eines Rollers an, bei dem
- a) eine
Beschichtungszusammensetzung ausgewählt wird, welche Zusammensetzung
eine Rotothinner-Viskosität
mittlerer Scherung von zwischen 5 bis 130 Pa·s bei 20°C und eine ICI-Kegelplattenviskosität hoher
Scherung von zwischen 0,03 bis 0,1 Pa·s bei 25°C aufweist;
- b) die Zusammensetzung in einen mit einem Gitter versehenen
Behälter
gemäß der Erfindung
zugeführt
wird;
- c) der Roller in die Beschichtungszusammensetzung eingesetzt
und herausgezogen wird, wobei er eine Überschußbeladung der Zusammensetzung
trägt;
- d) der herausgezogene Roller über das Gitter gerollt wird,
wodurch Überschußzusammensetzung entfernt
wird; und
- e) nach dem Entfernen der Überschußzusammensetzung
der Roller über
die rauhe Oberfläche gerollt
wird, wodurch die Zusammensetzung von dem Roller auf die Oberfläche übertragen
wird.
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Das Verfahren ist insbesondere zum
Auftragen einer Beschichtungszusammensetzung geeignet, die ein Biozid
von der bei der Holzkonservierung verwendeten Art enthält.
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Diese Erfindung gibt auch einen Deckel
aufweisenden Behälter
an, der mit einem Gitter versehen ist, wobei der Behälter eine
hochviskose Beschichtungszusammensetzung wie oben beschrieben enthält.
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Für
die Zwecke dieser Erfindung wird eine ICI-Kegelplattenviskosität hoher
Scherung bei 25°C wie
folgt bestimmt:
Eine Viskosität fester Scherrate wird unter
Verwendung der Kegelplattentechnik gemessen, die im ASTM-Test D4287-87
beschrieben ist, aber unter Bedingungen, die angepaßt sind,
um eine Scherrate von 10.000/s zu erzeugen. Der Kegel hat einen
Winkel von 0,5° und
einen Radius von 7,5 mm.
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Die Rotothinner-Viskosität mittlerer
Scherung wird bei 20°C
unter Verwendung des Sheen/ICI-Rotothinner (elektrisches Modell)
bestimmt, das in dem Sheen-Prospekt mit dem Titel "Viscosity Sheen" beschrieben ist,
das von Sheen Instruments Limited aus Kingston an der Themse, Surrey,
England herausgegeben wurde.