DE60201370T2 - Kabelführung für ein dichtes Gehäuse und Dichtungs-Gruppe, eine derartige Führung aufweisend - Google Patents

Kabelführung für ein dichtes Gehäuse und Dichtungs-Gruppe, eine derartige Führung aufweisend Download PDF

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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Kabelführung für ein dichtes Gehäuse und eine Dichtungsgruppe, die eine derartige Führung aufweist.
  • Sie bezieht sich genauer auf eine Kabelführung, insbesondere für ein elektrisches oder optisches Telekommunikationskabel, aufweisend einen zylindrischen Teil, der an einem seiner Enden dazu bestimmt ist, mit einem Dichtungselement in Kontakt zu treten, das dazu bestimmt ist, eingehend in ein dichtes Spleißschutzgehäuse, das ein Druckgas enthält, in einen mit dem Gehäuse verbundenen Rohrstutzen montiert zu werden, und an seinem anderen Ende dazu bestimmt ist, mittels einer Mutter, die auf den besagten Rohrstutzen geschraubt wird, angedrückt zu werden.
  • Eine derartige Führung ist vom Patentdokument EP-0 842 507 bekannt.
  • Dieses Dokument beschreibt ein dichtes Apparategehäuse mit Kabelzugang, das eine Dichtungsgruppe aufweist, die aus einer Pressvorrichtung besteht, die am Ende des Rohrstutzens montiert wird, um eine Dichtung um das Kabel zu komprimieren. Diese Pressvorrichtung umfasst eine Mutter, die dazu bestimmt ist, an das Ende des Rohrstutzens aufgeschraubt zu werden und, eingefügt zwischen dieser Mutter und der Dichtung, eine Presshülse, die üblicherweise auch Kabelführung oder Kabelpresse genannt wird. Diese Hülse hat einen vorspringenden zylindrischen zentralen Teil, der es ihr ermöglicht, an der einen Seite über einem Innenanlagekranz peripher in Kontakt zu treten, der die Mutter aufweist, und an der anderen Seite über eine Muffe durch einen zylindrischen Teil. Die Führung wird also von einer zylindrischen Hülse ohne direkten Kontakt mit dem Kabel gebildet.
  • Bei einer Biegung des Kabels im Innern des Gehäuses, zum Beispiel bei einer Manipulation dieses Kabels oder wenn es gebogen werden muss, um angeschlossen werden zu können, wirkt eine Kraft auf das Ende der Dichtung, deren Innenbohrung dadurch radial deformiert wird, wodurch ein Raum zwischen der Bohrung und dem Kabel freigegeben wird, was zu einem Verlust des unter Druck stehenden Gases führen kann.
  • Die Erfindung löst dieses Problem, und um das zu tun, wird der besagte zylindrische Teil der Führung erfindungsgemäß an der dem Gehäuse gegenüberliegenden Seite durch mindestens eine radial deformierbare kegelstumpfartige Zunge verlängert, die an ihrem Ende ein Spannelement aufweist, das dazu bestimmt ist, auf der Kabelperipherie fixiert zu werden.
  • Damit wird mit dem Spannelement eine von der Dichtung relativ entfernte Kabelsicherung geschaffen, das im Falle einer Biegung des Kabels die Deformationskraft absorbiert, indem es jedwede Deformation auf Ebene der Dichtung verhindert und jedweden Gasverlust ausschaltet.
  • Weiterhin können sich die Zungen unter Berücksichtigung ihrer Elastizität an den Kabeldurchmesser anpassen, und die Dichtung muss keinem bestimmten Kabeldurchmesser angepasst werden.
  • Einer bevorzugten Ausführungsform zufolge weist dieser Teil mindestens zwei Zungen auf, die auf der Peripherie seines dem Gehäuse gegenüberliegenden Endes verteilt sind.
  • Auf diese Weise wird das Kabel über seine gesamte Peripherie gehalten, wodurch sein Halt unabhängig von der eventuell anliegenden Biegerichtung gewährleistet wird.
  • Das besagte Spannelement weist vorzugsweise auf seiner dem Kabel zugewandten Innenseite Fixierzähne auf.
  • Diese Zähne verankern sich beim Festziehen des Spannelements auf dem Kabel auf der Umhüllung des Kabels und gewährleisten seine Blockierung.
  • Vorteilhafterweise wird die besagte Führung mit einer Schlauchschelle verbunden, die dazu bestimmt ist, auf dem besagten Spannelement fixiert zu werden.
  • Diese Schelle gewährleistet eine besonders einfache und wirksame Fixierung des Spannelements.
  • Die Führung weist vorzugsweise auf ihrer dem Gehäuse zugewandten Stirnseite mindestens eine Fixierrippe auf.
  • Diese Rippe ist dazu bestimmt, sich in der Dichtung zu verankern und verhindert, dass sich das Kabel beim Schrauben der Mutter dreht.
  • Die Erfindung bezieht sich ebenfalls auf eine Dichtungsgruppe für Kabel, insbesondere elektrische oder optische Telekommunikationskabel, die dazu bestimmt ist, eingehend in ein dichtes Spleißschutzgehäuse, das ein Druckgas enthält, montiert zu werden, eine Führung wie oben beschrieben aufweisend.
  • Vor allem weist die besagte Führung auf ihrer dem Gehäuse zugewandten Stirnseite mindestens eine Fixierrippe auf, die dazu bestimmt ist, sich in einer Dichtung zu verankern, die im besagten Rohrstutzen angeordnet ist und in diesem durch eine Anordnung von verbundenen Rippen und Rillen gehalten wird, wobei die Führung an ihren anderen Ende dazu bestimmt ist, mittels einer auf den besagten Rohrstutzen geschraubten Mutter angedrückt zu werden.
  • Die Erfindung wird nachfolgend mit Hilfe von Figuren detaillierter beschrieben, wobei es sich lediglich um eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung handelt.
  • 1 ist ein Längsschnitt durch eine Dichtungsgruppe, die eine erfindungsgemäße Kabelführung aufweist und zur Montage eines einzelnen Kabels bestimmt ist.
  • 2 ist eine perspektivische Ansicht dieser Dichtungsgruppe im montierten Zustand.
  • 3 ist eine perspektivische Ansicht dieser Dichtungsgruppe im Zustand vor der Montage.
  • 4 ist eine perspektivische Explosionszeichnung einer Dichtungsgruppe, die eine erfindungsgemäße Kabelführung aufweist und zur Montage von zwei Kabeln bestimmt ist.
  • 5 ist eine perspektivische Explosionszeichnung dieser Dichtungsgruppe, von einer gegenüberliegenden Seite aus gesehen.
  • Die 1 bis 5 zeigen Dichtungsgruppen für Kabel, insbesondere elektrische oder optische Telekommunikationskabel, die dazu bestimmt sind, eingehend in ein dichtes Spleißschutzgehäuse 1, das ein Druckgas enthält, montiert zu werden. Bei optischen Kabeln kann dieses Gas Druckluft sein.
  • Das Gehäuse 1 weist einen Kabeleingang durch eine Stirnfläche des Körpers 2 des Gehäuses auf. Der Eingang definiert einen Durchgang oder Rohrstutzen 3, der auf seiner Peripherie vollkommen geschlossen ist, mit dem Gehäuse 1 verbunden und dessen Außenseite zylindrisch und mit einem Gewinde versehen ist. Er nimmt eine Dichtung 4 auf, deren inneres Dichtungsteil 4B im Gehäuse 1 nach innen angeordnet ist und in den Rohrstutzen 3 einrastet, und eine Anordnung, die an sich als Kabelführung 5 bekannt ist, und eine Mutter und Stopfbuchse 6, die im Gewindeteil auf den Rohrstutzen 3 aufgeschraubt wird.
  • Die 4 und 5 zeigen die besagte Mutter nicht, um eine bessere Sicht auf die Kabelführung 5 zu gewährleisten.
  • Die Führung 5 weist einen zylindrischen Teil 5A auf, der an einem seiner Enden dazu bestimmt ist, mit dem Dichtungselement 4 in Kontakt zu treten, und an seinem anderen Ende von der besagten Mutter 6, die auf den besagten Rohrstutzen 3 geschraubt wird, angedrückt zu werden. Dieser Teil 5A wird an der dem Gehäuse 1 gegenüberliegenden Seite durch mindestens eine radial deformierbare kegelstumpfartige Zunge 5B verlängert, die an ihrem Ende ein Spannelement 5C aufweist, das dazu bestimmt ist, auf der Peripherie des Kabels 7 fixiert zu werden.
  • Vorzugsweise und wie dargestellt weist dieser Teil 5A mindestens zwei Zungen 5C auf, die auf der Peripherie seines zum Gehäuse 1 gegenü berliegenden Endes verteilt sind. Bei der auf den 1 bis 3 dargestellten Variante sind drei Zungen 5C vorgesehen und bei der Variante auf den 4 und 5 sind zwei Zungen 5C vorgesehen. Damit wird ein wirksamer Halt des Kabels in allen Richtungen gewährleistet.
  • Vorteilhafterweise umfassen die Spannelemente 5C, wie insbesondere auf der 4 zu sehen, auf ihrer dem Kabel 7 zugewandten Innenseite Fixierzähne 8, die dazu bestimmt sind, das Kabel 7 bei der Fixierung der Spannelemente 5C mittels einer Schlauchschelle 9, die mit der besagten Führung 5 verbunden ist und dazu bestimmt, über den besagten Spannelementen 5C fixiert zu werden, wirksam zu blockieren.
  • Vorteilhafterweise weist die Führung 5, wie auf der 5 zu sehen ist, auf ihrer dem Gehäuse 1 zugewandten Stirnseite mindestens eine Fixierrippe 10 auf, die dazu bestimmt ist, sich in der Dichtung 4 zu verankern, die im besagten Rohrstutzen 3 angeordnet ist. Vorzugsweise sind mehrere Rippen 10 verteilt auf der Peripherie der Führung 5 vorgesehen und verankern sich in der Dichtung 4, wenn die Mutter 6 angeschraubt wird.
  • Im übrigen wird die Dichtung 4 im Rohrstutzen 3 durch eine Anordnung von verbundenen Rippen und Rillen fixiert, vorteilhafterweise von Rippen 11, die auf der Peripherie der Innenfläche des Rohrstutzens 3 verteilt sind und von Rillen 12, die auf der Peripherie des inneren Dichtungsteils 4B der Dichtung 4 verteilt sind.
  • Auf diese Weise kann sich die Dichtung 4, sobald sie in den Rohrstutzen 3 eingeführt wurde, nicht mehr drehen. Bei der Montage verankert sich die Führung 5 dank ihrer Rippen 10 in der Dichtung 4 und kann sich ebenfalls nicht mehr drehen. Das Kabel seinerseits wird durch die Schelle 9 auf der Führung 5 fixiert. Folglich kann sich das Kabel 7 beim Anschrauben der Mutter 6 nicht mehr drehen. Das ist ganz besonders bei einer Dichtungsgruppe nützlich, die zur Montage mehrerer Kabel bestimmt ist, wie auf den 4 und 5 dargestellt, da in diesem Fall die Kabel nicht auf der Rotati onsachse der Mutter ausgerichtet sind und sich ohne Fixierung rotierend um diese Achse verschieben würden, was zu deren Biegung führte, wodurch Gasaustritte hervorgerufen werden könnten.

Claims (7)

  1. Kabelführung, insbesondere für ein elektrisches oder optisches Telekommunikationskabel, aufweisend einen zylindrischen Teil (5A), der an einem seiner Enden dazu bestimmt ist, mit einem Dichtungselement (4) in Kontakt zu treten, das dazu bestimmt ist, eingehend in ein dichtes Spleißschutzgehäuse (1), das ein Druckgas enthält, in ein mit dem Gehäuse (1) verbundenes Rohr (3) montiert zu werden, und an seinem anderen Ende dazu bestimmt ist, mittels einer Mutter (6), die auf das besagte Rohr (3) geschraubt wird, angedrückt zu werden, dadurch gekennzeichnet, dass sich dieser Teil 5A an der dem Gehäuse (1) gegenüberliegenden Seite durch mindestens eine radial deformierbare kegelstumpfartige Zunge (5B), die an ihrem Ende ein Spannelement (5C) aufweist, das dazu bestimmt ist, auf der Peripherie des Kabels (7) fixiert zu werden, verlängert.
  2. Führung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Teil mindestens zwei Zungen (5B) aufweist, die auf der Peripherie seines dem Gehäuse gegenüberliegenden Endes verteilt sind.
  3. Führung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das besagte Spannelement (5C) auf seiner dem Kabel (7) zugewandten Innenseite Fixierzähne (8) aufweist.
  4. Führung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die besagte Führung (5) mit einer Schlauchschelle (9) verbunden ist, die dazu bestimmt ist, auf dem besagten Spannelement (5C) fixiert zu werden.
  5. Führung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie auf ihrer dem Gehäuse (1) zugewandten Stirnseite mindestens eine Fixierrippe (10) aufweist.
  6. Dichtungsgruppe für Kabel, insbesondere elektrische oder optische Telekommunikationskabel, die dazu bestimmt ist, eingehend in ein dichtes Spleißschutzgehäuse (1), das ein Druckgas enthält, montiert zu werden, eine Führung (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche aufweisend.
  7. Gruppe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die besagte Führung (5) auf ihrer dem Gehäuse (1) zugewandten Stirnseite mindestens eine Fixierrippe (10) aufweist, die dazu bestimmt ist, sich in einer Dichtung (4) zu verankern, die im besagten Rohrstutzen (3) angeordnet ist und in diesem durch eine Anordnung von verbundenen Rippen und Rillen (11, 12) gehalten wird, wobei die Führung (5) an ihren anderen Ende dazu bestimmt ist, mittels einer auf den besagten Rohrstutzen (3) geschraubten Mutter (6) angedrückt zu werden.
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