DE60201732T2 - Aufblasbare tragetasche - Google Patents

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Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf einen Behälter, wie etwa eine Tragetasche, der aus verschweißbarem Blattmaterial hergestellt ist und ein erste, eine zweite, eine dritte und eine vierte Schicht Blattmaterial umfasst, die eine im wesentlichen zueinander korrespondierende Form haben und miteinander an allen ihren Kanten verbunden sind, mit Ausnahme einer Verbindung zwischen der zweiten und der dritten Schicht an der oberen Seite, wobei der Raum zwischen der ersten und der zweiten Schicht und der Raum zwischen der dritten und der vierten Schicht miteinander verbunden sind und diese Räume zusammen eine Luftkammer bilden, und wobei sich ein Kanal zwischen der Luftkammer und der Umgebung erstreckt und zumindest teilweise eine Wand umfasst, die aus schlaffem Material hergestellt ist und an ihrer Außenseite von der Luftkammer begrenzt ist.
  • Solch ein Behälter ist aus der NL-A-1 011 793 bekannt.
  • Solch ein Behälter kann beispielsweise als eine Tragetasche für zerbrechliche Produkte eingesetzt werden, wie etwa Glasflaschen oder Glasware, oder für Produkte, die einen thermisch isolierten Transport erfordern, wie tiefgefrorene Produkte oder gekühlte Getränke. Besonders im Fall von gekühlten Getränken ist es wichtig, dass die thermische Isolation für eine lange Zeit erhalten bleibt, beispielsweise während eines Tags am Strand.
  • Bei diesem Behälter des Stands der Technik tritt eine geringe Leckage im als Verschluss dienenden Kanal auf, so dass der im Inneren des Behälters herrschende Druck nicht hinreichend lang aufrechterhalten werden kann, um eine komfortable Verwendung des Behälters sicherzustellen.
  • Die vorliegende Erfindung hat als ihre Aufgabe, einen solchen Behälter bereitzustellen, bei dem der im Inneren herrschende Druck über einen hinreichend langen Zeitraum aufrechterhalten werden kann.
  • Diese Aufgabe wird damit gelöst, dass der Kanal einen starren Teil umfasst, der auf der Außenseite zugänglich ist, der durch eine Kappe verschlossen werden kann.
  • Das Bereitstellen eines starren Teils und der Kappe hat natürlich den Effekt der Gestehungspreissteigerung, führt aber zu einer wesentlich besseren Einsetzbarkeit des Behälters. Der schlaffe Teil des Kanals dient hierin als ein Mittel zum Vermindern der Leckage der Luft durch den Kanal während des Zeitraums zwischen dem Ende des Aufblasens und dem Aufsetzen der Kappe.
  • Es wird hier herausgestellt, dass eine ähnliche Konfiguration aus der FR-A-2121977 bekannt ist, aber dass hier ein Hereinblasen von Luft einer Röhre verwendet wird, die danach entfernt wird.
  • Gemäß einer ersten Ausführungsform ist die schlaffe Wand des Kanals durch Streifen der an einer Blattkante gefalteten ersten und zweiten Schicht ausgebildet.
  • Dadurch wird es strukturell einfach, den schlaffen Teil des Kanals im Behälter zu integrieren.
  • Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist der starre Teil des Kanals aus einer Röhre gebildet, die in luftdichter Weise zwischen den beiden Streifen eingeschlossen ist, und die auf ihrer Außenseite durch eine Kappe verschlossen werden kann. Diese Ausführungsform macht es während des Herstellens eines Behälters möglich, solch eine Röhre zwischen die Schichten des Blattmaterials zu schieben und daran zu befestigen.
  • Eine besondere Ausführungsform lehrt, dass die Verbindungsschweißnaht zwischen den gefalteten Streifen an der Position des Kanals durch eine Schicht unterbrochen ist, die vor dem Schweißen angebracht wird und die Adhäsion der Schweißnaht blockiert.
  • Um den Raum zum Aufblasen zu versiegeln, wird eine Schweißnaht zwischen dem Blattmaterial und dessen gefalteten Teilen verwendet. Diese Schweißnaht muss an der Position des Kanals unterbrochen sein, um den Kanal auf den Raum zum Aufblasen zu verschließen. Es ist schwierig, eine Schweißnaht zu unterbrechen, wenn sie einmal hergestellt worden ist. Dieses Problem wird vermieden, indem verhindert wird, dass die Schweißnaht gemacht wird. Zu verhindern, dass die Schweißnaht lokal ausgebildet wird, kann durch Anordnen einer Schicht erreicht werden, welche die Adhäsion an der relevanten Stelle verhindert. Ein Vorgang wird durch Anordnen der Schicht zusammen mit dem Bedrucken eingespart.
  • Die vorliegende Erfindung stellt weiterhin ein Verfahren zum Herstellen eines solchen Behälters bereit, der die folgenden Schritte umfasst:
    Bedrucken einer Seite eines Streifens aus Material zumindest an der Position der zu bildenden Kanäle; Doppeltfalten des Streifens aus Material in der Länge; Falten von Laschen, die an den Kanten des Streifens innen in Längsrichtung liegen; Ankleben der Laschen längs ihrer Kanten am gegenüber liegenden Material; nochmals Doppeltfalten des Streifens aus Material (H); Ankleben des Materials längs der Querkanten; Einführen und Ankleben der Röhre und Abschneiden der sich so ergebenden Behälter.
  • Andere attraktive Ausführungsformen der Erfindung werden in den übrigen Unteransprüchen genannt.
  • Die vorliegende Erfindung wird untenstehend unter Bezugnahme auf die anhängenden Figuren erläutert, in denen:
  • 1 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer Tragetasche gemäß der vorliegenden Erfindung ist;
  • 2 eine hochgradig vereinfachte schematische Querschnittsansicht der in 1 gezeigten Tragetasche ist;
  • 3 eine teilweise weggebrochene perspektivische Detailansicht der in den 1 und 2 gezeigten Tragetasche ist;
  • 4 eine perspektivische Detailansicht der in den 1 bis 4 gezeigten Tragetasche während des Herstellverfahrens ist; und
  • 5(AH) schematische Querschnittsansichten der Tragetasche gemäß der Erfindung während des Herstellverfahrens zeigen.
  • 1 zeigt eine insgesamt mit 1 bezeichnete Tragetasche, die in 2 im Querschnitt gezeigt ist. Die Tragetasche wird durch zwei äußere Bahnen 2 bzw. 3 und zwei innere Bahnen 4 bis 5 ausgebildet. Die inneren und äußeren Bahnen 2 bis 5 werden gemeinsam aus einem Blatt flexiblen Materials ausgebildet. Auf der Oberseite der Tragetasche sind die äußere Bahn 2 und die innere Bahn 4 durch zwei gefaltete Streifen 6 bzw. 7 verbunden, die ebenfalls einen Teil desselben Blatts von Basismaterial bilden. Der gefaltete Streifen 6 wird mit der äußeren Bahn 2 mittels einer Schweißnaht 8 verbunden, während der gefaltete Streifen 7 mit der inneren Bahn 4 mittels einer Schweißnaht 9 verbunden ist. Eine abdichtende Schweißnaht 11 ist angeordnet, um den von den Bahnen 2 bis 5 eingeschlossenen Raum 10 abzudichten. Diese Schweißnaht 11 ist an der Stelle der Luftzufuhrvorrichtung unterbrochen, wie im Nachfolgenden erläutert wird. Ein Handgriff 12 bzw. 13 ist an jeder der inneren Bahnen 4, 5 mittels Schweißnähten 14 bzw. 15 fixiert.
  • Zwischen den Bahnen 2 und 4 bzw. zwischen 3 und 5 sind weiterhin eine Anzahl von Verbindungsschweißnähten angeordnet, die nur in 2 gezeigt sind. Die Seitenschweißnähte 17 bzw. 18 sind auf beiden Seiten der Tragetasche 1 angeordnet. Der so erhaltene Raum 10 wird daher in luftdichter Weise relativ zur Umgebung abgedichtet, außer an der Unterbrechung in der Schweißnaht.
  • 3 zeigt, wie ein Kanal zum Zuführen der Luft zum betrachteten Raum ausgebildet wird. Wie in 3 gezeigt, ist die Schweißnaht 11 für diesen Zweck zwischen den gefalteten Streifen 6 und 7 unterbrochen. An der Position dieser Unterbrechung ist eine Kunststoffröhre 19 zwischen den gefalteten Streifen 6 und 7 platziert. Diese Röhre 19 erstreckt sich zu einer Position, die in einem gewissen Abstand von der Unterbrechung der Naht 11 liegt. Die Röhre wird hierin fest zwischen den gefalteten Streifen 6 und 7 mittels zweier Nähte 20 bzw. 21 versiegelt. Die Nähte 20 bzw. 21 weichen von der Röhre bis zu einer Verbindung mit der Originalnaht 11 ab. Zwischen der Unterbrechung in der Schweißnaht 11 und der Röhre 19 ist der Raum zwischen den zwei Streifen 6, 7 durch Schweißnähte 20, 21 abgedichtet.
  • Um das Anhaften von Röhre 19 an den gefalteten Streifen 6, 7 zu verbessern, ist die Röhre 19 mit zwei Vorsprüngen 22 bzw. 23 versehen, die sich in der Längsrichtung der Röhre 19 erstrecken.
  • Zwei Schweißnähte 32 erstrecken sich weiterhin über die Röhre zur luftdichten Versiegelung der Röhre 19.
  • Der Teil der inneren Bahn 4, der von den Schweißnähten 11, 20 und der Seitenschweißnaht 18 eingeschlossen ist, ist weiterhin mit einer Perforation 24 versehen, wobei eine lösbare Zunge 25 ausgebildet wird. An der Spitze dieser lösbaren Zunge 25 ist ein Stopper 26 ausgebildet, der in der Öffnung der Röhre 19 platziert werden kann, nachdem die Perforation weggebrochen worden ist. Dadurch wird eine hinreichend präzise Abdichtung erhalten.
  • 4 zeigt, wie die Vertiefung in der Schweißnaht 11 erhalten wird. Der relevante Teil des gefalteten Streifens 7 wird aus diesem Grund mit einem Aufdruck 27 versehen. Dieser Aufdruck kann durch farbloses Bedrucken beispielsweise mit einem farblosen Lack gebildet werden, kann aber genauso gut mit einem farbigen Druck ausgebildet werden. Dieses Bedrucken kann zusammen mit der üblichen gedruckten Werbung auf der äußeren Bahn 2 angeordnet sein.
  • Bei einem Schweißvorgang, der nach dem Drucken stattfindet, wird die Schweißnaht nicht an der Position des Bedruckens anhaften, so dass die gewünschte Vertiefung in der Schweißnaht 11 derart erhalten werden kann.
  • Die Herstellung einer Tragetasche gemäß der Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die 5A bis 5H beschrieben.
  • Der Ausgangspunkt ist eine Strecke von LDPE 28, wie in 5A gezeigt. Auf dieser Länge ist die aufgedruckte Werbung 29 wie auch die für den Zweck des Ausbildens einer Vertiefung in der Schweißnaht 11 vorgesehene Bedruckung 27 angeordnet.
  • Die Streifen 6 und 7 werden nachfolgend gefaltet, wie in 5b gezeigt. Die Schweißnähte 8 und 9 werden dann wie in 5c gezeigt hergestellt.
  • Noch ein anderer Falz wird gemacht, um die in 5D gezeigte Konfiguration zu erhalten, wonach die Schweißnaht 11 hergestellt wird und eine Schweißnaht 30 gemacht werden kann, wie in 5e gezeigt. Die Seitenschweißnähte 17 und 18 werden dann wie in 5f gezeigt gemacht, und die Röhre 19 wird wie in 5g gezeigt eingeführt.
  • Schließlich werden Handgriffe 12 und 13 angeordnet und die derart erzeugte Tragetasche wird doppelt gefaltet, wie in 5h gezeigt, wonach nur die Seitenschweißnähte 17, 18, die im Querschnitt nicht gezeigt sind, hergestellt werden müssen, um die Tragetasche zu vervollständigen.
  • Es ist ersichtlich, dass es möglich ist, von der Ausführungsform in verschiedenen Weisen abzuweichen. Es ist beispielsweise möglich, eine Tragetasche aus einem anderen Material herzustellen oder eine Tragetasche von anderer Form herzustellen. Diese Form kann beispielsweise auf Basis des Materials zum Transportieren gewählt werden, beispielsweise Glasflaschen oder Tiefkühlprodukte. Die Tragetasche kann auch dafür eingerichtet werden, als ein Kopfkissen zu dienen, unabhängig davon, ob sie mit Dosen gekühlter Getränke gefüllt ist oder nicht.
  • Obwohl Vorkehrungen getroffen worden sind, die Tragetasche aus üblichen Materialien, wie LDPE, herzustellen, sind andere Materialien, wie komposite Folien, insbesondere mit einer Metallschicht versehene Folien, nicht ausgeschlossen.

Claims (7)

  1. Behälter, wie etwa eine Tragetasche (1), der aus verschweißbarem Blattmaterial hergestellt ist und eine erste, eine zweite, eine dritte und eine vierte Schicht Blattmaterial (2, 4, 5, 3) umfasst, die eine im wesentlichen zueinander korrespondierende Form haben und miteinander an allen ihren Kanten verbunden sind, mit Ausnahme einer Verbindung zwischen der zweiten und der dritten Schicht an der oberen Seite, wobei der Raum zwischen der ersten und der zweiten Schicht (2, 4) und der Raum zwischen der dritten und der vierten Schicht (5, 3) miteinander verbunden sind und diese Räume zusammen eine Luftkammer (10) bilden, und wobei sich ein Kanal (19) zwischen der Luftkammer (10) und der Umgebung erstreckt und zumindest teilweise eine Wand (6, 7) umfasst, die aus schlaffem Material hergestellt ist und an ihrer Außenseite von der Luftkammer (10) begrenzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal einen starren Teil (19) umfasst, dessen freies Ende von außen zugänglich ist und mit einer Kappe (26) geschlossen werden kann, dass die schlaffe Wand (6, 7) des Kanals durch Streifen der an einer Blattkante (2, 4) gefalteten ersten und zweiten Schicht gebildet ist und dass die Verbindungsschweißnaht (11) zwischen den gefalteten Streifen (6, 7) an der Position des Kanals durch eine Schicht (27) unterbrochen ist, die vor dem Schweißen angeordnet wird und die Adhäsion der Verbindungsschweißnaht (11) blockiert.
  2. Behälter gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der starre Teil des Kanals aus einer Röhre (19) geformt ist, die in luftdichter Weise zwischen den beiden Streifen (6, 7) eingeschlossen ist.
  3. Behälter gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die schlaffen Wände (6, 7) des Kanals durch ein Paar von Sperrschweißnähten (20, 21) verbunden sind, die sich von der Verbindungsschweißnaht (11) zur Röhre (19) erstrecken.
  4. Behälter gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Sperrschweißnähte (20, 21) auf jeder Seite der Röhre (19) weiter erstrecken und dass die Erstreckungen der Sperrschweißnähte (20, 21) die Röhre (19) auf beiden Seiten des Blattmaterials (6, 7) fixieren.
  5. Behälter gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Röhre (19) mit länglichen Vorsprüngen (22, 23) versehen ist, die zueinander diametral gegenüber liegen.
  6. Behälter gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappe (26) mit einem lösbaren Teil (25) des Bogenmaterials verbunden ist.
  7. Verfahren zum Herstellen eines Behälters gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte: – Bedrucken einer Seite eines Streifens aus Material zumindest an der Position (27) des zu bildenden Kanals (A); – Falten von Laschen, die an den Kanten des Streifens innen in Längsrichtung liegen (B); – Ankleben der Laschen längs ihrer Kanten am gegenüber liegenden Material (C); – Doppeltfalten des Streifens aus Material in der Länge (D); – Nochmals Doppeltfalten des Streifens aus Material (H); – Ankleben des Materials längs der Querkanten; – Einführen und Ankleben der Röhre (G); und – Abschneiden des sich so ergebenden Behälters.
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