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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Technisches
Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet sprachgesteuerter Online-Antwortsysteme
und insbesondere sprachgesteuerte Benutzerschnittstellen zur Verwendung
in sprachgesteuerten Online-Antwortsystemen.
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Beschreibung
der zugrunde liegenden Technik
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In
Sprachverarbeitungssystemen kann Sprache sowohl eingegeben als auch
ausgegeben werden. Durch bekannte Spracherkennungsverfahren können Sprachausgaben
in einen für
einen Computer verständlichen
Text umgesetzt werden. Ebenso können
durch bekannte Sprachsyntheseverfahren Sprachausgaben erzeugt werden.
In den vergangenen Jahren hat besonders eine Art von Sprachverarbeitungssystemen,
das Online-Sprachverarbeitungssystem,
breite Anwendung gefunden. Online-Sprachverarbeitungssysteme sind Datenverarbeitungssysteme,
welche über
eine sprachgesteuerte Benutzerschnittstelle sowohl Spracheingaben
verarbeiten als auch Sprachausgaben erzeugen können. Typische Online-Sprachverarbeitungssysteme
sind in einer Telefonanlage installiert, in welcher Benutzer mittels
eines Telefons mit dem Online-Sprachverarbeitungssystem in Verbindung
treten. Ein solches System ist von Bennacef et al. in „Dialog
in the RAILTEL Telephone-based system", ICSLP, 96, S. 550 bis 553, beschrieben
worden.
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Im
Allgemeinen können
Online-Sprachverarbeitungssysteme auf Anforderung durch das Datenverarbeitungssystem
gesprochene Aufforderungen an einen Benutzer richten, indem sie
gesprochene Texte synthetisieren und über ein öffentliches Telefonnetz (Public
Switched Telephone Network, PSTN) zum Benutzer übertragen. Allerdings sind
Online-Sprachverarbeitungssysteme
nicht auf die Verwendung in einem öffentlichen Telefonnetz beschränkt, sondern
sind auch schon in solche Sprachübermittlungsverfahren
in Paketvermittlungsnetzen wie zum Beispiel VoIP (Sprache über Internet)
integriert worden. In jedem Fall können Benutzer auf gesprochene
Aufforderungen eines Online-Sprachverarbeitungssystems
antworten, indem sie über
das öffentliche
Telefonnetz mit dem Online-Sprachverarbeitungssysteme „sprechen". Online-Sprachverarbeitungssysteme
können
die Benutzersprache analysieren und in Text umsetzen, der durch
das Datenverarbeitungssystem verarbeitet werden kann.
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Online-Sprachverarbeitungssysteme
bieten Benutzern des Öfteren
eine Liste mit einem Auswahlmenü an.
Zum Beispiel können
Benutzern in einem Online-Sprachverarbeitungssystem, das in einem rechnergestützten Bibliothekskatalog
eingesetzt wird, Bücherlisten
angeboten werden, welche Suchkriterien wie zum Beispiel „Fiktion" oder „Sport" erfüllen. Der
Nutzen eines solchen Online-Sprachverarbeitungssystems, das Listen
mit vielen Posten enthält,
kann jedoch durch die beschränkte
Merkfähigkeit
der Benutzer begrenzt sein. Wenn die Bücherliste beispielsweise mehr
als ein Dutzend Posten enthält,
können sich
Benutzer in den meisten Fällen nicht
an alle Posten in der Liste erinnern. Deshalb wird ein Verfahren
zum Komprimieren der Darstellung längerer Listen in einem Online-Sprachverarbeitungssystem
benötigt,
um die Auswahl von Posten aus einer Liste durch Benutzer zu erleichtern.
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ÜBERBLICK ÜBER DIE
ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung löst
das Problem der Darstellung von Posten in einer Liste über eine sprachgesteuerte
Benutzerschnittstelle durch Bereitstellen eines Systems, einer Vorrichtung
und eines Verfahrens zur Darstellung einer komprimierten Liste,
durch welche die Nachteile beim Stand der Technik beseitigt werden.
Insbesondere kann die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum automatischen Komprimieren
der Darstellung von langen Listen in einem interaktiven sprachgesteuerten
Antwortsystem beinhalten, um die Benutzerauswahl von Posten aus
einer Liste zu erleichtern. Insbesondere kann ein Verfahren zur
Darstellung einer Liste gemäß den erfindungsgemäßen Anordnungen
die folgenden Schritte umfassen: dynamisches Zusammenfassen von
Posten in einer Liste zu Gruppen anhand nacheinander angeordneter
Symbole in den Posten, welche allen gemeinsam sind; Markieren jeder
Gruppe der ausgewählten
Posten; gesprochene Darstellung jeder Gruppenmarkierung über eine
sprachgesteuerte Benutzerschnittstelle; und, als Reaktion auf eine Auswahl
einer der dargestellten Gruppenmarkierungen, Darstellung der Posten
in einer der ausgewählten
Gruppenmarkierung entsprechenden Gruppe durch die sprachgesteuerte
Benutzerschnittstelle.
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Gemäß einem
Aspekt der vorliegenden Erfindung kann der Schritt des Zusammenfassens
zu Gruppen die folgenden Schritte beinhalten: Analysieren einer
Liste von Posten nach Komponentensymbolen; Kennzeichnen von nacheinander
angeordneten Komponentensymbolen, welche mindestens zwei der Posten
gemeinsam sind, in den Posten der Liste; und Zusammenfassen der
mindestens zwei Posten zu einer Gruppe. Außerdem kann der Markierungsschritt
die folgenden Schritte beinhalten: Erzeugen einer Markierung anhand
der nacheinander angeordneten Komponentensymbole, welche mindestens zwei
der Posten gemeinsam sind; und Zuweisen der erzeugten Markierung
zu der zusammengefassten Gruppe.
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Gemäß einem
anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung kann der Schritt der Zusammenfassung
zu einer Gruppe die folgenden Schritte beinhalten: alphabetisches
Sortieren der Liste auf der Grundlage der Anfangssymbole der Posten
in der Liste; ferner alphabetisches Sortieren der Liste auf der
Grundlage der folgenden nacheinander angeordneten Symbole in den
Posten der Liste; und Erzeugen von Gruppen auf der Grundlage der
Anfangssymbole und der folgenden nacheinander angeordneten Symbole
in den Posten der Liste, welche mindestens zwei der Posten gemeinsam
sind. Außerdem
kann das Verfahren den Schritt des Überspringens von Produktsymbolen
während
des Ausführens der
Sortierschritte beinhalten. Und schließlich kann der Markierungsschritt
den Schritt des Erzeugens einer Markierung beinhalten, welche die
Anfangssymbole und die folgenden nacheinander angeordneten Symbole
in den Posten der Liste umfasst, die mindestens zwei der Posten
gemeinsam sind. Wichtig ist, dass das Verfahren mehrfach (rekursiv)
auf Gruppen von Posten angewendet werden kann. Insbesondere kann
das Verfahren, wenn eine durch das Verfahren erzeugte Gruppe zu
viele Posten enthält,
erneut auf die Gruppe angewendet werden, um die Gruppe zu verkleinern.
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Ein
System zur Darstellung einer Liste gemäß der erfindungsgemäßen Anordnung
kann Folgendes beinhalten: eine Gruppierungskomponente zum dynamischen
Zusammenfassen ausgewählter Posten
einer Liste zu einer Gruppe auf der Grundlage nacheinander angeordneter
Symbole in den Posten, welche allen Posten gemeinsam sind; einen
Gruppenmarkierer zum Markieren jeder Gruppe von ausgewählten Posten;
und eine Darstellungskomponente zur sprachlichen Darstellung jeder
Gruppenmarkierung und aller Posten in der einer ausgewählten Gruppenmarkierung
entsprechenden Gruppe mittels einer sprachgesteuerten Benutzerschnittstelle.
Die Gruppierungskomponente kann Folgendes beinhalten: eine Analyseeinheit
zum Analysieren der Posten einer Liste nach Komponentensymbolen;
einen Komparator zum Identifizieren nacheinander angeordneter Komponentensymbole
der Posten in einer sortierten Liste, welche mindestens zwei der
Posten gemeinsam sind; und eine Zusammenfassungseinheit zum Zusammenfassen
der mindestens zwei Posten zu einer Gruppe. Alternativ kann die
Gruppierungskomponente Folgendes beinhalten: eine Sortiereinheit
zum alphabetischen Sortieren der Posten einer Liste auf der Grundlage
von Anfangssymbolen der Posten dieser Liste und auf der Grundlage
von folgenden nacheinander angeordneten Symbolen der Posten dieser
Liste; und eine Zusammenfassungseinheit zum Zusammenfassen der Posten
in der sortierten Liste mit gemeinsamen Anfangs- und folgenden nacheinander
angeordneten Symbolen zu einer Gruppe. Und schließlich kann
das System zur Listendarstellung eine Komponente zum Überspringen
von Symbolen beinhalten, um zu verhindern, dass die Sortiereinheit
beim Sortieren der Posten der Liste solche Symbole wie zum Beispiel
Artikel berücksichtigt.
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Ferner
wird gemäß der Erfindung
ein maschinenlesbarer Speicher nach Anspruch 8 bereitgestellt.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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In
den vorliegenden Zeichnungen sind bevorzugte Ausführungsarten
dargestellt, wobei jedoch klar ist, dass die Erfindung nicht genau
auf die gezeigten Anordnungen und Vorrichtungen beschränkt ist.
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1A bis 1F stellen
in ihrer Gesamtheit ein Verfahren und ein System zur Darstellung
einer komprimierten Liste gemäß den Anordnungen der
Erfindung bildlich dar.
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2 ist
ein Ablaufdiagramm, welches ein gemäß einem Aspekt der vorliegenden
Erfindung konfiguriertes Verfahren zur Darstellung einer Liste zeigt.
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3 ist
ein Verfahren zum Erzeugen von Gruppen, das gemeinsamen mit dem
Verfahren zur Darstellung einer Liste von 2 eingesetzt
wird.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Bei
der vorliegenden Erfindung handelt es sich um ein System, ein Verfahren
und eine Vorrichtung zur Darstellung einer komprimierten Liste zur Verwendung
mit einer sprachgesteuerten Benutzerschnittstelle. Die vorliegende
Erfindung kann eine Liste von Posten, welche einem Benutzer über eine sprachgesteuerte
Benutzerschnittstelle vorgestellt wird, wirksam bearbeiten. Im Gegensatz
zu Verfahren nach dem Stand der Technik zur nichtdynamischen Darstellung
von Listen über
eine sprachgesteuerte Benutzerschnittstelle fasst die vorliegende Erfindung
ausgewählte
Posten einer Liste auf intelligente und dynamische Weise zu Gruppen
zusammen, formuliert für
jede Gruppe eine Gruppenmarkierung und bietet diese Gruppenmarkierungen
dem Benutzer über
die sprachgesteuerte Benutzerschnittstelle dar. Anschließend werden
die in der Gruppe befindlichen Posten der Liste dem Benutzer nur
dann über
die sprachgesteuerte Benutzerschnittstelle dargeboten, wenn dieser
durch Angeben einer entsprechenden Gruppenmarkierung eine bestimmte
Gruppe auswählt.
Auf diese Weise werden den Benutzern über die sprachgesteuerte Benutzerschnittstelle
kürzere,
komprimierte Listen dargeboten, wodurch sich der Gebrauchswert eines
sprachgesteuerten Systems erhöht,
welches die vorliegende Erfindung anwendet.
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Die 1A bis 1F zeigen
zusammen ein System und ein Verfahren zur Darstellung einer Liste
gemäß der erfindungsgemäßen Anordnung.
In 1A tritt ein Benutzer 102 mit einem Sprachverarbeitungssystem
in Verbindung, welches einen Sprachserver 112 und ein Back-End-Datenverarbeitungssystem 114 beinhaltet,
welche zur Datenübertragung
durch ein Paketvermittlungsnetz 110 miteinander verbunden
sind. Obwohl dieses in 1A bis 1F speziell
als „Internet" bezeichnet wird,
ist die Erfindung nicht darauf beschränkt, sondern es eignet sich
jede Netztopologie wie zum Beispiel ein privates lokales Netzwerk.
Außerdem
kann die Erfindung in einem eigenständigen (Stand-Alone) System oder
in einem eingebetteten System angewendet werden. Auf jeden Fall
kann das Back-End-Datenverarbeitungssystem 114 eine
oder mehrere Datenbanken enthalten, in denen Daten zur Verwendung
durch das Datenverarbeitungssystem 114 gespeichert sein können. Der
Benutzer 102 kann mittels eines üblichen Telefonapparates 104 über ein öffentliches
Telefonnetz (PSTN) 106 mit dem Sprachverarbeitungssystem
in Verbindung treten. Insbesondere kann ein Telefonvermittlungsrechner
(Gateway) 108 die Verbindung zwischen dem Paketvermittlungsnetz 110 und
dem PSTN 106 herstellen.
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Der
Benutzer 102 kann dadurch in Aktion treten, dass er über das
PSTN 106 eine Verbindung zum Sprachserver 112 herstellt.
Insbesondere kann der Telefonvermittlungsrechner 108 einen
Telefonanruf vom Benutzer 102 konfigurieren und so lange
aufrechterhalten, wie dies erforderlich ist. Der Telefonvermittlungsrechner 108 kann
darüber
hinaus sowohl über
das PSTN 106 empfangene Daten zu den Einheiten des Paketvermittlungsnetzes 110 als
auch über
das Paketvermittlungsnetz 110 empfangene Daten zu den Knoten
des PSTN 106 weiterleiten. Dem Fachmann ist klar, dass
es sich bei den Telefonvermittlungsrechnern um herkömmliche
Einheiten handelt, die in der Technik gut bekannt sind und normalerweise
zum Herstellen und Aufrechterhalten von Telefonanrufen zwischen
einem PSTN-Knoten und einer Einheit im Paketvermittlungsnetz dienen.
Außerdem
sind alternative Gateway-Konfigurationen möglich, in denen beispielsweise
ein Gatekeeper (Rechner zur Adressverwaltung und Zugriffssteuerung)
die Anrufe verwaltet und der Vermittlungsrechner die Audiodatenströme digitalisiert
und in Pakete aufteilt.
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1A zeigt.
ein Sprachverarbeitungssystem, welches den Benutzer 102 nach
Informationen abfragen kann. Bei dem Sprachverarbeitungssystem kann
es sich zum Beispiel um einen Bibliothekskatalog handeln, und der
Sprachserver 112 kann den Benutzer 102 auffordern,
ein Sachgebiet anzugeben, nach welchem das Datenverarbeitungssystem 114 in der
Datenbank 116 suchen kann. Insbesondere kann der Sprachserver 112 eine
synthetische Sprachausgabe erzeugen und über das Netzwerk 110 zum
Telefonvermittlungsrechner 108 übertragen. Dieser wiederum
kann die Sprachausgabe über
das PSTN 106 und den Telefonhörer 104 zum Benutzer 102 übertragen.
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Der
Benutzer kann dann in 1B auf die Aufforderung reagieren,
indem er vom Sprachserver verlangt, dass das Datenverarbeitungssystem
nach allen Bestandseinheiten sucht, die sich auf „Gebrauchswert" beziehen. Die gesprochene
Anforderung kann über
das PSTN 106 zum Telefonvermittlungsrechner 108 übertragen
werden, der die gesprochene Audioanforderung digitalisieren und
in Pakete aufteilen kann. Der Telefonvermittlungsrechner 108 kann
die in Pakete aufgeteilte gesprochene Audioanforderung über das
Paketvermittlungsnetz 110 zum Sprachserver 112 weiterleiten,
der mit den empfangenen gesprochenen Audiodaten Spracherkennungsoperationen
durchführen
kann. Nach der Umwandlung in einen für den Computer verständlichen Text
kann die Anforderung des Benutzers zum Back-End-Datenverarbeitungssystem 114 weitergeleitet
werden, welches die Benutzeranforderung bearbeitet, indem es die
Datenbank 116 durchsucht.
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1C zeigt,
dass die Datenbank 116 daraufhin eine Anzahl von Ergebnissen
in Form einer vollständigen
Liste 120 bereitstellen kann, in welcher alle Bestandseinheiten
enthalten sind, die mit den durch den Benutzer 102 angegebenen
Suchbegriffen übereinstimmen.
Beim vorliegenden Beispiel kann die vollständige Liste 120 alle
Sachgebiete zum Begriff „Gebrauchswert" enthalten. Die vollständige Liste 120 kann
umfangreich sein und viele Posten enthalten, die sich ohne die vorliegende
Erfindung nur schwierig über
eine sprachgesteuerte Benutzerschnittstelle darbieten ließe. Diese
vollständige
Liste 120 kann daher gemäß den erfindungsgemäßen Anordnungen
durch ein Listendarstellungssystem 118 bearbeitet werden,
das im Folgenden als CLP (Compressed List Processor, Prozessor zur
Listenkomprimierung) bezeichnet wird.
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Der
CLP 118 kann ausgewählte
Posten in der vollständigen
Liste 120 auf der Grundlage von Symbolen zu einer Gruppe
zusammenfassen, welche diesen ausgewählten Posten gemeinsam sind. Bei
diesen Symbolen kann es sich um grafische Elemente, Wörter, Zahlen
und andere Zeichen oder um eine Kombination solcher Zeichen handeln.
Gemäß einem
Aspekt der Erfindung kann der CLP 118 Wörter identifizieren, die den
in der vollständigen
Liste 120 enthaltenen Posten gemeinsam sind. Auf der Grundlage
dieser gemeinsamen Wörter
können
Untergruppen erzeugt werden, für
die wiederum Gruppenmarkierungen 122 erzeugt werden können. Die Gruppenmarkierungen
können
insbesondere die gemeinsamen Wörter
enthalten, die für
jede Gruppe identifiziert werden.
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Ungeachtet
dessen unterliegt die Erfindung in dieser Hinsicht keiner Einschränkung; es
sind auch andere Verfahren zum Erzeugen einer Gruppenmarkierung
geeignet, wobei zur Ermittlung einer geeigneten Gruppenmarkierung
zum Beispiel Metadaten der Posten in der Gruppe verwendet werden
können.
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Auf
jeden Fall kann der Sprachserver 112 nach der Erzeugung
der Gruppenmarkierungen 122 aus diesen eine Sprachausgabe
synthetisieren und über
das Netzwerk 110 zum Telefonvermittlungsrechner 108 senden.
Vom Telefonvermittlungsrechner 108 können die Gruppenmarkierungen über das PSTN 106 und
den Telefonhörer 104 dem
Benutzer 102 dargeboten werden.
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1D zeigt,
dass der Benutzer 102 aus den dargebotenen Gruppenmarkierungen 122 eine bestimmte
Gruppenmarkierung auswählen
kann, indem er diese ansagt; allerdings ist die Erfindung in dieser
Hinsicht nicht auf ein bestimmtes Verfahren zum Auswählen einer
Gruppenmarkierung beschränkt.
Nach dieser Auswahl kann der CLP 118 in 1E eine
entsprechende Liste 124 mit den Posten der ausgewählten Gruppe
erzeugen. Ebenso wie bei den Gruppenmarkierungen 122 kann
auch hier durch den Sprachserver 112 eine Sprachausgabe
synthetisiert und über
das Netzwerk 110 zum Telefonvermittlungsrechner 108 gesendet
werden. Wenn also der Benutzer beim vorliegenden Beispiel aus den
Gruppenmarkierungen „Menschliche
Faktoren" ausgewählt hatte,
kann dem Benutzer 102 über
das PSTN 106 und den Telefonhörer 104 eine Liste
mit Posten der Gruppe „Menschliche
Faktoren" (siehe
Anhang C) dargeboten werden. Zum Schluss kann der Benutzer 102 gemäß 1F aus
dieser Liste 124 einen Posten auswählen, zum Beispiel „Menschliche
Faktoren beim Produktdesign".
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2 ist
ein Ablaufdiagramm, welches ein Verfahren 200 zur Darstellung
einer Liste zeigt, das durch den CLP 118 von 1 durchgeführt werden kann. Zuerst kann
in Schritt 202 eine Abfrage durchgeführt werden, worauf in Schritt 204 eine vollständige Liste
mit Abfrageergebnissen ausgegeben werden kann. Die Posten dieser
Liste können
in Schritt 206 in Gruppen zusammengefasst, und in Schritt 208 kann
für jede
Gruppe eine Gruppenmarkierung erzeugt werden. Die Gruppenmarkierungen
können
in Schritt 210 über
eine sprachgesteuerte Benutzerschnittstelle einem Benutzer dargeboten
werden. Der Benutzer kann in Schritt 212 eine bestimmte
Gruppenmarkierung auswählen.
Als Reaktion darauf können
in Schritt 214 die Posten der Gruppe mit der entsprechenden
ausgewählten
Gruppenmarkierung über
die sprachgesteuerte Benutzerschnittstelle dem Benutzer dargeboten
werden.
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Wichtig
ist dabei, dass das Verfahren 200 zur Darstellung einer
Liste durch die Zusammenfassung zu Gruppen die Liste mit mehreren
Posten einem Benutzer über
eine sprachgesteuerte Benutzerschnittstelle in einer Weise darbieten
kann, wie dies bei herkömmlichen
Sprachverarbeitungssystemen bisher nicht möglich war. 3 ist
ein Ablaufdiagramm, welches ein mögliches Verfahren zum Zusammenfassen der
Posten einer Liste zu Gruppen zeigt. In Zusammenhang mit 1A bis 1F kann
im CLP 118 ein Verfahren 300 zum Zusammenfassen
zu Gruppen durchgeführt
werden, das in Schritt 302 beginnen kann, wenn eine vollständige Liste 120 empfangen
wird. In diesem Schritt 302 kann die vollständige Liste 120 zum
Beispiel alphabetisch nach dem ersten Symbol sortiert werden. Wie
oben erwähnt,
kann das Symbol nicht nur ein Wort, sondern auch ein Zeichen, eine
Gruppe von Zeichen oder ein grafisches Symbol sein. In Schritt 304 können die
beiden ersten Posten der vollständigen
Liste 120 geladen werden. Anschließend können in Schritt 306 die
beiden ersten Symbole geladen werden.
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In
Schritt 308 kann in den beiden Symbolen nach grammatischen
Artikeln gesucht werden, die dann in Schritt 310 übersprungen
werden können. Auf
diese Weise können
Symbole wie der Artikel „der", „ein" oder Ähnliche,
die nur geringe inhaltliche Bedeutung haben, bei der Zusammenfassung
zu einer Gruppe weggelassen werden. In Schritt 312 können die
Symbole miteinander verglichen werden. Wenn in Schritt 314 eine Übereinstimmung
festgestellt wird, können
in Schritt 316 die entsprechenden Posten zu einer Gruppe
zusammengefasst werden. Wenn keine Übereinstimmung festgestellt
wird, kann in Schritt 318 eine neue Gruppe erzeugt werden.
Auf jeden Fall kann in Schritt 320, wenn in der vollständigen Liste 120 noch
Posten übrig
sind, der nächste Posten
geladen werden, um ihn mit dem vorangehenden Posten in der Liste
zu vergleichen. Anschließend
kann der Prozess so lange wiederholt werden, bis keine Posten mehr übrig sind,
woraufhin das Verfahren der Gruppenbildung in Schritt 324 beendet werden
kann.
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Dabei
ist anzumerken, dass das Verfahren weder auf das anfängliche
Laden der beiden ersten Wörter
noch auf das Laden der beiden ersten Posten der Liste beschränkt ist.
Desgleichen ist die Erfindung nicht auf das alphabetische Sortieren
beschränkt.
Es ist vielmehr so, dass der Gruppenbildungsprozess durch die alphabetische
Sortierung zwar erleichtert werden kann, das wirksame Zusammenfassen
zu einer Gruppe beim Fehlschlagen der Sortierung aber nicht verhindert
wird. Dabei können andere
Gruppenbildungsverfahren, beispielsweise die dynamische Identifizierung
gemeinsamer Symbole in jedem Posten der Liste durch Analysieren
einzelner Posten und Speichern der sortierten Symbole für den nachfolgenden
Vergleich ausreichend sein. Auch hier kann aus Sicht der Verarbeitungsleistung die
Identifizierung gemeinsamer Wörter
durch die alphabetische Sortierung nach dem ersten Wort und durch
den anschließenden
Vergleich der Wörter
in zwei Posten erleichtert werden.
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Die
vorliegende Erfindung kann durch Hardware, Software oder eine Kombination
aus Hardware und Software realisiert werden. Außerdem kann die vorliegende
Erfindung entweder zentral in einem Computersystem oder verteilt
realisiert werden, indem verschiedene Elemente über mehrere miteinander verbundene
Computersysteme verteilt sind. Jede Art von Computersystem oder
jede Vorrichtung, welche zur Ausführung der hier beschriebenen
Verfahren eingerichtet ist, ist geeignet. Eine typische Komponenten
von Hardware und Software könnte
ein Mehrzweck-Computersystem mit einem Computerprogramm darstellen,
welches in das Computersystem geladen wird und dieses so steuert,
dass es die hier beschriebenen Verfahren ausführt. Die vorliegende Erfindung
kann auch in ein Computerprogrammprodukt integriert sein, das alle
Merkmale zum Ausführen
der hier beschriebenen Verfahren umfasst und alle diese Verfahren
durchführen
kann, wenn es in ein Computersystem geladen wurde. Unter dem Computerprogrammprodukt
oder dem Computerprogramm ist im vorliegenden Zusammenhang jeder Ausdruck
in einer beliebigen Sprache, Notation oder einem beliebigen Code
formulierte Satz von Anweisungen zu verstehen, der ein System mit
einem Mittel zur Datenverarbeitung entweder direkt oder a) nach der
Umwandlung in eine andere Sprache, Notation oder einen anderen Code
und/oder b) nach der Wiedergabe in einer anderen materiellen Form
zum Ausführen
einer bestimmten Funktion veranlasst.
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Wichtig
ist, dass die vorliegende Erfindung in anderen speziellen Formen
realisiert werden kann, ohne von den in der obigen Beschreibung
dargestellten wesentlichen Eigenschaften abzuweichen; vielmehr sollten
die beiliegenden Ansprüche
beachtet werden, welche den Geltungsbereich der Erfindung definieren.