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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Diese
Erfindung betrifft im Allgemeinen das Gebiet der Hochfrequenz- (HF-)
Identifikationstechnologie. Insbesondere betrifft die Erfindung
chiplose HF-Etiketten.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Heutzutage
umfasst der Begriff Hochfrequenzidentifikation (HFID) kleine datentragende
Geräte,
die aus einer Entfernung von Hochfrequenzempfängern erfasst werden können. Die
HFID-Geräte übertragen
typischerweise Hochfrequenzstrahlung mit einer Frequenz zwischen
100 Hz bis 10 GHz. Hochfrequenzidentifikationsetiketten und Hochfrequenzidentifikationsetikettensysteme
sind bekannt und finden zahlreichen Gebrauch. Zum Beispiel werden
Hochfrequenzidentifikationsetiketten häufig entweder für die persönliche Identifikation
an automatisierten Toren, die gesicherte Gebäude oder Bereiche schützen, oder
zur Identifikation und/oder Sicherheitsmarkierung von Artikeln,
wie beispielsweise Banknoten, Schecks, Kreditkarten, Reisepässen, Verpackungen
und Tickets verwendet.
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Heutzutage
gibt es hauptsächlich
zwei Arten von HF-Etiketten: Etiketten, die einen Mikrochip umfassen
und als Chip-Etiketten bezeichnet werden, und neuere, weniger bekannte
chiplose Etiketten. Kostengünstige
HFIDs sind Etiketten, die weniger als einen Dollar das Stück kosten,
wobei bei Chip-Etiketten der Chip das kostenintensivste Teil ist.
Dagegen sind chiplose Etiketten viel preiswerter, sie sind dünner, physikalisch
elastischer als Chip-Etiketten, sie arbeiten in einem größeren Temperaturbereich
und sind weniger empfänglich
für elektrische
Interferenz. Jedoch weisen die heutzutage bekannten chiplosen Etiketten
trotz all dieser Vorteile gewöhnlich
einen beschränkten
Speicherplatz und keine Verschlüsselung auf,
und die Fähigkeit
derartiger Systeme zur Identifizierung jedes einzelnen Teils, wenn
die Teile gestapelt sind, ist schlechter als bei den Chip-Etikettensystemen.
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Beispiele
für Identifikationsverfahren
umfassen die Einbeziehung holografischer Bilder in Kunststoff-Kredit-/Kunden-Karten
und "Chipkarten", die einen elektronischen
Schaltkreis in Mikrochips enthalten. Es ist ebenfalls bekannt (siehe z.
B.
US 5 005 873 ), Artikel
mit phosphoriszierenden und/oder fluoriszierenden Materialien zu
markieren, die Licht einer bestimmten Wellenlänge, gewöhnlich im sichtbaren Spektrum,
aussenden, wenn sie mit Erregungsstrahlung beleuchtet werden. GB
2 232 119 beschreibt ein Verfahren zur Identifizierung und/oder
Sicherheitsmarkierung, das die Verwendung von tribolumineszenten
Phosphoren umfasst. Tribolumineszente Phosphore sind Materialien,
die als Folge von mechanischer Wirkung, zum Beispiel Reibungskräften oder
Druck, Licht aussenden. Daher wird die Energiestimulation zur Erzeugung
der phosphoriszierenden Lichtemission in diesen Verbindungen durch
mechanische Kraft bereitgestellt. Die Aussendung dieser Strahlung
dient zur Identifizierung oder Bestätigung der Echtheit eines Testartikels
und wird von einem Lichtdetektor erfasst.
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Eine
andere Klasse von lichtemittierenden Materialien sind solche, die
an der Konstruktion von lichtemittierenden Dioden beteiligt sind.
Als organische lichtemittierende Dioden (OLED) wird eine Art von
Anzeige bezeichnet, bei der organisches Material als diodenartiges
lichtemittierendes Material verwendet wird. OLEDs arbeiten auf dem
Prinzip der Umwandlung von elektrischer Energie in Licht, ein als Elektrolumineszenz
bekanntes Phänomen.
Sie nutzen die Eigenschaften bestimmter organischer Materialien
aus, die Licht aussenden, wenn ein elektrischer Strom durch sie
hindurchfließt.
In ihrer einfachsten Form besteht eine OLED aus einer Schicht dieses
lumineszierenden Materials, das zwischen zwei Elektroden angeordnet
ist. Wenn ein elektrischer Strom zwischen den Elektroden durch die
organische Schicht fließt,
wird Licht mit einer Farbe ausgestrahlt, die von dem spezifischen
verwendeten Material abhängt.
Um das Licht zu beobachten, das von einer OLED ausgesendet wird,
muss mindestens eine der Elektroden durchsichtig sein.
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Es
gibt zwei Kategorien von OLEDs: kleine Moleküle umfassende und polymerbasierte.
Wenn ein Strom durch eine Zelle fließt, wird die Molekularstruktur
des Polymers erregt, wodurch eine Lichtemission erzeugt wird. Die
Ausgabeeffizienz dieses Verfahrens liegt im Spektrum von blau bis
infrarot. Durch Mischen von Polymeren mit unterschiedlichen Emissions-
und Ladungstransporteigenschaften können zudem OLEDs hergestellt
werden, bei denen die Emissionsfarbe in Funktion zur Betriebsspannung variiert.
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Spannungsempfindliche
Farbstoffe (VSD), siehe z. B.
US
5 736 596 , sind ein Jahrzehnt lang umfassend von Neurobiologen
und Kardiologen verwendet worden, um die Ausbreitung von Nervensignalen zu
verfolgen, wobei Abbildungsverfahren verwendet werden.
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Übertragungs-
und Fluoreszenz-Signale von spannungsempfindlichen Molekularsonden
haben ein wirksames Verfahren zum Messen von Veränderungen des Membranpotenzials
bereitgestellt (A. Grinvald et al., Biophys. J. Biophysical Society,
39, 301–308,
1982). Die VSD-Moleküle
binden sich an die äußere Fläche einer
erregbaren Membran, die als Molekularwandler bezeichnet wird, welcher
Veränderungen
des Membranpotenzials in optische Veränderungen umwandelt. Diese
optischen Signale stehen in Beziehung zu den Membranpotenzialveränderungen
und werden mit Lichtabbildungsgeräten, wie beispielsweise Hochgeschwindigkeitskameras,
oder mit einer Diodenkamera überwacht.
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Des
Weiteren sind diese spannungsempfindlichen Farbstoffe in den vergangenen
Jahren ebenfalls auf dem Gebiet der fluoreszierenden Aufzeichnungsmedien
verwendet worden, siehe z. B.
US
5 568 417 .
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Gemäß einem
Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur
Markierung eines Artikels, wie durch Anspruch 1 abgegrenzt, geschaffen,
um dessen Identifikation zu ermöglichen, wobei
das Verfahren Folgendes umfasst: Anbringen eines leitenden Pfads
an dem Artikel, der mindestens teilweise mit einer Schicht beschichtet
ist, die mindestens eine Zusammensetzung umfasst, die aus spannungsempfindlichem
fluoreszierendem Farbstoff (VSFD), einer Mischung aus derartigen
Farbstoffen, einer Elektrolumineszenz-(EL)-Zusammensetzung, einer
OLED-Zusammensetzung oder Mischungen daraus ausgewählt wird.
Diese Schicht wird hierin im Folgenden als "Farbstoffschicht" bezeichnet und Zusammensetzungen der
VSFD-, EL- und OLED-Art werden im Folgenden als "Farbstoffe" bezeichnet. Zusätzlich ist eine Zusammensetzung, die
in der vorliegenden Anmeldung als "OLED-Zusammensetzung" bezeichnet wird, ein diodenartiges, lichtemittierendes
organisches Material.
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Der
Artikel kann einem Mittel zum Stimulieren von Fluoreszenz von der
Farbstoffschicht ausgesetzt werden, und wenn er diesem ausgesetzt
wird, wird die fluoreszierende Strahlung von der Farbstoffschicht
in ein elektrisches Signal übertragen,
das zur Identifizierung oder Bestätigung der Echtheit des Artikels
dient.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
wird eine Vielzahl leitender Pfade an dem Artikel angebracht, wobei
jeder leitende Pfad mindestens teilweise mit einer Farbstoffschicht
beschichtet ist, die mindestens eine Zusammensetzung umfasst, die
aus spannungsempfindlichem fluoreszierendem Farbstoff (VSFD), einer
Mischung aus derartigen Farbstoffen, einer Elektrolumineszenz-(EL)-Zusammensetzung,
einer OLED-Zusammensetzung oder Mischungen daraus ausgewählt wird,
wobei jede der Farbstoffschichten individuell erregbar ist, um eine fluoreszierende
Strahlung zu verursachen, die von jeder der VSFD-Schichten abgegeben
wird, wodurch eine Vielzahl von Signalen erzeugt wird, die die fluoreszierende
Strahlung anzeigen, die von den Farbstoffschichten abgegeben wird,
die zur Identifizierung des Artikels dienen.
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Gemäß einem
anderen Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung wird ein Hochfrequenz-
(HF-) Etikett geschaffen, das Folgendes umfasst: ein Substrat, einen
leitenden Pfad, der mindestens teilweise mit einer Farbstoffschicht
beschichtet ist, die mindestens eine Zusammensetzung umfasst, die
aus spannungsempfindlichem fluoreszierendem Farbstoff (VSFD), einer
Mischung aus derartigen Farbstoffen, einer Elektrolumineszenz-(EL)-Zusammensetzung, einer
OLED-Zusammensetzung oder Mischungen daraus ausgewählt wird,
ein lichtempfindliches Mittel und eine Hochfrequenzantenne, wobei:
die
Farbstoffschicht in der Lage ist, als Reaktion auf ein Spannungssignal,
das in dem leitenden Pfad induziert wird, Licht auszusenden;
das
lichtempfindliche Mittel in der Lage ist, das ausgesendete Licht
zu empfangen und es in ein elektrisches Signal umzuwandeln, das
von der Intensität des
ausgesendeten Lichtes abhängt;
und
die HF-Antenne elektrisch mit dem lichtempfindlichen Mittel
verbunden ist, um auf das elektrische Signal zu reagieren, das als
Reaktion auf das Licht, das von der Farbstoffschicht ausgesendet
wird, in dem lichtempfindlichen Mittel erzeugt wird, um das elektrische Signal
in ein HF-Signal zu übertragen.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform dieses
Gesichtspunkts der Erfindung umfasst das Etikett eine Vielzahl miteinander
verbundener leitender Pfade anstelle eines einzelnen Pfades. Jeder
dieser leitenden Pfade umfasst mindestens teilweise eine Farbstoffschicht,
so dass ein Spannungssignal, das in einem der leitenden Pfade induziert
wird, verursacht, dass die Farbstoffschicht, mit der dieser Pfad
beschichtet ist, Licht aussendet. Die Vielzahl von Lichtemissionen,
die von der Vielzahl von Farbschichten abgegeben wird, wird von
dem lichtempfindlichen Mittel in eine Vielzahl von elektrischen
Signalen übertragen,
und diese werden von der Antenne als eine Vielzahl von HF-Signalen
gesendet.
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Vorzugsweise
ist das Etikett gemäß dieser Ausführungsform
so angeordnet, dass es die Vielzahl von HF-Signalen sequenziell
sendet. Dies kann beispielsweise erreicht werden, indem die elektrischen Verbindungen
zwischen den Pfaden aus einem Material mit einer geringen elektrischen
Leitfähigkeit oder
durch eine Verzögerungsleitung
hergestellt werden. Die geringe Leitfähigkeit der Verbindungen zwischen
den Pfaden oder die Verzögerungsleitung
verursacht, dass das in einem leitenden Pfad in der Sequenz induzierte
Spannungssignal den nächsten
leitenden Pfad in der Sequenz nach einer Zeitverzögerung erreicht,
die lang genug eingestellt werden muss, so dass das lichtempfindliche
Mittel die Emission von jeder der Farbstoffschichten als unabhängiges Signal
behandelt.
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Ein
weiterer Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung besteht in einem
Artikel, der ein Etikett gemäß der Erfindung
trägt.
Insbesondere kann manchmal gewünscht
sein, dass das Substrat des Etiketts der Artikel selbst ist.
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Ein
bevorzugtes Verfahren zur Herstellung eines Etiketts gemäß der Erfindung
umfasst folgende Schritte:
- (i) Bereitstellen
eines Substrats;
- (ii) Drucken mindestens eines leitenden Pfades auf das Substrat;
- (iii) mindestens teilweises Drucken einer Farbstoffschicht auf
jeden der mindestens einen leitenden Pfade, wobei die Farbstoffschicht
einen spannungsempfindlichen fluoreszierenden Farbstoff (VSFD),
eine Mischung aus derartigen Farbstoffen, eine EL- oder OLED-Zusammensetzung
oder Mischungen daraus umfasst, wodurch mindestens ein gedruckter
leitender Pfad gebildet wird, der mindestens teilweise beschichtet
ist;
wodurch mindestens ein gedruckter leitender Pfad gebildet
wird, der mindestens teilweise beschichtet ist;
- (iv) Anbringen eines lichtempfindlichen Mittels an dem mindestens
einen gedruckten leitenden Pfad, der in Schritt (iii) gebildet wurde,
welches in der Lage ist, Licht zu erfassen, das von einer Farbstoffschicht
ausgesendet wird, mit der der leitende Pfad beschichtet ist; und
- (v) Drucken einer Antenne, die elektrisch mit dem lichtempfindlichen
Mittel und einem der leitenden Pfade verbunden ist.
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Vorzugsweise
wird das Etikett schließlich
mit einem Schutzlack beschichtet.
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Das
Drucken in einem der Schritte (ii), (iii) und (v) kann durch jede
Art von bekanntem Druckverfahren ausgeführt werden, zum Beispiel Tintenstrahldruck,
Offset-Druck, Abdruck, Flexodruck, Siebdruck, Tiefdruck, Laserdruck,
Thermodruck und Thermotransferdruck. Das Tintenstrahldruckverfahren
wird als vorteilhaft angesehen.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Um
die Erfindung zu verstehen und Einsicht zu gewinnen, wie sie in
die Praxis umgesetzt werden kann, wird nun eine bevorzugte Ausführungsform
nur als nicht beschränkendes
Beispiel unter Bezugnahme auf die beigefigten Zeichnungen beschrieben, wobei:
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1 eine
schematische Veranschaulichung einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist;
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2 eine
schematische Veranschaulichung einer anderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist;
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3 eine
schematische Veranschaulichung der Schichtkonstruktion einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist.
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AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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1 veranschaulicht
ein HF-Etikett 2 gemäß der Erfindung.
Das Etikett 2 umfasst ein Substrat 4, einen leitenden
Pfad 6, der mindestens teilweise mit einer Farbstoffschicht 8 beschichtet
ist, ein lichtempfindliches Mittel 10 und eine HF-Antenne 12, die
an einem Ende elektrisch mit dem lichtempfindlichen Mittel 10 und
am anderen Ende mit dem leitenden Pfad 6 verbunden ist.
Es sollte angemerkt werden, dass in einigen Fällen, hauptsächlich abhängig von
dem spezifischen verwendeten Farbstoff, bevorzugt wird, den leitenden
Pfad 6 mit einer Polymervermittlungsschicht zu beschichten,
die zwischen diesem und der Farbstoffschicht 8 liegt.
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Als
Farbstoff geeignete Materialien sind beispielsweise Cyanin-Farbstoffe,
wie beispielsweise Thiocyanine, Indocyanine, Chinolin oder Pyridocyanine,
Hemicyanine, Merocyanin-Farbstoffe, Oxonol-Farbstoffe, Styryl-Farbstoffe
und andere strukturelle Arten, wie beispielsweise Coumarine, Xanthen-Farbstoffe,
Benzale, Triphenylmethane, Pyrylium-Derivate, Porphyrine, OLED-Zusammensetzungen,
d. h. organische Materialien, die bei der Herstellung von OLEDs
verwendet werden, wie beispielsweise Polythiophene, z. B. Poly(cyclohexylmethylthiophen,
Poly(cyclohexylthiophen), stark fluoreszierende konjugierte Polymere,
z. B. Poly(p-Phenylenvinylen),
Poly[2-Methoxy-5-(2-Ethylhexyloxy)-p-Phenylenvinylen; Poly[2,2'-(p-Phenylen)-6,6'-bis(3-Phenylchinoxalin)].
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Zu
Identifikationszwecken kann es angemessen sein, verschiedene Farbstoffe
auf verschiedene Artikel aufzutragen oder sie in unterschiedlichen
Mustern (zum Beispiel als Strichcodes) auf verschiedene Artikel
aufzutragen. Die Verwendung einer Kombination aus mehreren Farbstoffzusammensetzungen
kann ein Codiersystem erzeugen, bei dem jedes Schriftzeichen in
einem sequenziellen Code sowohl bezüglich seines absoluten Werts
als auch bezüglich
der relativen Position in der Sequenz markiert werden kann.
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Materialien,
die zur Bildung einer Vermittlungsschicht zwischen dem leitenden
Pfad 6 und der Farbstoffschicht 8 geeignet sein
können,
sind Polymermaterialien, zum Beispiel Phospholipide, z. B. Phosphatidylcholin,
zweischichtiges Lipid, durch ein Polyelektrolyt gebundenes Riesenlipidbläschen oder Phospholipidliposome.
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Neben
dem oben spezifizieren Polymermaterial sind an der Herstellung der
Vermittlungsschicht zusätzliche
Bestandteile beteiligt, zum Beispiel ein Bindemittel, wie beispielsweise
Acrylharze, Acrylblockkopolymere, Vinylharze, Polyvinylacetat, PMMA
(Polymethylmetacrylat), Polysulfonharz, 80%iger Polyvinylalkohol,
Zelluloseacetat, Zellulosetriacetat, Carboxymethylacetat, modifizierte
Gelatine oder modifizierte Stärke;
ein organisches Lösungsmittel,
zum Beispiel Glykole, Ketone, Alkohole, Ester usw.; Wasser und oberflächenaktive
Stoffe.
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Bei
Betrieb wird eine Spannung an den leitenden Pfad 6 angelegt,
indem ein Signal in der Antenne 12 induziert wird, die
damit verbunden ist. Das Anlegen einer Spannung an den leitenden
Pfad 6 verursacht, dass die Farbstoffschicht 8 Licht
aussendet. Dieses Licht wird von dem lichtempfindlichen Mittel 8,
das typischerweise eine Fotodiode ist, erfasst, wodurch ein elektrisches
Signal erzeugt wird, das das erfasste Licht anzeigt. Das elektrische
Signal wird als HF-Signal von der Antenne 12 übertragen.
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Wenn
ein Artikel das Etikett trägt,
kann die von der Antenne 12 ausgesendete HF-Strahlung von einem
Empfänger
dieser Strahlung "gelesen" werden, um den Artikel
zu identifizieren. Jedoch ist diese Ausführungsform in ihrer Identifikationsfähigkeit recht
beschränkt,
da sie eine Gruppe von Artikeln (solche mit einem Etikett) von allen
anderen unterscheiden oder eine begrenzte Anzahl von Gruppen von
Artikeln identifzieren kann, die sich hinsichtlich des Signals,
das die Antenne sendet, unterscheiden. Das von der Antenne gesendete
Signal hängt
von der Intensität
des Lichts ab, das von der Farbstoffschicht 8 abgestrahlt
wird. Diese Intensität
hängt von
der Konzentration des Farbstoffs in der Schicht (und von dem spezifischen
verwendeten Farbstoff) ab. Daher können Etiketten, die mehrere
unterschiedliche Signale (mehreren unterschiedlichen Farbstoffen und/oder
unterschiedlichen Farbstoffkonzentrationen entsprechend) senden,
identifiziert werden.
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2 ist
eine Veranschaulichung einer anderen Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung. Hier umfasst ein Etikett 100 eine Vielzahl von
leitenden Pfaden 106 anstelle eines einzigen. Jeder der leitenden
Pfade 106 ist mindestens teilweise mit einer Farbstoffschicht 108 beschichtet,
so dass eine Spannung, die an einen der leitenden Pfade angelegt wird,
verursacht, dass die Farbstoffschicht, die diesen Pfad beschichtet,
Licht aussendet. Die Vielzahl von Lichtemissionen von der Vielzahl
von Schichten 108 wird von der Fotodiode 110 in
eine Vielzahl von elektrischen Signalen übertragen, und diese werden von
der Antenne 112 als Vielzahl von HF-Signalen gesendet.
Das Etikett 100 ist so ausgelegt, dass es die Vielzahl
von HF-Signalen sequenziell überträgt. Dies
wird durch Verbindungen 120 zwischen den Pfaden erreicht,
die die leitenden Pfade 106 in Reihe verbinden. Die geringe
elektrische Leitfähigkeit
der Pfade 120 verursacht, dass das in einem leitenden Pfad
(z. B. 106a) induzierte Spannungssignal den nächsten (lokal
benachbarten) leitenden Pfad in der Folge 106b nach einer
Zeitverzögerung
erreicht, die groß genug
ist, dass die Fotodiode 110 die Emission von jeder der
Schichten 108 als unabhängiges
Signal behandelt. Die Verbindung der Antenne mit dem leitenden Pfad 106' einerseits
und mit der Fotodiode 110 (am Punkt 110') andererseits
bestimmt, dass das Signal, das der VSFD-Schicht 108' entspricht,
zuerst gesendet wird und das Signal, das der VSFD-Schicht 108'' entspricht, zuletzt gesendet wird.
Auf diese Weise wird eine Reihenfolge in der Übertragung der Signale durch
das Etikett herbeigeführt.
Eine derartige Reihenfolge ist wesentlich für die Verwendung des Etiketts
zur Identifizierung einer großen
Anzahl verschiedener Artikel. Wenn jede der Farbstoffschichten 108 in
der Lage ist, Licht in N verschiedenen Intensitäten auszusenden, die die Fotodiode 110 voneinander
unterscheiden kann, überträgt das Etikett 100, das
8 unterschiedliche Farbstoffschichten aufweist, N8 unterschiedliche
Signale, wodurch die Identifizierung von N8 verschiedenen
Artikeln ermöglicht
wird.
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Wie
oben erwähnt,
umfasst ein bevorzugtes Verfahren zur Herstellung eines Etiketts
gemäß der Erfindung
folgende Schritte:
- (i) Bereitstellen eines
Substrats;
- (ii) Drucken mindestens eines leitenden Pfades auf das Substrat;
- (iii) mindestens teilweises Drucken mindestens einer Farbstoffschicht
auf jeden der mindestens einen leitenden Pfade, wobei die Farbstoffschicht eine
Zusammensetzung umfasst, die aus einem spannungsempfindlichen fluoreszierenden
Farbstoff (VSFD), einer Mischung aus derartigen Farbstoffen, einer
Elektrolumineszenz-(EL)-Zusammensetzung,
einer OLED-Zusammensetzung oder Mischungen daraus ausgewählt wird,
wodurch ein gedruckter leitender Pfad gebildet wird, der mindestens
teilweise beschichtet ist;
- (iv) Anbringen eines lichtempfindlichen Mittels an dem mindestens
einen leitenden Pfad, der in Schritt (iii) gebildet wurde, welches
in der Lage ist, Licht zu erfassen, das von jeder der mindestens einen
Farbstoffschicht ausgesendet wird; und
- (v) Drucken einer Antenne, die elektrisch mit dem lichtempfindlichen
Mittel und einem der leitenden Pfade verbunden ist.
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Vorzugsweise
wird das Etikett schließlich
mit einem Schutzlack beschichtet.
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Das
Drucken in einem der Schritte (ii), (iii) und (v) kann durch jede
Art von bekanntem Druckverfahren ausgeführt werden, zum Beispiel Tintenstrahldruck,
Offset-Druck, Abdruck, Flexodruck, Siebdruck, Tiefdruck, Laserdruck,
Thermodruck und Thermotransferdruck. Das Tintenstrahldruckverfahren
wird als vorteilhaft angesehen.
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Jede
an sich in der Technik bekannte leitende Tinte kann beim Drucken
der leitenden Pfade 6, 106 und der Antennen (12, 110)
in den Druckschritten (i) und (v) als Tinte verwendet werden.
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Bezüglich des
Druckens der Farbstoffschicht (Schritt (iii)) wird der Farbstoff
zusammen mit einer herkömmlichen
lithografischen Tinte oder durch eins der herkömmlichen Drucktintensysteme
aufgetragen. Ein nicht beschränkenden
Beispiel einer VSFD-Tintenzusammensetzung ist wie folgt formuliert:
zu einer Mischung aus 60 g deionisiertem Wasser wurden 20 g VSFD-Material,
7,5 g eines Polymermaterials, zum Beispiel Polyacrylamid, Styrenmaleinanhydridkopolymer,
Polyacrylsäure
oder Polyethylenglycol, 8 g Polyethylenoxid, 1 g Tris-Hydroxymethyl-Aminomethan, 0,7
g vierwertige Ethylendiaminsäure,
6 g Ammoniumchlorid, 0,2 g Biozid, 12 g Cyclopyrrolidinon, 20 g Acethylethanolamin
und 20 g Diethylenglycol hinzugefügt. Die Mischung wird über einen
Zeitraum gemischt, der zur Erhaltung einer Tintenzusammensetzung
geeignet ist, welche durch ein 0,2 Mikrometerfilter weiter gefiltert
wird.
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Wie
oben erwähnt,
wird in einigen Fällen
bevorzugt, eine Polymer-Zwischenschicht zwischen dem leitenden Pfad
und der Farbstoffschicht zu verwenden. Die Schichtkonstruktion eines
Etiketts in einem solchen Fall ist in 3 veranschaulicht,
die eine Schicht von leitenden Pfaden (und eine Antenne) 201,
eine Polymer-Zwischenschicht 202,
Farbstoffschichten 203 und eine Fotodiode 204 zeigt.
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Im
Fall von VSFD-Farbstoffen sollten die Materialien der Vermittlungsschicht 202 in
der Lage sein, den Einfluss einer biologischen Membran auf die Lichtemissionseigenschaften
des VSFD zu imitieren. Geeignete Materialien sind zum Beispiel zweischichtige
Lipide, Phospholipide, z. B. Phosphatidylcholin, ein Riesenlipidbläschen, das
durch ein Polyelektrolyt gebunden ist, oder Phospholipidliposome.
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Neben
dem oben spezifizierten Polymermaterial sind an der Herstellung
der Vermittlungsschicht zusätzliche
Bestandteile beteiligt, zum Beispiel ein Bindelmittel, wie beispielsweise
Acrylharze, Acrylblockkopolymere, Vinylharze, Polyvinylacetat, PMMA
(Polymethylmetacrylat), Polysulfonharz, 80%iger Polyvinylalkohol,
Zelluloseacetat, Zellulosetriacetat, Carboxymethylacetat, modifizierte
Gelatine oder modifizierte Stärke;
ein organisches Lösungsmittel,
zum Beispiel Glykole, Ketone, Alkohole, Ester usw.; Wasser und oberflächenaktive
Stoffe.
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Das
HF-Etikett der Erfindung kann zur Identifizierung und/oder Sicherheitsmarkierung
bei verschiedenen Anwendungen und von vielen verschiedenen Artikeln
verwendet werden, wie beispielsweise Briefmarken, Kleidungsstücke, Tickets,
Luftreisegepäck,
Banknoten, Reisepässe,
Finanzkarten, bei der Paketverfolgung, zum Eigentumsnachweis, Paletten,
Supermarkt-Einkaufswagen, ID-Karten oder Maschinenteile.