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Gebiet der
Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf geformte Teilchen mit einer
spezifischen Form, welche Teilchen in einer Vielzahl von Aufgaben,
katalytischer oder nicht-katalytischer Natur, eingesetzt werden
können. Zweckmäßig können sie
zum Vermeiden oder weitgehenden Verringern des Faulens von Katalysatorbetten angewendet
werden, die ein faulendes Material enthaltenden Chargen ausgesetzt
sind, wodurch der Anstieg des Druckabfalls verringert wird. Sie
können
auch in Hydroprocessing-Verfahren eingesetzt werden, beispielsweise
in der Hydrodesulfurierung und im Hydrocracker, beispielsweise zur
Herstellung von Mitteldestillaten aus einem nach einem Fischer-Tropsch-Verfahren
erhaltenen Paraffinmaterial.
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Hintergrund
der Erfindung
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In
der Vergangenheit wurde ein ungeheurer Arbeitsaufwand der Entwicklung
von Teilchen, insbesondere von katalytisch aktiven Teilchen, für zahlreiche
unterschiedliche Verfahren gewidmet. Es wurde auch ein erheblicher
Aufwand getrieben, um zu versuchen, die Vorteile und manchmal Nachteile
von Gestaltseinflüssen zu
verstehen, wenn von konventionellen Formen wie Pellets, Stäbe, Kugeln
und Zylindern zur Verwendung bei katalytischen wie auch bei nicht-katalytischen
Aufgaben abgewichen wurde.
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Beispiele
für weitere
wohlbekannte Formen sind Ringe, Kleeblätter, Hanteln und C-förmige Teilchen. Ein
erheblicher Aufwand wurde den sogenannten "mehrlappig" oder "polylobal" geformten Teilchen gewidmet. Viele
handelsübliche
Katalysatoren sind in TL (trilobal, dreilappig)- oder QL (quadrulobal,
vierlappig)-Form erhältlich.
Sie dienen als Alternativen für
die konventionelle Zylinderform und bieten häufig Vorteile wegen ihres erhöhten Oberflächen/Volumen-Verhältnisses,
wodurch mehr katalytische Stellen freigelegt und solcherart aktivere
Katalysatoren geschaffen werden.
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Ein
Beispiel für
eine auf die Auswirkungen von verschiedenen Formen auf das katalytische
Verhalten gerichtete Studie findet sich im Artikel von I. Naka und
A. de Bruijn (J. Japan Petrol. Inst., Bd. 23, Nr. 4, 1990, Seiten
268–273)
mit dem Titel "Hydrodesulphurisation
Activity of Catalysts with Non-Cylindrical
Shape". In diesem
Artikel sind Versuche beschrieben worden, in denen nicht-zylindrische
Extrudate mit Querschnitten von symmetrischen Quadruloben, asymmetrischen
Quadruloben und Triloben sowie zylindrische Extrudate mit Nenndurchmessern
von 1/32, 1/16 und 1/12" in
einer kleinen Laboranlage auf ihre Hydrodesulfurierungsaktivität getestet
wurden (12 Gew.% MoO3 und 4 Gew.% CoO auf γ-Aluminiumoxid).
In diesem Artikel wird der Schluß gezogen, dass die HDS-Aktivität mit dem
geometrischen Volumen/Oberflächen-Verhältnis der
Katalysatorteilchen stark korreliert, jedoch unabhängig von
der Katalysatorform ist.
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In
der im Jahr 1987 veröffentlichten
EP-A-220 933 wird beschrieben, dass die Form von Katalysatoren vom
vierlappigen Typ wichtig ist, insbesondere hinsichtlich eines als
Druckabfall bekannten Phänomens.
Aus dem angegebenen Versuchsnachweis hat es den Anschein, dass asymmetrische
Quadruloben weniger unter einem Druckabfall leiden als die nahe
verwandten symmetrischen Quadruloben. Die asymmetrisch geformten Teilchen
werden in EP-A-220 933 derart beschrieben, dass jedes Paar von Vorsprüngen durch
einen Kanal getrennt ist, der enger ist als die Vorsprünge, um
ein Eintreten der Vorsprünge
eines benachbarten Teilchens darin zu vermeiden. In EP-A-220 933
wird gelehrt, dass die Form der Teilchen sie an einem "Packen" in einem Bett hindert,
was dazu führt,
dass die Gesamtschüttdichte
des Katalysatorbettes niedrig ist.
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Da
zahlreiche Erkenntnisse in der Technik widersprüchlich sind und Druckabfallprobleme
nach wie vor existieren, insbesondere dann, wenn Oberfläche/Volumen-Verhältnisse
durch ein Verringern der Teilchengröße erhöht werden, gibt es noch immer
erheblichen Raum für
eine Suche nach alternativen Formen von (gegebenenfalls katalytisch
aktiven) Teilchen, die derartige Probleme verringern oder sogar
vermeiden würden. Überraschenderweise
wurde nunmehr gefunden, dass spezifisch geformte Teilchen der generell "dreilappigen" Form unerwartete
und feststellbare Vorteile bieten, verglichen mit konventionellen "dreilappigen" Teilchen, sowohl
bei katalytischen als auch nicht-katalytischen Aufgaben.
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Eingehende
Beschreibung der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich somit auf ein langgestrecktes,
geformtes Teilchen, das drei Vorsprünge aufweist, die sich jeweils
von einer zentralen Position erstrecken und mit dieser in Verbindung
stehen, welche zentrale Position entlang der zentralen Längsachse
des Teilchens ausgerichtet ist, wobei der Querschnitt des Teilchens
die Fläche
einnimmt, die von den Außenrändern von
sechs Außenkreisen
rund um einen Mittelkreis, vermindert um die von drei alternierenden
Außenkreisen
eingenommene Fläche,
umfasst wird, wobei jeder der sechs Außenkreise zwei benachbarte
Außenkreise
berührt
und worin drei alternierende Außenkreise äquidistant
zum Mittelkreis sind, den gleichen Durchmesser aufweisen und mit
dem Mittelkreis zusammenhängen
können.
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Es
hat sich gezeigt, dass die Teilchen gemäß der vorliegenden Erfindung,
die ein größeres Oberfläche/Volumen-Verhältnis aufweisen
als entsprechende konventionelle "dreilappige" Teilchen ähnlicher Größe, erheblich weniger unter
einem Druckabfall leiden als derartige entsprechende konventionelle "dreilappige" Teilchen. Darüber hinaus
ermöglicht
die Form der Teilchen gemäß der vorliegenden
Erfindung ein bestimmtes Ausmaß an "Packen", was gemäß der Lehre
der EP-A-220 993 schädlich
in Bezug auf den Druckabfall wäre.
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Es
hat sich auch gezeigt, dass Teilchen, die eine Form gemäß der vorliegenden
Erfindung aufweisen, sich hervorragend verhalten, wenn sie als ein
Graduierungsmaterial zum Bekämpfen
des Faulens verwendet werden, wodurch ein Festbettreaktor gegen
einen Anstieg des Druckabfalls geschützt wird. Es wird auch angenommen,
dass Katalysatoren auf der Basis von Teilchen in einer Form gemäß der vorliegenden
Erfindung zu einer verbesserten Leistung befähigt sind, wenn sie in Festbettreaktoren
in Massentransfer- oder Diffusions-beschränkten Reaktionen eingesetzt
werden, beispielsweise als Hydrocrackkatalysatoren im Hydrocracken
von Paraffinmaterialien, die aus Synthesegas über das Fischer-Tropsch-Verfahren
hergestellt worden sind.
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Die
Teilchen gemäß der Erfindung
sind langgestreckt und weisen drei Vorsprünge auf, die sich jeweils über die
gesamte Länge
des Teilchens erstrecken. Der Querschnitt der Teilchen kann als
die Fläche
beschrieben werden, die von den Außenrändern von sechs Kreisen rund
um einen Mittelkreis, vermindert um die von drei alternierenden
Außenkreisen
eingenommene Fläche,
umfaßt
wird.
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Jeder
der sechs Außenkreise
berührt
zwei benachbarte Außenkreise
und überlappt
nicht mit den beiden benachbarten Außenkreisen. Die sechs Außenkreise
können
als zwei Sätze
von alternierenden Außenkreisen
angesehen werden, das heißt,
die drei alternierenden Außenkreise,
die innerhalb der Querschnittsfläche
liegen, und die verbleibenden drei alternierenden Außenkreise.
Die drei alternierenden Außenkreise
sind äquidistant
zum Mittelkreis, haben den gleichen Durchmesser und können mit
dem Mittelkreis zusammenhängen.
Der Abstand zum Mittelkreis und der Durchmesser der Kreise können für die beiden
Sätze der
alternierenden Außenkreise
verschieden sein.
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Bevorzugte
Teilchen gemäß der vorliegenden
Erfindung haben einen Querschnitt, worin drei alternierende Kreise
einen Durchmesser im Bereich zwischen dem 0,74- und dem 1,3-fachen
des Durchmessers des Mittelkreises aufweisen. Vorzugsweise haben
sämtliche
sechs Außenkreise
einen Durchmesser in diesem Bereich.
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Stärker bevorzugte
Teilchen gemäß der vorliegenden
Erfindung sind solche, die einen Querschnitt aufweisen, worin drei
alternierende Kreise den gleichen Durchmesser wie der Mittelkreis
haben. Vorzugsweise haben alle sechs Außenkreise den gleichen Durchmesser
wie der Mittelkreis.
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Am
meisten bevorzugt werden Teilchen mit einem Querschnitt, worin drei
alternierende Kreise den Mittelkreis berühren. Vorzugsweise berühren sämtliche
sechs Außenkreise
den Mittelkreis.
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In 1 ist
ein Querschnitt der am meisten bevorzugten Teilchen gemäß der Erfindung
dargestellt. Die Querschnittsfläche
des Teilchens von 1 ist die Fläche innerhalb der durchgehenden
Linie 1. Aus dieser Darstellung (die den Querschnitt der
bevorzugten Teilchen wiedergibt) ist es klar, dass in dem Konzept
von sechs Außenkreisen
von gleicher Größe, die
um einen Mittelkreis mit der gleichen Größe angeordnet sind, jeder Außenkreis
seine beiden benachbarten Außenkreise
und den Mittelkreis berührt,
während
eine Subtraktion von drei alternierenden Außenkreisen (strichlierte Linie 2)
die restliche Querschnittsfläche
ergibt, aufgebaut aus vier Kreisen, dem Mittelkreis und den drei
restlichen alternierenden Außenkrei sen)
zusammen mit den sechs Flächen
(3), die aus den Einschließungen des Mittelkreises und
sechs mal zwei benachbarten Außenkreisen
gebildet werden. Der nominelle Durchmesser für die bevorzugten Teilchen
ist in 1 als dnom bezeichnet.
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Der
Querschnittsumfang der Teilchen gemäß der vorliegenden Erfindung
ist derart, dass er eine glatte Linie ausbildet, was auch dadurch
ausgedrückt
werden kann, dass die den Querschnittsumfang beschreibende Funktion
kontinuierlich differenzierbar ist.
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Es
wird klar sein, dass geringfügige
Abweichungen von der definierten Form als innerhalb des Umfanges
der vorliegenden Erfindung liegend angesehen werden. Für den Fachmann
in der Herstellung von Formplatten ist es bekannt, welche Toleranzen
in der Praxis erwartet werden können,
wenn derartige Formplatten hergestellt werden.
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Es
können
Teilchen gemäß der vorliegenden
Erfindung hergestellt werden, die auch über die Länge der Teilchen ein oder mehrere
Löcher
enthalten. Beispielsweise können
die Teilchen ein oder mehrere Löcher in
der vom Mittelzylinder (dem Mittelkreis in dem in 1 dargestellten
Querschnitt) gebildeten Fläche und/oder
ein oder mehrere Löcher
in einem oder in mehreren der alternierenden Zylinder (den alternierenden Außenkreisen
in dem in 1 dargestellten Querschnitt)
aufweisen. Das Auftreten eines Loches oder einer Anzahl von Löchern führt zu einer
Steigerung des Oberflächen/Volumen-Verhältnisses,
was im Prinzip ein Mehr an katalytischen Stellen freisetzen lässt und
jedenfalls ein größeres Ausgesetztsein
für die
ankommenden Chargen ermöglicht,
was von einem katalytischen und/oder faulungsverhindernden Gesichtspunkt
vorteilhaft wirken kann. Da es zunehmend schwieriger wird, hohle
Teilchen zu produzieren, wenn ihre Größe abnimmt, wird es bevorzugt,
massive Teilchen (die nach wie vor ihre Mikroporen besitzen) einzusetzen,
wenn für bestimmte
Zwecke geringere Größen erwünscht sind.
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Es
hat sich gezeigt, dass der Leerraum der Teilchen gemäß der vorliegenden
Erfindung deutlich über 50
% beträgt
(der Leerraum ist definiert als der Volumenanteil des in einem Teilchenbett
außerhalb
der enthaltenen Teilchen vorliegenden offenen Raumes, das heißt das Volumen
der Poren innerhalb der Teilchen ist nicht im Leerraum enthalten).
Die in dem nachfolgend zu beschreibenden Versuch verwendeten Teilchen
hatten einen Leerraum von typisch 58 %, was erheblich über demjenigen
des dreilappigen Vergleichsteilchens liegt, dessen Leerraum auf
gerade über
43 % kommt.
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Die
Teilchen gemäß der vorliegenden
Erfindung können
dahingehend beschrieben werden, dass sie ein Länge/Durchmesser-Verhältnis (L/D)
von wenigstens 2 besitzen. Der Durchmesser der Teilchen ist definiert als
der Abstand zwischen der Tangente, die zwei Vorsprünge berührt, und
einer zu dieser Tangente parallelen Linie, die den dritten Vorsprung
berührt.
In 1 ist dieser Abstand als dnom angegeben.
Vorzugsweise haben die Teilchen gemäß der vorliegenden Erfindung
ein L/D-Verhältnis im
Bereich von 2 bis 5. Beispielsweise hatten die in dem nachstehend
beschriebenen Versuch eingesetzten Teilchen ein L/D-Verhältnis von
etwa 2,5.
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Die
Länge der
Teilchen gemäß der vorliegenden
Erfindung liegt zweckmäßig im Bereich
von 1 bis 25 mm, vorzugsweise im Bereich von 3 bis 20 mm, abhängig von
der in Betracht gezogenen Anwendungsart. Zur Anwendung in der Bekämpfung des
Faulens und in der Hydrodesulfurierung können zweckmäßig Teilchen eingesetzt werden,
die einen Durchmesser von 2 bis 5 mm besitzen.
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Die
geformten Teilchen können
aus jedem geeigneten Material gebildet werden, vorausgesetzt, dass es
zur Verarbeitung durch Formplatten befähigt ist, die den Teilchen
die gewünschte
Form verleihen. Bevorzugt werden poröse Materialien, die sowohl
für katalytische
als auch für
nicht-katalytische Anwendungen eingesetzt werden können. Beispiele
für geeignete
Materialien sind anorganische feuerfeste Oxide, wie Aluminiumoxid,
Siliciumoxid, Siliciumoxid-Aluminiumoxid, Magnesiumoxid, Titanoxid,
Zirkoniumoxid und Gemische von zwei oder mehreren derartigen Materialien.
Die Materialauswahl wird normalerweise von der beabsichtigten Anwendung
abhängen.
Es ist auch möglich,
als das zur Ausbildung der geformten Teilchen gemäß der vorliegenden
Erfindung anzuwendende Material synthetische oder natürliche Zeolithe
oder Gemische davon zu verwenden, gegebenenfalls zusammen mit einem
oder mit mehreren der zuvor erwähnten
feuerfesten Oxide. Gute Ergebnisse können mit (katalytisch aktiven)
Teilchen auf der Basis von Aluminiumoxid erhalten werden, insbesondere
mit gamma-Aluminiumoxid, und mit verschiedenen Formen von Siliciumoxid-Aluminiumoxid, doch
können
auch andere Materialien in zufriedenstellender Weise eingesetzt
werden.
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Für den Fall,
dass die Teilchen gemäß der Erfindung
in katalytischen Prozessen verwendet werden sollen, muß die entsprechende
Menge an katalytisch aktivem Metall und/oder Metallverbindung bzw.
müssen entsprechende
Mengen an katalytisch aktiven Metallen und/oder Metallverbindungen
auf den Teilchen zugegen sein, die dann als Katalysatorträger dienen
(zusätzlich
zu ihrer Fähigkeit,
im gegebenen Falle ein Faulen zu vermindern). Dem Fachmann ist bekannt,
welches Metall und/oder welche Metallverbindung bzw. welche Metalle
und/oder Metallverbindungen für
spezifische Anwendungen eingesetzt werden sollen, und auch, in welchem
Ausmaß und
wie die ausgewählten
Reste auf die angestrebten Teilchen aufgebracht werden können.
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Wenn
beispielsweise eine Hydrodesulfurierung von kohlenwasserstoffhältigen Einsatzmaterialien
angestrebt wird, werden die geformten Teilchen gemäß der vorliegenden
Erfindung normalerweise ein oder mehrere Metalle aus der Gruppe
VI und/oder ein oder mehrere Unedelmetalle aus der Gruppe VIII des
Periodensystems der Elemente enthalten, welche Metalle zweckmäßig als
Oxide und/oder als Sulfide vorliegen. Wenn der Ausdruck "Hydrodesulfurierung" durchgehend in dieser
Beschreibung verwendet wird, schließt er auch eine Hydrodenitrierung
und eine Hydrierung ein, da diese Wasserstoffbehandlungsprozesse
normalerweise gleichzeitig ablaufen.
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Die
Hydrodesulfurierungsbedingungen umfassen normalerweise eine Temperatur
im Bereich von 150 bis 400 Grad Celsius, einen Wasserstoffpartialdruck
von bis zu 80 bar und eine LHSV im Bereich von 1 bis 20 N1 Einspeisung/l
Katalysator/h. Das H2/Kohlenwasserstoff-Einspeisungsverhältnis liegt
zweckmäßig im Bereich
von 100 bis 2000 Nl/l.
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Die
Teilchen gemäß der vorliegenden
Erfindung können
vorteilhaft für
Schutzbettzwecke verwendet werden. Schutzbetten werden normalerweise
vorgesehen, um andere, stromabwärts
zum Schutzbett gelegene katalytische Betten vor unerwünschten
Einflüssen
zu schützen,
die von dem Speisestrom verursacht werden, der über solchen katalytischen Betten
verarbeitet werden soll.
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Das
Faulen ist eines der am häufigsten
auftretenden Probleme beim Verarbeiten von Einsatzmaterialien durch
ein oder durch mehrere katalytische Betten. Das festgestellte Faulen
kann von Verunreinigungen im Einsatzmaterial verursacht werden,
die entweder bereits zugegen waren oder die im Laufe des Verfahrens
gebildet worden sein können.
Beispiele für
in dem zu behandelnden Einsatzmaterial vorliegende Verunreinigungen
sind beispielsweise metallhältige
Teilchen und/oder Ton- oder Salzteilchen, die nicht oder nur unvollständig vor
dem Verarbeiten über
dem entsprechenden katalytischen Bett bzw. über den ent sprechenden katalytischen
Betten abgetrennt worden sind. Beispiele für während des Verarbeitens ausgebildete
Verunreinigungen sind beispielsweise Bruchstücke von katalytisch aktiven
Teilchen, die aus dem katalytischen Bett oder aus den katalytischen
Betten abgezogen wurden, die im Rücklaufbetrieb durch derartige
katalytische Betten geführt werden,
oder Koksteilchen, die bei Einwirkung von (strengen) Verfahrensbedingungen
auf das Einsatzmaterial gebildet wurden.
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Schutzbetten
werden normalerweise stromauf zu den im katalytischen Verfahren
eingesetzten Betten angeordnet. Ein oder mehrere Schutzbetten können zum
Auffangen der Verunreinigungen verwendet werden, wodurch das Auftreten
eines Druckabfalls verzögert
wird, was eine längere
Betriebsdauer des beabsichtigten Verfahrens ermöglicht. Es ist auch möglich, alle
das Schutzbett ausbildenden Teilchen oder einen Teil davon mit katalytisch
aktiven Materialien zu versehen, wodurch die Schutz- und Reaktionsaufgaben
kombiniert werden. Es kann auch ein katalytisch aktives Material
mit einer anderen Natur als der im vorgesehenen Verfahren angewandten
in die Teilchen des Schutzbettes aufgenommen werden. Beispielsweise
können
beim Hydrotreating aktive Materialien in und/oder auf den das Schutzbett
bzw. die Schutzbetten ausbildenden Teilchen vorliegen, welchen Schutzbetten
die Aufgabe zukommt, ein oder mehrere Katalysatorbetten zu schützen, die
zum Hydrocracken verwendet werden und stromab zum Schutzbett angeordnet
sind. Die Art und Menge von in derartigen Schutzbetten vorliegenden
katalytisch aktiven Materialien sind in der Technik allgemein bekannt,
und der Fachmann weiß,
wie sie anzuwenden sind.
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Spezifische
Anwendungen für
die Teilchen gemäß der vorliegenden
Erfindung erfolgen als Graduierungsschichten zum Schutz von Festbettreaktoren,
die anfällig
für ein
starkes (vom Einsatzmaterial herrührendes) Faulen sind, das bei
Hydrokonversionsverfahren auftreten kann, insbesondere in Hydrodeme tallisierungsprozessen,
Hydrodesulfurierungsprozessen von langen Rückständen und in der Verarbeitung
von thermisch gecracktem Material, und zum Schutz von Festbettreaktoren,
die unter einer Feinteilchenablagerung in der Tiefe der katalytischen
Betten leiden, beispielsweise in Anlagen, die synthetische Rohmaterialien
verarbeiten.
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Es
wurde gefunden, dass die die Teilchen gemäß der vorliegenden Erfindung – in einer
statistischen Packung – enthaltenden
Betten einen viel höheren
Leerraum aufweisen als jene Betten, die die entsprechenden konventionellen
dreilappigen Teilchen enthalten, wenn diese unter Anwendung der
allgemein bekannten "sock
loading"-Technik
gepackt werden. Der bei Anwendung der konventionellen dreilappigen
Form erreichte Leerraum beläuft
sich auf etwa 45 %, wogegen die Anwendung von Teilchen gemäß der vorliegenden
Erfindung zu einem Leerraum von wenigstens 55 % führt, was
diese Teilchen für
eine Anwendung mit niedrigem Druckabfall attraktiv macht, beispielsweise
unter den Bedingungen eines Gas-Flüssigkeits-Gegenstroms.
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Die
Teilchen gemäß der vorliegenden
Erfindung können
auch zweckmäßig in einem
Verfahren zur Herstellung von Mitteldestillaten aus Synthesegas
angewendet werden, worin ein schweres paraffinisches Material, hergestellt
aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff, einem Hydrocrackverfahren zur
Ausbildung von Mitteldestillaten in Gegenwart eines Katalysators
unterzogen wird, der Teilchen gemäß der vorliegenden Erfindung enthält, die
auch ein oder mehrere Metalle und/oder Metallverbindungen mit der
gewünschten
katalytischen Aktivität
enthalten.
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Die
Erfindung wird nunmehr anhand der nachfolgenden, nicht beschränkenden
Beispiele erläutert.
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Beispiel 1
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Es
wurden zwei Modellversuche ausgeführt, um den Druckabfall unter
Faulungsbedingungen von Katalysatorteilchen zu verfolgen, die aus
konventionellen dreilappigen Gebilden (in der Folge als TL bezeichnet) und
von Teilchen mit der in 1 dargestellten Form bestehen
(in der Folge als STL bezeichnet – "spezielle" dreilappige Gebilde mit einem Querschnitt,
der die Fläche
innerhalb von sieben Kreisen mit gleicher Größe (der Mittelkreis wird von
sechs Außenkreisen
mit gleicher Größe berührt und
bildet mit drei alternierenden Außenkreisen einen Teil des Querschnittes)
minus der drei verbleibenden Außenkreise
einnimmt).
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Die
TL-Teilchen hatten einen nominellen Durchmesser von 2,5 mm, ein
L/D-Verhältnis
von etwa 2,5 und bestanden aus gamma-Aluminiumoxid. Ein statistisch gepacktes
Bett aus TL-Teilchen zeigte einen Leerraum von 43 %. Die Teilchen
enthielten kein zusätzliches
katalytisches Material. Die STL-Teilchen hatten einen nominellen
Durchmesser von 2,8 mm, ein L/D-Verhältnis von etwa 2,5 und bestanden
aus üblicherweise
für DN-200-Katalysatoren verwendetem
Material (im Handel von Criterion Catalyst Company erhältlich).
Ein statistisch gepacktes Bett aus den STL-Teilchen wies einen Leerraum
von 58,3 % auf. Beide Teilchentypen wurden durch Extrusion unter
Anwendung einer entsprechenden Formplatte erhalten.
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Das
in den beiden Versuchen angewendete Faulungsmaterial bestand aus
einem Gemisch aus zerkleinertem Siliciumdioxid und FCC (Fluid Catlytic
Cracking)-Katalysator. Die Zusammensetzung des Faulungsmaterials
ist in der nachfolgenden Tabelle 1 angegeben.
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Die
Versuche wurden in einer Einzelkolonne ausgeführt, die das zu testende Material
enthielt. Die Kolonne wurde bei Umgebungstemperatur und -druck mit
Gas (Luft) und Flüssigkeit
(Wasser) im Gleichstrom betrieben. Die Gas- und Flüssigkeitsoberflächengeschwindigkeiten
betrugen 100 mm/sek. bzw. 4 mm/sek. Vor jedem Versuch wurde die
Packung mit reinem Wasser gründlich
benetzt.
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Die
Versuche wurden begonnen, indem die Flüssigkeitseinspeisung von reinem
Wasser auf eine Aufschlämmung
umgeschaltet wurde, die 2,94 kg.m3 an Faulungsmaterial
enthielt. Diese Konzentration ist mehrere Größenordnungen höher als
dies unter normalen Betriebsbedingungen erwartet werden würde, um
das Phänomen
des Druckabfalls innerhalb einer verhältnismäßig kurzen Zeit bewirken zu
können.
Es zeigte sich, dass die Betriebsdauer für die TL-Teilchen (bevor ein
Druckabfall von 500 mbar/m beobachtet wurde) 1460 Sekunden betrug,
wogegen die Anwendung von STL-Teilchen eine Betriebsdauer von nicht
weniger als 2260 Sekunden ermöglichte,
d.h. eine Zunahme von 55 %, verglichen mit den herkömmlich geformten
Teilchen.
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Beispiel 2
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Es
wurden zwei Versuche ausgeführt,
um die Flutungsgrenzen zu vergleichen, die bei Anwendung von konventionellen
TL-Teilchen und von Teilchen mit einer Form gemäß der vorliegenden Erfindung
(in diesem Falle wie in 1 gezeigt) auftreten. Die in
diesen Versuchen verwendeten Teilchen hatten die gleichen Formen
und Zusammensetzungen wie die in Beispiel 1 beschriebenen Teilchen.
Ein statistisch gepacktes Bett aus den TL-Teilchen zeigte einen Leerraum von 40
%, und jenes Bett aus STL-Teilchen zeigte einen Leerraum von 55
%.
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Die
Versuche wurden in einer Einzelkolonne ausgeführt, die im Gegenstrom mit
n-Octan und Stickstoff bei Umgebungstemperatur und bei einem Absolutdruck
von 2 bar betrieben wurde. Es wurde darauf geachtet, dass eine gleichmäßige Gas-
und Flüssigkeitsverteilung
auftrat. Während
der Versuche wurde die Gasströmung
bei konstanter Flüssigkeitsströmungsgeschwindigkeit
erhöht,
und der Druckabfall wurde über
die Kolonne gemessen. Der Flutungspunkt wird als jener Punkt definiert,
zu dem die Druckabfallsabhängigkeit
von der Gasgeschwindigkeit abrupt von einer Größenordnung zwischen 1 und 2
zu einer wesentlich höheren
Ordnung wechselt.
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In
dem mit TL-Teilchen ausgeführten
Versuch wurde die Gasgeschwindigkeit, bei der ein Fluten begann,
bei einem Absolutdruck von 2 bar und einer Flüssigkeitsoberflächengeschwindigkeit
von 3 mm/sek. bestimmt. Die STL-Teilchen wurden bei jenen Bedingungen
getestet, bei denen die TL-Teilchen einen Flutungsbeginn bei 2 bar
absolut und bei einer Flüssigkeitsoberflächengeschwindigkeit
von 3 mm/sek. zeigten. Bei diesen Bedingungen konnte die Gasgeschwindigkeit
um soviel wie das 3,4-fache
erhöht
werden, bevor die STL-Teilchen einen Flutungsbeginn zeigten. Die
Anwendung von STL-Teilchen verzögerte
somit das Erreichen von Flutungsbedingungen ganz erheblich.