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Die
vorliegende Erfindung liefert ein Verfahren zur verbesserten Diagnose
von Dysplasien, basierend auf einem gleichzeitigen Nachweis von INK4a
Genprodukten und mindestens einem Marker für Zellproliferation. Die vorliegende
Erfindung liefert vor allem ein Verfahren zur Unterscheidung dysplastischer
Zellen, die INK4a Genprodukte überexprimieren,
von Zellen, die INK4a Genprodukte überexprimieren ohne dysplastisch
zu sein, durch den Nachweis eines Markers, der zur Charakterisierung
der Proliferationseigenschaften der jeweiligen Zelle geeignet ist.
Die Charakterisierung der Proliferationseigenschaften kann den Nachweis
eines Markers oder eines Sets von Markern, die für aktive Zellproliferation
charakteristisch sind und/oder den Nachweis eines Sets von Markern,
die charakteristisch für
eine verzögerte
oder ausbleibende Zellproliferation sind, umfassen. Das hier dargelegte
Verfahren ermöglicht so
eine spezifische Diagnose von Dysplasien in histologischen und zytologischen
Proben.
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Der
Nachweis der Überexpression
von p16INK4a in biologischen Proben hat
sich als brauchbarer Marker zum Nachweis von anogenitalen Läsionen,
wie zum Beispiel Karzinomen des Gebärmutterhalses (siehe WO 0001845;
KLAES, Rüdiger,
et al. Overexpression of p16(INK4A) as a specific marker for dysplastic
and neoplastic epithelial cells of the cervix uteri.. Int. J. Cancer.
2001, Band 92, S. 276–284.
) herausgestellt. Das Verfahren basierend auf p16INK4a-spezifischer
immunochemischer Färbung
ermöglicht
eine sensible und spezifische Identifikation von dysplastischen
Zellen in Gewebesektionen und in zytologischen Proben.
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Bei
immunohistochemischen Untersuchungen von Gewebe, können dysplastische
und neoplastische Zellen mit einem p16INK4a-spezifischen
antikörper-vermittelten
Färbeverfahren
gefärbt
werden. Die histologische Diagnose neoplastischer Läsionen kann
so durch ein Färbeverfahren
unterstützt
werden, basierend auf einem molekularen Marker, der charakteristisch
für die
Transformation von Zellen in anogenitalen Läsionen ist. Die Diagnose, ob
Zellen neoplastisch sind oder nicht, basiert in diesen Verfahren
nicht nur auf die p16INK4a-spezifische Färbung sondern
stützt
sich auch auf die histologische Information.
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Dies
beruht auf der Tatsache, dass in ungefähr 20–30% der Proben metaplastische
Zellen eine Immunoreaktivität
mit p16INK4a spezifischen Antikörpern aufweisen
und so im Verlauf der Verfahren gefärbt werden. Dennoch unterscheidet
sich das Färbemuster
dieser metaplastischen Zellen von dem der neoplastischen Läsionen.
Metaplastische Zellen verursachen ein ungleichmäßiges oder fokales Färbemuster,
wohingegen neoplastische Läsionen
diffuse Färbemuster
verursachen. Des Weiteren ist die Färbeintensität metaplastischer Zellen überwiegend
geringer als die der neoplastischen Zellen.
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Bei
den üblichen
Verfahren, die bei Screeningtests für die Früherkennung von Dysplasien und/oder
Neoplasien eingesetzt werden, werden keine histologisch basierenden
Tests verwendet, sondern werden eher auf zytologische Testverfahren
gestützt.
Jedoch besonders in Fällen,
wo keine histologische Information bezüglich der Gewebearchitektur verfügbar ist,
wie z. B. in zytologischen Untersuchungen, kann die alleinige Untersuchung
auf p16INK4a Überexpression zu falsch positiven
Ergebnissen führen.
Dies beruht auf der Tatsache, dass diese Fraktionen von metaplastischen
Zellen, die p16INK4a in nachweisbar erhöhten Levels
exprimieren, nicht mittels eines histologischen Kriteriums unterschieden werden
können.
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Der
Prozentanteil von Zellen, die eine Überexpression von p16INK4a aufweisen, steigt im Verlauf der Entstehung
von Dysplasien. In neoplastischen oder präneoplastischen Stadien, wenn
nur eine begrenzter Population von neoplastischen oder präneoplastischen
Zellen in der Probe präsent
ist, kann die Immunoreaktivität
von p16INK4a schwach sein. Diese schwache
Immunoreaktivität
kann ungefähr
den gleichen Level aufweisen, wie der Level, der durch metaplastische
Zellen verursacht wird. In späteren
Stadien der Dysplasien ist die gesamte Immunoreaktivität von p16INK4a stärker
und deswegen sind neoplastische Läsionen leicht von Metaplasien
zu unterscheiden, sogar in einem zytologischen Testformat. Dies könnte zu
Fällen
führen,
wo die Anwesenheit von metaplastischen Zellen, die p16INK4a exprimieren
mit der Anwesenheit von neoplastischen Zellen verwechselt werden
könnte
und so ein falsch positives Ergebnis produziert wird.
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Besonders
bei Screeningtests, bei denen der Nachweis früher Stadien von Neoplasien
wünschenswert
ist, ist dieser Zustand sehr unbefriedigend. Dies ist vor allem
deswegen der Fall, da sich die p16INK4a basierende
Diagnose als wertvolles Hilfsmittel in histologischen Untersuchungen
herausgestellt hat und die Anwendung in zytologisch basierten Screeningverfahren
könnte
diese etablierten Verfahren verbessern.
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Um
falsch positive Ergebnisse in zytologischen Testformaten zu verringern
und somit die Zuverlässigkeit
von p16INK4a-vermittelten Diagnosen von anogenitalen
Läsionen
weiter zu verbessern, wäre ein
Verfahren zur Unterscheidung der Metaplasien von neoplastischen
und dysplastischen Läsionen wünschenswert.
Ein Verfahren zur Unterscheidung von Metaplasien von neoplastischen
und präneoplastischen
Läsionen
wird im Rahmen der Ausführungsformen
aufgezeigt, die gemäß der vorliegenden Erfindung
beansprucht werden.
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Zur
Unterstützung
der Unterscheidung der Metaplasien von neoplastischen Läsionen in
Testverfahren, basierend auf der Überexpression von p16INK4a, wäre
ein Markermolekül
wünschenswert, welches
in neoplastischen und/oder präneoplastischen
Zellen und Geweben exprimiert wird, und welches nicht gleichzeitig
mit p16INK4a-Genprodukten in einer einzigen metaplastischen
Zelle exprimiert wird.
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Eine
Lösung
des im Stand der Technik vorliegenden Problems liefern die Verfahren,
die gemäß dieser
Erfindung beansprucht werden. Im Verlauf der Versuche, die zu der
vorliegenden Erfindung führten, haben
die Erfinder herausgefunden, dass eine Kombination des Nachweises
der Anwesenheit oder Abwesenheit und/oder des Levels von p16INK4a in Kombination mit mindestens einem
Marker für
Zellproliferation wie z. B. Ki67, Ki-S2, mcm5 oder MCM2 das in der
Technik vorliegende Problem lösen
könnte.
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Der
Stand der Technik stellt einige Dokumente zur Verfügung, welche
die Verwendung einer Kombination molekularer Marker zur verbesserten
Diagnose von Dysplasien betreffen. In WO 0208764 wird ein Verfahren
zur verbesserten Diagnose zervikaler Malignitäten unter Verwendung einer
Kombination eines HPV Markers und eines Markers für Proliferation oder
virale Aktivität
offenbart. p16INK4a wird im Zusammenhang
mit dieser Erfindung als ein Marker für virale Aktivität, der mit
HPV Markern kombiniert werden soll erwähnt.
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In
EP 1217377 wird ein Verfahren
zum automatisierten Nachweis zervikaler bösartiger Tumore offenbart,
vermittelt durch den Nachweis von mehr als einem Markermolekül. Manche
definierten Markerkombinationen werden innerhalb des Dokuments genannt.
Es gibt keine Offenbarung in diesem Dokument bezüglich der Auswahl geeigneter
Marker für eine
Kombination. Der Zweck der Kombination in dieser Anmeldung ist die
verbesserte Zuverlässigkeit der
automatisierten Analyse von Färbemustern
in biologisch-zytologischen Proben. Dieses Dokument erwähnt eine
Kombination von p16
INK4a mit anderen Tumormarkern.
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WO
02059616 offenbart ein Verfahren zum Nachweis von Zellzyklusstörungen zur
verbesserten Diagnose zervikaler bösartiger Erkrankungen. Das Dokument
offenbart, dass dysplastische Zellen Störungen der Zellzykluskontrolle
aufweisen und daher durch Nachweis von Zyklin E Proteinen zusammen mit
Post G1 Substanzen in Zellen identifiziert werden können.
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Jeffrey
Keating offenbart in "Ki67,
Cyclin E, and p16INK4a Are Complimentary
Surrogate Biomarkers for human papilloma Virus-Related Cervical
Neoplasia" ( KEATING,
Jeffrey, et al. Ki67, Cyclin E, and p16INK4a are complimentary Surrogate
Biomarkers for human papilloma Virus-Related Cervical neoplasia.
American Journal of Surgical Pathology. 2001, Band 25, Nr. 7, S.
884–891.
) die Komplementarität des
Einsatzes von p16INK4a, Ki67 und Cyclin
E bei der Diagnose von zervikalen Dysplasien. Das Dokument bezieht
sich auf die Probleme jedes einzelnen Markers beim Nachweis von
Dysplasien und kommt zu dem Schluss dass p16INK4a in
Kombination mit Zyklin E besonders bei der Untersuchung zytologischer Proben
geeignet sein kann, die Probleme der einzelnen Markermoleküle zu überwinden.
Es enthält
jedoch keine Offenbarung, die den Einsatz von p16INK4a in
Kombination mit einem für
proliferierende Zellen charakteristischen Marker, wie zum Beispiel
Ki67, lehrt. Das Dokument lehrt nicht die Kombination von p16INK4a zum Einsatz bei diagnostischen Verfahren; die
Offenbarung bezieht sich vielmehr auf einen begrenzten Einsatz von
Ki67 in zervikalen Differenzialdiagnosen und leitet somit weg vom
Einsatz dieses Markers bei der Diagnose von zervikalen bösartigen Erkrankungen.
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Der
Stand der Technik weist keine Offenbarung auf, die den Einsatz einer
Kombination von p16INK4a mit einem für die Zellproliferation
charakteristischen Marker zum Einsatz in einem diagnostischen Verfahren
zur verbesserten Unterscheidung von p16INK4a positiven
nichtdysplastischen Zellen von p16INK4a positiven
Dysplasien lehrt.
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WO
02059616 gibt keinen Hinweis auf den Einsatz von p16
INK4a zum
Nachweis von dysplastischer Zellproliferation. Im Dokument
EP 1217377 wird lediglich
die Automation eines Analyseprozesses gelehrt, jedoch nicht der
Einsatz einer Kombination von Tumormarkern im Verlauf des Nachweises. Es
gibt keine Offenbarung, die sich auf den Vorteil von Kombinationen
für spezifische
Unterscheidungszwecke wie die Unterscheidung dysplastischer Zellen
von beispielsweise metaplastischen Zellen in zervikalen Proben bezieht.
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Die
Erfinder der vorliegenden Erfindung strebten danach, das nach dem
Stand der Technik vorliegende Problem zu überwinden, dass p16INK4a, welches in verschiedenen Dysplasien überexprimiert wird,
auch in manchen anderen nichtdysplastischen Zellen nachgewiesen
werden kann. Die Unterscheidung zwischen nichtdysplastischen p16INK4a positiven Zellen und dysplastischen
Zellen, die p16INK4a überexprimieren, kann auf die
Proliferationeigenschaften der jeweiligen Zellen gestützt werden.
In normal kontrollierten Zellen inhibitiert p16INK4a CDK4
und inhibitiert somit die Proliferation. Im Gegensatz dazu wird diese
Regulierung in dysplastischen Zellen beeinträchtigt. Somit führt p16INK4a trotz seines ungewöhnlich hohen Expressionslevel
nicht zu einer Inhibition der Zellproliferation.
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Die
Erfinder der vorliegenden Erfindung haben herausgefunden, dass dysplastische
Zellen von Zellen, welche eine kontrollierte Zellproliferation aufweisen,
durch den gleichzeitigen Nachweis von p16INK4a und
einem für
die Zellproliferation charakteristischen Marker unterschieden werden
können. Aufgrund
der Tatsache, dass in normalen Zellen erhöhte Level von p16INK4a die
Zellproliferation inhibitieren, können Zellen, die p16INK4a überexprimieren
als dysplastisch bezeichnet werden, vorausgesetzt sie weisen die
Eigenschaften für
aktive Zellproliferation auf.
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Unterscheidung
von neoplastischen, präneoplastischen
und/oder dysplastischen Läsionen
von nichtdysplastischen Zellen, die einen erhöhten Level von p16INK4a aufweisen,
in biologischen Proben in einem histologischen oder zytologischen
Testverfahren, basierend auf dem Nachweis der Anwesenheit oder Abwesenheit
von Zellen, die das p16INK4a Gen und Zellproliferationsmarker
in besagen biologischen Proben gleichzeitig exprimieren. Geeignete
Marker für
die Zellproliferation können zum
Beispiel Ki67, Ki-S2, Ki-S5, MCM5 oder MCM2 sein. In einer Ausführungsform
der Erfindung können Protein
oder mRNA der Marker für
Zellproliferation als ein Marker zur Unterscheidung von Metaplasien von
frühen
dysplastischen oder präneoplastischen Läsionen in
Proben dienen.
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Ein
Aspekt der vorliegenden Erfindung soll ein Verfahren liefern, zur
Unterscheidung dysplastischer Zellen, die INK4a Genprodukte überexprimieren,
von anderen Zellen, die INK4a Genprodukte in einem nachweisbaren
Level exprimieren, in biologischen Proben, umfassend die Bestimmung
der Co-Expression von mindestens zwei Markermolekülen in mindestens
einer einzelnen Zelle in einem zytologischen oder histologischen
Testverfahren, wobei mindestens ein Markermolekül ein Expressionsprodukt ist,
das durch INK4a Gene kodiert wird, und mindestens ein weiteres Markermolekül ein Zellproliferationsmarker
ist, wobei die Überexpression
von mindestens einem INK4a Genprodukt und die Expression von mindestens
einem Marker für
aktive Zellproliferation in einem nachweisbaren Level innerhalb
besagter einzelner Zelle hinweisend für den dysplastischen Zustand
der Zelle ist, und wobei die Überexpression
von mindestens einem INK4a Genprodukt und die Expression von mindestens
einem Marker für Seneszenz,
terminale Zelldifferenzierung, Apoptose oder Zellzyklusarrest in
einem nachweisbaren Level innerhalb besagter einzelner Zelle hinweisend
für den
nicht-dysplastischen Zustand der Zelle ist.
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Ein
zweiter Aspekt der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf ein Testkit
zur Bestimmung von Dysplasien in Proben gemäß dem hier offenbarten Verfahren,
umfassend die Komponenten aus den Kitansprüchen.
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Während der
Versuche, die zu der vorliegenden Erfindung führten wurde herausgefunden,
dass unter bestimmten Umständen
nichtdysplastische Zellen eine Immunoreaktivität für p16INK4a aufweisen können. Die
Erfinder haben herausgefunden, dass diese Zellen, die eine geordnete
Zellproliferationskontrolle als Reaktion auf den erhöhten Level
von p16INK4a Genprodukten aufweisen, einem
Wachstumsarrest unterliegen. Somit zeigen diese einzelnen Zellen
keine Immunoreaktivität
für Marker
für Zellproliferation.
Im Gegensatz hierzu weisen transformierte Zellen, die p16INK4a überexprimieren
eine dysregulierende Zellproliferationskontrolle auf und reagieren auf
den erhöhten
Level von p16INK4a nicht durch das Aussetzen
der Zellproliferation. Die Erfinder haben daher herausgefunden,
dass der gleichzeitige Nachweis von p16INK4a und
Markern für
die Zellproliferation zur Unterscheidung dysplastischer Zellen von
arretierten Zellen, die p16INK4a überexprimieren,
wie z. B. metaplastischen Zellen, dienen kann.
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Die
Entdeckung, dass die Überexpression von
p16INK4a in verschiedenen Dysplasien auch
in manchen anderen, nichtdysplastischen Zellen nachgewiesen werden
kann, hat die Erfinder des vorgestellten Verfahrens dazu geführt eine
Technik zur Unterscheidung zwischen nichtdysplastischen p16INK4a positiven Zellen und dysplastischen
Zellen, die p16INK4a überexprimieren zu entwickeln,
basierend auf den Proliferationseigenschaften der jeweiligen Zellen.
Während
in normal kontrollierten Zellen p16INK4a CDK4
inhibiert und somit auch die Zellproliferation, ist dies in dysplastischen
Zellen nicht der Fall. So führt
p16INK4a in dysplastischen Zellen trotz seines
ungewöhnlich
hohen Expressionslevel nicht zu einer Inhibition der Zellproliferation.
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Das
hier offenbarte Verfahren basiert auf der Tatsache, dass durch den
gleichzeitigen Nachweis eines p16INK4a Genproduktes
wie z. B. p16INK4a mit einem Marker, der
für Zellproliferation
charakteristisch ist, dysplastische Zellen von Zellen unterschieden werden
können,
die normal kontrollierte Zellproliferation aufweisen.
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Der
Begriff Marker sowie Markermoleküle
im Allgemeinen soll sich hier auf Proliferationsmarker-Genexpressionsprodukte
sowie auf p16INK4a Genexpressionsprodukte
beziehen.
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Die
Bezeichnungen innerhalb dieses Textes für Gene können sich teilweise auf Gene
oder Proteine beziehen wie diese in einem beliebigen Organismus
entdeckt wurden. Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung
soll sich die Bezeichnung auf das jeweilige Homologe der genanten
Marker in dem Organismus beziehen, welcher innerhalb eines hier offenbarten
Verfahrens untersucht wird. In bestimmten Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung ist dieser Organismus ein Säugetier und in einer Ausführungsform
ein menschliches Wesen. In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung sollen die bezeichneten Marker die menschlichen Homologe
der jeweiligen bezeichneten Marker sein.
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Im
Allgemeinen wird während
des gesamten Textes die Bezeichnung "(Zell)Proliferationsmarker" oder "Marker für Zellproliferation" in ihren verschiedenen
grammatikalischen Formen verwendet, um Proteine sowie Nukleinsäuremarker
zu bezeichnen. Falls der Proteinname eines Markers wie z. B. „Replikationsprotein" hier gebraucht wird,
soll dies metonymisch zu verstehen sein und sich auch auf das Protein
und die Nukleinsäuremarkermoleküle, die das
jeweilige Protein kodieren beziehen.
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Ein
geeigneter Marker gemäß der vorliegenden
Erfindung kann jedes Molekül
sein, das von einem Gen transkribiert wird oder jedes Molekül, das von
einem solchen Traskript translatiert wird. So können Genprodukte im Sinne der
vorliegenden Erfindung, Polynukleotide wie z. B. DNA oder RNA und Polypeptide
wie z. B. Proteine, Proteoglykane, Peptide etc. umfassen. Expressionsprodukte
im Sinne der vorliegenden Erfindung sollen jedes beliebige Transkript
eines Genlocus sowohl forward als auch reverse umfassen, einschließlich beliebiger
reading frames und Splicevarianten. Expressionsprodukte in Sinne der
vorliegenden Erfindung sollen demnach alle alternativen Produkte
umfassen, die durch die Nukleinsäuren
eines bestimmten Genlocus kodiert werden.
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INK4a
kodierte Genprodukte im Sinne der vorliegenden Erfindung soll jede
beliebige mRNA sein, die vom INK4a Genlokus transkribiert wird oder ein
beliebiges Polypeptid, das von einer solchen mRNA translatiert wird.
In einer Ausführungsform
der Erfindung können
die Expressionsprodukte, die durch das INK4a Gen kodiert werden,
ein molekulares Gewicht von ungefähr 5 bis 40 kDa oder jedes
beliebige Gewicht dazwischen und vorzugsweise ungefähr 10 bis
20 kDA oder jedes beliebige Gewicht dazwischen und bestenfalls ungefähr 14 bis
ungefähr 19
kDA oder jedes beliebige Gewicht dazwischen aufweisen.
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INK4a
Genprodukte, die geeignet sind für
die Methode gemäß der vorliegenden
Erfindung, können beispielsweise
Genprodukte wie z. B. p16INK4a oder p14ARF
umfassen.
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Die
Bezeichnung "(Zell)Proliferationsmarker" oder "Marker für Zellproliferation" im Sinne der vorliegenden
Erfindung soll jedes Markermolekül
umfassen, das in der Technik als charakteristisch für den Zellproliferationsstatus
bekannt ist. Der Proliferationsstatus kann z. B ein Status aktiv
proliferierender Zellen, verzögerter
Zellproliferation, arretierter Zellproliferation, seneszenter Zellen,
terminal differenzierter Zellen oder ein Status von Apoptose etc.
sein. In einer Ausführungsform
der Erfindung ist der Zellproliferationsmarker ein Markermolekül, das für aktive
Zellproliferation charakteristisch ist. In einer anderen Ausführungsform
der Erfindung kann das Proliferationsmarkermolekül ein Molekül sein, das für arretierte,
terminal differenzierte, seneszente oder apoptotische Zellen charakteristisch
ist.
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In
bestimmten Ausführungsformen
können Proliferationsmarker
im Sinne der vorliegenden Erfindung Gene umfassen, die an der DNA
Replikation beteiligt sind, wie z. B. Proteine des Prä-Initiationskomplex
oder der Replikationsgabel. Solche Moleküle können z. B. Helikasen, wie eukaryontische
Helikasen oder MCM Proteine (MCM2, MCM3, MCM4, MCM5, MCM6, MCM7),
Proteine TP wie in WO 0050451 und WO 0217947 offenbart (auch bezeichnet
als HELAD1, Pomfil2, Unc-53), Kinasen oder Phosphatasen, die am
Replikationsprozess beteiligt sind wie z. B. CDC6, CDC7 Protein
Kinase, Dbf4, CDC14 Protein Phosphatase, CDC45 und MCM10 umfassen.
Des Weiteren können
Proliferationsmarker Proteine umfassen, die an der prozessiven Replikationsgabel
beteiligt sind, wie z. B. PCNA oder DNA Polymerase Delta, das Replikationsprotein
A (rpA), der Replikationsfaktor C (rfC) sowie FEN1.
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In
anderen Ausführungsformen
können
die Proliferationsmarker Moleküle
umfassen, die für
die Erhaltung der Zellproliferation notwendig sind, wie z. B. Ki67,
Ki-S5 oder Ki-S2. In dieser Ausführungsform können Proteine
zum Beispiel über
den Zeitraum des gesamten Zellzyklus präsent sein. Sie eignen sich dazu,
ein Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung durchzuführen,
vorausgesetzt dass sie charakteristisch für aktive Zellproliferation
sind und nicht signifikant in arretierten, terminal differenzierten,
apoptotischen oder seneszenten Stadien der Zellen exprimiert werden.
Ki67, Ki-S2 und Ki-S5 im Sinne der vorliegenden Erfindung sollen
die Proteinmarkermoleküle
bezeichnen, die durch die jeweiligen Antikörper nachgewiesen werden, sowie
die Nukleinsäuren, welche
diese Antigene kodieren.
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In
einer weiteren Ausführungsform
können die
Zellproliferationsmarker gemäß der vorliegenden Erfindung
Markermoleküle
sein, die charakteristisch für
verzögerte
oder ausbleibende Zellproliferation sind, wie z. B. Seneszenzmarker,
Zellzyklusarrestmarker, Marker, die charakteristisch für terminal
differenzierte Zellen sind oder Apoptosemarker. Solche Moleküle umfassen
z. B. p21, p27, Caspasen, BAD, CD95, Fas-Ligand, Parp-Proteine etc.
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Unterscheidung
im Sinne der vorliegenden Erfindung soll eine Beurteilung umfassen,
wie eine Probe klassifiziert werden soll. In einer Ausführungsform
der Erfindung betrifft die Unterscheidung eine Beurteilung, ob ein
Gewebe oder Komponenten davon dysplastisch oder nicht dysplastisch
ist. So ist hier die Unterscheidung eine Beurteilung über die Wachstumseigenschaften
von Zellen in einer biologischen Probe.
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In
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfasst die Unterscheidung den Nachweis der
Expression eines INK4a Genproduktes und den gleichzeitigen Nachweis
der Expression eines Markers der charakteristisch für aktive
Zellproliferation ist. In diesem Fall sind Zellen, die beide Markermoleküle coexprimieren
als dysplastisch zu klassifizieren.
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In
einer anderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfasst die Unterscheidung den Nachweis
eines INK4a Genproduktes und den gleichzeitigen Nachweis der Expression
eines Markers, der charakteristisch für arretierte, ausbleibende oder
verzögerte
Zellproliferation ist. In diesem Fall sind Zellen, die beide Markermoleküle coexprimieren als
nicht dysplastisch zu klassifizieren.
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In
bestimmten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung wird es von Nutzen sein, die Anwesenheit
oder Abwesenheit und/oder den Level von mehr als zwei Markermolekülen nachzuweisen.
In einer Ausführungsform
wird ein INK4a Genexpressionsprodukt zusammen mit zwei oder mehreren
Markern für
Zellproliferation nachgewiesen. Dies kann von Nutzen sein, um die
Identifikation von Proliferationseigenschaften der Zellen, die das
INK4a Genprodukt exprimieren zu verbessern. Manche Proliferationsmarker
sind auf spezifische Phasen des Zellzyklus begrenzt oder sind nur
in geringer Menge in Zellen präsent.
Aufgrund dieser Tatsache kann in manchen Fällen der Nachweis von proliferierenden
Zellen, die INK4a Genprodukte exprimieren, durch den Nachweis von
zwei oder mehrerer Proliferationsmarker verbessert werden.
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In
solchen Fällen
können
zum Beispiel ein Proliferationsmaker, der während des gesamten proliferativen
Zellzyklus exprimiert wird und Marker, die charakteristisch für spezifische
Zellzyklusphasen sind gleichzeitig nachgewiesen werden. Zum Beispiel
können
Ki67, Ki-S5 oder Ki-S2 zusammen mit MCM5, MCM2, PCNA, rpA, rfC etc.
nachgewiesen werden. In anderen Fällen können z. B. Proteine, die an
der DNA Replikation beteiligt sind zusammen mit Ki67, Ki-S5 oder
Ki-S2 nachgewiesen werden. In einem weitern Fall kann Ki67 zusammen
mit Ki-S2 nachgewiesen
werden. Es muss dazu gesagt werden, dass diese Beispiele keine ausschließlichen Kombinationsmöglichkeiten
sein sollen und auch verschiedene andere Kombinationen von Proliferationsmarkern
ebenso geeignet für
das Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung sind.
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Gegebenenfalls
können
auch Kombinationen von zwei oder mehreren Zellproliferationsmarkern
für ein
Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung eingesetzt werden. In einer anderen Ausführungsform
können
zwei oder mehrere Markermoleküle,
die in großen
Teilen des Zellzyklus oder sogar im ganzen Zellzyklus nachweisbar
sind oder auch aktiv proliferierende Zellen gemäß dem hier offenbarten Verfahren
nachgewiesen werden. Eine Kombination aus mehr als einem Zellproliferationsmarkermolekül kann generell
geeignet sein, um die Sensitivität
des Nachweises von Proliferatioseigenschaften der Zellen zu verbessern.
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In
bestimmten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung kann eine Kombination darüber hinaus
andere Markermoleküle
als Marker umfassen, wie zum Beispiel Seneszenzmarkermoleküle, Marker für arretierte
Zellen, Marker für
terminal differenzierte Zellen, Marker für apoptotische Zellen, Marker
für virale
Infektionen oder für
virale Aktivität
in Zellen oder zellzyklusregulierende Proteine. In bestimmten Ausführungsformen
kann in Verbindung mit HPV-assoziierten Dysplasien, ein Nachweis
von HPV-assoziierten Markermolekülen
oder Marker für
virale Aktivität dienlich
für die
Erkennung einer Dysplasie sein. Die Verfahren, die geeignet für den Nachweis
einer HPV Infektion in Proben sind, sind dem Fachmann bekannt. Diese
Verfahren können
Methoden unter Einsatz von Sonden, die spezifisch für HPV Agenzien sind,
umfassen, oder Nukleinsäureamplifikationsreaktionen
einsetzen. Der Nachweis einer viralen Infektion kann gleichzeitig
oder nacheinander mit dem Nachweis von INK4a und Proliferationsmarkermolekülen durchgeführt werden.
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Dysplastisch
im Sinne der vorliegenden Erfindung soll sich auf leichte bis starke
Dysplasien und deren Vorläuferstadien
beziehen, sowie auf Karzinome, wie Karzinome In-Situ oder invasive
Karzinome und disseminierte Tumorzellen. So soll dysplastisch hier
auch frühe
sowie Vorläuferstadien
von Dysplasien und Karzinomen umfassen.
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Zellen,
die INK4a Genprodukte überexprimieren
ohne dysplastisch zu sein (hier nichtdysplastisch), können hier
z. B metaplastische Zellen, seneszente Zellen, terminal differenzierte
Zellen oder Zellen, die in bestimmten Stadien des Zellzyklus erhöhte Level
des INK4a Genprodukts aufweisen, umfassen. In bestimmten Zellen
können
erhöhte
Level von INK4a Genprodukten sogar als Reaktion auf externe Signale
wie Hormone, Transmitter etc. hervorgerufen werden. In einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfassen die nichtdysplastischen Zellen, die
INK4a Genprodukte überexprimieren
z. B. metaplastische Zellen, endometriale Zellen etc.
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Das
Verfahren zum Nachweis des Expressionslevel von INK4a kodierten
Genprodukten und/oder der Proliferationsmarker-Genprodukte ist gemäß der vorliegenden
Erfindung ein beliebiges Verfahren, welches sich beispielsweise
eignet, (sich aber nicht notwendigerweise eignen muss), um sogar
sehr kleine Mengen von spezifischen biologischen Molekülen in biologischen
Proben nachzuweisen. Die Nachweisreaktion gemäß der vorliegenden Erfindung
ist entweder ein Nachweis auf der Ebene von Nukleinsäuren oder
Polypeptiden.
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Ein
Markermolekül
ist im Sinne der vorliegenden Erfindung nachweisbar, wenn der Marker
im Verlauf eines geeigneten Nachweisverfahrens nachgewiesen wird,
wie z. B. bei einer In-Situ Hybridisierung, einer immunochemischen
Färbung,
einem Hybrid Capture Assay etc.. Der Expressionslevel eines Markermoleküls kann
unter Einsatz geeigneter Reporterreaktionen wie z. B. einer Chromogen-
oder Fluoreszenz-basierten
immunchemischen Färbung oder
einem In-Situ Hybridisierungsverfahren für mikroskopische oder automatisierte
Analysen nachweisbar gemacht werden. Dem Fachmann bekannte geeignete
Verfahren zur Verbesserung des Reportersignals können im Verlauf eines Verfahrens
gemäß der vorliegenden
Erfindung eingesetzt werden. Demnach ist der Marker nachweisbar,
wenn die Färbung die
jeweilige Hintergrundfärbung überflüssig macht, die
schon an sich beim immunochemischen Färbeverfahren erzielt wurde
um signifikante Färbeergebnisse
hervorzurufen.
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Die
Markermoleküle
können
unter Einsatz von Reagenzien, die diese Moleküle spezifisch erkennen nachgewiesen
werden. Die Nachweisreaktion für
die INK4a Genprodukte und/oder die Proliferationsmarker-Genprodukte
können
eine oder mehrere Reaktionen mit Nachweisagenzien umfassen, die entweder
die ursprünglichen Markermoleküle erkennen,
oder die vorherigen Moleküle,
die eingesetzt wurden, um andere Moleküle zu erkennen.
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In
bestimmten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung können
eine oder mehrere Sonden für
den Nachweis eines einzigen Markermoleküls eingesetzt werden. Zum Beispiel
können
zwei oder mehrere verschiedene Bindungsagenzien (z. B. Antikörper) oder
Oligonukleotidsonden, die gegen ein einziges Markermolekül gerichtet
sind (gegebenenfalls gegen verschiedene Epitope oder verschiedene
Sequenzen) im Verlauf des hier offenbarten Verfahrens eingesetzt
werden.
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Der
Nachweis der verschiedenen Genprodukte kann in einem Reaktionsgefäß oder Behälter oder
in verschiedenen Behältern
gleichzeitig oder zeitlich nacheinander durchgeführt werden. Demnach können die
verschiedenen Genprodukte gleichzeitig in einer Zelle nachgewiesen
werden, die beide Produkte coexprimiert. Andererseits können Zellen, welche
die Genprodukte coexprimieren für
getrennte Nachweisreaktionen eingesetzt werden (räumlich oder
zeitlich getrennt), um jeden einzelnen Marker in den Zellen nachzuweisen.
In einer anderen Ausführungsform
könnten
Zellen den einen oder den anderen Marker exprimieren. Der Nachweis
der Markermoleküle
in den verschiedenen Zellen kann ebenso gleichzeitig oder zeitlich
und/oder räumlich
getrennt durchgeführt
werden.
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Die
Nachweisreaktion kann weiterhin eine Reporterreaktion umfassen,
welche die Anwesenheit oder Abwesenheit und/oder den Level des Markermolekül-Genprodukts
angibt. Die Reporterreaktion kann zum Beispiel eine Reaktion sein,
die eine farbige Verbindung produziert, oder eine biolumineszente Reaktion,
eine Fluoreszenz-Reaktion oder generell eine strahlenabgebende Reaktion
etc.
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In
bestimmten Ausführungsformen
können Markermoleküle von Agenzien
erkannt werden, die verschiedene Reportersignale produzieren, so
dass die Signale, die sich auf die Markermoleküle beziehen unterschieden werden
könnten.
In einer Ausführungsform
der Erfindung wird der Nachweis der Expression der zwei oder mehreren
INK4a Genprodukte und/oder Proliferationsmarker-Genprodukte gleichzeitig
durchgeführt.
In diesem Fall kann die Reporterreaktion zum Beispiel verschiedene
Fluoreszenzmarkierungen für
die verschiedenen nachgewiesenen Moleküle hervorrufen.
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Jedoch
muss im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung nicht notwendigerweise
beantwortet werden, ob der eine oder andere Proliferationsmarker
oder das INK4a-Marker Genprodukt in den Zellen exprimiert wird.
In bestimmten Ausführungsformen
ist die Frage, ob irgend ein Proliferationsmarker und/oder INK4a
Genprodukt exprimiert wird. Im Verlauf der Versuche kann ein Verfahren ausgewählt werden,
das die gleichen Fluoreszenzsignale als Hinweis für die Anwesenheit
eines Proliferationsmarkers gibt. Dieses Verfahren eignet sich dafür, die Empfindlichkeit
des Nachweises der Zellproliferationseigenschaften zu verbessern
(verschiedene Marker, die charakteristisch für aktive Zellproliferation
sind). Gegebenenfalls kann das Verfahren eingesetzt werden, um ein
nachweisbares Signal für
drei, vier oder sogar mehrerer Markermoleküle, die charakteristisch für die Zellproliferation
sind zu produzieren. Entsprechend kann dies unter bestimmten Umständen auch
für INK4a
Genexpressionsprodukte zutreffen. Gegebenenfalls können verschiedene
Färbesignale
für verschiedene
Proliferationsmarkermoleküle
wünschenswert
sein. Die Verfahren können
den Bedürfnissen
des jeweiligen Versuchs entsprechend eingesetzt werden.
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In
bestimmten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung kann eine Kombination aus einem oder
mehreren (z. B. zwei verschiedenen) INK4a Genprodukten mit einer
Kombination von einem oder mehrerer, z. B. ein Set von zwei, drei,
vier, fünf
oder sogar mehrerer Marker für
Zellproliferation nachgewiesen werden. Gegebenenfalls kann der Nachweis
der Markermoleküle
für Zellproliferation nur
ein Reportersignal liefern. In anderen Fällen kann jeder einzelne Marker
für Zellproliferation
ein spezifisches Reportersignal produzieren oder Gruppen von Markermolekülen können spezifische
Reportersignale produzieren.
-
Signale
zum Anzeigen der Anwesenheit von Immunoreaktivität können chromogene Signale sein, die
durch verschiedene in der Technik bekannte Verfahren produziert
werden. Alternativ oder sogar in Kombination können Fluoreszenzsignale eingesetzt werden.
Geeignete Reportersignale umfassen Fluoreszenzmarkierungen wie Fluorescein,
Rhodamin etc.
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Geeignete
Formate für
die Nachweisreaktion gemäß der vorliegenden
Erfindung können Blot-Techniken,
wie Western-Blot, Southern-Blot, Northern Blot oder immunozytochemische
oder immunohistochemische Verfahren sein. Die Blot-Techniken sind
in der Technik dem Durchschnittsfachmann bekannt und können zum
Beispiel als Elektro-Blot, Semidry-Blot, Vakuum-Blot oder Dot-Blot durchgeführt werden.
Immunozytochemische/histochemische Färbeverfahren sind dem Fachmann
bekannt und können
einen Bindungsagens-vermittelten Nachweis von Polypeptiden sowie
In-Situ Hybridisierungstechniken umfassen. Beide verschiedenen Techniken
können
sogar gleichzeitig angewandt werden. In bestimmten Ausführungsformen
kann Hybrid Capture von Nukleinsäuren
für den
Nachweis eingesetzt werden. Eine Amplifikationsreaktion kann auch für den Nachweis
von Nukleinsäuremolekülen z. B. geeignet
sein.
-
In
einer Ausführungsform
der Erfindung wird der Nachweis des Levels von INK4a und/oder Proliferationsmarker-Genprodukten
durch den Nachweis der jeweiligen in der Probe anwesenden Nukleinsäuren (z.
B. mRNA) oder Fragmente davon durchgeführt. Die Mittel zum Nachweis
von Nukleinsäuremolekülen sind
dem Fachmann bekannt. Das Verfahren zum Nachweis von Nukleinsäuren kann
zum Beispiel durch eine Bindereaktion des nachzuweisenden Moleküls an komplementäre Nukleinsäuresonden,
Proteine mit Bindeeigenschaft für
die Nukleinsäuren oder
an jegliche andere Gebilde, die spezifisch besagte Nukleinsäuren erkennen
und binden durchgeführt
werden. In einer Ausführungsform
kann eine In-Situ Hybridisierung von Oligonukleotidsonden an Nukleinsäuren in
einer Probe für
den Nachweis von Expressionsprodukten oder Markern eingesetzt werden.
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Sonden
im Sinne der vorliegenden Erfindung können beliebige Agenzien sein,
die spezifisch an ein Molekül
binden. Im Falle von Nukleinsäuren
kann eine Sonde ein Oligonukleotid sein, das an eine bestimmte Sequenz
hybridisiert. In einer Ausführungsform
kann die Sonde z. B. ein Primer sein. Beim Nachweis von Polypeptiden
oder Proteinen kann die Probe im Sinne der vorliegenden Erfindung
z. B ein Bindungsagens wie beispielsweise ein Antikörper sein.
In bestimmten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung können
die Sonden eine nachweisbare Markierung tragen. Die Markierung kann aus
einer Gruppe ausgewählt
werden, die aus Radioisotopen, biolumineszenten Verbindungen, chemilumineszenten
Verbindungen, fluoreszenten Verbindungen, Metallchelaten, oder Enzymen
besteht. Sonden können
in jeglichem in der Technik bekannten Nachweisverfahren eingesetzt
werden, wie z. B bei einem In-Situ Hybridisierungsverfahren, bei
Hybrid Capture Assays, bei immunochemischen Färbereaktionen oder bei Blot-Techniken
etc..
-
Dieses
Verfahren kann sowohl in-vitro als auch direkt in-situ durchgeführt werden,
z. B. im Verlauf einer nachweisenden Färbereaktion. Eine anderer Möglichkeit
zum Nachweis der Marker RNAs in einer Probe, die in der vorliegenden
Erfindung durchgeführt
wird, ist eine Nukleinsäure-Amplifikations-Reaktion,
die quantitativ ausgeführt
werden kann, wie z. B. die Polymerase-Kettenreaktion. In einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zum Beispiel kann RealTime-RT PCR eingesetzt
werden, um den Level der Marker mRNAs in Proben von Dysplasien oder
Tumoren (Zell- oder Gewebeproben) zu messen.
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In
einer anderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird der Nachweis des Levels von INK4a
und/oder Proliferationsmarker-Genprodukten durchgeführt, indem
man den Expressionslevel eines Proteins oder von Fragmenten bestimmt.
Die Bestimmung des Marker-Genprodukts
auf der Proteinebene kann zum Beispiel in einer Reaktion ausgeführt werden,
die ein Bindungsagens beinhaltet, das spezifisch für den Nachweis
des bestimmten Markerpolypeptid ist.
-
Die
Bindungsagenzien können
in vielen verschiedenen Nachweistechniken eingesetzt werden, wie
z. B. beim Western-Blot, bei ELISA oder bei der Immunoprezipitation.
Generell kann ein Nachweis auf der Ebene von Polypeptidbindeagenzien
sowohl in-vitro als dirket in-situ zum Beispiel im Verlauf einer immunochemischen
Färbereaktion
durchgeführt
werden. Es kann ein beliebig anderes Verfahren zum Nachweis der
Menge von bestimmten Polypeptiden in biologischen Proben gemäß der vorliegenden
Erfindung durchgeführt
werden.
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Die
immunozytochemischen Bildverfahren im Sinne der vorliegenden Erfindung
können
z. B. die Färbung
von zytologischen oder histologischen Präparationen mit chromogenen
oder Fluoreszenzfarbstoffen beinhalten. Die Färbung kann beispielsweise die
Bindung der Moleküle
umfassen, die durch ein erstes Bindungsagens nachgewiesen werden
sollen, welches wiederum selbst durch ein sekundäres Bindungsagens nachgewiesen
wird, das markiert werden kann. Das erste Bindungsagens kann in
bestimmten Ausführungsformen
eine Nukleinsäure oder
ein proteinbindendes Agens (z. B. ein Antikörper) sein. Das sekundäre Bindungsagens
kann beispielsweise ein sekundärer
Antikörper
sein, der das erste Bindungsagens erkennt.
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Es
können
beliebige in der Technik bekannte Verfahren zur Durchführung von
zytochemischen oder histochemischen Färbungen im Verlauf des hier offenbarten
Verfahrens eingesetzt werden.
-
Bindungsagenzien
zum Nachweis des Levels von INK4a Polypeptiden wie p16INK4a oder p14ARF
Polypeptiden und Proliferationsmarker-Polypeptiden wie z. B. MCM5,
MCM2, Ki67, Ki-S5, PCNA oder Ki-S2 Polypeptiden können Antikörper und
antigenbindende Fragmente, bifunktionale Hybridantikörper, Peptidomimetics,
die minimale antigenbindende Epitope enthalten oder Anti-Culline
(Anti-Caline®)
etc. umfassen.
-
Ein
Antikörper
oder antigenbindendes Agens soll spezifisch reagieren, wenn es in
einem nachweisbaren Level mit einem hier offenbarten Protein reagiert
und nicht signifikant mit anderen Proteinen reagiert. Die Antikörper, die
gemäß der vorliegenden Erfindung
eingesetzt werden können,
können
monoklonale oder polyklonale Antikörper sein. Im Sinne der vorliegenden
Erfindung soll die Bezeichnung „Antikörper" oder „monoklonaler Antikörper" intakte Moleküle sowie
Antikörperfragmente
beinhalten. Darüber
hinaus beinhalten Antikörper,
die gemäß der vorliegenden
Erfindung eingesetzt werden können
chimere Antikörper,
Single-Chain Antikörper
und humanisierte Antikörper.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung können Bindungsagenzien
isoliert oder in Kombination eingesetzt werden. Durch Kombination
ist es möglich
einen höheren
Sensitivitätsgrad
zu erreichen. Die Bezeichnung Antikörper bezieht sich bevorzugt
auf Antikörper,
die im Wesentlichen aus konzentrierten monoklonalen Antikörpern mit
verschiedenen Epitopspezifitäten
sowie aus verschiedenen monoklonalen Antikörperpräparaten bestehen.
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Monoklonale
Antikörper
werden mithilfe antigenenthaltender Fragmente des Polypeptids dieser Erfindung
generiert, unter Einsatz einer beliebigen Vielfalt von Techniken,
die dem Durchschnittsfachmann bekannt sind, wie z. B. Harlow and
Lane, Antibodies: A Laboratory Manual, Cold Spring Harbor Laboratory,
1988. In einer solchen Technik wird ein Immunogen, welches das Antigenpolypeptid
oder einen synthetischen Teil davon enthält, zunächst einer beliebige großen Vielfalt
von Säugetieren
(wie z. B. Mäusen,
Ratten, Hasen, Schafen und Ziegen) injiziert. Bei diesem Schritt
können
die Polypeptide dieser Erfindung als das Immunogen ohne Modifikation dienen.
Alternativ, besonders bei relativ kurzen Polypeptiden, kann eine
höhere
Immunreaktion ausgelöst werden,
wenn das Polypeptid mit einem Trägerprotein
verbunden wird, wie z. B. Bovinem Serum Albumin oder Napfschnecken
Hämozyanin.
Das Immunogen wird in den Tierwirt injiziert, vorzugsweise gemäß einem
vorher festgelegten Zeitplan, der eine oder mehrere Boost-Immunisierungen
einschließt,
und den Tieren wird periodisch Blut entnommen. Polyklonale Antikörper, die
spezifisch für
das Polypeptid sind, können
dann von diesem Antiserum durch z. B. eine Affinitätschromatographie
unter Einsatz des Polypeptids, das an einen geeigneten Feststoff
gekoppelt ist, gereinigt werden.
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Im
Sinne der vorliegenden Erfindung muss nicht notwendigerweise beantwortet
werden, ob der eine oder andere Proliferationsmarker in den Zellen exprimiert
wird. In bestimmten Ausführungsformen kann
die wichtigste Frage sein, ob irgendein Proliferationsmarker exprimiert
wird. Daher wurde im Verlauf der Versuche ein Verfahren ausgewählt, welches das
gleiche Fluoreszenzsignal als Hinweis auf die Anwesenheit eines Proliferationsmarker
abgibt. Dieses Verfahren eignet sich dazu, die Sensitivität des Nachweises
von Zellproliferationseigenschaften zu verbessern. Gegebenenfalls
kann das Verfahren eingesetzt werden, um ein nachweisbares Signal
für drei,
vier oder sogar noch mehr für
die Zellproliferation charackteristische Markermoleküle abzugeben. Analog
hierzu kann das gleiche unter bestimmten Umständen für INK4a Genexpressionsprodukte
gelten. Es muss dazu gesagt werden, dass gegebenenfalls verschiedene
Färbesignale
für verschiedene Proliferationsmarkermoleküle wünschenswert
sein können.
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Die
INK4a Genprodukte und/oder Proliferationsmarker-Genprodukte können gemäß der vorliegenden
Erfindung gleichzeitig nachgewiesen werden. In diesem Zusammenhang
soll „gleichzeitig" im Sinne der vorliegenden
Erfindung entweder wörtlich im
gleichen Augenblick oder während
des gleichen Testverfahrens bedeuten, wobei die einzelnen Schritte
des Nachweises vorübergehend
konsekutiv sind.
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Das
Nachweisverfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung kann des Weiteren ein zytochemisches Färbeverfahren beinhalten, welches
eine chromogene oder Fluoreszenzfärbung von Zellen oder Zellkompartimenten
liefert. Solche Färbeverfahren sind
dem Fachmann bekannt und können
beispielsweise das Färben
von azidophilen oder basophilen Strukturen oder von subzellularen
Regionen (z. B. den Nukleus, die Mitochondrien, den Golgi, das Zytoplasma
etc.) in zytologischen Proben umfassen. Es können Fluoreszenzfarbstoffe
wie DAPI, Quinacrin, Chromomyzin, etc. eingesetzt werden. Des weiteren können chromogene
Farbstoffe wie Azan, Acridin-Orange, Hematoxylin, Eosin, Sudan-Rot,
Thiazin-Färbungen
(Toluidin-Blau, Thionin) eingesetzt werden. In weiteren Ausführungsformen
können
Färbeverfahren
wie z. B. die Pap-Färbung,
Giemsa-Färbung,
Hematoxylin-Eosin-Färbung,
van-Gieson-Färbung, Schiff-Färbung, Färbung durch
Metallpräzipitate,
(wie z. B. Silber in Färbeverfahren
mit Silbernitraten) oder unlösliche
Farbstoffe wie Trunbulls-Blau (oder andere unlösliche Metallzyanide) etc.
im Sinne der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden. Natürlich sind
die genannten Farbstoffe und Färbeverfahren
Beispiele für
anwendbare Verfahren und es können
beliebige andere in der Technik bekannte Verfahren im Sinne der
vorliegenden Erfindung eingesetzt werden.
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Die
Färbeverfahren
können
chromogene Färbungen
für lichtmikroskopische
Untersuchungen oder eine Fluoreszenzfärbungen zur Untersuchung unter
fluoreszenz-mikroskopischen Bedingungen produzieren. In einer weiteren
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung können
strahlenabgebende Verfahren, Verfahren unter Einsatz von Substanzen, welche
die Strahlentransmission beeinträchtigen oder
anderen Kontrastmedien zum Abbilden der zytologischen Bedingungen
in einer Probe (z. B. die Bewirkung eines optischen Eindrucks durch beispielsweise
(mikro-)autoradiographische oder (mikro-)radiographische Bildgenerierung)
im Sinne der vorliegenden Erfindung von Nutzen sein.
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Alle
Färbe-
und Bildverfahren können
zur Analyse nicht nur in mikroskopischen Verfahren eingesetzt werden,
sondern auch in automatisierten Analyseverfahren wie z. B bei der
Flowzytometrie, der automatisierten (computerisierten oder computerunterstützten) Analyse
oder auch bei jedem anderen Verfahren zur Analyse von gefärbten zytologischen
Proben.
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Die
Analyse der Färbe-
oder Bildergebnisse der verschiedenen Verfahren kann in einzelnen
Analyseschritten oder in verschiedenen aufeinanderfolgenden Schritten
durchgeführt
werden. Zum Beispiel kann die lichtmikroskopische Untersuchung einer Probe
vor oder nach der fluoreszenzmikroskopischen Untersuchung der Probe
durchgeführt
werden. Bei der Fluoreszenzmikroskopie kann die Analyse verschiedener
Färbungen
mit verschiedenen Abregungswellenlängen gleichzeitig oder nacheinander erfolgen.
Andere Bildverfahren können
gleichzeitig oder nach den genannten Verfahren erfolgen.
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Unter
gewissen Umständen
können
sich Kombinationen aus verschiedenen Färbeverfahren angezeigt sein.
Zum Beispiel in Fällen,
bei denen keine zufriedenstellenden Färbeergebnisse durch immunchemische
Färbung
erzielt werden können,
kann sich die zusätzliche
Anwendung von allgemeinen Färbetechniken
eignen.
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Eine
Probe gemäß dem Verfahren
der vorliegenden Erfindung kann eine beliebige Probe umfassen, die
Zellen enthält.
Proben können
Sekrete, Abstriche, Körperflüssigkeiten,
und Zell- oder Gewebeproben umfassen.
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In
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfassen Proben Zellen des Anogenitaltraktes,
des Respirationstraktes oder der Haut und deren Anhangsgebilde.
In bestimmten Ausführungsformen
können
die Zellen Zellen des Gebärmutterhalses,
der Vagina, der Vulva, des Penis, des Anus, des Rektum, des Bronchialbaums,
der Lunge, des Bauchfellraums, des Hals-Nasenraums, der Mundhöhle oder
der Haut sein. In bestimmten Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung kann die Probe eine histologische Probe, eine Biopsie
oder eine zytologische Probe wie z. B. ein Ausstrich, ein Abstrich,
eine Spülung,
oder eine Körperflüssigkeit, die
Zellen enthält
(Sputum, ein Sekret, Speichel etc.) umfassen. In bestimmten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung können
die Proben Zellen enthalten, die durch den Papillomavirus infiziert
sind. Die Proben können
in bestimmten Ausführungsformen
zervikale Abstriche, bronchioalveolare Lavagen etc. umfassen.
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In
bestimmten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung kann die Probe als ein Monolayer- oder
Dünnschichtpräparat einer
zytologischen Probe hergestellt werden. Die jeweiligen Verfahren zur
Herstellung von Monolayer- oder Dünnschichtpräparaten in der Zytologie sind
dem Fachmann bekannt. In einer Ausführungsform kann die Präparation
zum Beispiel die ThinPrep Technologie umfassen. Andere Verfahren
umfassen konventionelle Ausstriche oder Verfahren, bei denen Zellsuspensionen
zur Präparation
der zytologischen Proben verwendet werden.
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Die
Aufarbeitung einer Probe kann zum Beispiel die Gewinnung einer Gewebeprobe,
einer Körperflüssigkeitsprobe
oder einer Zellprobe eines Patienten umfassen. Gemäß der vorliegenden
Erfindung kann die Präparation
der Probe auch verschiedene Schritte weiterer Probenaufarbeitung
umfassen, wie z. B. das Herstellen von Schnitten, von Zellsuspensionen,
das Auftragen oder Applizieren der zu untersuchenden Zellen auf
Objektträger,
die Präparation
von Gewebearrays, die Isolation von Polypeptiden oder Nukleinsäuren, die
Präparation
von festphasenfixierten Peptiden oder Nukleinsäuren, die Präparation von
Beads, Membranen oder Objektträgern,
an die die zu bestimmenden Moleküle
kovalent oder nicht-kovalent gekoppelt sind.
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In
bestimmten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung kann das Verfahren in automatisierter
Weise erfolgen. Die Automatisierung des Verfahrens kann durch automatisiertes
Färben
und automatisierte mikroskopische Analyse von histologischen oder
zytologischen Proben auf einer festen Oberfläche erreicht werden. In einer
weitern Ausführungsform
kann die Automatisierung eine flowzytometrische Analyse der Färbung von
Zellen in einer Lösung
umfassen.
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Die
dysplastischen Läsionen,
auf welche das Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung angewandt werden kann, umfassen beliebige dysplastische
Läsionen,
die durch die Überexpression
von INK4a Genprodukten wie z. B. p16INK4a oder
p14ARF charakterisiert sind. In bestimmten Ausführungsformen sind diese Läsionen mit
Infektion durch Papillomavirus, wie z. B. HPV, assoziierte Dysplasien.
In einer Ausführungsform
kann das HPV ein Hochrisiko-HPV-Subtyp wie HPV16, HPV18, HPV31,
HPV33, HPV33, HPV35, HPV39, HPV45, HPV51, HPV52, HPV56, HPV58, HPV59,
HPV66, HPV68 etc. sein. In einer Ausführungsform umfassen die dysplastischen Läsionen,
die gemäß der vorliegenden
Erfindung nachgewiesen werden können,
anogenitale Läsionen,
Läsionen
des Respirationstrakts, Läsionen
des Kopfes und des Halses oder Läsionen
der Haut und deren Anhangsgebilde. Solche Läsionen können z. B. Dysplasien des Anus
oder des Rektum, der Vulva, der Vagina, der Gebärmutter oder des Penis, des Bronchialbaums,
der Lunge, der Mundhöhle
oder des Hals-Nasenraums umfassen.
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Ein
anderer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Testkit zur Durchführung des
Verfahrens gemäß der vorliegenden
Erfindung. Das Kit kann beispielsweise ein diagnostisches Kit oder
ein Forschungskit sein.
-
Somit
umfasst ein Kit gemäß der vorliegenden
Erfindung: Mindestens eine oder mehrere Sonden zum Nachweis der
Anwesenheit oder Abwesenheit und/oder des Levels der Überexpression
von mindestens einem INK4a Genprodukt und mindestens einem Zellproliferationsmarker-Genprodukt
in biologischen Proben, wobei die Kitkomponenten so zur Verfügung gestellt
werden, dass ein gleichzeitiger Nachweis von mindestens einem INK4a
Genprodukt und mindestens einem Zellproliferationsmarker-Genprodukt
in einer einzigen Zelle der Proben möglich ist, und wobei mindestens
zwei unterscheidbare nachweisbare Signale erzeugt werden, mindestens ein
nachweisbares Signal hinweisend für den Level der Expression
von mindestens einem INK4a Genprodukt ist, und mindestens ein anderes
nachweisbares Signal hinweisend für den Level der Expression von
mindestens einem Zellproliferationsmarkergen ist.
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Die
Reagenzien zum Nachweis der Markergenprodukte können jedes Agens enthalten,
welches das Markergenprodukt binden kann. Solche Reagenzien können Proteine,
Polypeptide, Nukleinsäuren, Peptid-Nukleinsäuren, Glykoproteine,
Proteoglykane, Polysaccharide oder Lipide beinhalten.
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Die
Proben des INK4a Genprodukts und des Proliferationsmarker-Genprodukts zur Durchführung einer
positiven Kontrolle können
beispielsweise Nukleinsäuren
in geeigneter Form, wie in Lösung
oder Salz, Peptide in geeigneter Form, Gewebesektionsproben oder
positive Zellen beinhalten.
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In
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung wird der Nachwies der Markergenprodukte auf der Ebene
von Polypeptiden durchgeführt.
In dieser Ausführungsform
können
die Bindungsagenzien zum Beispiel Antikörper sein, die spezifisch für die Markergenprodukte
oder deren Fragmente sind.
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In
einer weiteren Ausführungsform
des Testkits, wird der Nachweis der Markergenprodukte auf der Ebene
von Nukleinsäuren
durchgeführt.
In dieser Ausführungsform
der Erfindung kann das Reagenz zum Nachweis zum Beispiel eine Nukleinsäurensonde
sein oder ein Primer, der reverskomplementär zu der besagen Markernukleinsäure ist.
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Das
zu lösende
Problem war, ein Verfahren zur Unterscheidung zwischen dysplastischen
Zellen und anderen Zellen, ohne bösartiges Wachstumspotenzial
zu liefern. Das Verfahren kann in allen Stadien von Dysplasien angewandt
werden und kann besonders in frühen
Stadien von Nutzen sein, wenn zytologische Diagnostikverfahren basierend
auf der Überexpression
von p16INK4a weitere Informationen zur Identifizierung
von metaplastischen Zellen benötigen.
-
Darüber hinaus
liefert die vorliegende Erfindung ein Kit zur Durchführung des
Verfahrens gemäß der vorliegenden
Erfindung:
-
Kurze Beschreibung der
Zeichnungen
-
1:
FLUORESZENZFÄRBUNG
EINER HISTOLOGISCHEN PROBE DES GEBÄRMUTTERHALSES;
-
1 zeigt
die Färbung
einer hochgradigen Dysplasie mit Antikörpern, die gegen p16INK4a gerichtet sind, für Details des Versuchs siehe
Beispiel 1; die Immunoreaktivität
für p16INK4a verursacht grüne Fluoreszenz. Fast alle Zellen
der Läsion
sind weitestgehend im Zytoplasma und im Zellkern positiv gefärbt.
-
2:
FLUORESZENZFÄRBUNG
EINER HISTOLOGISCHEN PROBE DES GEBÄRMUTTERHALSES;
-
2 zeigt
die Färbung
einer hochgradigen Dysplasie mit Antikörper, die gegen Ki67 gerichtet sind,
für Details
des Versuchs siehe Beispiel 1; die Immunoreaktivität für Ki67 verursacht
rote Fluoreszenz. Viele Zellen der Dysplasie weisen eine nukleare
Positivität
für Ki67
auf.
-
3:
FLUORESZENZDOPPELFÄRBUNG
EINER HISTOLOGISCHEN PROBE DES GEBÄRMUTTERHALSES;
-
3 zeigt
die Färbung
einer hochgradigen Dysplasie mit Antikörpern, die gegen Ki67 und p16INK4a gerichtet sind; für Details des Versuchs siehe Beispiel
1; die Immunoreaktivität
für Ki67
verursacht rote Fluoreszenz, die Immunoreaktivität für p16INK4a verursacht
grüne Fluoreszenz,
durch Überlagerung von
roter und grüner
Fluoreszenz entsteht gelbe Fluoreszenz.
-
4:
FLUORESZENZFÄRBUNG
EINER HISTOLOGISCHEN PROBE DES GEBÄRMUTTERHALSES;
-
4 zeigt
die Färbung
einer Plattenepithel-Metaplasie mit Antikörpern, die gegen Ki67 gerichtet
sind, für
Details des Versuchs siehe Beispiel 1, die Immunoreaktivität für Ki67 verursacht
grüne Fluoreszenz.
Manche Zellen der Metaplasie sind weitestgehend im Zytoplasma und
im Zellkern positiv gefärbt.
-
5:
FLUORESZENZFÄRBUNG
EINER HISTOLOGISCHEN PROBE DES GEBÄRMUTTERHALSES;
-
5 zeigt
die Färbung
einer Plattenepithel-Metaplasie mit Antikörpern, die gegen Ki67 gerichtet
sind; für
Details des Versuchs siehe Beispiel 1, die Immunoreaktivität für Ki67 verursacht
rote Fluoreszenz. Viele Zellen der Plattenepithel-Metaplasie zeigen
eine nukleäre
Positivität
für Ki67.
Bereiche, die p16INK4a positiv exprimieren,
weisen keinerlei positive Färbung
für Ki67
auf, was auf eine fehlende Expression des Antigens in diesem Bereich
hinweist.
-
6:
FLUORESZENZDOPPELFÄRBUNG
EINER HISTOLOGISCHEN PROBE IM GEBÄRMUTTERHALS;
-
6 zeigt
die Färbung
einer hochgradigen Dysplasie mit Antikörpern, die gegen Ki67 und p16INK4a gerichtet sind, für Details des Versuchs siehe Beispiel
1; die Immunoreaktivität
für Ki67
verursacht rote Fluoreszenz, die Immunoreaktivität für p16INK4a verursacht
grüne Fluoreszenz;
durch Überlagerung von
roter und grüner
Fluoreszenz entsteht gelbe Fluoreszenz. Bereiche, die p16INK4a positiv exprimieren, weisen keinerlei
positive Färbung
für Ki67
auf, was auf eine fehlende Expression des Antigens in diesem Bereich
hinweist. Keine Zellen in der Probe verursachen gelbe Fluoreszenz.
-
Die
folgenden Beispiele dienen ausschließlich der Veranschaulichung
und sollen nicht den Umfang der hier offen gelegten Erfindung einschränken. Zur
Veranschaulichung der hier offengelegten Verfahren werden histologische
Proben verwendet. Die histologischen Präparationen tragen dazu bei,
zu beurteilen, ob die Zellen, die auf die eine oder andere Weise
gefärbt
sind als dysplastisch oder metaplastisch zu klassifizieren sind.
Die Verfahren können leicht
durch angemessene Änderungen
der Vorgehensweise mit zytologischen Proben durchgeführt werden.
Diese Änderungen
sind dem Fachmann bekannt.
-
Beispiel 1: IMMUNOFLUORESZENZNACHWEIS DER
OBEREXPRESSION VON P16INK4A UND KI – 67 IN
PROBEN DES GEBÄRMUTTERHALSES (DOPPELFÄRBUNG)
-
Schnittpräparate formalinfixierter,
paraffineingebetteter Gewebeproben des Gebärmutterhalses wurden immunofluoreszent
mit Antikörpern
gefärbt,
die für
p16INK4a und Ki67 spezifisch sind.
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Die
Gewebeschnitte wurden durch Inkubation in einer absteigenden Reihe
von Xylol/Ethanol rehydriert und in Aquabidest überführt. Die Antigendemaskierung
wurde mit 10 mM Zitratpuffer (pH 6.0) für p16INK4a und
Ki67 durchgeführt.
Dafür wurden
die Objektträger
in einem Wasserbad bei 95°C–98°C für 40 min
erhitzt. Die Objektträger
wurden für
20 Minuten auf RT abgekühlt
und dann mit Waschpuffer gewaschen (50 mM Tris-HCl, 150 mM NaCl,
0.05% Tween 20/DakoCytomation: code no.: S3006).
-
Um
eine nichtspezifische Bindung des Sekundärantikörpers zu verhindern (Spezies:
Ziege) wurden die Proben mit 10% Ziegenserum 30 min bei RT inkubiert.
-
Die
Objektträger
wurden dann mit den Primärantikörpern, Maus-Anti-Human-p16INK4a Antikörpern (3.48 μg/ml) und
Kaninchen-Anti-Ki67 (1 : 25) 30 min bei RT inkubiert, die Objektträger wurden
dann mit Waschpuffer gespült
und für
5 Minuten in ein frisches Pufferbad überführt. Überschüssiger Puffer wurde abgesaugt
und jede Probe wurde mit 200 μl des
Sekundärreagenz
bedeckt, das den Alexa Fluor®488 konjugierten Ziege-Anti-Maus
Antikörper, bzw.
den Alexa Fluor®546
konjugierten Ziege-Anti-Kaninchen Antikörper enthält und dann 30 min bei RT inkubiert.
Die Objektträger
wurden zweimal wie zuvor gewaschen und direkt mit einem speziellen Eindeckmedium
für Fluoreszenz
eingedeckt.
-
Die
mikroskopische Untersuchung der Objektträger zeigt, dass Zellen, die
immunoreaktiv mit p16INK4a und mit Ki67
sind, nur in Proben gefunden werden können, die mikroskopisch als
Proben dysplastischer Läsionen
identifiziert werden können.
Zellen, die durch die p16INK4a spezifische
Reaktion gefärbt
wurden und von den Metaplasien stammen, wurden nicht durch die für Ki67 spezifische
Reaktion gefärbt.
Die mikroskopische Untersuchung der Färbung des Zellproliferationsmarkers
zeigt, dass metaplastische Zellen, die p16INK4a überexprimieren
nicht immunoreaktiv mit den gegen Ki67 gerichteten Antikörpern sind.
Proben, die dysplastische Gewebebereiche enthalten, enthalten im
Gegensatz dazu Zellen, die mit Ki67 und mit p16INK4a spezifischen
Antikörpern
immunoreaktiv sind. So konnten im Gegensatz zu Dysplasien bei Metaplasien
keine Zellen doppelt mit Ki67 und p16INK4a spezifischen
Antikörpern
gefärbt
werden.
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Die 1–6 zeigen
die Färbeergebnisse
einer hochgradigen Dysplasie des Gebärmutterhalses und einer Plattenepithel-Metaplasie
mit Antikörpern,
die gegen Ki67 und p16INK4a gerichtet sind. Die
Immunoreaktivität
für Ki67
verursacht rote Fluoreszenz, die Immunoreaktivität für p16INK4a verursacht grüne Fluoreszenz
und die Überlagerung
von roter und grüner
Fluoreszenz verursacht gelbe Fluoreszenz. Bei der dysplastischen
Probe (1–3) wiesen
viele Zellen der Dysplasie eine nukleäre Positivität für Ki67 auf,
sowie eine Positivität
für p16INK4a und verursachen so gelbe Fluoreszenz
(siehe 3). Im Gegensatz dazu wiesen in den metaplastischen
Proben (4–6) die Bereiche,
die p16INK4a positiv exprimieren, keine
positive Färbung für Ki67 auf,
was auf die fehlende Expression des Antigens in diesem Bereich hinweist.
Die Doppelfärbung
kann in der Probe (6) beobachtet werden und damit
verursachen keine Zellen eine gelbe Fluoreszenz.
-
Die
Ergebnisse zeigen, dass es durch die Doppelfärbung von Zellen mit Ki67-spezifischen
Reagenzien ermöglicht
wird, Metaplasien, die p16INK4a überexprimieren
von Dysplasien zu unterscheiden.
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Beispiel 2: NACHWEIS VON
ZELLEN, DIE P14ARF UND MCM2 COEXPRIMIEREN IN PROBEN DES GEBÄRMUTTERHALSES
DURCH IN-SITU HYBRIDISIERUNG
-
In
einer In-Situ Färbereaktion
kann der Level von p16INK4a und MCM2 bei
Ausstrichen des Gebärmutterhalses
semiquantitativ analysiert werden. Die Färbereaktion wurde wie folgt
durchgeführt:
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Zur
Rehydrierung wurden die sprayfixierten Ausstriche in frischem 50%igen
EtOH auf einem Schüttler
inkubiert. Der PEG Film, der durch die Fixierung produziert wurde,
wurde durch intensives Spülen
entfernt. Anschließend
wurden die Ausstriche in Aquabidest gespült. Die Ausstriche wurden für 10 Minuten
bei 37°C
mit Proteinase K (10 μg/ml
in PBS) inkubiert. Dann wurden die Objektträger mit Waschpuffer gewaschen
(PBS/0.1% Tween20) und zum Schluss wurde der Bereich, der die Zellen
enthält
mit einem Fettstift umkreist.
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Das
Hybridisierungsgemisch wurde durch Mischen von 50 μl fertigem
Hybridisierungspuffer (DAKO A/S, Glostrup, Dänemark) mit ungefähr 5–10 pmol
der Sonden zubereitet. Die Sonden sind Biotin- und Digoxygenin-markierte Oligonukleotide
von Sequenzen, die komplementär
zu den jeweiligen mRNAs sind.
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Das
Hybridisierungsgemisch wurde auf 95°C erhitzt und anschließend auf
37°C äquilibriert.
Nach dem Kochen wurden die Ausstriche mit 50 μl des Hybridisierungsgemischs
für 4 Stunden
bei 42°C
inkubiert. Die Proben wurden in einem Überschuss an Waschpuffer zweimal
in 2 × SSC
für 15
Minuten bei 37°C
gewaschen und einmal 15 min bei 37°C in 1 × SSC. Dann wurden die Ausstriche
zweimal bei Raumtemperatur in 2 × SSC gespült. Nach dieser Waschprozedur
wurden die Schnitte 30 Minuten mit Blockingpuffer (NEN, Blockingbuffer)
bei Raumtemperatur inkubiert. Danach folgte eine einstündige Inkubation
mit einer 1 : 1000 verdünnten
(in Blockingpuffer, siehe oben) Strepavidin gekoppelten Alkalischen
Phosphatase und mit monoklonalen Maus HRP-markierten Anti-Digoxygenin Antikörpern (erhalten
von Molecular Probes). Die Ausstriche wurden dann zweimal 10 Minuten
bei Raumtemperatur in 1 × PBS/0,1 Triton
X-100 gewaschen gefolgt von einem Waschschritt mit 1 × PBS, 50
mM MgCl2 (pH 2,9) für 10 Minuten bei Raumtemperatur.
Danach wurde die Färbereaktion
mit ELF97 Phosphat (erhalten von Molecular Probes) für 10 Sekunden
bis 7 Minuten bei Raumtemperatur durchgeführt. Das Überschusssubstrat wurde 10
Minuten bei Raumtemperatur dreimal mit 1 × PBS/0,1% Triton X-100 gewaschen.
In einem zweiten Färbeschritt
wurde der Ausstrich mit Tyramides-Alexa-Fluor 594 10 Sekunden bis
7 Minuten inkubiert. Das Überschusssubstrat
wurde dreimal 10 Minuten bei Raumtemperatur mit 1 × PBS/0,1%
Triton X-100 gewaschen. Zum Schluss wurden die Ausstriche in H2Odest. eingetaucht
und mit Fluoreszenz Eindeckmedium (DakoCytomoation) eingebettet. Dann
konnten die gefärbten
Dissektionen durch Fluoreszenzmikroskopie analysiert werden.
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Die
mikroskopische Untersuchung der Objektträger zeigte, dass Zellen, die
p16INK4a und auch MCM2 exprimieren, nur
in Proben gefunden werden können,
die mikroskopisch als Proben dysplastischer Läsionen identifiziert werden
können.
Zellen, die durch die p16INK4a spezifische
Reaktion gefärbt
wurden und als Metaplasien identifizierbar waren, wurden nicht durch
die MCM2 spezifische Reaktion gefärbt. Die mikroskopische Untersuchung
der mRNA Hybridisierung zeigte, dass metaplastische Zellen, die
p16INK4a überexprimieren nicht signifikant
mRNA von MCM2 exprimieren. Dysplastische Zellen im Gegensatz dazu
konnten durch In-Situ Hybridisierung mit Sonden, die spezifisch
für MCM2
sind und mit Sonden, die gegen p16INK4a gerichtet
waren gefärbt werden.
Daher konnte im Gegensatz zu dysplastischen Zellen, in metaplastischen
Zellen keine Doppelfärbung
mit den Ki67 und p16INK4a spezifischen Sonden
entdeckt werden.
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Die
Ergebnisse zeigen, dass es die Doppelfärbung der Zellen mit MCM2 spezifischen
Reagenzien erlaubt, Metaplasien, die p16INK4a überexprimieren von
Dysplasien zu unterscheiden.
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Beispiel 3: IMMUNOFLUORESZENZNACHWEIS DER
OBEREXPRESSION VON P16INK4A UND KI-S2 IN
PROBEN DES GEBÄRMUTTERHALSES
(DOPPELFÄRBUNG)
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Merckofix® fixierte
zytologische Proben (konventionelle Ausstriche und flüssigkeitsbasierte
Zytologie (ThinPrep®)) des Gebärmutterhalses
wurden mit für
p16INK4a und Ki-S2 spezifischen Antikörpern immunofluoreszent
gefärbt.
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Die
konventionellen Ausstriche und flüssigkeitsbasierten zytologischen
Proben (ThinPrep®) wurden in Ethanol (50%)
10 Minuten rehydriert und in Aquabidest überführt. Die Antigenrückdemaskierung wurde
mit 10 mM Zitratpuffer (pH 6.0) für p16INK4a und Ki67
durchgeführt.
Dafür wurden
die Objektträger
in einem Wasserbad 40 Minuten bei 95°C–98°C erhitzt. Die Objektträger wurden
dann 20 Minuten bei Raumtemperatur abgekühlt, in Waschpuffer gewaschen (50
mM Tris-HCl, 15 mM NaCl, 0.05% Tween 20 /DakoCytomation: code no.:
S3006) und zum Schluss wurden die Proben mit einem Fettstift umkreist.
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Um
eine nichtspezifische Bindung des Sekundärantikörpers (Gattung: Ziege) zu vermeiden, wurden
die Proben mit 10% Ziegenserum 30 Minuten bei Raumtemperatur inkubiert.
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Die
Objektträger
wurden dann mit den Primärantikörpern, dem
Maus-antihuman-p16INK4a Antikörper (Klon
E6H4) (3.48 μg/ml)
und dem Kaninchen anti Ki-S2 (1 : 25) 30 Minuten bei RT inkubiert,
danach mit Waschpuffer gespült
und 5 Minuten in ein frisches Pufferbad überführt. Überschüssiger Puffer wurde abgsaugt
und die Probe wurde mit 200 μl
des Sekundärreagenz,
welches Alexa Fluor®488 konjungierte Ziege
anti-Maus Antikörper
und Alexa Fluor®546
konjungierte Ziege anti-Kaninchen Antikörper enthält bedeckt und dann 30 Minuten
bei Raumtemperatur inkubiert. Die Objektträger wurden zweimal wie zuvor
gewaschen und direkt mit einem speziellen Eindeckmedium für Fluoreszenz
eingedeckt.
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Die
mikroskopische Untersuchung der Objektträger zeigt, dass Zellen, die
mit p16INK4a und Ki-S2 immunoreaktiv sind,
mikroskopisch als dysplastische Zellen identifiziert werden können. Zellen, die
durch die p16INK4a spezifische Reaktion
gefärbt wurden
und nicht durch die Ki-S2 spezifische Reaktion, können durch
einen erfahrenen Pathologen als entweder metaplastisch oder endometrialen
Ursprungs klassifiziert werden. Die mikroskopische Untersuchung
der Färbung
der Zellproliferationsmarker zeigt, dass metaplastische Zellen,
die p16INK4a überexprimieren, nicht immunoreaktiv
mit den gegen Ki-S2 gerichteten Antikörpern sind. Dysplastische Zellen
im Gegensatz sind immunoreaktiv mit Ki-S2 und mit Antikörpern, die
gegen p16INK4a gerichtet sind. Daher können im
Gegensatz zu dysplastischen Zellen in Metaplasien keine Zellen mit
Ki-S2 und p16INK4a spezifischen Antikörpern doppelt
gefärbt
werden.
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Die
Ergebnisse zeigen, dass durch die Doppelfärbung von Zellen mit Reagenzien,
die für
Ki-S2 spezifisch sind ermöglicht
wird, metaplastische Zellen, die p16INK4a überexprimieren
von dysplastischen Zellen zu unterscheiden.
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Beispiel 4: IMMUNOFLUORESZENZNACHWEIS DER ÜBEREXPRESSION
VON P16INK4A, KI67 UND PCNA IN BRONCHOALVEOLARLAVAGE
PROBEN VON PERSONEN MIT DIAGNOSTIZIERTEM KLEINZELLIGEM LUNGENKREBS
(DOPPELFÄRBUNG)
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Zellen
in Bronchoalveolarlavage Proben von Patienten wurden gemäß der ThinPrep® Technologie präpariert.
Merckofix® fixierte
zytologische Proben der Lavagen von Patienten mit diagnostiziertem kleinzelligem
Lungenkrebs wurden immunofluoreszent mit Antikörpern gefärbt, die spezifisch für p16INK4a, Ki67 und PCNA sind.
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In
diesem Versuch wurde ein Verfahren eingesetzt, welches nicht zwischen
der Färbung
unterscheidet, die von der Immunoreaktivität gegen die zwei Proliferationsmarker
PCNA und Ki67 stammt. Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung muss
nicht unbedingt beantwortet werden, ob der eine oder andere Proliferationsmarker
in den Zellen exprimiert wird. Die wichtigste Frage ist, ob irgendein Proliferationsmarker
exprimiert wird.
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Im
Verlauf des Versuchs wurde ein Verfahren gewählt, welches das gleiche Fluoreszenzsignal
als Hinweis auf die Anwesenheit eines Proliferationsmarkers erzeugt.
Dieses Verfahren eignet sich dazu die Sensitivität des Nachweises der Zellproliferationseigenschaften
zu verbessern. Gegebenenfalls kann das Verfahren eingesetzt werden,
um ein nachweisbares Signal für
drei, vier oder sogar für
mehrere Markermoleküle,
die für
die Zellproliferation charakteristisch sind zu liefern. Analog dazu
kann das gleiche unter bestimmten Umständen für INK4a Genexpressionsprodukte
gelten. Es muss dazu gesagt werden, dass gegebenenfalls verschiedene
Färbesignale
für verschiedene
Proliferationsmarkermoleküle wünschenswert
wären.
Die Verfahren können
den Bedürfnissen
des jeweiligen Versuchs entsprechend eingesetzt werden.
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Die
Gewebesektionen wurden durch Inkubation in Xylol und abgestuftem
Ethanol rehydriert und in Aquabidest transferiert. Die konventionellen
Ausstriche und flüssigkeitsbasierten
zytologischen Proben (ThinPrep®) wurden 10 Minuten in
Ethanol (50%) rehydriert und in Aquabidest transferiert. die Antigenrückgewinnung
wurde für
p16INK4a, Ki67 und PCNA mit 10 mM Zitratpuffer (pH 6.0) durchgeführt. Dazu wurden
die Objektträger
für 40
Minuten bei 95°C–98°C in einem
Wasserbad erhitzt. Die Objektträger
wurden 20 Minuten auf RT abgekühlt,
in Waschpuffer gewaschen (50 mM Tris-HCl, 15 mM NaCl, 0.05% Tween
20/DakoCytomation: code no.: 3006) und zum Schluss wurden die Proben
mit einem Fettstift umkreist.
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Um
eine nichtspezifische Bindung des Sekundärenantikörpers (Gattung: Ziege) zu vermeiden, wurden
die Proben mit 10% Ziegenserum 30 Minuten bei RT inkubiert.
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Die
Objektträger
wurden dann mit den Primärantikörpern, dem
Maus-antihuman-p16INK4a Antikörper (3.48 μg/ml) und
dem Kaninchen anti-PCNA (1 : 25) 30 Minuten bei RT inkubiert, danach
mit Waschpuffer gespült
und 5 Minuten in ein frisches Pufferbad gesetzt. Überschüssiges Puffer
wurde abgesaugt und die Probe wurde mit 200 μl des Sekundärreagenz, welcher Alexa Fluor®488
konjungierte Ziege anti-Maus Antikörper und Alexa Fluor®546
konjungierte Ziege anti-Kaninchen Antikörper enthält bedeckt und dann 30 Minuten
bei RT inkubiert. Die Objektträger
wurden zweimal wie zuvor gewaschen und direkt mit einem speziellen
Eindeckmedium für
Fluoreszenz eingedeckt.
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Die
mikroskopische Untersuchung der Objektträger zeigt, dass Zellen, die
mit p16INK4a und Ki-67 oder PCNA immunoreaktiv
sind, mikroskopisch als Zellen kleinzelligen Lungenkrebses identifiziert werden
können.
Zellen, die durch die p16INK4a spezifische
Reaktion gefärbt
wurden und von Metaplasien stammen, wurden nicht durch die für Ki67 und
PCNA spezifische Reaktion gefärbt.
Die mikroskopische Untersuchung der Färbung der Zellproliferationsmarker
zeigt, dass metaplastische Zellen, die p16INK4a überexprimieren,
nicht immunoreaktiv mit den gegen Ki67 und PCNA gerichteten Antikörpern sind.
Proben, die dysplastische Zellen enthalten, enthalten im Gegensatz
dazu Zellen, die immunoreaktiv mit Ki67/PCNA und mit gegen p16INK4a gerichteten Antikörpern sind. Daher können im
Gegensatz zu Dysplasien in Metaplasien keine Zellen mit Ki-67 und PCNA
und p16INK4a spezifischen Antikörpern dreifach gefärbt werden.
Die Ergebnisse zeigen, dass durch die Dreifachfärbung von Zellen mit Reagenzien,
die für
Ki-67/PCNA spezifisch sind ermöglicht
wird, nichtdysplastische Zellen, die p16INK4a überexprimieren von
Dysplasien zu unterscheiden.
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Beispiel 5: DURCHFLUSSZYTOMETRISCHER NACHWEIS
VON DYSPLASTISCHEN ZELLEN DURCH GLEICHZEITIGEN NACHWEIS VON MCM5
MRNA, DES P14ARF PROTEINS UND KI67 PROTEINS IN ZELLEN ZERVIKALEN
URSPRUNGS
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Zytologische
Proben (Zellsuspensionen in PBS, pH 7,4) des Gebärmutterhalses wurden fluoreszent
mit für
p14ARF und Ki-67 spezifischen Antikörpern und Oligosonden für MCM-5
gefärbt
und wurden durch eine Dreifarben-Fluoreszenz-FACS Analyse ausgewertet.
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Die
Zellen wurden zentrifugiert, der Überschuss abgegossen und fixiert
und mit 100 ml Permeafix (Ortho Diagnostic, Raitan, NJ, USA) eine Stunde
bei Raumtemperatur permeabilisiert. Die Zellen wurden in sterilem
PBS, pH 7,4 gewaschen, pelletiert und in 100 ml Permeafix eine Stunde
bei Raumtemperatur resuspendiert. Die Zellen wurden in sterilem
PBS, pH 7,4 gewaschen, pelletiert und in sterilem PBS resuspendiert.
Sie wurden mit PE-konjungierten anti-p14ARF Antikörpern und PE-CY5-konjungierten
anti-Ki-67 Antikörpern
eine Stunde bei +4°C
inkubiert. Die Zellen wurden in sterilem PBS gewaschen, durch Zentrifugation
pelletiert und dann erneut zweimal in Standard-Saline-Citrat (SSC)
gewaschen. Nach dem Zentrifugieren wurde das Zellpellet in Hybridisierungslösung (2 × SSC, 30%
Formamid, beschallter Heringssperma DNA, Hefetransfer DNA), enthaltend
500 ng von 5-Carboxy-Fluorescein, doppelend-markierten, MCM5-spezifischen
Olinukleotidsonden, resuspendiert. Die interzelluläre Hybridisierung
wurde bei 42°C
eine Stunde durchgeführt,
gefolgt von aufeinanderfolgenden Waschungen in 2 × SSC, 0,5%
Triton X-100 und 1 × SSC,
0,5% Triton X-100 bei 42°C.
Die Zellen wurden für
die Analyse in PBS, pH 8,3 resuspendiert und auf einem Durchflusszytometer
(FACScan, Becton Dickinson, IS) analysiert. Für jede Analyse wurden 30.000 – 100.000
Schleusungsvorgänge
aufgenommen. Die Datenanalyse wurde mit CellQuest (Becton Dickinson,
IS) durchgeführt.
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Die
Durchflusszytometer Analyse zeigt, dass Zellen, die mit p14ARF und
auch mit Ki-67 immunoreaktiv und/oder für Oligosonden von MCM5 reaktiv sind,
nur in Proben von Patienten mit dysplastischen Zervixläsionen identifiziert
werden konnten. Proben von Frauen ohne dysplastische Läsion zeigten
keine gleichzeitige Färbung
von p14ARF und Ki67 oder MCM5. Die Ergebnisse zeigen, dass durch
die Doppel- oder Dreifachfärbung
von Zellen mit Reagenzien, die für
Ki67 und/oder MCM5 spezifisch sind, ermöglicht wird, p14ARF überexprimierende,
nichtdysplastische Zellen von p14ARF überexprimierenden, dysplastischen
Zellen zu unterscheiden.