DE60202090T2 - Füllmaschine - Google Patents
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Description
- Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Füllen von Behältern mit Materialien, vorzugsweise mit Flüssigkeiten.
- Der Stand der Technik umfasst Vorrichtungen zum Füllen von Behältern mit flüssigen Materialien, versehen mit einem Karussell, das eine Anzahl von Füllköpfen trägt, jeder enthaltend eine Abgabedüse, von welcher eine bestimmte Menge von Material in einen entsprechenden Behälter gerichtet werden kann, der auf einer Plattform positioniert ist. Der einzelne Behälter wird durch das Karussell weitergeleitet, und zwar von einer Eingangsstation, an welcher er auf einer der Plattformen angeordnet wird, zu einer Ausgangsstation, wo er, nachdem er mit der vorgegebenen Materialmenge gefüllt worden ist, von dem Karussell entfernt und einer weiteren Bearbeitungsphase des Produktionszyklus zugeführt wird. Das in die Behälter abgegebene Material kann in einem Vorratsbehälter enthalten sein, der direkt über dem Karussell montiert ist. Diese Lösung begünstigt die Ausführung der Vorrichtung, wobei diese eine kompakte Geometrie und insgesamt gemässigte Gesamtabmessungen aufweist, jedoch stark die Vielseitigkeit begrenzt, welche die Nutzung des Karussells betrifft.
- Tatsächlich kann nur ein Material in die Behälter abgegeben werden, was in der Praxis bedeutet, dass ein einziges Karussell im Laufe eines bestimmten Produktionsvorgangs nicht dazu verwendet werden kann, alle Behälter mit mehr als einem Material zu füllen, oder auch verschiedene Behälter mit verschiedenen Materialien zu füllen. Ebenfalls wurden Schwierigkeiten bei der Reinigung der Abgabedüsen festgestellt, eine besonders wichtige Arbeit im Falle von verderblichen Materialien, wie zum Beispiel Nahrungsmittel. Die Düsen und deren Leitungssystem können in der Tat nur durchgespült werden, nachdem der Vorratsbehälter vollkommen geleert und mit einer Reinigungslösung gefüllt worden ist. Um die betreffenden Nachteile zu vermeiden, kennt der Stand der Technik Maschinen wie die in dem Dokument
US 5.287.896 beschriebene, versehen mit einer Anzahl von feststehenden Vorratsbehältern, die getrennt von dem Karussell installiert und mit Hilfe von Rohrleitungen an die Abgabedüsen angeschlossen sind. Bei der Benutzung einer Vorrichtung dieses Typs kann ein einziges Karussell gleichzeitig mit verschiedenen Materialien beliefert werden, und ein einzelner Behälter kann mit zwei oder mehreren verschiedenen Materialien gefüllt werden. - Die vorgeschriebene Menge eines jeden, in den einzelnen Behälter abzugebenden Materials ist nach Zeit dosiert: die Düsen enthalten Füllventile, die offen bleiben, um den Durchlauf des Materials nur für eine vorgegebene Zeitspanne zu erlauben.
- Diese Dosierungen sind jedoch nicht allzu genau, da sie vollkommen von den physischen Eigenschaften abhängen, welchen das Material unterliegt.
- Leichte Veränderungen der Umgebungsbedingungen können somit deutlich die Masse des in den Behälter gefüllten Materials beeinflussen.
- Im Falle von Flüssigkeiten hat zum Beispiel die Temperatur einen erheblichen Einfluss auf die Viskosität und folglich auf die Fliessgeschwindigkeit, mit der das Material durch die Leitungen fliesst, welche die Vorratsbehälter mit den Düsen verbinden. Die Messung einer Zeit, in der es einer Flüssigkeit erlaubt ist zu fliessen, wenn die Menge des Durchflusses stark veränderbar ist, kann daher keine akkurate Kontrolle der Menge des in die Behälter gefüllten Materials gewährleisten.
- Zweck der vorliegenden Erfindung ist, eine Vorrichtung vorzusehen, die in der Lage ist, sehr genaue Mengen von verschiedenen Materialien in Behälter zu füllen.
- Der gewünschte Zweck ist folglich erreicht nach der Erfindung durch eine Vorrichtung zum Füllen von Behältern mit Materialien, vorzugsweise Flüssigkeiten, enthaltend die Merkmale, die in einem oder mehreren der Patentansprüche festgelegt sind.
- Die Erfindung wird nun im Detail beschrieben, und zwar durch ein Beispiel und mit Hilfe der beiliegenden Zeichnungen, von denen:
-
1 ein erstes Beispiel einer Füllvorrichtung zeigt, dargestellt in einer seitlichen Erhebung und mit bestimmten Teilen der Klarheit wegen entfernt; -
2 ist ein Detail aus1 , dargestellt in einer seitlichen Erhebung und mit bestimmten Teilen im Schnitt; -
3 zeigt eine Ausführung einer Füllvorrichtung nach der vorliegenden Erfindung, dargestellt in einer seitlichen Erhebung und mit bestimmten Teilen der Klarheit wegen entfernt; -
4 zeigt ein zweites Beispiel einer Füllvorrichtung, dargestellt in einer seitlichen Erhebung und mit bestimmten Teilen der Klarheit wegen entfernt. - Unter Bezugnahme auf die
1 der beiliegenden Zeichnungen ist mit1 in ihrer Gesamtheit eine Vorrichtung zum Füllen von Behältern2 mit Materialen bezeichnet, und zwar vorzugsweise mit Flüssigkeiten. - Die Vorrichtung enthält einen Rahmen
3 , der ein um eine im wesentlichen vertikale und mit5 bezeichnete erste Achse drehbares Karussell4 hält. Das Karussell4 wird von einer Welle6 getragen, die drehbar an dem Rahmen3 montiert ist und mit der ersten Achse5 übereinstimmt, und von welcher ein unteres Ende6a an einen Flansch7 angeschlossen ist, der Mittel von einem bekannten und daher nicht weiter beschriebenen Typ trägt, durch welche das Karussell4 in Umdrehung versetzt wird. - Die Welle
6 trägt ebenfalls eine Anzahl von Füllköpfen9 , die umlaufend an dem Karussell und mit einem gleichmässigen Winkelabstand um die erste Achse5 angeordnet sind. Jeder Füllkopf9 enthält eine Halterung10 , auf welcher einer der Behälter2 stehen soll, wie ebenfalls eine Abgabevorrichtung11 , die zu der Halterung10 ausgerichtet und somit in der Lage ist, wenigstens ein Material in die Öffnung2a eines Behälters2 einzugeben, und der Halterung10 zugeordnete Mittel12 , durch welche der Behälter2 gewogen wird. - Jede Halterung
10 wird von einem Arm13 getragen, der an einen zweiten, an der Welle6 montierten Flansch14 angeschlossen ist, und der eine Plattform15 aufweist, auf welcher ein einzelner Behälter2 steht, wobei die Plattform15 wiederum einen Ständer16 mit seitlichen Ansätzen17 aufweist, durch welche der Behälter2 gehalten wird. - Die Abgabevorrichtungen
11 sind rund um den Umlauf eines kreisförmigen Flansches18 angeordnet, ausgerichtet zu den vertikalen Achsen der jeweiligen Plattformen15 . Jede der Abgabevorrichtungen11 , welche von einem herkömmlichen Typ sind, kann abgewechselt werden zwischen einem Betriebszustand, in welchem sie wenigstens ein Material in den Behälter2 füllt, und wenigstens einem Ruhezustand, in welchem sie kein Material in den Behälter2 gibt. Der Wechsel des Zustandes der Abgabevorrichtungen zwischen dem Betriebszustand und dem Ruhezustand erfolgt je nach dem Gewicht des in den Behälter eingegebenen Materials, wie nachstehend noch beschrieben wird, und wird gesteuert durch eine Steuervorrichtung herkömmlicher Art (und daher nicht in den Zeichnungen gezeigt), die an die Wiegemittel12 angeschlossen ist. - Die Abgabevorrichtungen
11 werden von wenigstens einem Vorratsbehälter19 gespeist, welcher das in die Behälter2 zu dosierende Material enthält. Der Vorratsbehälter19 steht auf einem feststehenden Sockel19a , getrennt von dem Karussell4 , und ist vorteilhafterweise mit einem flüssigkeitsdichtenden Gehäuse versehen, enthaltend Mittel19b , durch welche der Druck im Inneren des Gehäuses selbst verändert wird; solche Mittel bestehen aus einem Absauger19c , der im Inneren des Vorratsbehälters19 auf solche Weise arbeitet, dass er Luft aus dem eingeschlossenen Raum entfernt und somit den Druck reduziert, und aus einem im Inneren des Vorratsbehälters19 auf solche Weise arbeitenden Kompressor19d , dass Luft in den Raum eingeführt und somit der Druck erhöht wird. - Die Vorrichtung
1 enthält Verbindungsmittel20 , die zwischen dem Vorratsbehälter19 und den Abgabevorrichtungen11 arbeiten, enthaltend eine feststehende Rohrleitung21 , von welcher ein erstes Ende21a an den Vorratsbehälter19 angeschlossen ist und ein zweites Ende21b mit Hilfe einer Drehkupplung22 an eine Verteilerkammer23 angeschlossen ist, positioniert an dem oberen Ende4a des Karussells4 . Die Verteilerkammer23 sorgt für eine Flüssigkeitsverbindung zwischen der feststehenden Rohrleitung21 und einer Anzahl von beweglichen Rohrleitungen24 , die starr dem Karussell4 zugeordnet sind, jede angeschlossen durch ein erstes Ende24a an eine jeweilige Abgabevorrichtung und verbunden mit Hilfe eines zweiten Endes24b mit der Verteilerkammer23 . Bei einer alternativen Ausführung kann die Verteilerkammer23 der Verbindungsmittel20 starr mit der feststehenden Rohrleitung21 verbunden und drehbar an die beweglichen Rohrleitungen24 angeschlossen sein. - Bezugnehmend auf die
2 , enthält eine vorgezogene Ausführung der Wiegemittel12 ein Dynamometer25 , angeordnet im Inneren eines Hohlraums26 , der von einem jeden Arm13 des Karussells4 aufgewiesen ist. Das Dynamometer25 ist der Halterung10 auf solche Weise zugeordnet, dass eine auf die Halterung10 selbst vertikal wirkende Kraft gemessen wird. Genauer gesagt enthält das Dynamometer25 einen elektrischen Dehnungsmesser27 , von welchem ein erstes Ende27a an einem Abschnitt4a des Karussells4 verankert ist, praktisch an einen Abschnitt13a des Armes13 , und ein der Halterung10 zugeordnetes zweites Ende27b ein Kontaktelement28 aufweist. Jede Halterung10 hat einen Schaft29 , der sich vertikal von der Plattform15 aus nach unten erstreckt und teilweise den Hohlraum26 belegt. Der Schaft29 weist einen querverlaufenden Vorsprung29a auf, gegen welchen das Kontaktelement28 des Dynamometers anschlägt; dadurch ist die Halterung10 auf solche Weise mit dem Arm13 verbunden, dass das Gewicht des Behälters2 auf das zweite Ende27b des Dehnungsmessers27 drückt. Die Wiegemittel12 enthalten ebenfalls einen an den Dehnungsmesser27 angeschlossenen Wandler von herkömmlichem Typ (nicht in den Zeichnungen dargestellt), welcher in der Lage ist, die durch das Gewicht des Behälters2 ausgeübte Verformung des Dehnungsmesser zu erfassen und ein entsprechendes Signal an die Steuervorrichtung auszusenden. - Bezugnehmend auf die
3 , welche eine Ausführung der Erfindung zeigt, enthält die Vorrichtung1 eine Anzahl von Vorratsbehältern19 , von denen jeder dieselben Eigenschaften aufweist wie der vorstehend beschriebene Vorratsbehälter19 aus1 , und ein entsprechendes Material enthält, das in wenigstens einen der Behälter2 eingefüllt werden soll. - In diesem Falle arbeiten die Verbindungsmittel
20 zwischen jedem einzelnen Vorratsbehälter19 und wenigstens einer der Abgabevorrichtungen11 , montiert an dem Karussell4 von dem oben beschriebenen Typ. Tatsächlich enthalten die Verbindungsmittel20 eine Anzahl von feststehenden Rohrleitungen21 , von welchen sich jede zwischen einem jeweiligen Vorratsbehälter19 und der Verteilerkammer erstreckt. - Um alle Abgabevorrichtungen
11 gleichzeitig mit einem bestimmten Material speisen zu können, wird jede der feststehenden Rohrleitungen21 durch ein Ventil30 betätigt, das steuerbar ist zwischen einer Zahl von Betriebbedingungen, jede entsprechend einem Zustand, in welchem eine der feststehenden Rohrleitungen21 geöffnet ist und die verbleibenden alle geschlossen sind. - Bezugnehmend auf die
4 , welche ein weiteres Beispiel zeigt, sind die Verbindungsmittel20 auf solche Weise ausgebildet, dass sie gleichzeitig das Speisen von verschiedenen Abgabevorrichtungen11 mit verschiedenen Materialien erlauben. In diesem Beispiel enthält die Vorrichtung eine Anzahl von Verteilerkammern23 , die jede an einen einzelnen Vorratsbehälter19 angeschlossen sind und einen entsprechenden Satz von Abgabevorrichtungen11 beliefern. - Insbesondere beim Betrachten der
4 , enthält die Vorrichtung einen ersten, mit19' bezeichneten Vorratsbehälter, der ein erstes Produkt enthält, und an welchen das erste Ende21a ' einer ersten feststehenden Rohrleitung21' angeschlossen ist. Ein zweites Ende21b' der ersten feststehenden Rohrleitung21' ist an die interne Wand31a angeschlossen, die von einem rohrförmigen Gehäuse31 aufgewiesen ist, das eine feststehende Position belegt und auf eine Achse zentriert ist, die mit der ersten Achse5 übereinstimmt. An dem Punkt, an dem dasselbe zweite Ende21b' der ersten feststehenden Rohrleitung21' angeschlossen ist, weist das rohrförmige Gehäuse31 einen ersten Durchlass32 auf, durch welchen die erste feststehende Rohrleitung21' mit einer ersten ringförmigen Verteilerkammer23' verbunden ist, zentriert auf die erste Achse5 und bündig drehbar mit einer äusseren Wand31b des Gehäuses31 . Die erste ringförmige Verteilerkammer23' ist wiederum an wenigstens eine erste Abgabevorrichtung11' angeschlossen, und zwar mit Hilfe von wenigstens einer ersten beweglichen Rohrleitung24' . - Die Vorrichtung aus
4 enthält weiter einen zweiten Vorratsbehälter19'' , der ein zweites Produkt enthält, und an welchen das erste Ende21a''' einer zweiten feststehenden Rohrleitung21'' angeschlossen ist. Ein zweites Ende21b'' der zweiten feststehenden Rohrleitung21'' ist an die interne Wand31a des feststehenden rohrförmigen Gehäuses31 angeschlossen, und an dem Punkt, an dem dasselbe zweite Ende21b'' der zweiten feststehenden Rohrleitung21'' angeschlossen ist, weist das rohrförmige Gehäuse31 einen zweiten Durchlass33 auf, durch welchen die zweite feststehende Rohrleitung21'' mit einer zweiten ringförmigen Verteilerkammer23'' verbunden ist, zentriert auf die erste Achse5 und bündig drehbar mit einer äusseren Wand31b des Gehäuses31 . Die zweite ringförmige Verteilerkammer23'' ist wiederum an wenigstens eine zweite Abgabevorrichtung11'' angeschlossen, und zwar mit Hilfe von wenigstens einer zweiten beweglichen Rohrleitung24'' . - Der Betrieb der Vorrichtung
1 , von welcher die verschiedenen Ausführungen bisher vorwiegend in struktureller Hinsicht beschrieben wurde, ist folgender. - Wenn ein leerer Behälter
2 auf der Halterung10 eines Füllkopfes9 positioniert ist, erfassen die jeweiligen Wiegemittel12 zunächst dessen Leergewicht. Danach wird die Abgabevorrichtung11 aktiviert und das in dem Vorratsbehälter19 enthaltene Material wird in den Behälter2 gegeben. Der Druck des an die Abgabevorrichtungen11 zugeführten Materials kann gesteuert werden durch die Veränderung des Druckes im Inneren des Vorratsbehälters19 , und zwar durch die oben erwähnten negativen oder positiven Druckveränderungsmittel19b . Diesbezüglich wird das Italienische Patent IT 1 304 458 erwähnt, in welchem das in die Behälter2 zu dosierende Material eine speziell viskose Flüssigkeit ist, wobei es vorteilhaft sein kann, den Druck in dem Vorratsbehälter zu erhöhen, so dass das Material die Behälter2 schneller erreicht. Umgekehrt, wenn das in die Behälter2 zu dosierende Material eine leicht schäumbare Flüssigkeit ist, kann es helfen, den Druck in dem Vorratsbehälter niedrig zu halten und somit die Abgabevorrichtungen daran zu hindern, in den entsprechenden Behälter einen Strahl mit einem Druck abzugeben, der leicht eine erhebliche Menge an Schaum erzeugen kann. - Während des Füllens wird das Gewicht des Behälters
2 durch die Wiegemittel12 überwacht. In dem Moment, in dem diese selben Mittel einen Wert erfassen, der dem Leergewicht des Behälters2 plus dem vorgegebenen Gewicht des in den Behälter zu füllenden Materials entspricht, bewirkt die entsprechende Steuereinheit, dass der Materialfluss unterbrochen wird, indem sie die entsprechende Abgabevorrichtung11 in die Ruheposition zurückgehen lässt. Die Dosierung der vorgegebenen Menge an Material, das in einen jeden Behälter2 eingegeben ist, erfolgt somit sehr präzise und zuverlässig. Wenn die Abgabevorrichtungen11 und die entsprechenden Rohrleitungen24 und21 durchgespült werden müssen, genügt es, die feststehende Rohrleitung21 an die Quelle einer Reinigungsflüssigkeit anzuschliessen. Somit wird es möglich, die Vorrichtung1 gründlich zu reinigen, ohne den das in die Behälter2 zu füllende Material enthaltenden Vorratsbehälter19 leeren zu müssen. - Im Falle der in
3 gezeigten Ausführung ist die Vorrichtung1 in der Lage, präzise Mengen von verschiedenen Materialien in einen jeden der einzelnen Behälter2 zu füllen. In diesem Falle bewirkt die Steuereinheit, dass zu nächst das Ventil30 die Abgabevorrichtungen11 mit einem Vorratsbehälter19 verbindet, der das erste, in die Behälter2 zu dosierende Material enthält. Wenn die Wiegemittel12 anzeigen, dass die Menge des ersten, in den Behälter abgegebenen Materials der vorgegebenen Menge entspricht, verbindet das Ventil30 die Abgabevorrichtungen11 mit einem Vorratsbehälter19 , der ein anderes, in die Behälter zu dosierendes Material enthält. Es ist somit möglich, die einzelnen Behälter2 mit verschiedenen Mengen von verschiedenen Materialien zu füllen, von welchen jedes genau einem vorgegebenen Wert entspricht. - Im Falle des in
4 gezeigten Beispiels ist die Vorrichtung1 in der Lage, verschiedene Materialien in verschiedene Behälter zu verteilen. Vorteilhafterweise kann ein erster Satz von Abgabevorrichtungen11' an einen ersten Vorratsbehälter19' angeschlossen werden, der ein erstes Material enthält, während ein zweiter Satz von Abgabevorrichtungen11'' an einen zweiten Vorratsbehälter19'' angeschlossen werden kann, der ein zweites Material enthält. Die einem jeden Füllkopf zugeordneten Wiegemittel12 sichern wiederum, dass die korrekte Menge von Material in einen jeden Behälter2 abgegeben wird. Demgemäss können die Behälter mit verschiedenen Materialien gefüllt werden, wobei ein einziges Karussell benutzt wird, und die Vielseitigkeit der Vorrichtung1 ist damit noch mehr erweitert.
Claims (11)
- Vorrichtung zum Füllen von Behältern mit vorzugsweise flüssigen Materialien, enthaltend: ein um eine erste Achse (
5 ) drehbares Karussell (4 ); eine Anzahl von an dem Karussell (4 ) montierten Füllköpfen (9 ), jeder eine Halterung (10 ) aufweisend, auf welcher ein Behälter (2 ) steht; eine zu der Halterung (10 ) ausgerichtete Abgabevorrichtung (11 ), die dazu dient, wenigstens ein Material in den Behälter (2 ) zu einzugeben; der Halterung (10 ) zugeordnete Mittel (12 ), durch welche der Behälter (2 ) gewogen wird; wenigstens einen Vorratsbehälter (19 ), welcher das wenigstens eine in die Behälter (2 ) zu füllende Material enthält; und Verbindungsmittel (20 ), die zwischen dem Vorratsbehälter (19 ) und den Abgabevorrichtungen (11 ) arbeiten, durch welche die Abgabevorrichtungen (11 ) mit dem in dem Vorratsbehälter (19 ) enthaltenen Material beliefert werden, wobei die Verbindungsmittel (20 ) wenigstens eine feststehende Rohrleitung (21 ) enthalten, angeschlossen an den Vorratsbehälter (19 ), eine Anzahl von beweglichen Rohrleitungen (24 ), angeschlossen an wenigstens eine der Abgabevorrichtungen (11 ), drehbar zusammen mit dem Karussell (4 ) um die erste Achse (5 ) und verbunden mit der feststehenden Rohrleitung (21 ) mit Hilfe einer Verbindung für die Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmittel (20 ) ausserdem eine Verteilerkammer (23 ) enthalten, mit welcher die feststehende Rohrleitung (21 ) und die bewegliche Rohrleitung (24 ) verbunden sind, wobei die bewegliche Rohrleitung (24 ) in starrer Verbindung und die feststehende Rohrleitung (21 ) in drehbarer Verbindung angeschlossen sind, und wobei die Verbindungsmittel (20 ) ebenfalls wenigstens ein Ventil (30 ) enthalten, das an den feststehenden Rohrleitungen (21 ) arbeitet und steuerbar ist zwischen den jeweiligen Zuständen, in welchen die feststehende Rohrleitung (21 ) geöffnet und geschlossen ist. - Vorrichtung nach Patentanspruch 1, enthaltend eine Anzahl von Vorratsbehältern (
19 ), jeder enthaltend ein entsprechendes, in wenigstens einen der Behälter (2 ) zu füllendes Material, wobei die Verbindungsmittel (20 ) zwischen einem jeden Vorratsbehälter (19 ) und wenigstens einer der Abgabevorrichtungen (11 ) tätig sind. - Vorrichtung nach Patentanspruch 1 oder Patentanspruch 2, bei welcher jeder Vorratsbehälter (
19 ) einen feststehenden Sockel (19a ) aufweist, der von dem Karussell (4 ) getrennt ist. - Vorrichtung nach einem oder mehreren der Patentansprüche von 1 bis 3, enthaltend eine Anzahl von Verteilerkammern (
23' ,23'' ), eine Anzahl von feststehenden Rohrleitungen (21' ,21'' ) und eine Anzahl von beweglichen Rohrleitungen (24' ,24'' ), bei welcher jede der Ver teilerkammern (23' ,23'' ) mit Hilfe von einer der feststehenden Rohrleitungen (21' ,21'' ) an einen jeweiligen Vorratsbehälter (19' ,19'' ) angeschlossen ist, sowie mit Hilfe von einer der beweglichen Rohrleitungen (24' ,24'' ) an wenigstens eine jeweilige Abgabevorrichtung (11' ,11'' ). - Vorrichtung nach Patentanspruch 2, bei welcher die Verbindungsmittel (
20 ) eine Anzahl von feststehenden Rohrleitungen (21 ) enthalten, jede sich zwischen einem entsprechenden Vorratsbehälter (19 ) und der Verteilerkammer (23 ) erstreckend. - Vorrichtung nach den vorstehenden Patentansprüchen, bei welcher jede Abgabevorrichtung (
11 ) so ausgeführt sein kann, dass sie zwischen einem Betriebszustand, in welchem sie wenigstens ein Material in den Behälter (2 ) eingibt, und wenigstens einem Ruhezustand, in welchem sie kein Material in den Behälter (2 ) eingibt, abwechselt, wobei jeder Füllkopf (9 ) eine Steuervorrichtung hat, die an Wiegemittel (12 ) angeschlossen und in der Lage ist, diesen Wechsel der jeweiligen Abgabevorrichtung (11 ) zwischen dem Betriebszustand und dem Ruhezustand zu steuern. - Vorrichtung nach den vorstehenden Patentansprüchen, bei welcher die Wiegemittel (
12 ) ein Dynamometer (25 ) enthalten, das auf solche Weise an die Halterung (10 ) ange schlossen ist, dass eine vertikal auf die Halterung (10 ) selbst wirkende Kraft gemessen wird. - Vorrichtung nach Patentanspruch 7, soweit sie von Patentanspruch 6 abhängig ist, bei welcher das Dynamometer (
25 ) einen elektrischen Dehnungsmesser (27 ) enthält, von welchem ein erstes Ende (27a ) an einen mittleren Abschnitt (4a ) des Karussells (4 ) angeschlossen und ein zweites Ende der Halterung (10 ) zugeordnet ist, sowie einen Wandler, der zwischen dem Dehnungsmesser (27 ) und der Steuervorrichtung aktiv ist. - Vorrichtung nach den vorstehenden Patentansprüchen, bei welcher wenigstens einer der Vorratsbehälter (
19 ) mit Mitteln (19b ) versehen ist, durch welche der Druck im Inneren des Vorratsbehälters (19 ) selbst verändert wird. - Vorrichtung nach Patentanspruch 9, bei welcher die Vorratsbehälter (
19 ) flüssigkeitsdichtende Gehäuse sind und die Druckveränderungsmittel (19b ) einen Absauger (19c ) enthalten, der im Inneren des Vorratsbehälters (19 ) auf solche Weise arbeitet, dass die Luft aus dem Gehäuse entfernt und somit der Druck in dem Vorratsbehälter (19 ) gesenkt wird. - Vorrichtung nach Patentanspruch 9 oder Patentanspruch 10, bei welcher die Vorratsbehälter (
19 ) flüssigkeitsdichtende Gehäuse sind und die Druckveränderungsmittel (19b ) einen Kompressor (19d ) enthalten, der im Inneren des Vorratsbehälters (19 ) auf solche Weise arbeitet, dass Luft in das Gehäuse eingegeben und somit der Druck in dem Vorratsbehälter (19 ) erhöht wird.
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