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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist eine neue fungizide Zusammensetzung,
die mindestens ein Pyridylmethylbenzamidderivat und mindestens eine
Verbindung enthält,
die den Elektronentransport der Atmungskette der Mitochondrien-Ubichinol:Ferricytochrom-c-Oxidoreduktase
(ebenfalls bekannt als Komplex III) in phytopathogenen pilzlichen
Organismen hemmt; ihre Verwendung beim Schutz von Kulturen; sowie
ein Verfahren zum Schutz von Kulturen gegen Pilzerkrankungen.
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Verbindungen
des Pyridylmethylbenzamid-Typs mit Fungizidwirkung, die das Wachstum
und die Entwicklung von phytopathogenen Pilzen verhindern können, welche
Kulturen befallen oder befallen können, sind aus der europäischen Patentanmeldung
EP-A-1 056 723 bekannt.
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Darüber hinaus
sind fungizide Verbindungen bekannt, die den Elektronentransport
der Atmungskette der Mitochondrien-Ubichinol:Ferricytochrom-c-Oxidoreduktase in
phytopathogenen pilzlichen Organismen hemmen, insbesondere Imidazolin-
und Oxazolidin-Derivate,
die bereits auf dem Gebiet der Behandlung von phytopathogenen Erkrankungen
von Kulturen bekannt sind. Diese Derivate sind beispielsweise Fenamidon, Famoxadon,
sowie ihre Isomere und landwirtschaftlich annehmbaren Säureadditionssalze.
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Die
französische
Patentanmeldung FR-2 722 652 offenbart bestimmte Gemische von Fenamidon
mit fungiziden Verbindungen, aber diese Veröffentlichung beschreibt keine
Gemische mit Pyridylmethylbenzamidderivaten.
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Man
möchte
jedoch noch die Produkte verbessern, die von Landwirten zur Bekämpfung von
Pilzerkrankungen bei Kulturen, und insbesondere von Mehltau-Erkrankungen, verwendet
werden können.
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Man
möchte
zudem noch die Dosen der chemischen Produkte reduzieren, die in
der Umwelt zur Bekämpfung
von Pilzbefall bei Kulturen verbreitet werden, insbesondere indem
die Dosen der Produkte zum Aufbringen reduziert werden.
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Man
möchte
schließlich
noch die Anzahl der dem Landwirt zugänglichen Antipilzprodukte steigern,
damit dieser unter ihnen das für
den jeweiligen Zweck am besten geeignete Produkt auswählen kann.
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Ein
Ziel der Erfindung ist daher die Bereitstellung einer neuen fungiziden
Zusammensetzung, die sich zur Bewältigung der vorstehend genannten
Probleme eignet.
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Ein
weiteres Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung einer neuen fungiziden
Zusammensetzung, die sich zur vorbeugenden und heilenden Behandlung
von Pilzerkrankungen eignet, beispielsweise von Nachtschattengewächsen, Getreide
und Reben.
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Ein
weiteres Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung einer neuen fungiziden
Zusammensetzung, die eine verbesserte Effizienz gegen Mehltau-,
Oidium-, Rost- und Botrytis-Erkrankungen von Getreide, Nachtschattengewächsen und
Rebe aufweist.
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Ein
weiteres Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung einer neuen fungiziden
Zusammensetzung mit verbesserter Effizienz gegen Mehltau und/oder
Oidium- und/oder Botrytis-Erkrankung der Rebe.
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Man
hat nun entdeckt, daß diese
Ziele vollständig
oder teilweise mit Hilfe der erfindungsgemäßen fungiziden Zusammensetzungen
erzielt werden können.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung betrifft daher fungizide Zusammensetzungen,
umfassend:
- a) mindestens eine Verbindung (I),
bei der es sich um ein Pyridylmethylbenzamidderivat der Formel (I)
handelt: in der:
- • R1 aus der Reihe Wasserstoffatom, unsubstituierter
oder substituierter Alkylrest und unsubstituierter oder substituierter
Acyl- oder Alkoxycarbonylrest stammt;
- • R2 aus der Reihe Wasserstoffatom und unsubstituierter
oder substituierter Alkylrest stammt;
- • R3 und R4, die gleich
oder verschieden sind, unabhängig
aus der Reihe Halogenatom, Hydroxyrest, Cyanorest, Nitrorest, -SF5-Rest, Trialkylsilylrest, unsubstituierter
oder substituierter Aminorest, Acylrest, Alkoxycarbonylrest und
Gruppe E, OE oder SE stammen, in der E aus der Reihe Alkyl-, Alkenyl-,
Alkinyl-, Cycloalkyl-, Cycloalkenyl-, Aryl- und Heterocyclylrest,
der jeweils unsubstituiert oder substituiert ist, stammt;
- • c
0, 1, 2, 3, 4, oder 5 bedeutet;
- • q
0, 1, 2, 3 oder 4 bedeutet
oder eines ihrer landwirtschaftlich
annehmbaren Säureadditionssalze;
und
- b) mindestens eine Verbindung (II), die fähig ist, den Elektronentransport
der Atmungskette der mitochondrial Ubichinol:Ferricytochrom-c-Oxidoreduktase (Komplex
III) in phytopathogenen pilzlichen Organismen zu hemmen, sowie einen
landwirtschaftlich unbedenklichen Träger und/oder ein landwirtschaftlich
unbedenkliches Tensid.
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In
dieser Anmeldung einschließlich
der beiliegenden Ansprüche
haben die verschiedenen Reste und chemischen Begriffe, wenn nicht
anders angegeben, die folgenden Bedeutungen:
- • "Alkyl" oder "Alkyl-" bedeutet einen linearen
oder verzweigten gesättigten
Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen;
- • "Alkenyl" bedeutet einen linearen
oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen und
einer ungesättigten
Bindung in Form einer Doppelbindung;
- • "Alkinyl" bedeutet einen linearen
oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen und
einer ungesättigten
Bindung in Form einer Dreifachbindung;
- • "Alkoxy" bedeutet einen Alkyloxyrest;
- • "Acyl" bedeutet den Formylrest
oder einen Alkylcarbonylrest;
- • "Cycloalkyl" bedeutet einen gesättigten
cyclischen Kohlenwasserstoffrest mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen;
- • "Aryl" bedeutet einen Phenyl-
oder Naphthylrest;
- • "Heterocyclyl" bedeutet einen ungesättigten
oder vollständig
oder teilweise gesättigten
cyclischen Rest mit 3 bis 8 Atomen, ausgewählt aus Kohlenstoff, Stickstoff,
Schwefel und Sauerstoff, vorzugsweise mit 1, 2 oder 3 Heteroatomen,
beispielsweise Pyridyl, Chinolyl, Furyl, Thienyl, Pyrrolyl, Oxazolinyl;
- • der
Begriff "substituiert" bedeutet, daß die so
beschriebenen Reste durch einen oder mehrere Reste aus der Reihe
Chlor, Brom, Fluor, Iod, Alkyl, Alkoxy, Hydroxy, Nitro, Amino; Cyano
und Acyl substituiert sind.
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Es
versteht sich, daß die
Verbindungen der Formel (I) oder (II) als optische Isomere, geometrische
Isomere oder Tautomere zugegen sein können. All diese Formen sind
in der vorliegenden Erfindung umfasst.
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Wenn
die Verbindungen (I) oder (II) als optische Isomere existieren,
können
sie in der Form einzelner Enantiomere oder Enantiomerengemische
in einem beliebigen Verhältnis,
einschließlich
racemischen Gemischen, verwendet werden.
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Die
Verbindungen der Formel (I) sind beispielsweise in der veröffentlichten
Patentanmeldung EP-A-1 056 723 beschrieben. Bevorzugte Verbindungen
(I) besitzen mindestens eine der folgenden Eigenschaften, und zwar
einzeln oder in Kombination:
- • R1 und R2, die gleich
oder verschieden sind, stammen unabhängig aus der Reihe Wasserstoffatom
und gegebenenfalls substituierter Alkylrest;
- • R3 und R4, die gleich
oder verschieden sind, stammen unabhängig aus der Reihe Halogenatom,
Hydroxyrest, Nitrorest, unsubstituierter oder substituierter Aminorest,
Acylrest, und Gruppe E, OE oder SE, wobei E aus der Reihe Alkyl-,
Cycloalkyl-, Phenyl- und Heterocyclylrest, die jeweils unsubstituiert
oder substituiert sein können,
stammt;
- • c
bedeutet 0, 1, 2 oder 3;
- • q
bedeutet 0, 1, 2 oder 3.
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Besonders
bevorzugt besitzen die Verbindungen die folgenden Eigenschaften,
und zwar einzeln oder in Kombination:
- • R1 und R2, die gleich
oder verschieden sind, stammen unabhängig aus der Reihe Wasserstoffatom
und Methyl- oder Ethylrest;
- • R3 und R4, die gleich
oder verschieden sind, stammen unabhängig aus der Reihe Halogenatom,
Nitrorest, unsubstituierter oder substituierter Aminorest, und Alkyl-,
Cycloalkyl-, Phenyl- oder Heterocyclylrest, die jeweils unsubstituiert
oder substituiert sein können;
- • c
bedeutet 1 oder 2;
- • q
bedeutet 1 oder 2.
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Insbesondere
haben die Verbindungen (I) die folgenden Eigenschaften:
- • R1 und R2 bedeuten
jeweils ein Wasserstoffatom;
- • R3 und R4, die gleich
oder verschieden sind, stammen unabhängig aus der Reihe Halogenatom,
Nitrorest, Alkylrest, und Trifluormethylrest;
- • c
und q bedeuten unabhängig
voneinander 2.
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Die
folgenden Verbindungen der Formel (I) sind beispielsweise am stärksten bevorzugt:
- • Verbindung
(Ia): 2,6-Dichlor-N-{[3-chlor-5-(trifluormethyl)-2-pyridinyl]methyl}benzamid;
- • Verbindung
(Ib): N-{[3-Chlor-5-(trifluormethyl)-2-pyridinyl]methyl}-2-fluor-6-nitrobenzamid;
- • Verbindung
(Ic): N-{[3-Chlor-5-(trifluormethyl)-2-pyridinyl]methyl}-2-methyl-6-nitrobenzamid;
sowie
ihre landwirtschaftlich annehmbaren Säureadditionssalze.
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Gewöhnlich können die
erfindungsgemäßen Verbindungen
(II) in mindestens zwei Gruppen unterteilt werden, und zwar:
- – einerseits
die Verbindungen (IIa), die die Reduktion von Ubichinon an einer
Domäne
von Komplex III, die als Qin oder Qi bezeichnet wird, hemmen können;
- – andererseits
die Verbindungen (IIb), die die Reduktion von Ubichinol an einer
Domäne
von Komplex III, die als Qout oder Qo bezeichnet wird, hemmen können.
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Der
Ursprung der Nomenklatur des Zielenzyms der erfindungsgemäßen Verbindungen
(II) ist über
die Veröffentlichung
Enzyme nomenclature 1992, die insbesondere über das Internet an der Adresse www.chem.qmw.ac.uk/iubmb/enzyme
zugänglich
ist oder über
die Veröffentlichung
Enzyme Nomenclature 1992 [Academic Press, San Diego, California,
ISBN 0-12-227164-5
(gebundene Ausgabe), 0-12-227165-3 (Taschenbuchausgabe)] und Ergänzung 1
(1993), Ergänzung
2 (1994), Ergänzung
3 (1995), Ergänzung
4, (1997) und Ergänzung
5 (in Eur. J. Biochem. 1994, 223, 1–5; Eur. J. Biochem. 1995,
232, 1–6;
Eur. J. Biochem. 1996, 237, 1–5;
Eur. J. Biochem. 1997, 250; 1–6
und Eur. J. Biochem. 1999, 264, 610–650) [Copyright IUBMB] verfügbar.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
(IIa) umfassen Cyazofamid und Antimycin.
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Die
erfindungsgemäßen Verbindungen
(IIb) umfassen die synthetischen oder natürlichen Derivate von Strobilurin,
insbesondere Azoxystrobin, Dicostrobin, Kresoxim-Methyl, Metominostrobin,
Pyraclostrobin, Pycoxystrobin oder Trifloxystrobin.
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Andere
erfindungsgemäßen Verbindungen
(IIb) umfassen insbesondere Fenamidon, mit der chemischen Bezeichnung
(S)-1-Anilino-4-methyl-2-methylthio-4-phenylimidazolin-5-on, das beispielsweise
in "The Pesticide
Manual", 12. Aufl.
CDS Tomlin, British Crop Protection Council, S. 378, Nr. 318 beschrieben
ist, sowie seine landwirtschaftlich annehmbaren Säureadditionssalze
oder Famoxadon, mit der chemischen Bezeichnung 3-Anilino-5-methyl-5-(4-phenoxyphenyl)-1,3-oxazolidin-2,4-dion,
das beispielsweise in "The
Pesticide Manual",
11. Aufl. CDS Tomlin, British Crop Protection Council, S. 500–501, Nr.
296 beschrieben ist, sowie seine Isomere und landwirtschaftlich
annehmbaren Säureadditionssalze.
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Die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
umfassen vorteilhafterweise Verbindung (Ia) oder Verbindung (Ib)
oder Verbindung (Ic) mit Fenamidon oder Famoxadon. Die bevorzugten
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
umfassen Verbindung (Ia) mit Fenamidon oder Famoxadon.
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Somit
betrifft die vorliegende Erfindung fungizide Zusammensetzungen,
die mindestens ein Pyridylmethylbenzamidderivat der Formel (I) umfassen,
wie vorstehend definiert, und mindestens eine Verbindung (II) wie
vorstehend definiert, wobei das Verhältnis von Verbindung (I) zu
Verbindung (II) gewöhnlich
von 1/10 bis 10/1, vorzugsweise von 1/5 bis 5/1, noch stärker bevorzugt
von 1/5 bis 2/1 reicht, und am stärksten bevorzugt 1/2 ist.
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Das
Verhältnis
von Verbindung (I) zu Verbindung (II) ist definiert als das Gewichtsverhältnis dieser
beiden Verbindungen. Gleiches gilt für jedes Verhältnis von
zwei chemischen Verbindungen, die nachstehend in dem vorliegenden
Text aufgeführt
sind, insofern keine andere Definition für dieses Verhältnis ausdrücklich angegeben
ist.
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Es
versteht sich, daß die
erfindungsgemäßen fungiziden
Zusammensetzungen eine einzelne Verbindung (I) oder mehr als eine
solche Verbindung und eine einzelne Verbindung (II) oder mehr als
eine solche Verbindung sowie eine oder mehrere andere Verbindungen,
beispielsweise fungizide Verbindungen, herbizide Verbindungen, insektizide
Verbindungen und/oder Pflanzenwachstums-Regulatoren, entsprechend
der Verwendung, für
die sie vorgesehen sind, enthalten können.
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Die
erfindungsgemäßen fungiziden
Zusammensetzungen können
somit ebenfalls einen oder mehrere andere fungizide Wirkstoffe enthalten,
die ausgewählt
sind aus:
Acibenzolar-S-methyl, Benalaxyl, Benomyl, Blasticidin-S, Bromuconazol,
Captafol, Captan, Carbendazim, Carboxin, Carpropamid, Chlorthalonil,
fungizide Zusammensetzungen auf Kupferbasis, Kupferderivate wie Kupferhydroxide
und Kupferoxychlorid, Cymoxanil, Cyproconazol, Cyprodinyl, Dichloran,
Diclocymet, Diethofencarb, Difenoconazol, Diflumetorim, Dimethomorph,
Diniconazol, Dodemorph, Dodin, Edifenphos, Epoxyconazol, Ethaboxam,
Ethirimol, Fenarimol, Fenbuconazol, Fenhexamid, Fenpiclonil, Fenpropidin,
Fenpropimorph, Ferimzon, Fluazinam, Fludioxonil, Flumetover, Fluquinconazol,
Flusilazol, Flusulfamid, Flutolanil, Flutriafol, Folpel, Furalaxyl,
Furametpyr, Guazatin, Hexaconazol, Hymexazol, Imazalil, Iprobenphos,
Iprodion, Isoprothiolan, Kasugamycin, Mancozeb, Maneb, Mefenoxam,
Mepanipyrim, Metalaxyl und seine enantiomeren Formen wie Metalaxyl-M,
Metconazol, Metiram-Zink, Oxadixyl, Pefurazoat, Penconazol, Pencycuron,
Phosphorsäure
und ihre Derivate wie Fosetyl-Al, Phthalid, Probenazol, Prochloraz,
Procymidon, Propamocarb, Propiconazol, Pyrimethanil, Pyroquilon,
Quinoxyfen, Silthiofam, Simeconazol, Spiroxamin, Tebuconazol, Tetraconazol,
Thiabendazol, Thifluzamid, Thiophanat, beispielsweise Thiophanat-Methyl, Thiram, Triadimefon,
Triadimenol, Tricyclazol, Tridemorph, Triticonazol, Derivate von
Valinamid wie beispielsweise Iprovalicarb, Vinclozolin, Zineb und
Zoxamid.
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Die
Erfindung stellt ein Verfahren zur Bekämpfung phytopathogener Pilze
einer Kultur an einer Stelle bereit, umfassend das Aufbringen einer
Verbindung (I) und einer Verbindung (II) darauf.
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Die
Erfindung stellt somit ein Verfahren zur heilenden oder vorbeugenden
Bekämpfung
phytopathogener Pilze von Kulturen bereit, dadurch gekennzeichnet,
daß eine
wirksame (landwirtschaftlich wirksame) und nichtphytotoxische Menge
einer erfindungsgemäßen fungiziden
Zusammensetzung auf den Boden, auf dem die Pflanzen wachsen oder
wachsen können,
auf die Blätter
und/oder Früchte
der Pflanzen oder das Saatgut der Pflanzen aufgebracht wird.
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Die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
sind zur Bekämpfung
von Pilzerkrankungen zahlreicher Kulturen, beispielsweise von Getreide,
Gemüse,
Nachtschattengewächsen,
Gärtnereikulturen,
Reben, Früchte
im allgemeinen, und insbesondere Mehltau, Septoria-Erkrankungen,
Pythium sp. dieser Kulturen vorteilhaft.
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Die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
verbessern die jeweiligen und isolierten Wirkungen der Verbindung
(I) und der Verbindung (II) bei einer Reihe von Pilzen, die bei
Kulturen, insbesondere Reben, besonders schädlich sind, besonders gegen
den Falschen Mehltau der Rebe, wohingegen eine Phytotoxizität gegenüber diesen
Kulturen nicht vorhanden ist. Das Aktivitätsspektrum kann verbessert
werden, und die jeweilige Dosis jedes Wirkstoffs kann reduziert
werden, wobei die letztere Qualität aus leicht verständlichen ökologischen
Gründen
besonders wichtig ist.
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Es
versteht sich, daß der
Begriff "synergistischer
Effekt", wie er
in dieser Anmeldung und in den beigefügten Ansprüchen verwendet wird, insbesondere
die Definition von Colby S. R. in einem Artikel mit dem Titel "Calculation of the
synergistic and antagonistic responses of herbicide combinations" Weeds (1967), 15, S.
20–22
bedeutet.
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Letzterer
Artikel verwendet die Formel:
worin E die erwartete prozentuale
Hemmung der Erkrankung für
eine Kombination der beiden Fungizide bei definierten Dosen angibt
(beispielsweise gleich x bzw. y), X die prozentuale Hemmung angibt,
die für
die Erkrankung durch die Verbindung (I) bei einer definierten Dosis
(gleich x) beobachtet wird, Y die prozentuale Hemmung angibt, die
für die
Erkrankung durch die Verbindung (II) bei einer definierten Dosis
(gleich y) beobachtet wird. Wenn die prozentuale Hemmung, die für die Kombination
beobachtet wird, größer als
E ist, liegt ein synergistischer Effekt vor.
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Der
Begriff "synergistischer
Effekt" bedeutet
auch den Effekt, der von der Anwendung des Tammes-Verfahren aufgezeigt
wird, "Isoboles,
a graphic representation of synergism in pesticides", Netherlands Journal
of Plant Pathology, 70 (1964), S. 73–80.
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Die
Existenz von Synergismus zwischen Verbindung (I) und Verbindung
(II) kann durch den Fachmann durch Routineuntersuchung auf der Basis
der vorliegenden Offenbarung nachgewiesen werden.
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Das
Verhältnis
von Verbindung (I) zu Verbindung (II) in der Erfindung reicht vorteilhafterweise
von 1/10 bis 10/1, vorzugsweise von 1/5 bis 5/1.
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Gewöhnlich zeigten
die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
gute Ergebnisse, wenn das Verhältnis
von Verbindung (I) zu Verbindung (II) gleich oder fast 1/2 ist.
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Die
Erfindung umfasst auch ein Verfahren zur Bekämpfung von phytopathogenen
Pilzen einer Kultur an einer Stelle, welches das Aufbringen von
Verbindung (I) und Verbindung (II) darauf umfasst.
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Man
kann auch eine Zusammensetzung, die die beiden Inhaltsstoffe umfasst,
oder zwei Zusammensetzungen, die jeweils einen der beiden Wirkstoffe
enthalten, jeweils gleichzeitig, gesondert oder nacheinander aufbringen,
so daß ein
konjugierter Effekt erhalten wird.
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Diese
Zusammensetzungen decken nicht nur Zusammensetzungen ab, die sich
leicht auf die zu behandelnde Kultur mit Hilfe einer geeigneten
Vorrichtung aufbringen lassen, wie einer Sprühvorrichtung, sondern auch
kommerzielle konzentrierte Zusammensetzungen, die verdünnt werden
müssen,
bevor sie auf die Kultur aufgebracht werden.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ein Verfahren zur Bekämpfung einer
großen
Vielzahl phytopathogener Erkrankungen von Kulturen bereit, insbesondere
zur Bekämpfung
der Septoria-Blattfleckenkrankheit und Mehltau. Diese Erkrankungen
können
beispielsweise durch direktes Aufbringen auf die Blätter bekämpft werden.
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Die
vorliegende Erfindung stellt somit ein Verfahren zum heilenden oder
vorbeugenden Bekämpfen phytopathogener
Erkrankungen von Kulturen bereit, umfassend die Behandlung der Kultur
(beispielsweise durch Aufbringen oder Verabreichen) mit einer wirksamen
und nicht-phytotoxischen Menge einer Kombination wie vorstehend
erwähnt.
Der Ausdruck "Behandlung
der Kultur" bedeutet
das Aufbringen oder das Verabreichen einer fungiziden Zusammensetzung
wie vorstehend beschrieben beispielsweise auf die oberirdischen Teile
der Kulturen oder auf den Boden, in dem sie wachsen, und die von
einer phytopathogenen Erkrankung, wie Mehltau oder Septoria-Blattfleckenkrankheit,
befallen sind oder vermutlich befallen werden. Der Ausdruck "Behandlung der Kultur", bedeutet auch die
Behandlung von Reproduktionsprodukten der Kultur, wie beispielsweise
Samen oder Knollen.
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Die
nachstehend beschriebenen Zusammensetzungen werden im Allgemeinen
zum Aufbringen auf die wachsende Vegetation oder auf Bereiche, in
denen die Kulturen gezüchtet
werden, oder zur Beschichtung oder Filmbeschichtung von Samen verwendet.
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Unter
diesen Mitteln, die sich zum Aufbringen der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
eignen, können erwähnt werden:
Pulver, Blattsprays, Granula, Nebel oder Schäume oder alternativ Mittel
in der Form von Suspensionen oder feinteiligen oder eingekapselten
Zusammensetzungen; zur Behandlung von Böden oder Wurzeln mit flüssigen Tränklösungen,
Pulvern, Granula, Räuchermitteln
oder Schäumen;
zum Aufbringen auf Pflanzensaatgut, die Verwendung als Mittel zur
Filmbeschichtung oder Beschichtung von Saatgut, Pulver oder flüssige Brühen.
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Die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
werden geeignet auf die Vegetation aufgebracht und insbesondere
auf die Blätter,
die mit phytopathogenen Pilzen befallen sind. Ein weiteres Verfahren
zum Aufbringen der erfindungsgemäßen Verbindungen
oder Zusammensetzungen ist das Zugeben einer Formulierung, die die
Wirkstoffe enthält,
in das Berieselungswasser. Diese Berieselung kann mittels Sprenkelanlagen erfolgen.
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Die
Formulierungen, die sich zum Aufbringen der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
eignen, umfassen Formulierungen, die sich zur Verwendung in der
Form von beispielsweise Sprays, Pulvern, Granula, Nebel, Schäumen oder
Emulsionen eignen.
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In
der Praxis umfasst beispielsweise ein Verfahren zum Bekämpfen der
phytopathogenen Erkrankungen von Kulturen das Aufbringen einer wirksamen
Menge einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung
auf die Pflanzen oder auf das Medium, in dem sie wachsen. Für ein solches
Verfahren werden die Wirkstoffe gewöhnlich auf die gleiche Fläche, in
der der Befall bekämpft
werden muss, bei einer wirksamen Dosis von etwa 0,05 g bis etwa
500 g Wirkstoff pro Hektar behandelter Fläche aufgebracht. Unter idealen
Bedingungen kann je nach der Beschaffenheit des zu behandelnden
phytopathogenen Pilzes eine niedrigere Dosis einen angemessenen
Schutz bieten. Dagegen können
schlechte Klimabedingungen, Resistenz oder andere Faktoren höhere Wirkstoffdosen
erfordern.
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Die
effizienten Arbeitsdosen der erfindungsgemäß verwendeten Kombinationen
variieren innerhalb breiter Verhältnisse,
insbesondere je nach der Beschaffenheit der phytopathogenen Pilze,
die eliminiert werden sollen, oder dem Grad des Befalls, beispielsweise
der Pflanze, mit diesen Pilzen.
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Die
optimale Dosis hängt
beispielsweise von mehreren Faktoren ab, beispielsweise vom Typ
des zu behandelnden phytopathogenen Pilzes, von der Art oder dem
Ausmaß der
Entwicklung der befallenen Pflanze, von der Dichte der Vegetation
oder alternativ vom Verfahren der Aufbringung. Eine effiziente Dosis
der Wirkstoffe (I) und (II) reicht gewöhnlich von etwa 0,1 g/ha bis
etwa 200 g/ha.
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Für ihre Verwendung
in der Praxis können
die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
alleine verwendet werden und auch vorteilhaft in Formulierungen
verwendet werden, die einen oder andere Wirkstoffe oder alternativ
beide zusammen in Kombination oder Assoziation mit einer oder mehreren
kompatiblen Komponenten enthalten, die beispielsweise feste oder
flüssige
Füllstoffe
oder Verdünnungsmittel,
Hilfsstoffe, Tenside, oder Äquivalente
sind, die sich zur gewünschten
Verwendung eignen und die zur Verwendung in der Landwirtschaft unbedenklich
sind. Die Formulierungen können
ein beliebiger Typ sein, der im Fachgebiet bekannt ist und der sich
zum Aufbringen auf sämtliche
Typen von Pflanzungen oder Kulturen eignet. Diese Formulierungen,
die sich auf eine beliebige Art auf diesem Gebiet herstellen lassen,
bilden ebenfalls einen Teil der Erfindung.
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Diese
Formulierungen können
auch Inhaltsstoffe anderen Typs enthalten, wie Schutzkolloide, Klebstoffe,
Verdickungsmittel, thixotrope Mittel, Durchdringungsmittel, Öle zum Sprühen, Stabilisatoren,
Konservierungsmittel (insbesondere Anti-Schimmelmittel), Sequestrierungsmittel
oder dergleichen, sowie andere bekannte Wirkstoffe, die Pestizid-Eigenschaften
haben (insbesondere fungizide, insektizide, akarizide, oder nematozide
Eigenschaften) oder die die Eigenschaften der Regulation des Pflanzenwachstums
haben. Gewöhnlich
können
die erfindungsgemäß verwendeten
Verbindungen mit beliebigen festen oder flüssigen Additiven entsprechend
den üblichen
Formulierungstechniken kombiniert werden.
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Gewöhnlich enthalten
die erfindungsgemäßen Formulierungen
etwa 0,05% bis etwa 98,9% (bezogen auf das Gewicht) von einer oder
mehreren erfindungsgemäßen Kombinationen,
etwa 1% bis etwa 95% von einem oder mehreren festen oder flüssigen Füllstoffen
und gegebenenfalls von etwa 0,1% bis etwa 50% von einem oder mehreren
kompatiblen Verbindungen, wie Tensiden.
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In
der vorliegenden Anmeldung bedeutet der Begriff "Füllstoff" eine organische
oder anorganische natürliche
oder synthetische Komponente, mit der die aktiven Komponenten vereinigt
werden, damit ihre Aufbringung erleichtert wird, beispielsweise
auf Pflanzen, Saatgut oder Boden. Dieser Füllstoff ist folglich gewöhnlich inert
und muss unbedenklich sein (beispielsweise unbedenklich für landwirtschaftliche
Verwendungen, insbesondere zur Behandlung von Pflanzen).
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Der
Füllstoff
kann fest sein, beispielsweise Tone, natürliche oder synthetische Silikate,
Siliciumdioxid, Harze, Wachse, feste Düngemittel (beispielsweise Ammoniumsalze),
natürliche
Bodenmineralien, wie Kaoline, Tone, Talk, Kalk, Quarz, Attapulgit,
Montmorillonit, Bentonit oder Diatomeenerden oder synthetische Mineralien,
wie Siliciumdioxid, Aluminiumoxid oder Silikate, insbesondere Aluminium- oder Magnesiumsilikate.
Die festen Füllstoffe,
die sich für
Granula eignen, umfassen natürliches,
gemahlenes oder gebrochenes Gestein, wie Calcit, Marmor, Bimsstein,
Sepiolit und Dolomit; synthetische Granula von anorganischen oder
organischen Mehlen; Granula von organischem Material, wie Sägemehl,
Kokosnussschale, Maiskolben oder -hülle oder Tabakstengel; Kieselgur,
Tricalciumphosphat, pulverisierter Kork oder adsorbierender Ruß; wasserlösliche Polymere,
Harze, Wachse; oder feste Düngemittel.
Diese Zusammensetzungen können,
wenn so gewünscht,
ein oder mehrere kompatible Mittel enthalten, wie Benetzungsmittel,
Dispersionsmittel, Emulgatoren oder Farbstoffe, die, wenn sie als
Feststoff verwendet werden, ebenfalls als Verdünnungsmittel dienen.
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Die
Füllstoffe
können
ebenfalls flüssig
sein, beispielsweise: Wasser, Alkohole, insbesondere Butanol oder
Glycol, sowie deren Ether oder Ester, insbesondere Methylglycolacetat;
Ketone, insbesondere Aceton, Cyclohexanon, Methylethylketon, Methylisobutylketon,
oder Isophoron; Petroleumfraktionen, wie paraffinische oder aromatische
Kohlenwasserstoffe, insbesondere Xylole oder Alkylnaphthaline; Mineral-
oder Pflanzenöle; aliphatische
Chlorkohlenwasserstoffe, insbesondere Trichlorethan oder Methylenchlorid;
aromatische Chlorkohlenwasserstoffe, insbesondere Chlorbenzole;
wasserlösliche
oder stark polare Lösungsmittel,
wie Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid, N,N-Dimethylacetamid oder
N-Methylpyrrolidon; N-Octylpyrrolidon,
Flüssiggase;
unabhängig
davon, ob sie gesondert oder als Gemisch verwendet werden.
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Das
Tensid kann ein Emulgator, ein Dispersionsmittel oder ein Benetzungsmittel
des ionischen oder nichtionischen Typs oder ein Gemisch dieser Tenside
sein. Von diesen Tensiden werden beispielsweise Polyacrylsäuresalze,
Lignosulfonsäuresalze,
Phenolsulfon- oder Naphthalinsulfonsäuresalze, Polykondensate von Ethylenoxid
mit Fettalkoholen oder Fettsäuren
oder Fettsäureestern
oder Fettaminen, substituierte Phenole (insbesondere Alkylphenole
oder Arylphenole), Estersalze von Sulfobernsteinsäure, Taurinderivate
(insbesondere Alkyltaurate), Phosphorsäureester von Alkoholen oder
von Polykondensaten von Ethylenoxid mit Phenolen, Fettsäureester
mit Polyolen oder funktionellen Sulfat-, Sulfonat-, oder Phosphat-Derivaten
der vorstehend beschriebenen Verbindungen verwendet. Das Vorhandensein von
mindestens einem Tensid ist gewöhnlich
nötig,
wenn die Wirkstoffe und/oder der inerte Füllstoff in Wasser unlöslich oder
nur schwer löslich
sind und wenn der Füllstoff
für die
aufzubringende Zusammensetzung Wasser ist.
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Die
erfindungsgemäßen Formulierungen
können
ebenfalls andere Additive, wie Klebstoffe oder Farbstoffe, enthalten.
Klebstoffe, wie Carboxymethylcellulose oder natürliche oder synthetische Polymere
in der Form von Pulvern, Granula oder Matrizen, wie Gummiarabicum,
Latex, Polyvinylpyrrolidon, Polyvinylalkohol oder Polyvinylacetat,
natürliche
Phospholipide, wie Cephaline oder Lecithine, oder synthetische Phospholipide,
können
in den Formulierungen verwendet werden. Man kann Farbstoffe, wie
anorganische Pigmente, beispielsweise Eisenoxide, Titanoxide, Preußisch-Blau,
organische Farbstoffe, wie diejenigen vom Alizarin-, Azo- oder Metallphthalocyanin-Typ
oder Spurenelemente, wie Eisen-, Mangan-, Bor-, Kupfer-, Kobalt-,
Molybdän- oder Zinksalze,
verwenden.
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Die
Formulierungen, die die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen enthalten,
welche zur Bekämpfung
der phytopathogenen Pilze von Kulturen verwendet werden, können auch
Stabilisatoren, andere fungizide Mittel, Insektizide, Akarizide,
Nematizide, Anthelminthika, oder Bakterizide, Abschreckmittel oder Pheromone
für Arthropoden
oder Vertebraten, Desodorierungsmittel, Geschmacksstoffe oder Farbstoffe
enthalten.
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Diese
können
zum Zweck der Verbesserung der Festigkeit, Persistenz, der Sicherheit
und des Wirkspektrums auf die phytopathogenen Pilze von Kulturen
gewählt
werden, oder mit ihrer Hilfe kann die Zusammensetzung andere geeignete
Funktionen für
die behandelten Bereiche ausüben.
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Erfindungsgemäße feste
oder flüssige
Formulierungen beinhalten folgendes:
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Als
feste Formulierungen können
stäubbare
Pulver (mit einem Wirkstoffgehalt von bis zu 100%) und Granula,
insbesondere solche, die durch Extrusion, Sprühtrocknen, Verdichtung, Imprägnierung
eines granulierten Trägers,
Granulation aus einem Pulver erhalten werden (wobei der Wirkstoffgehalt
in diesen Granula von 0,5% bis 80% für die letzteren Fälle reicht),
erwähnt
werden.
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Stäubbare Pulver
umfassen Formulierungen, die 50 g Wirkstoffe und 950 g Talk umfassen;
Formulierungen, die 20 g Wirkstoffe, 10 g feinteiliges Siliciumdioxid
und 970 g Talk umfassen; diese Bestandteile werden gemischt und
gemahlen, und das Gemisch wird durch Aufstäuben aufgebracht.
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Als
flüssige
Formulierungen oder Formulierungen, die dafür vorgesehen sind, daß sie beim
Aufbringen flüssige
Zusammensetzungen ausmachen, können
Lösungen
erwähnt
werden, insbesondere wasserlösliche Konzentrate,
emulgierbare Konzentrate, Emulsionen, Suspensionskonzentrate, netzbare
Pulver (oder Sprühpulver).
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Die
Suspensionskonzentrate, die sich durch Sprühen aufbringen lassen, werden
so hergestellt, daß ein
stabiles flüssiges
Produkt hergestellt wird, das nicht sedimentiert und das zu einer
guten biologischen Verfügbarkeit
der Wirkstoffe führt.
Diese Suspensionen enthalten gewöhnlich
5% bis 75%, vorzugsweise 10% bis 25%, Wirkstoffe, 0,5% bis 75%,
vorzugsweise 5% bis 50%, Tenside, 0% bis 10% geeignete Additive,
wie Verdickungsmittel organischen oder anorganischen Ursprungs,
Antischäummittel,
Korrosionsinhibitoren, Klebstoffe, Konservierungsmittel, wie Proxel
GXL®,
Frostschutzmittel und als Träger
Wasser oder eine organische Flüssigkeit,
in der die Wirkstoffe kaum löslich
sind oder unlöslich
sind: bestimmte organische feste Substanzen oder anorganische Salze
können
in dem Träger
gelöst
werden, damit die Sedimentation verhindert wird, oder als Frostschutzmittel
für Wasser.
In einigen Fällen
und insbesondere für
Formulierungen, die zur Behandlung von Saatgut vorgesehen sind,
können
ein oder mehrere Farbstoffe zugegeben werden.
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Zum
Aufbringen auf die Blätter
ist die Auswahl der Tenside wichtig, damit eine gute biologische
Verfügbarkeit
der Wirkstoffe bereitgestellt wird; somit wird vorzugsweise eine
Kombination von einem Tensid mit einer hydrophilen Eigenschaft (HLB > 10) und von einem
Tensid mit einer lipophilen Eigenschaft (HLB < 5) verwendet. Diese Kombinationen
von Tensiden sind beispielsweise in der französischen Patentanmeldung Nr.
00 04015 beschrieben.
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Die
folgenden drei Beispiele veranschaulichen die möglichen Suspensionskonzentrate,
die sich für verschiedene
Kulturen eignen:
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Beispiel SC 1 (in g/kg)
-
Dieses
Beispiel eignet sich eher für
einkeimblättrige
Kulturen (Getreide, Reis und dergleichen).
| – Wirkstoffe | 150 |
| – Tensid
mit hydrophiler Eigenschaft (z. B. Rhodasurf 860P) | 300 |
| – Tensid
mit lipophiler Eigenschaft (z. B. Plurafac LF 700) | 150 |
| – ethoxyliertes
Tristyrylphenolphosphat | 50 |
| – Antischäummittel | 5 |
| – Propylenglycol | 30 |
| – Aerosil
200 | 20 |
| – Attagel
50 | 40 |
| – Wasser
(qs 1 kg) | 255 |
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Beispiel SC 2 (in g/kg)
-
Dieses
Beispiel eignet sich eher für
zweikeimblättrige
Kulturen (Rebstöcke,
Obstbäume
und dergleichen).
| – Wirkstoffe | 150 |
| – Tensid
mit hydrophiler Eigenschaft (z. B. Rhodasurf 860P) | 150 |
| – ethoxyliertes
Tristyrylphenolphosphat | 50 |
| – Antischäummittel | 5 |
| – Propylenglycol | 30 |
| – Aerosil
200 | 20 |
| – Attagel
50 | 40 |
| – Wasser
(qs 1 kg) | 555 |
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Beispiel SC 3 (in g/kg)
-
Dieses
Beispiel eignet sich insbesondere zur Behandlung von Saatgut.
| – Wirkstoffe | 50 |
| – Tensid
mit hydrophiler Eigenschaft (z. B. Rhodasurf 860P) | 5 |
| – ethoxyliertes
Tristyrylphenolphosphat | 15 |
| – Antischäummittel | 1 |
| – Propylenglycol | 30 |
| – Farbstoff | 20 |
| – Rhodopol
G | 1,5 |
| – Proxel
GXL | 1,5 |
| – Wasser
(qs 1 kg) | 876 |
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Zur
Herstellung dieser Formulierungen wird vorzugsweise das folgende
Verfahren verwendet: die ausgewählten
Tenside (Tensid mit hydrophiler Eigenschaft + Tensid mit lipophiler
Eigenschaft + ethoxyliertes Tristyrylphenolphosphat) werden mit
der erforderlichen Menge Wasser gemischt, wobei ein Turbinenmischer
verwendet wird; nach der Homogenisierung werden dann die anderen
Bestandteile der Formel, außer
den Wirkstoffen, eingemischt.
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Die
Wirkstoffe und gegebenenfalls das Verdickungsmittel anorganischen
Ursprungs (Aerosil 200 und Attagel 50) werden dann zugefügt, so daß man ein
Medium mit viskoser Konsistenz erhält. Das erhaltene Gemisch wird
dann gemahlen, wobei eine Hochgeschwindigkeits- Mahlturbine und dann eine Kugelmühle verwendet
werden, bis eine D50 in der Größenordnung
von 1 bis 3 μm
und eine D90 zwischen 3 und 8 μm
erhalten werden.
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In
dem Fall, wo kein Verdickungsmittel anorganischen Ursprungs verwendet
wurde, wird dann das Verdickungsmittel natürlichen Ursprungs (Rhodopol
G) zugefügt,
und das Gemisch wird gerührt,
bis eine geeignete Viskosität
erhalten wird.
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Netzbare
Pulver (oder Sprühpulver)
werden gewöhnlich
derart hergestellt, daß sie
20% bis 95% Wirkstoffe enthalten, und sie enthalten gewöhnlich neben
dem festen Träger
0% bis 30% eines Benetzungsmittels, 3% bis 20% eines Dispersionsmittels
und nötigenfalls
0,1% bis 10% von einem oder mehreren Stabilisatoren und/oder anderen
Additiven, wie Durchdringungsmitteln, Klebstoffen, Rührmitteln,
und Farbstoffen.
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Zur
Gewinnung sprühbarer
Pulver oder benetzbarer Pulver werden die Wirkstoffe mit den zusätzlichen Substanzen
in geeigneten Mischern innig gemischt, und sie werden mit Mühlen oder
anderen geeigneten Mahlgeräten
gemahlen. Es werden Sprühpulver
erhalten, deren Benetzbarkeit und Suspension vorteilhaft sind; sie
können
mit Wasser in einer beliebigen gewünschten Konzentration suspendiert
werden, und diese Suspensionen können
sehr vorteilhaft insbesondere zum Aufbringen auf die Blätter von
Pflanzen oder auf Saatgut verwendet werden.
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Die
folgenden Beispiele veranschaulichen mögliche benetzbare Pulver (oder
Sprühpulver): Beispiel
PM 1
| – Wirkstoffe | 50% |
| – ethoxylierter
Fettalkohol (Benetzungsmittel) | 2,5% |
| – ethoxyliertes
Phenylethylphenol (Dispersionsmittel) | 5% |
| – Kreide
(inerter Träger) | 42,5% |
Beispiel
PM 2
| – Wirkstoffe | 10% |
| – verzweigter
C13-Oxo-Synthesealkohol, ethoxyliert mit 8 bis 10 Ethylenoxid (Benetzungsmittel) | 0,75% |
| – neutrales
Calciumlignosulfonat (Dispersionsmittel) | 12% |
| – Calciumcarbonat
(inerter Füllstoff) | qs
100% |
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Beispiel PM 3
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Dieses
benetzbare Pulver enthält
die gleichen Inhaltsstoffe wie im vorstehenden Beispiel in den nachstehenden
Anteilen:
| – Wirkstoffe | 75% |
| – Benetzungsmittel | 1,50% |
| – Dispersionsmittel | 8% |
| – Calciumcarbonat
(inerter Füllstoff) | qs
100% |
Beispiel
PM 4
| – Wirkstoffe | 90% |
| – ethoxylierter
Fettalkohol (Benetzungsmittel) | 4% |
| – ethoxyliertes
Phenylethylphenol (Dispersionsmittel) | 6% |
Beispiel
PM 5
| – Wirkstoffe | 50% |
| – Gemisch
aus anionischen und nichtionischen Tensiden (Benetzungsmittel) | 2,5% |
| Natriumlignosulfat
(Dispersionsmittel) | 5% |
| Kaolinton
(inerter Träger) | 42,5% |
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Die
wäßrigen Dispersionen
und Emulsionen, beispielsweise die Zusammensetzungen, die durch
Verdünnen
eines erfindungsgemäßen benetzbaren
Pulvers mit Wasser erhalten werden, fallen in den allgemeinen Schutzbereich
der vorliegenden Erfindung. Die Emulsionen können vom Wasser-in-Öl-Typ oder Öl-in-Wasser-Typ sein,
und sie können
eine dicke Konsistenz, wie die von "Mayonnaise" aufweisen.
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Die
erfindungsgemäßen fungiziden
Zusammensetzungen können
in der Form von in Wasser dispergierbaren Granula formuliert werden,
die auch in den Schutzbereich der Erfindung fallen. Diese dispergierbaren
Granula mit einer scheinbaren Dichte von gewöhnlich etwa 0,3 bis 0,6, haben
eine Teilchengröße gewöhnlich von
etwa 150 bis 2000 und vorzugsweise von 300 bis 1500 Mikron.
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Der
Wirkstoffgehalt dieser Granula reicht gewöhnlich von etwa 1% bis 90%,
und vorzugsweise von 25% bis 90%. Der Rest der Körner besteht im wesentlichen
aus einem festen Füllstoff
und gegebenenfalls einem Tensid-Hilfsstoff, die auf die Körner Eigenschaften
die Dispergierbarkeit in Wasser übertragen.
Diese Granula können
im wesentlichen aus zwei bestimmten Typen bestehen, und zwar je
nachdem ob der ausgewählte Füllstoff
in Wasser löslich
ist oder nicht. Ist der Füllstoff
wasserlöslich,
kann er anorganisch sein oder vorzugsweise organisch. Hervorragende
Ergebnisse wurden mit Harnstoff erhalten. Im Falle eines unlöslichen
Füllstoffs
ist letzterer vorzugsweise anorganisch, wie beispielsweise Kaolin
oder Bentonit. Dies wird dann vorteilhafterweise von Tensiden (in
einer Menge von 2 bis 20 Gew.-% der Granula) begleitet, wovon mehr
als die Hälfte
beispielsweise aus mindestens einem im wesentlichen anionischen
Dispersionsmittel, wie Alkali- oder Erdalkalimetallpolynaphthalinsulfonat
oder einem Alkali- oder Erdalkalimetalllignosulfonat besteht, wobei
der Rest aus nichtionischen oder anionischen Benetzungsmitteln,
wie einem Alkali- oder Erdalkalimetallalkylnaphthalinsulfonat besteht.
Darüber
hinaus können
andere Hilfsstoffe, wie Schäummittel,
zugefügt
werden, ist aber nicht wesentlich.
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Diese
Granula können
allein, in Lösung
oder Dispersion in Wasser verwendet werden, so daß die gewünschte Dosis
erhalten wird. Sie können
ebenfalls zur Herstellung von Zusammensetzungen mit anderen Wirkstoffen,
insbesondere Fungiziden, verwendet werden, wobei letztere in der
Form von benetzbaren Pulvern, Granula oder wäßrigen Suspensionen vorliegen.
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Die
Granula können
hergestellt werden, indem die nötigen
Inhaltsstoffe gemischt werden, gefolgt von Granulation gemäß verschiedener
Techniken, die an sich bekannt sind (beispielsweise Pelletierer,
Fließbett, Sprühtrockner,
Extrusion). Das Verfahren endet gewöhnlich mit Zerkleinern, gefolgt
von Sieben auf die innerhalb der vorstehend genannten Grenzen gewählte Teilchengröße. Man
kann auch Granula verwenden, die wie vorstehend erwähnt erhalten
wurden und dann mit einer Zusammensetzung, die die Wirkstoffe enthält, imprägniert wurden.
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Sie
werden vorzugsweise durch Extrusion erhalten, wobei das Verfahren
wie in den nachstehenden Beispielen durchgeführt wird.
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Beispiel DG1: Dispergierbare
Granula
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90
Gew.-% Wirkstoffe und 10% Perl-Harnstoff werden in einem Mischer
gemischt. Das Gemisch wird dann in einem gezähnten Walzenbrecher gemahlen.
Es wird ein Pulver erhalten, das mit etwa 8 Gew.-% Wasser angefeuchtet
wird. Das feuchte Pulver wird in einem perforierten Walzenextruder
extrudiert. Es wird ein Granulum erhalten, das getrocknet wird,
und dann zerkleinert und gesiebt wird, so daß jeweils nur die Granula mit
einer Größe von 150
bis 2000 Mikron erhalten werden.
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Beispiel DG2: Dispergierbare
Granula
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Die
folgenden Bestandteile werden in einem Mischer gemischt:
| – Wirkstoffe | 75% |
| – Benetzungsmittel
(Natriumalkylnaphthalinsulfonat) | 2% |
| – Dispersionsmittel
(Natriumpolynaphthalinsulfonat) | 8% |
| – wasserunlöslicher
inerter Füllstoff
(Kaolin) | 15% |
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Dieses
Gemisch wird in einem Fließbett
in Gegenwart von Wasser granuliert und dann getrocknet, zerkleinert
und gesiebt, so daß Granula
mit einer Größe von 0,15
bis 0,80 mm erhalten werden.
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Die
erfindungsgemäßen fungiziden
Zusammensetzungen enthalten gewöhnlich
0,5 bis 95% der Kombination aus Verbindung (I) und Verbindung (II).
Dies kann die konzentrierte Zusammensetzung sein, d. h. das kommerzielle
Produkt, das Verbindung (I) und Verbindung (II) vereinigt. Dies
kann ebenfalls die verdünnte
Zusammensetzung sein, die zum Aufbringen auf die zu behandelnden
Kulturen gebrauchsfertig ist. Im letzeren Fall kann die Verdünnung mit
Wasser entweder mit einer kommerziellen konzentrierten Zusammensetzung durchgeführt werden,
die die Verbindung (I) und Verbindung (II) enthält (dieses Gemisch wird als
Ready-Mix bezeichnet),
oder mit Hilfe des Tank-Mixes von zwei kommerziellen konzentrierten
Zusammensetzungen, die jeweils Verbindung (I) und Verbindung (II)
enthalten.
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Die
Erfindung stellt beispielsweise auch ein Verfahren zum heilenden
oder vorbeugenden Bekämpfen der
phytopathogenen Pilze von Kulturen bereit, dadurch gekennzeichnet,
daß eine
wirksame und nichtphytotoxische Menge einer erfindungsgemäßen fungiziden
Zusammensetzung auf die zu behandelnden Pflanzen aufgebracht wird.
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Die
phytopathogenen Pilze von Kulturen, die sich mit diesem Prozess
bekämpfen
lassen, gehören
insbesondere zur:
- – Gruppe der Oomyceten:
- – Gattung
Phytophthora, wie Phytophthora infestans (Mehltau bei Nachtschattengewächsen, insbesondere Braunfäule von
Kartoffel oder Tomate),
- – Familie
der Peronosporaceae, insbesondere Plasmopara viticola (Falscher
Mehltau der Weinrebe), Plasmopara halstedii (Mehltau der Sonnenblume),
Pseudoperonospora sp. (insbesondere Kürbis-Mehltau und Falscher Mehltau
von Hopfen), Bremia lactucae (Mehltau von Salat), Peronospora tabacinae
(Falscher Mehltau von Tabak) und Peronospora parasitica (Falscher
Mehltau von Kohl), Peronospora viciae (Falscher Mehltau von Erbse)
und Peronospora destructor (Falscher Mehltau von Zwiebel);
- – Gruppe
der Adelomyceten:
- – Gattung
Alternaria, beispielsweise Alternaria solani (Dürrfleckenkrankheit von Nachtschattengewächsen und
insbesondere von Tomate und Kartoffel),
- – Gattung
Guignardia, insbesondere Guignardia bidwelli (Schwarzfäule der
Rebe),
- – Gattung
Oidium, beispielsweise Echter Mehltau der Rebe (Uncinula necator),
Oidium von Leguminosen, beispielsweise Erysiphe polygoni (Echter
Mehltau von Kreuzblütlern),
Leveillula taurica, Erysiphe cichoracearum, Sphaerotheca fuligena
(Echter Mehltau von Kürbisgewächsen, von
Korbblütlern
und von Tomate), Erysiphe communis (Echter Mehltau von Rübe und Kohl), Εrysiphe pisi
(Echter Mehltau von Erbse und Alfalfa), Erysiphe polyphaga (Echter
Mehltau von Bohne und Gurken-Mehltau), Erysiphe umbelliferarum (Echter
Mehltau der Doldengewächse,
insbesondere Karotte), Sphaerotheca humuli (Hopfen-Mehltau);
- – Gruppe
der Bodenpilze:
- – Gattung
Pythium sp.,
- – Gattung
Aphanomyces sp., insbesondere Aphanomyces euteiches (Weißfäule bei
Erbse), Aphanomyces cochlioides (Trockfäule der Rübe).
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Es
versteht sich, daß der
Ausdruck "werden
auf die zu behandelnde Vegetation aufgebracht" für
die Zwecke des vorliegenden Texts bedeuten soll, daß die fungizide
Zusammensetzung der Erfindung mit Hilfe verschiedener Behandlungsverfahren
aufgebracht werden kann, wie:
- – Sprühen einer
Flüssigkeit,
die eine Zusammensetzung umfasst, auf die oberirdischen Teile der
Vegetation,
- – Stäuben, Einbringen
von Granula oder Pulvern in den Boden, Bewässern der Vegetation und bei
Bäumen, Injizieren
oder Bestreichen,
- – Aufbringen
oder Bilden eines Films auf dem Saatgut der Vegetation mit einer
Brühe,
die eine Zusammensetzung umfasst.
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Das
Sprühen
einer Flüssigkeit
auf die oberirdischen Teile der zu behandelnden Kulturen ist das
bevorzugte Behandlungsverfahren.
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Die
folgenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung.
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Beispiel: Test einer Zusammensetzung
gegen den Falschen Mehltau der Rebe (Plasmopara viticola); vorbeugende
Wirkung
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Protokoll
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Rebstöcke (var.
Chardonnay) werden auf sandigem Boden in Kunststofftöpfen gezüchtet, und
zwar jeweils eine Pflanze pro Topf. Die Pflanzen, die 2 Monate alt
sind (6 bis 7 entwickelte Blätter),
werden mit Verbindung (I) und Verbindung (II), entweder allein oder
als Gemisch, besprüht.
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Die
fungiziden Wirkstoffe werden entweder allein oder als Gemisch bei
einer Dosis, äquivalent
zu 500 Liter/ha, aufgebracht.
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Das
untersuchte Verhältnis
von Verbindung (I) zu Verbindung (II) ist 1/2.
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Drei
Tage nach der Behandlung wird jede Pflanze durch Sprühen mit
einer wäßrigen Sporangiensuspension von
Plasmopara viticola inokuliert, die von kontaminierten Blättern erhalten
wurden. Die Sporangienkonzentration ist etwa 100 000 Einheiten pro
ml.
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Nach
der Kontamination werden die Pflanzen zwei Tage bei 18°C unter einer
gesättigten
Atmosphäre, und
dann für
5 Tage bei etwa 20°C
mit einer relativen Feuchtigkeit von 90 bis 100% inkubiert.
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Sieben
Tage nach der Kontamination werden die Symptome bestimmt, ausgedrückt als
infizierte Unterseiten der Blätter,
im Vergleich mit den unbehandelten aber kontaminierten Pflanzen.
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Die
Effizienz der Behandlung wird mit der folgenden Abbott-Formel berechnet:
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Berechnung und Analyse
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Die
Konzentration der Fungizide, allein oder als Gemisch, die in dem
geeigneten Test für
die Komponenten jeweils 50%, 70% oder 90% Effizienz ergeben, werden
auf der Basis des sigmoidalen Dosis-Reaktions-Kurvenmodells und
ihrer entsprechenden Vertrauensintervalle bestimmt. Die Analyse
der Ergebnisse wird durch das Modell von Tammes oder Colby durchgeführt.
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Test
an Verbindung (Ia) und Verbindung (IIa)
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Unbehandelte
Kontrolle: 90% der sporulierten Oberfläche.
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Die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen,
die die Verbindung (Ia) und Fenamidon im Verhältnis von 1/2 in den jeweiligen
Konzentrationen von 5 und 10 mg/l umfassen, ermöglichen die Reduktion der Wirkstoffdosen,
wobei jedoch noch eine sehr gute Effizienz beibehalten wird. Ein
synergistischer Effekt kann natürlich
bei anderen Dosierungen und Verhältnissen
nachgewiesen werden.
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Die
Erfindung stellt auch ein Produkt bereit, umfassend eine Verbindung
(I) und eine Verbindung (II) als Kombinationspräparat für ein gleichzeitige, getrennte
oder aufeinanderfolgende Verwendung bei der Bekämpfung phytopathogener Pilze
einer Kultur.