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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbesserung der
elektrischen Eigenschaften von polyolefinhaltigen ein- oder mehrschichtigen
Hohlkörpern,
insbesondere von Kunststoffkraftstoffbehältern, durch Einbringen eines
Leitrußes
bestimmter spezifischer Iodadsorption vor einer optionalen Oberflächenbehandlung.
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Bei
Leitungssystemen oder Behältern,
in denen brennbare Flüssigkeiten
transportiert werden, wie z.B. Kraftstoffleitungssystemen für Fahrzeuge
oder Flugzeuge oder Tankstellenversorgungsleitungen oder Kraftstoffbehälter, wird
zunehmend der Werkstoff Metall durch geeignete Thermoplaste substituiert.
Hierbei ergeben sich Einsparungen beim Gewicht und den Herstellungskosten,
man handelt sich aber den Nachteil potentiell möglicher elektrostatischer Aufladung
ein. Polyolefine, unter ihnen bevorzugt Polyethylen (PE), insbesondere
hochdichtes Polyethylen (HD-PE) eignen sich hervorragend zum Extrusionsblasformen
von Hohlkörpern. Eine
besondere Anwendung derartiger Hohlkörper sind die Lagerung und
der Transport flüssiger
Gefahrstoffe. Eine weitere Anwendung ist der Kunststoffkraftstoffbehälter (KKB),
der in Automobilen für
die raum- und gewichtssparende Bevorratung des flüssigen Otto-
oder Dieselkraftstoffs eingesetzt wird. Aus Sicherheitsgründen werden
an derartige Hohlkörper
hohe Anforderungen insbesondere an ihre Bruchfestigkeit, Schlagzähigkeit,
Brandfestigkeit und elektrischen Eigenschaften gestellt.
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Aufgrund
der geringen elektrischen Leitfähigkeit
von Kunststoffleitungen können
sich darin fließende Kraftstoffe
und/oder Flüssigkeiten
elektrostatisch aufladen. Kommt es zu einer Funkenentladung, kann
es in Gegenwart von Luft zu einer Entzündung der brennbaren Flüssigkeit
kommen. Aus diesem Grund müssen
z.B. Tankeinfüllrohre,
in denen entzündliche
Kraftstoff/Luftgemische auftreten können, eine ausreichende elektrische
Ableitfähigkeit
besitzen, um Funkenentladungen sicher zu vermeiden. Hierzu können die
Tankeinfüllrohre aus
Metall gefertigt werden, oder durch ein metallisches Einbauteil,
beispielsweise eine Spule, die elektrisch leitend mit der Fahrzeugkarosserie
verbunden ist, ausgestattet werden.
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Beispielsweise
wird in der DE-C1-4025301 eine antistatische Kraftstoffleitung für Kraftfahrzeuge
beschrieben, die aus mindestens zwei unterschiedlichen Polymerschichten
aufgebaut worden ist, wobei mindestens eine der Schichten mit elektrisch
leitenden Additiven wie Leitruß modifiziert
ist. Angaben zur spezifischen Iodadsorption des Leitrußes sind
dieser Schrift nicht zu entnehmen.
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Leitruße können eine
nachteilige katalytische Aktivität
besitzen. Die damit ausgerüsteten
Artikel weisen nach Lagerung in peroxidhaltigen Kraftstoffen bereits
nach relativ kurzer Zeit eine gravierende Verschlechterung der Kälteschlagzähigkeit
auf. Als weiteres Problem hat sich herausgestellt, dass derartige
Artikel, insbesondere Leitungen oder Rohre, unter Wärmeeinwirkung
wie z.B. unter der Motorhaube, deutlich schneller altern und somit
verspröden.
Zur Lösung
dieses Problems schlägt
die DE-A-19854189 einen Kunststoffartikel vor, der zumindest in
einem Teilbereich aus einer thermoplastischen, Polyamid enthaltenden
Formmasse besteht, die 3 bis 30 Gew.-% eines Leitrußes enthält, wobei
der Leitruß durch
folgende Parameter charakterisiert ist: a) DBP-Absorption von 100-300 ml/100 g; b)
spezifische Oberfläche
von 30-180 m2/g; c) Aschegehalt von weniger als 0,1 Gew.-%
und d) Gritanteil von maximal 25 ppm. Hierdurch wird eine verbesserte
Wärmealterungsbeständigkeit
sowie eine verbesserte Beständigkeit
gegenüber
peroxidhaltigen Kraftstoffen erreicht. Diese Schrift befaßt sich
nicht mit elektrisch leitfähigen
Polyolefinen.
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Ein
weiteres Problem besteht bei den KKB darin, dass aus ökologischen
Gründen
die Anforderungen an die Dichtigkeit und Permeabilität der Behälter und
ihrer Zuleitungen immer weiter steigen, um automobile Verdunstungsemissionen
zu vermeiden. Die Permeabilität
eines KKB kann bei vorgegebener Gestalt durch Erhöhung der
Behälterwanddichte
verringert werden. Dies hat aber ein unerwünschtes, höheres Gewicht des KKB zur Folge.
Es kann sogar einen negativen Einfluß auf das Bruchverhalten haben,
da sich Spannungen lokal stärker
konzentrieren. Außerdem
steigen mit dem erhöhten
Materialverbrauch und den durch die höhere Wanddicke längeren Abkühlzeiten
beim Blasformen die Herstellkosten an.
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Es
hat daher nicht an Versuchen gefehlt, die Dichtigkeit von Hohlkörpern aus
Polyethylen zu verbessern. Im Stand der Technik wird hierzu beispielsweise
vorgeschlagen, die Behälter
aus mehreren Materialschichten zu coextrudieren, wobei Barriereschichten
in den Behälter
eingebaut werden, die die Permeation des Kraftstoffs verhindern.
Dies hat allerdings einen erhöhten
Aufwand bei der Fertigkeit der KKB zur Folge. Ein weiteres Verfahren,
das angewandt wird, ist die Oberflächenbehandlung durch Fluorierung.
Dieses Verfahren ist heute zu Permeationsverminderung und Oberflächenvergütung von
Polyolefinen weit verbreitet.
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Allerdings
liegt ein Problem der Fluorierung darin, dass die elektrische Leitfähigkeit
von elektrisch leitfähigen
Polyethylenen hierdurch erheblich vermindert werden kann.
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Es
besteht daher weiterhin Bedarf, die elektrischen Eigenschaften permeationsverminderter
Behälter aus Polyolefinen
zu verbessern bzw. die Permeabilität elektrisch leitfähiger Behälter aus
diesen Materialien zu verbessern.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung war es daher, eine einfache Methode zu
finden, die elektrischen Eigenschaften eines polyethylenhaltigen
Artikels, vorzugsweise eines Hohlkörpers, so zu verbessern, dass
er auch nach einer späteren
Oberflächenvergütung den
hohen Anforderungen an seine elektrischen Eigenschaften genügt.
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Es
wurde nun gefunden, dass der Einsatz eines Leitrußes mit
hoher spezifischer Oberfläche
Polyolefinen vorteilhafte elektrische Eigenschaften verleiht, welche
auch nach einer nachfolgenden Oberflächenvergütung erhalten bleiben.
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Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist daher ein elektrisch leitfähiges Polyolefin,
enthaltend einen Leitruß,
wobei der Leitruß eine
spezifische Iodadsorption von mindestens 1080 mg/g aufweist sowie
Artikel, wie Hohlkörper,
Behälter,
Rohre und/oder Schläuche,
insbesondere Kraftstoffbehälter,
Kraftstoffrohre und/oder Kraftstoffschläuche, wobei diese vorgenannten
Artikel, insbesondere Hohlkörper,
vorzugsweise als ganzes, Teile davon und/oder mindestens in einer
Wandschicht, ein erfindungsgemäßes elektrisch
leitfähiges
Polyolefin umfassen.
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Diese
elektrisch leitend ausgerüsteten
erfindungsgemäßen Thermoplaste
sind besonders zur Herstellung von Tankeinfüllrohren geeignet, da hierbei
die Vorteile dieser Werkstoffgattung, wie geringes Gewicht, leichte
Verarbeitbarkeit, vielseitige Formgebung, vorteilhaft genutzt werden
können.
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Hohlkörper im
Sinne dieser Erfindung umfassen vorzugsweise Behälter, insbesondere Kraftstoffbehälter, wie Kraftstofftanks
und Kraftstoffkanister. Allgemein sind Hohlkörper im Sinne dieser Erfindung
insbesondere alle Behälter
zur Aufnahme von Lösemitteln,
beispielsweise brennbaren Lösemitteln,
Kraftstoffen, organischen Lösemitteln,
wassergefährdenden
Stoffen, gesundheitsgefährdenden
Stoffen, Flüssigkeiten,
Alkoholen, Kohlenstoffen, Wasser, wässrigen Flüssigkeiten, Gelen, festen Stoffen,
Granulaten, Pulvern, Gasen, Inertgasen, und dergleichen.
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Bevorzugt
umfaßt
die Artikelwand, insbesondere Hohlkörperwand, mehrere Schichten,
vorzugsweise 1–10
Schichten, weiter bevorzugt 2–8
Schichten, besonders bevorzugt 3–6 Schichten und am meisten
bevorzugt 4–5
Schichten.
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Als
erfindungsgemäße Hohlkörper sind
sowohl geschlossene als auch offene Behälter, d.h. Behälter mit
wenigstens einer Öffnung,
vorzugsweise zwei Öffnungen,
geeignet.
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Die
Hohlkörper,
vorzugsweise Behälter,
können
mit wenigstens einem Verschlusselement ausgestattet sein. Weiterhin
können
die Hohlkörper,
vorzugsweise Behälter,
mit wenigstens einer Kraftstoffleitung in Verbindung stehen.
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Die
spezifische Oberfläche
der erfindungsgemäß eingesetzten
Leitruße
kann dabei beispielsweise über
Stickstoffadsorption gemäß ASTM D3037
gemessen werden. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird als Meßverfahren
für die
spezifische Oberfläche
die Iodadsorption gemäß ASTM 4607
genutzt, wobei die Menge an adsorbierten Iod in mg proportional
der spezifischen Oberfläche
ist.
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Bevorzugt
eingesetzte Leitruße
besitzen eine noch höhere
spezifische Oberfläche,
so dass erfindungsgemäße elektrisch
leitfähige
Polyolefine bevorzugt sind, bei denen der Leitruß eine spezifische Iodadsoption
von mindestens 1080 mg/g, vorzugsweise von mindestens 1100 mg/g,
besonders bevorzugt von mindestens 1125 mg/g und insbesondere von
mindestens 1150 mg/g aufweist.
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Der
erfindungsgemäß verwendete
Leitruß ist
ein Spezialtyp, der sich von den üblichen Leitrußen durch die
hohe spezifische Oberfläche
unterscheidet. Ein typischer handelsüblicher EC-Ruß („extraconductive black") weist beispielsweise
eine spezifische Iodadsorption von 1000 mg/g und einen Aschegehalt
von 0,7 Gew.-% auf.
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Die
erfindungsgemäß verwendeten
Ruße können beispielsweise
nach dem MMM-Verfahren erhalten werden. Das MMM-Verfahren basiert auf der partiellen
Verbrennung von Öl
(N. Probst, H. Smet, Kautschuk Gummi Kunststoffe, 7-8/95, S. 509–511; N.
Probst, H. Smet, GAK 11/96 (Jahrgang 49), S. 900–905); entsprechende Produkte
sind im Handel erhältlich.
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Der
Leitruß kann
je nach gewünschtem
Eigenschaftsprofil der elektrisch leitfähigen Polyolefine in variierenden
Mengen eingesetzt werden. Hier sind erfindungsgemäße elektrisch
leitfähige
Polyolefine bevorzugt, die den Leitruß in Mengen von 5 bis 50 Gew.-%,
vorzugsweise von 8 bis 30 Gew.-% und insbesondere von 9 bis 25 Gew.-%,
jeweils bezogen auf das leitfähige
Polyolefin, enthalten.
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„Elektrisch
leitfähiges
Polyolefin" als
Bezugsgröße bedeutet
dabei die Mischung aus Leitruß und
Polyolefin sowie gegebenenfalls eingesetzten weiteren Additiven.
Ein aus diesem elektrisch leitfähigen
Polyolefin gefertigter Artikel wie Hohlkörper, Behälter, Schläuche oder Rohre, weist demnach
bezogen auf sein Gewicht vorzugsweise die vorstehend genannten Gehalte
an Leitruß auf.
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Als
Polyolefin kommen Homopolymere und Copolymere von alpha-Olefinen
mit 2 bis 12 C-Atomen infrage, beispielsweise von Ethylen, Propen,
1-Buten, 1-Hexen oder 1-Octen. Weiterhin geeignet sind Copolymere
und Terpolymere, die zusätzlich
zu diesen Monomeren weitere Monomere, insbesondere Diene, enthalten,
wie beispielsweise Ethylidennorbornen, Cyclopentadien oder Butadien.
Auch Copolymere von alpha-Olefinen mit polaren Comonomeren, wie
Vinylacetat, Acrylsäure
oder Acrylsäureester
sind als Werkstoffe geeignet oder können den unpolaren Polyolefinen
als Blendkomponente zur weiteren Verbesserung der Eigenschaften
zugesetzt werden.
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Bevorzugte
Polyolefine sind Polyethylen, Polypropylen, Polybutylen und/oder
Copolymere von Ethen mit Propen, 1-Buten, 1-Hexen oder 1-Octen.
Grundsätzlich
kann hiervon jeder handelsübliche
Typ eingesetzt werden. So kommen beispielsweise infrage: lineares
Polyethylen hoher, mittlerer oder niedriger Dichte, LDPE, Ethylencopolymere
mit kleineren Mengen (bis maximal ca. 40 Gew.-%) an Comonomeren
wie Propen, 1-Buten, 1-Hexen, 1-Octen, n-Butylacrylat, Methylmethacrylat,
Maleinsäureanhydrid,
Styrol, Vinylalkohol, Acrylsäure,
Glycidylmethacrylat o.ä.,
isotaktisches oder ataktisches Homopolypropylen, Randomcopolymere
von Propen mit Ethen und/oder 1-Buten, Ethylen-Propylen-Blockcopolymere
und dergleichen mehr. Derartige Polyolefine können auch eine Schlagzähkomponente
wie z.B. EPM- oder EPDM-Kautschuk oder SEBS enthalten. Darüber hinaus
können
sie auch, dem Stand der Technik entsprechend, funktionelle Monomere
wie Maleinsäureanhydrid,
Acrylsäure
oder Vinyltrimethoxysilan aufgepfropft enthalten.
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Bevorzugt
sollte der Comonomeren-Gehalt der Ethylencopolymere 1 mol-% der
Gesamtmenge eingesetzter Monomere nicht überschreiten. Bevorzugte Comonomere
sind 1-Olefine,
besonders bevorzugte Comonomere sind 1-Buten, 4-Methyl-1-penten,
1-Hexen und 1-Octen. Weiterhin kann es sich bei dem Polyethylen auch
um ein Blend aus zwei oder mehr Polyethylen-Komponenten handeln.
Die Ethylenhomo- oder -copolymere können weiterhin übliche Zusatzstoffe
und Hilfsmittel, wie z.B. Stabilisatoren gegen schädliche Verarbeitungseinflüsse, gegen
Wärmeoxidation,
Alterung oder UV-Einfluss sowie Farbstoffe, organische und anorganische
Pigmente bzw. Pigmentzubereitungen wie bspw. Rußdispersionen in Polyethylen,
Antistatika, Wachse oder spezielle niedermolekulare Schmiermittel
enthalten. Die Menge an Zusatzstoffen und Hilfsmitteln sollte aber
10 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge des Materials, bevorzugt
5 Gew.-%, nicht überschreiten.
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Besonders
bevorzugt eignen sich als erfindungsgemäße elektrisch leitfähige Polyolefine
Polyethylen, insbesondere mit Polyethylen, das vor dem Vermischen
eine Dichte von 0,94 bis 0,96 g/cm3 (HDPE),
bevorzugt eine Dichte von 0,942 bis 0,95 g/cm3 hat.
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Besonders
bevorzugte erfindungsgemäß geeignete
Polyethylen-Polymere weisen vor dem Vermischen mit dem Leitruß bestimmte
physikalische Eigenschaften auf, die weiter unten ausführlich beschrieben werden.
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Ein
wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Polyolefine ist dabei,
dass sie ihre vorteilhaften elektrischen Eigenschaften auch bei
einer Oberflächenbehandlung,
insbesondere einer Fluorierung, nicht verlieren. Erfindungsgemäße oberflächenbehandelte,
insbesondere fluorierte, elektrisch leitfähige Polyolefine und Artikel
hieraus sind weitere Gegenstände
der vorliegenden Erfindung. Der erfindungsgemäße Artikel ist bevorzugt so
geformt, dass ein gasförmiges,
flüssiges
oder disperses Medium durch ihn durchgeleitet oder in ihm gelagert
werden kann. Vorzugsweise ist er eine Komponente eines lösemittel-
oder kraftstoffführenden
Systems, beispielsweise im Kraftfahrzeugsektor, im Flugzeugbau oder
in der petrochemischen Industrie. Bevorzugt weist solch ein Artikel
eine solche Gestalt auf, dass er für die Lagerung und den Transport
von flüssigen Gefahrstoffen, insbesondere
von brennbaren, flüssigen
Gefahrstoffen eingesetzt werden kann. Beispielhaft seien Tankstellenversorgungsleitungen,
Einfüllstutzen,
Kraftstofftanks, Entgasungsleitungen, Kraftstoffleitungen, Quickconnectoren,
Kraftstofffiltergehäuse,
Leitungen für
Brems-, Kühl- oder Hydraulikflüssigkeiten,
Chemikalienflaschen, Transportbehälter (IBC), Fässer, Tanks
oder Kanister genannt. Besonders bevorzugt handelt es sich um Kunststoffkraftstoffbehälter (KKB)
und Tankeinfüllrohre.
Die erfindungsgemäßen elektrisch
leitfähigen
Polyolefine lassen sich zu diesen unterschiedlichen Artikeln, insbesondere
zu Automobil-Kraftstofftanks und -Einfüllrohren, verarbeiten, wobei
die gängigen
Methoden der Kunststoffverarbeitung genutzt werden können.
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Ein
weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher ein Verfahren
zur Herstellung von Artikeln aus elektrisch leitfähigen Polyolefinen
durch Vermischen einer Schmelze des Polyolefins mit einem Leitruß und nachfolgendes
formgebendes Verarbeiten, wobei der Leitruß eine spezifische Iodadsorption
von mindestens 1080 mg/g aufweist.
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Bezüglich bevorzugter
spezifischer. Iodadsoption des eingesetzten Leitrußes und
bezüglich
der Mengen, in denen dieser vorzugsweise eingesetzt wird, kann auf
die vorstehenden Ausführungen
verwiesen werden.
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Wie
bereits vorstehend erwähnt,
läßt sich
als Polyolefin bevorzugt Polyethylen (PE), insbesondere HDPE, erfindungsgemäß ausrüsten. Besonders
bevorzugte Polyethylen-Typen besitzen vor dem Vermischen mit dem
Leitruß bestimmte
physikalische Eigenschaften. So sind erfindungsgemäß Verfahren
bevorzugt, bei denen das mit dem Leitruß zu vermischende Polyolefin
eine Schmelze-Fließrate HLMFR
190/21,6 von 0,5 bis 500 g/10 min, vorzugsweise von 2 bis 100 g/10
min, insbesondere von 3 bis 20 g/10 min, aufweist. Die Schmelze-Fließrate HLMFR
190/21,6 [in g/10 min] läßt sich
dabei gemäß ISO 1133
bestimmen. Bevorzugt besitzt das Polyethylen ein Gewichtsmittel
der molaren Masse von 200 bis 800 kg/mol und eine Uneinheitlichkeit
Mw/Mn von 5 bis 80.
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Weiter
bevorzugt sind erfindungsgemäß solche
Verfahren, bei denen das mit dem Leitruß zu vermischende Polyolefin
eine Dichte von 0,8 bis 0,97, vorzugsweise von 0,85 bis 0,96 und
insbesondere von 0,94 bis 0,955 g/cm3 aufweist.
Die Dichte kann dabei [in g/cm3] nach ISO 1183 bestimmt werden.
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Die
erfindungsgemäßen elektrisch
leitfähigen
Polyolefine lassen sich nach dem erfindungsgemäßen Verfahren durch Schmelzemischen
der jeweiligen Komponenten und nachfolgendes formgebendes Verarbeiten
herstellen. Das Vermischen der zwei zwingend anwesenden Inhaltsstoffe
Polyolefin und Leitruß sowie
gegebenenfalls weiterer optionaler Inhaltsstoffe erfolgt auf übliche Weise
in geeigneten Mischaggregaten. Beispiele für derartige Mischaggregate
sind Ein- oder Doppelschneckenextruder bzw. Kneter, Ko-Kneter, kontinuierliche
Kneter und kontinuierliche Ko-Kneter, mit axial oszillierender Schnecke
(Buss Ko-Kneter). Die Schneckenkonfiguration der Geräte kann
vom Fachmann je nach den gewünschten
Eigenschaften gewählt
werden.
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Bevorzugte
erfindungsgemäße Verfahren
sind dabei dadurch gekennzeichnet, dass das Vermischen der Polyolefinschmelze
mit dem Leitruß in
einem Kneter oder einem Extruder, vorzugsweise einem dichtkämmenden
Doppelschneckenextruder, erfolgt.
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Der
erfindungsgemäße Artikel
wird aus der Schmelze, die das Polyolefin und den Leitruß umfaßt, nach üblichen
Methoden der Kunststoffverarbeitung hergestellt; je nach Ausführung beispielsweise
durch Spritzgießen
(Quickconnector), Extrusion (einschichtiges Rohr), Coextrusion (Mehrschichtrohr),
Blasformen (Kraftstofftank) oder 3D-Blasformen (Tankeinfüllrohr).
Mit diesen Methoden ist der Fachmann vertraut, so dass sie hier nicht
näher erläutert werden
müssen.
Besonders bevorzugte erfindungsgemäße Verfahren sind dadurch gekennzeichnet,
dass die formgebende Verarbeitung durch Blasformen oder 3D-Blasformen
erfolgt.
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Die
erfindungsgemäßen elektrisch
leitfähigen
Polyolefine weisen vorteilhafte elektrische Eigenschaften auf, die
auch durch eine Oberflächenbehandlung,
insbesondere Fluorierung, nicht verloren gehen. Das erfindungsgemäße Verfahren
kann daher um einen weiteren Schritt ergänzt werden, in dem erfindungsgemäß hergestellte
Artikel oberflächenvergütet werden.
Solche Oberflächenveredelungsschritte
umfassen dem Fachmann bekannte Techniken wie beispielsweise Fluorierung,
Sulfonierung, Plasmapolymerisation oder Oberflächenlackierung.
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Besonders
bevorzugt sind dabei erfindungsgemäße Verfahren, bei denen der
Artikel nach der formgebenden Verarbeitung oberflächenbehandelt,
insbesondere oberflächlich
fluoriert, wird. Die Fluorierung erfolgt dabei „in-line" während
des Herstellprozesses oder wird als Offline-Fluorierung durchgeführt. Bevorzugt
ist die Offline-Fluorierung, hierbei wird der Tank (oder ein anderer
Artikel) in der Fluorierungskammer mit Fluor begast, wobei vorzugsweise
Fluor-Oberflächenbelegungsgrade
von 10 bis 100 μg/cm2 erzielt werden.
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Die
nachfolgenden Beispiele verdeutlichen den Gegenstand der Erfindung
ohne ihn einzuschränken.
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Beispiele
und Vergleichsversuche
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Beispiel E1 bis E3 (erfindungsgemäß) und Vergleichsversuche
V1 bis V3
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Für die Beispiele
wurde Lupolen® 4261
A (Dichte = 0,945 g/cm3; MFR 190/21,6 =
6,0 g/10 min) auf übliche
Weise durch Schmelzemischen in einem diskontinuierlich arbeitenden
Banbury-Kneter mit Leitruß versetzt.
Für die
erfindungsgemäßen Beispiele
E1 bis E3 wurde der Leitruß Printex® XE2
B (Fa. Degussa-Hüls, spezifische
Iodadsorption: 1150 mg/m2) eingesetzt, für die Vergleichsbeispiele
V1 bis V3 der Leitruß Printex® XE2
(Fa. Degussa-Hüls,
spezifische Iodadsorption: 1075 mg/m2). Der Leitrußgehalt
der Mischungen der Beispiele und Vergleichsbeispiele betrug jeweils
9,5 Gew.-%, bezogen auf die Mischung.
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Aus
dieser Schmelze wurden Rundboden-Testflaschen mit 300 ml Inhalt
auf einer Krupp-Kautex-Blasformanlage V8 hergestellt. Die Wanddicke
der Flaschen betrug 0,8 mm. Die Flaschen wurden nachfolgend einer
sogenannten Offline-Fluorierung unterzogen, wobei unterschiedliche
Verweilzeiten in der Fluorierungskammer zu unterschiedlichen Fluor-Oberflächenbelegungen
führten.
Die elektrischen Durchgangs- und Oberflächenwiderstände wurden in Anlehnung an
die ICE 93 DIN/CDE 0303 gemessen, wobei der Oberflächenwiderstand
ohne das Anbringen einer Gegenelektrode bestimmt wurde. Die Messung
der Fluor-Oberflächenbelegung
erfolgte durch Pyrolyse definierter Probenabschnitte, Auffangen
des dabei entstandenen Fluorwasserstoffs und anschließende maßanalytische
Bestimmung des entstandenen Fluorwasserstoffs. Die Ergebnisse der
Versuche sind in der Tabelle 1 zusammengefaßt:
Der Vergleich der
Meßwerte
zeigt deutlich, dass das erfindungsgemäße elektrisch leitfähige Polyethylen
trotz Fluorierung deutlich bessere Leitfähigkeiten aufweist.
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